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E-Business SEO & Online-Marketing

Onlineshops: 7 Dinge, die deinen Umsatz einbrechen und 7, die ihn steigen lassen

Die Conversion-Rate bezeichnet die Erfolgsquote für Onlineshops. Also den relativen Anteil der Website-Besucher, die Produkte kaufen. Finden sich im Verkaufsprozess Conversion-Killer, also UX-Elemente, die den Kunden abschrecken, wandert die Quote in den Keller. Mit Conversion-Boostern, im Grunde Verkaufstricks, kannst du die Quote hingegen steigern. Nur ein paar Kleinigkeiten können dabei über den wirtschaftlichen Erfolg eines Webshops entscheiden.

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E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing für Einsteiger: Alle Werkzeuge im Überblick

Was ist Online-Marketing genau und wie funktioniert es? Welche Instrumente stehen zur Verfügung und wieso passt nicht jedes Instrument zu jeder Branche oder zu jedem Kampagnenziel? Im folgenden Beitrag will ich dir einen  Überblick verschaffen, auf dessen Basis du dann tiefer in die Materie einsteigen kannst. Also, stelle mer uns mal janz dumm…

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E-Business E-Commerce SEO & Online-Marketing Technik Workflow

Trigger-Mails: So sprichst du potenzielle Kunden passgenau an

Trigger-Mails sind die effektivste Form des E-Mail-Marketings. Sie beziehen sich auf ein bestimmtes Ereignis im Leben eines Kunden und werden dadurch für ihn besonders interessant. Für Unternehmer bedeutet das in messbaren Zahlen ausgedrückt, höhere Öffungsraten, höhere Klickraten, stärkere Kundenbindung und so mehr Einnahmen.

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E-Business SEO & Online-Marketing

Onsite SEO: Effektive Sofortmaßnahmen für jedermann

Websitebetreiber, Webdesigner und manchmal sogar SEO-Profis verpulvern viel Geld mit teurem Linkbuilding und Suchmaschinenwerbung. Sie investieren viel in die Kür, aber vergessen die Pflicht. Dabei sind – vor allem in Nischen – bereits mit ordentlicher Onsite-Arbeit gute Positionen in Suchergebnissen erreichbar. Und wenn es nicht reicht, musst du dank sorgfältiger Onpage-Aufbereitung zumindest weniger Geld für entsprechendes Linkbuilding in die Hand nehmen. Onsite-Optimierung besteht zumindest auch aus „low hanging fruits“ (deutsch: leicht zu erntende Früchte), die sich zu pflücken lohnen.

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Betriebliches E-Business SEO & Online-Marketing

Webdesign-Content: Die Auswahl guter Inhalte ist ein Erfolgsfaktor

„Texte habe ich nicht. Schreiben Sie halt irgendwas“. Zum Leidwesen vieler Webdesigner ertönt solches zu oft aus dem Munde des frisch gebackenen Kunden und es erwächst daraus erst viel Erklärungsarbeit, danach meist Überzeugungsarbeit und zu guter Letzt noch einiges an Organisationstalent. Denn gute Webdesigner wissen: Die Qualität des Contents ist maßgebliches Erfolgskriterium einer Website.

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Inspiration Interviews

Vom Bloggen leben: Tipps von Nischenseiten-Betreiber Daniel Beuing aka Danosch (Interview)

Die Interview-Serie „Vom Bloggen leben“ stellt erfolgreiche Blogger und deren Geschäftsmodelle vor. Sie beschäftigt sich zudem mit der Frage, wieviel diese Blogger verdienen und wie sie es dorthin geschafft haben. Im heutigen Teil heißt der Interviewpartner Daniel Beuing (aka Danosch). Er betreibt das Blog „Eine Million verdienen“, worin er sich das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, diese Summe mit 6 Nullen nur mit Internetprojekten einzuspielen. Im Geschäftsmodell des engagierten Wirtschaftsstudenten steht allerdings nicht das Blog im Zentrum, sondern es dient vor allem der Dokumentation seiner Erfolge und der Informationsbereitstellung für interessierte Leser. Die Haupteinnahmen erzielt er mit vielen kleinen Projekten. Sein Geschäftsmodell unterscheidet sich daher stark von denen unserer bisherigen Interviewpartner.

Screenshot: www.eine-million-verdienen.de, Stand: 2.10.14)
Screenshot: www.eine-million-verdienen.de (Stand: 2.10.14)

Wie viel verdienst du mit deinem/n Blog/s bzw. mit deinen Nischenseiten?

Also, ich sehe das Geschäft bisher noch als Studentenjob. Das heißt, dass die aktuell gut 1000 Euro im Monat sicherlich ein guter Verdienst sind. Natürlich möchte ich in Zukunft meine Seiten und andere Projekte weiter ausbauen, um langfristig wirklich davon leben zu können.

Was sind deine wichtigsten Einnahmequellen? (Affiliate-Werbung, eigene Info-Produkte, Gastbeiträge etc.)

Meine nahezu einzige Einnahmequelle, abgesehen von einigen Adsense-Bannern, ist das Affiliate Marketing. Um mit Gastbeiträgen Geld auf meinem Blog oder meinen Nischenseiten zu verdienen, sind die Zielgruppen meist zu eng abgesteckt oder die Besucherzahlen einfach zu niedrig. Ich lasse mich da natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber die vorrangigen Einnahmen erhalte ich durch die Vermittlung von Produkten.

Wie bist du auf die Idee gekommen, das Bloggen bzw. Nischenseiten zu deinem Beruf zu machen?

Ich habe anfangs nur Nischenseiten gestartet und mit dem eigentlichen Bloggen rund um das Thema „Online-Marketing“ erst später begonnen. Meine Anfänge waren dabei dermaßen unerfolgreich, dass ich mich eigentlich gar nicht mehr mit dem Thema Marketing beschäftigt habe, bis ich dann eines Tages doch die ersten Einnahmen erzielen konnte. Natürlich sind 1000 Euro im Monat nicht sonderlich spektakulär. Bedenkt man allerdings, dass ich in weniger als einem halben Jahr auf diese Summe gekommen bin, versteht man sicherlich, was das Thema Internet-Marketing so spannend macht.

Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du vom Bloggen bzw. Nischenseiten leben konntest? Was waren deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Also, wenn ich von der Firmengründung ausgehe, dann hat es fast 2 Jahre gedauert. In dieser Zeit habe ich allerdings so viel gelernt, dass ich ab einem gewissen Zeitpunkt einen spürbaren Anstieg meiner Einnahmen verzeichnen konnte. Meine Anfänge waren – wie gesagt – so dilettantisch, dass ich den eigentlich Beginn meiner Tätigkeit meistens auf das Ende des Jahres 2013 datiere. Meine Projekte waren und sind zu 90% abhängig von Suchmaschinen und wenn man nicht die entsprechende Geduld mitbringt und gewisse Faktoren überoptimiert, kann es durchaus sein, dass man langfristig keinen einzigen Besucher auf seine Seiten lockt. Allerdings habe ich ständig an meinen Projekten gearbeitet und immer mehr dazu gelernt und neue Sachen ausprobiert. Ich gebe immer gerne zu, dass meistens nur 20 oder 30 Prozent der gestarteten Projekte rentabel werden, daher war bei mir der ausschlaggebende Grund vermutlich auch etwas Glück und vor allem Durchhaltevermögen.

Wie viele Besucher brauchtest du, um vom Bloggen leben zu können? Gibt es eine Kennzahl, die du als Minimum ansehen würdest?

Diese Frage kann ich leider nicht konkret beantworten. Das kommt im Endeffekt immer auf die eigene Präsentation und die beworbenen Produkte an. Wenn ich nur Handyhüllen bewerbe, brauche ich sicherlich mehr kaufwillige Besucher, als wenn ich mich auf Kredite konzentriere.

Screenshot des Nischenseitenprojekts www.32zollfernsehertest.de, Stand: 2.10.14)
Screenshot des Nischenseitenprojekts www.32zollfernsehertest.de (Stand: 2.10.14)

Gab es einen Punkt, an dem du alles hinschmeißen wolltest? Warum und wie bist du darüber hinweg gekommen?

Nachdem mein erstens Projekt gescheitert ist, habe ich mich eigentlich nicht mehr so recht mit dem Thema beschäftigt und eher halbherzig ein zweites Projekt aufgebaut. Dann habe ich mehr oder weniger aus Versehen meine Zahlen bei Amazon geprüft und festgestellt, dass sich da doch etwas tut. Ab dem Zeitpunkt war ich wieder Feuer und Flamme und habe ständig neue Seiten aus dem Boden gestampft.

Geld im Internet zu verdienen wird fälschlicherweise oft mit dem Traum von wenig Arbeit mit viel Ertrag gleichgesetzt. Wie sieht deine Realität aus? Wieviele Arbeitsstunden investierst du pro Woche in dein/e Blog/s und Nischenseiten?

Das kommt immer ganz darauf an (super Antwort, ich weiß). Ich arbeite aber tatsächlich maximal 20 Stunden pro Woche an meinem Blog und meinen Seiten, wobei ich die meiste Zeit eigentlich für meinen Blog aufwende. Die Nischenseiten laufen meist ganz von alleine. Erst kürzlich war ich für einige Zeit im Urlaub und konnte danach feststellen, dass abgesehen von meinem Blog, der vor allem auf regelmäßige Artikel angewiesen ist, sonst alles beim Alten geblieben ist und die Seiten auch wunderbar ohne meine Kontrolle funktioniert haben.

Wie planst du die Entwicklung deines/er Blog/s und Nischenseiten? Schreibst du spontan darauf los oder planst du in Wochen/Monaten/Jahren?

Die Nischenseiten skizziere ich meist vorher grob auf einem Din A4 Blatt. Dann mache ich mir Notizen zu möglichen Themen, suche mir entsprechende Keywords mit guten Suchvolumina heraus und schreibe meine Artikel. Man könnte also sagen, dass dies meist recht spontane Aktionen sind.

Wie stellst du sicher, dass dir nie die Themen ausgehen und woher weißt du, dass Sie dein Publikum auch interessieren?

Neue Themen braucht man in der Regel ja eher bei blogbasierenden Internetseiten. Meine Nischenseiten sehen zwar aus wie Blogs, sind aber eigentlich statische Seiten, an denen ich eher selten arbeite. Ich klopfe vorher meist grob die Themenfelder ab und notiere mir möglichen Unterthemen und arbeite diese dann in der Regel in recht kurzer Zeit ab. Wenn dann etwas Neues in diesem Bereich passiert, beispielsweise ein neues Gerät in dieser Sparte auf den Markt kommt, widme ich mich diesem Thema dann meist in einem Artikel.

Gibt es deiner Meinung nach Kriterien, die ein Blogthema bzw. Nischenseitenthema unbedingt erfüllen sollte, um Geld zu verdienen oder kann man mit jedem Thema als Blogger bzw. mit einer Nischenseite genug Geld zum Leben verdienen? (gemeint sind Suchvolumen, Branche etc.)

Wenn man mit einem Blog Geld verdienen möchte, dann sollte man in der Regel schon vorher prüfen, ob sich mit diesem Thema Geld verdienen lässt und dabei vielleicht einfach mal im Bekanntenkreis fragen, ob der oder diejenige entsprechende Sachen im Internet bestellen würde. Generell kann man sicherlich mit 99% aller Themen auch irgendwie Geld verdienen.

Kann und/oder sollte man ein erfolgreiches Blog bzw. eine Nischenseite am Reisbrett entwerfen? Wenn ja, was ist entscheidend?

Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man einen groben Überblick hat und einige Themen und Features der Seite im Voraus plant. Wenn einem zu einer Nische partout nichts einfallen will, sollte man aber eventuell die Finger davon lassen.

Welche Vorkenntnisse braucht deiner Meinung nach ein erfolgreicher Blogger bzw. Nischenseitenbetreiber?

Im Prinzip keine. Das ist ja das Schöne an der Sache. Ich hatte anfangs auch keine Ahnung davon und habe mir mehr oder weniger alles selber beigebracht und angelesen. Wenn man in einer Nische unterwegs ist, interessiert man sich ja in der Regel auch für das entsprechende Thema und wenn man dann noch einigermaßen gut recherchiert, wird man meist automatisch zu einem Experten auf dem Gebiet. So ging es mir jedenfalls bisher.

Wenn du eine Anleitung für einen Nischenblog bzw. eine Nischenseite zum Geldverdienen schreiben müsstest, welche drei Punkte würden darin in jedem Fall enthalten sein?

Das hört sich ja fast nach der berühmten Frage nach der Lizenz zum Gelddrucken an. Ich denke, dass kann man so konkret nicht beantworten. Jedenfalls fällt mir spontan keine schlüssige Antwort darauf ein. Man sollte sich vielleicht fragen, ob es für die eigene Idee einen Markt gibt und ob man sich damit beschäftigen möchte.

Könntest du jederzeit wieder ein neues Blog bzw. eine neue Nischenseite aufsetzen von dem/r du leben könntest? Wenn ja, was unterscheidet deine Herangehensweise von den vielen Tausend, die scheitern?

Aufsetzen: ja. Davon leben? Keine Ahnung. Also sagen wir es mal so: ich habe definitiv mehr Ideen, als ich Zeit habe. Ich würde mich jetzt auch nicht als so erfolgreich betrachten, dass ich mich hier weit aus dem Fenster lehnen möchte, aber ich bin auch dutzende Male gescheitert. Glücklicherweise kostet eine Internetseite, abgesehen von der Zeit, vielleicht 10 Euro im Jahr. Wenn die Idee nicht funktioniert, sollte man einfach etwas Neues probieren. So mache ich das jedenfalls.

Screenshot des Nischenseitenprojekts www.akku-unterwegs-aufladen.de (Stand: 2.10.14)
Screenshot des Nischenseitenprojekts www.akku-unterwegs-aufladen.de (Stand: 2.10.14)

Welche Tools sind deiner Meinung nach absolute „Must haves“, um mit Websites Geld zu verdienen? Und warum sind diese so wichtig?

Kein einziges. Es gibt zwar einige Tools, die ich häufig und regelmäßig nutze, dabei geht es aber vor allem um die Erleichterung häufiger Arbeitsschritte. So nutze ich beispielsweise fast täglich Market Samurai, aber fast alle Informationen aus dem Tool bekommt man rein theoretisch auch umsonst. Nur dauert dann ein einfacher Arbeitsschritt vielleicht zehn mal so lange.

Gibt es auch Tools, die du für absolut überschätzt hältst? Wenn ja, warum?

Dazu fallen mir eigentlich nur dubiose E-Mail- und Videokurse mit 3- und 4-stelligen Preisen ein. Wenn man nichts weiß, kann man da sicherlich einiges lernen, aber mich haben die Preise bisher immer abgeschreckt.

Was unterscheidet – abgesehen von den Einnahmen – einen Profi-Blogger bzw. Nischenseiten-Starter von einem Hobby-Blogger bzw. Hobby-Seitenbetreiber? Anders gefragt: Welche Eigenschaften braucht man als Profi?

Streng genommen würde ich mich zwar nicht als Profi bezeichnen, aber man sollte sicherlich einen langfristigen Plan, einige redaktionelle und journalistische Grundregeln beachten und vor allem entsprechende Motivation mitbringen.

Gibt es sonst noch etwas, dass du unseren LeserInnen zum Thema mitteilen willst?

Wenn man ernsthaft versuchen möchte, sich langfristig ein passives Einkommen im Internet aufzubauen, sollte man sich nicht von kleinen Rückschlägen unterkriegen lassen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Daher immer schön weiter machen.

Über Danosch aka Daniel Beuing

Daniel Beuing ist ein 24-jähriger Wirtschaftsstudent aus Herne. Als Studierender, der sich früher mit klassischen Nebenjobs sein Studium finanzierte, stieß er schnell an die Grenzen und Möglichkeiten. Geregelte Arbeitszeiten und der klassische Tausch von Zeit gegen Geld machten diese Arbeitsweise unflexibel. Flexibilität erleichtert das Studieren allerdings.

Als er von Nischenseiten und der Möglichkeit von passiven Einkommen im Internet erfuhr, startete er mit einem Freund eine solche Firma. Mittlerweile nimmt Danosch damit mehr als 1.200 Euro pro Monat (Quelle: Einkommensreports auf www.eine-million-verdienen.de, Stand: August 2014) ein. Sein Geschäftsmodell basiert nicht wie bei den anderen vorgestellten Bloggern dieser Interview-Serie hauptsächlich auf einem Blog und ein paar Nebenprojekten, sondern es steht auf vielen kleinen Projekten (sogenannten Nischenseiten), die das Haupteinkommen darstellen, und sein Blog www.eine-million-verdienen.de widmet sich seinen Erfahrungen bei diesen Projekten und dient als Dokumentation seines engagierten Vorhabens. Das Blog steuert allerdings nur einen geringen Teil des Einkommens bei.

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(dpe)

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Inspiration Interviews

Vom Bloggen leben: Tipps von Profi-Blogger Sebastian Canaves (Interview)

Willkommen zum zweiten Interview unserer neuen Serie. Unser heutiger Interviewpartner ist Sebastian Canaves von Off the Path, einem erfolgreichen zweisprachigen Reiseblog. Wir stellten ihm Fragen zum Blogaufbau, zur Strategie und natürlich zu den Einnahmen. Zudem gibt Sebastian Aufschluss darüber wie hart und/oder schön es ist, als Blogger seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Dabei spricht er über Höhen und Tiefen und wie er sich immer wieder mit seiner Vision „Vom Bloggen leben“ motiviert.

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Screenshot: Off the Path (24.09.2014)

Wie viel verdienst du mit deinem/n Blog/s?

Wenn man alle Einnahmequellen, die durch Off The Path zustande kommen, zusammennimmt, verdiene ich monatlich im unteren fünfstelligen Bereich. Das mag viel klingen, ist aber auch mit sehr viel Arbeit verbunden.

Was sind deine wichtigsten Einnahmequellen?

Meine Einnahmen basieren auf vier Säulen: Affiliate-Marketing, Anzeigenschaltung, Sponsoring und Beratung. Letzteres ist ein sehr dankbarer Job, denn als Berater kann ich meine eigenen Learnings und Erfahrungen weitergeben. So macht Geldverdienen Spaß.

Wie bist du auf die Idee gekommen, das Bloggen zu deinem Beruf zu machen?

Ich habe damals als Marketing-Berater in einer Agentur in Bangkok gearbeitet. Als ich dann das Angebot bekam, als Partner in die Agentur einzusteigen, habe ich gemerkt, dass das nicht mein Lebenstraum ist. Ich habe zu der Zeit schon nebenbei ein Hobby-Blog betrieben und gemerkt, dass ich darin mehr Erfüllung finde, als in der Corporate-Welt. Also beschloss ich, meinen Job zu kündigen und ins kalte Wasser zu springen. Ich zog nach Berlin und startete Off The Path mit gerade einmal 5.000 Euro Startkapital, von denen ich auch meine Lebenshaltungskosten bezahlen musste. Ich habe einfach darauf vertraut, dass es funktionieren würde.

Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du vom Bloggen leben konntest? Was waren deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Das hat zirka eineinhalb Jahre gedauert. Neben viel Disziplin, harter Arbeit und meinem guten Netzwerk sehe ich den Erfolg von Off The Path vor allem in der klaren Positionierung. Das war mir von Anfang an sehr wichtig. So konnte ich ganz gezieltes Marketing und SEO betreiben, um Reichweite aufzubauen.

Wie viele Besucher brauchtest du, um vom Bloggen leben zu können? Gibt es eine Kennzahl, die du als Minimum ansehen würdest?

Ich würde sagen, dass 20.000 Unique-Visitors die magische Grenze waren, ab der ich anfing, ernsthaft Geld mit Off The Path zu verdienen.

Gab es einen Punkt, an dem du alles hinschmeißen wolltest? Warum und wie bist du darüber hinweg gekommen?

Über diesen Punkt werde ich wohl nie hinweg kommen. Er kommt immer wieder. Meistens, wenn mir alles zu viel wird. Ich habe gelernt, dann einfach einen Gang zurückzuschalten und mich auf meine Vision zu besinnen. Das hilft enorm! Und dann gibt es da ja noch meine Leser, die mich immer wieder motivieren weiterzumachen.

Geld im Internet zu verdienen wird fälschlicherweise oft mit dem Traum von wenig Arbeit mit viel Ertrag gleichgesetzt. Wie sieht deine Realität aus? Wie viele Arbeitsstunden investierst du pro Woche in dein/e Blog/s?

Geld zu verdienen ist im Internet genauso hart wie in jedem anderen ernsthaften Job. Denn selbst, wenn man es einmal geschafft hat, kann man sich nie darauf ausruhen. Die Netzwelt entwickelt sich im Sekundentakt weiter. Da muss man immer dran bleiben. Beim Bloggen kommt hinzu, dass man stets für die Leser da sein muss. Regelmäßige Beiträge liefern, Fragen beantworten, Twittern, Facebook und Instagram füttern – das kostet alles Zeit. Zusätzlich betreibe ich gemeinsam mit der Reisbloggerin Conni Biesalski von Planet Backpack das Blog Camp (Anm. der Redaktion: alle Links zu genannten Seiten folgen gesammelt am Ende des Beitrags), mit dem wir Einsteigern helfen, professionell bloggen zu lernen. So komme ich insgesamt auf eine 70- bis 80-Stunden-Woche. Aber ich arbeite lieber 80 Stunden die Woche an meinem eigenen Traum als 40 Stunden die Woche für den Traum eines anderen.

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Screenshot: Blog Camp (24.09.2014)

Wie planst du die Entwicklung deines/er Blog/s? Schreibst du spontan darauf los oder planst du in Wochen/Monaten/Jahren?

Da ich Reise-Blogger bin, ergeben sich die Themen oft aus meinen Reisen und natürlich aus den Fragen, die meine Leser beschäftigen. Für sie schreibe ich den Blog schließlich. Man sollte immer einen klaren Themen-Fokus haben und wissen, worüber man schreibt, aber zu viel Planung widerstrebt meiner Meinung nach dem Medium Blog. Das Spontane, Authentische und aus dem Bauch heraus Entstandene ist ja gerade das, was das Bloggen von klassischen Medien unterscheidet und für Leser so interessant ist.

Wie stellst du sicher, dass dir nie die Themen ausgehen und woher weißt du, dass sie dein Publikum auch interessieren?

So lange ich lebe und reise, werden mir die Themen nicht ausgehen. Was meine Leser interessiert, kann ich an den Kommentaren, Likes und letztendlich auch an den Seitenaufrufen erkennen. Manchmal binde ich sie auch aktiv ein und frage, wo ich hinreisen soll.

Gibt es deiner Meinung nach Kriterien, die ein Blogthema unbedingt erfüllen sollte, um Geld zu verdienen oder kann man mit jedem Thema als Blogger genug Geld zum Leben verdienen? (gemeint sind Suchvolumen, Branche etc.)

Auch wenn man sagt, dass das Internet ein Nischenmarkt ist, sollte die Nische natürlich nicht zu klein sein, damit man genug Leser findet, um den Blog zu monetarisieren. Wenn ich nur über Reisen nach Salzburg schreiben würde, wäre das eventuell schwierig. Und klar gibt es Zielgruppen die nicht besonders kaufwillig oder sogar konsumkritisch sind. Ich stelle es mir zum Beispiel schwierig vor, einen deutschsprachigen Blog für Frutarier (Menschen, die nur Früchte essen) zu monetarisieren, weil die Zielgruppe sehr klein und zugleich konsumkritisch ist. Allerdings gilt auch hier: Man sollte niemals nie sagen. Mit einem speziellen Nahrungsergänzungsmittel für Frutarier könnte auch das klappen.

Kann und/oder sollte man ein erfolgreiches Blog am Reisbrett entwerfen? Wenn ja, was ist entscheidend?

Wer einen professionellen Blog starten möchte, muss von Beginn an viele Dinge berücksichtigen. Genau deshalb haben Conni und ich das Blog Camp ins Leben gerufen. In dem Online-Kurs erklären wir Schritt für Schritt alle wichtigen Basics, die zu einem erfolgreichen Blog gehören. Angefangen von der Auswahl der Domain bis hin zum Branding, Schreibtipps und SEO-Hilfe. Erfolgreiche Absolventen unseres Online-Camps sind zum Beispiel Carina Herrmann von Pinkcompass, die inzwischen von ihren Einnahmen leben kann und Felicia „Feli“ Hargarten von Travelicia, die nach kurzer Zeit bereits 20.000 unique Besucher pro Monat auf ihrem Blog verzeichnet. Wir haben den Kurs gerade neu aufgelegt und ihn mit noch mehr Tipps angereichert.

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Screenshot: Pinkcompass.de (24.09.2014)

Welche Vorkenntnisse braucht deiner Meinung nach ein erfolgreicher Blogger?

Zunächst sollte man natürlich für ein Thema brennen. Nur dann macht es langfristig Spaß, darüber zu schreiben. Dann hilft es, wenn man sich im Internet zu Hause fühlt und keine Scheu vor WordPress, SEO und Co. hat. Ein weiteres Plus ist Spaß an Kommunikation. Das heißt nicht, dass man Journalist oder PR-Profi sein muss, aber dass man dazu bereit sein sollte, sein Leben im Internet zu teilen und in Kontakt mit der Community zu treten.

Wenn du eine Anleitung für ein Nischenblog zum Geldverdienen schreiben müsstest, welche drei Punkte würden darin in jedem Fall enthalten sein?

Die habe ich doch mit dem Blog Camp Online-Kurs längst geschrieben! Die wichtigsten Punkte sind eine klare Positionierung, das richtige Branding und davon ausgehend die richtigen Maßnahmen zum Reichweitenaufbau.

Könntest du jederzeit wieder ein neues Blog aufsetzen, von dem du leben könntest? Wenn ja, was unterscheidet deine Herangehensweise von den vielen Tausend, die scheitern?

Klar könnte ich das, aber ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich mit Off The Path nicht mehr ganz am Anfang stehe, sondern schon ernten kann, was ich gesät habe. Was mich unterscheidet? Ich arbeite hart und für mich gibt es keine Probleme, die nicht lösbar sind. Inzwischen bin ich Profi in allen Bereichen des Bloggens, egal ob es um Content, Vermarktung oder Technik geht. Und um das zu beweisen, starte ich im November mit TravelWorkLive.de noch einmal durch!

Was unterscheidet – abgesehen von den Einnahmen – einen Profi-Blogger von einem Hobby-Blogger? Anders gefragt: Welche Eigenschaften braucht man als Profi-Blogger?

Ich denke, der größte Unterschied ist die Zeit, die man investiert. Ein Profi lebt seinen Blog – Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen dem „echten“ Leben und dem digitalen Abbild. Professionell zu sein bedeutet natürlich auch, sich Partnern gegenüber entsprechend zu verhalten. Das heißt, dass ein Profi-Blogger verlässlich Kampagnen umsetzt, sich an Deadlines hält, ein richtiges Mediakit hat, sich mit Bildrechten auskennt und diese auf dem Blog entsprechend angibt usw.

Gibt es sonst noch etwas, dass du unseren LeserInnen zum Thema mitteilen willst?

Wenn du mit deinem Blog erfolgreich sein willst, brauchst du drei Dinge: Disziplin, eine Vision und den Glauben an dich selbst. Wenn du hart für deinen Traum arbeitest, wird er in Erfüllung gehen.

Über Sebastian Canaves

Sebastian ist der Kopf hinter Off the Path, einem zweisprachigen Blog für Abenteuerreisen abseits der ausgetretenen Pfade. Wenn er nicht gerade bloggt, bereist er für seine Leser die Welt.

Er studierte in den Niederlanden und Bulgarien und hat in Bangkok und Australien als Marketing-Berater gearbeitet. Eines Tages entschloss er sich, seinen Traum vom Zuhause sein auf der ganzen Welt wahr zu machen. Heute lebt er von seinem zweisprachigen Reiseblog, betreibt mehrere Online-Businesses und berät Unternehmen zum Thema Blogger-Relations. Sein Wissen über alles, was ihn so beschäftigt, gibt er gerne auch als Speaker weiter, unter anderem bei den TEDx Talks:

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(dpe)

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Interview mit Peer Wandiger: Wie baue ich ein Blog, von dem ich leben kann?

Dieses Interview markiert den Start einer neuen Serie hier auf Dr. Web. Das Thema der Serie lautet: „Wie baue ich ein Blog, von dem ich leben kann?“. Dafür interviewen wir erfolgreiche Blogger aus dem deutschsprachigen Raum und fragen diese nach ihren Erfolgrezepten, Tipps und Tricks und mehr. Auch dem hierzulande oft totgeschwiegenen Thema nach realistischen Einnahmen wollen wir auf den Grund gehen. Die Serie startet mit Peer Wandiger. Er betreibt www.selbstaendig-im-netz.de (kurz SiN) und ist damit einer der erfolgreichsten Blogger Deutschlands.

Screenshot: Selbständig im Netz
Screenshot des SiN-Blogs.

Wie viel verdienst du mit deinem/n Blog/s?

Über die genauen Blog-Einkünfte gebe ich aus verschiedenen Gründen keine Auskunft mehr. Aber es ist mittlerweile mehr als genug zum Leben. Zudem will ich in absehbarer Zeit einen Mitarbeiter einstellen und habe nun seit kurzem auch einen regelmäßigen Mitautoren, den ich für seine Artikel bezahle. Es hat sich also gut entwickelt und ich sehe noch weiteres Potential nach oben.

Ohne ein genaues Einkommen zu nennen: Welche Aussage trifft am ehesten zu?

a. Es ist zuviel zum Sterben, aber zuwenig, um zu leben.
b. Ich komme als Alleinlebende/r ganz gut durch, denn ich bin bescheiden und brauche nicht viel.
c. Ich verdiene ähnlich wie der durchschnittliche Angestellte in Deutschland.
d. Ich kann davon alleine eine ganze Familie durchfüttern und es bleibt noch etwas übrig.
e. Ich bin stinkreich.

Am ehesten wohl was zwischen c) und d), wobei sicher auch Angestellte unterschiedlich verdienen. Aber es bleibt schon etwas übrig, was ich dann wieder investieren oder zurücklegen kann. Am Anfang der Selbständigkeit war es a) und nach einer Weile b). Das war nicht einfach, aber umso mehr weiß ich nun zu schätzen, dass es sich so gut entwickelt hat.

Was sind deine wichtigsten Einnahmequellen? (Affiliate-Werbung, eigene Info-Produkte, Gastbeiträge etc.)

Meine Blog-Einnahmen setzen sich aus 3 wichtigen Säulen zusammen:

  • Sehr stabile Einnahmen habe ich durch Werbebanner, die ich direkt an Firmen vermiete. Diese sind seit Jahren sehr gut ausgelastet und immer mal wieder erhöhe ich die Preise, wenn die Besucherzahlen steigen.
  • Das zweite Standbein ist Affiliate Marketing, wobei ich hier viele verschiedene Partnerprogramme nutze.
  • Als drittes Standbein fungiert mittlerweile Google AdSense. Da konnte ich die Einnahmen in den letzten 12 Monaten durch Optimierungen deutlich steigen.
  • In Zukunft sollen eigene Produkte als 4. Standbein hinzukommen.

Screenshot: Werbung auf SiN.
Screenshot: Werbung auf SiN

Wie bist du auf die Idee gekommen, das Bloggen zu deinem Beruf zu machen?

Als ich so ca. 2005 noch angestellt war, bin ich bereits auf verschiedene englischsprachige Blogs aufmerksam geworden, die mit fachlichen und professionellen Inhalten Geld verdient haben. Es war einfach was anderes als die bisher bekannten persönlichen Online-Tagebücher. Als ich mich dann selbständig gemacht hatte, wollte ich zusätzlich zu den Kunden-Projekten was eigenes ausprobieren und da kam ich dann zurück auf die Blog-Idee. Und da ich wenig Freizeit zu dieser Zeit hatte, bot sich das Thema „Meine Selbständigkeit als Webdesigner“ an, da ich mich damit ja sowieso den ganzen Tag beschäftigte. So entstand „Selbständig im Netz“. Aber zu Anfang war es nur Hobby, Testfeld und kleines Nebenstandbein. Mit der Zeit stiegen die Besucherzahlen und ich konnte steigende Einnahmen verbuchen. Ich weiß noch, wie ich damals eine Provision über 250 Dollar erhalten habe. Das war so etwas wie ein Wendepunkt. Es wurde mir bewusst, dass man mit eigenen Sites richtig gutes Geld verdienen kann und so investierte ich dann noch mehr Zeit in meinen Blog.

Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du vom Bloggen leben konntest? Was waren deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Das hat schon recht lange gedauert. Nach rund 2 Jahren kam ich das erste mal über 1.000 Euro im Monat. Und so richtig leben konnte ich nach ca. 3 Jahren von meinen Blog. Ich denke, dass das auch schneller gehen kann, da ich zu Beginn viel lernen musste und nur nebenbei den Blog betreut habe. Investiert man von Anfang an viel Zeit, dann kann es schneller gehen. Dennoch passiert das natürlich nicht über Nacht, das sollte einem bewusst sein. Zudem hatte ich Glück mit der Themenwahl, da sich das Thema „Selbständigkeit“ gut monetarisieren lässt. Bei anderen Themen braucht man teilweise schon deutlich mehr Besucher, um ähnliche Einnahmen zu generieren. Man braucht auf jeden Fall einen langen Atem.

Wie viele Besucher brauchtest du, um vom Bloggen leben zu können? Gibt es eine Kennzahl, die du als Minimum ansehen würdest?

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Wie schon gesagt, hängt das sehr vom Thema ab. Zudem definiert jeder das „Vom Bloggen leben können“ auch anders. Deshalb ist eine konkrete Aussage hier nicht möglich. Als dritter Faktor kommt hinzu, wie gut man die Monetarisierung angeht. Wer nur auf AdSense setzt braucht viele Besucher. Wer hochwertige und teure eigene Produkte an genau die richtige Zielgruppe verkauft, braucht vielleicht nur ein paar Tausend Besucher im Monat, um davon leben zu können. Eine Pauschalantwort gibt es hier also leider nicht. Bei meinem Blog habe ich ab rund 100.000 Visits im Monat genug zum Leben verdient.

Gab es einen Punkt, an dem du alles hinschmeißen wolltest? Warum und wie bist du darüber hinweg gekommen?

Es gab sicher Momente, wo ich überlegt habe, ob der Aufwand und der Ärger sich lohnt. So zum Beispiel in der ersten Zeit, als ich noch so gut wie nichts verdient und kaum Besucher hatte. Aber auch später, wenn es mal negative Erlebnisse, wie z.B. eine Abmahnung oder sehr unfreundliche Anrufe, gab. Aber unter dem Strich war ich dennoch immer so stark motiviert, sodass ich weitergemacht habe. Das liegt unter anderem natürlich auch am Spaß. Ich hatte schon immer Spaß am Schreiben und den konnte mir bisher keiner nehmen. Zudem ist es natürlich so, wenn man vom Bloggen lebt, kann man auch nicht so einfach aufhören. Und wenn ich jetzt auf mehr als 7 Jahre Bloggen zurückblicke, wirft man so etwas ja auch nicht einfach weg.

Geld im Internet zu verdienen wird fälschlicher Weise oft mit dem Traum von wenig Arbeit mit viel Ertrag gleichgesetzt. Wie sieht deine Realität aus? Wie viele Arbeitsstunden investierst du pro Woche in dein/e Blog/s?

Das ist mittlerweile mein Vollzeit-Job und je nachdem, welche besonderen Projekte ich umsetzen möchte, kommen einige Überstunden hinzu. Gerade zu Beginn waren die Überstunden aber auch notwendig, um überhaupt erfolgreich zu werden. Heute sind sie eher freiwillig, weil ich eine neue Seite, eine neue Aktion oder ein neues Layout umsetzen will. Keinesfalls ist es bei mir so, dass ich früh auf mein Bank-Konto blicke, mich freue und mich dann wieder hinlege. :-) Online erfolgreich zu werden ist mit viel Arbeit, Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen verbunden. Alle, die auf viel Geld für wenig Arbeit hoffen, werden leider enttäuscht werden. Wenn man sich aber erstmal was eigenes aufgebaut hat, dann kann man davon natürlich langfristig profitieren. Und dann hat man auch wieder mehr Freizeit und auch die Möglichkeit mehr als ein Angestellter zu verdienen.

Wie planst du die Entwicklung deines/er Blog/s? Schreibst du spontan darauf los oder planst du in Wochen/Monaten/Jahren?

Ich plane grob ein Jahr voraus, wobei das dann nur wirklich große Aktionen und Events betrifft. So z.B. die Nischenseiten-Challenge, die ja 3 Monate gedauert und auch einen gewissen Vorlauf benötigt hat. Die konkreten Artikel plane ich wöchentlich voraus, indem ich Montags einen Wochenplan aufstelle. Natürlich ergeben sich da auch schon immer wieder mal Inhalte für die Folgewochen (z.B. bei Artikelserien), aber viel weiter voraus plane ich bei den normalen Inhalten nicht.

Wie stellst du sicher, dass dir nie die Themen ausgehen und woher weißt du, was dein Publikum auch interessiert?

Zu Anfang habe ich mir tatsächlich Sorgen gemacht, dass mir mal die Ideen ausgehen könnten. Das kennt sicher jeder Blog-Einsteiger. Doch mit der Zeit habe ich mir angewöhnt alle Ideen für neue Artikel als Entwürfe in WordPress festzuhalten. Mittlerweile habe ich da hunderte solcher Ideen gesammelt, sodass ich eigentlich eher das Problem habe, dass ich nicht alles schaffe zu schreiben. Hinzu kommen dann noch aktuelle Themen, die ich aufgreife, Reviews, Interviews etc.. Sorgen um ausgehende Themen habe ich also nicht. Was das eigene Publikum interessiert, findet man mit der Zeit natürlich heraus, aber dennoch gibt es immer wieder Überraschungen. Manche Artikel, von denen ich dachte, die müssten einschlagen, liefen eher durchschnittlich. Andere Artikel entwickelten sich dagegen überraschend zum Leser-Magnet. Das ist also nur bedingt planbar.

