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Online-Marketing-Basics #5: Einführung in die Werbung via Suchmaschine (SEA) und ihr Nutzen für Optimierungen

Der fünfte Teil der Online-Marketing-Serie für Einsteiger beschäftigt sich mit der zweiten Teildisziplin des Suchmaschinenmarketings, der Suchmaschinenwerbung (kurz SEA). Gegen einen Geldbetrag können Anzeigen passend zu Suchbegriffen erstellt werden. Weiß man wie, kann man damit Besucher für seine Website generieren und wichtige Daten für die Optimierung der eigenen Seite sammeln.

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Was ist SEA?

Die Abkürzung SEA steht für Search Engine Advertising und bedeutet Suchmaschinenwerbung. Gesehen hat diese Werbungen vermutlich schon jeder einmal. Es handelt sich dabei um die als Anzeige gekennzeichneten Einblendungen oberhalb bzw. rechts neben den organischen Suchergebnissen. Früher waren Sie rosa unterlegt, heute sind sie mit einem gelben Button versehen.

SEA-Erklärung

Während man in den organischen Suchergebnislisten deswegen oben gelistet wird, weil Google diese Websites für das beste Resultat für den Suchenden hält, kauft man sich in die Anzeigen ein. Allerdings gelten nicht nur bei SEO, sondern auch bei den Anzeigen gewisse Qualitätskriterien. Natürlich gibt es auch SEO und SEA abseits von Google. Wie aber bereits in Teil 4 der Online-Marketing-Basics-Serie erwähnt, hat Google im deutschsprachigen Raum einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Daher konzentrieren wir uns auch in diesem Teil der Serie nur auf AdWords – so heißt der Online-Werbedienst des Suchmaschinenriesen.

Wozu wird SEA verwendet?

Der vordergründige Nutzen von AdWords liegt darin, durch Klicks auf die Anzeigen Besucherströme auf eine Webpräsenz zu lenken. Diese Webpräsenz ist im Regelfall die eigene Website. Wenn man das richtig macht, funktioniert die Suchmaschinenwerbung dafür sehr gut. Jedoch sollte man, wenn man SEA-Anzeigen schaltet, diese Investition auch immer gleich für die Optimierung der eigenen Website einsetzen. Das hilft in einem Schritt bei SEO, Steigerung der Klickrate (CTR) für organische SERPs und der Verbesserung der Conversion-Rate (=Erfolgsquote) einer Website.

Als Einsteiger empfehlen sich drei Ziele mit SEA zu verfolgen:

  1. Sofortige Trafficquelle auch ohne gute Rankings in den SERPs: Dank der Anzeigen kann Ihre Website auch auf der ersten Suchergebnisseite erscheinen, selbst wenn diese noch nicht genug Vertrauen für die organische Seite 1 besitzt.
  2. Traffic für ergänzende Angebote außerhalb meiner Kerninhalte: Selbst, wenn Sie Produkt X über Ihren Webshop vertreiben, aber dazu keine Testberichte auf Ihrer Seite veröffentlichen, könnte der Suchende nach Testberichten zu Ihrer Zielgruppe gehören. Erstellen Sie eine Anzeige für „Produkt X Testbericht“ etc. tauchen Sie auch ohne entsprechender Inhalte in den SERPs auf. Oder: Wenn Sie saisonal Ihr Angebot erweitern, aber dazu nicht (oder vielleicht nicht schnell genug) in den Suchresultaten nach oben gelangen. Beispiele dafür wären spezielle Oster-, Weihnachts-, Muttertags-, Valentinstags-, Herbstferien- oder ähnliche Angebote, die sie direkt und zeitnah für Ihre Zielgruppe bewerben möchten.
  3. Daten sammeln zum Optimieren einer Website: Im Gegenteil zum Google-Keyword-Planner liefert Ihnen eine zeitlich beschränkte AdWords-Kampagne genauere Daten – und vor allem noch viel mehr Daten. Sie können die Conversion-Rate Ihrer Seite analysieren, sehen wie Seitentitle und Description Ihrer Seite in Hinblick auf die CTR angenommen werden etc.

Wie erstellt man Google-AdWords-Kampagnen?

Um Google-AdWords-Kampagnen zu erstellen benötigen Sie ein Google-Konto. Damit loggen Sie sich einfach auf adwords.google.com ein. Die Erstellung einer Kampagne hat der Suchmaschinenriese sehr intuitiv und einfach gestaltet. Zudem bietet Google unter der Adwords-Hilfe leicht verständliche und gut aufbereitete Informationen an, wie man Kampagnen erstellt. Da die AdWords-Plattform stetig weiterentwickelt wird und dadurch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung möglicherweise bald nicht mehr Up-to-date wäre, wird hier auf eine solche verzichtet. Stattdessen wird verstärkt darauf eingegangen, welche Eckpunkte eine erfolgreiche Kampagne aufweist, da diese keinen Veränderungen unterworfen sind.

Wichtig ist in einem ersten Schritt, dass Sie Tagesbudget, Sprache, Region und zeitlichen Anfang und Ende Ihrer Kampagne festlegen. Danach gilt es, die richtigen Keywords mit dem Keyword Planer zu bestimmen und Ihre Werbeanzeige aussagekräftig und interessant zu gestalten. Für die interessante Gestaltung behalten jene Tipps Ihre Gültigkeit, die auch für die Erstellung hochwertigen Contents für Ihre Seite Gültigkeit behalten. Auf Dr. Web finden Sie bereits Beiträge dazu. Ein entsprechender Link wird am Ende des Beitrags aufgelistet.

Auf der Hand liegt, dass die Anzeigentexte einen klaren Bezug zum Keyword haben sollten. Schließlich will der Suchende Informationen zu seiner Suchanfrage. Zudem sollte er kurz und knackig die Vorteile Ihres Angebots in Zusammenhang mit der Suchanfrage auf den Punkt bringen und deutlich machen, dass Sie für seine Anfrage eine Lösung bieten. Gelingt dies, sollte die Klickrate Ihrer Anzeige entsprechend hoch sein.

Google verlangt zudem von der Zielseite, dass sich darauf möglichst relevante und originelle Inhalte im Kontext mit der eingegebenen Suchphrase wiederfinden (Stichwort: Unique Content). Der Suchmaschinenriese bewertet die Relevanz der Anzeige und Zielseite zudem mit einem Qualitätsfaktor. Entspricht Ihre Kampagne den Vorstellungen von Google, wirkt sich das auf Kosten und Anzeigenposition der AdWords positiv aus.

Die Suchmaschine hat den Qualitätsfaktor natürlich aus Eigeninteresse eingeführt. Die Überlegung dahinter: Je besser die Anzeigen die Bedürfnisse der Suchenden befriedigen, desto mehr Vertrauen werden sie aufbauen und desto öfter werden Sie angeklickt. Da Sie als Werbekunde pro Klick zahlen, bedeutet das für Google bares Geld. Spinnen Sie diese Überlegung aber weiter, so können Sie auch für sich Nutzen daraus ziehen: Erfüllen Ihre Anzeige und Ihre Zielseite die Voraussetzungen von Google, so bedeutet das, dass auch Ihre Kampagne das Bedürfnis der Suchenden befriedigt. Und sie wissen dadurch, dass Sie Ihrer Zielgruppe relevante Inhalte bieten.

In der AdWords-Hilfe finden Sie Möglichkeiten Ihren Qualitätsfaktor zu testen. Zudem bietet Google auch einen Online-Video-Kurs, in dem Google die Eckpunkte einer relevanten Anzeige erklärt und vorstellt. Links dazu finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Auswertung von SEA und die Verbindung mit SEO

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Um die Effektivität Ihrer AdWords-Anzeigen bestmöglich messen zu können, sollten Sie Ihr Google-AdWords-Konto mit Ihrem Google-Analytics-Konto verbinden. Anhand der Zahlen, die Ihnen von Werbedienst ausgegeben werden, erfahren Sie dann, wie oft eine Suchanfrage eingegeben wurde und wie viele Interessenten auch tatsächlich auf Ihre Anzeige geklickt haben. Dank Google Analytics können Sie zudem noch das Verhalten dieser Interessenten auf Ihrer Website messen.

Zu wissen, was man damit messen kann, ist eine Sache. Zu wissen, wie man diese Daten interpretiert, auswertet und positive Veränderungen dadurch herbeiführt, die viel Wichtigere. Daher sollen im Folgenden ein paar wichtige Messdaten mit hilfreichen Schlussfolgerungen erläutert werden:

  • Impressionen: Mit Hilfe der Impressionen erfahren Sie einen genauen Wert, wie oft ein Keyword in einem bestimmten Zeitraum eingegeben wird. Im Gegensatz zu Keyword-Planer, der nur gerundete Werte angibt. Die Impressionen dienen der besseren Bestimmung, welches Keyword für Sie das gewinnbringendste sein kann.
  • Klicks/CTR: Anhand der Klicks und Click-Through-Rate können Sie auswerten, welche Anzeigen häufiger von den Interessenten als wichtig angenommen wurden. Für die Onsite-Seo-Optimierung Ihrer Website verrät Ihnen das, welcher Seitentitel und welche Metadescription auch dort gut funktionieren würde.
  • Geschaltet: Im Reiter Anzeige auf Google AdWords sehen Sie anhand der Spalte „geschaltet“ welche Anzeige von Google wie oft verwendet wurde. Daran können Sie auch erkennen, welche Anzeigeninhalte von der Suchmaschine als wichtig angesehen werden. Das gibt Ihnen Aufschluss für optimale Seitentitel und Meta-Description in Hinblick auf Seo. Google wertet nämlich schon anhand des Algorithmus aus, welche Werbeanzeige zu einer bestimmten Suchanfrage am ehesten Klicks generieren kann.

(Wichtig: Erstellen Sie nicht pro Anzeigengruppe nur eine Werbeanzeige, sondern kreieren Sie mehrere Anzeigen pro Gruppe. Nur dann erhalten Sie den direkten Vergleich im Bereich der CTR und unter „geschaltet“!).

  • Absprungrate: Wenn Sie AdWords mit Analytics verbinden, können Sie messen, wie viele Besucher Ihre AdWords-Anzeige angeklickt haben und so auf Ihrer Website gelandet sind. Ob der Inhalt das Suchbedürfnis befriedigt hat, erkennen Sie an der Absprungrate. Ist diese besonders hoch, ist das im Wesentlichen auf 3 Gründe zurückzuführen: 1. Das Design hat den Besucher abgeschreckt, 2. Mit der Benutzerfreundlichkeit kam der Besucher nicht zurecht oder 3. Der Inhalt passte nicht zum Bedürfnis. Bevor Sie sich jetzt auf Ihren Webdesigner ausreden: Meistens liegt es am Inhalt. Das heißt: Mit Sea erhalten Sie auch Hinweise darauf, welche Inhalte Sie dringend überarbeiten sollten.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Basics-Serie?

Der nächste Teil der Serie wird sich dem Thema E-Mail-Marketing widmen. Die Kernfragen, wie man dabei vorgehen sollte und wie man erfolgreiche Marketing-Mails gestaltet, sollen darin beantwortet werden.

Nützliche Links zum Beitrag

Startseite der AdWords-Hilfe

AdWords-Einführungsvideos für Werbetreibende

Qualitätsfaktor verstehen und überprüfen

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketing-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

Online-Marketing-Basics #4: Suchmaschinenoptimierung für Anfänger

(dpe)

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Online-Marketing-Basics #4: Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Anfänger

Suchmaschinenoptimierung ist eine Teildisziplin des Suchmaschinenmarketings. Dadurch sollen Besucher von einer Suchmaschine auf Ihre Webpräsenz geführt werden. Die Suchmaschinenoptimierung, kurz Seo, konzentriert sich dabei auf die sogenannten organischen Rankings. Im vierten Teil unserer Online-Marketing-Serie soll nun erklärt werden, was Seo bedeutet und eine Einführung gegeben werden, wie man die Positionen positiv beeinflussen kann.

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Die besondere Marktsituation im Bereich der Suchmaschinen im deutschsprachigen Raum beschränkt uns unweigerlich auf Google. Bei mehr als 90 Prozent Marktanteil macht es kaum Sinn, sich auf andere Suchmaschinen zu spezialisieren.

Das bringt uns hierzulande Vor- und Nachteile mit sich: Man muss sich nur auf Google spezialisieren, da Google der einzig relevante Markt im Suchmaschinenmarketing ist. Aber: Alle anderen Mitbewerber wollen auch ein Stück vom wertvollen Google-Kuchen. Die gesamte Konkurrenz konzentriert sich auf diesen Markt. Man kann also nicht spezialisiert auch andere Suchmaschinen anvisieren und dort zwar weniger, aber dennoch gewinnbringende Früchte ernten.

Das heißt allerdings nicht, dass es unmöglich ist, auf Google voranzukommen. Mit der richtigen Strategie kann man relevante Keywords anvisieren, die im Idealfall wenig umkämpft, aber noch immer ertragreich sind.

Wie sieht eine erfolgversprechende SEO-Strategie aus?

Suchmaschinenoptimierung bezeichnet alle Maßnahmen, um eine Webpräsenz in den organischen SERPs (= Ergebnisseiten nach einer Suchanfrage) unter einer bestimmten Suchphrase auf eine top Position zu bringen. Die erste Frage, die sich daher stellt: Was ist eine organische top Position?

Die organischen Ergebnisse bei einer Suchanfrage bezeichnen jene Ergebnisse, die von Google aufgrund Ihrer Beschaffenheit als hilfreich für den Suchenden angezeigt werden. Das Gegenteil der organischen Suchergebnisse sind die bezahlten Werbeanzeigen (kurz Sea für Search Engine Adverstising). In der Regel gibt es bei Suchanfragen in der rechten Spalte und oben in der Mitte Werbeanzeigen. Diese sind auch als solche gekennzeichnet. Die organische Liste sind somit alle Treffer in der mittleren Spalte, die nicht als Anzeigen gekennzeichnet sind.

Um zu wissen, welche die top Positionen sind, muss man einen Blick auf die Click Through Rate (= Klickrate, kurz CTR) der einzelnen Positionen werfen. Es gibt unterschiedliche Statistiken mit unterschiedlichen Ergebnissen zur CTR. Von Studie zu Studie variierten die Ergebnisse stark. Allerdings ist die Kernaussage immer gleich: Die top 3 erhalten rund 60% aller Klicks, die 1. Seite mehr als 90 Prozent. D.h.: Auf die zweite Seite abzurutschen bedeutet meist, keinen nennenswerten Besucherstrom mehr zu erhalten.

Schritt 1: Die richtigen Suchbegriffe anvisieren

Herauszufinden unter welchen Suchbegriffen man ganz oben stehen sollte, ist die erste Herausforderung. Viele Unternehmer freuen sich, wenn Sie unter Ihrem Namen oder unter selbst ausgedachten Suchbegriffen weit oben stehen. Das ist aber oft nichts wert. Warum? 1. Unter dem Namen ist das keine Kunst. Die Konkurrenz wird nicht auf Ihren Namen optimieren. 2. Wenn Sie Ihre Suchbegriffe ohne vorhergehende Analyse auswählen, besteht die Gefahr, dass niemand danach sucht.

Daher müssen Sie zuerst die Anzahl der Suchanfragen für ein bestimmtes Keyword herausfinden. Oftmals machen bei den Keywords sogar nur Kleinigkeiten den Unterschied. Es kann sein, dass die Singularform eines Produkts oft gesucht wird und die Pluralform selten (oder umgekehrt).

Um Herauszufinden, wie oft ein Suchbegriff gesucht wird, hilft Ihnen der Google-Keyword-Planer. Er zeigt Ihnen auch andere themenrelevante Suchphrasen an.

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(Screenshot: Keyword-Planer, 28. April 2014)

Nachdem Sie potentiell ertragreiche Suchbegriffe recherchiert haben, müssen Sie diese noch in zwei Punkten „gegenchecken“:

  1. Ist es wirklich Ihre Zielgruppe, die danach sucht? Um das herauszufinden, geben Sie einfach Ihren Suchbegriff in die Google-Suche ein und sehen sich die Ergebnisse an. Beispiel eines häufigen Fehlers: Wenn Sie Ihr Tätigkeitsfeld mit dem Fachbegriff eingeben, wirft Google vermehrt Job-Angebote aus. Der Grund ist nicht der, dass Google nicht weiß, was der richtige Suchbegriff ist. Im Gegenteil: Google weiß genau (anhand der täglichen Analyse von Milliarden an Daten), dass die meisten Personen mit diesem Suchbegriff nach Jobs suchen. Das heißt für Sie: Wenn Sie Ihre Tätigkeit als Dienstleister verkaufen wollen, müssen Sie weiter suchen, um den richtigen Suchbegriff Ihrer Kunden zu finden!
  2. Wie stark ist die Konkurrenz? Oftmals ist das beste Keyword nicht jene Suchphrase, die von Ihrer Zielgruppe am häufigsten eingegeben wird. Nicht, weil es Ihnen nichts bringen würde, dort ganz oben zu stehen. Sondern, weil der Preis dafür einfach zu hoch wäre. Optimierungen von Profis, Linkbuilding etc. kosten Geld. Übersteigen diese Kosten den zu erwartenden Gewinn, rentiert es sich nicht. Außerdem haben Sie bei starker Konkurrenz keine Garantie, es jemals ganz nach oben zu schaffen. Vielleicht gibt es eine andere Suchphrase, mit nur geringfügig weniger Suchanfragen, aber dafür viel schwächerer Konkurrenz. Dort könnten Sie schneller und günstiger gute Rankings erreichen…

Fünf Basis-Punkte, um die Konkurrenzsituation kostenlos einzuschätzen

  1. Wie viele Seiten ranken unter dem Suchbegriff? Geben Sie den Suchbegriff ein und Google verrät Ihnen, wie viele Ergebnisse die Suchmaschine gefunden hat.
  2. Welchen Pagerank hat die Konkurrenz? Auch wenn der Pagerank (PR) nicht mehr Ranking-Kriterium ist, so gibt er Ihnen dennoch einen Hinweis darauf, welchen Trust die Website genießt. Den PR einer Site können Sie beispielsweise mit dem kostenlosen Firefox-Plugin „Seoquake“ oder mit einem der zahlreichen PR-Checker aus der Google-Suche analysieren.
  3. Stecken die Keywords in der Url? Kommen die Keywords in der Url vor oder handelt es sich um unbenannte Unterseiten? Subdomains, Vergleichsseiten oder Shops sind ein gutes Zeichen. Ranken Websites vorne ohne Keywords in der Url, steigen Ihre Chancen, diese zu schlagen.
  4. Stecken Keywords im Seitentitel und in der Metadescription? Der Seitentitel ist der Teil der Suchergebnisse, der blau angezeigt wird. Die Metadescription kann der graue Erklärungstext darunter sein. Finden sich die Keywords nicht in der Description nimmt sich Google diese direkt aus den Texten. Da Google aber den Zusammenhang nicht erkennen kann, sind das keine ganzen Sätze, sondern immer mit „…“ zusammengesetzte Textteile. Fehlen die drei Punkte, wurden die Keywords in der Description eingepflegt. Passt hier alles, wird es für Sie schwieriger, denn das ist ein Anzeichen für Profis.
  5. Wieviele Backlinks hat die Konkurrenz? Wichtigstes Rankingkriterium sind noch immer Backlinks von anderen Webseiten. Trotz Updates der letzten Jahre kann man zumindest als Orientierung noch die alte Faustregel heranziehen: Je mehr die Konkurrenz gesammelt hat (vor allem von starken Seiten), desto stärker ist sie. Diese können Sie mit einem Backlink-Checker aus der Google-Suche kostenlos nachprüfen.

