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Google Wave – die neue Art der Zusammenarbeit und Kommunikation

Am 27. Mai 2009 war es soweit, Google stellte sein neues Projekt Google Wave vor. Dabei wurde es als Mischung aus modernen Internetformen, wie E-Mail, Chat, Wiki und Blog, bezeichnet. Lars Rasmussen, Entwickler von Google Wave sagte dazu, dass auf Grundlage von Chats und E-Mails, die bereits in den 1960er entwickelt worden, sowie den neueren Entwicklungen, wie Blogs und Wikis, nun das neue Konzept „Google Wave“ entwickelt wird.

Google Wave soll eine völlig neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit ermöglichen. Dabei soll man eine sogenannte „Wave-Anwendung“ benutzen, welche dank der Open-Source Entwicklung nicht von Google stammen muss. Von dieser Applikation aus startet ein Benutzer eine „Wave“, welche dann einem neuen Gespräch/einer neuen Arbeit/einem neuen Artikel entspricht. Andere Benutzer können dann auf diese Welle zugreifen und in Echtzeit mit den andern Menschen daran arbeiten. Änderungen die ein User vornimmt werden den anderen Mitusern also sofort in Echtzeit gezeigt, was völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit eröffnet.

Dabei können nicht nur Texte sondern auch sämtliche anderen denkbaren Medien, wie Fotos, Filme oder Maps, eingebunden werden. Jeder Nutzer hat dabei die Möglichkeit zu verfolgen, welcher andere Nutzer welche Veränderung wann vorgenommen hat und kann selbst Veränderungen einbringen. Diese werden in Echtzeit, sogar schon während des Tippens, übermittelt. Es soll allerdings auch die Möglichkeit geben asynchron (also wie in E-Mails) zu kommunizieren. Mithilfe einer Art „Replay“-Funktion können sich Benutzer dann schrittweise oder alternativ in einem Schritt mit Zeitangaben anzeigen lassen, welche Änderungen wann und von wem vorgenommen wurden. Dies gilt sowohl für gemeinsame Dokumente als auch für Bildergalerien.

Die Echtzeitübermittlung ermöglicht aktive und schnelle Zusammenarbeit (ähnlich dem Instant Messaging). Durch die Möglichkeit verschiedenste Medien (ähnlich einer E-Mail) einzubetten, wird es sogar möglich sein, Spiele oder andere Java-ähnliche Anwendungen gemeinsam zu betreiben. Diese sogenannten APIs sollen frei für jeden entwickelbar sein, nach einem bestimmten Code. Als Beispiel lieferte Google ein Online Schachspiel. Mithilfe dieser APIs können Google Waves ebenfalls in andere Websites eingebunden werden.

Als weiteren „Luxus“ bietet Google Wave eine eigene Rechtschreibkontrolle für verschiedene Sprachen. Dabei handelt es sich nicht um einen reinen Abgleich des Geschriebenen mit einem Wörterbuch, sondern Google Wave kontrolliert ebenfalls den Sinn und die Grammatik Ihres Textes.

Als Erscheinungstermin gibt Google bisher keinen konkreten Termin an, sondern nur „später in diesem Jahr“. Bis dahin werden ausgewählte Programmierer weiter an Google Wave arbeiten. Am 30. September 2009 startet der erste Alpha-Test unter 100000 Endbenutzern. Diese mussten sich vorher registrieren und wurden von Google ausgewählt. Nach dem Start der finalen Version von Google Wave will Google den Quelltext veröffentlichen, damit auch andere Server den neuartigen Dienst anbieten können.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein fremder Server Google Wave anbieten kann, ist bisher nicht bekannt. Datenschützer raten allerdings bereits davon ab Google Wave zu verwenden, da Google bei diesem Dienst ebenfalls persönliche Daten sichern wird. Außerdem bestünde eine erhöhte Gefahr durch Viren und andere Schädlinge für Nutzer von Google Wave, da dort optimale Bedingungen für deren Verbreitung herrschen.

