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Webdesign

11 x schlechte Usability

Klar, Websites werden für den Nutzer gemacht. Informationen sollten intuitiv zugänglich, Tools einfach bedienbar sein. Die tägliche Surferfahrung kann von diesem Ideal etwas abweichen. Kontaktinformationen bleiben auch nach minutenlanger Fahndung unauffindbar, beim Bestellformular nervt beharrlich das System-Pop-Up und verlangt die Eingabe weiterer Daten, obwohl schon längst alle Pflichtfelder ausgefüllt wurden, und bei der dynamischen Navigation kommt man selbst im nüchternsten Zustand kaum auf die Unterebene. Die Liste der Punkte, die für ein unschönes Nutzererlebnis sorgen, ließe sich noch beliebig fortsetzen. Die Usability-Experten von Netlife Research aus Norwegen haben 12 Usability-Sünden herausgepickt und in eine Kalenderform gepackt, für jeden Monat ein Verbrechen am User. Der Bad Usability Calendar 2008.

Alte Bekannte sind dabei, wie ein Log-in zu verlangen, obwohl es nicht nötig wäre, oder Schriftgrößen, die so winzig sind, dass selbst die Lupe nicht hilft. Eigentlich sind es nicht 12, sondern nur 11 Negativbeispiele. Schauen Sie sich bitte mal den Juni an:

Bad Usability Kalender

Das ist ein Kalender von useit.com, der Website des Usability-Papstes Jakob Nielsen. Nichts daran auszusetzen, oder?

Sehr erheiternd, der Februar: ein Kalender zum Selberbauen… Die Bad Usability-Kalender erscheinen seit 2005; die vergangenen Jahrgänge können hier ebenfalls herunter geladen werden, obwohl der 2005er nur einem Norweger Spass machen dürfte.

Nachtrag 5.2.: Den Kalender 2007 gibt es nun auch auf Deutsch.

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SEO & Online-Marketing

SEO: der Wert eines Links

In den vorderen Trefferrängen bei Suchmaschinen mit zu mischen ist für Seitenbetreiber, die ihr Geld im Internet verdienen, von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Ein Blick in die Website-Statistik verrät, dass Besucher über Suchmaschinen häufig den Löwenanteil des Traffics ausmachen. Viele Faktoren bestimmen die Platzierung. Google hütet zwar seinen Ranking-Algorithmus mit Argusaugen, doch die meisten SEO-Experten sind sich darin einig, dass Backlinks eine gewichtige Rolle spielen. Der Holländer Wiep Knol hat das Who is Who der SEO-Szene an den virtuellen Diskussionstisch geholt. Thema: Faktoren, die den Wert eines Links bestimmen.

Link Value Factors

Wer tiefer in das „Link Building“ einsteigen will, sollte sich ein wenig Zeit nehmen und die Meinungen der SEO-Experten in voller Länge auf Englisch einverleiben. Hier bei Dr. Web gibt es das Konzentrat. Die 10 wichtigsten Faktoren, und zwar Faktoren, die einen Link wertvoll machen und solche, die ihn ab- oder entwerten [NEGATIV]:

  1. Seite ist via robots.txt von der Indexierung ausgeschlossen. [NEGATIV]
  2. Ankertext. Mit welchen Begriffen auf die eigene Site verlinkt wird.
  3. Backlink ist auf einer Website, die von Google abgestraft wurde. [NEGATIV]
  4. Page-Autorität. Hat die verlinkende Site viele eingehende Links?
  5. Domain-Autorität. Die Qualität der Backlinks, die auf eine Site verweisen.
  6. Anzahl ausgehender Links. Wie viele Links die Site auf externe Angebote gesetzt hat.
  7. Die Gesamtzahl der Links. Interne, externe.
  8. Alter der Domain.
  9. Themenbezogene Autorität. Wir rankt die Site bei bestimmten wichtigen Suchphrasen?
  10. Javascript-Link. Linkauszeichnung enthält Javascript. [NEGATIV]

