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In 6 Schritten zur optimalen Onlineshop-Usability

Über 1000 Usabilityprojekte haben mich gelehrt, dass die Onlineshop-Usability ein entscheidender Faktor für eine hohe Conversion ist. Doch welche Fragen sollten sich E-Commerce-Betreiber stellen, um die Kaufbereitschaft zu steigern und Kunden langfristig zu binden? Und woher wissen sie, was Usability konkret auf ihrer eigenen Seite bedeutet?

E-Commerce-Plattformen stehen heute in harter Konkurrenz mit den bekannten Platzhirschen. Während ein Markt-Primus wie Amazon mit einer Conversion Rate von mindestens 13 % glänzt (bei Prime-Mitgliedschaften sollen es sogar 74 % sein), hängt der Durchschnitt der Betreiber mit 0,9 bis 2,5 Prozent weit hinterher. Eigentlich sollten alle Shopbetreiber ihre Plattformen mittlerweile perfekt im Griff haben. Das dem offensichtlich nicht so ist, liegt an zwei Problemen:

  1. Onlineshop-Usability wird selten als komplexer Prozess über den gesamten Sales Funnel betrachtet.
  2. Die Usability wird noch seltener detailliert getestet.

Dabei kann die Berücksichtigung von Kaufprozess und gezieltem Testing die Zunge an der Waage sein, wie ich bei unseren Projekten immer wieder erlebe. Eine gute Onlineshop-Usability spielt eben nicht nur auf einen möglichst schnellen Kaufabschluss direkt ab Startseite ein. Vielmehr geht es neben Conversion Rate auch um die Absprungrate innerhalb des Kaufprozesses, die Wiederkaufrate sowie die grundlegende Kundenzufriedenheit. Insbesondere die Wiederkaufrate wird häufig vernachlässigt. Dabei konvertieren Bestandskunden im Schnitt 5 bis 9 Mal besser als Erstkunden.

An welchen Stellen sollten eCommerce-Betreiber also ihre Usability berücksichtigen und testen?

 

Onlineshop-Usability in den sechs Phasen des Kaufes

Der potentielle Käufer durchläuft sechs Phasen:

  1. Suche nach dem richtigen Anbieter im Internet
  2. Erster Eindruck
  3. Produktsuche
  4. Entscheidung für ein Produkt
  5. Checkout
  6. Wiederkauf

 

RapidUsertests-DrWeb-Onlineshop-Usability-eCommerce_Customer-Journey
Testen lassen sich Webdesigns bereits in der Entwurfphase, bevor viel Geld ausgegeben wird (Quelle: RapidUsertests)

 

In jeder dieser Phasen durchläuft der Käufer verschiedene Emotionen. Online-Marketing-Pionier Bryan Eysenberg spricht dabei von einem “Inneren Dialog”, den Besucher einer Webseite führen.

Ziel einer optimalen Onlineshop-Usability ist, diese inneren Anforderungen der Käufer in den einzelnen Phasen des Sales Funnels zu befriedigen. Wie genau solch ein innerer Dialog von potentiellen Käufern klingt, können Shopbetreiber z.B. sehr genau über Crowdtesting herausbekommen. Das Portal RapidUsertests bietet hierfür umfangreiche Usability-Tests. Echte potentielle Käufer erhalten dort mehrere Aufgaben für einen Onlineshop, die sie an ihrem eigenen Gerät durchführen und kontinuierlich kommentieren sollen. Das Verhalten des Käufers wird als sogenanntes Think-aloud-Video mitgeschnitten. Onlineshop-Betreiber erhalten somit einen Screencast der Customer Journey sowie die laut gedachten Gedanken und Emotionen des Kunden. Diese Methode ermöglicht für alle sechs Phasen eine sehr detaillierte und echte Abbildung der Anforderungen potentieller Shopbesucher. Die hier gelisteten Tipps skizzieren die wichtigsten Erkenntnisse aus über 1000 Crowdtesting-Projekten auf RapidUsertests.

1. Suche nach dem richtigen Onlineshop

In dieser ersten Phase zählt vor allem Relevanz und Sichtbarkeit. Hier geht es also nicht um klassische Usability-Themen wie Grafik, Elemente und Seitenstruktur. Vielmehr haben SEO- und SEA-Aspekte Gewicht.

Als Onlineshop-Betreiber sollte man sich hier die folgenden Fragen beantworten:
Mit welchen Keywords wird eigentlich nach dem Produkt gesucht?
Auf welche Suchergebnisse und Google-Anzeigen wird geklickt?
Welchen Weg nimmt der Nutzer eigentlich bis er auf meiner Shopseite landet?

Onlineshop-Usability beginnt somit weit vor der eigenen Webseite – als passgenaue Zielgruppenansprache bei ihrer Suche nach dem besten Shop.

Neben der Analyse der Keywords, Trends und Wettbewerber sollten eCommerce-Betreiber deshalb das Suchverhalten ihrer Zielgruppe kontinuierlich testen. Als Crowdtest funktioniert dies z. B. folgendermaßen: Ihre Tester sollen über die Einstiegsseite von Google nach Produkten suchen, die Sie in Ihrem Shop anbieten. Diese Suche können die Tester anhand festgelegter Kategorien, Produktnamen oder aber in freier Suche durchführen.

2. Erster Eindruck und Orientierung

Wie im wahren Leben zählt der erste Eindruck beim Kunden. Auf der Start- oder Landingpage müssen Besucher vor allem zwei Dinge empfinden, um dabei zu bleiben: Orientierung und Vertrauen.

Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die potentiellen Käufer folgende Fragen:
Ist diese Webseite vertrauenswürdig?
Passt das Angebot des Shops zu dem, was ich suche?
Ist sofort erkennbar, wie ich ins Sortiment gelange?
Ist der Shop übersichtlich und ansprechend gestaltet?

Fallen die Antworten negativ aus, ist eine hohe Absprungrate garantiert. Wer seine Besucher halten möchte, sollte sich mindestens an folgende Grundregeln halten, die sich immer wieder in unseren Usability-Tests bestätigen:

  • Übersichtliches, klares Menü mit wenigen Unterpunkten, denn der Besucher möchte sich schnell zurechtfinden und zur eigentlichen Suche übergehen.
  • Keine redundante Navigation (z. B. im Header und an der Seite), denn der Besucher erwartet eine klare Führung.
  • Ausreichend Informationen auf Landingpages, denn der Besucher erwartet eine eindeutige Antwort auf seine Frage. Zudem sollten sich bereits hier die relevanten Informationen der Startseite (vertrauensbildende Elemente, Bewertungen, Zahlmethoden etc.) finden.
  • Übersichtliche Anzahl an Angeboten, denn der Besucher ist aus einem bestimmten Grund hier und sollte nicht gleich abgelenkt werden.

3. Produktsuche

Bewerten die Besucher die Startseite als vertrauenswürdig, beginnt die konkrete Suche. Kommen sie von einer Landingpage, gehen sie direkt zur Produktseite.

Auch in dieser Phase bleibt das Gefühl einer guten Orientierung entscheidender Faktor. Sie wird jedoch durch den Wunsch nach Stimulanz ergänzt, welche durch relevante Produkte zufriedengestellt werden muss.

Die Fragen die sich Käufer dabei stellen, sind:
Sprechen mich die Kategorien an? Ergeben Sie für meine Suche Sinn?
Erhalte ich schnell für mich relevante Suchergebnisse?
Kann ich meine Suche einfach und gezielt nach meinen persönlichen Bedürfnissen einschränken?

Onlineshop-Betreiber stehen hier vor der Herausforderung, beide Wege der Suche perfekt zu gestalten. Besucher müssen sowohl über die Direktsuche, also auch über die Kategoriensuche sicher an ihr Ziel geführt werden. Ausschlaggebend sind zwei Features: eine intelligente Suchmaske sowie die Filter. In den von uns begleiteten Usability-Crowdtests zeigen sich bei Onlineshops noch immer regelmäßig Defizite. In der Regel sind nur die Hälfte der Tester mit der Funktionalität zufrieden.

 

RapidUsertests-Amazon-Autosuggest-Onlineshop-Usability
Ein Autosuggest berücksichtigt die typischsten Tippfehler und kann zugleich weitere Kaufideen vermitteln (Quelle: amazon.de)

 

Die wichtigsten Take-Aways unserer Tests sind:

  • Die Suchfunktion sollte sowohl die Hauptkategorien als auch relevante Tags und Synonyme berücksichtigen. Oftmals werden nur Produktnamen oder Artikelbeschreibungen indexiert. So zeigte sich beim Test eines Elektronik-Onlinehändlers, dass bei der Direktsuche nach Hifi-Anlage nur drei Ergebnisse angezeigt wurden, obwohl in der gleichnamigen Kategorie über 200 Hifi-Anlagen gelistet waren.
  • Die Suchfunktion sollte alternative Suchbegriffe beinhalten. Zum einen wissen Käufer oftmals nicht die konkrete Produktbezeichnung und können somit besser geführt werden. Zum anderen versteckt sich hinter den alternativen Suchbegriffen ein hohes Crossselling-Potential. Jedoch sollte diese Funktion mit Maßen zum Einsatz kommen, um den Käufer nicht zu verwirren.
  • Die Suchfunktion sollte die gängigen Tippfehler berücksichtigen.
  • Die Autosuggest-Funktion für Produktsuchen sollte übersichtlich gestaltet werden und semantisch sinnvolle Angebote machen. Hier lohnt sich immer noch ein Blick auf die Branchenprimus der Autosuggestion: Google und Amazon.

Der entscheidende Hebel liegt somit auch bei einer guten Produktdatenbank, die ein optimales Tagging erlaubt.