Ob diese Zweifel begründet sind, wird sich Ende des Jahres zeigen, wenn Google sein neues Konzept der Öffentlichkeit bereitstellt. Siehe auch: Google Wave Entwickler Blog

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Was ist … Lexikon: Wireframe

Ein Wireframe ist ein Gitter, das der Webdesigner in der Planungsphase über eine Webseite legt, um zu definieren, in welchem Planquadrat sich unterschiedliche Bereiche einer Website befinden. Durch einen Wireframe gliedert man so Bereiche mit Text und solche mit Abbildungen. Mit Hilfe von Wireframes werden auch die Areale auf Webseiten definiert, die die meiste Aufmerksamkeit des Betrachters oder Lesers bekommen sollen. Wichtige Bereiche sind deshalb größer.

Ein Wireframe wird zur grundlegenden Strukturierung einer Webseite eingesetzt und untergliedert eine Internetseite unabhängig von Grafiken oder Farben.

Die ursprüngliche Bedeutung

Im eigentlichen Sinne handelt es sich bei einem Wireframe um ein Drahtgitter, das die Konturen bestimmt. Ursprünglich ging es darum, mit Hilfe einer Drahtfigur als Schneiderpuppe Formen anzupassen. Heute hat man den Begriff auf das Internet übertragen. Das CAD Computer Aided Design war das erste, das mit Hilfslinien arbeitete, um dreidimensionale Objekte mittels eines Wireframes darzustellen.

Der Wireframe in der Website-Erstellung

Heute wird Wireframe als Begriff vorwiegend bei der Konzeption und Gestaltung von Webseiten verwendet. Als Wireframe oder Mock-up werden Entwürfe von Internetseiten in der Entwicklungsphase bezeichnet. Bevor die eigentlichen Inhalte eingestellt werden, wird mit Hilfe von Wireframes die Struktur der Webseite definiert. Dazu gehören bestimmte Inhaltsbereiche ebenso wie Navigationselemente, Logos, Suchfunktionen, Fußnoten, Menüleisten und vieles mehr. Technisch unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten von Wireframes: den statischen und den dynamischen. Wie unterscheiden sich diese?

Der statische Wireframe

Als statischen Wireframe bezeichnet man einen Erstentwurf einer Webseite, der grundlegend definiert, welche Elemente auf der Webseite enthalten sein sollen. Hierbei handelt es sich um ein rudimentäres, konzeptionelles Schema. Inhalte und Design spielen in dieser Phase noch keine Rolle.

Der dynamische Wireframe

Anders ist dies beim dynamischen Wireframe. Hierbei besteht der Entwurf bereits aus mehreren Seiten, die auch schon in eine hierarchische Ordnung gebracht wurden. Die Verknüpfung zwischen den Seiten funktioniert bereits, so dass Funktionen wie beispielsweise Suche oder Navigation schon getestet und überprüft werden können. Ein so genannter Navigationsbaum oder ein Flussdiagramm geben Aufschluss über die Organisationsstruktur der Webseiten.

Dennoch befinden wir uns auch bei dynamischen Wireframes immer noch in der Konzeptionsphase. Das Design spielt lediglich eine untergeordnete Rolle. Einzelne grafische Elemente werden nur vereinfacht dargestellt, da es lediglich um die grundlegende Gliederung eines Internetauftritts und seiner Websites geht.

Was kommt nach dem Wireframe?

Hat man sich auf die Struktur einer Webseite verständigt und will diese übernehmen, werden die Wireframes weiter bearbeitet. Nun werden Logos eingebunden, das Design entworfen, Inhalte formuliert und Farben festgelegt. In einem ersten Schritt verwendet der Webdesigner für den Entwurf in der Regel nur Graustufen. Sie reichen aus, um Wahrnehmungsreihenfolgen zu testen und gezielt Akzente zu setzen. Textabschnitte werden mit den berühmten Lorem ipsum Passagen versehen, um zu demonstrieren, wie die fertige Seite später aussieht.

Vorteile

Wireframes haben viele Vorzüge. Zum einen erleichtern sie es dem Webdesigner, Webseiten zu strukturieren. Andererseits bieten sie durch ihre Abstraktion gerade auch dem Laien eine gute Vorstellung davon, was wo auf einer Webseite stehen soll und welche Inhalte mit welchen anderen verknüpft werden sollen.

