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Software – Eine Antenne für das Webdesign

Editoren gibt es genug, doch nicht für jeden Geschmack, jeden Geldbeutel und jede Anforderung. Antenna wendet sich an Grafikdesigner und ermöglicht einfache Seitengestaltung mit Hilfe transparenter Layer. Und das zu einem günstigen Preis.

Grafiklastige Seiten verwenden oft aufwändige Hintergrundgrafiken. Mit „Antenna“ fällt es leicht Texte und Bilder eben darauf positionieren. Die nämlich werden – einmal angelegt – frei mit der Maus verschoben, alles in bester WYSIWYG Manier. Und wer mag, kann direkt mit Pixeln arbeiten.

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Freies Verschieben im Koordinatensystem

Entwickler Julian Spencer verspricht „Rapid Site Development“ für Künstler und Grafiker. Dies wird vor allem durch die eingesetzte Layer-Technik erreicht. Damit wird eine Website in aufeinander liegenden Schichten komponiert. Diese können jede für sich ausgeblendet, gelöscht oder halbtransparent gemacht werden. Ganz so wie man es von Photoshop und Co. kennt. Sogar komplette HTML-Seiten können eingeblendet werden, sie fungieren dann als so genannte „Master Pages“.

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Feineinstellungen und Layerkontrolle

HTML Kenntnisse sind nicht erforderlich. Codes können jedoch auch direkt eingegeben werden. Antenna wendet sich an Optisch orientierte Benutzer und eignet sich – auch seines eingeschränktes Funktionsumfanges wegen – nicht für HTML Profis. Eine Websiteverwaltung inklusive FTP vermisst man ebenso wie Frames oder Tabellen. Antenna erzeugt seinen Quellcode auf Basis von CSS Containern. Formatiert wird ebenfalls mit CSS.

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Anlegen eines Stylesheets

Die Software kostet 39,99 Euro. Download – 1.5 MB – Windows – Englisch

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Weaverslave, ein HTML-Editor der Extraklasse

Seit Phase 5 gibt es nur wenige wirklich gute Windows-Freeware Editoren, die etwas mehr können als nur Text in verschiedenen Formaten zu lesen und zu schreiben. Zu diesen Programmen gehört Weaverslave, zu Deutsch Weberknecht. Weaverslave ist ein Projekt von Thomas Weinert.

Der früher unter dem Namen HTMLpad bekannte Editor wirkt auf den ersten Blick überladen. Da sich die vielen Zusatz-Leisten nach Belieben verschieben lassen, wird man sich denoch schnell heimisch fühlen. Das Programm entpuppt sich als praktischer, durchaus unspektakulärer Editor, der eigentlich alles kann.

Gute Ideen erleichtern die Arbeit, und davon hat WeaverSlave so einige an Bord. So lassen sich mit der Maus Farben oder HTML-Tags auswählen und in das Dokument einfügen. In der Statusleiste wird stets der aktuelle Inhalt der Zwischenablage angezeigt, gerade bei mehren Dokumenten unverzichtbar.

Eine Sonderzeichenliste setzt auf Wunsch den HTML-Code der gebräuchlichsten Zeichen in das Dokument. Aber auch PHP-Entwickler kommen auf ihre Kosten: Eine Funktionsliste zeigt nicht nur mögliche Befehle, sondern verbindet mit Klick auch zu verschiedenen Online-Dokumentationen. Syntax-Highlighting funktioniert problemlos mit Perl, PHP, Javascript, HTML oder auch C++ Dateien. Wem das noch nicht reicht, der kann mit dem optionalen Syntaxeditor weitere Definitionen erstellen.

Weaversleave ist kostenlos, mehr als nur empfehlenswert und arbeitet auch unter alten Windowsversionen ab Win95.

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jEdit – was will man mehr?

von Adrian Nussbaum

jEdit heißt der fast unschlagbare Editor. Auf den ersten Blick hält man ihn für einen schicken Text-Editor, doch dahinter verbirgt sich einiges mehr.

Das praktische Tool für alle Fälle braucht nicht einmal installiert zu werden. Da es sich um eine Java-Applikation handelt, kann es sofort nach dem Download auf praktisch jeder Plattform (Java 1.4, bzw. 1.5 vorausgesetzt) in Betrieb genommen werden.