Eine solche Basis-Konkurrenzanalyse können Sie auf diese Weise kostenlos durchführen. Profis sichten mehr Kennzahlen und verwenden kostenpflichtige Tools. Damit können diese Seos (so nennt man Suchmaschinenoptimierer) noch genauer, schneller und besser die Wettkampfsituation einschätzen.

Schritt 2: Onpage-Seo – die eigene Website auf Keywords trimmen

Nach der Keyword-Recherche gilt es, Ihre Website auch korrekt aufzustellen. D. h.: Sie müssen Google vermitteln, dass User die gesuchten Informationen auf Ihrer Seite erhalten werden. Dafür müssen Sie Parameter wie Title, Description und Url auf diese Suchbegriffe hin ausrichten. Saubere Struktur und Code spielen, ebenso wie Inhaltsquantität eine Rolle. Natürlich sollte der Content auch wirklich die Informationen abdecken, die Sie Google vermitteln wollen. Und die wichtigsten Keywords sollten Sie wiederum hervorheben – durch Überschriften, Fettungen etc. Auch Aspekte wie Ladezeiten und mehr spielen hier hinein. Ein ausführlicher Beitrag zur Onsite-Optimierung wurde bereits auf Dr. Web veröffentlicht. Den Link dazu finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Schritt 3: Offpage-Optimierung – sammeln Sie Links als Empfehlung

Die Idee mit der Google den Suchmaschinenmarkt revolutioniert hatte war folgende: Setzt Website A einen Link auf Website B, gleicht das einer Empfehlung. Denn auf eine Website, von der man nichts hält, würde man nicht verlinken. Das Prinzip ist heute noch das gleiche. Es geht um die Links. Allerdings wurde und wird immer wieder versucht das System auszutricksen. Daher hat Google einen geheimen Algorithmus, um natürlichen von unnatürlichen Backlinkaufbau zu unterscheiden.

Das heißt: Setzen Sie auf die falschen Linkgeber, kann das schwerwiegende Folgen haben. Ganze Websites wurden von Google dafür schon mit schlechten Rankings bestraft oder gar aus dem Index genommen. Eine Existenzgefährdung für Unternehmen, wenn diese auf den Besucherstrom aus dem Internet angewiesen sind. Achten Sie also darauf, eine möglichst natürliche Linkstruktur aufzubauen und nicht wild mit jedem, den Sie kennen, Links zu tauschen. Tragen Sie Ihre Website auch nicht in jeden Katalog ein, der gratis Links verteilt. Das findet Google heraus und straft Sie ab.

Ein paar Tipps zum Linkaufbau:

  • Übertreiben Sie nicht! Tausende Links in kürzester Zeit sind auffällig.
  • Variieren Sie den Ankertext. Wenn Sie immer Ihre Keywords verlinken, fällt es auf. Würden die Links auf natürlichen Empfehlungen basieren, würden die Webmaster auch unterschiedlich vorgehen.
  • Achten Sie darauf, dass nicht immer auf die Domain, sondern auch immer wieder auf Unterseiten (z. B.: Blogartikel) verlinkt wird.
  • Je stärker die Website ist, die auf Sie verlinkt, desto besser. Achten Sie aber auch darauf: Wenn Sie nur top Links generieren, wird Google irgendwann vermuten, dass Sie diese eingekauft haben. Noch gefährlicher ist es aber, von der falschen Website Links zu generieren. Wenn Google diese als Bad-Neighbourhood einstuft, kann das für Sie Rankingverluste zur Folge haben.

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Teil der Serie beschäftigt sich mit der zweiten Teildisziplin im Suchmaschinenmarketing, der Suchmaschinenwerbung (Sea). In einer kurzen Einführung wird erläutert, worauf man bei der Erstellung von AdWords-Anzeigen achten sollte und wieso sich Seo und Sea nicht ausschließen, sondern wie sich diese beiden Online-Marketing-Formen ergänzen können.

Nützliche Links zum Beitrag

Onpage-Seo-Basics: Effektive Sofortmaßnahmen für jedermann

Online-Marketing-Basics #1: Die Werkzeuge des Online-Marketings im Überblick

Online-Marketing-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Online-Marketing-Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

(dpe)

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Online-Marketing Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing ist schon längst zu einem der vielen geflügelten Worte im Online-Marketing geworden. Glaubt man manchen Marketern, flattern damit Bestellungen, Aufträge und mehr nur so herein. Nachmachen wollten es schon viele. Aber irgendwie reicht es dann doch nicht so einfach, eine Facebook-Seite anzulegen, mit der Erwartung, die Kunden werden schon kommen. Wie das Prinzip hinter möglichen Social-Media-Marketing-Erfolgen funktionieren kann, soll hier in Grundzügen vermittelt werden.

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Um Social Media Marketing zu betreiben, muss man erst einmal wissen, was das eigentlich genau ist. Grundsätzlich beschreibt Social Media eine Entwicklung, die das Internet genommen hat. Anfangs verstand man es als reine Ansammlung von Information, die – so wie vor dem Internet üblich – von wenigen erstellt, aber von vielen konsumiert wurde. Heute werden die Inhalte im Internet nicht mehr von ein paar wenigen für viele erstellt. Viele (jeder, der dazu Lust hat) erstellen Inhalte für viele (jeden, der sich dafür interessiert). Die sozialen Tools (deutsch: Werkzeuge), Plattformen oder Kanäle, die das ermöglichen, sind im Wesentlichen:

  • Blogs
  • soziale Netzwerke (Facebook, Google+, Xing, Twitter etc.)
  • Foto- und Videoplattformen (Youtube, Vimeo, Flickr, Instagram etc.)
  • Foren und Bewertungsplattformen
  • Open-Source-Projekte (Wikipedia, etc.)
  • Social Bookmarking (Delicious, Mister Wong, etc.)

Über diese grobe Einteilung lässt sich unter Experten vermutlich streiten. Für den Umgang damit macht das aber keinen Unterschied.

Was kann man mit Social-Media-Marketing erreichen?

Wer Social-Media-Marketing betreibt, sollte sich Ziele stecken. Denn ohne Zielsetzung sind es meist vergebene Mühen. Und zwar große Mühen – erfolgreiches Social-Media-Marketing erfordert nämlich viel Zeitaufwand. Daher sollte man sich ganz genau überlegen, ob man sich diesen nachhaltigen Marketing-Aufwand antun will und, ob er sich für die eigene Branche lohnen wird.

Einsatzmöglichkeiten von Social Media:

  • Markenbekanntheit im Internet steigern
  • Kundenakquise und Umsatzsteigerung
  • Mehr Besucher für Ihre Website
  • Markenloyalität steigern
  • Fürsprecher finden, die als Multiplikatoren dienen
  • Interaktion mit der Zielgruppe/Community steigern
  • Reichweite ihrer Werbeaktivitäten erhöhen
  • Ihre Marke, Inhalte und Kampagnen viral verbreiten
  • Online-Reputation positiv beeinflussen
  • Online für das Unternehmen relevante Beziehungen knüpfen (Journalisten, Blogger, neue Partner,…)
  • Marktforschung I und Produktentwicklung: Fragen Sie die Zielgruppe, was sie sich wünscht
  • Marktforschung II: Beobachten Sie die Konkurrenz
  • Verbessern Sie Ihren Kundenservice, bieten Sie via Internet Support und Hilfe an, erhöhen Sie damit die Kundenzufriedenheit
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Crowdfunding

Gibt es Branchen für die sich Social-Media-Marketing nicht lohnt? Jein – aber für die einen taugt es mehr zur unternehmerischen Gewinnoptimierung, für andere weniger. Und schließlich ist es das Geld, woran ein Unternehmenserfolg am Ende gemessen wird. Ist Ihr Ziel die Kundengewinnung, bringt es Ihnen nichts, wenn Sie es zwar geschafft haben, 10.000 Facebook-Fans aufzubauen, aber keiner davon bei Ihnen jemals gekauft hat. In manchen Branchen ist es sinnvoller, im Online-Marketing-Mix zuerst auf andere Bausteine die Schwerpunkte zu setzen.

Beispiele:

Sie sind Bergführer und bieten einzigartige Naturausflüge an. Eine große und begeisterte Facebook-Community kann für Sie nachhaltig Kunden einbringen. Fotos, Videos von den einzigartigen Ausflügen werden geteilt und verbreitet. Sie schaffen Nachfrage nach dem, was sie bieten. Über Facebook können Sie zudem direkt Anfragen annehmen und Ihre Community immer auf neue Ausflüge hinweisen, sodass diese immer wieder an Sie erinnert wird.

Anders sieht es beispielsweise für Schlüsseldienste aus: Sie können vermutlich 100.000 Facebook-Fans haben. Dennoch: wenn sich jemand aus der Wohnung aussperrt, wird er wahrscheinlich per „Ok, Google“ nach dem erstbesten Schlüsseldienst suchen und sich nicht in eines seiner sozialen Netzwerke einloggen.

Social-Media-Marketing-Basics: Wie fange ich an?

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Wie beim Online-Marketing im Allgemeinen sollten Sie beim Social-Media-Marketing Ihre Strategie genau planen und nicht einfach so drauf los posten und sich möglichst viele Facebook-Fans zulegen. Dass das einfach geht, ist unbestritten. Machen Sie ein Gewinnspiel, bei dem Sie das neueste I-Pad-Air verlosen oder kaufen Sie einfach Fans auf ebay. Beides wird Ihnen jedoch nicht Ihre Wunschzielgruppe an Fans bringen.

Vier Überlegungen haben sich für die Planung bewährt:

1. Zielgruppe: Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe. Welches Alter, welches Einkommen, welches Interesse, welche sozialen Medien nutzt die Zielgruppe, welche Informationen sind gewünscht, welche Contentform (Texte, Bilder, Videos, Audiodateien) werden bevorzugt etc.

2. Ziele: Ihre Ziele definieren Sie auf Basis Ihrer Unternehmensziele und Ihrer Zielgruppenanalyse. Ziele und Zielgruppe geben Ihnen das Tool vor, mit dem Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Denn auch, wenn jede Zielgruppe mit Sicherheit auf Facebook zu finden ist, ist es nicht automatisch immer das beste Mittel. Wollen Sie beispielsweise Spritzguss-Bauteile für KfZ-Amaturen verkaufen, ist Facebook nicht unbedingt der richtige Rahmen, um den Manager eines Automobilkonzerns darauf anzusprechen.

Natürlich brauchen Sie auch quantitative Ziele, die Sie an Zahlen messen können: Diese können Sie an einer Menge an komplizierten Schlüsselwerten mit gewissen Formeln messen (z. B.: Markenerähnungen/Gesamterwähnungen = Share of Voice, Zielgruppenengagement = [Kommentare+Likes+Shares]/Views, Diskussionsreichweite = Summe tatsächliche Diskussionsteilnehmer/erwartete Diskussionsteilnehmer, Einfluss der Markenfans = einmaliger Einfluss von Fans/Summe aller Einflüsse etc.).

Überlegen Sie sich aber, welche Kennzahlen es wirklich zu messen lohnt und mit welchen Sie wirklich arbeiten können. Wenn Sie als Ziel definiert haben, mehr Seitenbesucher für Ihre Website zu generieren, sollte das die wichtigste Kennzahl sein. Der Schlüsselwert aus irgendeiner komplizierten Formel bringt Ihnen dann wenig.

3. Strategie/Redaktionsplan: Im Wesentlichen gibt es drei Formen, wie Sie im Social Web vorgehen können: 1. Sie können aktiv sein. Sie bemühen sich von Anfang an um den Dialog mit Ihrer Zielgruppe, 2. Sie können nur reagieren, wenn über Sie „gesprochen“ wird, 3. Sie können nur beobachten.

Mit den Varianten 2 und 3 werden Sie maximal „Feuerwehr“ spielen, wenn etwas schief läuft. Nur mit einer aktiven Social-Media-Strategie können Sie sowohl von sich aus Zeichen setzen als auch reagieren. Um sicherzugehen, dass Sie auch kontinuierlich Interessantes liefern können, sollte ein Redaktionsplan das Herz Ihrer Social-Media-Strategie sein. Bestimmen Sie Themen, die Ihre Zielgruppe interessieren und planen Sie regelmäßige Veröffentlichungen. So bleiben Sie dazu in der Lage, kontinuierlich Informationen mit echtem Mehrwert zu liefern.

4. Technologie, Kanäle, Plattformen: Welche Tools Sie für Ihre Strategie verwenden, hängt von Ihrer Zielgruppe (Wo ist diese zu finden?) und von Ihren Zielen (Welches Tool ist für Ihre Themen geeignet?) ab.

Die vermutlich wichtigsten Social-Media-Marketing-Kanäle im deutschsprachigen Raum

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1. Das eigene Blog: So wie die Website der Dreh- & Angelpunkt Ihrer Online-Marketing-Strategie sein sollte, sollte das Blog die Zentrale Ihres Social-Media-Marketings sein. Da es am besten in Ihre Website integriert ist, sind die Gründe dafür die gleichen (siehe dazu auch Online-Marketing-Basics #2). Posten Sie regelmäßig Aktuelles und Wissenswertes für Ihre Zielgruppe. Ein Blog passt grundsätzlich zu jeder Branche und kann jede Zielgruppe ansprechen.

2. Twitter: Twitter ist Mikroblogging in Echtzeit. Dafür hat man nur 140 Zeichen Platz. Sie müssen lernen, sich kurz zu fassen. Auf Twitter ist erfolgreich, wer Aussagen sofort auf den Punkt trifft. Nutzen Sie daher Twitter, um mit einer aussagekräftigen Headline Ihre Follower auf Ihr Blog zu leiten. Gelingt es, haben Sie ihr erstes Ziel erreicht. Nun muss die Website für die Conversion sorgen.

Zugegeben, im Gegensatz zu Facebook ist Twitter im deutschsprachigen Raum noch nicht verbreitet. Als Online-Marketing-Tool ist es dennoch nicht zu vernachlässigen. Der größte Vorteil von Twitter ist aber die Geschwindigkeit. Deshalb nutzen es viele Journalisten. Posten Sie etwas besonders Interessantes, könnte es vielleicht von einem aufgegriffen werden. Dann landen Sie mit Glück sogar in den klassischen Medien.

3. Facebook: Facebook vorzustellen, ist wahrscheinlich gar nicht nötig. Weltweit hat Facebook mehr als 1 Milliarde User. So gut wie jeder kennt es. Der Statistik zufolge haben wahrscheinlich auch Sie einen Facebook-Account. Ob es sich für Sie lohnt, auf Facebook Marketing zu betreiben, hängt stark von Ihrem Ziel ab. Facebook ist ganz eindeutig eher eine Freizeit-Plattform als eine Geschäftsplattform. Auch, wenn die Gruppenfunktionen und andere Features von Facebook gerne abseits reiner Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Was heißt das aber für Sie? Schließlich gibt es genügend Firmen, die auf Facebook-Werbung setzen. Diese Vorgehensweise an sich macht auch Sinn. Die Werbung betrifft aber kaum den B2B-Sektor, sondern eher Endkundenprodukte. Zudem ist Vorsicht geboten, was und wie man wirbt. Würden Sie eine Aktie kaufen, die über Facebook beworben wird? Irgendwie findet sich jede Zielgruppe dort, aber nicht bei jedem Thema ist die Ansprache via Facebook die erfolgversprechendste.

Um via Facebook Besucher auf Ihre Seite zu locken, sollten Sie interessante Beiträge Ihres Blogs auf Ihrer Facebook-Seite anpreisen. Am besten machen Sie das mit ein paar Sätzen, die das Bedürfnis der Zielgruppe genau ansprechen. Content ist auch im Social-Media-Marketing der regierende König! Am Ende versehen Sie den Post mit einem entsprechenden Link. Wichtig: Sie brauchen eine Facebook-Unternehmensseite und diese Unternehmensseite braucht nach deutschem Recht ein rechtsgültiges Impressum!

4. Google+: Google Plus ist im deutschsprachigen Raum weitaus weniger bekannt als Facebook und Twitter. Insgesamt gibt es aber immerhin mehr als 500 Millionen Nutzer von Google+-Funktionen. Wie viele in einzelnen Länder und was diese genau nutzen, das will Google nicht verraten. Fakt ist: Es ist die Antwort des Suchmaschinenriesen auf Facebook und ähnelt dem Vorbild. Wollen Sie darüber Besucher generieren, gehen Sie auf Google+ wie auf Facebook vor.

Wer treibt sich auf Google+ herum? Durch die beeindruckenden Steigerungszahlen im Nutzerbereich lockert es sich zwar gerade ein bisschen auf, aber auf Google+ tummeln sich vor allem Internet-Profis. Es hat aber auch einen Grund, warum die Online-Marketer und ihre Kollegen dort sofort vertreten waren. Und der liegt nicht darin, weil sie sofort alles im Internet ausprobieren, sondern weil Google+ für die Profis einen großen Nutzen im Online-Marketing bringt: Nur mit Google+ können Sie z. B. Autorenfotos in die Suchergebnisse (kurz SERPs) bringen, nur mit Google+ können Sie in den Universal-SERPs (Stichwort: Google-Places-Verbindung und Maps-SERPs) ranken…

5. Xing: Xing ist kein soziales Netzwerk im Sinne von Facebook und Co. Es ist vorwiegend eine Möglichkeit sich auf beruflicher Ebene im Internet stärker zu vernetzen. Dafür stehen Ihnen mehr als 11 Millionen weitere User (mehr als 4 Mio. im deutschsprachigen Raum) zur Verfügung.

Der Business-Bezug bestimmt auch, dass Sie auf Xing nicht losgehen und Botschaften über Ihr Produkt für den privaten Endverbraucher an Ihre gesamten Kontakte herausschreien. Direktes Kundenanwerben ist auf Xing eher dem B2B-Bereich vorbehalten. Unter der erweiterten Suche können Sie zum Beispiel direkt nach Personen suchen, die genau das benötigen, was Sie anbieten. Wessen Portfolio nicht auf diesen B2B-Bereich abzielt, kann dennoch Nutzen daraus ziehen:

  • Xing dient als virtuelle Visitenkarte und digitaler Lebenslauf
  • auf Xing können Sie neue Mitarbeiter finden
  • auf Xing können Sie Aufträge oder Jobs finden
  • auf Xing können Sie eine Veranstaltung promoten
  • auf Xing können Sie Kontakte zu neuen Geschäftspartnern (Lieferanten etc.) knüpfen
  • auf Xing können Sie sich in den Gruppen als Experte Ihrer Branche profilieren. Gelingt das, können Sie auch über Xing Besucher für Ihre Website generieren. (Vorsicht: Im Gegensatz zu den anderen sozialen Netzwerken, sollten Sie Informationen nicht nur mit ein paar guten Sätzen „anteasen“, sondern direkt preisgeben.)

6. Foren: Foren sind Plattformen, wo sich Interessierte zu einem bestimmten Thema austauschen und Fragen stellen bzw. beantworten. Daher sollten Sie über die Google-Suche nach Foren zu Ihrer Branche Ausschau halten. Wenn Sie ein aktives Forum mit vielen Mitgliedern gefunden haben, haben Sie wahrscheinlich eine sehr gute Tür direkt zu Ihrer Zielgruppe entdeckt. Melden Sie sich im Forum an und beobachten Sie anfangs nur. Melden Sie sich auch lieber nicht als Firma an, sondern unter ihrem realen Namen. Sie sollten im Forum auch nicht als Unternehmen auftreten, das platt seine Werbebotschaften hinaus schreit. Achten Sie lieber auf passende Fragen für Ihr Spezialgebiet. Dann können Sie in der Form antworten, die in dem Forum üblich ist.

