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Spam zu Spam und Email-Newsletter zum Kunden – Der Spam-Test

Email-Newsletter erfüllen ganz sicher nicht ihren Zweck, wenn sie beim Kunden im Spam landen oder schon vorher auf dem Weg vom Provider herausgefiltert werden. Deshalb möchten wir uns kostenlose Spamfilter-Check-Programme genauer anschauen und kurz antesten. Als erstes nehmen wir uns Spamcheck vor. Spamcheck bietet außer einem Test per E-Mail ein praktisches Formular.

Man gibt Absender, Betreff und Text ein. Nun wertet Spamcheck mit Punkten aus. Dazu gibt es eine Erklärung. Wir erhalten für 3 Tests immer 0 Punkte = alles in Ordnung. Mein Newsletter ist O.K. und wird höchstwahrscheinlich seine Empfänger erreichen. Hätte ich mehr als 13 Punkte bekommen, wäre der Newsletter mit ziemlicher Sicherheit irgendwo in einem Filter gelandet.

Mal sehen was sich im Netz noch so bietet. Da wäre der SpamAssassin. Es handelt sich um eine Open-Source Software. Hier gibt es keinen Test, sondern eine Liste mit Dingen, die es zu vermeiden gilt. Um die Liste zu studieren, braucht es ein wenig Geduld. Doch der Aufwand lohnt sich.

Auch Contactology bietet einen Spamcheck per Formular. Hier bedeutet die volle Punktzahl (100) der Newsletter ist okay.

Die angesprochenen Tools helfen einen Newsletter sicher zu versenden. Eine Garantie gibt es aber nicht. Im Vorfeld sollte man jedoch Wert auf die Gestaltung seines Newsletters legen und bekannte Spam-Merkmale ausräumen.

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SEO & Online-Marketing

Websites mit hohen Pragerank bringen Euros

Jeder möchte, dass die Besucherzahlen für sein Internet-Projekt von Beginn an steil nach oben gehen. Doch bis vor allem der so begehrte Suchmaschinen generierte Traffic reichlich auf die eigenen Seiten fließt, müssen fleißig die Werkzeuge aus dem SEO-Werkzeugkasten benutzt werden. Außerdem: Die Konkurrenz im Blick mit Online Tool.

Ein sehr beliebtes weil effizientes Werkzeug ist der Linkkauf. Das Doping für einen höheren PageRank hilft im Google-Rennen gegen die Konkurrenz um die wichtigsten Schlüsselbegriffe.

Auf der anderen Seite können Websitebetreiber mit einem „Hohen“ per Linkverkauf via Direktvertrieb oder über eine der Online-Marktplätze wie text-link-ads.com oder teliad.de es in der Geldschatulle klimpern lassen. Die Firma Searchlab hat die PR-Preise, Angebot und Nachfrage je PR-Wert, unter die Lupe genommen, und sorgt mit dem Linkpreis-Index für etwas Transparenz.

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Etwas für SEO-Blogger: der Quellcode zum Einbinden des Indexes auf der eigenen Site. Als Quellen für die Index-Berechnung, gleichsam eine hilfreiche Anbieterübersicht, wurden folgende Plattformen herangezogen: ebay.de, datenverluste.de, directshops.de, linklift.de, teliad.de, text-link-ads.com, text-links-mieten.de, transportbranche.de.

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Inspiration Interviews

Andreas Hoffmann: Textlinks kaufen – Chancen oder Risiken?

Linkkauf ist verhasst, weil er funktioniert. Heute ist die Käuferseite dran. Dazu haben wir den Mann hinter dem Linkpreisindex, Andreas Hoffmann, vor das Interviewmikrofon geholt.

Im Artikel Einnahmequelle Textlinks haben wir bereits den Linkkaufmarkt aus Sicht der Verkäufer beleuchtet.

Dr. Web: Herr Hoffmann, boomt der Linkkaufmarkt? Was sagt der Linkpreisindex dazu und in welchen Branchen sind Linkkäufer besonders aktiv?

Andreas HoffmannAndreas Hoffmann: Der Markt für Linkmiete boomt ordentlich. Im englischsprachigen Raum mit TextLinkAds schon länger und auch große Webseiten machen das schon eine ganze Weile. Inzwischen macht aber jeder mit. Das hat vor allem zwei Ursachen. Zum einen beginnen immer mehr kleine Webseiten damit, Links zu verkaufen; zum anderen beginnen durch den Boom von immer neuen Plattformen zum Linkhandel wie Linklift oder Teliad immer mehr Betreiber von kleinen Webseiten auch damit, Links zu kaufen, weil es für sie beherrschbar wird.

Übrigens schaukelt sich der Boom und der Hass von Google auf dieses „Treiben“ nicht zuletzt deswegen hoch, weil Linkkauf inzwischen „die Alternative“ zu AdSense geworden ist, wenn es darum geht kleine Blogs zu monetarisieren. Wenn ich ein PR5-Blog habe, konnte ich im August bis zu 351 Euro verdienen, wenn ich 10 Links verkaufe. Mit AdSense macht man im selben Zeitraum, realistisch betrachtet, vielleicht 15$ und hat das Risiko, dass Google mit seiner Intransparenz beschließt, das Geld nicht auszuzahlen, weil irgendein Algorithmus meint, Klickbetrug festgestellt zu haben. Solche Vorkommen haben sich in letzter Zeit gehäuft, und wenn die Blogcommunity erst mal sauer ist, verbreitet sich so etwas auch.

Unseren Linkpreisindex haben wir gestartet, weil wir einfach nicht sehen konnten, ob Angebote, die uns gemacht wurden, nicht viel zu teuer sind oder ob es sich um ein gutes Angebot handelt. Die Streuung der Preise am Markt ist einfach viel zu breit. Mit dem Linkpreis-Rechner können Webseitenbetreiber nun einfach schauen, dass sie von Linkkäufern nicht über den Tisch gezogen werden und andersherum. Wir erfassen jeden Monat mehr Angebote, aktuell stehen wir bei 7.000 im Monat und 17 Anbietern, die Tendenz ist kontinuierlich steigend. Aktiv sind natürlich besonders die Branchen, in denen man online viel Geld verdienen kann. Die sind paradoxerweise in unserem Index unterrepräsentiert, weil die Links dort oft so schnell verkauft werden, dass wir sie beim Monitoring des Marktes gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Daran, diese Preise besser zu erfassen, arbeiten wir kontinuierlich.

Dr. Web: Warum sollte ein Seitenbetreiber Links kaufen? Nun ist der Linkkauf nicht die alleinige Waffe im Kampf um den Platz an der Suchmaschinensonne. Was kann ich als Seitenbetreiber sonst noch tun und wie ordnen Sie da im Gesamtkonzert der Suchmaschinen-Optimierungsmaßnahmen den Linkkauf ein?

Hoffmann: Linkkauf ist von den Suchmaschinen so verhasst, weil er die Dynamiken eines Marktes mit vielen Teilnehmern dazu nutzt, Suchergebnisse zu manipulieren. Dort, wo Linktausch und Linkfarmen längst erkannt werden, kommt man mit Linkkauf oft weiter. Mit anderen Worten, Linkkauf ist verhasst, weil er funktioniert. Nun ist es wie jede Technik vielschichtig, es kann dazu genutzt werden, sinnfreien Spam in die Suchmaschinen zu drücken (der übrigens meist mit Google AdSense monetarisiert wird) oder es kann dazu genutzt werden, dass die Seite von Maler Krause überhaupt indiziert wird.

Linkkauf kann man natürlich auch falsch betreiben und einer Seite mehr schaden als nutzen. Das ist wie in der Medizin, man kann sich selber mit Hausmitteln helfen oder vergiften. Wenn man jedoch alleine nicht gesund wird, geht man aber besser zum Arzt. Auch sind Links natürlich nicht das glückselig machende Allheilmittel. Wenn meine Seite nur aus Flash besteht oder ein kaputtes CMS eine Indizierung verhindert, nützen auch 1.000 PR8-Links nichts.

Linkkauf sollte also – wenn möglich – immer in eine Gesamtstrategie eingebunden sein, dazu gehören natürlich auch der normale Linktausch mit beispielsweise Kunden oder Partnern, relevante Inhalte, saubere Programmierung und eine vernünftige interne Linkstruktur. Das Ganze wird natürlich immer komplizierter, wenn man Portale mit Millionen von Dokumenten zu abertausenden Suchbegriffen gut ranken möchte. Dort helfen solche 1×1-Basismethoden nicht weiter. An solchen Stellen kommen dann darauf spezialisierte Unternehmen zum Zug und skalieren all diese Dinge zusammen mit spezialisiertem Wissen und eigenen Tools. An diesem Punkt fließt dann natürlich auch der eine oder andere Trick mit ein, den man nicht in jedem Forum nachlesen kann.

Dr. Web: Google, dass wissen wir von den Äußerungen seines Webmaster-Sprachrohrs Matt Cutts, ist über die Linkkaufmania gar nicht amüsiert und will dagegen vorgehen. Große Worte und nichts dahinter? Was kann eine Suchmaschine gegen Bezahllinks tun und wie sind aktuell die Gefahren für einen Linkkäufer?

