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CMS Programmierung

Durchgeklickt: Click & Change

Das Spektrum der Content Management Systemen ist außerordentlich breit. Auch weniger große Ansprüche werden bedient. Die Cuxhavener Northclick GmbH hat ein System entwickelt, das eben so einfach zu bedienen wie leicht zu integrieren ist. Denn installiert wird überhaupt nichts.

Das Click & Change genannte System wird nur als komplettes Paket mit Email-Adressen, Domainname, Speicherplatz etc. angeboten. Für einmalig 208,80 EUR oder 33,64 EUR im Monat kann man sich die Arbeit des Webdesigners sparen. Dies ist auf der einen Seite praktisch, da nur noch eine Rechnung alle Kosten für die Internetpräsenz kombiniert. Auf der anderen Seite büßt man aber auch an Flexibilität ein.

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Designmodus nur im IE

Insgesamt stehen derzeit neun verschiede Layout-Templates zur Verfügung, mit denen man auskommen muss. Änderungen sind nur im geringen Maße möglich. Die Templates basieren auf CSS, was zumindest einige Möglichkeiten eröffnet. Allerdings wird das System weiterentwickelt und soll später auch eigene Vorlagen erlauben.

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direkte Kontrolle im HTML-Mode

Der hier wie auch in anderen Systemen genutzte WYSIWIG-Editor des Internet Explorers erzeugt keinen sauberen HTML-Code. Ein bekanntes Problem. Wer darauf Wert legt, hat ein Problem. Allerdings wird auch hier an zukünftigen Verbesserungen gearbeitet.

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Menü rechts für Globale Einstellungen

Über ein Menü am rechten Seitenrand hat man direkten Zugriff auf alle globalen Einstellungen. Hier lassen sich das verwendete Layout, die Farbpalette und die Schriftfamilie wählen. Bilder, die zu dem Design-Template gehören, können problemlos gegen eigene Fotos oder Logos getauscht werden. Eine recht umfangreiche Bildergalerie bietet zusätzlich genug Motive, um etwas Abwechslung in die Seiten zu bringen.

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direkte Kontrolle im HTML-Mode

Texte und Bilder lassen sich per Mausklick auswählen und editieren. Das Vergrößern oder Verkleinern der Bilder führt nicht zu Qualitätsverlusten, selbst bei starken Änderungen einiger Beispielbilder blieb deren Qualität optimal. Die jeweilige Neuberechnung ist mit Wartezeiten verbunden.

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direkte Kontrolle im HTML-Mode

Fährt die Maus über die Navigation, lassen sich per Klick die gewählten Seiten in den Editor einladen. Das Menü selbst ändert man über den dann auftauchenden Link „Seitenstruktur bearbeiten“.

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direkte Kontrolle im HTML-Mode

Click & Change überzeugt durch eine einfache Benutzung. Selbst Formatierung aus Word-Dokumenten können via Zwischenablage übernommen werden, lediglich bei verschiedenen Textgrößen kommt das System durcheinander.

Für den WYSIWIG- oder Design-Modus ist ein Internet Explorer zwingend vorgeschrieben. Im Mozilla-Browser lassen sich die Inhalte zwar auch ändern, aber nicht ohne HTML-Kenntnisse – hier wird dann der normale HTML-Bearbeitungsmodus genutzt. Auch so kann gearbeitet werden, die Vorteile eines CMS werden aber nur zum Teil genutzt.

Professionelle Webdesigner werden das System seiner Beschränkungen wegen nicht einsetzen wollen. Wer aber ohne profunde Kenntnisse einfach und rasch zu einem eigenen Ergebnis kommen möchte, findet hier eine Alternative.

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E-Business E-Commerce

eCommerce: Versandkosten und Wettbewerb

Früher war alles besser und im Internet auch noch umsonst. Kostenloser Versand gehörte in den verflossenen Boom-Zeiten zum guten Ton, doch das ist vorbei. Inzwischen hat sich das Internet dem klassischen Versandhandel angeglichen.

Wer im Web kauft, hat es eilig. Statt mit überfüllten Bussen oder dem eigenen Wagen in eine von Parkplätzen befreite Stadt zu brausen, möchte der Onlinekäufer schnell und günstig einkaufen. Doch die Ware muss auch zu ihm nach Haus – und das kostet.

Denn egal ob Sie mit der Post, UPS oder DPD versenden – Internet-Schnäppchenjäger vergleichen auch die Kosten für Porto und Verpackung. Und neben den reinen Portokosten muss der Shop-Betreiber auch Personal- und Materialkosten in die Berechnung einbeziehen. Daran führt kein Weg vorbei. Wer nichts berechnet, schlägt die Kosten eben auf die Preise auf. Schlauer ist es, die Versandkosten auszuweisen und zu einem Teil des Marketings zu machen.

Das geschieht, indem der Anbieter die Versandkosten ab einem bestimmten Betrag übernimmt. So erhöht man den Anreiz, der Kunde legt mehr in den Warenkorb.

O-Ton Amazon: „Im Fall der Fälle lohnt sich ein kleiner Besuch bei unseren aktuellen Preis-Hits immer!“

Diese Grenzen liegen teils recht niedrig. Amazon liefert (inzwischen wieder) Büchersendungen versandkostenfrei aus. Hier gilt es aber darauf zu achten, wie sich eine Bestellung zusammen setzt. Libri bietet den Versandkostenfreien Versand ab 20,- Euro Bestellwert, während Booxtra einen komplett kostenlosen Versand offeriert und der Großversender Quelle pro Auftrag 5,95 € für Versandspesen auf den Kaufpreis aufschlägt.

Der Grund: Bücher kosten überall dasselbe, Dank der so genannten Preisbindung, die hierzulande die Preise zementiert. Wettbewerb kann über den Ladenpreis nicht gemacht werden, er findet deshalb auch über die Versandkosten statt. Letztlich versucht man auch Kleinstbestellungen zu vermeiden, denn diese erfordern denselben Aufwand und die gleiche Logistik, tragen für sich genommen aber nur wenig zum Umsatz bei.

Große Versender haben es leichter. Sie können Lieferungen nach Empfängerregionen bündeln und zusammen verschicken, wodurch sich erhebliche Einsparungen erzielen lassen. Kleine Shops haben diese Möglichkeit nicht, müssen die Versandkosten aber dennoch am Wettbewerb ausrichten. Das geht zu Lasten der Marge.

Je spezieller die Ware ist, desto eher wird der Kunde auch bereit sein, entsprechende Versandkosteen zu bezahlen.

Produkte, die man sonst nirgendwo oder nur sehr umständlich erwerben kann, entziehen sich auch dem Vergleich. Dann müssen Versandkosten nicht gesponsert oder auf den Preis umgelegt werden.