Verweisen Sie aber nicht sofort auf Ihre Website. Versuchen Sie sich, im Forum erst einen Namen zu machen. Wenn Sie einige Posts getätigt haben, können Sie einmal einen Link auf Ihre Website setzen. Aber tun Sie das nur, wenn es absolut passend ist (z. B.: weil Sie in einem Blogbeitrag genau Problem X besprochen haben) und der Link wirklich Mehrwert bietet. Wenn Sie dabei Gespür beweisen, haben Sie vielleicht neue, treue Seitenbesucher und Kunden gewonnen. Zudem bringt es im richtigen Forum auch etwas für die Suchmaschinenoptimierung. Aber dazu in einem eigenen Teil der Serie mehr…

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Teil der Serie beschäftigt sich mit einer Einführung in einen Teilaspekt des Suchmaschinenmarketings, der Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO). Vorgestellt werden Grundkenntnisse von Onsite- und Offsite-Optimierungsmaßnahmen.

Nützliche Links zum Beitrag

Tipps zur Conent-Erstellung

Online-Marketing-Basics #2: Gute Gründe, warum die Website Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Marketing-Strategie sein sollte

Online-Marketing-Basics #1: Ein Überblick über die Werkzeuge des Online-Marketings

Buchtipp zum Social-Media-Marketing: „Follow me“ von Anne Grabs, Karim-Patrick Bannour

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Online-Marketing-Basics #2: Drei Gründe, warum die eigene Website höchste Priorität haben sollte

Wie bereits im ersten Teil der Serie angedeutet, ist die eigene Website Dreh- und Angelpunkt der meisten erfolgreichen Online-Marketing-Strategien. Schließlich ist es das Ziel der Maßnahmen, Traffic (= Besucherströme) auf die Website zu lenken. Eine Facebook- Unternehmensseite oder ähnliche Instrumente können sie nicht ersetzen. Dafür gibt es vor allem drei schlagkräftige Argumente. Welche das sind und wie Sie Ihre Seite aufbauen sollten, erfahren Sie in diesem Teil der Serie.

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Ich möchte gar nicht abstreiten, dass es auch erfolgreiche Beispiele ohne eigene Website geben kann. Vor allem die Möglichkeiten von Facebook als größtes soziales Netzwerk haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Allerdings ist ein solches Vorgehen zu einem hohen Grad branchenabhängig. Nicht jede Branche eignet sich für Vermarktung via Facebook und Co. Und selbst bei passenden Branchen existieren schwerwiegende Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Um das ganze an einem konkreten Beispiel aufzuhängen: Die deutsche Ausgabe des Lifestyle-Männermagazins FHM, stampfte im Jahr 2010 die eigene Website ein und verließ sich zu 100 Prozent auf einen Facebook-Auftritt. Von der Domain wurde nur noch auf die Unternehmensseite des sozialen Netzwerks umgeleitet. Nach rund 1 Jahr machte der Verlag diesen Schritt wieder rückgängig. Das war vermutlich mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Die Gründe wurden – meines Wissens nach – nicht öffentlich kommuniziert. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Vorteile (Einsparungen bei Hosting, Programmieraufwand etc.) die folgenden Nachteile nicht ausgleichen konnten.

1. Abhängigkeit

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Verzichtet man auf eine eigene Website und setzt stattdessen im Online-Marketing hauptsächlich auf einen Auftritt bei einem sozialen Netzwerk, so begibt man sich in starke Abhängigkeit. Wenn das soziale Netzwerk will, werden morgen die allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Will man diese nicht akzeptieren, muss man das Netzwerk mit seiner Unternehmensseite verlassen und fängt mit seiner Website wieder bei Null an. Zudem verliert man alle (Kunden-)Daten, denn diese sind beim sozialen Netzwerk gespeichert und nicht in der eigenen Hand.

Die Abhängigkeit reicht aber noch weiter: Man ist beim Design extrem eingeschränkt, obwohl es für Unternehmensseiten etc. mehr Möglichkeiten gibt. Zudem kann das soziale Netzwerk jederzeit das Design nach eigenen Vorstellungen anpassen. Um beim Beispiel von Facebook zu bleiben, wurde das bei der Umstellung auf die neue Chronik besonders deutlich. Klar ist, dass für das soziale Netzwerk nicht die Interessen des Unternehmensseiten-Betreibers im Vordergrund stehen, sondern die eigenen. Facebook und Co. stellen sich nicht die Frage: „Wie kann der Mensch hinter der Unternehmensseite am meisten herausholen?“ Sondern: „Wie können wir am meisten aus dem sozialen Netzwerk herausholen?“

Die nächste Gefahr mag derzeit beim Social-Media-Riesen Facebook oder auch beim Google-Ableger Google+ nicht bedrohlich erscheinen, aber die Frage muss man sich dennoch stellen: Was passiert, wenn dieser Dienst morgen eingestellt wird? Alle Daten sind verloren und man muss wieder bei Null anfangen. Das Gleiche gilt übrigens für Hosting-Anbieter mit besonders nutzerfreundlichen Website-Baukästen. Wenn diese ihren Dienst einstellen, weil sie in Konkurs gehen, ist alles weg. Diese Systeme können Sie nicht einfach abspeichern und auf einem x-beliebigen Server wieder aufbauen. Daher sollten Sie auf einen klassischen Hosting-Anbieter setzen und die eigene Website so aufbauen, dass Sie sie abspeichern können und auf dem nächsten Server wieder installieren können. Ob Sie dabei auf ein selbst gebautes Framework setzen oder ein modernes CMS ist bedarfsabhängig und/oder Geschmacksache. Hauptsache ein möglicher Übergang funktioniert reibungslos.

2. Datensicherheit und Datenhoheit

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Verzichten Sie auf eine eigene Website, zum Beispiel zugunsten einer Facebook-Seite, teilen Sie nicht nur alle Daten mit dem sozialen Netzwerk, sondern sämtliche Kundendaten liegen in dessen Hand. Das Netzwerk teilt Ihnen genau das mit, was es Ihnen mitteilen will. Außerdem: Ob es sich dabei an die geltenden Gesetze Ihres Landes hält, entzieht sich zwar Ihrer Verantwortung, aber vielleicht schrecken die Datenskandale potenzielle Kunden ab. Nur als eigenständiger Seitenbetreiber können Sie sichergehen, dass die Gesetze für Ihre Kunden eingehalten werden. Zudem bleiben die Daten fest in Ihrer Hand. Sie können sie auswerten, behalten, interpretieren und all das messen, was Sie wirklich interessiert.

Ein weiterer Nachteil, der damit in Zusammenhang steht: Geschäfte über die Plattform eines sozialen Netzwerks abschließen zu wollen, ist zwar möglich geworden, allerdings könnte auch das potenzielle Kunden abschrecken. Bislang eroberte F-Commerce (noch) nicht die große Masse im Internet. Etablierte Schnittstellen vertrauenswürdiger Bezahlmethoden wie PayPal oder Kreditkarten auf der eigenen Seite, wirken auf die KundInnen (derzeit zumindest noch) deutlich vertrauenswürdiger. Vergessen Sie außerdem nicht: Ihre gesamte Zielgruppe ist mit großer Wahrscheinlichkeit im Internet unterwegs, aber nicht alle nutzen ein bestimmtes soziales Netzwerk.

3. Gestaltung und Conversion-Rate

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Dieser Punkt ist nicht nur ein Argument für eine eigene Website. Er ist zudem – und auch vor allem – ein Argument dafür, warum die eigene Website immer im Online-Marketing höchste Priorität genießen sollte. Denn nur, wenn diese entsprechend aufgebaut und gepflegt wird, bringt sie als Dreh- und Angelpunkt den gewünschten Erfolg ein.

Dass man nur auf der eigenen Website die absolute Gestaltungshoheit über die eigene Internetpräsenz hat, ist bereits angedeutet worden. Doch mit einem eigenen Design und einer eigenen Website ist es nicht getan. Bedenken Sie: Ziel aller Maßnahmen auf den Online-Marketing-Kanälen (egal ob Suchmaschinenoptimierung, Banner-Werbung, Social Media Marketing etc.)  ist es, möglichst große Besucherströme auf Ihre Seite zu lenken. Davon haben Sie aber nur etwas, wenn möglichst viele dieser Seitenbesucher auch das tun, was Sie wollen. Das könnte ein Produkteinkauf, ein Newslettereintrag, eine Kontaktaufnahme etc. sein. Diese Erfolgsquote nennt man dann in der Internet-Fachsprache Conversion-Rate.

Das heißt: Damit Ihre Website funktioniert muss Sie 1. dazu in der Lage sein Besucherströme für bestimmte Marketing-Kanäle zu generieren (der meiste Traffic kommt im deutschsprachigen Raum über die Suchmaschine Google) und 2. eine hohe Conversion-Rate erzielen. Diese beiden Eigenschaften geben Kriterien für den Website-Aufbau vor.

Wie sollte eine erfolgsversprechende Website aufgebaut sein?

Die genannten Eigenschaften geben dadurch bereits zwei Zielgruppen vor, die ich mit meiner Website ansprechen muss: Eine Maschine – nämlich die Suchmaschine Google – und echte Menschen.

Um die Suchmaschine Google anzusprechen, muss man als erstes darauf achten, dass man die Website auf die gewünschten Suchbegriffe hin ausrichtet. Wie oft welche Suchbegriffe in einer bestimmten Region gesucht werden, lässt sich über verschiedene Tools herausfinden. Allen voran bietet Google diese Funktion mit dem kostenlosen AdWords-Keyword-Planer selbst an.

Danach gilt es die Inhalte so zu erstellen, dass Google mitgeteilt wird: Genau diese Suchbegriffe sind die wichtigsten auf meiner Website. Das tut man, indem man in den Inhalten selbst das Gewicht darauf legt, sowie Seitentitel, Description, Url, Überschriften und Meta-Informationen darauf ausrichtet. (Ein Link zu einem weiterführenden Artikel folgt am Ende des Beitrags.)

Um die menschlichen Nutzer mit der Seite anzusprechen und die Besucher in Kunden zu verwandeln, braucht man ein ansprechendes Design, hohe Benutzerfreundlichkeit bei allen Seitenfunktionen und man sollte das Bedürfnis der Nutzer direkt ansprechen. Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn ein Nutzer auf eine Werbung für Herrenlederstiefel klickt, wird er vermutlich auch genau das suchen. Landet er dagegen auf der Startseite eines Online-Shops, wo er nur Pumps und Flip-Flops sieht, wird er vermuten, hier falsch zu sein und die Seite wieder verlassen.

Hat man dafür gesorgt, dass man dem Nutzer den Inhalt zu seinem Bedürfnis liefert, hängt nun viel von der Aufbereitung des Inhalts ab. Dieser sollte ihm eine Lösung für sein Bedürfnis bieten und ansprechend sein. (Weiterführender Links zur Aufbereitung und Gestaltung der Inhalte folgen am Ende des Beitrags.)

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Teil der Serie beschäftigt sich mit einer Einführung ins Social-Media-Marketing. Es geht darum, die wichtigsten Social-Media-Kanäle vorzustellen, welche Mittel sich zu welchem Zweck eignen und wo ich welche Zielgruppe finde. Zudem werden Grundregeln der Kommunikation und Interaktion auf sozialen Netzwerken, in Foren etc. vorgestellt.

Nützliche Links zum Beitrag

Online-Marketing-Basics Teil 1: Die Werkzeuge des Online-Marketing im Überblick

Mehr Erfolg im Marketing: Fünf Tipps für Texte, die verkaufen

Webshops: Klassische Conversion-Killer und Conversion-Booster im Überblick

Onsite-Seo-Basics: Effekive Sofortmaßnahmen für jedermann

Der Google-Adwords Keyword-Planer

 

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E-Business SEO & Online-Marketing

Mehr Erfolg im Marketing: Fünf Tipps für Texte, die verkaufen

Hochwertige Texte zeichnen sich im Internet weniger durch stilistische Raffinessen aus (wobei sie nie schaden können) als vielmehr dadurch, dass sie ein Bedürfnis ansprechen und Ziele erreichen. So sind beispielsweise Verkaufstexte meist keine lyrischen Meisterwerke. Allerdings würden die Werke der Dichtkunst wahrscheinlich auch nicht den Zweck erfüllen. Mit diesen fünf einfachen Tipps, gestalten Sie Texte, die im Web „funktionieren“.

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Texte die „funktionieren“ – was soll das sein? Geräte können funktionieren oder eben nicht, aber Texte? Auch für das geschriebene Wort gilt, was für Mixer und Co. schon lange gilt: Sie sind ein Mittel und verfolgen einen Zweck. Und wird der erfüllt, dann „funktionieren“ die Mittel. Im Beispiel des Verkaufstextes heißt das: Der lyrische Meistertext bedient sich nicht der nötigen Kommunikationstechniken, welche die Erfolgsquote im Verkauf deutlich erhöhen.

Symbolbild Texterstellung

Die logische Abfolge, wann ein Text „funktioniert“ ist somit leicht erklärt:

  1. Der Adressat entdeckt den Text.
  2. Er liest ihn, weil er eines seiner Bedürfnisse anspricht.
  3. Der Nutzer wird anhand des Textes dorthin geführt, wo ihn der Verfasser (oder derjenige, der den Text auf seiner Website einsetzt) haben will.
  4. Der Nutzer führt die Aktion aus, die vom Verfasser/Verwender gewünscht wird.

Je häufiger dies im Verhältnis zur gesamten Nutzerzahl passiert, desto besser hat der Text funktioniert.

Wie produziert man hochwertige Texte für das Internet?

Symbolbild Tastatur

Bevor man seine Texte verfasst, muss man erst abklären, für wen man das tut. Man muss also seine Zielgruppe definieren. Das ist beispielsweise anhand folgender Fragen möglich: Wer ist meine Zielgruppe genau, wer ist der klassische Nutzer/Käufer meines Angebots? Wie stelle ich mir die Personen vor (Alter, Interessen, Ausbildung, finanzielle Situation,…)? Was zeichnet meine Zielgruppe aus?

Wurde der anvisierte Personenkreis eingegrenzt, muss man sich ein Ziel stecken. Will man z. B. als Unternehmer ein Produkt verkaufen, sich als Experte und Anlaufstelle positionieren oder einfach nur weiterhelfen (um die Kundenbindung zu stärken)?

Wurden diese Fragen geklärt, geht es an die Inhaltserstellung. Gute – also funktionierende – Webtexte schaffen Sie dann, wenn Sie folgende fünf Tipps berücksichtigen :

1. Bedürfnis ansprechen und aktiv Lösung anbieten

Um das zu erreichen, bedarf es viel Recherche. Wonach und wie sucht die Zielgruppe im Internet? Welche Fragen stellen Interessenten in Foren, auf sozialen Plattformen etc.? Genau das sollten die Aufhänger der Inhalte sein. Dann treffen Sie den Nerv.

Wissen Sie einmal, was Ihre Zielgruppe interessiert, sollten Sie dieses Bedürfnis nicht nur ansprechen. Sie sollten eine Lösung/Erklärung/Hilfestellung präsentieren und damit das Bedürfnis befriedigen. So bewegen Sie Ihre Zielgruppe dazu, die von Ihnen gewünschte Aktion durchzuführen (z. B.: Kaufen, Anrufen, Kontaktformular ausfüllen, Newsletter-Eintrag, etc.).

2. Keine Floskeln

Langweilen Sie Ihre Zielgruppe nicht mit Floskeln. Diese machen Inhalte meistens schlechter. Auch wenn es sich gut anfühlt, einen Text mit einem berühmten Zitat zu beginnen, ist der Informationsgewinn für den User meistens gleich Null. Damit haben Sie seine Zeit verschwendet und sein Informationsbedürfnis überhaupt nicht gestillt.

Nur in Ausnahmefällen regen Floskeln oder Zitate zum Weiterlesen an. Achten Sie dabei auch auf „Marketing-Kauderwelsch-Worthülsen“. Diese bösen Feinde eines gelungenen Textes verstecken sich oft sehr gut. Wir haben uns sich nämlich schon so an sie gewöhnt, dass sie kaum auffallen. Beispiel eines Klassikers gefällig? „Der Unterschied liegt im Detail“ Würden Sie wirklich einen Text lesen, der mit einer solchen Überschrift beginnt? Oder lieber einen, der Punkt 3 berücksichtigt…

3. Konzentrieren Sie sich auf Benefits und klar zu Fassendes

Angenommen Sie sind auf der Suche nach einem neuen Schreibtischstuhl. Ihr alter Schreibtischstuhl ist durchgesessen und unbequem. Nach einem langen Arbeitstag haben Sie oft Rückenschmerzen. Sie suchen im Internet und stoßen auf zwei Anzeigen. Beide zeigen einen Stuhl im Bild und jeweils einen dazugehörigen Titel.

Der erste Titel lautet: „Der Unterschied liegt im Detail.“ Der zweite: „Wie Sie mit Stuhl X Rückenprobleme vermeiden.“ Welchen würden Sie lesen? In der Beispielsituation mit großer Wahrscheinlichkeit den Zweiten…

4. Korrekte Rechtschreibung und Grammatik

Kennen Sie Websites, E-Mails, Werbematerial mit fehlerhaften Texten? Mit Sicherheit! Und wie wirkt es auf Sie? Seriös? Wohl eher nicht. Daher sollten Sie beim Verfassen Ihrer Inhalte auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik achten.

5. „Flotte Schreibe“

Wahrscheinlich kennen Sie spannende Texte. Sie sind förmlich durchgeflogen. Jede Zeile schoss nur so in Ihren Kopf. Sie haben wahrscheinlich aber auch schon Texte gelesen, die bis ins letzte Detail, bis hin zu jedem formvollendeten Buchstaben ganz anders waren. Jeder Satz war endlos verschachtelt, extrem mühsam zu lesen und das Durcharbeiten der Zeilen und Absätze glich einer endlosen Sisyphus-Strafe. Nur langsam kam man vorwärts, weil man immer wieder und wieder zurück schauen musste, was am Anfang eines Satzes stand.

Haben Sie es hier gemerkt? Die ersten drei Sätze des Absatzes „flossen“ irgendwie schneller. Die letzten Drei zogen sich in die Länge.

Um den Effekt einer „flotten Schreibe“ zu erreichen, müssen Sie drei Dinge berücksichtigen:

  1. Schreiben Sie aktive, kurze Sätze.
  2. Verwenden Sie keine Fremdwörter und Fachbegriffe.
  3. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe. Genau dafür haben Sie im Vorfeld die Zielgruppe definiert. Die Ansprache entscheidet, ob Sie ernst genommen werden. Zu hochgestochen wirkt wie der sprichwörtliche Stock im Allerwertesten, zu „cool“ wirkt unreif.

Wichtig: Bringen Sie die User nicht aus dem Lesefluss. Muss er stocken oder kann er den Informationen nicht mehr folgen, so wird er mit großer Wahrscheinlichkeit aufgeben und zur Konkurrenz wechseln. Die ist im Internet nur einen Klick entfernt.

Texte sind die Basis allen Contents

Sie möchten hauptsächlich auf moderne Videos, coole Bilder und Audiodateien im Internet setzen? Das ist legitim und erfolgversprechend, wenn Sie es richtig machen. Bedenken Sie aber, dass Sie die Texte nie vergessen dürfen. Texte sind (noch) immer die Basisinhalte im Internet.

Warum? Bevor wir ein Video oder eine Audiodatei anklicken, sehen wir den Titel des Videos oder des Hörbeitrags als Text. Der Text ist sogar oft noch viel früher in die Inhaltsfindung involviert: Suchen wir im Internet nach Bildern, Videos, Hörbeiträgen, so geben wir einen Text ein. Suchmaschinen können Bilder und Videos (noch) nicht betrachten. Ebenso wenig können Sie sich Audiodateien anhören und die Qualität beurteilen. Ob diese Inhalte gefunden werden, hängt vom Text ab, mit dem wir sie „markieren“.

