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Betriebliches E-Business Freelance Workflow

Dr. Web Klassiker: Wie du mit E-Mail-Bergen klar kommst

E-Mail ist für arbeitende Menschen längst zu einer Belastung geworden. Zu viel Post, zu viele Mails, zu viel zu tun, kurzum: Chaos im Mailprogramm. Muss alles nicht sein, wenn man sich vernünftig organisiert. Dr. Web gibt Tipps für hartgesottene Fälle.

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Canva.com – Online-Grafiken im Handumdrehen

Nicht jeder Betreiber einer Website ist gleichzeitig ein geschickter Grafiker. Muss man deshalb auf Illustration und Beitragsbilder verzichten? Nö, muss man nicht. Heutzutage gibt es prima Software für solche Problemstellungen. Mit Photoshop braucht sich auch niemand herumschlagen, der das nicht will.

Canva

Acht solche Programme hatte Ihnen Andreas Hecht schon einmal kurz vorgestellt. Ich möchte ihnen aus dieser Auswahl Canva näherbringen. Denn das Onlinewerkzeug ist beliebt und wird häufig empfohlen. Was also ist dran?

Wo braucht man Grafiken im Netz?

Beitragsbilder gehören längst zum guten Ton. Das ist das, was hier oben den Beitrag eröffnet. Websites, die darauf verzichten, wirken unter Umständen staubig und von gestern. Das Exemplar, das Sie auf dieser Seite sehen, wurde mit Canva produziert. Und zwar in zwei Minuten.

Diese Art von Grafiken wird auch in den Sozialmedien häufig eingesetzt. In den blauen Untiefen von Facebook ebenso wie bei Twitter, Pinterest und anderen. Wer da nicht mithalten kann, wird weniger gut gesehen. Was man sich leisten können muss. Oder man sorgt für Abhilfe.

canva-create

Canva stellt Templates zur Verfügung. Solche Vorlagen gibt es außerdem für eBooks, Anzeigen, Postkarten, Blogs, Header und mehr. Eine ordentliche Garnitur auf jeden Fall. Über die korrekten Bilddimensionen muss man sich keine Gedanken machen. Trotzdem sind auch eigene Formate möglich. Als Standard werden verwendet:

  • Facebook Post 940*788 Pixel
  • Instagram Post 640*640 Pixel
  • Facebook Cover 851*315 Pixel
  • Präsentation 1024*768 Pixel
  • Social Media (allgemein) 800*800 Pixel
  • Twitter Header 1500*500 Pixel
  • Youtube Channel Art2560*1440 Pixel
  • Google+ Photo 1240*700 Pixel
  • Twitter Post 940*788 Pixel
  • Pinterest Grafik 735*1102 Pixel
  • Infografik 800*2000 Pixel
  • Blog Grafik 800*1200 Pixel
  • Kindle Buchcover 1411*2250 Pixel
  • Album Cover 1400*1400 Pixel
  • Blog Titel 500*315 Pixel

Canva ist ein reines online Tool. Einloggen genügt. Entweder eröffnet man einen Account, oder erledigt das via Facebook oder Google+. Herunterladen müssen Sie nichts. Bezahlen muss man erst einmal auch nichts. Dazu unten mehr. Es gibt auch eine App, die wurde für das iPad entwickelt. Vielleicht ist die was für Sie …

Foto- und Layoutauswahl

Canva behauptet, Millionen von Bildern gratis bereitzustellen. Das mag stimmen, doch derart viele Layouts findet man nicht. Es sind tatsächlich nur wenige, die meisten davon sind dann auch extra zu bezahlen. Nämlich mit einem Dollar für das Foto. Das nervt bei der Auswahl etwas.

Allerdings kann man selbst Fotos nach Lust und Laune hochladen oder in der Bildbibliothek bei Canva wühlen. Wo man die besten Gratisfotos kriegt, das weiß natürlich Dr. Web. Ein Layout kriegt man auch selbst hin. Beispiele gibt es ja genug.

canva-layouts
Ein Teil der Layoutauswahl

Canva wird in Australien entwickelt und spricht bislang nur Englisch. Wenn Sie jetzt abwinken wollen, weil es mit dem Englischen hapert, geben Sie der Sache trotzdem eine Chance. Das meiste nämlich erklärt sich eh von selbst oder kann durch Klicken herausgefunden werden – sofern jedenfalls das Digitale kein Neuland ist, und davon gehe ich aus.

canva-arbeit
Canva: Bei der Arbeit

Zum Einsatz kommen Google Fonts, das ist praktisch, wenn man die schon kennt, und die Auswahl ist gut. Dr. Web verwendet die Googleschrift „Oswald“ für seine Beitragsbilder, und die steht auch bei Canva Gewehr bei Fuß.

canva-2

Für die Fotos gibt es Effektfilter, die Größen von Boxen zieht man sich mit der Maus zurecht. Alle Templates können bearbeitet werden. Man muss nichts so nehmen, wie es einem präsentiert wird. Es versteht sich, dass man Farben, Hintergrundbilder und Transparenzen anpassen kann. Elemente rasten an Hilfslinien ein, ein perfektes Auge braucht man hier nicht.

Leider werden die JPGs, die Canva erzeugt, gar nicht oder nur unzureichend komprimiert. Da muss man vor Veröffentlichung auf der Website noch einmal ran. Tools gibt es genug. Landet die Grafik bei Twitter und Co. kann man das ignorieren, die Dienste komprimieren selbst.

https://youtu.be/SWHhc8H6YUE

Preisgestaltung

Canva ist gratis, solange man keine Stockfotos von dort verwendet. Ansonsten kostet ein Foto pro Stück einen Dollar. Es gibt einen Business Account, der Firmen Vorteile bietet. Er heißt Canva for Work und ist ab 9,95 USD pro Monat zu haben. Damit lassen sich unter anderem eigene Templates speichern und Layouts auf Knopfdruck größentechnisch anpassen. Eine ziemliche Erleichterung, wenn man mehrere Kanäle mit Grafiken bespielen möchte.

canvawork

Canva ist kein Allrounder und kennt nur einen eingeschränkten Satz an Funktionen und Möglichkeiten. Gerade das sorgt für einfache Bedienbarkeit. Was es kann, das kann es gut. Eine ellenlange Einarbeitungszeit muss niemand befürchten.

Wer noch ein paar Anregungen braucht, kann sich die in der Canva Design School holen.

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IMHO Social Media

Warum Facebook Webdesigner hasst

Ich hasse Facebook nicht. Ich halte es für eine Gefahr. Facebook ist zu groß, ist ein Moloch. Facebook schneidet Einhörnern die Köpfe ab. Facebook ist der Sonnenkönig des Internets. L’Internet, c’est moi! Welche Bedeutung hat das für Webdesigner und -entwickler?

fich dich facebook

Nachdem Dr. Web in der letzten Woche so freundlich war, meinen Artikel Facebook frisst das Internet und uns gleich mit zu verlinken, bat man mich auch hier etwas zum Thema schreiben. Das tue ich nun.

Facebook ist eine Gefahr für das freie Internet und für alle, die darin aktiv sind, egal ob privat oder beruflich. Das Thema ist umfangreich. Facebook beeinflusst vieles und steckt überall drin. Ich möchte hier nur auf berufliche Aspekte um das Webdesign herum eingehen.

Facebook arbeitet mit Methode. Sie sagen, wenn du willst, dass dein Content sichtbar wird, dann sorge für Interaktionen. OK, und wie kriegt man die am besten? Indem man seinen Content etwas – sagen wir mal – volkstümlicher hält, ihn einfacher, weniger fachlich, unterhaltsamer macht. Lustige Videos und Sprüche sind besser als CSS-Tricks. Werde massentauglicher für mehr Erfolg. Selbst wenn das alles funktioniert, der Erfolg für die eigenen Seiten fällt doch meist nur spärlich aus. Wozu das Publikum innerhalb Facebook bespaßen und mit Inhalten versorgen? Glaubt jemand wirklich, die eigene Marke würde so bekannt und beliebt? Wie lange muss man dafür aktiv sein und in welchem Ausmaß?

