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Mit Online-Texten über die „VG Wort“ Geld verdienen

War die „VG Wort“ bislang im Wesentlichen nur Autoren, Journalisten und Co. bekannt, eröffnen sich mit ihrem neuen Projekt METIS interessante Einnahme-Möglichkeiten auch für Seitenbetreiber und Blogger. Denn jeder, der mit seinen Online-Texten bestimmte Voraussetzungen erfüllt, bekommt dafür bares Geld.

Die VG Wort war bislang meist nur Autoren, Journalisten, Verlagen und so weiter bekannt. Ähnlich wie zum Beispiel im Musikgeschäft konnten auch Autoren über die für sie zuständige „Verwertungsgesellschaft“ Wort Tantiemen für die Zweitnutzung ihrer Texte bekommen. Und Verlage mussten dafür eine Urheberrechtsabgabe bezahlen.

Die Bekanntheit der VG Wort dürfte allerdings in nächster Zeit zunehmen. Denn seit Anfang 2007 gibt es mit dem Projekt Metis nicht nur für im Druck veröffentlichte sondern auch für Online-Texte solche Tantiemen.

Und das Schöne ist, Sie müssen noch nicht einmal für eine Online-Redaktion oder Ähnliches arbeiten, um Geld mit Ihren Texten zu verdienen. Jeder Seitenbetreiber, der die Voraussetzungen erfüllt, kann bei der Zuteilung der Tantiemen mit dabei sein.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Eines gleich vorweg, nicht jeder Beitrag wird vergütet.

  • Ein Beitrag muss mindestens 1.800 Anschläge (Zeichen und Leerzeichen) haben.
  • Er muss (das ist der aktuelle Stand, die Mindestabrufe werden jedes Jahr neu festgelegt) mindestens 1.500 „Sessions“ pro Kalenderjahr für einen Grundbetrag haben. Ab einer Abrufzahl von 3.000 Besuchern im Jahr gibt es einen entsprechend höheren Betrag. Wobei mit Abrufzahlen immer menschliche Besucher gemeint sind, keine Robots von Suchmaschinen oder Ähnliches mehr. Die VG Wort misst hier die Anzahl der Zugriffe, Browsersitzungen und Besucher pro Text.
  • Er muss in sich geschlossen sein. Es geht also zum Beispiel nicht, mehrere kürzere Beiträge unter einer Rubrik zusammenzufassen. Sie können allerdings so einen, in sich geschlossenen Text über mehrere Unterseiten verteilen, beispielsweise design1.html, design2.html, design3.html und so weiter. Die Abrufzahlen werden aber nicht zusammengezählt. Es gilt nur immer nur eine Session pro Beitrag.
  • Er muss öffentlich erreichbar sein. Für verschlüsselte, passwortgeschützte oder sonstwie zugangsbeschränkte Texte gilt Metis noch nicht. Der Verwaltungsaufwand für die VG Wort, diese Texte manuell nachzuprüfen, ist im Moment noch zu hoch.
  • Und er darf, von kleineren Korrekturen abgesehen, nicht mehr wesentlich verändert werden. Anpassungen von Layout oder Bildmaterial sind aber genauso wie Kürzungen okay. Erst wenn sich der Inhalt eines Textes zu etwa 10% oder mehr ändert, geht die VG Wort von einem neuen Text aus, der wieder von vorn gezählt werden muss.

Was ist finanziell für mich drin?

Nach Angaben der VG Wort gibt es für alle Beiträge aus dem Kalenderjahr 2008 30.- EUR bei mindestens 1.500 Sessions, und 40.- EUR bei mindestens 3.000 Sessions. Dieser Wert wird jedes Jahr neu festgelegt und ergibt sich aus den Urheberrechts-Einnahmen der VG Wort.

Für Beiträge, die auf anderen als der eigenen Webseite veröffentlicht werden, zum Beispiel über Online-Magazine, wird die Summe entsprechend durch zwei geteilt. Der Autor des Textes bekommt 17,65 EUR (ab 1.500 Sessions) beziehungsweise 23,53 EUR (ab 3.000 Sessions) und der Seitenbetreiber 12,35 EUR beziehungsweise 16,47 EUR.

Zudem handelt es sich nicht um einmalige Zahlungen. Für jedes Jahr, in dem die notwendigen Abrufzahlen erreicht werden, kann eine neue Ausschüttung erfolgen.

Was muss ich tun?

Wenn Sie Ihre Beiträge über Magazine und Co. veröffentlichen, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Seitenbetreiber und fragen ihn nach Vergütungsmöglichkeiten über die VG Wort.

Wenn Sie selbst Seitenbetreiber sind, müssen Sie als erstes der VG Wort die Zählung der Abrufzahlen Ihrer Beiträge ermöglichen.

Bauen Sie dazu ein sogenanntes Zählpixel oder Vorpixel in Ihren Beitrag ein.

Bestellen können Sie diese Zählmarken über diesen Link.

Geben Sie Ihre eMail-Adresse ein, wählen Sie aus, wie viele Zählpixel Sie brauchen, fertig. Das System schickt Ihnen Ihre Zählpixel per eMail zu oder zeigt diese zusätzlich im aktuellen Browserfenster an. Achtung: Sie können nur maximal 20 Zählpixel auf einmal bestellen. Wenn Sie mehr brauchen, führen Sie den Vorgang einfach entsprechend öfter durch. Bauen Sie dann das Zählpixel in den Quelltext der Internetseite mit Ihrem Beitrag ein. Es gilt immer ein Zählpixel pro Beitrag.

Am günstigsten sitzt das Pixel nach dem einleitenden Body-Tag. Sie können es aber auch überall dort hinsetzen, wo Sie ein anderes „normales“ Bild einbauen könnten.

Bei PDF-Dokumenten müssen Sie den Link zum Download des Dokuments noch etwas anpassen. Nähere Informationen dazu finden Sie in einer entsprechenden Einbau-Anleitung.

Neben HTML-Texten und verwandten Formen wie XHTML können Sie bis jetzt nur PDF-Dokumente auf diese Weise erfassen lassen. Die VG Wort arbeitet aber an der Implementierung weiterer Dokument-Formate. Ob ein Pixel erfolgreich eingebaut wurde und die Zählung läuft, können Sie über eine Recherche-Abfrage herausfinden. Sie benötigen dazu den Privaten Identifikationscode, der Ihnen zu jedem Zählpixel mitgeschickt wird. Mit diesem Code identifizieren Sie auch Ihre Texte, wenn es an die Ausschüttung der Tantiemen geht.

Wie komme ich an meine Tantiemen?

Ob ein Beitrag die pro Kalenderjahr erforderliche Mindestzahl an Sessions erreicht hat, können Sie über die oben genannte Abfrage beziehungsweise in Zukunft eine entsprechende Recherche-Möglichkeit im eigenen Melde-Account (dazu gleich mehr) herausfinden. Damit soll die Benachrichtigung per E-Mail ersetzt werden, mit der die VG Wort testweise gestartet ist, um einen Autor vom Erreichen der Mindestabrufzahl zu informieren.

Hat Ihr Text die Mindestabrufzahl erreicht, müssen Sie diesen bei der VG Wort „melden“.

1. Einen Melde-Account einrichten

Richten Sie dazu zunächst einen eigenen Account im Online-Meldesystem ein. Melden Sie sich an und beantragen Sie die Aufnahme als „Wahrnehmungsberechtigten“ der VG Wort. Für Seitenbetreiber reicht im Allgemeinen eine Aufnahme als „Autor“ und bei Bereich für „Texte im Internet“ (ohne Wahrnehmungsvertrag).

Wenn Sie sich erfolgreich registriert haben, bekommen Sie von der VG Wort eine eMail mit Ihren Zugangsdaten sowie einem PDF-Formular zur Meldesystemregistrierung. Drucken Sie das Formular aus, unterschreiben Sie es und schicken Sie es an die VG Wort zurück.

Nach einigen Tagen bekommen Sie von der VG Wort eine zweite eMail mit Ihrer Karteinummer, unter der Sie von nun an bei der VG Wort geführt werden.

2. Einen Text melden

Über Ihren Melde-Account sollen Sie, wie gesagt, zukünftig auch recherchieren können, welche Beiträge die minimale Abrufzahl erreicht haben.

Alle diese fraglichen Beiträge müssen Sie der VG Wort dann offiziell „melden“. Dazu geben Sie im Online-Meldesystem den zu jedem Zählpixel gehörigen Privaten Identifikationscode sowie die – das ist wichtig – genaue URL des Textes an.

Achtung: Da die Mindestabrufzahl immer für ein Kalenderjahr gemessen wird, können Sie erst im Jahr darauf herausfinden, ob Ihr Text diese Hürde genommen hat. Mehr noch, die VG Wort setzt auch jedes Jahr die Höhe der Mindestabrufzahl neu fest. Erst danach zeigt Ihnen das System an, ob Ihr Text dabei ist oder nicht.

In diesem Jahr sehen die Termine folgendermaßen aus:

  • Im Mai 2009 hat die VG Wort die Mindestabrufzahl für 2008 festgelegt.
  • Ab Juli 2009 können Sie die Abrufzahlen Ihrer eigenen Beiträge erfahren.
  • Bis Anfang September 2009 müssen Sie diese Texte melden, um an der Ausschüttung für dieses Jahr teilzunehmen.
  • Ende September / Anfang Oktober verschickt die VG Wort dann die Tantiemen für alle gültig eingereichten Meldungen.

Die Termine erfahren Sie jeweils unter Aktuelles. Größere Webseiten, Verlage und so weiter können Texte auch automatisiert in größerer Zahl melden.

Da das Projekt noch neu ist, ist alles noch sehr im Fluss. Die VG Wort arbeitet an weiteren Vereinfachungen und Automatisierungen. Und die Möglichkeit, zusätzliche Dateiformate zu melden, ist genauso im Gespräch wie die Erfassung auch passwortgeschützter Texte.

Deshalb bleibt es abzuwarten, wohin die Reise gehen wird. Spannend ist diese Einnahme-Möglichkeit für Autoren, Blogger und Seitenbetreiber allemal. ™

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Acht Stolperfallen beim Mailen

Jeder kennt es, jeder tut es. Die E-Mail scheint selbsterklärend und simpel zu sein. Trotzdem gibt es Stolperfallen beim Mailen. Lesen Sie, was Sie tun können, wenn Sie sich bei Auftraggebern, Kunden, Kollegen und Co. in Ihrem besten Licht zeigen wollen.

1. Blindwütig versandt

Ich gebe zu, ich habe erst neulich wieder einem lieben Menschen eine lange Mail gesandt, mit der dieser offenbar nicht allzu viel anzufangen wusste, effizienzgesteuert, wie er ist. Trotzdem werde ich bei ihm und anderen persönlichen Kontakten weiterhin E-Mail hin und her jagen. Einfach, weil es eine schöne, schnelle Möglichkeit der Kontaktpflege ist.

Im Berufsleben sollten Sie angesichts der Info-Flut allerdings nach der Devise handeln: Weniger ist mehr. Produzieren Sie keine Massenmails und schreiben Sie nur dem, den es wirklich etwas angeht. Packen Sie nicht die halbe Abteilung in Ihren Verteiler, sondern nur diejenigen, die wirklich informiert werden müssen. Und entscheiden Sie, wann Telefon und Co. einfach sinnvoller sind als eine eMail. Warum etwas umständlich per E-Mail klären, wenn auch der Sprung über den Flur zum Kollegen möglich wäre.

2. Penetrant genervt

Diese Nummer hatte ein Arbeitskollege von mir drauf. Bei jeder E-Mail griff er unbekümmert zur Funktion „Lesebestätigung anfordern“. Je nach Programm auch Empfangsbestätigung. Ich kann zwar verstehen, warum er das getan hat. Es kann Ihr Gegenüber aber auch ziemlich unter Druck setzen und ihm das Gefühl geben, kontrolliert zu werden. Ich würde empfehlen, machen Sie das besser nur, wenn es wirklich wichtig ist.

Ähnlich die rote Schrift, das Ausrufezeichen pp., das Ihre E-Mail je nach Programm bekommt, wenn Sie die Priorität auf „hoch“ einstellen. Auch hier würde ich raten: Nutzen Sie das nur, wenn es wichtig ist. Nicht nur, dass der Effekt sonst schnell verpufft. Es könnte sich auch mancher ungut belästigt fühlen, wenn alle naselang Mails von Ihnen mit rotem Ausrufezeichen eintreffen.

3. Rätselraten produziert

Gut, auch das ist ein heikler Punkt: Nicht immer findet man einen aussagekräftigen, informativen Betreff für seine Mails. Trotzdem ist irgendein Betreff immer noch besser als gar keiner – oder immer derselbe. Der Betreff entscheidet, ob ich eine E-Mail lese, wiederfinde oder ohne viel Federlesens lösche. Geben Sie Ihren E-Mails deshalb die Chance und suchen Sie nach einem guten Betreff.

Mehr Rätselraten als gut für Ihre Mail ist, produzieren Sie auch, wenn Sie sich zu sehr im Fach-Chinesischen verlieren. Selbst, wenn Ihr Gegenüber aus dem gleichen Umfeld kommt wie Sie, muss er noch lange nicht die gleiche (Fach-)Sprache sprechen. Und bei Kunden, Geschäftspartnern und Co. wird es erst recht heikel, wenn diese nicht wissen, wovon Sie eigentlich reden.

4. Schwerfällig geschrieben

Sobald unsere Texte ein wenig offizieller werden, schalten wir oft unbewusst einen Gang höher. Da darf es nicht mehr unsere alltägliche Schriftsprache sein, sondern es wimmelt von Phrasen wie „Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom“, „in Erwartung Ihrer Rechnung“ und anderen Anklängen an Amtsdeutsch und Behördensprache. Das gilt auch für E-Mail.

Verstecken Sie sich nicht hinter solchen Phrasen. Selbst E-Mail an Kunden, Auftraggeber, Behörden und so weiter profitieren davon, wenn Sie ungekünstelt und authentisch schreiben.

5. Ungut verärgert

Aber Achtung: Eine Einschränkung gibt es beim Thema „persönlicher Stil“. Erinnern Sie sich an Ihre Kinderstube und die guten Umgangsformen. Selbst Freunde und Bekannte schätzen es nicht, angepflaumt zu werden. Und im Berufsalltag ist ein höflicher Umgangston ein Muss. Ihre E-Mail ist oft alles, was Ihr Gegenüber von Ihnen hat. Eine schlampig geschriebene, unhöfliche Mail ist da keine gute Visitenkarte.

Was zumindest mich auch immer verärgert, wenn man mir übergroße Dateianhänge schickt, die zu empfangen minutenlang mein Postfach blockiert. Mal davon abgesehen, dass Anhänge virenverseucht sein können und deshalb eh nicht unproblematisch sind. Viel besser finde ich da einen Link mit kurzer Beschreibung zur Quelle. Dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich mir die Datei runterladen will oder nicht.

6. Unnötig erschwert

Texte am Bildschirm zu lesen, strengt die Augen an, man ermüdet schnell. Seien Sie deshalb nett zu Ihrem Gegenüber und lockern Sie den Lesefluss durch Absätze auf. Achten Sie auch auf eine passable Rechtschreibung, die nicht unnötig aufhält. Und überlegen Sie, ob man mit Ihren Abkürzungen klarkommt. Nicht jeder kann mfg (mit freundlichen Grüßen), gr (Gruß) und cu (see you – man sieht sich) richtig zuordnen. Unter Freunden und Bekannten ist das kein Problem. Bei einem Bewerbungsschreiben aber vielleicht doch keine so gute Idee.

Was ich ebenfalls empfehlen würde: Schicken Sie bei einer Antwort den Text der ersten Mail mit zurück. Gerade, wenn die Originalmail schon etwas länger her ist oder Ihr Gegenüber viele E-Mail am Tag erhält, wird sein Gedächtnis so entlastet und Missverständnissen vorgebeugt.

Wenn Sie sich rege hin und her schreiben, können Sie ja die Originaltexte in regelmäßigen Abständen „entsorgen“ – oder gleich eine neue eMail mit neuem Betreff schreiben. Ansonsten können Sie auch die wichtigsten Stellen mit Einrückungszeichen > beziehungsweise >> und so weiter in Ihren Text einfügen (quoten – zitieren) und den Rest löschen.

7. Unklug verschoben

Ich weiß, der Berufsalltag vieler ist voll bis obenhin. Niemand kann und wird deshalb von Ihnen verlangen, eine E-Mail sofort zu beantworten. Trotzdem kommt es bei Kunden und Co. nicht allzu gut, wenn Sie sich erst nach mehreren Tagen oder gar Wochen melden. Schließlich verbringt Ihre E-Mail nicht Tage auf dem Postweg – und das weiß auch Ihr Gegenüber.

Als Faustregel gilt: Beantworten Sie eine E-Mail werktags nach Möglichkeit binnen 24 bis 48 Stunden. Und wenn Sie die Möglichkeit nicht haben, dann weisen Sie zumindest darauf hin. Schalten Sie einen Autoresponder, der Sie durch Abwesenheitsmeldungen „vertritt“ oder schicken Sie einen Zwischenbescheid, dass es mit der Antwort noch etwas dauern wird.

Vor allem aber: Melden Sie sich.

Studien zufolge werden in deutschen Unternehmen täglich Millionen von E-Mail nicht beantwortet. Ob Kundenanfrage, Stellenbewerbung oder interne Mitarbeiterkommunikation, viel zu viele müssen auf Antwort nicht nur (allzu) lange warten, sondern bekommen erst gar keine.

Dass dies Ihrem Image nicht sonderlich förderlich ist, sollte eigentlich auf der Hand liegen. Im E-Mail-Verkehr präsentieren Sie sich und Ihr Unternehmen nach außen. Und unzufriedene, weil ignorierte Kunden (und dazu gehört im Prinzip jeder, der mit Ihnen Kontakt hat) kommen nicht nur nicht mehr wieder, sie erzählen es weiter.

8. Einfach übersehen

Einfach übersehen – ja, das wird die Signatur bei einer E-Mail oft. Dabei ist sie bei beruflich bedingten Mails nicht nur gang und gäbe, sondern seit einiger Zeit im gewerblichen E-Mail-Verkehr sogar vorgeschrieben.

