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Themes WordPress

14 kostenlose WordPress-Themes, frisch aus März 2013

Auch der März brachte wieder einige gute, frische WordPress-Themes für den Selbsthoster. Wir zählten 14 ernstzunehmende Vertreter. Das ist keine überwältigende Zahl, was aber wohl angesichts der bevorstehenden Version 3.6 von WP nicht verwundern sollte. Sollte die neue Version tatsächlich Ende April verfügbar sein, ist für denselben Zeitpunkt mit einer nennenswerten Zahl angepasster Themes zu rechnen.

Clutterless

Die Mehrheit der im März erschienen Themes ist eher für den persönlichen Blog gedacht. Etwas überraschend fanden wir die Tatsache, dass auch Themes für Tumblogs im Kommen sind. Das mag aber sicherlich dadurch inspiriert sein, dass das kommende Standardtheme Twenty Thirteen mit seiner Vielzahl an unterstützten Post-Formaten und seinem Ein-Spalten-Layout ebenfalls stark in Richtung Tumblogging tendiert.

Die meisten der Themes des Monats März sind responsiv, manche sogar für Retina-Auflösungen geeignet. Einige basieren auf Twitters Bootstrap, andere auf dem Hybrid Core Framework.

Kostenlose WordPress Themes: Ausgabe März 2013

Alle Themes werden im Rahmen einer Galerie präsentiert. Unterhalb der Galerie finden Sie eine Tabelle, die die wesentlichen Features in einer Übersicht gegeneinander stellt.

Von Theme zu Theme navigieren Sie innerhalb der Galerie, in dem Sie entweder auf den Screenshot klicken oder die Navigationselemente unterhalb des Beschreibungstextes verwenden. Links zu Demo und Download finden Sie in der Galerie-Einzelansicht zu jedem Theme.

WordPress-Themes 03 2013: Übersicht

 Theme-Titel  Genre  Responsiv Mehrsprachig  Div.  ASM
 Attitude Firmenwebsite  Ja  Ja  Custom Post-Types, Page Templates, Widgets  Retina-ready
 Satu  Tumblog  Ja  Ja  — Basiert auf Hybrid Core
 Contango  Blog Nein  Ja  NA
 Sensitive  Portfolio, Firmenwebsite  Ja Nein  Custom Page Templates Nutzt Twitter Bootstrap
 Rockers  Blog  Ja  Ja  NA
 FirmaSite  Blog  Ja  Ja Unterstützt BuddyPress / bbPress Nutzt Twitter Bootstrap
 Clippy  Blog  Ja  Ja  —  Pinterest-Style
 Clutterless  Blog  Ja Nein  Pro-Version kostet $9 (mit Support)  Retina-ready
 Focus  Video  Ja Nein Video-Player out of the box  NA
 Artworks  Portfolio  Ja Nein  NA
 Empty Spaces  Tumblog, Blog  Ja Nein  Post Formate, Widgets im Header  NA
 Celesta Songtexte Nein Nein  Custom Post-Types/Taxonomie  NA
 Django  Magazin Nein Nein  Für Banner-Ads vorbereitet  NA
 SympalPress  Blog, Tumblog  Ja  Ja Pro-Version kostet $49  NA

Wollen Sie nochmal unsere Übersichten der letzten Monate besuchen, hier sind sie:

(sbu/dpe)

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Design Responsive Design

Voll im Flow – 26 Beispiele für responsives Design, wie es sein soll

Responsives Webdesign ist ein Trend, um den man nicht mehr herumkommt. Vor allem der sensationelle Erfolg mobiler Clients, wie Smartphones und Tablets lässt die Nachfrage nach Layouts, die auch mobil gut funktionieren, rasant steigen. Auch wenn die ganz großen Websites sich noch schwer tun, auf den mittlerweile schon rasenden Zug aufzuspringen, ist die Hoffnung berechtigt, dass selbst die großen Web-Dinosaurier in Kürze umsteigen werden. Das wiederum wird für einen weiteren Schub in Richtung Responsiveness sorgen. Die besten Vertreter responsiven Designs bieten nicht nur eine ausgezeichnete Nutzererfahrung auf mobilen Clients, sie definieren vielmehr das User Interface neu. Im folgenden zeige ich Ihnen eine Reihe der besten Beispiele für perfekt umgesetztes responsives Design. Lassen Sie mich wissen, was Sie davon halten…

1. Future of Web Design 2013

futureofwebdesign_london2013

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um die Website zur Konferenz „Future of Web Design“ in London 2013. Um dem Anspruch der Konferenz gerecht zu werden, war es natürlich erforderlich, ein responsives Design zu bieten. Das gelang hier jedoch so gut, dass man durchaus von einem Benchmark, an dem sich alle anderen Tile-basierten Websites messen lassen müssen, sprechen darf. Die Website funktioniert mit drei verschiedenen Layouts für unterschiedliche Bildschirmauflösungen, verzichtet dabei aber an keiner Stelle auf Funktionalität. Sogar die Farben reagieren responsiv mit leichten Veränderungen, sobald die Anzeigebreite verändert wird.

2. Andersson Wise Architects

anderssonwise

(Noch) nicht viele responsive Designs verwenden offensiv großformatige Bilder. Die von Andersson Wise schon, und das sieht fantastisch aus. Die Übergänge zwischen den einzelnen Anzeigebreiten sind überaus gelungen. Andersson Wise muss man gesehen haben, bevor man selbst an das nächste responsive Design geht.

3. Shiny Demos

shinydemos

Mit den Mitgliedern des Opera Developer Relations Teams waren hier natürlich ausgewiesene und ausgewachsene Experten am Werk. Shiny Demos zeigt nicht nur die neuesten Open Web Standards, sondern tut das in einer Form, die beeindruckt. Leider sind nicht alle Browser in der Lage, den gesamten Designumfang der Shiny Demos zu rendern. Die responsiven Designs jedoch funktionieren sehr gut.

4. Kava Ruzova

kavaruzova

Kava Ruzova besteht nur aus einer einzelnen Seite. Die Website bindet Google Maps intelligent ein und zeigt, dass weniger mehr sein kann, auch und vor allem, wenn es um responsives Design geht.

5. Performance Marketing Awards 2013

performancemarketingawards2013

Auf den ersten Blick erscheint die Website nicht unbedingt als ein Musterbeispiel für responsives Layout. Sie werden jedoch überrascht sein, wenn Sie sie auf einem Tablet aufrufen. Hier steht dann ein Dropdown-Menü bereit und der gesamte Content wird intelligent restrukturiert. Hier steht klar der praktische Nutzen im Vordergrund.

6. William Csete

williamcsete

Naheliegenderweise gibt es einen ganzen Haufen brillianter, responsiver Websites von Webdesignern zur Darstellung der eigenen Leistungsfähigkeit. Diejenige von William Csete ist die erste in unserem kleinen Showcase hier. Was neben der modernen und schlanken Optik besonders auffällt, ist die Darstellung der Navigation. Die Usability des Menüs bedarf keiner weiteren Worte und wird intuitiv durch jedermann verstanden. Unabhängig von der Bildschirmauflösung steht die Navigation stets prominent bereit.

7. Stuff & Nonsense

stuffandnonsense

Diese Jungs wählten einen humoristischen Ansatz und verpassten ihrer Website eine Extra-Portion Spaß. Schon die großartige Verwendung von Illustrationen, der scrollende Hintergrund und die niedliche Logo-Animation machen was her. Besonders beeindruckend jedoch ist die Tatsache, dass der Mann auf dem Motorroller mit der Verjüngung des Viewports ebenfalls jünger wird. Auch der Roller geht diesen Weg mit…

8. Digital Atelier

digitalatelier

Diese Website darf in keinem Showcase über responsives Design fehlen. Immer, wenn ich dieses elegante und intelligente Design mit seinen nahtlosen Übergängen zwischen den Viewports sehe, wundere ich mich darüber, dass es bislang noch keine Awards für das Digital Atelier hagelte. Das textbasierte Menü verkleinert sich zu Icons, die Usability bleibt auf höchstem Level, egal bei welcher Auflösung.

9. Design made in Germany Issue 5

dmig5

Es wundert mich überhaupt nicht, dass diese Website die Massen begeistert. DMIG setzt eine scrollende Navigation vor einem fixen Hintergrund, der noch dazu perfekt für ein responsives Design geeignet ist, optimal um. Interessant zu sehen, wie das große „Dmig“ in kleineren Layouts ersetzt wird.

10. Forefathers Group

forefathersgroup

Sicherlich. Design, das nach Vergangenheit aussieht, ist nicht jedermanns Sache. Und Responsiveness scheint auf den ersten Blick sogar einen Widerspruch dazu zu bilden. Diese Website hier setzt den Widerspruch jedoch so schick in Szene, dass ich sie nicht aus dem Showcase herauslassen konnte. Richten Sie Ihr Augenmerk besonders auf die Navigation und das unauffällige Verschwinden von Design-Elementen.

11. TIME

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TIME Magazine ist möglicherweise der bekannteste Name in Sachen Print-Medien, ein Dinosaurier der Branche. Gar nicht an Dinosaurier erinnert die Website im Magazin-Stil, die auf großartige Weise die Prinzipien des responsiven Webdesign umzusetzen versteht.

12. Lab Fiftyfive

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Wenn das spontane „Ahh“ und „Ohh“ über die schicken Mouse-Over-Effekte nachlässt, werden Sie die Effektivität der dualen Navigation erkennen, ein Musterbeispiel in Sachen Usability. Suchen Sie auch mal nach dem Easter-Egg auf dieser Site!

13. Hicksdesign

hicksdesign

Hicksdesign liefert den Beweis dafür, dass kleinere Auflösung nicht notwendigerweise bedeutet, dass alle Elemente geschrumpft werden müssen.

14. Deren Keskin

derenkeskin

Es gibt verhältnismäßig wenige Designs, die sich ausschließlich auf Typographie verlassen. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Verwendung imposanter Bilder leichter einen imposanten Gesamteindruck zu hinterlassen vermag. Deren Keskin interessiert das nicht. Er tritt an, zu beweisen, dass auch Typographie-basierte Websites grandios aussehen können. Achten Sie auf den großen responsiven Header-Text.

15. Seminal Responsive Web Design Example

seminalexample

Ich zögerte zunächst, diese Website in den Showcase aufzunehmen. Immerhin handelt es sich bloß um eine als Beispiel gedachte Seite. Sie eignet sich jedoch ausgesprochen gut, zu demonstrieren, wie responsives Design nicht auf bloße Viewport-Änderungen beschränkt wirken kann. Hier können Sie vielmehr ein erstaunlich präzises Fein-Tuning bei der Veränderung der dargestellten Inhalte erkennen. Sogar die Fläche zur Aktivierung von Links wird in kleinen Auflösungen vergrößert. Das ist nicht üblich, aber unter Usability-Aspekten natürlich großartig.

16. FortyOneTwenty

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Das Einbetten von Videos ist eine ganz wichtige und an Bedeutung noch steigende Art, Inhalte darzustellen. Es ist allerdings auch eine der größten Schwierigkeiten, wenn es um responsives Layout geht. FortyOneTwenty fokussiert genau diese Funktionalität mit ihrer responsiven Website. Die von Vimeo zugelieferten Videos sehen auf allen unterstützten Clients in gleicher Weise perfekt aus.

17. Oliver Russell

oliverrussell

Unangestrengte Einfachheit – so würde ich meinen Eindruck von dieser Website beschreiben. Es ist offensichtlich, dass hier eine Menge Gehirnschmalz in eine effektive Nutzererfahrung, speziell mit Blick auf kleinere Auflösungen geflossen ist. Kein Wunder also, dass die Website auf kleineren Screens sogar besser aussieht, als auf größeren.

18. Siyelo

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Gehen Sie weiter. Hier gibt es nichts zu sehen. Na ja, in der Tat werden Sie auf dieser Website keine Zaubertricks oder sonstige schwer beeindruckenden Besonderheiten finden. Meiner Meinung nach liegt jedoch genau darin die besondere Schönheit. Siyelo bietet makelloses Layout ohne drastische Änderungen an User Interface oder Inhalten bei Größenänderungen.

19. The Next Web

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Es ist noch relativ selten, dass Nachrichtenmagazine responsiv gelayoutet daherkommen. The Next Web jedoch gehört bereits dazu und ist ein sehr gutes und interessantes Beispiel dafür, wie auch inhaltsschwere Seiten mit ständig wechselndem Content von responsivem Design optisch profitieren können. The Next Web setzt letztlich auf drei verschiedene Layouts, die je nach Viewport eingesteuert werden. Auf allen drei Layouts steht der neueste Content deutlich im Vordergrund, bei den kleineren Auflösungen verschwinden als erstes die Werbeanzeigen. Das ist natürlich gut für die Leserschaft, weniger gut für die Monetarisierungsmöglichkeiten des Betreibers. Mal sehen, wie lange The Next Web das durchhält, wenn der Anteil kleinerer Auflösungen weiter so rasant steigt.

20. Kings Hill Cars

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„Meine Headergrafik muss rieesig bleiben!“. Auch Kunden, die sich in ihre eigenen Header verliebt haben, müssen nicht auf responsive Layouts verzichten. Diese Website mag als Beweis dienen. Achten Sie darauf, wie das große Bild des auffälligen Automobils über alle Auflösungen konsistent bleibt. Ebenso werden auch keine Kompromisse hinsichtlich des Banner-Texts eingegangen.

21. Ginger Whale

gingerwhale

Ginger Whale ist erdacht, um Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Entsprechend ist das Design sehr kindgerecht, mit niedlichen Animationen und altersgerechten Zeichnungen. Unter dem Aspekt des Webdesign beeindruckend ist aber vor allem, dass Ginger Whale sowohl in der Breite, wie auch in der Höhe responsiv reagiert. So bleibt die Website stets in gleicher Weise grafisch voll bedienbar, eine Seltenheit.

22. United Pixelworkers

unitedpixelworkers

Auch im E-Commerce kann man responsive designen. United Pixelworkers treten den Beweis an, dass auch Seiten mit einer extrem großen Zahl unterschiedlicher Produkte auf verschiedenen Auflösungen zufriedenstellend funktionieren können. Hier wird mit einem Kacheldesign gearbeitet, dem man zu Beginn gar nicht zutrauen würde, so nutzerfreundlich zu sein, wie es am Ende tatsächlich ist.

23. Treasure of FrontEnd Island

treasurefrontend

Ein visuell besonders imposantes Menü kann im responsiven Webdesign schnell zum Problem werden. Lassen Sie sich von dieser Website inspirieren, wenn Sie mal vor dem gleichen Problem stehen. Sie werden sehen, dass es keinen Widerspruch darstellt, visuell beeindruckend und zugleich responsiv zu designen.

24. Audio Vroom

audiovroom

Online Audio-Streaming ist, anders als Video-Streaming, kein grundsätzliches Problem, wenn man es unter dem Gesichtspunkt des responsiven Designs betrachtet. Audio Vroom steht jedoch für eine besonders gelungene Umsetzung. Hier werden einfache Regeln responsiver Layouts fehlerfrei umgesetzt.

25. Somewhat

somewhat

Das hier wird nicht jedem gefallen. Immerhin ist eine gängige Anforderung an responsives Design, dass die Seiten auf unterschiedlichen Clients so gleich wie möglich aussehen sollen. Somewhat zeigt das Gegenteil und bietet völlig verschiedene Optik je nach Auflösung. Kann man sich mit diesem Design-Prinzip anfreunden, eröffnet sich natürlich eine völlig neue Welt im Webdesign. Somewhat propagiert genau das, nämlich so zu designen, wie es für das jeweilige Endgerät am besten ist.

26. Lancaster University

lancasteruni

Im Grunde sehen wir hier eine mehr oder weniger typische Unternehmens-Website, die allerdings erstaunlich responsiv reagiert. Die Website der Lancaster University ist so gestaltet, dass sichergestellt ist, dass jegliche Funktionalität stets zur Verfügung steht, unabhängig von Auflösung und Client. Das sieht nicht besonders überwältigend aus, sondern funktioniert einfach.

