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Zusammenspiel von Excel und Illustrator – Diagramme aufpeppen

Microsofts Excel ist das wohl wichtigste Tabellenkalkulationsprogramm und Adobes Illustrator die Vektor-Software schlechthin. Da Illustrator zahlreiche Werkzeuge zur Generierung unterschiedlichster Diagrammformen mitbringt und sich diese leicht grafisch aufpeppen lassen, wäre ein Zusammenspiel dieser zwei Profis wünschenswert. Es gibt nur einen Haken: Illustrator kann keine Excel-Dateien lesen.

Export

Allerdings ist es über einen kleinen Umweg möglich, die Daten aus Excel in Illustrator anzuwenden. Die Grundlage dazu bildet eine tabulatorgetrennte Textdatei, die man leicht über Excel exportieren kann. Man öffnet einfach die gewünschte Excel-Datei in der Software und klickt im Menü auf Datei > Speichern unter.

Statt die Daten allerdings wieder in einem der Excel-Formate wie etwa .xls zu speichern, wählt man unter Format Tabstoppgetrennter Text (.txt) aus. Die so erstellte Datei kann Illustrator lesen, wenn man den Weg für den Import kennt.

Import

Ohne Daten kann Illustrator keine Diagramme zeichnen. Deren Eingabe erfolgt immer über das Diagrammdatenfenster. Wird ein Diagramm-Werkzeug wie etwa das Flächendiagramm angewendet, so verlangt Illustrator automatisch über dieses Dialogfenster nach den passenden Informationen.

Die Spalten und Reihen, die einzelne Zellen bilden, sehen wie ein typisches Tabellenblatt von Excel aus. Durch Anklicken und Ziehen kann deren Breite verändert werden, was allerdings keinen Einfluss auf die Gestaltung der Diagramme hat, sondern nur eine erleichterte Sicht auf die Angaben ermöglicht, die vielleicht verdeckt sind.

Dass Diagrammdatenfenster kann jederzeit wieder geöffnet und darüber die Inhalte bearbeitet werden. Wurde das Diagramm markiert, so klickt man dazu auf Objekt > Diagramm > Daten. Neben der manuellen Eingabe gibt es in diesem Dialog auch die Möglichkeit, Daten zu importieren. Oben rechts im Fenster sind sechs Symbole aufgereiht. Schon das erste Icon steht für den Datenimport.

Es öffnet sich ein Systemfenster, in dem man den Pfad zur gewünschten Datei angibt. Leider ist es an dieser Stelle nicht möglich, Excel-Dateien direkt aufzurufen. Der Import ist auf die schon angesprochenen tabulatorgetrennten Textdateien beschränkt.

Das schöne Diagramm

Um diese Daten und auch jede Änderung zu übernehmen, muss man leider jedes Mal auf das letzte Symbol in der Reihe klicken, welches den Namen Anwenden trägt. Diese Werte könnte man jetzt noch verändern oder ergänzen, aber im Grundaufbau ist das Diagramm nun fertig gestellt.

Damit ist schon viel gewonnen, da die trockenen Daten nun ansprechend präsentiert werden. Schön ist dabei, dass man jederzeit die Diagrammart austauschen kann. Dazu schließt man das Diagrammdatenfenster und klickt im Menü auf Objekt > Diagramm > Art. Nach dem Wechsel, etwa von einem vertikalen Balkendiagramm auf ein Liniendiagramm, wird diese Änderung mit der Bestätigung durch OK übernommen. Im gleichen Fenster sind übrigens auch weitere Optionen für die jeweilige Diagrammart einstellbar.

Sehr leicht kann man nun die Farben innerhalb eines Diagramms verändern. Man wählt dazu einfach mit dem Gruppenauswahl-Werkzeug beliebige Bereiche aus und ändert die Farbe und die Kontur in den Optionen ab. Das Ergebnis wirkt schon weitaus ansprechender, als die schwarz-weiße Variante.

Eine Steigerung ist mit einem selbsterstellten Diagrammdesign möglich. Man erstellt eine beliebige Grafik oder auch nur ein Muster, das sich zur Füllung einer Diagrammform eignet, und wählt dieses Element aus. Nach einem Klick auf Objekt > Diagramm > Designs klickt man im Fenster „Diagrammdesign“ auf den Button Neues Design, ändert den Namen über den Button Umbenennen ab und bestätigt den Vorgang mit OK.

Um das soeben erstellte Design auf das ganze Diagramm oder auch nur Bereiche daraus anzuwenden wählt man diese aus und klickt im Menü auf Objekt > Diagramm > Balken (oder „Punkte“, bei einem Linien- oder Streudiagramm). Unter Design wählen wird das so eben erstellte Layout aktiviert, unter Balken eine Art ausgewählt und diese Auswahl mit OK bestätigt.

Die hier verwendete 3D-Form wurde über ein einfaches Rechteck und den Effekt > 3D > Extrudieren und abgeflachte Kante gestaltet. Weitere Informationen zu diesem Effekt und auch zum Erstellen eigener Designs für Illustrator-Diagramme finden Sie im Artikel Illustrator-Techniken für Zwischendurch: Hintergründe, 3D-Text und -Diagramme.

Diagrammdaten aktualisieren

Wird die Excel-Datei aktualisiert, so müssen ein weiteres mal die Daten als Tabstopp-getrennte Textdatei exportiert werden. Es folgt der erneute Import in Illustrator und die Aktualisierung über das Symbol Anwenden im Diagrammdatenfenster. So wird auch die Illustrator-Grafik aktuell gehalten. Und auch das Design bleibt dabei erhalten.

Von der Pflicht zur Kür – die Infografik

Schöner wird ein Diagramm nur, wenn man es in eine Infografik verwandelt. Dabei werden weitere zum Thema passende Illustrationen zum Diagramm erstellt und darin integriert. Ein schönes Beispiel ist das Ergebnis des Tutorials Create Cool Infographics oder auch des Workshops Creating Omspace 3D cylinder graphic in Illustrator. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

(mm),(tm)

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Adobe Illustrator-Techniken für Zwischendurch: Hintergründe, 3D-Text und -Diagramme

Illustrator bietet einige Funktionen an, die in Kombination und wenigen Schritten zu erstaunlichen Ergebnissen führen. Diese Techniken sind vielfältig einsetzbar. So entsteht ein poppiger Hintergrund, 3D-Text, ein eigenes Muster oder 3D-Diagramme.

Lichtstrahlen

Einen schönen Hintergrund bildet der „Lichtstrahlen-Effekt“, den man fast schon als Klassiker bezeichnen könnte. Mit dem Rechteck-Werkzeug wird in der Größe des Dokumentes ein Rechteck aufgezogen, das hinter allen anderen Objekten liegen sollte. Dieses Rechteck wird dann mit einem Kreisförmigen Verlauf von einem sehr hellen Ton in der Mitte zu einem dunkleren Farbton gefüllt. Ich habe dabei die Farben RGB 200, 255, 255 und RGB 70, 140, 255 verwendet.

Mit dem Ellipse-Werkzeug zieht man nun einen Kreis auf, in dem die Strahlen entstehen sollen. Für eine wirklich kreisrunde Form hält man beim Aufziehen einfach die Hochstelltaste gedrückt. Dieser Kreis sollte ungefüllt sein. Die Strahlen entstehen dann durch eine Kontur, die man relativ hoch einstellt. Zuvor sollte man aber „Gestrichelte Linie“ abhaken und den Strich auf etwa 40 pt setzen. Nun muss nur noch die Ebenendeckkraft verringert werden, damit der Verlauf etwas hindurch scheinen kann.

3D-Text

Über diesen Hintergrund könnte man etwas 3D-Text in einer beliebigen Farbe einfügen. Dazu wird das Text-Werkzeug ausgewählt und ein kurzes Wort fettgedruckt geschrieben. Nach einem Klick auf Effekt > 3D > Extrudieren und abgeflachte Kante sollte man gleich im Dialog ein Häkchen bei der Vorschau setzen. Dann dreht man sich den Text über den Würfel bei Position zurecht. Wichtig sind auch höhere Werte bei Perspektive und Tiefe der Extrusion.

Ich empfehle bei Abgeflachte Kante: „Hoch – abgerundet“ einzustellen, um den räumlichen Effekt noch zu verstärken. Sehr interessant ist auch das Setzen einer zweiten Lichtquelle über das Icon Neues Licht. Wer mag, könnte noch die Umgebungsfarbe mit einbeziehen und diese über Schattierungsfarbe: Benutzerdefiniert mit anklingen lassen.

Muster erstellen

Um ein eigenes Muster zu erstellen, zeichnet man dieses zunächst ein. Dabei ist es nicht wichtig, wie groß das Dokument ist. Die Größe des Musters bestimmen wir später leicht selbst. Ganz allgemein ist es einfacher, zunächst den Hintergrund eines Musters zu bestimmen. Das könnte etwa ein farbiges Quadrat sein, welches mit dem Rechteck-Werkzeug aufgezogen wird. Darüber entsteht das eigentliche Muster. Mit dem Auswahl-Werkzeug markiert man die Pfade und verschiebt diese in die Farbfelder. Ein neues Muster wurde festgelegt. Zieht man nun eine größere Fläche auf, so kann man den Bereich mit einem Klick auf das Muster mit diesem auffüllen. Übrigens: Ein Doppelklick auf die Musterminiatur ruft die Farbfeldoptionen auf. Hier kann man dem Muster noch einen Namen geben.

