Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design HTML/CSS Webdesign

SVG: So verwendest du es richtig

Das SVG-Format hat sich in vielerlei Hinsicht zu einer zeitgemäßen Alternative zu Flash entwickelt. Denn es ist nicht nur vektorbasiert, sondern ermöglicht auch Animationen und Interaktionen. Aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeiten, Animationen zu erstellen und SVGs in ein Webprojekt einzubinden, solltest du folgende Tipps beachten, damit auch alles so funktioniert, wie es soll.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Webdesign

Better Portable Graphics: Das neue Bildformat kommt nicht voran

JPEG und PNG sind die gängigen Formate für die Darstellung von Bildern im Browser. Auch wenn das Internet zunehmend schneller wird, ist es gerade bei der mobilen Nutzung nach wie vor wichtig, auf möglichst kleine Dateien zu achten. Mit dem relativ neuen BPG-Format, welches für Better Portable Graphics steht, steht seit einigen Jahren eine Alternative zu den gängigen Formaten bereit, die nicht nur kleinere Dateien, sondern auch eine bessere Bildqualität verspricht. Aber was genau zeichnet das BPG-Format aus und wie setzt man es ein und wieso stockt die Entwicklung?

Better Portable Graphics statt JPEG – ähnliche Qualität, kleinere Dateigröße und Alphatransparenz

Das Besondere am BPG-Format ist seine hohe Kompression. Es basiert auf einem Subset des High-Efficiency-Video-Codings (HEVC), welches vor allem für Videodateien verwendet wird. Dieses ist der Nachfolger des H.264-/MPEG-4-Standards. Die Komprimierung der Better Portable Graphics verspricht im Vergleich zum JPEG eine kleinere Dateigröße bei ähnlicher Bildqualität.

Better Portable Graphics: Das kann das neue Bildformat
Webanwendung zum Erstellen von BPG-Dateien

Wie das JPEG-Format unterstützt auch BPG verschiedene Farbräume. Neben RGB und CMYK wird YCbCr, bei der eine Farbe durch Hellig- und Farbigkeit definiert wird, unterstützt. Außerdem sind  verschiedene Farbtiefen – 8, 10 und 12 Bit – möglich.

Im Gegensatz zum JPEG-Format unterstützen Better Portable Graphics einen Alphakanal, wie er beispielsweise bei PNG-Bildern möglich ist. Im Vergleich zum PNG ist die Kompression beim BPG noch deutlich größer.

BPG-Encoder als Webanwendung

Um eine BPG-Datei zu erzeugen, gibt es einen eigenen Encoder, der als Webanwendung zur Verfügung steht. Neben der Auswahl des Farbraums und der Bit-Tiefe sind es vor allem zwei Größen, die entscheidend sind. Zum einen musst du dich für eine Qualität entscheiden. Diese wird mit einem Wert zwischen 0 und 51 angegeben. Je kleiner der Wert ist, desto besser ist die Qualität des Bildes.

Better Portable Graphics: Das kann das neue Bildformat
Stark komprimiertes JPEG (links) und BPG (rechts)

Der andere Wert gibt die Kompression an, die zwischen 0 und 9 liegt. Je höher der Wert, desto besser ist die Kompression. Allerdings solltest du beachten, dass eine hohe Kompression ebenso bedeutet, dass der Rechner länger braucht, um das Bild zu dekomprimieren und darzustellen.

Als Test wurde ein Bild mit 10 Prozent Qualität aus Photoshop generiert und dasselbe Bild mit höchster Kompression und Qualitätsstufe 39 ins Format Better Portable Graphics gebracht. Während das JPEG 10 Kilobyte groß ist, kommt das BPG auf 9,5 Kilobyte. Beim JPEG sind ganz deutlich die rechteckigen Artefakte zu sehen, wie sie bei starker Komprimierung auftreten. Bei BPG-Bild macht sich zwar auch die starke Kompression bemerkbar. Dennoch ist das Ergebnis qualitativ deutlich besser.

Better Portable Graphics: Das kann das neue Bildformat
BPG-Bild mit Alphatransparenz

Bezüglich der Dateigröße wird der Unterschied deutlich, wenn wir ein transparentes PNG mit einer entsprechenden BPG-Grafik vergleichen. Während das PNG 325 Kilobyte groß ist, kommt die transparente BPG-Datei bei durchschnittlicher Bildqualität auf 64 Kilobyte. Hier erreichen wir demnach eine sehr deutliche Einsparung.