Jetzt Sie!

Ich fand es ganz schön schwierig, 25 Muster-Beispiele responsiven Designs zu kuratieren und Ihnen vorzustellen. Deswegen entschied ich mich für 26 ;-) Welche gefallen Ihnen besonders? Habe ich sträflicherweise den absoluten Knüller übersehen? Lassen Sie es mich wissen…

Der Artikel wurde im Original geschrieben von Josh Chan und erschien zuerst in unserem Schwestermagazin Noupe.

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E-Business Rechtliches

Ein juristischer Blick auf das Leistungsschutzrecht: Viel Lärm um nichts?

Der Bundestag hat das Leistungsschutzrecht eingeführt (Bundestags-Drucksache 17/11470), der Bundesrat hat es abgesegnet, so dass das sog. Siebente Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes mit seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten kann. Der Bundesrat hätte zwar mit seiner Mehrheit das Gesetz nicht verhindern, es aber immerhin in den Vermittlungsausschuss überweisen und damit bis über die Bundestagswahl im September hinauszögern können, so dass es wegen des Grundsatzes der Diskontinuität nochmals auf den Weg hätte gebracht werden müssen.

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Leistungsschutzrecht: Die Netzgemeinde ist schwer getroffen

Seither herrscht in der Netzgemeinde eine gewisse Ratlosigkeit, weil man die Kraftprobe zwischen der analogen und der digitalen Welt verloren glaubt. Sicherlich, das Kräftemessen zwischen zwei grundverschiedenen Systemen, dem analogen und dem digitalen, geführt mit klassischen Mitteln der Politik, mit Einflussnahme und Lobbyismus, einerseits und den Mitteln des Netzes andererseits, konnte das Leistungsschutzrecht nicht verhindern. Schon sieht der Anführer der digitalen Bataillone, Sascha Lobo, ihren Einfluss enorm geschwächt, alles Aufbäumen gegen das geplante Gesetz habe nichts gebracht, und daher fasst er abschließend das Gewicht der Netzgemeinde zusammen: „Wirkung null wäre noch geprahlt“.

Aber ist all die Aufregung um das Leistungsschutzrecht angebracht? Werfen wir einen juristischen Blick darauf.

Leistungsschutzrecht: Wie es tatsächlich gestaltet ist

Das neue „Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse“ geht über die Regelungen des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) in seiner bisherigen Form hinaus, denn wer einen eigenen Text schreibt, etwa einen Beitrag wie diesen, wurde als Urheber bisher schon geschützt. Neu eingeführt wird nun ein „Schutz des Presseverlegers”. Es geht also nicht um den Autor, sondern um denjenigen, der dessen Text im Rahmen eines „Presseerzeugnisses” verlegt.

Was ein „Presseerzeugnis” ist, wird im neuen § 87f Abs. 2 UrhG definiert:

Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch veröffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlagstypisch anzusehen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung dient.

Soweit, so gut. Es wird klar, dass damit nicht nur Suchmaschinen oder Nachrichtenaggregatoren gemeint sein können, sondern auch Blogs oder sogar Twitter-Accounts, wenn sie entsprechend ausgestaltet sind.

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Klar im Fokus des Gesetzes: News-Aggregatoren wie Google News

Ein nicht besonders auffälliges Sätzchen im neuen § 87 f Abs. 1 UrhG legt nun in diesem Rahmen den Schutzumfang fest:

Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.

Der letzte Halbsatz über die Mikrotextausschnitte wurde übrigens kurz vor Beschlussfassung hinzugefügt und wird dazu beitragen, dass sich Gerichte damit auseinanderzusetzen haben, was „kleinste Textausschnitte“ sind, aber letztlich auch dazu führen, dass die Wirkung des Gesetzes verpuffen wird, aber dazu unten mehr.

Klar wird zunächst, dass jeder, der nicht Presseverleger ist und ein „Presseerzeugnis” oder „einen Teil” davon öffentlich zugänglich macht, in das Leistungsschutzrecht eingreift und auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann. Öffentliches Zugänglichmachen bedeutet dabei im Sinne des § 19a UrhG,

das Werk drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit in einer Weise zugänglich zu machen, dass es Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich ist,

so dass jede öffentliche Wiedergabe im Netz davon erfasst sein wird und sharing erst einmal nicht nur caring bedeutet sondern auch fearing, weil laut Gesetzentwurf auch „Teile” geschützt sind und jeder Auszug, der noch als Teil des Presseerzeugnisses angesehen werden kann. Einzelne Wörter sind davon natürlich ausgenommen, denn das wäre doch ein wenig zu weit gesprungen gewesen, wenn sogar das einzelne Wort vom Leistungsschutzrecht umfasst würde. Ein aus mehreren Wörtern bestehender Auszug, sei es nur eine Überschrift, stellt aber jedenfalls dann schon einen geschützten Teil dar, wenn er aus einer geistreichen und den Text kennzeichnenden Wortfolge besteht.

Problematisch kann es daher künftig schon sein, die Überschrift eines Artikels zu twittern oder auf einer Facebook-Fanseite zu posten, allerdings muss noch ein Umstand hinzukommen: Es muss eine gewerbliche Nutzung vorliegen, genauer gesagt muss die Nutzung durch „gewerbliche Anbieter von Diensten (erfolgen), die Inhalte entsprechend aufbereiten“, § 87 g Abs. 4 des neuen UrhG. Wer geschützte Teile eines Texts nicht im Rahmen einer gewerblichen Nutzung verbreitet, greift also nicht in das Leistungsschutzrecht ein.

Den Tatbestand des gewerblichen Zwecks definiert die amtliche Begründung zum neuen § 87 f UrhG als „jede Zugänglichmachung, die mittelbar oder unmittelbar der Erzielung von Einnahmen dient, sowie jede Zugänglichmachung, die im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit steht“.

Eine recht weite Auffassung, die über den gewerbe- oder steuerrechtlichen Gewerbebegriff und die dort geltende Absicht, Umsatz zu generieren, hinausgeht, indem sie auch die nur mittelbare Absicht, Einnahmen zu erzielen, ausreichen lässt und damit schon ein Werbebanner potentiell die Annahme von Gewerblichkeit in sich birgt. Aber auch ein Twitter-Account, der gewerblich geführt und über den Links zu Presseerzeugnissen geteilt werden, könnte zum Problem werden, ebenso wie eine Facebook-Fanpage.

Letztlich wird zwar in konkreten Fällen eine Gesamtwertung vorgenommen werden müssen, aber wirklich guten Gewissens kann man nach Inkrafttreten des Leistungsschutzrechts niemandem raten, als Gewerbetreibender oder Freiberufler Teile von Artikel zu verbreiten, auch wenn einzelne Wörter oder „kleinste Textausschnitte” vom Schutzumfang nicht umfasst sind.

Was nämlich genau „kleinste Textausschnitte“ sind, weiß zur Zeit noch niemand, zumal der Textausschnitt sogar dann geschützt ist, wenn er kleiner ist als klein, nämlich „kleinst“, also irgendwie winzig. Genaueres werden zwar die Gerichte klären müssen, aber es wird vermutlich darauf hinauslaufen, dass es nicht nur auf die Anzahl der Wörter des betroffenen Textteils ankommen wird, sondern auch darauf, ob sie ihn prägen und gleichsam dessen Kernaussage darstellen, zumal dann, wenn es sich um besonders wohlgesetzte Worte handelt.

Die Gesetzesbegründung verweist aber auch darauf, dass die bloße Verlinkung vom Leistungsschutzrecht nicht betroffen ist und führt aus:

Der Informationsfluss im Internet wird durch die vorgeschlagene Regelung nicht beeinträchtigt. Schon im Jahre 2003 hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 17. Juli 2003, Az. I ZR 259/00 – „Paperboy“), dass eine bloße Verlinkung keine Verletzung des Urheberrechts ist. Dies soll auch hinsichtlich der Verletzung des neuen Leistungsschutzrechts für Presseverleger gelten. Das neue Schutzrecht ermöglicht es also nicht, eine Verlinkung zu verbieten. Für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger sollen ferner auch die Schranken des Urheberrechts gelten, also vor allem auch die Zitierfreiheit.

Leistungsschutzrecht: ein Fazit

  • Suchmaschinen und Newsaggregatoren haben zwar keinen Anlass, über das Leistungsschutzrecht in Jubelschreie auszubrechen. Das Verlinken eines Artikels bleibt auch künftig möglich, und zwar für jeden. Das ist die gute Nachricht.
  • Die Übernahme von Informationen wird aber erschwert, so dass derjenige, der nach den oben genannten Kriterien Presserzeugnisse zu gewerblichen Zwecken verbreiten will, sei es auch nur über einen Twitter-Account oder eine FB-Fanseite, besser zweimal darüber nachdenken
    sollte. Wer über seinen Twitter-Account presseschauartig Links verbreitet, sollte jedenfalls erhöhte Vorsicht walten lassen. Im Übrigen gelten die sonst üblichen Schranken und insbesondere die Zitierfreiheit
  • Was Blogs betrifft, gilt im Grunde dasselbe: Solange sie nicht als „gewerbliche Anbieter von Diensten“ klassifiziert werden, „die Inhalte entsprechend aufbereiten“, besteht keine Gefahr. Dabei handelt es sich aber um eine Einzelfallentscheidung im konkreten Fall, so dass eher Vorsicht als Nachsicht geboten ist. .

Im Ergebnis also ist nur halb soviel Hysterie angebracht, wie gegenwärtig allerorten aufkommt, denn der Gesetzentwurf zielt ganz offenbar auf Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, und man wird erst noch sehen müssen, wie die Verlage mit dem neuen Instrument umgehen.

Das möglicherweise wichtigste Argument gegen das Leistungsschutzrecht ist also gleichzeitig der Grund, sich nicht mehr als nötig darüber zu echauffieren: seine Wirkungslosigkeit und seine Praxisferne.

Nach viel Verwirrung wegen unklarer Definitionen und schwammiger Gesetzestexte wird sich die Aufregung schnell legen.

Auch der vermeintliche Anführer der digital Beheimateten, Sascha Lobo, kann sich also im Grunde zurücklehnen, weil sich diejenigen, die Snippets für Haustiere halten, auch nicht dafür interessieren, welche Gesetze zum Umgang damit beschlossen werden. Verloren hat also niemand, zumal dem Gesetzesentwurf kurz vor seiner abschließenden Beratung immerhin hinzugefügt wurde, dass die oben genannten „kleinsten Textausschnitte“ (Einschränkung nach Bundestags-Drucksache 17/12534) vom Leistungsschutzrecht nicht umfasst werden sollen. Es ist also sogar ein „kleinster“ Sieg, wenn man das so sagen kann.

Der Autor:

Krunoslav Kopp hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach dem Diplom im Fach Politikwissenschaft in Marburg und dem 1. juristischen Staatsexamen in Tübingen absolvierte er das Referendariat in Düsseldorf und legte dort 2002 das 2. juristische Staatsexamen ab.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Straßburg und Brüssel wechselte er 2005 in den Beruf des Rechtsanwalts und vertritt seither Unternehmen und Freiberufler hauptsächlich in Angelegenheiten des IT-Rechts, Medienrechts, Urheberrechts und Markenrechts. Er berät zudem bei Unternehmensgründungen, vor allem in den Bereichen IT, eCommerce, Kommunikation, Werbung, Event und Multimedia.

Auf [digitalrecht.net] befasst sich Krunoslav Kopp mit Rechtsfragen in der digitalen Gesellschaft.

Links zum Beitrag

  • Leistungsschutzrecht: Versagensangst in der Netzgemeinde | Spiegel Online
  • Gesetzentwurf der Bundesregierung (PDF) | Bundestag.de
  • Beschlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses (PDF) | Bundestag.de
  • Viel Lärm um nichts | Wikipedia

(dpe)

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E-Business Rechtliches

Smartphone-Apps als Herausforderung für Datenschutz und Sicherheit

Smartphones sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und unser ständiger Begleiter in der modernen Geschäftswelt. Laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM hat jeder dritte Deutsche ein Smartphone. Schätzungen zufolge werden in diesem Jahr mit einem Anteil von 55 Prozent erstmals mehr Smartphones als sonstige Handys verkauft.

Mindestens ebenso populär wie die Smartphones sind die Apps, die schnell über einen in das Betriebssystem integrierten Online-Shop bezogen und direkt auf dem tragbaren Gerät installiert werden können. Was jedoch noch wenige wissen ist, dass zahlreiche Apps datenschutzrechtlich bedenklich sind, da sie personenbezogene Daten ohne unser Wissen an den App-Anbieter übermitteln. Dieser kann aufgrund der so ermittelten Daten Personen- und Nutzerprofile erstellen, die er an die Werbewirtschaft verkaufen kann.

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Welche Daten werden beim Herunterladen einer App erhoben und verarbeitet?

Wenn der Nutzer aus einem Online-Store eine App herunterlädt und diese beispielsweise auf seinem Smartphone installiert, werden personenbezogene Daten des Nutzers sowohl vom Online-Store Betreiber als auch vom App-Anbieter erhoben und verarbeitet. Dabei unterscheidet man zwischen automatisiert und vom Nutzer selbst übermittelten Daten.

Vom Nutzer eingegebene Daten

Zu den Daten, die der Nutzer selber eingibt, gehören beispielsweise seine Anmeldedaten. Um beim iTunes Shop (iphone) oder bei Google Marketplace (Samsung Smartphone) einkaufen zu können, muss der Nutzer sich beim jeweiligen Shop-Betreiber registrieren. Dafür muss er seine personenbezogene Daten wie Name, E-Mail Adresse etc., angeben, die dann an die App-Anbietern weitergeleitet werden.

Außerdem kann der App-Anbieter Daten des Nutzers erheben und speichern, die der Nutzer während der Verwendung der App erzeugt. Ein Beispiel dafür sind die Warenbestellung und die Games-Stores sowie Kommunikationsinhalte, wenn der Nutzer mit anderen App-Nutzern über die App kommuniziert.

Automatisiert übermittelte Daten

In einigen Fällen erhebt der App-Anbieter eine Kennziffer, die sogenannte UDID (unique device identifier). Damit kann der App-Anbieter Smartphones oder iPads eindeutig identifizieren und zusätzlich Nutzerstatistiken erstellen.

Bei zahlreichen Apps wie beispielsweise Google, Hotelbewertungen und Reise- und Navigations-Apps werden Informationen zum Standort der Nutzer erhoben. Außerdem können Apps wie etwa Facebook und WhatsApp auf alle lokal gespeicherten Daten zugreifen und Adressbücher und Kalendereinträge des Nutzers auslesen.

Anwendbarkeit Deutschen Datenschutzrechts

Grundsätzlich sind deutsches Datenschutzrecht und die Spezialvorschriften des Telekommunikationsgesetzes sowie des Telemediengesetzes anwendbar, wenn ein App-Anbieter in Deutschland Daten erhebt und verarbeitet. Häufig sind es jedoch ausländische Unternehmen, die Apps anbieten. Hier ist es in der Praxis sehr schwierig, deutsches Datenschutzrecht gegenüber ausländischen App-Anbietern durchzusetzen.

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Umsetzung der Vorgaben für App-Anbieter

Grundsätzlich sollten sich App-Anbieter und Entwickler von Apps an den einschlägigen Gesetzen orientieren und die Betroffenenrechte wahren. Nur dann werden sich langfristig die geschaffenen Lösungen durchsetzen und vom Nutzer akzeptiert werden.

So ist beispielsweise gem. § 13 Abs.1 TMG der App-Anbieter verpflichtet, zu Beginn des Nutzungsvorgangs über die Art, den Umfang und die Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Nutzerdaten (…) in allgemein verständlicher Form zu unterrichten. Die Transparenz, die mit dieser Regelung geschaffen werden soll, wird jedoch leider nicht erreicht, wenn die Datenschutzerklärung etwa zu spät erfolgt oder schlichtweg zu lang formuliert ist.

