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Dieter Petereit 20. März 2018

10web: WordPress-Komplettlösung für Anspruchsvolle

Wäre es nicht gut, wenn du alle wichtigen WordPress-Services außerhalb des eigentlichen Hostings aus einer Hand bekommen könntest. Der recht neue Dienstleister 10web will dir genau das anbieten.

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WordPress: Viel Licht, viel Schatten

WordPress ist beliebt wie nie zuvor. Immer mehr Websites im modernen WWW werden von dem CMS aus dem Hause Automattic angetrieben. Auch in der Leserschaft des Dr. Web Magazin ist das System ganz weit vorne in der Nutzergunst. Mit fast 40 Prozent Anteil liegt WordPress in unserer Leserschaft da, wo es weltweit ebenfalls zu verorten ist. Kein anderes CMS kommt auch nur annähernd in diese Größenordnung.

Die Verteilung der CMS-Nutzung in der Leserschaft des Dr. Web Magazins. (Screenshot: Dr. Web)

Wenn sich am heutigen Tage ein Freiberufler oder ein kleines Unternehmen für eine Lösung entscheidet, mit deren Hilfe der eigene Internetauftritt auf die Beine gestellt werden kann, dass endet diese Überlegung in der Mehrzahl der Fälle bei WordPress. Dabei spielt, da dürfen wir uns nichts vormachen, auch die Tatsache eine Rolle, dass WordPress als System kostenlos ist und eine riesiges Ökosystem ebenfalls kostenloser Funktionserweiterungen, sog. Plugins, und nicht minder vieler Schlüsselfertig-Designs, sog. Themes, existiert.

Im Grunde können wir also eine hochfunktionale Website aufsetzen, ohne dass diese uns, abgesehen von dem erforderlichen Webspace, den wir beim Hoster unseres Vertrauens anmieten, einen Cent kostet. Soweit die Theorie.

Praktisch ist es so, dass die schiere Größe des Ökosystems einen ganz eigenen Aufwand nach sich zieht, der schnell ins Geld gehen kann. Nicht umsonst sind hier bei Dr. Web stets die Beiträge am erfolgreichsten, in denen wir dir bestimmte Plugins oder bestimmte Themes oder bestimmte andere Dienstleistungen, etwa zum Thema Backups, empfehlen.

Es ist kaum möglich, mit einigermaßen überschaubarem Aufwand den Überblick über das Angebot zu behalten. Hinzu kommt das Problem, dass es praktisch keine Qualitätskontrolle gibt. So kann ein jeder das Repository mit Erweiterungen befüllen, die dann der interessierte Nutzer selber aussortieren muss.

Das Trennen der Spreu vom Weizen ist ein schwieriges Geschäft, bei dem es nicht nur darum geht, die Zeit für den Vorgang aufzubringen. Vielmehr bedarf es auch einer gewissen Expertise, um technisch beurteilen zu können, welche Lösung denn nun für den eigenen Anwendungsfall die beste ist.

Als ob das alles noch nicht schwierig genug wäre, kommt nicht selten noch das Problem hinzu, dass manche Themes nicht mit manchen Plugins oder – noch häufiger – manche Plugins nicht mit anderen Plugins kooperieren wollen und schlussendlich deine Seite lahm legen.

10web: Die digitale Dreschmaschine für dein WordPress

Gäbe es nun einen Dienstleister, der dir all diese Entscheidungen leichter machen würde, indem er nur Erweiterungen anbietet, die gut miteinander spielen und technisch einwandfrei realisiert sind, würdest du bare Münze sparen. Ganz abgesehen davon, dass auch dein Nervenkostüm weniger beansprucht würde.

10web: Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

Innerhalb des Automattic-Imperiums gibt es eine Lösung, die dich rundum glücklich machen soll. Sie hört auf den Namen Jetpack und ist eine kostenpflichtige SaaS (Software as a Service), die du aus einem Dashboard heraus für mehrere Domains verwalten kannst.

