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E-Mail Marketing im E-Commerce: Der große Einsteiger Guide

E-Mail Marketing gehört zu den wichtigsten Kanälen im E-Commerce. Online Shops, die das Medium E-Mail außerhalb von Bestell- und Versandbestätigungen nicht nutzen, verschenken ein großes Potenzial, Neukunden zu gewinnen, Bestandskunden zu binden und ihren Umsatz zu erhöhen. Doch auch wenn du bisher keine Newsletter oder andere E-Mail Kampagnen nutzt – es ist nie zu spät, den Kanal E-Mail für dich zu entdecken. Mit unserem umfassenden Überblick erfährst du, wie du deine E-Mail Kontaktliste und Kampagnen einrichtest und das Optimale aus ihnen herausholst.

 

Die Vorteile des E-Mail Marketing

Aus welchen Quellen bezieht dein Shop seinen Traffic? Welcher Kanal bringt dir den meisten Umsatz? Sinkende Reichweite in den sozialen Netzwerken, steigende Klickpreise in AdWords und die Auswirkungen von Google-Algorithmen sorgen nicht selten für unberechenbare Besucher- und Umsatzzahlen. Mit deiner eigenen E-Mail Liste bist du von Google und Social Media weitestgehend unabhängig und kannst zudem auf einen weiteren Kanal zurückgreifen, der dir Umsatz bringt. Eine größere Channel Diversity verringert dein Risiko und macht dich flexibler in deinen Marketingmaßnahmen.

Mit Hilfe regelmäßig versendeter E-Mails bringst du dich deinen Kunden regelmäßig in Erinnerung und baust eine persönliche Beziehung zu ihnen auf. Durch hilfreiche oder unterhaltsame Inhalte positionierst du dich vor deinen Kunden als Experte, schaffst einen Mehrwert und erhöhst das Vertrauen – ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung. Auch als Instrument zur Kundenkommunikation und -interaktion kannst du den Kanal E-Mail nutzen: Bitte deine Kunden um Feedback, lade sie zu Umfragen ein, bewirb Gewinnspiele, Events oder Aktionen. Indem du Empfänger über neue Produkte und Sales informierst, kannst du direkt deinen Umsatz erhöhen.

Feedback E-Mail

Im Gegensatz zu anderen Kanälen hast du im E-Mail Marketing die Möglichkeit, Kunden noch gezielter mit personalisierten Inhalten und Angeboten anzusprechen. Mit Hilfe von A/B Tests und regelmäßigen Auswertungen deiner Kampagnen optimierst du die Performance deiner E-Mails. Professionelle Anbieter halten hierzu eine Vielzahl ausführlicher Statistiken bereit.

Vorab: Was möchtest du mit deinen E-Mails erreichen?

Auch wenn du weißt, wie wertvoll der Kanal E-Mail grundsätzlich für dein Unternehmen und deinen Online Shop sein kann, solltest du dir schon zu Beginn Gedanken machen, welche Ziele du verfolgst. Möchtest du bestehende und potenzielle Kunden an deine Marke binden, Vertrauen aufbauen, dich als Experte auf deinem Fachgebiet präsentieren? Oder sollen deine E-Mail Kampagnen primär den Absatz erhöhen, indem du Kunden über neue Produkte und Sonderangebote informierst? Vielleicht möchtest du Kunden ein besseres Erlebnis bieten, indem du sie nach dem Kauf mit wichtigen Informationen zum Produkt versorgst oder du nutzt E-Mails als Tool, um Kunden nach ihrer Meinung zu befragen oder sie um Bewertungen zu bitten. Übrigens: du musst dich natürlich nicht auf ein Ziel festlegen. Abhängig von den Ressourcen, die dir zur Verfügung stehen, kann es jedoch sinnvoll sein, ein der zwei primäre Ziele festzulegen. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn du mit dem E-Mail-Marketing erst anfängst und dich angesichts der vielseitigen Möglichkeiten dieses Kanals überfordert fühlst.

Strategie für deine E-Mail Marketing Maßnahmen sollte immer der erste Schritt sein, um entsprechende Kampagnen einrichten und Ressourcen dafür planen zu können. Für redaktionelle Inhalte beispielsweise benötigst du selbst oder ein Redakteur in deinem Team regelmäßig Zeit, um diese zu erstellen. Schon eine persönliche Einleitung in jedem Produkt-Newsletter bedeutet Aufwand. Plane am besten vorab, wie oft und in welcher Form du E-Mails verschicken möchtest.

Die ersten Schritte: Richte deine E-Mail Liste ein

Wenn du bisher noch keine Newsletter oder andere Kampagnen verschickst, ist der Anfang immer die Einrichtung einer Kontaktliste. Zunächst entscheidest du dich für einen Anbieter und ein Paket. Für eine begrenzte Anzahl an E-Mails pro Monat und eingeschränkte Funktionen kannst du eine kostenfreie Option wählen und später auf eine professionellere Variante mit mehr Möglichkeiten upgraden. Vergleiche die verschiedenen Anbieter und ihre Angebote, auch mit Blick auf deine Strategie. Möchtest du zum Beispiel Willkommensserien verschicken, findest du diese Funktion im Allgemeinen nur in kostenpflichtigen Paketen. Achte auch darauf, welche Möglichkeiten der Vorlagenerstellung dir geboten werden. Verfügst du nicht über das technische Know-how und möchtest du den Designaufwand auf ein Minimum beschränken, helfen dir vorgefertigte Vorlagen oder Editoren dabei, ein Anmelde-Widget zu erstellen, das auf allen Geräten optimal angezeigt wird und dein Corporate Design berücksichtigt.

Mailjet Anmelde Widget

Hast du dich für einen Anbieter entschieden und ein Paket gebucht, richtest du deine erste Liste ein. Nachdem du einen aussagekräftigen Namen vergeben hast, kannst du das Anmelde-Widget anlegen. Für den schnellen Einstieg bieten sich fertige Vorlagen an, die du mit wenig Aufwand an deine Marke anpasst. Möchtest du sicherstellen, dass dein Design so angezeigt wird, wie du dir das vorgestellt hast, schicke dir selbst eine Test E-Mail und prüfe auf verschiedenen Geräten, wie deine E-Mail angezeigt wird.

So gewinnst du deine ersten Abonnenten

Was nützt dir eine E-Mail Liste mit der perfekten Vorlage, wenn du keine Empfänger hast, die deine E-Mails lesen? Es gibt zahlreiche Strategien, mit denen du deinen Newsletter oder deine Kampagne bewerben und die ersten Abonnenten gewinnen kannst. Nutze dafür alle vorhandenen Kanäle, über die du mit deiner Zielgruppe und deinen Kunden kommunizierst.

Ergänze deine E-Mail Signatur in Geschäfts-E-Mails mit einem Link zur Anmeldeseite und einem kurzen Call-to-Action, der einen Benefit deiner Liste herausstellt. Informiere deine Fans und Follower auf allen Social Media Kanälen darüber, dass sie sich für deine E-Mails anmelden können. Nutze deinen Shop dafür, Sign-ups zu generieren. Idealerweise sollten Besucher auf jeder Seite eine Möglichkeit zur Anmeldung finden. Hierfür kannst du beispielsweise die Sidebar nutzen, den Footer oder Header deines Shops oder Elemente wie Layer und Pop-Ups.

Am besten funktioniert dies, wenn du Nutzern einen Grund gibst sich anzumelden. Ein Gutscheincode als Dankeschön für die Anmeldung kann beispielsweise eine effektive Motivation sein. Sei kreativ und überlege dir, was deiner Zielgruppe einen Mehrwert verschaffen könnte. Zur Inspiration ein paar Beispiele:

  • Ein Shop, der Kochutensilien, Gewürze oder Spezialitäten verkauft, könnte als Dankeschön für den Sign-up ein Kochbuch anbieten.
  • Ein Shop für Software könnte eine Bibliothek mit Tutorials nur für Abonnenten bereitstellen.
  • Eine Online-Buchhandlung könnte eine Liste mit empfehlenswerten Büchern aus jedem Genre anbieten oder ein eZine mit Autoreninterviews, Buchvorstellungen und Berichten von Events.
  • Ein Shop für Outdoorbedarf könnte Veranstaltungen mit Reiseberichten nur für Abonnenten durchführen oder diesen kostenfreien Eintritt ermöglichen.

Überlege dir vorab, welche Informationen neue Abonnenten erhalten sollen. In einer Willkommensserie beispielsweise kannst du dein Unternehmen und deinen Shop vorstellen, darauf hinweisen, welche E-Mails folgen werden, Links zu deinen Social Media Kanälen teilen, Nutzer auf wichtige Dokumente oder Tutorials hinweisen.

Kombiniere Marketing und Transaktionale E-Mails

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von E-Mails. Marketing E-Mails werden zu bestimmten Zeitpunkten an alle Empfänger oder bestimmte Segmente der Liste versendet: der regelmäßige Newsletter, der Hinweis auf Ihren Sommerschlussverkauf oder ein Unternehmensevent, eine besondere Aktion zu bestimmten Tagen im Jahr (Valentinstag, Ostern, Weihnachten, usw.) oder Ihre Produktneuheiten der Saison. Transaktionale E-Mails dagegen werden abhängig vom Verhalten eines Nutzers versendet, zum Beispiel aufgrund von abgebrochenen Warenkörben, bei der Anmeldung zum Newsletter, nach einem Kauf oder der Registrierung eines Kundenaccounts, bei der Versendung der Ware oder nachdem sich ein Kunde bestimmte Seiten in Ihrem Shop angesehen hat.

Das Ziel Transaktionaler E-Mails ist es, dem richtigen Empfänger zur richtigen Zeit die richtige E-Mail zu schicken und hierdurch die Kundenbindung und den Umsatz zu erhöhen. Hierzu zählen zum Beispiel Bestellbestätigungen, in denen du einen Gutscheincode für den nächsten Kauf zur Verfügung stellst, auf ähnliche Produkte hinweist oder Empfänger darum bittest dich weiterzuempfehlen. Achte in jedem Fall darauf, dass du dem Kunden einen echten Mehrwert bietest und deine E-Mail nicht als reine Werbung verstanden wird. Eine andere Möglichkeit ist es, Käufer von Verbrauchsprodukten nach einer bestimmten Zeit daran zu erinnern, dass sie das Produkt vielleicht nachbestellen möchten. Hat ein Kunde zwar den Warenkorb befüllt, aber den Kaufprozess anschließend abgebrochen, kannst du ihm eine freundliche Erinnerung schicken und dich erkundigen, ob er Hilfe oder weitere Informationen benötigt.

Die Kombination von transaktionalen und Marketing E-Mails ermöglicht eine einheitliche Kundenkommunikation und ein konsistentes Markenerlebnis für Empfänger. Achte hierbei darauf, dass Design, Ansprache und Inhalte aller E-Mails gut aufeinander abgestimmt sind. Kunden sollten dich als Absender klar erkennen können.

So nutzt du Personalisierung und Automatisierung für mehr Effektivität

Die persönliche Ansprache in E-Mails mit dem Vor- oder Nachnamen ist inzwischen Standard geworden. Doch die Personalisierung kann noch viel mehr. Mit Hilfe von Segmenten schickst du deinen Empfängern passgenaue Inhalte, die beispielsweise vom Wohnort, Geschlecht oder bestimmten Interessen abhängen oder sich nach dem Wert der Umsätze richten. Weise Kunden auf das nächste Ladengeschäft in ihrer Nähe oder relevante Veranstaltungen vor Ort hin. Empfehle passende Produkte aus der Herren- oder Damenkollektion. Die Möglichkeiten der Segmentierung sind so vielseitig wie die unterschiedlichen Branchen und Geschäftsmodelle im E-Commerce.

Automatsierten E-Mail Ablauf einrichtenAutomatisierte Workflows geben dir die Möglichkeit, Empfänger in jeder Phase des Kundenlebenszyklus anzusprechen. Vom ersten Kontakt bei der Anmeldung zum Newsletter oder der Einrichtung eines Kundenkontos bei der ersten Bestellung bis hin zu Treueaktionen für Premiumkunden gibt es zahlreiche Touchpoints, mit denen du die Beziehung zu deinen Kunden intensivieren und deinen Umsatz erhöhen kannst. Übrigens: Vorgefertigte Szenarien erleichtern dir die Arbeit bei der Einrichtung deiner Kampagnen und E-Mails. Erkundige dich bei deinem Anbieter, ob vordefinierte Lösungen angeboten werden.

E-Mail Segmente bestimmen

Optimiere deine Kampagnen durch Auswertungen und Tests

Wenn du Ziele für deine E-Mail Kampagnen festgelegt hast, ist es wichtig, die Performance deiner E-Mails regelmäßig auszuwerten. Daten wie beispielsweise Anzahl der Abmeldungen, die Öffnungs-, Klick- und Rücklaufraten deiner E-Mails geben dir Aufschluss darüber, wie erfolgreich die E-Mail jeweils war und damit die Möglichkeit, deine Kampagnen zu optimieren. Einen Schritt weiter gehst du mit gezielten Tests, beispielsweise einem A/B-Test, in dem du zwei verschiedenen Betreffzeilen gegeneinander testest.

Doch die Auswertung geht noch genauer: mit speziellen Parametern kannst du direkt nachvollziehen, was Empfänger nach dem Klick auf einen Link in deiner E-Mail in deinem Shop tun: welche Seiten sie besuchen und ob sie kaufen. Auf dieser Basis optimierst du deine Kampagnen weiter, indem du deine Liste weiter segmentierst und noch gezielter relevante personalisierte Inhalte versendest.

Fazit

Die ersten Schritte auf dem Weg zum professionellen E-Mail Marketing erfordern zwar etwas strategische Planung, aber kein umfangreiches technisches Know-how dank vorgefertigter Szenarien und Templates für deine E-Mail Kampagnen. Wenn du bisher das Medium E-Mail in deinen Marketing-Maßnahmen vernachlässigt hast, weißt du nach diesem Artikel, welche Potenziale du ungenutzt lässt und wie unkompliziert du eine E-Mail Liste und die ersten Kampagnen einrichten kannst. Mit vergleichsweise geringen Kosten und Aufwand kannst du deinen Kundenkreis erweitern und deine Umsätze erhöhen – zu einem hohen ROI.

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Google Analytics für Einsteiger, Teil 8: Cross-Domain Tracking

Das Cross-Domain Tracking – auch domainübergreifendes Tracking genannt – bereitet in Google Analytics häufig Kopfzerbrechen. Dabei ist die Einrichtung des Trackings eigentlich gar nicht so schwer, wenn man alle notwendigen Einstellungen berücksichtigt. In diesem Artikel zeige ich euch, wie ihr ein domainübergreifendes Tracking mit Google Analytics einrichtet.

1. Wofür benötigt man Cross-Domain Tracking?

Google Analytics unterstützt in seinen Grundeinstellungen zunächst kein domainübergreifendes Tracking von Besuchern. Jeder Property wird normalerweise genau eine Domain zugeordnet. Die Domain kann beliebig viele Subdomains beinhalten, wie etwa www.euredomain.tld, shop.euredomain.tld und blog.euredomain.tld. Wenn ihr jedoch eure Besucher über verschiedene Domains hinweg tracken möchtet, sind einige zusätzliche Einstellungen in Google Analytics nötig.

Beispiel:

Nehmen wir an, dass ihr einen Onlineshop unter der Adresse www.euer-onlineshop.tld betreibt. Für ein neues Produkt habt ihr eine Marketingkampagne gestartet, für die eine separate Microsite unter www.neues-super-produkt.tld genutzt wird. Die Microsite wird über verschiedene Kanäle beworben, z.B. Google AdWords, Facebook Ads & Twitter Ads. Besucher finden auf der Microsite viele Informationen zu dem neuen Produkt. Wenn sie es kaufen möchten, werden sie über einen Kaufen-Link auf euren Onlineshop unter www.euer-onlineshop.tld geleitet.

Das Problem: In der Analytics Property eures Onlineshops könnt ihr sehen, wie viel Traffic von der Microsite www.neues-super-produkt.tld in euren Shop geflossen ist, und wie viele Bestellungen aus dem Traffic generiert werden konnten. Was ihr leider nicht messen könnt, ist der Einfluss der Werbekampagnen auf die Sales: Denn die Kampagnen liefern Traffic auf die Domain www.neues-super-produkt.tld. Sobald ein Besucher in den Shop wechselt, wird in der Google Analytics Property des Shops eine neue Sitzung gestartet. Anhand dieser Sitzung könnt ihr nur noch feststellen, dass der Besucher über die Microsite zu euch gekommen ist. Welcher Werbekanal ursprünglich dahinter stand, ist nicht mehr zu erkennen.

Ohne Cross-Domain Tracking geht beim Wechsel der Domain die ursprüngliche Trafficquelle verloren
Ohne Cross-Domain Tracking geht beim Wechsel der Domain die ursprüngliche Trafficquelle verloren

Genau an dieser Stelle kommt das Cross-Domain Tracking zum Einsatz. Es erlaubt euch, einen Besucher über verschiedene Domains hinweg zu tracken, ohne dass beim Domainwechsel eine neue Sitzung in Analytics gestartet wird. So lässt sich die ursprüngliche Trafficquelle auch nach dem Wechsel des Besuchers zwischen den überwachten Domains immer feststellen. Wenn also ein Besucher über eine Facebook Ad auf eure Microsite gekommen ist und anschließend in eurem Onlineshop eine Bestellung tätigt, könnt ihr in Analytics genau erkennen, dass dieser Kauf auf eine Facebook Ad zurückzuführen ist.

Beim Cross-Domain Tracking bleibt die ursprüngliche Trafficquelle erhalten.
Beim Cross-Domain Tracking bleibt die ursprüngliche Trafficquelle erhalten.

Wichtig: Die Quell-/Medium-Information wird auf Sitzungsebene gespeichert. Deshalb muss gewährleistet sein, dass beim Wechsel zwischen den Domains keine neue Sitzung gestartet wird. Überprüft deshalb mit dem Google Tag Assistant, dass beim Domain-Wechsel die ursprüngliche Sitzung weiter geführt wird.

2. So wird das Cross-Domain Tracking eingerichtet

Das Cross-Domain Tracking lässt sich auf zwei verschiedene Arten einrichten. Wenn ihr den Universal Analytics Tracking Code direkt auf eurer Website eingebunden habt, muss der Tracking Code um einige Zeilen erweitert werden. Falls ihr bereits den Google Tag Manager verwendet, sind die Universal Analytics Tracking Tags um einige Einstellungen zu ergänzen.

Wir bleiben bei unserem obigen Beispiel und richten nun ein domainübergreifendes Tracking für die beiden Domains www.euer-onlineshop.tld und www.neues-super-produkt.tld ein.

2.1 Variante 1: Direkte Einbindung des Tracking Codes

Der Universal Analytics Tracking Code wird einige Zeilen erweitert (fett hervorgehoben):

<script>
  (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
  (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
  m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
  })(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
  ga('create', 'UA-XXXXXXXX-1', 'auto', {'allowLinker': true});
  ga('require', 'linker');
  ga('linker:autoLink', ['euer-onlineshop.tld', 'neues-super-produkt.tld'] );
  ga('set', 'anonymizeIp', true);
  ga('send', 'pageview');
</script>

Diesen Tracking Code müsst ihr auf beiden Websites integrieren. Denkt daran, die Tracking-ID UA-XXXXXXXX-1 durch eure eigene ID austauschen.