Versandkosten in der Praxis
Komplizierte Modelle verwirren den Kunden und lassen ihn im Unklaren über die tatsächlich anfallenden Kosten. Besser ist es, man weiß schon vor dem eigentlichen Bestellvorgang, woran man ist. Obwohl viele Shop-Betreiber die Versandkosten zumindest anteilig bezahlen und zum Beispiel den Kunden nur die reinen Portokosten berechnen, sind die Versandkosten für manche Kunden ein Grund, den Kauf kurz vor Abschluss doch noch abzubrechen. Erst am Ende erfährt der Kunde, dass zusätzliche Kosten auf ihn zukommen. Daran ist er inzwischen zwar gewöhnt, doch deren Höhe ist ausschlaggebend und darf nicht zur unangenehmen Überraschung werden.

Richten Sie Ihre Kosten am Wettbewerb aus. Niemanden interessiert, was Sie bezahlen; es interessiert, was die Konkurrenz dafür nimmt. Schließlich sind Preisvergleiche über das Internet einfach.

Suchen Sie nach günstigen Versandwegen und geben Sie Vorteile zumindest teilweise an den Kunden weiter. Größere Sendungen, bestimmte Gewichtsklassen müssen nicht immer mit der Post verschickt werden. Manchmal lohnt es sich, Sendungen aufzuteilen, Bücher und andere Waren beispielsweise getrennt zu verschicken, um in den Genuss von Ermäßigungen zu kommen. Auch wenn es ums Gewicht geht, können getrennte Sendungen manchmal günstiger ausfallen.

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Webdesign

Soundarchive: Musik und Geräusche für das Netz

Je schneller die Internetverbindungen werden, desto stärker rückt die Unterhaltung scheint der Besucher zu erwarten. Mit Bildern beeindruckt man da kaum noch, Musik und Sound-Untermalung ist gefragt. Doch woher nehmen, wenn man nicht selbst ein Musiker ist?

Die meisten Sounds und Musiksamples sind GEMA-frei, eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich. Wenn die Dateien nicht direkt kostenlos geladen werden dürfen, lassen sich die zur weiteren (kommerziellen) Nutzung nötigen Rechte entweder einzeln oder gesammelt mit einer Archiv-CD erwerben. Ein Blick in die AGB der Anbieter beugt in der Regel Missverständnissen vor.

Das Tonarchiv produziert sämtliche Sounds selber oder lässt sie im Auftrag produzieren. Daher sind alle angebotenen Dateien nicht nur GEMA-frei sondern lassen sich auch sonst für eigene und kommerzielle Projekte einsetzen. Um trotzdem Geld zu verdienen, bietet das Tonarchiv manche Geräusche oder Musikhintergründe auch auf CD-ROM zum Verkauf an.

Die ebenfalls deutsche Hörspielbox liefert Sounds und Klänge in insgesamt vier Haupt-Kategorien: Atmosphären, Geräusche, Instrumente und Laute. Die oft sehr hochwertigen Sounds lassen sich zur Untermalung nutzen, oder als passenden Effekt für Multimedia CDs und Webseiten nutzen. „Alle Samples sind frei von Verwertungsrechten und als MP3-File kostenlos ladbar“ – so heißt es dort. Neben der Soundsuchmaschine lässt sich auch eine Übersicht aller zurzeit vorhandenen Geräusche als RTF-Dokument herunterladen. Um die Sounds dann weiter bearbeiten zu können, werden unter „Tools“ einige Programme für Windows und Apple OS vorgestellt.

Das New Yorker Unternehmen Freeplaymusic richtet sich hauptsächlich an Filmproduzenten. Die teilweise auch kostenlose Musik darf aber nur für den privaten oder schulischen Gebrauch frei genutzt werden, eine kommerzielle Nutzung erfordert die Rücksprache und Lizenzierung mit den Produzenten. Musik-CDs kosten 60,- US$ pro Stück oder 800,- für die gesamte Kollektion. Alle Lieder lassen sich aber auch als MP3 oder AAC Dateien in verschiedenen Lauflängen herunterladen. Zu jeder CD ist neben der Musikrichtung auch ein Gefühl angegeben, das diese Musik passend beschreibt. So lässt sich auch die Suchfunktion nach Stimmungen durchsuchen – und zeigt die passende Musik samt der CD, auf der sie enthalten ist.

Lizenzfreie, aber nicht kostenlose Musik bietet man bei Apply. Hier werden aber nicht einzelne Lieder oder Geräusche verkauft, sondern aufeinander abgestimmte Sammlungen. Diese „Soundumgebungen“ beinhalten jeweils ein Lied, einzelne kurze Tracks und Loops daraus und dazu passende Geräusche, die sich etwa als Klick-Bestätigung auf Schaltflächen legen lassen. Diese Soundsammlungen lassen sich entweder einzeln online oder im 20er Pack auf CD erwerben. Die Dateien liegen auf CD als WAV Dateien in CD-Qualität vor, für die Downloaddateien werden MP3-Files mit 196kbps verwendet. Die Musik ist GEMA-frei, der Käufer kann die Stücke dann für alle eigenen Produktionen verwenden und die Musik auch weitereditieren. So viel Umfang hat seinen Preis. Die CD mit 20 verschiedenen Sound-Umgebungen kostet 298,- EUR.

Royaltyfreemusic offenriert ebenfalls lizenzfreie Musik zu Pauschalpreisen. Neben Musik für Präsentationen oder Webseiten befindet sich zum Beispiel auch Wartemusik für das Telefonsystem im Programm von Royaltyfreemusic. Die Musik lässt sich für 99,- US$ herunterladen, als Audio- oder Daten-CD bestellen. Unter „Free Ressources“ lassen sich kostenlos kurze Geräuschdateien als MP3 Datei oder Sounds im Midi-Format herunterladen. Leider ist die MP3-Qualität mit 96kbps nicht mehr die beste, für Online-Produktionen reicht das aber allemal.

An professionelle Produzenten richtet sich die deutsche Sonoton aus München. Sie hat das nach eigenen Angaben größte, konzernunabhängige Musikarchiv der Welt. Lieder lassen sich mit der eigenen Suchmaschine Sonofind suchen und als MP3 Herunterladen oder auf CD bestellen. Im Musikangebot befinden sich zur Zeit 2000 CDs der unterschiedlichsten Stilrichtungen, pro Jahr werden 200 Stück in eigenen Studios neu produziert. Die Geräusche-Sammlung umfasst derzeit 200 CDs, mit 20 Neuproduktionen jährlich. Lizenzen müssen dabei für jede Produktion gekauft werden, die Preise richten sich dabei individuell nach dem Projekt.