Bei einem Webauftritt mit vielen Unterseiten wird die Struktur ansonsten nämlich sehr komplex und unübersichtlich, so dass es schwer fällt, die Konzeption klar und verständlich zu halten. Da dies dem Leser oder Internetbesucher ebenso ergeht, ist die Phase der Konzeption und Strukturgebung besonders wichtig. Wireframes sind das wichtigste Abstraktions-Hilfsmittel bei der Gestaltung von Webseiten. Sie sind selbsterklärend und setzen keinerlei technisches Verständnis voraus.

Für den Webdesigner bedeutet dies eine enorme Zeitersparnis. Im Unterschied zum traditionellen Layout kann er nun in früher Phase bereits Änderungen ohne großen Aufwand vornehmen. Er kann auch viel leichter unterschiedliche Entwürfe einer Webseite anfertigen. Auf Kundenseite sorgt die Anschaulichkeit der Wireframes dafür, dass Entscheidungen bezüglich des Layouts und Designs sicherer und schneller getroffen werden. Aufwändige Fehlplanungen werden vermieden und sparen nicht nur Planungs- und Abstimmungszeit, sondern auch hohe Kosten ein.

Sicherheit für den Webdesigner

Für den Webdesigner bedeutet dies auch, dass er viel häufiger Abstimmungen mit dem Auftraggeber vornehmen kann. Damit ist das Risiko, in eine falsche Richtung zu planen, fast ausgeschlossen. Der Planungsprozess geht zudem sehr viel schneller in einen konkreten Layoutprozess über. Projekte können so in kürzerer Zeit abgewickelt und fertiggestellt werden.

Nachteile

Einen einzigen Nachteil haben Wireframes: Aufgrund der Darstellung innerhalb eines Planungsgitters wird man häufig dazu verleitet, in Kästchen zu denken. Für die Grundstruktur und den Entwurf einer Webseite ist dies absolut notwendig. Danach aber muss man wiederum den Blick auf das Ganze lenken und die einzelnen Bereiche zu einer optischen und inhaltlichen Einheit führen.

Kunden haben zudem die Eigenschaft, sich bei Wireframes häufig mit Kleinigkeiten aufzuhalten, die den Planungsprozess verzögerrn. Dies ist aber auch bei dem klassischen Layout der Fall und insofern kein Argument, das gegen Wireframes spricht. Wer einmal mit Wireframes gearbeitet hat, egal, ob als Webdesigner oder auf Kundenseite, wird sie nicht mehr missen wollen.

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Django: Einführung in das Web Framework

Django ist ein so genanntes quelloffenes Web-Framework auf Basis der Programmiersprache Python. Der Begriff Framework wird im Zusammenhang mit Programmiersprachen verwendet. Es handelt sich nicht um ein fertiges Computer-Programm, das bestimmte Teilaufgaben erledigt, sondern um ein Programmgerüst, das Module bereitstellt, mit denen man effektiver, schneller und transparenter Programme entwickeln kann.

Django wird als Web-Framework bezeichnet, da sowohl die zugrunde liegende Programmiersprache Python, wie auch die mit Django entwickelten Programme für Internet- und Netzwerkmöglichkeiten genutzt werden können. Man kann also beispielsweise mit Django – wie mit jedem anderen Web-Framework – Datenbanken entwickeln, die für Transaktion von Internet-Usern über Webserver-Zugriffe durch einen Benutzer mit Web-Browser möglich sind.  Der Begriff Framework lässt sich übrigens mit „Rahmenstruktur zum Arbeiten“ übersetzen.

Django ist wie die zugrunde liegende Programmiersprache Python Open-Source und damit quelltextoffen. Dies bedeutet, dass jeder professionelle Programmierer alle Programmierschritte in transparenter Weise auf Basisbefehle zurückverfolgen kann. Dies fördert die schnelle und flexible Fehlerbeseitigung und Weiterentwicklung von Programmen. Als Open-Source-Framework kann also jeder Django kostenlos nutzen und muss lediglich sicherstellen, dass die mit Django und Python entwickelten Programme auf das Copyright der Basiskomponenten verweist. Da Django quelltextoffen bleiben soll, ist es nicht möglich, in das Web-Framework Module zu integrieren, die nicht quelltextoffen sind.

