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Mit Blogs Geld verdienen – Strategien und Einnahmequellen

Jeder würde gerne sein Hobby zum Beruf machen. Mit einem Blog kann dieser Traum Realität werden. Wir verraten nun, wie ein Blog zum Erfolg werden kann und welche Einnahmequellen vorhanden sind.

Für die meisten Blogger ist das Führen des Journals lediglich ein Hobby. Das heißt allerdings nicht, dass nicht mehr daraus werden könnte. Gerade in Amerika können manch professionelle Blogger hervorragend von ihrer Tätigkeit leben. Verdienste von mehr als 40.000 US-Dollar monatlich sollen möglich sein, was zum Beispiel John Chow von sich selbst behauptet. Dieses Beispiel mag lediglich eine Ausnahme sein, als Motivation dient es aber allemal. Doch bevor die Gelder fließen, braucht es ein gut durchdachtes Konzept. Der folgende Text soll dabei eine kleine Hilfe sein.

Das richtige Thema finden

Bei einem Blog ist es nicht viel anders als bei einer Zeitschrift: Die Redakteure möchten mit interessanten Inhalten möglichst viele Leser gewinnen. Die Voraussetzung ist ein klares Konzept. In den großen Verlagshäusern finden unzählige Besprechungen statt, bevor das Konzept einer Zeitschrift steht. Blogger begehen oft den Fehler, auf die Planung zu verzichten und einfach drauflos zu schreiben. Um viele Leser anzusprechen, gilt es, eine Blog-Nische zu finden, die viele Menschen interessiert und die trotzdem von der Konkurrenz nicht zu stark besetzt ist. Dass man sich mit dem Thema auskennt bzw. fachkompetente Autoren an seiner Seite hat, ist natürlich eine Grundvoraussetzung.

Um das Potential eines Thema zu analysieren, ist das Google AdWords Keyword Tool External hilfreich. So lässt sich das Suchvolumen zu jeden beliebigen Begriffen ermitteln. Mit dem Google Insight for Search lässt sich herausfinden, wie sich eine Liste von Suchbegriffen in den letzten Jahren entwickelt hat.


Wie häufig und in welchen Ländern wird nach bestimmten Wörtern gesucht? Google Insight for Search gibt Auskunft.

Die richtige Wahl der Nische ist eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Blog. Es dürfte herzlich wenig bringen, einen weiteren Blog über Videospiele oder das Apple iPhone zu produzieren. Mit einem spezialisierten Blog, wie zum Beispiel über Import-Videospiele oder iPhone Projektmanagement Apps, sind höhere Suchmaschinenrankings möglich und mehr interessierte Leser zu erreichen. Neben einem solchen Unterbereich kann auch das Ansprechen einer bestimmten Zielgruppe zum Erfolg führen. So gibt es zum Beispiel unzählige Blogs über Handys und Computer. Spezielle Handy- bzw. Computerblogs für ältere Leute sind hingegen eine Seltenheit.

Das Bloggen beginnt

Nachdem ein erfolgversprechendes Konzept erstellt wurde, kann das Bloggen beginnen. Dafür muss man keineswegs ein Ass im Programmieren sein. Mit dem Googles Blogger ist ein Blog schnell eingerichtet. Die leichte Einbindung von Werbeanzeigen ist ein weiterer Vorteil. Ansonsten kann die allseits bekannte Blog-Software WordPress hilfreich sein.

Damit die Leser regelmäßig den Blog aufrufen, müssen immer wieder neue Inhalte geliefert werden. Die Länge der Texte sollte im Regelfall nicht allzu lang sein. Nur die wenigsten Leser haben Lust, am Monitor elend lange Texte zu lesen. Kurz und bündig ist meist erfolgversprechender als lang und ausführlich. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.

Methoden zum Geld verdienen

Wer mit dem Blog seinen Kontostand aufbessern möchte, hat unterschiedliche Geldquellen zur Auswahl. Trotzdem sollte man sich keinen falschen Illusionen hingeben: Nur die wenigsten Blogger üben diese Tätigkeit hauptberuflich aus. Gerade in Deutschland sind erfolgreiche Blogs eher noch selten. Wer also lediglich des Geldes Willen blogt, sollte einen Entschluss noch einmal überdenken. Ein kleiner Nebenjob ist meist lukrativer. Für die meisten Blogger ist das Bloggen eher ein Hobby. Das Geldverdienen beginnt ohnehin meist erst nach vielen Monaten oder gar Jahren. Folgende Einnahmequellen stehen dabei zur Auswahl:

Google AdSense: Das Anzeigenprogramm vom Suchmaschinen-Giganten Google ist der Klassiker. Das System dürfte daher hinreichend bekannt sein: Auf der Webseite werden themenverwandte Anzeigen-Blöcke eingeblendet und für jeden Klick bekommt der Seitenbetreiber einen kleinen Geldbetrag gutgeschrieben. Eine artverwandte Alternative zu den Google AdSense bietet Contaxe Contextual Advertising.
Die leichte Integrierung und Anpassung machen diese Einnahmequelle durchaus attraktiv. Aber: Die meisten User identifizieren die Anzeigen als Fremdkörper und schenken ihr kaum Beachtung. Nur wenn eine Internetseite viel Traffic hat, bringen die Google AdSense richtig Geld.

Amazon PartnerNet: Das Partnerprogramm vom Online-Shop Riesen Amazon ermöglicht einen Verdienst auf Provisionsbasis. Auf der eigenen Webseite erscheinen kleine Banner mit Produktfoto und direkter Verlinkung zu Amazon. Betätigt der Seitenbesucher den Link und bestellt er den Artikel, bekommt der Seitenbetreiber eine Provision von 10 Prozent. Gerade wenn der Blog Testberichte über Filme, Spiele, Bücher, CD’s usw. enthält, lässt sich der Kontostand mit Amazon PartnerNet ein wenig aufgebessert.


Solche Anzeigen erscheinen durch Amazon Partner Net auf der eigenen Webseite

Trigami: Der Dienst “Trigami” wurde extra für Blogger eingerichtet und bietet eine relativ einfache Möglichkeit zum Geldverdienen. Trigami schreibt Kampagnen aus, wobei es sich um Testberichte, Werbeberichte oder Werbeanzeigen handeln kann. Je höher das Traffic-Aufkommen des eigenen Blogs ist, desto mehr Geld kann der Blogger für das Schreiben und Veröffentlichen des Textes verlangen. Laut des Anbieters liegen die Verdienstmöglichkeiten je Text zwischen 10 und 150 Euro. Alternativen sind Blogpay, ReviewMe und Hallimash.
Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl der Texte vorsichtig sein: Je weniger die Inhalte mit dem eigentlichen Blog-Thema zu tun haben, desto mehr verprellt man die treuen Leser.

LinkLift: LinkLift ermöglicht eine unkomplizierte Link-Vermarktung. Einfach auf der Webseite den eigenen Blog anmelden und auf Kunden hoffen. Die Textlinks werden über ein Script in die Webseite integriert. 70 Prozent der Einnahmen erhält der Seitenbetreiber, 30 Prozent gehen an LinkLift. Eine Alternative ist Teliad.
Erfolgversprechend ist diese Maßnahme allerdings nur bei gutbesuchten Blogs. Zudem gerieten die Links von LinkLift bereits in Verruf, weil angeblich Webseiten von Google wegen der Links abgestraft wurden. Dieses Defizit soll nun behoben sein, weil die Webseiten ohne “nofollow” verlinkt werden.

Flattr: Flattr ist ein Social-Payment-Service. Die registrierten Nutzer können die monatliche Beitragszahlung (mindestens 2 Euro) frei wählen und das Geld beliebig aufteilen. Unter den Inhalten befindet sich ein Button, praktisch ein Spendenknopf, sodass der Nutzer einen Teil seines Beitrags an den Seitenbetreiber spenden kann. Ein Beispiel: Liegt die Beitragszahlung bei 10 Euro und wird der Flattr-Button 20mal in einem Monat betätigt, bekommt jeder Seitenbetreiber 50 Cent.
Nur wer ein Geldgeber ist, darf auf der anderen Seite auch ein Geldempfänger sein und selber die Buttons auf der eigenen Seite einblenden. Flattr behält eine Provision von zehn Prozent ein. Ein ähnlicher Anbieter ist Kachingle.
Reichtümer sind mit Flattr allerdings nicht zu erwarten. Der Grund ist allen voran, dass nur registrierte Flattr-User spenden können. Das Potential dieses Systems ist ebenfalls fraglich. Denn wer ist schon dazu bereit, Geld für Inhalte zu bezahlen, obwohl er nicht dazu gezwungen ist?

AdScale Anzeigen: Mit AdScale lassen sich Werbeflächen unkompliziert vermieten. Der Seitenbetreiber muss lediglich einen HTML-Code auf der Webseite einfügen. AdScale kümmert sich um den Verkauf der Werbefläche, um die Einbindung der Anzeige sowie um die Rechnungsstellung und behält dafür eine Provision ein. Ähnliche Anbieter sind AdShopping und AdJug.
Bei einer stark besuchten Internetseite lohnt es sich, statt auf solche Vermittler zu setzen lieber selber die Anzeigen zu vermarkten. Die Abrechnung erfolgt meist nach dem Tausend-Kontakt-Preis (kurz: TKP). Das heißt: Für 1.000 Einblendungen der Anzeige bekommt man einen ausgehandelten Betrag vom Anzeigenkunden.


Ein Screenshot von der Adscale-Webseite

Membership Sites: Das System der Membership-Sites dürfte allgemein bekannt sein: Der Inhalt ist lediglich für zahlende Kunden sichtbar, die mit ihrem Benutzernamen und Passwort in den Mitgliederbereich gelangen (wie auch bei Dr. Web Plus). In Deutschland gibt es allerdings nur wenige erfolgreiche Membership-Sites. Zumal der Anspruch an die Inhalte besonders hoch ist. Nur wenn regelmäßig neue Inhalte hinzukommen und die Qualität durchgängig hervorragend ist, werden die vorhandenen Mitglieder treu erhalten bleiben und weitere hinzukommen. Für den Durchschnitts-Blogger ist diese Variante nicht geeignet. Wer es trotzdem versuchen möchte, findet auf dem “Erfolgs-Blogging” erste Tipps.

(mm),

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Der Internet Explorer 9 geht an den Start

Schnell, übersichtlich, sicher und standardkonform. Das sollen die Eigenschaften vom Internet Explorer 9 sein, der seit dem 15. September als Betaversion zum Download bereit steht. Oliver Jensen war für drweb.de bei der Präsentation in Hamburg vor Ort.

Rund 150 Pressevertreter wollten in Hamburg miterleben, wie die Betaversion vom Internet Explorer 9 (hier als Download) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Präsentation in Hamburg fand zeitgleich mit der deutlich größer angelegten Präsentation in San Francisco statt. „Mit dem Internet Explorer 9 stellen wir die Internetseiten selbst in den Mittelpunkt“, sagte Dr. Dorothee Ritz, General Manager Consumer & Online Microsoft Deutschland, gleich zu Beginn. „Im Zeitalter des Cloud Computing ist der Browser nicht mehr nur das Fenster zum Internet. Vielmehr soll er dem Anwender eine Umgebung bieten, über die er das Web, seine Inhalte, Anwendungen und Dienste in erstklassiger Qualität, so realitätsnah wie möglich, schnell und sicher nutzen und erleben kann.“

Der Browser ist das Theater, nicht die Aufführung

Der Grundgedanke lautete „Der Browser ist das Theater, nicht die Aufführung“. Schließlich nutzt kein User einen Internet Browser, weil er den Browser an sich so toll findet. Stattdessen interessiert sich der User für die Internetseiten und erwartet von dem Browser, dass ein komfortables und sicheres Surfen ermöglicht wird. Bei dem Internet Explorer 9 soll die Webseite durch die minimalistische Oberfläche und den vergrößerten Anzeigebereich verstärkt in den Mittelpunkt rücken. In der Grundeinstellung befinden sich im Browserfenster lediglich die Elemente, die von dem Anwender wirklich häufig genutzt werden. So wurde die Adressleiste und das Suchfeld in einer neuen Eingabeleiste kombiniert und die verschiedenen Menüs aus den Vorgängerversionen in einem einzigen Menü zusammengefasst. Zudem ist der Zurück-Button nun erheblich größer als der Vorwärts-Button, weil dieser laut Microsoft  häufiger genutzt wird.

Die gesamte Bedienung des Internet-Explorers 9 ist auf eine sinnvolle Art und Weise verspielt. Möchte der User zum Beispiel mehrere Internetseiten gleichzeitig darstellen, kann er einzelne Webseiten aus dem Browser herausziehen und sie mit Windows Aero Snap auf dem Bildschirm positionieren. So kann der User beispielsweise bequem gleichzeitig eine E-Mail schreiben und ein Live-Stream im Internet verfolgen. Eine weitere sinnvolle Funktion: Lieblingsseiten lassen sich in die Windows-Taskleiste schieben und können später mit einem einfachen Mausklick aufgerufen werden. Der Internet-Browser startet dann ganz automatisch. Die Vorwärts- und Rückwärts Button nehmen dabei das Farbschema des Webseiteninhaltes an. Sollte rot also die prägende Farbe sein, sind auch die Buttons rot. Das ist sicherlich keine bahnbrechende Neuerung. Eine nette Spielerei aber allemal.

Höhere Geschwindigkeit dank Grafikkartenunterstützung

Der Internet Explorer 8 landete aufgrund der mangelnden Geschwindigkeit oftmals in der Kritik. Das soll zukünftig ganz anders sein. Bei der Darstellung von Webseiten greift der Internet Explorer 9 auf den Grafikchip des PCs zu, sodass grafikreiche Internetseiten erheblich schneller aufgebaut werden. „Desktop-Anwendungen sind im Internet gelandet. Daher müssen sie ebenso komfortabel funktionieren“, erklärte Dr. Dorothee Ritz den Grund für die Hardware-Unterstützung. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Grafikkarten-Beschleunigung über die Schnittstelle Direct2D nur unter Windows Vista und Windows 7 funktioniert. Die Nutzer von Windows XP können den Internet Explorer 9 also nicht nutzen.

Ein zusätzlicher Geschwindigkeitsschub lässt sich mit der Deaktivierung ungewünschter Add-Ons erzielen. In einem übersichtlichen Fester wird angezeigt, welche Add-Ons installiert sind und wie viel Zeit sie beim Öffnen eines neuen Tabs „verschwenden“. Verbraucht die ebay-Toolbar zum Beispiel 0,42 Sekunden und wird sie nicht benötigt, ist sie mit einem einfachen Klick deaktiviert und ein neues Tab lässt sich zukünftig schneller öffnen.

Endlich: Die Standardkonformität des Internet Explorers 9

Im Kreise der Webdesigner entwickelte sich der Internet Explorer 8 zu einem Ärgernis. Der Grund war die Nichteinhaltung bestehender Internet-Standards, wodurch viele Seiten fehlerhaft bzw. unvollständig dargestellt wurden. Diese Probleme sollen nun der Vergangenheit angehören. Bis zu der finalen Version des Internet Explorers 9 (die laut Erfahrungswerten in vier bis sechs Monaten erscheinen dürfte) möchte Microsoft die vereinbarten Normen des „World Wide Web Consortiums“ einhalten. Ein Quantensprung gegenüber dem Internet Explorer 8 ist bereits jetzt erkennbar. In dem Benchmark Acid3, welcher auf Standardkonformität prüft, erzielte die Betaversion des Internet Explorer 9 ordentliche 95 von 100 Punkten (Quelle). Zum Vergleich: Der Internet Explorer 8 kam lediglich auf 20 Punkte. Selbstverständlich unterstützt der neue Explorer nun auch die neuen Webstandards CSS3 und HTML5. Mit HTML 5 können die Entwickler Videos und Audio-Clips genauso einfach wie Bilder in Webseiten integrieren. Die Nutzer benötigen kein zusätzliches Plug-In mehr, um diese Inhalte abzuspielen. Ein weiterer Clou ist die neue Kompatibilitätsansicht. Der Internet Explorer 9 passt die Anzeige automatisch an, damit auch ältere Webseiten und Anwendungen fehlerfrei dargestellt werden.

Alles für die Sicherheit und Zuverlässigkeit

Der Internet Explorer 9 bietet nicht nur die aktuellen Sicherheits- und Datenschutztechnologien, sondern auch weitere Funktionen für die Sicherheit und Zuverlässigkeit. So zum Beispiel den neuen Download-Manager, mit dem der Nutzer Kontrolle über die heruntergeladenen Dateien erhält. Dieser informiert über den Status, bietet einen sicheren Bereich für die Downloads und zeigt den realen Speicherort der Dateien an.

Um die Anwender vor Bedrohungen aus dem Internet zu schützen, verwendet der neue Explorer den bewährten SmartScreenFilter mit dem integrierten Anti-Phishing-Tool. Dieses warnt vor Bedrohungen durch betrügerische Webseiten, die persönliche Informationen ausspähen. Dank der Anti-Malware-Tools ist der Anwender außerdem vor Spyware, Adware und anderen potentiell schädlichen Softwares geschützt. Eine Webseite, die als verdächtig erkannt wird, kann über den Explorer komplett blockiert werden. Und last but not least können Phishing und Malware Tools, welche auf legitime Internetseiten gehostet wurden, zielgerichteter denn je blockiert werden.