Browser interpretieren BPG per JavaScript

Das große Problem bei neuen Dateiformaten sind natürlich die Browser. Denn diese müssen neue Formate interpretieren können. Dass Better Portable Graphics in allen gängigen Browsern dargestellt werden können, liegt daran, dass die Interpretation des Formates per JavaScript erfolgt.

Willst du also Better Portable Graphics verwenden, musst du eine 65 Kilobyte große JavaScript-Datei in dein HTML-Dokument einbinden. Diese übernimmt dann die Dekodierung des Formates. Die HTML-Auszeichnung erfolgt ganz normal über das „<img>“-Element. Das entsprechende JavaScript wandelt dieses dann ein „<canvas>“-Element um, welches das Bild im Browser ausgibt.

Better Portable Graphics: Quelltext für Encoder frei zugänglich

Wenn du Better Portable Graphics selber erstellen möchtest, kannst du dir den Quelltext für den Encoder kostenlos herunterladen. Er steht als Kommandozeilenanwendung für Linux und Windows zur Verfügung. Der Encoder wird unter der GPL-Lizenz angeboten.

Fazit und Links zum Beitrag

Dass sich Better Portable Graphics in der Fläche durchsetzen wird, darf durchaus vorsichtig bezweifelt werden. Der Umweg über JavaScript sorgt zwar auf Anhieb für eine flächendeckende Browserunterstützung, ist aber grundsätzlich nicht die beste Lösung, Bildformate im Browser darzustellen. So wundert es nicht, dass der Encoder seit etwa drei Jahren nicht weiterentwickelt wird. Andererseits tut sich bei JPG auch seit Jahren nichts. Verschiedentlich wird behauptet, es gäbe rund um BPG ein Lizenz-Problem, das die weitere Verbreitug behindere. Sollte dem so sein, wäre es zumindest eine plausible Erklärung. Verifizieren ließ sich das Problem allerdings nicht.

Die Mischung aus der guten Kompression des JPEG- und der Alphatransparenz des PNG-Formates machen Better Portable Graphics allerdings zu einer interessanten Alternative. Darüber hinaus ermöglicht das BPG-Format Animationen, wie es bislang nur das GIF-Format konnte. Im Web-Encoder sind solche Animationen jedoch nicht realisierbar.

(Artikelbild: Depositphotos)

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Webdesign

Responsives SVG: Was geht, was geht nicht?

Im Webdesign sind responsive Layouts nicht mehr wegzudenken. Da gibt es auf der einen Seite immer mehr kleine Displays auf Smartphones und auf der anderen Seite immer größer werdende Monitore. Dazwischen finden sich Phablets, Tablets sowie Net- und Notebooks. Dank CSS ist es technisch kein Problem, eine Website für all die verschiedenen Auflösungen zu optimieren. Doch wie sieht es mit SVGs aus? Lassen sich diese auch responsiv gestalten?

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Fotografie Inspiration Tutorials

Lightroom: 20 deutschsprachige Video-Tutorials für dein perfektes Foto

Adobe Lightroom wird immer beliebter als digitale Dunkelkammer zum Entwickeln von Bildern. Auch wenn sich das Programm ganz logisch gliedert, gibt es doch zahlreiche Details und Feinheiten zu entdecken. Werkzeuge und Funktionen in Kombinationen, die eben nicht so offensichtlich sind. Wir haben die schönsten, deutschsprachigen Video-Tutorials mit Tipps und Tricks gesammelt.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Inspiration Photoshop Showcases

Photoshop-Zeitreise: 35+ Retro- und Vintage-Effekte, die uns alt aussehen lassen (mit Tipps zur Umsetzung)

Retro- und Vintage-Effekte, die Grafiken oder aktuelles Fotomaterial alt wirken lassen, sind sehr beliebt und dabei leicht zu erstellen. Lediglich wenige Schritte in Adobe Photoshop sind nötig, um etwa coole Retro-Poster zu gestalten, Fotos mit einem Rahmen auszustatten und zu „vergilben“ oder um allzu saubere Grafiken um einige Jahrzehnte altern zu lassen.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Freebies, Tools und Templates Photoshop Sonstige Programme