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Webdesign

Blindtextgenerator: Blindtexte auf literarischem Niveau

Ein Website-Projekt. Nicht selten ist es so, dass die Textinhalte erst auf den letzten Drücker vom Kunden beigebracht werden. Die Abnahme des Designs steht aber schon vorher an. Also braucht man für die Screens Platzhaltertexte, damit sie nicht nackt aussehen und der Kunde in etwa weiss, welche Textmenge wo erwartet wird. Der Klassiker der Fülltexte ist das „Lorem ipsum“, sinnfreies Lateinisch, und das ist gewollt, denn der Kunde soll ja nicht den Text lesen, eventuell gar Rechtschreibfehler bekritteln, sondern sich auf das Design konzentrieren.

blindtextgenerator.png

Der Blindtextgenerator von Thorsten Haagen und Immo Seebörger kann den lateinischen Klassiker, zeigt sich aber auch von der literarischen Seite und generiert auf Wunsch einen Auzug aus Goethes „Werther“ und Kafkas „Der Prozess“. Für alle ideal, die einmal die Blindtextregel brechen wollen oder zufällig für einen Verlag oder Schriftsteller eine Website erstellen. Wer es braucht, kann sich neben dem Blindtext noch CSS-Styleangaben von Font-Family bis Text-Decoration in den Editor kopieren.

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Inspiration Tutorials

Surftipp: Lernvideos von Commoncraft

Dralle Video-Tutorials macht man nicht auf die Schnelle; ein Drehbuch muss entwickelt, Screenshots oder Screenrecordings erstellt, und eine angenehme Sprecherstimme angeheuert werden. Bei den Machern von Commoncraft ist erst einmal Bastelarbeit angesagt, denn sie bringen Sachverhalte mit Hilfe von Papierelementen auf den Punkt und machen das so gut, dass es ihnen an Aufträgen von Firmen nicht mangelt. Auch Webworker-Themen wurden schon umgesetzt. Wie zum Beispiel „Online Photo Sharing in Plain English“:

Commoncraft

Sicher sind die Inhalte für die meisten nichts Neues, aber die Videos sind so gut gemacht, dass das Anschauen wirklich Spaß macht. Ebenso sehenswert: die Videos zu Social Bookmarking und Blogs.

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Webdesign

Zusammenspiel Google Analytics & Google AdWords

Google Analytics ermöglicht dem Seitenbetreiber eine detaillierte Analyse des Besuchergeschehens. Mit Google AdWords kann er sich gezielt (bezahlten) Traffic auf die Site holen. Ansätze zur Optimierung der Website und der Google AdWords-Kampagnen erhält, wer Analytics und AdWords zusammen spielen lässt.

Wenn Sie bereits ein Adwords-Konto besitzen, aber noch kein Web-Controlling mit Google Analytics betreiben, müssen Sie zunächst ein Konto einrichten und den Tracking-Code auf allen Seiten Ihres Internet-Auftritts einbinden.

In der AdWords-Benutzeroberfläche finden Sie einen Reiter „Analytics“. Dort erstellen Sie ein neues Websiteprofil. Tragen Sie im ersten Schritt die URL der Site ein, die Sie verknüpfen wollen und lassen den Haken bei „Kostendaten übernehmen“ drin, damit die Kosten pro Click auch im Analytics-Report ausgewertet werden können.

Screenshot

Im vorliegenden Praxisbeispiel wurde erkannt, dass der Tracking-Code auf der Site noch fehlt. Hinweis: Seit neuestem steht ein erweiterter Tracking-Code zur Verfügung, durch den insbesondere Ajax-basierte Web 2.0-Applikationen, bei denen zwischen zwei Aktionschritten nicht die gesamte Seite neu geladen wird, genauer getrackt werden können. Drücken Sie auf „Fertig“ und schon haben Sie AdWords und Analytics miteinander verknüpft und können in Zukunft via AdWords auf Analytics zugreifen.