Was Sie genau in die Signatur aufnehmen, hängt vom Rechtsstand Ihres Unternehmens und Ihren Bedürfnissen ab. Kandidaten wären bei Selbstständigen zum Beispiel Name, Titel, Berufsbezeichnung, Firmenname, Telefon / Handy / Fax-Nummer, E-Mail-Adresse und Homepage, Dienstleistungen und Ähnliches mehr. Oder bei einer in das Handelsregister eingetragenen Firma Rechtsform und Sitz der Gesellschaft, Registernummer, Ort der Registrierung, Geschäftsführer, Aufsichtsratsvorsitzender pp.

Und, kleiner Tipp am Rande: Eine Signatur ist nicht nur notwendig. Sie ist auch eine gute Möglichkeit, für Sie selbst und Ihre Angebote zu werben. Nutzen Sie diesen kostenfreien Werbeplatz.

Das sind sicher nicht alle Stolperfallen, in die Sie beim Mailen tappen können. Aber es sind einige der häufigsten. Wenn Sie diese umschiffen, ist das schon die halbe Miete. In diesem Sinne: Auf eine gelungene Kommunikation per Mail. ™

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Kleines 1×1 der Pressearbeit

Manchmal werden Journalisten von selbst auf Sie aufmerksam werden und über Sie oder Ihr Unternehmen berichten. Die Regel ist das aber nicht. Meistens werden Sie auf die Medien zugehen müssen, in denen Sie genannt werden wollen. Wollen Sie in der regionalen Tagespresse genannt werden? Im Lokalradio? In überregionalen Wirtschaftszeitungen? In Branchen- oder Fachmagazinen?

Der Presseverteiler

Presse ist nicht gleich Presse. Die Zeitschrift für, sagen wir, Ornithologen (Vogelkundler) wird vielleicht nicht viel mit Ihnen anfangen können, wenn Sie einen Online-Shop für Angelbedarf betreiben. Deshalb lautet der erste Schritt für Ihren Presseverteiler: Legen Sie die Zielgruppe fest, die Sie mit Ihren Angeboten und Produkten ansprechen wollen. Und suchen Sie dann dazu passende Medien.

Wollen Sie in der regionalen Tagespresse genannt werden? Im Lokalradio? In überregionalen Wirtschaftszeitungen? In Branchen- oder Fachmagazinen? Verschwenden Sie nicht Zeit und Geld und arbeiten nach dem Gießkannenprinzip. Recherchieren Sie gezielt, welche Medien für Sie überhaupt in Frage kommen.

Haben Sie „Ihre“ Medien gefunden, geht es als nächstes daran, mögliche Ansprechpartner ausfindig zu machen. Diese werden oft im Impressum genannt, samt Telefonnummer und eMail-Adresse. Wo das nicht der Fall sein sollte, scheuen Sie sich nicht und fragen ruhig nach.

Diese Ansprechpartner samt Daten wandern dann in Ihren Presseverteiler. Wobei dieser Presseverteiler auch eine einfache Datei oder Liste sein kann. Sie müssen nicht gleich zu gehobener Kontakt-Software greifen.

A und O bei Ihrem Presseverteiler ist allerdings, dass Sie ihn regelmäßig pflegen und immer auf dem aktuellen Stand halten. Aber das wissen Sie sicher. Das gilt für jede Form von Adressverwaltung, ob es nun Ihre Kunden sind oder eben die Presse.

Der Kontakt zur Redaktion

Wie gesagt, in der Mehrzahl der Fälle werden Sie selbst auf die Redaktionen zugehen müssen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten. Sie schicken eine Pressemitteilung raus. Oder Sie fragen nach, ob man Interesse an einem Artikel, Gastbeitrag, Interview oder Ähnliches hat.

Bei einer Pressemitteilung können Sie das Anschreiben beziehungsweise Begleitschreiben nutzen, um den Journalisten oder Redakteur persönlich anzusprechen. Hier ist auch Platz für einen kleinen Aufhänger, um auf Ihre Pressemitteilung neugierig zu machen. Oder, wenn Sie auch Fototermine, Interview-Möglichkeiten pp. hinweisen wollen.

Denken Sie daran, dass Ihr Anschreiben oft Ihre einzige Chance in der Flut der Pressemitteilungen ist, die über die Tische der Redaktionen wandern. Je besser Sie hier „rüberkommen“, desto bessere Karten haben Sie auch für Ihr eigentliches Anliegen.

Wichtig: Schicken Sie Anschreiben und Pressemitteilung an den zuständigen Ansprechpartner. Dafür haben Sie ja Ihren Presseverteiler angelegt. Wenn Ihre Unterlagen erst noch durch diverse Abteilungen und Hände wandern müssen, verschlechtern sich Ihre Chancen rapide. Und vergessen Sie auch Ihre eigenen Kontaktdaten im Eifer des Gefechts nicht. Nicht lachen, das kommt in den besten Familien vor.

Der Versand der Unterlagen

Früher war es gang und gäbe, Pressemitteilungen mit der Post (oder später Fax) zuzustellen. In Zeiten von eMail und elektronischer Datenverarbeitung ist das Anschreiben per eMail samt angehängter Pressemitteilung im Dateiformat aber oft die zweckdienlichere Variante. Testen Sie es gegebenenfalls aus oder fragen Sie wieder nach, was gewünscht wird.

Um sicherzugehen, dass jede Redaktion Ihre Unterlagen lesen kann, macht ein gebräuchliches Format wie das Rich-Text-Format (.rtf) Sinn. Fotos und andere umfangreiche Dateien können Sie als Link hinterlegen und zum Beispiel auf Ihrer Website bereithalten, um das eMail-Postfach des Redakteurs nicht unnötig zu belasten.

Noch etwas, Sie werden Ihre Unterlagen oft an mehr als eine Redaktion schicken. Achten Sie dann darauf, dass Sie alle gleichzeitig anschreiben, und nicht jemandem etwas anbieten, was die Konkurrenz schon vor einem Monat gebracht hat.

Wie im Vertrieb kann es auch bei der Presse sinnvoll sein, (zum Beispiel) telefonisch nachzufassen, ob Ihre Unterlagen angekommen sind und wie sie aufgenommen wurden. Das bietet sich auf jeden Fall an, wenn Sie persönlichen Kontakt zu „Ihrem“ Ansprechpartner pflegen wollen. Testen Sie gegebenenfalls wieder aus, wie eine solche Aktion ankommt.

Und noch ein Tipp: Hat man Ihre Pressemitteilung tatsächlich veröffentlicht, kommt – solange Sie es nicht nach Bestechung oder Beeinflussung aussehen lassen – auch ein kleines Dankschreiben gut. Es ist einfach eine nette Möglichkeit, bei Ihrem Ansprechpartner in guter Erinnerung zu bleiben. Zudem können Sie es nutzen, um ein, zwei neue Themen vorzuschlagen und so den Kontakt zu halten.

Der Fachartikel, Gastbeitrag, Interview oder Ähnliches

Effektiver als eine Pressemitteilung ist oft ein Fachartikel, Gastbeitrag oder Ähnliches, den Sie mit Hinweis auf sich selbst zu Ihren Themen schreiben und – sofern Sie das nicht als reine Werbung ausarten lassen – in den Medien veröffentlichen. Damit können Sie sich selbst ins rechte Licht rücken und Interesse für Ihre Angebote wecken.

Dazu können Sie folgendermaßen vorgehen:

Nehmen Sie wieder Ihren Presseverteiler zur Hand und suchen Sie einige vielversprechende Medien aus. Fragen Sie (am besten telefonisch) an, ob Interesse an einem bestimmten Artikel besteht. Schicken Sie dann ein schriftliches Konzept an die Redaktion, in dem Sie in groben Zügen Ihren Artikel umreißen.

Wenn Sie längere Zeit nichts von der Redaktion hören, fragen Sie (schriftlich oder telefonisch) nach, ob Ihr Konzept angekommen ist und wie es dem Redakteur gefallen hat. Wenn Sie diesem die Arbeit etwas leichter machen wollen, können Sie auch einen frankierten und adressierten Rückumschlag beziehungsweise eine vorbereitete Antwortkarte oder Ähnliches beilegen.

Viele Fachmagazine schicken Gastautoren auf Anfrage auch eine Beispielausgabe und die jeweiligen redaktionellen Richtlinien zu. Diese Richtlinien helfen Ihnen, Stil, Format und Themen besser auf die jeweilige Publikation abzustimmen.

Schließlich macht es keinen Sinn, einen hoch wissenschaftlichen Artikel über die neuesten Entwicklungen im Suchmaschinen-Marketing zu schreiben, wenn die Leser der ausgewählten Publikation eher an praktischen Howtos interessiert sind.

Denken Sie auch daran, einen gewissen zeitlichen Vorlauf einzuplanen. Während die Tagespresse Ihre Beiträge schon innerhalb weniger Wochen bringen kann, brauchen Fachmagazine immer mehrere Monate.

Was auch nach hinten losgehen kann, wenn Sie die Deadline (also den vereinbarten Abgabetermin) nicht einhalten und – schlimmer noch – die Redaktion nicht entsprechend vorwarnen. Das ist ein klassischer Anfängerfehler, der immer wieder gern gemacht wird.

Und noch ein Extra-Tipp: Wenn Sie nicht gleich zu Pressemitteilung oder Artikeln greifen wollen, schicken Sie den Redaktionen eine kleine Liste mit möglichen Themen. Journalisten sind immer auf der Suche nach interessantem Material oder Experten-Meinungen. Wer weiß, vielleicht kommt man später doch noch auf Sie zu. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Pressearbeit. ™

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Verkaufen Sie Ihren Kunden Lösungen – keine Leistungen oder Produkte

Eine unangenehme Wahrheit gleich zu Beginn: Nur die wenigsten Menschen werden sich für Ihre Produkte oder Leistungen um der Sache willen interessieren. Alles, was sie interessiert, ist, welchen Nutzen oder Vorteil sie selbst von ihnen haben. Verkaufen Sie Ihren Kunden also keine Produkte. Verkaufen Sie ihnen Lösungen und Nutzen.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum Sie eigentlich in den Supermarkt gehen und, sagen wir, einen Joghurt kaufen?

Tun Sie das, weil Sie sich sagen: „Hey, ich möchte jetzt gern einen Joghurt haben?“

Oder tun Sie das, weil Sie zum Beispiel Ihren Hunger stillen wollen, sich etwas Leckeres gönnen wollen, etwas für Ihre Gesundheit tun wollen (Magerjoghurt pp.) oder Ähnliches mehr?

Wo da der Unterschied liegt?

Die wenigsten Menschen ziehen los, weil sie sich eine abstrakte Größe (Joghurt) kaufen wollen. Sie ziehen los, weil sie sich etwas ganz Konkretes und Persönliches erhoffen. Etwas, was ihnen nützlich ist (etwas für die Gesundheit zu tun) oder aber ein Problem für sie löst (Hunger zu haben).

Mag sein, dass wir uns diese Motive oft nicht klar machen, vorhanden sind sie dennoch. Und jede gute Werbung wird auf ihrer Klaviatur zu spielen versuchen.

Zigarettenmarken versprechen eine grenzenlose Freiheit, Gelassenheit oder „ein echter Mann zu sein“. Hersteller von Suppen und Soßen erinnern daran, dass Liebe durch den Magen geht und eine gute Küche auch zu einer guten Beziehung oder heilen Familie beitragen kann.

Oder anders formuliert, ein Kunde greift nicht zu irgendwelchen Produkten oder Leistungen. Ein Kunde kauft keinen Rasenmäher. Er kauft den zugewucherten Rasen (Problem) samt der Hoffnung, ihn so richtig schön auf Vordermann bringen zu können (Nutzen).

Welche Lösungen bieten Sie an?

Gehen Sie deshalb auf die Suche, welche Probleme Ihrer Kunden wollen Sie mit Ihren Leistungen oder Produkten lösen? Welchen konkreten Nutzen bieten Sie ihnen an?

Fragen Sie sich beispielsweise:

  1. Was will ich meinen Kunden verkaufen? Womit will ich mein Geld verdienen? Welche Leistungen oder Produkte biete ich an?
  2. Welche Probleme meiner Kunden kann ich auf diese Weise lösen? Was kann ich für sie tun? Wie kann ich ihnen konkret helfen?
  3. Welchen Nutzen haben meine Kunden davon? Welchen Vorteil gewinnen sie? Inwiefern geht es ihnen besser als vorher?

Ein Beispiel:

1. Herr M. betreibt einen Online-Shop für Angler-Zubehör. Er verdient sein Geld damit, dass er Angler mit der nötigen Ausstattung versorgt, vom Köder bis zum Großraum-Kühlschrank zur Lagerung der Ausbeute.

2. Ein Problem seiner Kunden könnte etwa sein, generell an eine solche Ausstattung zu kommen. Weil es vor Ort kein entsprechendes Geschäft gibt, oder weil dieses nur einen kleinen Teil zu bieten hat, aber längst nicht alles, was ein Anglerherz höher schlagen lässt. Ein „Problem“ von Anglern könnte es auch sein, einfach mal rauszukommen, in die freie Natur kommen, in Ruhe und ungestört einem Hobby nachgehen zu können. Statt in Beton-Burgen zu wohnen oder permanent von der Familie vereinnahmt zu werden.

3. Ein Nutzen wäre es dann beispielsweise, seine komplette Ausstattung bequem von zuhause aus einkaufen zu können, ohne in die nächstgrößere Stadt fahren oder von Geschäft zu Geschäft hechten zu müssen. Oder ein Nutzen wäre es, von der Arbeit abschalten zu können, den Stress hinter sich lassen zu können, um dann nach einigen Stunden entspannt zu seiner Familie zurückzukehren.

Erst, wenn Sie wissen, an welchen Problemen (kein passender Laden vor Ort) oder auch Bedürfnissen (wie komme ich nur zu ein paar Stunden Erholung von Job und Familie) Sie ansetzen wollen und welchen Nutzen Sie Ihren Kunden zu bieten haben, können Sie diese Lösung so kommunizieren, dass die Leute auch bereitwillig zugreifen.

Wie Sie Ihre Lösungen kommunizieren

So, den ersten Schritt haben Sie hinter sich gebracht. Jetzt geht es noch darum, Ihren Kunden (oder genauer, Ihren potenziellen Kunden, wie zum Beispiel allen Besuchern des Angler-Online-Shops) diesen Nutzen auch deutlich vor Augen zu führen.

Wie gesagt, es hat nur wenig Sinn, beispielsweise Ihren Shop mit Produkten zu bestücken und dann der Dinge zu harren, die da kommen mögen. Mögen die Produkte – dank Ihrer Überlegungen von oben – auch noch so nützlich für den Kunden sein.

Wir kaufen keinen Köder. Wir kaufen den großen Fisch, den wir damit fangen wollen.

Deshalb reicht es nicht, wenn der Shopbetreiber den Köder (das Produkt) beschreibt. Er muss uns die Sache mit dem Nutzen schmackhaft machen, den sein Produkt uns bescheren kann.

Fragen Sie sich beispielsweise wieder:

  1. Wie sieht mein Produkt oder meine Leistung ganz genau aus? Welche Eigenschaften zeichnen es oder sie aus?
  2. Welchen Nutzen haben diese Eigenschaften für meinen Kunden? Welche Vorteile bringen sie ihm?

Und dann verbinden Sie Eigenschaft und Nutzen in einem Satz oder Absatz, gegebenenfalls durch eine Kausalverbindung wie „und deshalb …“, „daher …“, „weil …“ oder Ähnliches mehr.

Ein Beispiel:

„Wir sind ein Full-Service-Anbieter von Angler-Lösungen und arbeiten mit namhaften Herstellern, Reiseveranstaltern und Busunternehmen zusammen. Deshalb können Sie uns ganz unbesorgt die Organisation Ihres Angelausflugs überlassen. Von der Ausstattung bis zur Hotelunterkunft brauchen Sie sich um nichts zu kümmern. Sie geben uns den Auftrag und wir machen Ihren Ausflug zu einem Erfolg.“

Sehen Sie den Unterschied?

Sie schreiben nicht nur, dass Sie ein Full-Service-Anbieter sind. Das tun viele. Sie sagen dem Kunden, was das ganz konkret für ihn bedeutet und weshalb er davon profitiert. Der Kunde muss sich um nichts kümmern, die gesamte Organisation des Ausflugs wird ihm abgenommen.

Oder mit anderen Worten: Sie verkaufen keine Produkte oder Leistungen. Sie verkaufen dem Kunden Lösungen. Welcher Anglerverein, der sich den Stress von hektisch geplanten und chaotisch verlaufenen Angelausflügen nicht mehr antun will, wird hier nicht zumindest neugierig werden? ™

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Schützen Sie Ihre Ziele vor dem Verzetteln

Nicht nur ein neues Jahr mit seinen guten Vorsätzen beschert sie uns – Ziele sind ein Teil unseres Lebens, Ziele zu erreichen, ist eine Voraussetzung für Erfolg. Viele gehen aber auch unterwegs in die Irre und verzetteln sich mit ihren Zielen, laufen Gefahr, sie zu verfehlen. Lesen Sie, was Sie tun können, damit Ihnen das nicht passiert.

Schritt 1: Ziele herausarbeiten und klären

Eigentlich logisch: Wer ein Ziel anstreben und erreichen will, sollte es möglichst klar vor sich sehen. Ob das jetzt sein eigenes Ziel ist oder ein Auftrag/Projekt von Kunde und Co.

Trotzdem operieren viele eher mit vagen Wünschen als konkreten Zielen. Da werden Aufträge nach der „machen Sie mal“-Devise erteilt – und hinterher die vom nicht weiter spezifizierten Wunsch abweichenden Ergebnisse moniert. Oder man wundert sich, dass aus dem schönen Wunsch, sagen wir, „ich möchte etwas mit Webdesign machen“, keine handfesten Taten und Ergebnisse werden.

Aber nur klare Ziele werden Sie davor bewahren, diese wieder aus den Augen zu verlieren oder sich unterwegs zu verzetteln. Nur klare Ziele werden die Ergebnisse einfahren, die Sie sich von ihnen erhoffen.

Gehen Sie also auf die Suche. Schreiben Sie auf, welche Ziele Sie verfolgen, beziehungsweise klären Sie diese (vor dem Beginn!) mit dem Auftraggeber und lassen Sie diese abzeichnen. Machen Sie das schriftlich, denn nur so können Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich formulieren und jederzeit schwarz auf weiß nachlesen.