Obwohl heute in mobilen App-Stores ein Button „Rechtliches“ eingebaut ist, kommt es in der Praxis kaum vor, dass der Nutzer die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung wirklich anklickt und abruft. Hier ist es sinnvoll, andere Lösungen zu integrieren. Die Datenschutzerklärung sollte besser erreichbar und für den Nutzer jederzeit abrufbar sein, zum Beispiel durch die Einbindung eines Links.

Es ist jedoch nicht nur vorgeschrieben, über die Erhebung der Nutzerdaten zu unterrichten, sondern der Nutzer muss vor der Erhebung und Verwendung seiner Daten durch den App-Anbieter auch seine Einwilligung erteilen. Gem. § 13 Abs. 2 TMG kann die Einwilligung elektronisch erklärt werden, wenn der Diensteanbieter sicherstellt, dass

  1. der Nutzer seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat,
  2. die Einwilligung protokolliert wird,
  3. der Nutzer den Inhalt der Einwilligung jederzeit abrufen kann und
  4. der Nutzer die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen ist für beide Seiten sinnvoll: Der App-Anbieter kann besser nachweisen, ob die Einwilligung wirklich vom Nutzer erteilt wurde und gleichzeitig hilft es dem Nutzer, besser nachzuvollziehen, welche Einwilligung er erteilt hat.

Recht auf Löschung von Daten

Der App-Nutzer hat grundsätzlich einen Anspruch auf Auskunft und Löschung seiner Daten nach dem Bundesdatenschutzgesetz. Das heißt, der App-Anbieter muss auf Verlangen des Nutzers Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten geben. Auf Verlangen des Nutzers müssen diese vom App-Anbieter gelöscht werden.

Ein Löschungsanspruch kann sich jedoch auch ergeben, wenn die personenbezogenen Daten für die Erfüllung des Zwecks nicht mehr erforderlich sind (gem. § 35 Abs.2 BDSG). Das bedeutet, sie müssen zum Beispiel gelöscht werden, wenn der Nutzer die App löscht. Allerdings wird dies dem App-Anbieter in den seltensten Fällen bekannt werden. Hier sollte überlegt werden, ob nicht eine regelmäßige Löschung nach einem bestimmten Zeitraum, indem der Nutzer die App nicht benutzt hat, empfehlenswert wäre.

Fazit: Es gibt zwar zahlreiche Vorschriften und Datenschutzgesetze, die von App-Anbietern eingehalten werden müssten. Häufig werden diese jedoch von App-Anbietern ignoriert. Die Entwicklung geht zunehmend dahin, dass die App-Nutzer kritischer werden, mehr Bewusstsein für den Datenschutz entwickeln, unsichere Apps nicht mehr auswählen oder zunehmend ganz darauf verzichten. Daher ist App-Anbietern zu raten, sich mehr um das Thema Datenschutz zu kümmern und die bestehenden Regelungen des Datenschutzes schon in der App-Entwicklung zu beachten.

Die Autorin:

Mira M. Martz ist Rechtsassessorin und und war nach Ihrem zweiten Staatsexamen mehrere Jahre in der Unternehmenskommunikation in Berlin tätig. Stationen waren unter anderem zwei Bundesverbände und die Kommunikationsagentur Doebler PR. Bei der Rechtsanwaltskanzlei Schürmann Wolschendorf Dreyer ist sie für die Kommunikation und das Marketing zuständig.

Die Kanzlei Schürmann Wolschendorf Dreyer betreut namhafte nationale und internationale Unternehmen, Freiberufler und Kreative im Urheber- und Medienrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, IT- und Datenschutzrecht sowie den angrenzenden Rechtsgebieten des Handels-, Gesellschafts- und Steuerrechts.

Auf der Kanzlei-Website Medien und Marken erscheinen regelmäßig Fachaufsätze zu Rechtsfragen aus dem digitalen Themenspektrum.

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CMS Programmierung

CMS Made Simple: Das beste CMS für Entwickler?

Heute werde ich einen tieferen Blick auf CMS Made Simple werfen. Dieses Content Management System hat bereits ein erkleckliche Zahl an Jährchen auf dem Buckel, gehört dabei aber nicht zu den Großen der Branche. CMS Made Simple legt nach eigenem Bekunden den Fokus auf Simplicity, am ehesten zu übersetzen mit Einfachheit. Einfachheit ist dabei nicht im Sinne von geringem Funktionsumfang zu verstehen, sondern im Sinne von Benutzerfreundlichkeit und positiver Schlichtheit. Schauen wir mal, inwieweit das CMS diesem selbst gestecktem Claim gerecht wird.

Einstieg in CMS-MS

CMS Made Simple ist sicher nicht das populärste CMS der Welt. Es kann sich allerdings auf eine loyale Nutzerbasis verlassen und findet stets Entwickler, die bevorzugt CMS-MS verwenden, wo immer es sinnvoll ist. Es muss also etwas dran sein, an dieser Software…

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Bildquelle: Flickr | Wishy

CMS Made Simple positioniert sich nicht als alleiniges CMS im Leben eines Entwicklers, als eierlegende Wollmilchsau, sondern will eher eine Alternative für bestimmte Anforderungsprofile sein. Es behauptet von sich, wesentlich einfacher und agiler als die meisten der anderen verfügbaren Systeme zu sein. So will CMS-MS zwar nicht WordPress vom Thron stoßen, erklärt sich jedoch klar zur (besseren) Alternative zu schwereren Wettbewerbern, wenn das Projekt passt.

Die Vorteile

CMS Made Simple ist vor allem flexibel und verflixt schnell im Alltagsbetrieb. Wie die meisten anderen CMS ist auch CMS-MS Open Source.

Um die Vorteile des Systems zu verstehen, muss man unter die Haube schauen. Was hier als erstes auffällt, ist, dass nicht nur der Claim der Simplicity stimmt, sondern dass die Herangehensweise an die Inhaltserstellung sehr geradlinig ist. Das Templating gestaltet sich zwar nicht gerade einfach, dafür aber flexibel. Der Code ist sauber und für regelmäßige Updates ist Sorge getragen.

Schauen wir auf das Template-System. CMS Made Simple nutzt hierfür die Smarty-Bibliothek. Smarty verfügt über einige, ganz eigene Vorteile, die sich natürlich nahtlos an CMS-MS vererben:

  1. Es findet kein Template-Parsing bei jedem Website-Besuch statt. Smarty kompiliert die Templates einmalig und liefert fortan nur noch die so erzeugten PHP-Scripte aus.
  2. So kann ein Design auf Basis von Smarty voll von PHP Compiler-Caches, etwa Zend, profitieren.
  3. Da Smarty eine eigene Template-Sprache mitbringt, können die Vorlagen einfach angepasst werden.

Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmal auf das Wörtchen „Simple“ in CMS Made Simple zurück kommen.

cms-ms-preview

CMS-MS verwendet Custom Tags, Funktionserweiterungen in Smarty, um die eigene Leistungsfähigkeit zu gewährleisten und zu entwickeln. Das führt nicht nur zu einem schnellen Einstieg, da die Spracherweiterungen einfach zu erlernen sind. Es entbindet auch von der Notwendigkeit, in den Templates mit Inline-PHP Funktionalitäten steuern zu müssen. All das wird den Endnutzer nicht interessieren. Der will zumeist bloß schnell eine Website an den Start bringen. Das Template holt er sich von irgendwo, eventuell von einem professionellen Entwickler.

Und für genau diesen professionellen Entwickler kann die Herangehensweise des CMS-MS an das Templating zeitsparend wirken, denn es ist wirklich „simpel“…

Wie ist es um die Struktur der Templates bestellt?

In CMS Made Simple können jedem Template viele verschiedene Stylesheets zugeordnet sein. Hier kommt das Smarty Tag-System ins Spiel, mit dessen Hilfe Unter-Templates möglich sind. Jedes Template beinhaltet Platzhalter oder – in einfacheren Worten ausgedrückt – bearbeitbare Bereiche und ist in der Lage, externe Module einzubinden, die fehlende Funktionalität nachliefern. Ist das Template fertig, kann es sofort an die Bearbeitung der Seiten gehen.

Zudem ist CMS Made Simple eher leichtfüßig und läuft sehr genügsam. Es wird Ihrem Server nicht vor Leistungshunger die Haare vom Kopf fressen.

Die Nachteile

Es ist nicht einfach, Nachteile an einem System aufzudecken, das gar nicht viel verspricht. Nachdem es sich aber offenbar vornehmlich an Entwickler wendet, sollte man schon einige entwicklerfreundliche Aspekte finden können. Und genau hier finden sich meiner Meinung nach einige Bereiche, an denen etwas Arbeit von Seiten des Core-Teams dem System gut tun könnte.

Wie bereits erwähnt, will CMS-MS dankenswerterweise die Erstellung eines Website-Design vereinfachen – was eine gute Sache ist. Custom Tags und Module erlauben die Anpassung und/oder Erweiterung des Systems in jede gewünschte Richtung.

custom-tags-in-cmsms
Custom Tags in CMS-MS

Aber: ausgerechnet hier leistet sich CMS-MS Schwächen. Denn in verschiedenen Bereichen scheint mir das Konzept der Modularität überzogen worden zu sein. Nehmen wir als Beispiel den Einbau eines Blogs in die Website. Das ist keine weltfremde Anforderung und dürfte bei so ziemlich jeder aktuellen Website im Pflichtenheft stehen.

Natürlich ist es möglich, in CMS-MS auch einen Blog zu integrieren, allerdings muss man bereits für diese Kernanforderung auf externe Module zurück greifen, es sei denn, man wollte sich mit einer simplen chronologischen Auflistung von Beiträgen begnügen.

Hier führt sich das Konzept teils ad absurdum. Anstatt Entwickler in ihrer Arbeit zu beschleunigen, zwingt man sie, zu externen Modulen nur deshalb zu greifen, weil wichtige, stets benötigte Features nicht im Core integriert sind. Event-Kalender oder Bildergalerien sind ebensolche Themen, für die es externer Hilfe bedarf, die aber in Zeiten von HTML5 und entsprechend moderner Websites in den Core eines Systems gehören – jedenfalls nach meiner Auffassung…

Nun könnte man ja sagen, solange es die erforderlichen Module gibt, sei das ja alles halb so wild. Aber, natürlich darf man nicht vergessen, dass jedes Modul, vergleichbar mit den Plugins in WordPress potenzielle Integrationsprobleme, eventuell sogar Sicherheitsrisiken in sich trägt. Da ist es nur auf den ersten Blick ein Vorteil, dass das Kernsystem flink und agil arbeitet. Wenn man auf den zweiten Blick erkennen muss, dass das Kernsystem den Anforderungen schon einfacher moderner Websites nicht genügt, währt die Freude kurz. Da die Entwickler des Kerns nur in Ausnahmefällen mit den Entwicklern der Module personenidentisch sind, darf man sich überdies nicht wundern, wenn es zu Schwierigkeiten im Zusammenspiel von Modul und Kern kommt. Solche Probleme gibt es und führen in Extremfällen zur Unbrauchbarkeit der Lösung insgesamt.

Dabei macht CMS Made Simple eigentlich den Eindruck eines guten Gesamtpakets. Die Dokumentation ist wirklich gut. Schauen Sie sich beispielsweise mal diese Anleitung zum Caching an. Es gibt eine interessante Auswahl an Templates, Modulen und Plugins, ebenso wie eine Dokumentation zur API oder zur Datenbankabstraktionsschicht.

Für wen ist CMS-MS nun empfehlenswert und wofür?

Bevor ich meinen Senf zu dieser Frage abgebe, lasse ich mal die Entwickler selbst zu Wort kommen:

If you’re an experienced web developer. If you have found that sometimes creating a simple corporate or organization website is difficult in some of the other content management systems. If you have found that other CMS’s are sometimes „overkill“ for what you need. If you want to be able to hand off the content management to editors. If you want complete control over the layout and appearance of the site, and you know how to do it… If you want a simple, easy to use, yet expandable tool – then CMS Made Simple is probably for you.

Kern dieses Zitats ist zum einen “If you’re an experienced web developer” und zum anderen “you know how to do it…”.

CMS Made Simple richtet sich damit definitiv nicht an Nichtentwickler und bei den Entwicklern auch nicht an solche, die gerade erst den Einstieg gewagt haben. Viel mehr sieht es sich selbst als Tool für professionelle Webentwickler. In der Tat kann man die Erwartung berechtigt hegen, dass Custom Tags, Module und Plugins die Arbeit mit CMS-MS beschleunigen, möglicherweise sogar so deutlich, dass andere Systeme nicht Schritt halten können.

Es gibt zwar einen Tutorial-Bereich für End-Nutzer, der allerdings nicht wirklich End-Nutzer adressiert, sondern sich eher an neue Nutzer auf Developer-Level wendet.

Alles in allem würde ich CMS Made Simple damit am ehesten als Bare-Bones CMS beschreiben wollen. Ich zögere etwas, sogar das Wort Framework zu verwenden. Dennoch ist CMS-MS eher ein Starterkit, auf dessen Basis man ein Webprojekt aufsetzen kann. Ein ausgewachsenes, full-featured Web Management-Paket ist es jedenfalls nicht.

Sie sollten CMS Made Simple demnach nutzen, wenn:

  • Sie auf der Suche nach einem leichtgewichtigen, flinken System sind, das sich einfach erweitern lässt.
  • Sie die Features der Boliden vom Schlage eines Drupal nicht benötigen.
  • Sie sich nicht zu schade sind, dem CMS eigenhändig neue Funktionalität beizubiegen oder von anderen in der Form von Modulen beibiegen zu lassen.

Sie sollten CMS Made Simple hingegen nicht nutzen, wenn Sie eine schwergewichtige Website, gepackt mit den modernsten Super-Features und Funktionen bauen wollen. Lassen Sie in diesem Falle bloß die Finger davon. Denn, wenn Sie auch die ausreichende Zahl an Modulen finden mögen, Sie bremsen damit das System aus und verlieren die Agilität, die einen der Vorteile des Systems ausmacht. Programmieren Sie hingegen die fehlenden Funktionen selber, könnten Sie schnell in die Situation gelangen, dass Sie dadurch eher Zeit verlieren, als welche zu sparen.

Ich will es noch einmal betonen: wenn Sie eine große, vielfältig funktionale Website planen, lassen Sie die Finger von CMS-MS. Ich will nicht bestreiten, dass man auch diese Projekte mit CMS-MS an den Start bringen könnte. Allerdings gibt es dafür deutlich geeignetere Tools. Schließlich schlägt man den Nagel ja auch nicht mit dem Bohrer in die Wand…

Was halten Sie von CMS Made Simple? Haben Sie damit bereits gearbeitet? Nutzen Sie den Kommentarbereich für Ihren Erfahrungsbericht!

Links zum Beitrag

Der Beitrag erschien zuerst in unserem englischsprachigen Schwestermagazin Noupe und wurde im Original geschrieben von Sufyan Bin Uzayr.

(sbu/dpe)

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Themes WordPress

17 frische, kostenlose WordPress-Themes aus Januar und Februar 2013

An sich wollen wir Ihnen monatlich die Neuerscheinungen auf dem Markt der kostenlosen WordPress-Themes in einer Zusammenfassung näher bringen. Nun war der Januar nicht so ein starker Monat, so dass wir uns entschlossen, den Februar noch hinzu zu nehmen. So sind immerhin 17 Themes zusammengekommen. Erfahrungsgemäß steigt mit den Temperaturen auch der Entwickler-Enthusiasmus, so dass wir damit rechnen dürfen, in den kommenden Monaten wieder genügend Material für eine monatliche Veröffentlichung zu erhalten.