Was AdWords-Besucher auf meinem Internet-Auftritt tun
Das Zusammenspiel bietet mehr als nur eine Vereinfachung in der Benutzerführung. In Analytics können Sie einen Report generieren, der nur das Verhalten der über die AdWords-Kampagnen gewonnenen Besucher abbildet. Warum macht das Sinn?

  • Das Herausfiltern der AdWords-Besucher über eine benutzerdefinierte Segmentierung entfällt.
  • Ich erfahre viel mehr über die Qualität des AdWords-Traffics, also wie lange die Besuchsdauer ist, wie viele Seiten aufgerufen wurden, welches die häufigsten Ausstiegsseiten sind und ob die Besucher dem vorgesehenen Konvertierungspfad folgen. In AdWords sehe ich lediglich, Conversion Tracking vorausgesetzt, wieviele Leads beziehungsweise Verkäufe erzielt wurden.
  • Der Report liefert Ansatzpunkte sowohl für die Optimierung der Kampagnen als auch für die Verbesserung der Landing Page.
  • Wenn Sie AdWords als Dienstleistung anbieten, dann wäre der Report ein zusätzlicher Service für den Kunden und öffnet Ihnen vielleicht die Tür zum Neugeschäft im Bereich Internet-Auftritt.

Einen AdWords-Report erstellen

1. Ein eigenes Websiteprofil anlegen.
2. Unter Zugriffsquellen/Google AdWords/AdWords-Kampagnen einen Filter anlegen, mit folgenden Einstellungen:

Screenshot

Damit wird zunächst nur der Google-Traffic herausgefiltert. Wir möchten aber nur die CPC-Kampagnen im Report haben. Dazu ist 3. ein weiterer Filter notwendig:

Screenshot

Fertig ist der AdWords-Report als Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung der CPC-Kampagnen und des Internet-Auftritts. Übrigens gibt es aus dem Hause Google auch ein Tool, mit dem sich die Effizienz verschiedener Varianten einer Landing Page messen lässt. Siehe hierzu der Artikel Googles Website Optimizer – Testlabor für Landing Pages. ™

Erstveröffentlichung 16.01.2008

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E-Business E-Commerce

8 vermeidbare Fehler beim Registrieren und Anmelden

Von schlecht gemachten Anmeldeprozeduren können einem graue Haare wachsen. Nicht umsonst scheitert nach einer Studie der Marktforscher von e-consultancy jeder zweite Kaufvorgang in Online-Shops. Frust ist also oft vorprogrammiert. Jared M. Spool von der Firma User Interface Engineering hat 8 vermeidbare Fehler in Punkto Registrierung und Anmeldung zusammen getragen. Zusammenfassend auf Deutsch sind das:

1. Als allererstes eine Anmeldung verlangen. Cisco treibt es hier auf die Spitze und mutet dem User eine unendlich lange Registrierung zu, damit sie so etwas Banales wie ein paar Produkte sehen können.

2. Zu früh ein Einloggen verlangen. Amazon löst das vorbildlich. Dort sieht man alle Kontooptionen noch vor der Identifizierung.

3. Keine Vorteile einer Registrierung erwähnen. Das Anlegen eines Kontos ist eine hohe Hürde; man muss sich einen Nutzernamen ausdenken, das Passwort irgendwo sicher verwahren etc. Also muss ich dem User klar kommunizieren, warum er die Mühen einer Kontoregistrierung auf sich nehmen soll.

4. Den Anmeldebutton verstecken. Um Irritationen und Anrufe im Call-Center zu vermeiden sollte der Button klar und deutlich zu sehen sein.

5. Kein Button oder Link für "Neues Konto anlegen" oder "Passwort vergessen". Zu Beeinträchtigungen des Nutzererlebnisses kann es kommen, wenn diese Funktionen in einem Pull-Down-Menü angeboten werden und nicht sofort als Links zu erkennen sind.

6. Keine Registrierung anbieten wenn sie erwartet wird. User möchten sich erst registrieren, wenn sie sich davon einen Nutzen versprechen, zum Beispiel weil beim Wiederholungskauf die Eingabe der Rechnungsdaten entfällt. Im Bestellprozess sollte daher die Registrierung so spät als möglich erfolgen.