Die Systemvoraussetzung

Die Systemvoraussetzung für den Internet Explorer 9 ist das Betriebssystem Windows Vista oder Windows 7. Außerdem muss der Internet Explorer 8 und (für Vista-Anwender) Direct2D installiert sein.

Fazit: Microsoft scheint sich mit dem Internet Explorer 9 wieder an die Spitze im Browser-Segment zu befördern. Dass die Webseite verstärkt in den Mittelpunkt rückt, ist nicht zuletzt wegen der rasanten Verbreitung der mobilen Internet-Zugangsgeräte mit kleinem Display sinnvoll. Die Standardkonformität hingegen war längst überfällig.
Die zukunftsweisende Innovation ist die Grafikkartenunterstützung, mit der das Internet einen weiteren Schritt in Richtung Entertainment macht. Es dürfte niemanden überraschen, dass das Mozilla Projekt (Firefox) und Google (Chrome) bereits neue Versionen ihrer Browser angekündigt haben und dass die Grafikkartenunterstützung dabei eine wesentliche Rolle spielen soll. (Quelle)
Ärgerlich ist nur, dass die XP-Anwender bei dem Internet Explorer 9 leer ausgehen und dass der Browser noch vielfach abstürzt. Doch, das darf man einer Beta-Version am Tage der Erstveröffentlichung nicht übel nehmen.

(mm), ™

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Lustige Online-Fußballspiele für die Mittagspause

Nach mehreren Stunden Arbeit qualmt jedem Freiberufler die Birne. Ein wenig Sport in der Mittagspause ist ideal, um den Kopf wieder frei zu kriegen. Keine Angst: Wir wollen Euch nicht von Eurem geliebten Schreibtisch trennen! Schließlich gibt es Electronic-Sport. Wer sich auch nur ein paar Minuten mit einem lustigen Spiel beschäftigt, ist danach oft entspannter und leistungsfähiger. Auf an den Tischkicker!

Tischkicker-Online

Der gute alte Tischkicker dürfte uns allen in bester Erinnerung geblieben sein. Nun hat der Spaß auch im Internet Einzug gefunden. Das Online-Kickerspiel mag nicht unbedingt als Simulation durchgehen, bietet dafür aber eine ordentliche Portion unfreiwillige Komik. Nachdem der Spieler eine von 32 Nationalmannschaften ausgewählt hat, beginnt die große Weltmeisterschaft, originalgetreu, mit drei Gruppenspielen. Sogar taktische Feinheiten kommen dabei zum Zuge. Wollen wir nun mit der typischen 4-4-2 Formation auflaufen oder setzen wir mit der 3-5-2 Formation auf ein solides Mittelfeld? Spätestens bei solchen Entscheidungen bekommen wir ein Gefühl davon, wie sich Joachim Löw vor einem Weltmeisterschaftsspiel fühlen muss. Ein Spiel dauert 90 Sekunden und wird mit den Pfeiltasten der Tastatur gesteuert. Die Grafik ist zwar gewöhnungsbedürftig. Doch wenn man einige Spiele hinter sich gebracht und jeden Anspruch verloren hat, macht der Tischkicker richtig Spaß. Link

Der Tischkicker ist ein echter Klassiker. Im Internet macht er nicht (viel) weniger Spaß.

Stadium Soccer

Christiano Ronaldo kann es, Lionel Messi kann es, und wir können es auch: Den Ball kunstvoll hochhalten. Während die wahren Fußballstars dieses Kunststück auf dem Platz vollbringen, werden wir lieber am Computer aktiv. Mit der Maus schießen wir den Ball möglichst oft nach oben, bevor er den Boden berührt. Je öfter uns das gelingt, desto mehr Punkte sammeln wird. Wenn das nicht der Beginn einer großen Fußballkarriere ist… Link

Vor einer beeindruckenden Kulisse zeigen wir, was wir mit dem Ball (oder besser gesagt, mit der Computermaus) so alles drauf haben.

Bundesliga Elfmeter

Passend zum Beginn der neuen Saison können wir uns im Bundesliga Elfmeterschießen versuchen. Dass es in der Bundesliga überhaupt kein Elfmeterschießen gibt, muss man eben kurz außer Acht lassen. Ebenso die Tatsache, dass die Grafik an die Zeiten des Nintendos erinnert. Ansonsten kann das Spiel tatsächlich Spaß machen.

Wir wählen eine von 18 Mannschaften aus, gewinnen möglichst viele Spieltage und letztendlich die Meisterschaft. Angeblich soll es sogar möglich sein, mit dem FC Schalke 04 Deutscher Meister zu werden. Probieren Sie es aus. Link


Wozu soll man sich noch eine Xbox 360 oder eine Playstation 3 kaufen, wenn Online-Games eine solch prachtvolle Grafik bieten?

Nationalmannschaft Puzzle

Auch wenn das ganze Land die Daumen drückte, hat es für unsere deutschen Jungs in Südafrika nicht zum Titel gereicht. Aber kein Grund zur Trauer: Immerhin hat Deutschland bereits dreimal die Weltmeisterschaft und dreimal die Europameisterschaft gewonnen. Im Nationalmannschaft Puzzle können wir die Mannschaftsbilder der damaligen Siegermannschaften zusammenpuzzeln. Während des gesamten Spiels läuft im Hintergrund die deutsche Nationalhymne. Da fühlen wir uns doch gleich selber wie ein deutscher Nationalspieler … (oder ist je nach Geschicklichkeit und Dauer des Puzzlens von der Hymne leicht genervt – Anmerkung der Redaktion) und sei es nur im Puzzeln. Link


Das waren noch Zeiten…. Wir puzzeln uns die Weltmeistermannschaft von 1954 zusammen.

Online Football Champions 2

Keine Bange, liebe Fußballfans! Wir haben auch für Euch etwas Schönes gesucht und nach einer “echten” Simulation Ausschau gehalten. Mit Erfolg: Bei Online Football Champions 2 dürfen wir die gesamte Fußball Europameisterschaft 2008 nachspielen. Da schlägt das Fußballerherz doch höher. Die drei Feldspieler werden mit den Pfeiltasten sowie der Taste X (passen) und der Taste C (schießen) gesteuert. Die Grafik mag gewöhnungsbedürftig sein. Aber ganz ehrlich, zu Zeiten des Super Nintendos hätten sich die Videospieler über solch eine Grafik gefreut. Link


Stadionatmosphäre pur…Echte Fußballfans erkennen natürlich auf dem ersten Blick, wer Michael Ballack und wer Miroslav Klose sein soll.

Tipp Kick Onlinespiel

Zum Abschluss ein richtiger Klassiker. Das traditionelle Tipp Kick dürfte uns schließlich allen in bester Erinnerung geblieben sein. Wer das Spiel aus der Jugendzeit nicht aufbewahrt hat, spielt einfach per Internet. Auf der offiziellen Tipp-Kick-Webseite kann man sich einloggen und gegen andere Spieler antreten. Einziger Wermutstropfen ist, dass nur selten jemand online ist. Man sollte sich also mit einem Freund „verabreden“ und gemeinsam online gehen. Ansonsten steht der Trainingsmodus parat, wobei Schüsse und Torwartparaden geübt werden können. Link

Ein neues Tipp Kick Spiel kostet rund 34 Euro…. im Internet ist es kostenlos

(tm), (mm),

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Apps Programmierung

Projektmanagement-Apps für das iPhone und Smartphones

Auch unterwegs soll das Projektmanagement reibungslos funktionieren. Glücklicherweise gibt es genügend Applikationen für das iPhone und sonstige Smartphones. Hier nun eine kleine Auswahl empfehlenswerter Apps für das Projektmanagement.

iBluesky

Mit diesem Mindmapping-App können die eigenen Gedanken und Pläne sortiert werden. Gerade bei der Planung von Projekten ist das ein großer Vorteil. Die Bedienung ist denkbar einfach: Alle Mindmaps beginnen mit einem zentralen Knotenpunkt beziehungsweise dem Anfangspunkt. Von hier aus werden die neuen Arme hinzugefügt. All diese Arme können im Nachhinein umbenannt, umgesetzt, ausgeschnitten, kopiert oder gelöscht werden. Die Mindmaps lassen sich als PDF-, PNG- und Textdatei sowie in verschiedenen Mindmapping-Formaten exportieren. Einziger Wermutstropfen bei iBluesky: Aufgrund des kleinen Bildschirms geht gelegentlich die Übersicht verloren.
Preis: 6,99 Euro
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Ein Mindmap bei iBluesky

Mindmeister

Der Mindmeister ist die logische Alternative zu iBluesky. Auch hiermit können Mindmaps erstellt, bearbeitet, betrachtet, exportiert und zudem sogar mit dem Online-Konto bei Mindmeister synchronisiert werden. Dank der vollen Drag & Drop- sowie der Zoom Unterstützung gestaltet sich die Bedienung verhältnismäßig einfach. Außerdem lassen sich die Icons, Farben und Formate beliebig verändern. Ärgerlich ist nur, dass der Export via E-Mails nicht möglich ist und dass ein Horizontalmodus fehlt.
Preis: 5,49 Euro
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Projectplace

Projectplace, Europas Marktführer für webbasiertes Projektmanagement, bietet eine iPhone Applikation mit sehr breiter Funktionalität, bei der jeder Anwender einen halben Gigabyte Speicherplatz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. Projekte, Besprechungen, Dokumente, Meilensteine etc. können angesehen sowie kommentiert werden. Die Suche nach Dokumenten gestaltet sich ebenso einfach wie das Abspeichern von Informationen in einem Projekt. Eine echte Besonderheit ist die GPS-Funktion, mit der zum Beispiel Teammitglieder geortet werden können.
Preis: kostenlos
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Mobile To Do List

Mit der Mobile To Do List gerät kein Termin in Vergessenheit. Termine und Aufgaben können verschiedenen Rubriken, wie zum Beispiel unterschiedlichen Projekten, zugeordnet und mit einer Prioritätsstufe versehen werden. Erledigte Aufgaben werden anschließend abgeharkt.
Preis: Bei den meisten iPhones bereits enthalten
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Now Do This

Now Do This ist zwar eine Applikation mit verhältnismäßig schmaler Funktionalität. Dafür aber ist sie kostenlos und für manche Anwender völlig ausreichend. Alle Aufgaben können in einer Liste archiviert werden. Bei jedem Start wird eine Aufgabe präsentiert, die jetzt zu erledigen ist. Sobald diese erledigt ist, kann der Eintrag abgeharkt und in das Archiv verschoben werden.
Preis: kostenlos
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Die Erledigungsliste bei Now Do This

Things

Things ist ein mittlerweile sehr populäres Aufgabenverwaltungs-App. Aufgaben, Notizen und Fälligkeitsdaten lassen sich kinderleicht verwalten. Das heißt: Tagespläne und entfernte Zukunftspläne lassen sich detailliert erstellen. Außerdem ist dank der Erinnerungsfunktion dafür gesorgt, dass nie wieder ein Termin in Vergessenheit gerät. Gerade bei einem Projektmanagement ist diese gesamte Funktionalität sinnvoll. So lassen sich mehrere Aufgaben einem Projekt zuordnen, und das Projekt kann ebenfalls mit einem Fälligkeitsdatum versehen werden.
Preis: 7,99 Euro
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Action Method

Die umfangreiche Aufgabenverwaltung ist eine hervorragende Alternative zu Things. Auch hier können Aufgaben definiert und einer Person, einer Personengruppe oder einem Projekt zugeordnet werden. Unter einem Projekt sind dann alle dazu gehörigen Aufgaben zu finden. Eine Besonderheit ist, dass die App mit der umfangreichen Action Method Online-Anwendung synchronisiert werden kann.
Preis: kostenlos
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Encamp

Das beliebte Online-Projektmanagement-Tool Basecamp dürfte mittlerweile weiträumig bekannt sein. Passend dazu wurde ein App für das iPhone, praktisch ein mobiles Basecamp, auf den Markt gebracht. Die breite Funktionalität stößt auf Gefallen. So können unter anderem Projekte, Nachrichten, Meilensteine und Aufgabenlisten bedienerfreundlich auf dem iPhone erstellt und bearbeitet werden.
Preis: kostenlos
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Sums

Das oberste Gebot beim Projektmanagement lautet: Immer die Kosten im Auge behalten. Dank dieser Inventur Applikation gestaltet sich das nun äußerst einfach. Jede Position kann mit einer Ziffer, zum Beispiel einem Preis, versehen werden. Die App rechnet alle Positionen zusammen und zeigt die Endsumme an. Dabei werden positive Zahlen addiert und negative Zahlen subtrahiert. Selbstverständlich können nicht nur Geldbeträge sondern auch Kilos, Liter etc. zusammengerechnet werden.
Preis: 2,99 US-Dollar
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Eine Kostenkalkulation bei Sums

Merlin

Merlin gilt als die führende Projektmanagement Software auf Mac OS X. Die Applikation für das iPhone ist eine Ergänzung dazu und dient praktisch als verlängerter Arm des Desktop-Merlin. So können bereits bestehende Projekte unterwegs betrachtet sowie bearbeitet werden.
Preis: kostenlos
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Xing

Zugegeben: Die Xing Applikation ist nicht unbedingt eine Projekt-Management-App. Trotzdem kann die Übersicht und der Zugriff auf alle beruflichen Kontakte bei einem Projekt sehr nützlich sein. Und genau dafür ist die kostenlose iPhone-App programmiert worden. Xing-Nutzer können zum Beispiel Nachrichten lesen und die Kontakte aufrufen. Der gleiche Funktionsumfang wie bei der Online-Version wird aber leider nicht geboten. So können Kontaktanfragen zum Beispiel angenommen, jedoch nicht abgelehnt werden. Für den mobilen Einsatz ist die App aber dennoch ausreichend. Außerdem ist zukünftig mit einer Funktionserweiterung zu rechnen.
Preis: Kostenlos
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FinarX timesheet Pro

Mit dieser App können die Arbeitszeiten erfasst und protokolliert werden. Die Zeiten lassen sich dann zum Beispiel einem Projekt, einem Kunden oder einer bestimmten Tätigkeit zuordnen. Für die Budget-Kontrolle ist diese Übersicht ein echter Segen. Später lassen sich die einzelnen Einträge nach Kunden, Zeiten, Projekten oder Tätigkeiten filtern. Eine sinnvolle optionale Erweiterung ist der E-Mail Export eines PDF Stundenzettels für konfigurierbare Zeit-, Tätigkeits-, Projekt- und Kundenauswahl.
Preis: 7,99 Euro
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ZS-Time Calculator

Der ZS-Time Calculator bietet eine komplette Zeiterfassung für unterwegs. Die Funktionalität umfasst die Datenerfassung, Pflege und Auswertung von Arbeitszeiten sowie die Erfassung von Kosten, Budgets, Stundensätzen und Projekten. Ein großer Vorteil ist, dass die mobil erfassten Daten mit der Online-Version des ZS Time Calculator synchronisiert werden können und sogar eine Übernahme nach MS-Excel oder in andere CSV-kompatible Anwendungen möglich ist. Einziger Wermutstropfen: der verhältnismäßig hohe Preis.
Preis: 25 Euro
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Der ZS-Time Calculator

IFee

Insbesondere unter Grafikern und Designern gilt iFee als ein nützliches Tool, denn diese App hilft bei der Preisgestaltung. Der Anwender gibt seinen Stundensatz, die Arbeitsdauer, den Schwierigkeitsgrad und das Nutzungsgebiet an, sodass iFee einen fairen Preis vorschlagen kann.
Preis: 2,39 Euro
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(mm),

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Firmeninformationen auf Abruf

Wissen ist Macht! Dieses alte Sprichwort ist insbesondere im Geschäftsleben zutreffend. Wer eine neue Geschäftsbeziehung eingeht oder für einen neuen Auftraggeber tätig wird, möchte möglichst gut über seinen Gegenüber informiert sein. Die Angebote der Wirtschaftsauskunfteien kommen da gerade recht.

Dank dieser Informationsdienstleister können sich Geschäftsleute umfangreich über andere Unternehmen und Privatpersonen informieren. Wir verraten nun, welche Informationen verfügbar sind, wie man an die Informationen gelangt, worauf man achten muss und welche Anbieter es überhaupt gibt.


Ein Screenprint von Creditreform

Welche Informationen sind abrufbar?

Die typischen Firmeninformationen: Kontaktdaten, Rechtsform, Tätigkeitsbereich des Unternehmens, Betriebsstätte und Niederlassungen, Immobilienbesitz (zum Beispiel Wert und Art der Immobilie), Firmenbeteiligung an anderen Unternehmen, finanzielle Situation (zum Beispiel Zahlungsmoral, Höchstkreditvorschlag), Bankverbindungen, Unternehmens-Kennzahlen (zum Beispiel Umsätze, Gewinne/Verluste, Anzahl der Mitarbeiter).