Ein Hauptbestandteil der Suche sind heutzutage zusätzliche Filter, welche an die Erwartungen der Käufer angepasst sind. Ihre Form ist stark abhängig vom Onlineshop, und eine vollständige Übersicht würde den Rahmen dieses Beitrags bei weitem sprengen. Daher sollen hier nur die wichtigsten Ergebnisse aus unseren Crowdtests skizziert werden:

  • Filter sind kein Spielgerät, sondern sollen die Suche eingrenzend unterstützen.
  • Vermeiden Sie ein Autoreload der Ergebnisliste auf mobilen Seiten.
  • Designen Sie die Filter entsprechend des natürlichen Suchverhaltens.

4. Auswahl des Produkts

Die Auswahl des Produkts erfolgt in zwei Schritten:

  1. Gefilterte Produktübersicht
  2. Produktseite

Bei beiden Schritten ist weiterhin die Stimulanz wichtig, dass es passende Produkte für den Käufer gibt. Hinzu kommt die Emotion der Rückversicherung, bei der sich der Käufer die folgenden Fragen stellt:
Gibt es das Produkt in der für mich richtigen Ausführung?
Ist es verfügbar?
Ist der Preis ok?
Kann ich sicher und bequem bezahlen?

 

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Eine gute Produktübersicht zeigt die wichtigsten Eckdaten sauber sortiert auf einen Blick (Quelle: Cyberport Onlineshop)

 

Die Aspekte können bereits größtenteils auf der Produktübersichtseite befriedigt werden. Neben der erwähnten sinnvollen Sortierung zählen hier:

  • ein aussagekräftiges Produktfoto,
  • Produktname,
  • Kerneigenschaften aus der Filterfunktion,
  • Preis.

Bezahlmöglichkeiten können z. B. durchgehend in der Seitenspalte angegeben werden.

In unseren Tests erhalten wir zudem positive Rückmeldungen, wenn bereits das voraussichtlichen Lieferdatum sowie Bewertungen oder Testergebnisse angezeigt werden. Letzteres kann mittlerweile über semantische Schnittstellen realisiert werden.

Auf der eigentlichen Produktseite möchte der Käufer anschließend überzeugt werden. Dementsprechend sollten Produktseiten sehr sorgfältig konzipiert werden:

  • Mehrere gut aufgelöste Produktfotos aus verschiedenen Perspektiven anbieten. Der Kauf funktioniert häufig vorrangig visuell.
  • Zoomfunktion für die Produktfotos anbieten, z. B. per Mouseover.
  • Bei der Farbauswahl sollte sich auch das Produktfoto entsprechend ändern.
  • Ausführliche, aber übersichtliche Produktbeschreibung einfügen.
  • Bei Farbfiltern auf Barrierefreiheit achten.
  • Bewertungen und Testergebnisse einbinden.
  • Crossselling-Elemente einbinden, jedoch nicht übertreiben.
  • Lieferdatum und Versandkosten anzeigen.
  • Umtauschzeitraum kommunizieren.
  • Nochmals Bezahlmöglichkeiten anzeigen.

 

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Testen lassen sich Webdesigns bereits in der Entwurfphase, bevor viel Geld ausgegeben wird (Quelle: RapidUsertests)

 

Für die Gestaltung der Produktseite muss die Zielgruppe bekannt sein, um die richtige Ansprache zu erreichen:
Sind die Käufer detailverliebt und erwarten umfassende Informationen oder nicht?
Sind die Käufer technikaffin?
Zählen Features oder Vorteile?
Welche Form der Präsentation erwarten die Käufer?

Diese Fragen lassen sich nur durch die Zielgruppe selbst beantworten. Auch hier empfehlen sich deshalb bereits in der Konzeptionsphase Crowdtests, z. B. auf Basis von Mockups oder Klick-Dummys. So lassen sich auch die durchschnittlichen Abbruchraten von 50 % in Onlineshops deutlich reduzieren.

Wie sensibel Käufer auf die Produktseite reagieren, zeigte sich uns z. B. in einem Usability-Test-Projekt für Magine TV. Die Online-TV-Plattform klagte über hohe Seitenabbruchraten. Nach der Optimierung steigerte Magine TV seine Conversion um 40 %.

5. Checkout

Selbst beim Checkout brechen noch immer knapp 32 % aller Käufer den Onlinekauf ab. Der Hintergrund ist fast immer fehlende Sicherheit sowie schlechter Komfort. Schließlich geht es beim Checkout um den finalen Schritt der Geldübergabe.

Für Käufer zählen rückversichernde Antworten auf die Fragen:
Kann ich unkompliziert bestellen?
Wirkt der Checkout seriös?
Kann ich Änderungen vornehmen?
Kommt die Lieferung pünktlich an?
Kann ich ohne Probleme (kostenfrei, über längeren Zeitraum) umtauschen?
Sind die Lieferbedingungen und angebotenen Zahlungsmöglichkeiten zufriedenstellend?

All diese Fragen sollten übersichtlich und eindeutig beantwortet werden – auf einen Blick und ohne zusätzliche Klickaktionen.

Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass gerade im Checkoutbereich die Interessen der Käufer und der Onlineshop-Betreiber kollidieren. Der Käufer möchte schnell und ohne großen Datentransfer den Kauf abschließen. Die Onlineshop-Betreiber möchten möglichst umfassende Informationen vom Käufer erhalten, den Einkauf verlängern und zugleich den Abbruch mit allen Mitteln verhindern.

Aus über 1000 Crowdtests haben wir den Schluss gezogen, dass Onlineshop-Betreiber unbedingt auf die Käufer hören sollten:

  • Ein Gastzugang sollte möglich sein. Nach dem Kauf kann immer noch auf eine Registrierung hingewiesen werden und klare Vorteile einer Registrierung benannt werden.
  • Der Kunden muss stets in Sicherheit gewiegt werden. Das wird u.a. durch eine aufmerksamkeitsstarke Präsenz von Gütesiegeln wie “Trusted Shop”, sowie der Anzeige der (vertrauenswürdigen und unkomplizierten) Zahlungsmethoden und Versandpartner realisiert werden.
  • Das Crossselling ist verlockend, doch sollten Ablenkungen vermieden werden.
  • Dem Kunden sollte immer die Kontrolle überlassen werden. Er sollte die Bestellung und Adressangaben bearbeiten können. Auch die Tickboxen für Newsletter und AGBs sollten nicht per Default angekreuzt sein.
  • Nur relevante Informationen abfragen, die für die Bestellbestätigung und den Versand notwendig sind.

6. Wiederkauf

Die Anforderungen an die Onlineshop-Usability enden nicht beim Checkout. Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Und wer einmal einen Kunden von sich überzeugt hat, wird ihn mit großer Wahrscheinlichkeit länger binden und kann beim nächsten Besuch mit einer 5 bis 9 Mal höheren Conversionrate rechnen.

In der Phase über die Entscheidung eines Wiederkaufs erfolgt durch den Käufer die Bewertung des Onlineshops. Hierbei werden verschiedene Aspekte hinterfragt:
Ist die Lieferung pünktlich?
Sind Verpackung und Produkt einwandfrei?
Ist der Service freundlich, hilfsbereit und kulant?

Auch diese Aspekte können durch Crowdtests bewertet und optimiert werden. So genannte End-To-End-Tests gehen mit den Testern den vollständigen Bestellprozess durch und erlauben so eine Aussage zur Qualität der Verpackung sowie des Services.

Zusätzlich kommt in der Phase des Wiederkaufs die langfristige Kundenbindung und Kaufmotivation durch Newsletter und Social Media-Angebote zum Tragen. Auch hier sollten die richtige Ansprache berücksichtigt und getestet werden.

Insbesondere der Newsletter wird häufig unterschätzt. Unsere Testergebnisse zeigen jedoch, dass sie grafisch und textlich genauso ernst genommen werden sollten wie eine Webseite:
Ist das Produkt ansprechend inszeniert?
Werden Preise und Angebote im Newsletter transparent kommuniziert?
Ist der Newsletter funktional und übersichtlich gestaltet?
Erhalte ich als Abonnent besondere Angebote (Mehrwert)?

 

Onlineshop-Usability wird nicht ausgedacht, sondern getestet

Um Ideen für die eigene Onlineshop-Usability zu erhalten, kann sich natürlich zu aller erst an den Besten orientiert werden. Onlinehändler wie Cyberport, Devolo und Mister Spex haben für ihre Shops z. B. den renommierten Usablity-Award erhalten und zeigen damit, wie es funktionieren kann. Doch man bei allen Tipps und Tricks und Best Practises sollte nicht vergessen werden, dass es für die Usability eines Onlineshops kein One-fits-all gibt.

Deshalb machen auch die etablierten Onlinehändler mit hervorragender Usability vor allem eins: Sie testen kontinuierlich ihre Performance und Usability mit Crowdtests und passen ihre Plattformen entsprechend an. Das Testen eines Onlineshops beginnt dabei bereits in der Entwurfphase und kann auch Wettbewerbertests, Anzeigentests, Newslettertests sowie Tests von Sonderaktionen und Relaunches beinhalten. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig, wie der aktuelle Vergleich der Crowdtestanbieter zeigt. Vor allem erhalten Onlinehändler schnell und direkt aussagekräftige Ergebnisse.

Usability ist weniger IKEA-Bauanleitung. Die beste Usability findet Sie vor allem durch die richtigen Fragen und ein rigoroses Testen der Annahmen. Mit Think-aloud-Videos erhalten Sie einen optimalen Einblick in das Suchverhalten Ihrer Kunden. Und wer als Onlinehändler dem inneren Dialog seiner Kunden lauscht, besitzt die besten Voraussetzungen, seine Conversion- und Wiederkaufraten in die Höhe zu treiben.