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Die aktuelle Zeile wird hervorgehoben

Syntax Highlighting ist eine Funktion, die sofort ins Auge sticht. Diese beherrscht der Kleine gleich für über 130 Datei-Typen, die Liste scheint endlos. Die jeweils aktive Zeile wird praktischerweise schwach gelb hervorgehoben, Anfang und Ende von geschweiften Klammern werden sehr übersichtlich am linken Rand angezeigt.

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Das Clipboard-Register

Für Copy-Paste-Freunde gibt es eine unlimitierte Zahl von Clipboards. In JEdit können beliebig viele Fenster geöffnet werden. Jedes von ihnen kann zudem noch in einzelne Bereiche gesplittet werden. In jedem Bereich können unterschiedliche Dateien angezeigt werden. Die Anordnung von Fenstern wird zwischen einzelnen Editier-Sessions gespeichert.

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Die Ansicht kann in mehrere Bereiche gesplittet werden

Um eine perfekte Übersicht über die eigenen Dateien zu haben, kann der File-System Browser eingesetzt werden. Auch wer Tastatur-Befehle mag, wird nicht enttäuscht: Fast alle Befehle werden abgedeckt. Das Angebot an Funktionen wird zusätzlich um die Möglichkeit, Plugins einzubinden, ergänzt.

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Übersicht über Dateien und Ordner

Das Programm ist kostenlos unter der GNU General Public License. Was will man mehr?

Produkt-Website | Funktionen | Download

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Kostenloser HTML-Editor mit Vorschau

SiteAid ist ein schlanker Freeware Editor für HTML-Code. Praktisch für Webmaster, oft genutzte Befehle lassen sich der Maus oder einem Tastaturkürzel zuweisen. Diese sind oft identisch zu den Entsprechungen von Dreamweaver und Homesite, was das Programm auch für Umsteiger interessant macht.

Mit STRG und B wird beispielsweise die markierte Textpassage fett gesetzt, mit STRG + I kursiv.

Die integrierte Vorschau hat mit einfachen HTML-Seiten keine Probleme und spart das dauernde Wechseln zwischen Browser und Editor, wenn die Auswirkungen von Code-Änderungen schnell kontrolliert werden müssen.

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Ein Assistent für Frames und Tabellen hilft allen, die aus der Übung gekommen sind. Einfach die gewünschte Anzahl für Spalten und Zeilen angegeben und lässt sich der Inhalt einfügen. Leider fehlt der Freeware-Version noch ein ordentliches Syntax-Highlighting. Dieses ist mit einigen anderen Funktionen allerdings in der neueren Shareware-Version für 30,- US Dollar verfügbar.

SiteAID ist extrem ressourcenschonend: Windows 95 und ein 386DX Prozessor mit 8MB RAM sollen genügen. Download umfasst 2,28 MB.

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Nvu: Konkurrenz für Dreamweaver & Co

von Holger Reibold

Darauf haben nicht nur Linux-Anwender lange gewartet: Auf einen benutzerfreundlichen Webeditor, der die Entwicklung einer Website ähnlich einfach macht, wie es bei Dreamweaver & Co. der Fall ist.

Lindows, die durch ihr gleichnamiges Linux-System bekannt geworden sind, stehen hinter dem neuen Webeditor. Sie haben ihr Versprechen wahr gemacht, und Anfang 2004 die erste Version des Nvu-Editors verfügbar gemacht.

Ganz so neu, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, ist Nvu allerdings nicht. Nvu basiert auf der Mozilla-Plattform und dessen Layout-Engine Gecko. Der Editor wird in erster Linie für Linux entwickelt, ist aber auch für weitere Plattformen verfügbar. Eine Windows-Variante ist seit der Veröffentlichung der ersten Version ebenfalls verfügbar.

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Ein erster Blick auf Nvu

Nvu im Überblick
Wie Mozilla Firebird und Thunderbird so ist auch Nvu eine Standalone-Anwendung. Dennoch ist der Editor bestens für das Zusammenspiel mit anderen Mozilla-Applikationen gerüstet.
Nvu präsentiert eine übersichtliche Benutzeroberfläche mit einer Symbolleiste, die an die anderer Editoren erinnert. Hier stehen die wichtigsten Funktionen für das Einfügen von Bildern, Formularen, Tabellen und sonstigen Formatierungen zur Verfügung. Unterhalb findet man den Site Manager und den eigentlichen Editierbereich. Der Editierbereich erlaubt die gleichzeitige Entwicklung von mehreren Dokumenten. Wie man es von Windows-Editoren kennt, stehen für jede Seite verschiedene Ansichten bereit, insbesondere die Normal-, die HTML-Tag-, Quellcode-Ansicht und die Vorschau.