Hoffmann: Die Suchmaschinen können nicht viel gegen Linkkauf tun. Links sind nach wie vor die Währung, mit der man Webseiten zu guten Positionen verhilft. Was sich leicht entdecken lässt und wo mit ziemlicher Sicherheit bereits dran gearbeitet wird, ist das Erkennen thematisch unpassender Links, die nur zum Zweck der Manipulation des Page Ranks gesetzt werden. Etwa die ganzen Preisvergleichslinks auf leo.org, das ist im Prinzip schon die Vergangenheit. Aber bei einem Blogroll wird es schon schwieriger. Dort stehen 10 bis 20 Links, die allesamt thematisch passend sind, und vier haben bezahlt, um dazwischen zu kommen – wie soll das Google unterscheiden? So gut wie gar nicht Mit viel Rechenleistung kann man einem Teil dieser Links sicher mit einer darauf ausgerichteten Analyse von Linknetzwerken auf die Schliche kommen, aber das ist Zukunftsmusik und auch dann bestenfalls unzuverlässig.

Eie aktuelle Gefahr sehe ich nur bei themen-unrelevanten Links, massivem Linkkauf innerhalb und für kurze Zeit, seitenweisen Links in Footern oder ähnlichem (das straft Google ja bereits seit Jahren ab).

Dr. Web: Wie sollte ein Seitenbetreiber, der in das Linkkaufgeschäft einsteigen will, vorgehen? Gibt es Kriterien, anhand derer man die Kauflinks auf einer Drittsite evaluieren sollte?

Hoffmann: Beim Linkkauf muss man viele Punkte berücksichtigen: Wie viele Seiten verlinken auf die Domain, bei der ich Links kaufen möchte? Wird die Seite gut gefunden? Welchen Google Page Rank hat das Dokument, auf dem der Link steht? Und so weiter. Es gibt dafür viele Anbieter, über die man Linkkauf abwickeln kann. Der Haken ist natürlich, dass sie eine Provision verlangen und die kann teilweise saftig ausfallen. Dafür helfen diese Anbieter einem dabei, indem sie all diese Informationen bereits sammeln und aufbereiten, oft überwachen sie auch, dass die Links gesetzt bleiben oder nicht nachträglich für Google maskiert werden. Außerdem hat ein Marktplatz natürlich den Vorteil einer höheren Auswahl. Wenn wir als Agentur mit tausenden Anbietern einzeln verhandeln müssten, würden wir den ganzen Tag nichts anderes mehr tun.

Dr. Web: Herr Hoffmann, vielen Dank für den Rundumschlag in Sachen Linkkauf.

Erstveröffentlichung 25.09.2007

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Webdesign

Mehr Einnahmen mit AdSense-Empfehlungen

Der Siegeszug von AdSense als die beliebteste Werbeform unter Seitenbetreibern beruht auf das Einblenden von zum inhaltlichen Kontext passenden Textanzeigen. Doch mit der Passgenauigkeit der Textanzeigen ist das manchmal so eine Sache. Nicht jede Seite erzielt gute Klickraten. Zeit, es einmal mit AdSense-Empfehlungen zu versuchen.

Warum hinken einige Seiten bei den AdSense-Einnahmen hinterher? Das hat mehrere Gründe. Ist nicht genügend Text vorhanden oder besteht die Seite nur aus Flash-Elementen und Bildern, können nur schwer spezifische Anzeigen eingeblendet werden. Das gleiche gilt für Seiten, die sich nicht auf ein Thema fokussieren. Das ist naturgemäß bei der Startseite der Fall, wo die unterschiedlichsten Themen angeteasert werden, oder bei Brückenseiten.

Statt die Anzeigenplätze dann zu eliminieren und auf Einnahmen ganz zu verzichten, empfiehlt sich der Einsatz von AdSense-Empfehlungen . Vorteil: Sie können selbst die Anzeigen auswählen. Ein ganzer Pool steht zur Verfügung. Für jeden Themenschwerpunkt einer Website sollte etwas dabei sein.

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Nehmen wir an, Sie betreiben eine Website für Webmaster. Da bieten sich Anzeigen aus den Produktgruppen „Computer und Elektronik“ sowie „Internet“ an. Das Ganze funktioniert ähnlich wie beim Internet-Shopping. Bevor Sie die Werbeprodukte in den Anzeigeneinkaufswagen legen können, müssen Sie zunächst ein Anzeigenformat auswählen. Maximal 15, selbst ausgewählte Werbeprodukte fasst ein Anzeigenblock.

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Um zu messen, ob die AdSense-Empfehlungen besser laufen als die Standard-Textanzeigen, sollten Sie für den Anzeigenblock einen eigenen Channel anlegen. Zum Beispiel für die Startseite. Mit einer AdServing-Lösung wie Open Ads, die eine Rotation mehrerer Anzeigenkampagnen auf einem Werbeplatz ermöglicht, können Sie nun die AdSense-Empfehlungen gegen die Standard-Anzeigen antreten lassen. Ohne AdServer geht das mit einem A/B-Test im Eigenbau. Google hat dazu in seinem AdSense-Blog ein Tutorial veröffentlicht.

Normale AdSense-Anzeigen werden per Klick abgerechnet. Bei den AdSense-Empfehlungen muss der Nutzer schon mehr tun, damit Geld fließt, sich beispielsweise eine Software herunterladen oder für einen Newsletter anmelden.

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Im Prinzip macht Google mit den AdSense-Empfehlungen Front gegen Partnernetzwerke wie Affilinet oder Webgains. Zwar fehlen noch die großen Werbetreibenden, aber der Vorteil für den Seitenbetreiber liegt auf der Hand, da er nicht mehr das AdSense-Universum verlassen muss und sich das zeitraubende Integrieren und Auswechseln von Werbemitteln der Affiliate-Programmbetreiber sparen kann. Seitenbetreiber können eventuell mit AdSense-Empfehlungen ihre Einnahmen optimieren, besonders auf Seiten, die bis jetzt keine guten Erträge erwirtschaften. ™

Erstveröffentlichung am 21.09.2007

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Web 2.0 Dienste: PostRank und Appsmania

PostRank – Aspirin gegen Informationsmigräne?
RSS Feeds sind schnell abonniert. Feedreader wie Bloglines helfen beim Ordnen des Datenfutters. Doch die Anzahl der ungelesenen Posts übersteigt irgendwann das Zeitbudget für Informationsaufnahme. Was tun? Die Feeds wieder rausschmeißen. Zurück bleibt die Angst dadurch den genialen Post zu verpassen, der das eigene Leben verändert. So wie Google bei Webseiten versucht mit seinem Geheimnis umwitternden Ranking-Algorithmus Relevantes von weniger Relevantem zu unterscheiden, unternimmt AideRSS einen Anlauf für RSS-Nachrichten. PostRank hilft unter Einbeziehung von Popularitätsindikatoren wie Anzahl Diggs und del.icio.us-Bookmarks die heißen Informationen vom Allerweltsrest zu trennen.

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Wer die Dienste von AideRSS nutzt, kann dann zum Beispiel auf Basis des PostRank nur die Top-News abonnieren. Gefiltert über alle abonnierten Feeds entsteht am Ende ein Meta-Feed, welcher ähnlich funktioniert wie eine Leser-Best-of-Liste. Das schmälert den zu erklimmenden Informationsberg, schafft Orientierung und spart Zeit. Jedoch hängt man an der Mainstreamnadel, denn PostRank geht eindeutig nach Netzvolkes Stimme. Ob die dann dem eigenen Informationsgeschmack entspricht muss jeder für sich sehen. (md)

Die Jagd nach Webapplikationen
Kaum ein Webdesigner, der auf der Suche nach kreativen Einfällen nicht schon bei cssmania.com Station gemacht hat. Was für den Pixelmeister cssmania in Sachen Layout, soll für den Internet-Unternehmer in Wartestellung appsmania.com werden: eine riesige Inspirationsquelle für Online-Geschäftsideen.

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Die spanischen Macher hinter appsmania surfen mit dem Schleppnetz durchs Internet und ziehen alles an Land, was dank dem Internet einmal Gewinne abwerfen soll. Der Fang an spannenden Webapplikationen wird Tag für Tag größer und ist bunt gemischt. Von der Software für Drehbuchautoren, über eine Plattform zur Verwaltung von Sportmannschaften, bis hin zum xten Content Management System. Täglich gehen neue Websites auf die Jagd nach Geldbeutel und Surfzeit des Internet-Nutzers.

Appsmania ist erst seit Ende Juni auf Sendung und hat bereits über 300 Webapplikationen gelistet, sortiert unter anderem nach dem Herkunftsland. Und da sieht es traurig aus für die Deutschen. Gerade einmal 3 davon kommen von hier. Zeit für eine weitere Copy Cat… (md)

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Einnahmequelle Textlinks

Welcher Seitenbetreiber hätte das nicht gerne? Eine Einnahmequelle, die wenig Aufwand verursacht und noch dazu schön unauffällig ist. Hier kommen Textlinks ins Spiel. Leicht verdientes Geld für jeden oder ein gefahrvolles Abenteuer? Eine Übersicht.

