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AdSense Ideen

AdSense ist spannender als es Bannertauschdienste oder Anzeigennetzwerke jemals waren. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Formate, Positionen, Farben und Spielarten laden zum Experimentieren ein. Aber das ist nicht alles. Die Herkunft zählt Jim Rutherford…

AdSense ist spannender als es Bannertauschdienste oder Anzeigennetzwerke jemals waren. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Formate, Positionen, Farben und Spielarten laden zum Experimentieren ein. Aber das ist nicht alles.

Die Herkunft zählt
Jim Rutherford hatte eine drastische Vorstellung. Seine Idee: Stammbesucher, die tendenziell eh selten auf Anzeigen klicken, sollen von diesen verschont werden. Besucher jedoch, die über Suchmaschinen kommen, werden im Ausgleich dafür gleich mit mehreren Anzeigenblöcken beglückt. Eine Idee, die Sinn macht, und die zum Erfolg führen kann.

Wer über Google und Co. auf eine Website gelangt, ist noch auf der Suche, und daher empfänglich für Textanzeigen. Insbesondere dann – was häufig vorkommt – wenn er nicht findet, was er sucht. Eine Google-Anzeige mag seinen Wünschen dann eher entsprechen.

Screenshot
Noch eine Idee: Werbung nur für Besucher die nicht registriert sind

Jim Rutherford allerdings gibt an 80% seines Traffics von Suchmaschinen zu bekommen. Sollte er sich auf die Referrer in Logfile-Analysen verlassen haben, dann ist diese Zahl möglicherweise nicht korrekt. Es mögen 80% aller dort angegebenen Referrer sein, direkte Aufrufe via Bookmark und URL-eintippen sind jedoch nicht erfasst. Kein Wunder, dass sich die Zahl der Stammbesucher schmal ausnimmt. Je älter und beliebter eine Website ist, desto höher ist der Anteil der Direktsurfer.

Rutherford spricht von Erträgen, die um mehrere Hundert Prozent angewachsen sind. Es könnte sich also lohnen ein Script für diese Anwendung zu basteln. Mit Cloaking hat das im Übrigen nichts zu tun. Ein solcher Fall läge nur dann vor, wenn dem Spider der Suchmaschine etwas anderes gezeigt würde als dem Besucher. Dies ist aber nicht der Fall.

Ein Quellcode dafür könnte so aussehen:

 ?php
    if (strstr($_SERVER['HTTP_REFERER'],"google"))
    {
    Hier Anzeigencode einfügen
    }
    ?>

Eine spezielle Rotation
Ebenfalls auf Abwechslung setzt ein Vorschlag von Christian Weier (medi-learn.de). Dort blendet man nur bei jedem zweiten Aufruf eine Werbung ein. Die anderen 50% sind redaktionellen Teasern vorbehalten. Was nicht nur mit AdSense funktioniert, sondern auch mit klassischen Bannern. So ist auch der wiederkehrende Benutzer veranlasst, öfter mal einen Blick auf die Werbesektion zu werfen. Der Wechsel funktioniert über ein PHP-Include. Auch ein AdServer wäre dafür geeignet.

Blockbildung
Ein ganz anderer Tipp: Blöcke mit vier Anzeigen bleiben gelegentlich teilweise leer. Eine mögliche Alternative besteht darin, einfach zwei Blöcke mit zwei Anzeigen unter- oder nebeneinander zu setzen – oder statt eines Zweierblocks zwei Einzelblöcke zu verwenden.

Inhalte versus Anzeigen
Je fesselnder die Inhalte, desto schlechter performen die Anzeigen. Eine Tatsache, die Spammer begünstigt und den ehrlichen Seitenbetreiber in eine ungünstige Position setzt. Das gilt nicht nur für redaktionelle Websites wie Dr. Web, sondern besonders auch für Foren und Weblogs.

Der Surfer ist auf Inhalte konzentriert und würdigt die Werbung keines Blickes. Ein Ausgleich lässt sich schaffen, indem man Anzeigen direkt in den Content platziert, wie es Google beispielsweise für Foren empfiehlt. Der Besucher ist dann gezwungen sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Eine andere Methode: Anzeigen zwischen Navigation und Inhalt, also drei Spalten statt zweier. Das Problem ist, der Besucher mag es nicht, hasst es sogar, letztlich leidet die Qualität der gesamten Site.

Wir möchten stattdessen empfehlen den Besucher dort abzuholen, wo er noch auf der Suche ist. Das ist die siteinterne Suchfunktion.

Screenshot
Linkblock unterhalb der Suchfunktion

Eine Platzierung dort, Linkblöcke oder Einzelblöcke eignen sich am besten, belästigt nicht, sie kann sogar nützlich erscheinen. Weniger erfahrene oder besonders eilige Surfer können Linkblöcke mit internen Links verwechseln. Die Gefahr besteht immer, vor allem wenn AdSense-Flächen in das Seitendesign eingepasst werden. Viele Betreiber werden dies aber gern in Kauf nehmen. Möglicherweise funktioniert auch eine Platzierung innerhalb der Navigation.

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Erstveröffentlichung am 15.11.2005

Von Sven Lennartz

Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…

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