(dpe)

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E-Business Rechtliches

AGB für Webworker: Kleingedrucktes ganz groß

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz AGB) stellen viele Unternehmer vor schwierige Fragen: Brauche ich welche? Wenn ja, warum? Was muss dort stehen? Was darf nicht darin stehen? Wo erhalte ich rechtssichere AGB? Um Ihnen die Entscheidung abzunehmen, ob Sie weiter lesen sollen oder nicht, verrate ich Ihnen schon jetzt: Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit brauchen Sie AGB! UND: Ab Juni 2014 gilt eine neue EU-Verbraucherrechterichtlinie!

Was sind allgemeine Geschäftsbedingungen?

Symbolbild Kleingedrucktes - AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen werden umgangssprachlich oft auch als das „Kleingedruckte“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um vorformulierte Vertragsbedingungen für den Massengebrauch. Diese erleichtern für Unternehmer den Geschäftsverkehr, weil sie eine einheitliche und detaillierte Regelung der Rechtsbeziehung zwischen Käufer und Verkäufer schaffen.

Merkmal der AGB ist, dass sie vom Verkäufer einseitig festgelegt werden und nicht zwischen Käufer und Verkäufer einzeln ausgehandelt werden. Allerdings gilt: Wird ein Punkt im Angebot einzeln ausverhandelt, dem im Kleingedruckten widersprochen wird, so hat die individuelle Vereinbarung stets Vorrang.

Die Kaufrealität im Internet zeigt, dass es Unterschiede zwischen Käufern und Käufern geben muss. Oder haben Sie schon einmal in einem Webshop wie Amazon individuell Punkte ausverhandelt? Diese Unterschiede gibt es auch per Gesetz: Und zwar wird unterschieden zwischen einem B2B-Geschäft (= von Unternehmer zu Unternehmer) und einem Geschäft zwischen Unternehmer und Endverbraucher.

Natürlich schafft ein „Riese“ wie Amazon jetzt nicht unbedingt andere Geschäftsbedingungen für den kleinen freiberuflichen Webworker (z. B.: Webdesigner, SEO etc.), aber für Angebote des Webworkers an einen anderen Unternehmer können die individuellen Vereinbarungen viel verändern.

Generell gilt daher: Für Geschäfte mit dem privaten Endverbraucher greifen strengere Schutzbestimmungen, im B2B-Bereich kann man relativ frei verhandeln.

Sind AGB ein Muss?

Gerechtigkeit

De jure ist diese Frage leicht zu beantworten: Nein! Es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Einführung von allgemeinen Geschäftsbedingungen. In Deutschland werden die AGB durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in den §305-310 geregelt (früher AGB-Gesetz). In Österreich kommt vor allem das Konsumentenschutzgesetz zur Anwendung (KSchG), das mit zwingenden Sonderregelungen die Endverbraucher schützt. Diese gesetzlichen Bestimmungen würden, wenn AGB fehlen, die Geschäftsbeziehungen rechtlich regeln.

De facto sieht die Lage vor allem im Internet anders aus: Wer beispielsweise einen Webshop betreibt, fällt unter die Fernabsatz-Bestimmungen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Informations- und Belehrungspflichten sind von so großer Anzahl, dass diese kaum ohne AGB umgesetzt werden können. D.h.: Wer im Internet verkauft, kommt um das Kleingedruckte nicht herum.

Doch abgesehen von den Belehrungspflichten gibt es noch weitere gute Gründe, die Unternehmer überzeugen sollten, nicht auf AGB zu verzichten. Beispiele: Wenn für den gewünschten Vertragstyp eine gesetzliche Regelung gar nicht vorhanden ist oder diese wegen neuer (wirtschaftlicher) Gegebenheiten nicht mehr passend ist. Oder wenn die gesetzlichen Regelungen nicht konkret genug ausformuliert sind. Dank AGB kann unter anderem aus einer „angemessenen Frist“ im Gesetzestext, eine konkrete Zeitangabe werden.

Zudem haben Unternehmer nur mit AGB die Chance, Bedingungen im Rahmen der Gesetzmäßigkeiten zu Ihren Gunsten einzuführen. Andernfalls gelten immer die gesetzlichen Regelungen, die vor allem darauf bedacht sind, den Käufer zu schützen.

Wann gelten meine AGB?

Dem Kleingedruckten auch Geltung zu verschaffen ist von elementarer Wichtigkeit. Denn: Nur weil man AGB ausformuliert hat und auch auf seiner Website abrufbar macht, gelten diese nicht automatisch. Damit sie wirklich wirksam werden, müssen sie ausdrücklich in den Vertrag aufgenommen werden.

Hierbei kommt wieder der Unterschied zwischen B2B-Geschäften und Endverbraucher-Geschäften zum Tragen: Verkauft beispielsweise der freiberufliche Seo seine Dienstleistung an einen anderen Unternehmer, reicht es aus, wenn der Käufer die Einbeziehungsabsicht vor Vertragsabschluss erkennen kann. Widerspricht er den AGB nicht, so gelten sie. In der Praxis ist allerdings ein ausdrücklicher Hinweis, dass man die AGB verwenden will, empfehlenswert. So kann man rechtssicher von der Geltung ausgehen. Zudem müssen die Geschäftsbedingungen jederzeit speicher- und abrufbar zur Verfügung gestellt werden. Es ist wichtig, dass der Vertragspartner sie jederzeit einsehen kann.

Handelt es sich um ein Geschäft mit einem privaten Verbraucher, so gelten weit strengere Vorschriften: Will man beispielsweise in einem Webshop Produkt X verkaufen, reicht es nicht aus, irgendwo auf der Seite auf die AGB hinzuweisen. Der Shopbetreiber muss vor Abschluss des Bestellvorgangs darauf hinweisen, dass die Geschäftsbedingungen einbezogen werden.

Technisch kann dies so umgesetzt werden, dass der Bestellvorgang nur abgeschlossen werden kann, wenn die AGB ausdrücklich vom Käufer akzeptiert wurden (z. B.: durch Bestätigung mit Häkchen). Für besonders umfangreiche Bedingungen gilt: Der Kaufinteressent sollte die AGB auch herunterladen und (kostenlos) kopieren können.

Zudem muss der Shopbetreiber in diesem Beispiel dem Käufer die AGB zumutbar aufbereiten. Das heißt: Sie dürfen z. B. nicht in ganz kleinen Scroll-Boxen umständlich zu lesen sein, sondern müssen übersichtlich gestaltet sein. Ebenso dürfen die Klauseln nicht so formuliert werden, dass der Käufer einen Anwalt kontaktieren muss, um sie zu „übersetzen“. Sie sollten also möglichst leicht verständlich sein.

Achtung bei Geschäften im Ausland: Die AGB müssen in der Verhandlungssprache oder in einer Weltsprache (Englisch, Französisch) verfasst sein. Und: Wenn Sie ins Ausland verkaufen, müssen Sie sich vor allem bei Geschäften mit privaten Endverbrauchern im Normalfall an die gesetzlichen Bestimmungen in dessen Land halten. Hier kann es auch innerhalb der EU zu unterschiedlichen Regelungen kommen.

Die häufigsten Klauseln AGB und deren Grenzen

Welche Klauseln Sie in Ihren AGB brauchen, hängt stark von Ihrer Branche und Ihren Produkten ab. Häufig verwendete Klauseln betreffen:

  • Ausschluss von Schadenersatzansprüchen
  • Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen
  • Nutzungsrechte
  • Zahlungsbedingungen
  • Aufrechnungsverbote
  • Rechtswahl (z. B.: es gilt deutsches Recht)
  • Gerichtstandklausel
  • Leistungs- bzw. Erfüllungsort
  • Transportrisiko und Transportkosten
  • Lieferfristen
  • Vertragsstrafen etc.

Die Grenzen des gesetzlich Möglichen bei AGB sind immer dann erreicht, wenn Sie Ihren Vertragspartner in Ihren Bedingungen unangemessen benachteiligen. Solche Klauseln, die Rechtsvorschriften ändern oder ergänzen, unterliegen in Deutschland einer Inhaltskontrolle und sind unwirksam. Die Maßstäbe setzen dabei bei privaten Verbrauchern die Paragrafen 305 ff. des BGB. Diese enthalten unter anderem Kataloge von verbotenen Klauseln. In Österreich bestimmt bei privaten Endkunden das KSchG, welche Klauseln von vornherein nicht wirksam sind.

Ebenfalls nicht wirksam sind sogenannte überraschende Klauseln. Dabei handelt es sich um Bedingungen, die absolut nicht branchenüblich sind. Zudem werden unklar oder mehrdeutig formulierte Klauseln im Zweifel immer zu Lasten des Verwenders der AGB ausgelegt. Schließlich hatte dieser die Möglichkeit sich klarer auszudrücken.

Auch bei der Frage, welche Klauseln erlaubt sind und welche unwirksam, macht es einen Unterschied, ob es sich um ein B2B-Geschäft handelt oder ob man an einen privaten Endverbraucher verkauft. Unternehmer genießen gegenüber anderen Unternehmern weniger gesetzlichen Schutz. D.h.: In Deutschland finden einige Vorschriften der § 305 ff. BGB im B2B-Bereich keine Anwendung, in Österreich jene des KSchG. Sollten beide Vertragspartner ihre AGB zum Vertragsgegenstand machen wollen und sich in den AGB widersprechende Klauseln finden, so gilt im Zweifel die gesetzliche Regelung.

Egal, ob B2B oder Geschäfte mit dem Privatkunden: Ist eine Klausel unwirksam, hat dies jedoch keine Auswirkung auf die anderen Bestandteile der AGB. Diese bleiben nach wie vor Vertragsbestandteil, wenn sie vorab entsprechend eingebunden wurden. Ein Hinweis auf die AGB nach Verkaufsabschluss (z. B.: auf der Rechnung) ist ungültig.

Wo erhalte ich rechtssichere AGB für Webworker?

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Auf der Suche nach den AGB kommt so mancher Unternehmer auf die Idee, die Bedingungen einfach via Copy & Paste von der Website der Konkurrenz abzukupfern. Das sollten und dürfen Sie allerdings nicht tun! Einerseits besteht keine Sicherheit, dass diese AGB für die Branche von einem Experten geprüft und rechtssicher sind, andererseits begehen Sie damit eine Urheberrechtsverletzung gegenüber dem Verfasser (1. Abmahngefahr) und auch der Betreiber der Website kann wettbewerbsrechtliche Ansprüche (2. Abmahngefahr) gegen Sie geltend machen.

Die einfachste aber wahrscheinlich nicht die günstigste Variante ist jene, einfach einen Rechtsanwalt aufzusuchen und diesen Ihre AGB aufsetzen zu lassen. Die Kosten hängen von der nötigen Arbeitszeit, der Kompliziertheit und den Risiken Ihres Geschäftsmodell ab. Im Schnitt dürfte eine solche AGB-Erstellung zwischen 800 Euro und 1400 Euro kosten. Dafür muss der Anwalt aber dann auch für die AGB haften.

Sie können Ihre AGB natürlich auch Anhand einiger Muster selbst erstellen. Auf der Website der Handelskammer Frankfurt finden Sie Links zu Mustern aus vielen Branchen. Die Wirtschaftskammer in Österreich geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie stellt allen Mitgliedern Muster-AGB für die entsprechenden Branchen zur Verfügung.

Die Vorgehensweise der österreichischen Kammer zeigt auch gleich, was essentiell am Einsatz eines Musters ist: AGB aus fremden Branchen machen keinen Sinn. Die AGB müssen auf Ihr Tätigkeitsfeld, Ihren Kundenkreis und branchenspezifische Gefahren zugeschnitten sein. Zudem empfehlen sowohl die deutsche als auch die österreichische Kammer nachdrücklich, durch Sie selbst angepasste Muster stets von einem Anwalt prüfen zu lassen. So haben Sie eine preisgünstige Variante (da Sie die AGB ja selbst erstellt haben) und genießen die Sicherheit und Haftung durch die Überprüfung eines Rechtsexperten.

Falls Sie auf ein AGB-Muster setzen wollen, gehen Sie dabei mit folgenden Überlegungen heran:

1. Wie risikoreich ist Ihr Angebot? Produzieren und verkaufen Sie beispielsweise neue Tabletten gegen Glatzenbildung, ist das so speziell und für die Gesundheit Ihrer Kunden auch noch so gefährlich, dass Sie auf keinen Fall auf Muster zurückgreifen sollten. Auch nicht, um Sie später einem Anwalt zur Durchsicht zu geben. Wahrscheinlich ist es für Sie sogar günstiger, wenn er von Anfang an alles selbst macht, als wenn er erst Ihre Fehler korrigieren und dann die Lücken finden und stopfen muss.

2. Sind Sie ein klassischer Anbieter in Ihrer Branche? Ihr Tätigkeitsfeld ist für Ihre Branche ganz typisch? Ihr Portfolio an Angeboten umfasst das Gleiche, wie die das der meisten Konkurrenten Ihrer Branche? Dann eignet sich vermutlich ein Muster, das Sie gut durchdacht einem Anwalt zur Überprüfung vorlegen. Sie müssen nur überlegen, ob es sich für Sie lohnt, das selbst zu tun. Wieviel Zeit haben Sie investiert? Wie steht diese Zeit im Verhältnis zu den Anwaltskosten.

Im Netz kursieren einige AGB-Generatoren und Muster. Viele der Anbieter bieten die Überprüfung durch Ihren Anwalt gleich dazu an – teils gegen Preise von deutlich unter 100 Euro. Der Haken steckt hier unter Umständen im Detail: Oft wird nur eine Checkliste versprochen, welche die Fehler auflistet. Eine korrigierte und einsetzbare Fassung Ihrer AGB ist nicht enthalten. Ob Sie damit oder mit einem Anwaltsbesuch günstiger fahren, hängt von Ihrem Geschick ab. Tipp: Sprechen Sie die Kosten mit einem Anwalt und die darin enthaltenen Leistungen im Vorhinein genau ab. So gibt es keine Überraschungen.

Neue Bestimmungen ab Juni 2014

Durch eine Richtlinie treten EU-weit bis spätestens 14. Juni 2014 neue Verbraucherrechte in Kraft. So auch in Deutschland und Österreich. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen folgende Punkte:

  • Neue, grundlegende Informationspflichten
  • Häkchen dürfen beim Bestellvorgang nicht schon gesetzt sein (z. B. Stornoversicherung)
  • Widerrufsrecht
  • Gefahrtragungsregeln beim Versendungskauf
  • Kostentragungsregeln (z. B.: bei Widerruf)
  • Kostenfallen (Pflichtangaben beim Bestell-Button)

Informieren Sie sich rechtzeitig, ob Sie aufgrund der neuen Bestimmungen etwas ändern müssen. Details zum neuen deutschen Gesetz finden sie auf der Website des Justizministeriums und für Österreich auf der Website der Wirtschaftskammer (Links anbei).

Links zum Beitrag

Neue Bestimmungen ab 13.6.2014 (Deutsches Recht)

Übersicht Musterverträge der IHK Frankfurt am Main

Allgemeine Infos zu AGB der IHK Frankfurt am Main

Bürgerliches Gesetzbuch Deutschland (§ 305 ff.)

Allgemeine Infos zu AGB der Wirtschaftskammer Österreich

Neue Bestimmungen ab 13.6.2014 (Infos der WK Österreich)

Konsumentenschutzgesetz Österreich

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Problem Themensuche: Bewährte Journalisten-Techniken für Blogger

Ein Blogbeitrag wäre wieder einmal fällig, Ihnen fehlt aber die Idee? Eigentlich sollten die Finger über die Tasten fliegen, doch leider blinkt seit Minuten nur der Cursor bedrohlich über der leeren Vorlage Ihres Editors? Solche inneren Blockaden betreffen jeden "Schreiberling" irgendwann. Wir verraten Ihnen bewährte Techniken, wie Profis solchen Ideenflauten begegnen.

Das Problem der Ideenfindung ist keines, das erst mit der Erfindung des Bloggens auftrat. Journalisten der klassischen Medien kennen diese Problematik seit jeher. Sie haben sich daher Techniken angeeignet, wie sie interessante Themen finden. Diese Methoden funktionieren auch für Blogger ganz hervorragend:

1. Raus aus der Stube I

Einen Satz hören Volontäre, Praktikanten und Redakteursaspiranten bei vielen Medien vom Chefredakteur meist am ersten Tag: "Überlegen Sie sich ein gutes Thema und dann sehen wir, was sich daraus machen lässt!" Im Lokalteil einer Tageszeitung kann dabei der Glücksfall eintreten, dass ein gut meinender Kollege noch hinzufügt: "Geh am besten in die Stadt und sieh nach, was dir auffällt."

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So verwirrend und anhaltslos dieser gut gemeinte Hinweis beim ersten Mal klingen mag, so viel Potential birgt er: Denn gemeint ist damit, dorthin zu gehen, wo sich die wichtigen Ereignisse für den Lokalteil abspielen – dorthin, wo das Leben spielt. Dieser Tipp ist jedoch nicht nur für den Lokalteil einer Tageszeitung anwendbar, sondern für jedes Ressort und sogar jedes Medium – also auch für Weblogs, Podcasts, Videoblogs etc.

Zuerst ein bisschen Theorie: Ausgangssituation, Ansprache, Inhaltsauswahl

Wie soll diese Technik für mich als Blogger funktionieren? Dafür lohnt ein genauer Blick auf die Ausgangssituation: Beispielhaft nehmen wir den Lokalredakteur einer Tageszeitung heran und vergleichen diesen mit einem Nischenblogger. Die Ausgangssituation ist nämlich medienunabhängig immer die gleiche! Selbst bei extremeren Beispielen wie einem Steuerberater-Fachmagazin und dem Unternehmensblog eines großen Fleisch- und Wurstwarenherstellers wäre es noch immer so.

Der Redakteur der Tageszeitung hat sein Ressort, in dem er seine Artikel verfassen muss. Das Ressort entspricht der Nische des Bloggers. Zudem hat jede Tageszeitung – genauso wie jedes Blog  – eine bestimmte Zielgruppe. Die gilt es anzusprechen, deren Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse gehören mit einem Beitrag befriedigt.

Das heißt: Es muss einerseits die richtige Ansprache gewählt werden, andererseits das richtige Thema. Da die Ansprache nicht Thema dieses Beitrags sein soll, soll hier nur kurz exemplarisch angeführt werden, dass die FAZ und die Bild zwar oft über das selbe Thema berichten, es aber gänzlich unterschiedlich aufarbeiten.

Um zum Thema dieses Beitrags zurückzukehren: Es werden sich viele Beiträge in der FAZ finden, die nicht in der Bild zu lesen sind – und umgekehrt. Der Bild-Leser kauft sich das Blatt nicht, weil er darin eine detaillierte Aktienkursanalyse lesen möchte und der FAZ-Leser kauft sich seine Zeitung nicht, weil er wissen will, wie sich die B-Promis im Dschungelcamp schlagen. Also hat jedes klassische Medium seine Zielgruppe – genauso hat auch jeder Blogger eine solche.

Die Praxis: So setzen Sie die erste Technik um

Nun zurück zum Tipp "Hinausgehen und zwar dorthin, wo das Leben spielt". Für den Lokalredakteur einer Zeitung mag das einfach die große Fußgängerzone im Zentrum sein, auf der ein waghalsiger Straßenkünstler von einem großen Turm in ein aufblasbares Planschbecken springt. Für den Nischenblogger ist es der Ort, an dem sich die Menschen seiner Nische tummeln. Und das ist nur in wirklichen Ausnahmefällen der Schreibtisch zu Hause.