 

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E-Commerce

Payment in Europa – Die Top 5 Länder zum Expandieren

Deutschland gehört nach einer Studie zu den fünf wachstumsstärksten E-Commerce Märkten. Mitstreiter sind die USA, China, Großbritannien und Japan. Der Umsatz durch E-Commerce (B2C) in Deutschland betrug im Jahr 2016 44,2 Milliarden Euro. Das Jahr 2017 wird aller Voraussicht nach sogar mit ca. 48,7 Milliarden Euro abschließen. Der Konkurrenzkampf zwischen deutschen Onlinehändlern ist inzwischen sehr groß. Die Expansion in ausländische Märkte ist eine gute Möglichkeit, die Reichweite des eigenen Onlineshops zu erhöhen und den Umsatz zu steigern. Für die erfolgreiche Internationalisierung gibt es einiges zu beachten.

Was ist bei einer Expansion zu beachten?

Damit eine Expansion glatt verläuft, gilt es sich auf das zu erschließende Land einzustellen. Dazu gehört zu aller erst einmal die Sprache. Die Website sollte qualitativ hochwertig in die Sprache des jeweiligen Expansions-Landes übersetzt sein. Stoßen Muttersprachler auf Rechtschreibfehler, ist das meist der erste Faktor für eine sinkende Conversion-Rate. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Gesetzesunterschiede. Gerade Einfuhrbestimmungen, Lizenzregelungen sowie Gesetze zum Jugend- und Verbraucherschutz unterscheiden sich von Land zu Land und sind essentiell für den E-Commerce. Auch Versand und Zoll ist bei einer Expansion einzuplanen. So fallen meist extra Kosten bei dem Versand ins Ausland an, die auch bei Retoursendungen beachtet werden müssen. Zudem gilt es die Lieferzeiten richtig einzuplanen. Diese sind von der Infrastruktur vor Ort und den Möglichkeiten der Versanddienstleister abhängig. Besonders zu berücksichtigen ist das Angebot der richtigen Zahlungsverfahren und Fraud Management. Hier wird die Zahl der Kaufabbrüche entscheidend beeinflusst. Neben international genutzten Zahlungsmethoden wie die Kreditkarte oder PayPal, hat jedes Land seine eigenen Zahlungsarten und -vorlieben.

Wir stellen dir die Top 5-Länder für eine Expansion in Europa vor und gehen dabei auf die wichtigsten Zahlungsmethoden und Besonderheiten im E-Commerce ein.

Österreich

Der E-Commerce-Markt in Österreich steigt stetig. Aufgrund der Sprache ist Österreich für eine Expansion weniger aufwendig und meist gut geeignet für eine erste Expansion. Im letzten Jahr (2016) wurde im Internet-Einzelhandel ein Bruttoumsatz von 3,4 Milliarden Euro erzielt. Die Umsatzverteilung zeigt sich stark konzentriert. Die größten zehn Online-Händler in Österreich machen knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Zusätzlich gewinnen mobile Angebote und Marktplätze stark an Bedeutung.

Die wichtigsten Bezahlmethoden in Österreich

Über 34 Prozent der Transaktionen in Österreich werden über Kartenzahlung abgewickelt. Damit ist diese Bezahlmethode die beliebteste in Österreich, gefolgt von Banküberweisungen mit 31 Prozent. Zudem nutzen Kunden gerne Sofortüberweisung oder EPS. Besonders in Österreich ist, dass neben Banküberweisungen, die in Echtzeit getätigt werden auch viele Banküberweisungen über die klassische Art (den Bankschalter) getätigt werden. Zudem befinden sich E-Wallet Lösungen im Wachstum, angeführt von PayPal.

Mobile Payment in Österreich – ein aufstrebender Markt

Laut dem Mobile Communication Report 2016 nimmt das Einkaufen über mobile Endgeräte in Österreich immer weiter zu. 41 Prozent aller befragten Smartphone-Nutzer haben bereits über das Smartphone Käufe getätigt. Für Kauf-Recherchen wird der tägliche Begleiter noch öfter benutzt. Die Bezahlung im M-Commerce erfolgt hauptsächlich über die Kreditkarte, Online-Überweisungen und PayPal. Bei einer Expansion nach Österreich sollten also möglichst mobile Zahlungsarten miteinbezogen werden.

Schweiz

Schweizer kaufen gerne im europäischen Ausland ein und zwar ein kleinerer, jedoch sehr kaufkräftiger Markt. Durchschnittlich gibt der Schweizer Kunde 1.600 Euro pro Jahr im Online-Geschäft aus. Vor allem Elektroartikel und Lebensmittel werden gerne gekauft. Ein gutes Viertel aller Online-Bestellungen laufen über das Smartphone ab.

Beliebte Zahlungsmethoden in der Schweiz

Um die Conversion-Rate in der Schweiz anzukurbeln, gilt es den Kauf auf Rechnung, Kreditkartenzahlung, PayPal und PostFinance im Online-Shop anzubieten. Das sind die beliebtesten Bezahlmethoden. Viele Bezahlvorgänge im E-Commerce finden außerdem noch offline statt. Neben dem Rechnungskauf spielt beispielsweise die Vorkasse und die Nachnahme eine Rolle. Gerade im Handel wird häufig die Rechnung benutzt. Bei Dienstleistungen dominieren, aufgrund der meist benötigten Zahlungsbestätigung vor der Leistungserbringung, Kreditkarten. Nicht zu vergessen in der Schweiz ist die Währungsumrechnung. Teilweise werden auf bestimmte Zahlungsmethoden zusätzliche Gebühren berechnet, z.B. auf den Rechnungskauf. Dies hat den Hintergedanken, dass die Rentabilität erhöht wird und Kunden auf günstigere Zahlungsarten ausweichen.

Niederlande

Die Niederlande gehört zu den fortschrittlichsten Nationen in Europa, was die Internetpenetrationsrate angeht. Zudem wird ein starkes Wachstum im M-Commerce erwartet und Niederländer kaufen sehr gerne international ein. Alles in allem ein sehr geeignetes Land für eine Expansion.

iDEAL und andere Bezahlmethoden

77% aller Mobile-Transaktionen werden mit der lokalen Bezahlmethode iDEAL durchgeführt. Der Kunde wird bei dieser Bezahlmethode auf die Website seiner Bank geleitet und authentifiziert die Transaktionsdaten mit der Eingabe der Kontonummer und der „Zwei-Faktor-Zertifizierung“. Weitere verwendete Zahlarten sind Kreditkarten und E-Wallets. Interessant ist auch die Entwicklung des kontaktlosen Bezahlens zu beobachten. Seit 2014 gewinnt dies laufend an Popularität und mittlerweile besitzen mehr als ein Drittel aller Einzelhändler ein NFC-POS-Terminal.

Frankreich

Frankreich hat einen der größten E-Commerce Märkte in Europa. Zudem wird sich der M-Commerce Markt in den kommenden Jahren verdoppeln. Auch Marktplätze spielen hier eine immer wichtigere Rolle und stellen ein großes Potenzial für Expansionen dar.

Kartenzahlungen dominieren den Markt

Kartenzahlungen, allen voran die Carte Bancaire, sind die bestimmenden Zahlungsmethoden in Frankreich und machen mit 62% einen Großteil der Transaktionen aus. Entgegen der letzten zwei Jahre haben Kreditkartenzahlungen, vor allem aufgrund der Niedrigzinspolitik, wieder an Wachstum zugelegt. Auch kontaktlose Zahlungen werden stark von den führenden Banken in Frankreich gefördert und etablieren sich langsam am Markt.

Worauf legen französische Kunden wert?

Gerade hochwertige Produkte sind besonders gefragt. Das in Verbindung mit einer soliden Preispolitik ist ein guter Ausgangspunkt für deutsche Händler. Weiter ist es von Vorteil die Website auch auf Französisch zu gestalten, da dies bei den Kunden besser ankommt und Englisch vor allem in den Provinzen immer noch nicht sehr gut verbreitet ist. Wie bereits angesprochen ist die Modebranche in Frankreich im Online-Kauf am beliebtesten.

Italien

Italien ist der fünftgrößte E-Commerce Markt in Europa. Wie auch in Frankreich wird sich der E-Commerce Markt in den nächsten Jahren verdoppeln.

Kartenzahlungen als beliebtestes Zahlungsmittel

Die beliebteste Kreditkarte in Italien ist Visa. Weiter werden 20% der Transaktionen über E-Wallets getätigt. Der Großteil hiervon läuft über den E-Wallet Riesen PayPal. Interessant ist, dass zwar der durchschnittliche Karten-Transaktions-Betrag gesunken ist, die Anzahl der Transaktionen sowie der Gesamtbetrag jedoch gestiegen. Das deutet darauf hin, dass die Tendenz bei Online-Käufen in Richtung kleinere tägliche Einkäufe geht.

Trends und Lösungen für den italienischen E-Commerce Markt

Die ursprüngliche Skepsis der Italiener gegenüber „nicht anfassbaren“ Produkten wird durch intelligente Maßnahmen von Online-Händlern immer schwächer. Beispielsweise kann durch die richtige Nutzung von Kundenbewertungen und Gütesiegeln Vertrauen geschaffen und die nötige Sicherheit ausgestrahlt werden. Die E-Commerce Bereiche mit dem stärksten Wachstum sind der Tourismus, Elektronik, Lebensmittel, Mode und Bücher. Der Schlüssel um in Zukunft auf diesem Markt erfolgreich zu sein, ist eine erfolgreiche Kundenkommunikation sowie schnelle und personalisierte Lieferungen. Zudem sollten im Falle einer Expansion M-Commerce Strategien entwickelt werden.

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E-Commerce

So schreibst du Rechnungen ins Ausland richtig

In Deutschland erfolgt die Erstellung von Rechnungen einem festen, vorgeschriebenen Prinzip. Solange alle wesentlichen Fakten angegeben sind, gibt es keine Probleme mit dem Finanzamt. Außerdem erhalten durch korrekt ausgeführte Schreiben die Unternehmen schneller ihr Geld und die Kunden ihre Ware bzw. die geforderte Dienstleistung. Problematischer wird es, wenn die Rechnungen für das Ausland ausgestellt werden, denn unweigerlich stellt sich die Frage bezüglich der Umsatzsteuer. Wann muss diese ausgewiesen werden und wann wird darauf verzichtet? Diesen Fragen wird in diesem Artikel auf den Grund gegangen.