Unter Findsounds findet sich eine Internet-Suchmaschine, die nach AIFF, AU und WAV Dateien suchen kann – selbst Qualität und maximale Dateigröße lässt sich eingeben. Die gefunden Sounds stammen von den verschiedensten, oft auch privaten Seiten. Hier wird das Abklären von Rechten und Lizenzen sehr aufwändig und kompliziert, die Seite hilft kann aber helfen, schnell einen Eindruck von dem gewünschten Klang zu liefern. Mit diesem Beispiel lässt sich dann ein ähnlich passendes Geräusch kaufen.

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Webdesign

Sechs Typosünden

Typografie ist im Web nur zum Teil zu realisieren. CSS erlaubt zwar die Kontrolle über Buchstaben- und Zeilenabstände. Doch wenn es um typografisch korrekte grafisch dargestellte Überschriften, Zitate und Buttons geht, reicht das nicht aus.

ß – bei Großbuchstaben
Dies ist eine typografische Todsünde und muss gegen „ss“ getauscht werden. Wer mehr erfahren möchte, für den hat Dr. Web bereits den passenden Artikel dazu.

Fusstritt
Hier berühren sich bei geschwungenen oder kursiven Schriften die Unterlängen zweier Buchstaben, etwas „g“ und „f“. Leider lässt sich hier kaum etwas tun, als ein anderes Wort oder eine andere Schrift zu benutzen. Ein Vergrößern der Buchstabenabstände innerhalb des Wortes fällt nur unschön auf.

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Zum Glück tritt dieser Fehler selten auf, da im Web meist serifenlose Schriften (etwa Arial und Verdana) genutzt werden.

Fusskuss
Dieser Fehler tritt auf, wenn die Zeilenabstände manuell mit CSS oder bei einer Grafik etwa mit Photoshop verkleinert wurden. Die Unterlängen der einen Zeile stoßen dabei an die Oberlängen oder die Großbuchstaben der nächsten Zeile. Das sieht nicht nur unschön aus, ein so geringer Zeilenabstand senkt die Lesbarkeit des Textes deutlich.

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Wer den Zeilenabstand nicht vergrößern möchte, kann durch Umstellung der Wörter im Satz versuchen, dem Problem aus dem Weg zu gehen, oder durch leichtes Vergrößern oder Verkleinern der Buchstabenabstände die beiden Wörter weiter auseinanderzurücken.

Falsche Ligaturen
Ligaturen sind Sonderzeichen für nahe zusammenstehende Buchstabenkombinationen wie „fi“ oder „fl“. Um sie zu nutzen, muss die verwendete Schrift diese Zeichen enthalten – und das tut nicht jede. Die meisten Programme wie Photoshop oder Indesign tauschen die Einzelbuchstaben automatisch gegen die Ligaturzeichen aus, sofern eben die Schrift darüber verfügt.

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Diese Einstellung lässt sich in beiden Programmen unter dem Palettenmenü der Zeichenpalette überprüfen und einstellen.

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Text ohne und mit Ligaturen

Wenn die Schrift über keine Ligaturen verfügt, hilft es nicht, die Buchstaben einfach näher an einander zu schieben. Dies sieht zwar auf den ersten Blick ähnlich aus, ist aber typografisch falsch. Wer nicht auf einen anderen Schriftsatz zurückgreifen kann, sollte für normale Abstände zwischen den Einzelbuchstaben sorgen.

Anführungszeichen
Hier lässt sich viel falsch machen, denn meist wird statt echten Anführungszeichen der Einfachheit halber das Zoll-Zeichen („) genutzt. Wem die deutschen Anführungszeichen zu eintönig sind, kann auch die französische Variante ausprobieren. Diese kann hierzulande auch in beide Richtungen genutzt werden und reißt nicht ganz so große Lücken in die Texte. Mehr zu korrekten Anführungszeichen und den passenden HTML-Codes.

Spationieren
Das Spationieren ist für lange Fließtexte kaum ratsam, da dort sehr viele Buchstaben bearbeitet werden müssen. Mit dem Spationieren lässt sich der Buchstabenabstand zwischen zwei Buchstaben angleichen, damit die Abstände gleich und harmonisch aussehen. Dies lohnt sich besonders bei Logos und Überschriften. Wenn aber Antialias-Text mit Photoshop geschrieben wird, zum Beispiel mit den modernen Pixelfonts, müssen hier die Abstände fast immer manuell justiert werden.

Alle Programme der Adobe-Familie erlauben das Spationieren mit „ALT + Pfeil rechts/links“. So lassen sich, wenn der Textcursor vor einem Buchstaben steht, dessen Abstand zum nächsten Nachbarn vergrößern oder verkleinern.

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Unten die jeweils bearbeitete Fassung

Diese Feinjustierung ist für lange Fließtexte übertrieben, gerade bei großen Schriften fallen ungleiche Lücken aber stark auf und sollten nach Möglichkeit ausgeglichen werden.

Spationieren lässt sich auch mit CSS Befehlen, der Abstand zwischen den Buchstaben kann vergrößert und verringert werden:

 style="letter-spacing:-0.5em;"

sorgt für verkleinerten Buchstabenabstand. Wohingegen

 style="letter-spacing:0.3em;"

eine erweiterten Buchstabenabstand produziert. Diese Einstellungen verleiten zum Experimentieren, in der Regel verfügen die Standard-Einstellungen bereits über eine optimale Lesbarkeit.

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Webdesign

Spenden sammeln mit Paypal

Egal ob gemeinnütziger Verein oder freier Software-Entwickler: Geld kann man immer gebrauchen. Das klappt auch ohne den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Mit Paypal ist das Spendensammeln besonders einfach und auch hierzulande möglich.

Ein Onlineshop ist nicht nötig, die gesamte Abwicklung inklusive der Einziehung des Geldes und die Gutschrift auf Ihr Paypal-Konto übernimmt das eBay-Unternehmen für den Anwender. Zahlreiche internationale Seiten nutzen diese Möglichkeit seit langem, um an zusätzliche Mittel heranzukommen.

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Spenden für NRO

Man braucht kein Programmierer oder Grafiker zu sein, der HTML-Code wird komplett via Paypal erstellt und kann flugs in die eigenen Seiten eingebunden werden.

Unter den „Händler-Tools“ für registrierte und eingeloggte Paypal-Kunden findet man die Möglichkeit, einen Spenden-Knopf zu erzeugen. Vier fertige Buttons stehen zur Auswahl, wem diese nicht gefallen kann die URL einer eigenen Grafik angeben.

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„Spenden“ fürht zu den richtigen Einstellungen…

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Keine große Auswahl, aber genug für den Start

Abhängig von den dort getätigten Eingaben wird später ein einfaches HTML-Formular für den Button und sämtliche Daten generiert.