Beiwerk: Dutzende hochwertiger Texturen für deine Projekte

Texturen sorgen in einer Bildbearbeitung wie etwa Photoshop oder einer Software wie Cinema 4D schnell für ein Stück Realität. Dabei werden ganz unterschiedliche Oberflächen, wie etwa Stein-, Rost, Holz- oder Metallstrukturen benötigt. Ich habe haufenweise hochwertige Texturen zusammengestellt, die oft mit weiteren Dateien in einem Paket verpackt sind. So bekommst du mit einem Download gleich mehrere Texturen zu einem Thema.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Inspiration Photoshop Tutorials

Fotobearbeitung: 7 goldene Lightroom-Tipps für großartige Bildeffekte

Lightroom ist Adobes Favorit zum Verwalten, Entwickeln und Veröffentlichen von Bildmaterial, insbesondere der Rohdaten frisch aus der Kamera. Die Palette der Möglichkeiten zum Entwickeln der Fotos bietet uns zahlreiche kreative Umsetzungen an, von kontrastreichen Effekten, bis zu fantastischen Farbspielen. Wir zeigen gleich sieben dramatische Umsetzungen sowie Tipps und Tricks: weg vom langweiligen Schnappschuss, hin zum sehenswerten Kunstwerk.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Inspiration Photoshop Showcases

Photoshop: Texturen bearbeiten (mit 50+ hochwertigen Texturen zum Download)

Texturen sorgen schnell für realistische Oberflächen. Photoshop arbeitet viel zu sauber und fotorealistische Texturen sind nur mit zahlreichen Filterkombinationen möglich. So machen wir es uns leicht, suchen die passende Kategorie von Papier über Metall zu Holz aus, checken, ob Größe und Freigabe passen, und gestalten texturierte Webseiten oder Kompositionen auf Basis hochwertiger Texturen.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Responsive Design Webdesign

Responsives Webdesign: So wählst du die richtigen Fotos für unterschiedliche Formate

Für dich als Webdesigner ist das mobile Internet eine Herausforderung. Websites müssen auf unterschiedlich großen Displays mit verschiedenen Seitenverhältnissen gut aussehen. Zu deinen Aufgaben gehört dabei auch die Auswahl geeigeneter Fotos für responsives Webdesign.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Sonstige Programme

Lightroom: Bessere Fotos mit diesen sieben Profi-Tipps

Heute habe ich ein paar Tricks und Kniffe für den ambitionierten Einsteiger und fortgeschrittenen Anwender parat. Dabei geht es um dramatische Aufwertungen des Himmels, das selektive Fokussieren, einen Colorkey-Effekt sowie eine intelligente Schärfung.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Sonstige Programme

Interface-Design: Die kostenlose App Lunacy will das Sketch für Windows sein

Die Icon-Schmiede von Icons8 bringen mit Lunacy eine kostenlose App für das Windows-Betriebssystem, die als Viewer für Sketch-Dateien gestartet ist, inzwischen aber auch einfache Bearbeitungen erledigen kann. Ich zeige dir, was das Tool leistet.

Kategorien
Photoshop

Perfekte Urlaubsbilder: 30 kostenlose Lightroom-Presets zum sofortigen Einsatz

Lightroom ist die digitale Dunkelkammer, doch statt beißender Chemikalien gibt es hier saubere Regler zum Verschieben und Einstellen. Welche Einstellungen richtig sind und zu faszinierenden Ergebnissen führen, ist dabei gar nicht so einfach gesagt. Perfekt ist es daher, dass Lightroom Presets, also Vorgaben mit ganz unterschiedlichen Einstellungen, zulässt. So kannst du auf Knopfdruck kreativ werden. Gleich 30 sehr hochwertige Varianten stehen dir hier zur Auswahl.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Illustrator Sonstige Programme

Adobe Illustrator: Die 14 besten Alternativen für Webdesigner

Vektoren gehört die Zukunft. Das ist gut, denn Pixel-Editoren waren im Webdesign ohnehin nur solange geeignet, wie uns nichts besseres zur Verfügung stand. Skalierbare Designs hingegen sind mit Vektor-Editoren wesentlich besser zu gestalten.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design UI/UX

Icon-Design: 5 essenzielle Tipps für den Einstieg

Eben mal ein Icon hinscribblen. Was soll daran denn schwer sein? Nun, es ist jedenfalls nicht einfach. Wir zeigen dir, worauf du beim Einstieg ins Icon-Design achten musst.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Sonstige Programme UI/UX

Design: Adobe Xd ist dein Tool fürs Prototyping

Prototyping, das Erstellen eines ersten benutzbaren Modells einer Website oder App, muss vor allem eines sein: schnell. Das schnellste Tool für diesen Zweck ist Adobe Xd.