Demo | Download

Generell lässt sich, allerdings wenig überraschend feststellen, dass der Fokus neuer Themes immer mehr in Richtung responsiver Layouts geht. In unserem heutigen Überblick finden sich zwei Themes auf Basis von Twitters Bootstrap und auch Hybrid Core ist erneut vertreten. Dennoch verhalten sich immer noch acht von 17 neuen Themes nicht responsiv. Schauen Sie selbst…
 

WordPress-Themes: Ausgabe Januar/Februar 2013

Alle Themes werden im Rahmen einer Galerie präsentiert. Unterhalb der Galerie finden Sie eine Tabelle, die die wesentlichen Features in einer Übersicht gegeneinander stellt.

Von Theme zu Theme navigieren Sie innerhalb der Galerie, in dem Sie entweder auf den Screenshot klicken oder die Navigationselemente unterhalb des Beschreibungstextes verwenden. Links zu Demo und Download finden Sie in der Galerie-Einzelansicht zu jedem Theme.

WordPress-Themes 01/02 2013: Übersicht

 Theme-Titel  Genre  Responsiv Mehrsprachig  Div.  ASM
 Teal  Magazin  Ja  Nein  Beliebige Slider, Werbeflächen  Pro-Version verfügbar
 Pyramid  Blog  Nein  Ja  —  NA
 Silver Blue  Blog  Ja  Ja  Benötigt weitere Plugins  Zwei Farbschemata
 Spine  Blog  Ja  Ja  — Basis: Hybrid Core / Zurb Foundation Frontend Framework
 Photologger  Photoblog  Ja  Nein  Microformat-Support, einspaltig  NA
 WP StrapSlider Lite  Magazin, Blog  Ja  Nein Homepage Karussell Basis: Twitter Bootstrap, Pro-Version in Arbeit
 Preference Lite  Firmenwebsite  Ja  Ja  Farben konfigurierbar  Basis: Twitter Bootstrap, Pro-Version verfügbar
 FloZo  Firmenwebsite, Portfolio  Nein  Nein  —  NA
 Xenon  Photoblog, Portfolio Nein  Nein  Anpassbare Farbgebung NA
 Yorkshire  Magazin  Nein  Nein  —  jQuery 3D Slider
Zoren  Photoblog, Portfolio, Magazin  Ja  Nein  —  NA
 Ajaxify  Magazin, Blog  Nein  Nein  3 Farbschemata: schwarz, weiß, rot  AJAX Navigation
 Underfire  Spiele, Sport  Nein  Nein  —  jQuery Homepage-Slider
 Pilgrim  Portfolio  Nein Nein  Eigenes Startseiten-Template  jQuery-Slider
 Frank  Blog  Ja  Nein Keine JavaScript-Dependencies  Schnell: Google PageSpeed-Score 97 von 100
 Focused  Blog, Tumblog  Ja  Ja  Unterstützt Post-Formate  NA
Sukelius Magazine  Magazin  Nein  Ja  Mehrere Widget-Bereiche und Menüs  Basis: Hybrid Core Framework

Wollen Sie nochmal unsere Übersichten der letzten Monate besuchen, hier sind sie:

(sbu/dpe)

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CMS Programmierung

Habari: Leichtgewichtiges CMS, nicht nur für Blogger

Der Markt der Content Management Systeme ist über die Jahre etwas unübersichtlich geworden. Dabei haben wir bei Dr. Web und in jüngerer Zeit auch im Noupe Magazine stets versucht, den Überblick zu gewährleisten. Beitrag um Beitrag ist so entstanden. Habari, das schlanke Blog-System, um das es im folgenden Beitrag gehen soll, haben wir bei Dr. Web zuletzt im Jahre 2008 behandelt. Zeit für eine aktuelle Einschätzung…

Habari ist Suaheli und heißt zu deutsch: Was gibt es Neues? Schon die Namensgebung verdeutlicht den Fokus. Habari ist ein reines Bloggertool. Sicherlich kann man prinzipiell mit jedem CMS verschiedene Arten von Websites bauen, dennoch darf es durchaus als sinnvoll betrachtet werden, CMS als Werkzeuge zu betrachten und in diesem Sinne je nach Projekt qualifiziert auszuwählen. Um ein Loch für einen Dübel in die Wand zu bekommen, greift man schließlich auch vertrauensvoll zur Bohrmaschine und versucht nicht, den Erfolg mittels Schraubenzieher, Hammer und beherztem Zuschlagen zu erreichen.

Verwendet man den Begriff Blog im Zusammenhang mit einem CMS, drängt sich unmittelbar der Vergleich zu WordPress auf. Wir werden daher diesen Aspekt im Laufe des Artikels ebenfalls aufgreifen.


Bildquelle: Flickr

Im Rahmen des Beitrags werden wir uns nicht mit Fragen der Installation und Anpassung befassen. Diese Themen sind in der Habari Dokumentation nachvollziehbar beschrieben. Was wir versuchen wollen, zu erarbeiten, ist, inwieweit sich Habari als CMS eignet. Idealerweise sind Sie mit den Informationen aus diesem Beitrag in der Lage, qualifiziert zu entscheiden, ob Habari für das nächste Projekt in Frage kommen kann oder nicht.

Habari: Ein Blogger-CMS

Anhand verschiedener Hauptpunkte schauen wir nachfolgend auf das Featureset des schlanken Herausforderers.

1. Usability (Einfachheit der Verwendung)

Tipp: Wenn Sie sich einen schnellen Überblick zu Habaris Look and Feel verschaffen wollen, schauen Sie in diese Demo-Installation.

Sollte ich das Nutzer-Interface von Habari in einem Wort beschreiben, so würde ich wahrscheinlich das Wörtchen „benutzerfreundlich“ verwenden. Tatsächlich ist Habari eines der benutzerfreundlichsten CM-Systeme, das ich bislang kennenlernen durfte. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass das Wort „Benutzerfreundlichkeit“ subjektiv ist und von der individuellen Einschätzung geprägt ist. Was ich benutzerfreundlich finde, können Sie eventuell beim besten Willen nicht leiden.

Deshalb will ich klar stellen, dass ich mit dieser Charakterisierung nicht die ganzen subjektiven Aspekte meine, die letztlich, mindestens teilweise, Geschmacksfragen sind. Schauen Sie sich ganz unvoreingenommen das Benutzer-Interface selber an, unabhängig von verfügbaren Themes, Plugins und so weiter. Ich bin sicher, Sie werden mir zustimmen: Das Interface ist extrem einfach zu bedienen.

Der Schlüssel zu Habaris Einfachheit liegt in seiner minimalistischen Grundausrichtung. Alles, was man nach dem Login vorfindet, ist ein simples Menü mit Tastatur-Shortcuts. Wer sich in Habari verläuft, der verläuft sich auch auf dem Fußballplatz.


Der Artikel-Editor in Habari

Wollen Sie zum Beispiel einen neuen Beitrag schreiben, was unstreitig zu den Hauptanwendungsfällen eines CMS gehören dürfte, stellt Habari Sie nicht vor Rätsel. Direkt vor Ihrer Nase findet sich eine Schaltfläche mit der Aufschrift Create a New Article. Damit kommt auch Oppa Horst, der mit 83 noch einen Ornithologen-Blog pflegen will, klar. Wo ich gerade von Oppa Horst spreche: Eine deutsche Übersetzung des Systems kann über Launchpad heruntergeladen werden. Weitere Übersetzungen stehen allerdings nicht bereit.

Auf der anderen Seite, einmal das komplexe Umfeld des TinyMCE aus WordPress gewohnt, wird einem der Artikel-Editor aus Habari geradezu ärmlich vorkommen. Mancher wird sich daran gewöhnen können, mancher nicht.

  • Pros: Sehr schlankes, schickes, minimalistisches Interface
  • Cons: Ungeeignet, wenn man Minimalismus für das falsche Konzept hält

2. Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten

Habari ist flexibel und kann relativ leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Allerdings müssen die eigenen Bedürfnisse schon ein bisschen den Möglichkeiten angepasst werden. Sind Sie auf der Suche nach Anpassungsmöglichkeiten im Stile eines MODx, dann werden Sie Enttäuschung finden. Sind Sie allerdings bereit, tief einzusteigen und lieben es, die Grenzen von Systemen zu erweitern, wenn Sie daran stoßen, dann könnte Habari genau das sein, was Sie suchen.

So, wie ich die Sache sehe, hat es Habari bislang lediglich nicht vernünftig geschafft, die durchaus vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten so zu kommunizieren, dass sie auch geglaubt werden. Systeme wie Drupal oder MODx können sich locker damit brüsten, extrem flexibel zu sein – man glaubt es unbesehen. Eine große Community bestätigt die Behauptung und schon werden Legenden zu Fakten. Da kann das kleine Habari mit seiner kleinen Community nicht ordentlich mithalten, ganz abgesehen davon, dass natürlich eine kleinere Community auch weniger Beispiele für großartige Anpassungen hervorbringt als eine große. Das ist im Grunde ein rein quantitatives Problem.


Dashboard in Habaris Admin Panel

Daraus ergibt sich auch ein rein tatsächlicher Nachteil. Natürlich ist Habari sehr flexibel und kann so angepasst werden, dass es nahezu wunschlos glücklich zu machen im Stande ist. Sie können Fotoblogs, Videoblogs, New-Magazine und sogar eCommerce-Websites damit erstellen. Theoretisch.

Praktisch werden Sie so vorgehen, dass Sie in Abhängigkeit der Anforderungen des Kunden-Projekts das spezialisiertere, besser vorkonfigurierte System wählen. Selbst wenn Sie wissen, dass Habari ebenfalls in der Lage wäre, den Anforderungen zu genügen, wenn man es nur hinreichend stark anpasste, werden Sie aus wirtschaftlichen Gründen doch eher auf andere Werkzeuge zurück greifen. Das ist völlig verständlich. Immerhin sparen Sie so Zeit, die Sie im anderen Falle vermutlich nicht einmal bezahlt bekommen hätten. Natürlich darf man dann auch nicht überrascht sein, dass es nur wenige Beispiele für Habari-Websites, die mehr als reine Blogs sind, gibt.

  • Pros: Flexibles CMS mit der theoretischen Fähigkeit, viele Arten von Websites anzutreiben
  • Cons: Beispiele dafür, was das CMS wirklich kann, sind rar gesät

3. Community und Dokumentation (Hilfe und Unterstützung)

Habari erfreut sich einer überaus aktiven, geradezu enthusiastischen Community. In welchem Punkt auch immer Sie Hilfe benötigen sollten, die Habari-Community wird mit an einhundert Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit genau diejenige Unterstützung anbieten, die Ihnen weiterhilft. Ich persönlich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass die Community kleiner CMS wesentlich freundlicher und hilfsbereiter zu Werke geht als man das von größeren Systemen gewohnt ist. Antworten wie „Nutz die Suchfunktion“ oder „Wieso befasst du dich mit so einem System, wenn du zu blöd dafür bist?“ sind mir in Habari-Foren bislang nicht untergekommen.

Wo ich gerade bei der Dokumentation ankomme, nun, die könnte wohl verbessert werden. Die Bedieneranleitung und das Wiki sind aktuell und bieten eine solide Unterstützung. Aber alles, was darüber hinausgeht, etwa Screencasts und andere moderne Support-Tools, könnte etwas Aufwand gebrauchen. Damit meine ich nicht die qualitative, sondern lediglich die quantitative Seite. Habari könnte vermutlich größere Verbreitung erfahren, gäbe es deutlich mehr Screencasts. Auch Zahlen zur Nutzung und Verbreitung, möglichst noch grafisch unterstützt sucht man vergebens. Das ist eine ungünstige Situation, bedenkt man, dass das Internet ein Ort extremer Reizüberflutung ist, in dem nur derjenige wahrgenommen wird, der am lautesten trommelt.

  • Pros: Aktive, hilfsbereite Community
  • Cons: Ausführliche Materialien sind extrem textlastig; mehr Screencasts wären sinnvoll

4. Verschiedenes

Habari unterstützt verschiedene Datenbank-Backends, unbegrenzt viele Nutzer, statische Inhalte, Tags und verfügt über automatische Importfunktionen für WordPress und Serendipity. Cool, oder? Gut, schon cool. Aber, da bedarf es weiterer Argumente, wenn man Menschen vom Systemwechsel überzeugen will. Immerhin sind die eben genannten Features keine große, neue, gar sensationelle Sache. Im Gegenteil bietet das jedes halbwegs aktuelle CMS heutzutage.

Was Habari unmittelbar helfen könnte, wäre eine größere Zahl verfügbarer Themes und möglichst sogar die Entwicklung eines Frameworks, wie beispielsweise Twitters Bootstrap oder Hybrid Core für WordPress. Responsive Child Themes wären ein Knüller. Und genau dieser Knüller wird mit der aktuellen Version eingeführt. Ein erstes responsives Theme mit Unterstützung für Child Themes steht bereits bereit.

Es stimmt schon. Die Habari Community ist von genügend Leidenschaft erfasst, den steinigen Weg zu gehen und ihre Plattform, auch bezogen auf den Look der damit erstellten Websites manuell anzupassen. Koste es, was es wolle. Aber, so gewinnt man keine Konvertiten. Und genau dieses Ziel muss Habari verfolgen. Ohne frisches Blut, ohne weitere Verbreitung wird Habari niemals ein wie auch immer gearteter Durchbruch gelingen. Verbreitung erreicht man am ehesten über die Ansprache der End-Nutzer, also der eigentlichen Blogger, der Verwender des Systems. End-Nutzer legen Wert auf vorkonfigurierte Box-Lösungen. Da braucht man sich nichts vorzumachen.

Habaris Plugin-Repository zum Beispiel ist bereits großartig. Nahezu alles, was man für einen Blog benötigen können würde, lässt sich dort finden, sei es Feedburner-Integration, Anti-Spam, Flickr- und Twitter-Integration, Kommentare via Disqus und mehr. Das beweist, dass es Habari nicht an Talent mangelt.

  • Pros: Gutes Plugin-Verzeichnis
  • Cons: Etliches Themes, aber insgesamt zu wenig und häufig mit altbackener Optik

5. Habari im Vergleich mit anderen CMS

Widmen wir uns nun dem direkten Vergleich zwischen Habari und Alternativen. Suchen wir nach einer vergleichbaren Lösung, so kommen natürlich Boliden, wie Concrete5 oder Drupal nicht in Betracht. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich in Wolf CMS entdecken. Obwohl Wolf CMS sich nicht so sehr als Blogger-CMS positioniert, erinnert mich der schlanke Aufbau des Systems doch stark an Habari.

WordPress bewegt sich mit großen Schritten hin zu einem ausgewachsenen CMS und lässt die Vergangenheit als reines Blogging Tool schneller werdend hinter sich. Insofern ist es kaum sinnvoll, WordPress und Habari miteinander direkt zu vergleichen. Was man gefahrlos sagen kann, ist, dass Habari als reines Blogging Tool wesentlich nutzerfreundlicher als WordPress ist.

Obschon relativ betagt, befindet sich Habari noch im Kleinkind-Alter. Bis zu einer Version 1.0 hat es auch nach fünf Jahren noch nicht gereicht, aktuell ist Version 0.9. Natürlich hat das einerseits was mit der Namenskonvention zu tun, andererseits wird niemand ernsthaft behaupten wollen, dass sich Habari aktuell auch nur im Ansatz mit einem WordPress 3.5 messen könnte, selbst wenn man ihm eine ähnliche Versionsnummer aufgepfropft hätte. Dabei ist WordPress nicht einmal wesentlich älter.

Anfangs war WordPress dem jetzigen Habari nicht unähnlich – schlank und flink. Über die Jahre wurde WordPress dann immer größer, aufgeblasener. Nicht ohne Grund dürfte es gewesen sein, dass es ausgerechnet ehemalige WordPress-Entwickler waren, die Habari aus der Taufe hoben. Auch aktuell ist lang nicht jeder mit der Richtung einverstanden, in die WordPress steuert. Gerade das letzte Update stieß auf ein hohes Maß an Ablehnung. Vornehmlich der komplexer, aber auch komplizierter gewordene Media Manager und der Verzicht auf den von Beginn an etablierten Links Manager teilte die Community. Wenn das etwas zeigt, dann doch, dass es eine nicht unerhebliche Zahl von WordPress-Nutzern gibt, die nach Alternativen suchen. Dabei müsste die passende Alternative zurück zu den Wurzeln, schlank und flink sein.