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Ein paar kleine Beispiele:

– Sie bloggen über "mobiles Internet"? Sie sind ein Fachmann, könnten vermutlich jede Frage darüber sofort beantworten. Die User kommen jedoch auf ihr Blog, weil sie das nicht können. Sie haben Fragen und suchen Antworten. Genau diese Fragen müsste man kennen. Jede Frage könnte einen Beitrag wert sein.

Doch wo hören Sie diese Fragen? Mit Sicherheit nicht am Schreibtisch zu Hause. (Allenfalls, wenn Sie Foren durchstöbern, aber dazu später.) Ein solcher Platz in diesem Beispiel wäre die entsprechende Abteilung im nächsten Fachhandel. Sie möchten nicht die Kundengespräche der Mitarbeiter belauschen? Kein Problem: Fachsimpeln Sie ein bisschen mit einem Angestellten und fragen Sie ihn nach DAUs (DAU = dümmster anzunehmender User). Er kann Ihnen sicherlich jede Menge vermeintlich "dumme Fragen" zitieren, die er bei seiner Beratungstätigkeit hört. Diese sind für die Kunden aber essentiell und zudem sind die DAUs in diesem Beispiel ein "Eisbrecher". Danach erzählt er vielleicht, was er besonders häufig gefragt wird. Nun gilt es zuzuhören, denn all das könnten Aufhänger für Ihre nächsten Beiträge sein.

– Sie bloggen über "die besten Kaffeemaschinen"? Dabei ist praktisch fast jede andere Person eine Ideenfundgrube. Fast jeder hat eine Maschine zu Hause, fast jeder eine im Büro. Wo kann man etwas dazu hören? Praktisch überall: Von der 70er-Feier der (Groß-)Mutter, im Kaffeehaus, in der Büro-Kaffeepause, an der Raststation einer Tankstelle und, und, und… Fragen Sie einfach, wie der Kaffee schmeckt und schon sind Sie im Gespräch. Sie werden vieles hören, von überteuerten Kaffeesorten, gute/schlechte Servicestellen, bis hin zum neuesten Schmuckstück in der eigenen Küche.

– Aber auch die klassischen Webworker, die über SEO, Webdesign etc. bloggen, finden draußen in der "echten Welt" Themen: Sie sind Webdesigner, bloggen über Webdesign und haben einen anstrengenden Kunden? Seine Fragen, Anmerkungen, Wünsche, Beschwerden etc. bieten wahrscheinlich viel Blogstoff. Angefangen von Ihrer Kommunikationsstrategie mit dem Kunden, bis hin zur Umsetzung seiner Sonderwünsche etc.

Ideen für Blogger finden sich abseits des Schreibtisches also praktisch überall. Hier ein paar Plätze, die zu wahren Fundgruben für Sie werden könnten: Messen (sowohl Publikums- als auch Fachmessen), schwarze Bretter im Supermarkt (ev. Tipps zum Gebrauchtwarenkauf in Ihrer Nische etc.), Vereine (im deutschsprachigen Raum gibt es kaum ein Thema, zu dem es keinen Verein gibt), Cafes/Partys/Alltagsgespräche mit Freunden und Bekannten (hier gilt es oft nur richtig hinzuhören), Werbematerialien und Wühltische …

2. Recherche am Schreibtisch im Internet

Im Internet kennen sich Blogger ohnehin aus. Schließlich sind sie dort praktisch zu Hause. Vermutlich fast alle haben Feeds abonniert, ihre eigenen Lieblingsblogs, beobachten die "Konkurrenz" in der Blogosphäre, folgen nischennahen Twitterern, sind in entsprechenden Facebook-Gruppen, Foren, Xing usw.

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Dennoch: Wie man dabei eigene Ideen für Blogbeiträge findet, ist nicht jedermann bekannt. Schließlich will man ja nicht einfach nur um- oder gar abschreiben. Man will sich selbst als Experte positionieren, seine eigenen Gedanken publizieren und dabei einen echten Mehrwert liefern. Auch Journalisten beobachten die Konkurrenz, lesen deren Stories und finden dadurch ihre eigene Geschichte. Damit ist nicht das Abschreiben gemeint, sondern die Profis bedienen sich dabei meist zweier Techniken:

Geschichten "Weiterdrehen"

Das "Weiterdrehen" bezeichnet das logische Weiterdenken einer Geschichte. So erhält man neue Aufhänger zu einem Thema. Man beleuchtet es aus einer anderen Perspektive oder blickt auf die Auswirkungen eines Ereignisses.

Ein einfaches Beispiel: Die Einführung des Rauchverbots in Lokalen ließ die Emotionen in vielen Ländern hochkochen. Erst war die Meldung, dass das Rauchverbot kommt. Dann wurde weitergedreht: Experten wurden befragt zu den wirtschaftlichen Auswirkungen. Deren Bankrottszenarien von einzelnen Bars bis hin zum Ruin ganzer Wirtschaftszweige lieferten weitergedrehte Geschichten.

Dann trat das Rauchergesetz in Kraft. Auch zu diesem Zeitpunkt wurde wieder weitergedreht: Gründung von Rauchervereinen, Moralapostel, die sich als "Raucher-Sheriffs" begriffen und reihenweise Barbesitzer anzeigten, und viele weitere Aspekte dienten als neue Aufhänger für Artikel zu diesem Thema. Jahre danach liest man im einen oder anderen "Sommerloch", die "wahren" Auswirkungen im Rückblick.

Der gleichen Technik können Sie sich als Blogger bedienen: Sie lesen einen guten Beitrag eines anderen Bloggers. Super! Schöpfen Sie daraus Potenzial, aber ohne abzuschreiben. Drehen Sie die Geschichte einfach weiter.

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Suchen Sie die Info-Lücke

Auch diese Technik funktioniert bei fast allen Beiträgen: Sie lesen einen guten Beitrag, der viele Aspekte aufweist. Allerdings werden manche nur erwähnt und nicht genau erläutert. Diese Lücken in der Erklärung können Sie nutzen und daraus eigene Inhaltsideen schaffen. Greifen Sie diesen Aspekt auf. Machen Sie ihn zum Aufhänger ihrer neuen Geschichte!

Um beim Beispiel des Rauchverbots zu bleiben: In der Erstmeldung hieß es vielleicht nur, dass das Rauchverbot kommt. Zweck davon sei, langfristig die finanziellen Belastungen für die Krankenkassen durch das Rauchen zu senken. Fertig, Ende. Hier ist etwas angeschnitten, das nur erwähnt, aber nicht dezidiert erklärt wurde. Wie hoch sind die Belastungen für die Krankenkassen? Woraus setzen diese sich zusammen? Wie weit können Sie durch das Rauchverbot gesenkt werden? Und viele weitere Fragen mehr, bleiben in solchen Erstmeldungen unbeantwortet. Das Füllen dieser Informationslücken könnte nicht nur einzelne Beiträge, sondern sogar Bücher füllen. Jede Nachricht, jeder Blogbeitrag, jeder Tweet, jede… birgt oft ein solches Potenzial für neue Beiträge.

Wo sucht man im Netz nach Ideen?

Blogger wissen, wo sie im WWW Informationen zu ihren Fachgebieten finden. Sie kennen das Netz. Daher muss man die  Art und Weise, das Internet zu beobachten, vielleicht nur ein bisschen ändern. Betrachten Sie Blogs, Foren, Kommentarfunktionen nicht mehr nur als Platz, um zu fachsimpeln oder vielleicht gar nur als reine Linkquellen. Nehmen Sie sie vielmehr als Ideeninspiration für ihre eigenen Beiträge wahr.

Jede Frage in einem Forum könnte einen Beitrag wert sein. Jede Frage in Kommentaren des eigenen Blogs oder von Konkurrenz-Blogs, Fragen in Gruppen von Sozialen Medien. Jede News, die Google-Alerts ihnen auswirft, kann mit der Weiterdreh- und der Lückenfüll-Technik zu neuen Beiträgen führen. Jeder Tweet, jeder Newsletter, sogar Spammail könnte zu einer Idee für Sie werden.

3. Ideen aus dem eigenen Archiv und aus dem Kalender

Sie haben bereits viele Blogbeiträge verfasst und das Gefühl, Sie können nichts neues mehr schreiben? Werfen Sie einen Blick in ihr Archiv. Es gibt sicher Beiträge, die mittlerweile veraltet sind und aktualisiert werden sollten. Vielleicht könnte man manche auch weiterdrehen. Oder vielleicht bieten einige Beiträge auch Lücken, die sie noch füllen könnten. Der Blick ins eigene Archiv lohnt meistens…

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Zudem gibt es auch in Ihrem Bereich sicherlich wiederkehrende Events, Jubiläen, "Feiertage" etc., an denen man nicht vorbeikommt. Diese geben zumindest einen Vor- und einen Nachbericht her – meist sogar noch mehr. Planen sie zumindest Vor- und Nachbericht fest in ihren Redaktionsplan ein.

4. Raus aus der Stube II

Den ausgetretenen Pfad zwischen Schreibtischstuhl und Kaffeemaschine zu verlassen, an die frische Luft zu gehen und vielleicht einen ausgedehnten Spaziergang zu machen, kann Wunder wirken. Nicht nur, dass es gut tut und gesund ist, im Alltagsstress den Blutdruck einmal bewusst zu senken, setzt diese Ruhe oft ungeahntes, kreatives Potenzial frei und lässt die Ideen nur so sprießen.

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Damit Sie davon auch wirklich profitieren können, sollten Sie ebenso einen alten Trick der klassischen "Schreiberlinge " anwenden: Gehen Sie nicht ohne Notizbuch und Stift hinaus. Denn allzu oft sind diese kreativen Ideenschübe an der Türschwelle zum Büro plötzlich wieder in Vergessenheit geraten…

(dpe)

Alle Bilder dieses Beitrags stammen von Unsplash

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E-Business E-Commerce

OpenCritics: Tausend Bewertungen für jede Website

User generated Content kann für Seiten- und Shopbetreiber im wahren Sinne des Wortes Gold wert sein. Sie erhalten automatisch mehr Inhalte und beleben die Websites. Handelt es sich dabei um Kritiken (Kundenmeinungen, Bewertungen etc.), können sie zudem vertrauensbildend wirken. Das ist für jene Betreiber, die mit ihrer Website oder ihrem Shop Geld verdienen möchten, besonders wichtig. OpenCritics ist ein Portal, das Partnersites Bewertungen in Massen anbietet.

Was ist OpenCritics genau?

OpenCritics ist ein Internet-Startup aus Hamburg. Das Projekt sammelt Kundenmeinungen und Bewertungen und stellt sie in einem Netzwerk zur Verfügung. Dieses Netzwerk besteht aus verschiedenen Partnerseiten und jede Rezension, Kritik und so weiter, die auf einer Seite geschrieben wurde, gehört automatisch auch allen anderen Partnern. Ein Shop- oder Seitenbetreiber hat also die Möglichkeit mit einem Schlag Tausende Kundenmeinungen auf seiner Seite einzubinden.

Die Neuheit daran ist, dass OpenCritics diese Inhalte nicht sammelt und zur Verfügung stellt, indem das Portal extra angesteuert werden muss. Das Hamburger Projekt verspricht eine 100-prozentige Einbindung der Kundenmeinungen in die Partnerwebsite.

Technische Umsetzung

Die Einbindung funktioniert mittels eines Javascript Widgets. Dies lässt sich an jede Website anpassen und ist frei zu gestalten; in Farbe, Größe, Rahmen, Sprache und was sonst noch anfällt. Der für die neue Partnerwebsite erstellte Code muss lediglich mittels Copy & Paste übernommen werden. Wird beim Einbinden oder in der Gestaltung Hilfe benötigt, so bietet OpenCritics Support an, der die Prozedur auch komplett übernimmt.

Was ist wirklich anders?

Selbstverständlich ist die Idee Kundenmeinungen zu sammeln nicht neu. Jedoch eröffnet OpenCritics tatsächlich eine neue Methode für Seitenbetreiber. Will man nämlich in seinem Shop die Sammlung selbst erstellen, so dauert es lange, bis eine ansehnliche und repräsentative Anzahl an Meinungen zu Produkten und Inhalten vorhanden ist. Zudem will man auch permanent Neues auf seiner Website präsentieren. Damit ausreichend Bewertungen vorhanden sind und stets neue erstellt werden, benötigt man aber eine sehr große Besucherzahl. Für Shops wie Amazon ist das kein Problem. Baut man einen neuen Shop oder eine Seite auf, tauchen hingegen lange Zeit nur hin und wieder einmal ein kleiner Kommentar oder eine kleine Kaufempfehlung auf.

Es gibt jedoch auch schon eine Reihe an Bewertungssystemen, die von verschiedenen Seiten Rezensionen bündeln. Ciao, Testeo oder Trustyou bieten die Möglichkeit eine Grafik bei einem Produkt anzuzeigen, welche die aktuelle Bewertung darstellt. Bei einem Klick darauf, wird der User dann aber auf das Bewertungsportal umgeleitet.

Bewertungssysteme, die hingegen auf der eigenen Seite einzubinden sind, funktionieren oft nur wie eine „Einbahnstraße“. So bietet beispielsweise Powerreviews eine entsprechende Bewertungstechnik an, sammelt sämtliche Bewertungen auf dem eigenen Portal, stellt sie aber nicht allen Partnerseiten zur Verfügung. Die Texte der User stehen nur jener Seite zur Verfügung, auf der sie auch verfasst wurden und Powerreviews.

Eine solche „Einbahnstraße“ soll es bei OpenCritics nicht geben. Hinter dem Projekt steht die Idee, frei lizenzierte Nutzermeinungen automatisch allen Partnerseiten direkt zur Verfügung zu stellen.

Kosten und Vertragsbedingungen

Das Preismodell bei OpenCritics ist etwas ungewöhnlich: Die Kosten für Partnerseiten richten sich nach deren Größe. Dadurch wollen die Hamburger wahrscheinlich nicht nur größere Partner mit gut gefüllten Börsen ansprechen, sondern frei nach dem Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ zusätzlich viele neue und kleinere (Hobby)Sites und Shops erreichen. Der Service ist für Shops unter einem monatlichen Umsatz von 2.000 Euro kostenlos. Erst größere Shops werden bei dem Hamburger Startup zur Kasse gebeten. Der Preis ist dann schlussendlich Verhandlungssache.

Im Preis enthalten sind die Bewertungstechnik und alle bereits im System vorhandenen Bewertungen, Weiterentwicklungen, Backups (aller Bewertungen im System, nicht nur jene, die über die eigene Seite abgegeben wurden) und Supportleistungen. Die Kündigung und ein Export der Daten sind jederzeit möglich, man ist durch keine gewisse Vertragslaufzeit an OpenCritics gebunden.

Nutzen, Schwächen und Ausblick

Kundenmeinungen oder Bewertungen können vor allem für Shops, aber auch für andere Websites als vertrauensbildende Maßnahme wichtig sein. Sie können nachhaltige und positive Auswirkungen auf Conversion-Rate und Retourenquote haben.

Für neue und kleinere Shops bietet das OpenCritics-Projekt mit Sicherheit die Möglichkeit, schnell eine große Menge an Bewertungen zu erhalten. Das wäre für viele Betreiber wahrscheinlich alleine nicht möglich. Ob dadurch tatsächlich viel mehr verkauft wird, ist eine andere Frage und hängt auch noch sehr stark von weiteren Faktoren ab. Auf jeden Fall sind Bewertungen ein netter Nutzerservice und für kleine Shops bei OpenCritics kostenlos.

Eine der Baustellen bei OpenCritics ist mit Sicherheit der aktuelle Bestand an Inhalten im System. Die Hamburger stehen hier noch am Anfang und haben damit begonnen sich auf Filmrezensionen und Bewertungen von Büchern zu spezialisieren. In diesem Bereich liegt der Datenbestand laut eigenen Angaben im hohen vierstelligen Bereich. Bis zum Ende des Jahres wollen sie ihr Angebot jedoch deutlich ausbauen. Bei Film und Buch sollen Tausende Bewertungen hinzukommen und neue Bereiche sollen folgen. Zunächst ist OpenCritics auf der Suche nach Partnern im Games-Bereich. Laut eigenen Angaben soll jedoch schon nächstes Jahr eine viel breitere Palette – vom Küchengerät bis hin zum Rasenmäher – abgedeckt werden könne.

Auch wenn bei OpenCritics derzeit noch nicht allzu viele Bewertungen abgelegt sind, klingt das Projekt nach einer Idee mit viel Potenzial. Viele Shop- und Seitenbetreiber müssten sich keine Sorgen mehr machen, ob ihre Community groß genug ist, eine ansehnliche Anzahl an Rezensionen und Bewertungen zustande zu bringen. Zudem könnten sich jene Personen, die solche Bewertungen schreiben, auch sicher sein, dass mehr Menschen – nämlich die Nutzer aller Partnersites – ihren Text lesen können. Und da man davon ausgehen muss, dass ein möglichst großes Publikum das Ziel der Autoren ist, könnte sich ein solches System sogar noch zum „Bewertungs-Magneten“ entwickeln.

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SEO & Online-Marketing

Relaunch unter SEO-Aspekten – Was gilt es zu beachten?

Der Relaunch einer Website soll eigentlich Positives bewirken. Er bringt neuen Schwung, neue Motivation und verbessert hoffentlich die Präsentation des Unternehmens. Gibt man seinem Internetauftritt also ein „neues Gesicht“, wird vor allem an die optische Komponente gedacht. Bei einem Relaunch sollte aber auch die Suchmaschinenoptimierung der neuen Website von Anfang an geplant werden. Schließlich will man weder die alten Besucherströme durch organische Suchmaschinentreffer verlieren, noch nach und nach im Index weiter abrutschen oder gar ganz rausfliegen. Im Gegenteil: Ein Relaunch bietet die Möglichkeit – zumindest langfristig – eine Website „Google-freundlicher“ und damit erfolgreicher zu gestalten.

Am Anfang steht das Konzept

Damit der Relaunch nicht zum Suchmaschinen-Desaster wird, sondern vielmehr langfristig noch mehr Besucher anzieht, sollte ein Konzept dafür erstellt werden. Die suchmaschinenfreundliche Neuaufbereitung einer Website muss nach einer Keyword-Analyse strukturell und inhaltlich geplant, sowie technisch vorausschauend durchgeführt werden. Zudem müssen die Vor- und Nachteile eines möglichen Domainumzugs genau abgewogen werden, bevor man diesen Schritt unternimmt. Ein solches Konzept sollte vor den ersten Programmierschritten erstellt werden.

Struktur und Inhalt

Tracking-Tools liefern wertvolle Informationen. Man erhält einen Überblick, nach welchen Keywords die User suchen. Jene Inhalte, die besonders viele Besucher anlocken, dürfen nach dem Relaunch auf keinem Fall auf der Website fehlen. Im Gegenteil: Diese Inhalte sollten vielmehr an prominenter Stelle eingesetzt werden. Das heißt, möglichst weit oben in der Ordnerstruktur, denn die Robots der Suchmaschinen durchforsten Websites nur bis zu einer bestimmten Tiefe.

Als Faustregel sollte beachtet werden: Je flacher und breiter die gesamte Ordnerhierarchie einer Website angelegt ist, desto besser. In der Schlussfolgerung bedeutet dies zudem, dass jedes wichtige Keyword eine eigene Seite bekommen sollte.

Die Grundregel der Suchmaschinenoptimierung, dass Inhalte nicht in Flash oder Grafiken „versteckt“ werden sollten, gilt auch nach einem Relaunch. Denn Suchmaschinen durchsuchen das Web auf der Textebene. Grafiken haben so gut wie keinen Informationswert für die Robots von Google, Yahoo und Co.