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design E-Business Social Media

Design It Yourself: Mit Crello erstellst du Grafiken (nicht nur) für Social Media

Die mediale Inflation ist in vollem Gang und wir können nichts dagegen tun. Jedes unserer Postings in den sozialen Medien muss bebildert sein, wollen wir nicht Risiko laufen, im steten Stream der Nachrichten unbemerkt unterzugehen. Crello kann deine Rettung sein.

Crello: Landing Page (Screenshot: Dr. Web)

Crello: Canva-Doppelgänger mit 65 Millionen Depositphotos

Crello stammt von Depositphotos. Depositphotos ist ein recht bekannter Stockfoto-Provider, der mehr als 65 Millionen Fotos im Angebot hat. Da Crello als solches kostenlos ist, kannst du dir schon denken, aus welchem Interesse heraus Depositphotos Crello betreibt.

Zum einen geht es sicherlich um die Markenbekanntheit. Da ist Crello ein Vehikel, um unter positiver Wahrnehmung bekannter zu werden. Zum anderen kannst du für die u erstellenden Designs Elemente, etwa Fotos oder Illustrationen, direkt im Dienst kaufen. Diese schlagen für die Nutzung innerhalb des Dienstes mit jeweils günstigen 0,99 US-Dollar zu Buche. Dabei kannst du die einmal erworbenen Elemente beliebig oft wiederverwenden, aber eben nur innerhalb von Crello, nicht für andere Zwecke.

Hier geht es los. Wähle, was du erstellen willst. (Screenshot: Dr. Web)

Idee und Preismodell entsprechen dem Wettbewerber Canva, der damit schon länger am Markt vertreten ist. Im korrekten Vergleich schneidet Crello indes hierbei besser ab, denn auf Canva stehen die erworbenen Elemente nur zur Verwendung innerhalb einer Grafik zur Verfügung – ein klarer Pluspunkt für Crello.

Lädst du deine eigenen Bilder hoch, was ebenso unproblematisch möglich ist, kostet Crello dich keinen Cent. Das entspricht der Vorgehensweise bei Canva, das unser Erfinder Sven Lennartz dir in diesem Beitrag ausführlicher vorgestellt hatte. Wenn du nun grübelst, woher du denn die erforderlichen kostenlosen Bilder bekommen kannst, dann empfehle ich dir diesen Riesenartikel mit 50 Diensten, die dir genau das liefern.

Die Ähnlichkeit zu Crello beschränkt sich nicht nur auf das Geschäftsmodell. Auch optisch wirkt Crello fast wie eine Kopie des populären Vorbilds. Betrachten wir es positiv, werden sich Canvas-Nutzer sofort heimisch fühlen und ohne Einarbeitungszeit direkt produktiv werden können.

Während Canva kein Anhängsel, nicht Teil einer Marketingstrategie für ein ganz anderes Produkt ist, sondern als eigenständiges Unternehmen auf autarke Profite achten muss und nicht zuletzt deswegen auch eine Premium-Variante bietet, reicht es Depositphotos, mit Crello den Absatz der eigenen Stockfotos zu unterstützen. Etwaige weitere Pro-Accounts oder sonstige Bezahlpläne findest du daher bei Crello nicht.

Ich habe eines der vorgefertigten Designs gewählt. (Screenshot: Dr. Web)

Wer tatsächlich mit Stockmaterialien gestalten will, kann sich bei Crello nicht beschweren. Direkt aus dem Editor heraus besteht Zugriff auf den gesamten Materialbestand, der mit den bereits erwähnten 99 Cent pro Verwendung auch human bepreist ist.