Ich versuche einfach Artikel zu schreiben, die für die Leser Mehrwert bieten und die es in dieser Form nicht schon überall gibt. Deshalb finden sich bei mir eigentlich nie reine News-Artikel. Und ich schreibe natürlich vor allem über Themen, die mich selbst interessieren und mir Spaß machen. Sonst könnte ich das nicht seit mehr als 7 Jahren fast täglich machen.

Gibt es deiner Meinung nach Kriterien, die ein Blogthema unbedingt erfüllen sollte, um Geld zu verdienen oder kann man mit jedem Thema als Blogger genug Geld zum Leben verdienen? (gemeint sind Suchvolumen, Branche etc.)

Symbolbild Planung

Es gibt schon große Unterschiede bei den Themen, was Suchvolumen und vor allem das Geld verdienen angeht. Wer wirklich Geld mit seinem Blog verdienen will, sollte deshalb schon beim Start des Blogs neben Spaß und Interesse an dem Thema auch auf das Suchvolumen, die Konkurrenz und das finanzielle Potential achten. Das finanzielle Potential kann man recht einfach in Google AdWords herausfinden, in dem man sich dort die voraussichtlichen Klickpreise für die Keywords anschaut. Je höher diese sind, umso mehr wird man auch mit AdSense verdienen und umso mehr Werbekunden scheint es insgesamt zu geben. Übrigens findet man in diesem Google AdWords Keyword Planer auch das Suchvolumen für einzelne Suchbegriffe heraus. Wenn nach einem Thema pro Monat nur 100 Leute suchen, dann ist das in der Regel viel zu wenig.

Und die Konkurrenz kann man sich entweder direkt in den Google Suchergebnissen anschauen oder mit einem Tool wie Market Samurai analysieren. Das ist wichtig, weil es bei sehr starker Konkurrenz natürlich viel schwerer ist, auf die erste Google-Seite zu kommen, geschweige denn nach ganz oben. Aber man muss schon recht weit nach vorn kommen, sonst nützt auch das größte Suchvolumen nicht viel. Die meisten Google-Nutzer gehen nicht auf die zweite Seite der Suchergebnisse. Man sollte also eine gute Kombination aus hohem Suchvolumen, finanziellem Potential, niedriger Konkurrenz und Spaß am Thema finden.

Kann und/oder sollte man ein erfolgreiches Blog am Reißbrett entwerfen? Wenn ja, was ist entscheidend?

Will man ein Blog als Business betreiben, dann sollte man diesen auch so behandeln. Natürlich spielt Spaß, Leidenschaft und Persönlichkeit bei einem Blog eine wichtige Rolle. Aber man sollte sich eben auch die Business-Faktoren anschauen. Am Reißbrett einen Blog planen ist vielleicht übertrieben, wer aber gar nicht auf die Business-Aspekte achtet, braucht sich später nicht zu wundern, wenn der Blog nur wenig Geld bringt. Aber auch bei aller Planung gibt es natürlich keine Garantie auf Erfolg, egal was einem manche „Experten“ auch versprechen. Bei so gut wie allen erfolgreichen Bloggern gab es schon vorher Versuche mit anderen Blogs, die nicht so gut liefen. Bei mir war das auch so.

Welche Vorkenntnisse braucht deiner Meinung nach ein erfolgreicher Blogger?

Das meiste kann man sich mit der Zeit selbst beibringen, was z.B. SEO, Technik, Vermarktung etc. angeht. Allerdings sollte man Spaß am Schreiben mitbringen und eine gewisse Allgemeinbildung. Zudem sollte man sich in dem Thema, welches man behandeln will, halbwegs auskennen. Man muss kein absoluter Experte sein, aber man sollte zumindest mehr wissen als die eigenen Leser. Ebenfalls hilfreich ist es, wenn man sich im Netz an sich gut auskennt und Erfahrungen hat. Ich bekomme leider immer wieder Anfragen von Leuten, die einen Blog starten wollen, aber bisher gar nicht das Internet genutzt haben und es auch nicht wollen. Das wird nicht funktionieren. Ansonsten lernt man aber viel beim „Machen“. Und selbst wenn der erste Blog kein Erfolg wird, so hat man eine Menge gelernt, was man in den nächsten Anlauf einbringen kann.

Wenn du eine Anleitung für ein Nischenblog zum Geldverdienen schreiben müsstest, welche drei Punkte würden darin in jedem Fall enthalten sein?

Solche Anleitungen habe ich ja schon geschrieben. :-) Enthalten sein muss dabei auf jeden Fall:

  1. Planung des Blogs
    – Thema, Idee, Zielgruppe, Vision, Konkurrenz, Einzigartigkeit
  2. Vermarktung & Optimierung
    – wie man mehr Besucher bekommt und wie man die Einnahmequellen optimiert, um damit wirklich gutes Geld zu verdienen
  3. Durchhaltevermögen
    – wie man dauerhaft dran bleibt, und nicht nach kurzer Zeit aufgibt.

Könntest du jederzeit wieder ein neues Blog aufsetzen von dem du leben könntest? Wenn ja, was unterscheidet deine Herangehensweise von den vielen Tausenden, die scheitern?

Es ist wie gesagt nicht so einfach einen Blog zu starten, der richtig erfolgreich wird. Das braucht Zeit, Durchhaltevermögen und man braucht auch ein wenig Glück. Zudem ist es bei mir so, dass ich mittlerweile völlig ausgelastet bin und einfach keine Zeit für einen weiteren Blog hätte, auch wenn mir da immer wieder Ideen kommen. Aber natürlich habe ich schon eine Menge Erfahrungen in den letzten Jahren sammeln können, die mir heute helfen. Das versuche ich ja unter anderem in meinen Blogs weiterzugeben.

Was unterscheidet – abgesehen von den Einnahmen – einen Profi-Blogger von einem Hobby-Blogger? Anders gefragt: Welche Eigenschaften braucht man als Profi-Blogger?

Für den Profi-Blogger ist es nicht nur Spaß. Dieser gehört meiner Meinung nach auch dazu, um langfristig einen Profi-Blog zu führen, aber er reicht nicht. Es gibt einfach Tage oder Wochen, wo man nicht so motiviert ist. Ein Hobby-Blogger veröffentlicht dann einfach mal nichts, aber ein Profi-Blogger kann sich das kaum leisten. Ich höre immer wieder von Bloggern, dass sie auf die Inspiration warten oder „in der richtigen Stimmung“ sein müssen zum Schreiben. Das ist für einen Profi-Blogger aber zu wenig. Es ist eben zu einem gewissen Teil Arbeit und so muss man dann auch herangehen. Zudem muss man sich als Profi-Blogger neben dem Schreiben von Artikeln noch um vieles andere kümmern. So z.B. um die Vermarktung, SEO, Technik, rechtliche Anforderungen und vieles mehr. Und um es noch einmal zu wiederholen: Durchhaltevermögen und Lernbereitschaft sind sehr wichtig.

Gibt es sonst noch etwas, dass du unseren LeserInnen zum Thema mitteilen willst?

Bloggen ist sicher nicht für jeden etwas, aber das muss es auch nicht sein. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten der Selbständigkeit im Netz, so dass man erstmal für sich herausfinden sollte, was einem am besten liegt und womit man sich wohlfühlt.

Über Peer Wandiger

Peer Wandiger erreicht mit dem Selbständig-im-Netz-Blog (kurz SiN) mehr als 159.000 LeserInnen pro Monat und verzeichnet im gleichen Zeitraum mehr als 276.368 Seitenaufrufe (Quelle: Ihre Werbung auf Selbständig im Netz, 15.09.2014). Zudem führt er weitere Blogs und betreibt erfolgreich mehrere Nischenseiten, die ebenfalls finanziell erfolgreich sind. Damit ist Peer Wandiger einer der bekanntesten und erfolgreichsten Blogger im deutschsprachigen Raum.

Das Herzstück seiner Blogarbeit ist jedoch das SiN-Blog. Dort schreibt er fast täglich über die Herausforderungen eines Unternehmers, der wichtige Einnahmen aus seinen Online-Aktivitäten erzielen möchte. Mehr als 3.000 Fachbeiträge hat Wandiger in den vergangenen 7 Jahren zu diesem Thema auf seinem Blog verfasst.

(dpe)

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Interview: So gewann SEO-Profi Simon Schmid die Nischenseiten- und die Xovilichter-Challenge

Simon Schmid nach Xovilichter-Sieg

Dr. Web.: Du hast bei der Nischenseitenchallenge von Peer Wandiger (kurz NSC) mit Abstand die meisten Einnahmen erzielt und bei der Xovilichter-SEO-Challenge gewonnen. Bist du derzeit der beste SEO im deutschsprachigen Raum?

Simon Schmid: Das würde ich so nicht sagen. Ich verstehe SEO relativ gut und ich weiß, was ich machen muss, damit man in Google rankt. Es gibt sicher noch andere Leute, die es noch besser können. Die halten sich einfach mehr im Hintergrund. Aber ich glaube, ich bin schon ziemlich gut. Es kommt halt einfach auf die richtige Maßnahmen an, die man setzt. Zur Zeit kann diese jeder nachbauen. Man muss für SEO kein Genie sein – es ist keine „Rocket Science“.

Du nennst deine Link-Methode „Privates Blog Netzwerk“. Bitte erkläre sie kurz in den Grundzügen:

Die Methode ist eigentlich ganz einfach. Du suchst dir Webseiten, die gute Links haben. Diese versuchst du dann zu kaufen, sodass sie in deinem Besitz sind. Wenn sie dir gehören, kannst du deinen eigenen Content draufstellen und von dieser guten Seite auf deine Money-Website verlinken. Dadurch zeigst du Google, dass deine Money-Site gut ist, weil sie viele Links hat. Die Methode heißt „Privates Blog Netzwerk“, weil es ein Seitennetzwerk ist, das dir selbst gehört. Von einem solchen Netzwerk kannst du überall dahin verlinken, wo du Lust hast. Das heißt: Wenn du viele gute Seiten hast, kannst du auch viele Money-Sites ranken. Das ist das Grundprinzip.

Würdest du es als „saubere“ (also White-Hat) Methode einordnen, sie zu klassischen Black-Hat-Methoden dazuzählen oder ist sie irgendwo im Graubereich?

Schlussendlich verstößt ja jeder Linkaufbau gegen die Google-Webmaster-Richtlinien. White-Hat ist es sicher nicht, aber Black-Hat ist es auch nicht. Black-Hat ist für mich „ganz böse“. Ich würde sagen, meine Methode liegt irgendwo dazwischen. Du veröffentlichst damit Content und setzt dann Links. Das machen andere ja auch nicht anders. Die kaufen halt Artikelplätze auf anderen Seiten und verlinken von dort aus. Ein so großer Unterschied besteht darin ja nicht.

In den Kommentaren im Zuge der NSC2014 hattest du nicht nur Bewunderung geerntet, sondern musstest auch viel Kritik einstecken. Der Vorwurf: Deine Methode sei allzu Black-Hat-lastig und könne nur von kurzfristigem Erfolg gekrönt sein. Wie sind deine persönlichen Erfahrungen? Sind diese Erfolge dauerhaft oder sind sie – wie Kritiker meinten – tatsächlich nur kurzfristig und die Seiten fliegen wieder aus dem Index?

Das hält eigentlich genauso lange an wie andere Linkaufbaumethoden. Man muss einfach Acht geben, welche Ankertexte man verwendet. Und du musst darauf aufpassen, dass Google dein Netzwerk nicht erkennt. Das heißt, dass du die Who-Is-Daten versteckst, dass du verschiedene Hoster nimmst – und lauter solche Sachen. Google darf nicht merken, dass es deine Seiten sind. Dann ist es eigentlich nichts Anderes als wenn du Links kaufst und tauscht. Das Wichtigste ist dabei der bereits erwähnte Ankertext. Du darfst nicht versuchen, zu stark deine Money-Keywords einzusetzen und zu schnell zu viele Links aufzubauen. Worauf du auch achten musst, weil Google es immer mehr auffällt, sind Spintexte. Es kann sein, dass der Google-Bot herausfindet, dass die ganzen Links, die in den gespinnten Texten enthalten sind, zusammen gehören. Dann wird dein Privates Blognetzwerk deindexiert und du fliegst mit deiner Zielseite aus dem Ranking hinaus. Das kann dir auch passieren, wenn jemand mit Negativer-SEO deine Seite zuspamt. So ist es mir zum Beispiel bei der Girokonto-Seite passiert (Anm.: Mit der Girokonto-Seite hat Simon an der NSC teilgenommen).

Die Einnahmen von mehr als 3000 Euro während der 13-wöchigen NSC hast du mit der Seite girovip.net erzielt. Nun ist sie unter girovip.com erreichbar. Warum musstest du die Domain wechseln?

girokonto-seite

Das hat zwei Gründe: Einerseits wurde die Domain mit schlechten Links zugespamt und ich dachte, ich mache einfach mit der neuen Domain weiter. Oft funktioniert es, auf diese Art und Weise Ranking-Verschlechterungen durch das Pinguin-Update auszugleichen. Aber in diesem Fall hat es leider nicht ganz gereicht, weil die ganzen Links weitergeleitet wurden (Anm.: Simons Seite steht derzeit unter „bestes girokonto“ aber noch immer auf Platz 2, Stand 14.08.2014). Wenn man sich die referring Domains ansieht, hat die Seite 544 Linkgeber. 20 Prozent haben im Ankertext Girokonto, aber dann gibt es auch solche wie Viagra und sonstige „netten“ Sachen. Da hat sich wohl jemand einen Spaß erlaubt.

Der zweite Grund liegt darin, dass ich selbst Links im PBN verändert habe. Das ist auch ganz schlecht, eigentlich sogar doof. So sieht Google, dass hier jemand bewusst Links setzt. Wenn ein Link natürlich entsteht, dann bleibt er nämlich meistens so wie er gesetzt wurde erhalten. Und ich habe einfach, weil ich mehrere Keywords und Unterseiten noch ranken lassen wollte, Links verändert. Seit dem Panda-4-Update sollte man aber die Finger davon lassen.

Du erklärst, dass Google PBNs nicht erkennen kann. Wieso bist du dir da so sicher?

Hier stellt sich die Frage: Welche Möglichkeiten hat Google ein PBN zu aufzudecken? Sie können auch nur Daten wie die Who-Is-Angaben etc. einsehen. Da muss man einfach aufpassen, dass man keine Footprints hinterlässt. Wenn du im PBN 10 Seiten hast und die alle die gleichen Who-Is-Daten besitzen, ist das auffällig. Genauso ist es, wenn all deine Seiten auf den gleichen IPs sitzen, oder wenn deine 10 Seiten alle nur auf deine Site verlinken und sonst nirgends hin. Da gibt es eine ganze Liste, die man vermeiden und beachten muss. Wenn man das macht, wird es schwierig für Google, weil Google sieht ja schließlich nur das Html-File und der Bot muss ja irgendetwas daraus machen.

In deinen How-to-Videos beschreibst du, wie du Expired-Domains kaufst und ihre Linkpower im PBN für deine Zielseiten nutzt. In deinem Schaubeispiel kommt die Linkpower von einer absolut themenfremden Website. Heißt das, die viel gepriesene Themenrelevanz ist nur Humbug oder gilt es dabei schon etwas zu beachten?

Du musst auf der PBN-Seite einen themenrelevanten Artikel einbauen. Zu deiner Money-Site ist dann Themenrelevanz gegeben. Die Ebene darüber – also woher die PBN-Site ihre Links hat – wird bei Google derzeit noch nicht berücksichtigt. Natürlich machst du dein PBN noch sicherer, wenn du dir Seiten kaufst, deren Content immer in der gleichen Sprache wie der deiner Money-Site war und es um das gleiche Thema ging. Das macht es für Google noch schwieriger PBNs zu entdecken.

Verwendest du deine PBN-Strategie auch für Kunden, die dich als SEO beauftragen?

Ja, diese Methode eignet sich für alle möglichen SEO-Aufträge. Also ich mache im SEO eigentlich nichts Anderes als PBNs aufsetzen. Immer mit einem Text, der schön variiert. Das ist eigentlich das Wichtigste. Solange man es so macht, dass Google das PBN nicht als solches identifiziert, gibt es kein Problem. Ich betreibe diese Strategie jetzt seit ca. einem Jahr und sie funktioniert heute genauso gut wie vor einem Jahr.

Auf deiner Seite bietest du nun Online-Kurse an, um deine PBN-Methode zu erlernen. Wie lange braucht man deiner Einschätzung nach, bis man sie beherrscht?

Das Wichtigste ist, zu lernen, wie man eine solche PBN-Seite beurteilt. Dann kann man die richtige Seite kaufen und nicht eine, die nichts bringt. Wie lange man dafür braucht, um die gesamte Methode zu beherrschen, ist schwierig zu sagen. So wie überall sonst auch, lernt man ständig dazu. Aber die Grundzüge hat man sicher schnell verstanden. Vielleicht nach einem Monat oder sogar schon früher. Man kann ja alles gleich ausprobieren. Das ist beim SEO auch das Wichtigste – einfach ausprobieren und selber testen.

Braucht man Online-Marketing-Vorkenntnisse für deinen Kurs oder können die Methode auch absolute Neulinge leicht erlernen?

Gewisse Grundkenntnisse sollte man schon haben. Vielleicht mache ich in Zukunft auch einmal einen Kurs für absolute Neueinsteiger, aber dieser ist nicht für Anfänger konzipiert. Wie man eine WordPress-Seite aufsetzt und erste SEO-Kenntnisse (z. B.: Was ist ein Backlink?) sollte man schon mitbringen. Denn in dem Kurs lernt man einfach nur, wie man ein PBN aufbaut.

Du hast ein kostenloses E-Book mit dem reißerischen Titel „Garantierte Top 10 Rankings“ veröffentlicht. Bei der NSC hast du dir eine Nische im Finanzsektor ausgesucht. Normalerweise läuft es Online-Marketern dabei wegen der starken Konkurrenzsituation kalt den Rücken hinunter. Du bist mit rund 600 Euro Budget bei relevanten Suchbegriffen auf Platz 1 gelandet. Sind mit diesem kleinen Budget tatsächlich Top 10 Rankings bei allen Suchbegriffen möglich oder gibt es auch Nischen, vor denen du zurückschreckst?

Der Preis hängt ganz stark von der Nische ab. Mit 600 Euro wäre eine top Position für die Keyword-Phrase „kredit“ oder „kredit vergleich“ nicht möglich gewesen. Ich musste für die Challenge das Keyword schon sehr genau auswählen. Wenn man natürlich mehr Geld hat, kann man auch andere Nischen anvisieren. Aber bei der Challenge ging es ja darum, zu zeigen, dass es auch mit weniger Budget möglich ist. Zudem kann man ja klein anfangen und ein bisschen warten, bis die Seite Geld abwirft. Mit diesem Geld kann man dann wieder neue Seiten für sein PBN kaufen und schwierigere Keywords anvisieren. Eine PBN-Seite kann man ja mehrmals verwenden.