Die typischen Privatpersonen-Informationen: Kontaktdaten, Familienstand, Beruf, finanzielle Situation (zum Beispiel Zahlungsmoral, Rankings), Immobilienbesitz (zum Beispiel Wert und Art der Immobilie), Beteiligungen (zum Beispiel Pfändungen), Bankverbindungen, Daten zu Girokonten, Krediten, Verbindlichkeiten et cetera.

Wo kommen die Informationen her?
Eine Wirtschaftsauskunftei bedient sich unterschiedlicher Quellen. Neben der Nutzung der allgemein zugänglichen Informationsquellen, wie Handelsregister, Vereinsregister, Telefonbücher und Veröffentlichungen im Bundesanzeiger sowie anderen Publikationen, werden gelegentlich auch Befragungen von Geschäftspartnern oder Bekannten auch Selbstbefragungen durchgeführt. Für die Beurteilung der Bonität und der gesamten finanziellen Situation findet oftmals eine Kooperation mit den Inkassobüros statt.

Wer darf sich informieren?
Aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen ist es nicht erlaubt, sich aus bloßer Neugierde über seinen Nachbarn oder den Friseur an der Straßenecke zu informieren. Nur wenn ein berechtigtes Interesse gemäß Bundesdatenschutzgesetz vorliegt, ist die Auskunftseinholung gestattet. Einfach ausgedrückt: Sollte sich eine Geschäftsbeziehung anbahnen, ein Forderungseinzug beziehungsweise ein Kauf-, Miet- oder Leasingvertragsabschluss bevorstehen, darf man ruhigen Gewissens Informationen kaufen. Eine Kontrolle findet allerdings nicht statt. Der Interessent muss lediglich erklären, warum er die Informationen benötigt.

Wie gelange ich an die gewünschte Information?
Eines ist sicher: Ein Mangel an Wirtschaftsauskunfteien liegt nicht vor. Wer bei Google den Begriff „Firmeninformationen“ eingibt, bekommt knapp 600.000 Ergebnisse serviert. Der Datenhandel erlebt praktisch einen Boom. Trotzdem sollte man nicht den Fehler begehen und sich für den erstbesten Anbieter entscheiden. Die Unterschiede bei den Preisen, der Anzahl an Informationen, der Aktualität und der Verlässlichkeit sind enorm. Außerdem wird bei den Angeboten zwischen Einzelabrufen und Mitgliedschaften unterschieden. Für Großunternehmen mag Letzteres lohnend sein, denn sie zahlen einen Festbetrag und können dafür beliebig viele Informationen einholen. Kleinunternehmen, die nur gelegentlich eine Auskunft benötigen, sollten ihre Informationen aber lieber einzeln kaufen. Die Bestellung erfolgt online, per Telefon, per Fax oder per Brief.

Was gibt es sonst noch zu beachten?
Das oberste Gebot ist absolute Diskretion. Der Datenempfänger darf die Daten nur für den eigenen Gebrauch und den angegebenen Zweck verwenden. Sollte man die Daten unerlaubt weitergeben, haftet der Empfänger für alle Schäden, die durch die Indiskretion entstanden sind; und das könnte teuer werden.


Ein Screenprint von D&B

Die Anbieter im Kurzportrait

Fünf ausgewählte Wirtschaftsauskunfteien genauer vorgestellt. Bei den angegebenen Preisen handelt es sich um Netto-Preise.

Creditreform: Creditreform ist eine Unternehmensgruppe, die sich insbesondere als Wirtschaftsauskunftei einen Namen gemacht hat. Die Privatpersonen-Datenbank beinhaltet 60 Millionen Datensätze von über 22 Millionen Bundesbürgern. In der Firmendatenbank sind 3,9 Millionen Auskünfte enthalten. Für die Datenempfänger wird eine Mitgliedschaft vorausgesetzt. Anders als bei der Schufa besteht allerdings nicht die Pflicht, selber Erfahrungen mit Firmen bekannt zu geben.

Neukunden müssen eine Einrichtungsgebühr von 150 Euro zahlen. Die Jahresgebühr beträgt je nach Umfang zwischen 300 und 600 Euro. Alternativ wird ein Kontingent an Auskünften angeboten. Bei einem Preis von 45 Euro für eine Wirtschaftsauskunft handelt es sich aber um ein teures Vergnügen. Immerhin gibt es Mengenrabatte: 100 Wirtschaftsauskünfte kosten zum Beispiel 24,50 Euro je Abruf. Ein erworbenes Kontingent hat eine Gültigkeit von 12 Monaten. Webseite

D&B: Dun & Bradstreet gilt als der weltweit größte Dienstleister für Wirtschaftsinformationen. Der Konzern, der etwa 8.000 Mitarbeiter beschäftigt und rund 150.000 Kunden hat, ist in New Jersey/USA angesiedelt. Die Firmendatenbank beinhaltet insgesamt 160 Millionen Firmenprofile, davon 4,5 Millionen Profile deutscher Firmen. Leider sind die Preise ausgesprochen hoch. Ein Firmenprofil eines deutschen Unternehmens kostet 250 Euro, eines europäischen Unternehmens 250 Euro und eines amerikanischen Unternehmens 300 Euro. Die Alternative ist das sogenannte Starterpaket: Für 650 Euro sind in einem Jahr insgesamt 30 Informationsabrufe möglich. Bei Firmeninformationen aus dem Ausland verringert sich die Anzahl möglicher Abrufe. Webseite

Hoppenstedt: Die Hoppenstedt Gruppe wurde im Jahre 1926 als Buchverlag gegründet und ist mittlerweile zu einem Informationsdienstleister geworden. Laut der Firmenwebseite betreut das Darmstädter Unternehmen mehr als 20.000 Kunden, sodass die Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH zu den größten Anbietern von Wirtschaftsinformatioen zählt.

Die Kunden können sich zwischen unterschiedlichen Tarifen entscheiden. Für 1.675 Euro wird ein ganzjähriger Zugriff auf die Datenbank angeboten. Für einen Aufpreis von 500 Euro stehen zudem mehrere Export- und Filterfunktionen zur Verfügung. Kleinunternehmer, die einen unregelmäßigen Bedarf haben, können das Prepaid-System nutzen. Das Guthaben wird mit 50 bis 500 Euro aufgeladen und jeder Datenaufruf schlägt mit 5 Euro zu Buche. Bei einem besonders hohen Bedarf könnte die gesamte Datenbank mit rund 300.000 Firmenprofilen auf DVD erworben werden. Aufgrund des hohen Preises, der je nach Umfang bis zu 13.000 Euro beträgt, richtet sich dieser Datenträger nicht unbedingt an Selbstständige. Webseite

Genios: Die GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH hat ein interessantes Angebot auf Lager. Die Kunden können bequem mehrere Datenbanken auf einen Schlag abfragen. So zum Beispiel von Creditreform, Hoppenstedt, D&B Deutschland und vielen mehr. Das Prinzip gestaltet sich denkbar einfach. Der Anwender muss unter dem Punkt „Firmeninformationen“ lediglich den Namen der betreffenden Firma eingeben. Daraufhin erscheint eine Übersicht der verfügbaren Informationen von den unterschiedlichen Quellen mit den jeweiligen Preisangaben. Die kostenlose Vorschau verrät, welche Informationen über das gesuchte Unternehmen jeweils zur Verfügung stehen. Abschließend wird das Dokument einfach in den Warenkorb gelegt und gekauft. Webseite


Der Selbstversuch: Auch über die Smashing Media GmbH hat Genios viele Informationen auf Lager

Atriga: Die Atriga GmbH ist insbesondere für die Bonitätsprüfungen bekannt. Ohne Mitgliedschaft können Prüfungen von Unternehmen (10,50 Euro) und Privatpersonen (9,00 Euro) durchgeführt werden. Neben diesem „Consumer Express Check“ und dem „Business Express Check“ bietet das hessische Unternehmen den „Business Express Exclusive“. Das beinhaltet neben der Bonitätsprüfung eine ausführliche Wirtschaftsauskunft und kostet derzeit 26,00 Euro. Laut der Unternehmenswebseite sind die Informationen nach wenigen Minuten bereits verfügbar. Webseite

(sl), ™, (mm),

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Büroprogramme 2011: Das neue Büro Easy und QuickBooks

Mit BüroEasy und QuickBooks soll sich die Buchhaltung kinderleicht gestalten. Wir haben uns die neuen Jahresversionen genauer angeschaut und verraten nun, ob die Programme einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben.

Möchte ein Unternehmer sich eigenständig um seine Buchhaltung kümmern, ist eine passende Software äußerst hilfreich. Neben den Online-Varianten haben sich insbesondere die Programme von Buhl Data und Lexware etabliert. Letzterer Software-Hersteller ist für die Programme Büro Easy und QuickBooks verantwortlich. Die neuen Jahresversionen erscheinen stets im Sommer, so auch jetzt die 2011er Versionen.

Zielgruppe – idealer Einsatzbereich der Programme

Die Basisinformationen zu diesen Programmen dürften aufgrund unserer letzten Artikel (siehe Büroprogramme 2010) bereits weitestgehend bekannt sein. Trotzdem noch einmal zur Erinnerung: QuickBooks Plus und Büro Easy sind für Kleinunternehmer mit bis zu fünf Mitarbeitern gedacht, die sich selber um ihre Buchhaltung kümmern möchten.

Leistungsumfang

  • Rechnungen und Angebote erstellen
  • Kassenbuch
  • Überblick sämtlicher Geschäftszahlen
  • Überwachung des Zahlungsverkehrs
  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Einschlägige Kenntnisse oder Erfahrungen in der Buchhaltung sind nicht erforderlich. Insbesondere bei Büro Easy gestaltet sich der Einstieg erfreulich einfach. Grund sind die Schritt-für-Schritt-Begleitungen bei den Kernfunktionen. So zum Beispiel beim Anlegen der Stammdaten: Per Frage-Antwort-System wird der Anwender durch die Einrichtung geführt, sodass danach alle Basisinformationen archiviert sind. Neben der Büro Easy Standardversion wird die sogenannte Plus-Version angeboten, die eine Reisekostenabrechnung, Mitarbeiterverwaltung, Zeiterfassung, Termin- und Aufgabenmanagement sowie Projektverwaltung beinhaltet.

QuickBooks punktet mit Buchungsauswertungen

QuickBooks ist weniger einsteigerfreundlich als Büro Easy, bietet dafür aber eine etwas umfangreichere Funktionalität. Insbesondere die vielen Buchungsauswertungen können ein Argument für QuickBooks sein. Ansonsten sind die Programme nahezu identisch.


Beim ersten Programmstart werden die Stammdaten angelegt.

Die Neuerungen

Das wichtigste Kaufargument für die neuen Jahresversionen ist, dass die Programme bis Ende 2011 nutzbar sind. Die 2010er Versionen hingegen sind ab dem 1. Januar 2011 nur noch beschränkt zu gebrauchen. Möchte man also langfristig mit einem dieser Büroprogramme arbeiten, wird man sich die neue Jahresversion beziehungsweise das Update gezwungenermaßen zulegen müssen. Die neuen Programminhalte sind meist nur im Detail zu finden, können mitunter aber sehr nützlich sein.

Bei dem ersten Programmstart werden mit einem neuen Einführungsvideo die wesentlichen Programmfunktionen erklärt und der Moderator führt durch die einzelnen Menüs. Erfreulich ist, dass diese Erklärungen nun endlich dauerhaft ausgestellt werden können. Vorbei sind also die Zeiten, in denen die Tutorial-Videos immer wieder unaufgefordert starteten. Bei QuickBooks war dieses Problem ohnehin nicht vorhanden, weil es solche Tutorial-Videos nicht gibt. Selbst das umfangreiche Handbuch ist in der neuen Jahresversion nicht mehr enthalten und stattdessen als PDF-Datei auf der DVD zu finden. Das mag mit Kostensenkungen oder gar der Umweltfreundlichkeit zu begründen sein. Trotzdem: Ein Handbuch in Buchform dürfte von den meisten Kunden als anwenderfreundlicher empfunden werden.

Mehr Übersicht im Kunden-Center

Die meisten Programmveränderungen haben im Kunden-Detail-Center stattgefunden. So liefern neue Inhalte nun alle relevanten Daten über jeden einzelnen Kunden. Auf einem Klick ist erkennbar, welche Artikel oder Dienstleistungen der Kunde bisher erworben hat, wie es um seine Zahlungsmoral steht, welche Angebote unterbreitet wurden, wie der bisherige Auftragsverlauf war und vieles mehr. Überhaupt lässt sich das gesamte Kunden-Center nun übersichtlicher gestalten. So können einzelne Artikel beziehungsweise Kunden, die im täglichen Geschäft gerade keine Rolle spielen, vorübergehend ausgeblendet oder komplett gelöscht werden.

Auch die sogenannte Mehrfachauswahl kommt der Übersicht sehr zugute. So kann der Anwender nun mehrere Kunden beziehungsweise Artikel gleichzeitig anwählen und alle dazugehörigen Informationen auf einem Dokument übersichtlich zusammenstellen. Weiterhin wird die Arbeit durch eine neue Suchfunktion vereinfacht, die in allen Menüs zur Verfügung steht. Kunden, Artikel, oder Angebote werden damit umgehend gefunden. Dank der Sortierfunktion hat der Anwender nun sogar die Möglichkeit, eine eigene Ordnung zu erschaffen und sämtliche Listen nach Nummern, Namen oder anderen Kriterien zu sortieren. Zugegeben: All das sind keine Meilenschritte, erleichtern die tägliche Arbeit aber ungemein.


Das übersichtliche Menü vereinfacht den Einstieg.

BüroEasy – weitere Neuerungen

Weitere Neuerungen, die sich aber nur auf Büro Easy beziehen, sind die Akontorechnung und die Projektverwaltung.

Akonto-Rechnungen erlauben eine prozentuale beziehungsweise stückweise Rechnungsstellung nach Projektfortschritt. Die Abrechnung von großen Projekten erfolgt übersichtlich über einzelne Teile. Der jeweilige Fortschritt lässt sich über Berichte genau ermitteln.

Projektverwaltung: Damit können Sie Angebote und Rechnungen nach Projekt erstellen. Berichte und Tabellen werden mit Projektdaten ausgegeben. Das Erfassen von Angebots- und Rechnungsdaten nach Projekt erlaubt die Analyse von Kosten und Erlösen für einzelne Projekte. Daraus können Sie ersehen, welchen Anteil die Projekte beziehungsweise Umsätze mit einzelnen Kunden zum Gewinn des jeweiligen Geschäftsjahres beigetragen oder welche Löcher sie womöglich gerissen haben.

Fazit

Bahnbrechende Neuerungen haben wir nicht erwartet, und bahnbrechende Neuerungen haben wir auch nicht bekommen. Dennoch fällt das Fazit positiv aus. Insbesondere die Erweiterungen im Kunden-Detail-Center sind sinnvoll und erleichtern die Arbeit.

Dass bei Büro Easy nun die Tutorial Videos endlich dauerhaft abgestellt werden können, war zwar längst überfällig, ist aber trotzdem sehr erfreulich. Nichtsdestotrotz muss noch einmal erwähnt werden, dass nicht jeder Unternehmer zwingend mit solch einem Programm arbeiten muss. Wer nur für eine kleine Anzahl an Kunden tätig ist, dementsprechend wenig Rechnungen sowie Angebote erstellt und darüber hinaus die Einnahmen-Überschuss-Rechnung von einem Steuerberater erledigen lässt, kann gut auf ein solches Büroprogramm verzichten.

Die Alternativen
Die hauptsächlichen Konkurrenzprodukte stammen von Buhl Data und heißen “WISO Selbstständig” und “WISO Mein Büro” (siehe unseren Artikel). Die nächsten Jahresversionen werden voraussichtlich im Spätherbst erscheinen. Ein Artikel über die 2010er Versionen ist im Dr. Web Magazin bereits erschienen.

Weiterhin stehen verschiedene Online-Anwendungen zur Auswahl. So zum Beispiel auch aus dem Hause Lexware das sogenannte Lexlive. Damit können Freiberufler und Kleinunternehmer via Internet eine Kundendatenbank führen, Rechnungen, Angebote sowie Aufträge erstellen und all die Daten dem Steuerberater übermitteln. Nach einer kostenlosen 60tägigen Testphase kann die Internet-Anwendung für 4,99 Euro monatlich genutzt werden.

Darüber hinaus wird Lexlohn als Lohn- und Abrechnungsservice für Kleinunternehmer ohne Lohn-Fachkenntnisse angeboten. Die Grundgebühr beträgt 6 Euro monatlich und je Abrechnung schlagen weitere 3,50 Euro zu Buche. Langfristig möchte Lexware ohnehin verstärkt im Bereich des Internets aktiv sein. Aus dem Hause Lexware teilte man uns mit, dass Büro Easy und QuickBooks als Online-Anwendungen zukünftig denkbar seien.