Wichtig: Beide Domains nutzen die gleiche Tracking ID! Die zu trackenden Domains werden ohne Subdomain (z.B. www.) eingetragen. Damit das Tracking dennoch funktioniert, muss in der Zeile ga(‚create‘ … hinter der Tracking-ID zwingend ‚auto‘ eingetragen werden.

2.2 Variante 2: Tracking Code wird über den Google Tag Manager integriert

Wenn ihr den Tag Manager verwendet, muss jedes Universal Analytics Tag für das domainübergreifende Tracking erweitert werden. Deshalb legen wir im ersten Schritt eine benutzerdefinierte Variable an, in der wir die einzelnen Domains speichern. So müsst ihr die Domains nicht bei jedem Tag einzeln eintragen.

Die zu trackenden Domains werden in einer Variablen gespeichert.
Google Tag Manager: Die zu trackenden Domains werden in einer Variablen gespeichert.
  1. Der Name der Variablen ist Auto Link Domains.
  2. Der Variablentyp ist Konstant.
  3. In das Feld Wert tragt ihr die Domains ein, die ihr über das Cross-Domain Tracking erfassen möchtet. Die einzelnen Domain werden jeweils mit einem Komma getrennt, also zum Beispiel: euer-onlineshop.tld,neues-super-produkt.tld
  4. Speichern.

Im zweiten Schritt erweitert ihr euer Tracking Tag um einige Einstellungen:

Google Tag Manager: Tag für domainübergreifendes Tracking erweitern
Google Tag Manager: Tag für domainübergreifendes Tracking erweitern
  1. Wählt in eurem Tracking Tag den Abschnitt Weitere Einstellungen aus.
  2. Wählt dann Festzulegende Felder aus.
  3. Fügt ein weiteres Feld hinzu. Der Feldname ist cookieDomain, und als Wert tragt ihr auto ein.
  4. Fügt noch ein Feld hinzu.Der Feldname ist allowLinker, und als Wert tragt ihr true ein.
  5. Im Abschnitt Domainübergreifendes Tracking tragt ihr in das Feld Automatisch verknüpfte Domains eure benutzerdefinierte Variable {{Auto Link Domains}}. In dieser Variable stehen die Domains, für die ein gemeinsames Tracking eingerichtet werden soll.
  6. Speichern.

Das waren bereits die Anpassungen, die ihr im Tag Manager vornehmen musstet. Falls ihr mehrere Universal Analytics Tags verwendet, denkt daran, diese Anpassungen für jedes einzelne Tag vorzunehmen.

2.3 Verweisausschlüsse festlegen

Alle Domains, die vom Cross-Domain Tracking erfasst werden, müssen in Google Analytics in die Verweis-Ausschlussliste eurer Property eingetragen werden.

Google Analytics: Verweis-Ausschlüsse für überwachte Domains hinzufügen
Google Analytics: Verweis-Ausschlüsse für überwachte Domains hinzufügen
  1. Wählt in der Verwaltung eurer Property den Punkt Tracking-Informationen und dann Verweis-Ausschlussliste aus.
  2. Klickt auf die Schaltfläche +Verweisausschluss hinzufügen.
  3. Fügt die Domains hinzu, für die ihr das Cross-Domain Tracking eingerichtet habt, also z.B. euer-onlineshop.tld und neues-super-produkt.tld.

2.4 Vollständige Seiten-URLs anzeigen

In Google Analytics wird normalerweise nicht die vollständige Seiten-URL inklusive des Domainnamens angezeigt, sondern nur der Seitenpfad (URI).

Beispiele für Seitenpfade:
/
/kontakt/
/shop/

Wenn mehrere Domains innerhalb einer Property getrackt werden, ist die reine Pfadangabe meist nicht mehr eindeutig. Es lässt sich nicht erkennen, auf welcher Domain die aufgerufene Seite liegt. Deshalb erweitern wir den Seitenpfad jetzt um die Domain, damit wir eine eindeutige Zuordnung der aufgerufenen Seiten erhalten. Dafür richten wir einen benutzerdefinierten Filter ein.

Google Analytics: Vollständige Seiten-URLs anzeigen lassen
Google Analytics: Vollständige Seiten-URLs anzeigen lassen
  1. Wählt die Datenansicht in eurer Property aus, in der ihr den Filter nutzen möchtet.
  2. Klickt auf den Eintrag Filter und dann auf die rote Schaltfläche +Filter hinzufügen.
  3. Gebt dem neuen Filter einen eindeutigen Namen, z.B. Vollständige Seiten-URL anzeigen.
  4. Der Filtertyp ist Benutzdefiniert.
  5. Wählt Erweitert aus.
  6. Im Abschnitt Feld A -> A extrahieren wird Hostname ausgewählt und (.*) eingetragen.
  7. Im Abschnitt Feld B -> B extrahieren wird Anforderungs-URI ausgewählt und (.*) eingetragen.
  8. Im Abschnitt Ausgabe in -> Konstruktor wird Anforderungs-URI ausgewählt und $A1$B1 eingetragen.
  9. Setzt einen Haken bei Feld A erforderlich.
  10. Setzt einen Haken bei Ausgabefeld überschreiben.

Dann nur noch abspeichern. Ab jetzt wird in der Dimension Anforderungs-URI nicht nur der Seitenpfad, sondern auch die Domain gespeichert.

3. Test & Überprüfung des Trackings

Die Einrichtung des domainübergreifenden Trackings scheint zunächst nicht sonderlich kompliziert. Doch in der Praxis funktioniert das Tracking dann häufig doch nicht auf Anhieb. Deshalb solltet ihr genau überprüfen, ob beim Wechsel zwischen den überwachten Domains wirklich keine neue Sitzung angelegt wird und die ursprüngliche Quell-/Medium-Informationen erhalten bleiben. Denkt bei der Überprüfung auch an Ereignistrackings, E-Commerce-Tracking usw. Falls ihr auf eurer Seite auch iframes benutzen solltet, wird das durchgehende Tracking dadurch leider ein wenig anspruchsvoller.

So überprüft ihr euer Cross-Domain Tracking

1. Test

Beim Wechsel zwischen den Domains wird an eure URLs ein zusätzlicher Parameter mit dem Namen _ga angehängt. Wenn dieser Parameter fehlt, funktioniert euer Cross-Domain Tracking definitiv nicht.

Beispiel:
Auf der Seite www.neues-super-produkt.tld/jetzt-neu.php befindet sich ein Link zu eurem Onlineshop www.euer-onlineshop.tld. Wenn ihr den Link anklickt, und die URL im Browser geladen wird, solltet ihr in der Adresszeile des Browser den zusätzlichen URL-Parameter _ga sehen:

http://www.euer-onlineshop.tld/?_ga=1.236687169.1921251045.1491907765

Der Wert des Parameters variiert natürlich, aber dieser Parameter muss beim Domainwechsel zwingend an die URLs gehängt werden.

2. Test

Wenn der _ga Parameter an eure URLs angehängt wird, kommen wir zum zweiten Test. Dafür benötigen wir den Google Tag Assistant. Mit dieser Chrome-Erweiterung lässt sich genau überprüfen, welche Daten von euren Tracking Codes an Google Analytics gesendet werden.

Im ersten Schritt rufen wir die Microsite www.neues-super-produkt.tld auf. Wir fügen der URL zwei utm-Parameter hinzu, um Quelle und Medium der Sitzung manuell zu setzen:

http://www. neues-super-produkt.tld/?utm_source=cdt-test-source&utm_medium=cdt-test-medium

Im Google Tag Assistant finden wir den Aufruf, der an Google Analytics abgesetzt wird:

Google Tag Assistant: Seitenaufruf auf der Microsite
Google Tag Assistant: Seitenaufruf auf der Microsite

Der Parameter cid ist für uns wichtig. Hinter ihm verbirgt sich die sogenannte Client ID. Sie sollte sich beim Wechsel zwischen den Domains nicht ändern. Die Client ID ist übrigens auch ein Bestandteil des _ga Parameters.

Dann folgen wir einem Link von der Microsite in den Onlineshop und kontrollieren den Pageview wiederum mit dem Tag Assistant:

Google Tag Assistant: Seitenaufruf im Onlineshop
Google Tag Assistant: Seitenaufruf im Onlineshop

Im Onlineshop wird von Google Analytics dieselbe Client ID verwendet, wie auf der Microsite. Damit haben wir schon viel erreicht.

Nun überprüfen wir noch zusätzlich, ob die Sitzung beim Wechsel der Domain erhalten bleibt. Wechselt dazu im Tag Assistant auf den Tab Google Analytics Report.

Google Tag Assistant: Überprüfung der Sitzung, Schritt 1
Google Tag Assistant: Überprüfung der Sitzung, Schritt 1

Wir sehen, dass genau eine Sitzung (und nicht zwei!) erfasst wurde. Außerdem wurde die Quell-/Medium-Information, die wir über die utm-Parameter mitgegeben hatten, der Sitzung korrekt zugeordnet.

Schauen wir uns die einzelnen Seitenaufrufe im Abschnitt Flow (weiter unten auf der Seite) noch einmal genauer an:

Google Tag Assistant: Überprüfung der Sitzung, Schritt 2
Google Tag Assistant: Überprüfung der Sitzung, Schritt 2

Die ersten beiden Seitenaufrufe finden auf der Microsite statt. Wir sehen, dass mit dem „Page Load 1“ eine neue Sitzung (Session Start) gestartet wird. Mit dem dritten Seitenaufruf erfolgt dann der Wechsel in den Onlineshop. Wenn an dieser Stelle wiederum „Session Start“ stehen würde, wäre das ein ganz klarer Hinweis darauf, dass das Cross-Domain Tracking nicht funktioniert. Im obigen Beispiel wird der dritte Seitenaufruf der gleichen Sitzung zugeordnet, obwohl er von einer anderen Domain stammt: Also arbeitet unser Cross-Domain Tracking richtig. :)

Fazit

Das Cross-Domain Tracking ermöglicht die Analyse des Benutzerverhaltens über mehrere Domains hinweg. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn sich eure Besucher über verschiedene Domains bewegen, bis sie eine Conversion auslösen. Denn dann erlaubt euch das domainübergreifende Tracking eine genaue Zuordnung der ursprünglichen Trafficquelle zu den erzielten Conversions. Typische Anwendungsfälle sind neben der Konstellation Microsite/Onlineshop auch Verbünde von Websites, die sich gegenseitig Nutzer zuspielen und extern eingebundene Inhalte (z.B. von Zahlungsdienstleistern), die die Integration eines eigenen Tracking Codes unterstützen.

Das Einrichten des domainübergreifenden Trackings geht meist recht schnell. Doch plant genügend Zeit ein, um eure Trackings ausführlich zu testen. Denn nur so könnt ihr sicherstellen, dass das domainübergreifende Tracking für alle möglichen Varianten richtig funktioniert.

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Google Analytics für Einsteiger, Teil 7: Einführung in den Google Tag Manager

In den letzten sechs Teilen dieser Artikelserie haben wir uns vor allem mit der Konfiguration von Google Analytics auseinandergesetzt. Doch inzwischen wird der Google Tag Manager immer häufiger in einem Atemzug mit Google Analytics genannt. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Google Tag Manager? Und warum sollte man sich mit ihm beschäftigen, wenn wir hier doch eigentlich von Google Analytics sprechen?
In diesem Artikel zeige ich euch, warum Google Analytics und der Google Tag Manager so ein starkes Team sind. Als Praxisbeispiel realisieren wir ein Tracking des in WordPress so beliebten Contact Form 7-Kontaktformulars.

Google Analytics für Einsteiger, Teil 7
Google Analytics für Einsteiger, Teil 7

Einführung in der Google Tag Manager

Für viele ist der Google Tag Manager noch immer Neuland, dabei ist das Tool schon seit fast fünf Jahren verfügbar. Doch erst jetzt wird der Tag Manager in der Breite sichtbar und in mehr und mehr Projekten eingesetzt. Übrigens aus gutem Grund: Denn mit dem Tag Manager lassen sich unterschiedlichste Tracking-Szenarien flexibel und mit geringem Programmieraufwand umsetzen.

Es wird also höchste Zeit, dass wir einen genaueren Blick auf den Tag Manager werfen.

 

1. Was ist der Google Tag Manager?

Der Name sagt es schon: Der Tag Manager ist ein Werkzeug zur Verwaltung der Tags bzw. Code-Snippets, die für das Tracking auf Websites benutzt werden. Der Google Tag Manager ist nicht auf Google Anwendungen wie zum Beispiel Analytics, AdWords, Optimize, etc. beschränkt. Ihr könnt mit ihm auch viele Tags von Drittanbietern wie etwa Twitter und Criteo einbinden. Benutzerdefinierte HTML-Tags erlauben zudem die Einbindung beliebiger weiterer Tracking-Tags oder JavaScript-Funktionen. Mit anderen Worten: Der Tag Manager ist ein offenes System von hoher Flexibilität, mit dem ihr sehr genau steuern könnt, welche Code-Snippets auf eurer Website ausgespielt werden sollen.

Google Tag Manager: Administrationsoberfläche
Google Tag Manager: Administrationsoberfläche

 

2. Vorteile des Google Tag Managers

Der Tag Manager bringt Übersicht in eure Tracking-Tags. Gerade auf Websites, die schon ein wenig länger online sind, entsteht im Laufe der Zeit häufig ein Wildwuchs verschiedenster Tracking-Codes. Wenn man Glück hat, wurden die eingebundenen Tracking-Codes dokumentiert, so dass man nachvollziehen kann, in welchen Bereichen der Website welche Codes zu welchem Zweck genutzt werden.

Meistens jedoch hat man kein Glück: Dann finden sich auf einer Website noch Tracking-Codes von Werbepartnern, mit denen schon seit Jahren nicht mehr zusammengearbeitet wird. Hingegen fehlen in Teilbereichen der Website einzelne Tracking-Codes, deren Daten man gut gebrauchen könnte. Noch fataler ist ein Relaunch der Website: Dann gehen häufig Tracking-Codes verloren, weil sie nirgendwo dokumentiert waren.  In der Folge wird eine Website manchmal wochenlang ohne Trackings betrieben.

Mit dem Google Tag Manager bekommt ihr endlich Ordnung und Übersicht in eure Tracking-Codes. Denn der Tag Manager ist die zentrale Schaltstelle, um Tags zu verwalten, zu konfigurieren und auf eurer Website auszuspielen. So habt ihr jederzeit den Überblick über eure Trackings.

Ein wichtiges Merkmal des Tag Managers ist sein sogenanntes Container-Tag, das von euch dynamisch mit verschiedensten Tracking-Tags gefüllt werden kann. Dieser Ansatz hat für euch einen großen Vorteil: Für die meisten Trackings reicht es nämlich aus, die beiden Code-Snippets des Container-Tags auf eurer Website zu implementieren. Die Trackings selber konfiguriert ihr dann im Tag Manager und legt fest, unter welchen Bedingungen, sie über das Container-Tag auf eurer Website ausgespielt werden sollen. Das Container-Tag ersetzt also alle manuell integrierten Tags.

Auf diese Weise könnt ihr zusätzliche Tracking-Tags auf eurer Website ausspielen, ohne in den Code eurer Website eingreifen zu müssen. Ihr fügt ein neues Tag einfach in den Container des Tag Managers hinzu und veröffentlicht die Änderung. Anschließend enthält das Container-Tag auf eurer Website das neue Tracking-Tag.

Doch das ist nicht alles, denn der Tag Manager geht noch einen Schritt weiter: Er ermöglicht euch, Funktion und Verhalten der Tracking-Tags regelbasiert festzulegen. Ihr könnt über den Tag Manager steuern, wann zum Beispiel ein Google Analytics Tag ausgelöst werden soll (etwa bei einem Pageview oder beim Absenden eines Formulars). Ferner könnt ihr definieren, welche Daten das Tag an Google Analytics (oder Facebook, Twitter, etc.) übermitteln soll. Dies macht den Tag Manager enorm anpassungsfähig und in den meisten Fällen könnt ihr diese Regeln ohne zusätzlichen Programmieraufwand auf eurer Website umsetzen. Es gibt einige Situationen, in denen ihr zusätzlichen Code auf euren Webseiten benötigen werdet, doch dazu mehr im Abschnitt Data Layer.

Auf einen Blick: Die Vorteile des Google Tag Managers

  • Auf der Website muss nur noch ein Code-Snippet eingebunden werden
  • Zentrale Verwaltung aller Tracking-Tags
  • Änderungen an den Trackings sind durch integrierte Versionsverwaltung jederzeit nachvollziehbar
  • Die Realisierung zusätzlicher Trackings ist in den meisten Fällen ohne Eingriff in den Code der Website möglich
  • Tools wie der Vorschaumodus und der Tag Assistant erleichtern das Testing und Debugging

 

3. Die Tag Manager Basics

Bevor wir mit den Praxisbeispielen starten, möchte ich euch kurz noch einige Begriffe erklären, die euch bei der Arbeit mit dem Tag Manager immer wieder begegnen werden: Tags, Trigger, Variablen und der Data Layer. Was verbirgt sich dahinter?

 

3.1 Tags

Google Tag Manager: Tags
Google Tag Manager: Tags

Hinter den Tags verbergen sich die kleinen Code-Snippets, die über den Tag Manager auf eurer Website ausgespielt werden. Meist werden Tags verwendet, um Daten über die Nutzung eurer Website an Dritte zu senden. Der Tag Manager bietet euch derzeit über 50 Tags verschiedenster Anbieter, darunter natürlich auch das Universal Analytics-Tag, um Daten an Google Analytics zu senden und das AdWords-Conversion-Tracking-Tag, mit dem Informationen über Conversions an euer AdWords-Konto gesendet werden können. Ergänzend dazu könnt ihr mit Hilfe der benutzerdefinierten Tags beliebige Code-Snippets in das Container-Tag einfügen.

Mehr Informationen zu Tags: https://support.google.com/tagmanager/answer/3281060?hl=de

In der Konfiguration des Tags wird festgelegt, welche Daten das Tag erfassen und senden soll. Damit ist jedoch nicht definiert, wann das Tag eigentlich ausgelöst wird, z.B. durch einen Pageview oder ein abgeschicktes Kontaktformular. Deshalb benötigt ihr zusätzlich ihr noch eine Steuerung, die das Tag genau dann auslöst, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Zu diesem Zweck verknüpfen wir jedes Tag mit einem sogenannten Trigger.

 

3.2 Trigger

Google Tag Manager: Trigger
Google Tag Manager: Trigger

Mit Hilfe des Triggers beschreiben wir die Bedingung, unter der ein bestimmtes Tag ausgelöst werden soll. Einige Beispiel für solche Bedingungen:

Löse ein Tag aus,

  • wenn eine Seite aufgerufen wurde.
  • wenn ein Kontaktformular abgesendet wurde.
  • wenn eine PDF-Datei heruntergeladen wurde.
  • wenn ein Besucher bis zum Ende der Seite gescrollt hat.
  • wenn auf einen Social Sharing Button geklickt wurde.
  • wenn sich ein Besucher für den Newsletter angemeldet hat.
  • wenn eine Bestellung aufgegeben wurde.