Schritt 2: Nicht zielführende Ideen rauswerfen

Haben Sie Ihre Ziele? Gut, dann können Sie als Nächstes darangehen, sie zu verschlanken. Denn das ist neben unklaren Zielen der zweite große Stolperstein, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln: Die vielen guten Ideen, die man noch einbauen könnte, die aus einem klaren Ziel aber auch schnell ein Mammutprojekt mit ungewissem Ausgang machen können.

Fragen Sie sich immer: Ist diese Idee, dieses Detail notwendig, um mein Ziel zu erreichen? Oder ist es nur eine nette Zutat, ein „man könnte ja auch“, ein nice to have?

Ist es also beispielsweise notwendig, eine Fortbildung in Kommunikationsdesign zu machen, wenn Sie sich auf das Hosting oder den Verkauf von Anwendersoftware konzentrieren wollen?

Wie heißt es so schön „Zeit ist Geld“ – und je mehr Zeit Sie damit verlieren, nicht notwendigen Details hinterherzulaufen, desto schwerer haben es Ihre Ziele.

Extra-Tipp: Checken Sie regelmäßig Ihren Tages- oder Wochenablauf, was Sie für Ihre Ziele tun konnten. Behalten Sie ein Auge auf allem, was mit Ihren Zielen nichts zu tun hatte, diesen vielleicht sogar kostbare Zeit gestohlen hat. Wir sind alle nur Menschen und selbst bei bester Absicht werden sich immer wieder blinde Passagiere ins System einschleichen.

Schritt 3: Rausgeworfene Ideen sammeln

Nebenbei, es hat niemand gesagt, dass Sie Ihre Ideen nicht nur rauswerfen, sondern auch noch wegwerfen sollen. Im Gegenteil. So manches Detail kann für Ihr jetziges Ziel zwar zu viel des Guten sein, sich aber in Zukunft noch als nützlich erweisen. Vielleicht möchten Sie ja später umsatteln und Webseiten nach modernen Kommunikationsprinzipien entwerfen. Dann ist es gut, wenn Sie wissen, wie Sie in einem solchen Fall weiter vorgehen können.

Prüfen Sie Ihre Ideen und sammeln Sie alles, was zwar viel versprechend ist, aber Ihr aktuelles Ziel nur unnötig aufblähen würde. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie halten Ihr Ziel schlank und die Gefahr, sich zu verzetteln, so klein wie möglich. Und Sie haben einen Vorrat an guten Ideen in der Hinterhand, mit denen Sie erreichte Ziele ausbauen und verfeinern können.

Schritt 4: Meilensteine und Zwischenziele setzen

Und auch das ist ein Knackpunkt, bei dem sich viele mit ihren Zielen verzetteln: Sie brechen ihr Ziel nicht in kleinere Teilziele oder Zwischenziele runter.

Damit fehlt ihnen aber der Überblick, welche Schritte sie einen nach dem anderen gehen wollen, um ihr Ziel zu erreichen. Der Gefahr, in die Irre zu laufen und auf dem Weg zu scheitern, sind so Tür und Tor geöffnet.

Beugen Sie dem vor, indem Sie detaillierte Zwischenziele ausarbeiten und sie in Meilensteinen festhalten. So wissen Sie immer genau, welche Aufgaben zu Ihrem Ziel gehören, welche Sie schon abgearbeitet haben und was noch auf Sie zukommt. Mehr noch, jedes erreichte Zwischenziel, jeder Meilenstein („bis hierher ist das und das zu tun“), den Sie als erledigt abhaken können, wird Sie auf Ihrem Weg zum Ziel motivieren, durchzuhalten.

Schritt 5: Reihenfolge herausarbeiten und terminieren

Gehen Sie dazu Ihr Ziel durch und halten Sie wieder schriftlich fest, welche Aufgaben alles dazugehören. Bringen Sie diese Aufgaben dann in eine sinnvolle Reihenfolge. („Zuerst mache ich A. Wenn ich das habe, kann ich darauf mit B aufbauen. Anschließend folgt dann C. Und so weiter …“) Peilen Sie grob über den Daumen, wie lange Sie für jede einzelne Aufgabe brauchen und versehen Sie sie mit einem Abgabetermin (Meilenstein). Zählen Sie alles zusammen und legen Sie den Endtermin fest.

Extra-Tipp: Wenn Ihre Ziele und Aufgaben noch nicht konkret genug sind, kann es helfen, „rückwärts“ zu zählen. Das heißt, beginnen Sie mit dem Endtermin, machen Sie sich klar, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht und überlegen Sie, welche Aufgaben Sie sinnvoll in dieser Zeit bewältigen können. Streichen Sie anschließend alle Ziele rigoros zusammen, beziehungsweise werfen Sie wieder Aufgaben (Ideen) raus, die den Rahmen sprengen.

Schritt 6: Zielkonflikte vermeiden

Aber Achtung, vielleicht kennen Sie das Sprichwort „Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt“ oder Murphys Gesetz „Was schief gehen kann, geht schief“? Das ist nicht nur ein Sprichwort, sondern öfter Tatsache als einem lieb sein kann – und ebenfalls eine Möglichkeit, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln.

Denn wenn Sie nicht genug Reserven einplanen, kann dieses Unwägbare Ihren Zeitplan so sehr verknappen, dass Aufgaben und (Teil-) Ziele aufeinander prallen und sich Zielkonflikte ergeben. Die folgende Hektik, was Sie nun zuerst erledigen wollen, ist eine perfekte Brutstätte für so manche Verzettelungsmaßnahme.

Extra-Tipp: Achten Sie am besten von vornherein darauf, nicht nur genug Puffer einzubauen, sondern auch sich widersprechende (Teil-) Ziele zu vermeiden. Wenn Sie beispielsweise Ihre ganze Kraft in Projekt A stecken müssen und nur wenige Stunden für Projekt B zur Verfügung haben, kann sich eine Katastrophe anbahnen, wenn B plötzlich virulent werden und ebenfalls Ihre volle Aufmerksamkeit beanspruchen sollte.

Schritt 7: Zielstrebig vorgehen

Nicht zu vergessen: Sie sollten sich auf Ihr Ziel natürlich auch einlassen und es zielstrebig verfolgen können. Sie dürfen sich nicht von anderen Dingen ablenken lassen. Laufen Ihnen weitere interessante Ziele über den Weg, schauen Sie, wie weit sie gegebenenfalls in Ihr Konzept passen und wo Sie sie zeitlich einbauen können.

Können Sie diese nicht einbauen? Dann überprüfen Sie die Prioritäten, passen eventuell Ihre Strategie an und verfolgen dann diese neuen Ziele konzentriert.

Versuchen Sie lieber nicht, alles gleichzeitig zu machen. Sie wissen schon, Murphys Gesetz, ausbrechende Panik, Frust, wenn man anscheinend nicht vorankommt, der Schlendrian, der bei einem zum großen Ziel- und Aufgabenberg als interne Notbremse („das ist mir jetzt alles zu viel, ich mache lieber gar nichts“) leicht Einzug hält und und.

Schritt 8: Ziele steuern, statt blind abarbeiten

Oder zusammengefasst: Laufen Sie nicht planlos los wie der Hase in der Fabel vom Hasen und dem Igel. Fangen Sie nicht einfach mit irgendetwas an und schlagen Sie sich dann durch. Es kommt nicht darauf an, sich voll reinzuhängen, sondern was unterm Strich übrig bleibt.

Steuern Sie Ihre Ziele. Gehen Sie sie in Gedanken oder auf dem Papier sorgfältig durch, werfen Sie alles raus, was ihren Erfolg gefährden könnte und behalten Sie permanent den Überblick. Dann dürften Sie auch erheblich weniger Gefahr laufen, sich mit Ihren Zielen zu verzetteln. In diesem Sinne: Eine gute Fahrt. ™

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5 klassische und 5 kreative Möglichkeiten, wie Sie Ideen für Ihre Online-Texte finden

Wer originelle Ideen für seine Online-Texte sucht oder seine Website, Blog und Co. regelmäßig mit Beiträgen bestücken will, steht schnell vor dem Problem des Alles-Schon-Mal-Dagewesen. Diese 5 klassischen Tipps und ihre jeweiligen kreativen Abwandlungen zeigen Ihnen, wie Sie mit immer neuen Textideen Leser gewinnen und begeistern.

1. Lesen und Buchstechen

Lesen war schon immer eine gute Methode, um neue Ideen zu finden. Die Welt der Buchstaben ist voll von Wissen und Fragen, die es sich weiterzuverfolgen lohnt.

Andere Webseiten, Blogs, Foren, Communities – wer im Internet unterwegs ist, wird fast zwangsläufig über solche Informationsquellen stolpern. Aber auch die guten alten Offline-Medien wie Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften können ihren Beitrag leisten. Und mancher abonniert sich sogar News-Dienste oder lässt sich über Pressemitteilungen auf dem Laufenden halten.

Übernehmen Sie solche Quellen aber nicht einfach, sondern passen Sie sie Ihren eigenen Zwecken an.

Beispiel: Sie betreiben ein Online-Angebot für Anglerbedarf und lesen in Ihrer Tageszeitung, dass Ihr lokaler Segelverein einen einwöchigen Segelurlaub an der Nordsee anbietet.

Daraus könnten Sie dann für Ihre Seite beispielsweise einen Artikel über beliebte Urlaubsorte von Anglern stricken oder eine Checkliste, was Angler auf keinen Fall bei der Planung ihres Angel-Urlaubs vergessen sollten, einen Kommentar, ob sich Angeln an der Nordsee lohnt, und und. Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie weiter.

Eine nützliche Kreativmethode dafür ist beispielsweise das „Buchstechen„. Hier regiert König Zufall und forciert Ihr Weiterdenken noch.

Schlagen Sie dafür ein Buch, eine Zeitschrift oder Ähnliches an irgendeiner Stelle auf (oder tippen Sie wahllos mit dem Finger auf die Textstellen irgendwelcher Webseiten), und überlegen Sie dann, ob und wenn ja, wie Sie das Thema für sich gebrauchen können.

Beispiel: Sie betreiben wieder Ihr Online-Angebot für Anglerbedarf, und tippen auf das Wort „Lottozahlen“. Dieser Zufallsfund könnte Sie dann beispielsweise dazu anregen, Ihre Website mit für Angler interessantem statistischem Material („Zahlen“) zu füttern oder aber diverse Angelwettbewerbe („Lotto“) aufzuführen. (Sie können natürlich auch gleich selbst einen Wettbewerb ausschreiben oder ein Gewinnspiel veranstalten, versteht sich.)

2. Hinhören und Storytelling betreiben

Auch immer eine gute Quelle für Textideen: die Aktivitäten Ihres eigenen Unternehmens oder die Fragen und Probleme Ihrer Kunden.

Solche Anfragen können nicht nur Ihre Phantasie in Gang setzen und Stoff für Beiträge liefern. Sie können zudem a) die Gelegenheit nutzen und Ihre jeweiligen Antworten gleich mit verwerten, so Zeit sparen. Und b) liefern Sie damit auch Lösungen für reale Kundenbedürfnisse, steigern also den Mehrwert Ihrer Seite.

Es geht aber noch anders. Warten Sie nicht damit, was Sie an Anfragen hereinbekommen. Betreiben Sie aktives Storytelling und lassen Sie Ihr Unternehmen oder sich selbst in einem guten Licht dastehen.

Dazu könnten Sie zum Beispiel eine Art Tagebuch führen (oder, etwa im Intranet, führen lassen) und darin kleine oder große Highlights aus Ihrem Unternehmen sammeln.

Werden Sie dabei ruhig persönlich. Persönliche Geschichten und Anekdoten können gerade Einzel- und Kleinunternehmern helfen, sich vom Mitbewerber zu unterscheiden und ihr individuelles Profil zu transportieren.

Berichten Sie über Neuerungen und Verbesserungen, lassen Sie Kunden oder Mitarbeiter zu Wort kommen, erzählen Sie vom diesjährigen Netzwerk-Treffen mit Ihren Angler-Kunden, schildern Sie die Jagd nach dem neuesten Köder, der ein echter Geheimtipp werden soll.

Wenn das dann noch hilfreich und nützlich für Ihre Leser ist, können diese kleinen Einblicke in Ihren Unternehmensalltag regelrecht verkaufsfördernd wirken.

3. Kommunizieren und „Querdenker“ einspannen

Bleiben Sie nicht beim Hinhören stehen, kommunizieren Sie auch. Da bieten sich natürlich Kunden, Kollegen, Mitarbeiter, Angehörige, Freunde, Bekannte, andere Blogger und Webseiten-Betreiber oder Ähnliches an.

Schicken Sie eMails los, mit denen Sie gegenseitig Ihre Texte, Blogs oder Newsletter kommentieren. (Und so vielleicht zu neuen Ideen anregen.) Schnacken Sie mit Freunden über Ihr aktuelles Projekt. (Oder nutzen Sie sie als Testleser.) Und wenn Sie sich mit Ihren Angler-Kunden treffen, dann unterhalten Sie sich auch gleich mit ihnen über deren Bedürfnisse und Probleme.

Auch das gibt wieder jede Menge Stoff für Textideen. (Und vielleicht nebenbei die eine oder andere nützliche Idee für Ihr Geschäft.)

Sie können die Sache aber auch anders angehen und bewusst nach Leuten suchen, die mit Ihnen und Ihrem Thema nichts zu tun haben. Solche unfreiwilligen „Querdenker“ können erfrischend neue Perspektiven für Ihre Online-Texte liefern.

Pfiffige Marketing-Agenturen oder Ideen-Schmieden machen das schon länger. Sie lassen Kinder oder Teenies auf ein Problem los und hören sich an, was diese dazu zu sagen haben. Das machen sie weniger, weil mit einem Sprichwort der Kindermund die Wahrheit kundtut. Aber Außenstehende und Fachfremde stecken nicht so tief in einem Thema drin wie wir. Sie können den Finger auf Dinge legen, die uns entgehen, oder uns durch unverbildete Fragen zu neuen Ideen verhelfen. Das Gleiche gilt auch für Ihre Texte.

Ihre Angler-Kunden sind zwar eine gute Quelle für offensichtliche Interessen und Probleme. Aber um die Ecke denken und auf die Idee kommen, dass sie eine Checkliste für die Planung eines Angelurlaubs gebrauchen könnten, müssen sie noch lange nicht. Genauso bei Freunden und Co., die Sie und Ihre Erlebnisse mit Geschäft oder Website vielleicht schon seit Jahr und Tag begleiten.

Wirklich neue Ideen könnten dafür zum Beispiel die Fragen von völlig Unbeteiligten liefern. Fragen Sie Hausmänner oder Karrierefrauen in Ihrem weiteren Umfeld, was sie zum Thema Angeln interessieren könnte. Brainstormen Sie mit Ihrem sechsjährigen Neffen. Machen Sie eine Umfrage unter den Lebenspartnern Ihrer Angler-Kunden und und.

4. Hinsehen und Perspektive wechseln

Dieser Punkt geht in die gleiche Richtung. Nur kommunizieren Sie diesmal nicht, Sie studieren Material und wechseln die Perspektive.

Um herauszufinden, was Ihre Leser interessieren könnte, können Sie zum Beispiel Statistiken wie die Suchfunktion und die Abrufzahlen der Artikel Ihrer Webseite auswerten. Das eine sagt Ihnen, was Ihre Leser gern lesen würden (und entweder bei Ihnen nicht finden, oder wonach sie nicht lang und breit stöbern wollen). Das andere, was von Ihren Lesern gut angenommen wird.

Oder Sie führen Umfragen durch und fragen Ihre Leser einfach nach ihren Wünschen. Sie werden damit zwar nur einen kleinen und nicht unbedingt repräsentativen Ausschnitt erwischen, aber auch hier können wertvolle Anregungen drinstecken.

Sie können aber auch versuchen, die Perspektive zu wechseln und sich in Ihre Leser hineinzuversetzen. Dazu ist es hilfreich, wenn Sie Ihre Zielgruppe gut kennen oder zumindest wissen, für wen Sie ungefähr schreiben.

Beispiel: Schreiben Sie nur für Angler, oder auch für Unternehmen, die mit diesen Anglern ihr Geld verdienen? (Betreiber von Angel-Geschäften, Veranstalter von Angel-Reisen, pp.) Schreiben Sie für Hobby-Angler, für Profi-Sportler, oder beide? Schreiben Sie auch für Anfänger, oder nur für Experten? Wollen Sie eine zahlungskräftige, aber vermutlich anspruchsvollere Klientel anziehen, oder schreiben Sie für „die breite Masse“?

Jede Lesergruppe kann zu anderen Texten führen. Und je besser Sie sich in die Perspektive dieser jeweiligen Leser versetzen, desto mehr und passendere Ideen für Ihre Texte.

5. Achtsam sein und weiterdenken

Kehren wir an den Anfang zurück: Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie weiter. Halten Sie permanent Ausschau nach neuen Ideen. Ideen für Ihre Online-Texte liegen oft buchstäblich auf der Straße. Wer gelernt hat, sie zu sehen, wird sie überall finden.

Eine beiläufige Bemerkung, ein interessantes Thema, ein Symbol oder Ereignis – vieles kann die kleinen Rädchen in Ihrem Gehirn in Gang setzen und unbemerkt zu neuen Ideen führen.

Der Kindergarten Ihrer Tochter bietet neuerdings „Öko-Essen“ an? Vielleicht ist das ein Ansporn für Ihre Angler-Website, den Themen „Ökologie und Angeln“, „Nachhaltiges Angeln“ oder „Gesund ernähren mit Fisch“ Texte und Artikel zu widmen.

Achten Sie auf solche Anregungen. Ziehen Sie Vergleiche. Stellen Sie Fragen: Was steckt an Möglichkeiten und Themen im Öko-Essen drin? Was könnte das mit Ihrem Thema Angeln zu tun haben? Was davon könnte Ihre Angler oder Betreiber von Angel-Geschäften interessieren?

Je nachdem, wie Sie fragen, wird Ihr Denken immer neue Wege einschlagen und entsprechende Antworten bringen.