Die Blogrebellen bringen das Problem so auf den Punkt:

  • Auf YouTube werden die User dafür bezahlt, wenn Ihre Inhalte gut geklickt/geguckt werden.
  • Auf Facebook müssen User dafür bezahlen, dass Ihre Inhalte gut geklickt/gesehen werden.

Im nächsten Schritt sagt Facebook, wir haben uns was überlegt und zählen jetzt auch die Aufenthaltsdauer zu unseren Kriterien dazu. Sorge dafür, dass die Leute länger bleiben, indem du größere Stücke deines Contents einstellst. Facebook wird gierig. Und eines Tages werden sie sagen, warum gibst du uns nicht alles, wir beteiligen dich im Gegenzug an unseren Werbeeinnahmen. Die ja gigantisch sind, wie wir wissen.

Klingt doch verlockend, schließlich hat Facebook nicht nur das Publikum in der Tasche, da klimpert auch das Geld. Die eigene Website kann man dann einstellen oder als Museum weiterkreisen lassen. In Zukunft ist man anerkannter Facebookseitenbefüller.

Deshalb ist Facebook gefährlich, es zieht alles in sich hinein. Um es dann auszubeuten und zu kontrollieren. Facebook ist kein gemeinnütziger Verein. Auch wenn sich dessen Besitzer Wohltätigkeit im amerikanischen Stil leisten können.

Möglichst jeder soll bei ihnen Nutzer werden, denn je mehr Daten man hat, desto mehr davon kann man nutzen oder verkaufen. Facebook wird also alles daran setzen, um möglichst viele Menschen in sein Netz zu ziehen. Und dann will es die Inhalte, alle, nehme ich an.

Was bringt Facebook für Dr. Web?

Michael war so freundlich mich in die Statistiken blicken zu lassen. 2 % seines Traffics bezieht Dr. Web von Facebook. Nö, mehr ist es nicht. Obwohl beide Projekte schon länger bestehen und Facebook von Dr. Web aktiv bespielt wird.

Immerhin sprechen wir hier von der größten Website der Welt. Niemand sonst bringt es auf 1.500 Millionen Nutzer + X. OK, schränken wir das ein. In Deutschland sind es ’nur‘ 28 Millionen. Wenn man dazu noch bedenkt, wie viele Menschen nicht lesen können (Kinder), keine Maus mehr gerade halten können (Alte) oder vom Internet noch nichts gehört haben (Politiker) wird klar, wie groß der Anteil der Facebook-Nutzer tatsächlich ist. Es macht so ziemlich jeder mit.

Für seine 2 % hat Dr. Web arbeiten müssen und gelegentliche Leistungsgebühren nach Menlo Park überwiesen – zum Beispiel für die Newsletter Promotion – das steckt alles in den 2% drin. Inwieweit diese Aktivitäten überhaupt zu Besuchen geführt haben, darüber gibt Facebook keine Auskunft. Messen kann man es nicht. Man darf aber davon ausgehen, dass ein Teil dieses Traffics auf das Konto freundlicher Leser geht, die selbst aktiv teilen.

Worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Die größte Website der Welt, auf der mehr oder weniger alle aktiv sind, ist geizig, überaus geizig, wenn es um das Verteilen von Traffic geht. Natürlich gibt es Seiten, die von Facebook profitieren, die dortige Aufmerksamkeitsmechanismen perfekt ausnutzen. Wir kennen sie unter Namen wie Heftig, Buzzfeed oder Viralnova, und wer sonst noch das Klickvieh bespaßen mag.

facebook leiste
Selbst Kommerzzeitschriften ist die Sozialleiste wichtiger als die Navigation.

Lohnt es sich für 1 % mehr Traffic täglich auf Facebook aktiv zu sein, dort zu posten, Kommentare zu beantworten, Inhalte einzustellen, Seiten zu pflegen und gelegentlich dafür zu bezahlen? Ich behaupte, man kann mit diesen Ressourcen Sinnvolleres anstellen und mehr bewirken, indem man sich untereinander hilft, sich verlinkt und fördert. Diese Kultur droht in Vergessenheit zu geraten. Wegen Google kursieren bei manchem Seitenbetreiber und Blogger die Angst vor dem Linksetzen. Als wäre das etwas Kriminelles.

Lieber spachtelt man seine Seiten mit Sozialleisten zu und hofft auf den nächsten viralen Coup, der doch nie kommen wird, anstatt sich mit anderen Seitenbetreibern abzusprechen, die in derselben Lage feststecken.

Die anderen betrachtet man ganz im alten Denken verhaftet als Konkurrenz, Facebook hingegen gilt als neutrale Plattform, die man nur verstehen und knacken muss. Aber das ist so nicht richtig: Facebook ist weit mehr als ein Konkurrent. Facebook will alles.

Den letzten Traffic schickt man dann noch freiwillig in den Tempel des blauen Monsters. Social Media Buttons werden aggressiver platziert als Werbung. Und genauso häufig. Sie tauchen mitunter mehrfach in verschiedener Gestalt auf einer Seite auf. Sie verlangsamen Seiten durch Junkcode und scheren sich nicht um deutsches Recht (jedenfalls die meisten nicht). Ob das alles mit guten Design vereinbar ist oder vielleicht stören könnte, wen interessiert es? Hauptsache keine Social Chance verschenkt.

Am krassesten finde ich die Firmen, die Facebook in ihrer eigenen Werbung zeigen, Name, Logo, Button, Likedaumen. Gratiswerbung für Facebook überall. So omnipräsent hat das nicht einmal Apple hinbekommen.

Ja klar, Dr. Web ist nicht sozial, das ist ein Unternehmen, das Geld verdienen muss, um die Sache am Rollen zu halten. Das eine oder andere Werbebanner beweist es. Facebook hingegen ist ein Netzwerk, das alle Welt sozial nennt, und das den Aussagen seines Chefs zufolge die Welt besser machen soll. Die Mehrheit glaubt es. Noch.

Das leider gerade KMUs in Facebook eine Art Heilsbringer erkennen, man muss sich nur genug anstrengen, den Dreh rauskriegen, dann öffnet der Sozialgigant eines Tages seine Pforten und das Geld verdient sich von allein. Unglücklicherweise begibt man sich auf den Weg dahin in eine totale Abhängigkeit. Zeit und Mühe könnte man auch woanders investieren. Die Leute denken, Facebook wäre toll, weil das jeder sagt. Es hat sich in unseren Köpfen so festgesetzt, und liegt da wie Beton. Als KMU brauche ich eine Social Media Strategie, Facebook gehört in mein Marketing-Mix. Mit Facebook ist man ganz weit vorn in jedem Bullshit Bingo.

Stop Facebook

Warum finden (Web)designer Facebook gut?

Bei Facebook sieht alles gleich aus. Design reduziert sich auf ein Logo/Avatar und ein manchmal gelungenes, oft aber stümperhaft zusammengestoppeltes Headerbild. Bei Facebook kann man nicht einmal einfachste Dinge verändern, alles ist festgelegt und in seiner puren Eintönigkeit schreiend häßlich. Es mag zweckmäßig sein, aber es ist nicht schön; wir mögen uns dran gewöhnt haben, aber es ist nicht spannend. Facebook ist designerische Monokultur. Und was sind Monokulturen? Sie sind schlecht.