Wie auch immer die Bedingung lautet: Der Trigger wird mit einem Tag verknüpft und steuert, ob das Tag Daten senden darf. Der Trigger ist für das Tag also so etwas wie eine Ampel: Solange die Triggerbedingung nicht erfüllt ist, gibt der Trigger dem Tag ein rotes Signal: Das Tag wird nicht ausgelöst und sendet keine Daten. Wird die Bedingung erfüllt – zum Beispiel durch ein abgeschicktes Kontaktformular  – gibt der Trigger das Tag frei, und das Tag sendet Daten.

Ein Trigger kann mit mehreren Tags verknüpft werden. Dann würden beim Erfüllen der Trigger-Bedingung mehrere Tags auf einmal ausgelöst werden. Umgekehrt wird ein Tag, das mit keinem Trigger verknüpft wurde, niemals Daten senden. Ein Tag muss immer von einem Trigger ausgelöst werden, um aktiv zu werden.

Weitere Informationen zu Triggern: https://support.google.com/tagmanager/answer/6106961?hl=de

 

3.3 Variablen

Google Tag Manager: Variablen
Google Tag Manager: Variablen

Variablen sind im Google Tag Manager allgegenwärtig. Ihr werdet sie in der Regel immer dann brauchen, wenn ihr Tags und Trigger einrichtet. In einer Variablen werden Informationen abgelegt, die ihr z.B. in einem Trigger zum Überprüfen einer Bedingung nutzen könnt. Häufig wird der Inhalt von Variablen auch mit Hilfe eines Tags zum Beispiel an Google Analytics gesendet.

Es gibt im Google Tag Manager eine Vielzahl sogenannter integrierter Variablen:

  • Page URL: Die URL der aufgerufenen Seite
  • Click ID: Die ID des angeklickten Elementes
  • Referrer: Die Verweis-URL der aufgerufenen Seite
  • und noch viele mehr…

Weitere Informationen zu  integrierten Variablen: https://support.google.com/tagmanager/answer/7182738?hl=de

Zusätzlich könnt ihr eigene Variablen definieren. Sie erlauben euch den Zugriff auf weitere Informationen, wie zum Beispiel auf das Protokoll der angeklickten URL, den Seitentitel der aufgerufenen Seite und noch vieles mehr. Ihr könnt sogar JavaScript-Funktionen nutzen, z.B. um den Dateityp einer heruntergeladenen Datei zu bestimmen oder einen Cookie zu platzieren.  Mehr Informationen zu benutzerdefinierten Variablen findet ihr hier: https://support.google.com/tagmanager/answer/6106899

 

3.4 Data Layer

Eine weitere wichtige Komponente des Google Tag Managers ist der sogenannte Data Layer, häufig auch Datenschicht genannt. Vereinfacht könnte man sagen, dass der Data Layer immer dann zum Einsatz kommt, wenn ihr zusätzliche Informationen der Website oder über den Besucher bzw. sein Verhalten an den Tag Manager übertragen möchtet.

Beispiele:

  • Wichtige Nutzerinteraktionen, die keinen neuen Seitenaufruf auslösen, z.B. das Absenden eines Kontaktformulars, das mit AJAX realisiert wurde.
  • Detaillierte Informationen über E-Commerce-Transaktionen, z.B. Transaktions-IDs, Bestellwert, Warenkorbinhalt, usw.
  • Der Status eines Besuchers eurer Website, z.B. eingeloggt/nicht eingeloggt, oder Erstbesteller / Vielbesteller / Premiumkunde.
  • Der Preis des Produktes, das ein Besucher gerade anschaut.

In solchen Fällen benötigt ihr auf eurer Website ein wenig zusätzlichen JavaScript-Code, der die gewünschten Informationen in den Data Layer schreibt. Im Tag Manager könnt ihr diese Informationen ganz einfach aus dem Data Layer herauslesen und in dafür vorgesehenen Variablen speichern.  Anschließend lassen sich diese Variablen in Tags und Triggern weiterverwenden.

Das folgende Praxisbeispiel zeigt einen einfachen Anwendungsfall für den Data Layer: Wir tracken das Absenden des beliebten WordPress-Kontaktformulars Contact Form 7.

Mehr zum Data Layer:

 

4. Praxisbeispiel: Tracking eines Contact Form 7-Kontaktformulars in WordPress

WordPress hat eine enorm hohe Verbreitung und wer auf seiner WordPress-Seite ein Kontaktformular integrieren möchte, greift häufig zu dem Plugin Contact Form 7. Deshalb zeige ich euch im folgenden Beispiel, wie ihr ein Tracking für ein Kontaktformular einrichtet, das mit Contact Form 7 umgesetzt wurde.

Voraussetzungen, damit ihr die Beispiele nachvollziehen könnt;

  1. Ihr besitzt ein Tag Manager Konto (https://tagmanager.google.com/?hl=de).
  2. Die Code-Snippets für das Container-Tag habt ihr auf eurer Website integriert.
  3. Das Tracking für Seitenaufrufe ist bereits eingerichtet.

Keine Sorge, wenn ihr ganz neu mit dem Google Tag Manager einsteigt, findet ihr in Teil 1 dieser Artikelserie eine genaue Anleitung für diese ersten drei Schritte: Einbindung des Tracking-Codes mit dem Google Tag Manager.

 

Los geht’s: Tracking für das Kontaktformular einrichten

Contact Form 7 ist eines der beliebtesten WordPress-Plugins. Es bietet ein einfach konfigurierbares Kontaktformular, das sich leicht in WordPress-Seiten integrieren lässt. Doch wie könnt ihr mit Google Analytics tracken, ob ein Besucher eurer Website das Formular erfolgreich abgeschickt hat?

In Teil 4 Conversion Tracking haben wir bereits einmal ein Zielvorhaben für ein Kontaktformular eingerichtet. Die Voraussetzung war allerdings, dass nach dem Absenden des Formulars eine eindeutige Seite, z.B. /danke-fuer-ihre-anfrage.php, aufgerufen wird.

Mit Contact Form 7 funktioniert dieser Ansatz leider nicht, weil nach dem erfolgreichen Absenden des Formulars normalerweise keine neue Seite geladen wird, sondern auf der aktuellen Seite lediglich eine Meldung wie „Vielen Dank für Ihre Nachricht.“ ausgegeben wird.

Contact Form 7 ermöglicht uns aber auf einfache Weise, ein benutzerdefiniertes Ereignis in den Data Layer des Tag Managers zu senden. Im Tag Manager definieren wir einen Trigger, der von diesem Ereignis ausgelöst wird. Der Trigger wiederum steuert ein Tag an, mit dem wir ein Ereignis an Google Analytics senden.

Die einzelnen Schritte noch einmal im Überblick:

  1. Aus Contact Form 7 heraus senden wir ein benutzerdefiniertes Ereignis in den Data Layer des Tag Managers.
  2. Im Tag Manager definieren wir einen Trigger, der von diesem benutzerdefinierten Ereignis ausgelöst wird.
  3. Und zuletzt legen wir im Tag Manager ein Tag an, das ein Ereignis an Google Analytics sendet, wenn der Trigger ausgelöst wurde.

Klingt kompliziert? Es ist viel einfacher, als es aussieht. Jeden Schritt erkläre ich nun ausführlich.

Schritt 1: Aus Contact Form 7 heraus ein Ereignis senden

Wählt im Admin-Bereich von WordPress das entsprechende Contact Form 7 Kontaktformular aus und selektiert den Tab Zusätzliche Einstellungen.

Contact Form 7: Zusätzliche Einstellungen
Schritt 1: Contact Form 7 – Zusätzliche Einstellungen

Tragt in das Textfeld folgenden Code ein:

on_sent_ok: "dataLayer.push({'event':'kontaktformular-abgeschickt'});"

Wenn das Kontaktformular erfolgreich abgeschickt wurde, wird der JavaScript-Code „dataLayer.push …“ ausgeführt. Mit ihm wird an den Data Layer des Google Tag Managers ein Event mit dem Namen „kontaktformular-abgeschickt“ gesendet.

Mehr Information hier: https://developers.google.com/tag-manager/devguide#events

Das ist bereits alles, was wir im Kontaktformular erweitern müssen. Nun geht es im Tag Manager weiter.

 

Schritt 2: Trigger im Tag Manager definieren

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

Schritt 2: Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 1/2
Schritt 2: Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 1/2

 

Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger definiert wird:

Schritt 2: Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 2/2
Schritt 2: Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 2/2
  1. Der Trigger erhält den Namen Kontaktformular abgeschickt.
  2. Der Typ des Triggers ist Benutzerdefiniertes Ereignis.
  3. Der Ereignisname lautet kontaktformular-abgeschickt. Das ist genau der Name des Ereignisses, das wir über das Kontaktformular an den Data Layer senden.
  4. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Alle benutzerdefnierten Ereignisse Das bedeutet, dass dieser Trigger immer ausgelöst wird, wenn ein Ereignis mit dem Namen kontaktformular-abgeschickt auftritt.
  5. Abspeichern, und der Trigger ist bereit.

Im nächsten Schritt wird das Tag eingerichtet.

 

Schritt 3: Tag anlegen und mit dem Trigger verbinden

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 1/3
Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 1/3

 

Im folgenden Fenster wird das Tag definiert, mit dem das erfolgreiche Abschicken des Kontaktformulars an Google Analytics gemeldet wird:

Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 2/3
Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 2/3
  1. Das Tag erhält den Namen UA – Event – Kontaktformular abgeschickt. So kann man in der Tag-Liste schon anhand des Namens die Funktion des Tags erkennen.
  2. Wählt Universal Analytics als Tag-Typ
  3. Im nächsten Feld wird die Tracking-ID der Analytics Property eingetragen, in die die erfassten Daten gesendet werden sollen. Ich habe die Tracking-ID in der benutzerdefinierten Variablen UA Tracking-ID hinterlegt, so muss ich mir die Tracking-ID nicht merken. Ihr könnt die Tracking-ID natürlich auch direkt eingegeben.
  4. Der Erfassungstyp wird auf Ereignis geändert.
  5. In das Feld Kategorie wird Kontaktformular eingetragen. Unter dieser Kategorie könnt ihr das Ereignis später in Google Analytics finden.
  6. In das Feld Aktion wird E-Mail Kontaktaufnahme (bestätigt) eingetragen.Optional: Am Ende des Feldes Aktion habe ich den Zusatz (bestätigt) eingetragen, weil wir bei einem Kontaktformular das erfolgreiche Absenden überprüfen können. Im Gegensatz dazu wären Klicks auf mailto-Links unbestätigte Kontaktaufnahmen, weil wir nicht erkennen können, ob vom Besucher tatsächlich eine E-Mail verschickt wurde.
Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 3/3
Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 3/3
  1. Unter Weitere Einstellungen >> Festzulegende Felder wird anonymizeIp ausgewählt und auf true gesetzt, um die Anforderungen des Datenschutzes zu berücksichtigen.
  2. Schließlich muss nur noch der Trigger ausgewählt werden, der das Tag auslösen soll. Wählt den eben angelegten Trigger Kontaktformular abgeschickt
  3. Abspeichern, und das Tag ist fertig eingerichtet.

Nicht vergessen: Damit das neue Tag und der Trigger wirksam werden, müssen die Änderungen im Google Tag Manager veröffentlicht werden!

Geschafft! Ihr habt ihr ein Tracking für ein Kontaktformular vom Typ Contact Form 7 eingerichtet.

 

Wenn ihr jetzt in Google Analytics eure Ereignisberichte aufruft, sollten dort auch entsprechende Ereignisse erscheinen (sofern ein Besucher ein Kontaktformular abgeschickt hat):

Google Analytics: Kontaktformular abgeschickt
Google Analytics: Kontaktformular abgeschickt

Achtung: Änderungen in Contact Form 7, Version 4.7

Mit der Version 4.7 von Contact Form 7 wird empfohlen, nicht länger die Funktion on_sent_ok für das Einrichten von Trackings zu verwenden, weil diese bis Ende 2017 deaktiviert wird (mehr Infos hier). Stattdessen sendet Contact Form 7 nun ein DOM Event mit dem Namen wpcf7mailsent, wenn das Formular erfolgreich abgeschickt wurde (mehr Infos hier).

Das bedeutet, dass wir unser Tracking ein wenig umstellen müssen. Statt im ersten Schritt über die Funktion on_sent_ok ein Event in den Data Layer zu senden, benötigen wir nun einen EventListener der auf das Event wpcf7mailsent reagiert und dann in den Data Layer ein Event mit dem Namen ‚kontaktformular-abgeschickt‘ sendet.

Der Rest unserer Trackings (Trigger und Tag im Tag Manager) bleibt unverändert. Wir ändern nur die Methode, mit der wir das Event in den Data Layer senden.

1. Event-Listener definieren

Um das DOM Event wpcf7mailsent abzufangen, benötigen wir einen eigenen Event-Listener:

<script>
 document.addEventListener( 'wpcf7mailsent', function( event ) {
     dataLayer.push({'event':'kontaktformular-abgeschickt'});
 }, false );
 </script>

Dieses Stückchen Code sendet in den Data Layer des Tag Managers ein Event mit dem Namen ‚kontaktformular-abgeschickt‘, wenn ein DOM Event mit dem Namen wpcf7mailsent auftritt.

 

2. Event-Listener in die Website integrieren

Normalerweise müsstet ihr diesen Event-Listener in der Datei header.php eures WordPress Themes hinzufügen. Zur Veranschaulichung, was mit dem Google Tag Manager alles möglich ist, machen wir das hier einmal anders und spielen das Code-Snippet über ein benutzerdefiniertes HTML-Tag aus.

Trigger einrichten

Damit das Code-Snippet, das den Event-Listener enthält, nicht auf jeder Seite ausgespielt wird, benötigen wir einen speziellen Trigger. Dieser neue Trigger soll nur dann auslösen, wenn eine Seite aufgerufen wird, auf der sich ein Kontaktformular befindet.

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

Schritt 2: Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 1/2
Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 1/2

 

Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger definiert wird:

Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 2/2
Google Tag Manager, Trigger hinzufügen 2/2
  1. Der Trigger erhältden Namen Aufruf der Kontaktseite.
  2. Der Typ des Triggers ist Seitenaufruf.
  3. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Einige Seitenaufrufe aus, damit wir im nächsten Schritt festlegen können, bei welchen Seitenaufrufen dieser Trigger ausgelöst werden soll. Falls ihr auf allen Seiten eurer Website ein Kontaktformular integriert haben solltet, würdet ihr hier stattdessen Alle Seitenaufrufe auswählen.
  4. Nun wird die Bedingung definiert, unter der der Trigger auslösen soll. In diesem Beispiel habe ich als Bedingung Page Path ist gleich /kontakt/ Das bedeutet, dass der Trigger ausgelöst wird, wenn der Pfad der aufgerufenen Seiten gleich /kontakt/ ist. Der Pfad zu eurer Kontaktseite wird vermutlich anders lauten. Dann müsstet ihr die Bedingung entsprechend anpassen.
  5. Abspeichern, und der Trigger ist bereit.

 

HTML-Tag einrichten

Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

Schritt 3: Google Tag Manager, Tag hinzufügen 1/3
Google Tag Manager, HTML-Tag hinzufügen 1/2

 

Im folgenden Fenster wird das HTML-Tag definiert, das den Code für den Event-Listener enthält:

Google Tag Manager, HTML Tag hinzufügen 2/2
Google Tag Manager, HTML-Tag hinzufügen 2/2
  1. Das Tag erhält den Namen EventListener für Kontaktformular.
  2. Wählt Benutzerdefiniertes HTML als Tag-Typ
  3. Im nächsten Feld wird der Code für den Event-Listener eingetragen. Genau in dieser Form wird der Code dann auf der Website ausgespielt.
  4. Wählt den Trigger aus, der dieses HTML-Tag steuert. Wir selektieren den gerade neu angelegten Trigger Aufruf der Kontaktseite.
  5. Abspeichern.

Nicht vergessen: Damit die Änderungen auf eurer Website wirksam werden, müsst ihr Sie noch über den Tag Manager veröffentlichen.

Nun habt ihr auf eurer Website einen zusätzlichen Event-Listener integriert, ohne in den Code eingreifen zu müssen!

 

3. on_set_ok aus den Einstellungen des Kontaktformulars entfernen

Damit der neue EventListener korrekt funktioniert, solltet ihr den on_set_ok Eintrag aus den Einstellungen eures Kontaktformulars entfernen.

Contact Form 7: Eintrag in den zusätzliche Einstellungen löschen
Contact Form 7: Eintrag in den zusätzliche Einstellungen löschen

Das war es bereits: Mit diesen kleinen Änderungen habt ihr das Tracking des Contact Form 7 Kontaktformulars auf die neue Methode umgestellt.

 

Fazit

Der Google Tag Manager ermöglicht die zentrale Verwaltung eurer Tracking Tags und sorgt so für Ordnung und Überblick.  Durch die weitgehende Trennung zwischen Tracking-Logik und Tracking-Code ist er sehr flexibel und erlaubt Realisierung verschiedenster Trackings ohne direkt in den Code der Website eingreifen zu müssen.

In den nächsten Folgen dieser Serie lernt ihr den Tag Manager noch genauer kennen. Dann realisieren wir unter anderem ein Cross-Domain-Tracking sowie ein Download-Tracking mit dem Tag Manager.

Kategorien
E-Business E-Commerce

Google Analytics für Einsteiger, Teil 6: Datenanalyse, Segmente & Co.

In den vorangegangenen Teilen dieser Artikelserie habe ich euch gezeigt, wie ihr Google Analytics konfigurieren und Trackings einrichten könnt. Deshalb wird es nun höchste Zeit, die Datenanalyse mit Google Analytics genauer kennenzulernen. Zunächst schauen wir uns die Datensegmente an, denn mit ihnen könnt ihr viel mehr Erkenntnisse aus euren Daten ziehen. Außerdem stelle ich euch die benutzerdefinierten Berichte und Dashboards vor, die schnellen Zugriff auf die von euch am meisten benötigten Daten ermöglichen.

Google Analytics für Einsteiger, Teil 6
Google Analytics für Einsteiger, Teil 6

Datenanalyse mit Google Analytics

 

1. Datensegmente in Google Analytics

In Google Analytics werden euch vielfach zusammengefasste Daten angezeigt, d.h. für einen von euch ausgewählten Zeitraum könnt ihr zum Beispiel eine Absprungrate von 62,7% ablesen. Diese Zahl ist für sich genommen nicht besonders aussagekräftig, denn aus ihr lassen sich mögliche Ansatzpunkte für Optimierungen noch nicht gut erkennen. Nur mit dieser Zahl alleine wäre es euch noch nicht möglich zu sagen, an welcher Stelle ihr ansetzen müsstet, um die Absprungrate zu reduzieren. Genau hier kommen die Datensegmente ins Spiel: Wenn ihr eure Daten segmentiert, versucht ihr, durch eine kluge Aufteilung der Datenmenge auffällige Abweichungen zu identifizieren.