6. Ideen festhalten

Ach ja, und schreiben Sie Ihre Ideen irgendwo auf. Ideen kommen nur selten auf Knopfdruck. Dafür kann Ihr trainierter Blick beim Öko-Essen der Tochter zu rotieren beginnen. Halten Sie eine solche Ausbeute in einer Datei, Kladde, Tagebuch oder Ähnlichem fest. Solange, bis Sie vor einem leeren Blatt Papier sitzen oder den Redaktionsplan für die nächsten Wochen bestücken müssen. Dann können Sie unbekümmert zulangen – bei den Ideen für Ihre Online-Texte. ™

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Webdesign

Die Zeit im Griff: Wie Sie Termine einhalten und pünktlicher werden

An der Uni war es beliebt: Das akademische Viertel, die erlaubte Unpünktlichkeit. Aber in Job wie Privatleben kann es große Nachteile bedeuten, nicht in die Gänge zu kommen und chronisch zu spät von einer Aufgabe zur nächsten zu hasten. Sparen Sie sich diesen Stress. Lernen Sie, wie Sie Termine pünktlich einhalten und Ihre Zeit besser im Griff haben. Hier habe ich einige Anregungen für Sie.

1. Machen Sie sich klar: Pünktlichkeit ist kein Luxus

Pünktlichkeit ist kein Luxus. Das wird einem spätestens dann klar, wenn der Chef einen grillt, die Stechuhr mit Strafminuten winkt oder die Freundin es satt hat, ständig zu warten, und sich einen neuen Partner sucht.

Wer mit seiner Zeit nicht haushalten kann und permanent zu spät kommt, kann beruflich empfindlich leiden, privat anecken und sich gehörig unter Druck setzen. Halten Sie sich solche Nachteile klar vor Augen. Umso eifriger werden Sie diesem Stress entgehen und pünktlicher werden wollen.

2. Beugen Sie Ihrer Vergesslichkeit vor

Unpünktlichkeit kann viele Ursachen haben. Ganz in seiner Tätigkeit aufzugehen und alles um sich herum zu vergessen wie der sprichwörtliche zerstreute Professor, ist eine Ursache.

Wenn es Ihnen auch so geht, denken Sie sich eine möglichst narrensichere Methode aus, sich doch noch an Ihre Termine zu erinnern. Lassen Sie sich von Termin-Software mit Piepton an Ihre Verpflichtungen erinnern. Stellen Sie sich einen ordinären Küchenwecker. Arbeiten Sie mit Handy-Alarm oder Organizer. Schreiben Sie alle Termine unübersehbar auf Zettel oder Kalender und und.

Sie dürften selbst am besten wissen, welche Methode bei Ihnen ziehen könnte. Probieren Sie im Zweifelsfall einfach mehrere aus.

Extra-Tipp: Wenn möglich, lassen Sie sich auch gern helfen. Vielleicht können Sie „hilfreiche Geister“ aus Sekretariat oder Assistenz einschalten. Vielleicht macht ein Büro- oder Erinnerungsservice Sinn. Vielleicht sind auch Freunde oder Bekannte bereit, Sie bei wichtigen Terminen zu unterstützen.

3. Üben Sie, den Zeitbedarf realistisch einzuschätzen

Mancher vergisst als „zerstreuter Professor“ die Zeit und geht gar nicht los. Andere sind zwar guten Willens, kommen aber nicht pünktlich an. Ursache ist oft eine zu optimistische Zeitplanung.

Ja, mag sein, dass Sie in guten Zeiten nur zehn Minuten mit dem Rad zur Firma brauchen. Aber was ist, wenn Sie heftigen Gegenwind haben oder der Verkehr auf den Straßen allen Bemühungen um ein flottes Vorankommen spottet?

Ja, mag sein, dass Sie die Tagespunkte Ihres Meetings in einer halben Stunde geklärt haben und sich der nächsten Aufgabe zuwenden können. Aber können das die anderen Beteiligten auch?

Gehen Sie lieber von großzügig bemessenen Durchschnittszeiten statt theoretisch möglichen Bestwerten aus. Denken Sie auch an Murphys Gesetz „Was schief gehen kann, geht schief“ und planen Sie gegebenenfalls Puffer mit ein.

4. Fangen Sie keine neuen Aufgaben an, wenn die Zeit knapp wird

In die Falle bin ich früher gern getappt: Nach dem Motto „Eines geht noch“ habe ich neue Aufgaben angefangen, auch wenn absehbar war, dass sie in der mir bis zum nächsten Termin zur Verfügung stehenden Zeit kaum zu schaffen waren. Mit dem Ergebnis, dass ich entweder die Aufgabe unterbrechen musste oder Gefahr lief, den Termin zu versäumen.

Sparen Sie sich diesen Stress. Lassen Sie solche Aufgaben sein und verbringen Sie die verbleibende Zeit bis zu Ihrem Termin lieber mit dem einen oder anderen Lückenfüller.

Es gibt viele kleine Tätigkeiten, die nur wenige Minuten beanspruchen und gut für solche Gelegenheiten genutzt werden können:

  • Checken Sie Ihre eMails, sortieren Sie grob vor, löschen Sie, was gelöscht werden kann, und beantworten Sie, was nur wenige Sätze erfordert.
  • „Springen“ Sie im Eiltempo durch Blogs oder Webseiten, verschaffen Sie sich einen Überblick und kopieren oder markieren Sie gegebenenfalls Artikel, die Sie später in Ruhe lesen wollen.
  • Überprüfen und aktualisieren Sie Ihre To-do-Listen, streichen Sie, was Sie schon erledigt haben und ergänzen Sie mit neuen Aufgaben.
  • Oder bereiten Sie sich gleich in Gedanken auf den nächsten Termin vor.

5. Bestrafen Sie sich mit ´nem Fünfer für die Kaffeekasse

Manche Belegschaften führen sie, um ihren Umgangston zu verbessern, und lassen jedem Fluch einen Euro für die Kaffeekasse folgen. Das gleiche Prinzip können Sie und Ihr Team nutzen, um sich gegenseitig zu mehr Pünktlichkeit zu erziehen.

Kommt einer von Ihnen zu spät zur Sitzung? Ab mit den Euros in die Kaffeekasse. Oder auch: Der letzte räumt den Raum auf und macht den Abwasch. Zumindest mich würde der Abwasch motivieren, beim nächsten Mal besonders pünktlich zu sein. Etwas, was ich definitiv nicht so schnell vergessen würde.

6. Suchen Sie nach den wahren Ursachen

Bei so manchem helfen allerdings weder Handy-Alarm, noch Zeitplanung oder Kaffeekasse weiter: Wenn die Ursache für das ständige Zuspätkommen tiefer, in der eigenen Persönlichkeit begründet liegt.

Zwei Beispiele dafür werden Sie gleich kennen lernen. Lassen Sie sich davon anregen und suchen Sie nach den wahren Ursachen, warum man Sie nicht zu mehr Pünktlichkeit bewegen kann. Nur so können Sie an den richtigen Schaltstellen ansetzen und Ihr Verhalten langfristig ändern, statt an Symptomen herumzukurieren.

7. Lernen Sie, Ihre Zeit selbstbestimmt zu planen und einzuhalten

Ich hatte es schon unter Punkt 4 erwähnt. Wer sich mit zu vielen Aufgaben für einen zu kurzen Zeitraum eindeckt, wird schnell Schwierigkeiten bekommen, gelassen – und pünktlich – die anstehenden Termine wahrzunehmen.

Handelt es sich nur um eine Fehlplanung, können Sie gegensteuern und für Abhilfe sorgen. Haben Sie aber zu viel zu tun, weil Sie nicht „nein“ sagen und Tätigkeiten ablehnen können, dann hilft Ihnen auch die beste Zeit- und Lückenplanung nicht weiter. Im Gegenteil, je besser Ihr Zeitmanagement, desto mehr Aufgaben dürften auf Sie einstürzen.

Da hilft nur eines: An den Ursachen anzusetzen, selbstbewusst Ihre Bedürfnisse zu vertreten, und zu lernen, „nein“ zu sagen. Nur dann werden Sie Ihre Zeit selbstbestimmt planen, einhalten – und pünktlich sein können.

8. Meiden Sie den Drang, sich selbst zu inszenieren

Und, seien wir ehrlich, auch das gibt es: Menschen, die chronisch zu spät kommen, ihre eigene und die Zeit der anderen strapazieren, um sich in gewisser Weise selbst zu inszenieren.

Manchmal tun sie es, um beachtet zu werden. (Der große Auftritt aller, die das grelle Scheinwerferlicht genießen.) Manchmal tun sie es, um sich wichtig zu fühlen. (Nach der Devise: „Ich bin so wichtig, dass alle anderen auf mich warten müssen.“) Und manchmal tun sie es, um ihren Mitmenschen ihre vermeintliche Macht spüren zu lassen. („Ich bin der Chef, das Alpha-Tier, der große Kunde. Ich bestimme, wann eine Aufgabe begonnen oder eine Sitzung eröffnet werden kann.“)

Aber eine solche Verhaltensweise kann Ihnen nicht nur finanziell zum Nachteil gereichen, die Belegschaft frustrieren oder Ihnen das Image anhängen, „schwierig“ zu sein. Sie ist auch nicht mehr zeitgemäß.

Überfüllte Wartezimmer beim Arzt sind heute kein Zeichen mehr für dessen Beliebtheit und Qualität, sondern lassen im Gegenteil an seiner Praxisorganisation zweifeln. Der Chef, der unabkömmlich sein und seine Mitarbeiter von sich abhängig machen will, wirft Fragen zu seiner Führungskompetenz auf – wenn er sich nicht einmal selbst managen kann. Und der Einzelne, der über den Dingen stehen und seine Souveränität demonstrieren will, wirkt schnell nur noch gehetzt und gestresst.

Womit wir wieder beim Anfang wären: Pünktlichkeit ist nur selten ein Luxus, aber oft die Möglichkeit, seine Zeit besser im Griff zu haben. ™

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Gewinnen Sie mehr Aufträge mit einem klaren Profil

Leistung und Können reichen heute nicht mehr aus. Es gibt zu viele, die das nötige Know-how mitbringen. Wenn Sie Kunden gewinnen wollen, müssen Sie gute Gründe nennen können, warum ausgerechnet Sie der oder die Richtige für den Job sind. Ein klares Profil hilft Ihnen, solche schlagkräftigen Argumente zu finden.

Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Leistung und Können reichen heutzutage nicht mehr aus. Sie sind selbstverständlich geworden. Sie werden nicht nur vorausgesetzt. Es gibt zu viele, die das nötige Know-how mitbringen.

Um dennoch an Aufträge zu kommen, müssen Sie einem potenziellen Kunden gute Gründe nennen können, warum ausgerechnet Sie „sein Mann“ – oder „seine Frau“ – sind. Sie müssen Argumente finden, die für Sie sprechen. Und Sie müssen sich von den anderen abheben und unverwechselbar werden.

Mit anderen Worten: Sie brauchen ein klares Profil.

  • Wissen Sie, was Sie können, was Sie drauf haben, welchen Vorteil andere von Ihnen haben? Dann können Sie das auch selbstsicher als Verkaufsargument nutzen und glaubwürdig vertreten.
  • Wissen Sie, worin Sie sich von anderen unterscheiden, was Sie anders machen als andere? Dann können Sie sich auch ein passendes Image schaffen und Ihre Einzigartigkeit nach außen kommunizieren.
  • Wissen Sie, welche Eigenschaften Sie persönlich auszeichnen, welche Werte Ihnen wichtig sind? Dann können Sie das auch authentisch leben und Ihrem Gegenüber das Gefühl geben, Sie begreifen und Ihnen vertrauen zu können.

Oft wissen wir aber nicht, wer und was wir sind, wo wir uns wirklich auskennen, wofür wir mit unseren Angeboten und Leistungen stehen wollen.

Brüten Sie deshalb ruhig über den folgenden Fragen und versuchen Sie, sich selbst klarer zu sehen. Wenn Sie dann einem Kunden demonstrieren wollen, warum ausgerechnet Sie das Händchen haben, das ihn und seine Website weiterbringt, wissen Sie Bescheid.

Meine Fähigkeiten und Erfahrungen

Machen Sie Bestandsaufnahme. Gehen Sie die folgenden Fragen durch und finden Sie heraus, was Sie besonders gut können oder wo Sie zusätzliche Fähigkeiten haben, mit denen Sie Ihre Stärken weiter zuspitzen können.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie sind ein Crack im Webdesign und bringen zusätzlich ein Händchen fürs Fotografieren mit. Dann könnten Sie die Tätigkeiten Design und Fotografie kombinieren, gemeinsame Projekte mit freien Fotografen betreuen, sich für selbstständige Fotostudio-Betreiber empfehlen und so weiter.

Überlegen Sie einmal:

  • Welche Aus- oder Weiterbildungen habe ich gemacht?
  • Welche besonderen praktischen Erfahrungen kann ich vorweisen?
  • Was habe ich fachlich drauf? Welche Kenntnisse und Erfahrungen habe ich?
  • Über welches spezielle Methoden-Know-how verfüge ich vielleicht?
  • Welche besonderen persönlichen Fähigkeiten bringe ich mit?
  • Was kann ich besonders gut? Worin kenne ich mich richtig gut aus?
  • Welche Beziehungen oder anderen „Ressourcen“ bringe ich mit?
  • Was unterscheidet mich vielleicht von meinen Mitbewerbern?
  • Was macht mich als Leistungsanbieter ganz speziell aus?

Je besser Sie sich über Ihre Fähigkeiten profilieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man gezielt auf Sie zukommen wird.

Extra-Tipp 1: Manchmal sind wir buchstäblich blind unseren Fähigkeiten gegenüber. Wir halten sie für normal, während andere uns gerade dafür bewundern. Vielleicht haben Sie ein gutes Auge für die Benutzerführung, würden das aber nie für eine besondere Fähigkeit halten? Dann überlegen Sie, wie oft Sie sich über die – in Ihren Augen – miserable Benutzerführung anderer Seiten geärgert haben. Überlegen Sie, wie oft es Sie in den Fingern gejuckt hat, es besser zu machen. Vergleichen Sie sich in Gedanken mit anderen, um Ihre eigenen Fähigkeiten klarer zu sehen.

Extra-Tipp 2: Wenn es Ihnen immer noch schwerfallen sollte, Ihre Stärken und Besonderheiten zu nennen, bitten Sie andere um deren möglichst ehrliche Meinung. Sie müssen diese nicht 1:1 übernehmen, auch die Sicht der anderen ist begrenzt. Aber sie liefert Ihnen weitere wertvolle Hinweise.

Meine Einstellungen und Werte

Versuchen Sie lieber nicht, sich auf Produkte oder Gebiete einzulassen, die Ihnen zuwider sind. Selbst wenn Ihre Fähigkeiten dies erlauben und der Markt es honoriert. Das geht nicht gut. Gegner der Atomkraft werden etwa nur selten hingebungsvoll am Internetauftritt eines Atommeilers basteln. Ihre innere Motivation, das Beste für Ihren Kunden geben zu wollen, fehlt. Sie werden vermutlich nicht nur Ihre Glaubwürdigkeit verlieren, sondern auch keine volle Leistung bringen können.

Fragen Sie sich also etwa:

  • Was ist mir wichtig? Wofür stehe ich? Womit möchte ich verbunden werden?
  • Welche Einstellungen, Überzeugungen und Werte bestimmen mein Wesen?
  • Welches Image will ich mir geben und wie will ich nach außen wirken?

Meine Vorlieben und Interessen

Versuchen Sie gleichfalls besser nicht, ausschließlich um des Geldes willen zu arbeiten. Selbst wenn Sie das über kurze Strecken vielleicht tun müssen. Langfristig entsteht gute Arbeit vor allem da, wo Sie mit ganzem Herzen dabei sind oder was Ihnen zumindest Spaß macht.

Schreiben Sie deshalb auf:

  • Welche Dinge oder Themen liegen mir am Herzen?
  • Welche Hobbys oder besonderen Interessen habe ich?
  • Welche Tätigkeiten machen mir am meisten Spaß?

Der Nutzen und die Vorteile für andere

Und vergessen Sie zum guten Schluss diejenigen nicht, für die Sie eigentlich tätig werden wollen: ihre Kunden. Auch hier werden Sie die besten Ergebnisse erzielen, wenn Sie sich mit Ihrer Zielgruppe identifizieren können. Und Sie werden im Gegenzug bei anderen umso gefragter sein, je besser Sie ihnen mit Ihren Fähigkeiten dienen können.

Sammeln Sie mal:

  • Für wen will ich arbeiten und für wen nicht? Welche Aufträge will ich, welche nicht?
  • Für wen sind meine Fähigkeiten vielleicht besonders attraktiv oder nützlich?
  • Welchen Vorteil haben andere von mir? Womit kann ich ihnen nutzen?
  • Was schätzen andere an mir, womit kann ich mich profilieren?
  • Was könnte für andere nützlich oder interessant sein?

Warum sollte man mich beauftragen

Argumentieren Sie bei Ihrer Akquise nie über andere. Beschwatzen Sie einen potenziellen Kunden nicht damit, warum Mitbewerber A im Leben nichts für ihn ist. Legen Sie ihm lieber begründet und glaubwürdig dar, warum er sich für Sie entscheiden sollte.

Beschäftigen Sie sich mit den obigen Fragen und erarbeiten Sie sich ein durchdachtes, aussagekräftiges Profil. Und achten Sie auch darauf, möglichst nur solche Aufträge anzunehmen, die zu Ihrem Profil passen.

So werden Sie langsam zu einem Experten, der sich über ein ausgesuchtes Know-how und passgenaue Kunden profiliert. Sie werden nicht mehr irgendein Dienstleister in der großen Masse sein, sondern ein gefragter Anbieter von Lösungen für ganz bestimmte Kunden.

Und: Mit der Zeit müssen Sie sich nicht mehr abstrampeln, um an Aufträge zu kommen. Viele Aufträge werden von ganz allein auf Sie zukommen. Sie müssen nur noch dafür sorgen, dass sich Ihr Können herumspricht. ™

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Vom kleinen Laster zur guten Gewohnheit

Gewohnheiten haben einen schlechten Ruf. Oft zu Unrecht. Schließlich können wir durch sie schneller und effizienter handeln. Sie schenken uns Sicherheit und Halt. Und viele von ihnen tun uns einfach nur gut. Der Knackpunkt sind da eher unsere schlechten Angewohnheiten. Die folgenden Schritte zeigen Ihnen, wie Sie von kleinen Lastern zu produktiven Routinen kommen.