3D-Diagramme

Illustrator bietet einen einfachen Weg an, um Diagramme aufzupeppen. So könnte man etwa ein einfaches Gestapeltes vertikales Balkendiagramm erstellen und die entsprechenden Werte eingeben. Dieses Diagramm sieht in der schwarz-weißen 2D-Ansicht jedoch nicht gerade beeindruckend aus.

Um nun die 2D-Kästchen in farbige 3D-Säulen zu verwandeln, muss zunächst eine Vorlage gestaltet werden. Dazu zieht man sich mit dem Rechteck-Werkzeug die Grundform auf, um dann mit dem Ellipse-Werkzeug den Kopf der Säule zu gestalten. Man fasst dazu den Mittelpunkt des Objektes mit dem Auswahl-Werkzeug an und verschiebt die Ellipse, die natürlich genau der Breite der Säule entsprechen sollte, nach oben.

Jetzt fehlt natürlich noch die Rundung des Fußes. Dazu erstellt man eine Kopie der Ellipse mit gedrückter Alt-Taste und einer Bewegung nach unten, wo diese Ellipse dann passend positioniert wird. Die Grundform und der Fuß dieser Form werden mit dem Auswahl-Werkzeug markiert und über den Pathfinder und Vereinen zu einer Einheit zusammengefügt. Die beiden Abschnitte erhalten jeweils einen Verlauf, wonach die Reihenfolge der beiden Teile noch einmal so geregelt werden sollte, dass der Kopf der Säule über der länglichen Form mit dem Fuß liegt.

Die Grundform steht und muss jetzt nur noch für Illustrator verständlich umgesetzt werden. Wir benötigen eine Hilfslinie, an der diese Säule geteilt werden kann, damit die Länge des Objektes von der Software flexibel steuerbar wird. Man zeichnet dazu mit dem Liniensegment-Werkzeug eine Linie ein, die keine Füllung oder Kontur besitzen darf, und klickt auf Ansicht > Hilfslinien > Hilfslinien erstellen.

Mit dem Rechteck-Werkzeug zieht man einen Begrenzungsrahmen um das Objekt, und zwar von der Unterkante des Abschlusses, also dem Kopf der Säule, bis hinunter zum Fuß, wobei dieser mit eingeschlossen wird. Der Begrenzungsrahmen muss im Hintergrund liegen, was über Objekt > Anordnen > In den Hintergrund schnell erledigt ist.

Man wählt alles aus und klickt im Menü auf Objekt > Diagramm > Designs. Im Dialogfenster klickt man auf den Button Neues Design und hat damit seine Vorlage abgespeichert. Nach der Bestätigung mit OK aktiviert man das Balkendesign über Objekt > Diagramm > Balken, wobei Balken: Fließend ausgewählt sein sollte.

Da jeder Bereich noch in der gleichen Farbe dargestellt wird, kann noch kein Unterschied ausgemacht werden. Ich habe einfach mit dem Gruppenauswahl-Werkzeug die einzelnen Bereich selektiert und über Bildmaterial neu färben koloriert. Auch einige Verläufe wurden angepasst, um ein stimmiges Endergebnis zu erhalten.

(mm),

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Inkscape – eine mögliche Alternative zu Illustrator

Vektorgrafiken sind eine tolle Sache. Sie lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig skalieren und ermöglichen so eine größere Flexibilität gegenüber Rastergrafiken. Diese Flexibilität zahlt sich schon bei einem einfachen Button aus, jedoch rechnet sich der Preis für die Software der zwei Platzhirsche Illustrator und CorelDRAW für einfache Buttons und dergleichen nicht. Als Alternative zu den beiden genannten Programmen hat sich Inkscape entwickelt. Es ist kostenlos, Open-Source und kann in vielen Bereichen mit Illustrator und Co. mithalten.

Grundlegendes

Systemvoraussetzungen

Inkscape wird für die Plattformen Windows, Linux und MacOS X entwickelt. Laut FAQ soll es aber auch auf FreeBSD und anderen Linux-ähnlichen Betriebssystemen laufen. Eine eindeutige Aussage zu den System Voraussetzungen von Inkscape konnte ich nirgends finden, aus Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es selbst unter WindowsXP mit einem Pentium-4-Prozessor und 1GB RAM läuft. Natürlich nehmen größere beziehungsweise komplexere Grafiken bei diesem System entsprechend Zeit in Anspruch. Auf aktuellen Systemen dürfte Inkscape problemlos funktionieren.

Unterstützte Dateiformate
Inkscape unterstützt direkt nur die Formate SVG und SVGZ, es können aber PostScript und EPS sowie die meisten Rastergrafik-Formate (JPG, PNG, GIF usw.) importiert werden. Laut FAQ soll es abhängig von der Installation auch möglich sein, Adobe-Illustrator (*.ai) zu öffnen, dies ist mir aber bisher nicht gelungen.
Nominell kann Inkscape Dateien in den Formaten SVG, SVGZ, Postscript (*.ps), Encapsulated Postscript (*.eps), Encapsulated Postscript Interchange (*.epsi), Adobe Illustrator (*.ai), LaTeX (*.tex) und POVRay (*.pov) speichern. Tätsächlich sind es jedoch wohl einige mehr, wie die Abbildung zeigt.

Dateiformate in die Inkscape Speichern kann
Diese Dateiformate bietet Inkscape zum Speichern von Dokumenten.

Installation

Der Download dürfte ja kein Problem darstellen, Inkscape wird auf diversen Seiten und Portalen zum Download angeboten – zum Beispiel auf sourceforge. Die aktuelle Version ist derzeit 0.47.

Vorsicht: Eins sollte allerdings beachtet werden, Inkscape ist umsonst und es müssen weder E-Mail-Adresse noch sonstige Daten angegeben werden, um es herunterzuladen. Falls dies doch der Fall ist, handelt es sich mit Sicherheit um einen unseriösen Anbieter der ein ABO verkaufen will. Aber ich denke auch das sollte bekannt sein.

Die Installation unter Windows gestaltet sich dank eines Installers, der in gewohnter Form durch die Installation führt, denkbar einfach.

Erste Schritte

Nach dem Start von Inkscape öffnet sich gleich die Arbeitsfläche mit einem Dokument im A4 Format. Die Arbeitsfläche dürfte denjenigen die schon Erfahrungen mit Zeichenprogrammen haben nicht allzu kompliziert erscheinen. Fährt man mit dem Mauszeiger über eine Schaltfläche und verweilt kurz, dann wird ein Tooltip eingeblendet, der die jeweilige Funktion, meiner Meinung nach, sehr verständlich erklärt.

Die Arbeitsfläche von Inkscape
Die Arbeitsfläche von Inkscape

Doch, anstatt die wichtigsten Funktionen und ersten Hürden „trocken“ zu erklären, erstelle ich lieber eine einfache Zeichnung.

Anmerkung: Die aufgezeigten Vorgehensweisen sind vielleicht nicht die besten, und viele Funktionen lassen sich natürlich auch über andere Wege erreichen, aber so geht es eben auch ;-).

Als erstes bietet es sich an den Zoomfaktor anzupassen, der entsprechende Faktor hängt natürlich vom jeweiligen Dokument ab, bei dieser Beispielzeichnung spielt er zum Beispiel überhaupt keine Rolle, gewohnheitsmäßig setzte ich ihn mal auf 100%. Das geht ganz einfach rechts unten, entweder durch direkte Eingabe oder mit den Pfeiltasten.

Zoomfaktor anpassen
Zoomfaktor anpassen

Zeichnen

Nun zeichnen wir ein einfaches Rechteck, indem wir auf das „Rechteck und Quadrate erstellen“-Werkzeug klicken. Doch bevor wir jetzt aus Gewohnheit einfach ein Rechteck aufziehen, schauen wir in die Statusleiste unter der Farbpalette , dort werden Informationen zu dem gewählten Werkzeug angezeigt. Das macht es auch Unerfahrenen Benutzern einfacher.

Ein Blick in die Statusleiste lohnt immer
Ein Blick in die Statusleiste lohnt immer

Achtung: Die angezeigten Informationen ändern sich, wenn zum Beispiel ein Rechteck aufgezogen wird.

In diesen Informationen offenbart uns Inkscape auch schon den ersten Unterschied zu anderen Programmen, ein Quadrat wird nicht mit shift erzeugt, sondern mit strg. Und wenn wir strg gedrückt halten und wieder einen Blick auf die Statuszeile werfen, dann sehen wir das Inkscape es nicht nur ermöglicht, Quadrate zu ziehen, sondern auch Rechtecke, die einem Seitenverhältnis entsprechen. Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Formen.

Quadrate Zeichnen
Quadrate Zeichnen
Ein einfaches Rechteck zeichen
Ein einfaches Rechteck zeichen
Ein Rechteck in einem bestimmten Verhältnis Zeichnen
Ein Rechteck in einem bestimmten Verhältnis Zeichnen

Farben

In meiner Installation hat das gezeichnete Rechteck eine blaue Füllung und einen schwarzen Rahmen. Klickt man jetzt auf eine der Farben in der Farbpalette unten, so ändert sich die Füllung in die entsprechende Farbe. Auch hier lohnt wieder ein Blick auf die Statusleiste, in der wir neben dem HEX Code der Farbe auch sehen, dass sich mit Shift+Klick die Konturfarbe ändert.

Farben ändern über die Farbpalette
Farben ändern über die Farbpalette

Sollte sich die Farbe des Objektes wiedererwartend nicht ändern, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie haben das Objekt nicht ausgewählt (gestrichelte Linie um das Objekt) oder die Füllung ist transparent.