Auch Lexlive bietet ein übersichtliches Menü

Die Schulungen
Trotz aller Anwenderfreundlichkeit und Tutorial Videos fällt manchen Anwendern der Einstieg in die Welt der Büroprogramme schwer. Glücklicherweise können die Betroffenen eine entsprechende Schulung in Anspruch nehmen. Entsprechende Angebote bietet zum Beispiel die Haufe-Akademie, die Lexware-Akademie, die Volkshochschule und die freiberufliche Trainerin Andrea Kutsch.

(mm)

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Tutorials

Per Selbststudium zum Webdesigner

Der Weg zum erfolgreichen Webdesigner führt nicht einzig und allein über ein Studium. Dank des Internets hat das auto-didaktische Lernen an Bedeutung gewonnen. Wir liefern nun einige interessante Links, damit das Selbststudium direkt beginnen kann.

Gerade für selbstständige Webdesigner gilt, dass man niemals ausgelernt hat. Um die steigenden Anforderungen der Kunden erfüllen zu können, ist ein gewisses Know-How erforderlich. Dass es genügend Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, haben wir bereits in den vergangenen Artikeln (siehe Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten) erläutert. Doch nicht jeder hat genügend Zeit, um regelmäßig an einem Präsenzunterricht teilzunehmen. Hinzu kommt die finanzielle Belastung. Mehrwöchige Seminare verschlingen meist vierstellige Beträge. Selbst ein Wochenendseminar kostet mehrere hundert Euro. Glücklicherweise jedoch ist niemand dazu gezwungen, solche kostspieligen Weiterbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Das Internet bietet viele Tutorials und Blogs, wodurch das Auto-didaktische Lernen ebenso sinnvoll sein kann wie der Präsenzunterricht. Hier nun einige interessante und vor allem kostenlose Lern-Webseiten:

Little Boxes – Webseiten gestalten mit HTML und CSS
Mit den Little-Boxes-Büchern hat Peter M. Müller, der bei der PROCON GmbH als Dozent mit dem Themenschwerpunkten Web Publishing angestellt ist, der nachrückenden Webdesign-Generation einen einfachen Einstieg ermöglicht. Die drei Bücher sind unterhaltsam geschrieben, teilweise sogar ein bisschen humorvoll, und vermitteln das erforderliche Basiswissen. Außerdem begeht Peter Müller nicht den Fehler vieler Autoren, mit Fachwörtern um sich zu werfen und die Einsteiger zu überfordern. Im Gegenteil: Auf fast jede Erklärung folgt ein Beispiel, wodurch die Inhalte besser nachvollziehbar sind.
Eines dieser Werke, Teil 1 – Webseiten gestalten mit HTML und CSS, ist auf der Internetseite von Peter Müller komplett online gestellt. Die Kapitel lauten: HTML Grundlagen – Kästchen gestalten, CSS Grundlagen – Kästchen gestalten, CSS Positionierung – Kästchen verschieben, CSS mehrspaltige Layouts, Nützliche Werkzeuge.
Eine Alternative zum Buch bzw. dem Online-Kurs ist das Videotraining auf DVD für 39,95 Euro. Wer das erlangte Wissen vertiefen möchte, darf sich im Little Box – Teil 2 per Buch oder Videotraining mit den weitergehenden CSS Techniken vertraut machen. Link

Dank der teilweise bebilderten Beispielen finde sich Einsteiger mit Little Boxes schnell zurecht

Einführung in XHTML, CSS und Webdesign
Michael Jendryschik, Webentwicklungs-Bereichsleiter bei der Itemis AG in Lünen, hat sein Buch “Einführung in XHTML, CSS und Webdesign” komplett online gestellt. Auch dieses Werk richtet sich vorwiegend an Einsteiger. Trotzdem muss zwischen diesem Einführungsbuch und “Little Boxes” unterschieden werden. Michael Jendryschik schreibt einerseits etwas fundierter, andererseits aber auch weniger unterhaltsam. Außerdem setzt er, auch wenn in der Beschreibung das Gegenteil behauptet wird, ein gewisses Basiswissen voraus.
Das Werk beginnt mit einer Einführung, erklärt die Grundlagen des Internets und die Hilfsmittel, bietet eine HTML sowie eine CSS Einführung und behandelt die Eigenschaften und Werte. Besonders hilfreich ist das letzte Kapitel: Die Beispielwebseite! Schritt für Schritt erklärt Michael Jendryschik anhand einer fiktiven Restaurant-Webseite, wie solch ein Projekt geplant und umgesetzt wird. Es beginnt mit dem XHTML Grundgerüst, umfasst sämtliche Arbeitsschritte wie die Hauptnavigation und dem Styling des Kopfbereichs und endet mit den Browsertests sowie Bugfixes. Link

SELFHTML
SELFHTML hat in der Webdesigner-Szene längst Kultstatus erlangt. Das Webprojekt von Autor Stefan Münz, der das 1232-seitige Buch “Webseiten professionell gestalten” geschrieben hat, war für eine ganze Generation von Webdesignern die Informationsquelle Nummer 1. Noch immer sind auf dieser Seite zahlreiche Tutorials zu finden. Die wesentlichen Webtechnologien -HTML/XHTML
CSS, XML/DTDs, JavaScript/DOM, Dynamisches HTML, Perl und PHP- werden umfangreich abgehandelt. Trotzdem sind die Tutorials mittlerweile mit Vorsicht zu genießen. Der Grund ist, dass die Inhalte nicht regelmäßig aktualisiert wurden und teilweise veraltet sind. Fortgeschrittene finden hier zwar weiterhin interessante Tipps, doch für Einsteiger ist diese Seite komplett ungeeignet. Ein Anfänger wird schließlich nicht erkennen, ob das aktuell Erlernte überhaupt noch zeitgemäß ist. Die Gefahr, sich überholtes Wissen anzueignen, ist also nicht zu unterschätzen. Link

Sitepoint-Reference
Sitepoint Reference wird gerne als das englische SELFHTML bezeichnet. Dahinter steckt der australische Sitepoint Verlag, der im Jahre 1997 gegründet wurde und sich durch Werbung, Sponsoring, Bücher, Softwares und Video-Streaming-Angebote finanziert. Auf Sitepoint Reference werden viele Erklärungen und Tutorials im Bereich HTML, CSS und JavaScript geboten. Positiv ist, dass die Seite regelmäßig aktualisiert wird und die Erläuterungen dadurch immer auf der Höhe der Zeit sind. Für Einsteiger sind die Inhalte jedoch nicht unbedingt geeignet. Die Empfehlung lautet daher, erst “Little Boxes” und “Einführung in XHTML, CSS und Webdesign” durchzuarbeiten und das erlangte Wissen später mit der Sitepoint Reference zu vertiefen. Link

Webkrauts
Bei den Webkrauts handelt es sich um einen Zusammenschluss von rund 100 deutschsprachigen Webworkern. Dazu zählen unter anderem die Buchautoren Peter M. Müller, Michael Jendryschik und Nils Pooker (“Der erfolgreiche Webdesigner“ aus dem Galileo Press Verlag). Gemeinsam setzen sie sich für Webstandards ein, fungieren als Ansprechpartner und führen Projekte durch. Auf der Internetseite befinden sich zahlreiche Artikel über unterschiedliche Themen, wie zum Beispiel HTML5 Einführungen. Darüber hinaus erscheint jedes Jahr ein sogenannter Adventskalender mit 24 interessanten Artikel, gefüllt mit Praxistipps und vielen Beispielen. Alle bisherigen Adventskalender, insgesamt fünf sind bereits erschienen, können noch immer durchgeschaut werden. Für Einsteiger ist die Webseite weniger interessant, weil es keine umfassenden Einführungskurse gibt. Fortgeschrittene hingegen werden sich über die vielen interessanten Artikel freuen. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Seite noch etwas unübersichtlich ist. Laut Auskunft von Lars Pooker soll aber bis Ende des Jahres 2010 eine Überarbeitung erfolgen. Link

Yaml
Yaml (Yet Another Multicolumn Layout) ist ein CSS-Framework sowie -Tutorial und bietet auf der Webseite eine komplette Dokumentation. Es beginnt mit der Einführung, die Grundlagen werden erklärt, es folgen die CSS Bausteine und die Anwendungen. Besonders interessant ist das Kapitel 3.4: Anpassungen für den IE! Hier wird genau erläutert, welche Probleme mit dem Internet-Exlorer entstehen können und wie man diese umgeht. Link

Smashing Magazine
Das englischsprachige Smashing Magazine, das wie auch Dr. Web von der Smashing Media GmbH stammt, wurde im September 2006 gegründet und genießt seitdem hohes Ansehen in der Webdesign-Szene. Kompetente Autoren informieren über die neuesten Trends sowie Techniken und liefern vielerlei Tutorials. Die Themen sind dabei breit gefächert und reichen von CSS und HTML bis hin zu grafischen Inspirationen. Link

Wir freuen uns auf Eure Tipps!
Das Internet bietet eine Vielzahl an Auto-didaktischen Lernangeboten, so dass wir lediglich eine kleine Auswahl präsentieren konnten. Gerne aber möchten wir das Thema weiterführen. Sicherlich habt auch Ihr bereits Erfahrungen mit Tutorials und Blogs gemacht. In den Kommentaren könnt Ihr nun davon berichten. Schreibt uns, auf welchen Webseiten ein effektives Selbststudium möglich ist.

(mm),

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Fortbildung Programmierung

Nützliche Weiterbildungsangebote für Web-Worker

Web-Worker – egal ob Seitenbetreiber, Designer oder Entwickler – können sich keinen Stillstand leisten. Möchte man wettbewerbsfähig sein, sollte man sich regelmäßig weiterbilden. Wir präsentieren nun eine kleine Auswahl interessanter Weiterbildungsmöglichkeiten. Außerdem wird verraten, welche staatlichen Förderungen zur Verfügung stehen.

Wer sich für den Beruf des Webdesigners interessiert, hat die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Ausbildungswegen. Möglich wäre eine Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print, ein Webdesigner-Lehrgang bei einem Fernunterrichtsinstitut oder ein Hochschulstudium. Selbst der Quereinstieg kann zum Erfolg führen.

Der Grund für diese Vielfalt ist simpel: Eine typische Webdesigner-Ausbildung gibt es nicht und wird es wohl auch zukünftig nicht geben. Eine staatliche geprüfte Qualifikation ist nicht erforderlich, so dass sich praktisch jeder als Webdesigner bezeichnen darf. Das heißt jedoch nicht, dass tatsächlich jeder diesen Beruf ausüben kann. Die Arbeitgeber und Auftraggeber picken sich eben die Besten heraus. Es liegt somit im Interesse eines jeden Webdesigners, sich weiterzubilden und zusätzliche Qualifikationen zu erlangen. Wir möchten Ihnen nun bei der Suche nach einem Weiterbildungsangebot behilflich sein.

Selbstverständlich ist es nicht möglich, alle Angebote im deutschen Raum aufzulisten. Wir präsentieren ihnen daher lediglich eine kleine Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Dabei stellen wir je Themengebiet einen Kurs detaillierter vor. Auf Workshops mit ähnlichem Inhalt verweisen wir per Verlinkung. Sollte es dabei gravierende Unterschiede gegenüber dem detailliert vorgestellten Workshop geben, wird darauf hingewiesen.

Webdesigner-Einführung
Anbieter: Macromedia
Ort: München, Stuttgart
Dauer: 16 Wochen (45 Wochenstunden)
Kosten: 5.213 Euro
Voraussetzung: Die Zielgruppe sind Fachleute aus den Bereichen Grafik, Design, Layout, Fotografie, Reprografie und Journalismus.
Inhalte: Die Weiterbildung ist eine Einführung in die effiziente Webseitengestaltung mit Flash und Dreamweaver. Die Inhalte sind Vektorgrafik, Bildbearbeitung, XHTML und CSS, Flash und Actionscript. Es endet mit einer Projektarbeit, wobei im Team ein eigenes Projekt geplant und umgesetzt wird.
Weitere Infos

Workshops mit ähnlichem Inhalt werden unter anderem hier angeboten:

  • IHK Bildungsinstitut Hellweg Sauerlang GmbH (Soest/Nordrhein Westfalen)
  • WBS Training AG (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)
  • L4 – Institut für digitale Kommunikation (Berlin)
  • Akademie Deutsche POP (Berlin, Hamburg, Köln, München) Dieser Kurs zieht sich über 18 Monate mit jeweils vier Wochenstunden.
  • Computer Schule Lübeck GmbH (Lübeck) Die Schulung wird nicht nur in Voll-, sondern auch in Teilzeit angeboten.

Eine Weiterbildung gefällig? Macromedia (siehe Screenshot) bietet eine breite Auswahl

Flash und PHP-Entwickler
Anbieter: Macromedia
Ort: München
Dauer: 12 Wochen (45 Wochenstunden)
Kosten: 3.910 Euro
Voraussetzung: HTML-Grundkenntnisse
Inhalte: Behandelt werden viele Aspekte der Programmierung mit Flash und PHP, wobei der Schwerpunkt auf dem Datenzugriff für Internetanwendungen liegt. Die Inhalte sind Flash/Actionscript, Server/Datenbanken, Grundlagen PHP/ TYPO 3 und PHP mit MySQL. Es endet mit einer Projektarbeit, wobei im Team ein eigenes Projekt geplant und umgesetzt wird.
Weitere Infos

Workshops mit Themenschwerpunkt “PHP” werden unter anderem auch hier angeboten:

  • Wildner AG (München)
  • WBS Training AG (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)
  • PC College (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt) Es handelt sich um Wochenendseminare

Workshops mit Themenschwerpunkt “Flash” werden unter anderem auch hier angeboten:

Java Programmierung
Anbieter: Fernakademie Klett
Ort: Es handelt sich um ein standortunabhängiges Fernstudium
Dauer: Individuell (bei 9 Wochenstunden rund 15 Monate)
Kosten: 1.980 Euro / 132 Euro monatlich (vier Wochen kostenlos testen)
Voraussetzung: Gute Computerkenntnisse und PC-Kenntnisse
Inhalte: Der Fernunterricht beginnt mit der Einführung in Java und in die objektorientierte Programmierung. Zu den weiteren Themenschwerpunkten zählt Java-Packages, Java-Applikationen und Java-Datenbanken. Eine Besonderheit an diesem Fernunterricht ist, dass die Schüler bei Interesse an zwei dreitägigen Seminaren vor Ort teilnehmen dürfen, die sich mit den Java-Grundlagen und dem Java-Aufbau beschäftigen. Die Teilnahme ist jedoch keine Pflicht und die Seminargebühren sind nicht in den Studiengebühren enthalten.
Weitere Infos

Workshops mit ähnlichem Inhalt werden unter anderem hier angeboten:

  • ILS (Standortunabhängiges Fernstudium)
  • Firebrand Training GmbH (Rotenburg an der Fulda) Bereits nach sechs Tagen Vollzeitunterricht (insgesamt 60 Unterrichtsstunden) ist man ein zertifizierter Java-Programmierer.
  • PC College (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt) Es handelt sich um Wochenendseminare

Ajax Programmierung
Anbieter: Institut für Wissenstransfer
Standort: Bremen
Dauer: 3-Tagesseminar
Kosten: 820 Euro
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Bereich der Programmierung und/oder Anwendungsentwicklung
Inhalte: Der freiberufliche Softwareentwickler Frank Bahn beginnt mit einem Ajax- und Web 2.0 Überblick. Die weiteren Themenscherpunkte sind das XMLHttpRequest-Objekt, AJAX Frameworks, Prototype JS (die Basisbibliothek für AJAX-Entwickler), Scriptaculous (das Framework für visuelle Effekte), Dojo Toolkit (Objektorientiertes AJAX für den Client ), DWR (Easy AJAX for Java) der Einsatz verschiedener Frameworks in einem Projekt und das Debuggen mit Firefox und Firebug.
Weitere Infos

Workshops mit ähnlichem Inhalt werden unter anderem hier angeboten:

  • PC College (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)
  • Eden Market GmbH (Stuttgart) Der Workshop besteht aus einem eintägigen Unterricht.
  • GFU Cyrus AG (Köln)
  • Akademie Lingott (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt; außerdem in Salzburg, Wien und Zürich)

Eden Market Screenshot

SQL Server 2005/2008 Grundseminar
Anbieter: Bayrische Verwaltungsschule (BVS)
Standort: Lauingen (Bayern)
Dauer: 3 Tage
Kosten: 420 Euro (zzgl. 80 Euro Unterkunft und 69 Euro Verpflegung)
Voraussetzung: Grundkenntnisse relationaler Datenbanken werden erwartet.
Inhalt: Die Themenschwerpunkte sind Installation und Konfiguration einer MS-SQL Datenbank,
Verwaltung von Datenbanken und Dateien, SQL Server-Sicherheit, Sicherung und Wiederherstellung von Datenbanken, Automatisierung von Verwaltungsaufgaben und Unterschiede von SQL Server 2005 und 2008 und Neuerungen von SQL Server 2008. Nach Abschluss des Wochenendseminars soll man dazu in der Lage sein, das Client/Server- Datenbankmanagement- system SQL Server 2005/2008 zu installieren, zu konfigurieren und zu verwalten.
Neben dem Grundseminar werden viele weitere Seminare zum Thema SQL Server und Datenbanken angeboten.
Weitere Infos

Workshops mit ähnlichem Inhalt werden unter anderem hier angeboten:

  • PC College (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)
  • GFN AG (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)
  • Industrie und Handelskammer (Standorte sind in der gesamten Bundesrepublik verteilt)

Web-Projekt-Management
Anbieter: SAWI
Standort: Dübendorf (Schweiz)
Dauer: 50 Kurstage
Kosten: 17.900 CHF (rund 12.500 Euro)
Voraussetzung: Eine solide Grundausbildung (Mittlere Reife, Berufsmatura oder Berufsausbildung) sowie Informatikkenntnisse und Berufserfahrung.
Inhalt: Die Weiterbildung beinhaltet sechs Schwerpunktmodule. Es beginnt mit den Grundlagen der Kommunikation und Führung und der Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Der nächste Themenschwerpunkt ist die visuelle Kommunikation mit der Web-Gestaltung sowie die Grundlagen der visuellen Kommunikation und interaktiven Kommunikationskonzepte. Bei der Managementmethodik geht es wiederum um die Grundlagen, die Problemlösungsmethodik und die Erfassung von Benutzerbedürfnissen. Die letzten beiden Module behandeln die Themen Informations- und Kommunikationsinstrumente sowie Internet-Engineering und E-Business.
Weitere Infos

Weitere Workshops mit dem Themenschwerpunkt “Projekt Management beziehungsweise Web-Projekt Management” werden unter anderem hier angeboten:

Nicht die richtige Weiterbildung gefunden?
Kein Problem. Dank des Internets ist die optimale Weiterbildung schnell ausfindig gemacht. Das Suchsystem auf IT-Fortbildung.com und Kursnet ist besonders hilfreich.