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Wenn Habari doch so toll ist, wieso ist WordPress weit populärer?

Wie ich bereits erwähnte, benötigt Habari deutlich mehr Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Mehr und bessere Themes, bessere Marketing-Materialien, mehr Screencasts und so weiter. Ebenfalls nicht schaden könnte mehr Berichterstattung. Machen Sie sich mal den Spaß und googlen Habari. Google News wirft nichts, Google Web ganz wenig aus. Von all diesen Dingen scheinen die Entwickler unbeeindruckt. Anders kann ich mir den falschen Fokus nicht erklären. Anstatt auf die Steigerung der Bekanntheit zu setzen und alle Arbeit dort hinein zu investieren, stellt man Importer für Serendipity und WordPress bereit. Abgesehen davon, dass ein Importer für Serendipity eher in homöopathischen Dosen nachgefragt werden dürfte, stellt sich aber auch hinsichtlich des vom Ansatz her populäreren Importers aus WordPress die grundsätzliche Frage, warum den überhaupt jemand benutzen wollen sollte. Bevor ich auf Migration setze und diese unterstütze, sollte ich doch zunächst einmal Gründe für den Wunsch nach Migration schaffen. Davon gibt es momentan noch zu wenige…

Grundsätzlich sollte Habari sich auf die Gruppe der Nutzer fokussieren, denen Tumblr oder Blogger zu eng sind, WordPress aber zu groß ist. Habari eignet sich hervorragend für den Betrieb eines Tumblog und kann natürlich auch alles, was Googles Blogger kann. Bei letzterem kommt noch hinzu, dass Blogger-Nutzer in letzter Zeit eher mehr Vertrauen als weniger verlieren. Googles Umgang mit dem Blogging-Service ist hinsichtlich der Zukunftsperspektiven nicht sehr vertrauenerweckend.

Blogger und Tumblr sind gehostete Plattformen. Sollte Habari zum WordPress.com für Arme werden?

Auf keinen Fall! Habari sollte bleiben, was es ist: Ein CMS für Blogger, nicht ein gehosteter Blogger-Service. Allerdings sollte Habari durchaus versuchen, in die Lücke zwischen WordPress und anderen Blogger-Tools, gehostet oder lokal installiert, vorzustoßen. Wie ich die Dinge sehe, wird Habari niemals wirklich in das Unternehmensumfeld vorstoßen können. Es sollte sich daher auf die Zielgruppe derer konzentrieren, die derzeit bei Tumblr oder Blogger oder ähnlichen Diensten residieren, weil ihnen WordPress zu aufgeblasen ist. Das würde natürlich leichter fallen, hätte man eine schöne Stange schicker und moderner Themes am Start…

Was halten Sie von Habari? Teilen Sie Ihre Meinungen und Erfahrungen mit uns!

Weitere Links zum Beitrag:

Der Artikel entstand als Kooperation zwischen Sufyan Bin Uzayr und Dieter Petereit.

(dpe)

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Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

WP Recycle: Neues Leben für alte WordPress-Plugins

Wenn Sie ein WordPress-Entwickler sind, haben Sie vermutlich an irgendeinem Punkt Ihrer Laufbahn bereits eines oder mehrere WordPress-Plugins erstellt. Vielleicht sind Sie auch nach wie vor aktiv in diesem Bereich? Wie auch immer Ihre persönliche Geschichte aussieht, ein Trend ist klar erkennbar. WordPress-Plugins neigen dazu, im Laufe der Zeit der Vernachlässigung anheim zu fallen oder gänzlich überflüssig zu werden. Häufig genug verlieren Entwickler schlicht die Lust an der Fortentwicklung oder können sie zeitlich nicht mehr leisten.

Generell ist die Halbwertzeit eines Plugin relativ niedrig, mit abnehmender Tendenz. Leider sind es nicht nur diejenigen Erweiterungen, die ohnehin durch WordPress-Core-Änderungen unnütz werden, die geringe Lebensdauern aufweisen. Auch an sich wertvolle Erweiterungen dümpeln teilweise vor sich hin. Heute stellen wir Ihnen daher einen neuen Service vor, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, „schützenswerte“ Plugins zu retten und zu neuem Leben zu verhelfen: WP Recycle von PluginChief

Was WP Recycle verspricht

Das WordPress Plugin-Verzeichnis ist voller als voll. Plugins über Plugins tummeln sich in nahezu unüberschaubarer Vielfalt. Leider sind darunter sehr viele, die keiner aktiven Entwicklung mehr unterliegen. Sie werden weder fortentwickelt, noch gepflegt, noch unterstützt. Es ist Sache des Nutzers, diese Plugins zu erkennen und zu ignorieren. Fachlich versierte Anwender werden damit keine Probleme haben. Weniger versierte Anwender zerschießen sich im Zweifel ihren Blog, zudem belegen die verlassenen Plugins dennoch Platz im Repository, machen den Marktplatz unübersichtlich und ziehen das Ansehen insgesamt herunter.

WP Recycle tritt an, das zu ändern und will alten, verlassenen, nicht mehr funktionierenden oder aus sonstigen Gründen vernachlässigten Plugins neue Perspektiven eröffnen. Alles, was Sie tun müssen, ist das Plugin an WP Recycle zu übermitteln.

Wie man das Plugin in die Obhut von WP Recycle übergibt

Die Übergabe ist einfach: Sie wechseln auf die Website des Programms, wo Sie ein simples Einreichungsformular vorfinden. Hier tragen Sie die wesentlichen Informationen zum Plugin ein, etwa die letzte als kompatibel bekannte WP-Version oder ob es sich um ein kostenloses oder kostenpflichtiges Tool handelt. Plugin-Ersteller können angeblich bei Bezahl-Plugins auf Umsatzbeteiligung hoffen. Einreichen kann übrigens jedermann, dazu muss man nicht der Autor des Plugins sein.

Gesetzt dem Fall, das Plugin wird in das Recycling übernommen, so stellt PluginChief neben der Revitalisierung auch den zukünftigen Support sicher.

Wo die Grenzen des Angebots liegen

Natürlich wird nicht jedes eingereichte Plugin auch in das Programm übernommen. PluginChief sagt dazu:

We will look over every plugin submitted and do whatever we can to address it, but we can not guarantee we can get into every plugin and offer it on PluginChief.

Sicherlich ist es verständlich, dass nicht jedes Plugin revitalisiert werden kann. So ergibt es etwa keinen Sinn, ein Plugin für – sagen wir – Post-Formate wieder gangbar zu machen, wo diese Funktionalität heutzutage zum Kern des WordPress-Featuresets gehört. Auch schlecht programmierte oder durch weit bessere Plugins repräsentierte Funktionalität wird kaum Chancen haben, sich über WP Recycle neu zu etablieren. Vereinfacht ausgedrückt, wird WP Recycle sich auf die Rettung „lohnenswerter“ Plugins konzentrieren. Das sind etwa solche, die über eine außergewöhnliche Code-Basis verfügen oder Funktionen anbieten, die immer noch stark nachgefragt sind. Auf den Punkt gebracht wird es sich dabei in allererster Linie um Plugins handeln, die von ihren jeweiligen Autoren aus Lust- und/oder Zeitgründen abgegeben werden.

Wird WP Recycle zum Erretter des WordPress Plugin-Verzeichnisses?

In der Redaktion sind wir geteilter Ansicht. Die einen halten WP Recycle für das Beste seit Bier in Dosen und glauben, auf diese Weise bestünde eine realistische Chance, das Plugin Directory zu entrümpeln und wieder in Gänze attraktiv zu gestalten. In der Tat ist es derzeit wohl so, dass man als versierter Anwender eher nicht direkt im Repository nach Plugins sucht, sondern über die Community, Blogs, Magazine und Empfehlungen kommt.

Die anderen halten WP Recycle für einen müden Versuch des PluginChief, Aufmerksamkeit auf das eigene Portfolio zu lenken. Nachdem die Zugangsbeschränkungen bei WP Recycle eher dem Gusto des Betreibers unterliegen und keineswegs objektiv nachvollziehbar offen liegen, ist der Willkür Tür und Tor eröffnet. Das ist auch nachvollziehbar, denn die allermeisten Plugins sind nicht etwa Perlen, die es zu erretten gilt, weil der Autor keine Zeit mehr hat, die Entwicklung selber sicher zu stellen. Die allermeisten nicht mehr in zu erwartender Weise funktionalen Plugins sind zu Recht in diesem Zustand. Da bräuchte es nicht ein Programm wie WP Recycle. Da bedürfte es lediglich eines beherzten Löschers, der bereit und berechtigt ist, das Repository auszumisten. Denn auch gute, aktuelle Plugins gibt es in ausreichender Zahl. Ebenfalls nicht unkritisch erscheint die Tatsache, dass Plugins durch jedermann eingereicht werden können. Was, wenn ich das als Ersteller gar nicht will? Wie ist der Rückkanal? Da ist Klärungsbedarf…

Was sagen Sie dazu? Ist WP Recycle ein Projekt mit Potenzial oder wird es in Kürze ebenso vor sich hindümpeln wie eine Vielzahl der Plugins im WordPress Directory? Wie empfinden Sie das WordPress Plugin-Verzeichnis? Angestaubt und voller Ladenhüter oder erste Anlaufstelle für jeden Bedarf?

Link zum Beitrag:

(sbu/dpe)

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Die 50 besten kostenlosen WordPress-Themes des Jahres 2012

Das Jahr 2012 war ein gutes Jahr für WordPress. Mit den Versionen 3.4 und 3.5 wurden etliche, teils lang ersehnte Features eingeführt. Die wichtigste Neuerung in 3.4 war sicherlich der sog. Theme Customizer, während 3.5 einen neuen Uploader, sowie ein komplett anderes Galerie-Management einführte. Insbesondere die letztgenannte Neuerung ist nicht auf uneingeschränkte Zustimmung gestoßen. Neben den Major-Releases sahen WordPress-Nutzer fünf Sicherheits-Releases. Auch die Theme-Entwickler legten in 2012 nicht die Hände in den Schoß, so dass wir heute in der Lage sind, Ihnen die 50 besten, kostenlosen WordPress-Themes des Jahres zu präsentieren.

Freie WordPress-Themes: Best of 2012

Alle Themes werden im Rahmen einer Galerie präsentiert. Unterhalb der Galerie finden Sie eine Tabelle, die die wesentlichen Features in einer Übersicht gegeneinander stellt.

Von Theme zu Theme navigieren Sie innerhalb der Galerie, in dem Sie entweder auf den Screenshot klicken oder die Navigationselemente unterhalb des Beschreibungstextes verwenden. Links zu Demo und Download finden Sie in der Galerie-Einzelansicht zu jedem Theme.

Alle Features im Schnellüberblick:

Theme Titel  Genre Responsiv Mehrsprachigkeit  Custom Elements ASM
 Ascetica  Portfolio  Ja  Ja  Custom page templates  Hybrid Core framework
 AzSimple  Blog  Nein  Nein  — BxSlider
 Bello  Blog  Nein  Nein  Post types  NA
 Clean Retina  Blog, Firmen Ja  Ja  9 homepage layouts, 5 post layouts, Gallery post type  Retina-ready
 Best  Magazin  Ja  Ja  Shortcodes, page templates  NA
 Buttercream  Blog  Ja  Ja  —  NA
 Delicacy  Blog  Nein  Nein  Meta boxes, widgets  NA
 Codium Extend  Blog  Ja  Ja (enthält französisch und russisch)  —  NA
 Digifoto  Portfolio  Nein Nein  Custom sliders, widgets, contact forms, portfolio template  Teil des WP Business Bundle Free edition
 Elegant Photography  Portfolio, Photoblog  Ja  Ja  Page templates, photo galleries  NA
 Glider  Blog  Ja  Nein  — Nutzt jQuery .load(), keine Bilder
 Grid  Portfolio  Ja  Ja  —  Infinite scroll
 Gridly  Portfolio Ja  Nein  —  jQuery masonry
 Hatch  Portfolio  Ja  Ja  — Hybrid Core framework
 Launch Tumblog  Nein  Ja  Widgets, post formats, page templates  NA
Leatherly  Single-page  Ja  Ja Custom Shortcodes  NA
 Lugada  Blog  Ja  Nein  —  NA
 Launcher Platzhalter  Ja  Nein  Twitterbox  NA
 Meeta  Blog  Ja  Ja  Page templates, widgets  NA
 Origami Blog,  Portfolio  Ja  Nein  —  NA
 Nomad  Portfolio  Nein  Nein  —  NA
 Origin  Blog  Ja  Ja  —  Hybrid Core framework
 Oxygen  Magazine  Ja  Ja  Custom homepage template  Hybrid Core framework
 Orion  Portfolio, Magazine  Ja  Nein  Custom widgets  Skeleton framework
 Panoramica  Portfolio  Ja  Nein  Custom page templates  NA
 Photolistic  Photoblog  Nein  Nein  —  NA
 Pilot Fish  Portfolio  Ja  Ja (Japanisch und Spanisch enthalten)  Portfolio post type  NA
 Photo  Photoblog  Ja  Ja  —  Slider Soliloquy
 Responsive  Firmen  Ja  Ja  9 custom templates  Retina-ready
 Respo  Blog, Magazin  Ja  Ja  41 custom fonts, 3 widgets, shortcode generator, page templates  NA
 Prospect  Corporate  Nein  Nein  Custom slider, contact forms  Teil des WP Business Bundle Free edition
 silverOrchid  Magazin  Nein  Nein  Custom page templates, widgets  NA
 Shutterloop  Photoblog  Ja  Ja  Gestaltbare Homepage  NA
 ShortNotes  Tumblog  Ja  Ja  Custom post formats  NA
 Solio  Single-page  Nein  Nein  Portfolio items  NA
 Simple Grid  Portfolio  Ja  Nein  —  NA
 SimpleCorp  Portfolio, Firmen  Ja  Ja  Custom post types, page templates  NA
 Thoughts  Blog  Ja  Nein Custom post formats keine Sidebar, kein Footer
 Tetris  Tumblog  Ja  Nein  Custom post formats   Slider Soliloquy
 Stumblr  Tumblog  Nein  Nein  Post formats  NA
 Unique  Portfolio  Ja  Nein  —  NA
 Truly Minimal  Blog  Ja  Ja Custom widgets, page templates, shortcodes  NA
 Tiara  Portfolio  Nein  Nein  —  NA
 VeeCard  vCard  Ja  Ja  Post types, resume uploader, vCard settings  NA
 Western  Magazin  Nein  Nein  Custom post types, taxonomy, meta boxes  NA
 Workality  Portfolio  Ja  Ja  Custom post types, page templates  Bezahlversion verfügbar
 WordPress Svbtle  Blog  Nein  Nein  —  NA
 Zenon Lite  Blog, Magazine  Nein  Nein  Custom page templates  NA
 Yasmin  Portfolio  Ja  Nein  Custom post types, taxonomies  NA
 Zenshop  eCommerce  Nein  Nein  Custom post types, taxonomies, metaboxes, page templates Erfordert Cart66
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E-Business Rechtliches

Jahresrückblick 2012: Die wichtigsten Entscheidungen zum Thema „Internet und Recht“ [Teil 4/4]

Das Jahr 2012 ist vergangen, höchste Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Welche Gerichte haben sich durch Urteile im IT-Recht hervorgetan? Welche Urteile haben neue Pflichten oder Rechte für Anwender, Entwickler und Seitenbetreiber hervorgebracht? Welche Entscheidungen werden die Rechtsprechung im neuen Jahr mutmaßlich beeinflussen?