So sieht ein Ausgewähltes Objekt aus
So sieht ein Ausgewähltes Objekt aus

Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber genau das ist eine der größten Hürden für Inkscape-Neulinge. Denn meist besteht das erste gezeichnete Objekt aus einem schwarzen Rahmen und die Füllung ist Transparent. Nur dass fällt einem auf den ersten Blick nicht auf, man nimmt an, die Füllung ist weiß und lässt sich komischerweise nicht ändern oder die Farbpalette ist nutzlos.
Diese Hürde lässt sich allerdings schnell überwinden in dem man einen Rechtsklick auf das Objekt macht und im Kontextmenü „Füllung und Kontur“ anklickt. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, in dem man weitere Einstellungen vornehmen kann, unter anderem auch den Alphawert, steht dieser auf 0, so ist die Füllung/ Kontur transparent.

Wenn ein Objekt keine Farbe annehmen will, unbedingt die Transparenz überpfüfen
Wenn ein Objekt keine Farbe annehmen will, unbedingt die Transparenz überpfüfen

Schatten

Schatten lassen sich in Inkscape leider nicht so elegant, wie in zum Beispiel Illustrator erzeugen. Hier muss ein zweites Objekt erzeugt (Kopieren) und hinter das Objekt, das den Schatten haben soll, gelegt werden. Die Reihenfolge der Objekte lässt sich über den Menüpunkt „Objekt“ ändern.

Die Reihenfolge von Objekten lässt sich ganz einfach anpassen
Die Reihenfolge von Objekten lässt sich ganz einfach anpassen

Je nach dem, was für ein Schatten gewünscht ist, kann die Unschärfe des „Schatten-Objektes“ erhöht werden, um den Schatten „weicher“ zu machen. Den Unschärfewert eines Objektes kann in dem Dialog „Füllung und Kontur“ anpassen.

Mit dem Unschärferegler lassen sich weiche Schatten erstellen
Mit dem Unschärferegler lassen sich weiche Schatten erstellen

Auswählen und Gruppieren

Da wir soeben einen Schatten erstellt haben, ist es sinnig, diesen auch gleich an das Objekt zu binden. Dies erfolgt durch Gruppieren der beiden Objekte. Um zwei oder mehrere Objekte zu gruppieren, müssen diese ausgewählt werden, dies kann man auf zwei Arten machen, entweder man klickt alle Objekte mit gedrückter Shift-Taste an oder man zieht ein Auswahlrechteckt mit gedrückter Maustaste um die Objekte.

Hier gibt es auch wieder einen kleinen aber feinen Unterschied zu anderen Programmen, ausgewählt werden nämlich nur die Objekte die komplett im Auswahlrechteck liegen. Objekte, die nur teilweise darin liegen, bleiben von der Auswahl ausgeschlossen. Dies mag für Umsteiger erst einmal nervig sein, kann sich aber auch sehr schnell als durchaus nützlich erweisen.

So wird das Objekt nicht ausgewählt
So wird das Objekt nicht ausgewählt
Nur wenn das Objekt komplett in dem Auswahlrahmen liegt wird es ausgewählt
Nur wenn das Objekt komplett in dem Auswahlrahmen liegt wird es ausgewählt

Nachdem die gewünschten Objekte nun ausgewählt sind, können diese über den Menüpunkt „Objekt-> Gruppieren“ gruppiert werden. Diese Gruppierung kann natürlich jederzeit wieder aufgehoben werden.

Mehrere Objekte können Gruppiert werden
Mehrere Objekte können Gruppiert werden

Tipp: Für alle, die es nicht schon in der Statusleiste entdeckt haben, wenn man zweimal auf ein Objekt klickt, ändern sich die Pfeile und man kann das Objekt drehen.

Klickt man zweimal auf ein Objekt, lässt sich dieses Drehen
Klickt man zweimal auf ein Objekt, lässt sich dieses Drehen

Text

Einen Text zu erstellen, dürfet keine großen Schwierigkeiten bereiten, deshalb halte ich mich hier kurz, wir benötigen den Text eigentlich nur für den nächsten Punkt (Ausrichten).
Mit dem Werkzeug „Textobjekte erstellen und bearbeiten“ in der linken Leiste wird ein Text erstellt. Einfach klicken und losschreiben. Nun wird oben eine Leiste angezeigt, in der Schriftgröße, Schriftart und so weiter eingestellt werden kann. Die Einstellmöglichkeiten sind leider etwas sporadisch.

Text kann an belibigen Stelle eingefügt werden
Text kann an belibigen Stelle eingefügt werden

Ausrichten

Wir haben jetzt ein Rechteck und einen Text, ein gängiger Anwendungsfall hier wäre den Text mittig auf dem Rechteck auszurichten. Dazu holen wir uns aus dem Menüpunkt „Objek“ den Dialog „Ausrichten und Abstände ausgleichen“. Durch einen Klick wird dieser Dialog jetzt in der rechten Spalte über dem Dialog „Füllung und Kontur“ angezeigt.

Dialog zum Ausrichten von Objekten anzeigen
Dialog zum Ausrichten von Objekten anzeigen

Um die Objekte auszurichten, müssen sie wieder, wie gewohnt, markiert werden, danach sollte man immer noch einen Blick auf das Dropdownmenü „Relativ zu:“  werfen, hier kann festgelegt werden, zu was die Auswahl ausgerichtet werden soll. Wir wollen hier die Objekte relativ zueinander ausrichten, also wählen wir „Auswahl“. Durch einen Klick auf die Symbole „Objekte horizontal zentrieren“ und „Objekte horizontal ausrichten“ wird der Text nun mittig auf dem Rechteck ausgerichtet.

Über das DropDown Menü kann ausgewählt werden wie die Objekte ausgerichtet werden sollen
Über das DropDown Menü kann ausgewählt werden wie die Objekte ausgerichtet werden sollen
Durch einen Klick auf die Symbole werden die Objekte entsprechend ausgerichtet
Durch einen Klick auf die Symbole werden die Objekte entsprechend ausgerichtet

Anmerkung: Der Text sitzt natürlich nicht exakt mittig auf dem blauen Rechteck, da er mittig zu der Gruppe, bestehend aus blauem Rechteck und Schatten ausgerichtet wurde. Wenn der Text nur zum blauen Rechteck ausgerichtet werden soll, dann muss die Gruppierung aufgehoben und der Schatten von der Auswahl ausgeschlossen werden.

Export Speichern

Nachdem wir nun eine einfache Zeichnung erstellt haben, man könnte es als Button bezeichnen, wollen wir diesen natürlich speichern. Ich spare mir hier das Speichern zu erläutern diese dürfte jedem bekannt sein.
Über „Datei->Bitmap exportieren“ öffnet sich eine Dialogbox, die auf den ersten Blick sehr verwirrend aussieht, aber über sie lässt sich unsere Zeichnung sehr komfortabel als .png speichern. Es lassen sich neben Dateiname und Speicherort auch die gewünschte Bitmap-Größe und der Bereich des Dokuments auswählen, der exportiert werden soll. Dies mag dem einen oder anderen jetzt ziemlich sinnlos vorkommen, aber wenn man zum Beispiel mehrere Buttons in einem Dokument erstellt, dann kann dieser Exportdialog die Speicherarbeit ziemlich erleichtern.

Der Bitmap Exportieren Dialog kann auf den Ersten Bilick verwirren
Der Bitmap Exportieren Dialog kann auf den Ersten Bilick verwirren

Aber zurück zu unserer Zeichnung, wir gehen davon aus, dass es ein Button werden soll, also brauchen wir keine Grafik im A4 Format. Deshalb wählen wir die Objekte die wir speichern wollen aus, dazu muss der Dialog nicht geschlossen werden, einfach auf die Seite ziehen und die Objekte wie gewohnt auswählen. Daraufhin wird der Button „Auswahl“ im Dialog aktiv und die Werte passen sich entsprechend der Auswahl an. In unserem Beispiel reicht es jetzt, auf Exportieren zu klicken und der Button wird als transparentes PNG gespeichert.

Werden bestimmte Objekte ausgwählt, ändern sich die Werte im Dialog entsprechend
Werden bestimmte Objekte ausgwählt, ändern sich die Werte im Dialog entsprechend

Tipp: In Inkscape sollte oft zwischengespeichert werden, da es durchaus vorkommen kann, dass das Programm aus heiterem Himmel abstürzt.

Weiterführende Links und Fazit

Zum Schluss meiner Einführung möchte ich noch auf die offizielle Inkscape Seite verweisen, auf ihr finden sich unter anderem Benutzergalerien und Tutorials, die für viele hilfreich sein werden. Besonders möchte ich hier die Open Clip Art Library hervorheben, in ihr finden sich tausende Vektorgrafiken die als SVG oder PNG Datei heruntergeladen werden können. Für diejenigen, die nun Interessiert an Inkscape sind, aber lieber aus Büchern lernen, sind auf der Seite unter dem Menüpunkt „Dokumentation“ auch deutsche und englische Bücher gelistet.

Abschließend lässt sich sagen, Nutzer von Illustrator werden sicher nicht auf den Komfort und die gewohnten Techniken verzichten wollen, wobei sich dies in zukünftigen Versionen von Inkscape natürlich ändern kann, aber für Einsteiger oder Anwender, die die Möglichkeiten von Illustrator sowieso nicht ausnutzen, stellt Inkscape eine gute Alternative dar.