Rechnungen innerhalb Deutschlands

Innerhalb der Bundesrepublik ist man in der Regel zur Ausweisung der Umsatzsteuer verpflichtet – ausgenommen sind Kleinunternehmen, die unter eine bestimmte Umsatzsteuergrenze fallen und daher von der Umsatzsteuer befreit sind. Alle anderen Firmen müssen daher folgende Angaben in ihre Rechnungen aufnehmen:

  • Name und Anschrift des Rechnungsstellers
  • Name und Anschrift des Rechnungsempfängers
  • Rechnungsdatum
  • Steuernummer/Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • (fortlaufende) Rechnungsnummer
  • Rechnungsposition
  • Liefer- bzw. Leistungs-Datum
  • Netto-Betrag ohne Steuersätze
  • Steuersatz
  • Steuerbetrag
  • Gegebenenfalls den Grund einer Steuerbefreiung
  • Nachlässe

Die meisten Unternehmen greifen zu einer Software für die Auftragsbearbeitung. Solche Programme helfen dabei, korrekte Rechnungen zu schreiben und weisen darauf hin, wenn notwendige Eingaben nicht getätigt wurden.

Rechnungen ins EU-Ausland

Abgesehen von der Umsatzsteuer, sind die Pflichtangaben fürs EU-Ausland identisch mit denen für Rechnungen innerhalb Deutschlands. Hinzukommen vom Finanzamt vorgegebene Angaben, um zu gewährleisten, dass das Dokument auch anerkannt wird:

1. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die wesentlichen Daten des Adressaten

Wichtig ist bei diesem Punkt, dass sich Unternehmen frühzeitig erkundigen, ob die verwendeten Daten wirklich stimmen. Das Bundeszentralamt für Steuern empfiehlt, stets ein Bestätigungsverfahren durchzuführen, um die Richtigkeit zu überprüfen. Sollten diese sich nämlich im Nachhinein als falsch herausstellen, kann das Konsequenzen nach sich ziehen. Die wesentlichen Informationen gibt es auf der Homepage des Bundeszentralamts für Steuern.

2. Steuerbefreiung

Laut §14a des Umsatzsteuergesetzes sind Unternehmen dazu verpflichtet, bei Lieferung bzw. nach erbrachter Leistung auf die Steuerfreiheit hinzuweisen. Dieser Fakt sollte sich in der Regel unter der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer unter „Zusammenfassende Meldungen“ angegeben werden.

Eine Ausnahme stellt die Sonderregel für Kleinunternehmer dar. Diese besagt nämlich, dass man von der Umsatzsteuer befreit ist, solange die Firma bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten. Dieser Fakt gilt im Übrigen ebenfalls für das ausländische Unternehmen, für das die Rechnung geschrieben wird. Ist der Empfänger nämlich auch Kleinunternehmer, ist der zu zahlende Betrag steuerpflichtig.

Ausnahme: Rechnungen an private Kunden

Handelt es sich bei dem Empfänger um einen Privatkunden, muss die Umsatzsteuer ausgewiesen werden – ebenso wie der deutsche Mehrwertsteuersatz. Wichtig ist außerdem: Sollte der Fall eintreten, dass die gelieferte Ware die vorgegebene Lieferschwelle des jeweiligen Landes überschreitet, muss sich das Unternehmen dort steuerlich erfassen lassen. Das bedeutet, dass die Umsatzsteuer ans Finanzamt des Empfängerlandes entrichtet werden. Dann wird außerdem auf der Ausgangsrechnung die jeweilige ausländische Umsatzsteuer extra ausgewiesen. Mehr Informationen zur sogenannten Versandhandelsregelung enthält der Artikel im Gabler Wirtschaftslexikon.

Rechnungen in Drittländer

Rechnungen an Drittländer (alle Länder außerhalb der EU) wie China werden ohne deutsche Umsatzsteuer geschrieben. Allerdings sollten Unternehmen die ausländische Umsatzsteuerpflicht genauer unter die Lupe nehmen. In einigen Ländern gibt es eventuell ein vergleichbares System wie in Deutschland, dann muss ebenfalls eine umsatzsteuerliche Registrierung erfolgen oder ein Fiskalvertreter eingeschaltet werden. Ebenso ratsam ist eine Prüfung, ob eine Lieferung in ein Drittland generell umsatzsteuerfrei ist oder ob eine Steuer abgeführt werden muss. Die ausländische Umsatzsteuer kann übrigens als Betriebsausgabe deklariert werden.
Wenn Unsicherheiten bestehen, sollten Firmen nie zögern, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Dieser kann genau erklären, welche Angaben auf die Rechnung müssen, damit der gesamte Vorgang problemlos erfolgt. Weiterhin gibt es hier einige Rechnungsvorlage – sowohl für das Inland als auch für das Ausland – die einen guten Überblick über den Aufbau liefern.

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Advertorial E-Business E-Commerce

Open Source: nopCommerce ist ein umfangreiches, aber einfach zu bedienendes Shopsystem

Die Suche nach dem richtigen Shopsystem ist oft müßig. Welcher Shop ist geeignet und bietet mir alle Funktionalitäten und Möglichkeiten an, die ich brauche? nopCommerce sticht hier mit einer einfach zu bedienenden, übersichtlichen Oberfläche und einem schicken Shopdesign hervor. Daher lohnt sich ein Blick in das Shop- und E-Commerce-System, welches mittlerweile auch von bekannten Marken eingesetzt wird. Dabei wird nopCommerce als Open-Source vertrieben.

Sicher, stabil und erweiterbar

Mit knapp zwei Millionen Downloads und über 27.000 Live-Installationen kann sich nopCommerce durchaus sehen lassen. Seit 2008 wird das System entwickelt und ist mittlerweile in der Version 3.90 erschienen. Dass die Entwickler dabei selbstbewusst feststellen, dass nopCommerce eines der sichersten und stabilsten E-Commerce-System ist, kann man bei der Erfahrung und den Erfolgen durchaus verstehen.

Standardansicht des Shops mit Produktslidern

Zu dem bereits großen Funktionsumfang kommt ein Marktplatz hinzu, auf dem du nopCommerce noch nach Belieben erweitern kannst. So findest du im Markplatz Themes, um deinem Shop ein neues Aussehen zu verpassen, aber auch viele funktionale Erweiterungen.

Übersichtliches und aufgeräumtes Backend

Hier entdeckst du unter anderem Widgets, mit denen du auf Angebote beziehungsweise Preisreduzierungen aufmerksam machen kannst. Du kannst verschiedene zusätzliche Zahlungsmethoden hinzufügen und Dienste für Paketzusteller ergänzen. Viele der Erweiterungen sind kostenlos, andere sind kostenpflichtig. Die Auswahl im Marktplatz ist jedenfalls sehr umfangreich und lässt kaum Wünsche offen.

Download und Installation

Der Quelltext von nopCommerce ist stolze 115 Megabyte groß. Nach einer kostenlosen Registrierung lädst du dir diesen als gepackte Datei herunter. Da nopCommerce mit ASP.NET entwickelt wurde, wird ein Windows-Server mit IIS benötigt. Als Datenbank wird MS SQL vorausgesetzt.

Mit dem Web-Platform-Installer von Microsoft ist nopCommerce einfach auf deinem Server installiert. Neben dem Frontend mit dem Shop gibt es ein umfangreiches, aber übersichtliches Backend zur Verwaltung deiner Produkte, Bestellungen und Kunden.

Umfangreiche Produktverwaltung mit vielen Features für Kunden

Unerlässlich für jeden Shop ist eine gute Produktverwaltung. nopCommerce erlaubt es dir nicht nur, Produkte mit aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen anzulegen und zu kategorisieren. Du kannst auch ein Produkt in verschiedenen Ausführungen anlegen. So legst du einen Schuh in verschiedenen Größen nur einmal als Produkt an und definierst die verschiedenen Eigenschaften, welche dieser Schuh hat. Das können verschiedene Größen, Farben oder Materialien sein. Auch eine Preisanpassung für einzelne Ausführungen ist möglich.

Standardansicht der Produktübersicht

Ebenfalls wichtig bei einem gut funktionierenden E-Commerce ist das Nachverfolgen des Lagerbestandes. Bei nopCommerce entscheidest du bei jedem Produkt, ob der Lagerbestand hinterlegt und nachverfolgt werden soll oder nicht. Bei Produkten in verschiedenen Ausführungen kannst du den Bestand natürlich für alle Ausführungen separat verwalten.

Produktansicht im Backend

Um den Versand zu vereinfachen, gibt es zudem die Möglichkeit, Maße und Gewicht des Produktes zu hinterlegen.

Digitale Produkte zum Herunterladen

Wer mit digitalen Produkten arbeitet, wie E-Books oder Musik, findet mit nopCommerce ebenfalls ein gut ausgestattetes Shopsystem. Denn ob Produkte nach dem Bezahlen per Post oder Paketdienst zugestellt werden oder ob ein Produkt anschließend als Download angeboten wird, ist nopCommerce letztendlich egal.

Du hast also auch die Möglichkeit, etwa deine eigene Musik über nopCommerce zu verkaufen. Jedes Produkt kann als digitales Produkt gekennzeichnet werden. Anschließend wird die jeweilige Datei hochgeladen und alles weitere regelt nopCommerce für dich.

Produkte vergleichen und merken

Über die vielen Eigenschaften, die du deinen Produkten hinzufügen kannst, erhält auch der Kunde viele Informationen. Als besonderes Feature bietet nopCommerce einen Produktvergleich an. Dazu wählt dein Kunde mehrere Produkte aus dem Shop aus, welche vergleichend nebeneinander dargestellt werden.