Ihr sitzt vor euren durchgestalteten Macs, auf die ihr euch kräftig was einbildet, redet klug über Design und benutzt dabei Facebook. Das einheitsblaue Standardprodukt vom Kombinat aus Kalifornien. Plaste und Elaste aus Menlo Park. Wie geht das zusammen? Die DDR wäre stolz auf Facebook gewesen. Eine Seite für alle. Bei Facebook ist jeder gleich – abgesehen von großen Werbekunden natürlich. Dank Facebook hat man die gesamte Kommunikation der Menschen im Sack. Wer Facebook hat, braucht keine Stasi mehr. Noch so ein unschönes Thema.

20 Jahre Entwicklung im WWW sind im Grunde für den Arsch. Denn Dank Facebook kann man heute kaum mehr machen als damals. Man kann nicht einmal die Linkfarbe ändern auf Facebook-Seiten, da war man schon mal weiter. Wer Design will, braucht eigene Webseiten und Blogs. Wer frei sein will, begibt sich nicht in die klebrigen Fänge eines Molochs nur für ein paar Versprechungen und in Aussicht gestellte Klicks.

Dabei könnte es einfach sein. Indem wir einen Bogen um Facebook machen. Der darf ruhig etwas größer ausfallen. Folgen Sie diesen Menschen nicht. Entzieht man dem Netzwerk die Aufmerksamkeit, fällt es eines Tages wie eine leere Plastiktüte in sich zusammen.

Aber wenn wir nicht aufpassen, kassiert Facebook uns alle ein. Texte wie diesen gäbe es dann nicht. Na schön, der Verlust hielte sich in Grenzen. Aber die Website, auf der er erscheint, die gäbe es ebenso wenig. Und auch von Rest wird nicht viel bleiben. Die Online-Welt wird wüst und leer sein. Oder nach einer vermeintlichen indianischen Weisheit:

Erst wenn die letzte Website abgeschaltet, der letzte Webdesigner entlassen, der letzte Link gelöscht ist, werdet Ihr merken, dass man Facebook nicht trauen kann.

Links zum Thema Facebook

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Webdesign

Zuerst auf Papier

Viele Websites entstehen nicht an einem Rechner, sondern zuerst auf Papier. „Paper Prototyping“ spart Zeit und Aufwand, denn ein schiefer Entwurf ist rasch vollbracht. Ein toller Zeichner muss man dazu auch gar nicht sein. Schon deshalb nicht, weil man vorgefertigte Seitenelemente einfach ausdrucken kann. Solche gibt es zum Beispiel in Form eines Helper Kits als PDF von Userfocus.

Die benötigten Elemente schneidet man nach dem Druck dann einfach aus. Im Kit enthalten sind Buttons, Kontrollelemente, Icons, Formularelemente und Scrollleisten. Darüber hinaus hilfreich sind Schere und Klebstoff.

(dpe)

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Webdesign

Weckruf

Es ist doch immer wieder dasselbe: Webdesigner, Programmierer, Texter, SEOs muten sich zu viel zu und schlafen während der Arbeit vor dem Bildschirm ein. Dagegen helfen bekanntlich Drogen und Tabletten, Kaffee, Coke oder Energy Drinks. Aber eben nur begrenzt, notorische Fälle brauchen Stärkeres: einen Wecker!

Der sollte am besten in den Bildschirm integriert sein und aus der Schweiz kommen (natürlich ein Muss wenn es um Uhren geht). Auf die Kuku Klok trifft beides zu. Website aufrufen, gewünschte Weckzeit wählen und den favorisierten Weckruf einstellen.

Das Browserfenster sollte man geöffnet lassen. Reißt die Online-Verbindung ab, macht das nichts, die Sache funktioniert trotzdem. Die zur Auswahl stehenden Wecktöne sind: Classic Clock, Electronic, Slayer Guitar, Military Trumpet and Cockerel.

(dpe)

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Perfekt präsentiert: Online Magazine

Was man aus dem Zeitschriftenhandel oder vom Kiosk kennt, will adäquat Online gebracht sein. Das ist schwierig, denn dem Online Publishing sind bekanntlich Grenzen gesetzt. Das ideale Magazincover ist ein Kompromiß, aber es lässt seinen Inhalten Raum.

Die Startseiten der Magazine positionieren ihre Inhalte nicht streng chronologisch wie Blogs das tun, hier zählt auch die Wichtigkeit einer Story oder einer Meldung. Ein Magazin arbeitet immer mit Anreißern (Teasern) und würde niemals in der Art eines Weblogs eine komplette Story auf die Titelseite heben. Außerdem mischt sich Content stärker mit ständigen Rubriken, Features, Kolumnen, Interaktiven Elemente und ähnlichem.

Ein Magazin ist mit Inhalten reich gesegnet und muss versuchen diese Vielfalt interessant und nutzbar darzustellen. Ressorts und Rubriken verlangen ihre Platz ebenso wie umfangreiches Bildmaterial. Unsere Beispiele mit Magazinen mittlerer Größe zeigen exemplarisch wie diese Aufgabe gelöst werden kann.

Typische Designelemente sind:

  • Ein oder mehrere große Fotos als Blickfang.
  • Große Überschriften.
  • Mehrspaltiges Layout – durchaus auch 4 oder 5 Spalten.
  • Es werden zahlreiche illustrierte Anreißer (Teaser) verwendet.
  • Sorgfältige Auswahl der Schriften.
  • Zurückhaltung bei Farben, es sei denn die Zielgruppe verlangt etwas anderes.

The Swish Live

The New Yorker

Spark Sheet

INC

True/Slant (und frieze weiter unten) leistet sich ungewöhnliche viel Weißraum.

Frieze

Omid for Iran

Silicon Praerie News

The Morning News

Salient – Es geht auch mit wenig Bildmaterial.

Veritasse – Farbe ist kein Tabu.

Run Addicts

Coldheat – Christian Mückes Weblog tut als wäre es ein Magazin. Wer das auch probieren möchte: es gibt zahlreiche WordPress Themes im Magazine Look.

Das Gegenstück zum Magazin-Design findet man bei Dustin Curstis. Hier ist die Startseite nichts als ein schmuckloses Inhaltsverzeichnis. Es gibt weder Bilder noch Teaser. Dafür bekommt jede Story ihr eigenes Webdesign. Das ist natürlich nur da möglich wo noch mit der Hand gearbeitet wird.

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Webdesign

Designbeobachtungen / 16

Überall gibt es etwas zu entdecken – auch und gerade im Webdesign. Man muss nur genau hinsehen. Genau das passiert in dieser Rubrik. Wir haben den Blick auf Details, auf neue oder ungewöhnliche Lösungen und Einfälle. Hier ist die sechzehnte Ausgabe mit Trends und Ideen für Webseiten. Die Abbildungen können und sollen angeklickt werden.

Je gefragter ein Freelancer ist, desto weniger Zeit bleibt für neue Aufträge. Der Franzose Aurélien Foutoyet zeigt das ganz offen und demonstriert auf diese Weise, dass er ein durchaus gefragter Mann ist. O.K. die Sache sollte wirklich auf dem Stand gehalten werden. Ein Zuviel an Belegung dürfte Kunden sogar abschrecken.

Auf ähnliche Tabellen stößt man wenn es darum geht eigene Fähigkeiten ins Bild zu setzen. Gucken Sie mal wie Roger Burkhard das macht:

Ob potenzielle Kunden damit etwas anzufangen wissen, sei einmal dahingestellt. Ein bisschen anzugeben schadet aber nichts. Oli Gosling aus Bristol treibt das gar auf die Spitze. Sein Portfolio kennt gleich mehrere Visualisierungen und wird auf diese Weise zur ausgewachsenen Infografik.

Der Footer gehört nicht jeher unbedingt zu den Dingen, die einem sofort ins Auge fallen. So manches Seitenende wird gar nie erreicht, ein anderes vielleicht erst nach langem, anstrengendem Scrollen. Aber das ist kein Grund sich nicht doch Mühe zu geben.