 <form name="_xclick"
action="https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr"
    method="post">
    <input type="hidden" name="cmd" value="_xclick">
    <input type="hidden" name="business" value="me@domain.de">
    <input type="hidden" name="currency_code" value="EUR">
    <input type="hidden" name="amount" value="25,00">
    <input type="image" src="http://www.paypal.com/de_DE/i/btn/x-click-butcc-donate.gif"
    border="0" name="submit" alt="Zahlen Sie mit PayPal
    - schnell, kostenlos und sicher!">
</form>

Angepasst werden muss nichts mehr, die Daten werden direkt aus den Registrierungs-Daten von Paypal übernommen. Einzig die Adresse des Button-Bildes darf geändert werden, ansonsten läuft man Gefahr, die Funktion unbrauchbar zu machen.

Drückt der zahlungswillige Besucher den Knopf, kann er bequem mit seinen Paypal-Login-Daten zahlen. Ist er noch nicht bei Paypal angemeldet, kann er das mit vorhandener Kreditkarte oder deutschem Bankkonto rasch nachholen.

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Schnelles Geld: Nur Email und Passwort nötig

Wie reich Sie werden wollen, hängt dabei von Ihnen ab. Es lässt sich beispielsweise ein fester Betrag, der gespendet werden soll, vorgeben. Dass ist praktisch, wenn zum Beispiel mindestens 15,- EUR gespendet werden sollen. Es können aber auch mehrere Spenden-Buttons mit verschiedenen Beträgen erstellt werden, um dem Besucher die Entscheidung zu überlassen.

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Wie viel darf es denn sein?

Wer möchte, kann die Höhe der Spende auch komplett dem Wohlwollen des Besuchers überantworten. Dieser kann dann selbst eingeben, wie viel Geld er überweisen möchte.

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Darf es ein bisschen mehr sein?

Paypal hat mit der Spenden-Funktion eine interessante Weise zum Geldverdienen aus den USA auch nach Deutschland gebracht. Gerade kleine Seiten und Seiten mit Nischenangeboten, die kaum durch Werbeverträge das große Geld verdienen werden, können bei loyaler Leserschaft auf diese Weise den einen oder anderen Euro dazu verdienen.

Interessant sind die Spenden auch für die Anbieter von Software, die zunehmend auf freiwillige Spenden statt auf erzwungene Shareware-Gebühren setzen.

Einziger Haken: PayPal verfügt in Europa nicht über denselben Verbreitungsgrad wie in den USA, auch wenn man bereits kräftig aufgeholt hat.

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Webdesign

Vorsicht, Falschfarben

Wenn die Farbe falsch wirkt, obwohl der Farbwert exakt ist, liegt das Problem höchstwahrscheinlich am Farbkontrast. Er bezeichnet das Zusammenspiel zweier beieinander liegender Farben, oder auch Vorder- und Hintergrund.

Durch den Simultankontrast wirkt eine Farbe vor einem dunklen Hintergrund zum Beispiel heller als vor einem hellen Hintergrund, ein warmer Hintergrund (rot, orange, gelb) lässt die Farbe selbst kühler wirken, vor einem kalten Hintergrund (blau, grün) wirkt die gleiche Farbe wärmer.

Gleichzeitig wird auch der Untergrund anders wahrgenommen. Wird eine orangefarbene Fläche auf einen grauen Hintergrund gelegt, wirkt der Grauton leicht bläulich. Dies geschieht, weil das Gehirn Blau, die Komplementärfarbe zu Orange, mit hinzurechnet. Hat der Hintergrund dabei schon einen leichten Blaustich, wird dieser durch die orangfarbene Fläche noch verstärkt.

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Gleiche Farbe, wirkt links aber anders als rechts

Das Problem macht sich hauptsächlich bei großen Flächen bemerkbar, Fotos sind mit ihren vielen verschiedenen Farben weitgehend immun. Auch Text ist nur in großen Überschriften betroffen.

Eine automatische Möglichkeit, die Farben anzupassen, gibt es nicht, hier sind etwas Geschick und ein gutes Auge gefragt. Die wichtigste Maßgabe ist, dass der Designer sich nicht scheuen darf, auf der gleichen Seite verschieden Farben zu nutzen, um die gleiche Farbwirkung zu erzielen.

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Beide Grauflächen: #046C64

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Linkes Grau: #046C64, rechtes Grau: #397664

Um also links auf blauem Grund das gleiche Grau darzustellen, wie rechts auf rotem Grund, darf nicht der gleiche Farbwert genommen werden – sonst stimmen die Farben nicht optisch überein.

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Webdesign

Webdesign: Perfekt optimierte Webgrafiken

Im Web findet man viel zu häufig schlecht oder falsch komprimierte und gespeicherte Grafiken. Auch in Zeiten von DSL kosten das Platz und sorgt für längere Ladezeiten – viel wichtiger allerdings ist die Optik.

Als Faustregel gilt: JPEG ist ein gutes Format für Fotos, Farbverläufe und Bilder, die mehr als 256 Farben benötigen. GIF ist ideal für größere Farbflächen, zum Beispiel Screenshots. PNG, das dritte Format im Bunde, wird immer noch nicht mit allen Funktionen von allen Browsern unterstützt, sollte deshalb nur mit Bedacht genutzt werden.

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Farbverlauf als JPEG, 0,70kb

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Farbverlauf als GIF mit Farbkanten, 4,9kb

Zwar lassen sich beim Speichern von GIF-Bildern mit dem Einsatz eines Dithers mehr Farben simulieren, als tatsächlich zur Verfügung stehen, für Verläufe und Fotos werden die Bilder trotzdem viel größer und qualitativ schlechter als JPEGs.

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Farbverlauf als GIF mit Dithering für bessere Ergebnisse

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Dither-Einstellungen für das GIF-Format in Photoshop

Soll ein Bild mit großen Flächen gezeigt werden, etwa Text auf eintönigem Hintergrund, ist hingegen das JPEG-Format denkbar ungeeignet. Hier sorgt dessen Kompressionsverfahren nämlich an den oft starken Kontrasten an Buchstabenrändern für unschöne Artefakte. Diese fallen bei Fotos gar nicht auf, bei Texten ist es aber besonders schlimm.

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Text ist im GIF Format am besten aufgehoben

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Vergrößert zeigen sich die unschönen Artefakte

Eine einmal durchgeführte JPEG-Komprmierung lässt sich auch nicht wieder rückgängig machen, hier ist dann Handarbeit gefragt, wenn nachträglich das Format geändert werden muss. In unserem Beispiel würde das GIF-Format weniger als die Hälfte selbst der schlechtesten JPEG-Qualitätseinstellung an Speicherplatz verbrauchen.

Buttons, Icons, Symbole und fast alle Bilder, die Text enthalten, sind ideal für das GIF- oder PNG-Format, das ebenso verlustfrei komprimiert. Um mehr als die tatsächlichen 256 Farben des GIF-Formates zu simulieren, helfen Variationen an den Dither-Einstellungen.