Bildungsgutschein & Bildungsprämie: Lassen Sie den Staat bezahlen!
Die Teilnahme an einer Weiterbildung ist meist auch eine Kostenfrage. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, sich vom Staat finanziell unter die Arme greifen zu lassen. Dank des Bildungsgutscheines werden die Lehrgangskosten und gegebenenfalls auch die Kosten für Anreise, Unterbringung und Pflege der Kinder übernommen. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass diese Förderung lediglich Arbeitslosen bewilligt wird. Auch Arbeitnehmer und Selbstständige können die Förderung beantragen, wenn es der Sicherung des Arbeitsplatzes bzw. der Selbstständigkeit dient. Voraussetzung ist, dass die Weiterbildungsmaßnahme von der Agentur für Arbeit als Maßnahme für die Weiterbildungsförderung nach § 85 SGB III („Bildungsgutschein“) zugelassen ist.

Der Antrag muss vor dem Beginn und vor der Anmeldung zur Weiterbildungsmaßnahme eingereicht werden. Jedoch kann sich niemand sicher sein, ob er die Förderung tatsächlich bekommen wird. Es besteht kein Rechtsanspruch, denn es handelt sich um eine sogenannte Kann-Leistung. Das heißt: Ob eine Förderung bewilligt wird, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit von Fall zu Fall ganz individuell. Und manchmal ist es kaum nachvollziehbar, warum der eine Antrag bewilligt wird und der andere nicht.

Die Alternative zum Bildungsgutschein ist die neu eingeführte Bildungsprämie, die ausschließlich für Angestellte und Selbstständige (nicht für Arbeitslose) angedacht ist. Der Unterschied gegenüber dem Bildungsgutschein ist, dass nicht die gesamten Weiterbildungskosten, sondern höchstens 500 Euro, maximal aber 50 Prozent der Gesamtkosten, übernommen werden.

Ein kleiner Trost für alle, denen keine Förderung zusteht: Die Weiterbildungskosten können grundsätzlich als Weiterbildungskosten in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.

(tm), (mm)

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Webdesign

Die richtige Ausbildung für Webdesigner

Immer mehr junge Leute interessieren sich für den Beruf des Webdesigners. Aufgrund des steigenden Bedarfs handelt es sich auch tatsächlich um einen Beruf mit Perspektive. Doch welche Ausbildung sollte ein werdender Webdesigner absolvieren? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen.

Automechaniker machen eine Berufsausbildung als KFZ-Mechaniker beziehungsweise Mechatroniker, Schauspieler besuchen eine Schauspielschule und Ärzte absolvieren ein Medizinstudium. In den meisten Berufen ist der Ausbildungsweg ziemlich genau vorgegeben. Nicht so jedoch im Webdesign. Weil keine staatlich geprüfte Qualifikation benötigt wird, darf sich praktisch jeder als Webdesigner bezeichnen. Und tatsächlich haben viele erfolgreiche Webdesigner wie zum Beispiel Nils Pooker (Autor des Buches „Der erfolgreiche Webdesigner“), die erforderlichen Fähigkeiten durch Learning-bei-Doing erlernt. Gerrit van Aaken, im Internet unter Praegnanz.de präsent, hat wiederum Medien-Design an der Fachhochschule Mainz studiert und somit den akademischen Weg gewählt.

Gerade unter den Webdesignern gilt also das altbekannte Sprichwort “Viele Wege führen nach Rom”. Das ändert jedoch nichts daran, dass eine fundierte Ausbildung weiterhin von Vorteil ist. Gerade, wer sich langfristig eine Festanstellung wünscht, kann mit einem fachbezogenen Studium oder einer praxisbezogenen Berufsausbildung die Chancen erhöhen.


Gerrit van Aaken (Screenshot von Praegnanz.de)

Sind die persönlichen Voraussetzungen gegeben?
Bevor man sich nun für eine entsprechende Ausbildung entscheidet, sollte man noch einmal in sich gehen und überlegen, ob man den Beruf wirklich ergreifen möchte. Mag man stundenlanges Arbeiten am Computer? Verfügt man über einen guten Sinn für Ästhetik? Ist man dazu in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu verstehen und bildlich umzusetzen ist man fähig zur Fremdkritik? Wer all diese Fragen mit einem Ja beantwortet, könnte einen der folgenden Ausbildungswege in Betracht ziehen.

Die Berufsausbildung: Mediengestalter

“Mediengestalter Digital und Print” gilt unter den Webdesignern als die typische Berufsausbildung. Voraussetzung ist der mittlere Bildungsabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre, kann im Falle einer Fachhochschulreife jedoch auf zweieinhalb Jahre beziehungsweise im Falle eines Abiturs auf zwei Jahre verkürzt werden. Jedoch muss der Ausbildungsbetrieb sowie die Industrie- und Handelskammer mit der Verkürzung einverstanden sein.

Inhaltlich umfasst die Berufsausbildung die Schwerpunkte Webdesign, Bildbearbeitung, Typografie sowie Desktop Publishing (DTP). Unterschieden wird zwischen den folgenden drei Fachrichtungen:

  • Beratung und Planung (Anzeigenberatung, Angebotserstellung et cetera)
  • Konzeption und Visualisierung (Konzepterstellung, Kundenpräsentation et cetera)
  • Gestaltung und Technik (Produktionsabläufe planen, Medienelemente gestalten et cetera)

Die Fachrichtung Gestaltung und Technik ist für potentielle Webdesigner besonders geeignet; speziell wenn es sich nicht um ein Holzmedium sondern ein Digitalmedium handelt. Die Qualität der Ausbildung kann trotzdem verschieden sein. Gerrit van Aaken erklärt: “Gerade an den Berufsschulen ist das Lehrpersonal nicht immer auf dem neuesten Stand. Der Azubi kann also Glück oder Pech haben. Man kann nur hoffen, dass man zumindest einen guten Ausbildungsbetrieb findet und dort viel lernt.”

Die Vergütung ist während der Ausbildung folgendermaßen gestaffelt:

  • 1. Ausbildungsjahr: 756 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 813 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 871 Euro

Der Fernunterricht: ILS, SGD & Co machen es möglich

Der Fernunterricht boomt. Laut aktueller Fernunterrichtsstatistik nehmen alleine in der Bundesrepublik Deutschland derzeit 220.000 Personen die Fernunterrichtsangebote wahr (Quelle). Die Webdesigner von morgen können zum Beispiel folgende Fernkurse absolvieren:

ILS – Institut für Lernsysteme GmbH, Hamburg:

SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt, Darmstadt:

Fernakademie Klett, Hamburg

Hamburger Akademie, Hamburg


Der Beruf des Webdesignern kann auch per Fernstudium erlernt werden (Screenshot der Hamburger Akademie)

Die Voraussetzungen sind recht gering: fundierte PC- und Anwenderkenntnisse sowie Englisch-Grundkenntnisse. Die Dauer eines solchen Lehrgangs beträgt meist 18 Monate, sofern man wöchentlich zwischen 10 und 12 Stunden in den Fernunterricht investiert. Es steht den Schülern jedoch frei, ob sie langsamer oder schneller vorankommen möchten. So darf die Regelstudienzeit um bis zu 12 Monate überschritten werden.

Die Kosten können bei den einzelnen Kursen minimal voneinander abweichen, betragen meist jedoch zwischen 140 und 152 Euro monatlich. Sollte die Regelstudienzeit überschritten werden, fällt meist ein zusätzlicher (ermäßigter) Beitrag an.

Stellt sich nur die Frage, welchen inhaltlichen Wert diese Ausbildungsangebote haben. Gerrit van Aaken schaute sich die Konzepte an und war positiv überrascht. “Das Lernangebot ist ziemlich genau auf die Anforderungen eines Webdesigners abgestimmt”, sagt er. Gleichwohl gibt er jedoch zu, dass er selber keinen Webdesigner kennt, der solch einen Lehrgang absolviert hat. “Es ist das alte Leid der Privatakademien, dass die Anerkennung eher gering ist. Es entsteht eben der Eindruck, der Teilnehmer hätte sich den Abschluss mehr oder weniger erkauft”, erklärt er.

Der akademische Weg: Das Studium an der Hochschule

Ein Hochschulstudium gilt in den meisten Berufen als das Nonplusultra. Für werdende Webdesigner stellt sich jedoch die Frage, welches Fach sie belegen sollen. Schließlich gibt es kein Webdesign-Studium. Viele akademische Webdesigner haben stattdessen Mediendesign, Informatik oder Kommunikationsdesign studiert. Doch welchen Wert haben diese Studiengänge nun wirklich?

Informatik: Die Studiengänge Informatik, technische Informatik und Wirtschaftsinformatik erscheinen für Computerinteressierte zunächst einmal interessant. Weil Wirtschaftsinformatik praktisch Informationstechnik und Betriebswirtschaftslehrer miteinander vereint, müsste es eigentlich für selbstständige Webdesigner geeignet sein. Trotzdem ist man in der Webdesign Branche eher skeptisch eingestellt. Nils Pooker erklärt: “Ein Webdesigner muss zum Beispiel bei der Gestaltung und im Screendesign sehr fit sein. Ein Informatikstudium wird diesem Anspruch leider nicht gerecht. Zwar werden individuelle Programmierungen behandelt, doch alleine diese Kompetenz macht noch keinen guten Webdesigner aus.”
Wer sich trotzdem für dieses Studium interessiert, kann den Bachelor-Studiengang mit sechs Semestern an vielen Universitäten absolvieren. So zum Beispiel an der Universität Kiel, der Fachhochschule Bielefeld, der Brandenburger Fachhoschule und der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin.

Mediendesign: Mediendesign ist ein breit angelegtes Studienfach, denn es kann neben dem Internet auch die Bereiche Film, Fernsehen, Video und Printmedien einbeziehen. Gerrit van Aaken hat zum Beispiel Mediendesign an der Fachhochschule Mainz studiert, doch spielte das Webdesign hierbei keine Rolle. An vielen anderen Universitäten, wie zum Beispiel der Hochschule Hof, wird das Webdesign immerhin am Rande behandelt.

Wer zielstrebig den Beruf des Webdesigners einschlagen möchte, sollte einen Studiengang wählen, bei dem die Gestaltung von Internetseiten ein Themenschwerpunkt darstellt. So wie zum Beispiel an der Hochschule Augsburg, die als derzeit einzige Hochschule den Studiengang “Interaktive Medien” und somit eine Grundlagenausbildung in den Bereichen Gestaltung und Informatik anbietet.

Grafikdesign/Kommunikationsdesign: Potentielle Studenten fragen oftmals, wo der Unterschied zwischen einem Grafikdesign- und einem Kommunikationsdesignstudium liegt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um den selben Inhalt. Der Begriff Kommunikationsdesign ist mittlerweile geläufiger, weil außer der visuellen Kommunikation auch die verbale und audiovisuelle Kommunikation behandelt werden.

Das Hochschulstudium wird in ganz Deutschland angeboten. So zum Beispiel an der Fachhochschule Aachen, der Design Akademie Berlin, der Fachhochschule Düsseldorf, der Folkwang-Hochschule Essen, der Hochschule für angewandte Wissenschaft Hamburg, der Universität Kassel, der Hochschule Mannheim und der Akademie der bildenden Künste München. Die meisten Hochschulen bieten gleichzeitig einen Bachelor- und einen Master-Studiengang an. Der inhaltliche Anteil am Webdesign kann von Studiengang zu Studiengang jedoch verschieden sein und muss geprüft werden.

Bevor man sich für einen Studiengang an der Hochschule entscheidet, sollte man sich informieren, nach welchen Grundsätzen gelehrt wird. Nils Pooker erklärt: “Leider ist das Lehrsystem an den Universitäten oftmals veraltet. Ich gebe jungen Leuten immer die Empfehlung, sich genau umzuschauen. Nach welchen Standards wird an der Uni gearbeitet? Sind die Dozenten auf der Höhe der Zeit? Bedauerlicherweise sind viele Studiengänge sehr praxisfern.”

Die Berufsfachschule: Grafikdesign beziehungsweise Kommunikationsdesign

Nicht jeder kann ein Hochschulstudium absolvieren. Einerseits wegen der begrenzten Anzahl an Studienplätzen, andererseits auch wegen den Zulassungsvoraussetzungen (Abitur, Fachabitur et cetera). Wer trotzdem ein Grafikdesign- beziehungsweise Kommunikationsdesignstudium in Angriff nehmen möchte, besucht eine Berufsfachschule. Inhaltlich ist das Ausbildungsangebot dem Hochschulstudium sehr ähnlich. Der Nachteil ist jedoch die geringere Anerkennung. “Ein Hochschulstudium macht im Lebenslauf eben einen besseren Eindruck”, erklärt Lars Pooker. “Viele potentielle Arbeitgeber wissen nicht, welchen Wert eine Ausbildung an der Berufsfachschule nun wirklich hat.” Hinzu kommt die finanzielle Belastung.

Die Ausbildung dauert meist zwischen drei und dreieinhalb Jahren, und die monatlichen Studiengebühren betragen im Regelfall zwischen 300 und 400 Euro. Wer dennoch eine solche Ausbildung absolvieren möchte, findet in ganz Deutschland entsprechende Berufsfachschulen. So zum Beispiel die Kunstschule Wandsbek (Hamburg), die Berufliche Schule Hangelsberg, die Grafik Design Schule Anklam und die Design Factory International.

Fazit

Die von uns befragten Experten Lars Pooker und Gerrit van Aaken sind sich einig: Eine typische Webdesigner-Ausbildung gibt es nicht und wird es vermutlich auch zukünftig nicht geben. Zwar kommen viele Webdesigner aus dem grafischen Bereich, doch auch die sonstigen Ausbildungswege oder der Quereinstieg können zum Erfolg führen. Unabhängig vom vorhergehenden Bildungsweg ist jeder potentielle Webdesigner selber dazu aufgefordert, sich das erforderliche Wissen beizubringen. Fachbücher, Blogs, Foren und Tutorials (auch hier bei Dr. Web) ermöglichen praktisch ein Selbststudium, welches zum Teil praxisnäher als mancher Ausbildungsweg ist.

(tm), (mm)

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Webdesign

Briefings und Pflichtenhefte – Missverständnisse clever verhindern

Das Verhältnis zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber kann manchmal kompliziert sein. Jeder Unternehmer kennt das, anfänglich schienen beide Parteien noch einer Meinung zu sein, doch bei der Produktübergabe tauchen plötzlich Unstimmigkeiten auf. Oftmals haben Auftraggeber Erwartungen gehabt, über die der Auftragnehmer nicht ausreichend informiert war. Wer an den Missverständnissen Schuld hat, ist erst einmal nebensächlich. So oder so ist Mehraufwand programmiert. Legt der Auftragnehmer großen Wert auf Kundenzufriedenheit, und das sollte auf jeden Unternehmer zutreffen, wird er die gewünschten Korrekturen vornehmen. Dass das ohne Aufpreis geschieht, versteht sich praktisch von selbst.

Dabei wäre es so einfach gewesen, jegliche Missverständnisse von Anfang an auszuschließen. Mit einem ausführlichen Briefing sowie einem Lastenheft und einem Pflichtenheft wäre sichergestellt, dass es zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber keinerlei Missverständnisse gibt.

Lasten- oder Pflichtenheft?

Die Bedeutung des Briefings dürfte allgemein bekannt sein. In einem unverbindlichen Gespräch werden die Kundenwünsche und Vorstellungen sowie die technischen und organisatorischen Fragen geklärt. Was ein Lastenheft und ein Pflichtenheft ist, wissen leider erheblich weniger Menschen.