Footer Fetish

Schließlich kann der Footer nützliche Informationen oder Funktionen bereithalten, den Besucher überraschen und ein Design optisch abrunden. Es gibt Designer, die haben die Gestaltung des Footers zu einer Kunst erhoben. Ideen gibt es viele. Wer noch die eine oder andere brauchen könnte, der sehe sich in einem Galeriebeitrag um. Fehlt eigentlich nur noch die passende CSS-Galerie. Aber keine Sorge, die gibt es jetzt auch. Sie heißt Footer Fetish und zeigt die schönsten Einfälle der Footer Künstler.


Der Foxtie Footer lebt vom Fuchs

Wo wir schon beim Footer sind: Tapbots nutzt ihn, um illustrierte Rubriken zu zeigen. Sieht man auch nicht alle Tage.

Der nun folgende Submit-Button kann auf der Skala der spektakulären Dinge zwar nicht mehr mithalten, eine gute Figur macht er dennoch:

Büroklammern und sogar Scheren haben schon vor längerer Zeit ins Webdesign Einzug gehalten. Probieren Sie doch mal Sicherheitsnadeln. Das geht auch jenseits von Punk.

Die Nadeln kommen weiter unten noch mal vor:

Dieses Kontaktformular wird besonders freundlich präsentiert. Es liegt übrigens über dem Design – nach dem Lightbox-Prinzip.

Die Illustration erinnert an Shout Digital. Die Engländer setzen auf Humor und begrüßen ihre Besucher so:

Ja richtig: hier wird Flash benutzt

Aber auch Kleinigkeiten zählen. Wie wichtig ein Favicon ist, darüber haben Sie bei Dr. Web sicher schon einmal gelesen. Eher verpönt ist die animierte Variante. Dass aber auch das funktioniert, zeigt Logoholik. Keine Dauer-Animation, sondern gezieltes Wecken von Aufmerksamkeit. Wer mehr sehen will, schaut mal wieder in der Favicon Galerie vorbei.

Surftipps

Zur Abrundung der 16. Ausgabe folgen die Surftipps. Da wäre zu erst einmal Six11Ink, ein Dienstleister für Texte und Inhalte. Deren Website setzt Retro auf ganz eigene, geschmackvolle Weise um.

Und schließlich Javier Fernando Castillo Vásquez aus Guatemala dessen Weblog so aussieht wie man sich ein gedrucktes Magazin im Web vorstellen könnte. Zumindest gilt das für die eindrucksvolle Startseite.

(mm),

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Perfekt präsentiert: Design-Agenturen mit Charakter – VOL 4

Was Einzelkämpfern mitunter gelingt, das sollten Agenturen doch erst recht schaffen. Die Rede ist vom perfekten Design. Die Exemplare hier sind nicht zwangsläufig typische Vertreter, sie zeigen Beispielhaftes.

Während der Freelancer vieles praktisch angeht, legt die Agentur mehr Wert auf ihr Image. Man will im Web nicht in erster Linie verkaufen, sondern sich darstellen. Das bietet mehr Spielräume für die Gestaltung.

Die Unterschiede zu den Websites und Portfolios von Einzelkämpfern sind allerdings nicht immer scharf auszumachen, hier überschneidet sich vieles. Ein Klick auf einen Screenshot führt zum Original.

Digiti (Belgien) – Die jungen Leute vermitteln Spaß und Bewegung.

Genau so machen es auch Arbel-Designs (USA). Hier handelt es sich um ein Single-Page-Design. Alles ist bis ins kleinste Detail tierisch durchgestaltet.

Fator Criativ (Brasilien) – Gleiche Kerbe, hier bewegt sich das Hintergrundbild sobald sich der Mauszeiger rührt.

Pieoneers (Kanada) – Der Spaß soll nicht zu kurz kommen.

Shout (England) – Daran hält sich auch diese Agentur. Die lustigen Roboter hat man allerdings mit Flash fabriziert.

Flourish (USA) –

Ditley (USA) – schwebt zwischen Magie und Grunge.

Converse Eightytwo (USA) – Rückwärtsgewandt, aber nicht gestrig.

Colouring Code (Großbritannien) – auch irgendwie noch Retro. Kreative Schriftgestaltung und moderne Technik (HTML 5 und CSS3).

Studio 83 (Schweiz) – Eine ungewöhnliche Farbgestaltung. Der fest stehende Hintergrund irrtiert zuerst, er ruckelt aber nicht – was anderswo häufig vorkommt.

Imaginaria Creative ()

Analog (USA) – Kein sozialistisches Einheitsdesign, sondern Designer bei der Arbeit.

Great Works (Schweden) – Bei jedem Aufruf der Startseite präsentiert einer von 73 Mitarbeiten die Seiten der Agentur.

Rokkan (USA) -Wer stolz auf die eigene Arbeitist, der zeigt sie auch gern. Plakativ in Szene gesetzt wird hier der Hinweis auf das Redesign für einen Großkunden.

Und wer einmal etwas komplett anderes sehen möchte… Grip Limited hält sich an keine Regel. Das Ganze wirkt wie ein überdesigned Typolayout und funktioniert als sei es mit Frame gemacht (die Spalten können einzeln gescrollt werden). In Wirklichkeit aber steckt Flash dahinter.


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Perfekt präsentiert: Webdesigner Portfolios aus aller Welt – Teil 6

Portfolio-Designs aus aller Welt in der sechsten Ausgabe. Wie jedes Mal, eine nicht ganz einfache Zusammenstellung, schließlich lesen hier zahlreiche Webdesigner. Hier geht es um frische, originelle Ansätze, jenseits ausgetretener Pfade. Diese Seiten sind auf unterschiedliche Weise ausdrucksstark und handwerklich sauber – ohne dabei allzu experimentell oder überdreht zu wirken (von einer Ausnahme abgesehen). Kurzum, man darf sie durchaus als mögliche Vorbilder betrachten.

Ein Klick auf einen Screenshot führt zum Original.

Lynn Cyr (USA) – Typ Visitenkarte, aber das reicht ja manchmal schon aus. Persönlichkeit ist entscheidend, was Lynn gut gelingt.

Marc Hinse (Deutschland) – Geht ganz direkt auf die wahrscheinlichen Fragen seiner Kunden ein. Dafür navigiert es sich leicht schwammig mit Hilfe der gedrücken linken Maustaste.

Rob Lovato (USA) – Keine übliche Desktopmetapher, aber anfangs kaum als Website zu erkennen.

Gopal (Indien) – Viel Lokal-Kolorik, dafür eindeutig Geschmackssache. Die Navi verliert sich weit unten.

Joseph Payton (USA) – steht im wahrsten Sinne hinter seinen Seiten.

Patrick Flanagan (USA) – zeigt seine dunkle Seite. Interessant ist, wie Patrick die Referenzen verlinkt.

Ollie Kavanagh () – Verwirrt? Nein, dieser Mann ist für die weniger braven Sachen zuständig.

Isa Costa (Portugal) – Hier stutzt der zufällige Besucher, Fachkundiges Publikum hingegen freut sich über Isas Liebe zum Quellcode, die hier offen zu Tage tritt.

Felipe Barriga (Kolumbien) – Frisch und fröhlich. Einen direkten Bezug hat der zahnbewehrte Piranha zwar nicht, als origineller Blickfang taugt er aber allemal.

Suzi Slavik (USA) – gut durchdacht, schön gezeichnet und sauber in HTML und CSS3 codiert. Es macht Spaß, die einzelnen Seiten durchzuklicken.

(mm),

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Webdesign

Designbeobachtungen / 15

Überall gibt es etwas zu entdecken – auch und gerade im Webdesign. Man muss nur genau hinsehen. Genau das passiert in dieser Rubrik. Wir haben den Blick auf Details, auf neue oder ungewöhnliche Lösungen und Einfälle. Hier ist die fünfzehnte Ausgabe mit Trends und Ideen für Webseiten. Sämtliche Bilder können und sollen angeklickt werden.