Ich hoffe, ich konnte einen kurzen Einblick in Inkscape geben, die vorgestellten Funktionen sind natürlich bei weitem nicht alles, was Inkscape zu bieten hat, deshalb würde ich jedem der Vektorgrafiken erstellen will/muss, empfehlen es zu testen. Kommentare mit nützlichen Ressourcen und weiteren Tutorials zu Inkscape sowie konstruktive Kritik zu diesem Post sind willkommen.

(mm), ™

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Adobe Creative Suite 5: Marketing-Strategie oder lohnendes Upgrade?

Die letzten Meldungen aus dem Hause Adobe waren alles andere als positiv. Sinkende Aktienkurse, Massententlassungen. 1.280 Beschäftigte haben seit November 2008 ihren Arbeitsplatz bei Adobe verloren. Die mangelnde Flash-Unterstützung von iPhone und iPad hat selbst eingefleischte Flasher, die sich bislang der Forderung nach Barrierefreiheit verschlossen, zum Nachdenken gebracht. Ist HTML 5 die dauerhaftere Lösung? Spanned ist daher die Frage, wie Adobe im Produkt-Update seiner Creative Suite auf diese Entwicklung reagiert hat. Ein Blick unter die Haube der just veröffentlichten Adobe CS5. Wie immer gibt es die Trials für einen Monat kostenlos auf dem Adobe-Server.

Fallende Aktienkurse, massive Entlassungen – mit dem Release
von CS5 und steigendem Aktienkurs kommt neue Hoffnung auf.

Was versprechen die neuen Boliden für Webdesigner?

Die für Web-Worker wichtigen Tools haben wir uns in einer Serie einzelner Artikel genauer angeschaut. Das Highlight für die Gestalter dürfte die „inhaltsbewusste“ automatische Reparatur von Hintergründen sein, aus denen etwas gelöscht wurde. Das neue Photoshop konnte auch in unserem Kurztest halten, was die Beschreibung verspricht.

Auch Flash Catalyst adressiert die Designer. Mit einem leicht bedienbaren Interface räumt Adobe den Weg frei für kleinere Flash-Anwendungen oder positioniert Catalyst als Vermittlungssoftware zwischen Designern und Codern.

Mehr Details zu den folgenden Komponenten werden in den nächsten Tagen auf Dr. Web gepostet:

  • Catalyst CS5
  • Dreamweaver CS5
  • Flash CS5


Die Master Collection schlägt mit 3.099 Euro als Vollversion zu Buche

Letztere werden sich über die verdichtete Integration zwischen Flash und Flash Builder freuen. Es gilt nicht mehr „Entweder/Oder“, sondern beide arbeiten nebeneinander, jedes Programm mit seinem spezifischen Einsatzzweck. Auch die CodeSnippets in Flash erleichtern die alltägliche Arbeit und vor allem die deutlich verbesserte CSS-Unterstützung in Dreamweaver.

Überhaupt muss man sagen, dass viele Modifikationen vor dem Hintergrund verbesserter Performance und Workflows erfolgt sind. Es spiegelt sich viel Alltagsarbeit und weniger Ausgeflipptes in den CS5-Tools wieder.

Zack, und weg! Auschnitte in Hintergründen blitzschnell, passend füllen

Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass die Entwickler von Photoshop alle eineinhalb Jahre gute Ideen entwickeln, wie man den Bildbearbeitungsboliden noch weiter verbessern kann. Immer wieder schleicht sich dabei das eine oder andere Werkzeug ein, dass keiner braucht – so auch diesmal – doch immer wieder finden sich Verbesserungen am Programm, die die Bezeichnung zu Recht verdienen.

Dieser kleine Vorserientest beginnt mit dem vermutlich spektakulärsten Feature der ganzen CS5-Serie. Photoshop konnte schon immer zaubern, jetzt aber erst richtig. Und zwar in einer Disziplin, die für Flasher, After-Effects-Animateure und Bildbearbeiter gleichermaßen zu den Kerndisziplin gehört: Das Reparieren von Hintergründen.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Vordergrundelement animieren, zum Beispiel einen Astronauten aus dem Nichts vor eine Backsteinwand beamen. Damit das von der Ausleuchtung gut passt, suchen Sie sich dafür natürlich ein Bildmotiv, wo Ihr Hauptdarsteller schon vor einer Backsteinwand steht. Den schneiden Sie aus und „voila“ hier ist Ihr Problem: Die Lücke muss geschlossen werden. Und zwar möglichst vollständig, originalgetreu und ohne die vom Klonstempel hinlänglich bekannten, hässlichen Bildwiederholungen.

Mit der neuen Photoshop-Version gelangen Sie in nur wenigen Sekunden zu einer meist bereits ausreichenden Rohfassung, die Sie auf Wunsch noch mit dem Wischfinger oder Klonstempel optimieren können. Und das geht so: Zeichnen Sie mit dem Lasso eine einigermaßen exakte Auswahl um Ihr zu extrahierendes Objekt. Gehen Sie auf „Bearbeiten/Füllen“ und dort sehen Sie bereits in der Vorauswahl die Option „Kontextbezogenes Füllen“.

Genau da drücken Sie drauf, warten einen kurzen Moment, und … weg ist das Vordergrundmotiv. Der Effekt funktionierte beim mitgelieferten Demomaterial verdächtig gut, was zu einem weiteren Test mit einem hübschen und durchaus komplexen Motiv aus dem Web (http://fotowettbewerb.hispeed.ch/seo/user/68941/duine.html) genommen haben, um zu sehen, ob der Effekt replizierbar ist. Er ist!

Auswählen > Bearbeiten > Füllen …

… und weg ist der Fisch, während der Hintergrund passend und fast perfekt ergänzt wird.

Vollautomatische Retusche

Das untere Bild zeigt das vollautomatische Retusche-Ergebnis in Grundeinstellung, ohne jede nachträgliche Optimierung. Das Werkzeug ist ein Hammer. Natürlich lässt sich damit ein Leberfleck retuschieren, Graffiti von der Wand kratzen oder der störende Tourist vor der Akropolis entfernen. Und zu allem Überfluss gibt es die kontextbezogene Füllung (wird vermutlich in der deutschen Fassung etwas anders heißen) auch noch als Pinsel zum selektiven Selbstauftragen.

Noch mehr Auswahl

Denken Sie die Aufgabe noch einen Schritt weiter. Wir wollen vor den reparierten Hintergrund einen Menschen stellen, der dort niemals war. Den müssen wir also aus einem anderen Bild extrahieren. Und dafür gibt es eine Legion von Auswahlwerkzeugen in Photoshop. Und Sie ahnen es: Es gibt ein Neues.

Keine Angst, es ist kein neues Werkzeug sondern nur eine Option. Es ist der „Smart Radius“. Er bestimmt die Werkzeugspitze des jeweils benutzten Auswahlwerkzeugs. Und dabei lässt sich der Smart Radius davon leiten, ob sie feine Strukturen wie Haare, Gräser oder Wolken freistellen wollen, oder ob es gröbere Formen wie ein Gebäude oder eine Anzugjacke sein sollen. In ersterem Fall ist die Spitze fein, im zweiten Fall grob.

Die Option zur Verfeinerung der Auswahl heißt im englischen Smart Radius

Und damit Sie die ganze Arbeit nicht von Hand leisten müssen, genügt es dem Smart Radius, wenn Sie ihm zeigen, wo ungefähr Haare sind und wo das Sacko. Sie erstellen also eine feine aber nicht 100-prozentige Auswahl, gehen dann auf „Auswahl/Kante verbessern“, treffen die passenden Einstellungen und zeichnen grob über den jeweils betreffenden Bereich.

HDR, 3D und Gimmicks

Neben diesen gravierenden Verbesserungen, nehmen sich die weiteren neuen Features wie kleine Detaillösungen aus. Dabei sind sie für die jeweilige Zielgruppe durchaus bedeutend.

CameraRaw-Benutzer werden es schon kennen, das neue HDR-Panel, mit dem sich die unterschiedlich belichteten Aufnahmen sehr fein justieren und zu spektakulären Montagen verbinden lassen. Ein neuer Filter namens HDR-Toning erlaubt sogar die Belichtungsverschiebung mit nur einem einzigen Bild als Ausgangsmaterial. Die Ergebnisse sind aber nicht mit echtem HDR vergleichbar. Erfreulich: Auch im HDR-Modus arbeitet Photoshop CS5 sehr zügig.

Das gilt aber nicht für die 3D-Extrusion namens Repoussé. Dafür darf es schon eine Grafikkarte sein, die OpenGL 2.0 kann. Ansonsten funktioniert das Tool vorhersehbar: Text schreiben, 3D-Workspace öffnen, „Repoussé“ auswählen und die Parameter für die Extrusion bestimmen. Fertig ist der Text mit dreidimensionaler Tiefe. In der Praxis dürften an dieser Stelle nach wie vor die echten 3D-Tools ihre Position auf Nutzers Desktop behaupten. Photoshops 3D-Ansatz wirkt immer noch etwas „zusammengeflickt“.

Das gilt wiederum keineswegs für die neuen Kreativpinsel. Die kommen aus Illustrator, haben variable Pinselspitzen und tolle Blendmodi, so dass aufgetragene Farbe nicht nur „draufgekleckst“ wirkt sondern tatsächlich ein Bild substantiell verändern kann. Ein Beispiel: Ein weicher „Fan brush“ im sogenannten Mixer-Modus und mit Bordeaux als Vordergrundfarbe erzeugt auf Eisen Rostspuren, die vorher gar nicht da waren.