Alle interessanten Entscheidungen aus 2012 rund um das Thema „Internet und Recht“ trägt Rechtsanwalt Krunoslav Kopp im Rahmen einer vierteiligen Artikelserie für das Dr. Web Magazin in einer verständlichen Art und Weise zu einem Überblick zusammen, der als Pflichtlektüre für alle, die sich privat oder beruflich viel im Netz bewegen, bezeichnet werden kann. Dabei garniert unser Gastautor an vielen Stellen den Bericht mit nutzwertigen Praxistipps, die Ihnen helfen sollen, Fallstricken zu begegnen und Risiken möglichst zu minimieren.

Lesen sie jetzt Teil 4 unserer kleinen Artikelserie.

Unternehmensbezogenes Verhalten auf Xing

Insgeheim fühlt man sich immer gebauchpinselt, wenn am Arbeitsplatz das Telefon klingelt und sich am anderen Ende jemand meldet und einen neuen Job anbieten. Dass das heutzutage auch über virtuelle Business-Netzwerke wie Xing passiert und anstatt eines Anrufs eine Xing-Nachricht eingeht. Das ist rechtlich gar nicht unproblematisch, aber nach ständiger Rechtsprechung des BGH grundsätzlich zulässig.

Ein wettbewerbsrechtlicher Verstoß kann jedoch vorliegen, wenn besondere, unlautere Begleitumstände hinzukommen. Dazu gehört es etwa, den Mitbewerber herabzusetzen. „Sie wissen ja hoffentlich, in was für einem Unternehmen Sie gelandet sind. Ich wünsche Ihnen einfach mal viel Glück“, hatte in dem Fall des LG Heidelberg (Urteil vom 23.05.2012, Az.
1 S 58/11) der Headhunter in einer Xing-Nachricht an dessen Mitarbeiter geschrieben und damit den Bogen eindeutig überspannt.

Dabei sei er nicht als Privatperson aufgetreten, so das Gericht, sondern unter Verwendung des Firmennamens. Damit habe er den objektiven Anschein einer unternehmensbezogenen Tätigkeit gesetzt und wettbewerbswidrig gehandelt. Die Abmahnung sah das Gericht daher richtigerweise als gerechtfertigt an. Vorsicht dürfte bei Xing ohnehin geboten sein, denn Äußerungen in dem Business-Netzwerk dürften noch eher als unternehmensbezogen einzuschätzen sein als auf Facebook oder Twitter und können unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Internetseiten sind nicht vor Nachahmung geschützt

Wieder einmal wollte es jemand nicht wahrhaben: Websites sind manchmal sehr aufwendig erstellt und entsprechend teuer, sind aber selten davor geschützt, dass jemand es vorzieht, zu kopieren anstatt selbst schöpferisch tätig zu werden.

Das OLG Celle (Beschluss vom 08.03.2012, Az.:
13 W 17/12) hatte sich in diesem Zusammenhang mit dem Begriff der „Schöpfungshöhe“ auseinanderzusetzen, der kleinsten Hürde sozusagen, die ein Kunstwerk nehmen muss, um ein solches überhaupt zu sein. Was bei Fotoaufnahmen und Filmen regelmäßig kein Problem darstellt, ist in der visuell gestaltenden, der bildenden Kunst, der Malerei ebenso wie dem Webdesign, regelmäßig Anlass für Streitigkeiten.


Ähnlich, aber nicht identisch…

An der Schöpfungshöhe fehlt es bei Websites, so das Gericht, „wenn die Gestaltung nicht über das hinausgeht, was bei ordnungsgemäßer Erstellung eines Webauftritts im Internet handwerklich zu leisten ist“. Dies sei insbesondere der Fall, wenn weder die Farbauswahl oder -kombination noch die Anordnung der Bilder und Grafiken der Gestaltung eine Originalität verleihe, die es als gerechtfertigt erscheinen lasse, der Webseite den besonderen Schutz des Urheberrechts beizumessen. Ebenso wenig ergebe sich urheberrechtlicher Schutz aus der verwendeten Alltagssprache.

Wer also meint, seine Website müsse gestalterisch einzigartig bleiben, muss sie auch einzigartig gestalten, daran werden hohe Anforderungen gestellt. Einen Beitrag dazu leisten kann die verwendete Sprache. Zwar ist das bei Gebrauchstexten schwierig, aber möglich, wenn die sprachliche Gestaltungstätigkeit gegenüber der Durchschnittsgestaltung deutlichen überragt.

Haftung bei Einbindung fremder RSS-Feeds

Auch bei Rechtsanwälten gern genommen, wenn es gilt, die Rubrik „Aktuelles“ auf der Website zu füllen: RSS-Feeds von Drittanbietern. Schnell eingebunden in die Website, und schon stellt sich die Seite aktuell dar, mit frischen Informationen für den verirrten Seitenbesucher.

Meistens erfährt der Seitenbesucher aber gar nichts davon, dass der Newsfeed von einem Drittanbieter stammt, und schon stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage der Haftung, wenn nämlich der Drittanbieter den Feed wegen einer Rechtsverletzung entfernen muss, der Anbieter davon aber nichts weiß und den Feed-Snippet weiterhin auf seiner Seite anbietet. Kann der Anbieter fremder Nachrichten für ihren rechtswidrigen Inhalt haftbar gemacht werden?

Im Prinzip nein, meint der BGH (Urteil vom 27.03.2012, Az.:
VI ZR 144/11): “Der Betreiber eines Informationsportals, der erkennbar fremde Nachrichten anderer Medien und Blogs ins Internet stellt, ist grundsätzlich nicht verpflichtet, die Beiträge vor der Veröffentlichung auf eventuelle Rechtsverletzungen zu überprüfen. Das würde den Betrieb des dem Informationsinteresse der Mediennutzer dienenden, auf schnelle und aktuelle Information ausgerichteten Informationsportals unzuträglich hemmen.“

Aber in bester Tradition von Radio Eriwan fährt der BGH fort: „Den Betreiber eines solchen Portals trifft deshalb erst dann eine Prüfpflicht, wenn er Kenntnis von der Rechtsverletzung erlangt. Weist ein Betroffener den Betreiber auf eine Verletzung seines Persönlichkeitsrechts durch den Inhalt einer in das Portal eingestellten Nachricht hin, kann der Portalbetreiber als Störer verpflichtet sein, zukünftig derartige Verletzungen zu verhindern.“

Also im Ergebnis Entwarnung, aber wenn sich jemand beschwert, ist Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte RSS-Feeds von Dritten unmissverständlich und eindeutig als fremde Inhalte kennzeichnen. Wer es gerne praxisfern mag: Ein schriftlicher Vertrag mit dem Drittanbieter, über Beanstandungen Dritter und darüber, dass Nachrichten aus dem Feed-Angebot entfernt wurden, geht natürlich auch.

E-Mail genügt dem Schriftformerfordernis

Wer noch Faxe verschickt, kann auch gleich mit dem Akustikkoppler ins Netz gehen. Die Rechtsrealität ist aber leider eine andere. Noch reicht es zum Beispiel nicht aus, Vertragsänderungen an einem bestehenden Vertrag wirksam per E-Mail zu vereinbaren, wenn eine entsprechende Vertragsklausel vorsieht, dass Vertragsänderungen und -ergänzungen nur bei Einhaltung der Schriftform wirksam sind.


Der Historie verpflichtet…

Diese Auffassung wird überwiegend in Rechtsprechung und Literatur vertreten, auch wenn sie sich als praxisfern erweist, wenn gleichzeitig ein Telefax der Schriftform genügt. Nun hat aber das OLG München (Urteil vom 26.01.2012, Az.:
23 U 3798/11) eine nicht unterschriebene E-Mail trotz vertraglich vereinbarter Schriftform für ausreichend gehalten. Voraussetzung sei aber, dass beim Empfänger der Erklärung kein Zweifel darüber bestehe, von wem die Nachricht stammt. In diesem Fall sei der mit der Schriftformklausel bezweckte Erfolg, nämlich Klarheit über die Person des Erklärenden zu schaffen, auch durch eine einfache E-Mail ohne Unterschrift erreicht. Es sei auch nicht erkennbar gewesen, so das Gericht, dass es dem Empfänger gerade auf die Unterschrift angekommen sei.

Ein Freibrief ist die Münchner Entscheidung aber noch lange nicht nicht. Solange die Entscheidung des OLG München nicht durch weitere Gerichte untermauert wird, empfiehlt es sich immer noch, einer vereinbarten Schriftformklausel durch Brief oder Telefax zu entsprechen.


Damit kommt unser juristischer Jahresrückblick zum Ende. Die bisher erschienenen Teile finden Sie hier:


Der Autor:

Krunoslav Kopp hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach dem Diplom im Fach Politikwissenschaft in Marburg und dem 1. juristischen Staatsexamen in Tübingen absolvierte er das Referendariat in Düsseldorf und legte dort 2002 das 2. juristische Staatsexamen ab.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Straßburg und Brüssel wechselte er 2005 in den Beruf des Rechtsanwalts und vertritt seither Unternehmen und Freiberufler hauptsächlich in Angelegenheiten des IT-Rechts, Medienrechts, Urheberrechts und Markenrechts. Er berät zudem bei Unternehmensgründungen, vor allem in den Bereichen IT, eCommerce, Kommunikation, Werbung, Event und Multimedia.

Auf [digitalrecht.net] befasst sich Krunoslav Kopp mit Rechtsfragen in der digitalen Gesellschaft.

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E-Business Rechtliches

Jahresrückblick 2012: Die wichtigsten Entscheidungen zum Thema „Internet und Recht“ [Teil 3/4]

Das Jahr 2012 ist vorüber, höchste Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Welche Gerichte haben sich durch Urteile im IT-Recht hervorgetan? Welche Urteile haben neue Pflichten oder Rechte für Anwender, Entwickler und Seitenbetreiber hervorgebracht? Welche Entscheidungen werden die Rechtsprechung im neuen Jahr mutmaßlich beeinflussen?

Alle interessanten Entscheidungen aus 2012 rund um das Thema „Internet und Recht“ trägt Rechtsanwalt Krunoslav Kopp im Rahmen einer vierteiligen Artikelserie für das Dr. Web Magazin in einer verständlichen Art und Weise zu einem Überblick zusammen, der als Pflichtlektüre für alle, die sich privat oder beruflich viel im Netz bewegen, bezeichnet werden kann. Dabei garniert unser Gastautor an vielen Stellen den Bericht mit nutzwertigen Praxistipps, die Ihnen helfen sollen, Fallstricken zu begegnen und Risiken möglichst zu minimieren.

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Auskunftsanspruch gegen Blog-Betreiber

Fast scheint man sich daran gewöhnt zu haben, dass der Ton im Netz bisweilen etwas ruppig ist: Schmähen, herabwürdigen, beleidigen und sich geschäftsschädigend äußern, das was viele trollig finden, überschreitet aber oft die Grenze strafrechtlicher Relevanz und kann mit verschiedenen Unannehmlichkeiten einhergehen. Auch für Blogger oder ganz allgemein Seitenbetreiber, die Beiträge Dritter veröffentlichen, egal ob als Artikel oder Kommentare.

Stellt sich nämlich ein Kommentar in einem Blog als rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Verletzten dar, unterliegt der Blogbetreiber bei Verletzung von Prüfpflichten der allgemeinen Störerhaftung, hat das OLG Dresden festgestellt (Beschluss vom 08.02.2012, Az.: 4 U 1850/11)

Der Beschluss ist gut begründet, positioniert sich aber entgegengesetzt zur Ansicht des OLG Hamm (Beschluss vom 03.08.2011, I-3 U 196/10), wonach ein Dritter nicht berechtigt ist, Auskunft von einem Dienstanbieter über einen Nutzer zu verlangen. Weil das OLG Dresden den Auskunftsanspruch aber „als Minus zu den ansonsten bestehenden Ansprüchen auf Unterlassung und Löschung persönlichkeitsverletzender Einträge“ aus allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Vorschriften herleitet, §§ 242, 259, 260 BGB, könnte sich hier ein Paradigmenwechsel in der Rechtsprechung angedeutet haben.

Der BGH (Urteil vom 23.06.2009, Az.: VI ZR 196/08) hat in einer anderen Sache zwar die Ansicht vertreten, dass es zur Meinungsfreiheit gehört, dass Websites auch anonym genutzt werden könnten. Ein Auskunftsanspruch, so der BGH, könne sich aber ergeben, wenn die Grenze zur Schmähkritik überschritten wäre oder unwahre Tatsachenbehauptungen im Raum stünden. Die Tendenz des BGH scheint damit klar, so dass sich für Seitenbetreiber nicht empfiehlt, Kommentare ungeprüft zu veröffentlichen.

Anonyme Hotspots sind erlaubt

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte, in diesem Fall sind das all diejenigen, die kostenlose WLAN-Hotspots nutzen, im Café, am Bahnhof oder im Hotel. Das LG München (Urteil vom 12.01.2012, Az.: 17 HK O 1398/11) hatte sich in einem Streit zwischen zwei Anbietern von WLAN-Hotspots mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der Betrieb eines solchen kostenlosen Hotspots mit der Pflicht zur Erhebung und Speicherung von Bestandsdaten einhergeht und solche Pflichten im Ergebnis verneint.

Anbieter kostenloser WLAN-Hotspots sind demnach nicht dazu verpflichtet, Nutzer zu identifizieren und deren Daten zu speichern. Demnach dürfen WLAN-Hotspots anonym genutzt werden, so das Gericht.

Ein nicht nur wichtiges, sondern auch richtiges Urteil, denn für jede Erhebung und Speicherung von Daten ist ein Erlaubnistatbestand erforderlich, und der ist hier einfach nicht ersichtlich. Solange ein Dienst kostenlos angeboten wird, ist eine Erhebung von Bestandsdaten nicht erforderlich und deshalb nicht gerechtfertigt und datenschutzwidrig. Fragen Sie mal nach, wenn Sie das nächste mal irgendwo einen kostenlosen Hotspot nutzen.

Haftung für kritische Forumsbeiträge

Wer mag schon gerne Schlechtes über sich im Netz lesen, da geht es Ihnen nicht anders als vermutlich den meisten anderen auch. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Urteil vom 08.05.2012, Az. 11 O 2608/12) hatte sich mit einem Fall auseinanderzusetzen, in dem genau das passiert ist.

Ein Zahnarzt war alles andere als amüsiert, als er in einem Internetforum im Zusammenhang mit seiner zahnärztlichen Heilbehandlung die hässlichen Worte „inkompetent“, „vorrangig eigene wirtschaftliche Interessen“ und „keine dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung“ lesen musste. Weil der Beitrag anonym gepostet wurde, wandte sich der Zahnarzt an den Provider. Dieser hat sich bei seinem Nutzer danach erkundigt, ob der in dem Posting geschilderte Sachverhalt sich tatsächlich so zugetragen habe und sich damit entpflichtet gesehen. Der Provider berief sich zudem auf das schützenswerte Anonymisierungsinteresse des Users und schließlich darauf, dass wegen der ärztlichen Schweigepflicht der Wahrheitsgehalt der widerstreitenden Angaben nicht zu ermitteln sei.

Wird in ein Internetforum eine Bewertung über einen Dritten (hier Zahnarzt) eingestellt, hat darauf hin das LG Nürnberg-Führt auf das Unterlassungsbegehren des Zahnarztes geurteilt, muss der Forumsbetreiber bei einer konkreten Beanstandung die Bewertung überprüfen. Tut er dies unzureichend, kann der Betreiber auf Unterlassung haften. Der Provider, so das Gericht, hätte auf die konkrete Beanstandung des Zahnarztes hin den Sachverhalt sorgfältiger prüfen und sich von dem Nutzer einen Nachweis für seine Behauptungen vorlegen lassen müssen.

