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Datenspielereien mit Kirix Strata

Spielt sich irgendwann einmal das gesamte Webworker-Leben nur noch online ab? Adobe will mit Photoshop Express eine (abgespeckte) Version ihres Desktop-Programms ins Netz stellen, Tabellenkalkulation und Textverarbeitung kostet mich die Eröffnung eines Google-Kontos […]

Spielt sich irgendwann einmal das gesamte Webworker-Leben nur noch online ab? Adobe will mit Photoshop Express eine (abgespeckte) Version ihres Desktop-Programms ins Netz stellen, Tabellenkalkulation und Textverarbeitung kostet mich die Eröffnung eines Google-Kontos. Und nun der Kirix Strata Browser, mit dem sich auf Websites zum Beispiel in Tabellen strukturierte Daten und RSS-Feeds auslesen und online manipulieren lassen. Sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten, oder nicht mehr als eine nette Spielerei für Zahlenfreaks?

Swivel ist ein El Dorado für Statistiken, von der durchschnittlichen Schneefallmenge in den USA bis zu den zehn bestverdienenden Sportlern. Für den Kirix Strata Browser ein gefundenes Fressen. Auch Internet-Themen kommen vor. So hat einer die Top Sites in Alexa nach Kategorien geordnet und in einem Chart publiziert. Mit dem Strata Browser kann ich nun die zugrunde liegende Tabelle bestehend aus der Kategorie- und Anzahl-Spalte samt Werten auslesen. Nehmen wir an uns interessiert die prozentuale Verteilung der Kategorien. Per rechtem Mausklick auf die Tabelle ziehe ich mir die Daten runter. Eigentlich hinkt das Beispiel, weil bei einer Top 100-Liste die prozentuale Verteilung sich automatisch ergibt, aber unser Beispielgeber war ein schlechter Rechner und hat nur 98 Sites kategorisiert, so dass es was zu rechnen gibt. Ich füge also eine Rechenspalte hinzu und wende die Prozentformel an; das alles erinnert mich an eine Kreuzung aus Excel und einem digitalen Taschenrechner.

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So viel zu einem praktischen Anwendungsbeispiel. Auf der Website, wo es den Datenbrowser zum Download gibt, führt ein Screencast in weitere Nutzungsarten ein. Viel Spass beim Rumspielen.

Von Michael Dobler

Ich bin der Herausgeber von Dr. Web. Um praxisfit zu bleiben, unterstütze ich darüber hinaus Kunden bei der digitalen Kundengewinnung und Kundenbindung. Erste eigene Gehversuche im Internet unternahm ich 1999 mit einem Kinomagazin. Nach 15 Jahren in Lohn und Brot, u.a. als Projektmanager für digitale Medien, machte ich mich schließlich Ende 2005 selbständig. Das war die beste berufliche Entscheidung meines Lebens.

7 Antworten auf „Datenspielereien mit Kirix Strata“

von der Idee her – einfach super! Wenn Sie nicht als Administrator (Ihres Rechners) ins Netz gehen, sondern als normaler User, nur dann wird das Ganze richtig Spass bringen… hoff‘ ich mindestens ;-)

ich find diese „software-as-a-sercice“ idee nicht gut. und was mit den daten passiert wissen wohl nur die entsprechenden admins. ich möchte keine persönlichen daten auf microsoft’s servern haben.

@.carsten: Bei Office-Produkten und professionellen Bildbearbeitungsprogrammen glaube ich nicht, dass sich die Kostenloskultur durchsetzt, allein weil die Refinanzierung über Werbung eine wackelige Sache ist, und wer will schon als Nutzer beim Arbeiten von Werbung genervt werden. Aber das sich solche Services auf Gebührenbasis durchsetzen, kann ich mir schon vorstellen.

Wer seine Inhalte komplett scannen lassen möchte und den Anbietern somit tolle Nutzerprofile zu ermöglichen, der nutzt Onlinesoftware. Da bekommt das Wort vom „kostenlosweb“ eine völlig andere Richtung – es kostet nichts, aber am anderen Ende wird richtig verdient. Ich weiß nicht, ob man da von einer wirklichen Zukunft reden kann. Ich bin da skeptisch und werde es nicht mitmachen.

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