7. Zu viele Informationen für die Registrierung verlangen. Die Best Practice-Sites wollen nur das Nötigste an Informationen und erheben erst später Profildaten, wenn es notwendig ist.

8. Keine Informationen über den Verwendungszweck der Daten mitteilen. Nutzer werden misstrauisch wenn sie Daten angeben sollen, die sie für den eigentlichen Vorgang gar nicht brauchen, also eine Telefonnummer für ein White Paper-Download. Deshalb sollte der Verwendungszweck erläutert werden.

Zum vollständigen Artikel geht es hier entlang. Ein 2. Teil zum Artikel ist kurz darauf erschienen.

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Webdesign

JayCut: Videos schneiden und zeigen

Aus Schweden kommt nicht nur das Möbelhaus mit den vier Buchstaben sondern auch das Video-Portal JayCut. So müssen die eigenen Bewegtbilder kein Dasein auf dem heimischen Rechner fristen. Im Unterschied zur reinen Präsentation wie bei YouTube bietet JayCut Videoschnittfunktionen. Damit kann dann der Hobbyfilmer ein "Best of" seiner Werke zusammen stellen oder weniger spannende Szenen löschen. Das geht auch in Teamarbeit. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, Volumenbeschränkungen gibt es keine; Geduld muss man für den Upload mitbringen, da selbst nur sekundenlange Videos megabyteschwer sind und es dementsprechend Zeit braucht, bis die online sind.

Logo JayCut

Selbstredend muss ich nicht alle meine Videos der öffentlichen Begutachtung aussetzen, ich kann den Zugang auf bestimmte Gruppen einschränken oder sie ganz unter Privatverschluss halten; so funktioniert das auch als reine Datensicherungslösung. Wie üblich auf einer Seite Gleichgesinnter gibt es Kommentar- und Rating-Optionen, Exportfunktionen zu Mediaplayer, sozialen Netzwerken und Blog inklusive. Wer sich übrigens vor der Anmeldung von dem einführenden Video-Tutorial überzeugen lassen will sollte vorher schnell einen Schwedisch-Kurs belegen; die Gründer stecken offenbar so im Beta-Aufbaustress, dass es für eine englische Version noch nicht gereicht hat.

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Webdesign

Datenspielereien mit Kirix Strata

Spielt sich irgendwann einmal das gesamte Webworker-Leben nur noch online ab? Adobe will mit Photoshop Express eine (abgespeckte) Version ihres Desktop-Programms ins Netz stellen, Tabellenkalkulation und Textverarbeitung kostet mich die Eröffnung eines Google-Kontos. Und nun der Kirix Strata Browser, mit dem sich auf Websites zum Beispiel in Tabellen strukturierte Daten und RSS-Feeds auslesen und online manipulieren lassen. Sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten, oder nicht mehr als eine nette Spielerei für Zahlenfreaks?

Swivel ist ein El Dorado für Statistiken, von der durchschnittlichen Schneefallmenge in den USA bis zu den zehn bestverdienenden Sportlern. Für den Kirix Strata Browser ein gefundenes Fressen. Auch Internet-Themen kommen vor. So hat einer die Top Sites in Alexa nach Kategorien geordnet und in einem Chart publiziert. Mit dem Strata Browser kann ich nun die zugrunde liegende Tabelle bestehend aus der Kategorie- und Anzahl-Spalte samt Werten auslesen. Nehmen wir an uns interessiert die prozentuale Verteilung der Kategorien. Per rechtem Mausklick auf die Tabelle ziehe ich mir die Daten runter. Eigentlich hinkt das Beispiel, weil bei einer Top 100-Liste die prozentuale Verteilung sich automatisch ergibt, aber unser Beispielgeber war ein schlechter Rechner und hat nur 98 Sites kategorisiert, so dass es was zu rechnen gibt. Ich füge also eine Rechenspalte hinzu und wende die Prozentformel an; das alles erinnert mich an eine Kreuzung aus Excel und einem digitalen Taschenrechner.

kirix-1.png

kirix-2.png

So viel zu einem praktischen Anwendungsbeispiel. Auf der Website, wo es den Datenbrowser zum Download gibt, führt ein Screencast in weitere Nutzungsarten ein. Viel Spass beim Rumspielen.