10web, der Dienstleister, den ich dir folgend vorstellen will, ist ein direkter Wettbewerber, der allerdings ein breiteres Angebot abdeckt. 10web stellt dir eine Vielfalt von über 60 Funktionserweiterungen und professionelle Themes bereit. Darüber hinaus erhältst du wichtige Zusatzservices, die über reine Plugins hinausgehen.

Schauen wir uns die wichtigsten Dienste kurz an:

SEO

Kenne ich, wirst du denken, und das stimmt natürlich. Anders als etwa Yoast hört der SEO-Service von 10web nicht da auf, wo es um die Optimierung des Content auf der Basis von Keywords geht. Mit 10web kannst du zusätzlich Keywords und Suchmaschinenpositionen tracken, so dass du im Bilde darüber bist, wo du mit deinem Content im Wettbewerb stehst.

Backup

10web betreibt eine Backup-Lösung als Cloud-Service und sichert deine WordPress-Website automatisch. Wenn du nicht möchtest, dass deine Daten in 10webs Cloud auf Amazon S3 landen, kannst du auch deine eigenen Speicherplatz-Accounts, etwa deine Dropbox oder deinen Google Drive und andere als Ziel hinterlegen. Neben der Datenbank werden alle Dateien gesichert. Der Zeitplan der Sicherung folgt dabei deinen Vorstellungen. Die Wiederherstellung erfolgt per Klick aus dem Backend. Zusätzlich stehen die Backups zum Download etwa im Zip-Format zur Verfügung.

10web: Auszug aus der Plugin-Liste. (Screenshot: Dr. Web)

Bildoptimierung

Wir predigen es schon fast gebetsmühlenartig. Wenn du was für die Performance deiner Seite tun willst, dann fang bei den Bildern an. Es ist erschreckend, was für Schwergewichte Tag für Tag von ahnungslosen Seitenbetreiber auf Websites hochgeladen werden und fortan die Besucherbrowser unter Stress setzen. 10web optimiert die hochgeladenen Dateien automatisch während des Speichervorgangs, wobei du beeinflussen kannst, wie extrem dabei vorgegangen wird. Neben der automatischen Optimierung können Dateien ebenso automatisch von einem Format ins nächste konvertiert werden. Sogar PDF-Dateien optimiert der Dienst.

Neben den genannten Services arbeitet 10web aktuell an einer Sicherheitslösung, mit deren Hilfe du deine Website vor externen Bedrohungen und Sicherheitslücken schützen können sollst.

Die Auswahl an Themes ist derzeit noch sehr überschaubar. Das halbe Dutzend Designs deckt dabei aber die wesentlichen Anwendungszwecke bereits ab und du erstellst damit sowohl Portfolios, wie Magazin-Angebote oder die klassische Business-Website.

Das Angebot an Plugins deckt ebenfalls die wesentlichen Anwendungsbereiche ab. Insbesondere der Allerweltsbedarf an Foto-Galerien, Slidern und Formularen wird solide bedient. Daneben finden sich Erweiterungen für die Einbindung der diversen sozialen Medien, etwaiger externer Zusatzdienste, wie dem Newsletter-Anbieter MailChimp oder der Statistik-Lösung Google Analytics, sowie solche für die Entwicklung eigener E-Commerce-Aktivitäten.

10web: Preview des enthaltenen Gallery-Theme. (Screenshot: Dr. Web)

10web und das Preismodell

Der Charme von 10web entwickelt sich aus dem Schlüsselfertig-Konzept des Anbieters. Teilweise kannst du die Plugins auch als kostenlose Versionen im WordPress-Verzeichnis finden und verwenden. Die Premium-Varianten, die sich durchweg im Flatrate-Angebot von 10web finden, sind indes teils deutlich leistungsfähiger.