Produktansicht im Frontend

Wer nicht gleich kaufen möchte, kann außerdem Produkte einer Merkliste hinzufügen und sie später in den Warenkorb legen.

Findet ein Kunde ein Produkt, von dem er glaubt, dass es einem Freund gefallen könnte, kann er den Link zur Produktseite per E-Mail an diese Person verschicken.

Einfacher und schneller Checkout

Oftmals scheitert das Shoperlebnis des Kunden beim Checkout, also bei der eigentlichen Kaufabwicklung. Häufig ist diese zu kompliziert oder zu umfangreich. Wenn ein Kunde sich erst aufwändig registrieren muss, um eventuell nur einmalig etwas zu kaufen, ist das oft ein großes Hemmnis.

Auswahl der Checkout-Methode

Daher hat nopCommerce hier vorgesorgt. Neben dem klassischen Checkout wird nämlich auch ein sogenannter anonymer Checkout ermöglicht. Dieser ist natürlich nicht gänzlich anonym. Aber deine Kunden können bestellen, ohne sich einen Kundenaccount anlegen zu müssen. Personenbezogene Daten werden also nur für diese eine Bestellung erfasst.

Der sogenannte One-Page-Checkout vereint alle Angaben für den Checkout auf einer Seite und reduziert so die Anzahl der Kaufabbrüche, die bei mehrseitigen Checkouts häufig auftreten.

Über 50 Zahlungsmethoden

Häufig scheitern Einkäufe in Shops aber erst beim Bezahlen. Hier hat jeder Konsument so seine eigenen Vorlieben, wie er bezahlen möchte. Ist die bevorzugte Zahlungsmethode nicht dabei, wird recht schnell ein anderer Shop aufgesucht. Damit dir so etwas nicht passiert, hat nopCommerce über 50 Zahlungsmethoden im Angebot.

Dazu gehören Klassiker, wie Zahlung per Kreditkarte oder per Nachnahme. Auch viele Zahlungsanbieter, wie PayPal und paydirekt, sind dabei. Wenn du neben deinem E-Shop noch ein klassisches Ladenlokal besitzt, kannst du auch die Bezahlmethode „im Laden zahlen“ anbieten. Hierbei kann der Kunde mit seiner Bestellung direkt zu dir in den Laden kommen und sein bestelltes Produkt abholen.

Versand und Berechnung der Lieferkosten

Auch beim Versand hat nopCommmerce mitgedacht. Anhand der Maße und des Gewichts der Produkte werden die Lieferkosten berechnet. Das erlaubt es dir, die Versandkosten möglichst genau und somit kostengünstig für dich und deine Kunden zu berechnen.

Übersicht der Bestellungen im Backend

Um den Versand in deinem Shopsystem nachverfolgen zu können, kannst du Anbieter wie UPS oder DHL einbinden. Dazu muss bei den Zustellern ein entsprechendes Konto vorhanden sein, über welches du den Versand abwickelst. Dann hast du auch in nopCommerce immer im Blick, ob und wann deine Lieferungen zugestellt wurden.

Marketing, Marketing, Marketing

Gute Produkte und Preise reichen alleine ja leider nicht aus. Sie müssen auch entsprechend kommuniziert werden. Daher ist Marketing besonders wichtig beim E-Commerce. Auch hier bietet nopCommerce zahlreiche Möglichkeiten.

Ein Klassiker sind immer Bonuspunkte, die du deinen Kunden für ihre Einkäufe gutschreiben kannst. Diese Punkte lassen sich dann bei einer zukünftigen Bestellung einlösen.

Außerdem sind Rabatte und Coupons immer ein willkommener Grund, mal wieder in deinem Shop vorbeizuschauen. Hier hast du die Wahl zwischen relativen und absoluten Preisnachlässen. Ebenfalls kaum wegzudenken sind die Möglichkeiten, Produkte zu bewerten und Rezensionen dazu zu verfassen.

Marketingaktionen im Backend verwalten

Aber nopCommerce hat noch viele weitere Marketing-Instrumente für dich – vom Newsletter bis zu Geschenkkarten. Außerdem gibt es im Marktplatz ebenfalls noch zahlreiche weitere Möglichkeiten.

Konferenz im November

Wie rege nopCommerce weiterentwickelt wird, zeigt sich auch an den „nopCommerce Days“ im November. Die zweitätige Konferenz beschäftigt sich mit der aktuellen und zukünftigen Entwicklung des E-Commerce-Systems. Neben technischen Aspekten wie der Optimierung von 3rd-Party-Erweiterungen und der Integration in WordPress wird es unter anderem auch um die Frage gehen, wie aus einem Online-Shop ein ganz reales Geschäft werden kann.

Die „nopCommerce Days“ finden am 16. und 17. November in New York statt. Keynote-Speaker ist unter anderem Scott Hanselman von Microsoft.

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E-Business E-Commerce

Google Analytics für Einsteiger, Teil 10: Tracking von Downloads

Google Analytics erfasst in der Standardkonfiguration leider keine Datei-Downloads. Wenn ihr auf eurer Website jedoch Dateien zum Herunterladen anbietet (z.B. Produktbroschüren, Handbücher, etc.), solltet ihr diese Downloads unbedingt erfassen. Denn häufig liefern die Downloads wichtige Signale, um jene Besucher zu erkennen, die sich für euer Angebot besonders interessieren. Mit Hilfe des Google Tag Managers lässt sich ein vielseitiges Download-Tracking für Google Analytics einrichten. Es zeigt euch nicht nur die Gesamtzahl von Downloads an, sondern gliedert sie zudem nach Dateityp und Namen der jeweils heruntergeladenen Dateien.

Mit diesen Daten habt ihr in Google Analytics die Möglichkeit, eure Downloads genauer zu analysieren und passende Zielvorhaben zu definieren. Im folgenden Artikel erkläre ich die notwendigen Schritte für die Einrichtung des Trackings und zeige, wie die gesammelten Daten in Analytics ausgewertet werden können.

Einführung

Das Messen von Downloads ist in Google Analytics nicht ohne Weiteres möglich. Das liegt an der einfachen Tatsache, dass für die Erfassung von Seitenaufrufen in Analytics ein Tracking-Code auf der jeweiligen Seite eingefügt sein muss. Doch wenn man auf einer Website einen Download-Link wie etwa http://www.euredomain.tld/tolles-tutorial.pdf anklickt, so wird mit dem PDF-Dokument tolles-tutorial.pdf eine Datei aufgerufen, die keinen Tracking-Code von Google Analytics enthält. Deshalb kann ein Download zunächst einmal nicht in Google Analytics erfasst werden.

Was man jedoch in Analytics gut tracken kann, ist der Klick auf den Download-Link. Und genau an dieser Stelle setzen wir an: Wir überwachen Klicks auf Download-Links und senden bei jedem Klick entsprechende Daten zum angeforderten Download an Analytics.

Flexibles Download-Tracking

Die Lösung, die ich euch in diesem Artikel zeigen möchte, ist sehr flexibel, weil die zu trackenden Downloads einfach anhand des Dateityps (z.B. PDF, MP3, WMF, ZIP) definiert werden. Die Daten werden so erfasst, dass man in Google Analytics genau analysieren kann:

  • Wie viele Dateien insgesamt herunterladen wurden
  • Auf welche Dateitypen sich die Downloads verteilten
  • Wie oft jede einzelne Datei heruntergeladen wurde

Damit habt ihr eine solide Datenbasis für weitergehende Analysen in Google Analytics.

Los geht’s.

 

Einrichten des Trackings im Google Tag Manager

Das Einrichten des Trackings im Google Tag Manager erfolgt in drei Schritten. Zunächst werden einige Variablen und Funktionen eingerichtet. Dann definieren wir einen Trigger, der beim Klicken auf einen Download-Link ausgelöst wird. Im letzten Schritt richten wir das Tag ein, mit dem Daten über den Download an Google Analytics gesendet werden.

1. Schritt: Variablen und Funktionen einrichten

Für das Tracking benötigen wir eine im Tag Manager integrierte Variable, eine benutzerdefinierte Variable sowie zwei JavaScript-Funktionen.

Integrierte Variable Page URL aktivieren

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Integrierte Variablen auf Konfigurieren:

Google Tag Manager: Integrierte Variablen konfigurieren, Schritt 1
Google Tag Manager: Integrierte Variablen konfigurieren, Schritt 1

Aktiviert im nun folgenden Fenster die Variable Page URL.

Google Tag Manager: Integrierte Variablen konfigurieren, Schritt 2
Google Tag Manager: Integrierte Variablen konfigurieren, Schritt 2

Benutzerdefinierte Variable einrichten

Wir legen nun die Variable Click URL Path an. Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen auf  NEU.

Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 1
Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 1

Im sich nun öffnenden Fenster wird die Variable Click URL Path definiert. In ihr wird der Pfad der aufgerufenen URL gespeichert.

Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 2
  1. Gebt der Variablen den Namen Click URL Path.
  2. Die Variable ist vom Typ Variable für automatisches Ereignis.
  3. Der Variablentyp ist Element-URL.
  4. Für den Komponententyp wählt ihr Pfad
  5. Abspeichern, und die Variable Click URL Path ist bereit.

Wenn ein Besucher auf einen Link klickt, wird in dieser Variablen der Pfad des Linkziels gespeichert. Wir können diese Variable also dafür nutzen, um herauszufinden, ob auf einen Download-Link geklickt wurde. Näheres dazu findet ihr bei der Definition des Triggers. Zunächst aber müssen noch zwei JavaScript-Funktionen eingerichtet werden.

JavaScript-Funktionen definieren

Im Google Tag Manager können eigene JavaScript-Funktionen definiert werden, um bestimmte Daten abzufragen oder zu manipulieren. Gespeichert werden solche Funktionen ebenfalls in benutzerdefinierten Variablen.