Fazit

Es gibt noch eine Handvoll kleinerer Veränderungen am Interface und am Workflow zum Beispiel beim Herstellen animierter Web-Diashows. Zum Beispiel kann der User Korrekturmodi für Linsenverzerrung vorgeben (oder auf die Presets zurückgreifen). Er kann mit einem Klick Linien, die eigentlich gerade sein sollten, es aber nicht sind, wieder gerade ziehen lassen. Und er verfügt über eine MiniBridge (Flash auch) mit deren Hilfe sich die Assets organisieren lassen, ohne dass man am gefürchteten „Open in Bridge“ Button vorbei navigieren muss.

Wie bereits erwähnt gibt es auch ein leidlich überflüssiges neues Werkzeug: Es ist die Übertragung des Puppet-Tools aus After Effects. Der Nutzer kann so mit Pinwandnadeln Ankerpunkte auf einem Vordergrund setzen und das Objekt um die fixierten Ankerpunkte herum verzerren. Doch vermutlich gehört das Biegen eines Elefantenrüssels (Demo) nicht gerade zu den Alltagsarbeiten das Photoshoppers. Mehr Wert könnte das Tool bei der Porträtretusche haben.

Unterm Strich gibt es keine zwei Meinungen: Diese Version von Photoshop ist ein „Must Have“ für alle, die es ernst meinen. Gerade rechtzeitig zum zwanzigsten Geburtstag.

Happy Birthday Photoshop.

Und die anderen

Fireworks haben wir bewusst ausgenommen, weil die Veränderungen praktisch ausschließlich Interface-Kosmetik betreffen. Beispiel gefällig? In der verbesserten Text-Engine lassen sich nun alle kursiv-geschriebenen Elemente innerhalb eines Textblocks auf einen Schlag auswählen. Die Auswahl einer neuen Schriftart wird erleichtert, in dem der Font schon angezeigt wird, wenn der Nutzer nur die ersten Buchstaben getippt hat.

Über Bridge brauchen wir an dieser Stelle nicht viele Worte zu verlieren. Spannender ist der kleine Bruder Mini-Bridge, der in Flash, InDesign und Photoshop zum Einsatz kommt. Der beschränkt sich nämlich auf einen Teil der Metadaten und arbeitet wesentlich stromlinienförmiger.

Illustrator hat vor allem einige neue oder verbesserte Malwerkzeuge bekommen. Es gibt Vektorstriche mit variabler Spitzenbreite. Es gibt neue Pfeilspitzen und Pinsel. Vermutlich das herausragendste Feature aber ist das „Zeichnen in Perspektive“. Das ist ein variables Gitterraster, an dessen Knotenpunkten die Vektoren einschnappen. Im praktischen Einsatz wird man ein solches Gitteraster zum Beispiel über ein perspektivisches Foto legen und daran anpassen. Im nächsten Schritt zeichnet man dann „entlang“ dieser Perspektive.

InDesign hat einiges Neues zu bieten, über das sich die Papier-Bedrucker freuen werden. Zu nennen wäre vor allem das Handling unterschiedlicher Seitenformate in einem einzigen Dokument. In Sachen Workflow äußert sich positiv, dass die Ebenenpalette sich allmählich dem Gewohnten aus Photoshop annähert.

Die wichtigeren Neuerungen betreffen allesamt den Webexport. Die Adobe-Entwickler haben intensiv daran gearbeitet, die Interaktionsmöglichkeiten zu verbessern. Es gibt einen „Zustandsmodus“ in dem interaktive Effekte angelegt werden und auch die Animationswerkzeuge wurden überarbeitet. Am Stärksten hat im Test aber der neue Exportfilter für SWF-Dateien gefallen. Ohne eine Interaktion von Hand definieren zu müssen, macht er aus jedem InDesign-Dokument mit nur zwei Klicks einen blätterbaren Flash-Katalog. Importiert man PDF-Seiten in InDesign kann man hiermit auch alte Papierdokumente in Onlineformate umwandeln.

Preisübersicht, Upgrade-Möglichkeiten

Insgesamt werden fünf Pakete angeboten:

  • Design Standard
  • Design Premium
  • Web Premium,
  • Production Premium
  • Master Collection

Die Preise reichen von 1.699 Euro (Design Standard) bis 3.099 Euro (Master). Bis auf die Master Collection sind alle Pakete auch von CS2 oder Macromedia Studio 8 Upgrade-fähig. Die deutschen Versionen werden im Mai in den Regalen liegen.

Adobe Creative Suite 5 Design Standard: 1.699 EUR zzgl. MwSt. (Vollversion)
Upgrade von einer beliebigen CS4-Suite Edition: 599 EUR zzgl. MwSt.
Upgrade von einer beliebigen CS3-Suite Edition, der Creative Suite 2
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Zusammenfassung

Die neue CS5-Suite ist auch im Marketing vor allem auf Performance-Gewinn ausgelegt. Das ist gut, aber nicht unbedingt ein hinreichender Kaufgrund. In der Beta-Version fehlte die Integration zur Omniture-Webanalyse, eine der Funktionen, die mit größter Spannung erwartet wurden.

Wer seinen Arbeitsschwerpunkt durch eine der Optimierungen abgedeckt sieht – zum Beispiel beim Retuschieren von Hintergründen in Photoshop – der wird bedenkenlos zugreifen, wer die CS4-Suite ausgelassen hat, vermutlich auch. Doch Besitzer der CS4-Komponenten sollten schon genau hinschauen, ob sich das Investment lohnt.

(mm),

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Illustrator Inspiration Tutorials

35 Inspirationen für abstraktes Vektor-Design

von János Rácz

Vektorgrafiken haben in den vergangenen Jahren dank zahlreicher ambitionierter Designer für einiges Aufsehen gesorgt. Wir alle kennen solche extrem perfekten, unbegrenzt skalierbaren, photorealistischen Porträts und Objekte – außergewöhnliche Geduld, Arbeitseifer und hoch ausgereifte Zeichenprogramme machen das möglich.

Mit Illustrator & Co. müssen Sie nicht immer gleich ein photorealistisches Kunstwerk produzieren. Mit den einfachen Bausteinen der Vektorgrafik-Programme lassen sich durch die Wahl der richtigen Formen und Farben sehr leicht aussdrucksstarke Objekte komponieren.

Diese Kollektion abstrakter Vektorgraphiken präsentieren wir Ihnen als Inspiration und Anregung für frische Ideen zu Ihren künftigen Projekten. Falls Vektor-Design Neuland für Sie ist, das Sie schon seit langem gern erforschen wollten, werden Ihnen die Tutorials am Ende des Beitrages weiter helfen.

artificial flowers by LimKis

Image: LimKis - artificial flowers

S by Mirousensei

Image: Mirousensei - S

Fruityshapes by Barbroute

Image: Barbroute - Fruityshapes

elements of life by THENU

Image: THENU - elements of life

Composition #83 by PatrickGunderson

Image: PatrickGunderson - Composition #83

Vectorism Volume 7 by cranial-bore

Image: cranial-bore - Vectorism Volume 7

comp slices by —stress—origami samurai!

Image: ---stress---origami samurai! - comp slices

Orchids by liajedi

Image: liajedi - Orchids

.TREE by na1981

Image: na1981 - .TREE

Ili by NKeo

Image: NKeo - Ili

psychadelic vectors by hellron

Image: hellron - psychadelic vectors

Water by LimKis

Image: LimKis - Water

Bokeh Background Vector by DragonArtz

Image: DragonArtz - Bokeh Background Vector

Underwater by SpritzTheVik

Image: SpritzTheVik - Underwater

Wallpaper: heartbeat by Torsten85

Image: Torsten85 - Wallpaper: heartbeat

Vector Reallity by GraphicStreetRacer

Image: GraphicStreetRacer - Vector Reallity

Culture Mural Assignment by BlakliteGraphics

Image: BlakliteGraphics - Culture Mural Assignment

Big Bang Eyes by Flatau

Image: Flatau - Big Bang Eyes

Colorful Abstract Background Vector by DragonArtz

Image: DragonArtz - Colorful Abstract Background Vector

orange abstract vector by

Image:  - orange abstract vector

Vector C4d2 .Png by holavengoaflotar

Image: holavengoaflotar - Vector C4d2 .Png

Bubbles by Dean-Site

Image: Dean-Site - Bubbles

.v.E.c.T.i.C. by wiwd

Image: wiwd - .v.E.c.T.i.C.

Kheops by isdoO

Image: isdoO - Kheops

Flow by xJTRx

Image: xJTRx - Flow

Abstract Flower Colors Full by abduzeedo

Image: abduzeedo - Abstract Flower Colors Full

Evening Drift by zulu-eos

Image: zulu-eos - Evening Drift

My First Abstract Art by Web Design Whim

Image: Web Design Whim - My First Abstract Art

.::I love U::. by suckerhead

Image: suckerhead - .::I love U::.

Vector by Rosalily

Image: Rosalily - Vector

Motif by liajedi

Image: liajedi - Motif

Bokeh Design Vector by DragonArtz

Image: DragonArtz - Bokeh Design Vector

Save the castle… by sandergfx

Image: sandergfx - Save the castle...