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Design

Designdeadline: wenn die Abgabeuhr tickt

Websites, auf denen der ambitionierte Webworker seine neusten Internet-Auftritte ins Rampenlicht stellen kann, gibt es zur Genüge. Allerdings kommt nicht jeder zum Zug, es wird ausgesiebt. Einen anderen Ansatz wählt Designdeadline, noch dazu mit eingebautem Motivationsfaktor.

Designdeadline

Designdeadline veröffentlicht frische Websitepixel nur jeden Dienstag im Monat und hat es auf Websites abgesehen, die noch im Erstellungsprozess sind. Wer mitmachen will, kann sich kostenlos anmelden, einen exemplarischen Screenshot mit der noch unfertigen oder zu relaunchenden Site hochladen und optional mit einem Kommentar versehen. Binnen 10 Tage vor Abgabetermin, die nächste Designvorstellungsrunde ist am 5.2.2008, können die Teilnehmer ihre fertigen Werke einreichen. Und vielleicht sind die Abgabetermine ein kleiner Anreiz entsprechend Gas zu geben, da besonders eigene Projekte ohne Kundenzeitdruck sich oft ewig in die Länge ziehen. Selbstredend können Mitglieder von Designdeadline nicht nur eigene Sites einstellen, sondern auch die der anderen bewerten und kommentieren.

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Webdesign

Paletten aus Klamotten

Modegeschmäcker sind verschieden. Spannend für einen Webdesigner am Anfang eines Website-Projekts kann es sein, sich von Farbpaletten inspirieren zu lassen, die aus Modefotografien extrahiert wurden. Der Blogger von Wear Palettes hat Modefarbpaletten zu seinem Projekt gemacht und bis dato über 1.500 Farbkombinationen zusammen getragen. Basis für die Paletten sind die Aufnahmen eines renommierten Modefotografen, der unter dem Pseudonym The Sartorialist die Bilder von Models im Freien publiziert.

Hier mal zwei Beispiele:

Wear Palettes

Wear Palettes

Im hohen Norden, in der finnischen Haupstadt Helsinki, ziehen Liisa Jokinen and Sampo Karjalainen um die Häuser und knipsen Leute auf der Straße. Anschauen kann man sich die Fotos auf HEL LOOKS. Da sind auch frische Farbkombinationen dabei. Also Photoshops Pipette heraus holen.

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Webdesign

Apache-Webserver verschönern

Ein angenehmer und gut ausgestatteter Arbeitplatz macht Spaß. Für den Wohlfühlfaktor sorgen auch Bildschirm-Wallpaper und flippige Skins für den Browser. Eher unverdächtig was eine ansprechende Außenhaut angeht war bisher der Apache Webserver. Das kann sich für denjenigen ändern der bereit ist, sich selbst ein vorweihnachtliches Geschenk im Wert von 35 USD zu machen. Denn Styler² bietet webzwonullig aussehende Benutzeroberflächen für die Apache-Verzeichnisumgebung.

Apache Webserver Skin

Apache Webserver Skin

Apache Webserver Skin

3 Skins werden mit dem PHP-basierten Skript Styler² mitgeliefert. Eigene Designanpassungen sind erlaubt. Individuelle Skins liefern die Entwickler gegen einen Aufpreis von 85 USD.

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SEO & Online-Marketing

Standard-Kompatibilität im E-Mail-Marketing

Wer beim Erstellen von webstandardkonformen Templates schon einmal an Browserinkompatibilitäten schier verzweifelt ist, der wird erst recht graue Haare bekommen, wenn er dazu verdonnert wird eine Newsletter-Vorlage umzusetzen, die in allen E-Mail-Clients eine gute Figur macht. Wo bei Internet-Browsern so langsam Harmonie einkehrt, herrscht in Sachen E-Mail-Programme eher Anarchie.