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet über Produkte oder legen sie gleich in den Warenkorb. Und die meisten Recherchen nach einem Produkt oder einer Dienstleistung beginnen bei Suchmaschinen. Dort wird nicht ausführlich in den Suchtrefferlisten geblättert, sondern derjenige mit einem Klick bedacht, der auf der ersten Seite vorne zu finden ist. Dementsprechend wird es für Firmen wichtig, bei möglichst vielen relevanten Begriffen ganz weit vorne zu sein und weil eingehende Links bei der Ermittlung des Suchtrefferplatzes bedeutsam sind, wird Geld für den Kauf von Links ausgegeben. Dadurch entsteht ein Markt für alle, die solche Links anzubieten haben

Kaufargument Page Rank
Obwohl der PageRank nicht der alleinige Faktor für die Bedeutsamkeit aus Linkkaufsicht ist, schielen doch alle auf die Länge des grünen Balkens in der Google-Toolbar. Wer also eine Website mit einem hohen PageRank sein eigen nennt, der hat schon einmal das wichtigste Kaufargument in der Hand.

Direktvermarktung oder Drittvermarktung?
Grundsätzlich bietet eine Direktvermarktung mehr Vorteile. Der Preis für einen Textlink kann individuell festgesetzt werden und da der Textlinkmarkt nicht völlig transparent ist, hängt es letztendlich vom Verkaufsgeschick und der gefühlten Preiswürdigkeit seitens des Käufers ab, zu welchem Preis ein Textlink über den Ladentisch geht. Zwar versucht der Linkpreisindex Transparenz in den Markt zu bringen, aber nicht jeder kennt das Angebot.

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Wieviel muss ich durchschnittlich für einen Link bezahlen? Der Linkpreisindex verschafft einen Marktüberblick.

Bei der Direktvermarktung fallen keine Provisionen für einen Mittelsmann an und man ist in der Angebotsgestaltung frei, kann zum Beispiel den Textlink gleich auf ein halbes oder ganzes Jahr verkaufen und das Geld per Vorkasse einnehmen. Als Anreiz für den Käufer können hier Rabatte gewährt werden. Je länger er sich bindet, desto höher fällt der Rabatt aus. Dass Textlinks verkauft werden, gehört in den Mediadaten erwähnt.

Preise müssen nicht notwendigerweise gleich angegeben werden, da man sonst keine kundenspezifische Preisgestaltung mehr vornehmen kann. In einer idealen Werbewelt verkauft ein Seitenbetreiber die Textlinks also in Eigenregie. Die Realität sieht jedoch meist so aus, das sich kein Linkkaufinteressent blicken lässt und ein Drittvermarkter eingeschaltet werden muss. Führende Marktmacher im deutschsprachigen Raumen sind Teliad und Linklift. Nicht unerwähnt bleiben darf Textlink ads aus den USA, „Erfinder“ der Linkkaufmarktplätze.

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Linkmarktplätze bringen Anbieter und Käufer zusammen. Quelle: Linklift.

Dort muss die eigene Site angemeldet werden. Es gilt die Faustregel, dass je weniger Textlinks angeboten werden, desto mehr erlöst ein einzelner Link. Die maximale Anzahl von Links liegt bei Linkklift bei 10. Der Drittvermarkter setzt den Preis fest. In die Preisberechnung fließen Faktoren wie Position der Textlinkanzeige (im Inhaltsbereich platzierte Anzeige erzielen höhere Preise als im Footer oder der Seitennavigation), die Anzahl der externen Links, Suchmaschinenrelevanz und das Thema der Site ein.

Der Seitenbetreiber erhält über jeden Linkkauf eine Benachrichtigung und kann dem Verkauf widersprechen, wenn ihm zum Beispiel die Site des Linkkäufers zu unseriös erscheint. Das Einbuchen der Textlinks erfolgt automatisiert über ein Script, das zuvor in die Seiten eingebunden werden muss. Die Erlöse werden abzüglich der Vermarkterprovision monatlich gutgeschrieben.

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Textlinks Beispiele

Gefahren?
In seiner Erläuterung des PageRanks spricht Google in Bezug auf externe Links von einer Empfehlung, die eine Seite A für eine Seite B abgibt. Kauflinks unterhöhlen das Empfehlungsprinzip. Denn das Setzen eines Links ist rein kommerziell motiviert und hat nicht den Charakter einer echten Empfehlung, die ein Seitenbetreiber abgibt, weil er die andere Site so gut findet. Somit liegt es auf der Hand, dass Kauflinks Googles Interessen zuwider laufen.

Dagegen massiv vorgehen tut der Suchmaschinenriese bisher nicht, es scheint noch an einer automatisierten Erkennung zu mangeln. Google fordert stattdessen die Webgemeinde auf, Sites zu melden, die massiven, spamverdächtigen Linkverkauf betreiben und testet an diesen schwarzen Schafen im Entwicklungsstadium befindliche Erkennungsalgorithmen. Eine Website mit organischem Linkaufbau, die gut vernetzt ist und viele externe Links auf sich vereint, braucht wegen ein paar ausgehenden Kauflinks derzeit kaum etwas befürchten, noch dazu wenn sie thematisch passend und im Inhaltsbereich sichtbar platziert sind.

Moralische Bedenken
Textlinks bedeuten einen zusätzlichen Einnahmekanal. Sie sind jedoch, um im Google-Jargon zu sprechen, „böse“, da sie die Qualität der Suchtrefferergebnisse negativ beeinflussen (können). Firmen mit großem Linkkaufbudget pushen ihre Seiten nach vorne. So entscheidet nicht nur die Relevanz, sondern oft der dicke Geldbeutel. Etwas schwieriger wird es, den moralischen Stab zu brechen über Internetangebote, die Links bei thematisch passenden Sites einkaufen, um ihr Angebot bekannter zu machen. Google empfiehlt, diese Links mit dem „no follow“-Attribut zu kennzeichnen, was sie für die Rankingverbesserung natürlich wertlos machen würde… ™

Link zum Artikel:

  • Textlinks kaufen – Chancen oder Risiken?

Erstveröffentlichung 13.09.2007

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Rote Karte für Spam Bots

Spam hat auch in 2007 Hochkonjunktur. Und die Spam-Mafia lässt auf der Jagd nach frischen E-Mail-Adressen ihre Spam Bots von der Leine, die fleißig nach allem schnappen, was ein @-Zeichen mit sich trägt.

Weil kein Spam-Filter-Programm 100%ig fehlerlos arbeitet, gehen viele dazu über, E-Mail-Adressen ganz von ihrer Website herunter zu nehmen. Einige schlagen den Spammern ein Schnippchen, in dem sie die E-Mail-Adresse statt im Klartext als Grafik einbinden, oder das @ durch ein [at] ersetzen. Beide Gegenmaßnahmen führen zwar den dummen Bot in die Irre, sind aber für echte Menschen lästig, da entweder die E-Mail-Adresse ganz abgetippt oder das @-Zeichen eingesetzt werden muss, bevor es mit der Kontaktaufnahme klappt.

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Spamspan

Spamspan kostet außer ein Dankeschön an den Macher nichts, kann mit fast allen Browsern und funktioniert auch, wenn beim Besucher Javascript deaktiviert sein sollte.

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Ein universeller Online-Textmarker und Alles Online Publizieren

.. und erhalten einen Link wie diesen hier, über den die gewünschte Markierung der Internetseite direkt angesprungen werden kann:

Citebite-Markierung

Es geht aber noch viel bequemer: Wer das vom Anbieter bereitgestellte „Bookmarklet“ nutzt, braucht bloß die gewünschte Textstelle auf der Originalseite zu markieren und den Javascript-„Link“ anzuklicken, um den Zitatlink zu erzeugen.

Citebite-Bookmarklet

Den gleichen Komfort bietet eine ebenfalls verfügbare Firefox-Erweiterung. (ls)

Alles Online Publizieren
Totengeläut für Desktop-Software. Die Kreativen sollen sich im Netz austoben. Adobe zum Beispiel will demnächst mit einer abgespeckten, werbefinanzierten Online-Version von Photoshop Furore machen und Microsoft und Google die Stirn bieten. Im Haifischbecken der Blue Chips will Formatpixel ums Überleben schwimmen.

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Mit dem WTP (Web Top Publisher) sollen flashbasierte Magazine, Broschüren, Kataloge und Portfolios im Handumdrehen das Licht der Welt erblicken. Angesichts des limitierten Funktionsumfang wird das Tool einem versierten Grafiker nur ein müdes Lächeln abringen. Im Blick hat man wohl eher die Geldbeutel der Laien mit Designambitionen. Die können ihre langweiligen Powerpoint-Präsentationen mal beiseite legen und die Meeting-Teilnehmer mit etwas Augefallenem überraschen.