Facts über Simon Schmid und seinen SEO-Kurs

Simon Schmid betreibt das RankBoost-Blog (Link im Anhang) und erregte in der deutschen SEO-Szene bei der Nischenseitenchallenge 2014 von Peer Wandiger und bei der SEO-Challenge namens Xovilichter mit seinen Erfolgen große Aufmerksamkeit. Bei der NSC nahm er in 13 Wochen mehr als 3000 Euro und war damit mit Abstand der erfolgreichste Teilnehmer. Bei der Xovilichter-Challenge erlangte seine Seite die beste Platzierung unter dem vorgegebenen Keyword.

Seit der erfolgreichen NSC-Teilnahme bietet Simon sein SEO-Wissen in Form eines Kurses (27 bzw. 47 Euro pro Monat) an. Darin enthalten: 1. Ein SEO-Forum (zum Austausch mit anderen Teilnehmern), 2. Webinare (Erklärungen und Fragen zur PBN-Methode), 3. QA-Webinare (einzelne Stunden sind nur den Fragen der Teilnehmer gewidmet). Das Seminar richtet sich nicht an absolute Internet-Neulinge, sondern an Website-Betreiber, die im Thema SEO und PBN-Netzwerke dazulernen wollen.

Nützliche Links zum Beitrag:

RankBoost.de – Der SEO-Blog von Simon Schmid

Artikel: So baust du dir dein eigenes privates Blog Netzwerk

Simons Wochenreports zur Nischenseitenchallenge 2014

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E-Business SEO & Online-Marketing

SEO Rulez: Erkenntnisse aus der Nischenseitenchallenge 2014

Neue Website, rund drei Monate Zeit, maximaler Profit – das umreißt die Nischenseitenchallenge 2014. Mehr als 100 Online-Marketer und solche, die es werden woll(t)en, stürzten sich am 3. März in diesen Wettkampf. Die meisten scheiterten, doch einige verdienten Geld. Es waren vor allem die SEO-Profis. Und die verrieten, wie sie es gemacht hatten. Die erfolgreichen How-to-Strategien werden hier analysiert.

Symbolbild: SEO-Erkenntnisse

Was war die Nischenseitenchallenge 2014? Und was ist eine Nischenseite?

Die Nischenseitenchallenge (kurz NSC) war ein Online-Marketing-Wettkampf, bei dem es darum ging, eine neue Website aufzubauen und daraus möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Eine Nischenwebsite definierte sich dabei als eine Internetseite, die auf ein Nischenthema ausgerichtet ist und (meist als Affiliate-Seite) möglichst viel passives Einkommen generieren soll.

Das heißt: In dieser Art von Seiten steckt am Anfang viel Arbeit (Keywordrecherche, Architektur, Content-Erstellung, Aufsetzen, SEO, Monetarisierungsmaßnahmen etc.) und später soll sie mit möglichst wenig Aufwand als Einkommensquelle weiter betrieben werden können. Diese Definition schließt mit ein, dass kein großer fortlaufender Marketing-Arbeitsaufwand betrieben werden muss, um Traffic auf die Seite zu locken. Nur mit menschlichen Besuchern, lässt sich aber Geld verdienen. Daher liegt der Schlüssel zur (Teil-)Passivität in guten Rankings bei Google – also SEO.

Die Besonderheit an der Nischenseitenchallenge war, dass die Teilnehmer in wöchentlichen Reports ihre Maßnahmen und Fortschritte dokumentieren und veröffentlichen sollten. Dadurch wurden der Lerneffekt und der Austausch funktionierender Strategien gefördert.

Initiiert wurde die Nischenseitenchallenge 2014 vom Blogger Peer Wandiger, der mit seiner Seite www.selbstaendig-im-netz.de einer der erfolgreichsten Blogger im deutschsprachigen Raum ist und selbst erfolgreich mehrere Nischenseiten betreibt.

SEO trennte die sprichwörtliche Spreu vom Weizen

Von den mehr als 100 Teilnehmern am Anfang hielt nur ein Bruchteil die gesamte Challenge-Dauer von 13 Wochen durch. Das lag teils daran, dass vor allem Neulinge den Arbeitsaufwand unterschätzten und/oder sie aufgrund mangelnden Erfolgs im Google-Ranking einfach aufgaben. Was sich ganz eindeutig zeigte: Die Profis bauten vielversprechende Seiten, erreichten eher ihre Ziele und nahmen mit ihren neuen Websites Geld ein.

Das Hauptproblem bzw. das Thema, was für die meisten Teilnehmer zum gordischen Knoten wurde, war die Suchmaschinenoptimierung. Während man einigen Teilnehmern durch die wöchentlichen Reports über die sprichwörtliche Schulter sehen konnte, wie ihre Seiten immer mehr gute Rankings erzielten und auch das Konto langsam voller wurde, tat sich bei vielen gar nichts.

Wie ging die NSC aus?

Die Nischenseitenchallenge war nicht als direkter Wettkampf mit einem Sieger zu sehen, aber die Zahlen der erfolgreichen Teilnehmer waren beeindruckend. Die profitabelste Seite nahm mehr als 3.000 Euro allein im Monat Mai (also nur 2 Monate nachdem sie online ging!) ein, andere Profis schafften nach dieser kurzen Zeit hohe zwei- oder niedrige bis mittlere dreistellige Monatseinnahmen. Bei der Vorgehensweise der Profis gab es viele Parallelen, aber auch unterschiedliche Strategien. Man könnte diese in zwei Schulen einteilen: Eine eher contentlastige Methode (braucht mehr Zeit) und eine sehr linklastige Methode (braucht mehr Geld).

Obwohl dies auf den ersten Blick relativ unterschiedlich aussieht, so bestehen auf den zweiten Blick (und vor allem dann, wenn man sich nur die erfolgreichen Teilnehmer ansieht) große Parallelen. Darstellen möchte ich das an den Seiten von Challenge-Initiator Peer Wandiger (dreistellige Einnahmen durch eine Nischenseite über das Thema Werkzeugkoffer) und anhand der Strategie von Simon Schmid, der in einem Monat mehr als 3.000 Euro mit einer Website über Girokonten einnahm.

SEO-Erfolgsfaktor 1: Content

Content is King: Das hat sich vermutlich bereits überall herumgesprochen. Für den NSC-Initiator Peer Wandiger hat diese Online-Marketing-Weisheit große Bedeutung und er nimmt sie auch besonders ernst. Er verfasst seine Texte selbst, legt dabei Wert auf Recherche und bemüht sich, originelle und einzigartige Inhalte zu erstellen (z.B. durch Interviews etc.).

Screenshot: Girokonto-Seite
Screenshot: Girokonto-Seite

Auf den ersten Blick müsste man vermuten, dass diese Wertschätzung des Contents bei Simon Schmid so überhaupt nicht vorhanden ist. Er selbst sagt in seinem Rankboost-Blog über seine erfolgreichen Seiten: „Diese Seiten haben keinen besonderen Content, sondern ranken nur wegen dieser starken PR-Backlinks.“ Mit PR ist Pagerank gemeint. Simon Schmid meint damit aber nicht mehr den PR selbst, sondern das, wofür er früher einmal stand, als dieser noch Ranking-Kriterium war: starke Seiten mit viel Linkpower.

Wenn der Rankboost-Blogger das sagt, wieso „unterstelle“ ich ihm dann, dennoch Wert auf Content zu legen? Sieht man sich Simons Nischenseiten an, so zeigt sich:

  • 1. Alle Unterseiten seiner Nischenwebsite haben viel Content. Dieser mag für den Menschen nicht besonders hochwertig und informativ (nicht einmal an ihn adressiert) sein, aber er ist da. D.h.: Simon weiß genau, dass es ihn braucht. Zumindest in einer quantitav relevanten Größe.
  • 2. Der Content von Simon ist optimiert. Simon steckt zwar nicht allzu große Mühen in die Optimierung, er weiß aber genau, wie er ihn aufbauen muss, damit er nicht zur suchmaschinentechnischen Stolperfalle wird.

Was er wirklich nicht macht: Der lange Text – zumindest auf der Nischenseite für die NSC – ist ganz eindeutig nicht für den Menschen verfasst.

SEO-Erfolgsfaktor Nummer 2: Onpage-Optimierung

Hier sind sich beide „Schulen“ offenkundig einig: Onpage-Optimierung ist auch abseits des Textinhalts absolut wichtig. Hier darf nichts dem Zufall überlassen werden. Der Suchmaschine muss eindeutig mitgeteilt werden, um welches Thema es auf der Website geht. Seitentitel, Urls, Überschriften, Metadescription (diese ist für die Klickrate in den SERPs auch bei Simon Schmid für den Menschen ansprechend), Sitemap, Alt-Attribute, Page-Speed etc. wurden von allen erfolgreichen Nischenseiten-Teilnehmern optimiert.

Einen Link zu einem Beitrag aus unserem Dr.Web-Archiv über Onpage-Optimierungsmaßnahmen und wie Sie diese umsetzen, finden Sie am Ende des Beitrags.

SEO-Erfolgsfaktor Nummer 3: Professionelles Linkbuilding

In diesem Bereich gehen die Meinungen auf den ersten Blick – ähnlich wie beim Content – auseinander. Während Peer Wandiger als Vertreter der „contentlastigen Schule“ erklärte, die Hauptarbeit in die Contentaufbereitung und die Optimierung der Seite zu stecken, investierte Simon Schmid Hunderte Euro in ein privates Seitennetzwerk mit viel Linkpower.

Beide landeten unter ihren anvisierten Hauptkeywords auf Seite 1. Simon Schmid relativ schnell (ein paar Wochen), bei Peer Wandiger dauerte es etwas länger. Soweit zu den tatsächlichen Unterschieden.

Wieso beharre ich in meiner Analyse darauf, dass die Unterschiede nur auf den sprichwörtlichen „ersten Blick“ so groß sind? Fakt ist: Die Herangehensweisen dieser beiden erfolgreichen Challenge-Teilnehmer sind wirklich unterschiedlich – vor allem im Linkbuilding. Aber: Sieht man sich die Backlinks der Werkzeugkoffer-Seite an (laut ahrefs 544 Links), zeigt sich eindeutig, dass diese erheblich zum Erfolg beitragen.

Um eines ganz klar festzustellen: Peer Wandiger lügt keinesfalls, wenn er im Dr.-Web-Interview auf die Frage nach seinen SEO-Erkenntnissen aus der NSC antwortet: „SEO ist zwar nicht mein Schwerpunkt, aber für mich wurden vor allem 2 Dinge diesbezüglich wieder klar:

  • 1. Content ist auch bei Nischenwebsites sehr wichtig und als Teil der Onpage-Suchmaschinenoptimierung essentiell.
  • 2. Ganz ohne Backlinks geht es nicht, aber man muss hier keinesfalls viel Geld oder Zeit in Backlinks investieren. Ich habe die grundsätzlichen und von Google erlaubten Dinge bzgl. der Suchmaschinenoptimierung gemacht. Mehr nicht.“
Screenshot: Werkzeugkoffer-Seite
Screenshot: Werkzeugkoffer-Seite

Allerdings gilt es zwei entscheidende Faktoren zu beachten: 1. Der NSC-Initiator besitzt und kennt als Profi ein Portfolio an Seiten und weiß, wie er mit wenig Aufwand ein paar effektive Backlinks setzt (auch wenn er dabei kein Geld und deutlich weniger Arbeitsaufwand als Simon Schmid hineinsteckt) und 2. Peer Wandiger ist als sehr erfolgreicher Blogger (die selbstaendig-im-netz-Seite hat rund 170.000 Besucher pro Monat) automatisch im Fokus vieler Beobachter und seine Seite generiert allein durch diese Popularität einige Backlinks.

Fazit: Und wo bleibt das große Geheimnis?

Viele treue Dr-Web-Leser werden sich jetzt denken: „Was? Das soll es gewesen sein? Content, Onpage und Linkbuilding als „neue“ Erkenntnisse? Die Zeit diesen Artikel zu lesen, hätte ich mir auch sparen können. Da kam nichts Neues heraus…“ Ganz ehrlich: Wahrscheinlich würde es mir auch so ergehen.

So leid es mir tut und so hart das Fazit sein mag: Aber betrachtet man die Gruppe an NSC-Teilnehmern als Case-Study, so muss man (oder zumindest ich) zu diesem simplen Ergebnis kommen. NSC-Initiator Peer Wandiger schlussfolgerte als Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Websites der Challenge: „Als erfahrener Hase hat man sicher mehrere Vorteile. Man hat Erfahrungen beim Schreiben von Texten, kennt sich auch mit der Technik recht gut aus. Manche Einsteiger haben ja schon große Probleme bei der Installation von WordPress, eines Themes oder von Plugins gehabt. Zudem ist es natürlich auch von Vorteil, wenn man weiß, auf welche Dinge man sich konzentrieren muss. Einsteiger fehlt ja meist nicht nur das Know How und die Erfahrung, sondern sie wissen auch nicht, wo sie anfangen sollen und was wichtig ist. Wenn man bereits ein paar Websites hat, auf denen man einen Link platzieren kann, schadet das zudem ebenfalls nicht.“

Was heißt das nun für die Arbeit im Internet?

  • 1. Eine erfolgreiche Website ist eindeutig mit Aufwand verbunden.
  • 2. Professionelles Know-How und die Möglichkeiten professionell zu agieren, muss man sich einkaufen oder erst erarbeiten.

Das sollten vor allem Unternehmer bedenken, die nicht nur eine teure – dafür nutzlose – Visitenkarte im Netz haben wollen, sondern diese als Marketinginstrument zur Kundengewinnung nutzen wollen.

Als Fazit bleibt damit übrig: DER neue SEO-Weg ist entweder gar nicht da, nicht nötig oder er besteht zumindest nicht in einer „revolutionierenden“ Abkürzung. Jeder erfolgreiche Weg – egal, ob der contentlastigere von Peer Wandiger oder das eingekaufte und selbstgebastelte Linknetzwerk von Simon Schmid – ist mit einer „Lehrzeit“, Arbeits- und mehr oder weniger Geldaufwand verbunden.

Nützliche Links zum Beitrag

Nischenseiten-Guide: Die Website zur NSC 2014-07-15

SiN: Peer Wandigers stellt in Wochenreports seine Herangehensweise vor

Rankboost: Simon Schmids erklärt in seinen Wochenreports, wie er sein starkes Linknetzwerk aufgebaut hat

Onpage-Optimierung-Basics auf Dr. Web

(dpe)

 

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Online-Marketing-Basics #11: So setzen Sie Content-Marketing zur Kundengewinnung ein

Content-Marketing ist zum Trendwort im Online-Marketing geworden. Doch was bedeutet es eigentlich genau? Und wie geht man beim Content-Marketing vor? Dieser Beitrag will dieses Instrument, das Bestandteil jeder anderen Online-Marketing-Maßnahme ist und den Erfolg ausmacht, erklären und ein Muster für eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie vorstellen.

Was ist Content-Marketing und was bringt es?

Content-Marketing bezeichnet das Produzieren und Verbreiten von relevanten Inhalten, um Personen von bestimmten Produkten, Waren, Dienstleistungen, Unternehmen, Marken oder Anbietern zu überzeugen und sie so als Kunde zu gewinnen.

Symbolbild: Content-Marketing
Um diese Definition und die dahinter stehende Wirkungsweise zu verstehen, müssen die Bestandteile einzeln erklärt werden:

Das englische Wort Content bedeutet Inhalt – genauer: Texte, Bild-/Grafikmaterial, Audiodateien, Videos. Das ganze Internet besteht aus nichts anderem als aus diesen Inhalten.

Unter relevanten Inhalten versteht man Texte, Bilder, Videos, Audiodateien, die einen informierenden, beratenden, aufklärenden oder unterhaltenden Wert bieten. Anders formuliert: Die Inhalte müssen ein Bedürfnis von Personen befriedigen und ihnen dadurch auf irgendeine Art nützen.

Die Personen, deren Bedürfnis angesprochen werden soll, sind eine bestimmte Zielgruppe. Für diese Zielgruppe ist das Produkt/die Ware/die Dienstleistung/das Unternehmen/die Marke/der Anbieter ausgelegt und bietet die Lösung für ein gewisses Problem (das Bedürfnis).

Wie das Problem gelöst wird, wird im Inhalt erklärt. Dabei wird allerdings nicht auf die besonders positive Darstellung des Werbenden und dessen Portfolio Wert gelegt. Es wird – anders als in der traditionellen Werbung – der tatsächliche Lösungsweg erklärt und Hilfestellung gegeben.

Der gewünschte Effekt von Content-Marketing ist dadurch: Der Werbende wird im Moment nicht direkt als Werbender wahrgenommen, sondern als Experte auf seinem Gebiet. Mit der Hilfestellung baut er automatisch Vertrauen auf, weil die Zielgruppe daraus einen tatsächlichen Nutzen zieht. Die Zielgruppe dankt es dem Werbenden, indem sie Loyalität zeigt und bei ihm zum Kunden wird.

Content-Marketing und seine Bedeutung im Online-Marketing-Mix

Symbolbild: Online-Marketing-Mix

Wer in der Definition des Begriffs Content-Marketing die Wörter „online“ oder „im Internet“ vermisst hat, hat besonders gut aufgepasst. Sie wurden allerdings nicht vergessen, sondern bewusst weg gelassen. Content-Marketing funktioniert aufgrund der Beschaffenheit des notwendigen Contents nicht nur in der virtuellen Welt. Die Technik und den damit zu erzielenden Marketing-Effekt gibt es schon länger als das WWW – und vor allem schon länger als Content-Marketing zum Trendwort aufgestiegen ist.

Nichtsdestotrotz hat Content-Marketing mit dem Internet und vor allem mit dem Web 2.0 besonders an Bedeutung gewonnen. Die Verbreitungsmöglichkeiten abseits von klassischen Medien und eigenen Drucksorten sind um ein Vielfaches gestiegen. Die Abhängigkeit von klassischen Medienschaffenden ist im Gegensatz dazu gesunken. Man ist nicht mehr auf sie angewiesen, man kann seine eigenen Medien (z. B.: eigene Website) bzw. Medien auf die man direkte Gestaltungsmöglichkeiten ausübt (z. B.: soziale Medien) für die Verbreitung des Inhalts nutzen.

Mit dem derzeitigen Hype des Content-Marketings (vor allem im Online-Marketing) wird ein Qualitätskriterium von Marketing-Strategien besonders deutlich, das davor natürlich genauso Gültigkeit besaß, aber neben SEO oder AdWords viel zu oft (auch heute es ist längst noch nicht überall angekommen) unterging: Je besser der Content ist, der dahintersteht, desto besser funktionieren die Marketing-Strategien.