Insbesondere die im Businessumfeld weit verbreiteten Clients von Microsoft und IBM, Outlook 2007 und Lotus Notes 8, scheren sich wenig um Standardkonformität. So kommt es, dass Mailing-Templates noch mit betonhartem, altmodischem, tabellenbasiertem HTML gestrickt werden müssen, während im Internet schon längst tabellenloses Design zum guten Ton gehört.

Email Standards Project

Damit das bald der Vergangenheit angehört wurde das Email Standards Project aus der Taufe gehoben. Das missionarische Ziel der Projektmitglieder: die Entwickler von E-Mail-Clients zu Standardkonformitätsjüngern zu konvertieren. Wie erfolgreich die Missionsarbeit ist, lässt sich auch an der Übersicht der E-Mail-Clients auf der Homepage ablesen.

Getestet wurde nach den den Vorgaben der webstandards.org. Apple, IBM und Microsoft sind demnach nachwievor Heiden… Wem Standardkonformität im E-Mail-Marketing ein Herzensanliegen ist, der sollte das Projekt unterstützen, in dem er zum Beispiel darüber berichtet oder beim nächsten Bier seinen Clientdeveloper-Freund ins Gebet nimmt.

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Webdesign

Alleskönner für die Online-Marktforschung?

Die Leser Ihrer Website sollen zu einem bestimmten Thema ein Voting abgeben, oder in einer umfangreichen Umfrage ihre Meinung äußern, z.B. über die Inhalte und Qualität des Newsletters? Dann könnte Survey Gizmo das geeignte Handwerkszeug dazu sein. Schnell die Registrierungsprozedur hinter sich bringen und es einmal mit einer Umfrage inklusive Abgabe von Teilnehmerdaten versuchen:

Wie man es für das Erstellen einer Umfrage braucht, lassen sich verschiedene Frage-Antwort-Typen erstellen, wie offene Frage, Multiple Choice mit und ohne Mehrfachauswahl. Aber auch ein Ranking ist möglich. In unserer Newsletter-Umfrage könnten die Teilnehmer die unterschiedlichen Inhalte von „Tipps und Tricks“ bis „Hilfreiche Tools“ nach ihrer Wichtigkeit sortieren. Der Survey Gizmo kann ebenso für eine Umfrage an einen geschlossenen Adressatenkreis genutzt werden. Die potentiellen Teilnehmer erhalten eine E-Mail-Nachricht mit Link zum Online-Fragebogen. Das Reporting-Modul sorgt im Backend für die Visualisierung der Rückläuferdaten. Survey Gizmo ist in der Starter-Version kostenfrei.

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Webdesign

Verdauliche Infohäppchen mit SenseBot

Sie sitzen im Café und belauschen am Nachbartisch ein Gespräch, in dem sich zwei leicht abgerissen wirkende Enddreißiger mit Tränen in den Augen unterhalten. Immer wieder fällt das Wort "new economy" Der Begriff sagt ihnen nichts, jetzt sind Sie aber neugierig, und, Hotspot sei Dank, gehen online auf SenseBot.

Zunächst wählen Sie eine Suchmaschine als Datengrundlage für Ihre Informationsrecherche aus. O.K. Google. Soweit nichts Neues. Das zeigt sich nach dem Drücken des "Get a text summary of results!"-Knopfes, denn SenseBot extrahiert die Suchbegriff relevanten Textbestandteile aus den vorderen Treffereinträgen und führt sie in einer Übersicht zusammen. Textumfang, mit oder ohne Quellenangabe, kann bestimmt werden. Die Zusammenfassung läßt sich als Datei sichern. Eine nette Beta-Suchspielerei ist das und führt im vorliegenden Fall immerhin dazu, dass man eine Idee davon bekommt, warum die Tischnachbarn so traurig sein könnten. SenseBot ausprobieren?