Der erste Bastelversuch ist kostenlos. Allerdings steht einem nur ein halbes Megabypte Speicherplatz zur Verfügung. Wer regelmäßig „formatpixeln“ will, muss löhnen, für 5 Projekte sind pro Jahr 15 Pfund zu berappen.

Ein Wühlen in bisher veröffentlichten Projekten bringt viel digitalen Müll zu Tage, aber auch Perlen, wie das Fotoprojekt „Shangri-la“ des Japaners Takaki Hashimoto, der seine Lotusblüten und Tautropfen mit Formatpixel publiziert hat. Mehr davon? Bitte hier entlang. (md)

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Mitarbeiterzeiten online managen

Sie haben ein kleine Firma, vielleicht ein Café, und beschäftigen viele Aushilfskräfte. Und wer wann und wie lange arbeitet, da geraten Sie manchmal durcheinander? Dann könnten Sie mit Rotaboard die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter in den Griff kriegen.

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Spielen wir das Beispiel weiter durch: Sie können für verschiedene Mitarbeitergruppen – Thekenkraft, Bedienung, Küche – eigene Farbschemata anlegen. Das schafft Übersicht im Arbeitsplan. Die Arbeitszeiten von Mitarbeitern, die zu festen Zeiten kommen, lassen sich selbstredend über Wochen im Voraus eintragen.

Nun muss der Wochenarbeitsplan nur noch ausgedruckt für alle gut sichtbar angebracht werden. Falls mal einer verpennt – eine kleine Adressdatenverwaltung mit Telefonnummern-Feld bietet das Tool auch.

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Themes WordPress

Kommentare bewerten und WordPress Theme Generator

Kommentarklicks
Wer auf die Website von Postreach kommt und sich das in augenschädlicher Unschärfe angebotene Video zu ClickComments antut, der bekommt nicht nur einen witzigen Sprecher zu Gehör, sondern wird auch mit einer unerhörten Zahl konfrontiert: 95% aller Blogleser sind demnach Kommentarabstinent und nicht auch nur zu einem kitzekleinen Wortbeitrag zu bewegen; sei es aus Faulheit oder dem Unwillen, dafür eine E-Mail-Adresse hinterlassen zu müssen.

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Damit der Blogger wenigstens ab und an etwas Aufmerksamkeitsliebe erhält sollte er es mal mit ClickComments versuchen. 8 Buttons für Feedback im Instant-Verfahren, von „Cool Stuff“ bis „Great Find“, stehen zur Verfügung. Wird häufig und ehrlich kommentargeklickt, kriegt der Blogbetreiber ein Stimmungsbild zu seinen Posts geliefert und kann die Ergebnisse bei seiner Themenauswahl mitberücksichtigen. Ein nettes Zusatzfeature, das für alle gängigen Blogsysteme kostenlos zu haben ist. (md)

Ich klick mir ein Blog
Für das beliebte Blogsystem gibt es Hunderte von kostenlos verfügbaren Themes. Da dürfte für jeden etwas dabei sein, der den eigenen Progammier- und Gestaltungsaufwand scheut oder nicht die notwendigen Kenntnisse hat, um mit einem Unikat in die Blogossphäre einzutreten. Websites aus dem Baukasten kennt man ja schon, 1&1 und Konsorten bieten das für wenig Geld an. Dem Schnell-mal-etwas-Zusammenklicken-Prinzip fühlt sich auch der junge holländische Designer Yvo Schaap zugetan. Er beschert dem Blogger den WordPress Theme Generator.

Layout, Farben, Schriften – die Seitenparameter einstellen, das kann jeder. So entsteht z.B. im Handumdrehen ein einmaliges Dr. Web-Huldigungs-Theme, das man im handlichen zip-Format mitnehmen darf, und das angeblich in den gängigen Browsern eine bugfreie Figur macht. Lust auf ein „5-Minuten-Theme“? (md)

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Webdesign

Das Google AdWords Website-Optimierungstool

Das Website-Optimierungstool wird von Google allen AdWords Benutzern wärmstens empfohlen. Mit dem Tool lassen sich unterschiedliche Versionen von Zielseiten, den sogenannten Landingpages, testen und so die Conversionsraten der Seiten verbessern.

Möchte man also wissen, ob die Besucher beispielsweise eher kaufen, wenn sie das Bild einer roten oder einer schwarzen Kaffeemaschine vorgeführt bekommen oder ihnen das Produkt mit einem eher ernsthaften oder eher locker-flockigen Text serviert wird, der Test erteilt darüber Auskunft.

Bevor man als AdWords-Benutzer mit dem Tool loslegt, kann man sich zuvor per ausführlicher Demo über die Testmöglichkeiten informieren und beraten lassen. Hier wird neben Sinn und Zweck der Optimierung auch klar, dass man die eigentliche Testarbeit zunächst gut vorbereiten sollte, um zu wirklich aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen.

Man kann mit den verschiedenen Bereichen der Landingpage experimentieren, indem man diese entsprechend verändert. Texte, Überschriften und Bilder werden systematisch untersucht und die daraus resultierenden Veränderungen festgehalten. Schließlich werden aus diesen Daten wichtige Erkenntnisse für die optimale Gestaltung jeder einzelnen Zielseite gewonnen.

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Bevor man loslegen kann, wählt man sich eine Seite zum Testen aus, deren URL man dem Optimierungstool zum Prüfen angibt. Diese Seite sollte eine möglichst hohe Anzahl Besucher aufweisen, damit der Test überhaupt genügend Ergebnisse bringt. Zudem ist auf der Seite, die getestet werden soll, eine Aktion vonnöten, welche die Besucher ausführen können. Beispielsweise können die Kunden hier einen Kauf- oder Anmelde-Button betätigen.

Für ein erstes Herumprobieren ist dabei zunächst nur wichtig, dass der darunter liegende Link auf eine weitere Seite führt, mit Hilfe derer man die Conversionsrate ermitteln kann. Nun kann man für die Testseite verschiedene Varianten, die jeweils für Überschrift, Bild oder Text gelten sollen, angeben. Dies geschieht mithilfe sogenannter Tags, die von Google bereit gestellt werden und die man in den HTML-Code einbauen muss. Einen ausführlichen Installationsleitfaden zu den Tags erhält man auf den Seiten von Google AdWords.

Das Optimierungstool übernimmt nach Aktivierung des Tests die Anzeige von zuvor eingegebenen Varianten. Die verschieden generierten Variationen des Inhalts werden nach dem Teststart sodann den Benutzern abwechselnd auf der Webseite angezeigt. Im Beispiel taucht also alternierend die rote oder schwarze Kaffeemaschine auf der Produktseite auf. Der Optimierungstest wird dann im Verlauf der Testzeit feststellen, bei welcher Variante die Aktion eher ausgeführt wird, also die Besucher auf den Kaufbutton klicken.

Die Testparameter lassen sich verändern sowie der gesamte Test nach Belieben pausieren oder komplett beenden. Allerdings sollte man für ein wirklich aussagekräftiges Ergebnis genügend Geduld aufbringen. Die Dauer hängt in erster Linie von den Besucherzahlen ab. Erst wenn die verschiedenen Varianten bei Überschrift, Bild oder Text offensichtlich kaum Unterschiede im Benutzerverhalten hervorgerufen haben, kann man Änderungen vornehmen, beziehungsweise sollte den Test beenden. Den Optimizer findet man in seinem AdWords-Konto.

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SEO & Online-Marketing

Vier SUMA-Tools zum Ausprobieren

An alle Suchmaschinenmarketingfreunde: Erst einen Kaffee holen. Und dann die folgenden vier Tools erkunden.

SEO-Digger

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Zeigt für eine Domain an, mit welchen Begriffen sie in Google gefunden wurde.
Zu SEO-Digger

Spyfu

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Zeigt AdWords-Klickgebühren und organische Suchtreffer zu einem bestimmten Keyword an.
Zu Spyfu

Keycompete

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Informiert uunter anderem über die AdWords-Konkurrenzsituation zu einem bestimmten Keyword.
Zu Keycompete

URLTrends

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Informiert unter anderem über Backlinks und externe Links für eine Site. (md)
Zu URLTrends

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Google Analytics Reloaded

Mit seiner Kostenlos-Tool-Taktik stärkt Google die Kundenbindung, die Wechselhürden zur Konkurrenz werden so immer höher. Auch beim Web-Controlling lehrt Google mit Google Analytics der Bezahlkonkurrenz das Fürchten, und hat in einem neuen Release nochmals draufgesattelt. Eine Besichtigung.

Was sofort auffällt. Die neue Version wirkt freundlicher, übersichtlicher, hat einen angenehmen Web 2.0-Anstrich erhalten. Ellenlange Featurebäume mit teilweise in der deutschen Sprachversion missverständlichen Übersetzungen sind auch passé. Dank verbesserter Usability macht das Website-Controlling mehr Laune. Richtig nutzwertig und nach eigenen Erfordernissen zusammenbaubar ist die Schaltzentrale, das Dashbord.

