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Avatars.io für App-Entwickler – Alle Avatare zentral verwalten

Heutzutage verfügt der durchschnittlich aktive Netzbürger über mindestens ein halbes Dutzend verschiedener Profile bei unterschiedlichen Diensten. Der WordPress-Service Gravatar sorgt zusätzlich für ein globales Profilbild, gekoppelt an eine E-Mail-Adresse. App-Entwickler müssen sich mit etlichen Service-APIs herumschlagen, wollen sie in ihren Apps diverse soziale Netzwerke unterstützen. Avatars.io verspricht, die Handhabung deutlich zu vereinfachen.

Avatars.io – Alle URLs normalisiert, eigene Bilder hochladbar

Avatars.io wird vom Chute-Team auf der Basis eben dieses Hauptprodukts entwickelt. Avatars.io basiert technisch auf Ruby und Node.js. Bibliotheken zur Einbindung in eigene Apps stehen für iOS, Android, Ruby und Node.js bereits zur Verfügung. An einer Schnittstelle zu PHP wird gearbeitet.

App-Entwickler, die sich für Avatars.io entscheiden, haben folgende Vorteile im Vergleich zur Verwendung der einzelnen Service-APIs des jeweiligen Netzwerks:

Avatars.io normalisiert die URL zum Abruf des entsprechenden Avatars und macht sie lesbar. Die folgenden Beispiele lesen den Twitter, und den Facebook-Avatar eines Users, hier repräsentiert durch username:

http://avatars.io/twitter/:username
http://avatars.io/facebook/:username

Auch der Zugriff über die IDs ist vorgesehen. Gravatar-Profilbilder werden in ähnlicher Weise via Hash oder E-Mail-Adresse ausgelesen. Die Profilbilder werden auf Avatars.io gehostet und auf dem aktuellen Stand gehalten. Ebenso ist es möglich, den Nutzern der eigenen App das Feature zu bieten, ihre Profilbilder selbst hochzuladen und aus der App heraus zu verwalten.

Derzeit befindet sich der Dienst in öffentlicher Beta und ist komplett kostenfrei zu nutzen. Chute verspricht, auch künftig eine kostenfreie Variante zur Verfügung zu halten. Kostenpflichtig könnten allerdings bisher ungenannte Premium-Features für größere Apps werden.

Auf Hacker News findet eine fruchtbare Diskussion zum Dienst statt, an der sich auch Chute-Mitarbeiter beteiligen. Aus dieser Diskussion ging bereits die aufgegriffene Anregung einer Schnittstelle für PHP-Entwickler hervor, die allerdings derzeit noch nicht verfügbar ist.

Von Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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