Daher zunächst einmal eine kleine Erklärung. Ein Lastenheft beinhaltet die Forderungen des Auftraggebers, die sich an die Dienstleistung beziehungsweise an das Produkt richten. Weitere Informationen und ein Beispiel für ein Lastenheft sind unter anderem auf der Webseite des Diplom-Informatikers Stefan K. Baur zu finden.

Der Auftragnehmer dokumentiert den Leistungsumfang im Pflichtenheft
Aus Sicht des Auftragnehmers steht das Pflichtenheft jedoch im Mittelpunkt, denn er muss dieses eigenständig erstellen. Laut DIN 69901-5 umfasst das Pflichtenheft die „vom Auftragnehmer erarbeiteten Realisierungsvorgaben aufgrund der Umsetzung des vom Auftraggeber vorgegebenen Lastenhefts“. Einfach ausgedrückt, der Auftragnehmer muss sich darüber im Klaren sein, wie er die Wünsche des Kunden umsetzen kann und seine Planung im Pflichtenheft dokumentieren.

Lassen Sie sich das Pflichtenheft vom Auftraggeber bestätigen

Vermeiden Sie unnötigen Arbeitsaufwand, indem Sie die Projektarbeit erst beginnen, nachdem der Auftraggeber das Pflichtenheft durchgesehen und bestätigt hat. Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch hat der Auftragnehmer sogar das Recht auf eine Bestätigung. Paragraph 643 besagt: “Der Unternehmer ist im Falle des § 642 berechtigt, dem Besteller zur Nachholung der Handlung eine angemessene Frist mit der Erklärung zu bestimmen, dass er den Vertrag kündige, wenn die Handlung nicht bis zum Ablauf der Frist vorgenommen werde. Der Vertrag gilt als aufgehoben, wenn nicht die Nachholung bis zum Ablauf der Frist erfolgt.“ (Quelle) Das heißt, sollte der Kunde nicht dazu bereit sein, das Pflichtenheft durchzusehen und zu bestätigen, kann der Auftragnehmer aus dem Vertrag zurücktreten.

Das Briefing: Eine kleine Checkliste

Damit bei dem Briefing wirklich alle Fragen beantwortet werden, hier eine kleine Checkliste:

  • 1. Hat der Kunde bereits eine Internetseite?
  • 2. Wie soll die Internetadresse der neuen Webseite lauten? Gibt es vielleicht schon eine Domain?
  • 3. Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
  • 4. Gibt es eine Webseite, die dem Kunden besonders gefällt? Und wenn ja: Welche Elemente gefallen ihm?
  • 5. Kann der Kunde den gewünschten Stil definieren? (wie zum Beispiel seriös, knallig, trendy)
  • 6. Sollen bestimmte Firmenfarben verwendet werden?
  • 7. Gibt es bereits ein Corporate Design?
  • 8. Welchen Schwerpunkt soll der Internetauftritt abdecken? (Beispiel: Promotion und Verkaufsförderung, Unternehmensdarstellung)
  • 9. Welche Aspekte des Unternehmens sollen dargestellt werden?
  • 10. Unterscheidet sich das Unternehmen in gewissen Punkten von den Mitbewerbern, was besonders hervorgehoben werden sollte?
  • 11. Welches Bildmaterial soll verwendet werden?
  • 12. Gibt es bereits fertig gestellte Internet-Texte?
  • 13. Welche Funktionen sollen auf der Website platziert sein? (Beispiel: ein Shop-System, Downloads, Forum, geschützter Login-Bereich)
  • 14. Sind besondere technischen Leistungen erwünscht?
  • 15. Welche Keywörter sollen bezüglich der Suchmaschinenoptimierung häufig verwendet werden?
  • 16. Wie soll der Aufbau des Internetauftritts sein? Wie viele Seiten sollen es werden? Soll es Flash-Animationen oder Videos geben?
  • 17. Soll die Navigation auf der Seite Effekte beinhalten oder ist eine einfache Textnavigation erwünscht?
  • 18. Sind mehrere Sprachfassungen erwünscht?
  • 19. In welchem Zeitraum soll das Projekt abgewickelt werden? Wann soll die Website online gehen?
  • 20. Hat der Kunde einen bestimmten Wunsch, wo die Website gehostet werden soll?
  • 21. Braucht der Kunde ein Content-Management-System (CMS), damit er die Inhalte selber pflegen kann oder soll der Auftragnehmer die Pflege übernehmen? Wenn ja – wird ein bestimmtes CMS gewünscht?
  • 22. Gibt es bestimmte Wünsche bezüglich der Technik? (Beispiel: Soll die Webseite barrierefrei sein? Soll eine Datenbank integriert werden? Ist eine Cross-Browser-Funktionalität beziehungsweise Eignung für mobile Geräte erwünscht?)

Das Pflichtenheft: Der Aufbau

Ein Pflichtenheft kann auf verschiedene Arten und Weisen erstellt werden. Vorschriften gibt es dabei keine. Es liegt jedoch im Interesse des Auftragnehmers, das Pflichtenheft so umfangreich und detailliert wie möglich zu gestalten. Hier ein möglicher Aufbau:

1. Zielbestimmung
In der Zielbestimmung wird beschrieben, welche Aufgabe der Auftragnehmer erfüllen muss. Es handelt sich zunächst einmal um die Aufgabenstellung, die man von der Auftragsanfrage praktisch abschreiben könnte. Möchte man mehr in die Tiefe gehen, kann unter sogenannten Musskriterien (Leistungen, die erfüllt werden müssen), Sollkriterien (Leistungen, die angestrebt werden sollten) und Abgrenzunskriterien (Leistungen, die unerwünscht sind) unterschieden werden.
2. Produkteinsatz
In dem Produkteinsatz geht es im Regelfall um die Anwendungsbereiche und die Zielgruppe. Letzteres ist bei der Erstellung einer Webseite von besonderer Bedeutung, denn die Zielgruppendefinition hat eine gravierende Auswirkung auf die Gestaltung.
3. Produktübersicht
In der Produktübersicht wird das Produkt beschrieben. Im Falle einer Webseitengestaltung sollte der Aufbau der Internetseite und der so genannte Styleguide enthalten sein. In dem Styleguide wird beschrieben, wie die Elemente der Webseite gestaltet werden.
4. Produktfunktionen
Die Funktionalität wird beschrieben. Im Falle einer Webseite kann es sich zum Beispiel um die Funktionen eines Shop-Systems oder eines Buchungssystems für Reiseveranstalter oder ähnliches handeln, die hier näher beschrieben werden.
5. Produktleistungen
Nun wird aufgeführt, welche Anforderungen sich auf die Zeit und den Umfang beziehen, so zum Beispiel auf den Datenumfang oder die Ladezeiten.
6. Qualitäts-Zielbestimmung
In der qualitativen Zielbestimmung wird erläutert, welche Qualitätsmerkmale in welcher Qualitätsstufe angestrebt werden.
7. Cross-Media-Funktionalität
Ergänzend zu Punkt 6 ist bei heutigen Website-Projekten eine nähere Definition, ob es für Desktop-PCs und mobile Geräte dezidierte Seiten mit einem für die jeweiligen Ausgabegeräte optimierten Layout geben soll und wenn ja, in welcher Form. Anregungen dazu finden Sie in diesem Beitrag.
8. Testszenarien und Testfälle
Nun wird beschrieben, welche Testvorfälle vor der offiziellen Fertigstellung durchgeführt werden.
9. Sonstiges
Haben manche Aspekte nicht in die bisherigen Punkte gepasst, so werden diese nun in den Ergänzungen behandelt.
10. Glossar
Gerade in der Welt des Webdesigns gibt es viele Fachausdrücke, mit denen der Kunde nur wenig anfangen kann. Im Glossar sollten all diese Begriffe mit einfachen Wörtern beschrieben werden.

Weitere Strukturen und Vorlagen

Entspricht dieser Aufbau nun dem perfekten Pflichtenheft? Über diese Frage lässt sich streiten, weil es kein richtig oder falsch gibt. Der Aufbau eines Pflichtenheftes kann eben sehr verschieden sein. Bester Beweis ist folgende Seite:

Gliederungen für Pflichtenhefte: Acht mögliche Gliederungen für Pflichtenhefte werden aufgelistet, so dass man sich praktisch einen passenden Aufbau heraussuchen und diesen übernehmen kann.

Doch nicht jeder Webdesigner hat Zeit und Lust, sich allzu lange mit der Erstellung eines Pflichtenheftes zu beschäftigen. Mit einer Vorlage geht alles eben ein wenig einfacher. Daher hier nun drei Links:

Prozeus.de
Markus Baersch.de
Fachkonzept.de:

(mm), ™

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Die Insolvenz – das unternehmerische Worst Case Szenario

Die Beantragung der Insolvenz ist praktisch das öffentliche Geständnis der Zahlungsunfähigkeit. Kein Wunder, dass viele Unternehmer trotz finanzieller Schieflage diesen Schritt hinauszögern. Doch das kann ein folgeschwerer Fehler sein. Wir verraten nun, wie bei einer drohenden Insolvenz vorzugehen ist.

Die Wirtschaftskrise hat die Anzahl der Insolvenzen in die Höhe getrieben. Alleine im November 2009 meldeten 2.539 Unternehmer Insolvenz an. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von sechs Prozent. Bei den Privatinsolvenzen ist die Statistik sogar noch düsterer. Sage und schreibe 8.852 Verbraucher mussten Insolvenz anmelden, was einem Anstieg von 12,4 Prozent entspricht (Quelle). Ein Ende dieser „Insolvenzen-Welle“ ist nicht in Sicht. Für uns war das Grund genug, uns näher mit diesem unschönen Thema auseinanderzusetzen.

Laut Lexikon-Erläuterungen wird von einer Insolvenz gesprochen, wenn der Schuldner seinen Zahlungspflichten gegenüber den Gläubigern nicht nachkommen kann. Das heißt natürlich nicht, dass bei der ersten unbezahlten Rechnung gleich die Insolvenz droht. Doch wenn man seine Rechnungen über einen längeren Zeitraum nicht begleichen kann, spätestens wenn das Geschäftskonto gesperrt wird, liegt eine ernste Situation vor. Vielleicht kann das Problem gelöst werden: Die Hilfe des Runden Tisches könnte unter Umständen eine Insolvenz abwenden. Ein offenes Gespräch mit den Gläubigern kann ebenfalls hilfreich sein, denn vielleicht einigt man sich auf eine Ratenzahlung, Stundungen oder gar Teilerlässe. Eventuell lässt sich ein Bürge oder ein Geldgeber finden, der einem finanziell unter die Arme greift. Sollten all diese Versuche ins Leere laufen, muss man in den sauren Apfel der Insolvenz beißen.

Eine juristische oder natürliche Personen?

Bei Insolvenzen wird grundsätzlich zwischen der Insolvenz einer juristischen Person und der Insolvenz einer natürlichen Person unterschieden. Einzelunternehmer, Freiberufler und Verbraucher gelten als natürliche Personen. Die Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft wie AG oder GmbH oder Genossenschaft (e.G.) sind wiederum juristische Personen. Juristische Personen unterliegen der gesetzlichen Pflicht, bei einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Insolvenz anzumelden. Eine Insolvenzverschleppung – ob nun vorsätzlich oder fahrlässig – ist eine Straftat und kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Stellt sich nur die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Pflicht der Insolvenzanmeldung vorliegt.

Schon bei der ersten unbezahlten Rechnung oder erst nach einem längeren Zeitraum der Zahlungsunfähigkeit? Leider gibt es dazu keine gesetzliche Richtlinie. Selbst Paragraph 17 der Insolvenzordnung ist nicht aussagekräftig. Es heißt lediglich: “Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.“ Rechtsanwalt Jörg Franzke gibt auf seiner Webseite immerhin eine grobe Faustregel bekannt, derzufolge eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt, wenn mehr als 20 Prozent der fälligen Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können (siehe hier).

Von einer Überschuldung kann wiederum gesprochen werden, wenn das Gesamtvermögen der Gesellschaft die Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Aus diesen beiden Gründen ergibt sich also die Pflicht, eine Insolvenz anzumelden. Laut Jörg Franzke darf sich die Anmeldung zwar um drei Wochen verzögern, doch die Voraussetzung ist, dass der Unternehmer während dieser Zeit nachweislich versucht hat, das Unternehmen zu retten.

Freiberufler beziehungsweise Einzelunternehmer, die sogenannten natürlichen Personen, können sich nicht der Insolvenzverschleppung schuldig machen. Überhaupt wäre die Insolvenzanmeldung in einigen Branchen kritisch. Wenn sich Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater insolvent melden, verlieren sie ihre Zulassung. Sie dürften dieser Tätigkeit nur noch in einem Angestelltenverhältnis, praktisch unter Aufsicht, nachgehen. In anderen Branchen, wie zum Beispiel im IT-Bereich, bestehen diese Probleme nicht. In der Regelinsolvenz wäre es also durchaus möglich, während des Verfahrens den Geschäftsbetrieb weiterhin aufrecht zu erhalten.

Wie bereits erwähnt gelten Freiberufler sowie Einzelunternehmer als natürliche Personen. Das hat den Vorteil, dass sich das vereinfachte Privatinsolvenzverfahren anwenden lässt. Voraussetzung ist, dass es keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen gibt (Gehaltsforderungen von Arbeitnehmern), dass überschaubare Vermögensverhältnisse herrschen (maximal 20 Gläubiger) und dass die selbstständige Tätigkeit nicht weiterhin ausgeübt wird.

Die Insolvenzen

Nun möchten wir auf die beiden möglichen Insolvenzen näher eingehen und den Ablauf einer solchen Insolvenz beschreiben. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass die Insolvenzen komplexe Verfahren sind, bei denen zahlreiche Eventualitäten berücksichtigen werden müssen.

Hinweis: Dieser Beitrag kann die Konsultation eines kompetenten Schuldnerberaters beziehungsweise Rechtsanwalts nicht ersetzen. Wir möchten lediglich mit leicht verständlichen Erklärungen in das Thema einführen.

Die Privatinsolvenz
Bevor die Privatinsolvenz beantragt werden kann, muss ein außergerichtlicher Einigungsversuch erfolgen. Bei dem Versuch einer solchen Schuldenbereinigung läuft es meist auf einen Zahlungsplan mit festen Raten und Zahlungsterminen hinaus. Wichtig ist, dass ein Anwalt oder Schuldnerberater die Verhandlungen übernimmt. Denn nur Anwälte oder Schuldnerberater wären später dazu berechtigt, ein mögliches Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs zu bestätigen. Die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns ist leider sehr groß, weil die Ablehnung und spätere Zwangsvollstreckung durch einen einzigen Gläubiger den gesamten Einigungsversuch zum Scheitern bringen kann.

Endet ein außergerichtlicher Einigungsversuch erfolgreich, ist somit auch das gesamte Verfahren erfolgreich abgeschlossen. Ansonsten aber geht das eigentliche Insolvenzverfahren jetzt erst richtig los, indem ein Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht gestellt wird. Bevor das Verfahren beginnt, prüft das Gericht die Erfolgsaussicht eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan. Sollte eine Erfolgsaussicht vorhanden sein, startet praktisch der allerletzte Versuch, die Insolvenz doch noch abzuwenden. Der gerichtliche Schuldenbeseitigungsplan, bei dem alle Vermögens-, Einkommens- und Familienverhältnisse berücksichtigt werden, wird wieder an die Gläubiger verschickt. Sofern nicht mindestens die Hälfte der Gläubiger den Plan ablehnen, kann die Planung umgesetzt werden. Wichtig: Bei „der Hälfte der Gläubiger“ richtet es sich nicht nach der Anzahl der Gläubiger, sondern nach der Höhe und Anzahl der Forderungen. Die Zustimmungen und Ablehnungen haben je nach Forderung also einen unterschiedlichen Wert.

Scheitert auch der gerichtliche Einigungsversuch, ist die Eröffnung des Insolvenzverfahren die logische Konsequenz. Das heißt: Ein Treuehändler übernimmt die Verwaltung des Vermögens, des pfändbaren Einkommens sowie über die Hälfte zufallender Erbteile, um damit die Gläubiger in Höhe der festgelegten Quote zu bedienen. Währenddessen ist der Schuldner dazu verpflichtet, jede zumutbare Arbeit anzunehmen beziehungsweise sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Sollte nach sechs Jahren die Schuld nicht vollständig getilgt sein, erfolgt die Beantragung der Restschuldbefreiung. Sofern der Schuldner keine Insolvenzstraftat begangen hat, keine falschen Angaben machte und kein hinzubekommenes Geld unnötig verschwendet hat, wird der Antrag bewilligt und der Schuldner ist ab sofort schuldenfrei.