Die Standard-Konfiguration des Dashboards wird den meisten Webmastern bereits ausreichen. Es gibt unter anderem im Zeitleisten-Format eine grafische Sicht auf die Besucherzahlen der vergangenen 30 Tage. Per Mouseover lassen sich schnell die Besucher eines Tages abfragen. Besucher, Page Impressions, Verweildauer, Absprungrate auf einen Blick ermöglichen einen schnellen Website-Leistungscheck.

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Die Besucherfeatures mit einem wesentlich filigraneren Karten-Overlay lassen nun tiefe Einblicke in die Herkunft des Leserpublikums zu. Das dürfte Website-Vermarkter freuen. Will ein potentieller Werbekunde zur Minimierung von Streuverlusten seine Werbung nur bei Besuchern aus einem bestimmten Land geschaltet haben, lässt sich die verfügbare Reichweite nun schnell ermitteln und ins Angebot packen. Ein Pluspunkt für die Arbeitsproduktivität und die Monetarisierung der Website.

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Analog zum Berichtswesen in Google AdWords ist das Website-Reporting nun automatisierbar. Das spart Zeit und Organisationsaufwand für diejenigen, welche ihren Kunden das Website-Reporting als regelmäßige Dienstleistung anbieten. Schön, dass sich die Analytics-Leute Gedanken über die Vermeidung von Informationsüberflutung gemacht haben. Reported werden kann nur, was beispielsweise ein Entscheider auf Kundenseite wissen muss. Da reicht das Dashboard oder die Besucherübersicht aus. Dank der Modularisierung der Berichte können so zielgruppenspezifische Berichte geplant und automatisiert versandt werden. Einzig die E-Mail-Betreffzeile lässt sich nicht gänzlich frei betexten.

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Nur isoliert das Besuchergeschehen eines Monats zu betrachten reicht nicht aus. Wichtig sind Trends und Zeitraumvergleiche. Nur so kann der Websitebetreiber sehen, ob sich Optimierungsmaßnahme A, B oder C auch positiv auf die Verweildauer oder die Besucherzahlen ausgewirkt hat. Zum Beispiel im Zwei-Monats-Vergleich:

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Ob Tages-, Monats- oder Jahresvergleich – Website-Controller können ihre Analyselupe überall hinhalten. Argumente für das selber Basteln eines Reports in Excel gehen langsam aus, wenn später vielleicht noch individuell an das Farbschema der Website anpassbare Skins hinzu kommen.

Fazit: Google Analytics hat sich wesentlich verbessert und ist was seine Mächtigkeit angeht erste Wahl, für Umme sowieso. Man darf gespannt sein was zukünftige Releases für Neuerungen bringen. Statistikfreaks lieben das Echtzeit-Besuchertracking, wie das der Bezahldienst eTracker bietet. Oder wie wäre es noch mit einer Heatmap zur Visualisierung des Klickverhaltens? Das alles unter einem Dach, und die Webcontrolling-Tags im Quellcode dürften deutlich weniger werden.

Weitere Verbesserungen gibt es seit Ende 2007. Es lohnt sich den Tracking-Code auszutauschen, denn es gibt einen neuen, leistungsfähigeren. Google benachrichtigt seine Nutzer nicht, weshalb Ihnen das entgangen sein kann. Mehr darüber weiß Niall Kennedy.

Erstveröffentlichung 29.05.2007

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Lexikon: E-Mail-Marketing

Jeder Fachbereich kennt seine Begriffe, auch das E-Mail-Marketing. Dieses kleine Lexikon soll mit kurzen und prägnanten Erklärungen helfen, den Dschungel zu durchdringen. Von der A wie AIDA bis W wie Whitelisting.

AIDA-Formel
Formel zur Messung der Werbewirkung, von Werbepionier E. St. Elmo Lewis (1872 – 1948) 1898 ersonnen. Bei Werbung die wirkt, erklimmt der Konsument demnach folgende vier Stufen:

  • Stufe 1: Attention (Aufmerksamkeit: Die Betreffszeile ist so fesselnd, dass er gar nicht anders kann als die E-Mail zu öffnen).
  • Stufe 2: Interest (Interesse: Der Hinweis im Editorial auf ein „ganz besonderes Angebot“ führt zu vorfreudig glänzenden Augen).
  • Stufe 3: Desire (Kaufwunsch, Kaufabsicht: Das Angebot ist wirklich unschlagbar; da fällt der Klick auf den „Jetzt bestellen und 100 Euro sparen“-Link leicht).
  • Stufe 4: Action (Kaufhandlung: Das Produkt landet umgehend im Warenkorb, der Bestell-Button ist geklickt, und die Marketing- und Vertriebsabteilung zufrieden).

Auch im @-Zeitalter taugt das Modell immer noch als roter Faden in der Konzeption einer E-Mail-Werbemaßnahme.

Abmahnung
Was ist eine Abmahnung? Zitieren wir die Forschungsstelle Abwahnwelle e.V.: Eine Abmahnung ist eine Aufforderung, eine (vermeintliche oder tatsächliche) Rechtsverletzung zu unterlassen. Der in seinem Recht (tatsächlich oder vermeintlich) Verletzte erhebt nicht sofort Klage vor Gericht, sondern lässt dem Verursacher („Verletzer“) von einem Anwalt ein Schreiben zustellen, in dem er aufgefordert wird, die Rechtsverletzung sofort einzustellen. Im klagefreudigen Deutschland gilt „Abmahnen“ als Profisport, der besonders eifrig von Anwälten gespielt wird; der Geldeinsätze wegen. E-Mail-Marketer tappen zum Beispiel in die Abmahnfalle, wenn sie nachweislich E-Mails ohne Einwilligung des Empfängers zugestellt haben (siehe Permission-Marketing). Kläger und Anwalt finden schnell zusammen, denn die Zeche zahlt der Beklagte, berechnet nach der Höhe des Gegenstandswertes. Der Beklagte muss auf jeden Fall schon einmal für die Erstellung des Abmahnschreibens bezahlen, ganz gleich ob er die beiliegende Unterlassungserklärung unterschreibt und damit sein Verschulden anerkennt oder nicht.

Abmeldung
Abonnenten, die, aus welchen Gründen auch immer, einen Newsletter nicht länger beziehen möchten, gehören keine Steine in den Weg gelegt. Das ist sowohl eine Frage des guten Stils, als auch ein Aspekt der rechtssicheren inhaltlichen Gestaltung eines Newsletters. Deshalb muss in jede Ausgabe ein Link zum Abmeldeformular rein, oder, noch besser, ein Klick auf den Abmelden-Link löscht den scheidenden Abonnenten automatisch aus dem Verteiler. „Adieu“ sagende Abonnenten machen keine Freude. In irgendeiner Weise waren sie unzufrieden mit dem Newsletter-Angebot. Vielleicht ist der Newsletter dem zyklischen Kampf gegen einen überquellenden Posteingang zum Opfer gefallen und übrig blieben nur die E-Postillen mit dem größten Nutzen. Oder aber die Versandfrequenz wurde als zu penetrant empfunden. Orakeln hilft da nichts. Aber fragen. Fragen Sie die Abgänger nach ihren Gründen. Selbst bei nur spärlichem Feedback können wertvolle Informationen zur Verbesserung ihres E-Mail-Marketings an Sie zurück fließen.

Abonnenten
Um sie dreht sich alles. Sie nimmt man genau unter die Lupe. Trackt was sie machen. Steigende Abonnentenzahlen sorgen für strahlende Gesichter, sinkende für Katerstimmung. Gegen die Abonnentenzahl werden Aufwände und Erträge gerechnet, die Entwicklung der Abonnentenzahl mit An- und Abmeldungen statistisch fortgeschrieben. Der Betreiber eines über Werbung refinanzierten Newsletters begründet die Höhe der Werbemittelpreise mit der Reichweite und dem Profil seiner Leser.

Abonnentengewinnung
Auch um der Churn Rate entgegen zu wirken, braucht ihre Mailingliste ständig frisches Abonnentenblut. Fangen Sie bei „Null“ an und verfügen über eine Datenbank mit den Postadressen ihrer Bestandskunden, bringt eine Print-Mailing-Aktion die ersten Registrierungen. Auf ihrer Website gehört der Newsletter prominent beworben. Keine Startseite ohne einen Link zur Newsletteranmeldung. Und der Navigationspunkt „Newsletter“ hat eher in die ersten Navigationsebene eine Chance wahrgenommen zu werden. Gewinnspiele oder ein Incentive für die Anmeldung können für steigende Abonnentenzahlen sorgen. Genauso wie Co-Registrierungen und Co-Sponsorings oder die Schaltung von Anzeigen in Dritt-Newslettern.

Absenderadresse
Wenn Sie eine gute Newsletter-Adresse sein und nicht in Spam-Ordnern landen wollen, dann müssen Sie sich auch Gedanken über ihre Absenderadresse machen. Ihre Absenderadresse besteht aus zwei Komponenten. Der E-Mail-Adresse und dem so genannten Klarnamen. Der Klarname sollte schnell einen Bezug zum Absender der Mail und dessen Inhalt herstellen. Beispiel: „Newsletter Mustermann GmbH“. Klarname und Betreffzeile sind oft das erste, was ein Empfänger zu sehen bekommt und somit ein erfolgskritischer Faktor. Genauso wie das Whitelisting.

