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The One Moment – Kreativität pur

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei reden. Die Band Ok Go veröffentlichte jüngst das Video zu ihrem neuen Song „The One Moment“. Ob dir der Song musikalisch zusagt, oder nicht, ist erstmal nachrangig. Was sie sich für das Video haben einfallen lassen, ist jedenfalls großartig.

Zu Beginn siehst du das komplette Video in Echtzeit ablaufen. Es dauert 4,2 Sekunden und wirkt wie eine chaotische Explosion planloser Vorgänge. Erst in Slow Motion zeigt sich die wahre kreative Substanz hinter dem intialen Knall.

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Die Zukunft des Webdesign: Trends 2017

Auch in diesem Jahr werde ich mich als Wahrsager versuchen und einen Ausblick auf die kommenden Trends im Webdesign für das Jahr 2017 wagen. Manches ist gleich geblieben, anderes wird stärker in den Fokus rücken. Eines jedoch ist klar: Reine Desktop-Designs wird es nicht mehr geben.

So wird die Zukunft aussehen: Die Webdesign Trends für 2017

2017 wird sich einiges ändern. Vielfach wird das Webdesign etwas anspruchsvoller als es bisher der Fall war. Doch das ist das Schöne an unserem Beruf. Wir dürfen immer mehr dazulernen und uns weiterbilden. Damit du das frühzeitig tun kannst, habe ich diesen Artikel für dich geschrieben.

1 – Mobile First Design

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Hört es sich ausgelutscht an, wenn ich das erwähne? Ich muss es aber. Beim bisherigen Design-Prozess startete der Entwickler zumeist bei der Desktop-Version einer Website. Die musste stimmen, schließlich bekommt der Kunde diese Version zuerst zu sehen und muss sie abnicken.

Erst danach wurden die mobilen Varianten entwickelt und die Website auf die responsiven Ansichten angepasst. In 2017 wird genau das nicht mehr funktionieren. Auch die Kunden haben sich weitergebildet und reine Desktop-Sites wurden bereits von Google abgestraft. Mobile First wird extrem wichtig für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen.

Zuerst werden die mobilen Ansichten entwickelt, denn eine Website muss auf Smartphones und Tablets perfekt aussehen und funktionieren. Erst im Anschluss wird die Desktop-Version gestaltet.

Google hat übrigens ein neues Online-Tool zur Verfügung gestellt, dass durchaus aussagekräftiger ist als das alte.

Think with Google

mobile-website-speed-testing-tool-google

Ein Test mit dem neuen Tool:

Testdurchlauf meiner Website Techbrain.de. Ich kann recht zufrieden sein.

2 – Website Speed

Ein weiterer Trend in 2017 wird die Optimierung auf extrem schnelle Ladezeiten sein. Google selbst gibt seit einigen Jahren den Grenzwert von 1,5 Sekunden an. In dieser Zeit wünscht sich Google, den kompletten Ladevorgang einer Website erledigt zu wissen.

Natürlich sind 1,5 Sekunden nicht mehr zeitgemäß. Es ginge wesentlich schneller. Zumindest auf der Startseite und der Übersichtsseite eines Blogs sind Geschwindigkeiten von unter einer Sekunde durchaus machbar. Und das mit vertretbarem Aufwand. Einzelne Artikelseiten dürfen langsamer laden, da wären die eineinhalb Sekunden ein guter Durchschnittswert.

Selbst Ladezeiten von einer halben Sekunde wären kein Problem auf einer Startseite und der Blog-Übersicht. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich mit der Speed-Optimierung zu beschäftigen, um für das nächste Jahr gewappnet zu sein.

Ein Speed-Test meiner Startseite.
Ein Speed-Test meiner Startseite.

Weiterführende Informationen:

3 – Interaktives Storytelling

story-telling-peugeot

Interaktives Storytelling wird sich sicherlich durchsetzen, obwohl es sehr aufwändig ist und in Teilen an alte Flash-Seiten erinnert. Dem User wird ein Erlebnis geboten. Mit jedem Scroll-Vorgang ändert sich der Bildschirminhalt und erzählt eine Geschichte, in die der Besucher hineingezogen wird.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Website von Peugeot.

4 – Handgefertigte Illustrationen

Hero-Bilder, die den gesamten Bildschirm ausfüllen, sind bereits seit längerem im Trend. Doch in Zukunft werden bedeutend weniger Stock-Bilder eingesetzt werden. Der Trend geht eindeutig zu einem einzigartigen Benutzererlebnis für die User. Das lassen sich die Unternehmen gerne etwas kosten. Handgefertigte, kundenspezifische Illustrationen bieten einen wesentlich höheren Wiedererkennungswert und zeigen klar auf, wohin sich die Zukunft wenden wird.

Einige Beispiele:

Ice and Sky

ice-and-sky

Hunger Crunch

hunger-crunch

Lighthouse Brewing

lighthouse-brewing-company

5 – Lazy Loading

Lazy Loading füttert den sichtbaren Bereich einer Website mit Content-Häppchen. Der Vorteil für Websites mit viel Inhalt – wie zum Beispiel Facebook, Instagram und ähnlichen liegt auf der Hand. Die große Menge an Content muss nicht auf einmal geladen werden, sondern zeigt sich erst nach Anforderung durch den Benutzer. Erst wenn dieser herunterscrollt, wird der angeforderte Inhalt – zumeist blitzschnell – nachgeladen.