Verwender eigener Grafiken fahren schon mit Canva kostenlos bestens und können sich nun zusätzlich Crello in den Werkzeugkasten legen. Schließlich ist Canva gerne mal dann nicht verfügbar, wenn schnell eine Grafik gefordert ist.

Beide Dienste sind inzwischen in deutscher Sprache verfügbar. Crello bietet, anders als Canva, zusätzlich die Möglichkeit, auch animierte Designs zu erstellen. Animationen werden im Format MP4, nicht etwa als GIF gespeichert. Alle Elemente, die ich als Basis für mein animiertes Design finden konnte, waren kostenfrei und ich habe wirklich weit nach unten gescrollt. Ich kann dir also nicht garantieren, dass alle animierten Elemente kostenlos sind, aber es sind wirklich sehr viele kostenfreie dabei.

Das animierte Design ist dabei eines von 31 Formaten, die du mit Crello erstellen kannst. Zusätzlich findest du 12.000 Vorlagen und über 240 Schriften vor. Das sollte erstmal für eine ganze Weile reichen.

Erste Schritte mit Crello

Auf der Startseite des Dienstes wählst du entweder ein Format aus, für das du eine Grafik erstellen willst, etwa einen Facebook- oder Twitter-Post, oder du gibst deine eigenen Wunschmaße für das geplante Design ein oder du wählst eines der bereits fertig gestalteten Templates, hier „Design” genannt, um es anzupassen. Unter Canva werden diese Templates als „Layout” bezeichnet.

Individuell arbeiten kannst du natürlich auch. (Screenshot: Dr. Web)

Neben Pixeln als Maßeinheit für das benutzerdefinierte Design stehen dir noch Zentimeter und Inch zur Verfügung. Du könntest dir also auch einen Standaufsteller bauen.

Sobald du eine der Alternativen gewählt hast, kommst du direkt zum Editor. Ganz rechts am Bildschirmrand findest du die verschiedenen Gruppen mit Gestaltungselementen, die du auf dein Design anwenden kannst. Als erstes wird für dich die Designauswahl geöffnet, da Crello davon ausgeht, dass du mit einem fertigen Vorschlag starten willst. Das musst du natürlich nicht tun.

Rechts steht nun deine weiße Leinwand und über den ganz linken Fensterrand wechselst du in die verschiedenen Schubladen mit den Designelementen. Unter „Fotos” steht dir der Depositphotos-Bestand in Gänze zur Verfügung. Kostenlose Fotos sind in einem separaten Tab untergebracht und der Tab „Uploads” nimmt deine eigenen Bilder auf.

Schon wegen des Uploads lohnt es sich, einen Account anzulegen, denn ohne ist ein Upload nicht möglich. Nach der Anmeldung bleiben deine Uploads gesichert. Gleiches gilt für die von dir geschaffenen Werke. Erforderlich wird der Account allerdings ohnehin spätestens dann, wenn du deine Arbeit als Datei herunterladen willst. Du könntest zwar den Umweg über einen Screenshot gehen, jedoch ist die Registrierung kurz und schmerzlos und mit keinen Nebenwirkungen behaftet.

Objekte und Fotos können nach Kategorien gefiltert werden. (Screenshot: Dr. Web)

Icons, Formen, Illustrationen, Rahmen und mehr sind bei Crello unter dem Tab „Objekte” zusammengefasst, während Canva sie als „Elemente” bezeichnet. Das wäre schon fast die einzige nennenswerte Unterscheidung zwischen den beiden Diensten, wenn nicht Crello die Möglichkeit böte, alle Objekte, wie auch die Fotos nach Kategorien zu filtern, um sie leichter zugänglich zu machen. Da bietet Canva nichts gleichwertiges, nicht mal irgendetwas im Ansatz ähnliches.

Ist deine Grafik fertig, speicherst du sie im Crello-Backend ab und lädst sie als JPG, PNG (mit und ohne Transparenz), kleines oder großes PDF herunter. Solltest du ein kostenpflichtiges Element verarbeitet haben, ist jetzt der Moment gekommen, an dem du das digitale Portemonnaie zücken musst. Sowohl Crello, wie auch Canva, akzeptieren nur die Kreditkarte als Zahlungsmittel.