Über den Editierbereich sind die gängigen Formatierungen verfügbar, die typische Web-Seiten aufweisen. So kann man über die Symbolleiste recht einfach Tabellen, Formulare und andere Elemente in das Dokument einbetten und schließlich auch publizieren.

Über den Site Manager verwaltet man die Seiten einer Website. Dort steht auch eine Baumansicht zur Verfügung. Ein weiteres Highlight ist sicherlich der integrierte CSS-Editor, mit dem man Stylesheets verwaltet, die an das Dokument geknüpft sind. Nvu verfügt auch über einen FTP-Manager, mit dem man seine Entwicklung ins Netz stellt. Auch eine Validierungsfunktion steht zur Verfügung. Schmerzlich vermisst man bislang noch Link Verifier sowie Vorlagen und Assistenten

Dokumentenentwicklung
Für die Dokumentenentwicklung stehen typische Funktionen für das Einfügen von Text, Grafiken und Tabellen zur Verfügung. Über die Textwerkzeuge ist es ein Leichtes, die unterschiedlichen Textelemente mit dem gewünschten Format zu versehen. Die meisten Dialoge verfügen über eine Schaltfläche Advanced Edit, über die man auf erweiterte Einstellungen zugreifen kann. Dahinter verbirgt sich der Dialog Advanced Property Editor. Er stellt drei Register zur Verfügung, über die man HTML-Attribute, Stileinstellungen und auch JavaScript-Ereignisse definieren kann. Über das Register JavaScript Events kann man beispielsweise die typischen MouseOver-Effekte realisieren.

Fügt man ein Bild in ein Dokument ein, so bestimmt man im zugehörigen Dialog Image Properties die Eigenschaften wie Speicherort, alternativer Text, Ausdehnung, Erscheinungsform und Link. Über die rechte Maustaste kann man die Eigenschaften bequem wieder aufrufen und bearbeiten.

Nach der Auswahl des Formularfeldtyps öffnet sich der Dialog mit den zugehörigen Eigenschaften. Je nach Typ kann man dort etwa Werte, Methoden, Text etc. angeben. Bei allen Formularfeldereigenschaften stehen wieder die erweiterten Eigenschaften zur Verfügung, die wir bereits oben kennen gelernt haben.

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Das Bearbeiten einer Tabelle

Erweiterte Funktionen
Zu den erweiterten Funktionen gehört die Funktion HTML-Validierung, die über das Menü Tools verfügbar ist. Sie erlaubt die Überprüfung des Codes einer Entwicklung. In der ersten Version produziert diese Funktion allerdings noch überwiegend Fehlermeldungen.

Ein echtes Highlight ist der CCS-Editor CaScadeS, den man schon von Mozilla-Projekt kennt. Auch er ist über das Menü Tools verfügbar. Startet man den Editor bei einem geöffneten HTML-Dokument, das ein internes oder auch ein externes Stylesheet verwendet, so liest der Webeditor automatisch die dort hinterlegten Formatierungen ein.

Eine weitere Besonderheit ist die Table of Content-Funktion. Sie ist über das Menü Insert -> Table of Contents verfügbar. Auch die Druckfunktion von Nvu kann sich sehen lassen. Wie man es von Linux-Desktop-Applikationen kennt, kann eine Ausgabe nicht nur auf einem Drucker erfolgen, sondern können Inhalte als PS-/PDF-Dateien ausgegeben werden.

Nvu (Deutsche Version) macht Lust auf mehr. Auch wenn der Editor längst nicht mit Dreamweaver & Co. konkurrieren kann, so sind doch beachtliche Ansätze zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass die Weiterentwicklung von Nvu in großen Schritten vorangeht.

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Was ist… Lexikon: WYSIWYG

Die zungenverknotende Abkürzung steht für die Formulierung „What You See Is What You Get“, waas übersetzt etwa bedeutet: „Was du jetzt siehst, ist auch das, was du später bekommst.“ Es handelt sich um einem Begriff aus der Welt der Software.

Gemeint ist, dass eine Bildschirmseite, zum Beispiel Textverarbeitung oder Web-Editor, während der Bearbeitung genauso aussieht wie später beim Druck oder bei der Veröffentlichung im Web. Jedenfalls im Idealfall. WYSIWYG wird „Wiesiewigg“ ausgesprochen.

Eingeführt in die Computersprache wurde der Begriff mit den grafischen Betriebssystemen Anfang der 90er Jahre.