Da die Website-Geschwindigkeit für SEO und die Konversionsraten sehr wichtig ist, erwarte ich eine weit verbreitete Nutzung von Lazy Loading in 2017.

6 – Zentrierte und/oder gesplittete Inhalte

Ein zentrierter Inhalt ist ein kraftvoller Stil mit hoher Aussagekraft. Die Haupt-Aussage wird in die Mitte des Bildschirms gesetzt und mit einigen visuellen Tricks hervorgehoben. Gut gemacht erzeugt diese Technik einen dramatischen visuellen Effekt.

Allerdings funktioniert das nicht für jede Art von Website. Seiten mit minimalen bis normalen Inhalten werden mit dieser Technik gut bedient sein.

Split-Content hingegen teilt den Inhalt in zwei Bereiche auf, was eine hohe visuelle Aufmerksamkeit erzeugt und Designern mehr kreative Freiheit in die Hände legt, ohne die Klarheit der Content-Hierarchien zu gefährden.

Ein gutes Beispiel ist die Website von Melanie DaVeid

Zuerst bietet die Website einen zentrierten Inhalt auf der Startseite…

melanie-daveid

…danach wird der Content gesplittet.

melanie-daveid

Fazit

Viele spannende Dinge erwarten uns im kommenden Jahr. Die wichtigsten Trends sollte ich erwischt haben. Wenn du allerdings der Meinung bist, ich hätte etwas vergessen, dann schreibe es gern in die Kommentare. Wir freuen uns immer über fundierte Meinungen.

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Project Muze: Schrei vor Glück?

Das neue Mode-Experiment Project Muze, das in Kooperation der Firmen Zalando und Google entstand, ist wirklich sehenswert. Zwar wird es nicht dem Slogan „Schrei vor Glück“ aus den Hause Zalando gerecht. Geschrien habe ich aber trotzdem.

Project Muze: Da ist selbst die Muse erstaunt. (Foto: Pixabay.com)
Project Muze: Da ist selbst die Muse erstaunt. (Foto: Pixabay.com)

Kann die Maschine deinen Bekleidungsstil inspirieren?

Auf einer akademischen Ebene betrachtet, mag Project Muze ganz großartig sein. Google will hier ein Beispiel angewandten Machine Learnings zeigen. Das Projekt soll eine Art Muse für deine Bekleidungs-Inspirationen sein.

So ist der Weg zum eigenen Klamottendesign einigermaßen unkonventionell. Du beantwortest dem Algorithmus nämlich lediglich ein paar Fragen, die nur periphär etwas mit Bekleidung zu tun haben. Verständlich ist noch die Frage nach dem Geschlecht, wenn sich die Antwort darauf auch nicht unbedingt im Ergebnis erkennen lassen wird. Aber das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Im weiteren Verlaufe des „Design-Prozesses“ muss ich meine Stimmung einordnen, meinen Musikgeschmack benennen und meine favorisierte Kunstrichtung angeben. Am Ende meint Google dann, genügend Informationen zu haben, um einen auf mich zugeschnittenen Bekleidungsvorschlag unterbreiten zu können.

Und das ist dabei herausgekommen:

Das soll mein neuer Look sein? Interessant. (Screenshot: Dr. Web)
Das soll mein neuer Look sein? Interessant. (Screenshot: Dr. Web)

Schrei vor Überraschung: Das kann ich doch nicht annehmen!

Ja, sach ma. Der Dieter mit femininer Schlafanzughose, im Prinzip oben ohne und mit schwarzen Kristallen übersät? Im Ernst jetzt? Sowas denkt sich ja nicht mal der progressivste Regisseur für die Wagner-Festspiele aus. Und die sind schon häufig abseitig genug drauf.

Möglicherweise bin ich einfach schwer einzuordnen, denke ich so bei mir und schaue durch die Galerie bereits vorhandener Entwürfe anderer Musen-Befrager. Und, was soll ich sagen? Da ist es nicht besser. Schau selbst:

Der jüngste Trend zeigt, man trägt wieder Schild. (Screenshot: Dr. Web)
Der jüngste Trend zeigt, man trägt wieder Schild. (Screenshot: Dr. Web)

Zwei grüne klavierlackierte Schilde schweben frei vor und hinter dem Oberkörper, während ein waberndes Muster Shirt und Hose wie eine Kolonie linksdrehender Bakterien, quasi ein Activia der Oberbekleidung, wirken lässt. Ein kleines bisschen erinnern mich die angebrachten Schilde an die Glanzzeit der Guillotine. Robespierre lässt grüßen.