Überall Gewohnheiten

Gewohnheiten sind überall, sie begleiten uns den lieben, langen Tag. Wie unser Frühstück aussieht, wie wir zur Arbeit fahren, ob wir morgens zuerst unsere E-Mails abarbeiten oder uns von Kollegen auf den neuesten Stand bringen lassen – bei vielen Dingen gehen wir immer auf die gleiche Art vor.

Vorteile von Gewohnheiten

Und das hat durchaus seine Vorteile. Zum einen sind Gewohnheiten schlichtweg eine Arbeitserleichterung für unser Gehirn. Sie sorgen dafür, dass wir nicht immer über alles, was wir tun, bewusst nachdenken müssen. Das würde nur Zeit und Energie kosten. Mit Gewohnheiten können Sie schneller und effizienter handeln.

Gewohnheiten lassen die Dinge aber auch zur Routine werden. Wir müssen uns nicht immer wieder neu für etwas entscheiden und uns dabei womöglich mit Hausfreunden wie dem inneren Schweinehund auseinandersetzen. Sie tun die Dinge einfach. Dafür sind sie ja Gewohnheit.

Und Gewohnheiten schenken uns Sicherheit und Halt. Wir müssen uns nicht mühsam vorantasten, sondern können das tun, was wir immer tun. Die Angst und Unsicherheit, die oft jeden neuen Schritt begleitet und extra überwunden werden muss, wird durch Gewohnheiten ausgebremst. Erst das macht Sie im Grunde lebensfähig. Niemand kann immer nur auf der Hut sein und Neues ausprobieren.

Schlechte Gewohnheiten loswerden

Aber Gewohnheit ist nicht gleich Gewohnheit, und viele davon arbeiten eher gegen als für uns: Die Zigarette zwischendurch, das Schlemmermahl „wider Willen“, falsche Arbeitsroutinen oder unglückliche zwischenmenschliche Angewohnheiten.

Das beste wäre, schlechte Angewohnheiten loswerden und sich dafür ein paar gute zulegen zu können. Gewohnheiten, die uns nützen, statt schaden. Gewohnheiten, bei denen wir in der Tat von ihren Automatismen profitieren und produktiver arbeiten, uns „von selbst“ gesünder ernähren oder mit unseren Kollegen besser auskommen. Suchen Sie sich etwas aus.

Nur, schlechte Gewohnheiten einfach, praktisch auf Kommando loswerden zu wollen, funktioniert nicht. Sie sind ein Teil unserer Verhaltensmuster und können nur durch neue, bessere überschrieben werden.

Die folgenden Schritte zeigen Ihnen, wie Sie vom kleinen Laster zur guten Gewohnheit kommen.

Schritt 1: Nicht warten, handeln

Warten Sie nicht, bis die Folgen schlechter Gewohnheiten Sie zum Handeln zwingen. Werden Sie von selbst aktiv. Dadurch schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie können in Ruhe an Ihrer Verhaltensweise arbeiten, ohne in Zeitdruck zu geraten oder bereits aufgetretene Nachteile oder Schäden bekämpfen zu müssen. Und es ist auch immer leichter, etwas verändern zu wollen, als zu müssen. Ihre Motivation ist einfach höher.

Schritt 2: Gute Gewohnheiten bewusst genießen

„Wollen, nicht müssen“ – auch hier gilt das Zauberwort „positiver Motivator“. Sie werden sich neue, produktive Gewohnheiten leichter angewöhnen, wenn Sie die schon vorhandenen besser wertzuschätzen wissen. Genießen Sie beispielsweise das gute Gefühl, wenn Sie dank der einen oder anderen Routine Ihren inneren Schweinehund besser im Griff haben. Kosten Sie diesen kleinen Sieg über sich selbst so richtig aus. Das Glücksgefühl, das Ihnen „gute Gewohnheiten“ geben, wird Sie motivieren, nach weiteren Ausschau zu halten.

Schritt 3: Schlechte Gewohnheiten herausfinden

Gewohnheiten haben es an sich, im Untergrund, also möglichst unbewusst abzulaufen. Dafür sind sie ja da. Sie wollen unser Gehirn von der bewussten Denkarbeit entlasten, so dass wir effizienter und schneller handeln können. So können wir sie aber weder hinterfragen und notfalls rauswerfen, noch sie wertschätzen und nach „mehr vom selben“ Ausschau halten.

Machen Sie sich deshalb Ihre Gewohnheiten bewusst. Nehmen Sie Ihren Alltag unter die Lupe und schreiben Sie alle Routinen auf, über die Sie stolpern. Schalten Sie beispielsweise jeden Morgen als erstes das Radio ein, wenn Sie in die Küche kommen? Studieren Sie in der Frühstückspause die aktuellen Umsatzzahlen? Grasen Sie zehn Blogs ab, bevor Sie sich an die Arbeit machen?

Was auch immer, halten Sie es fest. Nur dann können Sie im nächsten Schritt überlegen, welche Angewohnheiten Ihnen gut tun, welche Sie also bewahren und verstärken wollen und welche Sie nur Zeit und Kraft kosten, deshalb dringend rauszuwerfen oder zu verändern sind.

Schritt 4: Schlechte Gewohnheiten verstehen

Noch einmal: Man kann schlechte Gewohnheiten nicht einfach abstellen. Man kann sie nur durch bessere ersetzen. Fragen Sie sich deshalb jetzt noch, warum Sie eigentlich so an Ihrer schlechten Gewohnheit hängen, welche Vorteile Sie von ihr haben.

Ein Beispiel wäre, dass Sie jedes Mal, wenn Sie angerufen werden, sich zunächst eine Zigarette anstecken müssen und erst dann in Ruhe das Gespräch führen können. Ein Grund dafür könnte sein, dass Sie die kleine Atempause brauchen, um sich mental auf das Telefonat einzustellen. Oder vielleicht gibt Ihnen die Zigarette auch ein Gefühl von Sicherheit oder stärkt Ihr Selbstbewusstsein.

Finden Sie den Nutzen, den Ihre schlechte Angewohnheit für Sie hat. Trennen Sie beides. Dann können Sie auch nach einer weniger schädlichen Alternative suchen, die Ihnen den gleichen Vorteil verschafft.

Schritt 5: Schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzen

Also, wie steht es mit Ihnen? Wollen Sie Ihre schlechte Angewohnheit „ich kann nicht ohne meine Zigarette telefonieren“ ablegen und haben Sie Erklärungen gefunden, warum Sie eigentlich zu einer Zigarette greifen müssen, um telefonieren zu können?

Gut, dann ist es Zeit für den nächsten Schritt: Suchen Sie gezielt nach Alternativen, nach „guten Gewohnheiten“, die Ihnen die schlechten ersetzen helfen.

Bei unserem Telefon-Beispiel könnten Sie etwa ein Glas Wasser statt einer Zigarette holen, um eine kleine Atempause zu gewinnen. Oder Sie könnten sich einen Spiegel ans Telefon stellen, in dem Sie sich dann bei jedem Telefonat anlächeln oder das Victory-Zeichen machen, um mit schwierigen Gesprächen besser fertigzuwerden.

Schritt 6: Neue Gewohnheiten mit Auslösern verknüpfen

Ein Haken bei diesen selbst gewählten Alternativen ist es, dass sie einige Zeit brauchen, bis sie uns in Fleisch und Blut übergehen und zu einer Gewohnheit werden. Während dieser Zeit sind sie anfällig dafür, im Alltagsgeschehen unterzugehen.

Um dieser Gefahr vorzubeugen, könnten Sie die auserwählte Gewohnheit zum Beispiel mit einem „Auslöser“ verknüpfen. Also mit Gewohnheiten oder Handlungen, die schon automatisch ablaufen und nicht so schnell verlorenzugehen drohen.

Also: Stellen Sie die Todo-Liste für den nächsten Tag auf, während Sie wie gewohnt alle Programme schließen, die Festplatte putzen und Ihren Rechner runterfahren. Oder: Räumen Sie Ihren Rechner auf, nachdem Sie wie üblich Ihre abendliche Runde Moorhuhn gespielt haben.

(Oder auch andersherum: Belohnen Sie sich mit der üblichen fröhlichen Jagd nur dann, wenn Sie zuvor den Datenmüll des Tages beseitigt haben. Das wirkt gleich doppelt – durch die Verknüpfung und durch die in Aussicht stehende Belohnung.)

Schritt 7: Mit Stolpersteinen rechnen und einen Plan B machen

Wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. So auch mit Sicherheit bei Ihrem Versuch, sich gute Gewohnheiten zuzulegen. Beugen Sie dem vor.

Überlegen Sie beispielsweise, welche Hindernisse Ihnen ganz konkret über den Weg laufen könnten. Und zwar sowohl innere wie äußere Widerstände. Was könnten Sie tun, um diesen Widerständen zu begegnen?

Beispiel: Ihr voller Arbeitstag verhindert die abendliche Runde Moorhuhn und damit auch die Putztour für Ihren Rechner. Eine Lösung könnte dann sein, das Aufräumprogramm mit einer zweiten Gewohnheit zu verknüpfen, die Sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ausführen werden. Also etwa mit der bloßen Tatsache, Ihren Rechner samt Komponenten allabendlich herunterzufahren und vom (Strom-) Netz zu nehmen.

Oder machen Sie einen Plan B. Was wollen Sie tun, wenn Sie Ihre neue Gewohnheit im Eifer des Gefechts mal vergessen haben? Können Sie das Ganze nachholen oder ausgleichen? Also Ihren Datenmüll ausnahmsweise beim morgendlichen Hochfahren des Rechners über Bord werfen oder auch bei einem wöchentlichen Großreinemachen.

Schritt 8: Immer wieder üben

Sie wissen ja, Übung macht den Meister. Seien Sie also nicht so streng mit sich, wenn die neue Gewohnheit nicht gleich auf Anhieb sitzt. Es braucht einfach Zeit, ein neues Muster zu verankern. 30 bis 60 Tage „Einüb-Zeit“ sind völlig normal.

Und versuchen Sie auch nicht, sämtlichen schlechten Angewohnheiten auf einmal den Krieg zu erklären. Das geht nicht gut. Sich Stück für Stück voranzutasten, wie beim Adventskalender die Kläppchen zu öffnen, dürfte Sie erfolgreicher ans Ziel führen. Guten Appetit. ™

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In fünf Schritten Sorgen und inneren Druck abbauen

Sein tägliches Pensum an Sorgen und Problemen hat wohl jeder, nicht nur Selbstständige, die – anders als große Firmen – vieles auch noch im Alleingang bewältigen müssen. Fatal wird es, wenn diese Baustellen einen innerlich so unter Druck setzen, dass nicht mehr genug Energie bleibt, um sie konstruktiv zu lösen. Nutzen Sie dann die folgenden fünf Schritte, um mit einem klaren Kopf Ihren Problemen besser den Garaus zu machen.

Manchmal scheinen die Anforderungen und Probleme von allen Seiten auf uns zuzurollen. Vielleicht müssen Sie eine wichtige Entscheidung treffen. Vielleicht brüten Sie über Ihrer Geschäftsstrategie. Privat können Baustellen winken oder der Job könnte besser laufen. Dazu kommen dann noch das übliche Pensum beruflicher Aufgaben und der Strauß an Sorgen, den jeder so hat.

Kein Wunder, dass der Druck, den all diese Dinge auf uns ausüben, lähmend wirken kann. Verständlich, aber auch verhängnisvoll. Denn die Aufmerksamkeit und Energie, die in diesen Kreislauf von Ängsten und Sorgen geht, fehlt uns, um stattdessen unsere Probleme zu lösen.

Die folgenden fünf Schritte zeigen Ihnen, wie Sie diesen inneren Druck abbauen, um einen klaren Kopf zu kriegen und handlungsfähig zu bleiben.

Schritt 1: Schreiben Sie alles auf

Nicht nur die Selbstorganisations-Methode „Getting Things Done“ (GTD) funktioniert nach diesem Prinzip: Seine Gedanken aus dem Kopf zu holen und schwarz auf weiß vor sich zu sehen ist der erste Schritt, sie konstruktiv anzugehen.

Schreiben Sie also alles auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Die ellenlange Liste von Aufgaben genauso wie berufliche Probleme, Ärger im Betrieb, schwere Entscheidungen, privaten Unmut, Sorgen um die Zukunft, was auch immer. Nur so können Sie die vagen Schatten dingfest machen und Abhilfe suchen.

Schritt 2: Untersuchen und sortieren Sie

Gehen Sie jetzt Ihre Ausbeute durch und treffen Sie eine erste Vorauswahl:

  • Welche Dinge liegen nicht in Ihrer Hand, was können Sie absolut nicht beeinflussen? (Zum Beispiel die aktuelle Wirtschaftslage, Ihren nächsten Vorgesetzten …)
  • Was wird Sie frühestens in fernerer Zukunft berühren und Ihr Eingreifen erfordern? (Etwa die Frage, ob Sie einmal mit Mitarbeitern arbeiten möchten oder nicht.)
  • Und wo gibt es anstehenden Handlungsbedarf, worum müssen Sie sich kümmern? (Beispielsweise die aktuelle Geschäftslage, der Hausbau, der neue Job …)

Arbeiten Sie hier ruhig mit Farben und Symbolen, damit Sie alles besser vor Augen haben. Oder erstellen Sie gleich eine Tabelle und weisen Sie die einzelnen Punkte den drei Gruppen zu.

Knöpfen Sie sich dann alle Dinge mit aktuellem Handlungsbedarf vor und verfeinern Sie. Um welche maximal drei bis fünf Punkte müssen Sie sich besonders dringend kümmern und was hat noch Zeit, ist weniger wild oder Ähnliches mehr.

Übertragen Sie diese drängendsten Fragen auf einen gesonderten Zettel und vernichten Sie entweder den Rest oder speichern ihn als interessante Option („Mitarbeiter einstellen?“) für die Zukunft ab.

Vergessen Sie diesen letzten Teilschritt nicht, denn niemand kann sich um alle Dinge gleichzeitig kümmern. Im Gegenteil, die Menge unerledigter Aufgaben oder möglicher Entscheidungen kann Sie gehörig unter Druck setzen und buchstäblich um Kopf und Kragen bringen.

Wenn Sie sich aber auf jeweils wenige wichtige Einzelheiten konzentrieren, können Sie diese auch Stück für Stück angehen und bewältigen.

Schritt 3: Wägen Sie ab und hinterfragen Sie

Ihre drängendsten Sorgen können auf Probleme hindeuten, die Sie lösen sollten, müssen aber nicht. Längst nicht alles, was uns belastet und was wir für wichtig halten, ist es auch.

Beispiel: Sie sind besessen von dem Gedanken, Ihren Umsatz steigern zu müssen und haben diesen Punkt konsequenterweise ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Objektiv gesehen, besteht dazu aber gar kein Grund, solange Sie den bisherigen Umsatz halten, keine Mehrausgaben haben und auch nicht von einer galoppierenden Inflation pp. heimgesucht werden.

Mit anderen Worten, bevor Sie sich unnötig an Dingen aufreiben, die dazu keinen Anlass bieten, klopfen Sie sie lieber noch einmal auf ihren Gehalt ab.

Dazu können Sie beispielsweise wieder mit einer Tabelle arbeiten: Schreiben Sie in die linke Spalte alle Gedanken, die Ihnen Sorgen machen oder die Sie ängstigen. Untersuchen Sie in einer mittleren Spalte gegebenenfalls, welche Konsequenzen Sie genau befürchten. Und notieren Sie in der rechten Spalte dann alles, was gegen Ihre Sorgen spricht.

(Also etwa, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich das gefürchtete Ereignis überhaupt einstellt. Ob und wie schlimm das wirklich für Sie wäre. Gute Gründe, die gegen ein solches Ereignis sprechen. Und so weiter und so fort.)

Schritt 4: Suchen Sie nach Möglichkeiten

Und erst, wenn sich herausstellt, dass Sie wirklich Grund haben, sich über etwas Gedanken zu machen, gehen Sie noch einen Schritt weiter und suchen nach Lösungen.

Nennen Sie es Notfall-Maßnahmen, Plan B, Handlungsoptionen – egal. Hauptsache, Sie machen sich Ihre Möglichkeiten klar und loten Ihren Spielraum aus.

Zählen Sie dazu auf, was Sie im Fall des Falles tun wollen, und auch, wie Sie den worst case vielleicht noch verhindern können. Wenn Sie sich dann Sorgen machen, dass Sie, sagen wir, durch eine Prüfung fallen, können Sie dem mit einem ganzen Set von Ideen begegnen. Das beruhigt.

Extra-Tipp: Gehen Sie auf Abstand zu Ihren Problemen. Überlegen Sie etwa: Was würden Sie einem anderen mit diesem Problem raten? Denn da sage ich Ihnen nichts Neues: Meistens sind wir erheblich besser darin, die Probleme anderer zu lösen als unsere eigenen. Einfach, weil wir uns nicht betroffen fühlen und leichter einen kühlen Kopf wahren können.

Schritt 5: Stoppen Sie Ihre Gedanken

Und sollte es mit dem kühlen Kopf doch nicht so weit her sein und Sie die eine oder andere Gedankenschleife daran hindern, Ihre Sorgen zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen, gibt es noch einen Trick: Stoppen Sie Ihre endlosen Grübeleien mit der Stopp-Technik.

Das heißt, wann immer Sie merken, dass Sie von Ihren Sorgen eingeholt werden oder sich mit Ihren Gedanken im Kreis drehen, sagen Sie zu sich selbst „Stopp“. (Sind Sie allein, können Sie ergänzend zum Beispiel auch laut in die Hände klatschen, demonstrativ den Raum verlassen, sich mit einem Spaziergang oder einer anderen Tätigkeit ablenken.)

So bekommen Sie den Kopf frei und können sich gelassener Ihren Anforderungen und Problemen widmen.