Die Regelinsolvenz
Wer als eine juristische Person gilt, mehr als 20 Gläubiger hat oder den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten möchte, wird das Regelinsolvenzverfahren anwenden müssen. Dieses beginnt grundsätzlich mit einem so genannten Berichtstermin, bei dem der Insolvenzverwalter den Gläubigern von der Unternehmenssituation berichtet. Eine unangenehme Tatsache ist aus Sicht des Unternehmers, dass die Gläubiger darüber entscheiden dürfen, ob das Unternehmen weitergeführt oder liquidiert wird. Die Gläubiger fällen ihre Entscheidung natürlich aufgrund des eigenen Interesses –  in der Regel diejenige Variante, die eine größtmögliche Tilgung ermöglicht.

Im Falle einer Sanierung würde ein Sanierungsplan (hier weitere Infos) aufgestellt werden. Das Ziel wäre, das Untenehmen wieder zu schwarzen Zahlen zu verhelfen, so dass die Forderungen der Gläubiger zu einem späteren Zeitpunkt getilgt werden können. Entscheiden sich die Gläubiger wiederum für eine Liquidation (der Auflösung des Unternehmens), wird das Unternehmen aufgelöst und das gesamte Firmenvermögen wird unter den Gläubigern aufgeteilt. Es beginnt dann mit dem so genannten Prüfungstermin. Die Gläubiger müssen ihre Forderungen in der Forderungstabelle auflisten, damit der Insolvenzverwalter diese prüfen kann. Werden einzelne Forderungen bestritten, hat der Gläubiger das Recht dazu, vor Gericht zu ziehen und die Forderung klageweise feststellen zu lassen.

Alle Gläubiger mit berechtigter Forderung werden bei der folgenden Erlösverteilung ihre Ansprüche geltend machen können. Die Vermögensgegenstände des Gläubigers müssen zuvor verwertet worden sein, weil lediglich Bargeld an die Gläubiger ausgezahlt werden darf. Es ist also nicht möglich, einen Gläubiger mit einem Auto oder einem neuen Computer zufrieden zu stellen. Überhaupt ist die Erlösverteilung ein komplexes Verfahren, wobei feste Richtlinien eingehalten werden müssen. Genauere Informationen sind hier zu finden.

Der letzte Schritt dieses Insolvenzverfahren ist der Aufhebungsbeschluss. Danach kann der Schuldner über sein Vermögen verfügen. Sollten durch die Insolvenz noch nicht alle Schulden beglichen sein, können die Gläubiger die Restschulden theoretisch nun wieder geltend machen. Doch weil der ehemalige Unternehmer nun eine natürliche Person ist, das Unternehmen existiert schließlich nicht mehr, kann er die Restschuldbefreiung beantragen. (Quelle)

(sl), (mm),

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Star Money Business 4.0 – Die Banking Software für Unternehmer

Banken sowie Sparkassen empfehlen ihren Kunden vermehrt das 2009 veröffentlichte Star Money Business 4.0. Doch was leistet diese Software wirklich? Wir haben uns das Programm aus dem Hause der Star Finanz GmbH genauer angesehen und mit einem Experten gesprochen.

Das Online-Banking ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Vorbei sind die Zeiten, in denen alle finanziellen Aktivitäten direkt in der Bankfiliale vorgenommen wurden. Kontostandabrufe und Transaktionen werden mittlerweile bequem vom Computer ausgeführt. Wer sich dabei einen besonders hohen Sicherheitsstandard, eine Übersicht über alle Konten sowie umfangreiche Analysen und Prognosen wünscht, gibt sich mit den Online-Angeboten der Banken jedoch nicht zufrieden. Stattdessen wird auf eine hochwertige Banking-Software gesetzt.

Bereits im Januar 2009 berichteten wir in unserem Artikel Banking Software – Mehr Komfort und Sicherheit beim Online-Banking über die wesentlichen Funktionen solcher Programme. Während sich die damals getesteten Softwares (insbesondere Star Money 6 schnitt gut ab) vorwiegend an Einzelpersonen richteten, ist Star Money Business 4.0 für Selbstständige und kleinere bis mittlere Unternehmen gedacht. Doch welche funktionalen Unterschiede gibt es überhaupt?

Star Money 7 oder Star Money Business 4.0?

Die üblichen Grundfunktionen, von der Kontoübersicht bis hin zu den Prognosen und Analysen, bieten beide Programme. Star Money Business 4.0 bietet jedoch erweiterte Funktionen, die für manche Unternehmer interessant sein könnten. Ein wesentlicher Punkt ist dabei das geteilte Arbeiten. Star Money Business 4.0 kann in einem Netzwerk installiert werden, sodass mehrere Benutzer auf das Programm zugreifen können. Dank der Rollenverteilung lässt sich festlegen, welcher Benutzer zu welchen Arbeitsschritten berechtigt ist. Sven Klotz, Leiter des Produktmanagements von Star Finanz, bringt ein Beispiel: “Es ließe sich unter anderem festlegen, dass der eine Nutzer nur Kontostände abrufen darf, der andere darf nur unterschreiben und der dritte ist wiederum zu allen Arbeitsschritten berechtigt.”

Dazu lässt sich das sogenannte Vier-Augen-Prinzip bzw. die Mehrfachsignatur anwenden. “Sollte es zum Beispiel einen Geschäftsführer und zwei Prokuristen geben, so lässt sich individuell festlegen, dass der Geschäftsführer zu allen Arbeitsschritten berechtigt ist und die Prokuristen nur gemeinsam bestimmte Arbeitsschritte durchführen dürfen”, erklärt Sven Klotz.

Ein weiterer Vorteil der Business Version ist die DATEV-Schittstelle, wodurch die Daten direkt mit dem Steuerberater oder mit einer Finanzbuchhaltungssoftware ausgetauscht werden können.

Ein neues Sicherheitslevel bei Star Money Business

Obwohl Star Money Business laut der Star Finanz GmbH noch nie erfolgreich attackiert wurde, wurden bei der aktuellen Version neue Sicherheitsmaßnahmen eingebaut. So wird das Programm mit dem sogenannten “PromonShield” gegen eventuelle Angriffe und Manipulationen geschützt. Diese Sicherheitstechnologie funktioniert folgendermaßen: Alle Schnittstellen in Richtung Betriebssystem, die von anderen Produkten genutzt werden, werden von dem Programm abgeschirmt. Angriffe von Außen, zum Beispiel per Trojaner, laufen dadurch ins Leere.

Bezüglich des Übertragungsverfahrens kann bei Star Money 7 wie auch bei Star Money Business 4.0 das HBCI-Verfahren angewandt werden. Der Vorteil der Business Version ist jedoch, dass darüber hinaus das moderne EBICS-Verfahren (Electronic Banking Internet Communication Standard) zur Verfügung steht. Ausführliche Informationen über diesen neuen Übertragungsstandard sind auf der Webseite des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes zu finden.  Aber Achtung: Um dieses Übertragungsverfahren zu nutzen, muss das dazugehörige Modul zum Preis von 59,90 Euro freigeschaltet werden!

Ein weiteres neues Sicherheitsfeature, die sogenannte Komfortüberweisung, steht lediglich den Kunden der Sparkassen zur Verfügung. Das Prinzip ist folgendermaßen: Der Kontoinhaber gibt Referenzkonten an, zu denen Geld transferiert werden darf. Überweisungen zu anderen Konten werden automatisch blockiert. So ist sichergestellt, dass ein Hacker, der sich einen Zugriff verschafft hat, das Guthaben nicht auf ein fremdes Konto überweisen kann.

Die weiteren Neuerungen

Auch abseits der Sicherheit hat es gegenüber Star Money Business 3.0 erfreulich viele Veränderungen gegeben. So zum Beispiel die neue Liquiditätsvorschau. Dank der Buchungsauswertungen erkennt das Programm automatisch regelmäßige Einnahmen bzw. Ausgaben und berücksichtigt sie bei der Finanzprognose. Zudem können einmalige Einnahmen bzw. Ausgaben eingegeben werden, damit auch diese bei der Liquiditätsvorschau Berücksichtigung finden.

Eine grundlegende Überarbeitung hat es auch bei der Vorlagenverwaltung gegeben. Konnte man bei Star Money Business 3.0 lediglich zu Einzelaufträgen eine Vorlage erstellen, so ist dies ab sofort auch bei Sammelaufträgen und im Auslandszahlungsverkehr möglich. Zudem können dank der neuen Vorlagenverwaltung eigene Ordner angelegt und darin individuelle Vorlagen gespeichert werden. All die Dokumente können dabei in verschiedenen Dateiformaten -so zum Beispiel als PDF, JPG, HTML, TXT oder DOC- abgelegt werden.

Die neuen Konto-Arten (Rechnungs- und Gesundheitskonto), die erweiterten Suchfunktionen, die neuen Auswertungsreports sowie der Vorschlagsassistent für Kategorien zählen zu den sonstigen Neuerungen.

Die Einsteigerfreundlichkeit

Gerade bei komplexen Programmen wie Star Money Business 4.0 ist die Einsteigerfreundlichkeit ein wichtiges Kaufkriterium. Dass der Software ein 356seitiges Handbuch beiliegt, könnte allerdings eine abschreckende Wirkung haben. Tatsache ist jedoch, dass die Bedienungsanleitung nicht zwingend benötigt wird. Einerseits, weil eine Kurzinstallationsanleitung beiliegt, in der die ersten Schritte erklärt werden, andererseits auch wegen des kurzen Tutorial-Videos, das automatisch beim ersten Programmstart abläuft.

Dass die Menüs sehr übersichtlich sind und ein textlicher Assistent durch das Programm führt, erleichtert den Einstieg zusätzlich. Sven Klotz stellt sogar die (etwas optimistische) Prognose auf, dass Einsteiger sich bereits nach fünf Minuten zurecht finden werden. Ob das nun der Wahrheit entspricht, kann jeder Interessent dank der kostenlosen Testversion selber herausfinden.

Keine Zukunft für Mac und Linux

Linux- und Mac Anwender sind es gewohnt, bei der Software-Auswahl den Kürzeren zu ziehen. Die populären Programme werden für Windows programmiert, und an die übrigen Interessenten wird dabei nur selten gedacht. Leider ist die Star Finanz GmbH dabei keine Ausnahme. Star Money Business 4.0 wird ausschließlich für Windows angeboten. Lediglich von Star Money 7 steht eine Mac-Version zur Verfügung. Laut Sven Klotz hat die Nachfrage an Mac- und Linux Anwendungen so abgenommen, dass sich die Entwicklung kaum noch rentiert. Die Folge: Zukünftige Banking-Softwares von der Star Finanz GmbH erscheinen ausschließlich als Windows Version.

Ein Blick in die Zukunft: Star Money Business 5.0

Während sich die Anwender noch an Star Money Business 4.0 gewöhnen, arbeitet die Star Finanz GmbH längst an dem Nachfolger. Im Frühjahr 2011 (pünktlich zur CeBit) soll schließlich Star Money Business 5.0 auf den Markt kommen. Sven Klotz wollte leider noch nicht allzu viel über die geplanten Neuerungen verraten. So gab er lediglich bekannt, dass es eine gravierende optische Überarbeitung, neue Geschäftsvorfälle sowie neue Konten geben wird. Zudem wird weiterhin daran gearbeitet, dem Arbeitsablauf im Firmenalltag besser gerecht zu werden.

Die Anwender sind jedoch nicht dazu gezwungen, sich bei der Markteinführung umgehend die neue Version anzuschaffen. Laut der Star Finanz GmbH werden die Aktualisierungen für Star Money Business 4.0 noch bis zum Frühjahr/Sommer 2012 angeboten. Erst danach würde also ein Umstieg auf die neue Version notwendig sein. Immerhin: Auch zukünftig wird es eine vergünstigte Update-Version geben.

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Zahlungsschwierigkeiten – Die Hilfe des Runden Tisches

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sind viele Unternehmer von Zahlungsschwierigkeiten betroffen. Ein kompetenter Berater könnte der Ausweg aus dieser Misere sein. Eben aus diesem Grund hat die KfW-Mittelstandsbank den Runden Tisch ins Leben gerufen. Das Beratungsangebot soll eine drohende Insolvenz abwenden.

Es ist der Alptraum eines jeden Unternehmers: die Gewinne schwinden dahin, die Verluste steigen an und eine Insolvenz wird immer wahrscheinlicher. Wenn die typischen Sparmaßnahmen, wie zum Beispiel Personalreduzierung, die Misere nicht abwenden können, wird ein Helfer von außen benötigt. Ein objektiver Berater mit Branchenkenntnissen ist oftmals dazu in der Lage, die Schwachstellen zu erkennen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Nun mag sich der finanzschwache Unternehmer die logische Frage stellen, wie man sich einen Berater leisten soll, wenn man nicht einmal mehr dazu in der Lage ist, die laufenden Kosten zu decken. Glücklicherweise gibt es für dieses Problem eine Lösung: Den Runden Tisch der KfW-Mittelstandsbank. Der Sinn und Zweck dieses Beratungsangebot besteht darin, Unternehmern mit finanziellen Schwierigkeiten beizustehen und ihnen wieder zu schwarzen Zahlen zu verhelfen. Und das Beste ist, dass diese Leistung zum großen Teil gefördert wird.

Wer darf den Runden Tisch in Anspruch nehmen?

Auf der Webseite der KfW-Mittelstandsbank heißt es: “Gefördert werden kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Sitz in Deutschland, die aufgrund einer nicht erwartungsgemäß verlaufenen wirtschaftlichen Entwicklung in Schwierigkeiten geraten sind, obwohl sie gute Marktchancen haben.“ Laut der EU-Definition für kleinere und mittlere Unternehmen handelt es sich dabei um Firmen, die weniger als 350 Mitarbeiter haben und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro bzw. eine Jahresbilanz von höchstens 43 Millionen Euro. Die Gesellschaftsform (GmbH, GbR et cetera) ist wiederum irrelevant.

Der gewöhnliche Selbstständige ist also rein formell bei der KfW-Mittelstandsbank herzlich willkommen. Doch, was ist gemeint mit „obwohl sie gute Marktchancen haben“. Anja Schmidt-Boch, Programmreferentin für den Runden Tisch, erklärt: „Wir wollen natürlich keine Unternehmen fördern, die schon Insolvenz beantragt haben oder in nächster Zeit dazu gezwungen sein werden. Wenn ein Unternehmen Produkte anbietet, die der Markt einfach nicht mehr braucht, ist keine Förderung möglich.“

Randnotiz: Die Wirtschaftskrise hat sich auch bei der KfW-Mittelstandsbank bemerkbar gemacht. Im Jahre 2008 gab es insgesamt 2.400 Runde Tische, im Jahre 2009 waren es bereits 3.200 Runde Tische.

Inwiefern kann mir der Runde Tisch helfen?

Der Runde Tisch ist zunächst einmal ein Beratungsangebot. Ein kompetenter Berater führt eine Schwachstellenanalyse durch, wobei überprüft wird, warum das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten ist. Anja Schmidt-Boch erklärt: “Die Ursachen der Probleme können sehr verschieden sein. Es können zum Beispiel Fehler in der Programmgestaltung, der Produktgestaltung oder auch im Rechnungswesen vorliegen. Der Berater wird also herausfinden, was im Unternehmen bisher schief gelaufen ist und welche Verbesserungen notwendig sind.”

Nach diesem Beratungsangebot kommt es im Regelfall zu dem eigentlichen Runden Tisch. Das heißt, der Unternehmer setzt sich mit seinem Berater und den Gläubigern beziehungsweise dem Hauptgläubiger zusammen. Je nach Fall könnte zudem ein Vertreter der Bank oder des Finanzamtes anwesend sein. Basierend auf den aufgestellten Finanzplan des Beraters wird gemeinsam eine Lösungsstrategie besprochen. Diese Strategien können sehr verschieden sein. Mögliche Lösungen wären zum Beispiel, dass die Bank die Kreditlaufzeit verlängert, dass die Gläubiger auf einen Teil der Schuldsumme verzichten oder dass das Finanzamt einen Zahlungsaufschub gewährt.

Welcher Berater wird mir zugewiesen?

Der Beraterpool der KfW-Mittelstandsbank enthält rund 2.200 Spezialisten aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Der Unternehmer hat praktisch freie Wahl, vom welchem Experten er beraten werden möchte. Für die Auswahl steht die KfW-Beraterbörse zur Verfügung. Anhand der folgenden Kriterien kann per Internet nach dem geeigneten Berater gesucht werden:

  • Unternehmensphase (zum Beispiel Krise/Sanierung, Nachfolge, Existenzfestigung)
  • Branche (zum Beispiel Informationstechnik, Datenbanken und Multimedia)
  • Beratungsthema (zum Beispiel Finanz- und Rechnungswesen, Vertrieb/Export)
  • Einsatzgebiete (per PLZ und maximaler Entfernung)

Auf Befehl werden nun alle Berater aufgelistet, die den angegebenen Wunschkriterien entsprechen. Für die direkte Kontaktaufnahme ist auf dem jeweiligen Profil die Telefonnummer, die E-Mail Adresse, die Internetadresse et cetera zu finden.

Was kostet mich das Beratungsangebot?