Oder, schau dir diesen Entwurf hier an:

Wie soll man es nennen? Einen großzügigen Entwurf? (Screenshot: Dr. Web)
Wie soll man es nennen? Einen großzügigen Entwurf? (Screenshot: Dr. Web)

Das könnte aus einer Gender-Mainstreaming-Version der Avengers stammen. Aber freiwillig würde sich doch keiner sowas anziehen. Der pluderige Bodysuit mag sich im Feierabend auf der Couch noch ganz bequem ausmachen. Vor allem ohne Unterwäsche wird man ein ungeahntes Maß an Freiheit empfinden. Was dabei allerdings der seltsame Umhang soll, der noch dazu in der Lage ist, frei zu schweben, erschließt sich mir auch bei längerem Nachdenken nicht.

Muss man eigentlich alles, was geht, auch machen?

Entweder bin ich einfach viel zu wenig in der Welt der modernen Fashion beheimatet, was durchaus sein kann. Oder dieses Google-Experiment ist wirklich schlichtweg Mist.

Sicher, Project Muze basiert auf Googles TensorFlow, einer Bibliothek für Machine Learning und ist bestimmt technisch hochanspruchsvoll. Zalando trug mit insgesamt 600 Modeexperten mutmaßlich deutlich zu den prädiktiven Entscheidungen auf Basis aktueller Trends bei. Und der Agentur Stinkdigital, die ebenfalls an der Umsetzung der Website beteiligt war, kann man unter technischen Aspekten wahrscheinlich auch keine Vorwürfe machen.

Was bei dem ganzen Aufwand rausgekommen ist, ist halt einfach überflüssig und ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alles nur aus dem alleinigen Grund machen sollte, weil man es kann.

Du wirst sicher Verständnis dafür haben, dass ich mich – in unser aller Interesse – nicht von Project Muze zum Umdenken in Bekleidungsfragen „inspirieren“ lassen werde.

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Komplexität reduzieren: Der neue Trend im Mobil-Design

Bereits seit geraumer Zeit leben wir in einer Welt des sauberen, klaren und minimalistischen Designs. Man fragt sich unweigerlich, was als nächstes kommen könnte. Dabei haben einige Vorreiter in Sachen Minimalismus – Facebook, Apple und Airbnb – längst die Antwort gegeben. Unter dem Stichwort „Komplexität reduzieren“ wird immer weiter das Design vereinfacht. Wenig bleibt vom komplexen, jedoch auch schön anzusehenden Design der Apps aus diesen drei Unternehmen.

Komplexität reduzieren: Der neue Trend im Design
Ein iPad mit altem und wesentlich komplexeren App-Design als heute üblich.

Was – bitteschön – ist die Reduzierung der Komplexität?

Du hast noch nie zuvor von der Reduzierung der Komplexität gehört? Macht nichts, der Begriff existiert noch nicht sehr lang. Gemeint ist ein Design, das weit über das normale Maß des minimalistischen, flachen Designs herausgeht. Natürlich kann man jetzt behaupten, es sei nichts weiter als der nächste, logische Schritt des Minimalismus im mobilen Design. Doch es existieren einige Eigenschaften, die diesen neuen Trend definieren.

Die Definitionen des neuen Trends aus dem Silicon Valley sind die folgenden:

  • Größere, fett ausgeführte Überschriften
  • Simple und universelle Icons
  • Die Vermeidung von Farbnutzung

Das Resultat aus diesen wenigen Punkten schafft Apps, die aussehen, als kämen sie alle aus nur einer Design-Werkstatt.

Der erste Auftritt des neuen Trends

Ende Mai diesen Jahres konnte man das neue Design zum ersten Mal bewundern, als Instagram seine neue Benutzeroberfläche freigab.

Instagram

instagram-UI-vergleich

Wie man sehen kann, reduzierte Instagram viel von der ehemals in Blau und Grau ausgeführten Farbgebung, die noch im Jahr 2015 dominierend war. Die Schriftzüge wurden kühner und fett gestaltet, die Navigation unten entschlackt und die Symbole vereinfacht.

Übrig blieb eine Schwarz-Weiß-UI mit klarem Fokus auf den Inhalt und die Benutzerfreundlichkeit.

Airbnb

Kurz nach dem Release der neuen Instagram-UI konnte man schnell beobachten, dass Airbnb ebenfalls seine App einfach, klar und mit wesentlich weniger Komplexität auslieferte. Die Logik hinter dem neuen Design-Trend, der sich wohl durch viele Apps ziehen wird, ist die Vertrautheit. Alles sieht ziemlich gleich aus und man findet sich sofort zurecht.

Airbnb-App-neues-Design
Ob die Reduktion der Komplexität immer gut ist, erscheint zweifelhaft. Airbnb ist nicht schöner geworden.

Die neugestaltete UI Airbnbs bekam nicht das große Echo in den Medien, wie die einen Monat später erscheinende, neue App von Instagram. Vielleicht lag es daran, dass Instagram auch ein neues, cooles App-Icon mit veröffentlichte.

Airbnb zeigt ebenfalls eine völlige Reduktion überflüssig erscheinender Bereiche oder Teile der App. Große, kräftige Überschriften glänzen nun dort, wo es zuvor noch schöne Bilder zu bewundern gab. Farben wurden reduziert und die Icons vereinfacht. Es blieb eine App, die nur Wert auf die Funktion legt, einfach in Schwarzweiß ausgeführt und auf den Inhalt reduziert.