Der Zahnarzt dürfte mit dem Urteil zufrieden gewesen sein, und für alle, die als Betreiber von Foren Bewertungen Dritter wiedergeben -entsprechendes gilt für Betreiber von Blogs-, sollte das Urteil, das die vom BGH für Internetprovider aufgestellten Prüfungspflichten konkretisiert, ein Anlass mehr sein, Postings darauf zu überprüfen, ob sie Rechte Dritter verletzen, denn ungeachtet der Frage, ob eine Bewertung zutrifft oder nicht, droht die Haftung als Störer.

Haftung für Link auf ein YouTube-Video

Das LG Hamburg (Urteil vom 09.03.2012, Az.:
324 O 596/11) hat einmal mehr mit einem kaum sachgerechten Urteil auf sich aufmerksam gemacht und damit der Meinungsfreiheit keinen Gefallen getan. Es hat darüber hinaus eine der Kulturtechniken, die das Netz geradezu ausmachen, in Frage gestellt und mit gänzlich praxisfernen Auflagen versehen: Das verlinken auf Videos von Drittanbietern, sog. „embedded links“.

Erwischt hat es Kollegen Rechtsanwalt Markus Kompa, der auf seinem Blog einen Filmbeitrag des ZDF über den umstrittenen Krebsarzt Dr. Nikolaus Klehr hatte. Der Arzt war indessen gegen das ZDF mit einstweiliger Verfügung vorgegangen und hatte die weitere Verbreitung des Videos untersagen lassen. Nachdem Kollege Kompa von der Verfügung gegen das ZDF nichts bekannt war und er lediglich gehört hatte, dass es zur rechtlichen Auseinandersetzung zwischen Fernsehanstalt und Arzt gekommen war, sah er sich nicht veranlasst, den Link von seinem Blog zu entfernen, so dass er von dem Arzt ebenfalls in Anspruch genommen worden ist.

Das Landgericht Hamburg vertritt die Ansicht, dass der bloggende Kollege “als Verbreiter des streitgegenständlichen Fernsehbeitrags” auf Unterlassung haftet und sich über die Rechtswidrigkeit des Fernsehberichts hätte informieren können, soweit sie ihm nicht ohnehin bereits bekannt gewesen sei. Er habe ihm zumutbare Prüfungspflichten verletzt. Die Zumutbarkeit ergibt sich für das LG Hamburg dabei gar nicht einmal aus dem Rechtsanwaltsberuf, sondern aus dem Umstand, dass es sich bei dem Arzt um eine als prozessfreudig bekannte Person handelt.

Das Landgericht Hamburg verkürzt mit dem Urteil den von Art. 5 GG geschützten Kommunikationsprozess und verkennt dabei, dass Kollege Kompa kaum über denselben Kenntnisstand verfügen konnte wie das ZDF, nicht in journalistischer Hinsicht und auch nicht darüber, dass der Beitrag im Wege der einstweiligen Verfügung gestoppt wurde. Vorsicht ist nach dem Urteil dennoch geboten, wenn „embedded Links“ zu Videos von Drittanbietern eingebunden werden sollen.


Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn Rechtsanwalt Kopp sich in Teil 4 unserer Artikelserie folgenden Themen zuwendet:

  • Unternehmensbezogenes, dabei unangemessenes Verhalten auf Xing
  • Internetseiten sind nicht vor Nachahmung geschützt
  • Haftung bei Einbindung fremder RSS-Feeds
  • E-Mail genügt dem Schriftformerfordernis

Die bisher erschienenen Teile der Artikelserie finden Sie hier:


Der Autor:

Krunoslav Kopp hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach dem Diplom im Fach Politikwissenschaft in Marburg und dem 1. juristischen Staatsexamen in Tübingen absolvierte er das Referendariat in Düsseldorf und legte dort 2002 das 2. juristische Staatsexamen ab.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Straßburg und Brüssel wechselte er 2005 in den Beruf des Rechtsanwalts und vertritt seither Unternehmen und Freiberufler hauptsächlich in Angelegenheiten des IT-Rechts, Medienrechts, Urheberrechts und Markenrechts. Er berät zudem bei Unternehmensgründungen, vor allem in den Bereichen IT, eCommerce, Kommunikation, Werbung, Event und Multimedia.

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E-Business Rechtliches

Jahresrückblick 2012: Die wichtigsten Entscheidungen zum Thema „Internet und Recht“ [Teil 2/4]

Das Jahr 2012 geht zu Ende, höchste Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Welche Gerichte haben sich durch Urteile im IT-Recht hervorgetan? Welche Urteile haben neue Pflichten oder Rechte für Anwender, Entwickler und Seitenbetreiber hervorgebracht? Welche Entscheidungen werden die Rechtsprechung im neuen Jahr mutmaßlich beeinflussen?

Alle interessanten Entscheidungen aus 2012 rund um das Thema „Internet und Recht“ trägt Rechtsanwalt Krunoslav Kopp im Rahmen einer vierteiligen Artikelserie für das Dr. Web Magazin in einer verständlichen Art und Weise zu einem Überblick zusammen, der als Pflichtlektüre für alle, die sich privat oder beruflich viel im Netz bewegen, bezeichnet werden kann. Dabei garniert unser Gastautor an vielen Stellen den Bericht mit nutzwertigen Praxistipps, die Ihnen helfen sollen, Fallstricken zu begegnen und Risiken möglichst zu minimieren.

Lesen sie jetzt Teil 2 unserer kleinen Artikelserie. Teil 1 finden Sie hier.

Abmahnung wegen fehlerhafter oder fehlender Datenschutzerklärung

Die meisten Datenschutzerklärungen auf deutschen Websites sind, soweit überhaupt vorhanden, mindestens bedenklich. Das Thema wird offenbar von Seitenbetreibern noch nicht als relevant angesehen. Schade, dabei ist es geradezu Ausdruck eines seriösen Webauftritts, den gesetzlichen Informationspflichten zu entsprechen. Außerdem stellt eine fehlerhafte oder gar fehlende Datenschutzerklärung eine Abmahngefahr dar.

Spätestens nämlich aufgrund einer Entscheidung des OLG Karlsruhe (Urteil v. 09.05.2012, Az.: 6 U 38/11) sollten Betreiber von Websites sich um eine ordentliche und vollständige Datenschutzerklärung bemühen, die die konkrete Art, den konkreten Umfang und den konkreten Zweck der Datenverwendung in einer verständlichen Sprache erklärt. Zwar ist die Rechtsprechung zum Thema noch chaotisch, aber das Risiko abgemahnt zu werden, lohnt sich nicht, weil es zur Zeit nicht kalkulierbar ist.

Das OLG Karlsruhe (Urteil v. 09.05.2012, Az.: 6 U 38/11) ist zu der Auffassung gelangt, dass die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) Marktverhaltensregeln darstellen, wenn es sich um Daten aus einem Vertragsverhältnis handelt oder sie zu Werbezwecken verwendet werden und Verstöße dagegen abgemahnt werden können. Richtigerweise beschränkt das OLG Karlsruhe den Begriff der Marktverhaltensregel nicht auf die rein wettbewerbsbezogene Schutzfunktion einer Vorschrift, so dass dies auch für die entsprechenden Regelungen im TMG gelten dürfte.

Manche Gerichte wie das LG Hamburg (Beschluss v. 16.02.2011, Az.: 312 O 47/11) sehen das zwar anders, sodass die rechtliche Situation noch diffus ist. Signifikant ist aber, dass vor allem neuere Gerichtsentscheidungen wie die des OLG Karlsruhe zur Annahme einer auch marktverhaltensregelnden Schutzwirkung tendieren und sich hier wegen der Bedeutung des Themas Datenschutz zurecht eine Entwicklung in der Rechtsprechung abzeichnet.

Eine fehlerhafte oder gar fehlende Datenschutzerklärung birgt im Ergebnis nach dem Karlsruher Urteil Abmahnpotential in sich, erst recht, wenn die konkrete Website Interaktionen erlaubt, die über den bloßen Websitebesuch hinausgeht.

Admin-C haftet nicht für Spam

Vor noch nicht gar so langer Zeit haben die Gerichte dazu tendiert, die Haftung des Admin-C weit auszulegen. Nun vollzieht sich aber, nicht immer unter Applaus der Rechtsanwender, eine Änderung in der Rechtsprechung, die der beschränkten Funktion des Admin-C als administrativem Ansprechpartner und in Domainangelegenheiten Bevollmächtigtem eher gerecht wird und daher eine extensive Haftung des Admin-C ablehnt.

So hat das KG Berlin entschieden, dass der Admin-C nicht dafür haftet, wenn von einer Domain, die er verwaltet, Spam versendet wird. Der Admin-C hafte für eine solche Störung weder als Täter noch als Teilnehmer oder Störer. Das Gericht hat eine Haftung auch für den Fall verneint, dass trotz Abmahnung weiterhin Spam versendet wird. Zwar habe der Admin-C durch die Abmahnung Kenntnis vom Versand der Spammails gehabt, dies bedeute aber nicht, dass er Kenntnis darüber gehabt habe, dass zu bestimmten späteren Zeitpunkten erneut Spam verschickt werden sollte.

Das Gericht argumentiert, dass anderenfalls Admin-C irgendeiner anderen Domain wie etwa “gmx.de” oder “web.de” gleichfalls wegen unerbetener E-Mail-Werbung als Störer in Anspruch genommen werden könnten.

Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, dass vor rechtgeschichtlich betrachtet noch gar nicht langer Zeit zum Beispiel das LG Bonn (Urteil vom 23.02.2005, Az.: 5 S 197/04) entschieden hat, dass 
“wer sich als Admin-C einer Domain eintragen lässt, (…) willentlich und adäquat kausal zu Störungen (beiträgt), die von rechtswidrigen Inhalten dieser Domain ausgehen und daher mitverantwortlich für die Inhalte des Angebots (ist)“.

Urheberrechtsverletzungen auf Facebook-Fanseite

Ob man sich bei seinem privaten Facebook-Account dafür entscheidet, seine Chronik für Postings von Dritten zu öffnen, ist sicherlich Geschmackssache. Für Firmen und ihre Facebook-Fanseiten stellt sich diese Frage aber gar nicht, denn es ist geradezu Wesen der Interaktion mit den Usern, dass jedermann Postings in der Chronik hinterlassen kann.

Dass damit aber eine erhöhte rechtliche Verantwortung einhergeht, hat das Das LG Stuttgart (Urteil vom 20.07.2012, Az.: 17 O 303/12) entschieden: Betreiber von Facebook-Unternehmensseiten haften zumindest ab dem Zeitpunkt ihrer Kenntnis dafür, dass Nutzer ohne ihre Zustimmung urheberrechtlich geschützte Inhalte in Ihrer Chronik posten. In dem Fall hat es sich um ein Foto gehandelt, das ein User auf der Fanseite gepostet hatte.

Das Urteil hat reichlich Beachtung gefunden, dabei enthält es im Ergebnis
nicht mehr als die juristisch banale Erkenntnis, dass der Betreiber einer Facebook-Fanseite für Urheberrechtsverletzungen Dritter in Anspruch genommen werden kann, nachdem er Kenntnis von der Rechtsverletzung erlangt hat.

Viel interessanter an dem Fall ist aber die Tatsache, dass dem Rechteinhaber zu Unrecht der schwarze Peter in die Schuhe geschoben wurde, denn an seinem Verhalten war im Ergebnis nichts auszusetzen: Erst nachdem er zunächst den Seitenbetreiber angeschrieben und aufgefordert hatte, das Posting zu entfernen und dieser weder darauf noch auf die folgende Abmahnung reagiert hatte, hat sich der Rechteinhaber an das Gericht gewendet. Hätte der Seitenbetreiber gleich nach dem erstem Hinweis das Posting entfernt, hätte das Gericht erst gar nicht bemüht werden müssen. Oder anders gesagt: Post vom Anwalt ignorieren ist die falsche Strategie!

Impressumspflicht für „Baustellenseiten“

Gerade bei kreativen, netzschaffenden Gründern kommt es häufig vor, dass für die eigene Firmenwebsite kaum Zeit bleibt und deshalb zunächst nur ein Platzhalter ins Netz gestellt wird, eine sog. „Baustellenseite“, die den baldigen Start der Website ankündigt. Immer wieder wird dabei die Frage gestellt: Braucht eine solche „Baustellenseite“ ein Impressum? Verneinen kann man diese Frage guten Gewissens nur für eine leere Seite ohne Inhalt oder mit dem bloßen Hinweis à la „Hier entsteht eine neue Website“.

Sobald sich aber darüber hinaus gehende Inhalte auf der Seite befinden, kann die Antwort nur lauten: Es kommt darauf an. Mit der Impressumspflicht für „Baustellenseiten“ hatte sich das LG Aschaffenburg (Urteil vom 03.04.2012, Az.: 2 HK O 14/12) auseinanderzusetzen und sie im Ergebnis bejaht. Entscheidend sei aber, ob mit dem Internetauftritt bereits wirtschaftliche Interessen verfolgt würden und erkannte solche darin, dass auf der Seite Logo, Kontaktdaten eines Vertriebsmitarbeiters und ein Flyer der Firma zum Download vorgehalten wurden.

Wer sich aber auf Firmenlogo, Werbeslogan und Kontaktdaten auf einer Baustellenseite beschränkt, dürfte hingegen ohne ein Impressum auskommen. Darin hat zuletzt das LG Düsseldorf keine Verfolgung wirtschaftlicher Interessen gesehen (Urteil vom 15.12.2010, Az.: 12 O 312/10). Aber verlassen sollte man sich darauf nicht, denn vieles spricht dafür, dass schon ein Hinweis darauf, dass die „Baustellenseite“ von einer Firma und damit geschäftsmäßig betrieben wird, entgegen der Auffassung des LG Düsseldorf eine Impressumspflicht auslöst.


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  • Auskunftsanspruch gegen Blog-Betreiber bei rechtlich relevanten Dritt-Inhalten
  • Haftung für kritische Forumsbeiträge
  • Haftung für Link auf ein YouTube-Video

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Der Autor:

Krunoslav Kopp hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach dem Diplom im Fach Politikwissenschaft in Marburg und dem 1. juristischen Staatsexamen in Tübingen absolvierte er das Referendariat in Düsseldorf und legte dort 2002 das 2. juristische Staatsexamen ab.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Straßburg und Brüssel wechselte er 2005 in den Beruf des Rechtsanwalts und vertritt seither Unternehmen und Freiberufler hauptsächlich in Angelegenheiten des IT-Rechts, Medienrechts, Urheberrechts und Markenrechts. Er berät zudem bei Unternehmensgründungen, vor allem in den Bereichen IT, eCommerce, Kommunikation, Werbung, Event und Multimedia.

Auf [digitalrecht.net] befasst sich Krunoslav Kopp mit Rechtsfragen in der digitalen Gesellschaft.

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E-Business Rechtliches

Jahresrückblick 2012: Die wichtigsten Entscheidungen zum Thema „Internet und Recht“ [Teil 1/4]

Das Jahr 2012 geht zu Ende, höchste Zeit, einen Blick zurück zu werfen. Welche Gerichte haben sich durch Urteile im IT-Recht hervorgetan? Welche Urteile haben neue Pflichten oder Rechte für Anwender, Entwickler und Seitenbetreiber hervorgebracht? Welche Entscheidungen werden die Rechtsprechung im neuen Jahr mutmaßlich beeinflussen? Alle interessanten Entscheidungen aus 2012 rund um das Thema „Internet und Recht“ trägt Rechtsanwalt Krunoslav Kopp im Rahmen einer vierteiligen Artikelserie für das Dr. Web Magazin in einer verständlichen Art und Weise zu einem Überblick zusammen, der als Pflichtlektüre für alle, die sich privat oder beruflich viel im Netz bewegen, bezeichnet werden kann. Dabei garniert unser Gastautor den Bericht an vielen Stellen mit nutzwertigen Praxistipps, die Ihnen helfen sollen, Fallstricken zu begegnen und Risiken möglichst zu minimieren.