Abwanderungsquote
siehe Churn Rate

Adressbuch
Nimmt der Abonnent den Newsletter in sein persönliches Adressbuch auf, dann haben Sie es „geschafft“, denn dann sollte die E-Post immer korrekt in den Posteingang zugestellt werden. Um dort hereinzukommen, müssen Sie lieb bitten. Ein erstes Mal Gelegenheit dazu haben Sie während des Anmeldeprozesses.

Beim Double Opt-in bekommt der Neuabonnent eine Bestätigungsmail mit Anmeldelink zugeschickt. Hier können Sie gleich für eine Aufnahme Ihres Newsletters in das Adressbuch werben („Nehmen Sie unseren Newsletter in Ihr Adressbuch auf. So verpassen Sie garantiert keine Ausgabe!“). Als Hilfestellung für die unerfahrenen Anwender unter den Abonnenten liefern Sie gleich eine Anweisung mit, wie das Adressbuch-Whitelisting geht.

Anmeldeprozess
Meistens beginnt der Anmeldeprozess mit dem Anmeldeformular. Durch Maßnahmen der Abonnentengewinnung wurde der Interessent bis dorthin gelotst. Nun nur nichts mehr falsch machen. Eher kontraproduktiv wäre an dieser Stelle, in einem Anfall von Datenhunger dem potentiellen Neuabonnenten eine ganze Latte von persönlichen Angaben abzuverlangen und das nur wegen einem „banalen“ Newsletter. Eine zu große Hürde und wider dem gesetzlichem Gebot der Datensparsamkeit, demzufolge man nur diejenigen Daten erheben darf, die zum Betreiben des Dienstes unbedingt nötig sind. Des Weiteren muss der Kunde darüber informiert werden, was mit seinen Daten geschieht. Bei einem Newsletterdienst wäre das lediglich die E-Mail-Adresse. Der E-Mail-Marketer möchte jedoch ein paar Informationskrümel mehr haben; zumindestens Anrede, Vor- und Nachname sollten in der Mailingsliste landen. Also heisst es, lieb bitten und begründen: Kundenvorteil persönliche Anrede und zielgruppenspezifische Angebote. Ohne gültige E-Mail-Adresse geht jeder Newsletter ins Nirwana. Buchstaben und Zahlendreher bleiben leider unerkannt. Aber zumindestens schützt eine Plausibilitätsabfrage auf syntaktische Richtigkeit (ihrname@domain.TLD) im Formular vor grottenfalschen Mailadressen.

Anonyme Anmeldung
Wer einen Newsletter herausgibt, betreibt einen Teledienst. Was es datenschutzrechtlich diesbezüglich zu beachten gilt, steht im Telemediengesetz (TMG). Zu den Pflichten eines Diensteanbieters gehört es demnach, dem Abonnenten eine anonyme Anmeldung bzw. eine Anmeldung unter einem Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Streng genommen darf im Anmeldeformular also nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld deklariert sein. Reiter auf den Buchstaben des Gesetzes können darüber debattieren, ob es für den Betreiber eines Newsletter-Teledienstes „zumutbar“ ist, nicht über zum Beispiel Vor- und Nachnamen eines Abonnenten zu verfügen.

Antwortadresse
Die E-Mail-Adresse, an die alle Mails von Abonnenten gehen, die direkt im Newsletter auf den Antwort-Button klicken und etwas zurückschreiben.

Anzeigen
Der Schaltung von Anzeigen in Dritt-Newslettern ist eine externe Möglichkeit zur Gewinnung von Neuabonnenten.

Attachment
Im E-Mail-Verkehr zwischen zwei Personen gehören Dateianhänge zum Alltag. In einer Newsletter-Kampagne sollten sie dagegen keine Rolle spielen. Allenfalls denkbar wären Attachments im Zusammenhang mit einer Coupon-Aktion, aber auch hier bieten sich elegantere Wege der Personalisierung an. Besser die weiterführenden Informationen in Newsletter kurz anteasern und mit einem trackbaren Link darauf verweisen.

Autoresponder-Mails
Wenn die entsprechende Funktion aktiviert ist, werden Autoresponder-Mails automatisch vom E-Mail-Programm ausgelöst. Die meisten davon sind Abwesentheitsnotizen wegen Urlaub oder Geschäftsreise. Seltener wird der Autoresponder genutzt, um den Absender auf geänderte Zuständigkeiten und eine entsprechende Weiterleitung hinzuweisen. Diese Form der Autoresponder-Mails gelten beim E-Mail-Marketing als Soft-Bounces. Des Weiteren liefert der Mailserver automatisiert Nachrichten über ungültige oder gelöschte E-Mail-Adressen zurück (siehe Hard-Bounces).

BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)
Nach dem im BDSG festgeschriebenen Grundsatz der Datensparsamkeit darf lediglich die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld bei der Anmeldung deklariert sein.

Bereinigen
Das Bereinigen und Pflegen des Abonnentenverteilers gehört zu den regelmäßig wiederkehrenden Pflichtaufgaben eines E-Mail-Marketers.

Betreffzeile
Die Betreffzeile ist neben der Absender-E-Mail-Adresse beziehungsweise dem Klarnamen das erste, was der Empfänger einer Werbemail zu sehen bekommt. Im täglichen Gerangel der Mailversender um die Aufmerksamkeitshoheit im Posteingang kann eine „packend“ formulierte Betreffzeile den Unterschied zwischen Lesen und Löschen ausmachen. Welcher Betreffzeilenstil gefahren wird – von verkäuferisch bis konservativ-zurückhaltend, hängt natürlich vom Abonnentenprofil und Newsletter-Typ ab.

Es empfiehlt sich, ab und an Newsletter/E-Mailings gleichen Inhalts mit unterschiedlichen Betreffzeilen vor dem Hauptversand an eine Testgruppe zu versenden, um so die Wirksamkeit in Bezug auf die Öffnungsrate zu messen.

Blacklists
Wir unterscheiden interne und externe Blacklists. Eine interne Blacklist können Sie führen. Das kann zum Beispiel eine Liste von E-Mail-Adressen, die Ihren Newsletter auf keinen Fall bekommen sollen, wie zum Beispiel Mitarbeiter von Konkurrenten. Dramatischer wird es, wenn Ihr Newsletter auf einer externen schwarzen Liste eines Freemailers steht. Dem können Sie unter anderem mit regelmäßiger Listenpflege, Permission Marketing und dem Versand über einen zertifizierten Massenversender entgegenwirken.

Bounces
Bounces sind die Rückläufer einer E-Mail-Kampagne wegen eines Versandfehlers. Unterschieden wird zwischen Hard Bonces und Soft Bounces. Soft Bounces sind temporärer Natur (Abwesentheitsnotiz, Konfigurationsfehler). Hard Bounces dagegen sind dauerhafte Zustellprobleme, wie eine ungültige oder gelöschte E-Mail-Adresse.

Bounce-Management
Mit einer Rückläuferquote von 5-9% ist nach jedem Newsletter-Versand zu rechnen. Besondere Beachtung müssen die dabei den Hard Bounces schenken. Die müssen raus dem Verteiler. Bei einem großen Verteiler ist das händisch kaum zu leisten. Gute E-Mail-Marketing-Lösungen bieten ein automatisierbares Bounce Management an. So können Sie festlegen, dass eine E-Mail-Adresse, die dreimal hintereinander einen Hard Bounce generiert hat, automatisch aus dem Verteiler gelöscht wird.

Bulk-E-Mail
Jedem bekannt unter dem Namen „Spam“. Kein E-Mail-Nutzer, der nicht täglich Opfer von unerwünschten Werbemails wird. Im englischen Sprachgebrauch als „unsolicited commercial e-mail“(UCE) bezeichnet.

CSA (Certified Sender Alliance)
Ein gemeinsames Positivlisten-Projekt des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e.V. und dem DDV. Wer der CSA beitritt (zum Beispiel Massenversender), verpflichtet sich ausschließlich permissionbasierte E-Mails zu verschicken. Im Gegenzug sorgt die CSA für ein Whitelisting bei den teilnehmenden ISPs und erspart seinen Mitgliedern dadurch zeitraubende Einzelverhandlungen.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt aus der Not heraus. Eine immer größere Zahl „legaler“ Werbemails blieb (und bleibt teilweise immer noch, siehe False Positives) in den Spam-Filtern der Internet Service Provider wie web.de oder GMX hängen. Wenn Ihre Newsletter über den Server eines von der CSA zertifizierten Massenversenders versandt werden, landen sie also mit größerer Wahrscheinlichkeit im Posteingang des Empfängers. Es sei denn, der Empfänger stempelt den Newsletter persönlich als Spam ab. Für eine 100%ig sichere Zustellung sollten Sie ihre Abonnenten deshalb um die Aufnahme in das Adressbuch bitten.