Django folgt dem „Model-View-Controller-Schema“. Dies bedeutet, dass die Programmentwicklung mit Django nach einem strengen aber benutzerfreundlichen und transparenten Ablauf erfolgt: Auf Basis des Datenmodells wird eine Präsentation entwickelt, der anschließend die Programmsteuerung folgt. Ziel des Model-View-Controller-Schema ist der flexible Programmentwurf mit Django, damit eine spätere Änderung oder Erweiterung von Web-Komponenten unter Django erleichtert wird, womit auch in hohem Maße eine Wiederverwendbarkeit einzelnen Komponenten gesichert ist.

Django wurde 2005 mit der BSD(Berkeley Software Distribution)-Lizenz als freie Software veröffentlicht. Im Gegensatz zur populären GNU General Public License (GPL) muss man zwar auch das Copyright der benutzten Programme benennen, ist aber nicht verpflichtet, den Quelltext ebenso offen zu halten, wie die ursprünglichen Produkte (kein Copyleft). Den Namen von Django verweist auf den in der Szene populären Jazz-Musiker Django Reinhard.

Was kann man mit Django machen?

Da Django ursprünglich als Content-Management-System für schnelle Nachrichtenplattformen entwickelt wurde, ist es sehr effektiv darin, kurze Entwicklungszeiten einzuhalten und zugleich hocheffektive und elegante Webanwendungen bereit zu stellen. Zugrundegelegt wird eine Datenbank, die objektrelational aufgebaut ist, hierzu können diverse Möglichkeiten genutzt werden. Zur Nutzung von Zugriffen und zur Generierung von Webadressen (URLs) können reguläre Ausdrücke verwandt werden, was schnellere und transparentere Entwicklungen ermöglicht.

Daher sind durch Django Webseiten auf Basis einer hochperformanten Leistung zu verwirklichen. Beispielhaft ist dies für folgende Entwicklungen umsetzbar:

  • Django-Entwicklung eines kompletten Webservers für Programmentwicklungen und Tests
  • Entwicklung von Webformularen zur leichten und schnellen Validierung der möglichen Benutzereingaben
  • Caching von Webseiten (damit einer Vielzahl nur Benutzer alle wichtigen Informationen und Dateneingabemöglichkeiten gegeben werden können)
  • Verwendung von sogenannten Middleware-Klassen (Module zur effektiven Unterprogrammtechnik)
  • Nutzung von Dispatcher-Systemen (wo nach bestimmten Ereignissen spezifische Programmmodule aktiviert werden)
  • Bessere Internationalisierung von Webseiten (einschließlich der Übersetzung einzelner dynamisch erzeugter Webseiten)
  • Nutzung einer Template-Engine zur Erzeugung komplexer und unterschiedlicher Webseiten-Darstellungen.

Aus diesen Möglichkeiten ergeben sich allgemeine Verbesserungen durch das Django-Web-Framework. Aber durch vielfältige Programmierarbeit ist es auch bereits jetzt möglich, ganz konkret Django auf Webservern wirksam zu machen, wo Python als Programmiersprache verfügbar ist. So können durch einzelne Module bessere Möglichkeiten zur Authentisieren von Benutzern garantiert werden. Weiter gibt es sehr flexible Möglichkeiten zur Erzeugung für RSS- und Atom-Syndikations-Feeds. Auch Module für flexible Kommunikationsmöglichkeiten auf Websites sind durch Django verfügbar. Für Content-Management-Systeme können sogenannte Google-Sitemaps generiert werden, was eine bessere Verfügbarkeit der Website für Suchmaschinen-Nutzer nach sich zieht.

Für wen ist Django geeignet?