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen auf  NEU.

Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 1
Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 1

Im folgenden Fenster wird die Variable ReturnClickURLFiletype definiert. In ihr speichern wir eine Funktion, die die Dateiendung eines aufgerufenen Download-Links zurückgibt.

Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 2
Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 2
  1. Gebt der Variablen den Namen ReturnClickURLFiletype.
  2. Die Variable ist vom Typ Benutzerdefiniertes JavaScript.
  3. Fügt in das Textfeld den JavaScript-Code ein:
    function() {
        var url = {{Click URL Path}};
        return url.substr(url.lastIndexOf('.')+1);
    }
  4. Abspeichern, und die Variable ReturnClickURLFiletype ist bereit.

 

Nun folgt die zweite Funktion ReturnClickURLFilename. Diese Funktion gibt den Namen der Datei zurück, die heruntergeladen werden soll. Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen noch einmal auf  NEU.

Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 3
Google Tag Manager: JavaScript-Funktionen definieren, Schritt 3
  1. Gebt der Variablen den Namen ReturnClickURLFilename.
  2. Die Variable ist vom Typ Benutzerdefiniertes JavaScript.
  3. Fügt in das Textfeld den JavaScript-Code ein:
    function() {
        var url = {{Click URL Path}};
        return url.substr(url.lastIndexOf('/')+1);
    }
  4. Abspeichern, und die Variable ReturnClickURLFilename ist bereit.

Damit haben wir alle benötigten Variablen und Funktionen eingerichtet. Es geht weiter mit der Definition des Triggers.

 

2. Schritt: Trigger für Downloads Links einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 1
Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 1

Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger definiert wird:

Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 2
  1. Der Trigger bekommt den Namen Download einer Datei.
  2. Der Typ des Triggers ist Klick – Nur Links.
  3. Die Option Auf Tags warten wird gesetzt. Damit werden Links erst aufgerufen, wenn die Tags geladen wurden bzw. das Limit von 2000 ms überschritten wurde.
  4. Die Option Bestätigung überprüfen wird ebenfalls gesetzt. Damit werden ungültige Klicks herausgefiltert. Ihr solltet unbedingt testen, ob die beiden Optionen Auf Tags warten und Bestätigung überprüfen Probleme beim Laden eurer Seite oder beim Aufrufen von Links verursachen. Dafür gibt es im Tag Manager die Funktion In Vorschau ansehen. Sie befindet sich links vom blauen Senden-Button. Hier findet ihr weitere Infos.
  5. Der Trigger wird auf allen Seiten aktiviert:
    Page URL stimmt mit regulärem Ausdruck überein .*
    Alternativ könnte man hier nur jene Seiten angeben, auf denen Downloads angeboten werden.
  6. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Einige Klicks auf Links aus, weil wir eine Bedingung für das Auslösen des Triggers definieren müssen.
  7. Jetzt kommt die benutzerdefinierte Variable Click URL Path zum Einsatz: Wählt im ersten Feld Click URL Path und im zweiten Feld stimmt mit regulärem Ausdruck überein Nun folgt ein regulärer Ausdruck, mit dem wir sicherstellen wollen, dass dieser Trigger nur ausgelöst wird, wenn die aufgerufene URL mit einer bestimmten Zeichenkette endet. Sollen zum Beispiel die Downloads von PDF- und ZIP-Dateien getrackt werden, tragen wir folgenden regulären Ausdruck in das Textfeld ein: \.(pdf|zip)$
    Dieser Ausdruck beschreibt, dass die aufgerufene URL mit .pdf oder .zip enden muss, um den Trigger auszulösen.
  8. Dann abspeichern, und der Trigger ist fertig.

Tipp!

Das Tracking kann auf weitere Dateitypen einfach erweitert werden. Wenn zum Beispiel auch die Downloads von MP3- und WMF-Dateien getrackt werden sollen, sind die entsprechenden Dateiendungen in Schritt 7 der Triggerkonfiguration zu ergänzen: \.(pdf|zip|mp3|wmf)$

Jetzt muss nur noch das Tag definiert werden, und wir haben ein funktionierendes Tracking für die Downloads von PDF und ZIP-Dateien.

 

3. Schritt: Tag für Download-Tracking einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 1
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 1

Im folgenden Fenster wird das Tag eingerichtet, mit dem wir Daten an Google Analytics senden, sobald ein Besucher auf einen Download-Link geklickt hat.

Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 2
  1. Das Tag erhält den Namen UA – Event – Datei-Download. Den Zusatz UA schreibe ich gerne an den Anfang von Universal Analytics Tags, das ist aber nicht notwendig. Gleiches gilt für den Zusatz Event, so kann man in der Tag-Liste gleich erkennen, was das Tag trackt.
  2. Als Tag-Typ wird Universal Analytics ausgewählt.
  3. Im nächsten Feld müsst ihr die Tracking-ID der Analytics Property eingegeben, in die die erfassten Daten gesendet werden sollen. Ich habe die Tracking-ID in der benutzerdefinierten Variablen {{UA Tracking-ID}} hinterlegt, damit ich nicht jedes Mal die Tracking-ID suchen muss, wenn ich ein neues Tag anlege. Ihr könnt die Tracking-ID natürlich auch direkt eingegeben.
  4. Der Erfassungstyp wird auf Ereignis geändert.
  5. In das Feld Kategorie wird Datei-Download Unter dieser Ereigniskategorie sind die Klicks auf Download-Links später in Google Analytics zu finden.
  6. In das Feld Aktion wird {{ReturnClickURLFiletype}}-Download Die Funktion ReturnClickURLFiletype liefert die Dateiendung der heruntergeladenen Datei. Beim Download einer PDF-Datei würde im Feld Aktion also „pdf-Download“ an Analytics übermittelt werden.
  7. In das Feld Label wird {{ReturnClickURLFilename}} Die Funktion ReturnClickURLFilename gibt den Namen der heruntergeladenen Datei zurück. Würde ein Besucher die Datei „Bedienungsanleitung-DS362.pdf“ herunterladen, würde genau dieser Dateiname in das Feld Label eingetragen und an Google Analytics übermittelt werden.
  8. Treffer ohne Interaktion wird auf Falsch gesetzt. Das bedeutet, dass dieses Ereignis als Interaktion gezählt wird und damit die Absprungrate positiv beeinflusst.
    Das hat folgenden Hintergrund: Wenn ein Besucher direkt auf eure Downloadseite kommt (z.B. über die organischen Suchergebnisse von Google), eine Datei herunterlädt und die Seite anschließend verlässt, würde Google Analytics dies als Absprung werten. Schließlich wurde nach dem Aufruf der Download-Seite keine weitere Seite mehr aufgerufen. Tatsächlich hat der Benutzer ja durchaus noch mit eurer Downloadseite interagiert: Er hat nämlich auf einen Download-Link geklickt. Damit dieses Ereignis als Interaktion gewertet wird und damit positiven Einfluss auf die Berechnung der Absprungrate hat, wird Treffer ohne Interaktion auf Falsch gesetzt.
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 3
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 3
  1. Unter Weitere Einstellungen >> Festzulegende Felder wird anonymizeIp ausgewählt und auf true gesetzt, um den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden.
  2. Schließlich muss nur noch der Trigger ausgewählt werden, der das Tag auslösen soll. Wählt den Trigger Download einer Datei
  3. Dann abspeichern, und das Tag ist fertig eingerichtet.

Nicht vergessen: Damit das neue Tag und der Trigger wirksam werden, müssen die Änderungen im Google Tag Manager veröffentlicht werden.

Im Tag Manager sind wir damit fertig. Nun können wir in Google Analytics Daten über Klicks auf Download-Links sammeln und analysieren.

 

Downloads in Google Analytics auswerten

Nach das neue Tracking über den Tag Manager veröffentlich wurde, werden in Google Analytics die Klicks auf Download-Links erfasst. Deshalb werfen wir jetzt einen genaueren Blick auf die erfassten Daten.

Downloads in Ereignisberichten

Wenn eurer Tracking funktioniert, sollten Klicks auf Download-Links in den Echtzeitberichten angezeigt werden. Unter Echtzeit >> Ereignisse findet ihr die Echtzeitberichte für Ereignisse:

Google Analytics: Downloads in den Echtzeitberichten
Google Analytics: Downloads in den Echtzeitberichten

Eine Übersicht zu den erfolgten Downloads findet ihr in den Ereignisberichten von Google Analytics. Wählt den Bericht Verhalten >> Ereignisse >> Übersicht aus und dann Vollständigen Bericht anzeigen.

Google Analytics: Downloads in der Ereignisübersicht
Google Analytics: Downloads in der Ereignisübersicht

In der anschließenden Übersicht könnt ihr als primäre Dimensionen Ereigniskategorie, Ereignisaktion und Ereignislabel auswählen und erhaltet detaillierte Daten zu den erfolgten Downloads.

Zum Beispiel nach Dateityp:

Google Analytics: Auflistung der Downloads nach Dateityp
Google Analytics: Auflistung der Downloads nach Dateityp

Oder auch aufgesplittet nach den einzelnen heruntergeladenen Dateien:

Google Analytics: Auflistung der Downloads nach einzelnen Dateien
Google Analytics: Auflistung der Downloads nach einzelnen Dateien

Wenn man wissen möchte, woher die Besucher kamen, die Downloads angefordert haben, kann man die Berichte z.B. mit Quelle/Medium als sekundärer Dimension erweitern:

Google Analytics: Auswertung der Downloads nach einzelnen Dateien und Trafficquellen
Google Analytics: Auswertung der Downloads nach einzelnen Dateien und Trafficquellen

Noch mehr Analysemöglichkeiten ergeben sich, wenn ihr die Download-Ereignisse als Zielvorhaben definiert. Wie man Ereignisse in Zielvorhaben überführt, erkläre ich in Teil 4 dieser Artikelserie: Conversion Tracking, Abschnitt 3.2 Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten.