Bleiben wir noch bei dem Beispiel mit der Absprungrate: Statt einer allgemeinen Absprungrate, wäre es doch viel interessanter die Absprungrate zum Beispiel nach Trafficquellen zu differenzieren. Dann würdet ihr vielleicht feststellen, dass Besucher, die über Google AdWords auf eure Website gelangen, eine stark überdurchschnittliche Absprungrate aufweisen: Das wäre ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Landingpage nicht die Erwartungen erfüllt, die ihr mit eurer AdWords-Anzeige geweckt habt. Oder ihr segmentiert nach Gerätekategorien und stoßt auf eine überdurchschnittliche Absprungrate für mobile Endgeräte. Dann wüsstet ihr: Die Darstellung eurer Website auf mobilen Endgeräten muss geprüft werden.

Zweites Beispiel: Eine E-Commerce-Conversion-Rate von 3,0% klingt nicht schlecht. Vielleicht habt ihr euch die Conversion-Rate ja auch schon für die einzelnen Trafficquellen anzeigen lassen und Unterschiede festgestellt. Sehr gut! Aber sollte man nicht auch demografische Daten hinzuziehen? So könntet ihr ermitteln, welche Altersklassen besonders viele Conversions erzeugen. Diese Information ließe sich dann auf zweierlei Weise nutzen: Zum einen könntet ihr eure Werbung noch stärker auf Altersgruppen ausrichten, die offensichtlich eure Produkte gerne kaufen. Zum anderen hättet ihr ggfs. einen Ansatzpunkt, um eure Werbung für jene Altersgruppen zu optimieren, die noch unterdurchschnittlich viele Conversions erzeugen.

 

Datensegmente sind der Schlüssel zu effektiven Analysen, die euch zu wertvollen Erkenntnissen verhelfen. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, um Optimierungspotenziale aufzudecken.

Lasst uns anhand eines Online-Shops einmal anschauen, wie man aus den demografischen Berichten mit Hilfe von Segmenten noch mehr herausholen kann.

 

Beispiel: Demografische Berichte mit Segmenten kombinieren

In Google Analytics findet ihr unter Zielgruppe >> Demografische Merkmale >> Alter einen sehr interessanten Bericht, der eure Besucher in Altersgruppen aufgliedert. Für unseren fiktiven Online-Shop könnte der Bericht zum Beispiel so aussehen:

Google Analytics: Aufschlüsselung eurer Besucher nach Altersgruppen
Google Analytics: Aufschlüsselung eurer Besucher nach Altersgruppen

Auch ohne zusätzliche Datensegmente können wir der Tabelle bereits folgende Fakten entnehmen:

  • Die Altersgruppen 25-34 und 35-44 Jahre weisen die höchsten Conversion-Raten auf (4,07% und 5,43%)
  • Der durchschnittliche Bestellwert steigt von ca. 155 $ bei der Altersgruppe 18-24 Jahre kontinuierlich auf bis zu 237 $ bei der Altersgruppe 35-44 Jahre an, danach fällt er wieder ab. Den Ausreißer in der Altersgruppe 65+ ignorieren wir, weil diese Gruppe sehr klein ist.
  • Die Altersgruppe 18-24 Jahre sorgt für viel Traffic, aber relativ wenig Conversions.

Schon mit der Aufgliederung nach Altersgruppen haben wir über unsere Besucher einiges herausgefunden. Das geht aber noch besser. :)

Wir erweitern diesen Bericht nun um zwei benutzerdefinierte Segmente:

  • Nutzer mit Transaktionen (Bestellungen)
  • Nutzer ohne Transaktionen (Bestellungen)

Klickt oberhalb des Diagramms auf +Segment hinzufügen:

Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 1
Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 1

 

Wählt dann die rote Schaltfläche +Neues Segment aus:

Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 2
Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 2

 

Nun wird das Segment definiert:

Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 3
Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 3
  1. Gebt dem Segment einen aussagekräftigen Namen, z.B. „Nutzer mit Transaktionen“.
  2. Wählt den Punkt Verhalten
  3. Legt fest, welche Nutzer diesem Segment zugeordnet werden sollen. Da dieses Segment nur Nutzer enthalten soll, die mindestens eine Transaktion ausgelöst haben, tragen wir folgende Bedingung unter Transaktionen ein: Transaktionen pro Nutzer > 0.
  4. Abspeichern, und das Segment ist angelegt.

 

Das zweite Segment „Nutzer ohne Transaktionen“ wird auf die gleiche Weise angelegt:

Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 4
Google Analytics: Datensegment hinzufügen, Schritt 4

Der Name des Segments lautet nun „Nutzer ohne Transaktionen“. Diesem Segment werden die Nutzer zugeordnet, die keine Bestellung aufgegeben haben. Die Bedingung ist also: Transaktionen pro Nutzer = 0.

Die beiden neuen Segmente wenden wir jetzt auf den Bericht Zielgruppe >> Demografische Merkmale >> Alter an:

Google Analytics: Altersgruppen aufgegliedert nach Nutzern mit bzw. ohne Transaktionen
Google Analytics: Altersgruppen aufgegliedert nach Nutzern mit bzw. ohne Transaktionen

Das Diagramm hat sich deutlich verändert. Pro Segment und Altersgruppe wird nun ein einzelner Graph gezeichnet.

Viel interessanter sind jedoch die Veränderungen in der Tabelle. Schauen wir uns die Daten doch einmal genauer an:

Google Analytics: Altersgruppen aufgegliedert nach Nutzern mit bzw. ohne Transaktionen
Google Analytics: Altersgruppen aufgegliedert nach Nutzern mit bzw. ohne Transaktionen

 

25-34 Jahre: Diese Altersgruppe stellt mit über 47% (1) die meisten Nutzer, die eine Transaktion ausführen. Gleichzeitig weist sie mit rund 46% den höchsten Anteil neuer Nutzer mit Transaktionen auf (2). Das bedeutet: In dieser Altersgruppe funktioniert die Ansprache von Nutzern bereits sehr gut und sollte ausgebaut werden. Die Nutzer ohne Transaktion weisen gleichzeitig unterdurchschnittliche Absprungraten (3) auf. Für diese Nutzer sollten Maßnahmen wie etwa Retargeting getroffen werden, um aus ihnen Käufer zu machen.

35-44 Jahre: Die Altersgruppe 35-44 Jahre zeigt ein ähnliches Bild wie die 25-34jährigen. Zwar ist hier der Anteil neuer Nutzer, die eine Transaktion ausführen etwas niedriger (4), liegt aber dennoch deutlich über den anderen Altersgruppen. Die Nutzer reagieren offensichtlich gut auf die ausgespielte Werbung. Außerdem weist die Gruppe die höchste Conversion-Rate (5) auf. Deshalb sollte geprüft werden, ob die Marketingaktivitäten für diese Gruppe intensiviert werden können. Hier liegt viel Potenzial.

18-24 Jahre: Diese Gruppe weist einen relativ niedrigen mittleren Bestellwert und eine niedrige Conversion-Rate auf (6). Sie stellt nur 9,71% der Nutzer, die eine Bestellung getätigt haben (7). Gleichzeit stammen aus dieser Gruppe jedoch etwa 25% aller Sitzungen (8) und ist damit die zweitstärkste Gruppe. Der Anteil neuer Nutzer, die eine Transaktion ausführen ist unterdurchschnittlich (9). Dennoch ist die Gruppe äußerst interessant: Die hohe Zahl der Sitzungen lässt auf viel Potenzial schließen, denn die Absprungrate ist verglichen mit den kaufstarken Altersgruppen nur leicht höher. Wir können daraus schlussfolgern, dass die Gruppe 18-24 Jahre zwar ein Interesse an den angebotenen Produkten hat, aber möglicherweise (noch) nicht über genügend Einkommen verfügt, um in größerem Umfang Bestellungen aufzugeben. Wenige Jahre später werden diese Nutzer in der Gruppe 25-34 Jahre jedoch deutlich mehr Bestellungen tätigen. Für diese Altersgruppe könnte es sinnvoll sein, einfachere Produkte zu günstigeren Preisen anzubieten, um sie frühzeitig an den Shop zu binden.

Dies kann an dieser Stelle natürlich nur eine Kurzanalyse sein, aber sie zeigt, wie viel mehr ihr aus euren Daten herausholen könnt, wenn ihr Datensegmente nutzt. In weiteren Schritten sollte man für die einzelnen Altersgruppen die Traffic-Quellen mit einbeziehen und den Inhalt der Warenkörbe analysieren, um das Marketing noch stärker auf die Bedürfnisse der Altersgruppen auszurichten.

Weitere Informationen zu Datensegmenten findet ihr hier:
https://support.google.com/analytics/answer/3123951?hl=de

 

2. Benutzerdefinierte Berichte und Dashboards

In Google Analytics seid ihr nicht auf die vordefinierten Berichte beschränkt. Wenn ihr maßgeschneiderte Berichte zur Darstellung bestimmter Daten oder individuelle Dashboards mit euren wichtigsten Kennzahlen benötigt, solltet ihr euch die benutzerdefinierten Berichte und Dashboards genauer anschauen. Häufig werden benutzerdefinierte Berichte und Dashboards auch verwendet, um für die Entscheider in eurem Unternehmen Informationen in komprimierter Form bereitzustellen.

2.1 Benutzerdefinierte Berichte

Die benutzerdefinierten Berichte sind in Google Analytics ein sehr flexibles Mittel, um Daten genau nach euren Wünschen aufzubereiten und zu präsentieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass ich euch im Folgenden anhand eines einfachen Beispiel zeigen möchte, wie benutzerdefinierte Berichte grundsätzlich angelegt werden.

Beispiel: Verkäufe nach Wochentag anzeigen

In Google Analytics gibt es keinen vordefinierten Bericht, der euch E-Commerce-Transaktionen gegliedert nach den Wochentagen anzeigen würde. Das ist ein wenig merkwürdig, denn für die Planung eurer Marketingaktivitäten ist es sehr nützlich zu wissen, an welchen Wochentagen eure Kunden am meisten kaufen und ihr die höchsten Conversion-Rates erreicht. Macht aber nichts, den Bericht legen wir jetzt einfach selber an.

So erzeugt ihr einen Bericht, der die Verkäufe auf eurer Website nach Wochentagen gegliedert anzeigt:

Wählt in Google Analytics die Datenansicht aus, zu der ihr einen benutzerdefinierten Bericht hinzufügen möchtet. Selektiert dann im Abschnitt Personalisieren den Eintrag Benutzerdefinierte Berichte.

Google Analytics: Benutzerdefinierten Bericht anlegen, Schritt 1
Google Analytics: Benutzerdefinierten Bericht anlegen, Schritt 1

Wählt anschließend +Neuer benutzerdefinierter Bericht aus.

Nun wird der benutzerdefinierte Bericht angelegt:

Google Analytics: Benutzerdefinierten Bericht anlegen, Schritt 2
Google Analytics: Benutzerdefinierten Bericht anlegen, Schritt 2
  1. Gebt dem Bericht einen eindeutigen Titel, z.B. „Sitzungen, Transaktionen & Umsatz nach Wochentag“.
  2. Jeder Bericht kann mehrere Bericht-Tabs enthalten. In unserem Beispiel arbeiten wir mit nur einem Tab. Gebt den Tab ggfs. einen individuellen Namen.
  3. Wählt für den Typ des Bericht-Tabs „Explorer“ aus. Dies ist der Typ, der aus einem Graphen und einer Tabelle besteht.
  4. Anschließend könnt ihr die Messwerte angeben, die auf dem Bericht-Tab ausgegeben werden sollen. Es sind mehrere Messwertgruppen möglich. Uns reicht für dieses Beispiel eine Messwertgruppe. Fügt die Messwerte „Sitzungen“, „E-Commerce-Conversion-Rate“, „Transaktionen“ und „Umsatz“
  5. Legt fest, nach welchen Dimensionen die zuvor festgelegten Messwerte aufgeschlüsselt werden sollen. Wählt „Wochentag“ und „Name des Wochentags“
  6. Optional können die Daten, die für diesen Bericht herangezogen werden sollen, durch Filter eingeschränkt werden. Für dieses Beispiel benötigen wir jedoch keinen Filter.
  7. Bereits an dieser Stelle kann der neue Bericht auch für weitere Datenansichten zugänglich gemacht werden. Wählt hier ggfs. die zusätzlichen Datenansichten aus, in denen der neue Bericht auch genutzt werden soll.
  8. Dann nur noch speichern und der neue benutzerdefinierte Bericht steht bereit.

 

Wenn ihr euren neuen benutzerdefinierten Bericht aufruft, könnte er zum Beispiel so aussehen:

Google Analytics: Sitzungen, Transaktionen & Umsatz nach Wochentag
Google Analytics: Sitzungen, Transaktionen & Umsatz nach Wochentag
  1. In dieser Dropdown-Liste könnt ihr den Messwert auswählen, der im Graphen dargestellt werden soll.
  2. Die primäre Dimension des Berichtes ist Wochentag. Die Wochentage werden mit den Ziffern 0-6 gekennzeichnet. 0 entspricht dem Sonntag und 6 steht für den Samstag.
  3. Wem das zu unübersichtlich ist, kann als sekundäre Dimension „Name des Wochentages“ hinzufügen.

Als primäre Dimension ist „Name des Wochentages“ leider nicht geeignet, weil dann im Graphen die Messwerte nicht nach den einzelnen Wochentagen zusammengefasst werden können.

Nach dem gleichen Muster lässt sich auch ein benutzerdefinierter Bericht für die Aufschlüsselung der Verkäufe nach der Tageszeit anlegen. Wählt für diesen Bericht als primäre Dimension „Stunde“ aus.

Falls ihr mehr über die Optimierung von Online-Kampagnen nach Wochentag und Uhrzeit wissen möchtet, könnte dieser Artikel für euch interessant sein.

Weitere Informationen zu benutzerdefinierten Berichten findet ihr hier:
https://support.google.com/analytics/answer/1151300?hl=de

 

2.2 Benutzerdefinierte Dashboards

Alle relevanten Kennzahlen und Berichte auf einen Blick: genau dies wird in Google Analytics mit benutzerdefinierten Dashboards ermöglicht.

Ein benutzerdefiniertes Dashboard kann verschiedenste Widgets enthalten: Einzelne Messwerte, Diagramme, Tabellen, Landkarten und noch vieles mehr. Ihr könnt einzelne Widgets detailliert definieren oder ganz einfach Standardberichte eurem Dashboard hinzufügen.

Ein Beispiel für ein individuelles Dashboard:

Google Analytics: Beispiel für ein individuelles Dashboard
Google Analytics: Beispiel für ein individuelles Dashboard

Benutzerdefiniertes Dashboard anlegen

So legt ihr ein benutzerdefiniertes Dashboard an:

Wählt in eurer Datenansicht  im Abschnitt Personalisieren den Eintrag Dashboards aus und klickt dann auf Erstellen.

Google Analytics: Benutzerdefiniertes Dashboard anlegen, Schritt 1
Google Analytics: Benutzerdefiniertes Dashboard anlegen, Schritt 1

Nun könnt ihr auswählen, ob ihr mit einem leeren Dashboard oder einem vordefinierten Starter-Dashboard beginnen möchtet. Alternativ ist auch der Import eines vordefinierten Dashboards aus der Google Analytics Lösungsgalerie möglich.

Wir starten mit einem leeren Dashboard:

Google Analytics: Benutzerdefiniertes Dashboard anlegen, Schritt 2
Google Analytics: Benutzerdefiniertes Dashboard anlegen, Schritt 2
  1. Wählt „Unformatiert“ aus.
  2. Gebt dem neuen Dashboard einen Namen.
  3. Klickt auf „Dashboard erstellen“, um das neue Dashboard anzulegen.

Anschließend könnt ihr verschiedenste Widgets dem neuen Dashboard hinzufügen:

Widget 1: Verlauf der Absprungrate anzeigen
Google Analytics: Widget 1, Verlauf der Absprungrate anzeigen
Google Analytics: Widget 1, Verlauf der Absprungrate anzeigen
  1. Namen des Widgets festlegen.
  2. Typ „Verlauf“ auswählen.
  3. Absprungrate“ auswählen.

 

Widget 2: Nur Sitzungen von Besuchern aus Social Media Kanälen anzeigen
Google Analytics: Widget 2, nur Sitzungen von Besuchern aus Social Media Kanälen anzeigen
Google Analytics: Widget 2, nur Sitzungen von Besuchern aus Social Media Kanälen anzeigen
  1. Namen des Widgets festlegen.
  2. Typ „Verlauf“ auswählen.
  3. Sitzungen“ auswählen.
  4. Filter definieren, um nur Sitzungen von Besuchern anzuzeigen, die über Social Media Kanäle gekommen sind.

 

Widget 3: Zahl der E-Commerce-Transaktionen als Messwert anzeigen
Google Analytics: Widget 3, Zahl der E-Commerce-Transaktionen als Messwert anzeigen
Google Analytics: Widget 3, Zahl der E-Commerce-Transaktionen als Messwert anzeigen
  1. Namen des Widgets festlegen.
  2. Typ „Messwert“ auswählen.
  3. Transaktionen“ auswählen.
  4. Jedes Widget kann mit einem Bericht oder einer URL verlinkt werden.

 

Widget 4: Gerätekategorien in Tabelle auflisten
Google Analytics: Widget 4, Gerätekategorien in Tabelle auflisten
Google Analytics: Widget 4, Gerätekategorien in Tabelle auflisten
  1. Namen des Widgets festlegen.
  2. Typ „Tabelle“ auswählen.
  3. Spalten für die Tabelle auswählen (Dimension & Messwerte).
  4. Jedes Widget kann mit einem Bericht oder einer URL verlinkt werden.

 

Das Ergebnis: Euer Dashboard mit vier Widgets

So sieht das fertige Dashboard mit den vier neuen Widgets aus:

Google Analytics: Das benutzerdefinierte Dashboard
Google Analytics: Das benutzerdefinierte Dashboard

Wichtig: Dieses Dashboard demonstriert nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten, die in benutzerdefinierten Dashboards und Widgets liegen. Welche Diagramme, Messwerte, Tabellen, usw. sinnvoll sind, hängt vom Zweck der einzelnen Website und euren Wünschen ab.

Weitere Informationen zu benutzerdefinierten Dashboards findet ihr hier:
https://support.google.com/analytics/answer/1068218?hl=de

 

Zusammenfassung

Für erfolgreiche Webanalysen solltet ihr nicht nur auf das Einrichten von Trackings oder die Konfiguration von Google Analytics achten. Viel wichtiger ist eigentlich die Frage, wie ihr die Daten in Google Analytics nutzen könnt, um neue Erkenntnisse über eure Kunden zu gewinnen oder Optimierungspotenziale zu identifizieren. Ein Schlüssel  – wenn nicht gar der wichtigste – zu besseren Analysen ist die Segmentierung eurer Daten. Es bringt euch meist nur wenig, auf übergreifende Kennziffern wie die Absprungrate oder die Conversion-Rate zu schauen. Viel interessanter ist doch die Frage, wie sich zum Beispiel die Conversion-Rate für einzelne Akquisitionskanäle, Werbekampagnen, Nutzergruppen, usw. verhält. Erst dann könnt ihr tatsächlich die Ansatzpunkte erkennen, um euer Marketing zu optimieren oder die User Experience auf eurer Website zu verbessern.

Zwei wichtige Hilfsmittel für die Datenanalyse in Google Analytics sind die benutzerdefinierten Berichte & Dashboards. Sie erlauben euch schnellen Zugang zu genau jenen Daten, die für euch die höchste Relevanz besitzen.