Kreative Portfolios sind immer eine Anregung wert. Ignaty Nikulin leidet sicherlich nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein. Das demonstriert schon sein Logo auf eindrucksvolle Weise. Die runden Menüpunkte darunter kommen prima zur Geltung und auch sonst gibt es hier so manches zu bewundern. Schauen Sie auch einmal auf der „About-Page“ vorbei, wo der Designer sich selbst zeigt.

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Auf Persönlichkeit setzt auch Josh Hemsley. Man muss sich das erst einmal trauen, sein eigenes Konterfei als Hintergrundmotiv für das Portfolio herzunehmen. Schön muss man das nicht finden, aber sein Stil kommt rüber. Man wird an Werbeagenturen erinnert, die frisch und unkonventionell rüberkommen wollen (zum Beispiel: Sid Lee). Gelungen ist auch der plakative Umgang mit der Typographie.

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Wenn Ihnen das zu sauber war, dann gucken Sie mal bei Tor Burrows vorbei:

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Wenn Sie ein Blog betreiben, dann könnte Ihnen diese Visualisierung für die Seitenleiste gefallen – sie zeigt den am häufigsten kommentierten Beitrag einer bestimmten Zeitspanne. Gefunden im AOL-Blog Engadget. Wie so etwas technisch zu realisieren ist, erklärt CreativityDen im Beitrag Create a funky most commented section for your blog.

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Menüleiste für das Programm Delibar. Was von der Maus berührt wird, springt nach oben.

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Apropos Hervorhebungen, die folgende Menüleiste lässt keinen Zweifel daran, was herausgestellt werden soll – und zwar unübersehbar per feuerwehrrotem Alarmsignal.

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Etwas Interessantes kann auf der Website des Maryland Institute College of Art beobachtet werden: das, was üblicherweise der Seitenkopf ist, ist hier in die Mitte (des durchschnittlich sichtbaren Bereichs) gerutscht. Logo, Navigation und Suchfunktion. Zu übersehen ist das trotzdem nicht; das Logo ist groß genug und die Struktur eindeutig.

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Müssen es immer Grafiken sein? Natürlich nicht. Das wusste auch David de Sandro, der folgendes in den Mittelpunkt seiner Site stellte. Anklickbar sind übrigens nur die farbig hervorgehobenen Bereiche.

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(sl), (mm),

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Webdesign

Designbeobachtungen / 14

Überall gibt es etwas zu entdecken – auch und gerade im Webdesign. Man muss nur genau hinsehen. Genau das passiert in dieser Rubrik. Wir haben den Blick auf Details, auf neue oder ungewöhnliche Lösungen und Einfälle. Nach einer kleinen Pause kommt hier die vierzehnte Ausgabe mit Trends und Ideen für Webseiten. Sämtliche Bilder können und sollen angeklickt werden.

Ein aufwändig gestalteter Seitenkopf (Header) macht etwas her, zieht Blicke auf sich und sorgt für einen gewissen Wiedererkennungswert. Im Smashing Magazine zum Beispiel bieten wir solche Grafiken zum Download an (alles frei verwendbar für Sie). Aber so schön die Auswahl dort auch ist, gegen diesen Header kommt kein anderer an:

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Ständiges Nachladen von Elementen ist eigentlich verpönt. Zum Jubiläum des Browsers Firefox machen die dortigen Designer eine Ausnahme. Von Nutzern auf Flickr hochgeladene Fotos werden zufällig in die Site eingebunden und aktualisieren sich laufend.

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Handschriftliches wirkt bekanntlich persönlich. Man kann sein „Gekritzel“ vielfältig einsetzen. Hier zum Beispiel, um eine Email-Adresse zu zeigen. Sie bekommt dadurch ein anderes Gewicht. Auffällig ist es außerdem.

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Das gilt auch bei 10Words. Hier ist aber nicht der handgemachte Look das Besondere (der füllt die halbe Site aus), es ist die Navigation. So etwas findet man das auf öffentlichen Plätzen, im Web aber selten.

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Natürlich ist das Auslesen von IP-Adressen Kinderkram. Das man etwas daraus machen kann, zeigt die Kooperative Analog. Passend zur Adresse erfährt man welche Team-Mitglieder einem räumlich am nächsten sind.

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Reiter? Nichts Neues. Aber wie wäre es mit (redundanten) Reitern am Seitenende? Kann man ja mal probieren hat man sich wohl bei dieser französischen Publikation gedacht – und warum nicht…

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Was haben wir noch? Zum Beispiel das Breiwand-Formular bei The Riza. Sieht ungewöhnlich aus, könnte aber eine bessere Beschriftung vertragen.

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Einen schönen Footer mit originell verkleidetem „Top-Link“ entdeckt man auf dieser Japanischen Website.

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Zum Abschluss möchte ich Ihnen gleich drei ungewöhnliche Navigationen zeigen. Zwei davon wurden mit Flash realisiert. Flash Tutorials sind ein Schwerpunkt von Dr. Web PLUS.

Bei Faub heißt es „Click & Drag“. Also Maustaste gedrückt halten und den Inhalt herumschieben. Auf diese Weise schiebt man sich mehr oder weniger langsam vorwärts.

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Bei Magnetic North heißt es „Drag & Discover“.Man „malt“ mit der Maus einfache Figuren woraufhin sich ausschnittsweise der Content enthüllt.

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Nummer 3 ist m1-design von Christian Petersen. Hier sieht man sich einer „Tastatur-Navigation“ ausgesetzt. Einfach mal ausprobieren!

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Webdesign

Warum das Auslagern von Web-Formulare Zeit spart und die Sicherheit erhöht – 6 Alternativen

Ein alter Hut, denn schließlich gab es das schon in den Kindertagen des Webs – Stichwort Formmailer. Damals verfügte längst nicht jeder Webspace über eine CGI-Schnittstelle, die Programmierung mit PERL war wenigen Webdesignern geläufig, und PHP war noch nicht erfunden. Also griff der Webmaster wenn er ein Kontaktformular brauchte auf einen externen Dienstleister zu. Genau das gibt es längst wieder. Mit frischen Ideen, serviceorientiert. Und das bietet durchaus Vorteile.

Warum Geld ausgeben für etwas, das man auch umsonst haben kann? Nun, da gäbe es gleich eine Reihe von Gründen:

  • Zuerst die Zeitersparnis beim Erstellen der Formulare – sofern man auf die bereitgestellten Galerien zurückgreift und die vorgegebenen Designs anpasst.
  • Es ist keine eigene Installation nötig. Das spart ebenfalls Zeit, besonders wenn man sich mit dem Scripting nicht allzu gut auskennt.
  • Keine Scripts auf dem eigenen Server bedeutet einen Zugewinn an Sicherheit. Angreifer brechen häufig durch schlecht gewartete, falsch eingestellte oder alte, vergessene Scripts in Server ein. Wer seine Formulare auslagert hat keine Probleme mehr mit XSS (cross-site scripting) oder SQL-Injection.
  • Es ist keine Wartung mehr nötig, das Aktualisieren und Patchen übernimmt der Dienstleister
  • Externe Dienste entlasten den Server. Allemal wenn viel verschickt werden muss, aber auch falls Konfigurationsfehler vorliegen.

Nachteile

  • Höhere Kosten oder Werbung im Formular. Letzteres ist bei professioneller Verwendung keine Option.
  • Man ist von der Zuverlässigkeit und Performance des Anbieters abhängig.

Die Spezialisten verfügen über eine veritable Auswahl verschiedener Formulare und Formulartypen, die man sich dann selbst nach Bedarf und Wunsch anpasst. Das zeigen wir mit einem Muster beim Anbieter Wufoo.