Technische Überlegungen

Oft geht ein Relaunch mit einer „Übersiedlung“ auf ein neues Content-Management-System einher. Diese Umstellung birgt noch immer Gefahren, auch wenn dies mittlerweile bei etablierten Open-Source-Systemen wie Joomla!, Drupal oder Typo3 meist unproblematisch ist.

Aber dennoch: Es gibt immer wieder kleinere Funktionen bei einem CMS, die Schwierigkeiten hervorrufen können. Zum Beispiel Navigationsstrukturen, die über Flash oder JavaScript eingeblendet werden. Hier gilt Gleiches wie beim Inhalt – sie sind für Suchmaschinen nicht lesbar. Und man sollte sich gut überlegen, ob man auf sie als „Keywordträger“ tatsächlich verzichten kann – wahrscheinlich nicht.

Viel häufiger – weil meist nicht zu vermeiden – sind veränderte URLs, neue Positionen einzelner Seiten innerhalb der Seitenstruktur und das Löschen bestimmter Inhaltsseiten (entweder weil sie nicht mehr benötigt werden oder weil der Inhalt an anderer Stelle integriert wurde).

Gegen veränderte URLs durch ein neues CMS kann man nichts tun. Wechselt man das System, so lässt es sich eigentlich nicht vermeiden. Unterschiedliche Systeme erzeugen unterschiedliche URLs, auch wenn beide eine Funktion „sprechender“ URLs haben.

Erhält eine Seite eine neue Position innerhalb der Website oder fällt weg, weil der Inhalt an anderer Stelle eingearbeitet wurde, sollte man der Suchmaschine „helfen“. Das heißt: Die alten URLs verweisen via 301-Umleitung auf die neuen URLs. So werden die Seiten nicht komplett neu in den Index der Suchmaschinen aufgenommen, sondern lediglich die Adresse der bereits gespeicherten Seite geändert. Das erfordert viel Handarbeit, die sich aber lohnt. Bleiben nämlich alte und neue Seiten parallel bestehen, publiziert man Duplicate-Content, was zu einem Positionsverlust in den Ergebnislisten der Suchmaschinen führen kann. Löscht man hingegen lediglich die alten Seiten, ohne eine 301-Umleitung einzubauen, führen die Suchmaschinen-Trefferlisten so lange ins Leere, also zu einer Fehlermeldung, bis die alten Seiten von dem Suchdienst aus dem Index genommen wurden. Traffic erhält man über die neuen Seiten erst, wenn sie eingelesen und gut gerankt sind.

Die alten URLs sind auch relevant für die externe Verlinkung. Kommt ein Besucher von einer anderen Website und die verlinkte Seite funktioniert nicht mehr, erhält er lediglich eine Fehlermeldung. Dem Robot der Suchmaschine ergeht es nicht anders. Dies ist insbesondere nachteilig, weil Suchmaschinen die externe Verlinkung als wichtig ansehen. Links gelten als Empfehlungen und eine Website mit vielen Links wird meist weiter vorne in den Ergebnislisten der Suchmaschinen angezeigt. Führen die externen Links jedoch zu einer gelöschten Seite, werden diese Links nicht mehr als Empfehlungen eingestuft.

Im Idealfall sorgt man dafür, dass die fremden Websites bei ihren Linkangaben die alten URLs gegen die neuen austauschen. Dies ist aber nicht immer möglich. Daher lohnt es sich, auch für die externe Verlinkung mit Umleitungen zu arbeiten.

Neues „Gesicht“ – neue Domain?

Mit dem Relaunch auch einen Umzug auf eine neue Domain zu vollziehen, birgt in Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung ein noch größeres Risiko als der optische, inhaltliche und strukturelle Relaunch alleine. Jede Website – vor allem dann, wenn sie schon mehrere Jahre online war – hat sich im Laufe der Zeit einen gewissen Trust (=Vertrauen) bei Suchmaschinen erarbeitet. Für die neue Domain gilt das noch nicht. Es gibt aber dennoch jede Menge Gründe, warum man nicht immer auf seiner alten Domain bleiben möchte. So kann sich beispielsweise der Namen eines Unternehmens ändern oder das Webprojekt hat sich so weit entwickelt, dass der alte Domainname fast irreführend wirkt.

In solchen Fällen sollte man auch den Domainumzug gründlich planen. Schließlich will man den Trust mit der neuen Seite „erben“ und möglichst keine Besucher verlieren. Auch hierbei sollte man ausschließlich mit 301-Umleitungen arbeiten, um den Suchmaschinen zu zeigen, dass die Seiten dauerhaft umgezogen sind.

Selbst wenn es verlockend ist, alle Seiten pauschal umzuleiten (man kann keine vergessen), ist es empfehlenswert dies für jede Seite einzeln zu tun und sie auch auf die richtige der neuen Seiten umzuleiten. Dies ist vor allem für menschliche User zum Zwecke der Benutzerfreundlichkeit ratsam. Die alte Domain sollte außerdem mit den Weiterleitungen noch mehrere Monate im Netz gehalten werden. So erfahren auch wirklich alle User, dass die Website umgezogen ist.

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SEO & Online-Marketing

SEO für Bing – Websites für die neue Suchmaschine optimieren

„Bing“ ist die neue Suchmaschine von Microsoft. Der Software-Gigant will damit die Marktmacht Googles angreifen. In den USA hat Bing bereits einen nennenswerten Marktanteil. Steigt dieser weiter an, kann die neue Suchmaschine zur bedeutenden Traffic-Quelle werden. Die Suchmaschinenoptimierung muss sich dann auch an die Bing-Besonderheiten anpassen.

Bing überraschte beim ersten Eindruck

Vor etwas mehr als einem Monat brachte Microsoft die neue Suchmaschine Bing heraus. Die Erwartungen der weltweiten „Internetgemeinde“ hielten sich in Grenzen. Schließlich ist Bing schon der dritte Versuch des Software-Riesen eine Suchmaschine auf dem Markt zu etablieren. Die Vorgänger MSN und Live wurden von den Internet-Usern nicht gut angenommen. Die Suchergebnisse (SERPs) lieferten nicht die richtigen Treffer.

Bei Bing soll dieser Fehler nun behoben sein. Und tatsächlich stellen die ersten Neugierigen weltweit der Suchmaschine ein gutes Zeugnis aus. Bing liefert nützliche Ergebnisse, bietet die wichtigsten Funktionen und zeigt in mancher Hinsicht sogar Innovationskraft.

Für Suchmaschinenoptimierer (SEOs) bedeutet Bing eine Erweiterung der Aufgaben. Sie müssen die Funktionsweise der neuen Suchmaschine kennen lernen und Websites darauf einstellen. Denn eine neue Suchmaschine, die brauchbare Ergebnisse liefert und von Microsoft gepusht wird, wird zwangsläufig einen gewissen Marktanteil gewinnen können.


Bing: Suchmaschine mit wechselndem Hintergrundbild

Bing vs. Google – wie wichtig wird SEO für Bing?

In den USA ist Bing schon nach dieser kurzen Anlaufzeit auf dem Markt angekommen. Und zwar mit beeindruckenden Zahlen. 12,1 Prozent, also ungefähr jeder achte User, nutzt dort die Microsoft-Suchmaschine. Über Yahoo durchsuchen 21,1 Prozent, also ungefähr jeder fünfte Amerikaner, das Netz und Google ist mit 65 Prozent der Marktführer. In Deutschland ist die Marktmacht von Google noch deutlich größer. Neun von zehn Usern nutzen hierzulande Google. Seitenbetreiber, die derzeit Traffic via Bing erhalten, sind schwer zu finden. Die deutsche Ausgabe befindet sich auch noch im beta-Stadium und bietet nicht alle Features. Es ist also noch ein weiter Weg für Microsoft, um Google im Suchmaschinensektor herausfordern zu können. Und ob Bing überhaupt das Potenzial dazu hat, wird sich erst mit der Zeit herausstellen.

Der Erfolg einer Suchmaschine steht und fällt mit den SERPs. Google legt in Sachen Qualität der Ergebnislisten die Messlatte hoch. Häufige Verlinkungen fremder Seiten als Empfehlungen zu werten, hat sich schon lange als brauchbares Konzept erwiesen. Kein Wunder also, dass auch bei anderen Suchmaschinen dieses Prinzip Verwendung finden muss. Dennoch liefern verschiedene Suchmaschinen unterschiedliche Ergebnislisten. Der genaue Algorithmus, nach dem die Trefferlisten geordnet werden, ist ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis. Externe Links sind nicht alles und jede Suchmaschine wertet anders. Geht man jedoch davon aus, dass Google die besten Ergebnisse liefert, so dürfen die SERPs anderer Suchmaschinen nicht allzu stark davon abweichen. Wobei natürlich nicht auszuschließen ist, dass sich irgendwann ein anderer Algorithmus als besser erweist.

Unter SEO-United wurde ein Versuch mit mehreren tausend Keywords gestartet und die SERPs zwischen Bing und Google verglichen. Unter den ersten zehn Treffern sind die Unterschiede nicht allzu groß. Aber rund die Hälfte der besten zehn Websites bei Google stehen bei Bing nicht in den topp 100.

Das bedeutet also, nur weil eine Site bei Google gut gelistet wird, muss das noch lange nicht für Bing gelten. Daher müssen SEOs Websites nun auf eine weitere Suchmaschine hin optimieren. Andernfalls verstreicht die Chance auf eine neue Traffic-Quelle.

SEO für Bing – die ersten Beobachtungen

Natürlich sind externe Links, die auf eine Website verweisen, wichtig. Bing stuft Links von Seiten, in deren Title-Tag die Hauptkeywords der verlinkten Seite stehen, als besonders relevant ein.

Auffällig ist bei Bing, dass On-Page-Optimierung anscheinend höher bewertet wird als bei Google. Vor allem auf die Keywords im Domainnamen legt Bing großen Wert. Zusätzlich zahlen sich Hauptkeywords im Title, in der Meta-Description, den Headlines und im Body-Text aus. Eine Einladung zum Keyword-Stuffing ist dies jedoch nicht, schließlich will auch Bing langfristig für brauchbare Suchergebnisse stehen.

Zusätzlich bietet auch Bing die Möglichkeit, Seiten einzutragen und stellt das „Bing-Webmaster-Center“ zur Verfügung. Es ist das Gegenstück zu den Google-Webmaster-Tools. Dort können das letzte Crawl-Datum, die Anzahl der bei Bing indexierten Dokumente, die stärksten fünf Seiten, Sitemap- und Kontakt-Adresse, die Fehlermeldungen der Site, eine Übersicht über die für Bing bekannten Back- und Outboundlinks, sowie die Keywords eingesehen werden.

Zudem bevorzugt Bing ältere Domains und Websites, die regelmäßig viele neue Inhalte liefern.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden: Bing entkräftet die reine Linkpower und schwächt somit die positiven Wirkungen von Linkkauf, -tausch und –farmen. Wer eine alte Domain mit viel Content, einigen eingehenden Links, den Keywords im Domainnamen und einer soliden On-Site-Optimierung hat, wird bei Bing mit großer Wahrscheinlichkeit weit vorne ranken. ™

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E-Business E-Commerce

Fernabsatzrecht: Kostenfalle für Shopbetreiber

Für einen Online-Shopbetreiber beinhaltet das Fernabsatzrecht weitreichende Pflichten gegenüber seinem Käufer. Diese muss der Betreiber kennen, sonst droht ihm wirtschaftlicher Schaden durch zeitlich unbegrenzte Rücknahmepflichten oder Abmahnungen. Mit den richtigen Hinweisen kann ein Shopbetreiber diesen Schaden in Grenzen halten.

Das Fernabsatzrecht im Überblick

Das Fernabsatzrecht regelt den Vertrieb von Waren an den Verbraucher ohne direkten Kundenkontakt, also zum Beispiel den Verkauf via Online-Shops. Dabei erlegt es dem Unternehmen weitreichende Informations- und Servicepflichten auf. Den Verbraucher schützt es durch die damit einhergehenden Rechte auf Belehrung, Widerruf und Rückgabe. Diese Richtlinien stellen Anforderungen an Programmierung, Bedienoberfläche, sowie grafische und inhaltliche Gestaltung eines Online-Shops. Jeder Shopbetreiber sollte das Gesetz daher unbedingt kennen, da ihm die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen fehlender oder falscher Informationen teuer zu stehen kommen könnten.

Schon vor der Bestellung muss der Kunde hinreichend über die Einzelheiten des angestrebten Fernabsatzvertrages und den geschäftlichen Zweck aufgeklärt werden. Diese Informationen umfassen die Identität des Lieferanten durch die Nennung einer ladungsfähigen Anschrift, die Preise und Lieferkosten, die Gültigkeitsdauer besonderer Angebote, die wesentlichen Eigenschaften der Waren und Dienstleistungen, die Garantiebedingungen, bestehende Liefervorbehalte, Zahlungsmodalitäten (zum Beispiel: ab welchem Zeitpunkt der Vertrag zustande kommt) und das einzuräumende Widerrufsrecht. Zusätzlich muss der Shopbetreiber dieser Informationspflicht gegenüber seinen Kunden schriftlich mittels Brief, Fax oder E-Mail nachkommen.

Widerrufsrecht, Rückgaberecht und Wertersatz

Das wichtigste Element des Fernabsatzrechts ist das Widerrufs- und Rückgaberecht. Innerhalb von 14 Tagen darf ein Kunde ohne Angabe der Gründe seine Ware zurückgeben. Dieser Zeitraum verlängert sich auf einen Monat, wenn der Shopbetreiber seinen Käufer erst nach dem Vertragsschluss über dieses Recht aufgeklärt hat. Fehlen Pflichtangaben oder treten in der Belehrung Fehler auf, so gilt das Widerrufs- und Rückgaberecht sogar zeitlich unbegrenzt.

Anders als im „normalen“ Geschäftslokal ist der Online-Shopbetreiber zur Rückabwicklung verpflichtet und hat dem Kunden sein Geld zurückzuerstatten. Der Käufer muss im Versandhandel auf keinen Kompromiss eingehen und weder Gutscheine noch Umtausch akzeptieren.

Ab einem Warenwert von 40 Euro hat der Shopbetreiber sogar die Kosten der Rücksendung zu übernehmen. Nur, wenn der Käufer eine Gegenleistung (zum Beispiel fehlender Teilbetrag des Kaufpreises) bis zum Zeitpunkt des Widerrufs schuldig geblieben ist, darf der Shopbetreiber die Versandkosten der Rücksendung auf den Kunden übertragen. Die Gefahren der Rücksendung wie die mögliche Beschädigungen der Ware oder Warenverlust trägt der Versender.

Diese Widerrufs- und Rückgabe-Regelung gilt grundsätzlich für alle Bestellungen. Allerdings macht der Gesetzgeber auch Ausnahmen. Darunter fallen Waren, die kein standardisiertes Produkt darstellen. Das könnte zum Beispiel ein Ring mit persönlicher Gravur sein. Auch Produkte, die nicht zur Rücksendung geeignet sind, können vom uneingeschränkten Widerrufs- und Rückgaberecht ausgeschlossen sein. Allerdings reicht ein Grund wie der Hinweis auf „Zerbrechlichkeit“ dafür nicht aus. Gemeint sind downloadbare Software, leicht verderbliche Waren, entsiegelte Audio-, Film- oder Software-CDs, Zeitungen und Zeitschriften, Waren aus Online-Versteigerungen, Wett- und Lotteriedienstleistungen und ähnliches. Diese Ausnahmeregelung bietet jedoch kein „Schlupfloch“ aus dem Widerrufs- und Rückgaberecht für Shopbetreiber. Eine Erklärung in den AGB, dass eine bestimmte Ware nicht zur Rücksendung geeignet ist, hält vor Gericht mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stand, wenn diese Eigenschaft nicht tatsächlich zutreffend ist.

Auf Wertersatz nach Benutzung der Ware hat ein Shopbetreiber keinen Anspruch, solange der Kunde das Produkt bestimmungsgemäß genutzt hat. Selbst dann nicht, wenn die Ware dadurch objektiv an Wert verloren hat. Hier bietet sich den Händlern jedoch der Ausweg eines schriftlichen Hinweises. Damit ist es möglich, dem Käufer zum Wertersatz zu verpflichten. Dafür muss der Kunde die Ware aber auch tatsächlich genutzt haben. Hat er sie nur auf seine Einsatztauglichkeit geprüft, ist er nicht zum Wertersatz verpflichtet.

Kostenfalle Fernabsatzrecht

Shopbetreiber haben zu Recht Angst davor, dass sie durch die Regelungen des Fernabsatzrechts wirtschaftlich geschädigt werden könnten. Bei zurückgesendeter Ware entstehen dem Händler neben den Kosten für die Rücksendung eventuell auch noch Kosten für die Herstellung und den Wertverlust des Produkts. Ein absoluter Schutz gegen Retouren existiert nicht. Sie gehören einfach zum Betrieb eines Online-Shops.

Falsche Informationen oder fehlende Aufklärung über die Rechte der Kunden und die Pflichten der Besteller sind dennoch kein Ausweg. Zumal sie sogar deutlich höhere finanzielle Risiken in sich bergen als den Schaden durch das Widerrufs- und Rückgaberecht. Abmahnungen durch Wettbewerber, Verbraucherschutzverbände und Abmahnvereinigungen können Kosten verursachen, die in keinem Verhältnis zu den Einnahmen stehen.

Eine umfassende Belehrung über die Rechte der Verbraucher beugt solchen Abmahnungen vor. Zudem besteht die Möglichkeit, mittels ausdrücklicher Wertersatzregelungen und informativen Hinweisen zum Versand bei der Rückgabe (zum Beispiel: wie eine bestimmte Ware verpackt werden muss, um schadenfrei wieder beim Händler anzukommen) den wirtschaftlichen Schaden besser in Grenzen zu halten. ™

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SEO & Online-Marketing

SEO für Bilder: Die Bildersuche als Traffic-Quelle nutzen

Für Menschen „sagen“ Bilder oft mehr als Worte – Suchmaschinen sagen Bilder nichts. Daher müssen Seitenbetreiber ihre Grafiken mit Information aufbereiten. Dann werden ihre Bilder in den Bildersuchen gefunden und können für viel Traffic sorgen.

Das Potenzial der Bildersuche

Die Bildersuche ist die meistgenutzte Option nach der „normalen“ Websuche bei Suchmaschinen. Die Schätzungen der Nutzungshäufigkeit liegen zwischen 8 (Martin Mißfeldt) und 15 Prozent (TechDivision). Das bedeutet, dass jedes sechste bis zwölfte Mal nach Bildern gesucht wird.

Seitenbetreibern eröffnet die Bildersuche daher eine Traffic-Quelle abseits der textlastigen Suchanfragen und bringt noch zwei entscheidende Vorteile mit. Die Ergebnislisten (SERPs) der Grafiken sind noch nicht so hart umkämpft wie jene der „normalen“ Websuche. Es ist also leichter, eine gute Position in den SERPs zu erlangen. Und dank neuer multimedialer Suchprozesse wie der Google Universal Search können Sites nur dank der Bilder bei klassischen Suchanfragen ganz oben stehen.

beispielbild universal search

Die Universal Search liefert Bilder und andere Medien an prominenter Stelle in den Suchergebnissen.