Funktion und Programmiersprache von Software sind nicht geschützt

Software genießt unter den Voraussetzungen des § 69a UrhG Schutz, keine Frage. „Der gewährte Schutz gilt für alle Ausdrucksformen eines Computerprogramms“, heißt es in Satz 1 der Norm, die in Satz 2 gleich nachschiebt, dass „Ideen und Grundsätze, die einem Element eines Computerprogramms zugrunde liegen, einschließlich der den Schnittstellen zugrundeliegenden Ideen und Grundsätze (…) nicht geschützt“ sind.

Soweit, so gut. Was aber, wenn sich jemand der Funktionalität einer Software und sogar ihrer Programmiersprache bedient und eine alternative Software programmiert, die die Skripten der Anwender ebenso ausführt wie die „Originalsoftware“? Genau das ist passiert, als die eine Softwarefirma die Anwendung der anderen in ihrer kompletten Funktionalität nachgebaut hat. Der Quellcode der Software blieb dabei unangetastet, so dass keine ihrer „Ausdrucksform“ tangiert war. Auf Seiten des Anbieters der „Originalsoftware“ lag gefühlt aber trotzdem eine Urheberrechtsverletzung vor, die schließlich beim EuGH geendet hat.

Weder die Funktionalität eines Computerprogramms noch die Programmiersprache oder das Dateiformat, die im Rahmen eines Computerprogramms verwendet werden, um bestimmte Funktionen des Programms zu nutzen, stellen eine Ausdrucksform dar, hat dieser nun entschieden (Urteil vom 02.05.2012, Az.: C-406/10 SAS Institute/World Programming Ltd.) und damit dem „Original“ eine Niederlage verpasst. Weil die Software keinen urheberrechtlichen Schutz genieße, sei der Erwerber einer Programmlizenz sei grundsätzlich berechtigt, das Funktionieren des Programms zu beobachten, zu untersuchen oder zu testen, um die ihm zugrunde liegenden Ideen und Grundsätze zu ermitteln.

Nur die Ausdrucksform von Ideen und Grundsätzen sind urheberrechtlich zu schützen, so das Gericht. Der geschaffene Schutzgegenstand beziehe sich auf das Computerprogramm in allen seinen Ausdrucksformen wie Quellcode und Objektcode, jedoch nicht auf Ideen und Grundsätze, die einem Element eines Computerprogramms zugrunde liegen. Daher seien weder die Funktionalität eines Computerprogramms noch die Programmiersprache eine Ausdrucksform und genössen daher keinen urheberrechtlichen Schutz.

Einmal mehr bleibt es dabei: Ideen und Funktionsweisen sind nicht schutzfähig. Die Welt würde in Monopolen erstarren, wenn Ideen schutzfähig wären, auch wenn gelegentlich, so wie in dem Fall, den der EuGH zu verhandeln hatte, zu Entscheidungen führt, die auf den ersten Blick ungerecht erscheinen.

Verkauf gebrauchter Software ist rechtmäßig

Zumindest gefühlt war allen klar, dass die geltende Rechtslage nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt und es möglich sein muss, gekaufte Downloads weiterzuverkaufen, wenn sicher ist, dass die Kopie dann auf allen benutzten Geräten nicht mehr vorhanden ist. Das hat der EuGH (Entscheidung vom 03.07.2012, Az.:C 128/11, UsedSoft) nun auch so für den Fall des Weiterverkaufs gebrauchter Softwarelizenzen entschieden, die beim ersten Inverkehrbringen per Download erworben wurden.

Endlich kommt ein Gericht zu der Erkenntnis, dass es bei der Frage, ob gebrauchte Software verkauft werden darf, keinen Unterschied machen kann, ob die Software per Download erworben wurde oder verkörpert durch einen Datenträger und urteilt folgerichtig, dass gebrauchte, beim Ersterwerb durch Download erworbene Software wiederverkauft werden darf.

Rechtsdogmatisch kann man die Entscheidung mit guten Gründen verteufeln, sie ist aber ein Schritt, endlich einen Anachronismus in das Reich der Rechtsgeschichte zu verbannen, nämlich den des Erschöpfungsgrundsatzes, der aus seiner Entstehungshistorie folgerichtig die Urheberschaft mit dem konkreten Werkgegenstand verknüpft, also dem verkauften Produkt als verkörpertem Werk. Weil es bei Downloads aber keinen Gegenstand gibt, gäbe es auch nichts, was sich erschöpfen ließe, wurde argumentiert, und daher sei der Weiterverkauf gebrauchter Downloads anders zu behandeln als der Weiterverkauf gebrauchter Datenträger. Diesem Dogma setzt der EuGH nun ein Ende.

Wie wirkt sich die Entscheidung des EuGH aus? Es ist ein Schritt, aber es wird noch einiger weiterer brauchen, bis es genauso normal sein wird, ein gebrauchtes E-Book zu kaufen wie ein gebrauchtes Buch. So lange tritt zumindest bei Software urheberrechtliche Erschöpfung auch beim Ersterwerb durch Download ein.

AGB-Verstöße können von Mitbewerbern abgemahnt werden

Das Recht fließt wie sonst auch alles, das wussten schon die alten Griechen. War bis vor kurzem noch zwischen diversen Oberlandesgerichten umstritten, ob unwirksame AGB-Klauseln ein Grund zur Abmahnung sind, hat sich das nach einem Urteil des BGH in weiten Teilen erledigt.

Der BGH hat nämlich entschieden, dass § 307 BGB (unangemessene Benachteiligung durch pauschale Abbedingung verschuldensunabhängiger Haftung), § 308 Nr. 1 BGB (unangemessene Annahme- oder Lieferfrist) und § 309 Nr. 7a BGB (Haftungsausschluss für fahrlässig verursachte Körperschäden) sog. Marktverhaltensregelungen im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG sind.

Damit setzt sich die im Ergebnis die Rechtsprechung des OLG Frankfurt und des KG Berlin durch, die beide schon bisher die Auffassung vertreten haben, dass es sich bei den Bestimmungen der §§ 305 ff. BGB (in der Regel) um sog. Marktverhaltensregelungen i. S. des § 4 Nr. 11 UWG handelt, so dass unwirksame AGB-Klauseln wettbewerbswidrig sind.

Alle, die online an Verbraucher verkaufen, sich dabei Allgemeiner Geschäftsbedingungen bedienen und diese pflichtgemäß auf ihrer Website vorhalten, könnten sich seit dem Urteil des BGH (Az. I ZR 45/11) in potentiell erhöhter Abmahngefahr befinden, erst recht, weil die Entscheidung des BGH dazu führt, dass die Anzahl der Gerichte, bei denen ein einstweiliges Verfügungsverfahren Aussicht auf Erfolg hat, nicht auf Frankfurt oder Berlin beschränkt bleibt.

BGH setzt der Branchenbuch-Abzocke ein Ende

Von vielen sehnlich erwartet, war es im Sommer endlich soweit: Der BGH (Urteil vom 26. Juli 2012, Az.: VII ZR 262/11) dürfte der Branchenbuch-Abzocke diverser „Anbieter“ den Boden entzogen haben, indem er in seinem Urteil die Klausel eines „Anbieters“ über die Entgeltlichkeit des „Branchenbucheintrags“ für unwirksam erklärt hat.

„Wird eine Leistung (hier: Grundeintrag in ein Branchenverzeichnis im Internet)“, schreibt der BGH in gewohnt vortrefflicher Präzision, „in einer Vielzahl von Fällen unentgeltlich angeboten, so wird eine Entgeltklausel, die nach der drucktechnischen Gestaltung des Antragsformulars so unauffällig in das Gesamtbild eingefügt ist, dass sie von dem Vertragspartner des Klauselverwenders dort nicht vermutet wird, (…) nicht Vertragsbestandteil.“

Schöner als der BGH kann man das kaum ausdrücken: „Bei einer Werbung mittels (Angebots-) Anschreiben, das bei flüchtiger Betrachtung den unzutreffenden Eindruck vermittelt, die beworbene Leistung sei bereits bestellt, kann – ebenso wie bei einer "dreisten Lüge" – davon ausgegangen werden, dass ein ausreichender Teil des in dieser Weise angesprochenen Verkehrs getäuscht wird. Maßgeblich ist dabei, dass eine solche Werbung planmäßig und systematisch die Unaufmerksamkeit der Adressaten des Anschreibens ausnutzt und damit geeignet ist, über das Bestehen einer vertraglichen Bindung zu täuschen.“

Was bedeutet das für Betroffene? Das Urteil betrifft zwar eine die konkrete Klausel des in dem Verfahren beteiligten „Anbieters“, bietet aber für alle Betroffenen Anlass, sich weiter zur Wehr zu setzen. Wenn die Klausel nämlich unwirksam ist und mit einem entgeltlichen Eintrag gar nicht gerechnet werden musste, entfällt auch die Zahlungspflicht. Anfechtungsfristen spielen in dem Fall keine Rolle, eine Anfechtung wäre sogar entbehrlich. Und wer schon bezahlt hat, dessen Chancen erhöhen sich, das Geld zurückzuerstreiten.


Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn Rechtsanwalt Kopp sich in Teil 2 unserer Artikelserie folgenden Themen zuwendet:

  • Abmahnungen wegen fehlender oder fehlerhafter Datenschutzerklärung
  • Haftung des Admin-C für über die eigene Domain versendeten Spam
  • Urheberrechtsverletzungen auf der Facebook-Fanseite
  • Impressumspflicht für sog. Baustellen-Seiten

Der Autor:

Krunoslav Kopp hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Nach dem Diplom im Fach Politikwissenschaft in Marburg und dem 1. juristischen Staatsexamen in Tübingen absolvierte er das Referendariat in Düsseldorf und legte dort 2002 das 2. juristische Staatsexamen ab.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments in Straßburg und Brüssel wechselte er 2005 in den Beruf des Rechtsanwalts und vertritt seither Unternehmen und Freiberufler hauptsächlich in Angelegenheiten des IT-Rechts, Medienrechts, Urheberrechts und Markenrechts. Er berät zudem bei Unternehmensgründungen, vor allem in den Bereichen IT, eCommerce, Kommunikation, Werbung, Event und Multimedia.

Auf [digitalrecht.net] befasst sich Krunoslav Kopp mit Rechtsfragen in der digitalen Gesellschaft.

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Themes WordPress

Frische, kostenlose WordPress-Themes aus Dezember 2012

Der Dezember war ein spannender Monat für WordPress-Fans. Mit Version 3.5 kam nach einiger Verzögerung eine neue Version mit namhaften Änderungen, die allerdings nicht uneingeschränkt auf Zustimmung stieß. Auch die Theme-Ersteller waren erneut fleißig, wenn auch nicht so fleißig wie in den Vormonaten und brachten ein Dutzend frischer, kostenloser Themes an den Markt. Diese haben wir für Sie angeschaut und zusammengestellt. Wie stets, beschränken wir uns nicht auf die nach unserer Meinung besten Themes, sondern sind bemüht, einen Gesamtüberblick zu geben. Bewerten können Sie die Vorlagen auf dieser Basis dann selbst…

Freie WordPress-Themes: Ausgabe Dezember 2012

Mit der Dezember-Ausgabe unserer Theme-Zusammenstellung haben wir das Format geändert. Alle Themes werden nun im Rahmen einer Galerie präsentiert. Unterhalb der Galerie finden Sie eine Tabelle, die die wesentlichen Features in einer Übersicht gegeneinander stellt.

Von Theme zu Theme navigieren Sie innerhalb der Galerie, in dem Sie entweder auf den Screenshot klicken oder die Navigationselemente unterhalb des Beschreibungstextes verwenden. Links zu Demo und Download finden Sie in der Galerie-Einzelansicht zu jedem Theme.

Feature-Übersicht

Alle Themes sind für die Sprachlokalisierung vorbereitet. Dieses Feature wird daher nicht separat erwähnt. 

 Theme Titel  Genre  Responsive  Custom Elements  Div.  USP
 December Blog  Ja  Styled post formats  NA
 Spirit Blog  Ja  Full-width page template  Holiday-themed  NA
 Clean Retina  Blog, Corporate  Ja  9 homepage layout, 5 post layout, Gallery post type  Social icons, Webmaster tools  Retina-ready
 OmaGue  Blog  Ja  9 widget areas  NA
 Voyage  Blog  Ja   Recent Posts widget, shortcodes, Featured Page template 10 widget areas Basis: Twitter Bootstrap Framework
 Adroa  Photographie, Portfolio  Nein Basis: Hybrid Core Framework
 WP Eden  Magazin  Nein  Pures CSS, keine Bilder
 Deux Milles Douze  Blog  Ja  Custom page templates, styled post formats  Childtheme zu Twenty Twelve
 VeeCard  Visitenkarte  Ja Post types  Multiple color styles  NA
 Shortnotes  Tumblog  Ja  Post formats  Google Web Fonts  NA
 Viper  Business, eCommerce  Nein  Page templates, post types, taxonomy  jQuery homepage slider  Affiliate-link settings
 Winter  Tumblog  Nein  Post formats  NA

Das waren die Dezember-Themes für selbstgehostete WordPress-Installationen. Wenn Sie sich für die Releases der vergangenen Monate interessieren, so finden Sie diese hier: September, Oktober, November.

(dpe)

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Essentials Icons & Fonts

20 kostenlose Fonts, die auch in Deutschland funktionieren

Kostenlose Schriftarten gibt es wie Sand am Meer. Leider passiert es bei einer Verwendung in eigenen Projekten dann oft, dass statt “Späßen” nur “Sp en” auf dem Bildschirm steht, weil die passenden Sonderzeichen nicht vorhanden oder nur in der kostenpflichtigen Version verfügbar sind. Wir haben daher erneut das Web durchforstet. 20 schicke Fonts mit deutschen Sonderzeichen stellen wir heute vor. Zu Inspirationszwecken haben wir gleich ein paar Beispielsätze formuliert, die die Möglichkeiten der jeweiligen Schriftart eindrücklich zeigen…

Alle Schriftarten im Überblick:

Im Folgenden stellen wir Ihnen in einer Galerie die ausgewählten Schriftarten vor. Dazu finden Sie eine kurze Beschreibung des Fonts, nebst Angaben zum Ersteller, die Quelle und den Namen der Schriftart. Um innerhalb der Galerie von Font zu Font navigieren zu können, klicken Sie entweder auf die Grafiken oder verwenden Sie die Navigationselemente unterhalb des Beschreibungstextes.

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Design HTML/CSS Inspiration Showcases

33 schicke kostenlose Webseiten-Vorlagen auf der Basis von HTML5/CSS3

Webseiten-Vorlagen sind gern gesehene Startpunkte für eigene Designbemühungen. Das gilt im Grunde immer, aber ganz besonders, wenn man entweder einen Kunden zufrieden stellen will, der einen Igel in der Tasche hat oder man sich ohne tiefere Kenntnisse selbst an das Design seiner eigenen Website machen will. Auch die Söhne vom Maier aus der Buchhaltung, die bald Abi machen, aber ganz viel Ahnung vom Webdesign haben und schon die Website vom Philatelisten nebenan erstellt haben, sind dem Hörensagen nach stets auf der Suche nach Vorlagen.


Nova

Egal, welcher Gruppe Sie angehören, sie sollten auf jeden Fall mit der Zeit gehen und die Zeichen der Zeit stehen nun einmal ganz klar auf HTML5 und CSS3. Durch die Verwendung dieser Webstandards werden ihre Websites zwar nicht notwendigerweise hübscher, aber auf jeden Fall zukunftssicherer und zugänglicher im Sinne der Barrierefreiheit. Wir zeigen Ihnen deshalb im folgenden Beitrag 33 Vorlagen, die ausnahmslos auf der Basis der neuen Standards arbeiten und kostenlos eingesetzt werden können. Viel Spaß dabei!

HTML5/CSS3: Die vorgestellten Vorlagen im Überblick

(dpe)