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Dessen Preisstaffel geht von Null bis 199,95 US Dollar. So schwergewichtig muss das Paket aber nicht gleich sein. Für knapp 25,- Dollar können bereits unbegrenzt viele Formulare gebastelt und gehostet werden. Diese dürfen dann zusammen pro Monat 3000mal verwendet werden. Das sind dann schon eine Menge Kontaktanfragen. Im Falle eigener Umfragen könnte das aber schon zu wenig sein.

Wie einfach ist das? Nach der Anmeldung klickt man kurzerhand zum Editor durch. Das Wunschformular wird in wenigen Schritten zusammengeklickt.

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Die Beschriftungen sind zwar auf Englisch, dem kann jedoch abgeholfen werden. Ein Doppelklick auf ein Element und man gelangt in den Editiermodus.

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Hier lässen sich unter „Form Settings“ weitere Angaben festhalten. Etwa die Bezeichnung des Formulars, man kann ein CAPTCHA verwenden und die Sprache einstellen. Nicht zu vergessen die „Field Settings“, hier werden die einzelnen Eingabefelder und Formularobjekte konfiguriert.

Im nächsten Schritt wird es persönlich. Wofoo will wissen wohin die Formulareingaben der Besucher geschickt werden sollen. Das kann klassischerweise via E-Mail geschehen, man hat aber auch die Möglichkeit sich per Handy belästigen zu lassen oder einen passwortgeschützten RSS-Feed aufzusetzen.

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Fertiges Formular mit Farbschema

Das Ergebnis ist ein Basisformular ohne Gestaltung, das aber funktioniert und sofort seinen Zweck erfüllen kann. Fehlt noch ein passendes Design. Der Dienstleister stellt seinen Kunden einige riesige Bibliothek mit fertigen Formularen für so ziemlich alle denkbaren Fälle zur Verfügung. Und dann ist da noch der Theme Generator. Es hilft bei der Auswahl einer Farbpalette. Hat man etwas passendes gefunden, fügt man es per Klick seinem Account hinzu und kann es fortan für jedes Formular benutzen. Dazu dient eine Drop-Down-Auswahl.

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Hier kann man ein Farbschema aussuchen

Wie es sich für einen Online Dienst gehört gibt es ein persönliches Kontrollzentrum, das Auskunft über den Verbrauch und gegebenenfalls die Aktivitäten liefert. Die Formulare laufen auf einer Thirdleveldomain bei Wufoo.

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Genug von Wofoo, es gibt weitere, interessante Dienstleister

Icebrrg
Dieser Anbieter verfolgt praktisch denselben Preisplan wie Wofoo, es geht von null bis 199 Dollar pro Monat. Wer sich für das „Titanic“ genannte dickste Paket entscheidet kann soviele Formulare senden lassen wie er will. Den schöneren Theme-Generator hat aber Wofoo. Wer LightCMS benutzt freut sich über Icebrrg, denn der Dienst ist komplett integriert. Auch sonst lässen sich erzeugte Formulare einfach in bestehende Webseiten integrieren. Das funktioniert via Copy&Paste, installiert werden muss nichts.

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Formspring
Auch hier liegen die Preise zwischen null und 149,- Dollar pro Monat. Das Gratisangebot ist wie überall mit Werbung in eigener Sache garniert. Formspring bietet eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

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Der Formulargenerator erlaubt auch das Hochladen oder Kopieren eines existierenden Formulars und bietet ansonsten mehrere Dutzend Vorlagen und 11 schlichte Designs – mehr gibt es erst gegen Bezahlung (die hier so genannten Style Templates). Das Generatorerzeugnis kann via Javascript eingebettet werden, alleinstehend laufen oder als HTML herunter geladen werden. Für das Blog-System TypePad gibt es ein Widget.

Formsite
Gleich sechs Preiszonen lassen sich hier ausmachen. Zwischen kostenlosem Schnupperzugang und Enterprise mit bis zu 1000,- Dollar monatlich ist alles dabei. Man ist stolz darauf schon seit 10 Jahren im Geschäft zu sein. Leider sieht man das teilweise auch den Designs an, die nicht wie die frischesten wirken.

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Immerhin ist die Auswahl vorgefertigter Formulare groß. Die Formulare können in eigene Seiten integriert werden. Features für Anspruchsvolle gibt es reichlich.

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Jotform
Hier handelt es sich zu erst einmal um einen WYSIWYG Formular Editor. Man kam bequem sein Formular zusammenklicken, betexten, Felder verschieben und den Quellcode anschließend herauskopieren. Die Formulare können dann auf den eigenen Seiten zur Verfügung gestellt werden. Unterstützung erhält man vom Form-Wizard. Leider stehen nur 5 Themes für das Design zur Auswahl.

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Mitglieder dürfen ihre Formulare bei Jotform hosten. Und das ist günstig. Zur Auswahl stehen ein Gratiszugang und das Premiumangebot für 9,- Dollar im Monat. Dafür gibt es SSL, Support, 1 Gigabyte Upload und die Möglichkeit so viele Formulare senden zu lassen wie man will. Eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie gibt es außerdem.

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Der Formular-Assistent

Formassembly
Maximal 34,- Dollar werden bei diesem Anbieter fällig. Formassembly bietet als einzige Firma eine Abrechnung nach Stückzahl (5 Cents pro Sendung). Der Formularprofi bietet unter anderem standardkonforme Formulare, unterstützt Fremdsprachen, mehrseitige Formulare und die Überprüfung von Nutzereingaben. Ein Design-Generator gehört nicht zum Angebot.

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Aus dem Angebot…

Alle sechs Anbieter versprechen denselben Dienst, ihre Leistungen unterscheiden sich aber. Während Wufoo viel Wert aufs Design legt, sich klickfreundlich und modern gibt, ist auf der anderen Seite die Formassembly ein Dienst für anspruchsvolle Formularnutzer. Lohnen kann sich der Einsatz unter praktischen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten.

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Webdesign

Die Kontaktseitenstudie für Webdesigner und andere Dienstleister

Die Portfolioseiten von Webdesignern habe ich mir bereits vor einem Jahr in einem Vierteiler vorgenommen. Heute geht es die Kontaktseiten solcher Portfolios. Zum Einsatz kommt ein neues Panel aus 50 rein deutschsprachigen Webdesigner-Websites, die ich mit Hilfe von Google und Bing über eine simple Suche zusammengetragen habe. Die Auswahl soll zufällig sein und Websites beinhalten, deren Eigentümer, Selbständige und kleine Betriebe, mit Webdesign ihr tägliches Brot verdienen und damit auch typischer Leser des Dr. Web Magazins sind. Die Ergebnisse lassen sich ohne Weiteres auf die Seiten anderer Dienstleister und die vieler Firmen übertragen.

Der Kontakt vom Interessenten und potenziellen Kunden zum Dienstleister kann auf vielerlei Weise geknüpft werden. Interessanterweise werden einige Möglichkeiten kaum oder nur gering genutzt. Die untersuchten Seiten geben sich konservativ. Während die Telefonnummer fast immer zur Verfügung gestellt wird, scheint fast niemand eine Kontaktaufnahme über einen Dienst wie Xing oder die VZ-Netzwerke in Erwägung zu ziehen.

Wo findet sich der Link zur Kontaktseite?

32% der hier angesehenen Seiten zeigen ihn oben rechts, 30% in der einer linken Navigationsleiste. 16% nutzen die Mitte einer waagerechten Navigationsleiste oben und 10% eine Leiste auf der rechten Seite. Das alles ist also recht uneinheitlich, so wie die Navigationen der unterschiedlichen Sites.

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Webdesigner können minimalistisch sein. Hier gibt es eine E-Mailadresse und sonst gar nichts

Postadresse

86% nennen eine komplette postalische Anschrift. Der Rest möchte so deutlich nicht zu verorten sein.