Ob das Design der App durch diese Reduktion gewonnen hat, ist sicherlich Geschmacksache.

Apple

Apple ist das jüngste Beispiel für ein Design, dass sich voll und ganz der Reduktion der Komplexität verschrieben hat. Letzten Monat kündigte der Tech-Riese auf der WWDC eine Reihe von spannenden Dingen für die Verbraucher an, einschliesslich des Release von iOS 10. Dieses wurde als das größte iOS-Release aller Zeiten angekündigt. Zumindest als das Next Big Thing seit iOS 8, das ähnlich vollmundig angekündigt wurde.

Hier ein Vergleich der Apple-Music App vor und nach dem Redesign:

Die neue Apple-Music UI

Die Neugestaltung von Apple-Music fällt auf den ersten Blick auf. Andere, wichtige Aspekte der neuen iOS-Version sind UX-Updates und einige, zusätzliche Funktionen. Doch das Redesign der UI fällt sofort ins Auge. Das Aussehen wurde völlig erneuert und mit einem Card-Design für die Album-Cover aufgepeppt. Große, kühne Schriftarten und genau dieses Karten-Design dominieren und sollen die Album-Cover hervorheben und ansprechender gestalten.

Allerdings weicht Apple hier von der reinen Lehre der Reduktion der Komplexität ab. Sie verwenden andere, feste Icons und Schattenwürfe im Karten-Design. Das neue Design erscheint ein Mischmasch aus der alten Layout-Linie und dem neuen, reduzierten Design zu sein. Mir persönlich gefällt das alte Design bedeutend besser, doch wir müssen nehmen, was gerade im Angebot ist.

Die reinen Schlüsselelemente der Reduzierung der Komplexität hingegen wurden übernommen. Die großen, fetten Schriftarten und die reine Schwarzweiß-UI.

Was bedeutet das für uns?

Du musst jetzt ganz stark sein. Denn es bedeutet nichts anderes, als das wir uns vom gewohnten Design unserer Lieblings-Apps verabschieden werden müssen. Das reine Design der Apps wird sich immer weiter angleichen und die Individualität des Layouts wird wahrscheinlich nicht mehr lange gegeben sein.

Die Tech-Branche ist, wie viele andere Branchen auch, eine Liga der Nachahmer. Die User, die bereits in den Genuss des neuen Einheits-Designs kamen, haben sich bis jetzt nicht beschwert. Wie sollten sie auch: die Big-Player der mobilen Betriebssysteme geben schon seit geraumer Zeit immer neue, für die Entwickler verpflichtende Design-Richtlinien heraus. Android mit seinem Material-Design ebenso wie Apple mit seinem bisherigen, reduziert klaren (Einheits-) Design.

Immer mehr Entwickler werden in Sachen Layout ihrer Apps auf den Zug des Einheitsdesigns aufspringen, die Apps werden ein einheitliches Design bekommen. Das kann zweifellos Vor- und Nachteile haben. Als Vorteil erscheint der Fakt, dass du dich überall und in jeder App »zuhause« fühlen wirst. Ein Nachteil ist jedoch die Persönlichkeit, die Stück für Stück aufgegeben wird.

Die monochrome Fadheit des verordneten Einheits-Designs mobiler Apps.
Die monochrome Fadheit des verordneten Einheits-Designs mobiler Apps.

Ob du nun für oder gegen die monochrome Fadheit des neuen Einheitsdesigns bist, so ist es doch zweifellos ein Zeichen des Fortschritts. Der Produktentwicklungsprozess schreitet voran zu einem ganzheitlichen Prozess, der sich auf die Nutzer konzentriert.

Der alte Prozess der Entwicklung konzentrierte sich nicht nur auf die reine Funktionalität der App, sondern auch auf ein halbwegs ansprechendes Design, welches letztendlich ja ein Teil der Benutzerfreundlichkeit ist. Meistens bekam die Design-Abteilung nur die interessante Anweisung »Lasst es gut aussehen«. Danach wurden Stunden und Tage in den Design-Prozess der App investiert. Oftmals blieb die Funktionalität der App hinter den Anforderungen des Designs zurück.

Nun jedoch haben die Entwickler mehr Möglichkeiten, können sich voll und ganz auf die App und ihre Funktionalität für den Endverbraucher konzentrieren. Das Aussehen der App steht von vornherein fest und ist unabänderlich, was den Entwicklern die Möglichkeit verschafft, das funktional beste Produkt für die User zu entwickeln.

Der ultimative Leitfaden für die Reduzierung der Komplexität

Folge diesen Richtlinien, und du hast die gute Chance, eine App zu entwickeln, die Preise gewinnen kann.

