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Das kleine 1×1 des Webdesigners: 10 Fragen zu HTML

Ein schneller Wissenstest für zwischendurch, das wäre was, dachten wir uns hier in der Redaktion von Dr. Web und Noupe Magazine. Und nachdem wir selber stets interessiert an dieser Art von Spiel sind, dachten wir weiterhin, auch unsere Leser könnten sich möglicherweise dafür erwärmen. Ein erster Versuch auf unserer Schwesterseite Noupe ist überaus positiv verlaufen. Von daher werden wir von nun an regelmäßig neue Kurztests anbieten. Unser erster Versuch hier beim guten alten Dr. Web beschäftigt sich mit dem Thema HTML, von dunnemals bis in Bälde. Erwarten Sie keine vollständige Abdeckung, wir stellen ja nur 10 Fragen.

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HTML und der Spezifikationsprozess: Zeit scheint keine Rolle zu spielen

Wir kennen hunderte von Designern mit hoher Expertise in der konkreten Umsetzung. Wir sind aber häufig genug überrascht, auf welch vergleichsweise niedrigem Level die Grundkenntnisse vielerorts angesiedelt sind. Das ist nicht völlig unverständlich, immerhin verdient man mit dem Wissen um den Zeitpunkt der letzten HTML-Spezifikation mit Empfehlungsstatus nicht unmittelbar Geld.

Das Problem aber ist, dass wir alle, die wir wollen, dass sich das Netz in unserem Sinne fortentwickelt, daran mitarbeiten müssen. Wir sollten dieses Thema nicht einer Handvoll Aktivisten überlassen, die sich im Spezifikationsdschungel besser auskennen. Die Fortentwicklung des Web sollte demokratisch erfolgen und schon jetzt sind die Entscheidungen innerhalb der Spezifikationsprozesse nicht durchgängig das, was man als demokratisch bezeichnen würde. Damit uns nicht andere das künftige Web definieren, müssen wir an dem Prozess teilnehmen. Dazu bedarf es Wissens um die Zusammenhänge. Wenn Sie alle der folgenden Fragen ohne die Hilfe Googles richtig beantworten können, sind Sie zumindest schon mal nicht ganz hinten dran…



Von Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

10 Antworten auf „Das kleine 1×1 des Webdesigners: 10 Fragen zu HTML“

Jetzt, wo der Artikel nochmal auf Google+ gepostet wurde, hatte ich 2 falsche Antworten mehr. Irre ich mich, oder ist HTML 5 mittlerweile „fertig“? Die folgende Frage (ist XHTML älter oder neuer als die Antwort in Frage 3) war dann natürlich ein Folgefehler. HTML4 < XHTML < HTML5.

… wenn das ein vollständiges Update ist, dann sollten aber noch Frage 9 korrigiert werden :-)

Für responsive Bilder gibt es das picture-Element als Container-Element, wenn Art-Direction im Spiel ist, sonst genügt das img-Element mit srcset.

Das figure-Element hingegen ist ein Container für Bilder und Beschriftungen oder aber auch ein Container für andere Elemente als Bilder wie Videos oder Diagramme. Eingebunden werden Bilder aber auch bei Nutzung von figure über img.

Folgende Option würde ich noch hinzunehmen:
„Ich weiß es nicht.“

Bei Frage 9 habe ich auch geraten, aber richtig;) Dies hat mein Ergebnis verfälscht und eure Auswertung, wenn Ihr denn eine macht.

Netter Test, wirklich. Schade nur, dass ich entweder die letzte Zeit gepennt habe oder die Frage 9. leider eine völlig falsche Antwort hat!

F.9 Welche Bezeichnung trägt das von der W3C bevorzugte Element zur Einbindung von (responsiven) Bildern in HTML5? Bislang, jedenfalls…

Als richtig wird hier das -Tag genannt. Per (mir bekannter) Definition verlangt das -Element noch nicht einmal die Angabe eines Bildes – es ist lediglich ein Tag für eine „Abbildung“ im weitesten Sinne. Prinzipiell könnte das also auch Code sein.

Was aber daran DEFINITIV falsch ist, ist dass es als Lösung für RESPONSIVE Bilder gilt. Das KANN das Tag gar nicht leisten, wie sollte es auch? Die beiden anderen möglichen Lösungen sind da wesentlich korrekter.

Sollte ich falsch liegen, bitte ich natürlich um entsprechende Richtigstellung, lerne gerne noch dazu :)

Was du sagst, ist richtig und falsch zugleich. Figure ist das einzige W3C-offizielle Element. Responsives Imaging kann es allerdings nur mit Zusätzen, wie sie etwa das jQuery-Plugin Picture via Data-Attribut anbietet, deshalb in Klammern gesetzt. Die beiden anderen Antwortalternativen können zwar nativ responsives Imaging, sind aber nicht W3C-offiziell. Womit wir natürlich jetzt im Kommentarbereich für gewisses Spoilern gesorgt haben…

Wenn man schon Haarspalterei betreibt, dann sind alle Antwortmöglichkeiten falsch und das img-Element wäre richtig. Das figure-Element selbst bindet nämlich keine Bilder ein und dient nur als Container um Bilder, Caption etc. zusammen zu fassen. ;)

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