Besteht ein sehr großes Bild aus Text und Fotos, ist das Aufteilen („Slicen“) in einzelne Bilder hilfreich. Programme wie Photoshop, Imageready oder Fireworks erzeugen zu den Bildabschnitten gleich den fertigen HTML-Code, der sie wieder in der richtigen Reihenfolge neben- und untereinander platziert.

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CMS Programmierung

Typo3: Der CMS-Riese

Typo3 gehört zu den wohl umfangreichsten und mächtigsten Content Management Systemen und ist dennoch vollkommen kostenlos. Wer sich durch Installation und Einrichtung gekämpft hat, erhält zahlreiche praktische Funktionen wie das automatische Erzeugen von Grafiken und Menübuttons oder das Cachen von Datenbank-Inhalten, um Prozessorlast zu sparen.

Typo3 ist nämlich richtig hungrig. So wird ein Server mit mindestens 1 GHz Prozessor und 512MB RAM empfohlen. Die verschiedenen Server-Erweiterungen ImageMagick, Freetype und GDLib müssen in der Regel ebenfalls installiert werden, da sie nur selten gleich zu Beginn auf dem Webserver vorhanden sind.

Hierfür braucht es dann schon einen eigenen Webserver mit Root-Rechten, wenn der Webhoster keine Software-Installationen anbietet. Zahlreiche Dienstleister haben sich aber bereits auf Typo3 spezialisiert und bieten entsprechend vorbereitete Server an oder nehmen die Installation vor.

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Backend: Hier kommt neuer Text hin

Das System ist in die Bereiche „Frontend“ und „Backend“ aufgeteilt. Im Backend können Sie den Text editieren, Bilder und Formatierungen hinzufügen oder wieder löschen und das Menü bearbeiten. Im Menü lassen sich neue Punkte erstellen oder vorhandene Löschen sowie einzelne Rubriken verschieben.

Dabei haben Sie die Wahl, ob Typo3 Text-Buttons oder Bilder, auch mit Schrift, erzeugen soll. Auch andere Bilder und Fotos lassen sich bequem einpflegen und von Typo3 in der Größe anpassen. Die Skalierung erfolgt dabei in der wirklichen Datei, nicht nur über die HTML-Attribute width und height. Das CMS nutzt den WYSIWIG-Editor des Internet Explorers, der zwar leicht verständlich ist, aber nicht gerade den saubersten Quellcode liefert. Über Umwege lässt sich das ausgleichen, indem man den Code über ein Modul übersetzen und bereinigen lässt.

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Praktisches Menü: Link einfügen leicht gemacht

Das Frontend ist der Anzeigebereich, den jeder Besucher der Webseite sehen kann, die eigentliche, fertige Webseite also. Alle Änderungen im Backend werden später hier sichtbar. Bei großen Seiten mit vielen Besuchern sieht man aber, dass trotz des Zwischenspeicherns von Datenbank-Inhalten, Typo3 Server ein wenig behäbig mit der Darstellung von Webseiten sind.

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Frontend: So sieht man eine Seite

Mit mehreren Redakteuren hat das System keine Probleme. Pro Benutzer lassen sich verschiedene Rechte zum Editieren und Schreiben vergeben, auf Wunsch kann ein Administrator die Inhalte erst nach einer Moderation veröffentlichen.

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Sicherheit: Nicht jeder darf ändern

Die generierten URLs sind zunächst einmal dynamisch und mit vielen PHP-Variablen gespickt. Über das Rewrite-Modul des Apache-Servers lassen sie sich aber suchmaschinenfreundlich gestalten, was den Besucherzahlen zu gute kommt. Praktisch ist die gleich eingebaut Suchfunktion, die später alle Inhalte der Typo3-Webseite durchsuchen kann. Hier muss dann nicht noch eine extra Software installiert werden, die vielleicht nicht immer ganz optimal mit dem CMS zusammen arbeiten könnte.

Typo 3 ist ein großes und mächtiges Content Management System, das vor Funktionen fast überquillt und durch zahlreiche Module noch erweitert werden kann. Open Source spart Anschaffungskosten und sorgt für eine stete Weiterentwicklung. 36000 Installationen soll es schon geben. Dennoch taugt das System nicht für jeden.

Typo3 ist von Programmierern für Programmierer entwickelt, eine schnelle, einfach Installation und Benutzung ist vor Lektüre verschiedener HTML- oder PDF-Handbücher, die oft über 100 Seiten füllen, kaum möglich. Läuft es aber einmal, ist es an Funktionen und Möglichkeiten kaum zu übertreffen.

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Telefonmarketing: Startertipps

Warten darf man nicht darauf, dass die Kunden von selbst kommen. Um gute Aufträge einzuheimsen ist es wichtig, offensiv auf Kundenfang zu gehen. Mit Telefon und Telefonbuch in der Hand muss man nicht einmal die eigenen Räume verlassen. Doch gerade die ersten Anrufe sind die schwierigsten.

Gegen Startschwierigkeiten hilft nur viel Übung. Bei den ersten Anrufen werden Sie wahrscheinlich aufgeregt sein, schnell sprechen und so Ihre Produkte nicht optimal präsentieren. Ein ruhiger sachlicher Tonfall wirkt am besten. Tun Sie also, als wenn Sie sich mit Freunden ganz ungezwungen zu einem Spiel verabreden wollten.

Für die ersten Übungsgespräche empfiehlt es sich, dies bei eher uninteressanten Adressen zu versuchen. Uninteressant bedeutet zum Beispiel, dass die Firma eigentlich etwas zu weit entfernt liegt, um wirklich für eine spätere Präsentation in Frage zu kommen. Eine Absage schadet dann nicht, bringt aber Übung. Wenn Sie auf diese Weise Erfolge verbuchen, sollten Sie es mit ernsteren Adressen versuchen.

Wer bei den ersten Anrufen strikt nach einem Manuskript vorgeht, vermeidet Flüchtigkeitsfehler. Das Manuskript sollte die wichtigsten Punkte des Gesprächs und die Vorteile des Produktes oder der Dienstleistung in Stichworten enthalten. Stichwörter sind wichtig, damit man nicht in Versuchung gerät, alles abzulesen – denn das würde der Gesprächspartner merken.

Über das Telefon lassen sich nur wenige Produkte direkt verkaufen. Wer deshalb gleich einen Vorführtermin, Informationsbroschüren oder Musterexemplare anbieten kann, ist deutlich im Vorteil. Der Gesprächspartner sollte dabei aber nicht überrumpelt werden, vielleicht schlägt er von sich aus schon einen Präsentationstermin bei der Geschäftsführung vor, während Sie eigentlich nur Material versenden wollten.

Die richtige Präsentation der Produkte oder Dienstleistungen ist am Telefon besonders wichtig, damit sich die Person am anderen Ende ein deutliches Bild machen kann. Besser als Sätze wie „Unser Produkt hat…“, „unser Produkt kann…“ oder „wir machen das und das…“ sind diese Formulierungen: „Unsere Kunden sparen knapp 30% seit sie unser Produkt nutzen“, „Sie haben damit endlich direkt den Überblick über…“ oder „Was könnten Sie mit 2 Stunden zusätzlicher Zeit anfangen? So viel sparen unsere Kunden in der Regel, seit sie unser Produkt einsetzen“.