  1. Entferne die Farben. Okay, du kannst jede Farbe verwenden, solange sie Schwarzweiß ist. Der Inhalt zählt.
  2. Mache größere, fettere und schwärzere Überschriften und Schriften. Siehst du diese Überschrift da in deiner App? Mach sie viel größer, fetter und tiefschwarz.
  3. Verwende sehr einfach und minimal gestaltete Icons. Auch hierbei gilt: keine Farbe verwenden. Willst du Bonuspunkte erreichen? Mach deine Navigation einfacher und erstelle sie grundsätzlich unten. Von links nach rechts: Home, Suche, primäre Aktion, sekundäre Aktion, Profil.
  4. Whitespace? Einfach verdreifachen. Passt schon. Vielleicht auch vervierfachen? Auch gut. Da kann nichts schiefgehen.
  5. Entwerfe dein App-Icon strahlend und hell leuchtend. Gestalte es zum Beispiel mit Farben und einem Blitz, denn nur hier kannst du Persönlichkeit zeigen und deine Marke etablieren. Und dich von den anderen abheben.

Der Trend im Webdesign geht ebenfalls zu mehr Einfachheit.

Fazit

Ein neuer Stern am Himmel des mobilen Designs ist geboren. Die Reduzierung der Komplexität reduziert jedoch auch jeden Individualismus und die Persönlichkeit, die ansonsten in den Apps wohnte. Alles wird wahrscheinlich bald gleich aussehen und sich gleich anfühlen. Das wirft die Frage auf, ob wir – die User – durch diesen neuen Trend zu Gewinnern oder Verlierern werden. Was ist deine Meinung zum Thema?

Quelle und Grafiken: SWARM

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Design Design-News

Fotolia Disconnect #2: Jetzt Gratisfotos sichern

Hier habe ich einen schnellen Hinweis mit kurzer Halbwertzeit für dich. Bis zum 28. Mai um 10 Uhr kannst du drei Gratisfotos und ein Gratisvideo aus der Fotolia-Lifestyle-Kollektion Disconnect herunterladen. Also, nichts wie hin…

Fotolia Disconnect Namibia

Fotolia Disconnect: Drei Länder, drei Fotografen

Fotolia begleitet im Rahmen ihres Disconnect-Projekts Fotografen auf ihren Reisen in exotische Länder. Nach den Philippinen war nun Namibia an der Reihe, das von dem Fotografen Brice Portolano und dem Regisseuer Pavlé Savic bereist wurde. Mit ihren Arbeiten wuchs die Disconnect-Kollektion am heutigen Tage um 32 Fotos und 15 Videos.

Fotolia Disconnect Namibia
Abb.: Eines der drei Gratisfotos der Disconnect-Kollektion

Als kleines Reisegeschenk verschenkt Fotolia 24 Stunden lang drei Fotos und ein Video in allen auf Fotolia gängigen Auflösungen. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Fotolia-Account, da der Download im System abgewickelt wird. Die Preise sind für die Dauer der Aktion auf 0 Credits gesenkt. Es gilt die auch ansonsten übliche Lizenzierung.

Abb.: Eines der drei Gratisfotos der Disconnect-Kollektion
Abb.: Eines der drei Gratisfotos der Disconnect-Kollektion

Im Juni geht das Disconnect-Projekt dann in die dritte und letzte Runde. Man darf gespannt sein.

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StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Bei meinen täglichen Tieftauchgängen im Netz der Netze komme ich naturgemäß an unzählig vielen Korallen, Meeresbewohnern, Schwebepartikeln und was sich sonst noch alles dort tummelt vorbei. Ich dachte mir, es könnte dich interessieren, was schlussendlich in meinem virtuellen Schleppnetz hängen bleibt. Da ich sehr selektiv fische, ist der Beifang gering. Diese Designhelfer sind mir ins Netz gegangen.

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Tools für Design und Development: Mehr Spreu als Weizen

Die Spreu vom Weizen zu trennen wird immer schwieriger. Jedenfalls erscheint es mir nach fast zehn Jahren Dr. Web so. Vielleicht werde ich einfach nur alt. Aber ist es nicht auch dein Empfinden, dass es immer mehr Tools und Tühlchen in immer größerer Zahl und in immer kürzerer Frequenz gibt? Den Überblick kann man eventuell gerade noch behalten, aber das Nützliche vom Nutzlosen zu trennen oder wenigstens das Interessante vom Langweiligen fällt zunehmend schwerer.

Die folgenden fünf recht frischen Kontributionen aus dem Meer der Design-und Development-Branche finde ich erwähnenswert:

StickyStack.js: OnePager als Kartenstapel

StickyStack von Mike Zarandona ist ein jQuery-Plugin, mit dessen Hilfe du eine Website wie eine Slideshow wirken lässt. Keine Sorge, ich meine nicht den Powerpoint-Style der Neunziger, sondern viel eher den auch bei Parallax-Websites häufig eingesetzten Effekt, dass der reinschrollende Inhalt den vorherigen überlagert – eben als würde man eine Karte über eine andere schieben. Bei StickyStack.js kommt eine neue Karte immer dann ins Bild, wenn die vorherige den oberen Rand des Viewports erreicht hat. Einfach, aber clever.

