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Cartoons Essentials

Cartoon: Wenn Webdesigner Prostituierte wären [004]

Wenn man als Webdesigner/-entwickler arbeitet, muss man sich ein dickes Fell anschaffen. Das gilt vor allem dann, wenn man freiberuflich unterwegs ist. Schafft man das nicht, ist langfristig die geistige Gesundheit in Gefahr. Ich bewege mich seit Anfang der Neunziger in dieser Branche und habe in dieser Zeit die ulkigsten Kunden kennenlernen dürfen. Mein Rezept für den Erhalt des Verstandes ist: Lachen. Ich weigere mich schlicht, mich zu ärgern und stelle mir in Situationen, in denen ich früher kurz vor dem Anheuern eines Profikillers stand, vor, ich wäre bei der versteckten Kamera. Lachen ist bekanntlich gesund. Um auch Ihnen das Konzept “Lachen statt ärgern” näher zu bringen, haben wir uns die Cartoon-Serie “Wenn Webdesigner … wären” ausgedacht. Jeden Montag finden Sie hier eine neue Absurdität. Wir hoffen, Sie haben mindestens so viel Spaß beim Anschauen wie wir beim Erstellen…

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Folge 4: Wenn Webdesigner Prostituierte wären

Kunden tendieren dazu, den Umfang eines Auftrages anders zu definieren als Sie es tun. Wenig zahlen, viel bekommen, Geiz ist geil. Danken wir Jung von Matt für die Etablierung dieser tollen Philosophie in den Köpfen unser Kunden.

Der einzige mehr oder weniger sichere Weg, sich vor der Ausbeutung zu schützen, ist es, den Auftragsumfang so genau wie möglich schriftlich zu fixieren und weitere schriftliche Ergänzungen bei Erweiterungswünschen zu formulieren. Letztendlich wird man doch immer wieder einem besonders hartleibigen Kunden zum Opfer fallen. Dabei ist dieser vielleicht nicht einmal böswillig, sondern bloß unglaublich ignorant.

Unsere Cartoon-Serie sagt der Ignoranz den Kampf an. Sammeln Sie alle Teile und zeigen Sie Ihrem Kunden bei Bedarf den entsprechenden Cartoon. Ich bin ziemlich sicher, dass bei jedem sofort ein kognitiver Prozess startet ;-)

Wenn es mir gefällt, werde ich Sie bezahlen

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Haben Sie das auch schon gehört? Die Dame im Bild ist jedenfalls nicht sehr amüsiert über diese Vorstellung. Letztlich ist es für den zu betreibenden Aufwand natürlich vollkommen egal, ob „es dem Kunden hinterher gefallen hat“. Der Aufwand ist dann in gleicher Weise entstanden. Leider unterstützen die diversen Präkariats-Plattformen wie 99designs (keine Sorge: Link ist nofollow ;-)) genau diese Erwartungshaltung des Kunden. Deshalb kann ich nur – wie immer wieder gerne – dazu aufrufen: Verdingen Sie sich NICHT auf diesen Plattformen! Denn damit rücken Sie in gefährliche Nähe zum Thema unseres heutigen Cartoons und Stammkunden generiert man so schon mal gar nicht…

Weitere Cartoons dieser Serie

  1. Wenn Webdesigner Tätowierer wären
  2. Wenn Webdesigner Autoverkäufer wären
  3. Wenn Webdesigner Klempner wären

Wollen Sie Ihren Lieblingsmoment als Cartoon sehen?

SIE sind der/die Entwickler/in und SIE kennen all diese Stories. Nennen Sie uns Ihre Lieblingssituation im Kundenprojekt und finden Sie sie möglicherweise in einem unserer kommenden Cartoons wieder. Beachten Sie, dass Name und E-Mail-Adresse keine Pflichtfelder sind. Sie können uns bei Bedarf Ihre Geschichte auch anonym erzählen. Wenn Sie uns allerdings Ihren Namen wissen lassen, werden wir den Cartoon mit einer Urheberkennzeichnung für die Idee unterhalb der Zeichnung versehen.

Erzählen Sie uns Ihren skurrilsten/nervigsten/lustigsten Kundenmoment…

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Von Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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