Wenn ihr unsicher seid, welche Daten für euer Business am wichtigsten sind, empfehle ich euch diesen Artikel über die Entwicklung von Webanalyseplänen. Er hilft euch dabei, einen Überblick über die von euch benötigten Daten und ihre Segmentierungen zu bekommen. Daraus könnt ihr dann die erforderlichen Trackings ableiten.

Deshalb: Die Datenerfassung mit korrekt funktionierenden Trackings ist die Basis. Doch Sinn macht der Aufwand nur, wenn ihr auch konkrete Ziele formuliert habt, die ihr mit Hilfe der Webanalyse erreichen möchtet.

In der nächsten Folge rückt der Google Tag Manager in den Fokus. Der Tag Manager erlaubt die Einrichtung von Trackings, ohne dass ihr in den Quellcode eurer Website eingreifen müsst. Ich zeige euch, wie der Tag Manager grundsätzlich funktioniert, und warum er ein so faszinierendes Tool ist.

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E-Commerce

E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

„Have it your way“ – mit diesem Slogan wirbt der Fastfood-Riese Burger King schon seit mehr als 40 Jahren dafür, dass man sich seinen Burger genau nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen kann. Die Auswahlmöglichkeiten können dabei zwar – überspitzt formuliert – auf „mit oder ohne Gürkchen“ heruntergebrochen werden, dennoch muss man konstatieren, dass der US-Konzern bei seinen Kunden schon vor langer Zeit einen Wunsch erkannt hat, der sich auch im momentanen Konsumverhalten extrem niederschlägt, nämlich den nach einem individuellen Produkt. Immer mehr Anbieter kommen diesem Wunsch nach, indem sie auf ihrer Webseite das Feature anbieten, den gewünschten Artikel zusammenzustellen oder gar komplett zu designen. Gibt es diese Möglichkeit nicht, so soll zumindest die Verpackung persönlich gestaltet werden können.

E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

Die emotionale Ebene bindet Kunden langfristig

Unternehmen bieten sich hier große Chancen, Kunden dauerhaft an sich zu binden. Denn durch das personalisierte Produkt beschäftigen sie sich einerseits mehr mit dem Unternehmen; andererseits fördert der psychologische Aspekt, der solchen Artikeln innewohnt auch den Wunsch, es wieder zu kaufen.

Für den E-Commerce sind personalisierte Produkte perfekt zugeschnitten. Denn die Möglichkeit, sie online zu gestalten, ist der einfachste Weg für Kunden, die eigenen Wünsche an ein Unternehmen heran zu tragen. Ist man als Händler ohnehin im Internet aktiv, so sollte es technisch keine allzu große Herausforderung sein, ein entsprechendes Feature einzubauen. Und auch die Umsetzung funktioniert in den meisten Fällen ohne allzu großen Mehraufwand.

Kunden zahlen den Aufpreis gerne

Dass es nicht ganz ohne Mehraufwand funktioniert, schlägt sich in den Preisen nieder. Je früher ein Artikel innerhalb des Produktionsprozesses individualisiert wird, desto höher sind diese. Ein selbst designter Schuh, wie ihn etwa adidas anbietet, bringt natürlich einiges mehr an Aufwand mit sich als die Cola-Flasche, die nach der Abfüllung lediglich mit einem Etikett versehen wird, auf dem der gewünschte Name steht.

Der reißende Absatz, den personalisierte Produkte im Moment finden, spricht allerdings stark dafür, dass Verbraucher kein Problem mit diesen Mehrkosten haben. So kostet eine Flasche Cola mit Wunschnamen mehr als das doppelte wie eine reguläre Version. Die Originalität reicht jedoch augenscheinlich aus, den Kunden darüber hinwegsehen zu lassen.

Personalisierte Produkte ziehen sich durch alle Sparten

Neben den oben bereits genannten Beispielen gibt es aktuell noch diverse andere Firmen, die mit individuellen Produkten großen Erfolg haben – sei es als kundenbindende Maßnahme oder gleich als Geschäftsmodell. Einige davon sollen hier noch kurz vorgestellt werden:

Nivea


Dass auch etablierte Produkte mit einem ohnehin schon riesigen Standing durch die Personalisierung noch einmal einen Boost in ihren Verkaufszahlen erwarten können, zeigt das Beispiel dieses Kosmetikherstellers. Die bekannten blauen Dosen kann man mit seinem Wunschmotiv – etwa dem Foto der Partnerin – bedrucken lassen und ihr so eine ganz individuelle Note verleihen.

Nutella


Ähnlich wie bei Nivea wird auch hier eine Marke, die fast schon synonym für alle vergleichbaren Konkurrenzprodukte verwendet wird, durch die Personalisierung nochmal näher an den Kunden gebracht. Ob der süße Brotaufstrich tatsächlich besser schmeckt, wenn der eigene Name auf dem Etikett steht, sei dahingestellt – dass Kunden dieses Gefühl haben, steht hingegen außer Frage.

Vertbaudet


Wer junge Eltern im Freundeskreis hat, kennt es sicher: Fragt man sie, was sie sich beispielsweise zum Geburtstag wünschen, kommt als Antwort: Irgendwas fürs Baby. Will man ein solches Standardgeschenk nicht machen, aber dennoch auf die Bedürfnisse der Eltern, für die sich momentan nun mal alles um den Nachwuchs dreht, eingehen, so kann man bei diesem Anbieter personalisierte Artikel für Babys und Kleinkinder erwerben. Die sind nicht nur praktisch, sondern auch eine tolle Erinnerung für später.

MyMuesli


Wer sich früher jeden Morgen darüber ärgern musste, dass der Anteil an Goji-Flocken in seinem Lieblingsmüsli viel zu gering ist, findet bei MyMuesli Abhilfe. Denn hier kann jeder seine Frühstückscerealien so zusammenstellen, wie er es persönlich am liebsten mag. Durch diese individuelle Mischung gelingt der Start in den Tag deutlich besser – denn was ist schlimmer, als direkt nach dem Aufstehen eine Enttäuschung erleben zu müssen?

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Google Analytics für Einsteiger, Teil 5: Kampagnentracking & Co.

Nachdem wir uns in Teil 4 das Conversion Tracking intensiv angeschaut haben, zeige ich euch in diesem Artikel der Serie einige zusätzliche Funktionen zur Unterstützung eurer täglichen Arbeit in Google Analytics. Wir beginnen mit den Vermerken, die euch ein Speichern wichtiger Hinweise in Google Analytics ermöglichen. Anschließend zeige ich euch die Vorteile von benutzerdefinierten Benachrichtigungen. Am Ende des Artikels lernt ihr das Kampagnentracking von Google Analytics kennen.

Google Analytics für Einsteiger, Teil 5
Google Analytics für Einsteiger, Teil 5

Erweiterte Funktionen: Vermerke, benutzerdefinierte Benachrichtigungen, Kampagnentracking

 

1. Vermerke für mehr Überblick

Die Vermerke sind in Google Analytics fast so etwas wie ein Underdog. Sie werden nur selten erwähnt  – vielleicht einfach deshalb, weil sie an sich nichts Außergewöhnliches zu bieten haben.

Doch so unspektakulär die Funktion auch sein mag: Für eure Arbeit mit Google Analytics ist sie sehr hilfreich. Denn sie erlaubt euch, zusätzliche Informationen und Hinweise in euren Berichten zu speichern. Ihr könnt zum Beispiel wichtige Änderungen an eurem Tracking vermerken:

Google Analytics: Vermerke
Google Analytics: Vermerke
  1. Klickt auf den Link +Neuen Vermerk erstellen, um einen Vermerk in Google Analytics zu hinterlegen. Es öffnet sich ein kleiner Dialog, in dem Ihr für ein bestimmtes Datum eine Notiz schreiben könnt. Außerdem lässt sich steuern, ob der Vermerk nur für euch oder für alle Nutzer mit Zugriff auf diese Property sichtbar ist.
  2. Bereits anlegte Vermerke erkennt ihr im Diagramm an der Sprechblase.
  3. Klickt auf die Sprechblase, um den Vermerk zu lesen.

In dem obigen Beispiel wurden am 24.11.2016 weitreichende Änderungen am Tracking vorgenommen. So etwas sollte unbedingt in Analytics dokumentiert werden. Denn häufig weiß man schon einige Wochen später nicht mehr genau, wann genau das Tracking geändert wurde und vor allem, was geändert wurde. Berücksichtigt ihr diese Änderungen jedoch nicht in euren Webanalysen, zieht ihr im schlimmsten Fall die falschen Schlüsse aus euren Daten. Deshalb denkt daran, Änderungen am Tracking in Google Analytics zu dokumentieren.

Zusätzlich solltet ihr auch Werbeaktionen vermerken, die zu Auffälligkeiten in euren Daten führen können. Dies könnte zum Beispiel der Versand eines Newsletters mit einem großen Verteiler sein. Vermerkt das Versanddatum des Newsletters in Analytics, damit ihr auch Monate später eine etwaige Traffic-Spitze am Versandtag erklären könnt. Gleiches gilt auch für reichweitenstarke Werbekampagnen, Kooperationen mit Werbepartnern, usw.

Vermerke sind nützlich, um Änderungen bzw. Ereignisse, die eure Daten in Analytics beeinflussen, zu dokumentieren. Macht von dieser Funktion Gebrauch, damit ihr eure Daten auch über längere Zeiträume zuverlässig vergleichen und analysieren könnt.

 

2. Benutzerdefinierte Benachrichtigungen

Google Analytics kann euch automatisch über bestimmte Ereignisse informieren. Die Funktion nennt sich „benutzerdefinierte Benachrichtigungen“. Doch für welche Ereignisse benötigt ihr eine automatische Benachrichtigung?

Die benutzerdefinierten Benachrichtigungen werden häufig für die Funktionsüberwachung der eingerichteten Trackings verwendet. Google Analytics könnte euch zum Beispiel automatisch benachrichtigen, wenn die Zahl der täglichen Sitzungen unter einen bestimmten Wert fällt. Das wäre ein Hinweis darauf, dass eure Tracking-Codes evtl. nicht mehr richtig funktionieren. Wenn ihr einen Online-Shop betreibt, solltet ihr auch die E-Commerce Transaktionen überwachen und euch informieren lassen, wenn keine Umsätze oder Transaktionen mehr erfasst werden.

Weitaus häufiger als man denken würde, kommen solche Fälle vor: Die beauftragte Agentur oder eure interne IT nehmen Änderungen an der Website vor, die unbeabsichtigt dazu führen, dass der Analytics Tracking-Code nicht mehr ausgespielt wird oder fehlerhaft ist. Auch Updates von Themes, Plugins, usw. können bisweilen die Datenerfassung mit Google Analytics beeinträchtigen. Gelegentlich führt auch ein falsch eingerichteter Filter in einer Datenansicht dazu, dass keine neuen Daten mehr in Google Analytics eintreffen. Falls ihr nicht täglich die Kennzahlen in Analytics überprüfen solltet, können mehrere Tage (manchmal sogar Wochen!) vergehen, bis ihr merkt, dass eure Trackings nicht funktionieren und keine Daten in Analytics erfasst werden. Deshalb solltet ihr euch automatische Benachrichtigungen anlegen, die euch informieren, sobald eure Kennzahlen bestimmte Grenzwerte über- oder unterschreiten.

So legt ihr in Google Analytics eine benutzerdefinierte Benachrichtigung an

Wählt in der Verwaltung eures Google Analytics Kontos die Property und Datenansicht aus, in der ihr eine benutzerdefinierte Benachrichtigung anlegen möchtet.

Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 1
Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 1

Nach der Auswahl von Benutzerdefinierte Benachrichtigungen klickt ihr auf die rote Schaltfläche +Neue Benachrichtigung:

Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 2
Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 2

Im nächsten Schritt wird eine benutzerdefinierte Benachrichtigung angelegt, die euch informiert, sobald die Zahl der täglichen Sitzungen unter einen bestimmten Wert fällt:

Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 3
Google Analytics: Benutzerdefinierte Benachrichtigung, Schritt 3
  1. Gebt der neuen Benachrichtigung zunächst einen eindeutigen Namen, an dem ihr die Funktion der Benachrichtigung auf einen Blick erkennen könnt.
  2. Die Benachrichtigung wird in der aktuellen Datenansicht angelegt. Zusätzlich könnt ihr sie in den weiteren Datenansichten der Property verfügbar machen. Wählt einfach die gewünschten zusätzlichen Datenansichten aus.
  3. Mit der Auswahl des Zeitraums definiert ihr, wie oft die Benachrichtigungsbedingung überprüft und ggfs. eine E-Mail-Benachrichtigung verschickt wird. Es sind tägliche, wöchentliche und monatliche Benachrichtigungen möglich. Für die Überwachung, ob Daten in die Datenansicht einlaufen, sollte ihr den Zeitraum Tag auswählen.
  4. Sobald eine Benachrichtigung ausgelöst wird, findet ihr sie in Analytics im Abschnitt Personalisieren >> Benutzerdefinierte Benachrichtigungen. Ich empfehle euch, unbedingt auch die Email-Benachrichtigungen auszuwählen, damit ihr selbst dann informiert werdet, wenn ihr nicht täglich mit Google Analytics arbeitet.
  5. Nun legt ihr die Bedingung fest, die erfüllt werden muss, damit eine Benachrichtigung ausgelöst wird. Da wir informiert werden wollen, wenn auffällig wenige Sitzungen erfasst werden, wählen wir Alle Zugriffe, Sitzungen, Ist weniger als aus und tragen im Feld Wert eine sinnvolle Zahl ein. Orientiert euch zum Beispiel am Tag mit den wenigsten Sitzungen innerhalb der vergangenen drei Monate und zieht davon noch 25% ab. Wenn die Zahl der täglichen Sitzungen unter diese Schwelle fällt, würdet ihr von Google Analytics eine E-Mail erhalten und solltet eure Trackings und Einstellungen überprüfen.
  6. Speichern nicht vergessen und die Benachrichtigung ist angelegt.

Ich empfehle euch, auch die Absprungrate mit Hilfe von benutzerdefinierten Benachrichtigungen zu überwachen. Deutliche Abweichungen von der durchschnittlichen Absprungrate können ebenfalls ein  Hinweis auf Probleme beim Tracking sein. Insbesondere Ereignistrackings können Einfluss auf die Berechnung der Absprungrate nehmen und sie zum Teil auf extrem niedrige Werte reduzieren. Umgekehrt kann ein falsch konfiguriertes Cross-Domain-Tracking die Absprungrate nach oben treiben. Deshalb solltet ihr die Absprungrate ebenfalls überwachen und  beim Über- bzw. Unterschreiten einer bestimmten Schwelle den Versand einer Benachrichtigung auslösen. Betreiber von Online-Shops sollten zudem den Verlauf wichtiger Kennzahlen wie Umsatz und Zahl der Transaktionen überwachen, um fehlerhafte E-Commerce Trackings zeitnah zu erkennen.

 

3. Kampagnentracking mit Google Analytics

Google Analytics bietet euch eine komfortable Möglichkeit für das Tracking von Werbekampagnen. Wenn Ihr Nutzer von Google AdWords seid, habt ihr vielleicht schon die Möglichkeiten zur Analyse von AdWords-Werbekampagnen in Google Analytics kennengelernt (siehe Teil 3 dieser Serie, Kontoverknüpfung mit AdWords).

Doch das Kampagnentracking ist nicht auf Google AdWords beschränkt. Ihr könnt in Analytics auch für beliebige andere Werbekampagnen ein Tracking einrichten. Es liefert zwar nicht ganz so detaillierte Daten, wie sie durch die enge Verknüpfung von Analytics mit AdWords ermöglicht werden, dennoch hilft euch das Kampagnentracking enorm bei der Messung, Analyse und Optimierung eurer Kampagnen. Genau dieses Tracking möchte ich euch nun genauer vorstellen.

Beispiel zum Kampagnentracking

Nehmen wir an, dass ihr einen Online-Shop betreibt und regelmäßig einen Newsletter versendet. In eurem Newsletter bewerbt ihr verschiedene Produkte aus eurem Shop und verlinkt sie entsprechend. Wäre es nicht spannend zu wissen, wie viele eurer Newsletter-Empfänger auf die Links geklickt haben und vor allem, ob sie anschließend eine Bestellung in eurem Shop getätigt haben? Mit diesen Daten könntet ihr den Erfolg eures Newsletters messen und Ansprache und Auswahl der Produkte optimieren, um mehr Umsatz zu generieren.

Ohne das Kampagnentracking wäre ein Newsletterabonnent, der in seinem E-Mail Client auf den Link in einem Newsletter klickt, in Google Analytics nicht als Besucher aus eurem Newsletter erkennbar. Als Quelle würde in Analytics (direct) stehen und als Medium (none) angegeben werden. Das lässt keine Rückschlüsse auf den Einfluss eures Newsletters zu.

Doch mit dem Kampagnentracking könnt ihr genau erkennen, wie viele Besucher über euren Newsletter in euren Shop kamen und wie viele Bestellungen sie getätigt haben (Conversion-Tracking vorausgesetzt). Das Kampagnentracking von Google Analytics basiert darauf, dass einige URL-Parameter – die sogenannten utm-Parameter – an die Ziel-URL gehängt werden. Mit Hilfe der utm-Parameter könnt ihr zusätzliche Informationen an Google Analytics übermitteln.

Es gibt fünf verschiedene utm-Parameter: utm_source, utm_medium, utm_campaign, utm_term und utm_content.

Die Parameter utm_source, utm_medium, und utm_campaign solltet ihr immer verwenden, um aussagekräftige Daten in Analytics zu erhalten. Die Parameter utm_term und utm_content sind optional. Mit ihnen könnt ihr zwischen einzelnen Werbemitteln unterscheiden und Informationen zum Keyword mitgeben, das eine einzelne Anzeige ausgelöst hat.

Welche Informationen werden mit den verschiedenen Parametern übermittelt?

Google Analytics: utm-Parameter im Überblick
Google Analytics: utm-Parameter im Überblick

Wenn ihr die Links in eurem Newsletter um die drei Parameter utm_source, utm_medium und utm_campaign erweitert, findet ihr diese Informationen anschließend in Google Analytics in den Dimensionen Quelle, Medium und Kampagne.

Falls einer eurer Newsletterempfänger auf einen Link im Newsletter klickt, möchtet ihr vielleicht folgende Informationen in Google Analytics sehen:

  • Quelle: newsletter
  • Medium: email
  • Kampagne: newsletter- nr-10

Diese drei Informationen werden jetzt einfach mit Hilfe der utm-Parameter an eure Links gehängt.