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Demo | Github

Colofilter.css: Farbenfrohe Fotofilter im Duotone-Look

Lucas Bonomi aus Paris beschert uns ein Stylesheet, mit dem sich krasse Farbfilter auf Fotos legen und dynamisch ändern lassen. Dafür verwendet er CSS Filter und den Mixblendmode, womit Nutzer von Microsoft Browsern, dem Opera Mini und Safari außen vor sind. Ein Polyfill ist in Arbeit, bis dahin sehen diese Besucher halt nur ungefilterte Bilder.

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Demo | Github

Heisenberg Ipsum: Blindtexte für Fans von Breaking Bad

Immer noch ist das klassische Lorem Ipsum der meistgenutzte Blindtext im Netz. Langweiliger geht es kaum. Da ist es kein Wunder, dass sich etliche Entwickler Alternativen überlegt haben. Eine dieser Alternativen ist Heisenberg Ipsum, ein Blindtext-Generator für Fans von Breaking Bad. Wähle deinen Lieblingscharakter, mach eine Vorgabe zur Länge des Blindtexts und schon erhälst du eine Textpassage, die sich gewaschen hat.

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Heisenberg Ipsum

Feature.js: Schnell und sicher Features erkennen lassen

Feature Detection ist der sicherste Weg, Nutzern nur Funktionalität anzudienen, die sie auch wirklich haben und anderenfalls ein Fallback für nicht unterstützte Features einzusetzen. Feature.js leistet recht zuverlässige Dienste und ist dabei nur 1kb schwer. Entwickler Viljami Salminen aus Menlo Park in Kalifornien bietet mit seinem kleinen JavaScript, welches keine weiteren Abhängigkeiten hat, neben der funktionierenden Lösungen auch eine gute Dokumentation mit etlichen Beispielen. Das ist selten heutzutage…

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Demo | Github

Codepad: Da werden Sie geholfen

Codepad ist ein neuer Treffpunkt für Entwickler und Designer. Hier kannst du Codeschnipsel teilen und Kommentare dazu anfordern. Vielleicht ist deine Lösung doch nicht die beste. Andere Teilnehmer helfen dir weiter und du ihnen. Codepad ist Geben und Nehmen. Wie früher, zu den guten alten BBS-Zeiten. Codepad befasst sich mit allen gängigen und weniger gängigen (Hallo ColdFusion) Sprachen.

StickyStack, Colofilter, Heisenberg und mehr: 5 interessante Designhelfer

Codepad.co

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Design Design-News HTML/CSS

Gutenberg: Web-Typografie für jedermann

Gutenberg ist ein Starterkit für bessere Web-Typografie. Sein Entwickler Matej Latin sorgt auf ganz einfache Weise für schönere, lesbarere Inhalte. Das geschieht im Wesentlichen durch die konsequente Ausrichtung aller Inhalte an der einmal in Abhängigkeit zur Schriftgröße definierten Grundlinie.

Gutenberg: Web-Typografie für jedermann

Web-Typografie mit Gutenberg sieht gut aus

Gute Typografie im Web ist selten. Sicher, wenn man eine entsprechend gestaltete Seite sieht, erkennt man die Sorgfalt der Platzierung, die gleichmäßigen Abstände, den durchdachten Satz. Aber auch nicht unter typografischen Überlegungen erstellte Seiten funktionieren generell. Von daher kann ich jeden Designer verstehen, der den zusätzlichen Aufwand nicht treiben will.

Das neue Typografie-Starterkit Gutenberg von Matej Latin ist so konzipiert, dass grundlegende typografische Regeln eingehalten werden können, ohne dass man damit wirklich Arbeit hat. Gutenberg bietet zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich nur die absoluten Basics für einspaltige Layouts. Matej arbeitet jedoch schon an Erweiterungen zum Tabellensatz und zu seitlich angebrachten Kommentaren.

Gutenberg: Web-Typografie für jedermann

Gutenberg ist auf Basis von Sass entstanden. So kannst du mit Mixins arbeiten und dadurch eine Flexibilität in deine Designs bekommen, die ohne variablenfähiges Markups nicht möglich wären.

Gutenberg steht unter Creative Commons 3.0. Du musst also den ursprünglichen Urheber nennen, wenn du es verwendest. Zudem darfst du Abwandlungen und Erweiterungen des Projekts nur zu den gleichen Bedingungen veröffentlichen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass du Gutenberg nicht etwa hernehmen darfst, um auf seiner Basis ein Produkt zu entwickeln, dass du dann verkaufen willst. In kommerziellen, auch in Kunden-Websites kannst du Gutenberg aber einsetzen.

Gutenberg: So gehts

Gutenberg “errechnet” den Schriftsatz anhand der beiden Basiswerte zur Schriftgröße und zum Zeilenabstand. Die Multiplikation beider Werte ermittelt das sogenannte $leading, welches wiederum die eigentlich Basis für das Grid ist, in das die Inhalte eingepasst werden.

$base-font-size: 100; // Converts to 16px
$line-height: 1.6;
$leading: $base-font-size * $line-height;

Durch die Verwendung von Sass kannst du mit dem Wert für $leading rechnen und weitere, quasi automatisch passende Werte, etwa für ein h2 bestimmen:

h2 {
  margin-top: #{2.5 * $leading + 'px'};
  line-height: #{1.5 * $leading + 'px'};
}

Um den Einstieg zu erleichtern, liefert Matej zwei “Themes” mit, die auf der Basis der Google-Fonts Merriweather oder Open Sans arbeiten und dadurch noch unkomplizierter zu guten Resultaten führen. Du kannst allerdings auch die Option custom wählen und deine eigenen Vorstellungen realisieren.