Multimediale Trefferlisten wie jene der „Google Universal Search“ tragen verstärkt dazu bei, dass die Suchmaschinenoptmierung für Bilder immer größere Bedeutung erlangt. Schließlich will niemand, der sich eine gute organische Position in den SERPs erarbeitet hat, nun Plätze an Grafiken und Bilder verlieren. Zudem werden Links mit Bildern häufiger angeklickt als reine Textlinks. Allerdings werden Grafiken durch den Internet-User deutlich schneller als wichtig oder unwichtig eingestuft. Ein Bild muss also auch dem entsprechen, was der User sucht. Damit beides eintritt – eine gute Position in den Suchergebnissen und das richtige Bild für den richtigen User – müssen Bilder entsprechend optimiert werden. Denn im Gegensatz zu Menschen, können Suchmaschinen Bilder und Grafiken (noch) nicht erkennen und einordnen.

Wie optimiere ich Bilder für Suchmaschinen?

Weil Suchmaschinen mit Bildern alleine nichts anfangen können, sind diese auf die Informationen rund um die Grafik angewiesen. Der Seitenbetreiber muss den Suchmaschinen also mitteilen, was auf dem Bild zu erkennen ist. Im Gegensatz zur „normalen“ Suchmaschinenoptimierung einer Website entscheidet bei Bildern (noch) nicht fast ausschließlich die externe Linkpower. Eine Umfrage des Online-Marketing-Fachmanns Andre Alpar unter SEOs ergab, dass die fünf wichtigsten Faktoren für die Suchmaschinenoptierung von Bildern der Datei-Name, der Alt-Text, die Umgebung, der Page Title und erst an fünfter Stelle externe Links sind.

Die wichtigsten Maßnahmen für die Optimierung der eigenen Bilder sind daher für jeden Webmaster umzusetzen, auch ohne die Möglichkeit, schnell viele externe Links zu generieren.

Als erstes sollte ein logischer Dateiname gewählt werden. Der Name „DSCN0821“ verrät nicht mehr, als dass dieses Foto von einer Digitalkamera stammt. Mehrere Wörter im Dateinamen sollten mit Bindestrich, nicht mit Unterstrich gekennzeichnet werden. Im Alt-Tag sollte eine Beschreibung des Bildes folgen. War sie in früheren Zeiten für User mit langsamer Internetverbindung gedacht, die sich keine Grafiken anzeigen ließen, machen sich dieses Attribut heute Suchmaschinen zu nutze. Das Alt-Tag wird daher zu einer der wichtigsten Informationsquelle für die Webcrawler.

Speichert man Grafiken auf seinem Webserver, sollte für eine bestimmte Art von Grafik auch die richtige Datei-Endung gewählt werden. So „vermuten“ Suchmaschinen hinter JPEGs meist Fotos, während Grafiken eher als GIF und PNG angelegt werden. Das ist von entscheidender Bedeutung, wenn ein User den Suchbegriff „Foto“ seiner Anfrage hinzufügt. Zudem sollten die Bilder und Grafiken nicht in einem allgemeinen „Upload“- oder „Images“-Odner abgelegt werden, sondern lieber im themenrelevanten Ordner des Beitrags.

Auch die Position des Bildes auf der Seite spielt eine Rolle. Die Grafik sollte nahe an den zugehörigen Keywords des Textes platziert sein. Im Idealfall wird das Bild von den Keywords umgeben.

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Für die Beschreibung eines Bildinhalts sollten Seitenbetreiber alle Felder nutzen.

Für Bilder und Grafiken gilt wie für Textinhalte, dass Suchmaschinen duplicate Content (doppelte Inhalte) abstrafen. Daher sollte man seine Bilder nicht mehrfach verwenden. Geschieht dies doch, muss mittels robots.txt darauf geachtet werden, diese Bilder nicht indizieren zu lassen.

Ob größere oder kleinere Bilder besser gerankt werden, ist nicht sicher zu sagen. Manche Seitenbetreiber wollen jedoch festgestellt haben, dass größere Bilder leichter eine gute Position erhalten.

Aktualität, wie sie beim Textcontent günstig ist, scheint sich bei der Bildersuche eher nachteilig auszuwirken. Viele Seitenbetreiber haben beobachtet, dass vor allem ihre älteren Bilder besser gerankt wurden. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass einmal indizierte Pics nicht geändert werden sollten. Vermehrt finden sich Erfahrungsberichte, dass trotz gleichem Namen und gleicher Größe (die Bilder wurden lediglich mit einem Urheberhinweis versehen) Grafiken von Google aus dem Index genommen wurden. Als Grund wird das veränderte Erstellungsdatum der Datei auf dem Server angenommen.

Diese Grundregeln umzusetzen, erfordert viel Handarbeit. Vor allem von Webmastern, die sehr viele Bilder auf ihren Seiten haben. Für manche CMS gibt es daher mittlerweile SEO-Erweiterungen, die bei der Optimierung von Grafiken helfen. Diese vereinfachen und automatisieren einzelne Arbeitsschritte.

Bildersuche und das Problem des „richtigen“ Besuchers

Mit dem Besucheraufkommen via Bildersuche stellt sich zwangsläufig die Frage, ob das auch jene User sind, die sich Seitenbetreiber wünschen. Da Suchmaschinen Bilder trotz aller Informationen, die man den Grafikdateien anhängen kann, das Thema und vor allem die Relevanz zur Suchanfrage nicht so gut erkennen können wie bei der Textsuche, ist die Gefahr des „falschen“ Besuchers groß. Zudem fürchten sich bestimmte Branchen vor Urheberrechtsdiebstahl. Fotografen und Maler fragen sich beispielsweise mit Recht, ob sie von dem Traffic via Bildersuche auch einen Kauf erwarten können oder ob es sich nur um Personen handelt, die Bilder für ihre eigene Homepage „klauen“ wollen. Ebenso ist es für ein Reiseportal nicht der „richtige“ Besucher, wenn er nur ein Foto der Pyramiden will, anstatt eine Reise nach Ägypten zu buchen.

Nichtsdestotrotz sollte man diese Traffic-Quelle nicht leichtsinnig außer Acht lassen. Abgesehen davon, dass die Bildersuche nicht nur „falsche“ User anlockt, wird mit ein paar simplen Optimierungsmaßnahmen zusätzlich ein Werbeffekt für die eigene Site losgetreten. ™

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Long Tail SEO: Besucher anziehen, abseits der Top-Keywords

Jede Website braucht Besucher. Vor allem dann, wenn man damit Geld verdienen will. Die Topp-Positionen bei Google unter den meistgesuchten Begriffen sind jedoch schon von großen und bekannten Seiten besetzt. Suchmaschinenoptimierung auf den „Long Tail“ kann jungen und unbekannteren Seiten ein Publikum bescheren.

Was steckt hinter dem „Long Tail“-Effekt?

Der Begriff „Long Tail“ („langer Schwanz“) wurde geprägt von dem amerikanischen Journalisten Chris Anderson. Im klassischen Einkaufsladen steht dem Händler nur eine begrenzte Verkaufsfläche zur Verfügung. Weil jedes Produkt die Miete des vereinnahmten Platzes wieder erwirtschaften soll, muss der Verkäufer zwangsweise auf Bestseller setzen. Also jene Produkte, die am meisten nachgefragt werden. Für Nischenprodukte ist kein Platz, da sie im regionalen Einzugsgebiet eines Geschäftlokals zu selten gekauft werden.

Für Onlineshops ist die Situation eine andere. Sie verfügen dank des WWW über eine theoretisch unbegrenzte „Verkaufsfläche“ und Reichweite. Nischenprodukte zu führen, verursacht für Shop-Betreiber kaum Mehrkosten. Und in der Gesamtmasse an nachgefragten Produkten, ist die theoretische Absatzzahl von Nischenprodukten enorm groß.

Stellt man die Verkaufszahlen verschiedener Produkte anhand einer Kurve grafisch dar, so erkennt man am linken Rand (roter Bereich) die Bestseller. Nach den Nischenprodukten (gelber Bereich) wird seltener gefragt. Da diese Kurve aber gegen unendlich geht, nimmt dieser Bereich sogar eine größere Fläche ein. Das heißt, hier liegt theoretisch das größere Potenzial, Waren zu verkaufen.

Das Potenzial des Long Tails in der Suchmaschinenoptimierung

Dieser Long Tail-Effekt lässt sich auch auf die Suchmaschinenoptimierung umlegen. Während die beliebtesten Suchbegriffe am meisten Traffic produzieren, gibt es eine Reihe von „Nischenbegriffen“ und Begriffskombinationen, die zwar einzeln seltener gesucht werden, in der Summe aber eine bedeutende Masse ergeben. Das bedeutet, Seitenbetreiber könnten sich auf den hart umkämpften Markt der beliebtesten Keywords einlassen oder sie versuchen, im Long Tail-Bereich Besucher zu generieren.

Natürlich bringt ein Top-Ranking bei einem Keyword wie „kochen“ oder „Rezepte“ viel Traffic. Aber dieses Standing in den Suchmaschinen zu erreichen, dauert sehr lange, falls man es überhaupt schafft. Schließlich muss man sich gegen die erfolgreichsten Seitenbetreiber und Suchmaschinenoptmierer durchsetzen.

Schwächerer Konkurrenzdruck erwartet Seitenbetreiber im Long Tail-Bereich. Natürlich durchsuchen weniger Personen das Internet nach „Lauch blanchieren“ als nach „Rezepte“. Wer jedoch viele spezielle Wortkombinationen rund um ein Thema abdeckt, kann über solch spezifische Suchanfragen viele Besucher anziehen. Um es mit einem deutschen Sprichwort zu verdeutlichen: „Kleinvieh macht auch Mist“.

Der Long Tail ist im Suchmaschinenmarketing also ein Synonym für weniger beliebte Suchbegriffe und Keywordkombinationen. Das Potenzial dieser spezifischen Suchanfragen ist theoretisch riesig. Laut Udi Manber, Google Vice President of Engineering, ist jede vierte oder fünfte auf Google gestartete Suche einzigartig. Das heißt, noch nie zuvor ist eine solche Suchanfrage gestartet worden. Allein auf Google-USA sind das zwischen 23 und 30 Millionen Suchanfragen täglich. Auch generell ist ein Trend zu längeren Suchanfragen festzustellen. Laut einer Studie über das Suchverhalten von zehn Millionen US-Usern bei Google, Yahoo!, MSN und Ask nimmt der Anteil an Kombinationen aus vier, fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Wörtern zu, während jener mit nur einem und zwei Wörtern leicht zurückgeht.

Wie optimiert man auf den Long Tail?

Um mittels Long Tail Besucher anzuziehen, benötigt eine Website vor allem viel Content. Ideal ist eine Website mit vielen tausend Inhaltsseiten. Hinter so einer Site steckt viel Arbeit, denn die Texte sollten nicht nur ein Gebiet grob abdecken, sondern auch in die Tiefe gehen. Dadurch erhält man viele natürliche Wortkombinationen, die im Zusammenhang mit einem Thema gesucht werden. Zudem bietet man dem Leser tatsächlichen Mehrwert. Schließlich lebt so eine Seite auch von der Qualität des Contents. Nur als respektierte Informationsquelle erhält man den gewünschten Nebeneffekt wie Empfehlungen und natürlichen Linkaufbau.

Jeder Artikel sollte ein möglichst spezielles Thema behandeln. Dadurch verfasst man automatisch viele Seiten, die auf unterschiedliche Phrasen hin formuliert sind. Die Abgrenzung zu anderen themenverwandten Texten muss jedoch stets gegeben sein. So geht man sicher, dass sein Content nicht als Spam und Duplicate Content von der Suchmaschine abgestraft wird.

Eine Website mit so vielen verschiedenen Inhaltsseiten ist alleine oder im kleinen Team kaum zu bewältigen. Daher sollten Seitenbetreiber auch auf „User Generated Content“ setzen. Haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Inhalte zu liefern, kann ein Schneeballeffekt eintreten und die Bekanntheit sowie die Textmenge ihrer Site kann rasant anwachsen. Viele Foren demonstrieren täglich, dass dieses Prinzip funktioniert.

Ein weiterer Weg zu vielen Inhalten ist „Machine Genereated Content“, also Inhalte, die nicht von menschlichen Autoren verfasst werden. Damit ist jedoch nicht automatisierter „Contentklau“ von Konkurrenzseiten gemeint. In bestimmten Marktnischen kann es gelingen, mit einer großen Anzahl an Datenbanken gute Inhalte zu produzieren. Auswertungen, Ergebnislisten und Analysen bestimmter Felder bieten auch maschinengeneriert Mehrwert für den Leser. Zum Beispiel wie hoch der Wiederverkaufswert von Produkt XY derzeit bei Ebay ist.

Zu wissen, welche Keywordkombinationen gerade gefragt sind, ist wichtige Recherche-Arbeit. Dafür bieten sich beispielsweise Keyworddatenbanken an. Zudem lohnt es sich, seine Nische genau zu beobachten und zu den aktuellen Trends regelmäßig Beiträge zu verfassen. So brachte es beispielsweise für Seiten rund um das Thema „UMTS“ vor ein paar Wochen viel Traffic, als der Fernsehsender N24 eine TV-Werbeoffensive für den N24-UMTS-Stick schaltete. Seitenbetreiber, die diese Werbekampagne verfolgten und auf ihrer Site erwähnten, konnten sich über einige Besucher freuen, die nach diesem speziellen Angebot suchten.

Bei der On-Page-Optimierung sollten Seitenbetreiber alle Möglichkeiten nutzen, die Keywords an prominenter Stelle nochmals unterzubringen. Dafür eignen sich Tagclouds, sprechende URLs, Links zu anderen themenrelevanten Artikeln und die Navigation.

Off-Page ist der externe Linkaufbau von zentraler Bedeutung. Auch, wenn man auf den Long Tail abzielt. Schließlich ist die Vernetzung das Hauptkriterium für die meistbenutzte Suchmaschine Google. Zusätzlich sollte man die Strategien der Social Media Optimization nutzen. Einträge bei Bookmarking-Diensten und anderen Webportalen bringen Traffic und weitere Links. Wer keine Möglichkeiten hat, den Linkaufbau verstärkt voranzutreiben, sollte sich immer vor Augen halten, dass guter Inhalt die natürliche Vernetzung automatisch vorantreibt. ™

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E-Business E-Commerce

Mit Kundenmeinungen vertrauen schaffen

Shopbetreiber haben Angst vor negativen Kundenbewertungen. Sie schrecken oft davor zurück, Rezensionen in ihrem Shop zu veröffentlichen. Dabei können nicht nur positive Kundenmeinungen die Verkaufszahlen ankurbeln. Wenn Shopbetreiber mit Bewertungen richtig umgehen, können sie aus positiven und negativen Äußerungen einen Nutzen ziehen.

Wieso sind Kundenmeinungen so wichtig?

Jeder Kaufwillige stellt sich in einem Onlineshop die Frage: „Kann ich diesem Anbieter vertrauen?“ Schließlich muss er bei einem Einkauf sensible Daten preisgeben. Für den Shopbetreiber gilt es daher Bedenken auszuräumen. Eine Möglichkeit dazu bieten Kundenbewertungen. Diese können einen ähnlichen Effekt wie Empfehlungen von Freunden haben.

Laut einer Studie der Internetagentur DMC empfinden mehr als die Hälfte der User veröffentlichte Meinungen zu einem Shop als wichtig. Fast jeder Zweite liest sie, bevor er im Internet einkauft.

Shopbetreiber dürfen sich aber nicht dazu verleiten lassen, nur positive Rezensionen zu veröffentlichen oder sogar Bewertungen selbst zu schreiben. Die Internetkäufer sind sich dieser Möglichkeiten zur Manipulation bewusst. Wie eine W3B-Studie zeigt, vermuten 45 Prozent der Befragten Personen, dass diese Bewertungen manchmal gezielt verfälscht werden. Zwei von dreien bemängeln, dass der Wahrheitsgehalt nur schwer überprüft werden kann. Diese Zahlen belegen: Käufer betrachten Kundenmeinungen kritisch. Offensichtliche Täuschungsversuche machen mit Sicherheit misstrauisch. Daher dürfen Shopbetreiber an der Echtheit ihrer Bewertungen keinen Zweifel aufkommen lassen.

Das wird erreicht, wenn das System vertrauenswürdig ist und die abgegebenen Meinungen nachvollziehbar sind. Dazu sollte der Shopbetreiber alle Bewertungen veröffentlichen und nicht nur jene, die ihm zusagen. Um diesen ehrlichen Umgang mit Kundenmeinungen hervorzuheben, kann der Unternehmer auf externe Dienstleister wie beispielsweise eKomi zurückgreifen. Sie übernehmen die komplette Verwaltung der abgegebenen Bewertungen und garantieren mit ihrem Siegel unverfälschte Veröffentlichungen.

Kundenmeinungen als Controlling-Instrument für den Shopbetreiber

Bietet ein Shopbetreiber aus Angst vor negativen Äußerungen nicht den entsprechenden Raum für kritische Bewertungen, weichen unzufriedene Kunden auf andere Portale und Foren aus. Diese liegen im schlimmsten Fall außerhalb des Wahrnehmungsbereichs des Shopbetreibers. Damit nimmt er sich die Möglichkeit, darauf zu reagieren.

Dabei könnte sich die richtige Antwort auf eine schlechte Bewertung gleich mehrfach lohnen. Der direkte Nutzen besteht darin, den unzufriedenen Käufer durch gute Serviceleistung zu einem zufriedenen zu machen. Eine Studie des NARMS zeigt, dass 95 Prozent dieser Kunden wiederkommen. Schließlich wird sich um Ihre Anliegen gekümmert. So kann aus einer negativen Bewertung sogar noch eine positive werden, wenn der Kunde seine Kritik überarbeitet. Indirekt beeindruckt eine solche Vorgehensweise sicherlich auch Neukunden. Zusätzlich hat der Shopbetreiber durch Kundenmeinungen eine kostenlose Usability-, Service- und Qualitätskontrolle. Er erfährt zum Beispiel, was in seinem Shop nicht funktioniert, ob die Käufer mit der Art und Dauer der Lieferung zufrieden sind und kann schlechte Produkte aus dem Sortiment nehmen. Kundenbewertungen werden so zum kostenlosen Instrument für die Shop-Optimierung, das zusätzlich noch als vertrauensbildende Maßnahme die Konversionsrate hebt.

Informative Kundenmeinungen können sogar die Retourenquote verringern. Zum Beispiel bei Kleidung: Fällt der Schnitt einer bestimmten Jeans sehr weit aus, weiß das der nächste Kunde anhand einer Rezension vielleicht schon vor der Bestellung. Dann kann er seine Hose entsprechend kleiner ordern und muss sie nicht mehr umtauschen.

Formen der Kundenbewertungen

Kundenbewertungen können auf drei Arten aufgebaut sein. Die einfachste Methode ist eine eindimensionale Skala. Ähnlich einem Schulnotensystem vergibt der Kunde Punkte für seine komplette Erfahrung bei einem Einkauf. Der Vorteil daran liegt im geringen Aufwand für den Kunden. Mit einem Klick hat er seine Bewertung erledigt. Neue Kunden sehen dann die Durchschnittsnote. Nachteilig ist der Mangel an Information. Der Shopbetreiber und auch die zukünftigen Kunden wissen nicht, warum ein Käufer zufrieden oder unzufrieden war.

Eine mehrdimensionale Punkteskala funktioniert nach dem gleichen Prinzip, geht aber weiter ins Detail. Hier legt der Shopbetreiber verschiedene Teilaspekte fest, die der Käufer einzeln benoten kann. Beispielsweise vergibt er Punkte für den Service des Shops, die Lieferzeit und die Produktqualität. Neue Kunden sehen dann die Durchschnittsnote jedes Teilaspekts. Auch bei dieser Methode ist der Zeitaufwand für den Kunden gering. Ein paar Klicks sind schnell getan. Der Shopbetreiber erfährt auf diese Weise zumindest grob, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Tritt ein Problem auf, kann er es anhand dieser Bewertung aber noch nicht exakt bestimmen.