Extra-Tipp: Wenn die Stopp-Technik nicht reicht, helfen Ihnen vielleicht auch Sätze wie „Es gibt immer Möglichkeiten“ oder „Bis jetzt habe ich immer eine Lösung gefunden“, um wieder auf Spur zu kommen. Wiederholen Sie diese Sätze still für sich. Das lenkt Ihr Denken schön von den Problemen weg und hin zu Lösungen. Gute Karten, um Stück für Stück Sorgen und inneren Druck abzubauen. ™

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Online Text: Zeigen, nicht sagen – Wie Sie Ihre Leser leichter überzeugen

Plakative Behauptungen begegnen einem in Texten an allen Ecken und Enden. Man ist in A unschlagbar, oder die Kunden werden B lieben. Nur: Behaupten kann man viel. Den Leser davon zu überzeugen steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein einfacher Schriftsteller-Trick hilft Ihnen dabei.

Ich kann Ihnen keine Zahlen nennen, aber ich bin mir sicher, dass viele Texte immer noch dem Schema folgen: „Unsere Küche bietet Ihnen echte Gaumenfreuden.“ Oder: „Im Service sind wir unschlagbar.“ Oder: „Ihre Kunden werden Ihre Website lieben.“

Doch mal unter uns: Können Sie „echte Gaumenfreuden“ sehen? Würden Sie jemandem blind glauben, der von sich behauptet, „unschlagbar“ zu sein? Ist Ihnen klar, warum Ihre Kunden Ihre Website lieben werden?

Alle diese Texte haben ein Problem: Sie überzeugen nicht, sondern sie behaupten. Wenn Sie Glück haben, werden Ihre Leser Ihnen trotzdem vertrauen. Aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Die meisten von uns haben gern handfesteres Material in der Hand, um ihre (Kauf-) Entscheidung darauf zu bauen.

Finden Sie Bilder, die Ihre Behauptung stützen

Aber es gibt einen einfachen Schriftsteller-Trick, um Ihre Leser doch noch zu überzeugen. Sagen Sie ihnen nicht, was sie glauben sollen. Zeigen Sie ihnen ein Bild, das sie selbst sehen und beurteilen können.

Mit einem Bild können Sie

  • mitreißend schreiben und dem Leser ein Erlebnis bieten: Sagen Sie nicht, dass Ihre Küche Gaumenfreuden bietet. Zeigen Sie dem Leser, was er alles verpasst, wenn er sich nicht durch Ihre kulinarischen Köstlichkeiten arbeitet.
  • Emotionen wecken und bestimmte Reaktionen auslösen: Behaupten Sie nicht, dass Ihr Service 1a ist. Malen Sie den drohenden Technikausfall aus und beruhigen Sie den Leser damit, was Sie dann alles für ihn tun werden.
  • das Verständnis erleichtern und Vertrauen herstellen: Speisen Sie Ihren Leser nicht damit ab, dass seine Kunden seine Website lieben werden. Erklären Sie ihm, in welchen Situationen und mit welchen Funktionen jener seine helle Freude an der Website haben wird.

Lassen Sie den Leser von selbst Ihrer Behauptung zustimmen

Alles, was Sie dazu tun müssen, ist, ein solches Bild oder Beispiel zu finden, das Ihre Behauptungen untermauert.

Bei den „kulinarischen Köstlichkeiten“ könnte das also beispielsweise das Bild eines mit Platten und Tellern überladenen Tisches sein, auf dem sich fangfrischer Tintenfisch neben allein fünf Sorten von Pudding tummelt.

Bei der Servicefrage könnten Sie schildern, wie und womit Sie abstürzenden Rechnern, Serverausfällen oder unbedarften Anwendern zu Hilfe eilen werden. Wenn ein Leser weiß, dass Sie seinen Notfällen mit einer kostenlosen 24-Stunden-Hotline, einem flächendeckenden Supportnetz oder gar dem direkten Draht zur Geschäftsleitung zu Leibe rücken werden, wird er Ihnen den „unschlagbaren Service“ erheblich eher abkaufen.

Sagen Sie dem Leser nie, was er denken soll. Versuchen Sie lieber, etwas so zu zeigen, dass er von selbst zu diesem Schluss kommt.

Dabei hilft es Ihnen, wenn Sie

  • konkret schreiben
  • viele Details gebrauchen
  • und sorgfältig beobachten.

Schreiben Sie konkret

Achten Sie darauf, dass der Leser Ihre Bilder und Beispiele „sehen“ kann. Schreiben Sie konkret. Unter abstrakten „Köstlichkeiten“ kann man sich nicht viel vorstellen. Tintenfische oder Puddingschüsseln zaubern dagegen ein passendes Bild vor Augen. Ein „Notdienst“ kann alles Mögliche sein. Aber erst die Hotline oder die mobile Einsatztruppe vor Ort sagen dem Leser, was wirklich gemeint ist.

Gebrauchen Sie Details

Suchen Sie nach solchen Zutaten für Ihr Bild. Warum wird Ihre Benutzerführung die Besucher einer Website begeistern? Weil man nie mehr als drei Klicks in die Tiefe gehen muss? Weil alles barrierearm gehalten und leichter zu lesen ist? Weil die Seiten eine optische Offenbarung und total abgefahren sind? Bringen Sie möglichst viele aussagekräftige Details. Je mehr charakteristische Einzelheiten Ihnen einfallen, desto klarer wird das Bild, und desto besser kann der Leser etwas selbst sehen und verstehen.

Beobachten Sie sorgfältig

Und woher nehmen Sie jetzt diese Details? Ganz einfach: Halten Sie die Augen offen und Ihre Beobachtungen anschließend irgendwo fest. Wenn wir mal bei den Gaumenfreuden und Köstlichkeiten bleiben, könnten Sie ein entsprechendes Mahl zubereiten und dann gewissenhaft mit Stift und Papier den Tisch hinunterwandern, um seine Bestandteile festzuhalten.

Beim Service könnten Sie einzeln oder zusammen mit Mitarbeitern und Kollegen sammeln, welche Leistungen Sie Ihren Kunden anbieten wollen, wie deren Merkmale ganz genau aussehen, und worin Sie sich vielleicht von Ihren Mitbewerbern unterscheiden.

Extra-Tipp: Holen Sie zusätzlich Feedback von Ihren Kunden ein. Niemand dürfte besser als diese wissen, warum Ihr Service nun gut ankommt oder nicht.

Ähnlich bei der schwer beliebten Website. Sicher werden Designer und Programmierer sich etwas dabei gedacht haben, warum die Seite bei Kunden Begeisterungsstürme auslösen kann oder soll. Entsprechende Features dürften schnell genannt sein.

Interessant könnte aber auch wieder der Praxistest sein. Setzen Sie Betatester, Mitarbeiter oder Kollegen ein. Machen Sie Umfragen, werten Sie Feedback oder Klickstatistiken aus. Der unbestechliche Blick der ersten Anwender dürfte Ihnen genug Material und Einzelheiten liefern, um anschließend mit einem passenden Text zu überzeugen.

Entscheiden Sie zum Schluss noch, welche Einzelheiten Sie wie aufnehmen und verwerten wollen, und Sie sind bestens gerüstet, um den Leser nie mehr mit plakativen Behauptungen zu langweilen wie: „Im Service sind wir unschlagbar.“

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Sind Sie arbeitssüchtig?

Arbeit ist in unserer Gesellschaft ein hohes Gut, wer hart arbeitet, gilt als ein Vorbild. Allzu oft wird die Grenze aber auch überschritten und die Arbeit zwanghaft. Wer nichts anderes mehr im Kopf hat als Arbeit, kann schweren gesundheitlichen und seelischen Schäden entgegengehen. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Testen Sie, inwieweit Sie von Arbeitssucht bedroht sind.

Karoshi – die Japaner haben ein Wort für das, was Jahr für Jahr auch bei uns seine Opfer findet: Arbeitssucht. Hier speziell sogar eine Arbeitssucht, die zum Tode führt.

Die Dunkelziffer der Opfer ist hoch, denn hart arbeitende Menschen werden in unserer Leistungsgesellschaft bewundert. Dazu muss man nicht mal die üblichen Verdächtigen wie Manager oder „selbst und ständig“ seiende Selbstständige bemühen. Selbst, wer sich bis oben hin mit ehrenamtlichen Engagements oder Hobbies zudeckt, kann zu ihnen gehören.

Oder auch ganz normale Angestellte wie ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, der sich Tag für Tag die Nächte in der Firma um die Ohren schlug, um ein Arbeitspaket zu bewältigen, das eine gemeinsame Kollegin von uns in der Hälfte der Zeit schaffte.

An diesem Missverhältnis war nicht nur ein schlechtes Selbstmanagement schuld. Mein Arbeitskollege war vielmehr im Glauben, dass er ein toller Hecht sei und mehr leisten würde, gerade weil er so viele Stunden über seiner Arbeit saß, während die Kollegin um 16 Uhr nach Hause ging. Er zog die absurde Gleichung Quantität = Qualität. Mehr noch: Er wollte gar nicht weniger arbeiten, denn das hätte sein Bild von sich als toughem, leistungsbereiten Mitarbeiter bedroht.

Ursachen von Arbeitssucht

Und damit sind wir auch schon mitten in den Ursachen von Arbeitssucht. Mancher braucht sie vielleicht zur Bestätigung seines Selbstbilds. Andere sehnen sich nach Anerkennung, haben Angst zu versagen oder fröhnen einem übertriebenen Perfektionismus. Wieder andere finden ihren Lebensinhalt ausschließlich in der Arbeit, fliehen vor privaten Problemen oder betäuben die Unzufriedenheit mit ihrem Leben und dergleichen mehr.

Gemeinsam ist allen, dass sie aus einem inneren Zwang heraus handeln. Sie können gar nicht anders, selbst wenn – wie im Fall meines Arbeitskollegen – die Bedingungen im Unternehmen dies zulassen würden.

Obwohl es natürlich auch genug Unternehmen gibt, die mit ihrer Anspruchshaltung und ihren unterschwellig vermittelten Werten genau diese Arbeitssucht fördern – zum eigenen Schaden.

Denn, wenn Mitarbeiter mit diesem Dauereinsatz Raubbau an ihrer Gesundheit betreiben, keinen Ausgleich mehr in Freizeit und Privatleben finden, leichte Beute für psychische Probleme werden oder sich dem Burn-out nähern, sollte dieser massive Verlust von Arbeitskraft kein Unternehmen kalt lassen.

Sind Sie arbeitssüchtig?

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Neigen Sie zur Arbeitssucht? Machen Sie den Test und beantworten Sie die folgenden Fragen so ehrlich wie möglich. Je öfter Sie mit einem „Ja“ antworten müssen, desto wahrscheinlicher dürften Sie dabei sein.

(Achtung: Akute Fälle von erhöhtem Arbeitsaufkommen zum Beispiel beim Start eines Unternehmens oder Sprung in die Selbstständigkeit sind hiervon ausgenommen. Wenn Sie selbstkritisch genug sind, dürften Sie unterscheiden können, ob Sie nur phasenweise oder dauerhaft nur noch Ihre Arbeit im Kopf haben.)

  • Kreisen Ihre Gedanken immer häufiger um die Arbeit?
  • Vernachlässigen Sie Freizeit, Hobbies, Privatleben und Co.?
  • Sagen Sie aus Zeitmangel Einladungen ab oder verschieben Urlaube?
  • Arbeiten Sie, um Anerkennung zu bekommen oder bewundert zu werden?
  • Erzählen Sie anderen oft und mit heimlichem Stolz, dass Sie viel arbeiten?
  • Oder aber: Finden Sie ständig neue Ausreden, warum Sie so viel arbeiten?
  • Reißen Sie immer weitere Aufgaben an sich, können Sie nicht mehr Nein sagen?
  • Nehmen Sie Arbeit mit nach Hause beziehungsweise arbeiten Sie auch im Urlaub?
  • Bewerten Sie Ihre Tage ausschließlich danach, wie viel Arbeit Sie geschafft haben?
  • Sprechen Sie fast nur noch über die Arbeit? Andere Themen interessieren Sie nicht?
  • Glauben Sie, dass Sie gar keine Freizeit brauchen? Bestimmt die Arbeit Ihr Leben?
  • Kommt es vor, dass Sie heimlich – etwa gegen den Willen Ihres Chefs – arbeiten?
    (Nicht lachen. Sie wissen schon, mein Arbeitskollege …)
  • Oder aber: Arbeiten Sie selbst dann, wenn es faktisch gar nicht nötig wäre?
  • Werden Sie ungeduldiger, aggressiver, stehen Sie ständig unter Stress?
  • Oder aber: Fühlen Sie sich verbraucht? Sind Sie müde und erschöpft?
  • Arbeiten Sie zwar ständig, bringen aber kaum noch Leistung?

Tipps gegen Arbeitssucht

Befürchten Sie die eine oder andere Neigung zur Arbeitssucht? Dann können Sie mit den folgenden Tipps gegensteuern. Bitte beachten Sie: Dieses Thema ist komplex und greift oft stark in die Psyche ein. Deshalb können die Tipps nur ein erstes Hilfsmittel sein, nicht mehr. Zögern Sie nicht, sich gegebenenfalls professionelle Hilfe zu holen.

1. Machen Sie Inventur

Betrachten Sie Ihr Leben und machen Sie Inventur: Welche Bereiche haben Sie zugunsten der Arbeit immer weiter abgespeckt? Welche Bereiche würden Ihnen als Gegengewicht zu Ihrer Arbeit gut tun? (Zum Beispiel mehr Sport, um mit einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit zu brechen.) Wobei könnten Sie Ihre Arbeit leichter vergessen? Was würde Ihnen Freude machen und viel bedeuten? Wie wollen Sie dazu konkret vorgehen?

2. Leisten Sie emotionale Arbeit

Um Ihre Arbeitssucht zu überwinden, ist oft eine Arbeit an Ihren Werten und Emotionen nötig. Ziehen Sie auch hier Bilanz und betrachten Sie Ihr Leben: Gibt es konkrete Ereignisse, die zu Ihrer Arbeitssucht geführt haben und die nie korrigiert wurden? Ein Beispiel wäre, dass Sie die Trennung von einem Partner / einer Partnerin mit verstärkter Arbeit vergessen wollten und in den Teufelskreis der Sucht gerieten, obwohl Sie diese bei einer erneuten Partnerschaft gern hinter sich lassen würden. Gibt es ungelöste Konflikte oder schädliche Glaubenssätze (wie etwa „nur wer hart arbeitet, ist auch etwas wert“), die Sie Raubbau an sich selbst treiben lassen? Versuchen Sie herauszufinden, was in Ihrem Leben zur Arbeitssucht geführt hat. Das ist ein erster Schritt, um gegenzusteuern.

3. Stehen Sie zu Ihrer Arbeitssucht

Nennen Sie das Kind beim Namen und stehen Sie zu Ihrer Arbeitssucht. Sehen Sie den Tatsachen ins Gesicht. Das allein ist zwar noch kein Garant für eine Besserung, aber ohne dem geht es nicht. Wer die Verantwortung immer nur auf andere schiebt (zum Beispiel die Firma oder den Lebensstandard, der gehalten werden muss), wird seine eigene Krankheit nie überwinden. Auch dies ist ein erster Schritt aus der Sucht.

4. Erwarten Sie keine Wunder

Arbeitssucht entwickelt sich nicht über Nacht, sondern wächst oft schleichend. Deshalb ist es unrealistisch, schnelle Erfolge bei ihrem Abbau zu erhoffen. Ja, es ist sogar schädlich, wenn Sie (scheinbar) mangelnde Fortschritte und Rückfälle zum Anlass nehmen, in alte Muster zurückzufallen. Erwarten Sie keine Wunder und freuen Sie sich stattdessen über jeden noch so kleinen Fortschritt. Feiern Sie Ihre Fortschritte zum Beispiel gezielt oder schreiben Sie sie sich irgendwo auf. Das spornt für den weiteren Weg an.

5. Achten Sie auf strukturierte Arbeitsbedingungen

Flexibilität und freie Zeiteinteilung sind wunderbare Errungenschaften und können das Arbeitsleben erleichtern. Sie können aber auch der Arbeitssucht Vorschub leisten. Die gute alte Stechuhr, das Signalhorn, das zum Schichtende bläst, hatten zumindest keinen Zweifel daran gelassen, wann es Zeit zum Arbeiten ist und wann nicht. Der moderne Mensch kann dem in all seiner Flexibilität hilflos gegenüberstehen. Achten Sie deshalb auf fest definierte Arbeitszeiten, eine realistische Arbeitsplanung, sowie eine strukturierte, klar umrissene Arbeit. Das wird Sie daran hindern, Aufgaben und Arbeitszeiten bis ins Unendliche zu dehnen.

6. Gehen Sie auf Distanz zu Ihrer Arbeit

Schlagen Sie ein Loch in Ihre enge Bindung an die Arbeit. Ihren Kontakt zur Arbeit zu lockern, kann Ihnen helfen, die Dinge klarer zu sehen und Alternativen anzugehen. Versuchen Sie zum Beispiel, Ihr Arbeitspensum zu reduzieren (oder bitten Sie Ihren Chef, das zu tun). Geben Sie Aufgaben ab, delegieren Sie, stellen Sie Mitarbeiter ein. (Und denken Sie sich ein System aus, wie Sie sich davon abhalten, neue Aufgaben anzunehmen.) Nehmen Sie sich eine Auszeit und überlegen Sie, wie Sie Ihr Verhalten und Ihr Arbeitsleben ändern können. Eventuell macht es auch Sinn, den Arbeitsplatz oder die Arbeit zu wechseln. Lassen Sie sich bei diesen Überlegungen und deren Umsetzung gegebenenfalls von Profis helfen.

7. Sorgen Sie für Ausgleich

Arbeitssucht fällt leichter, wenn man nichts hat, was einen davon abhält. Setzen Sie hier an und sorgen Sie für Ausgleich. Gehen Sie einem Hobby nach, bauen Sie soziale Kontakte auf, tun Sie Dinge, die Ihnen Spaß machen oder vor der Sucht einmal Spaß gemacht haben. Ihre Arbeit darf nicht alles in Ihrem Leben sein. Sie werden sehen, je wichtiger Ihnen etwas außerhalb Ihrer Arbeit ist, desto mehr wird es Sie in den Fingern jucken, diese schnellstmöglich zu erledigen.