Eine gute Content-Marketings-Strategie ist somit Grundlage jedes (Online-)Marketing-Instruments und beflügelt deren Erfolgschance:

  • Website: Je besser die Inhalte einer Website (d. h.: je relevanter für die Zielgruppe), desto eher werden Sie Ihren Zweck erfüllen.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): 1. Google und Co. werden immer besser darin, relevante Inhalte von schlechten zu unterscheiden. 2. Nur gute Inhalte haben die Möglichkeit natürliche Links zu generieren. 3. Auch das künstliche Linksetzen fällt mit hochwertigem Content leichter. Schließlich setzen seriöse Seitenbetreiber ihren guten Ruf nicht für Ramsch aufs Spiel.
  • Suchmaschinenwerbung (SEA): Damit die Anzeigen gute Positionen einnehmen und das Geld für die Klicks nicht verschwendet wird, müssen dahinter gute Inhalte stehen.
  • Social-Media-Marketing: Gute Inhalte bieten die Möglichkeit erfolgreich auf sozialen Medien zu agieren. Interessante Posts auf dem eigenen Blog lassen sich leicht auf Facebook und Co. „anteasen“ und generieren Besucher. Zudem werden nur interessante Posts von selbst geteilt und geliked. Die Content-Marketing-Strategie ist somit das Fundament des Social-Media-Marketing-Erfolgs.
  • E-Mail-Marketing: Hier gilt das Gleiche, wie beim Social-Media-Marketing. Nur Newsletter mit interessanten Einleitungen, deren Links auf hochwertige Posts verweisen, erzielen hohe Klickraten.
  • Video-Marketing: Videos ohne Mehrwert werden nicht genutzt. Ohne Unterhaltungswert oder Informationswert werden Videos keinen viralen Effekt erzielen.
  • Alle Bannerwerbeformen (einschließlich Affiliate-Marketing und Couponing): Ist das Werbemittel nicht richtig gestaltet (=Content), um Aufmerksamkeit und Klicks zu generieren, werden dadurch keine Besucher angelockt. Bietet die Zielseite keinen interessanten Inhalt (=noch einmal Content!) erleben die Besucher ein Frustrationsmoment und sind schnell wieder weg.
  • Public Relations: Erfolgreiche PR-Strategien funktionieren ebenfalls besser, wenn die Inhalte die Bedürfnisse der Zielgruppe ansprechen. Medienschaffende (egal ob klassisch oder online) achten in der Regel darauf, was Ihr Publikum interessiert. Bietet man z. B. einer Zeitung Informationen zu einem Thema, dass das Problem der Leserschaft behandelt, so kann man es auch unentgeltlich ins Blatt schaffen. Gelingt das nicht, wird der Redakteur die Anfrage ganz ignorieren oder man wird höflich an die Anzeigenabteilung verwiesen.

Content-Marketing-Strategie: Wie geht man vor?

Symbolbild: Strategie

Im Marketing im Allgemeinen und im Online-Marketing im Speziellen gibt es nicht den einen richtigen Weg. Ob eine (neue) Marketing-Methode für ein bestimmtes Ziel funktioniert, weiß man erst nachdem man diese ausprobiert hat. Dennoch gibt es Methoden-Muster, die sich gut bewährt haben. Diese Muster geben jedoch nicht jeden Schritt im Einzelnen detailgetreu vor, sondern sind in gewisser Weise offen.

Beispielsweise gibt es kein: „Man muss Facebook nutzen, weil auf Facebook findet sich jede Zielgruppe.“ So richtig die Aussage über die Zielgruppen sein mag, so falsch kann der Weg sein. Will beispielsweise ein Psychotherapeut über Facebook viele Fans gewinnen, muss er seiner Strategie schon eine besondere Ausrichtung geben. Darauf, dass seine zufriedenen Patienten seine Unternehmensseite wie Seiten von Lifestyle-Produkten „liken“ und weiterempfehlen, darf er nicht hoffen. Vermutlich wird kaum jemand über Facebook seine innersten Ängste und Schwächen einer großen Öffentlichkeit preisgeben.

Das heißt dennoch nicht, dass er Facebook als Marketing-Methode ganz vergessen kann. Entwickelt er beispielsweise eine Entspannungsstrategie, die weniger peinliche Alltagsprobleme löst (z. B.: Anti-Faulheits-Formel, Psycho-Tricks gegen die Fressfalle, etc.), so könnte er seine Bücher, Videos, Pläne erfolgreich auch über Facebook promoten.

Fazit: Wenn die Marketing-Methoden in den Punkten wie Ziel, Zielgruppe und Branche/Nische hin angepasst werden, so gibt es bewährte und erfolgsversprechende Muster. Ein Bewährtes für Content-Marketing wird im Folgenden vorgestellt.

Schritt 1: Ziel und Zielgruppe definieren

Symbolbild: Ziel und Zielgruppe finden

Sich Ziele zu setzen und zu wissen, wen man erreichen will (=Zielgruppe), ist essentiell im Marketing. Im Content-Marketing bestimmen diese beiden Schritte den Aufbau, die Sprache und die Technologie für den Inhalt.

Für die Online-Marketing-Basics-Serie haben wir es als Ziel der Online-Marketing-Strategie definiert, möglichst viel Traffic aus der Zielgruppe auf die eigene Seite zu holen. Die Zielseite auf der Website soll dann so aufgebaut sein, dass sie den User zur gewünschten Handlung (z. B.: Kauf eines Produkts, Kontaktaufnahme mit Dienstleister) bringt. Diese Handlung wird dann als Conversion bezeichnet. Die Ziele einer Content-Marketing-Strategie könnten somit lauten: Erhöhung des Traffics aus der Zielgruppe, um das eigene Angebot besser zu verkaufen.

Um die Zielgruppe zu definieren, kann man sich an demographische Daten (Geschlecht, Alter, Wohnort etc.) halten und an spezielle Eigenschaften (Probleme, Ängste, Bedürfnisse, Träume) der Menschen, die man erreichen will. Empfehlen würde sich eine Kombination aus Demographie und Eigenschaften mit Fokus auf die Eigenschaften.

Fakten wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau etc. der Hauptzielgruppe geben einem zum Beispiel die Ansprache und Sprache (Sie oder du, Fremdwörter, Fachbegriffe ja oder nein) vor. Tipp: Wer sich hierbei schwer tut,  kann sich seinen Lieblingskunden vorstellen und ihn den demographischen Daten zuordnen.

Die Eigenschaften definieren die Zielgruppe noch genauer und liefern vor allem die überzeugenden Argumente. Definiert sich die Zielgruppe beispielsweise durch ein Problem, für das man die Lösung liefern kann, so bildet dieser Lösungsweg den Informationswert des Inhalts.

Schritt 2: Wie recherchiere ich die Bedürfnisse meiner Zielgruppe?

Symbolbild: Problem und Bedürfnis recherchieren

Natürlich meinen viele Unternehmen sowieso ihre Kunden in und auswendig zu kennen. Dass dem nicht so ist, beweisen viele Kampagnen, die einem jeden Tag begegnen. Einerseits wird ins Blaue hineingeraten, was die Zielgruppe sucht. Andererseits wird in  Kampagnen gar keine Rücksicht auf die Bedürfnisse genommen: Anstatt den Nutzen für den potenziellen Kunden hervorzukehren (= das, was ihn wirklich interessiert), fokussieren sich viele Kampagnen auf die Eigenschaften des Angebots.

Ein Beispiel: Wenn ein potenzieller Computerkäufer in seiner Freizeit am liebsten private Videos schneidet und kleine Filmchen produziert, nervt ihn mitunter die lange Zeit, die sein Computer zum Bearbeiten und Rendern des Videos benötigt. Er gehört aber eindeutig zu einer Zielgruppe, für die eine gewisse Leistungsstärke eines Computers wichtig ist.

Sein Bedürfnis ist eindeutig: Er braucht einen Computer, der ihm seine Filmchen schnell rendert. Die Lösung von seinem Bedürfnis lautet aber im konkreten Fall nicht: „Der Kern des Prozessors von Super-Computer 2000 hat XXXX Mhz.“ Auch, wenn das einem Hardware-Experten noch so viel über die benötigte Eigenschaft sagen würde. Dem Hobbyfilmer muss das nichts sagen. Diesem potenziellen Kunden könnte man die Lösung aber in etwa so präsentieren: „Der Super-Computer 2000 benötigt beim Rendern eines 20-minütigen Films in TV-Qualität nur X Minuten.“

Die Frage ist natürlich, wo finde ich nun die Bedürfnisse meiner Zielgruppe. Dafür gibt es mehrere Quellen:

  • AdWords-Keyword-Tool: Menschen googeln nach Bedürfnissen. Das Tool liefert die Suchphrasen.
  • Soziale Netzwerke: Die Unternehmensseiten der Konkurrenz zeigen Fragen der Zielgruppe und welche Art von Posts bei der Zielgruppe gut funktionieren. Ebenso sind themenrelevante Gruppen in den sozialen Netzwerken ein Fragen und Problemstellungsfundus.
  • Foren: Hier gilt das Gleiche wie für die sozialen Netzwerke. Auf themenrelevanten Foren postet die Zielgruppe Probleme und Fragen.
  • Das eigene E-Mail-Postfach: Sie bekommen täglich E-Mails ihrer Kunden? Oft wundern Sie sich, warum Sie schon zum 100. Mal die gleiche Frage gestellt bekommen? Das ist der perfekte Beitrag für Ihren nächsten Post. Denn er behandelt eine brennende Frage Ihrer direkten Zielgruppe.
  • Telefonanfragen/Kundengespräche: Jede Frage, jedes Problem, jeder Wunsch den sie von einem Kunden oder einem Interessenten hören, könnte auch noch viele weitere Personen aus Ihrer Zielgruppe interessieren.

Mit Beiträgen zu diesen Themen können Sie sich einen Namen als Experte in Ihrer Zielgruppe machen.

Schritt 3: Wie produziere ich Content, der sein Ziel erreicht?

Grundvoraussetzung dafür ist es, das Ziel, die Zielgruppe und die Bedürfnisse zu kennen. Schon im Titel sollten Sie dann das Problem/das Bedürfnis ansprechen und eine Lösung ankündigen. Das ist wiederum die Voraussetzung, um die Zielgruppe zum Klick (im Newsletter, im Sozialen Netzwerk, im Blog, im Fachmagazin etc.) zu bewegen und Ihren Beitrag zu lesen.

Im Beitrag sollten Sie Floskeln vermeiden und sich auf praktische Informationen und die Vorteile der Lösung für den Nutzer konzentrieren. Mit aktiven, kurzen Sätzen garantieren Sie dem Leser einen angenehmen Lesefluss.

Das Wichtigste: Wenn Sie eine Lösung zu einem Problem ankündigen, sollten Sie diese auch bieten! Das sichert Ihnen eine emotionale Verknüpfung als vertrauenswürdiger Experte.

Schritt 4: Wie und wo verbreite ich den Content?

Symbolbild: Content verbreiten

„Wie“ und „Wo“ ergeben sich vor allem aus der Ziel- und Zielgruppendefinition. Beispielsweise ist Facebook eine Plattform mit Freizeitschwerpunkt. Lifestyle-Produkte für den Endkunden lassen sich dort leichter bewerben. Selbst wenn Sie die beste und sicherste Anlagestrategie der Welt haben, wenn Sie Anleger auf Facebook suchen, werden Sie von vielen potenziellen Kunden vielleicht nicht ernst genommen. Auch, wenn diese aus Ihrer Zielgruppe stammen.

Daher gilt es folgende Überlegungen anzustellen: 1. Wo treibt sich meine Zielgruppe herum (welches soziale Netzwerk, welche Foren, welche Blogs/Magazine/Websites etc)? 2. Welche davon eignen sich zur Kundengewinnung für mein Angebot (Welche genießen Vertrauen in dieser Thematik)? Und 3. Wie sehen dort erfolgreiche Botschaften aus? Genau dort, wo sich meine Zielgruppe „herumtreibt“ und sie offen für mein Produkt ist, verbreite ich meinen Content. Dieser sollte nach dem gleichen Muster gestaltet sein, wie andere erfolgreiche Inhalte auf dieser Plattform.

Schritt 5: Wie messe ich den Erfolg?

Ob sich der Erfolg durch das Content-Marketing eingestellt hat, kann ich nur wissen, wenn ich auch entsprechende Schlüsselwerte messe. Agenturen haben teilweise jedoch abenteuerliche Formeln, um den Erfolg von Kampagnen zu messen.

Viele scheinen nur dazu da zu sein, die Rechnungen der Agenturen zu rechtfertigen. Die meisten Unternehmer interessiert aber nur die Auswirkung auf den Umsatz. Langfristige Branding-Kampagnen haben mit Sicherheit auch ihren Wert, aber er ist schwerer zu erfassen und auch dieser sollte sich am Ende in Umsatzzahlen messen lassen. Dieser ist nur schwer mit abenteuerlichen Formeln wie „Zielgruppenengagement = [Kommentare+Likes+Shares]: Views“ zu erfassen – wahrscheinlich ist er es so überhaupt nicht. Den Gegenwert solcher Zahlen muss eine Agentur daher irgendwann im Laufe der Kampagne auch beweisen können.  Und zwar so, dass er nachvollziehbar auf der Hand liegt. Einfacher im Wert zu messen sind dabei „Verkaufs-Kampagnen“: Hier kann man sich ganz genau ansehen, wie viele Besucher eine Kampagne auf die Website gebracht hat und wie hoch die Conversion-Rate dieser Besucher ist.

Fazit der Online-Marketing-Basics-Serie

Dieser Beitrag ist der letzte Beitrag der Online-Marketing-Basics-Serie. Das Ziel der Serie war es, Grundlagen des Online-Marketing leicht verständlich zu vermitteln. Mit Hilfe dieser Basics sollte man nun dazu in der Lage sein, einfache Online-Marketing-Strategien selbst zu planen und umzusetzen bzw. entsprechende Angebote besser beurteilen zu können.

Ich hoffe, dass ich mit den Erklärungen dieses Ziel erreicht habe. Für Feedback im Kommentar-Bereich oder via E-Mail (manuel@diwosch.at) bin ich daher sehr dankbar und werde geeignete Fragen, Anregungen, Beschwerden in künftige Beitragsideen einfließen lassen.

Nützliche Links zum Beitrag

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketings-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social Media Marketing

Online-Marketing-Basics #4: SEO für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

Online-Marketing-Basics #7: Video-Marketing

Online-Marketing-Basics #8: Aktives Affiliate-Marketing für Einsteiger

Online-Marketing-Basics #9: So schalten Sie erfolgreich Werbebanner

Online-Marketing-Basics #10: Couponing leicht erklärt

(dpe)

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E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing-Basics #10: Für und Wider von Online-Gutscheinaktionen

Online-Coupons sind die altbewährten Rabattmarken fit gemacht für das Internet. Das Prinzip ist das Gleiche. Allerdings braucht man keine Schere mehr, um die Rabattgutscheine auszuschneiden, sondern nur noch die Copy-Paste-Funktion. Wie Unternehmer dieses Instrument erfolgreich nutzen können, wird in diesem Teil unserer Online-Marketing-Serie erklärt.

Symbolbild: Grundlagen Online-Couponing

Was ist Online-Couponing?

Online-Couponing, auch Online-Gutscheinaktionen sind die virtuelle Umsetzung eines mehr als 100 Jahre alten Marketinginstruments – der Rabattmarke. Das Sammeln von Marken ist allerdings nicht mehr nötig. Diese wurden durch sogenannte Gutscheincodes ersetzt. Die Käufer geben diese in Online-Shops vor dem Kaufabschluss ein. Dadurch verringert sich schlussendlich der Einkaufspreis um den im Gutschein beworbenen Betrag (oder einen prozentuellen Anteil). Dieser Rabatt als Kaufanreiz ist der Kern des Marketinginstruments.

Das Prinzip des Online-Coupons verdeutlicht bereits das primäre Einsatzgebiet. Der Gutscheincode (und die meisten Sonderformen) eignet sich primär für den Produktverkauf in (Web)Shops. Die verkauften Produkte zielen meist auf das Retail-Segment, also den privaten Endverbraucher, ab.

Eine besondere Bedeutung kommt beim Online-Couponing der Verbreitung des Werbemittels zu. Dieser kann direkt vom werbetreibenden Shop z. B. durch E-Mails, SMS, offline durch Flyer/Rechnungen etc. oder indirekt über Gutscheinpublisher passieren. Mehr als 150 solcher Gutscheinpublisher soll es laut dem Online-Marketing-Magazin „Adzine“ bereits Mitte 2013 im deutschsprachigen WWW gegeben haben.

Grundsätzlich lassen sich die Online-Coupons in zwei verschiedene Arten unterteilen: Gutscheine, die einen Rabatt (fixiert auf einen Geldbetrag bzw. einen prozentuellen Anteil am Einkaufspreis) ermöglichen, und Gutscheinaktionen, bei denen der Gutschein für das Produkt zu einem Sonderpreis vorverkauft wird. Das Prinzip des Marketinginstruments ist bei beiden der Preisnachlass als Kaufanreiz.

Mit dem Siegeszug des mobilen Internets beschränkt sich das Einsatzgebiet von Online-Coupons nicht mehr einzig auf Online-Shops. So können Gutscheine auch virtuell für mobile Endgeräte vertrieben werden, die dann lokal im Geschäft eingelöst werden. Der Käufer zeigt den virtuellen Gutschein auf seinem Tablet oder Smartphone im Geschäft vor und erhält beim Kauf einen Rabatt.

Ziele, Nutzen, Möglichkeiten von Online-Couponing

Symbolbild: Chancen und Möglichkeiten Online-Couponing

Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2012 wurde bereits fast jeder 4. Internetkäufer (23 Prozent) einmal durch einen Online-Coupon zum Kauf eines Produkts animiert. Bedenkt man, dass bereits 76,5 Prozent aller Deutschen (also 3 von 4, Quelle: Statista.com) das Internet nutzen, ist das Potenzial einer Couponing-Kampagne riesig.

Die Ziele, die Werbetreibende mit Online-Coupons verfolgen, sind vielfältig:

  • Steigerung der Verkaufszahlen
  • Schaffung eines zusätzlichen Kaufanreizes
  • Höherer Warenwert im Warenkorb
  • Saisonale Umsatzverluste durch neuen Kaufanreiz ausgleichen
  • Bestimmte Kundengruppen gezielt ansprechen
  • Neue Produkte besser einführen
  • Kunden durch Kaufanreize binden
  • Markenbekanntheit des Shops steigern
  • Neukunden akquirieren/inaktive Bestandskunden reaktivieren
  • Zusätzliche Verkaufsargumente gegenüber dem Mitbewerber schaffen

Ängste und Gefahren beim Online-Couponing

Symbolbild: Ängste und Gefahren

Werbetreibende sehen beim Online-Couponing nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Gefahren. Sie haben Angst, ihre Margen beim Produktverkauf unnötig zu drücken. Potenzielle Käufer zum Normalpreis seien dadurch versucht, vor dem Kaufabschluss noch einmal nach Gutscheincodes zu googeln und dann anstatt des vollen Preises nur den reduzierten zu bezahlen.