Django ist ein gutes Framework für Webentwickler, die mit der Programmiersprache Python gut umgehen können oder zumindest hier schon einen Einstieg gefunden haben. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Webservern und Webdatenbanken sollten ebenfalls vorhanden sein, denn der Nutzer von Django sollte ein grundlegendes Verständnis von den Abläufen haben, wenn ausgehend von einem Nutzer im Internet ein Datentransferprozess gestartet wird, der dazu führt, dass sich Datenbankinhalte ändern und dynamisch Webseiten mit komplexen Interaktionsmöglichkeiten erzeugt werden.

Programmierer und Webentwickler, die hier gut platziert sind, können dann schnell und flexibel gute Websites mit interessanten und nützlichen Angeboten entwickeln.

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SEO & Online-Marketing

SEO: PageRank Sculpting – einfach erklärt

Warum nur vergeben Parteien im Wahlkampf einen großen Teil der Zuschauerplätze bei Wahlkampfveranstaltungen an eigene Parteimitglieder? Ist das nicht eigentlich eine vollkommen missglückte Marketingidee, sich auf diejenigen zu konzentrieren, die ohnehin schon überzeugt sind? Nunja, offenbar besteht die Hoffnung, dass beispielsweise die TV-Zuschauer die Aussagen der auftretenden Politiker höher bewerten, wenn diese von einer möglichst großen Zahl an Zuhörern pflichtgemäß lautstark bejubelt werden.

Genau das ist die Idee des so genannten PageRank Sculpting: Wenn meine Website schon kaum jemand toll findet, müssen meine wenigen Fans ihrer Begeisterung eben umso enthusiastischer Ausdruck verleihen!

Ein paar Grundbegriffe

Wer im Netz wichtig ist, bestimmt Google. Ihre Website über die Fauna und Flora es deutschen Waldes mag ansprechend gestaltet und die Inhalte mit großer Sachkenntnis zusammengestellt sein, wenn sie bei einer Google Suche nach „deutscher Wald“ auf Platz 12388 der Ergebnisliste erscheint, hilft das alles nicht. Es findet Sie niemand im Web. Google bewertet die Bedeutung ihrer Seite als zu gering, der „PageRank“ ist zu niedrig.


Original PageRank Fluß nach Matt Cutts

Nun hat Google bei der Ermittelung des PageRanks ein Problem: Google ist wie alle Computerprogramme ziemlich dumm. Über den Satz „Der Wald ist grün“ weiß Google so ziemlich alles: wie oft kommt er auf Webseiten vor, wie häufig wird nach jedem einzelnen Wort dieses Satzes im Internet gesucht und so weiter. Aber eines kann Google nicht: verstehen, was dieser Satz aussagt. Daher kann Google Ihre Website nicht selbst bewerten sondern herauszufinden versuchen, welches Gewicht die Internet Community Ihrer Website beimisst. Dazu bedient sich Google eines einfachen Tricks:

Wer Ihre Website für gut und wichtig hält, wird sie oft auf seiner eigenen Seite verlinken. Damit fließt ein Teil des PageRanks dieser Website auf Ihre Seite über, das ist der so genannte „Link-Juice“. Je mehr Rückverweise („Backlinks“) auf Ihre Seite sich im Netz finden und je höher der PageRank der verweisenden Seiten ist, desto besser wir sich der Page Rank Ihrer Seite entwickeln.

Wie im richtigen Leben. Je mehr Empfehlungsschreiben Sie Ihrer Bewerbung beilegen können und je besser der Ruf, den die Verfasser dieser Schreiben genießen, desto besser für Sie! Und noch etwas ist wie da Draußen: Wenn jemand begeisterte Empfehlungsschreiben in übermäßig großer Anzahl verfasst, nimmt diese irgendwann niemand mehr ernst. Die Gesamtmenge des Link-Juice, die eine Website im Netz verteilen kann, ist also beschränkt.

Das bisherige Vorgehen

Um den Betreibern von Websites die Möglichkeit zu geben, den von Ihrer Website ausgehenden Strom von Link Juice zu kontrollieren, hat Google einen Absperrhahn erfunden, das ist der so genannte NoFollow Link. Über einen als „nofollow“ gekennzeichneten Link fließt kein Link-Juice. Gedacht war das eigentlich für ungeprüfte Links wie beispielsweise Werbelinks.