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Webdesign

Firefox Erweiterungen: Besser Suchen

Googlesuche verbessern mit Firefox
CustomizeGoogle – Benutzerfreundliche Google-Suche für Firefox Mit dem Firefox Add-Ons können Firefox-Benutzer sich ihre Google-Suche selbst zurecht schneidern. Mit individuellen Einstellungen wird die Suche verfeinert. So können Links zu Treffern anderer Suchmaschinen wie Yahoo, Ask oder MSN angezeigt werden, was eine Suche in mehreren Suchmaschinen gleichzeitig ermöglicht. Es besteht auch die Möglichkeit, Favicons in das Suchergebnis einzubeziehen. Andere Elemente wie Werbung und Spam können ausgeblendet werden. Störende Hinweise auf Urheberrechte in Google Print können ebenso ausgeschaltet werden wie das Versenden von Cookies an Google Analytics oder die Verfolgung der Klicks von Google. Die Treffer können in aufsteigender Reihenfolge nummeriert angezeigt werden.

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Damit lästiges Weiterblättern erspart bleibt, kann man sich alle Treffer auf einer Seite anzeigen lassen. Logischerweise muss man dabei etwas Wartezeit einkalkulieren. Ergebnisse können auch als Lesezeichen direkt gespeichert werden. Mit der Funktion Google-Suggest wird beim Suchwort geholfen, in dem sich eine Liste mit Suchwortvorschlägen präsentiert. Auch für die Bildersuche gibt es ein Schmankerl. Hier verweisen die Ergebnisse nun direkt auf das Bild und gehen nicht mehr den Umweg über die Seite, wo das Bild plaziert ist. Für Google Mail User gibt es ein Https-Protokoll für sicheren Mailverkehr. Ebenfalls kann die Schriftart für Google Mail hier eingestellt werden.

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Die kostenlose Browser-Erweiterung wird ständig verbessert. Nach der Installation lassen sich die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten über Extras/CustomizeGoogle-Einstellungen anpassen. Auf der Webseite gibt es eine anschauliche Erklärung in Flash, als animiertes GIF oder über den Windows Media-Player. (kn)

Suchspürhund für del.icio.us
Eifrige del.icio.us-Bookmarksammler werden das kennen: man ist sich ganz sicher, diesen einen genialen Artikel getagt zu haben, aber Mist, weder unter den gedachten Tags noch anhand der Beschreibung kommt er ans Tageslicht. In so einem Fall springt ab sofort Deligoo helfend zur Seite. Denn das Add-on für Firefox und IE entleiht sich Googles Suchkraft und grast damit auch den Inhalt der Seiten ab, und das optional nicht nur für die eigenen Bookmarks, sondern die eines anderen oder der gesamten del.icio.us-Gemeinde.

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So ist das dann mit den schwächer werdenden kleinen grauen Zellen nicht weiter schlimm. Einfach in Zukunft den deligoo-Button in der Navigations-Symbolleiste anklicken und Google mit del.icio.us-Filter benutzen. (md)

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Webdesign

Magento Commerce: OS-Shop im Web 2.0-Design

Bei Open-Source Shopsystemen denkt man vor allem an osCommerce und wenn es hoch kommt noch an ZenCart. Doch jetzt kommt auch in die Open-Source Shopsoftware-Landschaft Bewegung. Magento Commerce heißt der Neuling und Dr. Web hat ihn sich näher angeschaut.

Magento Commerce profitiert von in der Praxis erprobten großen eCommerce-Projekten der Firma Varien aus den USA, darunter auch ein Shop für die deutschen Birkenstock-Gesundheitschuhe. Seine Template-Engine basiert auf dem ZendFramework, Businesslogik und Layout sind also voneinander getrennt, ein Pluspunkt gegenüber osCommerce, in dem Designänderungen nur sehr mühsam durchzuführen sind. Exotische Systemanforderungen stellt Magento Commerce nicht. Der Hoster muss ein Linux- oder einen anderes UNIX-kompatibles Betriebssystem haben, auf dem der Apache-Server, PHP und MySQL installiert ist.