Aufgrund des „Wildwuchs“, den viele Affiliate-Publisher mit dem Kopieren von Gutschein-Codes trieben, bekam die virtuelle Rabattmarke für so manche Unternehmer durch den oben genannten Effekt einen bitteren Beigeschmack. Diese Publisher nutzten Gutschein-Codes, die gar nicht in der Kampagnen-Planung für sie bestimmt waren,  für ihre SEO-optimierten Seiten. Wenn dann jemand nach „Shopname Gutscheincode“ suchte und auf dessen Affiliate-Link klickte, reduzierte sich der Preis und für die Publisher wurde zudem eine Provision fällig. Die Marge der Unternehmer sank dadurch auf ein Minimum, ohne dass der nutznießende Affiliate zum Verkauf einen Beitrag leistete.

Diesem „Wildwuchs“ kann man jedoch mit sogenannten Unique-Codes bzw. Cookie-Weichen entgegenwirken. Zudem darf man nicht vergessen, dass man davon profitieren könnte: Sucht der potenzielle Kunde nach dem Gutscheincode eines Konkurrenz-Shops und findet auf der Publisher-Seite das eigene, günstigere Angebot, so hätte dieser Publisher seine Affiliate-Provision wieder verdient.

Die zweite große Gefahr, die Shopbetreiber im Online-Couponing sehen, ist die Schädigung der Marke und der Preisstruktur. Gewinnt man Kunden durch attraktive Preisnachlässe, so könnten sich diese an die Rabatte gewöhnen und ständig Nachlässe beim Kauf erwarten.

Doch dieses Billig-Bild der Marke ist mitunter nicht der einzige markenschädigende Effekt. Funktioniert ein Gutscheincode aus bestimmten Gründen nicht (z. B.: nur für Neu-/Bestandskunden, Zeitraum abgelaufen, Mindestbestellwert etc.) so erfährt der potenzielle Kunde ein negatives Kauferlebnis. Dieses wird nachhaltig meist nicht mit dem Publisher, sondern mit dem Shop verbunden. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob der Fehler beim Gutscheinportal (z. B.: fehlende Kennzeichnung des Mindestbestellwerts) lag oder nicht.

Um einer Markenschädigung weitestgehend vorzubeugen, können Werbetreibende nur besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Gutschein-Partner legen.

Was muss man beim Online-Couponing unbedingt beachten?

Wie bereits beschrieben, stehen den großen Chancen durch das Online-Couponing auch große Gefahren entgegen. Diese Gefahren gehen für Unternehmer ans sprichwörtlich Eingemachte. Sie betreffen direkt die Gewinnspanne (also das liebe Geld) und den Ruf der eigenen Marke – also das, was erfolgreiche Unternehmen von Pleiteunternehmen trennt.

Um nicht leichtsinnig diesen Gefahren ausgesetzt zu sein, sollten Unternehmer folgende Punkte bei einer Online-Couponing-Kampagne beachten:

  • Auf Ziel ausgerichtete Gutscheingestaltung: Je nachdem, welches Ziel ein Unternehmen verfolgt, müssen die Rahmenbedingungen des Gutscheins angepasst werden. Damit sind nicht in erster Linie Designelemente gemeint (auch, wenn diese hier ebenfalls eine Rolle spielen können), sondern Angaben wie ein zeitlicher Rahmen ( Bsp.: Angebot nur gültig in der Nebensaison, um Umsatzeinbußen auszugleichen), ein Mindestumsatz (Bsp.: um den durchschnittlichen Wert des Warenkorbs zu erhöhen), eine bestimmte Zielgruppe (Bsp.: nur für Neukunden/Bestandskunden zur Akquise bzw. Kundenbindung), ein bestimmtes Produkt (Bsp.: der Verkauf einer bestimmten Ware soll forciert werden) etc. Zudem können bei Gutscheinen auch immer wieder die psychologischen Techniken für Conversion-Optimierungen (Bsp.: Zeitdruck, Angebotsknappheit) eingesetzt werden.
  • Sicherheitsvorkehrungen für eigenen Gewinn: Couponing-Kampagnen bergen die Gefahr die eigenen Margen aufgrund von Gutscheincode-Missbrauch und Click-Hijacking durch Publisher zu drücken. Unique-Codes, Cookie-Weichen etc. sollten zur Sicherheit eingesetzt werden.
  • Messbarkeit gewährleisten: Wie bei jeder Marketing-Kampagne weiß man nur unter einer Bedingung, ob diese erfolgreich war: Wenn die Auswirkungen auch aufgezeichnet wurden. Erfolgreich war eine Marketing-Kampagne übrigens dann, wenn der Nutzen höher war als die Kosten.
  • Verbreitung der Coupons an die Zielgruppe: Wenn man Online-Coupons in die Welt hinaus schickt, aber niemanden aus der Zielgruppe damit erreicht, war die ganze Energie dafür umsonst. Daher muss die Verteilung der Coupons an die Zielgruppe gut geplant werden.
  • Fokus auf seriöse Publisher und Kontaktpflege: Um die richtige Zielgruppe anzusprechen und den Ruf der Marke (z. B.: durch korrekte Auszeichnungen von Rahmenbedingungen) nicht zu gefährden, gilt es, die richtigen Publisher für sich zu gewinnen. Gibt es Publisher, die besonders viel Umsatz bringen, so sollte man den direkten Kontakt zu diesen suchen und die Zusammenarbeit (z. B.: mit exklusiven Aktionen) weiter ausbauen.
  • Richtlinien für SEA und Content: Um Missbrauch durch Suchmaschinenwerbung (z. B.: „Shopname + Gutscheincode“ als Keyword für Google-AdWords-Anzeige) und Rufschädigung durch falsches Wording (z. B.: Mindestbestellwert statt Mindestkaufbetrag) im Content (=Inhalt) vorzubeugen, müssen für die Partnerschaften mit den Publishern entsprechende Richtlinien  festgesetzt werden.

Positive und negative Erfahrungen mit Online-Couponing

Symbolbild: Ängste und Gefahren beim Online-Couponing

Online-Coupons eingelöst haben schon viele. Entsprechende Kampagnen bekommt man nicht nur durch die zahlreichen Gutschein-Portale im Netz mit, sondern sie begegnen einem sogar auf hochfrequentierten Einkaufsstraßen etc. Gutscheincodes (mit und ohne Medienbruch zwischen on- und offline) für bestimmte Produkte gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft von Marketern und damit auch der Kunden. Im Leitfaden für Couponing (Link am Ende des Beitrags) des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW) werden Beispiele in Interview-Form mit den verantwortlichen Marketern im Detail erläutert. Hier folgen die zählbaren Eckdaten der genannten Online-Couponing-Kampagnen:

  • Notebooksbilliger.de setzt beim Online-Marketing seit mehr als 5 Jahren auf Online-Couponing. Beim Einsatz eines Gutscheins konnte das Unternehmen den Abverkauf laut eigenen Angaben um 400 Prozent steigern.
  • Myphotobook hat entgegengesetzte Erfahrungen gemacht: Das Unternehmen stellte fest, dass vor dem Cookie der Gutschein-Publisher zumeist schon ein anderes Werbemittel die Verkaufsleistung erbrachte. Es stoppte daher die Provisionszahlungen für Publisher-Partner und verzichtet seither auf Gutschein-Aktionen.
  • Die Galeria Kaufhof berichtet wiederum von sehr guten Umsatzsteigerungen durch Gutscheine, die das Unternehmen über ausgewählte Publisher verteilt. Das Unternehmen gibt eine siebenfache Umsatzsteigerung im Vergleich zu dem Zeitraum ohne die exklusiven Gutscheine an.
  • Baby-Walz verzichtete im Leitfaden auf eine Angabe der Effekte von Online-Gutscheinen. Das Unternehmen setzte allerdings zum Erscheinungsdatum des Leitfadens (Herbst 2013) bereits seit mehr als 3 Jahren auf Online-Couponing.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Das Thema Online-Couponing war der vorletzte Teil der Online-Marketing-Basics-Serie. Der 11. und letzte Teil widmet sich dem Content-Marketing. Da Content im Grunde der Bestandteil des gesamten Internets ist, dient der Abschluss der Serie auch noch einmal ein bisschen als Zusammenfassung und fokussiert dabei das, worauf es bei allen erfolgreichen Online-Marketing-Maßnahmen ankommt: Content wird nämlich zum König, wenn Bedürfnisse angesprochen werden und der Nutzer mit seinem Bedürfnis zu einer Lösung geführt wird.

Nützliche Links:

Adzine-Artikel: „Gutscheinportale auf dem Prüfstand“

Statistik zu Internet-Nutzung der Deutschen

Leitfaden des BVDW für Online-Couponing

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketings-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social Media Marketing

Online-Marketing-Basics #4: SEO für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

Online-Marketing-Basics #7: Video-Marketing

 Online-Marketing-Basics #8: Aktives Affiliate-Marketing für Einsteiger

Online-Marketing-Basics #9: So schalten Sie erfolgreich Werbebanner

(dpe)

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E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing-Basics #9: So schalten Sie erfolgreich Werbebanner

Werbebanner sind ein „Urgestein“ des Online-Marketings. Das erste Werbebanner wurde bereits Mitte der 90er-Jahre eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Fläche auf einer Website, die ähnlich wie eine Anzeigenfläche in einer Zeitung mit einer Werbebotschaft versehen wird. Durch Anklicken der Fläche gelangt der User auf die Webseite des Werbetreibenden. Wie man diesen Online-Marketing-Dino auch heute noch richtig nutzt, soll in diesem Beitrag einführend erklärt werden.

Symbolbild: Banner Werbung

Werbebanner waren, sind und bleiben trotz heftiger Kritik eine der beliebtesten Online-Werbeformen. Die User hätten sich eine sogenannte Banner-Blindheit angeeignet ist ein Argument der Kritiker. Immer mehr Menschen würden zudem einen Werbeblocker einsetzen ein zweites. Die Folge: Horror-Klickraten von 0,0x Prozent werden Banner nachgesagt.

Doch sowohl die „Blindheit“ als auch die Werbeblocker kann man – zumindest teilweise – umgehen und bessere Effekte erreichen. Nicht zuletzt setzen viele Internet-Riesen wie Google, Amazon etc. noch immer auf Bannerwerbung und sind sehr erfolgreich damit. Generell lagen die Nettowerbeinvestitionen für Display-Werbung im Jahr 2013 meist bei mehr als 100 Millionen Euro pro Monat (nur 3 Monate lagen darunter). Alleine im Dezember wurden 136 Millionen Euro in Display-Werbung investiert (Quelle: OVK Online-Report 2014/01).

Es sind nicht alle Display-Werbungen automatisch Banner-Werbungen. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) des deutschen Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW) unterscheidet darunter noch zwischen In-Stream-Video Ads und In-Page-Ads. Der OVK hat recht strenge und eng gefasste Definitionen.

Der Einfachheit halber möchte ich in diesem Beitrag von allen In-Page-Ad-Formen nur die In-Text-Werbung aus dem Bannerbegriff herausnehmen. Alle anderen können im Wesentlichen als Sonderformen des klassischen Banners bezeichnet werden, da sie im Prinzip genauso funktionieren: Ein Flächenanteil des Screens wird für eine Werbeeinschaltung benutzt. Manchmal interaktiv, manchmal im Vordergrund eingeblendet etc. Dementsprechend sind auch die Regeln für das erfolgreiche Schalten dieser Anzeigen die gleichen.

Betrachtet man die Top-10-Online-Werbeformen in Bruttowerbeinvestitionen des Jahres 2013, so wird deutlich ersichtlich, dass mit den Display-Ads Wallpaper (eine Art Banner, das sich oberhalb und seitlich einer Website aufbaut) und 393 Mio. Euro, dem klassischen Banner und 276 Mio. Euro und dem Ad-Bundle (eine Kombinationsbuchung von Bannern) und 263 Mio. Euro noch drei Bannerarten auf den ersten drei Plätzen befinden. Frei nach dem Motto: Totgesagte leben länger, trotzt die Werbeform somit erfolgreich seit Jahren den Kritikern.

Damit man selbst mit Bannerwerbung Erfolge verbuchen kann und mit einer solchen Kampagne nicht sinnlos Geld aus dem Fenster wirft, bedarf es jedoch eines gewissen Grundwissens, ausgeklügelter Bannergestaltung und strategischer Bannerplatzierung.

Welche Bannerarten gibt es?

Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Arten von Bannern. Damit sind noch nicht Größe und Ausrichtung als vielmehr Animation, Interaktionsmöglichkeiten und Funktionalität gemeint. Für einen ersten Überblick kann man hierbei (der OVK listet noch weitere Sonderformen) folgende Arten unterscheiden:

  • Statische Banner: einfache grafische Anzeigen ohne bewegte Bilder.
  • Bild-Text-Kombinationen: statische Bilder mit zugehörigen Kurztexten.
  • Animierte Banner: diese Form vermittelt durch gezielte Animation eine Bewegung.
  • Html-Banner: im Gegensatz zum statischen und animierten Banner besteht dieser nicht nur aus einer Grafik, sondern aus einer Reihe an Html-Elementen. Dadurch kann man dem Banner Funktionen verleihen.
  • Nano-Site-Banner: eine eigene kleine Website in der Größe eines Banners. Dadurch können eine Reihe an Funktionen eingebunden werden. Zum Beispiel ein ganzer Shop.
  • Transactive-Banner: solche Banner kommunizieren mit Servern. Der Inhalt der Werbeanzeige kann dadurch von anderen Sites abhängig gemacht und automatisch angepasst werden.
  • Streaming-Banner: solche Banner binden Audio- und Video-Streams in die Werbefläche ein.

Die klassischen Bannergrößen und –formen

Beispiele für verschiedene Bannerformate
Beispiele für verschiedene Bannerformate und die Sonderform Wallpaper

Grundsätzlich sind Form und Größe eines Banners keine Grenzen gesetzt. Das Gremium namens „Unit AdTechnology Standards“ im OVK arbeitet allerdings daran, standardisierte Formen der Online-Werbung durchzusetzen. Das macht es für die Werbetreibenden einfacher, entsprechende Werbemittel zu produzieren und für die Websitebetreiber einfacher, solche Plätze auf den Websites zu planen und die Banner zu integrieren.

Die klassischen Größen und Formate sind:

  • Full Banner 468×60 px (gif, jpg, png, flash)
  • Super Banner 728×90 px (gif, jpg, png, flash)
  • Expandable Super Banner 728×300 (90) px (gif, jpg, png, flash)
  • Rectangle 180×150 px (gif, jpg, png, flash)
  • Medium Rectangle 300×250 px (gif, jpg, png, flash)
  • Standard Skyscraper 120×600 px (gif, jpg, png, flash)
  • Wide Skyscraper 160/200×600 px (gif, jpg, png, flash)
  • Expandable Skyscraper 420(160)x600 px (gif, jpg, png, flash)
  • Universal Flash Layer 400×400 px (flash)
  • Flash Layer individuell (flash)
  • Button max. 234×60 px (gif, jpg, png, flash)
  • Ad Bundle individuell (gif, jpg, flash)

Die Formate Superbanner, Rectangle, medium Rectangle und Wide Skyscraper sind ein weltweit anerkannter Standard und Teil des Universal Ad Package. Laut OVK sind diese Formate nicht nur weltweit anerkannt, sondern in ihrer Wirkung auch besser als die klassischen Formate wie z. B. der 468×60 px Banner.

Der Nutzen eines Banners

Das Ziel von Online-Marketing ist, Besucher auf eine bestimmte Webpräsenz zu lenken. In den meisten Fällen ist das die eigene Website. Daher ist es auch das Ziel des Werbebanners: Egal welchen Funktionsumfang (nur statisch, animiert oder sogar als Nano-Site) der Banner mitbringt, am Ende sollen die User mit der Zielwebsite interagieren. Dort sollen die Besucher dann das tun, was der Seitenbetreiber gerne möchte (Newsletter bestellen, Kauf tätigen etc.).  Die Erfolgsquote, mit der das gelingt, nennt man im Online-Marketing Conversion-Rate.

Das Werbebanner kann aber noch mehr: Während oben genanntes Ziel in einer sogenannten Sales-Kampagne im Vordergrund steht, kann man dieses Werbemittel zudem für eine Branding-Kampagne einsetzen. Da das Banner mit jeder Impression einem Besucher gezeigt wird, wird so auch eine Steigerung der Bekanntheit erzielt.

Wie viel kostet ein Banner?

Symbolbild: Kosten

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich von der Website ab, auf der das Banner platziert werden soll. Allerdings gibt es verschiedene Abrechnungsmodelle für Bannerwerbung:

  • Pauschale: Die Pauschale ist praktisch die Miete für eine bestimmte Werbefläche auf einer Website. Das Banner wird an dieser Stelle jedes Mal eingeblendet, wenn die Seite aufgerufen wird. Wie viele Impressionen oder Klicks dadurch im Detail zustande kommen, ist für die Verrechnung irrelevant. Daher sollte sich der Werbetreibende die Zahlen der Website vorher genau ansehen.
  • Tausend-Kontakt-Preis (TKP): Der TKP bezeichnet im Internet einen Geldbetrag, der pro 1.000-Impressionen gezahlt werden muss. Das heißt: Wird ein TKP von 5 Euro ausgemacht, so zahlt der Werbetreibende bei 100.000 Impressionen 500 Euro. Dank eines Frequency-Cap, den Banner-Marktplätze anbieten, kann verhindert werden, dass immer der gleiche User innerhalb kürzester Zeit X Mal das gleiche Banner angezeigt bekommt und somit auf einen Schlag X Impressionen erreicht werden. So stellen diese Vermarkter für deren Kunden sicher, dass die Impressionen möglichst breit verteilt werden.
  • Cost-Per-Click: Cost-per-Click bedeutet, dass der Werbetreibende nur zahlt, wenn der User das Banner auch tatsächlich anklickt. Der Vorteil für den Werbetreibenden ist hier: Man zahlt nur bei direkter Interaktion mit dem Werbemittel und den Branding-Effekt gibt es quasi kostenlos dazu.
  • Cost-Per-Action: Cost-per-Action bedeutet, dass der Werbetreibende nur zahlt, wenn der über das Werbebanner gewonnene Seitenbesucher auch tatsächliche eine vordefinierte Aktion ausführt. Dies sind beispielsweise der Kauf eines Produkts, die Bestellung eines Newsletters, die Bekanntgabe der Kontaktdaten etc. Auch bei diesem Abrechnungsmodell erhält der Werbetreibende den Branding-Effekt kostenlos dazu.

Was macht ein erfolgreiches Banner aus?

Symbolbild: Banner-Klick

Wer beim Online-Marketing auf Banner-Werbung setzt, sollte stets drei Kernfaktoren in seine strategischen Überlegungen miteinbeziehen:

1. Wo wird das Banner veröffentlicht?

Die Website, auf der das Banner geschalten werden soll, wird durch die Zielgruppe bestimmt. Je besser die Werbe-Website die eigene Zielgruppe anspricht, desto höher wird die Erfolgsquote sein. Betreibt man beispielsweise einen Shop für Ballettschuhe, so wird man auf einer Seite zur Fußball-WM kaum Interessenten ansprechen können. Natürlich sollte die Website genügend Traffic haben und seriös sein.