Wenn der Kunde „Nein“ sagt, sollten Sie ihn auch abhaken. Erstens ist es sehr frustrierend, jahrelang erfolglos ein Produkt anzubieten, zweitens kostet es Sie und den „Neinsager“ immer wieder unnötige Zeit. Bei einer Absage, sollte also geklärt werden, ob generell klein Interesse besteht, oder ob das Produkt oder die Dienstleistung nur zurzeit nicht interessant oder möglich ist.

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Telefonmarketing, darf man das?

Die Neukundengewinnung über das Telefon, auch Kalt-Aquise genannt, kann sich bei guter Vorbereitung schnell auszahlen. Rechtlich bewegt sich der Anrufer aber auf unsicherem Terrain. Denn wahllos Leute anzurufen ist verboten.

Es wird grundsätzlich zwischen Privatpersonen und Unternehmen unterschieden. Obwohl man einfach so niemanden mit aufdringlichen Werbe-Anrufen belästigen darf, haben Anrufer bei Firmen bessere Chancen.

Generell lässt sich sagen, dass Privatpersonen gar nicht zu Werbe- oder Marketing-Zwecken angerufen werden dürfen, wenn sie dies nicht vorher ausdrücklich erlaubt haben. Selbst eine bestehende geschäftliche Verbindung rechtfertigt keine Anrufe, es sei denn der Anruf soll Probleme bei der bisherigen Geschäftsbeziehung aufdecken. Wenn Sie also Ihre Kunden anrufen und fragen, ob mit der Lieferung alles problemlos geklappt hat und ob der Kunde zufrieden ist, dann ist das erlaubt. Gut zu wissen, denn daraus ergeben sich Möglichkeiten.

Selbst wenn Privatpersonen um Informationsmaterial bitten, erlaubt dies noch keinen Telefonanruf. Hilfreich ist es hier, bei einem Internet-Kontaktformular oder bei einer Antwortkarte dem Kunden gleich die Möglichkeit zu geben, einem Anruf zuzustimmen:

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„Ja, bitte rufen Sie mich für weitere Informationen an“

So können Interessenten direkt ihr Einverständnis und die Telefonnummer preisgeben. Geschieht das nicht, muss man damit leben und hoffen, dass die zugesendeten Unterlagen für sich sprechen.

Eine automatische Einverständnis-Erklärung, die zum Beispiel über die AGB geregelt ist, ist im Übrigen unzulässig. Der Kunde kann schließlich nicht widersprechen. Besser ist es, auf die wirkliche Zustimmung zu warten, denn dann sind die Personen auch wirklich interessiert und wesentlich leichter als Kunden zu gewinnen.

Unternehmen telefonisch zu beglücken ist weitaus leichter. Hier darf nämlich nicht nur angerufen werden, wenn ein Einverständnis vorliegt, sondern auch wenn man ein Einverständnis vermuten kann. Dies darf man, sofern bereits eine Geschäftsbeziehung besteht oder sich der eigene Geschäftsbereich mit dem des Ziels deckt.

Das klingt kompliziert, doch nur so lassen sich auf erlaubtem Wege neue Kunden gewinnen. Wenn Sie zum Beispiel einen EDV-Leiter anrufen, dann dürfen Sie ihm telefonisch für ihn möglicherweise interessante Programme vorstellen und verkaufen, nicht aber zum Beispiel Automobile. Diese sind für ihn während der Arbeitszeit von geringer Bedeutung, er soll sich schließlich um die EDV und nicht um den Fuhrpark kümmern.

Eine gute Vorbereitung ist deshalb besonders wichtig, abgesehen von dem rechtlichen Gesichtspunkt ist der EDV-Mitarbeiter schneller als Kunde für neue Software zu gewinnen, wenn sie ihm weiterhilft.

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Versteckten Text sicher nutzen

Versteckter Text in der Farbe des Hintergrunds gilt als Steinzeit-Methode der Suchmaschinenoptimierung. Schade, denn damit können bildlastige Seiten mehr für Spider tun, ohne den Leser durch doppelte Inhalte zu verwirren. Mit etwas Feingefühl lässt sich ein Text dennoch passabel verstecken.

Zunächst eine Warnung: Das Benutzen von unsichtbarem Text, der die gleiche Farbe wie der Hintergrund hat, ist von Suchmaschinen nicht gut gelitten. In den Googles Richtlinien für Webmaster heißt es deutlich: „Versuchen Sie nicht, Ihre Benutzer zu täuschen, und bieten Sie Suchmaschinen keine Inhalte an, die Sie nicht auch für die Benutzer verwenden„.

Enthält Ihre Seite aber mehr Bilder oder Flash-Animationen als reinen Text, kann die Praxis helfen, trotzdem wichtige Schlüsselwörter für Suchmaschinen lesbar unterzubringen. Sparsam dosiert haben auch „strenge“ Suchmaschinen kein Problem.

Eine vorsichtige Verwendung von verstecktem Text lässt sich von Suchmaschinen kaum entdecken, im Gegensatz zu versteckten oder ausgeblendeten DIV-Containern. Allerdings kann der Text trotzdem gelesen werden, sobald er vom Besucher durch Zufall markiert wird. Ein solcher Besucher könnte Ihre Website bei Google melden.

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Ein zu großer Farb-Unterschied

Ein Text in gleicher Farbe wird allerdings sofort erkannt und nicht berücksichtigt. Das menschliche Auge lässt sich leichter täuschen, so dass mit leicht abgewandelten Farb-Werten ein Text immer noch nicht zu entdecken ist. Den Hexadezimalwert für die Farbe aber nur an einer Stelle abzuwandeln, ist nicht sicher genug. Um den richtigen Farbwert zu finden, hilft zum Beispiel Photoshop. Im Farbwähler wird unten die ursprüngliche Farbe angezeigt, das Feld darüber zeigt die aktuell gewählte Farbe an. Das unterste Textfeld zeigt den hexadezimalen Wert der aktuellen Farbe (oberes Feld) an.

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Fast die gleiche Farbe bei anderem Wert

Mit etwas Geschick lassen sich Farben auswählen, die zwar einen deutlich anderen Farbwert haben, aber der Ursprungsfarbe zum Verwechseln ähnlich sehen. Wie im Beispiel gezeigt, können diese beträchtlich vom dem Originalwert abweichen, ohne dass das Auge einen Unterschied erkennt.