Beim Besuch des Demo-Frontends weht einem sogleich ein frischer Web 2.0-Wind entgegen. Die Einzelseiten wirken aufgeräumt und modern. Das Demo-Layout ist das Standard-Template und so können zukünftige Shopbetreiber, die kein Geld in ein eigenes Design investieren möchten oder können, mit einer ansprechenden Optik an den Start gehen.


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Der Kunde soll nicht nur kaufen, sondern mitmachen, zumindest legen das die standardmäßig implementierten „user-generated content“-Funktionalitäten nahe.

Umfragen

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Der Shop-Betreiber kann im Backend beliebige Umfragen definieren und auf diesem Weg kostengünstige Marktforschung betreiben.

Tag-Clouds

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Ganz in Nutzerhände wird die Tag-Cloud nicht gelegt. Neue Tags unterliegen einem Freigabeprozess. Der Shopbetreiber entscheidet, ob der Tag erscheint oder nicht.

Produktkritiken und Produktbewertungen

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Auch Meinungen zu Produkten mit Sternchen-Bewertung kommen nicht ungeprüft auf die Site. Das wird im Katalog-Modul gehandhabt. Dort lassen sich auch differenzierte Produktbewertungen (zum Beispiel nach Preis, Qualität und Gebrauchwert) erstellen.

Die Produkteinzelseiten lassen aus Usability-Sicht wenige Wünsche offen. Der Informationsarchitekt hat ordentliche Arbeit geleistet. Produkt- und Preisinformationen sind übersichtlich angeordnet. Auch an das Cross-Selling wurde gedacht. Gut gefällt der stufenlose Produktbild-Zoom.

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Die weiteren Produktansichten sind in einer Galerie zu besichten

Ebenfalls Out-of-the-box gibt es das Produktvergleichs-Modul, ein Feature, für das man zum Beispiel beim OXID-Shop gutes Geld berappen muss. Das gilt auch für die Kunden-Newsletter-Applikation. Magento beherrscht derzeit folgende für den deutschen Markt interessanten Zahlungsmethoden: Kreditkarte (via Zahlungsschnittstelle PayPal oder authorize.net), Überweisung und Zahlung gegen Rechnung.

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Produkte in einer tabellarischen Ansicht vergleichen

Weitere Features sind Staffelpreise und Produktwelten (die Präsentation mehrerer zusammengehöriger Produkte wie zum Beispiel Sessel, Couch und Lampe auf einer Seite). Wie was funktioniert, wird in der umfangreichen Screencast-Sammlung erläutert. Konfigurationsprodukte mit mehreren Varianten, wie bei Kleidung, wo beispielsweise nach Größe und Farbe selektiert werden muss, sind im Backend von Magento Commerce zusammenstellbar. Das Backend hält von der Übersichtlichkeit und Nutzerführung das, was das Frontend verspricht. Sämtliche Menüpunkte sind über eine dynamische Horizontalnavigation erreichbar. Layout und Seitenelemente geben das Gefühl, sich in einer Web 2.0-Anwendung zu bewegen. Kein Vergleich zu den schwerfälligen, entwicklerlastigen Adminoberflächen von OXID oder osCommerce.

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Das moderne Backend trägt dem Umstand Rechnung, dass es ja letztendlich der Seitenbetreiber ist, der die Shopsoftware-Auswahl trifft und der verbringt die meiste Arbeitszeit im Adminbereich und will es dort so einfach wie möglich haben.

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Fazit: Magento Commerce macht einen guten Eindruck und bietet Module, die kommerzielle Anbieter nur für teures Geld abgeben. Das Produkt hat derzeit noch den Beta-Status und liegt nur in Englisch vor. Doch eine aktive deutsche Community arbeitet an einer deutschen Sprachversion. Der Nutzer soll nach der Installation nicht im Regen stehen gelassen werden. Neben Forum, Wiki, Knowledge-Base gibt es seit neustem auch ein deutsches Blog. Und der Hersteller selbst möchte auch Support leisten. ™

Erstveröffentlichung 01.10.2007