URL vorher: http://www.eure-domain.tld/

URL nach der Erweiterung mit utm-Parametern: http://www.eure-domain.tld/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter-nr-10

Klickt nun einer eurer Abonnenten auf diesen Link, werden die utm-Parameter von Google Analytics ausgewertet. Für Quelle / Medium steht dann nicht länger (direct) / (none) in euren Berichten sondern newsletter / email. Zusätzlich wird die Sitzung der Kampagne newsletter- nr-10 zugeordnet. Das ermöglicht euch in Analytics die Nutzung der Kampagnenberichte:

Google Analytics: Kampagnenberichte #1
Google Analytics: Kampagnenberichte #1

 

Die utm-Kampagnenparameter sind sehr flexibel. Wenn ihr regelmäßig Posts auf Twitter, Facebook, usw. veröffentlicht, könnt ihr mit den Kampagnenparametern die Ergebnisse dieser Posts wie etwa Sitzungen & erzielte Bestellungen messen:

Google Analytics: Kampagnenberichte #2
Google Analytics: Kampagnenberichte #2

Google stellt euch ein Tool zur Verfügung, mit dem ihr die utm-Parameter einfach an eure URLs anhängen könnt:
https://ga-dev-tools.appspot.com/campaign-url-builder/

Weitere Informationen zu benutzerdefinierten Kampagnen findet ihr hier:
https://support.google.com/analytics/answer/1033863?hl=de

 

Können interne Werbekampagnen auch mit den utm-Parameter getrackt werden?

Falls ihr auf eurer Website interne Werbung wie zum Beispiel Banner für einzelne Produkte einsetzt, könntet ihr auf die Idee kommen, auch die internen Links mit utm-Parametern auszuzeichnen. Das solltet ihr jedoch auf keinen Fall machen, denn die utm-Parameter sind nur für das Tracking externer Kampagnen geeignet. Wenn ihr die utm-Parameter in internen Verlinkungen auf eurer Website verwendet, hat das mehrere unangenehme Folgen.

Sobald ein Besucher auf einen solchen Link klickt, wird seine laufende Sitzung in Google Analytics beendet und eine neue Sitzung gestartet, für die die Quell-/Medium-Informationen aus den utm-Parametern gesetzt werden. Was heißt das für eure Daten in Analytics?

  • Die Zahl der Sitzungen wird unnatürlich erhöht, denn jeder Klick auf einen internen Link mit utm-Parametern verursacht eine neue Sitzung.
  • Eine Conversion kann nicht mehr der ursprünglichen externen Traffic-Quelle zugeordnet werden, weil in der neuen Sitzung die Quell-/Medium-Information der utm-Parameter genutzt werden. Ihr könnt dann schlechter den Beitrag der verschiedenen externen Traffic-Quellen zu euren Conversions beurteilen.
  • Klickt ein neuer Besucher bereits auf der Landingpage einen internen Link mit utm-Parametern an, führt dies sofort zu einer neuen Sitzung. Das bedeutet, dass die Absprungrate für Besucher aus externen Quellen künstlich steigt.

Deshalb solltet ihr die utm-Parameter keinesfalls für die internen Verlinkungen auf eurer Website einsetzen. Für die Analyse interner Werbung gibt es im erweiterten E-Commerce Tracking vielfältige Funktionen.

Alternative zum erweiterten E-Commerce Tracking: Man kann mit Hilfe des Google Tag Managers auch ein eigenes Set von URL-Parametern (sog. itm-Parameter) definieren, die für das Tracking interner Werbekampagnen verwendet werden. Die Einrichtung des Trackings ist eher etwas für die Fortgeschrittenen unter euch. Anschließend ist die Benutzung der itm-Parameter jedoch so einfach wie die Verwendung der utm-Parameter für externe Kampagnen. Mehr Informationen hier: Interne Werbekampagnen mit Google Analytics tracken.

 

Zusammenfassung

Zur Halbzeit dieser Artikelserie habt ihr kennengelernt, wie ihr mit Hilfe der Vermerke wichtige Zusatzinformationen in Google Analytics speichern könnt. Die benutzerdefinierten Benachrichtigungen helfen euch, die Funktion eurer Trackings zu überwachen und bei ungewöhnlichen Änderungen automatisch eine Benachrichtigung zu erhalten. Zum Schluss des Artikels habe ich euch das Kampagentracking von Google Analytics vorgestellt, das eine Analyse eurer Werbekampagnen ermöglicht.

 

In Teil 6 dieser Serie tauchen wir tiefer in die Webanalyse ein. Dann zeige ich euch, wie ihr Datensegmente nutzen könnt, um wertvolle Erkenntnisse aus euren Daten zu ziehen.

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E-Commerce: mit Sicherheit und Transparenz deine Kunden binden

Vertrauenswürdigkeit ist ein wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Online-Shop. Dieses abstrakte Gefühl lässt sich über die digitale Plattform oft nur schwer an den Kunden übermitteln. Vor allem wer sich neu auf dem Markt positionieren möchte, hat damit oft Probleme, denn ein Vertrauensverhältnis ist nichts, was sich auf die Schnelle entwickeln kann. Dennoch gibt es Möglichkeiten, als zuverlässiger Geschäftspartner und Anbieter wahrgenommen zu werden.

E-Commerce: mit Sicherheit und Transparenz deine Kunden binden

Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit sind Servicegedanken, um die sich jeder Betreiber eines Online-Handels Gedanken machen sollte. Wenn sich der Kunde in sicheren Händen fühlt, kauft mit einem besseren Gefühl ein und kehrt auch gerne immer wieder zu einem bestimmten Shop zurück. Um sich als vertrauenswürdigen Partner zu präsentieren, können deshalb verschiedene Maßnahmen getroffen werden, die dies nach außen kommunizieren.

Kontakt und Transparenz

Zunächst ist wichtig, dass für den Kunden schnell ersichtlich ist, wer hinter dem Online-Shop steht. Die Anonymität ist bei Geschäften im Internet immer noch einer der größten Nachteile gegenüber dem Laden um die Ecke, wo bei Bedarf ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht. Deshalb sollten die Kontaktdaten schnell auffindbar sein. Laut einer Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH-ECC) sind folgende Kriterien für den Kunden besonders wichtig:

  • Hohe Erreichbarkeit von Service-Mitarbeitern (per Telefon, E-Mail)
  • Ausführlicher Servicebereich auf der Shop-Seite (Informationen, FAQ, Kontaktangaben)
  • Qualifizierte Beratung und Hilfe
  • Absicherung durch unabhängige Dritte (Gütesiegel, Kundenbewertungen)
  • Rückrufmöglichkeit

Es lohnt sich also, dem Service bezüglich Beratung und Information eine besonders große Bedeutung zu geben. Neben Personal, welches telefonisch oder per Mail oder Chat Auskunft auf individuelle Fragen geben kann, gehören auch umfangreiche Informationen zu den Produkten oder zum Ablauf des Bestell- und Kaufvorgangs dazu.

Sicherheit und Garantie

Dem Kunden sollte zudem gut sichtbar oder schnell auffindbar die Hinweise zum Datenschutz oder den verschiedenen Rechten zur Verfügung stehen. Detaillierte Angaben zu den Garantiebedingungen und der Gewährleistung zeigen, dass der Shopbetreiber auf eine gute Abwicklung Wert legt, und die Rechte der Kunden kennt und achtet. Zudem können so bereits häufiger auftretende Fragen direkt auf der Webseite beantwortet werden.

Auch der Umgang mit den persönlichen Daten ist vielen Kunden heute sehr wichtig. Deshalb sollten hier auch Informationen zum Datenschutz und der Handhabung sensibler Einzelheiten kommuniziert werden.

Dabei fühlen sich viele vom üblichen, lästigen Kleingedruckten nicht besonders angesprochen. Es gibt jedoch auch einfache Möglichkeiten, die entsprechenden Textpassagen ansprechend aufzubereiten und verständlicher und übersichtlicher zu machen. Einzelne Abschnitte zu den verschiedenen Themen, in denen die wichtigsten Punkte optisch hervorgehoben sind, können bereits einiges wettmachen. Dies zeigt dem Kunden nochmals, dass der Angelegenheit die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet wird.

E-Commerce: mit Sicherheit und Transparenz deine Kunden binden

Qualitäts- und Sicherheitszertifikate

Eine weitere Möglichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit nach außen zu kommunizieren sind verschiedene Zertifikate. Unterschiedliche nationale und internationale, unabhängige Gesellschaften beschäftigen sich mit der Qualitätsprüfung von Online-Shops und verleihen bei erfolgreichem Bestehen ein Zertifikat. Mit diesem kann auf der Webseite geworben werden.
Folgende Qualitätssiegel verfügen inzwischen auch auf Kundenseite über einen gewissen Bekanntheitsgrad:

  • EHI – Geprüfter Online-Shop (auch als EU-Label erhältlich)
  • TÜV Süd – Safer Shopping
  • e Guarantee – Trusted Shops
  • ips – Internet privacy standards (Datenschutz)

Die Siegel und Zertifikate sind beim Kunden anerkannt und können für einen höheren Absatz sorgen. Allerdings sind sie teilweise auch mit erheblichen Kosten verbunden. Meist wird eine einmalige Gebühr erhoben, sowie ein monatlicher Betrag eingezogen. Bei manchen Anbietern richtet sich die Höhe der Kosten dabei nach dem erwarteten Umsatz des jeweiligen Zeitraums.

SSL-Zertifikat

Was die Verschlüsselung der Online-Kommunikation zwischen Kunden und dem eignen Webportal angeht, sollte heute Wert auf das sichere SSL-Verfahren (Secure Sockets Layer) gelegt werden. Bei der Kontaktaufnahme zu einer mit SSL gesicherten Seite wird von dort das entsprechende Zertifikat an den Browser gesendet. Nach der gegenseitigen Verifizierung über den Server wird dann automatisch eine sichere Verbindung über HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) aufgebaut.

Das Zertifikat wird in Form eines Codes auf dem Webserver hinterlegt. Über den Webhost oder Internetanbieter kann dies angefordert werden und kostet eine jährliche Pauschale. Die Einbindung auf den Server ist relativ einfach, meist stehen dafür Installationsanweisungen zur Verfügung. Zudem muss es etwa alle 90 Tage aktualisiert werden.

Für die Kunden bedeutet diese Art der Verschlüsselung eine größere Sicherheit beim Austausch von Daten und generell bei der Kommunikation mit der betreffenden Webseite. Sichtbar ist diese Maßnahme an dem Schlosssymbol in der Adresszeile des Browsers. Bei sicheren SSL-gestützten Verbindungen färbt sich diese zudem grün.

E-Commerce: mit Sicherheit und Transparenz deine Kunden binden

Nicht erst seit 2015 die Verschlüsselung über HTTPS Pflicht geworden ist, sind die Verbraucher sensibler geworden und achten verstärkt auf entsprechende Zertifikate bei der Auswahl eines Shops. Für alle Webseiten, die mit der Erhebung oder Übertragung von Daten zu tun haben hat das Telemediengesetz (TMG) die sichere Kommunikation vorgeschrieben.

Angebot der Zahlungsverfahren

Auch wenn es um das Thema Bezahlung geht sollte dem Kunden eine größtmögliche Transparenz beim Ablauf ermöglicht werden. Dazu gehört unter anderem, dass sich der Kauf einfach und in wenigen Schritten abwickeln lässt. Je komplizierter der Vorgang wird, umso höher ist die Absprungrate bei den Käufern.

Auch dazu hat das IHF-ECC eine Befragung durchgeführt, und folgende Kriterien bei den Kunden herausgefunden, auf die besonders viel Wert gelegt wird:

  • Sicherer Umgang mit persönlichen Daten
  • Präferierte Zahlungsmethode verfügbar
  • Übersichtlichkeit des Warenkorbs
  • Transparente Offenlegung der Kosten im Warenkorb
  • Intuitiver und schneller Bestellprozess

Je nach Möglichkeit macht es also Sinn, verschiedene Zahlmethoden zur Verfügung zu stellen. Bei vielen Kunden ist eine Präferenz für ein bestimmtes Verfahren bereits gefestigt und es wird dann ungern auf eine andere Methode zurückgegriffen, da dies immer mit einer gewissen (gefühlten) Unsicherheit verbunden ist.

Soft Information

Einen nicht unwesentlichen Einfluss haben auch die verschiedensten „soften“ Informationen. So kann beispielsweise eine Seite, welche das Team und die Mitarbeiter des Shops vorstellt, für Vertrauen sorgen. wird Dem Kunden wird sichtbar vor Augen geführt, dass hinter dem anonymen Geschäftsportal reale Menschen stecken, die sich um ihre Belange und die Abwicklung der Bestellung oder die Beantwortung von Fragen kümmern.

E-Commerce: mit Sicherheit und Transparenz deine Kunden binden

Auch ein Blog ist ein mögliches Mittel um Kompetenz zu vermitteln und dem Kunden einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten. Beiträge und Texte, welche etwa detailliertere Hintergründe zu verschiedenen Produkten liefern oder Anwendungsbeispiele aufzeigen sind Beispiele dafür.

Solche Beiträge bieten zusätzlich die Gelegenheit, verschiedene andere Artikel aus dem Sortiment zu verlinken und den Kunden so darauf aufmerksam zu machen. Durch eine ansprechende Aufmachung kann es gelingen, den interessierten Klienten länger auf der Seite zu halten.

Einfachheit gewinnt

Einfachheit hat sich nicht nur beim Bestellvorgang, sondern auch beim Aufbau und der Gestaltung der Webseite bewährt. Ein aufgeräumtes Design und eine intuitiv nachvollziehbare Navigation machen es dem Kunden leicht, sich zurechtzufinden.

Beispielsweise wirken zu viele Hauptnavigationspunkte auf der Starseite oftmals bereits überfordernd. Studien haben ergeben, dass mehr als sieben verschiedene Kategorien auf einen Blick nicht erfasst werden können. Hier sollte dann besser mit Unterpunkten gearbeitet werden.

Die Aufmerksamkeitsspanne nimmt in unserer schnelllebigen Welt immer weiter ab. Dies sollte auch beim Aufbau und der Gestaltung der Webseite berücksichtigt werden. Auf Seiten mit viel Information kann dem Kunden etwa durch das Setzen von Ankerlinks die Möglichkeit gegeben werden, an die individuell interessantesten Punkte zu springen. Findet sich der User auf einer Seite intuitiv zurecht, ist der Einkauf nicht mit Unannehmlichkeiten verbunden und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Besuchs im Online-Shop steigt.

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Conversion Tracking: Google Analytics für Einsteiger, Teil 4

In Folge 4 befassen wir uns intensiver mit der Erfassung einzelner Nutzeraktionen in Google Analytics. Das Tracking von Conversions und Ereignissen ist eine der wichtigsten Funktionen von Google Analytics. Sie erlaubt die gezielte Auswertung einzelner Interaktionen auf eurer Website. Typische Aktionen, die mit Hilfe des Conversion- bzw. Ereignistrackings erfasst werden, sind aufgegebene Bestellungen in Online-Shops oder das Absenden eines Kontaktformulars (sog. Macro-Conversions). Das Conversion- bzw. Ereignistracking eignet sich aber auch für das Tracking sogenannter Micro-Conversions, wie etwa das Hinzufügen eines Produktes zum Warenkorb, die Scrolltiefe einzelner Seiten, Formulareingaben und vieles mehr. Doch unabhängig davon, ob ihr Macro- oder Micro-Conversions tracken möchtet, immer geht es um eine genauere Beurteilung, ob und wie Besucher mit eurer Website interagieren. Die gewonnenen Daten können sowohl für eine Verbesserung des Nutzererlebnisses auf Eurer Website als auch für die Aussteuerung Eurer Werbekampagnen genutzt werden.

Google Analytics für Einsteiger, Teil 4
Google Analytics für Einsteiger, Teil 4

Conversion- und Ereignistracking mit Google Analytics

In diesem Artikel erkläre ich, wie ein einfaches Conversion-Tracking mit Zielvorhaben eingerichtet wird. Außerdem lernt ihr die Unterschiede zwischen Zielvorhaben und E-Commerce-Transaktionen kennen. Abschließend stelle ich das Ereignistracking anhand eines Beispiels vor.

 

1 Conversion-Tracking mit Zielvorhaben einrichten

Wir starten ins Conversion-Tracking mit einem einfachen Beispiel. Angenommen, ihr möchtet erfassen, wie oft die Besucher eurer Website das Kontaktformular absenden. Für diese Interaktion richtet ihr ein Tracking ein, indem ihr das erfolgreiche Abschicken des Kontaktformulars als Zielvorhaben in Google Analytics definiert.

Hinweis: In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass der Besucher nach dem Absenden des Formulars auf eine Bestätigungsseite weitergeleitet wird. Häufig werden auf Websites auch AJAX-Formulare genutzt, die nach dem Absenden des Formulars keine neue Seite aufrufen, sondern die Bestätigungsmeldung auf der gleichen Seite ausgeben. Diese Formulare werden ein wenig anders getrackt. Wie das geht, zeige ich euch in einem späteren Artikel dieser Serie.

Wechselt in die Verwaltung eures Google Analytics Kontos und wählt die Property und Datenansicht aus, in der ihr ein neues Zielvorhaben anlegen möchtet:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 1
Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 1

Nachdem ihr den Eintrag Zielvorhaben ausgewählt habt, klickt ihr auf die rote Schaltfläche +Neues Zielvorhaben:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 2
Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 2

Nun wird das neue Zielvorhaben definiert. Ihr werdet in mehreren Einzelschritten durch die Einrichtung des Zielvorhabens geleitet. Im ersten Schritt könnt ihr auf eine Vorlage für häufig genutzte Zielvorhaben zurückgreifen oder ein „Benutzerdefiniertes Zielvorhaben“ anlegen:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 3
Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 3

Für unser Beispiel können wir auf eine Vorlage zurückgreifen. Wählt im Abschnitt Anfrage den Unterpunkt Kontakt aus und klickt dann auf Weiter. Auf der nächsten Seite wird die Zielbeschreibung eingerichtet:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 4
Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 4
  1. Zunächst benötigt das neue Zielvorhaben einen Namen, der eindeutig ist und den Zweck des Zielvorhabens sofort erkennen lassen sollte. Unter diesem Namen findet ihr das Zielvorhaben später in den Berichten von Google Analytics.
  2. Jedes Zielvorhaben erhält außerdem eine ID und wird einer Zielvorhabengruppe zugeordnet. Ähnliche Zielvorhaben solltet ihr nach Möglichkeit derselben Gruppe zuordnen, denn die Zielvorhabengruppen stehen euch später in den Berichten als Auswahlmöglichkeit zur Verfügung. Umgekehrt sollten Zielvorhaben, die wenig miteinander zu tun haben (z.B. „Bestellung aufgegeben“ und „Aufenthaltsdauer > 5 min“), in getrennten Gruppen geführt werden.
  3. Gebt den Typ des Zielvorhabens an: Wenn nach dem Absenden des Kontaktformulars eine Dankeseite mit einer eindeutigen URL erscheint, lautet der Typ Ziel. Sollte die URL der Dankeseite nicht eindeutig sein, ist sie für die Definition des Zielvorhabens nicht geeignet, weil ihr dann auch Conversions erfassen könntet, ohne dass das Kontaktformular abgesendet wurde.
  4. Klickt auf Weiter, um zum letzten Schritt zu gelangen.