Das Ganze funktioniert auch seitenintern. Von der Startseite einer Website aus, verteilt sich deren Gewicht auf die verlinkten Unterseiten. Wäre doch Schade, wenn Google dem Impressum und den AGB Ihres Webshops größte Wertschätzung entgegenbringt, aber den Rest für unwichtig hält, oder? Daher können Sie beispielsweise diese beiden Links mit dem Notfollow-Attribut versehen.

Google hat gelernt

Dieses Verfahren ließ sich Ausnutzen. Beispielsweise war es möglich, neben der eigenen „eigentlichen“ Website noch weitere Sites zu betreiben, in denen diese Website verlinkt wurde und alle übrigen Links als nofollow gekennzeichnet waren. Deshalb hat Google seine Strategie geändert: Ein Nofollow Link vererbt zwar nach wie vor kein PageRank, schluckt ihn aber.

Ein einfaches Beispiel: Wenn eine Website zwei Links enthält, von denen einer ein Nofollow Link ist, floss bisher der Link-Juice zu 100 Prozent über den zweiten Link. Neu ist nun, dass nur noch 50 Prozent über diesen Link fließen, die andere Hälfte wird vernichtet. Das wird bisweilen als unerfreulich empfunden, aber zeitasymptotisch drohte der Kollaps des Bewertungssystems. Wenn die Möglichkeit besteht, beispielsweise durch Pseudo-Websites künstliche Page Rank zu erzeugen, muss auch ein Mechanismus zur Vernichtung von PageRank existieren, um die PageRank-Inflation einzudämmen.

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Fotografie Inspiration

Wie kann man mit eigenen Fotos Geld verdienen?

Mit eigenen Fotos Geld verdienen; dieses Ziel kann durchaus erreicht werden, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Zunächst ist es sehr wichtig, dass die Fotos auch professionell gemacht wurden und qualitativ hochwertig sind. Dafür wird natürlich eine gute Ausrüstung benötigt. Digital-, oder auch Analog-Bilder sind dafür geeignet. Vier Megapixel sind in etwa das Mindeste. Von entscheidender Wichtigkeit ist das Motiv des Fotos. Sehr ungewöhnliche, aber auch sehr emotionelle Bilder erregen mehr Aufmerksamkeit und steigern das Interesse beim Käufer.

Damit auch Geld verdient werden kann, sind weitere Faktoren, wie beispielsweise Professionalität, Zuverlässigkeit und Genauigkeit von Bedeutung. Ebenso sollte der Fotograf ideenreich und einfühlsam sein, um bestimmte Szenen wirkungsvoll einzufangen. Liegen diese Voraussetzungen vor, so bedarf es nur noch etwas Geduld, bis Geld fließt. Grundsätzlich gilt: Je ungewöhnlicher das Motiv, desto eher wird das Foto verkauft.

Möglichkeiten

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten, um mit eigenen Fotos Geld zu verdienen: Bildagenturen beispielsweise bieten ein eigenes Portal für den Anbieter und den Käufer. Die Agentur selbst nimmt Prozente vomVerkaufswert. Der Käufer wählt aus einem riesigen Angebot an Fotos und kann diese nach Bezahlung sofort verwenden. Dem Verkäufer werden sogleich die Beträge auf seinem Konto gutgeschrieben. Über PayPal kann das alles sehr gut abgewickelt werden.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass der Verkäufer der Fotos seinen Kundenstamm nicht mühselig selbst suchen muss und dass auch die Verkaufsabwicklungen durch das Portal selbstständig getätigt werden. So kann sich der Fotograf hauptsächlich auf seine Arbeit konzentrieren und qualitativ hochwertige und interessante Fotos ins Portal stellen.

Bestimmte Online-Portale oder Bildbörsen verlangen erst eine Mitgliedschaft, bevor Fotos ins Netz gestellt werden können. Diese ist nach Preisen gestaffelt und bietet mit dem höchsten Preis auch das größte Volumen an Einstellplatz an.