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Drei fast gleiche Farben mit verschiedenen Farbcodes

So formatierter Text fällt dem Leser auf dem Hintergrund nicht mehr auf, die Suchmaschine erkennt ihn aber nicht als versteckt. Um ganz sicher zu gehen, kann statt einer Hintergrundfarbe eine Farbfläche als Bild gewählt werden, von der sich der Text ebenso unsichtbar abhebt.

Zu bedenken ist, dass verschiedene Monitore Farben unterschiedlich wiedergeben. Hier gilt es aufzupassen und zu testen.

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Jenseits von Flash

Wenn es darum geht, Panorama-Bilder wiederzugeben oder Objekte durch den Besucher von allen Seiten begutachten zu lassen, denken die meisten sofort an Flash. Quicktime VR jedoch kann mehr.

Das Quicktime Plugin mit Quicktime VR hält genau die hier benötigte leistungsfähige Alternative parat. Damit lassen sich jene hochwertigen 3D-Animationen erstellen, die der DMMV erst kürzlich auf vielen deutschen Business-Seiten vermisst hat. Hier geht es eben nicht um Spielereien, sondern um praktischen Nutzen. Mercedes nutzt das Format zur Präsentation seiner Fahrzeuge genauso wie der Louvre oder die Apple Hardware-Gallery.

Man unterscheidet zwischen Panorama- und Objekt-Modus.

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Mercedes nutzt Quicktime VR für Produktpräsentationen

Im Panorama-Modus dreht sich die Kamera und zeigt zum Beispiel eine Landschaft. Der Besucher kann mit Maus oder Tastatur das Panorama drehen, hinein- oder hinauszoomen.

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Alle Arten möglich mit VR Worx

Im Objekt-Modus dreht sich ein Objekt um eine feste Kamera. Auch hier kann der Besucher das Objekt drehen oder zoomen. Hyperlinks sind ebenfalls möglich und lassen sich auf beliebige Elemente in dem QTVR Clip legen.

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Alle Arten möglich mit VR Worx

Die Produktion von Bildern für das Panorama-Format ist recht einfach, viele moderne Digital-Kameras kennen eine entsprechende Funktion, oft „Stitch-Assistent“ genannt, um aus mehreren Einzelbildern Panoramen zu erstellen.

Um daraus Quicktime VR Dateien zu erstellen, braucht es Zusatzsoftware. Das Apple Quicktime Authering Studio oder auch Corel Photopaint ab Version 8 können QTVR Clips erstellen. Eines der bekanntesten Programme für die Erstellung von Quicktime VR Dateien ist seit langem VR Worx. Auf der Webseite des Herstellers lassen sich Testversionen für Windows- und Apple-Computer herunterladen.

Auch für drehbare Objekte ist die VR Toolbox geeignet. Die Produktion entsprechender Fotos als Ausgangsmaterial ist hier aber schwieriger. Im besten Fall befindet sich das Objekt auf einer drehbaren Bühne, die sich pro Foto um 10 Grad dreht – so erhält man eine Rundum Ansicht aus 36 Einzelbildern. Daraus kann die Software dann einen komplett drehbaren Clip generieren, dem nicht mehr anzusehen ist, dass er aus Einzelbildern aufgenommen wurde.

Ist dieser Aufwand zu groß, reichen auch weniger Einzelbilder. Auch wenn etwa die Gradzahlen nicht exakt eingehalten werden, kann die Software noch ausgleichen. Mehrere Fotografen und Foto-Agenturen haben sich speziell auf diese Anforderungen eingerichtet und liefern auf Wunsch sogar freigestellte Einzelbilder, die sich dann für jeden Hintergrund anpassen lassen.

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Photoshop

Mini-Buttons

Kleiner ist besser, das behaupten nicht nur Flash-Designer, auch viele Webgrafiker sind der gleichen Ansicht. Und so findet man immer mehr Mini-Buttons auf immer mehr Webseiten. So kommen Sie rasch zur eigenen Kollektion.

Zum Erstellen lässt sich praktisch jedes Grafikprogramm verwenden. Wir benutzen als Beispiel Adobe Photoshop. Kleiner Vorgeschmack? So könnten Ihre Buttons nachher aussehen:

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Vorschau

Öffnen Sie in eine neue Datei mit den Maßen 100 x 100 Pixel und zoomen Sie mit der Lupe ordentlich hinein. Der Hintergrund sollte transparent sein, muss er aber nicht. Ziehen Sie zunächst ein Rechteck auf mit den Maßen 60 x 14 Pixel. Als Farbe haben wir ein dunkles Blau gewählt: #4043B8.

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So gehts los

Füllen Sie die Kontur mit Schwarz. Um gleich einen leichten dreidimensionalen Effekt zu erhalten, hellen wir die obere und die linke Kante etwas auf, indem wir die Kontur mit einem helleren Grau nachziehen.

Wählen Sie mit dem Zauberstab den blauen Hintergrund aus und erzeugen Sie in der Auswahl einen Verlauf mit einem helleren Blau von oben zum ursprünglichen Blau unten.

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Mit Verlauf etwas weniger klobig

Mit dem Filter „Störungen Hinzufügen“, einem Wert von 3 und der Einstellung monochrom wirkt der Verlauf später weniger künstlich.

Für den Text benötigen Sie nach Möglichkeit einen Pixelfont, den Sie ohne Antialising verwenden. Achten Sie darauf, im Fenster Zeichen eine Laufweite von 100 einzustellen, damit die Buchstaben nicht zu eng aneinander liegen.

Jetzt ist etwas Handarbeit gefragt, ziehen Sie mit einem Tiefblau die Konturen der Schrift nach. So hebt sie sich besser vom Hintergrund ab und ist besser zu lesen.

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Die Schrift peppt den Hintergrund auf

Ein Symbol oder Icon, zum Text passend, sorgt dann für das i-Tüpfelchen auf dem neuen Button.

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Wenn man die Schrift nicht mehr lesen kann….

Font Quellen:

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Webdesign

Zahlen lesbar trennen

Um Zahlenfolgen richtig zu trennen, gibt es klare typografische Regeln, die ihre Les- und Erfassbarkeit erhöhen. Doch hält man sich im Web kaum daran.

Um Zahlen ordentlich und typografisch zu trennen, wird zwischen bestimmten Ziffern ein geringer Platz gelassen, er ist kleiner als ein Leerzeichen. Dies ist in HTML nur über Umwege, zum Beispiel Blind-GIFs möglich. CSS kann mehr, doch steigt natürlich der Aufwand. Für unsere Beispiele verwenden wir daher normale Leerzeichen.

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Die Telefonnummer – nicht gerade leserlich

Generell gilt für Zahlen: Ab vier Stellen werden sie in Dreiergruppen von rechts getrennt, also 17 000 und 1 700 000. Vierstellige Zahlen schreibt man 1700, es sei denn sie stehen mit größeren Zahlen in einer Auflistung untereinander – dann werden auch sie getrennt: 1 700.