8. Nehmen Sie Privates so wichtig wie Ihre Arbeit

Vergessen Sie bei Ihrer Ausgleichsplanung aber nicht, diese genauso wichtig zu nehmen wie Ihre Arbeit. Lassen Sie sie nicht unter „wenn nichts anderes zu tun ist“ laufen. Nur, wenn Sie Ihren Ausgleich auch ernst nehmen, wird er Ihnen nützen. Tragen Sie also zum Beispiel Ihre privaten Termine genauso in Ihren Kalender ein wie Ihre beruflichen. Wenn es Zeit für Ihren Sport ist, ist es Zeit für Ihren Sport. Und wenn die Arbeit noch so lockt.

9. Lassen Sie sich helfen

Niemand hat gesagt, dass Sie allein durch Ihre Arbeitssucht hindurch müssen. Im Gegenteil. Möglichkeiten, sich helfen zu lassen, gibt es viele. Unterstützung durch Freunde und Familie. Der Austausch mit ebenfalls Betroffenen in Selbsthilfegruppen. Die professionelle Begleitung durch einen Therapeuten. Und anderes mehr.

Arbeitssucht kann sich – je nach Ausprägung – zu einer Krankheit und Sucht auswachsen. Haben Sie deshalb keine Hemmungen, sich wie bei jeder anderen Krankeit helfen zu lassen. In diesem Sinne: Nicht für die Arbeit leben wir. Für das Leben arbeiten wir. Mmh? ™

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In Schritten mit Biorhythmus produktiver arbeiten

Hinter dem Sprichwort von der „inneren Uhr“ steckt mehr als nur ein geflügelter Begriff. Unser Biorhythmus ist entscheidend für unsere Leistungsfähigkeit verantwortlich. Aber wir sind ihm nicht hilflos ausgeliefert. Wer seinen Tag nach innerer Uhr und persönlicher Leistungskurve plant, kann effektiver und schneller arbeiten, Zeit und Energie sparen, und bessere Ergebnisse bringen.

„Morgenstund’ hat Gold im Mund“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Und für so manchem von uns mag das auch zutreffen. Auf alle Morgenmenschen zum Beispiel, die quietschfidel aus den Federn hüpfen und sich auf den Tag stürzen.

Aber was ist mit all den Nachteulen, die sich mit verquollenen Augen vor ihre Bildschirme quälen und erst mal eine große Kanne Kaffee brauchen, um halbwegs ansprechbar zu sein?

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Sie haben es vielleicht selbst schon festgestellt, wir Menschen sind nicht über einen Kamm zu scheren und haben unterschiedliche Zeiten, zu denen wir besonders fit und energiegeladen sind. Biorhythmus nennt man das. Die innere Uhr, die in jedem von uns tickt und uns mal mehr, mal weniger leistungsfähig sein lässt.

Gegen diese innere Uhr anzuleben kann Stress, Müdigkeit, chronische Krankheiten und mehr bedeuten. Eine erhöhte Anzahl von Fehlern, Unfällen und sozialen Konflikten können die Folge sein.

Umgekehrt kann aber auch derjenige, der seinen Tag nach seiner persönlichen Leistungskurve plant, effektiver und schneller arbeiten, Zeit und Energie sparen, und bessere Ergebnisse bringen. Passen Sie Ihre Tagesgestaltung Ihrer inneren Uhr an und arbeiten Sie nach Ihrem persönlichen Leistungsvermögen. So geht’s …

Schritt 1: Biorhythmus feststellen

Bevor Sie Tag und Arbeit danach planen, müssen Sie zunächst einmal Ihren Biorhythmus kennen. Dieser ist, selbst bei Stereotypen wie Morgen- und Abendmensch, bei jedem anders.

Beobachten Sie sich dazu am besten über mehrere Wochen hinweg selbst und führen Sie sozusagen Protokoll. Schreiben Sie auf, wann Sie mit Anfällen von Müdigkeit kämpfen, wann es Ihnen leichter fällt, sich zu konzentrieren, wann Ihnen welche Arbeit schneller von der Hand geht, wann Ihnen geistige oder kreative Höhenflüge gelingen.

Und damit Sie sich nicht selbst austricksen nach dem Motto „ach ja, Mittagsloch, jetzt kann ja gar nichts klappen“ und damit munter an der sich selbst erfüllenden Prophezeiung arbeiten, können Sie nach dem Zufallsprinzip vorgehen.

Nehmen Sie sich dazu einen Küchenwecker und stellen Sie ihn auf verschiedene Zeiten ein. (Oder noch besser, bitten Sie jemand anderen, das ohne Ihr Wissen zu tun.) Sobald dann Ihr Wecker klingelt, prüfen Sie ehrlich und selbstkritisch Ihr Befinden und schreiben Sie dieses zusammen mit der Uhrzeit auf.

Beispiel:

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Schritt 2: Persönliche Leistungskurve zeichnen

Sammeln Sie Ihre Beobachtungen aus Schritt 1 und werten Sie sie in einer persönlichen Leistungskurve aus. Mit Ihrer Leistungskurve vor Augen fällt es Ihnen leichter, Ihre Aufgaben so zu planen, dass Sie das Optimum aus ihnen herausholen können.

Eine Möglichkeit wäre, dazu ein Diagramm nach Mathe-Art anzulegen, Ihre Werte auf x- beziehungsweise y-Achse einzutragen, und diese dann zu einer Kurve zu verbinden.

Beispiel: Persönliche Leistungskurve

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Schritt 3: Energiebedarf von Aufgaben herausfinden

Stellen Sie als nächstes fest, welche Aufgaben Sie wie viel Energie kosten. Wofür müssen Sie hellwach sein? Wobei darf man Sie keinesfalls stören? Was können Sie schon mal zwischen Tür und Angel erledigen?

Ein Beispiel wäre etwa: Bei der Post haben Sie herausgefunden, dass Sie sie auch durchsehen können, wenn Sie noch nicht ganz wach sind. Die Ablage kriegen Sie hin, selbst wenn Sie leicht abgelenkt sind, weil Sie zum Beispiel schon an Ihren Feierabend denken. Kniffelige Konzepte brauchen dagegen Ihre volle Konzentration. Dafür müssen Sie Zeiten finden, in denen Sie ungestört bei einem Höchstmaß an Leistungsfähigkeit arbeiten können. Und so weiter, und so fort.

Sammeln Sie Ihre Beobachtungen wieder in einer Tabelle.

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Schritt 4: Leistungstiefs auffangen

Und als letzten Schritt, bevor Sie Ihre Aufgabenplanung an Ihren Biorhythmus anpassen. Überlegen Sie, wie Sie mit Leistungstiefs umgehen wollen. Welche Aufgaben können Sie beispielsweise selbst dann erledigen, wenn Sie müde, unkonzentriert oder einfach nicht so gut drauf sind?

Schritt 5: Arbeit an Biorhythmus anpassen

Jetzt ist es soweit, nehmen Sie Ihre Ergebnisse und teilen Sie Ihre Aufgaben entsprechend zu. Packen Sie etwa Routinetätigkeiten in persönliche Leistungstiefs. Verlagern Sie anspruchsvollere Aufgaben in Zeiten mit ausgeprägtem Leistungshoch. Erledigen Sie wichtige Aufgaben, die „sitzen“ müssen, in Hochs, Aufgaben, bei denen es nicht so darauf ankommt, wenn mal etwas daneben geht, in Tiefs. Und Ähnliches mehr.

Nebenbei, gibt es auch unter der Woche Tage, in denen Ihnen eine Tätigkeit leichter von der Hand geht als andere oder Ihnen sonstige „Schwankungen“ auffallen? Dann nehmen Sie diese Muster doch ebenfalls in Ihre Aufgabenplanung auf. Führen Sie gegebenenfalls wieder Protokoll oder Tagebuch, um Ihre Vorlieben herauszufinden, und passen Sie dann an.

Schritt 6: Pausen einbauen

Vergessen Sie bei aller Leistungsoptimierung auch nicht, Pausen in Ihre Planung einzubauen. Der menschliche Körper ist nicht für non-stop-Höchstleistungen gemacht. Spätestens nach 60 bis 90 Minuten tut sich ein Loch auf und bricht Ihre Konzentration zusammen. Unterbrechen Sie Ihre Arbeit deshalb immer wieder gezielt für Mini-Pausen von wenigen Minuten. Und wechseln Sie Aufgabenblöcke von ein bis zwei Stunden mit Pausen von 15 bis 20 Minuten ab.

So bekommen Sie beides, produktive Ergebnisse und kurze Erholung, ohne nennenswert auf Arbeitszeit zu verzichten.

Schritt 7: Biorhythmus beeinflussen

Aber nicht nur mit Pausen können Sie Ihre Leistungsfähigkeit ein wenig steuern und versuchen, fit zu bleiben. In gewissem Maße können Sie sogar Ihren Biorhythmus beeinflussen oder zumindest seine Auswirkungen verändern – wenn Sie sie kennen.

So spielt zum Beispiel das Licht eine entscheidende Rolle. Je mehr Licht, desto fitter und wacher sind wir im Allgemeinen. Das kann man zum Beispiel daran sehen, dass uns die Tageslänge stärker beeinflusst als die jeweilige Uhrzeit. (19 Uhr im Sommer nehmen wir anders wahr als 19 Uhr im Winter.) Oder mit anderen Worten, ob es Zeit zum Schlafen oder Wachen ist, sagt nicht die Uhrzeit, sondern das Licht. Und richtig, der berühmte Winterschlaf kommt nicht von ungefähr.

Wer also weiß, dass Morgenstund’ für ihn nicht unbedingt Gold im Munde hat, sollte so früh wie möglich so viel Licht wie möglich tanken – und damit sein inneres Kommando „Schlafenszeit“ ausgleichen.

(Aber Achtung, sich im Lauf des Tages oder gar abends einen vergleichbaren Lichtkonsum zu gönnen, kann die innere Uhr wieder verstärken, das System durcheinander bringen und damit kontraproduktiv sein.)

Oder wer weiß, dass er nach einer warmen, schweren Mahlzeit ins berühmte Mittagskoma fällt, kann stattdessen zu einem leichten Salat greifen oder nach dem Essen einen kleinen Spaziergang beziehungsweise ein kurzes Nickerchen einlegen – und das Mittagstief so abfedern.

Schritt 8: Maßnahmeplan erarbeiten

Setzen Sie Ihre Erkenntnisse doch gleich mal um und stellen Sie einen Maßnahmeplan auf. Welche Tätigkeit wollen Sie künftig wann erledigen? Worauf wollen Sie achten, um gemäß Ihrer inneren Uhr zu leben?

Beispiel: Maßnahmeplan für Biorhythmus

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Fazit

Man mag es bedauern, aber wir sind Menschen und keine Maschinen. Manchmal können wir biologisch einfach nicht so, wie wir wollen. Aber wir haben Köpfchen mitbekommen, um das auszugleichen.

Versuchen Sie deshalb nicht, Ihren Biorhythmus zu ignorieren oder gegen ihn anzukämpfen. Finden Sie lieber heraus, wie Sie und Ihre innere Uhr ticken und nutzen Sie diese dann für Ihre Zwecke. Umso produktiver werden Sie arbeiten, Zeit sparen und bessere Ergebnisse bringen. ™

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Raus aus der Infoflut

Das Wort von der Infoflut ist in aller Munde. Immer mehr will gelesen, geschrieben, gelernt werden. Das kostet Zeit, geht zu Lasten unserer Produktivität und kann sogar die Gesundheit schädigen. Aber, pssst, das ist gar nicht nötig. Ziehen Sie sich einfach raus aus der Infoflut. So geht’s.

Das Wort von der Infoflut ist in aller Munde, nicht erst seit heute. Immer mehr Informationen beanspruchen unsere Aufmerksamkeit. Immer mehr will gelesen, geschrieben, gelernt werden.

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Das kostet nicht nur massiv Zeit. Es ist einfach ineffizient, sich mit allen Fakten, die einem über den Weg laufen, gleich ausgiebig zu beschäftigen. Perlen, die wichtig für einen wären, gehen in dem weißen Info-Rauschen unter. Selbst das beste Gehirn kann sich den Berg von Informationen nicht merken, der über einen hereinbricht. Und sogar die eigene Gesundheit kann leiden, wenn der Kampf gegen die Info-Flut zum Stress-Auslöser wird.

Aber falls das ein Trost für Sie sein sollte, es ist auch gar nicht nötig, sich mit allen Fakten, die Ihnen über den Weg laufen, gleich ausgiebig zu beschäftigen. Denn der Punkt ist nicht, möglichst viel zu schlucken, sondern bewusst mit den Informationen umzugehen, die Sie tagtäglich heimsuchen. In diesem Sinne: Ziehen Sie sich raus aus der Infoflut. So geht’s.

1. Machen Sie Bestandsaufnahme

Sie können Ihrer Infoflut nicht zu Leibe rücken, wenn Ihnen gar nicht bewusst ist, was da alles auf Sie niederschlägt und Ihre Zeit frisst. Machen Sie deshalb als erstes Bestandsaufnahme und klären Sie Ihr Informationsverhalten.

Beobachten Sie sich selbst: Welche Medien nutzen Sie? Wie oft lesen Sie welche Zeitungen? Wie steht’s mit Internet und Fernsehen? Wann lassen Sie sich von ihnen wie lange und wofür gefangen nehmen? Wie viele Stunden kosten Sie Berichte oder Meetings? Wie viel Zeit investieren Sie in welche Bücher?

Wenn Sie möchten, legen Sie eine kleine Liste an und schreiben Sie, sagen wir, zwei bis vier Wochen lang gewissenhaft auf, welche Informationen sich konkret hinter Ihrer Informationsflut verbergen. Bestandsaufnahme machen:

Ich nutze Weil ich … (Wozu?) Das dauert … (in h)
Zeitschriften
Fernsehen
News-Feeds
Microblogging
Instant Messaging
E-Mail

Diese Tabelle ist nur ein Vorschlag. Sie können auch gern in die Details gehen und einzelne Zeitschriften, Dienste und so weiter aufschreiben.

2. Hinterfragen Sie Ihren Informationskonsum

Na, haben Sie einen Schock bekommen, wohin Ihre Stunden fließen? Okay, dann nutzen Sie das als Motivation, um zu begrenzen. Fangen Sie damit an, dass Sie Ihren Informationskonsum hinterfragen. Müssen Sie wirklich alles auf Ihrer Liste lesen, wissen, sammeln? Oder reicht ein punktueller Überblick, reichen einige wenige Informationsquellen, die Sie immer wieder ansteuern? Beweisen Sie Mut zur Lücke, sortieren Sie aus und üben Sie den Verzicht.

Haben Sie Schwierigkeiten damit, auf liebgewordene Fernsehsendungen oder Zeitungen zu verzichten? Dann fragen Sie sich zusätzlich noch, wozu Sie nicht nein sagen können. Schreiben Sie auf:

Ich kann nicht darauf verzichten … Weil ich befürchte, dass ich dann …

So, und nun überlegen Sie ganz nüchtern, wie schlimm wäre das eigentlich, wenn Sie

  • nicht die neuesten Nachrichten kennen
  • Ihr eMail-Postfach mehrere Tage lang nicht kontrollieren
  • sich auf die fünf wichtigsten Fachbücher im Bereich xx beschränken?

Was könnte Ihnen schlimmstenfalls passieren? Wie würden Sie damit umgehen?

Denn der Witz an der Sache ist, dass der Verlust der täglichen Nachrichten und Co. oft weniger gravierend ist, als wir befürchten. Wir müssen nur erst einmal den Mut haben, auf Gewohntes zu verzichten.

3. Entrümpeln Sie, was Sie loswerden wollen

Machen Sie Nägel mit Köppen und trennen Sie sich beherzt von allem, was sich bei Ihrer Prüfung als „verzichtbar“ herausgestellt hat. Entrümpeln Sie Datenträger und Regale, entsorgen Sie alte Magazine, trennen Sie sich von überquellenden eMail-Ordnern, stapeln Sie keine Kataloge, wenn Sie deren Inhalt bequem im Internet nachschlagen können, löschen Sie RSS-Feeds, die Ihnen nicht genug Nutzen bieten.

Sie sehen das Prinzip? Grenzen Sie Ihr Material ein und entsorgen Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Dann kommen Sie auch nicht in Versuchung, es zu lesen.

4. Setzen Sie bei neuen Informationen Prioritäten

Begrenzen und entrümpeln ist gut. Aber noch besser ist es, sich von vornherein nur mit dem einzudecken, was man braucht. Setzen Sie deshalb Prioritäten und fragen Sie sich zum Beispiel:

  • Wo muss oder will ich informiert sein? Wo nicht?
  • Was ist wichtig für mich? Was ist weniger wichtig?
  • Wo fühle ich mich gut informiert? Wo habe ich Lücken?
  • Wie kann ich diese Lücken möglichst effizient schließen?

Alles, was keine besonders hohe Priorität genießt, können und sollten Sie noch einmal überdenken und gegebenenfalls zur Seite lassen.

5. Suchen Sie gezielt nach neuen Informationen

Haben Sie überlegt, was Sie wirklich brauchen und was nicht? Ist Ihnen klar, was Sie wissen wollen und was Sie getrost ignorieren können? Prima. Dann können Sie jetzt gezielt auf die Jagd nach dem Rest gehen.

Gehen Sie bei jeder neuen Information, bei jedem Artikel, bei jeder Zeitschrift immer nach diesem Prinzip vor. Halten Sie sich Ihre Ziele vor Augen:

  • Was will ich wissen? (Zum Beispiel etwas über Webdesign.)
  • Was will ich genau wissen? (Vielleicht die neuesten Flash-Tricks.)
  • Was will ich also nicht wissen? (Die Geschichte der ersten HTML-Standards.)

Machen Sie einen Plan, legen Sie eine kleine Liste an, egal. Hauptsache, Sie suchen sich nicht einen Wolf, bauen wieder Lesestapel auf oder haben plötzlich zehn neue Online-Magazine auf Ihrer morgendlichen Leseliste. Je präziser Ihre Vorstellung von dem ist, was Sie eigentlich wissen wollen, desto weniger Zeit geht fürs Suchen und Lesen drauf.

6. Lesen Sie selektiv

Und noch etwas: Setzen Sie sich ruhig mentale Scheuklappen auf und lesen Sie selektiv. Das heißt, lesen Sie das neue Fachbuch nicht Seite für Seite oder jeden in Frage kommenden Artikel Satz für Satz.