Churn Rate
Leider wird nicht aus jedem Abonnenten ein Stammleser für die Ewigkeit. Die „Churn-Rate“ (dt. Abwanderungsquote) kann sich auf die Anzahl der Abonnenten beziehen, die dem E-Mail-Angebot innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Versand den Rücken kehren. Weh tut es, wenn ein langfristiger Abwanderungstrend in Bezug auf die Gesamtzahl der Abonnenten festgestellt werden muss. Sind etwa die Anreize nicht hoch genug?

Closed-Loop-Marketing
Closed-Loop-Marketing ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess im E-Mail-Marketing durch das Analysieren des Responses (Öffnungsrate, Klicks) und der Berücksichtigung der hinzugewonnenen Erkenntnisse bei der Gestaltung des nächsten Newsletters.

Confirmed Opt-in
Automatische Zusendung einer E-Mail-Bestätigung nach der Online-Anmeldung. Der Neuabonnent braucht nichts weiter zu tun. Rechtssicherer: das Double-Opt-in-Verfahren.

Conversion-Rate
Je höher, desto besser. Nehmen wir an, Sie wollen etwas über Ihren Newsletter verkaufen. 1000 Ihrer Abonnenten reagieren auf Ihre Produktbotschaft und klicken auf den weiterführenden Link der Sie in den Shop führt. Von den 1.000 legen schließlich 100 den Artikel in den Warenkorb und kaufen. Ihre Kauf-Conversion-Rate beträgt somit 10 Prozent.

Co-Registrierungen Bei einer Co-Registrierung integriert der Co-Registrierungs-Partner ein Optionsfeld zum Abonnement Ihres Newsletters im Anmeldeformular seines Newsletter-Dienstes. Der Abonnent gibt aktiv durch Ankreuzen des Optionsfelds seine „Permission“. Gestützt durch ein Double-Opt-in gelangen so rechtlich saubere E-Mail-Adressen in den Verteiler. Entscheidend für den Erfolg dieser externen Maßnahme zur Abonnentengewinnung ist die Auswahl des Co-Registrierungs-Partners. Dessen Klientel muss eine Affinität zu ihrem Leistungsspektrum aufweisen.

Click-thru-rate (CTR)
Obiges Beispiel Shopverkauf. Sie haben 10.000 Abonnenten. 1.000 Abonnenten klicken auf den weiterführenden Link. Die CTR für diesen Newsletterbeitrag beträgt somit 10%.

Cost-per-Click (CPC)
Lässt sich ja alles errechnen. Sie kennen die externen und internen Kosten für eine Newsletter-Ausgabe? Dann können Sie die Gesamtkosten durch die Gesamtzahl der Klicks auf weiterführende Links teilen und heraus kommen die CPC.

Cost-per-Order (CPO)
Was kostet mich eine Bestellung, bezogen auf die Gesamtkosten des Newsletters?

Datensparsamkeit
Ein Newsletter muss anonym, das heißt ohne Nennung des Namens, abonniert werden können. Das schreibt das Telemediengesetz (TMG) vor.

Dedizierte IP-Adresse
Die Verwendung eines Mailservers mit dedizierter, fester IP-Adresse, erhöht die Zustellrate.

Disclaimer
Erklärung zum Haftungsausschluss (zum Beispiel in Bezug auf die Richtigkeit von Informationen), manchmal auf Websites und seltener am Ende von Newslettern zu finden.

Double-Opt-in
„Doppelt hält besser“, ist zumindest im E-Mail-Marketing kein blöder Spruch. Gegenüber einem klagefreudigen Abonnenten, der behauptet, ihnen niemals die Einwilligung zum Empfang ihres Newsletter erteilt zu haben, müssen Sie ein Beweismittel ins Feld führen, das seinen Anwalt zum Schweigen bringt. Und dieses Beweismittel erlangen Sie im Double-Opt-in-Verfahren. In der Regel meldet sich ein Abointeressent über ein Formular auf ihrer Website selbst an. Weil Sie aber nicht ausschließen können, dass ein humorloser Zeitgenosse Spaß daran findet, im Namen seines verhassten Nachbarn Dutzende von Newsletter zu abonnieren, müssen Sie auf Nummer sicher gehen. Beim Double-Opt-in erhält der Interessent (und nicht der böse Nachbar) eine E-Mail mit einem Anmeldelink und erst wenn er den Anmeldelink anklickt, ist er endgültig in der Mailingliste als Abonnent vermerkt. Gute Softwarelösungen für E-Mail-Marketing protokollieren zudem den Anmeldevorgang mit Datum und IP-Adresse. Anmelde-Mail und Protokollierung sorgen also zusammen für ein „wasserdichtes Alibi“.

Dubletten
Kein Abonnent darf in ihrer Mailingliste mehrfach vorkommen. Bei einer manuellen Datenpflege, zum Beispiel via Excel, können sich Doppler schnell einmal einschleichen. Spätestens jedoch beim Datenimport muss die E-Mail-Marketing-Lösung ihres Vertrauens Dubletten erkennen und rausfiltern. Und genauso wenig dürfen über den Anmeldevorgang im Internet Dubletten reinkommen.

Early Bird
Die Leute lieben Geschenke und Schnäppchen. Diese Tatsache können Sie sich zu Nutze machen, durch ein Early-Bird-Angebot, ein zeitliches befristetes Angebot, das allen schnellen Reagierern einen Vorteil bringt. Early Birds verkürzen die Reaktionszeit und erhöhen die Reaktionsquote.

False Positives
Von Abonnenten erwünschte Mails, die jedoch fälschlicherweise von Spam-Filtern, zum Beispiel eines ISPs, einkassiert werden.

Flame
Ein paar Prozent ihrer Abonnenten schreibt ihnen direkt nach Erhalt des Newsletters eine Mail an die Antwortadresse. Die meisten davon dürften zivilisierten Inhalts sein. Doch manchmal kriegen Sie auch Post von ausgesucht unhöflichen Zeitgenossen – der Posteingang „brennt“.  Intelligente E-Mail-Marketing-Lösungen erkennen „Flames“ und bieten verschiedene Aktionsalternativen an, von automatischer Löschung bis zur Weiterleitung an eine nervenstarke Person im Beschwerdemanagement (siehe auch Bounce-Management).

Hard Bounces
Rückläufer. Etwa wegen ungültiger, nicht existierender Adresse, Absender-Mail in Blacklist. Verteiler muss um hard bounced E-Mails bereinigt werden.

Klarname
Erscheint als „Absender“ im Posteingang des Empfängers und sollte eine sofortige Identifizierung des Absenders und die Art der E-Mail ermöglichen.

Link-Tracking
Wie oft wurde auf die weiterführenden Links im Newsletter geklickt? Jede E-Mail-Marketing-Lösung sollte ein Statistik-Modul mit Link-Tracking beinhalten.

Mime
Das E-Mail-Format Mime (Multipurpose Internet Mail Extention) ermöglicht die Versendung von E-Mail sowohl im Text- als auch HTML-Format.

Öffnungsrate
Anzahl der Abonnenten, die den Newsletter geöffnet haben. Besteht der Gesamtverteiler aus 10.000 Abonnenten und die Öffnungsrate beträgt 10%, dann haben lediglich 1.000 Abonnenten den Newsletter auch geöffnet. Recht ungenau gemessen wird die Öffnungsrate mittels eines transparenten Zählpixels im Newsletter. Ungenauigkeiten entstehen durch Textformat-Leser, standardmäßig unterdrückten Grafiken in E-Mail-Clients, wie Thunderbird und Outlook und Mehrfachöffnungen.

Permission Marketing
Gutes E-Mail-Marketing ist „Permission-Marketing“. Alles andere ist Spam. Denn nur, wenn Sie die Erlaubnis (engl. permission) des Kunden haben, ihm Newsletter oder E-Mailings zu schicken, stehen Sie auf rechtssicheren Füßen. Und besitzen ein Privileg: vom Kunden erlaubtes Marketing.

Personalisierung
Die persönliche Anrede im Newsletter sollte zum Standard gehören. Und vielleicht erzielen Sie mit dem Einbinden des Namens in der Betreffzeile besonders gute Öffnungsraten und überraschen den Abonnenten mitten im Text eines Artikels mit seinem Namen. Oder Sie schicken ihm ein personalisiertes Bild. Betreiben Sie ein Bonusprogramm, kann die E-Mail gleich den Punktestand mitliefern, und die passende Prämie dazu. Abhängig vom Umfang der Profildaten lassen sich die Werbemails individuell konfektionieren. Die Frauen bekommen andere Produkte zum Kauf angeboten als die Männer. Oder Sie betreiben Cross-Selling.