Zwischen drei verschiedenen Leistungsstufen kannst du wählen. Dabei entscheidest du dich entweder für die monatliche oder die – günstigere – jährliche Zahlung. Stets erhältst du Zugriff auf alle Leistungsmerkmale. Die Unterschiede bestehen im Wesentlichen im Volumen.

So darfst du im Basic-Tarif für monatliche 12 USD 3 Domains einbinden, 20.000 Bilder im Monat optimieren und hast einen Cloud-Speicher für deine Backups in einer Größenordnung von 10GB zur Verfügung. Im Standard-Tarif für monatliche 30 USD erhöhen sich diese Parameter auf 10 Domains, 80.000 Bilder und 40GB Speicher. Der Premium-Tarif für 80 USD im Monat stellt dir das Angebot für 50 Domains zur Verfügung. 250.000 Bilder frisst der Optimierer dann, und 140GB Speicher steht für den Backup-Service bereit.

Die Kündigungsmodalitäten sind fair. Du kannst jederzeit zum Ende der Rechnungsperiode kündigen. Das ist natürlich im Zweifel das Jahr, wenn du dich für jährliche Zahlung entscheidest, kann aber ebenso gut der Monat sein. Eine Besonderheit gegenüber anderen Anbietern besteht darin, dass du alle Plugins und Themes auch nach Ende deiner Mitgliedschaft weiter nutzen darfst. Nur Updates erhältst du halt nicht mehr.

Fazit: Nehmen oder nicht?

Was soll ich mit drei Domains, fragt sich jetzt der Eigenbedarfler. Wurscht, antworte ich. Nimm halt den Service nur für eine Domain her. 12 USD ist immerhin keine Investitionsgrößenordnung. Und mit 20.000 Bildern und 10GB Speicherplatz wirst du auch auskommen, wenn du für letzteres nicht ohnehin deinen eigenen Storage-Provider eintragen willst.

Inwieweit es Anwendungsfälle für die größeren Pläne gibt, mag ich nicht einschätzen. Wenn zwischen 10 und 50 Domains betreut werden, gibt es in der Regel etabliertes Knowhow und standardisierte Lösungen. Da wird man nicht auf 10web gewartet haben.

Interessant ist, neben den bislang schon benannten Vorteilen, dass du die gesamte Verwaltung der Funktionalität für alle Domains aus einem einheitlichen Dashboard heraus vornehmen kannst. Das hat was von Kommandobrücke.

Am besten wird es sein, du machst dir einfach selbst ein Bild von 10web. Erstelle einen Account und teste 14 Tage lang. Erst danach musst du dich schlussendlich für einen Plan oder gegen die Nutzung insgesamt entscheiden. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass du schon zu Beginn der Testphase eine Kreditkarte angeben musst. Obwohl ich schon verstehen kann, dass es aus Anbietersicht gute Gründe für diese Vorgehensweise gibt, zeigen doch genügend andere, dass es auch ohne geht.

Seis drum. Klick dich rüber zu 10web und schaus dir an.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

3 Kommentare

  1. Irgendwie mag ich zu bezweifeln das WordPress wirklich für anspruchsvolle Projekte ausreicht. Ja – es hat tausende kostenlose und kostenpflichtige Plugins, ja – es ist damit möglich viel auf die Beine zu stellen, aber es gibt nur wenige Shops oder Projekte die mit WordPress realisiert wurden, die wirklich laufen und diese befinden sich meistens in den Händen von den Big Playern. Die restliche kleine Seiten im Netz, sind eher die erste Versuche etwas zu erschaffen, wo nach der Zeit aufgegeben wird.
    Als Blog CMS ist WordPress wirklich was Wert – einfach und genial, aber z.B. als Shop Software, SaaS Lösung oder sonstiges eher mau..

  2. Ernsthaft? Einen Dienstleister empfehlen, der nicht mal ein Impressum hat und meine Daten im Ausland hostet?

    Kennzeichnet das wenigstens als Werbung!

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