 

Fazit

Das Einrichten eines Download-Trackings ist mit dem Tag Manager keine schwere Sache. Die notwendigen Schritte könnt ihr weitestgehend ohne Programmierkenntnisse umsetzen und erhaltet ein sehr flexibles Tracking für alle gewünschten Dateitypen.

In Google Analytics lassen sich die Daten anschließend aufgliedern nach

  • Summe aller Dateidownloads
  • Summe der Downloads pro Dateityp
  • Summe der Downloads pro Datei

Die Daten sind mit weiteren Dimensionen und Segmenten in Analytics problemlos kombinierbar. So könnte man z.B. ohne Schwierigkeiten ermitteln, über welche Trafficquellen am meisten Downloads erzielt werden, oder welche Downloadanteile auf die verschiedene Gerätekategorien (Desktop, Tablet, Smartphone) entfallen.

Wenn ihr die Downloads auch in Conversion-Berichten auswerten möchtet, solltet ihr aus den Download-Ereignissen entsprechende Zielvorhaben ableiten.

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E-Commerce

So gründest du einen Webshop

Es gehört heutzutage zum Standard, dass wir unsere Einkäufe im Internet tätigen. Denn es bietet uns die Möglichkeit, nicht bei Wind und Wetter zum nächsten Laden laufen zu müssen, sondern bequem vom Sofa aus zu bestellen. Andererseits ermöglicht es Unternehmen, ihren Absatzmarkt zu erweitern, eine größere Zielgruppe anzusprechen und Neukunden zu akquirieren. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass sich immer mehr Menschen über Produkte im World Wide Web informieren und ein Online-Shop daher für den Nutzer attraktiv sein muss. Wenn du den Schritt in die Selbstständigkeit mit der Gründung eines Webshops wagen möchtest, gilt es demnach einiges zu beachten, damit aus deiner Idee ein lukratives Geschäft entsteht. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen dabei, erfolgreich einen Shop zu gründen.

Gründung Webshop

1. Ein Online-Shop will finanziert werden

Wie jeder Neugründer hast du eine Geschäftsidee, von der du überzeugt bist. Diese gilt es nun adäquat umzusetzen, damit deine Selbstständigkeit nicht endet, wo sie eigentlich beginnen sollte. Damit deine Unternehmung von Erfolg gekrönt ist, empfehlen wir dir, einen Businessplan zu erstellen. Der bringt nämlich einige Vorteile mit sich:

  • Du verschaffst dir einen Überblick über die Umsetzung sowie die Erfolgschancen deiner Idee.
  • Fehler werden von dir rechtzeitig gefunden und können behoben werden, bevor sie dir Schaden zufügen.
  • Er wird dir gegebenenfalls dabei helfen, notwendige Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.

Sofern du mit dem Gedanken spielst, einen Kredit, ein Darlehen oder Fördermittel beim Staat, der Bank und/oder bei privaten Investoren zu beantragen, hilft dir der Businessplan. Denn er zeigt externen Geldgebern, ob sich eine Investition in dein Unternehmen lohnt bzw. als gewinnbringend erweisen könnte.

2. Gewerbeanmeldung nicht vergessen

Wenn du dich selbstständig machst und einen Webshop gründest, bist du zu einer Anmeldung beim Gewerbeamt gesetzlich verpflichtet. Weiterhin musst du deine Selbstständigkeit dem örtlichen Finanzamt melden, um deine Umsatzsteuernummer zu erhalten. Je nachdem was für Produkte du anbietest bzw. in welcher Branche du tätig bist, kann auch der Gang zur zuständigen Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer notwendig sein. Informiere dich frühzeitig darüber, welche Behördengänge vor dir liegen.

3. Was macht eine erfolgreiche Webseite aus?

Du musst dir von Vornherein im Klaren darüber sein, dass Konsumenten stets den Weg des geringsten Widerstandes gehen werden. Das bedeutet, dass dein Online-Shop folgende Punkte beinhalten muss, um zum einen einen professionellen Eindruck zu hinterlassen, und zum anderen die Konsumenten auf deiner Plattform zu halten:

  • Ein ansprechendes Design
  • Eine leichte Bedienung bzw. Navigation
  • Eine funktionelle Aufteilung in einzelne Kategorie- und Produktseiten
  • Eine Suchfunktion
  • Aussagekräftige Produktfotografien
  • Detaillierte Texte mit Mehrwert für den Kunden
  • Optimierung des Inhalts für mobile Endgeräte
  • Ein großes Angebot an aktuellen Zahlungsmitteln wie Paypal, Kreditkarte, Lastschrift oder Sofortüberweisung

Du musst den Nutzern den Bestellvorgang so einfach wie möglich machen. Durch die Suchfunktion können sie entweder gezielt nach dem einzelnen Produkt suchen oder sich einen Überblick über die Produktkategorie verschaffen. Wenn sie zu lange suchen müssen und nicht fündig werden, verlassen sie deinen Shop und kaufen woanders ein.

4. Rechtsschutz ist enorm wichtig

Zunächst einmal ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass ein seriöses Unternehmen sowohl die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als auch das Impressum gut sichtbar für die Kunden positioniert. Denn dies ist für Verbraucher ein sicheres Zeichen dafür, dass sie bei einem seriösen Anbieter ihre Produkte kaufen. Ebenso wichtig sind außerdem folgende Informationen:

  • Rückgabe
  • Garantie
  • Preise
  • Versandkosten
  • Lieferzeiten
  • Widerrufsbelehrung

Betreiber eines Online-Shops müssen stets die aktuellen Vorschriften im Blick behalten. Denn noch immer kursieren veraltete Versionen der Widerrufsbelehrung auf diversen Verkaufsseiten. Diese wurde jedoch 2014 geändert. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

5. Vertrieb und Logistik

Ein Webshop besteht aus mehr, als die Webseite zu pflegen und die verkauften Produkte an die Kunden zu verschicken. Spätestens, wenn dein Geschäft wächst und deine Umsätze steigen, musst du stets einen Überblick über deine Warenein- sowie ausgänge behalten, um effektiv Handel betreiben zu können. Ich empfehle dir daher ein vernünftiges Warenwirtschaftssystem, denn dieses hilft dir dabei, folgende Dinge zu meistern:

  • Sammlung der Bestellungen
  • Überwachung des Lagerbestands
  • Erstellen von Aufträgen sowie Rechnungen
  • Buchhaltung
  • Lagerwirtschaft

Dafür gibt es spezielle Software, die dir anzeigt, wenn es nur noch wenige Exemplare eines Produktes gibt und füllt deinen Lagerbestand gegebenenfalls selbstständig wieder auf.
Lager ist ein wichtiges Stichwort. Du darfst nämlich nicht vergessen, dass du deine angebotenen Güter adäquat lagern musst. Dafür benötigst du geeignete Räumlichkeiten. Diese sind zwingend notwendig, auch wenn sie für zusätzliche Kosten sorgen. Ebenso wichtig wie die Lagerung ist der Versand. Du als Jungunternehmer hast wahrscheinlich ein begrenztes Budget und wirst dir keinen eigenen Fuhrpark leisten können. Weiterhin sind Fahrzeuge und Behälter notwendig. Da dies mit enormen Kosten verbunden ist, entscheiden sich viele Unternehmen dafür, diesen Teil an einen Behälterlogistiker wie Sprintbox auszulagern. Für einen fairen Preis liefern diese Unternehmen nicht nur die verkauften Waren von A nach B, einige Firmen stellen zusätzlich die notwendigen Behälter, Paletten und Container für einen vorschriftsmäßigen Transport zur Verfügung.

6. Die richtigen Werbemaßnahmen für deinen Webshop

Seid euch stets bewusst, dass es im Onlinehandel sehr viel Konkurrenz gibt. Um besser zu sein, müsst ihr frühzeitig anfangen, kräftig die Werbetrommel zu rühren. Ich empfehle euch, von Anfang an eine Cross-Media-Marketingstrategie durchzuführen. Das bedeutet, dass ihr sowohl Online-Marketing als auch Printwerbung betreibt. Auch mit einem knappen Budget könnt ihr adäquate Werbemaßnahmen ergreifen:

  • Macht in den Sozialen Medien auf euch aufmerksam!
  • Flyer, Visitenkarten und Prospekte ziehen ebenfalls eine große Zielgruppe an.
  • Nutzt Streuartikel und verteile vielleicht ein paar kleine Werbegeschenke.
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Google Analytics für Einsteiger, Teil 9: Tracking von 404-Fehlerseiten

1. Darum solltet Ihr 404-Fehlerseiten überwachen

Keiner mag sie und doch wird man sie nicht los: Die Rede ist von den 404-Fehlerseiten, die ein Webserver ausliefert, wenn unter der angeforderten URL nichts gefunden wurde. Auf unseren eigenen Websites gehen wir davon aus, dass die internen Verlinkungen schon (hoffentlich!) alle richtig sein werden. Schließlich haben wir ja sauber gearbeitet, oder?

Trotzdem können 404-Fehler auftreten: Zum Beispiel, wenn externe Links zu eurer Seite nicht korrekt gesetzt wurden. Oder wenn ihr in euren Werbekampagnen fehlerhafte URLs nutzt. Bei Änderungen der Seitenstruktur treten 404-Fehler gerne gehäuft auf, und sind zum Teil nur mit viel Fleißarbeit zu beheben.

Ganz ehrlich: Wie oft kontrolliert ihr eure Server-Logs auf 404-Fehlermeldungen? Wahrscheinlich nicht allzu häufig, oder? In vielen Fällen habt ihr vielleicht noch nicht einmal Zugriff auf die Weblogs und erfahrt von nicht gefundenen Seiten nur aus eigener Erfahrung oder durch die Hinweise von Besuchern eurer Website.