Hat man eine passende Website gefunden, sollte man sich die Bannerplätze genau ansehen. Im sofort sichtbaren Bereich einer Seite und direkt im Inhaltsbereich funktionieren Banner am besten.

2. Stimmt der Preis?

Der Wert des Bannerplatzes ist schwierig abzuschätzen und in die Kalkulation von Abrechnungsmodell zu Abrechnungsmodell verschieden:

Zahlt man per Action, ist es am einfachsten. Die Provision, die man z. B. bei einem Verkauf an den Werbepartner ausschüttet, sollte nicht den gesamten eigenen Gewinn am Produkt auffressen. Zahlt man pro Click, muss man seine Conversion-Rate genau kennen: Z. B.: Wieviel Verkäufe mache ich pro 1.000 Klicks und wie hoch ist mein Gewinn dabei. Der Preis darf auch hier nicht den Gewinn egalisieren.

Mietet man sich einen Werbeplatz auf einer Website oder zahlt per TKP kann man folgendermaßen prüfen, ob sich der Einsatz des Banners mit diesem Abrechnungsmodell finanziell lohnt: Bei einer realistischen Klickrate von 0,1 Prozent erhält man pro 1.000 Banner-Impressionen einen Besucher. Nun kann man den bezahlten Betrag für den Besucher mit dem Klickpreis bei Google-AdWords vergleichen. Liegt dieser darunter, so zahlt sich die Miete bzw. der TKP aus.

Mit der Conversion-Rate kann man sich auch bei diesen Abrechnungsmodellen wiederum den Wert eines Besuchers ausrechnen und weiß so, ob der Einsatz des Werbemittels gewinnbringend ist oder nicht.

3. Wie sollte das Banner gestaltet sein?

Die anderen Überlegungen sind hinfällig, wenn das Werbemittel falsch gestaltet ist. Ist dies nämlich der Fall, wird der Werbetreibende mit seinem Banner nie eine vernünftige Klickrate erreichen. Folgende Grundlagen sollten daher beachtet werden:

  • Das Banner sollte an die Website angepasst sein. Beispiel: Ein graues Banner fällt auf einer grauen Seite kaum auf. Besser wäre es, sich vom Rest der Website etwas abzuheben.
  • Bewegte Bilder und Animationen ziehen die Blicke der User leichter auf sich. Allerdings darf man es nicht übertreiben. Man will die Zielgruppe schließlich auch nicht nerven.
  • Ein Call-to-Action darf nicht fehlen. Ziel des Banners ist es, dass der User damit interagiert. Wenn man ihm das mitteilt, ist die Erfolgsquote höher.
  • Bedürfnis ansprechen: Wie immer im Online-Marketing ist natürlich auch beim Banner der Content König. Daher sollte man kurz und knackig direkt eine Message im Banner verarbeiten, die den Nerv der Zielgruppe trifft.

Wie findet man Bannerplätze?

Je nach Budget und Ziel der Banner-Kampagne kann man Seitenbetreiber entweder selbst kontaktieren oder Banner-Vermarkter nutzen. Sucht man sich selbst ein paar geeignete Websites heraus und schreibt die Seitenbetreiber an, so wird man in der Regel einen monatlichen Pauschalpreis angeboten bekommen.

Banner-Vermarkter teilen sich weitestgehend in zwei Gruppen: Die sogenannten Premiumvermarkter (sie haben vor allem wirklich große Websites mit sehr vielen Besuchern im Portfolio) und Restplatzvermarkter (sie haben eher kleinere Websites im Portfolio, die je nach Zielgruppe trotzdem beeindruckende Besucherzahlen vorweisen können).

Zudem gibt es noch die Möglichkeit an einer Bannertauschbörse teilzunehmen. Wie der Name verrät, tauscht man dort einen Werbeplatz auf der eigenen Seite gegen einen auf einer anderen. Geld muss bei dieser Variante daher keines fließen.

Egal auf welchen Seiten Werbetreibende Banner-Kampagnen starten wollen. Ohne die hier genannten Grundlagen in die Überlegungen einzubeziehen, ist die Gefahr groß, den Kritikern wieder Futter für die eingangs genannten Argumente gegen die Bannerwerbung zu liefern und selbst zum Kritiker zu werden. Dass Banner-Werbung gut funktioniert, wenn sie richtig geplant wird, zeigt jedoch der riesige Anteil der Banner an den jährlichen Online-Marketing-Werbeinvestitionen.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Beitrag der Serie behandelt das Thema Couponing im Internet. Es wird darum gehen, wie man das klassische Rabattmarken-System im Internet einsetzt und was es dabei zu beachten gilt.

Nützliche Links

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketings-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social Media Marketing

Online-Marketing-Basics #4: SEO für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

Online-Marketing-Basics #7: Video-Marketing

Online-Marketing-Basics #8: Aktives Affiliate-Marketing für Einsteiger

Online-Vermarkterkreis im BVDW

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E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing-Basics #8: Aktives Affiliate-Marketing für Einsteiger

Im 8. Teil der Online-Marketing-Serie geht es um das Affiliate-Marketing. Diese Art des Marketings kann vor allem für Produktverkäufer ein mächtiges Instrument darstellen. Um es zu verstehen und einsetzen zu können, sollen in diesem Beitrag folgende Fragen geklärt werden: Was bedeutet Affiliate-Marketing genau? Wer sollte es einsetzen? Wie wird es angewandt? Welche heiklen Punkte gilt es, beim Affiliate-Marketing unbedingt zu beachten?

Symbolbild Affiliate-Marketing

Was ist Affiliate-Marketing?

„To affiliate“ kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie „sich angliedern“. Die Wortbedeutung beschreibt auch, worum es geht: Man gliedert seine Partner (die Affiliates) an die Werbung für seine Produkte/seine Dienstleistung an. Wie immer im Online-Marketing geht es darum, Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Webpräsenz (z. B. die eigene Website) zu lenken.

Im Affiliate-Marketing holt man sich als Händler (wobei dies stellvertretend für alle Verkäufer eines Produkts oder einer Dienstleistung steht) sogenannte Publisher als Partner ins Boot. Diese Publisher bewerben dann das betreffende Produkt auf ihrer Website, um via Link Besucher auf die Website des Händlers zu lenken. Vollziehen diese Besucher dort die richtige Aktion, schütten die Händler an ihre Partner dafür vorher festgelegte Provisionen aus.

Am einfachsten ist dies am Beispiel eines Webshops zu verdeutlichen: Ein Online-Shop-Betreiber will seine Produkte an ein größeres Publikum verkaufen. Dafür startet er eine Affiliate-Marketing-Kampagne und verspricht Publishern einen prozentuellen Anteil an jedem durch sie erzielten Umsatz. Gelangt nun ein Besucher von der Website des Partners in den Shop des Händlers und kauft dort ein, erhält dieser Partner seine Provisionszahlung.

Das vermutlich bekannteste Affiliate-Marketing-Programm ist das Partnerprogramm des Online-Riesen Amazon. Abertausende Seiten im Netz sind bereits nur dafür entstanden…

Screenshot Amazon Partnernet

(Screenshot: Amazon Partnernet)

Wie wird Affiliate-Marketing umgesetzt?

Symbolbild Technik Affiliate-Marketing

Für die technische Umsetzung bedient man sich beim Affiliate-Marketing meist des Cookie-Trackings. Ein Cookie wird durch die Publisher-Website bei Klick auf das Werbemittel (=Link zur Zielseite) auf der Festplatte des Nutzers gespeichert. Dieser lässt eine eindeutige Identifikation des Publishers als Anwerber dieses Nutzers zu. Führt dieser dann die gewünschte Aktion aus, kommt es in vorher definierten Zeiträumen zur Auszahlung.

Die technische Gewährleistung des fehlerfreien Betriebs dieses Systems muss der Affiliate-System-Betreiber übernehmen. Für einen Händler gibt es dabei zwei Möglichkeiten: 1. Er übernimmt dies mit Software und Server selbst oder 2. Er wird Kunde eines Affiliate-Netzwerks.

Der Vorteil in einem eigenen Partnerprogramm liegt in den nur einmal fälligen Kosten. Die Nachteile liegen darin, dass man das technische Know-How dazu benötigt und die Vermarktung seines Partnerprogramms auch selbst übernehmen muss.

Die Vorteile etablierter Affiliate-Netzwerke wie Zanox, affilinet und Co. liegen darin, dass diese die technische Umsetzung erledigen und sie bereits einen großen Kreis an Publishern erreichen. Dadurch fällt die Vermarktung des Partnerprogramms leichter. Der Nachteil liegt in den Kosten: Viele verlangen eine Setup-Gebühr für das Partnerprogramm. Diese reichen von gratis über mehrere Hundert Euro zu ein paar Tausend Euro. Zudem verlangen Sie pro Verkaufsgenerierung eine Provision von bis zu 30 Prozent und manchmal auch eine Monatsgebühr.

Wann Provisionen ausbezahlt werden müssen, wird vorher genau definiert: Die gängigsten Varianten sind „Pay per View“ (für den reinen Besuch einer Aktion), „Pay per Click“ (pro Click, wobei meist eine vorher definierte Besucherzahl erreicht werden muss), „Pay per Lead“ (z. B.: wenn ein Interessent seine Daten bekannt gibt und weitere Werbemittel bestellt) oder „Pay per Sale“ (die klassische Verkaufsprovision).

Für wen ist Affiliate-Marketing geeignet?

Der klassische Einsatzbereich für Affiliate-Marketing liegt im Endkundenbereich. Daher ist es auch eine besonders beliebte Art des Marketings für Online-Shops. Diese setzen meist auf das Pay-per-Sale-Modell. Handelt es sich um besonders beratungsintensive Produkte, so wird bevorzugt das Pay-per-Lead-Modell eingesetzt, da man dann potenzielle Interessenten direkt ansprechen und eine mögliche Beratung in die Wege leiten kann.

Für den Geschäftskundenbereich ist Affiliate-Marketing nur bedingt geeignet. Dennoch ist es nicht unmöglich, wenn die Zielgruppe groß genug ist. Auch hier kann sich neben dem Pay-per-Sale-Modell das Pay-per-Lead-Modell unter gewissen Voraussetzungen gut eignen.

Was gilt es beim Affiliate-Marketing zu beachten?

Wie bei allen Online-Marketing-Maßnahmen gilt auch beim Affiliate-Marketing, nicht einfach auf gut Glück loszustarten. Man sollte immer den Return on Investment (= Kosten-Nutzen-Abgleich, kurz ROI) betrachten. Daher sollte man sich ausführlich mit der Frage auseinandersetzen, ob Affiliate-Markteting der richtige Weg für das eigene Geschäft ist. Entscheidende Faktoren sind:

  • Ist genügend Potenzial für mein Programm vorhanden? Das heißt: Stimmt das Suchvolumen nach meinem Produkt/meiner Dienstleistung.
  • Wie sehen meine Ziele und meine Zielgruppe aus? Taugen meine Ziele zur Vermarktung mittels Affiliates? Welche Kunden möchte ich ansprechen? Ist Affiliate-Marketing der geeignete Weg dafür?
  • Gibt es die geeigneten Publisher für mich? Wer ist es – Content-Anbieter, Gutschein-Affiliate oder Cashback-Plattform?
  • Was macht die Konkurrenz? Kann ich mit den Partnerangeboten der Konkurrenz mithalten und ebenfalls ein attraktives Programm schaffen?
  • Ist die Marge meines Produkts/meiner Dienstleistung hoch genug, damit sich die Anschaffung eines Inhouse-Programms oder die Teilnahme an einem Affiliate-Netzwerk rentieren?
  • Wenn man die technische Umsetzung selbst in die Hand nimmt: Habe ich die Möglichkeiten, genügend Publisher zu erreichen und somit Partner für das Programm zu finden?

Wie gewinnt man die richtigen Publisher?

Symbolbild Publisher

Sind die oben genannten Punkte geklärt und hat sich der Einsatz eines Affiliate-Marketing-Programms als guter Weg herauskristallisiert, geht es darum, für Publisher attraktiv Partner zu werden. Allerdings geht es nicht nur um möglichst viele Publisher, es geht vor allem auch um die richtigen. Natürlich spielt die Provisionshöhe eine große Rolle, aber sie ist nicht alles. Seriöse Partner werden auch daran interessiert sein, an einer guten und (langfristig) erfolgversprechenden Kampagne mitzuwirken.

Daher sollte man folgende Überlegungen ausarbeiten, um gute Publisher zu gewinnen:

  • Was ist eine angemessene Provision?
  • Welche Zusatzanreize könnte ich bieten? Beispiele: attraktive Einstiegsprovisionen, erfolgsorientierte Provisionserhöhungen, Preise für die umsatzstärksten Partner etc.
  • Biete ich ansprechende Zielseiten, die hohe Conversion-Rates in Aussicht stellen?
  • Biete ich ansprechende Werbemittel in allen nötigen Variationen?
  • Ist meine Kampagne gut durchdacht, so dass auch die Publisher mit regelmäßigen Provisionen rechnen können?
  • Wie kann ich potenzielle Publisher über mein Partnerprogramm informieren? Beispiele: Über das Affiliate-Netzwerk, E-Mail-Kontakte, Werbung, externe Dienstleister.

Hat man anhand solcher Überlegungen ein durchdachtes Affiliate-Marketing-Konzept erstellt, kann daraus eine mächtige Online-Strategie entstehen, die entsprechende Umsatzsteigerungen möglich macht.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Beitrag der Serie behandelt das Thema Banner-Werbung. Erst wird einführend der Begriff der Banner-Werbung erläutert und die Funktionsweise erklärt. Zudem wird der Frage nachgegangen, welche Arten von Werbebannern es gibt und wo man im Idealfall Banner-Werbungen schalten sollte.

Nützliche Links

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketings-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social Media Marketing

Online-Marketing-Basics #4: SEO für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

Online-Marketing-Basics #7: Video-Marketing

 

 

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Online-Marketing-Basics #7: Einführung ins Video-Marketing

Der 7. Teil der Online-Marketing-Serie für Einsteiger behandelt das Thema Video-Marketing im Internet. Ziel des Beitrags ist keine Anleitung zum Drehen von erfolgreichen Videos mit großem Verbreitungsgrad, sondern vielmehr ein Überblick über die Funktionsweise und die Herangehensweise für Online-Video-Marketing. Zudem folgen ein paar grundlegende Überlegungen und Tipps.

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Werbung im Speziellen und Marketing im Allgemeinen in Form von Videos kennen wir bereits seit Jahrzehnten aus Fernsehen und Kino. Mit dem Internet und vor allem mit der Entwicklung zum Web 2.0 hat die soziale Komponente die Möglichkeiten des Online-Video-Marketings deutlich erweitert. Nicht mehr nur das TV macht die Erfolge. Längst gibt es Videos, die sich im Internet wie ein Virus verbreitet haben.

Als Unternehmer können Sie viele Arten von Filmen produzieren lassen: Werbefilme, Imagefilme, Unternehmensfilme, Schulungsvideos, Produktvideos, Dokumentationen, Tutorials, Informationsbeiträge und mehr. Gute Filme bestechen durch einen hochwertigen Mix aus Information und Emotion. Das verbindet nachhaltig positive Gefühle mit Ihrem Angebot.

Was ist Online-Video-Marketing?

Online-Video-Marketing bezeichnet den speziellen Einsatz von Videos im Internet, um PR-, Marketing- oder Verkaufsbotschaften zu verbreiten oder diese zu unterstützen. Für den Vorgang heißt das: Ein Video wird zum Beispiel auf möglichst viele Internetplattformen hochgeladen und versucht dort, möglichst viele Personen aus der Zielgruppe zu erreichen. Handelt es sich um eine Form des Werbefilms für ein bestimmtes Produkt, soll dieser beispielsweise Besucher auf die eigene Website locken, indem er das Kaufinteresse an dem Produkt weckt.

Das Beispiel veranschaulicht aber nur eine Art des Nutzens von Online-Video-Marketing. Das Instrument kann vielseitiger eingesetzt werden: Natürlich können durch gelungene Videos auch die Markenbekanntheit durch einen viralen Effekt gesteigert werden, das Image eines Unternehmens mit positiven Emotionen verknüpft und somit verbessert werden, die Kundenbindung an die Marke gesteigert werden usw.

Die direkt und einfach messbaren Effekte von Online-Video-Marketing sind: mehr Besucher für die eigene Website (der Hauptzweck der meisten erfolgreichen Online-Marketing-Maßnahmen) und die Erhöhung der Verweildauer auf der Website.

Die grundlegenden Arten des Online-Video-Marketings

Ausgehend von den Zwecken kann man auf zwei grundlegende Arten von Online-Video-Marketing verweisen: 1. Die selbstproduzierten Videos und 2. Eingebettete Videos, die von anderen erstellt wurden.

Die selbst produzierten Videos lassen sich mit Überschneidungen grob in Videos einteilen, die man als Ads (=Werbung) – vor oder im Laufe eines anzuschauenden anderen Videos – schaltet und in solche, die man als eigenständige Videos (mit z. B. der Hoffnung auf einen viralen Effekt) im Netz verbreitet. Mit Überschneidungen ist gemeint, dass es auch die gleichen Produktionen sein können. Das heißt: Ein und dasselbe Video kann als Ad oder als eigenständiges Video gleichermaßen dienen.

Geht es nur um den Zweck, die Verweildauer zu erhöhen, muss man das Video gar nicht selbst produzieren (kann das aber natürlich tun). Das ist beispielsweise der Fall, wenn man ein Produkt im Webshop verkaufen will. Zusätzlich zur Produktbeschreibung als Text eignet sich dann oftmals die Einbindung eines Produktvideos des Herstellers. In diesem werden die Anwendung und die Vorteile der Ware erklärt.

Dieser Einsatzzweck beschränkt sich jedoch nicht auf Webshops: Auch Informationsportale wie z. B. Dr. Web greifen immer wieder auf Videos Dritter zurück, wenn der Leser dadurch einen Nutzen ziehen kann.

Warum ist Online-Video-Marketing wichtig?

Natürlich können Sie auch ohne Online-Video-Marketing bei der Besuchergenerierung im Internet erfolgreich sein. Die anderen Marketing-Strategien im Netz bieten vielen Seitenbetreiber so viel Traffic, dass diese gar nicht erst darüber nachdenken müssen, eigene Videos zu produzieren. Vor allem Google dient den meisten als primäre Besucherquelle. Ganz abgesehen davon, dass professionelle Videos oft eine große Menge Geld verschlingen…

Wer jedoch glaubt, über Videos seine Zielgruppe gut ansprechen zu können, der sollte zwei gute Gründe in seine Entscheidung miteinbeziehen:

  • Die universellen Suchergebnisse von Google: Immer öfter blendet die Suchmaschine Video-Ergebnisse in den Ergebnisseiten weit vorne ein.
  • Youtube ist bereits die zweitgrößte Suchmaschine der Welt: Laut Google-Support verzeichnet Youtube pro Tag 4 Milliarden Aufrufe (Stand: Januar 2012). Viele Nutzer suchen Informationen und Lösungen (z. B. Anleitungen, Tutorials etc.) über die Videoplattform.