Wizard Leaf by Adam Woodhouse

Image: Adam Woodhouse - Wizard Leaf

Confused Mind by Frank Bonilla Abstracts.tv

Image: Frank Bonilla Abstracts.tv - Confused Mind

When Paint Comes Alive by XxMurderdollxX

Image: XxMurderdollxX - When Paint Comes Alive

Vector by hushed-words

Image: hushed-words - Vector

Illustrator-Tutorials

Schritt-für-Schrittanleitungen für Adobe Illustrator CS4

50 excellente Tutorials (06/2009)

Illustrator-Tutorials im Netz – Vol. II (02/2008)

Illustrator-Tutorials im Netz – eine Übersicht (11/2007)

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Illustrator Inspiration Photoshop Tutorials

Photoshop, Illustrator, Cinema 4D: 50 Fantastic Typography Tutorials

Zusammengestellt von Nousheen Aquil

Heute bringen wir einen weiteren, sicherlich interessanten Beitrag zur Typographie, der ein paar nützliche englischsprachige Tutorien enthält. Der Beitrag soll helfen zu erkennen, dass die Gestaltung schöner typografischer Entwürfe nicht immer einfach ist. Aber es ist immer ein Spaß. Hier ist die Liste der 50 erstaunlichsten und aufregendsten Tutorials – erstellt mit verschiedenen Anwendungen wie Adobe Photoshop, Illustrator und Cinema 4D.

Add Fantastic Color to 3D Text
In this tutorial, you will learn how to bring a simple text to life and place everything in fantastic, colored and glowing 3D space. Some neat techniques covered here will allow you to bring your artwork to the next level. Don’t miss it!

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Create a Steam Powered Typographic Treatment
Steampunk style type experiment! In this Tutorial, we’ll generate realistic textures and create a fitting scene for our text. Let’s get right to it!

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How to make a Typographic, Retro, Space Face
In this tutorial, Artist will show you how to make a typographic face by using simple techniques. Using the Brush Tool and experimenting with light, you will get this amazing Typographic Space Face that looks like it’s created by letters and an amazing explosion. Let’s get started!

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Create 3-D text with some extreme lighting
Today we are going to take an object/text, change it from 2-D to 3-D and give it some realistic effects. We are going to be using Illustrator to create the object, then bring it into Photoshop to add highlights and shadows.

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Create Smokey Typography in 12 Steps
Learn how to create cool smokey typography in 12 simple steps.

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Incredibly Realistic Water Text in Cinema 4D and Photoshop
In this tutorial Artist will show you how to create a water text effect. Even though it might look compex it’s a very simple effect. We will use Illustrator for the text, then Cinema 4D to make it a 3D text and Photoshop to mix the 3D with some real photos to create a nice and realistic result.

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How to Design a Stunning, 3D, Sunset Type Illustration
Today we’re going to run through multiple platforms to create a warm and sunny typographic treatment. We’ll use C4D to create the text, Illustrator for several decorative motifs, and Photoshop to bring them all together.

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How To Create Great Typographic Wallpaper In Photoshop
This tutorial will lead teach you how to create really interesting and unique typographic wallpaper in few easy steps. Really even beginner will be able to recreate this effect, add their own style and thought in it.

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Design an Awesome Geometric Shaped Typography with Grungy Background in Photoshop
In this tutorial, Artist will show the processes involved in designing and creating this really cool, Geometric Shaped Typography with Grungy Background in Photoshop. This is a simple tutorial yet the effect looks awesome, have a try!

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Create a Unique Burning Text Effect
Learn how to create a superb, unique burning text effect, whereby areas of flaming text actually peel off to expose an under layer.

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How to Create Gross Evil 3D Text
Today we have an amazing tutorial on how to create some very evil, bloody, gory text that even has snake horns and skulls in it. This tutorial includes a video, just in case you don’t understand how to do something or you just prefer to watch me do it. You will learn some exciting new techniques that you can use on your next dark design or Halloween poster.

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Typography Wallpaper in Photoshop
Here is a quick tutorial from one of our latest designs. Hopefully this tutorial can benefit in your pursuit of becoming a better designer.

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Super Cool Frilly Bits Typography
In this tutorial artist will show you how to mix some vectors with letters to create a really nice design.

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Illustrative Typography
In this tutorial artist will walk through the steps he used to create this illustration to bring alive the word “collide.” While you may not find yourself needing to recreate the word “collide,” hope you will find useful the techniques, extruding text in Cinema 4d, using displacement maps in Cinema 4d, using the explosion deformer in Cinema 4d, exporting to photoshop from Cinema 4d, unique color enhancing techniques in Photoshop and various layer modes applied in Photoshop for great light effects

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3D Typography Photoshop Tutorial
A six page PDF tutorial on how to create 3D typographic elements, brush resources and actions using only photoshop.

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3D Text
Nik Ainley of Shiny Binary shows you how to add the wow factor to 3D text using Photoshop’s art tools.

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How to Create a Richly Ornate Typographic Illustration
We’re going to create a detailed illustration with free gifts and self made goodies.

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Create a Dream Design with 3D Typography
In this tutorial, we’re going to create a 3D Typography based design. All the elements will revolve around the centerpiece and theme: dreaming. The word will dictate the entire layout and control the space by allowing everything else to emerge from within. The trees will grow out of the letters; the mountains will show themselves behind the word and overshadow the glowing moon.

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Typographic Portrait like Grammy’s Posters
In this tutorial, we’re going to make a typographic poster from a simple portrait using Photoshop techniques.

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Advanced Glow Effects
In this tutorial, we’re going to create some really sharp-looking glow effects using a combination of layer styles, the Pen Tool and Color Blending. The end effect is quite stunning and hopefully you’ll pick up some tips you didn’t know before.

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Wood Inlay Text
In this Photoshop tutorial artist will show you how to create a wood inlay effect using wood textures, layer masks and a few creative selection techniques.

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Design Soft Stylized 3D Type
In this tutorial, artist will teach you the basics of creating polished 3D type using Illustrator and Photoshop. Let’s get to work.

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Create a Delicious Type Treat
If you want to take your 3D typography skills to the next level, then we have an awesome tutorial for you. Learn how to create two tasty type effects in Cinema 4D, Illustrator and Photoshop. Learn more at the jump!

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Create a Cool Wet Ink Typography Effect in Photoshop
Follow this Photoshop tutorial to create an awesome distorted type design. Using a range of Photoshop brushes we’ll create the appearance of printed type that has come into contact with drops of water, breaking up the text with oversaturated drips, runs and splats.

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Learn Creative Lettering Techniques in this Psd Plus Tutorial
Lettering was something artist was definitely interested in, but he also wanted something new and different. So he set out to make a photorealistic lettering illustration in this tutorial, rather than something purely vector, or something created through non-digital methods.

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Create a New Retro Text Effect in Photoshop
This effect is good for all sorts of projects, flyers, websites, posters. It works particularly well with music based projects. Artist will take you through the motions for type.

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Awesome Milk Typography Effect in Photoshop
In this tutorial artist will show you how to create a nice effect that is a text mixed with some milk splashes. We will use Photoshop and Illustrator for this tutorial.

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How to Create High Quality Metal 3D Text in Photoshop
This tutorial will show you how to create the 3D text shape and give it a high quality metal look using pure Photoshop. Check it out!

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How to Quickly Create a Stylish Retro Text Effect
In this tutorial we will be designing a cool retro text effect, which is growing more and more popular in today’s design. Today you will learn how to use the Perspective tool to create depth and how designers can use default gradients in unusual ways!

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Create a 3D Text Scene Using Photoshop
In this tutorial we’ll create a realistic 3D text scene using Photoshop with a little help from Illustrator for the 3D text. You need to have medium to advanced knowledge of Photoshop in order to complete this tutorial.

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3D Text On Fire
This tutorial is going to be a little more advanced than the other ones he have done. It shouldn’t be a problem if you have been following along with our other tutorials or have a grasp of Photoshop. So lets begin.

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Creating Typographic Wallpaper
In this tutorial, you’ll learn how to make something similar, and it’s quite easy!

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Old School Type – Line Gradients
This look is prevalent in wood engraving and sign lettering. You can do this effect with any typeface or font because the principle is the same.

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The new way to create 3D text
3D text needs the right depth, lighting and texture. Nik Ainley tells you how to do this without re-rendering nightmares

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Smoke Type in Photoshop in 10 Steps
In this tutorial artist will show you how to create a smoke typography effect playing with some brushes and adjustment layers. It’s a very easy tutorial and you will be able to do the whole process in 5-10 minutes.

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Valentines Day – Photoshop Style
In this tutorial artist will teach you some nice techniques that could improve your experience and also help you make a great gift.

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Turkish Typography
A step by step and detailed tutorial, Psd file also can be downloaded from the link at the bottom.

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Create a Spectacular Flaming Meteor Effect on Text
In this tutorial, artist will show you how to create a fire effect similar to when a spaceship or comet enters the earth’s atmosphere. The image we’ll be creating is inspired by a Nike Ad I saw some time ago. I’m not sure what the URL is. If anyone knows it, please link us up in the comments.

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Using Light and Shade to Bring Text to Life
In this tutorial we are going to take some very basic principles of light and shade to make a rather impressive-looking text effect.

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Create Destructive Black and White Lettering with a Dramatic Splash Effect
Learn how to make some expressive lettering, which includes thoughts connected with a central word. You’ll turn standard text into a stunning, destructive illustration, and give it a final unique look.

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Stunning 3D effects in 30 minutes
Together, with a pinch of this and a dash of that, we will figure out how to create this cool effect in just 30 minutes.

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3D text effect tutorial
A step by step tutorial where artist will shows you how to create grungy 3D text.