Anfahrtskizze

..fand ich auf nur 4 Kontaktseiten, 6 weitere verlinken auf eine Extraseite mit Plan oder Zeichnung. Das macht insgesamt 20%. Aus einer ähnlichen Untersuchung des Kollegen Friedman vor zwei Wochen wissen wir, dass 45% der englischsprachige Websites entsprechendes anbieten. Viele davon nutzen Google, das unterbleibt in Deutschland weitgehend, vermutlich aus Unsicherheit wegen möglicher rechtlicher Folgen. Mehr zu Google Maps

Telefon

Neben der E-Mail das Kommunikationsinstrument Nummer 1. 88% tragen dem Rechnung. Das bedeutet aber auch: 6 von 50 Dienstleistern möchten nicht angerufen werden.

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Ein nützlicher Service ist die Angabe von Bürozeiten

FAX

Kommt immer noch häufiger vor, als man vielleicht denkt. 58% nennen eine FAX-Nummer.

E-Mail

Mit 84% gehört die E-Mailaddresse für die meisten Anbieter zum Muss. Passend verschlüsseln sollte man sie, aber nicht gerade als Bild anbieten. Das ist zwar ein sicherer Schutz gegen Spam, erschwert aber die Kontaktaufnahme der Interessenten. Manchmal entscheiden Sekunden, ob ein Geschäft angebahnt wird…

Kontaktformular

Ein solches war zu finden auf 60% aller Sites. 3 weitere verlinkten auf ein entsprechendes Formular und nutzen dafür ein Pop-Up Fenster.

Ansprechpartner

Dieser rückt nur selten persönliche ins Bild. Hier bei 10% der Fälle. Allerdings ist zu bedenken, ein Foto des Meisters könnte durchaus die Startseite oder eine andere Seite zieren, dafür muss die Kontaktseite nicht in Anspruch genommen werden. Die Idee ist dennoch eine gute, und sypmphatischer allemal, als sich hinter anonymen E-Mail Adressen wie info@ oder kontakt@ zu verbergen. Dienstleistung ist ein persönliches Geschäft.

vCard

6% nutzen die Möglichkeit der Microformate und bieten eine elektronische Visitenkarte zum Download an.

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vCard im Einsatz

Twitter

Ebenfalls zu modern für den bodenständigen Webdesigner. Zufall oder nicht, Twitter wurde nur auf einer der 50 Sites erwähnt (und dort ohne den obligatorischen blauen Vogel). Der Webdesigner selbst kennt den Zwitscher-Kanal natürlich, aber seine Kunden, die aus ganz anderen Branchen kommen, wohl eher nicht.

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Webdesigner „Augentier“: Twitter ja, Telefon nein.

Skype

Auch diese 4% machen keinen Staat. Skype hat Millionen Nutzer, aber nicht in diesem Geschäft. Instant Messaging Dienste wie AIM oder ICQ tauchten gar nicht auf.

Xing

Zwei Webdesigner verlinkten ihre Xing-Kontaktseite. Auch hier muss man sich fragen, wo, wenn nicht hier, wird Xing eigentlich benutzt? Wo sind die angeblich über 8 Millionen Nutzer? Anders als bei Twitter darf man davon ausgehen, dass auch die Kunden der Webdesigner Geschäftsleute sind.

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Xing-Button bei Flexib Webcoding

Kontaktseiten lassen sich, da sie einfach gestaltet sind und nicht viel Inhalt aufweisen, meist gut ausdrucken. Spezielle Druckversionen via CSS tun ihr Übrigens. In einem Fall gab es einen Hinweis auf das Vorhandensein der Spezialseite.

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Was nicht auf die Kontaktseite gehört, aber dennoch zu gelegentlich zu sehen ist

  • Disclaimer
  • Steuernummer und USt-IdNr.
  • Bankverbindung
  • Stockfotos
  • Werbetexte

Steuerliche Angaben zur Firma gehören ins Impressum, das bereitzustellen sowieso jeder verpflichtet ist. Der Disclaimer ist überflüssig. ™

Material zum Artikel

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Webdesign

Scrollen oder Paginieren? Wie lang dürfen Seiten sein?

Der Besucher scrollt nicht gern? Ganz falsch! Was früher galt, stimmt schon seit Jahren nicht mehr. Die Nutzer haben sich längst an lange Seiten gewöhnt, ja, wissen sie sogar zu schätzen. Und vielleicht hat die Erfindung des Mausrads im Laufe der Zeit ihr Übriges getan. Schließlich ist das schnelle Drehen intuitiver als das Klicken durch eine Paginierung – was eben auch daran liegt, dass man unbedingt zielgenau operieren muss, nicht jeder schafft das auf die Schnelle.

Die Bandbreite spielt heute keine große Rolle mehr, in Zeiten des Online-Videos ist man anderes gewohnt. Tatsächlich sind längere Seiten angenehmer auszudrucken und einfacher mit Blicken zu scannen. Und schließlich muss man auf Einzelseiten länger warten, da sie sich jedes mal neu aufbauen – besonders lästig ist das auf werbeschwangeren Seiten.


Eine typische Paginierung

Den Holzmedien entwachsene Online-Publikationen lieben nichtsdestotrotz die Paginierung. Sie garantiert ihnen mehr Page Impressions und somit mehr Werbeeinnahmen. Zumindest in der Theorie und mit der Einschränkung „noch“. Berüchtigt in diesem Zusammenhang sind die so genannten Klickstrecken  – die Kurztextgalerien. Deren (eingebettete) Seiten bestehen lediglich aus Textschnippseln, zu Dutzenden hintereinander.

Zahlenmaterial

Eine Analyse des Dienstes „Clicktale“ aus dem Jahr 2007 unterfüttert diese Aussagen mit Zahlen: Scrolling Research Report V2.0 Teil 1Teil 2. Clicktale analysiert als Dienstleister Seiten der Nutzer, bietet Scroll-Heatmaps an und hat deshalb einen guten Überblick. Siehe dazu auch mein Artikel Software und Services für eigene Usability-Tests – eine Übersicht

Clicktale zeigt, wie die Aufmerksamkeit der Leser nachlässt mit steigender Länge einer Seite. Nichts anderes hätte man erwartet. Immerhin waren rund 91% von 80.000 für die Studie untersuchten Seiten scrollbar, bei 22% erreichten die Tester den Fußbereich, scrollten also bis ganz nach unten durch. Paginierte Seitenstrecken müssen selbstverständlich ebenfalls mit Verlusten rechnen. Eine Geschichte, auf fünf Seiten umbrochen, sieht vielleicht auch nur jedem zehnten Leser am Ende wieder.


Clicktale: Page areas near the top of the page get about 17 times more exposure than the areas near the page bottom.

Werbetreibende mögen das Scollen nicht, sie verlangen eine Position ihrer Werbemittel „above the fold“ – alles andere ist meist nur zu pauschalen Dumpingpreisen verkäuflich. Clicktale identifiziert den wertvollsten Teil einer Seite in den Pixeln 0-800. Das spricht nicht gegen das Scrollen an sich, man muss aber was die Platzierung angeht bei Werbevermarktung und Bannerplatzierung Rücksicht nehmen.

SEO

Nach meiner Erfahrung hier und im Smashing Magazine resultieren mehr Seiten zwar in mehr PageViews, werden von Suchmaschinen aber weniger goutiert. Google und Co. wünschen sich ordentliche Portionen auf dem Teller. Auch eingehende Links würden sich mehr oder weniger auf verschiedene Seiten verteilen – das betrifft auch die interne Verlinkung.

Unendliche Seiten – kontinuierliches Scrollen

Diese Idee ist im Zuge der AJAX-Revolution bekannt geworden. Ein Script sorgt dafür, dass ohne Unterbrechung immer weiter gescrollt werden kann. Die Seite kommt nie zu einem Ende. Sehr schön sichtbar wird das wenn man die Bildersuche der Microsoft’schen Suchmaschine Bing verwendet. Neue Inhalte werden ständig nachgeladen, eine Paginierung gibt es nicht. Eine weiteres Beispiel findet sich auf bei „Community News“ von Dzone.