Bei den Micropayment-Agenturen können auch die nicht ganz professionellen Fotos eher Verwendung finden und durch den sehr niedrigen Angebotspreis werden sie auch eher gekauft. Allerdings ist für den Verkäufer der Verdienst extrem gering.

Werbeagenturen benötigen oft ein ganz bestimmtes Foto. Knipst der Fotograf dies nach den Wünschen der Agentur oder dessen Kunde, dann kommt ein Verkauf zustande und vielleicht sogar noch eine künftige Dauerabnahme oder Vertrag.

Der Fotograf kann sich aber auch selbst auf die Suche nach Bild-, oder Werbeagenturen machen, und persönlich mit ihnen verhandeln. Auch viele Zeitschriften-Verlage nehmen oft interessante Fotos an, die dann in der Printausgabe erscheinen.

Ein Postkartenverlag sucht immer für Online-, oder Printausgaben neue, interessante Motive. Dasselbe gilt für Kalenderverlage. Der Fotograf kann mit diesen Unternehmen einfach kurz ins Gespräch gehen und einige Kostproben seiner Arbeiten anbieten.

Eine weitere, aber weniger aussichtsreiche Alternative wäre, bei Fotowettbewerben mitzumachen. Sollte der Fotograf mit seinem Foto den absoluten Glückstreffer erzielt haben, so zieht er eventuell die Aufmerksamkeit potenzieller Käufer auf sich und seine Produkte.

Ganz besonders geglückte Fotoaufnahmen könnten auch als Poster produziert und verkauft werden. Ein interessanter Markt dafür könnten die Online-Verkaufsportale sein oder gar die eigene Webseite.

Eigene Fotos von sich selbst müssen schon sehr professionell gemacht sein, damit sie einen Käufer finden. Findet eine Zusammenarbeit mit einer entsprechenden Agentur statt, sollte dringend ein Modell-Release-Vertrag abgeschlossen werden.

Was zu beachten ist

Extrem wichtig ist, darauf zu achten, bei wem die Fotorechte liegen. Denn man kann schnell verklagt werden, wenn Bilder ins Netz gestellt werden, deren Rechte bei jemand anderem liegen. Dies sollte dringend vor Veröffentlichung abgeklärt werden.

Vor allem bei Personen-Schnappschüssen muss vorher nachgefragt werden, ob diese mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Denn immer wieder kommt es zu Anzeigen, die oft vor Gericht ausgetragen werden müssen.

Am besten lassen sich Schnappschüsse und ungewöhnliche Situationen verkaufen. Auch Ereignisse, die in die Geschichte eingehen. Fotos vom Strand, Sonnenuntergang, etc. sollte man nicht anbieten, da bereits viel zu viele auf den Portalen präsent sind.

Verdienst

Das ganz große Geld kann man mit dem Verkauf von Fotos sicher nicht machen. Es gibt auch viel zu viele Anbieter auf dem Markt. Zuerst sollte der Fotograf diese Tätigkeit als Nebenverdienst sehen. Erst mit der Zeit kann er sich auf dem Markt etablieren und bessere Aufträge erhalten. Je besser der Ruf des Fotografen, desto besser die Angebote.

Der Anfangsverdienst liegt oft nur bei einer einstelligen Summe. Einige Portale zahlen anfangs oft nur einen Euro pro Bild. Einen höheren Verdienst erhält, wer seine Fotos exklusiv nur einem Portal oder auch Agentur zur Verfügung stellt.

Die sogenannten Micropayment-Agenturen zahlen oft nur sehr geringe Summen für ein Foto. Bei Kalender-, oder Postkarten-Verlagen liegen die Verdienstchancen für den Fotografen deutlich höher, wenn er exklusiv seine Fotos nur an diese verkaufen kann. Oft ist es auch möglich, mit den Agenturen den Preis selbst auszuhandeln.

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E-Business E-Commerce

eCommerce mit Freemium

Freemium ist ein Geschäftsmodell, das davon ausgeht, dass ein Hersteller einer Ware oder der Anbieter einer Dienstleistung sein Produkt teilweise kostenlos anbieten sollte, um für zahlende Kunden interessanter zu werden. Der Herausgeber des lokalen Anzeigenblättchens, dessen Produkt Sie wöchentlich in Ihrem Briefkasten finden, wusste das auch schon, als es noch weder das Internet noch das Wort Freemium gab.