Nun legen wir die letzten Details fest:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 5
Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 5
  1. Im Abschnitt Ziel muss die Zielseite eingetragen werden, die nach dem erfolgreichen Absenden des Kontaktformulars aufgerufen wird.
  2. Jedem Zielvorhaben kann ein Wert zugewiesen werden. Diese Funktion solltet ihr möglichst immer nutzen, denn sie erlaubt eine Gewichtung unterschiedlicher Zielvorhaben.Beispiel: Angenommen, ihr richtet Zielvorhaben für die Website eines Handwerksbetriebes ein. Das durchschnittliche Auftragsvolumen beträgt 5000,- Euro. Außerdem wurde festgestellt, dass aus durchschnittlich 20 Anfragen über das Kontaktformular ein Auftrag resultiert. Damit wäre der rechnerische Wert eines abgeschickten Kontaktformulars 250,- Euro (5000,- Euro / 20).Weist nach Möglichkeit jedem Zielvorhaben einen Wert zu. Das mag auf den ersten Blick nicht sinnvoll erscheinen, denn nicht jede Interaktion eines Besuchers, für die ein Zielvorhaben angelegt wurde, lässt sich direkt in einem monetären Wert ausdrücken. Trotzdem solltet ihr von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, denn mit dem Zuweisen eines Wertes könnt ihr eure Zielvorhaben gewichten: So kann der Download eines Tutorials (Wert des Zielvorhabens: 10,- Euro) für euch wertvoller sein, als ein Kommentar in einem eurer Blogartikel (Wert des Zielvorhabens: 5,- Euro). Ihr erreicht mit der Zuweisung von Werten zu euren Zielvorhaben eine stärkere Differenzierung. Es geht nicht mehr nur um die bloße Anzahl der erzielten Conversions, sondern auch um ihren Wert für euch.  In den Berichten von Google Analytics könnt ihr damit besonders wertvolle Unterseiten eurer Website ebenso identifizieren wie wertvolle Trafficquellen.
  3. Es gibt Zielvorhaben, bei denen ein Besucher mehrere Einzelschritte durchlaufen muss, um es abzuschließen. Für diese Fälle bietet sich die Einrichtung eines sogenannten Trichters an. Mit Hilfe des Trichters wird die Abfolge der einzelnen Schritte beschrieben, die der Besucher bis zum Erreichen der Zielseite durchlaufen muss. In Google Analytics gibt es unter Conversions >> Zielvorhaben >> Trichtervisualisierung einen speziellen Bericht für die Trichteranalyse. Dieser Bericht ermöglicht euch die Identifikation kritischer Einzelschritte mit hohen Abbruchraten.
    Mehr Informationen zum Einrichten von Trichtern findet ihr hier: https://support.google.com/analytics/answer/1012040?hl=de#funnels_for_destination_goals
    https://support.google.com/analytics/answer/2976313
  4. Dann nur noch speichern, und ihr habt das Zielvorhaben angelegt.

Umfangreiche Berichte zu Zielvorhaben findet ihr in Google Analytics im Abschnitt Conversions >> Zielvorhaben.

Google Analytics: Zielvorhabentrichter
Google Analytics: Zielvorhabentrichter

Mehr über Zielvorhaben in Google Analytics:
https://support.google.com/analytics/answer/1012040?hl=de

 

2 Conversion-Tracking mit E-Commerce-Transaktionen

Wenn ihr einen Online-Shop betreibt, habt ihr meist höhere Anforderungen an das Conversion-Tracking. Neben der Erfassung der Bestellungen in Google Analytics sind auch der Bestellwert und Informationen über die bestellten Artikel wichtig. Denn so könntet ihr zum Beispiel ermitteln, über welche Traffic-Kanäle ihr besonders viel Umsatz generiert oder welche Artikel von Besuchern, die über Facebook Posts zu euch gekommen sind, häufig gekauft werden.

Mit Zielvorhaben ist ein solches Tracking jedoch nicht möglich: Der Wert eines Zielvorhabens ist in der Regel nicht variabel und weitergehende Informationen zu Warenkörben, Versandkosten, enthaltenen Steuern, usw. können auch nicht erfasst werden.

Deshalb bietet Google Analytics zu diesem Zweck das E-Commerce-Tracking an. Das E-Commerce-Tracking  ermöglicht die Erfassung von Bestellungen, Warenkörben, Retouren und vielem mehr. Neben der Aufgliederung der erzielten Umsätze nach Trafficquellen ist die Analyse von Transaktionen und Warenkorbinhalten in vielen verschiedenen Dimensionen möglich: etwa um herauszufinden, über welche Werbekampagnen ihr besonders viele hochpreisige Artikel verkaufen könnt, oder welche Kanäle insbesondere für Sales-Aktionen geeignet sind.

Weitere Informationen zum E-Commerce-Tracking: https://support.google.com/analytics/answer/1037249?hl=de

 

2.1 E-Commerce-Tracking einrichten

Für die Einrichtung des E-Commerce-Trackings sind einige zusätzliche Einstellungen in Google Analytics vorzunehmen. Außerdem müsst ihr eure Tracking-Codes erweitern, um Informationen über Transaktionen und Warenkörbe an Analytics zu senden.

In Google Analytics ist zunächst E-Commerce zu aktivieren. Wählt in der Verwaltung eures Google Analytics Kontos die Property und Datenansicht aus, in der E-Commerce aktiviert werden soll. Klickt dann auf E-Commerce-Einstellungen:

Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 1
Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 1

Nun könnt ihr die Einstellungen für die E-Commerce-Berichte in Google Analytics vornehmen:

Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 2
Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 2
  1. Aktiviert E-Commerce.
  2. Geht dann weiter zum nächsten Schritt.

Auf der zweiten Seite lassen sich die erweiterten E-Commerce-Einstellungen aktivieren:

Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 3
Google Analytics: E-Commerce Tracking einrichten, Schritt 3
  1. Wenn ihr nur einfache Warenkörbe und Bestellwerte an Google Analytics übermitteln wollt, sind die erweiterten E-Commerce-Einstellungen nicht zwingend notwendig. Aber schon Produktvarianten, die in dem Warenkorb, den ihr an Google Analytics übermittelt, abgebildet werden sollen, sind die erweiterten E-Commerce-Einstellungen nötig. Klärt daher im Vorfeld, ob ihr die Basis-Funktionalitäten des E-Commerce-Trackings ausreichen. Wenn nicht, müsst ihr die erweiterten E-Commerce-Einstellungen aktivieren.
    Achtung: Die Einrichtung des Trackings unterscheidet sich zwischen dem einfachen und dem erweiterten E-Commerce-Tracking!
  2. Änderungen absenden. Fertig, die E-Commerce-Berichte sind aktiviert.

Nachdem ihr in Google Analytics E-Commerce aktiviert habt, müsst ihr euren Tracking-Code erweitern:

  1. E-Commerce-Plugin von Google Analytics laden
    Fügt in euren Tracking-Code die zusätzliche Zeile ga(‚require‘, ‚ecommerce‘);  ein, um das E-Commerce Plugin zu laden:

    <script>
     (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
     (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
     m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
     })(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
    
    ga('create', 'UA-XXXXXXXX', 'auto');
    ga('require', 'ecommerce');           //hinter ga('create', ...) einfügen
    ga('send', 'pageview');
    
    </script>
  2. Beim Absenden einer Bestellung übergebt ihr die Transaktionsdaten an Google Analytics:
    ga('ecommerce:addTransaction', {
     'id': '1234',       // Bestellnummer
     'revenue': '94.99', // Umsatz inkl. Versandkosten und Steuern
     'shipping': '5',    // Versandkosten
     'tax': '15.17'      // Steuern
    });
    
    ga('ecommerce:addItem', {
     'id': '1234',                     // Bestellnummer (s.o.)
     'name': 'Laufschuhe Runner 2000', // Produktname
     'sku': 'WS-3981',                 // Artikelnummer
     'category': 'Bekleidung',         // Kategorie
     'price': '89.99',                 // Preis (pro Einheit)
     'quantity': '1'                   // Menge
    });
    
    ga('ecommerce:send');

    Der obige Code besteht aus drei Teilen. Zunächst wird die E-Commerce-Transaktion erzeugt, dann ein Artikel hinzugefügt und schließlich die Daten an Google Analytics gesendet.

Eine ausführliche Beschreibung, wie das Tracking eingerichtet wird, findet ihr hier: https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/analyticsjs/ecommerce

 

2.2 Erweitertes E-Commerce-Tracking

Wenn Ihr eure Bestellungen noch genauer analysieren möchtet, sollte ihr einen Blick auf das erweiterte E-Commerce-Tracking werfen. Es ermöglicht euch die Übermittlung sehr viel detaillierter Informationen wie etwa Produktvarianten, Rücksendungen und Stornierungen. Außerdem könnt ihr den Einfluss interner Werbung in Bezug auf die erzielten Bestellungen messen und noch einiges mehr.

Mehr Informationen zu den erweiterten E-Commerce Berichten:
https://support.google.com/analytics/answer/6014841?hl=de

Das Einrichten des erweiterten E-Commerce-Trackings ist ein wenig aufwendiger und würde über diesen Artikel deutlich hinausgehen. Es gibt einen umfangreichen Developer Guide, in dem ihr weiterführende Informationen findet: https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/analyticsjs/enhanced-ecommerce

 

2.3 Weitere Anwendungsfälle für das E-Commerce-Tracking

Selbst wenn ihr keinen Online-Shop betreibt, könnten die vielen zusätzlichen Funktionen des E-Commerce-Trackings für euch interessant sein. Denn auch für Ziele, wie das Absenden eines Kontakt- oder Anfrageformulars ist das E-Commerce-Tracking manchmal die bessere Wahl.

Dazu ein Beispiel:

Auf größeren Websites wird in der Regel für jede Kundenanfrage, die über ein Kontaktformular eintrifft, eine eindeutige ID generiert, unter der die Anfrage anschließend im CRM-System weitergeführt wird. Diese Anfrage-ID könntet ihr bei der Nutzung von Zielvorhaben nicht in Analytics speichern. Hingegen ist das beim E-Commerce-Tracking kein Problem. Statt ein Zielvorhaben zu erfassen, sendet ihr beim Abschicken des Kontaktformulars eine E-Commerce-Transaktion mit der Anfrage-ID als Transaktionsnummer an Google Analytics. So lässt sich zum Beispiel nachträglich in Analytics genau erkennen, aus welchen Trafficquellen einzelne Anfragen kamen. Bei komplexeren Szenarien, wie etwa Vertragsanfragen für unterschiedliche Arten von Versicherungen, Buchungsanfragen im Tourismusbereich, etc. lassen sich die Warenkorbfunktionalitäten nutzen, um Inhalt und Wert der Anfragen schon in Google Analytics genauer zu bestimmen und für erweiterte Analysen zugänglich zu machen. Darüber hinaus erlauben die Funktionen des erweiterten E-Commerce-Trackings auch eine Nachverfolgung, ob aus einer Anfrage ein Vertragsabschluss erzielt werden konnte. Ebenso ließe sich der Einfluss interner Werbekampagnen auf das Absenden von Anfrageformularen analysieren.

Ihr seht schon, man kann das E-Commerce-Tracking für weit mehr als nur die Abbildung von Online-Bestellungen nutzen. :)

 

2.4 Unterschiede zwischen Zielvorhaben und E-Commerce-Transaktionen

Es gibt einige wichtige Unterschiede zwischen Zielvorhaben und E-Commerce-Transaktionen:

  • Ein einzelnes Zielvorhaben wird pro Sitzung jeweils nur 1x gezählt.
    Beispiel: Für Absenden eines Kontaktformulars haben wir ein Zielvorhaben angelegt. Wenn ein Benutzer innerhalb einer Sitzung zweimal das Kontaktformular absendet, wird dies dennoch nur als eine Conversion gezählt.
  • E-Commerce-Tracking erlaubt mehrere Conversions pro Sitzung.
    Um beim Beispiel mit dem Kontaktformular zu bleiben: Wenn es wichtig ist, jedes einzelne Absenden eines Kontaktformulars innerhalb einer Sitzung als separate Conversion zu erfassen, ist der Einsatz des E-Commerce-Trackings zwingend erforderlich. Wenn ein Besucher innerhalb einer Sitzung zwei Bestellungen aufgibt, werden diese als zwei E-Commerce-Transaktionen in Analytics erfasst.
  • Zielvorhaben erlauben in der Regel keine variablen Conversionwerte.
    Der Zielvorhabenwert wird in den Einstellungen des Zielvorhabens festgelegt, er ist nicht variabel. Es gibt eine Ausnahme: Bei Zielvorhaben, die aus Ereignissen abgeleitet werden, kann der Ereigniswert für das Zielvorhaben übernommen werden. Auf diesem Weg lassen sich auch für Zielvorhaben variable Conversionwerte abbilden. Für Conversions mit veränderlichen Werten wie z.B. Bestellungen in einem Online-Shop sind E-Commerce-Transaktionen empfohlen.
  • E-Commerce-Transaktionen ermöglichen die Darstellung von Conversions in viel mehr Einzelheiten.
    Allerdings verursacht das Einrichten des E-Commerce-Trackings deshalb auch einen höheren Aufwand. Belohnt werdet ihr mit detaillierteren Daten und mehr Analysemöglichkeiten.

3. Ereignis-Tracking mit Google Analytics

In Ergänzung zum Conversion-Tracking erlaubt euch Google Analytics, einzelne Nutzerinteraktionen mit Hilfe des Ereignis-Trackings zu erfassen. Ereignisse können zum Beispiel das Klicken auf einen Click-To-Call Link, der Download einer Datei, das Scrollen des Bildschirminhalts, usw. sein.

Ereignisse bestehen in Google Analytics aus vier Informationen:

  • Kategorie
  • Aktion
  • Label (optional)
  • Wert (optional)

Für die erfassten Ereignisse gibt es in Google Analytics eine Reihe von Berichten im Abschnitt Verhalten >> Ereignisse.

Weitere Informationen zu Ereignissen in Google Analytics:
https://support.google.com/analytics/answer/1033068?hl=de

 

3.1 Beispiel: Einfaches Download-Tracking

Ich erkläre euch anhand eine kleinen Beispiels, wie das Ereignis-Tracking eingerichtet wird. Angenommen, wir bieten auf unserer Website Kochrezepte zum Download an. Dann wäre es für uns sehr nützlich zu wissen, wie oft einzelne Rezepte von unseren Besuchern heruntergeladen werden. In Google Analytics gibt es für den Download von Dateien kein voreingestelltes Tracking. Das müssen wir selber einrichten, indem wir die Klicks auf Download-Links erfassen.

Mit diesem Aufruf sendet ihr ein beliebiges Ereignis an Google Analytics:

ga('send', 'event', [eventCategory], [eventAction], [eventLabel], [eventValue]);

Für einen Klick auf einen Download-Link könnte der Aufruf so aussehen:

ga('send', 'event', 'Datei-Download', 'PDF-Download', [Download-URL], 10);

Was bedeutet dieser Aufruf?
Die Kategorie des Ereignisses lautet Datei-Download, die Aktion ist PDF-Download , als Label tragen wir Download-URL ein und der Wert dieses Ereignisses ist 10.

 

Ein Download-Link auf unserer Website würde vielleicht so aussehen:

<a href="http://www.unsere-website.tld/kochrezept.pdf">Kochrezept herunterladen</a>

Wenn wir die Klicks eines Besuchers auf diesen Download-Links tracken möchten, ergänzen wir den Link um den Tracking-Code:

<a href="http://www.unsere-website.tld/kochrezept.pdf" onClick="ga('send', 'event', ' Datei-Download', 'PDF-Download', 'http://www.unsere-website.tld/kochrezept.pdf', 10);"> Kochrezept herunterladen </a>

Nach diesem Muster müsstet ihr alle Download-Links auszeichnen. Falls ihr unterschiedliche Arten von Dateien zum Download anbietet, könntet ihr das Feld [eventAction] nutzen, um verschiedene Dateitypen voneinander zu unterscheiden, also zum Beispiel „PDF-Download“, „MP3-Download“, usw. Das ist bereits alles. Anschließend stehen die Datei-Downloads  in den Ereignisberichten von Analytics zur Verfügung.

Auf stark frequentierten Websites werden die Klicks auf die verschiedenen Arten von Links vielfach sehr differenziert erfasst. Ein Ereignisbericht würde dann etwa so aussehen:

Google Analytics: Ereignisberichte
Google Analytics: Ereignisberichte

 

3.2 Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten

Wir bleiben bei unserem Beispiel: Wenn der Zweck unserer Website die Bereitstellung von Kochrezepten ist, sollten wir die Downloads nicht nur als Ereignis erfassen, sondern auch als Zielvorhaben. Denn dann können wir die erzielten Downloads in den Zielvorhabenberichten genauer analysieren und unser Marketing darauf ausrichten, zukünftig noch mehr Besucher zum Herunterladen unserer Kochrezepte zu veranlassen. In Google Analytics könnt ihr in wenigen Schritten ein Ereignis in ein Zielvorhaben überführen.

Beispiel:

Die Downloads von Kochrezepten erfassen wir als Ereignis der Kategorie „Datei-Download“. Wir definieren in Google Analytics ein Zielvorhaben, dass immer dann erreicht wird, wenn ein Ereignis der Kategorie „Datei-Download“ auftritt.

So wird das Zielvorhaben definiert:

Wechselt wieder in die Verwaltung eures Google Analytics Kontos und wählt die Property und Datenansicht aus, in der ihr ein neues Zielvorhaben anlegen möchtet:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 1
Google Analytics: Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 1

Nach dem Klick auf Zielvorhaben, wählt ihr die rote Schaltfläche +Neues Zielvorhaben aus:

Google Analytics: Zielvorhaben einrichten, Schritt 2
Google Analytics: Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 2

Nun richtet ihr das neue Zielvorhaben ein:

Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 3
Google Analytics: Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 3
  1. Wählt Benutzerdefiniert
  2. Klickt dann auf Weiter.

Nun folgt die Beschreibung des Ziels anhand eines Ereignisses:

Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 4
Google Analytics: Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 4
  1. Gebt dem Ziel einen Namen, z.B. „Datei-Downloads“.
  2. Legt die Zielvorhaben-ID und –gruppe fest.
  3. Wählt Ereignis als Typ aus.
  4. Klickt auf Weiter.

Im letzten Schritt beschreibt ihr das Ereignis, das das Zielvorhaben auslösen soll:

Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 5
Google Analytics: Zielvorhaben aus Ereignissen ableiten, Schritt 5
  1. Mit Hilfe der Ereignisbedingungen legt ihr fest, welche Art von Ereignis diesem Zielvorhaben zugeordnet werden soll. Wir definieren, dass alle Ereignisse der Kategorie „Datei-Download“, dieses Zielvorhaben auslösen sollen.
  2. Beim Senden eines Ereignisses an Google Analytics kann optional ein Zielvorhabenwert angegeben werden. Mit Aktivierung dieser Einstellung wird der Wert des Ereignisses als Zielvorhabenwert übernommen.
  3. Abspeichern und fertig.

Immer dann, wenn ein Ereignis der Kategorie „Datei-Download“ auftritt, wird dieses auch als Zielvorhaben gezählt.

Auf diesem Weg könnt ihr aus verschiedensten Ereignissen, die einzelne Interaktionen widerspiegeln, Conversions ableiten, die ihr anschließend in den Zielvorhabenberichten auswerten könnt.