Wenn ihr eure Website bereits mit Google Analytics überwacht, lässt sich das Tracking mit wenigen Schritten auch auf die 404-Fehlerseiten erweitern. So könnt ihr genau überwachen, wann 404-Fehler auftreten, welche fehlerhafte URLs aufgerufen wurden und ggfs. auch, wo sich der falsch gesetzte Link befindet.

Natürlich lassen sich Verlinkungen auch mit Hilfe der Google Search Console oder externer SEO-Werkzeuge zur Onpage-Analyse aufspüren. Doch beide Ansätze haben den Nachteil, dass es insbesondere bei großen Websites länger dauern kann, bis fehlerhafte Verlinkungen in den Fehlermeldungen auftauchen. In der Zwischenzeit haben sich jedoch schon viele Besucher über falsche Links geärgert.

In diesem Artikel zeige ich euch, wie ihr 404-Fehlerseiten in Google Analytics tracken könnt.

 

2. Vorteile des Trackings mit Google Analytics

  • Schnelle Ergebnisse: Fehlerhafte Links werden identifiziert, sobald ein Besucher auf sie geklickt hat.
  • Priorisierung: Ihr seht in Analytics, welche fehlerhaften Links besonders häufig 404-Fehlermeldungen verursachen und deshalb mit Priorität korrigiert werden sollten.

Ein Nachteil soll nicht unerwähnt bleiben: Man wird in der Regel nie alle fehlerhaften Links mit dieser Methode erfassen können, weil kein systematisches Crawling der Website erfolgt, sondern basierend auf dem Nutzerverhalten Fehlermeldungen getrackt werden. Allerdings bedeutet dies umgekehrt, dass jene fehlerhaften Verlinkungen, die für die Benutzer besonders ärgerlich und damit relevant sind, auch zuerst in Google Analytics sichtbar werden.

Los geht’s:

 

3. Einrichten des Trackings im Google Tag Manager

Das Tracking wird im Google Tag Manager eingerichtet. Anschließend können wir in Google Analytics die Aufrufe von 404-Fehlerseiten auswerten.

Für das Tracking benötigen wir im Tag Manager eine benutzerdefinierte Variable, einen Trigger und das Tag für die 404-Fehlerseite.

 

3.1. Benutzerdefinierte Variable einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen auf NEU.

Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten
Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 1

Im sich nun öffnenden Fenster wird die Variable definiert:

Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Benutzerdefinierte Variable einrichten, Schritt 2
  1. Gebt der Variablen den Namen Page Title.
  2. Die Variable ist vom Typ JavaScript-Variable.
  3. In das Feld Name der globalen Variablen wird document.title eingetragen.
  4. Abspeichern, und die Variable Page Title ist fertig definiert.

In der Variablen Page Title haben wir damit den Titel des aktuell geladenen Dokumentes verfügbar. Im nächsten Schritt nutzen wir diese Information und legen einen Trigger an, der ausgelöst wird, wenn die 404-Fehlerseite geladen wird.

 

3.2. Trigger für 404-Fehlerseite einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 1
Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 1

Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger definiert wird:

Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Trigger einrichten, Schritt 2
  1. Der Trigger bekommt den Namen 404 Fehlerseite aufgerufen.
  2. Der Typ des Triggers ist Seitenaufruf.
  3. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Einige Seitenaufrufe aus, weil wir jetzt eine Bedingung für das Auslösen des Triggers definieren müssen.
  4. Jetzt kommt unsere benutzerdefinierte Variable Page Title zum Einsatz: Wählt im ersten Feld Page Title aus, dann enthält, und schließlich tragt ihr den Titel eurer 404-Fehlerseite ein. Auf meiner Website lautet der Titel zum Beispiel Seite wurde nicht gefunden. 404-Fehler. und genau dieser Text wird jetzt in das letzte Feld eingetragen. Bei euch wird die Fehlerseite mit Sicherheit einen anderen Titel haben, den Inhalt dieses Feldes müsst ihr also anpassen.
  5. Dann abspeichern, und der Trigger ist angelegt.

 

Wichtig: Der Seitentitel der 404-Fehlerseite muss eindeutig sein und darf für keine anderen Seiten verwendet werden. Ansonsten würde der Trigger auch bei Seitenaufrufen auslösen, die nicht zu einer 404-Fehlerseite gehören.

Jetzt muss nur noch das Tag definiert werden, und wir haben ein funktionierendes Tracking für 404-Fehlerseiten.

 

3.3 Tag für 404-Fehlerseite einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 1
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 1

Im folgenden Fenster wird das Tag eingerichtet:

Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 2
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 2
  1. Das Tag erhält den Namen UA – 404 Fehler. Den Zusatz UA schreibe ich zwecks der Übersichtlichkeit gerne an den Anfang von Universal Analytics Tags, das ist aber nicht notwendig.
  2. Als Tag-Typ wird Universal Analytics ausgewählt.
  3. Im nächsten Feld musst Du die Tracking-ID der Analytics Property eingegeben, in die die erfassten Daten gesendet werden sollen. Ich habe die Tracking-ID in der benutzerdefinierten Variablen {{UA Tracking-ID}} hinterlegt, man kann die Tracking-ID natürlich auch direkt eingegeben.
  4. Der Tracking-Typ wird auf Ereignis geändert.
  5. In das Feld Kategorie wird 404 Fehler eingetragen. Unter dieser Ereigniskategorie sind die Aufrufe der 404-Fehlerseiten später in Google Analytics zu finden.
  6. In das Feld Aktion wird 404 Fehler bei Seitenaufruf: {{Page URL}} eingetragen. Die Variable {{Page URL}} enthält die URL der aufgerufenen Seite, die zu der 404-Fehlermeldung geführt hat.
  7. In das Feld Label wird Referrer: {{Referrer}} eingetragen, damit wir in Analytics sehen können, woher der Seitenaufruf kam, der die 404-Fehlermeldung verursacht hat.
  8. Treffer ohne Interaktion wird auf Wahr gesetzt, damit dieses Ereignis die Absprungrate nicht positiv beeinflusst.
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 3
Google Tag Manager: Tag einrichten, Schritt 3
  1. Unter Weitere Einstellungen >> Festzulegende Felder wird anonymizeIp ausgewählt und auf true gesetzt, um den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden.
  2. Schließlich muss nur noch der Trigger ausgewählt werden, der das Tag auslösen soll. Wir wählen den Trigger 404 Fehlerseite aufgerufen aus.
  3. Dann abspeichern, und das Tag ist fertig eingerichtet.

 

Nicht vergessen: Damit das neue Tag und der Trigger wirksam werden, müssen die Änderungen im Google Tag Manager veröffentlicht werden.

Im Tag Manager sind wir damit fertig.

 

4. 404-Fehlerseiten in Google Analytics analysieren

Die Daten über 404-Fehler werden jetzt an Google Analytics gesendet. Es ist Zeit, einen genaueren Blick auf diese Daten zu werfen. Dafür bietet sich in Analytics der Bericht Verhalten >> Ereignisse >> Übersicht an. Wählt dann die Ereigniskategorie 404 Fehler aus.

Google Analytics: Ereignisberichte
Google Analytics: Ereignisberichte

Ändert auf der Folgeseite die Primäre Dimension auf Ereignisaktion und fügt Ereignislabel als Sekundäre Dimension hinzu:

Google Analytics: Ereignisbericht für 404-Fehler
Google Analytics: Ereignisbericht für 404-Fehler

Nun kann genau analysiert werden, welche Seitenaufrufe zu 404-Fehlermeldungen geführt haben, und wo die entsprechende fehlerhafte Verlinkung zu finden ist:

Fall 1: Direkte Zugriffe mit falschen URLs

Direkte Zugriffe mit falschen URLs erscheinen mit leerem Referrer in der Spalte Ereignisaktion. In diesen Fällen ist zu unterscheiden:

  • Die Ursache könnte in einem Tippfehler in der Adresszeile des Browsers liegen. Dann muss man nicht weiter tätig werden.
  • Es kann sich aber auch um eine in den Favoriten des Browsers abgespeicherte URL handeln, die auf eurem Webserver nicht mehr existiert. Dann solltet ihr eine saubere 301-Weiterleitung auf eine möglichst gut passende andere Unterseite einrichten, damit der Besucher keine 404-Fehlermeldung zu sehen bekommt, sondern auf eine Seite geleitet wird, die seiner ursprünglichen Intention entspricht.

 

Fall 2: Falsch gesetzte Backlinks

Falsch gesetzte Backlinks könnt ihr mit dieser Methode auch erkennen. In der Spalte Ereignisaktion werden externe URLs ebenfalls ausgeben. Wenn möglich, solltet ihr in diesen Fällen den Webmaster der verlinkenden Website kontaktieren und um eine Korrektur des Links bitten. Alternativ wäre auch hier die Einrichtung einer 301-Weiterleitung möglich, um das Problem in den Griff zu bekommen.

 

Fall 3: Fehlerhafte interne Links

Fehlerhafte interne Links findet ihr mit dieser Methode natürlich auch. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich auf der Seite https://www.ebernickel.de/webanalyse/ der Link zu https://www.ebernickel.de/falsch-seite.htm befindet. Der Link kann dann umgehend korrigiert werden.

 

Fazit

Das Tracking von 404-Fehlermeldungen mit dem Google Tag Manager und Google Analytics ermöglicht das schnelle Identifizieren fehlerhafter interner Verlinkungen ebenso wie falsch gesetzter Backlinks. Nicht vergessen: Diese Methode ist von den Interaktionen der Besucher abhängig und kann kein vollständiges Crawlen der Website nach fehlerhaften Verlinkungen ersetzen. Allerdings findet ihr mit diesem Ansatz sehr schnell jene falschen URLs, deren Korrektur für die Besucher der Website besonders relevant ist, weil sie viel genutzt werden.

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