Free + Premium = Freemium

Um die Leser dazu zu bewegen, dass Blättchen nicht ungelesen zum Altpapier zu geben, wird das Ganze mit einem redaktionellem Teil angereichert, in dem über lokale Ereignisse berichtet wird, und fertig ist das Freemium Geschäftsmodell.

Erst dadurch, dass Leser dem ihnen gratis zur Verfügung gestellten Blatt eine gewisse Aufmerksamkeit widmet, wird es als Werbemittel für zahlende Anzeigenkunden interessant. Darüber hinaus wird der Leser selbst zum potenziellen Anzeigenkunden. Wenn er später mal irgendetwas verkaufen möchte, wird er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für das regelmäßig gelesene Anzeigenblatt entscheiden.

Klassische Freemium Modelle

Diese Idee ist so nahe liegend, dass auch große Unternehmen früh darauf zurückgriffen. Was wäre beispielsweise aus dem Programm „Adobe Acrobat“ geworden, gäbe es nicht den kostenlosen „Acrobat Reader“, den jeder kostenlos nutzen darf?

Im Internet bereitgestellte Dokumente mit diesem Programm zu erstellen ist nur sinnvoll, wenn dem User zugleich ein Programm angeboten wird, um diese Dokumente zu lesen. Das kostenpflichtige Produkt „Adobe Acrobat“ ist also für die Kunden gerade deshalb interessant, weil jeder die Dokumente mit der kostenlosen Nur-Leseversion öffnen kann. Und natürlich gilt auch hier, dass jeder Nutzer des Readers ein potenzieller Käufer der Vollversion ist. Aus denselben Gründen bot Microsoft die kostenlosen Programme „Word Reader“ und „Powerpoint Reader“ an.

Die neue Generation von Freemium Angeboten

Im reinen Internetgeschäft eröffnen sich für das Modell Freemium neue Anwendungsmöglichkeiten. Es gibt kein Social Network und keinen E-Mail Provider, der nicht neben den kostenpflichtigen „Premium Accounts“ auch kostenlose Basis Accounts anbietet. Das zu den klassischen Modellen Gesagte gilt natürlich auch hier: Ein Social Network wie XING wird für zahlende Premium Kunden interessanter, wenn es möglichst viele (auch nicht zahlende) Mitglieder hat und jeder Basis-User ist ein potenzieller Premium-Kunde.

Aber es kommen bei diesen Angeboten weitere Aspekte hinzu. Zunächst wird ein Kommunikationsweg zu einer großen Zahl von Internetusern etabliert, der auch zu Zwecken des Direktmarketings genutzt werden kann. Jeder Nutzer eines kostenlosen E-Mail Accounts kennt die Werbemails seines Providers, in dem ihm Angebote von dessen „Partnern“ unterbreitet werden. Was immer der User mit diesen Mails macht, sie sind in jedem Fall vorbei an allen Spamfiltern bis auf seine Monitor gelangt. Bereits dafür sind Direktmarketing Unternehmen einiges zu zahlen bereit.

Ein weiterer neuer Aspekt besteht darin, dass der Nutzer des kostenlosen Angebots leichter als Premium Kunden gewonnen werden können, weil er die Grenzen des freien Accounts schnell bemerkt und als störend empfindet. Der Speicherplatz des E-Mail Accounts ist begrenzt, die erlaubte Größe von Anhängen wird schnell zu klein und bei XING werden beispielsweise die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu andern Mitglieder deutlich eingeschränkt. Um ein treffendes Wort aus dem Dealer-Jargon zu verwenden: Der Gratiskunde wird angefüttert. Es geht also darum, dass sich hier das kostenlose und das kostenpflichtige Angebot an die gleiche Zielgruppe wenden.

Anders stellt sich die Situation etwa beim angesprochenen „Acrobat“ dar. Nur relativ wenige Leser von Internetdokumenten möchten auch selbst solche verfassen und stoßen somit an die Grenzen der kostenlosen Version.