In dem Beraterpool werden die üblichen Tagessätze der Berater angezeigt, die oft zwischen 500 und 1.000 Euro betragen. Aber keine Angst: Die pauschale Vergütung beträgt 160 Euro je Tag, und selbst dafür muss der Unternehmer nicht aufkommen. Stattdessen wird das Honorar von der KfW Mittelstandsbank und dem Europäischen Sozialfonds (kurz: ESF) übernommen. Der Unternehmer selbst muss lediglich die darauf anfallende Mehrwertsteuer sowie die Fahrtkosten für den Berater übernehmen. Aufgrund der hohen Anzahl an Beratern wird meist ein Spezialist aus der eigenen Umgebung gefunden, so dass die Fahrtkosten letztendlich sehr gering ausfallen.

Ich möchte das Beratungsangebot nun in Anspruch nehmen. An wen muss ich mich wenden?

Für die erste Kontaktaufnahme sind die Regionalpartner (Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern) zuständig. Die KfW-Mittelstandsbank ist zu Beginn wiederum nicht der geeignete Ansprechpartner. Mit der Regionalpartner-Suche lässt sich schnell herausfinden, welcher Ansprechpartner in der eigenen Umgebung zuständig ist. Zudem werden die Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail Adressen der zuständigen Personen angezeigt, so dass die Kontaktaufnahme direkt erfolgen kann. Im Regelfall wird ein Termin vereinbart, damit die Unternehmenssituation ausgiebig besprochen werden kann. Nur, wenn dabei eine Empfehlung für den Runden Tisch ausgesprochen wird, kann der Unternehmer sich an die KfW Mittelstandsbank wenden und das Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Können die Leistungen auch über den Runden Tisch hinausgehen?

Ja, neben dem Runden Tisch bietet die KfW Mittelstandsbank auch die sogenannte Turn Around Beratung an. Diese kann einerseits an den Runden Tisch anschließen, andererseits aber auch separat in Anspruch genommen werden. Das Angebot richtet sich an die gleiche Zielgruppe wie der Runde Tisch (kleine sowie mittlere Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten), und Voraussetzung ist eine Schwachstellenanalyse und eine positive Fortführungsprognose, die von einem unabhängigen Berater erstellt worden sein muss. Die Beantragung läuft auch hier über die Industrie- und Handelskammern beziehungsweise Handwerkskammern.

Der Sinn und Zweck der Turn-Around-Beratung besteht darin, dass die entworfenen Maßnahmen (die zum Beispiel im Runden Tisch entwickelt wurden) mit Hilfe eines Beraters umgesetzt werden. Anja Schmidtboch erklärt: “Sollte im Runden Tisch zum Beispiel herausgekommen sein, dass das Unternehmen eine Liquiditätsplanung benötigt, kann in der Turn-Around-Beratung diese Planung vom Berater in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen erstellt werden.“ Dieses Angebot wurde erst im Mai 2009 wieder aufgenommen und wird seitdem gerne und oft wahrgenommen. Anja Schmidt-Boch erzählt, dass zwischen Mai und Dezember 2009 bereits 3.000 Unternehmer auf diese Art betreut wurden.

Für die Beratungskosten kann ein Zuschuss in folgender Höhe beantragt werden:

  • In den neuen Bundesländern: 75 Prozent
  • In den Phasing Out Regionen Halle, Südwestbrandenburg, Leipzig und Lüneburg: 75 Prozent
  • In den alten Bundesländern einschließlich Berlin: 50 Prozent

Die maximale Fördersumme beträgt 8.000 Euro. Die Mehrwertsteuer und die Fahrtkosten für den Berater muss der Unternehmer zudem alleine übernehmen.

(tm), (sl)

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Was ist… Lexikon: Lurker

Lurker ist in der Internet-Gemeinde eine Bezeichnung für User, die in einem Forum, einer Newsgruppe, einer Mailingsliste, einem Chat-Room usw. die Beiträge lesen, sich jedoch nicht aktiv an dem Informationsaustausch beteiligen. Das Wort Lurker leitet sich von dem englischen Verb to lurk ab, was im Deutschen soviel wie lauern oder schleichen heißt. Während die mitlesenden Personen als Lurker bezeichnet werden, wird ihre Handlung als Lurking bezeichnet.

Laut einer Forschung machen Lurker in einer Online-Gruppe rund 90 Prozent aus (Quelle). In Internet-Gemeinden kann der Begriff “Lurker” auch abfällig gemeint sein, weil einige User sich daran stören, wenn ein Fremder alle Beiträge mitliest, jedoch nicht dazu bereit ist, selber etwas von sich preiszugeben. Laut einer Untersuchung aus dem Jahre 2000 wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lurker sich später aktiv beteiligt, mit der ansteigenden Dauer des Beobachtens immer geringer. (Quelle)

Der Begriff Lurker kann jedoch auch andere Bedeutungen haben. So existiert zum Beispiel im Add-On zu dem Computerspiel StarCraft eine Einheit namens Lurker, und in der Fernsehserie Babylon 5 wurde ein bestimmtes Volk als Lurker bezeichnet. Die Geschichtenerzähler ließen sich dabei allerdings auch von den Lurkern aus der Internet-Gemeinde inspirieren, denn das erwähnte Volk bzw. die Einheit weist ein lauerndes Verhalten auf.

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Was ist… Lexikon: Silverlight

Silverlight ist der Name eines Webbrowser-Plug-In, das aus dem Hause von Microsoft stammt und im Jahre 2007 offiziell erschienen ist. Die Erweiterung für Webbrowser, die browserunabhängig funktioniert, ermöglicht die Ausführung von sogenannten Rich Internet Applications (Anwendungen für Internet-Techniken und intuitive Benutzeroberflächen). Interaktive Komponenten und Animationen können dadurch in eine Webseite eingebunden bzw. dort abgespielt werden. Zudem bietet Silverlight die Unterstützung diverser Videoformate sowie weiterer Medienformate.

Microsoft Silverlight ist lediglich mit Windows kompatibel. Für Linux-Anwender steht die freie und quelloffene Implementierung Moonlight zur Verfügung. Dessen Programmierung wurde von Microsoft genehmigt und unterstützt.

Als Microsoft Silverlight am 4. September 2007 veröffentlicht wurde, damals noch unter dem Titel Windows Presentation Foundation Everywhere (kurz: WPF/E), war dieses Webbrowser-Plug-In praktisch die einzig ernstzunehmende Alternative zu Adobe Flash, das auf rund 98 Prozent aller Internet-Computer installiert war (Quelle). Java FX, ein Webbrowser-Plug-In von Sun Microsystems, sollte ursprünglich zwar auch im Jahre 2007 erscheinen, wurde letztendlich aber erst im Dezember 2008 freigegeben.

Nachdem die erste Version von Microsoft Silverlight erschienen war, folgte am 14. Oktober 2008 die zweite Version und am 10. Juli 2009 die dritte Version. Zu den wesentlichen Neuerungen der dritten Version zählt die Unterstützung von Hardware-Beschleunigung bei Videos und die Möglichkeit, eine Anwendung sowohl für das Internet als auch für den Desktop zu entwickeln.

Die vierte Version von Silverlight soll unter anderem die Möglichkeit einer virtuellen Druckvorschau und die Unterstützung von Webcams und Mikrofone bieten. Zudem soll die Geschwindigkeit höher ausfallen und dank des WCF RIA Services (Windows Communication Foundation) sollen sich mehrschichtige Anwendungen erstellen lassen. Die Beta-Version wurde am 19. November 2009 erstmalig vorgestellt.

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Webdesign

Online Stellenanzeigen – Chancen und Kosten

Ob nun eine Fachkraft, eine Teilzeitkraft oder ein Praktikant gesucht wird, per Online-Stellenanzeige wird zügig das passende Personal gefunden. Doch wo soll das Gesuch aufgegeben werden und welche Kosten entstehen dabei?

Die Suche nach gutem Personal findet vermehrt im Internet statt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit einer Zeitungsannonce nach neuen Mitarbeitern suchte. Per Online-Stellenanzeige erreicht man mehr Leser und somit auch mehr qualifizierte Arbeitskräfte. Grund genug also, um zukünftig per Monster, Jobscout & Co. nach einem Arbeitnehmer zu suchen. Stellt sich nur die Frage nach den Kosten. Und muss unbedingt eine Stellenanzeige aufgegeben werden oder können potenzielle Mitarbeiter auch per Suchverfahren ausfindig gemacht werden?


Klassiker: das Portal der Arbeitsagentur

Alle im Artikel genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 Prozent.

Monster
Monster steht keineswegs grundlos an erster Stelle unserer Auflistung. Nicht zuletzt aufgrund der massiven Werbemaßnahmen hat Monster.com praktisch die ganze Welt erobert, zählt laut comScore Media Metrics zu den zwanzig meistbesuchten Webseiten der Welt und ist die weltweit größte Suchmaschine für Arbeitsplätze (Quelle). Nichts liegt also näher, als per Monster nach einem neuen Mitarbeiter zu suchen. Wären da nicht die Kosten. Eine einzige Anzeige mit 30tägiger Laufzeit kostet 795 Euro. Wer die Stellenanzeige auch auf den Netzwerkseiten von Monster.de veröffentlichen möchte, muss noch 395 Euro draufzahlen. Möchte man eine individuelle Vorlage haben, sind allein für diese Leistung 595 Euro fällig. Anderenfalls steht lediglich das Standardlayout zur Verfügung. Immerhin darf dabei das Firmenlogo eingefügt werden. So oder so wird die Anzeige innerhalb einer Stunde online sein. Wer mehrere Anzeigen im Jahr aufgibt, kann Sonderkonditionen in Anspruch nehmen. Das ändert leider aber nur wenig daran, dass die Preise für Kleinunternehmer zu hoch sind.

Die Alternative zu der Stellenanzeige stellt die Nutzung der Lebenslaufdatenbank dar. Der Nutzer kann sich durch die Lebensläufe der Benutzer klicken und so eigenständig nach einem geeigneten Arbeitnehmer suchen. Leider ist auch diese Variante kostspielig. Die einmonatige Nutzung mit nur 50 Ansichten kostet bereits 249 Euro.


Monster (Ausschnitt)

Jobscout24
Die Online-Jobbörse der Scout24 Holding GmbH, die unter anderem auch für Immobilienscout24 und Friendscout24 verantwortlich ist, weist monatlich rund 3,7 Millionen Besucher und 250.000 Stellenanzeigen auf. Im Vergleich zu Monster.de sind die Anzeigenpreise bei Jobscout erheblich geringer. Die Kosten für eine Stellenanzeige fangen bei 295 Euro an; je nach Laufzeit, Präsenz und Reichweite. Ein Servicepaket mit professioneller Eingabe, Layout und Check der Anzeige hat einen Aufpreis von 100 Euro. Einen gravierenden Preisnachlass gibt es bei der Suche nach Auszubildenden, Praktikanten, Diplomanden und Werksstudenten, denn in diesen Fällen fangen die Preise schon bei 99 Euro an. Für mittelständische Unternehmen gibt es Sonderkonditionen, wie zum Beispiel immer wiederkehrende Jahresanzeigen für 795 Euro. Positiv ist, dass bei der Erstellung drei sehr unterschiedliche Layouts zur Verfügung stehen.

Ähnlich wie bei Monster.de kann man sich auch bei Jobscout durch die Profile klicken und selber nach einem Kandidaten suchen. Die Nutzung dieses so genannten Kandidaten-Pool ist jedoch sehr teuer. Eine einzige Kontaktdaten-Abfrage kostet bereits 24,95 Euro. Die Alternative wären teure Flatrates mit einer Monatsgebühr zwischen 795 und 945 Euro. Immerhin: Neue User dürfen nach ihrer Registrierung zur Probe drei Kontaktdaten-Abfragen kostenlos durchführen.


Auf Jobscout24 stehen drei Vorlagen zur Auswahl

Stepstone
Die Jobbörse Stepstone ist speziell für Fach- und Führungskräfte angedacht. Wer hier eine Anzeige veröffentlichen möchte und diese selber erstellt, wobei erfreulicherweise zehn Standardlayouts zur Auswahl stehen, zahlt für eine Laufzeit von 30 Tagen 590 Euro. Eine Besonderheit bei Stepstone ist, dass eine Stellenanzeige auch anonym mit dem Chiffre-Prinzip aufgegeben werden kann. Der Preis für die 30tägige Anzeige steigt so allerdings auf 875 Euro an. Erfreulich ist, dass die Ausschreibung von einem Praktikumsplatz, einem Ausbildungsplatz sowie einem Studentenjob kostenlos ist.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, für die Anzeige ein individuelles Layout in Auftrag zu geben. Ob das den Gesamtpreis von 995 Euro rechtfertigt, muss jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden.

Die Stellenanzeige kann nach eigenen Wünschen mit Zusatzprodukten erweitert werden. So zum Beispiel mit einer Video-Einbindung oder einer Schnittstelle zwischen Stepstone und der eigenen Webseite. Die Kosten dafür können sehr verschieden ausfallen und müssen erfragt werden. Weiterhin kann die Online-Anzeige mit einer Print-Anzeige ergänzt werden. Soll die Stellenanzeige zum Beispiel auch in der “Welt” sowie in der “Welt Kompakt” erscheinen, liegen die Zusatzkosten bei mindestens 100 Euro.

Die Nutzung einer Lebenslauf-Datenbank ist bei Stepstone ebenso möglich wie bei Monster und Jobscout24. Der Preis für einen Monat und 50 Profil-Aufrufe liegt zum Beispiel bei 195 Euro. Einen ordentlichen Mengenrabatt gibt es bei den sogenannten Powerpackages. 2.000 Profilaufrufe in einem Monat kosten zum Beispiel “nur” 995 Euro.

Jobware
Jobware gehört zwar nicht unbedingt zu den bekanntesten, wohl aber zu den ältesten Jobbörsen in Deutschland. Bereits im Jahre 1996 ging der Online-Stellenmarkt online; passend am 1. Mai, dem Tag der Arbeit. Die Jobanzeigen richten sich vorwiegend an Fach- und Führungskräfte, sind aus Sicht des Arbeitgebers aber teuer. Wer hier ein Stellenangebot schalten möchte, zahlt dafür 995 Euro. Die Laufzeit einer solchen Anzeige beträgt grundsätzlich vier Wochen. Bei mehreren Jobangeboten kann ein Mengenrabatt frei ausgehandelt werden.

Eine Besonderheit bei Jobware ist, dass die Anzeigen auf bis zu 300 fach- und regionsspezifischen Partnerplattformen erscheinen. Dazu zählt zum Beispiel die Internetseite von der Wirtschaftswoche, der Zeit, der Stuttgarter Zeitung und der Südwest Presse. Die Mitarbeiter von Jobware berücksichtigen dabei, welche Webseite von den potentiellen Arbeitnehmern vorwiegend besucht werden könnte.

Die Anzeigenschaltung kann entweder per Selbsteingabe oder per E-Mail vonstatten gehen. Letzteres hat den Vorteil, dass man die Anzeige selber gestalten kann und diese so veröffentlicht wird. Die Kosten ändern sich dadurch nicht.
Die Bewerbergalerie, wobei man sich durch die Lebensläufe klicken kann, befand sich bei Veröffentlichung dieses Artikels noch im Aufbau. Bis diese Lebenslauf-Datenbank vollständig genutzt werden kann, darf man sich telefonisch an Jobware wenden und sich (für eine ausgehandelte Pauschale) bei der Personalsuche helfen lassen.


Die Bewerbergalerie von Jobware befindet sich aktuell noch im Aufbau (Stand: Jan. 2010)

Journalismusjobs
Sofern nach einem Publizisten (Texter, Journalist) oder einem Pressesprecher gesucht wird, kann die Mitarbeitersuche auch per Journalismusjobs vonstatten gehen. Der Vorteil: Für die Arbeitgeber ist das Veröffentlichen eines Stellenangebotes gratis. Sogar durch die Lebensläufe der Redakteure und Journalisten darf man sich kostenlos klicken und gegebenenfalls Kontakt aufnehmen. Die Sache hat jedoch einen kleinen Harken: Nur zahlende Mitglieder, und davon gibt es nur rund 7.500, können die Stellenanzeige vollständig einsehen und somit eine Bewerbung einreichen. Kurz gesagt: Der Arbeitgeber zahlt nichts, erreicht aber nur eine sehr kleine Zielgruppe.



Bundesagentur für Arbeit

Die Jobbörse der Arbeitsagentur mag nicht unbedingt die prachtvollste sein, dafür aber ist sie für den Arbeitgeber völlig kostenlos. Sowohl das Erstellen einer Anzeige, was mit einer Vorlage sehr einfach vonstatten geht, als auch das Durchsuchen von Lebensläufen ist gratis. Dabei ist es irrelevant, ob eine Vollzeitkraft, eine Teilzeitkraft, ein Azubi, eine Aushilfe oder ein Praktikant gesucht wird.

Bevor Arbeitgeber aktiv werden können, erfolgt eine Prüfung. Neben der Registrierung muss per Post ein Nachweis der Gewerbetätigkeit übersandt werden. Erst dann erfolgt die Freischaltung. Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen der Bundesagentur ist, dass es in der Vergangenheit massiven Datenmissbrauch gegeben hat (Quelle). Die Bearbeitung erfolgt relativ zügig, etwa innerhalb einer Woche.

(tm), (sl)