Überfliegen Sie den Text und halten Sie nur bei den Stellen an, die Sie wirklich interessieren. Dafür sind Ihre Leseziele da. Wenn Sie diese sauber herausgearbeitet haben, sparen Sie gerade bei der täglichen Arbeit und Recherche viel Zeit.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn Sie Buch oder Text von vorn bis hinten genießen wollen. Dann nur zu.

7. Setzen Sie sich Grenzen

Und zum Schluss noch einmal: Beweisen Sie Mut zur Lücke. Wenn Sie nicht umsonst Ihren Informationskonsum hinterfragt und entrümpelt haben wollen, dann fallen Sie jetzt nicht ins alte Laster zurück und suchen oder horten wie wild von Neuem.

Machen Sie einen Schnitt. Verfallen Sie nicht der Verlockung, immer noch mehr Artikel über, sagen wir, interessante Flash-Tricks zu suchen. Die gibt es mit Sicherheit. Aber, wie effizient ist das? Der Grat ist schmal zwischen einer sauberen Informationssuche und einem unkontrollierten Informationshunger.

Informationsjunkies sind ständig auf der Suche nach dem letzten Kick, der ultimativen Antwort. Sie haben Angst, dass ihnen etwas entgeht, wollen glänzen mit dem, was sie wissen und wissen doch nie genug. Die letzte Grenze ist einfach nicht zu erreichen und bevor Sie auf dem Weg dorthin zugrunde gehen:

  • Hören Sie rechtzeitig auf.
  • Begnügen Sie sich mit dem, was Sie wissen.
  • Stehen Sie zu Ihrem Nichtwissen. Sie sind auch nur ein Mensch.

Haben Sie keine Angst vor der Infoflut. Lernen Sie schwimmen. ™

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Teamkonflikte erfolgreich lösen

Kein Team arbeitet immer harmonisch zusammen. Konflikte gehören zum (Arbeits-)Leben einfach dazu. Das ist für Sie als Chef und Leiter eines Teams aber kein Grund zu verzweifeln. Denn Konflikte sind auch eine Chance – wenn man konstruktiv mit ihnen umzugehen und sie zu lösen versteht. Ein paar Anhaltspunkte, wie Sie Konflikte in Ihrem Team lösen, bekommen Sie hier.

Kein Team arbeitet immer harmonisch zusammen. Zu Beginn muss es sich zusammenraufen und auch später kann jede Veränderung zu einem Prüfstein werden. Vielleicht bleibt es bei einigen Reibereien, vielleicht wachsen sie sich auch zu einem handfesten Konflikt aus.

Doch so unbeliebt und kräftezehrend Konflikte sind, sie sind auch eine Chance. Konflikte können Meinungsverschiedenheiten klären, Probleme lösen oder die Luft wie ein Gewitter reinigen. Kurz, sie setzen jede Menge Entwicklungspotenzial frei. Harmonie um jeden Preis kann das nicht.

Es gibt allerdings eine Kleinigkeit zu beachten: Sie als Chef und Leiter eines Teams sollten wissen, wie Sie im Fall des Falles mit Konflikten in Ihrem Team umgehen können. Denn Konflikte lösen sich nicht von allein. Und Konflikte sind Chefsache. Ein paar Anhaltspunkte zur Konfliktlösung bekommen Sie hier.

Konflikte lösen sich nicht von allein

Eines vorab: Konflikte lösen sich nicht von allein. So verständlich es ist, wenn Sie bei einem Konflikt in Deckung gehen wollen, es hilft nicht. Sobald Sie eine Gewitterwolke am Horizont bemerken, sollten Sie handeln. Bringen Sie die Sache zur Sprache, machen Sie reinen Tisch. Je früher Sie eingreifen, desto größer ist Ihre Chance, den Konflikt friedlich aufzulösen.

Konflikte sind Chefsache

Konzerne können sich professionelle Konfliktlöser zum Beispiel in Form von Mediatoren leisten. Aber im Allgemeinen ist es Ihre Aufgabe als Chef, Konflikte in Ihrem Team zu lösen. Konfliktlösung gehört zum Chefsein dazu. Ihre Mitarbeiter erwarten von Ihnen, dass Sie sich nicht drücken oder alles schönreden, sondern das Team arbeitsfähig halten und ihnen selbst bei Konflikten helfen.

Konflikte wahrnehmen und analysieren

Konflikte sind oft gar nicht als solche zu erkennen, vieles schwelt lange Zeit im Untergrund. Beobachten Sie deshalb genau und versuchen Sie, ein Gefühl für die „Schwingungen“ eines Teams zu bekommen.

Intervenieren Sie auch nicht blind. Wenn es nicht gerade brennt, versuchen Sie zunächst herauszufinden, worum es geht, wer am Konflikt beteiligt ist, ob es schon Versuche zu seiner Lösung gegeben hat, wer oder was alles unter ihm zu leiden hat, was den Konflikt vielleicht verursacht hat. Sammeln Sie Informationen und analysieren Sie, so können Sie besser handeln.

Situationsgerecht handeln

Passen Sie Ihre Strategie Ihren Beobachtungen an. Müssen Sie schnellstmöglich eingreifen oder können Sie schrittweise vorgehen? Sind die Konfliktparteien in der Lage, den Konflikt rational in Gesprächen zu lösen? Oder braucht es eine „Abkühlungsphase“, um die Gemüter zu beruhigen? Sind vielleicht auch zuerst Einzelgespräche mit den Beteiligten angebracht, bevor Sie sich in die große Runde wagen? Ein Patentrezept gibt es nicht, jeder Konflikt ist anders.

Konflikte besprechen

Bevor Sie zur Notbremse greifen und zum Beispiel ein Team auflösen oder einzelne Angehörige daraus entfernen, sollten Sie immer versuchen, einen Konflikt im Gespräch zu lösen. Je nach Situation kann das ein Gespräch mit einem bestimmten Mitarbeiter unter vier Augen sein, mit allen Beteiligten in Einzelgesprächen, mit den Beteiligten in Zweier- oder Gruppengesprächen, oder auch mit dem gesamten Team.

Bereiten Sie dieses Konfliktgespräch sorgfältig vor:

  • Klären Sie die Rahmenbedingungen: Wo wollen Sie das Gespräch führen? Wieviel Zeit planen Sie ein? Gibt es eine Möglichkeit, etwas „inoffizieller“, nebeneinander zu sitzen, statt die Hierarchie durch Ihren Schreibtisch zu betonen? Fallen Ihnen sonst noch Möglichkeiten ein, Druck und Anspannung zu mildern?
  • Bereiten Sie sich inhaltlich vor: Was wollen Sie sagen? Was wollen Sie erreichen? Welche Argumente können Sie bringen? Welche Handlungsmöglichkeiten haben Sie?
  • Stellen Sie sich emotional auf den oder die Gesprächspartner ein: Was wissen Sie über sie? Wie könnten sie reagieren? Wie wollen Sie sie ansprechen?

Und noch ein paar Tipps zur Kommunikation:

  • Sprechen Sie das Thema direkt an. Alles andere verunsichert nur und lässt den Gesprächspartner verängstigt oder gereizt reagieren. Sagen Sie, was Sie beobachtet haben und fragen Sie, was dahinterstecken könnte.
  • Hören Sie in Ruhe zu und geben Sie dem anderen die Chance, seine Sicht der Dinge zu erklären.
  • Weisen Sie keine Schuld zu und werten Sie nicht. Halten Sie sich vor Augen: Es geht um die Sache, nicht um die Person.
  • Bringen Sie deshalb Kritikpunkte möglichst sachlich vor und arbeiten Sie gemeinsam mit dem anderen daran, eine Lösung zu finden.

Nach Lösungen suchen

Ergebnis eines Konfliktgesprächs sollte eine tragfähige Lösung sein. Dass das nicht nach dem Baukastenprinzip oder von oben herab verordnet funktioniert, liegt auf der Hand. Nehmen Sie deshalb den oder die Mitarbeiter in die Pflicht und lassen Sie sie konkrete Lösungsvorschläge machen. Brainstormen Sie je nach Situation auch gemeinsam und bewerten Sie anschließend die Vorschläge. Eine Lösung muss von allen Beteiligten mitgetragen werden können, deshalb werden sich Kompromisse in der Regel nicht vermeiden lassen. Planen Sie bei größeren oder komplexeren Konflikten gegebenenfalls mehrere Gespräche ein, um eine solche gemeinsame Lösung zu finden. Last but not least, klären Sie zum Schluss, wie die Lösung umgesetzt werden soll, vereinbaren Sie dazu klare Ziele.

Erfolge kontrollieren

Mit Zielen allein ist es allerdings nur selten getan, vergessen Sie die „Nachkontrolle“ nicht. Das heißt, behalten Sie die Sache im Auge. Achten Sie darauf, ob alles seinen richtigen Gang geht oder doch noch Korrekturen nötig sind. Bleiben Sie in Kontakt mit den Konfliktpartnern und führen Sie eventuell noch das eine oder andere offizielle Nachgespräch. Ließ sich die Lösung in der Praxis nicht umsetzen, bessern Sie nach.

Zukünftige Konflikte vermeiden

Logisch, keine Konflikte sind immer noch die besten Konflikte. Klare Spielregeln für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team können diese mindern helfen. Also etwa eindeutige, von allen mitgetragene Aufgaben und Ziele, eine gerechte Verteilung von Tätigkeiten und Verantwortung, ein Mitspracherecht bei der Auswahl neuer Teammitglieder, eine offene Informationspolitik, gemeinsame Entscheidungen und mehr.

Vor allem aber, machen Sie sich nicht verrückt. Reibereien und Konflikte kommen in den besten Familien vor. Das ist normal. Behalten Sie die Nerven und versuchen Sie, sie zu lösen. Für besonders schwere Fälle gibt es externe Helfer wie die erwähnten Mediatoren, aber auch Coaches, Supervisoren und Co.. Und bei allem anderen hilft oft schon eine strukturierte Vorgehensweise wie diese Tipps und der gesunde Menschenverstand. In diesem Sinne: Viel Erfolg bei der Lösung Ihrer Teamkonflikte.

(tm)

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Storytelling – Kunden gewinnen mit Geschichten

Leere Marketing-Phrasen, austauschbare Produkte … wen wundert’s, wenn potenzielle Kunden sich damit nicht mehr packen lassen und alle Werbe-Anstrengungen ins Leere laufen. Storytelling kann dann helfen. Wecken Sie die Aufmerksamkeit der Menschen, werden Sie als Anbieter (be-)greifbar und gewinnen Sie das nötige Vertrauen, um leichter von sich und Ihren Produkten zu überzeugen.

Kunden mit Geschichten gewinnen

Apple-Gründer Steve Jobs hat es clever vorgemacht und die Geschichte vom Start seines Unternehmens in der Garage zu einem Kult werden lassen. Hinter dem Erfolg des „Garagen-Mythos“ steckt eine simple Tatsache: Kunden werden oft nicht über Produktdetails oder gar den Preis gewonnen, sondern durch die Geschichten, die sich um Produkt und Hersteller ranken. Geschichten sind Ihre Chance, um

  • die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen und deren Neugier anzuregen („Wie war das mit der Garage? Wie ist es weitergegangen?“)
  • die Menschen davor zu bewahren, das zu tun, was wir bei vielen langweiligen, ermüdenden Vorträgen oder Präsentationen tun: Abzuschalten
  • Bilder im Kopf zu schaffen, die länger im Gedächtnis bleiben und besser behalten werden als nüchterne Fakten
  • die Leute am Unternehmen und seinen Produkten teilhaben zu lassen, ihm ein Gesicht zu geben und eine emotionale Bindung herzustellen
  • das Herz der Menschen zu berühren, sie zu begeistern und (zum Kaufen) zu motivieren.

Greifen Sie zum Storytelling und bieten Sie den Menschen fesselnde Geschichten und einprägsame Informationen. Machen Sie auf sich aufmerksam, werden Sie als Anbieter (be-)greifbar und gewinnen Sie das nötige Vertrauen, um leichter von sich und Ihren Produkten zu überzeugen.

1. Stoff für Geschichten sammeln

Sammeln Sie Geschichten. Halten Sie die Augen und Ohren offen, durchforsten Sie Ihre Erinnerungen, führen Sie ein Geschichten-Tagebuch, lassen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechende Rubriken im Intranet führen oder auf Workshops brainstormen.

Suchen Sie nach Szenen, die ein Schlaglicht auf Sie und Ihr Unternehmen werfen. Gibt es Highlights, die Sie bringen können? Anekdoten, die sich den Menschen einprägen könnten? Was sagen andere über Sie und Ihren Betrieb?

Vergessen Sie auch Ihre Kunden nicht. Gibt es „success stories“ (Erfolgsbeispiele), die Sie erzählen können? Haben Sie Ihren Kunden zum Beispiel bei etwas Wichtigem weiterhelfen können? Dokumentieren Sie alles, holen Sie die Erlaubnis der Kunden für eine Veröffentlichung ein und nutzen Sie das Material als Basis für Geschichten.

Analysieren Sie nicht zuletzt Ihre Zielgruppen und Märkte. Wen wollen Sie ansprechen und wofür gewinnen? Welche Argumente könnten ziehen und in welche Themen ließen sie sich verpacken?

Wichtig: Erzählen Sie wahre Geschichten. Schließlich wollen Sie mit Ihrer Persönlichkeit oder Ihrem ganz eigenen Unternehmens-Stil überzeugen. Ihre Geschichte soll ein Abbild von Ihnen selbst sein. Sie soll Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Produkte, das, wofür Sie stehen, repräsentieren. Wenn Ihre Kunden Ihnen vertrauen, verkaufen sich Ihre Produkte oder Leistungen fast von selbst.

2. Eine Geschichte erzählen

Werden Sie zum Erzähler. Behaupten Sie nicht, dass Sie der Beste in XX sind, sondern zeigen Sie es. Besonders effektiv sind „Entwicklungsgeschichten“ oder Fallstudien, wie die schon erwähnten „Success Stories“.

Fangen Sie mit dem Problem an. Welche Schwierigkeiten gab es zu bewältigen? Erzählen Sie, was der Held (also Sie) tat, um das Problem zu lösen. Bringen Sie auch die Hindernisse. Denn ein Held, der auf der Schnellstraße zum Glück fährt, ist weder besonders interessant, noch lädt er zur Identifikation ein. Und vergessen Sie das Happy End nicht. Schließlich wollen Sie die Leute animieren, in den gleichen Genuss zu kommen wie die Beteiligten in der Geschichte.

Beachten Sie auch die folgenden Punkte:

  • Halten Sie Ihre Geschichte möglichst kurz. Je zugespitzter etwas ist, desto besser bleibt es bei uns hängen. Dampfen Sie Ihre Geschichte auf die wesentlichen Punkte ein. Nehmen Sie das „schlaglichtartig“ von oben ruhig wörtlich und stellen Sie sich einen Scheinwerfer vor. Welche Inhalte wollen Sie in diesen Scheinwerfer packen?
  • Erzählen Sie je nach Zielgruppe, Umfeld und so weiter auch möglichst einfach. Je weniger Zeit jemand Ihren Geschichten zu widmen bereit ist oder je mehr Menschen unterschiedlichen Hintergrundes Sie erreichen wollen, desto leichter sollte Ihre Botschaft zu verstehen sein.
  • Gebrauchen Sie Bilder, Metaphern, Symbole. Erzählen Sie so anschaulich wie möglich und füttern Sie damit das „Kopfkino“ Ihrer potenziellen Kunden.
  • Achten Sie auf eine klare, durchgängige Botschaft und einen roten Faden. Je mehr Nebenschauplätze Sie aufmachen, auf denen die Leute sich verirren können, desto weniger haben Sie von Ihren Geschichten.
  • Bauen Sie einen Spannungsbogen auf wie in der Entwicklungsgeschichte. Je länger Sie es schaffen, die Leute durch eine zunehmende Spannung bei der Stange zu halten, desto besser für Sie und Ihre Produkte.
  • Und logisch, das Happy End gibt Ihren Lesern und Zuhörern das gute Gefühl, bei Ihnen in den richtigen Händen zu sein.

Achtung: Viele von uns tappen beim Erzählen in die Falle, die Perspektive des Lesers zu ignorieren und sich selbst zu beweihräuchern. Aber so legitim diese Ziele auch sein mögen, gehen Sie es nicht ganz so plump an. Niemand investiert seine Zeit in Geschichten, mit denen der andere nur sich selbst feiert.

Achten Sie darauf, dass die Geschichte dem anderen immer etwas zu bieten hat: Einen Lerneffekt, einen hohen Unterhaltungswert, die Möglichkeit, sich mit dem Erzähler (also mit Ihnen) zu identifizieren und von Ihrem Beispiel zu lernen, und anderes mehr.

Wenn Sie skeptisch sein sollten, ob Sie die Perspektive wechseln und genug Distanz aufbringen können, könnte die Hilfe eines neutralen Dritten Sinn machen. Ziehen Sie dann zum Beispiel einen Dienstleister hinzu, von dem Sie Ihre Geschichte in eine lesbare Form bringen lassen. (Video- oder Audio-Lösungen sind natürlich auch möglich).

3. Eine Geschichte unter die Leute bringen

Alles, was Sie dann noch tun müssen, ist, Ihre Geschichte unter die Leute zu bringen. Greifen Sie dazu beherzt in den Baukasten der guten alten Marketing-Methoden, denn der „Träger“ Ihrer Geschichte kann alles mögliche sein.

So können Sie Ihre Geschichten ebenso gut als Produktflyer wie als Gastbeitrag in einem Fachmagazin verbreiten. Sie können Ihr Firmenjubiläum mit einer Festschrift feiern, eine Website betreiben oder ein Weblog führen. Sie können kleine „Give-aways“ (Mitnahme-Artikel) entwickeln oder Computerspiele wie das „Moorhuhn“ verteilen, mit dem sich Millionen PC-Nutzer die Arbeit versüßt haben. (Ich gebe zu, ich war dabei).

Welche Form Ihre Geschichte hat, ist egal. Es geht nur um das Prinzip. Um das Prinzip, Ihre Kunden nicht mit schnöden Werbesprüchen oder nackten Fakten heimzusuchen, sondern sie mit Geschichten zu berühren. Warum nicht zum Beispiel gleich mit den Texten Ihrer Website? ™