Falls du dir zunächst einen Eindruck der Optik der Themes verschaffen willst, hat Matej dafür zwei Beiträge vorbereitet. Klick auf das jeweilige Bild, um den zugehörigen Beitrag aufzurufen:

Gutenberg: Web-Typografie für jedermann

Gutenberg: Web-Typografie für jedermann

Rechts oben an der Projektseite, aber auch an den beiden Beispielen findest du einen Schalter, mit dessen Hilfe du das Grid sichtbar machen kannst.

Übrigens: Vor einiger Zeit haben wir hier bei Dr. Web ein Projekt namens Baseline JS vorgestellt, das in eine ähnliche Richtung geht, aber auf JavaScript setzt. Hast du dich noch nie mit dem Thema beschäftigt, ist sicherlich unser Fundstück zu Typografie für Anfänger was für dich.

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Design Design-News HTML/CSS

Test my CSS gibt Tipps zur Optimierung deiner Stylesheets

Ein kostenloses Onlinetool listet übersichtlich alle Probleme auf, die deine CSS-Stylesheets in sich tragen. So gewinnst du schnell einen Überblick darüber, wo Handlungsbedarf besteht. Test my CSS informiert dich zudem darüber, warum das jeweilige Problem ein Problem ist und macht Vorschläge zur Behebung. Alles, was du brauchst, ist die URL zu deinem Stylesheet.

Test my CSS gibt Tipps für die Optimierung deiner Stylesheets

Früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren

Früher, da war natürlich alles besser. Da schrieb man sein CSS noch ein ums andere Mal neu und achtete nach bestem Wissen und Gewissen auf Reinheit und Best Practices im Allgemeinen. Dann wuchs das Projekt, ach, was sage ich, die Projekte. Im täglichen Kuddelmuddel wollte Kunde X hier eine Änderung, Kunde Y da eine. Schnell wurde aus der übersichtlichen Datei eine mehr oder weniger chaotische Gemengelage aus einem meist aber mehreren Stylesheets. Gar nicht zu regen von den Fällen, in denen wir Projekte von anderen Designern übernehmen mussten, aber nicht von Grund auf restrukturieren konnten.

Wenn ich auf meine Projekte schaue, dann muss ich klar zugeben, dass die verwendeten Stylesheets teils schon ins Teenageralter gekommen sind. Sie funktionieren natürlich, aber sie sind sicherlich weit von einem optimalen Zustand entfernt. Na ja, wer braucht schon optimale Ergebnisse? Denkt man sich, weil man die Arbeit scheut. Wenn es aber ein Tool gäbe, das einen mit der Nase auf die Probleme stoßen würde, würde das nicht motivieren? Also mich schon…

Test my CSS: Machs einfach besser

Test my CSS ist ein unter der liberalen MIT-Lizenz betriebenes Onlinetool des Entwicklers Luke Fender. Fender setzt seinerseits wiederum auf Analyze-CSS von Maciej Brencz auf, der die Nutzung seines Tools ebenfalls frei gegeben hat, dabei aber eine Urhebernennung verlangt.

Die Verwendung von Test my CSS ist denkbar einfach. Du gibst lediglich die URL zu dem zu analysierenden Stylesheet ein, Test my CSS lädt es und analysiert es direkt. Das geht schnell und unkompliziert.

Test my CSS gibt Tipps für die Optimierung deiner Stylesheets

Als Ergebnis erhältst du eine kommentierte Auflistung aller Problemzonen deines Stylesheets. Dabei teilt Test my CSS dir mit, wieso es das jeweilige Markup für problematisch hält und welche Auswirkungen eine Änderung haben kann.

Zusätzlich bietet Fenders Tool Hintergrundinformationen, wie Tipps und Tricks zur optimalen CSS-Auszeichnung in unterschiedlichen Szenarien. Unter dem Menüpunkt „Examples“ findest du Beispiele von Stylesheets großer Anbieter mit entsprechenden Analysen. Du siehst, auch die kochen nur mit Wasser ;-)

Test my CSS kostet nichts, außer deiner Zeit, aber selbst das nur in minimalem Ausmaß. Dafür erhältst du gut verwertbare Anhaltspunkte für die Optimierung deiner Stylesheets. Schau auf jeden Fall mal rein. Selbst wenn du glauben solltest, dein CSS wäre Königsklasse.

(dpe)

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Design Design-News

Chromantics: Kennst du die Psychologie der Farben?

Das kleine, aber schön gestaltete Browserquiz Chromantics stellt dir zehn Fragen zu zehn unterschiedlichen Designumgebungen. Du musst jeweils zwischen zwei Farbvorschlägen für die gegebene Designaufgabe den farbpsychologisch richtigen wählen. Das gelang mir nicht in allen Fällen fehlerfrei.

Chromantics: Kennst du die Psychologie der Farben?