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Reflective Liquid Type
Tutorials on creating metal type abound online, as do variations on simple liquid effects. Most are fairly short, offering a good foundation for the reader on how certain effects are achieved but fail to take that extra step (or few steps) to make the piece really shine.

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Rough Metal Photoshop Text Effect Tutorial
Let’s create a rough metal text effect, we’re going to use a metal texture artist have explained it in detail, below is what we’re going to be making with this text effect tutorial:

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Create a Layered Glowing Text Effect
In this tutorial, we will create this effect using very basic Photoshop tools and layering effects. This tutorial is simple enough for a beginner to understand.

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Colorful Light Burst Text
In this Adobe Photoshop tutorial, we’re going to see how to engulf text in an explosion of light and color. There’s quite a few steps involved in this text effect, and we’ll be using a couple of filters that are not used very often in everyday Photoshop work, but creating the text effect is quite simple and the end result is definitely worth the effort.

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Smooth Glass Type
Here’s a quick way to create some nice looking translucent glass type that’ll work great on any background, made completely with layer styles.

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Spray Paint Text
This tutorial will teach you how to make this spray paint style text effect which really stands out and would make a great wallpaper.

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How to Create a Trendy Retro Type Treatment
In this Illustrator tutorial, I’ll show you how to create a trendy retro type treatment with a free font, gradients, blends, and some scatter brushes. It’s a relative easy tutorial containing techniques that can be quickly applied to many other type treatments and various graphic elements.

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Working with type in Illustrator
Adobe Illustrator is an essential tool in a designer’s kit. In this tutorial we are going to produce a self-promotional poster using Adobe Illustrator CS3.

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Other Useful Resources

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Best-of HTML/CSS/PSD-Ressourcen Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Essentials Freebies, Tools und Templates Illustrator

Vektorgrafiken: Die große Sammlung der (gratis) Vektorgrafikpakete

Designer lieben kostenlose Downloads, die ihnen das Leben erleichtern und ihnen helfen eine bessere Qualität zu erreichen, z.B. mit Illustrator. Gratis Vektoren sind nützlich, kostenlose Pakete mit Vektoren sind es umso mehr. Glücklicherweise gibt es eine Menge talentierte Grafiker, die ihre Arbeiten (oder Proben davon) zu unser aller Wohl bereitstellen. In diesem Beitrag haben wir 60 der besten Vektor-Pakete zusammengestellt.

Viele der hier gezeigten Vektoren sind besonders nützlich für die Gestaltung und Ausstattung bestimmter Website-Typen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und vielleicht finden Sie die perfekte Grafik für Ihr nächstes Projekt. Bitte lesen Sie, bevor Sie Vektoren aus den Paketen produktiv einsetzen, die jeweiligen Lizenzen und Nutzungsbedingungen.

Abstract Blobs and Bursts
Ein Paket aus 10 Vektoren für die Gestaltung abstrakter Effekte.

Abstract Vectors

Wavy Vector Ribbons
Ein Paket mit 7 trendigen Vektor-Wellenlinien.

Wavy Ribbon Vectors

Trendy Circles
Noch eine trendige Kollektion, diesmal in sechs Varianten

Trendy Circles

Circles
Verschiedene Arten und Kombinationen von Kreisen beinhaltet dieses Paket.

Circles

Weird Bubbles
Sollten andere Kreise nicht passen, 10 Vektoren sind in diesem Set enthalten.

Weird Bubbles

Modern Arrows
Ein bequemer Weg um einem Design eine Portion Stil hinzuzufügen.

Arrow Vectors

Spiral Vectors
Ein sehr nützliches Set mit verschiedenen Spiralen.

Spiral Vectors

Vector Lines, Swirls and Patterns
Dieses Vektor-Paket enthält 20 verschiedene Linien und Wirbel.

Lines and Swirls

Character Vector Pack
Das T-shirt Blog Teestrict bietet ein Paket mit Cartoon-Figuren.

Charcter Vectors

Free Vector Pack One from Designious
Enthalten sind 20 Vektoren aus den Premium Paketen des Anbieters.

Free Vector Pack from Designious

Free Vector Pack Two from Designious
Enthält noch einmal 20 Premium Vektoren.

Designiou Vector Pack 2

Vintage Mega Pack 5 Samples
Ausgewählte Beispiele aus Designious „Premium Vintage Mega Pack 5“.

Vintage Mega Pack 5 Samples

Night Lights
Ein Set mit 4 verschwommenden Vektoren von Go Media.

Night Lights

Safari and Zoo Animals
Spoon Graphics bietet mit dieser Sammlung 20+ Vektoren von Land- und Seetieren an.

Animal Vectors

Animals
Auch dieses Set mit 17 Grafiken enthält Tiermotive.

Animal Vectors

Dinosaurs Vector Pack
Eine große Sammlung verschiedener Dinosaurier.

Dinosaurs

Birds in Flight
12 Vögel im Paket von Bittbox.

Birds in Flight

Bird Vectors
Ein Paket mit hochwertigen Beispielen.

Bird Vectors

Simple and Cute Twitter Bird Vector Graphics
Diese 8 Vektoren können von Bloggern benutzt werden die Twitter-Updates präsentieren.

Twitter Bird Vectors

Illustrated Vector Sneaker Graphics
3 handgezeichnete Vektoren von Spoon Graphics.

Sneaker Vectors

Hand-Drawn Decorative Ornaments
Dieses dekorative Paket kommt aus der Bittbox.

Decorative Ornaments

Hand-Drawn Decorative Ornaments II
Ein zweites Set der Bittbox.

Decorative Ornaments 2

Vector Garden Symbol Set
Dieses Set enthält 19 hochwertige Vektor-Grafiken.

Swirly Curls

Flowers
Bittbox stellt außerdem diese Blumen-Grafiken zure Verfügung.

Flower Vectors

Flowers
Noch mehr Vektor-Blumenmotive – mit viel Abwechslung.

Flower Vectors

Foliage
Das ersten Blätter-Set der Bittbox.

Foliage Vectors

Foliage Part 2
Das zweite Blätter-Set.

Foliage Part Two

Tree Silhouettes
Verschiedene Arten von  Bäumen enthält dieses Angebot der Digital Artist Toolbox.

Tree Vectors

Ecology Vectors
Ein großes Paket gefüllt mit Vektor-Blättern.

Ecology Vectors

Flowers and Plants
Über 30 Blumen- und Pflanzen Vektoren.

Flowers and Plants

Dotty Women Vector Graphics
Dieses Paket enthält 4 Vektoren.

Dotty Women

Watercolors
Ein großes Set mit Wasserfarben-Malereien, die eine Alternative zu dem Einsatz von Pinseln bieten.

Watercolor Vectors

Fingerprints
11 mal Finger- und Handabdrücke von Go Media.

Fingerprint Vectors

Poppy Color Stickers
20 Web 2.0 Sticker in 10 verschiedenen Farben.

Poppy Color Stickers

Embroidery Badges
Eine Zusammenstellung verschiedener Aufnäher.

Embroidery Badges

Speech Bubbles
Ein Paket mit 33 Sprechblasen.

Speech Bubble Vectors

Office Objects
Dieses Set bietet hochwertige Vektoren zum Thema Büro.

Office Vectors

Technology Vectors
Rund um Computer und moderne Technik.

Tech Vectors

Tower Vector Pack
Schattenrisse von Türmen und Hochhäusern aus aller Welt.

Towers

Vector Stars
Verschiedene Stern-Vektoren.

Vector Stars

Power Tool Pack
10 elektrische Werkzeuge.

Power Tools

Vector Notes
Jede Menge Post-it Notizzettel.

Notes

Wood Signs
Hinweisschilder aus Holz.

Wood Signs

Sport Set
Eine Sammlung von Bällen und Ausrüstungsteilen verschiedener Sportarten.

Sports Pack

Winter Sports Vectors
Dieses Set enthält Snowboards, Snowboarder und Skifahrer.

Winter Sports

Skaters Vector Pack
Skater Designs…

Skater Vectors

Surf Vector Silhouettes
Silhouetten von Surfern.

Surf Silhouettes

Live Music
Musiker auf der Bühne und in Aktion.

Live Music Vectors

Rap Attack Vector Pack
Von Rap und Hip-Hop beeinflußte Vektor-Grafiken.

Rap Attack

Sexy Girls Vectors
Eine Kollektion weiblicher Silhouetten.

Sexy Girls

Vector Skull Set
18 Vektor-Schädel.

Vector Skulls

Urban Collection
Ein recht umfangreiches Paket verschiedener Elemente.

Urban Vectors

Transportation Silhouettes
Hier finden sich Verkehrsmittel vom Fahrrad, über das Pferd bis zum Automobil.

Transportation Vectors

Aircrafts Vector Pack
Ein großes Paket mit Flugzeugen aus verschiedenen Zeiten.

Aircraft Vectors

Road Signs and Traffic Light
Verschiedene US-Verkehrsschilder bietet dieses farbenfrohe Paket.

Signs

Grunge Photo Frames
Mit diesen Rahmen lassen sich bequem Grunge-Elemente zu Layouts hinzufügen.

Grunge Frames

Vector Grunge Elements
Noch ein Paket für grungige Designs.

Grunge Elements

Ink Scribbles and Scratches
Dieses Paket enthält ein paar Kritzeleien.

Ink Scribbles

’70s Vector Pack
Eine Sammlung mit Vektoren im Stil der 70ziger Jahre.

70s vectors

Vector Ornaments
Über 40 ornamentale Vektoren.