Auch beim Speichern kannst du aus etlichen Formaten wählen. (Screenshot: Dr. Web)

Wenn du zum Vielnutzer wirst, stellt sich dir bei Crello und Canva schnell ein Problem. Alle deine Entwürfe werden unter „Meine Designs” gespeichert. Diese Übersicht wird dementsprechend schnell unübersichtlich und eine Suchfunktion dafür gibt es bei beiden nicht. Hier hat Crello die Nase insoweit vorn, als du wenigstens nach Format filtern kannst. Wenn du so arbeitest wie ich, wird dir das allerdings nicht nutzen, denn ich erstelle alle Grafiken mit individuellen Abmessungen…

Nachträgliche Größenänderungen mit dem neuesten Crello-Update

Was tust du, wenn du die jeweilige Grafik nicht nur für einen Sozial-Kanal verwenden willst, sondern für – sagen wir – 30? Bislang hieß das, du erstellst manuell dreißig Varianten deiner Ausgangsgrafik. Crello und Canva können dir da allerdings ein besseres Angebot machen.

Beide Dienste bieten für Extremnutzer von Social Media jetzt intelligente Größenveränderungen für alle Grafiken an; Canva schon länger, Crello ganz frisch.

So funktioniert die Größenänderung auf Crello:

Wenn du auf Canva eine Größenänderung einer bereits erstellten Grafik vornehmen willst, benötigst du ein kostenpflichtiges Abo, dass sich „Canva for Work” nennt und dich monatlich 12,95 USD kostet (oder 9,95 USD bei jährlicher Zahlung). Mit diesem Abo erhältst du überdies auch Zugriff auf Stockmaterial und kannst dein eigenes Corporate Design als Vorlage hinterlegen. Es beschränkt sich also nicht nur auf die Resize-Funktionalität.

Crello jedoch bietet eine qualitativ identische Funktion innerhalb ihres kostenlosen Angebots. Das dürfte dem Wettbewerber einige Kunden abgraben, denn wirklichen Mehrwert bringen die anderen Funktionen des „Canva for Work” nicht. Ich kann das so sagen, denn ich habe das Angebot bereits ein Jahr lang bezahlt.

Willst du in Crello eines deiner Designs in der Größe ändern, so klickst du ganz rechts oben auf den Button “Grösse ändern”:

Darauf öffnet sich das folgende Modal. Hier wählst du per Klick aus, welche Formate Crello für dich erstellen soll. Du bist in der Zahl der Änderungen nicht limitiert. Auch die Angabe benutzerdefinierter Abmessungen ist hier möglich:

Hast du die gewünschte Auswahl getroffen, sorgt ein Klick auf “Grösse ändern” dazu, dass Crello an die Arbeit geht und jedes Format in einem neuen Tab öffnet. So kannst du die einzelnen Designs individuell nachbearbeiten und herunterladen.

Damit neigt sich die Waage ein Stückchen weiter Richtung Crello.

Fazit: Crello ist Canva ebenbürtig, sogar teilweise überlegen

Es schadet nicht, mehrere Werkzeuge für den gleichen Task zu haben. Crello ist ein gelungener Canva-Klon und auf jeden Fall deutlich leistungsfähiger als Pablo von Buffer.

Nutzt du eigene Bilder, ist Crello, wie Canva, kostenlos. Verwendest du Stockmaterial, ist Crello sogar die bessere Wahl, denn hier hast du Zugriff auf 65 Millionen Elemente, während Canva „lediglich” eine Million bietet. Preislich sind beide Dienste ähnlich.

Canva nimmt einen US-Dollar für die einmalige und 10 US-Dollar für die beliebig häufige Verwendung der kostenpflichtigen Elemente. Crello nimmt 99 Dollar-Cent für die beliebig häufige Verwendung. Dieser – doch erhebliche – Preisunterschied macht sich allerdings nur dann bemerkbar, wenn du ein Bild mehrmals verwenden willst.

Ich verwende stets Bilder, die gemeinfrei sind oder unter CC Zero stehen. Dann stellt sich das Problem ohnehin nicht. Mir gefallen allerdings die Kategoriefilter von Crello schon sehr.

Wenn du das genauso machst, aber gerne eine automatische Funktion der Größenänderung deiner Designs für diverse Netzwerke nutzen möchtest, dann ist Crello deine Wahl. Denn, anders als bei Canva, kostet das Feature nichts und funktioniert nicht schlechter.