Chromantics: Wer ist der beste Farbpsychologe?

Glücklicherweise erklärt Chromantics die jeweils korrekte Wahl mit Hintergrundinformationen, die die Plausibilität auch da wiederherstellen konnten, wo ich selber anders gewählt hätte. Im Ergebnis lernst du sicherlich mehrererlei.

Chromantics: Kennst du die Psychologie der Farben?

Zum einen erfährst du ein paar Dinge zur Farbpsychologie, die du sicherlich noch nicht kanntest. Selbst mir ging das nach über 20 Jahren Designerfahrung so. Zum anderen erfährst du aber auch, dass es nicht immer eine klare Antwort gibt. In dem einen oder anderen Fall bin ich nachhaltig schlichtweg anderer Meinung als die Chromantics-Macher und kann das ebenso gut begründen, wie jene ihre Farbentscheidung.

Chromantics: Kennst du die Psychologie der Farben?

In jedem Falle ist Chromantics ein interessanter Wissenshappen für den kleinen Hunger zwischendurch. Es sieht gut aus, bietet nicht bloß Hausmannskost und nimmt dir nur ein bis zwei Minuten deiner Zeit. Also, hin und schnell mal durchgeklickt…

Chromantics: Erdacht und gemacht von Designation

Chromantics wurde von Studenten der Fortbildungsfirma Designation erschaffen. Designation bietet 12-wöchige Intensiv-Workshops, sogenannte Bootcamps, in Chicago an, in denen du dich zum UX/UI-Designer oder Frontend-Entwickler fortbilden lassen kannst.

Die Bootcamps sind mit 70 Wochenstunden durchaus ambitioniert durchgetaktet. Gemeinsam mit zusätzlichen sechs Wochen virtuellen Trainings wird man mit über 900 Stunden an Wissensvermittlung quasi intravenös ausgebildet.

Dabei arbeitet Designation inhaltlich mit echten Aufträgen für echte Kunden, so dass der Praxisbezug anders als bei anderen Bildungseinrichtungen jederzeit gegeben sein soll.

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Design Design-News Developer-News HTML/CSS Programmierung

CSS Custom Properties: So nutzt du Variablen in Chrome 49

Chrome unterstützt ab Version 49 CSS Variablen in der Form der CSS Custom Properties. Damit wird ein zentrales Element rationeller Programmierung ohne weitere Zusätze im Browser Wirklichkeit. Der Einsatz ist recht einfach.

CSS Custom Properties: So nutzt du Variablen in Chrome 49

Variablen: zentrales Element strukturierter Programmierung

Variablen sind aus der professionellen Programmierung nicht weg zu denken. Man stelle sich vor, man müsste die Werte, die als Variablen an zentraler Stelle verwaltet werden, tatsächlich an jedem Verwendungsort neu definieren. Selbst mit professionellen Entwicklungswerkzeugen würde das Suchen und Ersetzen im Falle von Änderungsbedarfen reichlich aufwändig werden. Mit CSS war jedoch genau dieses Vorgehen bislang unumgänglich.

Erst mit Chrome 49 unterstützt Googles Browser Variablen in der Form der CSS Custom Properties auch für die Erstellung von Stylesheets. Und das ist erwartungsgemäß sehr praktisch. Man wird sich nicht mehr davon trennen wollen, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat.

CSS Custom Properties: Das (und mehr) kannst du mit CSS Variablen machen

CSS Custom Properties sind praktisch für viele Zwecke. Auf Anhieb verständlich, und deshalb verwende ich das Beispiel hier auch, ist die seitenweite Änderung von Farbwerten. CSS an sich ist ja schon eine Erleichterung in dieser Hinsicht. Wenn ich mich an meine ersten Designs in den Neunzigern zurück erinnere, wird mir jetzt noch flau. Ohne CSS setzte ich Farben an jedem HTML-Element neu. Wenn der Kunde das Farbset änderte, war ich teils tagelang in Aktion, um händisch die ganzen Werte zu suchen, zu finden und zu ersetzen.

Aber auch mit CSS kann eine Änderung komplexerer Farbschemen bei vielen Definitionen schnell unüberschaubar werden. Hier helfen CSS Variablen massiv. Für den visuellen Lesertypen binde ich einfach an dieser Stelle mal das GIF ein, das Google selber im Chromium-Blog zur Ankündigung der neuen Features verwendet hat:

css-custom-properties-3

Ein Beispielcode kann etwa so aussehen:

:root {
  --main-color: #06c;
}

#foo h1 {
  color: var(--main-color);
}

Erfahrene Entwickler erkennen sofort das Prinzip. --main-color ist hier die frei definierte Variable, die Custom Property. Custom Properties beginnen stets mit zwei Bindestrichen.

Neben fixen Werten können auch Berechnungen und Bedingungen als benutzerdefinierte Eigenschaften angelegt werden. So kannst du beispielsweise in responsiven Designs auf Änderungen der Bildschirmauflösung reagieren.

Ich bin begeistert. Chrome 49 hat noch mehr neues zu bieten. Die CSS Variablen sind jedoch klar mein Favorit.