Vector Ornaments

Weitere Quellen mit kostenlosen Vektoren

Dieser Beitrag konzentriert sich auf Vektor-Pakete, die folgenden Websites bieten überwiegend einzelne Dateien an:

Über den Autor:

Steven Snell ist Webdesigner und freiberuflicher Blogger. Sie finden ihnen in seinen Publikationen Vandelay Website Design und DesignM.ag. Der Beitrag erschien auf Englisch im Smashing Magazine. Mit freundlicher Genehmigung.

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Illustrator Photoshop

10 (vermeidbare) Fehler im Icon-Design

Es ist natürlich leichter, die Werke anderer Künstler zu kritisieren, als selber kreativ tätig zu werden. Doch, wenn
diese Kritik objektiv und sachlich erfolgt, ist sie interessant und lehrreich. Zahlreiche Beispiele zeigen kleine Fehler im
Icon-Design auf, die sich leicht vermeiden lassen. Das größte Problem ist schnell genannt: Einerseits werden die
Bildschirme immer größer, andererseits werden Icons immer noch aus den guten alten, aber vor allem nicht so leicht skalierbaren, Pixel aufgebaut. Doch nicht nur die verschiedenen Größen machen Probleme.

1. Ungenügende Differenzierung
Wird eine ähnliche Grundlage für mehrere Icons innerhalb eines Sets verwendet, sind falsche Klicks der Anwender vorprogrammiert.

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Was schon bei den großen Varianten für Verwirrung sorgen kann, wird bei den Icons in geringerer Größe noch
verschärft. Ein flüchtiger Blick kann so schnell zum Start der falschen Applikation führen. Die hier gezeigten Beispiele
stammen aus den System-Utilities von Mac OS X.

Screenshot

2. Zu viele Elemente
Eine Regel lautet, Icons auf die nötigsten Formen zu reduzieren, die ausreichen, um die mit der Symbolik übertragenen Informationen zu übermitteln. Deshalb sollte die Anzahl der verschiedenen Elemente eines Icons möglichst klein gehalten werden. Das haben einige Designer bei Microsoft wohl noch nicht gehört und das neue Icon-Format von Vista ausgereizt, um überladene Grafiken zu erstellen. Es scheint, man wollte mit den Icons gleich eine ganze Geschichte erzählen. Trotzdem werden die Funktionen, die sich hinter der Bildersammlung verbergen, nicht deutlich. Auch hier
rächt sich dieser Fehler besonders bei den kleineren Versionen der Icons.

Screenshot

3. Unnötige Elemente
Ein Icon sollte leicht zu lesen sein. Es kommt also auf eine eindeutige Symbolik an. Je weniger Elemente nötig sind, um die Funktion zu verbildlichen, desto besser. Es ist also von Vorteil, wenn das ganze Bild die Aussage trägt und nicht nur ein Teil davon. Ein gutes Beispiel für ein unnötiges Element zeigen diese Symbole einer Datenbank:

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Kommen diese Icons nur innerhalb der Anwendung zum Einsatz, muss der Betrachter nicht fortlaufend daran erinnert werden, dass es sich um eine Datenbank handelt, weshalb das unnötige Element entfernt und der relevante Part größer angezeigt werden kann. Der Sinn geht dabei nicht verloren, ganz im Gegenteil wird sogar die Übersichtlichkeit erhöht.

Screenshot

Ein weiteres Beispiel eines entbehrlichen Elements, das jedes Icon von BeOS 5 „schmückt“. Da fragt man sich, ob das rote Häkchen als Ersatz für den roten Faden dieser Serie dienen soll oder der Grafiker fertig gestaltete Icons einfach abgehakt hat.

Screenshot

4. Kein durchgängiger Stil im Icon-Set
Um aus einzelnen Icons ein Icon-Set entstehen zu lassen, braucht man einen gemeinsamen Nenner, also einen Stil, der die Icons unter einem Dach vereinigt. Das kann ein einheitliches Farbschema, die gemeinsame Perspektive, die gleiche Grundform oder auch eine Kombination mehrerer dieser Eigenschaften sein. Trotzdem sollte man die Icons so gestalten, das man sie leicht unterscheiden kann, da sich bei zu großer Uniformität wieder die unzureichende Differenzierung negativ auswirkt.

Die Standard-Icons von Windows XP, die dem Nutzer vorgeschlagen werden, wenn er ein Symbol ändern möchte, haben keinen einheitlichen Stil. Eine Zusammengehörigkeit kann man nicht entdecken.

Screenshot

5. Unnötige Perspektiven und Schatten in kleinen Icons
Icons haben sich im Laufe der Zeit verändert und neue Techniken wie etwa Schattenwurf, semi-transparente Bereiche und natürlich weitaus mehr Farben sind dazu gekommen. Ein großer Trend sind auch 3D-Symbole. Dabei sind nicht alle Effekte immer sinnvoll, besonders wenn es sich um Icons der Größe 16 × 16 oder kleiner handelt. Ein Beispiel für „zuviel des Guten“ zeigt GNOME 2.2.0 (RedHat 9). Die perspektivische Darstellung der Symbole ist bei dieser Größe unnötig und sogar kontraproduktiv.

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Die Standard-Icons in Windows XP sind mit einem zwei Pixel großen Schatten ausgestattet, doch in der Größe 16 × 16 ist der viel zu groß und die Icons wirken eher verschmutzt. Bei dem Adressbuch-Symbol wird das besonders deutlich. Es sieht eher nach einem Stück Papier mit Fleck aus, denn wie ein Adressbuch.

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6. Umständliche Metaphern
Welche Funktionalität das Symbol verbildlichen soll, ist immer ein Kompromiss zwischen Erkennbarkeit und Originalität. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass der Betrachter es eher leicht haben sollte, das Icon zu begreifen, als sich über den Einfallsreichtum des Grafikers zu freuen. Da kann man ruhig auf eine schon existierende und bekannte Symbolik zurückgreifen, statt unbedingt auf eine neue Bildsprache zu bestehen.

Ein Beispiel für eine übermäßige Originalität ist das Papierkorb-Icon in OS / 2 Warp 4, das einen Reißwolf zum
Symbolisieren des Löschens einer Datei verwendet. Wenn man böse wäre, könnte man einen Drucker sehen, aus dem die Tentakel einer Krake hängen. Was hinter dem Icon steckt, ist nicht ganz so klar ersichtlich, wie bei einem Papierkorb, weshalb die Wahl des Grafikers leicht fallen sollte.

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7. Kulturelle Merkmale bleiben unberücksichtigt
Von Land zu Land, von Kultur zu Kultur, kann sich die Aussage eines Bildes ändern. Und was in Europa als typisch angesehen wird, ist vielleicht in Asien gänzlich unbekannt. Für ein Mail-Programm wird nicht selten der Briefkasten als Symbol verwendet, doch die hier gesammelten Beispiele verschiedener Briefkästen zeigen deutlich, dass es kein typisches Exemplar gibt.

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Die Antwort finden Sie in den Informationen zur Gestaltung von Icons für Mac OS X: „Setzen Sie auf eine universelle Bildsprache, die leicht verständlich ist. Vermeiden Sie das Hervorheben von sekundären Aspekten eines Elements“. Bei
dem Symbol für ein E-Mail-Programm ist eine Briefmarke universeller, als etwa der ländliche, amerikanische Briefkasten.

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Dabei müssen es nicht gleich kulturelle Unterschiede sein, die zu lustigen Verwechslungen führen. Einmal sollte ich ein Icon für einen Datenfilter gestalten, was mit der Metapher eines Trichters symbolisiert wurde. Die Antwort des Kunden spricht für sich: „Ich verstehe leider nicht, warum Sie für einen Filter das Bild eines Martini-Glases verwenden“.

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8. Interface-Elemente in Icons

Wenig ratsam ist auch das Einfügen von Interface-Elementen in Icons, wie etwa diese Radio-Buttons, die leider nicht auf die Auswahl des Nutzers reagieren. Dass dem Betrachter nicht eindeutig klar wird, was sich hinter diesem Symbol verbirgt, bringt uns zu Punkt 6 zurück.

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Das Interface des OmniWeb-Browsers zeigt eine Reihe von Icons, doch die „Zurück“- und „Weiter“-Button ahmen das Interface des Fensters nach.

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9. Text in Icons
Ein Schriftzug im Icon hört sich eigentlich nicht nach einem Fehler an, doch sollen Icons gerade Worte ersetzen und Information durch eine vereinfachte grafische Darstellung übertragen. Daneben steht zumeist unter dem Icon der Name einer Anwendung. Solche Icons sind nur schwer für lokale Sprachversionen umzusetzen und der Text ist in der kleineren Variante des Icons nicht mehr lesbar. Er wird zu einem „Pixelbrei“.

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10. Vektoren und Pixel
Es mag der erste Gedanke sein, ein Icon in einem Vektorprogramm wie etwa Illustrator zu gestalten, da der Vorteil der Skalierbarkeit für sich spricht. In voller Größe sehen diese Vektorgrafiken auch gut aus, aber Icons sind Pixelgrafiken, weshalb es nach der Verkleinerung und Rasterung durch das Anti-Aliasing an den Rändern zu unschönen Ausfransungen oder Rahmen kommen kann. Eine Korrektur nach der Rasterung ist also empfehlenswert.

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Dieser Beitrag ist eine freie Übersetzung des Artikels 10 Mistakes in Icon Design von Denis Kortunov, der uns freundlicherweise die Veröffentlichung erlaubt hat. Dankeschön, für die prima Beispiele und Erklärungen.