Die für den Kunden aufwendigste Methode ist das Verfassen einer Rezension. In Textform können Käufer genau beschreiben, wie die Bestellung abgelaufen ist, wie lange sie auf die Lieferung gewartet hatten, was ihnen am Produkt gefällt oder nicht gefällt und wie der Service des Shops ist. Diese Methode ist für den Shopbetreiber die aussagekräftigste. Die Informationsvielfalt ist theoretisch unbegrenzt. Er muss Probleme nicht mehr suchen, sondern erfährt genau, womit ein Kunde zufrieden oder unzufrieden war. Mitunter erhält er sogar Verbesserungsvorschläge seiner Kunden und muss nicht einmal über die Lösung eines Problems nachdenken.

Beliebt sind Mischformen dieser drei Methoden, wie sie zum Beispiel Amazon einsetzt. Die Käufer erhalten auf diesem Shopping-Portal zu einem Produkt einen schnellen Überblick anhand einer eindimensionalen Gesamtnote und können auch lange, freie Rezensionstexte einsehen. So können Kunden im ersten Schritt schlechte Produkte sofort aussortieren und sich mit den in Frage kommenden Produkten detaillierter auseinandersetzen.

Eine nützliche Ergänzung zu den Kundenmeinungen ist die Sonderform der Bewertung einer Bewertung. So werden nicht nur die Produkte, sondern auch die Kundenrezensionen einer Qualitätskontrolle unterzogen. Käufer bewerten dabei, ob eine Rezension für sie hilfreich war oder nicht. Das hilft Kaufinteressierten vor allem dann, wenn schon eine große Menge an langen Kritiken verfasst wurde. Sie erhalten durch jene Rezensionen, die als hilfreich eingestuft wurden, schneller einen Überblick und müssen nicht die gesamte Masse an Texten lesen. ™

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Webdesign

Signalwörter: Die ersten 11 Zeichen des Titels entscheiden

Wer seine Besucher zum Lesen des Inhalts anregen will, braucht Überschriften mit großer Wirkung. Sie bestimmen, ob eine Headline wahrgenommen wird oder nicht. Nur mit dem richtigen Signalwort erwecken Sie das Interesse der Gäste.

Den Besucher abholen

Wir lesen elektronische Medien nicht wie Printmedien. Usability-Altmeister Jakob Nielsen fand heraus, dass Internet-User maximal 28 Prozent, also nur knapp mehr als ein Viertel des gesamten Inhalts einer Seite, tatsächlich lesen. Der Durchschnitt liegt mit weniger als einem Fünftel (18 Prozent) sogar noch deutlich darunter. Anders ausgedrückt verwenden Menschen nur rund 4,4 Sekunden darauf 100 Wörter im Internet zu überfliegen. Bei Newslettern ist das nicht anders. Innerhalb von 51 Sekunden werden die meisten dieser E-Mails wieder geschlossen.

Grundsätzlich lesen wir also die elektronischen Medien nicht, sondern wir „scannen“ sie. Und zwar nach einem F-Muster. Wir starten links oben, wandern mit unseren Blicken waagrecht nach rechts und betrachten, weiter nach unten gehend, nur noch den linken Rand. Dieses F-Schema macht deutlich, dass Seitenbetreiber ihre Leser genau an dieser Stelle „abholen“ müssen. Das funktioniert nur, wenn die aussagekräftigsten Signalwörter auch am linken Rand stehen. Befinden sich diese Wörter erst weiter mittig oder rechts, fallen sie einem interessierten Leser gar nicht auf.

Auf fast jeder Art von Website gibt es Bereiche, wo diese Überlegung zum Tragen kommt. Sie gilt grundsätzlich für alle Arten von Listen. Am anschaulichsten ist es bei Sites, die viele Beiträge mit Headlines aufführen. Steht ein aussagekräftiges Signalwort an erster Stelle, wird das Interesse geweckt. Zudem wirkt dieses Prinzip auch bei sämtlichen Archiven, Produktlisten von Webshops, „Table of Content“-Listen, Checklisten, FAQs oder dem klassischen Newsletter-Aufbau. Natürlich stellen auch Treffer bei Suchmaschinen solche Listen dar, wodurch ein aussagekräftiger Seitentitel mit Signalwirkung wichtig wird.

Vom Signalwort zum Beitrag

Jakob Nielsen bezeichnet den Anfang einer Headline oder eines Listeneintrags als Nanocontent. Konkret meint er damit die ersten 11 Zeichen einer Überschrift oder einer Listenzeile. Diese Überschrift nennt er Mikrocontent. Der vollständige Beitrag, auf den der Mikrocontent schließlich verweist, heißt Makrocontent.

Jeder dieser drei Content-Ebenen kommt eine unterschiedliche Rolle zu. Der Nanocontent, also die ersten Wörter, erregt die Aufmerksamkeit eines Besuchers. Und zwar dazu den Mikrocontent, also den Titel eines Beitrags, zu lesen. Durch den Titel soll der Besucher schließlich dazu bewegt werden, den gesamten Text durchzulesen.

Soll dieses Zusammenspiel funktionieren, muss der Inhalt auf allen drei Ebenen strategisch verfasst werden. Im Gegensatz zu Artikeln in Zeitungen oder Magazinen müssen Nano- und Mikrocontent für sich allein sprechen können. Aufgrund des Überangebots an Inhalten wirken Wortspiele im WWW nicht. Wenn der Leser überhaupt soweit kommt, diese vollständig zu lesen, sorgt der Zeitdruck der Informationsbeschaffung im Internet dafür, diesen Artikel zu ignorieren.

Nur selten nimmt sich ein Besucher tatsächlich die Zeit einen Beitrag im Netz zu lesen, wenn er nicht weiß, was ihn erwartet. Im Internet stehen Headlines zudem oft alleine in einer Liste oder werden nur von den ersten einleitenden Sätzen begleitet. Selbst, wenn sich der Besucher bereits auf der Seite eines Beitrags befindet, sieht er auf den ersten Blick deutlich weniger als bei einem Print-Artikel. Der Ausschnitt des Monitors ist kleiner als eine Doppelseite in einem Magazin. Fotos und die ersten Zwischenüberschriften sieht der User oft nicht vor dem Seitenumbruch. Daher kann er sich vorab keinen Überblick verschaffen.

Der Seitenumbruch verbirgt hier Bilder. Dank des Titels weiß der Leser aber, was ihn erwartet.

So führen Sie Ihren Leser bis zum Beitrag

Um einen Besucher zum Lesen des kompletten Beitrags zu führen, müssen die ersten ein bis zwei Wörter einer Headline Signalwörter sein. Diese Signalwörter sind im Idealfall so gewählt, dass der User daran schon das Kernthema des Beitrags erkennen kann. Die gesamte Überschrift, die zwischen 40 und 60 Zeichen lang sein sollte, sollte dann bereits eine sehr kurze Zusammenfassung des Textes sein.

Da die ersten Wörter eines Titels so entscheidend sind, kommt der Wortwahl besondere Bedeutung zu. Verwenden Sie klare, leicht verständliche Ausdrücke. Achten Sie darauf, nur gebräuchliche Fachbegriffe einzusetzen. In den USA ist es beispielsweise üblich, die Firma IBM „Big Blue“ zu nennen. Ein Leser, der sich für IBM interessiert, den Ausdruck aber nicht kennt, wird darauf nicht anspringen.

Verzichten Sie beim Nanocontent wenn möglich auch auf Artikel und beginnen Sie ihre Titel nicht immer mit dem gleichen Wort. Viele Listen sind alphabetisch geordnet. Wenn dann fast alle Beiträge unter „der“, „die“ oder „das“ zu finden sind, wird die alphabetische Ordnung sinnlos.

Zudem sollten Sie im Nanocontent keine reizlosen oder zu allgemeinen Wörter wie „Einführung“ benutzen. Das sind keine Signalwörter, die zum Lesen anregen oder Information zum Inhalt vermitteln. Auch Marketing-Kauderwelsch und andere selbstgebastelte Modewörter sind meist schwer verständlich oder nichtssagend.

Vermitteln Sie dem User lieber sofort, worum es in einem Beitrag geht. Wenn ihn das Thema interessiert, kriegen Sie ihn so auch dazu, schlussendlich den gesamten Text zu lesen. ™

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SEO & Online-Marketing

Suchmaschinenoptimierte Inhalte: Welcher Content ist König?

Der Inhalt bestimmt den Mehrwert einer Seite. Jedoch muss auch der beste Text erst gefunden werden, um Leser zu begeistern. Abgesehen von Linkpower und Pagerank kommt es dabei auf den Textaufbau an. Nur, wenn die Information richtig verpackt ist, werden Websites und Online-Shops von Suchmaschinen wahrgenommen.

Was ist „suchmaschinenoptimierter Inhalt“?

„Content is King!“ lautet eine vielzitierte „Web-Weisheit“. Wie viele andere „Weisheiten“ ist diese im Kern richtig, sagt aber im Grunde (fast) nichts aus. Welcher Inhalt ist König? Welcher Inhalt bringt mir Besucher und sorgt dafür, dass sie wiederkommen? Viele Seitenbetreiber mussten schon erfahren, dass viele Inhalte nicht automatisch für Besucherströme und schon gar nicht für zufriedene Besucher sorgen.

Es gibt also einen gewissen Qualitätsanspruch im WWW. Doch, welche Art von Qualität ist im Internet gefragt? Sie wird bestimmt durch die Anforderung, Informationen schnell zu finden. Und dafür nutzen die meisten User Suchmaschinen. In Suchmaschinen leicht gefunden zu werden, wird dadurch zum wichtigsten Ziel aller Webinhalte. Natürlich kommt es dabei auch auf Linkpower und Pagerank an, aber in diesem Beitrag geht es um die Inhalte. Daher sollen die anderen Aspekte hier außen vor gelassen werden. Schlussendlich haben gute Inhalte langfristig eine positive Wirkung auf die anderen Faktoren.

Damit Inhalte einer Suchmaschine auffallen, müssen sie suchmaschinenoptimiert geschrieben werden. Das heißt, der Autor muss verstehen, wie eine Suchmaschine den Inhalt „liest“. Google, Yahoo und all die anderen scannen den Titel, die Überschrift und ungefähr die ersten 100 Wörter einer Seite. Will ein Autor seinen Inhalt für Suchmaschinen optimieren, so sollten die wichtigsten Schlüsselbegriffe, sogenannte Keywords, also genau dort vorkommen. Generell gilt: Je früher und je häufiger ein Keyword in einem Text auftaucht, als desto wichtiger wird es von der Suchmaschine eingestuft.

Doch, wie findet man heraus, welche Keywords die wichtigsten sind? Dabei helfen Keyword-Datenbanken. Dort geben User Suchbegriffe ein und erfahren, wie oft nach diesen Begriffen und ähnlichen Begriffskombinationen auf verschiedenen Suchmaschinen gesucht wurde.

Stehen die Keywords möglichst oft am Anfang eines Textes, weiß die Suchmaschine, dass es in diesem Beitrag genau um diese Begriffe geht. Für menschliche Leser kann ein solcher Text jedoch zum Alptraum werden. Und auch Suchmaschinen sind mittlerweile so programmiert, dass eine zu häufige Wortwiederholung als Manipulation eingestuft wird. Also gilt es, die perfekte Häufigkeit der Schlüsselbegriffe herauszufinden. Diese Häufigkeit wird Keyworddichte genannt und sie sollte bei ungefähr drei Prozent liegen. Häufigere Nennungen des Schlüsselbegriffs, werden von Suchmaschinen mittlerweile abgestraft. Für Leser waren diese Wortwiederholungen nie angenehm. Schließlich bedeutet schon eine Keyworddichte von fünf Prozent, dass bereits jedes 20 Wort gleich ist.

Die Kreativität eines Autors schränkt diese Art der Suchmaschinenoptimierung ein. Der „New York Times“-Artikel This boring headline is written for Google macht das Problem des Texters deutlich. Im Internet sind schnelle und auf den Punkt gebrachte Informationen gefragt. Wortwitze oder Stilmittel versteht die Suchmaschine nicht.

Diese Optimierung ist jedoch nicht zwanghaft zu verteufeln. Schließlich sind gute Texte stets leserorientiert. Ein Internet-User will möglichst schnell wissen, welche Informationen er in einem Text erwarten kann. Bei suchmaschinenoptimierten Beiträgen weiß er es schon im ersten Absatz. Ob der Besucher zufrieden ist, entscheidet ohnehin der Mehrwert des gesamten Textes. Nur, wenn dieser vorhanden ist, wird er wiederkehren. Die kreative Verpackung eines Beitrags spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Suchmaschinenoptimierte Inhalte: So wird’s gemacht

Die richtigen Keywords auswählen und diese vorne platzieren, das ist der Grundstock, auf dem die Suchmaschinenoptimierung von Inhalten aufbaut. Ein bisschen detaillierter lässt sich dies mit den wichtigsten Regeln zusammenfassen:

1. Pro Seite nur ein Thema: Versuchen Sie nicht alles von Adam und Eva bis hin zu Zukunftstrends im Web 2.0 in einen Beitrag zu packen. Richten Sie pro Themengebiet jeweils eine eigene Unterseite ein. So wird jeder einzelne Text unter zusammengehörigen Begriffen gut gefunden. Gliedern Sie auch innerhalb eines Textes verschiedene Abschnitte mit Zwischentiteln.

2. Keine langen und aussageschwachen Einleitungen. Verzichten Sie auf lange Einleitungstexte wie „Herzlich willkommen auf dieser interessanten Seite“. Sie wollen schließlich nicht unter „Herzlich willkommen“ gefunden werden. Kommen Sie schon in Ihrer Einleitung sofort zum Punkt.


Negativ-Beispiel: Diese Einleitung sagt nichts über die Website aus.

3. Keywords in Reinform verwenden. Mit Konjugationen und Deklinationen fangen Suchmaschinen nichts an. Formulieren Sie prägnante Sätze, in denen Sie die Keywords so verwenden, wie Besucher danach suchen. Schreiben Sie diese Reinformen genau so in die Überschrift, den ersten Absatz und in die Zwischentitel eines Textes.

4. Rechtschreibung und Grammatik gehen vor. Achten Sie auf die Rechtschreibung. User suchen nach korrekt geschriebenen Wörtern. Falls innerhalb des Textes einmal die Grammatik die Reinform einer Keyword-Phrase oder eines Keywords nicht zulässt, weichen Sie lieber einmal von der Reinform ab, bevor Sie den Leser mit grammatikalisch falschen Sätzen quälen oder ein wichtiges Keyword weglassen.

5. Vorsicht bei Grafiken, Logos und Flash-Inhalten. Innerhalb dieser Formate erkennt die Suchmaschine keine Inhalte. Daher müssen alle wichtigen Keywords in den Text.

6. Keine Manipulationsversuche. Versuchen Sie nicht die Keyworddichte mit versteckten Inhalten (zum Beispiel Text in der Hintergrundfarbe) künstlich zu erhöhen oder andere Tricks einzusetzen. Wird ein solcher Manipulationsversuch von einer Suchmaschine entdeckt, werden Sie abgestraft und fliegen im schlimmsten Fall aus dem Index. Das ist es nicht wert.

7. Überprüfen der Keywords. Sie haben Ihre wichtigsten Keywords sorgfältig in einer Datenbank recherchiert und wissen, welcher Begriff am häufigsten bei Google und Yahoo eingegeben wird? Das ist gut. Aber überprüfen Sie diese Ergebnisse auch immer wieder mit den Besucherdaten Ihrer Site. Keyword-Datenbanken denken nicht mit. Bieten Sie beispielsweise Fachtexte über hydraulische Pumpen in englischer Sprache, so wird Ihnen eine solche Datenbank mit großer Wahrscheinlichkeit verraten, dass nach dem englischen Begriff „Pumps“ besonders oft gesucht wird. Wie viele dieser User aber tatsächlich an hydraulischen Pumpen interessiert waren oder wie viele davon mode-interessierte Frauen waren, die ein neues Paar Pumps für ihren Schuhschrank gesucht hatten, unterscheidet die Datenbank nicht. Mit einer regelmäßigen Überprüfung und Auswertung Ihrer Daten können Sie solche Irrtümer ausschließen und ihre erfolgreichsten Keywords ermitteln. Auf diese sollten Sie sich dann konzentrieren. Schließlich wollen Sie die richtigen Besucher anlocken.

Das alles sollen Sie im Hinterkopf behalten und anwenden, während Sie einen Text schreiben? Nein, auch auf Suchmaschinen spezialisierte Texter setzen nicht alle Regeln gleich im ersten Entwurf um. Zuerst verfassen Sie Ihren Beitrag ganz normal, ohne auf die Suchmaschinenoptimierung zu achten. Erst in einem zweiten Überarbeitungsschritt verändern Sie den Text diesen Grundregeln entsprechend und überprüfen ihn anschließend auf die Keyworddichte. Wenn Sie die Regeln umgesetzt haben, die Keyworddichte stimmt und der Text noch immer flüssig zu lesen ist, dann sollten Sie ihn veröffentlichen.

SEO-Texte für Webshops

Für die Suchmaschinenoptimierung der Texte von Webshops gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie für Contentsites. Jedoch reduzieren viele Shopbetreiber ihr virtuelles Geschäftslokal zu sehr auf Bilder und allgemeine Produktinfos. Dabei bietet auch ein Webshop die Möglichkeit, Suchmaschinen mit informativen Texten auf den Shop aufmerksam zu machen. Mit den folgenden Tipps schöpfen Sie das Textpotenzial Ihres Shops aus:

1. Die Startseite ist das erste, was Suchmaschinen scannen. Diese Seite sollte daher nicht auf eine schwache Begrüßung und drei Bilder reduziert werden. Erklären Sie schon auf der Startseite in wenigen Absätzen, was der Kunde dort finden wird. Nutzen Sie die Keywords, unter denen der Shop gefunden werden soll. Diese sind meist durch die Oberrubriken eines Shops vorgegeben.


New York Bilder: Besucher und Suchmaschine wissen sofort, worum es geht.

2. Ebenso sollte jede Rubrikseite mit Content gefüllt werden. Auch, wenn Bilder mehr als 1.000 Worte sagen, einem Suchbot sagen sie nichts. Nutzen Sie die Einstiegsseite einer Rubrik auch für themenrelevanten und informativen Text. Als professioneller Anbieter wissen Sie, welche Erklärungen einem interessierten Kunden weiter helfen.

3. Produkte: Beschränken Sie sich bei der Produktinformation nicht auf die Standards und den Produktnamen. Gegen die Linkpower großer Preisvergleichsplattformen kommen Sie damit nicht an. Decken Sie in Ihren Produktinformationen lieber den Longtail ab. Das sind sehr spezifische, aber selten gesuchte Begriffe zu einem Produkt. Zum Beispiel Begriffe aus dem engsten Produktumfeld, die so speziell sind, dass sie aber nicht mehr in eine höhere Rubrik-Ebene des Shops passen. Die theoretische Reichweite ist dadurch zwar geringer, aber ein so gut informierter User, hat seine Kaufentscheidung oft schon getroffen und braucht nur noch den letzten Kaufanreiz.

Beim Produktnamen sollten Sie zusätzlich zur Produktbezeichnung des Herstellers noch einen relevanten Suchbegriff eingeben. Verkaufen Sie beispielsweise Drucker, sollten Sie nicht nur „Canon XY“ angeben, sondern „Laserdrucker Canon XY“. Das ist anwenderfreundlich und sorgt für einen wichtigen Schlüsselbegriff an prominenter Stelle. ™