Ladeanzeige unten rechts bei Dzone, wird gescrollt, erscheint für einen Moment der Loader

Aus User-Sicht ist nicht viel bekannt. Unendliche Seiten können möglicherweise frustrieren, schließlich kommt man – eine dicke Menge Content vorausgesetzt – praktisch nie zu einem Ende. „Wann ist endlich Schluss?“ wird sich mancher fragen und dabei in Stress geraten.

Technisch funktioniert das, wie erwähnt, mittels AJAX. Kostenlose Scripts dafür kann man etwa hier herunterladen:

Fazit

Keine Angst vor dem Scrollen. Ihre Gäste werden davon nicht überfordert und lehnen die Benutzung von Mausrad und Scrollbalken keineswegs ab. Zu lange Seiten allerdings bringen jeden irgendwann in die Bredouille. Als Faustregel und Mittelwert kann man sich ein rund 5-faches des üblichen Monitorinhaltes merken – das sind 4000-5000 Pixel. Ab dann sollte auch der Freund von Rollbalken eine zweite Seite ins Auge fassen. ™

Artikel im Netz zum Thema

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Webdesign

Euroweb mahnt wieder ab

Das sind sie wieder, die Webdesigner aus dem Rheinischen. Diesmal mit Post von den Rechtsanwälten B. – Man versucht Meinungsäußerungen zu unterdrücken indem man zur Unterzeichnung einer Unterlassung- und Verpflichtungserklärung auffordert. Gegenstand des Problems ist der schon dreieinhalb Jahre alte Dr. Web Magazin Beitrag Euroweb: Wir sind die Blogger, Widerstand ist zwecklos und dessen Kommentare, die überwiegend von Betroffenen stammen. Der Streitwert wurde auf 10.000 angesetzt. Ein Anwalt beschäftigt sich mit der Sache.

Haben die wirklich dreieinhalb Jahre gebraucht um den Beitrag zu bemerken? Nö, Geschäftsführer Preuss sprach schon ein paar Tage nach Veröffentlichung mit mir am Telefon darüber. Löschen wollte ich nicht, abgemahnt hat er nicht. Auch ein Jahr später nicht als es zwischen mir und dem GF um die Löschung eines Einzelkommentars in selbigem Beitrag ging – muss ich mal die E-Mail Backups durchschauen…

Wer sich das anwaltliche Schriftwerk anschauen möchte:

Da es im WWW zahlreiche kritische Stimmen zur Firma Euroweb gibt, ist es möglich dass weitere Abmahnungen bereits unterwegs oder frisch eingegangen sind.

Wer ist die Euroweb GmbH? Jede Menge Informationen und Links zur Firma enthält dieser Artikel aus dem August: Euroweb-PR und das Artikelgefäß von Handelsblatt und FAZ. Die Überschrift hört sich erst mal seltsam an und der Artikel holt weit aus, stellt die Sache aber umfangreich dar. Für Video-Gucker: Euroweb war unlängst im Fernsehen (MDR).

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Webdesign

Wann ist es Zeit für einen Relaunch oder ein Redesign?

Gute Gründe sollte man haben bevor man sich an ein Redesign wagt. Denn die Neuerfindung kostet nicht nur Zeit und Geld, sie verlangt auch Mitarbeitern und Besuchern einiges ab. Immer öfter verzichtet man darauf und konzentriert sich auf Verbesserungen in Details. Das Design als evolutionärer Prozess sozusagen. Das ist allemal preiswerter und stressfreier, Einzelne Bereiche werden neu gestaltet oder ersetzt, am Stylesheet wird gearbeitet, Änderungen an Layout und Typographie sukzessive durchgeführt. Wann also lohnt sich der Aufwand eines kompletten „Makeovers“?

Noch kurz zu den beiden Begriffen im Titel:

  • Relaunch = Neustart
  • Redesign = Neue Gestaltung

Die Begriffe gehen gern durcheinander und werden synonym gebraucht. Der „Relaunch“ ist der umfassendere Begriff.

1. Reiz- und Informationsüberflutung

Das Unternehmen ist gewachsen, die Website leider auch. In der Folge gibt es zu viele Menüpunkte, zu viele Kategorien, Artikel, Tabellen, Links, und überhaupt zu viel von Allem. Was dagegen fehlt sind Struktur und Übersicht. Hier hilft nur eine komplette Neuorganisation des UI und sämtlicher Inhalte.


stern.de Header vor 10 Jahren

2. Dinge ändern sich

Geschäftsfelder, Ziele oder Kunden sind nicht mehr die gleichen, der Auftritt passt nicht mehr dazu. Jetzt braucht es ein verändertes Design, das den neuen Ansprüchen gerecht wird.

3. Veraltete Techniken

Ein CMS, das nicht mehr aktualisiert wird, wird bald zum Sicherheitsrisiko werden. Dies betrifft auch alte Scripte, die sich auf dem Server angesammelt haben, auch wenn diese vielleicht gar nicht mehr benötigt werden. Auch das Verwenden von Layout-Tabellen oder ähnlich antiquierter Designtechniken (Frames, SSI, etc.) ist ein Anlass für einen Relaunch.

4. Fehler und Verbesserungspotenzial wurden erkannt

Eine Studie offenbart Mängel in der Usability oder in der Suchmaschinenoptimierung? Diese Faktoren bestimmten den Erfolg maßgeblich und sind wahrscheinlich nicht im laufenden Betrieb durchführbar.

5. Erweiterte Möglichkeiten

Die Website soll zugänglicher werden (Stichwort Barrierearmut) oder dem mobilen Zeitalter (Ihre Kunden nutzen das iPhone überproportional) angepasst werden. Wenn sich das nicht unter der Haube machen lässt, braucht es eine Komplettbehandlung.


stern.de Header vor 7 Jahren

Wann man nicht redesignen sollte

1. Trends

Es klingt paradox, aber Trends sind der sicherste Weg zu einer unzeitgemäßen, überholt wirkenden, altbackenen Website. Einfach deshalb weil Moden ständig wechseln. Was heute als Trend erkannt ist, ist morgen das gerade Gegenteil – und zwar mit Sicherheit. Wer sich noch eben so dranhängt, wird schnell überholt. In der Folge müsste man immer wieder trendbestimmte Redesigns durchführen. Die Gefahr falsch zu liegen wächst.

Schlauer wäre es ein Trendsetter zu sein, also jemand der selbst die Trends setzt. Aber das ist leicht geschrieben und schnell  gewünscht, aber in der Praxis für die meisten Anwender kaum durchzuführen. Am besten fährt man wenn man seine eigene Linie durchzieht und den Stil des Hauses sorgfältig pflegt. Und wer weiß, vielleicht wird er eines Tages einen Trend setzen.

2. Promotion

Es ist wahr, ein Redesign ist eine gute Gelegenheit, sich an die Presse zu wenden. Allein dafür wäre die Aktion aber viel zu teuer. Und schließlich beinhaltet jede Runderneuerung ein Risiko – wer würde ein solches für eine Pressemitteilung eingehen?


stern.de Header heute

3. Spaß am Design

Den Webdesigner treibt die Lust am Design. Das kann schnell zum Selbstzweck werden. Wer quartalsweise sein Portfolio umstrickt hat am Ende kein Gesicht mehr. Die Zeit ist besser in die Kundengewinnung investiert.

4. Für Werbung

Die Website vollständig umbauen damit Werbekunden zufrieden sind und mehr Banner auf die Seiten passen, einen schlechteren Grund für ein Redesign kann man kaum vorstellen. Was man anrichten kann könnte man etwa bei den Betreiber der Social News Plattform Yigg erfragen. Dort zerstörte die Gier eines Investors gewachsene Strukturen und die Usability. Die Nutzer flüchteten in Scharen.

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