Profildaten
Je mehr Sie über Ihre Abonnenten wissen, desto gezielter können Sie ihnen Angebote unterbreiten. Das Ziel: jeder Abonnent bekommt eine individuell auf sein Profil zugeschnittene E-Mail. Profildaten, das sind etwa die Kaufhistorie, das Bestellvolumen, Alter, Geschlecht, Einkommen oder Beruf sein. Ein Teil der Daten liegt im ERP-System vor, fehlende Informationen können mittels einer Haushaltsumfrage erhoben werden. Die Profildaten sind die Voraussetzung für eine Abonnentensegmentierung.

Response-Management
Der Super-Gau: Ein Abonnent bestellt „unkonventionell“ über die Antwort-Funktion seines E-Mail-Programms und die E-Mail geht ins Leere oder das E-Mail-Postfach wird gar nicht bearbeitet. Es lässt sich nicht alles standardisieren im E-Mail-Marketing. Es stehen eben Menschen dahinter und die haben Fragen oder machen nicht immer genau das, was man von ihnen will. Also brauchen Sie Kümmerer.

Single-Opt-in
Jemand meldet sich zu einem Newsletter an und landet sofort im Verteiler. Nicht mehr empfohlen, da die „Permission“ später nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Unbedingt: Double-Opt-in.

SMTP
Der Begriff steht für „Simple Mail Transfer Protocol“. Üersetzt bedeutet er soviel wie „Einfaches E-Mail-Übertragungsprotokoll“. Als SMTP bezeichnet man somit ein standardmäßig eingesetztes Protokoll, das E-Mail innerhalb von Computernetzen austauscht.

Soft-Bounces
Temporär auftretende Rückläufer nach dem Versand eines Newsletters. Ausgelöst vom Mailserver des Empfängers. Zum Beispiel: Autoresponder-Mails (Urlaub, Geschäftsreise) oder ein temporäres Problem wie ein volles Postfach.

Spam-Checker
Rechtschreibfehler, eine auffällige Interpunktion und Wortwahl sind Stolpersteine auf dem Weg in den Posteingang des Empfängers. Eine Rechtschreibprüfung ist selbstredend Pflicht. Doch darüber hinaus sollte der Newsletter vor dem Versand auf weitere Spamkriterien geprüft werden. Professionelle E-Mail-Lösungen verfügen über einen Spam-Checker. Oder den Selbsttest von Emarsys machen.

Spam-Filter
Spam-Filter verhindern den Super-GAU im Posteingang, sortieren als Spam klassifizierte E-Mails in den Spam-Ordner oder löschen sie gleich. In ständigen Kampf mit den Werbemüllmännern drohen auch permissionbasierte E-Mails an scharf eingestellten E-Mail-Filtern zu scheitern. Deshalb sind auf Seiten des Newsletter-Betreibers Maßnahmen zur Erhöhung der Zustellquote wie die dezidierte IP-Adresse bei einem zertifizierten Massenversender, Spam-Check, Listenpflege oder Whitelisting unerlässlich.

Stand-alone
Eine meist werbliche E-Mail, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bewirbt. Werbetreibende stehen darauf. Newsletter-Betreiber, die den Werbeversand von Stand-Alones über ihren Verteiler erlauben, wandeln auf dünnem rechtlichen Eis, da in den meisten Fällen bei einem über Jahre gewachsenen Verteiler keine Einwilligung für den Versand von Dritt-E-Mailings vorliegt.

Versandfrequenz
Nicht zu viel, nicht zu wenig. Lieber regelmäßig kürzere Newsletter herausgeben, als zu viel Zeit verstreichen lassen. Alle vier bis sechs Wochen, bei Firmen mit schnell wechselnden Angeboten sind auch kürzere Frequenzen drin, sollte der Newsletter schon raus. Sonst erinnert sich der Abonnent gar nicht mehr, dass er den Newsletter mal bestellt hat, und die Bindung an das Unternehmen geht verloren.

Whitelisting
Organisationen wie die CSA (Certified Sender Alliance) sorgen dafür, dass ihre Mitglieder bei den großen Mail Access Providern wie web.de oder GMX whitegelisted werden, das heißt standardmäßig von Spam-Filtern nicht ausgemustert werden. Das ist aber noch keine Garantie für die Zustellung zum Endempfänger. Zustellgarantie besteht nur, wenn der Empfänger den Newsletter in sein persönliches Adressbuch aufnimmt. Darum sollten Sie in jeder Ausgabe bitten. ™

Erstveröffentlichung 16.05.2007

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Web 2.0 Dienste: Many Eyes und Site Pal

Sie möchten Ihren Besuchern etwas Neues bieten? Text, Bild, Grafik und hier und da ein Spritzer Flash reichen Ihnen nicht aus? Dann sollten Sie mal dem Site Pal einen Besuch abstatten. Dort können Sie sich Ihren virtuellen Firmenvertreter zusammenbasteln.

Many Eyes – Spielwiese für Statistik-Fans
Am Wahlabend sorgen sie bei den Parteien für Jubelstürme oder kollektives Heulen. Ohne sie wäre eine Unternehmensbilanz noch trockener zu lesen, und für einen Controller sind sie täglich Brot. Sie kommen als Balken, Kreise, Linien daher, kurz Grafiken, die einen zahlenlastigen Sachverhalt so visualisieren, das er sich besser erschließt. Many Eyes bringt das ins Netz, was bisher die Domäne aller Excel-Freaks war.

Einloggen, eine Datentabelle hochladen (wer eine Tag Cloud generiert haben will braucht nur Fließtext), Visualisierungsart auswählen, fertig. Die Grafiken sind interaktiv und wer will, kann mit anderen eine Diskussion über den visualisierten Sachverhalt anstoßen.

Ein paar unterhaltsame Minuten ist Many Eyes auch ohne Eigenengagement wert. Dutzende von schräg-aufschlussreichen Statistiken sind in der Galerie anklickbar. Hier mal Links zu dreien davon: (md)

Die Leiden eines Zugespamten
Das Social Blog-Netzwerk von Mario Costa
Eine sinnfreie Versammlung von Bubbles als Anregung für ein Web 2.0-Startup-Logo

Ein Kumpel fürs Besuchervolk
Sie möchten Ihren Besuchern etwas Neues bieten? Text, Bild, Grafik und hier und da ein Spritzer Flash reichen Ihnen nicht aus? Dann sollten Sie mal dem Site Pal einen Besuch abstatten. Dort können Sie sich Ihren virtuellen Firmenvertreter zusammenbasteln. Verschiedene Basismodells stehen zur Auswahl. Hautfarbe, Kleidung, Schmuck – das alles lässt sich anpassen. Wer es realitätsnäher mag, der schickt z.B. das Porträtfoto seines Vertriebsmenschen ein und lässt dann dessen grafisches Alter Ego auf die Besucher los, Originalstimme inklusive, die sich über das Mikro oder Telefon aufsprechen lässt.

Die Site Pals gehören noch nicht zum ständigen virtuellen Personal des Webs. Entsprechende Aufmerksamkeit dürfte einem gewiss sein. Einsatzbeispiele: Empfangshalle Startseite; im FAQ-Bereich, als audio-visuelle Alternative/Ergänzung zum Text. Oder die Presseabteilung engagiert einen Site Pal, der die neusten Unternehmensnachrichten vorliest. So ein Kumpel für den eigenen Web-Auftritt gibt es nicht umsonst. Zum Reinschnuppern geht es hier zur kostenlosen Probeversion. (md)

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Google AdWords für Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Das es nicht bei jedem Klick auf eine AdWords-Anzeige mit rechten Dingen zugeht, ist schon hinlänglich unter dem Stichwort „Klickbetrug“ durch den Medienwald gerauscht. Eine ganze Website dreht sich um den Online-Schwindel. Doch Googles Werbegelddruckmaschine bietet auch für werbetreibende Abzocker einen prächtigen Nährboden. Web-Newbies und eilige Surfer werden durch die Verwendung des magischen Reizworts „kostenlos“ oder eines Markennamens mit hohem Bekanntheitsgrad zum Klicken gelockt. Doch am anderen Ende der Datenleitung sitzen keine Wohltäter mit riesigem Geschenkkorb, sondern zwielichtige Gestalten, die einem zum Beispiel etwas verkaufen möchten, was es sonst wo umsonst gibt, und die Kosten ganz hinten im Kleingedruckten verstecken.

Solche betrügerische Klientel sollten die Google-Jungs eigentlich nicht unterstützen, denn die sind ja Kraft Firmenmotto bis auf einen unersättlichen Datenhunger und zensurischen Kompromissen zur Eroberung asiatischer Märkte nicht böse. Und sie haben Richtlinien für Anzeigentexte erstellt, setzen Mensch und Algorithmus ein, damit über ihre Anzeigen niemand übers Ohr gehauen wird. Anspruch und Wirklichkeit scheinen jedoch auseinander zu klaffen. Diesen Beweis hat jetzt der Amerikaner Benjamin Edelman angetreten. Er ging im AdWords-Netz fischen, und es ist interessant was er so an Anzeigenbeispielen von Unternehmen zu Tage gefördert hat, die über Google als Sprungbrett in die Taschen unvorsichtiger Konsumenten zu greifen versuchen. Klar wird: wer Geld für Werbung ausgibt, hat nichts zu verschenken.