Besonders interessant auf Webseiten sind die Telefon- und Faxnummer und die Kontodaten auf den Kontaktseiten. Nach typografischen Regeln werden Telefonnummern von hinten in Zweiergruppen gespalten, zum Beispiel (04 51) 123 56 78. Die Durchwahl wird mit Bindestrich abgetrennt: (04 51) 123 56 78-10.

Bankleitzahlen trennt man in zwei 3er Gruppen plus eine 2er Gruppe: 100 200 50, Kontonummern in Dreiergruppen von rechts ausgehend: 1 234 567 890.

Gerade im Online-Zeitalter lohnt es sich aber zu überlegen, ob man zusätzlich die Bankdaten zusammengeschrieben anbietet – Für das Online-Banking optimiert. Denn die Formulare der Banksoftware oder der Online-Seiten der Banken begrenzen die Eingaben meist auf das maximal mögliche. Somit sollen Kunden-Fehler vermieden werden, Leerzeichen zum Trennen stören hier, da ein praktisches Copy & Paste nicht mehr möglich ist.

Um eine Trennung zu erzwingen oder zu verhindern gibt es zwar HTML-Befehle, die auch von so gut wie allen Browsern beherrscht werden, sie gehören aber nicht zum offiziellen Sprachstandard. Der Befehl <nobr> umbricht die Zeile nicht vor dem abschließenden </nobr>, der Befehl <wbr> ermöglicht einen optionalen Umbruch, eine Soll-Bruchstelle quasi. Mit Span-<wbr>Ferkel wird das Wort Span-Ferkel bei Bedarf hinter dem Bindestrich getrennt. Dies macht der Internet Explorer auch automatisch, Mozilla nimmt aber noch das ganze Wort mit in die nächste Zeile und verursacht so Lücken im Text.

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Webdesign

Webdesign: Vorsicht, Großbuchstaben

Großbuchstaben sorgen für Aufmerksamkeit. Im Logo, in der Überschrift oder der Menüleiste. Ein häufiger Fehler angehender Gestalter ist die Verwendung des „ß“. Ein laienhafter Eindruck entsteht.

Ein „ß“ in einem Wort oder Satz mit Großbuchstaben sieht aber nicht nur schlimm aus, es widerspricht sämtlichen Gestaltungsregeln. Noch dazu besteht Verwechslung mit einem großen „B“ bei flüchtigem Blick.

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So kennt man das.

Was aber dann? Es gibt schließlich keine Großform des Buchstaben „ß“. Er wird schlicht und einfach umgewandelt. Statt STRAßE oder IMBIß schreibt man STRASSE und IMBISS.

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So ist es recht

Bis überall hin hat sich das nicht herumgesprochen. Man kann es nicht nur in schlecht übersetzten Bedienungsanleitungen sehen, In Foren und Weblogs, auf Schildern, Plakaten oder Webseiten tauchen Wörter wie STRAßE oder SCHLIEßLICH immer wieder auf.

Nach Duden ist die Umwandlung aber immer noch falsch. Wer nicht mit dem Doppel-S leben kann, dem bleibt nur die normale Groß- und Kleinschreibung. Gerade auf Webseiten wirken Sätze in Versalien eh stark übertrieben.

Interessant in diesem Zusammenhang ist das Verhalten des CSS Befehls ‚font-variant : small-caps‘ – wir benutzen das zum Beispiel für die Bildunterschriften. Damit wird ein Satz automatisch in Großbuchstaben umgewandelt, sofern der Browser den Befehl kennt. Das „ß“ wäre auch hier ein Problem, doch es wird automatisch zu einem „ss“ gewandelt. Praktisch!

Normaler Satz:

Fuß, Straße, Schließlich, Imbiß.

Mit ‚font-variant : small-caps‘

Fuß, Straße, Schließlich, Imbiß.

Davon abgesehen gilt natürlich für die neue Rechtschreibung „Imbiss“ statt „Imbiß“.

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Webdesign

Linkdesign für Apache Server

Gutes Linkdesign wird immer wichtiger, denn dynamische Seiten haben einen großen Nachteil. Die oftmals langen und komplizierten URLs sind nicht nur bei Suchmaschinen unbeliebt, sie lassen sich auch schlecht weitergeben oder ausdrucken.

Abhilfe schafft eine Technik des Apache-Webservers namens „mod_rewrite“. Damit lassen sich virtuelle Adressen erstellen, die so als Datei gar nicht existieren. Der Server greift dann automatisch und für den Besucher unbemerkt auf die realen, komplizierten Adressen zu.

Das Prinzip ist einfach: Aus Adressen wie http://www.domain.de/seite.php?
rubrik=news&id=4&modus=2

wird ganz einfach und leicht zu merken

http://www.domain.de/news,4,2.html.

Dem Aussehen der neuen Links sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Nehmen wir nun an, unsere bisherige Seite weist die folgende Struktur auf:

seite.php?rubrik=[VARIABLE 1]&id=[VARIABLE 2]&modus=[VARIABLE 3].

Mit den Variablen rubrik, id und modus werden beliebige Werte an die Datei seite.php übergeben. Der Inhalt der Variablen ist dabei egal. Unser Ziel ist es, daraus wie im Beispiel oben eine kurze URL in der Form [VARIABLE 1],[VARIABLE 2],[VARIABLE 3].html zu erzeugen.

Der Code für diese Umwandlung sähe wie folgt aus:

 RewriteRule ^(.*),(.*),(.*).html$ seite.php?rubrik=&id=&modus=

Zunächst folgt hinter dem Befehl Rewrite Rule das neue Design der Links, beginnend mit einem „^“, abschließend mit dem Dollar-Zeichen. „(.*)“ steht dabei für eine beliebige Variable. Dahinter folgt die URL der „reellen“ Datei. Die Variablen (.*) der neuen Datei werden hier in der Reihenfolge von Links nach Rechts mit bis (in unserem Beispiel) angegeben.

In der Adress-Leiste des Browsers bleibt beim Aufruf von news,4,2.html diese Adresse stehen. Der Server liefert jedoch den Inhalt von seite.php?rubrik=news&id=4&modus=2 aus.

Sowohl dem Browser, beziehungsweise dem Surfer wie auch den Suchmaschinen bleibt die wahre Adresse des Dokuments verborgen.

Beispiel-Inhalt der .htaccess-Datei:

      RewriteEngine on 
    RewriteRule ^seite(.*).html$ daten/seite.php?id=

    RewriteRule ^artikel/(.*)/seite(.*).html$ artikel.php?id=&seite=

    RewriteRule ^forum(.*)_(.*).html$ index.php?forum=&start= [L] 

So wird z.B. aus daten/seite.php?id=14 einfach seite14.html,

aus artikel.php?id=23&seite=2 wird artikel/23/seite2.html

und aus index.php?forum=2&start=450 wird: forum_2_450.html.