Welche Plattform sollten Sie nutzen?

Youtube ist mit Abstand die größte Videoplattform der Welt. Im Allgemeinen kann daher pauschaliert werden: Sie ist für das Online-Video-Marketing auch die wichtigste Plattform. Allerdings gibt es auch Alternativen. Diese können nicht unwichtig für den Marketing-Erfolg sein, wenn man sie sorgfältig auswählt. Dabei spielt vor allem die richtige Zielgruppe eine Rolle. Hier eine kurze (weit nicht vollständige) Auswahl, die aber die Wichtigkeit der Zielgruppe unterstreichen soll:

  • Vimeo: Vimeo steht für mehr filmerische Qualität als Youtube. Es ist (auch, wenn Vimeo zunehmend breiter wird) vor allem Plattform für Künstler, Grafiker oder Designer, die aufwendige Produktionen/Animationen hochladen.
  • DailyMotion: Stammt aus Frankreich, hat sich aber zunehmend auch am deutschen Markt etabliert. Hier finden sich genauso Profi-Videos, wie auch Uploads von Usern ohne professionellen Anspruch.
  • MyVideo und Clipfish sind im Besitz von TV-Anstalten (MyVideo von der ProSiebenSat1-Gruppe und Clipfish eine RTL-Tocherfirma). Bei beiden kann man eigene Videos hochladen, allerdings gehen diese neben den professionellen Serien leicht unter. Diese werden von den Mutterkonzernen dort beworben und eingestellt. Daher sind viele User dieser Plattformen auch nur auf der Suche nach solchen Serien.

Am Ende bleibt als Fazit übrig, dass man an Youtube vermutlich nicht vorbeikommt, sein Online-Video-Marketing mit anderen Plattformen jedoch erweitern kann.

Schmaler Grat vom Hit zum Negativ-Paradebeispiel

Je nach Ihrem Ziel, sollten Sie Profis heranziehen, um Videos zu produzieren. Die oft gehörte Überlegung „Es ist ja nur für das Netz“, sollten Sie schnellstmöglich verwerfen. Schlechte Qualität wirkt unprofessionell. Dieser unprofessionelle Eindruck färbt dann auf Ihr Unternehmen ab. Im schlimmsten Fall wären Sie nicht der erste Unternehmer, dessen Video wegen seiner fehlenden Professionalität zur Peinlichkeit mit großem Publikum wird. Dann würde Ihr Unternehmen langfristig mit dieser Unprofessionalität verbunden bleiben. Das wollen Sie mit Sicherheit nicht erreichen.

Ihren sprichwörtlichen Hausverstand sollten Sie übrigens trotzdem nicht an den Profi alleine abgeben. Es gibt auch einige Videos im Netz, die trotz des Einsatzes von Experten nach hinten losgingen. Der Spiegel veröffentlichte im Sommer 2012 eine Liste mit Negativ-Beispielen von Recruiting-Filmchen deutscher Großkonzerne wie BMW und Edeka. Hier das BMW-Video als plakatives Beispiel:

Welche Video-Inhalte kommen gut an?

Der professionelle Anspruch gilt vor allem für Filmgenres wie Imagefilme, Unternehmensfilme, Werbefilme etc. Hier muss ein Regisseur es schaffen, eine Emotion zu wecken, die sich positiv mit dem beworbenen Ziel verbindet. Dafür gibt es verschiedene Techniken, derer sich die Profis gerne bedienen. Wie immer bei der Content-Erstellung gilt auch hier: Das Video darf nicht zum Floskel-Dreschen werden. Filmemacher Peter Schels hat in einem Youtube-Hit Ende 2013 genau diese Inflation der immer gleichen Effekthascherei aufgegriffen und am Beispiel eines Obststandes der eigenen Branche augenzwinkernd den Spiegel vorgehalten. Wie es übertrieben geht, sehen Sie also hier:

Doch wie sieht nun gutes Video-Marketing im Internet aus? Das Spiel mit den Emotionen ist riskant. Besonders beliebt ist beispielsweise Humor. Wenn es gelingt, kann man sich mit einer tollen Produktion in den Köpfen der Menschen festsetzen. Einer der berühmtesten Youtube-Werbehits stammt aus dem Jahr 2010 von der Firma Tipp-Ex und hieß in der deutschen Version „Jäger erschießt einen Bär.“ Das Video besteht eigentlich aus mehreren Videos und lebt von der Interaktion mit dem Zuseher, die nur durch das Internet möglich ist. Dabei wird das Produkt an sich beworben und gleichzeitig durch den Unterhaltungswert positive Emotion mit der Marke verbunden. Nach dem Erfolg der ersten Kampagne, wurde sie sogar fortgesetzt. Hier das Original in der deutschen Version:

video-marketing-tippex-beispiel

Ebenfalls ein gutes Beispiel für den treffenden Einsatz von Humor im Imagefilm ist beispielsweise das Windenergievideo von Epuron:

Ohne Profi-Regisseur kommen Sie dann aus, wenn nicht eine bestimmte Art von Emotion im Vordergrund stehen soll. Das ist meist der Fall, wenn es vorrangig um Informationen geht. Zum Beispiel in Tutorials oder How-To-Videos. Diese sind zweifelsohne mit ein Grund, warum Youtube mittlerweile zur zweitgrößten Suchmaschine geworden ist. Will ich wissen, wie ich beispielsweise einen Photoshop-Effekt hinkriege, lasse ich es mir auf Youtube vom Profi erklären, schaue ihm praktisch über die Schulter und muss die Schritte nur noch 1:1 nachmachen – so wie hier:

Lassen Sie sich aber von die vielen How-To-Videos der Webworker nicht abschrecken: Informationsvideos gelingen nicht nur für Branchen, die zwangsweise hinter einem Bildschirm arbeiten. Die Videomöglichkeiten der anderen Branchen sind keineswegs auf Werbefilme und Imagefilme mit hohen Budgets beschränkt. Überall, wo es etwas zu erklären gibt, eignen sich auch Info-Videos. Hier das praktische Beispiel „Fahrradschlauch wechseln“:

Ein kurzer Tipp: Auch bei Videos gilt die Online-Marketing-Weisheit „Content is King“. Und wie der Content aufgebaut sein muss, hängt wiederum vom Ziel ab. Das fängt nicht erst beim Dreh des Videos, sondern bereits beim Titel an. Überlegen Sie sich diesen daher gut. Schließlich entscheidet meist dieser, ob der User dieses oder ein anderes Video ansieht.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Im nächsten Teil der Online-Marketing-Basics-Serie geht es um das Affiliate-Marketing. Darin wird dieses Werkzeug in Grundzügen erklärt und überlegt, für wen eine solche Strategie zielführend sein könnte. Zudem werden ein paar der bekanntesten Affiliate-Netzwerke vorgestellt.

Nützliche Links zum Beitrag

Der Spiegel-Beitrag aus dem Jahr 2012 über peinliche Recruiting-Videos

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketing-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

Online-Marketing-Basics #4: Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

(dpe)

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E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing-Basics #6: Einführung ins E-Mail-Marketing

Der sechste Teil der Online-Marketing-Basics-Serie beschäftigt sich mit dem Thema E-Mail-Marketing. Es soll geklärt werden, was man darunter versteht, wie man dabei vorgeht und es sollen auch kurz die rechtlichen Aspekte in Deutschland und Österreich beleuchtet werden. Der Reiz von E-Mail-Marketing ist groß, schließlich sind Sie im Idealfall mit Ihrer Marketing-Maßnahme schon im Postfach der potenziellen Zielgruppe.

symbolbild: e-mail-marketing

E-Mail-Listen gelten im Online-Marketing als besonderer Schatz. Sie stellen eine direkte und unmittelbare Kontaktmöglichkeit mit Interessenten dar. Als solche kann E-Mail-Marketing oft eine hohe Erfolgsquote haben. Allerdings ist das auch nur der Fall, wenn die Adressaten Ihnen die E-Mail-Daten freiwillig gegeben haben und zu Ihrer Zielgruppe gehören. Unter anderen Voraussetzungen haben Sie nicht nur eine schlechte Conversion-Rate, sondern im schlimmsten Fall sogar rechtliche Probleme.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von E-Mail-Marketing

  • Newsletter: Newsletter sind regelmäßig versandte Mails an Ihre Interessenten. Die Inhalte können informativer und werbender Natur sein. Erfolgreiche Newsletter sollten mindestens alle 2 Monate, höchstens 1 Mal pro Woche versandt werden und dabei professionell gestaltet sein. Wenn Sie zu häufig Newsletter versenden, werden Sie als Spammer wahrgenommen.
  • Direct-E-Mail: Diese Mails sind das Gegenstück zum Offline-Werbebrief. Sie werden nicht regelmäßig versandt, sondern nur an ausgewählte Empfänger und nur zu bestimmten Anlässen wie z.B.: besondere Angebote, Einladungen (Messen, Seminare etc.), aktuelle Aktionen, Umfragen etc.
  • Individuelle E-Mail: Diese Form beschreibt den direkten Kundenkontakt in Form von Support, Anfragen, Verkaufsanbahnungen, Beschwerden etc. Hier geht es für Sie darum, dass Sie schnell reagieren. Dann können Sie den Kunden an sich binden. Muss der Kunde wochenlang auf eine Supportantwort warten, haben Sie ihn wahrscheinlich verloren.

Gestaltung und Aufbereitung von Marketing-E-Mails

symbolbild: gestaltung werbe-e-mail

Wahrscheinlich kennen Sie die Situation aus Ihrem eigenen E-Mail-Postfach: Es gibt Marketing-E-Mails, die können Sie gar nicht schnell genug löschen. Vom ersten Eindruck an wirken diese nicht nur unprofessionell und uninteressant, in einem Worst-Case-Szenario wirken Sie sogar gefährlich. Das ist dann der Fall, wenn Sie nach billigem Spam und/oder Phishing-Mails und/oder Schadsoftware förmlich „riechen“.

Es gibt aber noch die zweite Art von Marketing-Mails. Diese gut gemachten Freuden aus Ihrem Postfach können Sie kaum übersehen. Die Betreffzeile (Sie ist der „Türöffner“ im E-Mail-Marketing!) trifft ein Thema, das Sie wirklich interessiert. Sie machen die E-Mail auf und sehen Sie sich zumindest an. Schlägt die Marketing-Maßnahme voll durch, klicken Sie sogar auf den Link darin und finden sich auf einer guten Landing-Page wieder. Ob Sie dann zum Käufer, Anrufer, Abonennten etc. werden, entscheidet die Qualität des Inhalts. Aber die E-Mail hat ihren Zweck erfüllt. Um diesen Effekt zu erreichen, sollten Sie mindestens folgende Grundregeln beachten:

  • Die Absender-Adresse sollte bereits klar zum Ausdruck bringen, wer die E-Mail versandt hat. Andernfalls wirken Sie unseriös.
  • Betreff: Holen Sie ein Bedürnis ab! Die Betreffzeile entscheidet, ob Ihre E-Mail geöffnet wird (Ähnlich der Überschrift bei den Website-Inhalten).
  • Gestalten Sie Ihre E-Mail professionell. Wenn Sie Html-Newsletter versenden, lehnen Sie das Design an Ihr Website-Design an.
  • Bieten Sie tatsächlichen Mehrwert und teilen Sie den Newsletter in Überschriften. Jede Überschrift soll direkt ein Bedürfnis ansprechen. Es gelten die gleichen Content-Regeln wie im übrigen Online-Marketing.
  • Führen Sie Ihre Leser mit dem Link zur Unterseite mit der größten Themenrelevanz (eventuell sogar eine eigens eingerichtete Landing-Page) und nicht auf Ihre Startseite. Schließlich folgt der Leser wegen des spezifischen Inhalts dem Link.
  • Handeln Sie nicht zu viele Themen auf einmal ab.
  • Bauen Sie einen „Call to Action ein“, d.h.: Sagen Sie dem Leser, was er tun soll.
  • Bieten Sie ordentliche Kontaktdaten am Ende des Newsletters.
  • Bieten Sie eine einfache Möglichkeit den Newsletter abzubestellen.
  • Vermeiden Sie bekannte Reizwörter, Spamwörter und/oder spammige Schreibweisen wie z. B.: WICHTIGE INFORMATION, SONDERANGEBOT etc..

Wie komme ich zu E-Mail-Kontaktlisten?

Eine gute und bewährte Methode ist es, Ihre Website-Besucher dazu zu bringen, sich selbst in die Newsletter-Liste einzutragen. Das ist ein Zeichen, dass diese sich für Ihre Inhalte und Ihr Angebot interessieren. Sie treffen damit genau die Zielgruppe und haben zudem rechtliche Sicherheit.

Weitere Möglichkeiten freiwillig an die E-Mail-Listen zu kommen (also die Zustimmung zu holen) sind z. B.: E-Mail-Angabe beim Verkauf eines Produkts/Dienstleistung, Gratisproben oder gratis Informationen gegen die Angabe der Mail-Adresse, Gewinnspiele etc. Stellen Sie dabei immer klar, dass Sie die Person in Ihren E-Mail-Verteiler aufnehmen wollen und regelmäßig Zusendungen machen werden.

Natürlich können Sie auch E-Mail-Adressen für Werbezwecke in Tausendschaften zukaufen. Wie auch bei allen anderen Abkürzungen im Online-Marketing treffen Sie damit wahrscheinlich kaum Ihre Zielgruppe. In diesem Fall werden Sie wahrscheinlich zudem noch als Spammer wahrgenommen und überspannen sogar den Bogen des rechtlich Erlaubten.

Um Newsletter zu Versenden empfiehlt es sich, ein Newsletter-Tool zu installieren. Diese versenden Html-Newsletter, die Sie frei gestalten können und übernehmen die Steuerung eines automatisierten Double-Opt-In- und des Opt-Out-Verfahrens. Double-Opt-In heißt, der Interessent muss ausdrücklich den Newsletter bestellen und diese Bestellung durch einen zugesandten E-Mail-Link bestätigen. Opt-Out bedeutet, dass man den Newsletter durch einen einfachen Link-Klick wieder abbestellen kann. Bekannte Anbieter sind:

  • CleverReach
  • Newsletter2Go
  • MailChimp
  • rapidmail
  • cleverelements
  • benchmark-email und weitere

Die meisten Anbieter gleichen sich darin, dass sie eine Testphase oder eine bestimmte Empfänger- und Mailanzahl pro Monat kostenlos zur Verfügung stellen.

Was gilt es rechtlich zu beachten?

Symbolbild: Rechtliche Situation

Da Sie mit Ihren Newslettern oder anderen Marketing-E-Mails direkt im Postfach eines potenziellen Kunden landen, kann diese Online-Marketing-Maßnahme große Erfolgschancen bieten. Allerdings können Sie nicht einfach wild Mails an Tausende Personen verschicken. Abmahnungen lassen dann meist nicht lange auf sich warten. Damit Sie rechtssicher Newsletter verschicken können, müssen Sie ein paar Punkte beachten:

In Deutschland muss ein Endverbraucher dieser Form der Kontaktaufnahme durch E-Mail-Marketing ausdrücklich zustimmen. Das nennt man, wie bereits oben erklärt Opt-In Verfahren. Jedoch gehen die Bestimmungen im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) noch weiter: Eine E-Mail gilt als unzumutbare Belästigung, wenn 1. die Einwilligung des Adressaten fehlt, 2. der Absender seine Identität verschleiert/verheimlicht, 3. die E-Mail keine gültige Adresse/Option zum Abbestellen der Werbe-E-Mails beinhaltet. Daraus ergibt sich zudem die Pflicht zu einem rechtsgültigen, vollständigen Impressum in den Werbe-E-Mails.

Die Forderung der Gerichte entwickelte sich außerdem in Richtung des weiter oben bereits genannten Double-Opt-In-Verfahren. So können Sie sicherstellen, dass die Bestellung des Newsletters nicht von einem Dritten stammt. Damit Sie bei einer Abmahnung nicht ohne Beweis da stehen, sollten Sie die Bestellungen protokollieren. Dank entsprechender Aufzeichnungen können Sie den Klick im Ernstfall rechtssicher Beweisen.

Ausnahmen bestehen nur für den E-Mail-Kontakt zu Bestandskunden. Das heißt: Haben Sie die E-Mail-Adresse im Zuge eines Verkaufs über Ihren Online-Shop erhalten, dürfen Sie den Kunden auch weiterhin kontaktieren. Allerdings muss es sich um ähnliche Waren oder Dienstleistungen handeln. Dem Kontakt Werbung zu einem neuen Girokonto „aufzudrücken“, wenn er bei Ihnen ein Hemd erworben hat, ist nicht zulässig. Der Kunde darf dem Zusenden von Werbe-Mails jedoch nie widersprochen haben und es muss ihm jederzeit die Möglichkeit dazu eingeräumt werden.

In Österreich ist die Gesetzgebung ähnlich: Geregelt wird das E-Mail-Marketing in §107 des Telekommunikationsgesetzes (TKG). E-Mail-Marketing ohne vorherige Einwilligung des Empfängers ist ebenfalls verboten, wenn die Zusendung zum Zweck der Direktwerbung erfolgt oder an mehr als 50 Empfänger gerichtet ist. D. h.: Grundsätzlich sollte man immer die Zustimmung einholen. Eine Ausnahme besteht ebenfalls dann, wenn der Absender die Kontaktdaten im Zusammenhang mit dem Verkauf oder einer Dienstleistung an den Empfänger erhalten hat, die E-Mail zur Werbung für eigene ähnliche Produkte oder Dienstleistungen erfolgt und der Kunde klar die Möglichkeit erhalten hat, die Kontaktdaten nicht preiszugeben. Zudem darf der Empfänger die Zusendung nicht von Vornherein durch die RTR-Liste verboten haben.

Was ist die RTR-Liste? Das österreichische E-Commerce-Gesetz (ECG) verpflichtet die RTR eine Liste zu führen, in die sich Personen und Unternehmen kostenlos eintragen können, wenn Sie keine kommerziellen E-Mails wünschen. Wollen Sie in der Alpenrepublik E-Mail-Werbung ohne vorherige Zustimmung des Empfängers versenden (was unter bestimmten Bedingungen zulässig ist), müssen Sie diese Liste beachten.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Im nächsten Teil der Serie wird das Thema Online-Video-Advertising behandelt. Es wird in Grundzügen erklärt und deren Einsatzgebiete kurz beleuchtet. Zudem wird eine kurze Einführung über das Zusammenspiel der berühmtesten Online-Video-Plattform Youtube und ihr mögliches Zusammenspiel mit der eigenen Website gegeben.

Nützliche Links zum Beitrag

§ 7 Unlauterer Wettbewerbs-Gesetz (UWG) Deutschland

§ 107 Telekommunikationsgesetz Österreich

Tipps zur Textgestaltung auf Dr. Web

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketing-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

Online-Marketing-Basics #4: Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Anfänger

Online-Marketing-Basics #5: SEA

(dpe)