 

Zusammenfassung

Geschafft! Das war eine ganze Menge Stoff rund um das Conversion- und Ereignistracking. Ich habe euch gezeigt, wie mit Hilfe eines Zielvorhabens das Absenden eines Kontaktformulars getrackt werden kann. Anschließend habt ihr das E-Commerce-Tracking kennengelernt: E-Commerce-Transaktionen lassen sich mit dem Standard-Tracking oder dem erweiterten E-Commerce-Tracking erfassen. In beiden Fällen müsst ihr eure Tracking-Codes ergänzen, um zusätzliche Information über die Transaktionen an Google Analytics zu senden. Das erweiterte E-Commerce-Tracking bietet viele Funktionen, die tiefergehende Analysen ermöglichen, wie etwa die Auswertung von Produktvarianten, Rücksendungen oder internen Werbekampagnen.
Zum Schluss haben wir uns angeschaut, wie die Interaktionen eurer Besucher mit Hilfe des Ereignistrackings erfasst werden können. Als Beispiel haben wir ein einfaches Download-Tracking eingerichtet und aus den Download-Ereignissen anschließend ein Zielvorhaben abgeleitet.

Wenn ihr ein Conversion-Tracking für eure Website einrichten möchtet, solltet ihr zunächst mit den Interaktionen starten, die direkt den Zweck eurer Website widerspiegeln, zum Beispiel Bestellungen erfassen oder Anfragen tracken. Anschließend könnt ihr tiefer einsteigen und die Aktionen tracken, die die Conversion vorbereiten, wie etwa das Hinzufügen von Artikeln in den Warenkorb. Denkt daran, dass ihr auch aus dem Tracking scheinbar „negativer Aktionen“ wichtige Erkenntnisse gewinnen könnt, um eure Website, den Bestellprozess oder die Kundenansprache zu optimieren. „Negative Aktionen“ sind nicht nur Abbrüche im Bestellprozess, sondern auch Reklamationen, Anforderungen für Rücksendelabel, niedrige Produktbewertungen, usw.

 

In Teil 5 lernt ihr einige erweiterte Funktionen von Google Analytics kennen: Dann werfen wir einen Blick auf Vermerke, benutzerdefinierte Benachrichtigungen und das Kampagnentracking.

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E-Business E-Commerce

Google Analytics für Einsteiger, Teil 3

Im vorangegangenen Teil der Serie „Google Analytics für Einsteiger“ haben wir uns die Datenansichten und Filter angeschaut. Nun geht’s weiter und wir werfen einen genaueren Blick auf die Einstellungen der Property. Wir starten mit den wichtigsten Kontoverknüpfungen. Anschließend zeige ich euch, wie ihr die Suchanfragen eurer Besucher mit Google Analytics tracken könnt. Zum Schluss erkläre ich, wie ihr auch Informationen zu demographischen Merkmalen und Interessen eurer Besucher in euren Analysen einbeziehen könnt. Diese Daten sind nützlich, wenn ihr die Aussteuerung  eurer Online Kampagnen optimieren möchtet.

 

Google Analytics für Einsteiger, Teil 3
Google Analytics für Einsteiger, Teil 3

Kontoverknüpfungen, Site Search & Werbefunktionen

 

1. Verknüpfungen mit AdWords, Search Console und AdSense herstellen

Ihr könnt eure Google Analytics Property mit einer Vielzahl weiterer Google Konten verknüpfen. Die Daten aus verschiedenen Quellen lassen sich auf diesem Weg zentral darstellen und analysieren. Das ist ein großer Vorteil, denn ohne diese Verknüpfungen ist es deutlich schwieriger, die Daten verschiedener Konten miteinander in Beziehung setzen. Im Folgenden schauen wir uns die Verknüpfungen mit AdWords, der Search Console und AdSense an. Darüber hinaus sind noch viele weitere Verbindungen – etwa zu verschiedenen DoubleClick-Konten – möglich, die Integration erfordert zum Teil aber direkte Abstimmung mit Google. Deshalb konzentrieren wir uns hier auf die typischen Anwendungsfälle.

 

1.1 Verknüpfung mit AdWords

Die Verknüpfung von Analytics mit AdWords ermöglicht euch unter anderem in Google Analytics eine detaillierte Analyse der AdWords-Kampagnen bis hinab auf Keyword-Ebene.  Doch die Verknüpfung wirkt auch in die umgekehrte Richtung: Sie erlaubt euch das Importieren von Analytics-Zielvorhaben und E-Commerce-Transaktionen in das AdWords-Konto und die Nutzung von Analytics-Metriken in AdWords.

So stellt ihr die Verknüpfung mit AdWords her

Wählt in Google Analytics den Menüpunkt Verwaltung und anschließend die Property aus, die ihr mit eurem AdWords-Konto verknüpfen wollt.

Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 1
Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 1

Klickt anschließend auf AdWords-Verknüpfung.

Auf der folgenden Seite sind zunächst die AdWords-Konten auszuwählen, die mit dieser Analytics Property verknüpft werden sollen.

Wichtig: An dieser Stelle findet ihr nur dann AdWords-Konten vor, wenn diese dem gleichen Google Konto zugeordnet wurden wie auch das Analytics-Konto, in dem ihr die Verknüpfung herstellen möchtet. Wenn ihr Verknüpfungen zu einem AdWords-Konto herstellen möchtet, das einem anderen Google Konto zugeordnet wurde, führt der Weg über ein sogenanntes AdWords-Verwaltungskonto (mehr Informationen hier: https://support.google.com/adwords/answer/6209127).

Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 2

Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 2

Nach dem Klick auf Weiter wird im zweiten Schritt die Verknüpfung konfiguriert:

Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 3
Google Analytics: AdWords-Verknüpfung herstellen, Schritt 3
  1. Gebt der Verknüpfung einen eindeutigen Namen, unter dem sie gespeichert werden soll.
  2. Für jede Datenansicht in eurer Property könnt ihr auswählen, ob die AdWords-Daten in ihr bereitgestellt werden sollen.
  3. Unter den Erweiterten Einstellungen lässt sich die automatische Tag-Kennzeichnung konfigurieren. In der Regel sollte die Tag-Kennzeichnung für alle verknüpften AdWords-Konten aktiviert werden.
  4. Setzt das Häkchen, um die Datenfreigabe explizit zu bestätigen.
  5. Dann nur noch Konten verknüpfen anklicken und ihr habt die Verknüpfung hergestellt.

Nachdem die Verknüpfung hergestellt wurde, findet Ihr in Google Analytics unter den Akquisitionsberichten nun auch umfangreiche AdWords-Berichte:

Google Analytics: AdWords-Berichte
Google Analytics: AdWords-Berichte

Weitere Informationen zur Verknüpfung von Google Analytics und AdWords:
https://support.google.com/analytics/answer/1033961?hl=de

Weitere Informationen zu den AdWords-Berichten in Google Analytics:
https://support.google.com/analytics/answer/4355493?hl=de

 

1.2 Verknüpfung mit Search Console

Die Verknüpfung mit einem Search Console Konto (früher Webmaster Tools) liefert euch in Analytics zusätzliche Daten über die Zugriffe aus der organischen Google Suche. Besonders die Berichte zu den Zielseiten und Suchbegriffen sind nützlich. Auch wenn das Gros der Suchbegriffe nicht mehr detailliert ausgewiesen wird, liefern die angegebenen Suchbegriffe doch wertvolle Informationen zu Impressionen, Klicks, CTR und Positionen in den Google Suchergebnissen – insbesondere dann, wenn sie mit den Daten in Google Analytics wie zum Beispiel Absprungraten, Aufenthaltsdauer, Conversions etc. kombiniert werden.

 

So stellt ihr die Verknüpfung mit einem Search Console Konto her

Unter dem Menüpunkt Verwaltung könnte ihr in Google Analytics die Property auswählen, die ihr mit eurem Search Console Konto verknüpfen möchtet.

Google Analytics: Search Console Verknüpfung herstellen, Schritt 1
Google Analytics: Search Console-Verknüpfung herstellen, Schritt 1

Klickt anschließend auf Alle Produkte und wählt im Abschnitt Search Console „Search Console-Verknüpfung erstellen“ aus:

Google Analytics: Search Console Verknüpfung herstellen, Schritt 2
Google Analytics: Search Console-Verknüpfung herstellen, Schritt 2

Wenn zu der Analytics Property auch eine bestätigte Website in der Search Console vorhanden ist, könnte ihr an dieser Stelle auswählen, in welchen Datenansichten eurer Property die Daten aus der Search Console angezeigt werden sollen:

Google Analytics: Search Console Verknüpfung herstellen, Schritt 3
Google Analytics: Search Console-Verknüpfung herstellen, Schritt 3

 

Nachdem ihr die Verknüpfung hergestellt habt, stehen euch in Google Analytics die Daten aus der Search Console ebenfalls unter den Akquisitionsberichten zur Verfügung:

Google Analytics: Search Console Berichte
Google Analytics: Search Console Berichte

Weitere Informationen zur Verknüpfung von Google Analytics und Search Console:
https://support.google.com/analytics/answer/1308621?hl=de

Weitere Informationen zu den Search Console-Berichten in Google Analytics:
https://support.google.com/analytics/answer/1308626?hl=de

 

1.3 Verknüpfung mit AdSense

Setzt ihr auf eurer Website AdSense ein? Dann solltet ihr eine Verknüpfung zwischen Analytics und AdSense herstellen, denn so erhaltet ihr Zugriff auf zusätzliche Berichte und Analysemöglichkeiten. Die Anzeige von AdSense-Daten wie Umsatz, Klicks und Impressionen in Google Analytics ermöglicht euch eine genauere Beurteilung der Effektivität eurer AdSense-Werbung.

 

So stellt ihr die Verknüpfung mit einem AdSense-Konto her

Wählt wiederum in Google Analytics den Menüpunkt Verwaltung und dann die Analytics Property aus, die mit eurem AdSense-Konto verknüpft werden soll.

Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 1
Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 1

 

Klickt anschließend auf die rote Schaltfläche Neue AdSense-Verknüpfung:

Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 2
Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 2

 

Auf der nächsten Seite sind zunächst die AdSense-Properties auszuwählen, die mit dieser Analytics Property verknüpft werden sollen:

Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 3
Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 3

 

Nach dem Klick auf Weiter werden die Datenansichten der Analytics Property ausgewählt, in denen die AdSense-Daten bereitgestellt werden sollen:

Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 4
Google Analytics: AdSense-Verknüpfung herstellen, Schritt 4

 

Sobald ihr die Datenansichten ausgewählt und auf Link aktivieren geklickt habt, wird die Verbindung zu eurem AdSense-Konto hergestellt. Anschließend stehen die AdSense-Daten in verschiedenen Berichten im Abschnitt Verhalten >> Publisher in Google Analytics zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Verknüpfung von Google Analytics und AdSense:
https://support.google.com/analytics/answer/1012185?hl=de

Weitere Informationen zu AdSense-Daten in den Google Analytics-Berichten:
https://support.google.com/analytics/answer/3254288?hl=de

 

2. Site Search-Tracking aktivieren

Google Analytics erlaubt euch auch zu analysieren, wie die Benutzer eurer Website die Suchfunktion verwendet haben. Zu diesem Zweck gibt es in Analytics das sogenannte Site Search-Tracking. Es wird in der gewünschten Datenansicht eurer Property aktiviert und konfiguriert.

Wählt in der Verwaltung eures Analytics-Kontos zunächst die gewünschte Property und Datenansicht aus und klickt dann auf Einstellungen der Datenansicht:

Google Analytics: Site Search-Tracking einrichten, Schritt 1
Google Analytics: Site Search-Tracking einrichten, Schritt 1

 

Im unteren Bereich der Einstellungen der Datenansicht gibt es einen Abschnitt für das Site Search-Tracking, den wir uns jetzt genauer anschauen:

Google Analytics: Site Search-Tracking einrichten, Schritt 2
Google Analytics: Site Search-Tracking einrichten, Schritt 2
  1. Zunächst aktivieren wir das Site Search-Tracking.
  2. Tragt im Abschnitt Suchparameter die URL-Parameter ein, in denen Suchbegriffe übergeben werden. Außerdem könnt ihr festlegen, ob die Suchparameter in Analytics aus der angezeigten URL entfernt werden sollen. Diese Einstellung macht eure Contentberichte übersichtlicher.
  3. Bei Bedarf könnt ihr an dieser Stelle die Site Search-Kategorien aktivieren. Das ist sinnvoll, wenn ihr auf euren Suchergebnisseiten Filter einsetzt, mit denen sich die Suchergebnisse weiter einschränken lassen. So könnt ihr das Tracking auf die Suchfilter erweitern.
  4. Nun müsst ihr hier nur noch die Kategorieparameter eingeben, die auf eurer Website verwendet werden. Wie schon bei den Suchparametern könnt ihr optional festlegen, ob die Kategorieparameter aus der URL entfernt werden sollen. Die Entfernung der Parameter bezieht sich nur auf die Darstellung der URLs in Google Analytics und hat keine Auswirkung auf die Funktionalität eurer Website.

Nach dem Abspeichern werden ab jetzt auch die Suchvorgänge eurer Besucher getrackt und in separaten Berichten ausgewiesen.

Die Site Search-Berichte findet ihr in Analytics unter den Berichten zum Nutzerverhalten:

Google Analytics: Site Search-Berichte
Google Analytics: Site Search-Berichte

Weitere Informationen zum Einrichten des Site Search-Trackings:
https://support.google.com/analytics/answer/1012264

 

3. Werbefunktionen, Demografie- und Interessensberichte aktivieren

Zum Abschluss des Artikels möchte ich euch noch auf drei Einstellungen in Analytics aufmerksam machen, die euch den Zugriff auf erweiterte Funktionalitäten erlauben. Mit ihnen könnt ihr

  • Remarketing-Listen zur Verwendung in Google AdWords erstellen, die auf Verhaltensdaten sowie demographischen Merkmalen und Interessen beruhen.
  • demographische Daten in Google Analytics verwenden.
  • benutzerdefinierte Segmente erstellen, die auf demographischen Daten wie Alter, Geschlecht und Interessen basieren.

Damit sind nicht nur zusätzliche Segmentierungen für die Datenanalyse möglich, sondern auch der Aufbau von verhaltensbasierten Remarketinglisten, die ihr in euren AdWords-Kampagnen verwenden könnt. Mit anderen Worten: Ihr lernt eure Besucher besser kennen und könnt die daraus gewonnenen Erkenntnisse für das Targeting von Werbekampagnen nutzen.

Wichtig: Wenn ihr diese Funktionen aktiviert, solltet ihr überprüfen, ob eure Datenschutzerklärung angepasst oder erweitert werden muss.

Die Aktivierung erfolgt in zwei Schritten:

3.1 Aktivierung der Werbefunktionen

Zunächst müssen in Google Analytics die Werbefunktionen aktiviert werden. Wählt zu diesem Zweck zuerst Verwaltung, dann das Konto und die gewünschte Property und schließlich die Property-Einstellungen aus:

Google Analytics: Werbefunktionen aktivieren, Schritt 1
Google Analytics: Werbefunktionen aktivieren, Schritt 1

 

Auf der folgenden Seite könnt ihr im Abschnitt Werbefunktionen die Berichte zur Leistung nach demografischen Merkmalen und Interesse aktivieren:

Google Analytics: Werbefunktionen aktivieren, Schritt 2
Google Analytics: Werbefunktionen aktivieren, Schritt 2

 

3.2 Datenerfassung für Werbefunktionen aktivieren

Anschließend wird die Datenerfassung in Google Analytics erweitert. Wählt in Analytics zunächst Verwaltung und dann die gewünschte Property aus. Wählt in den Property-Einstellungen den Eintrag Datenerfassung aus.

Google Analytics: Datenerfassung aktivieren
Google Analytics: Datenerfassung für Werbefunktionen aktivieren

Aktiviert nun das Remarketing und die Funktionen für Werbeberichte. Abspeichern nicht vergessen!

Mit diesen beiden Schritten habt ihr in Google Analytics die Möglichkeit erhalten, auch demographische Merkmale wie Alter und Geschlecht für eure Analysen zu nutzen. Außerdem könnten ihr nun die umfangreichen Funktionen zum Aufbau von Remarketinglisten nutzen.

 

3.3 Demografie- und Interessensberichte nutzen

Die Berichte zu den demografischen Merkmalen findet ihr in Analytics im Abschnitt Zielgruppe:

Google Analytics: Berichte zu demografischen Merkmalen
Google Analytics: Berichte zu demografischen Merkmalen

Die Berichte erlauben eine Aufschlüsselung eurer Besucher nach Alter bzw. Geschlecht. So könnt ihr zum Beispiel genauer erkennen, welche Altersklassen besonders gut auf eure Werbung ansprechen und überdurchschnittlich viele Bestellungen aufgeben. Umgekehrt könnt ihr auch Altersgruppen identifizieren, die unterdurchschnittliche Leistungswerte aufweisen. Dies wäre dann ein Ansatzpunkt für weitere Analysen bzw. um das Targeting eurer Werbekampagnen zu optimieren.

Direkt unter Berichten zu den „Demografischen Merkmalen“ findet ihr übrigens die Berichte zu den „Interessen“ eurer Besucher, die ihr ebenfalls mit der Aktivierung der Werbefunktionen freigeschaltet habt. Diese Berichte erlauben eine Aufteilung eurer Besucher in verschiedene Affinitätskategorien.

Google Analytics: Berichte nach Interessen
Google Analytics: Berichte nach Interessen

Weiterführende Informationen zu den Werbefunktionen: https://support.google.com/analytics/answer/3450482?hl=de

Demographische Merkmale und Interessen in Google Analytics:
https://support.google.com/analytics/answer/2799357?hl=de

 

Zusammenfassung

Im dritten Teil der Serie „Google Analytics für Einsteiger“ habt ihr einige der vielfältigen Kontoverknüpfungen kennengelernt, die mit Google Analytics möglich sind. Sie erlauben euch in Google Analytics den Zugriff auf weitere Datenquellen und bieten zusätzliche Analysemöglichkeiten. Ich habe die Einrichtung des Site Search-Trackings vorgestellt, mit dem ihr die Benutzung der Suchfunktion auf eurer Website auswerten könnt. Abschließend haben wir noch einen kleinen Abstecher in die Werbefunktionen gemacht und uns die Berichte zu den demografischen Merkmalen und Interessen eurer Besucher angeschaut.

In Teil 4 dreht sich alles um das Conversion- und Ereignistracking. Dann lernt ihr das Conversion-Tracking mit Zielvorhaben, das E-Commerce Tracking sowie ein einfaches Tracking von Ereignissen kennen.

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E-Commerce

Der Weg zum autonomen Kunden. Trends und Aufgaben des Kundenservice.

Woran lässt sich ein guter Web-Shop festmachen? Klar, an hohen Verkaufszahlen. Woran lässt sich ein richtig erfolgreicher Web-Shop festmachen? An hohen Wiederkaufszahlen durch immer wieder zurückkehrende Käufer. Allerdings muss auch einiges an Vorarbeit geleistet werden, um die (potenziellen) Kunden zu einer Bestellung zu bringen, noch dazu wiederholt. Die Ursachen für abgebrochene Kaufvorgänge sind vielfältig, können aber – wenn auf die Wünsche der Kunden wirklich gehört wird – in jedem Fall behoben werden. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist überschrieben mit „Kundenbindung“ und erfordert kaum weniger Einfühlungsvermögen und Arbeit.

Der Weg zum autonomen Kunden. Trends und Aufgaben des Kundenservice.

Die Erfolgsfaktoren

Grundlage dieser Arbeit an der Optimierung eines Online-Shops ist die Kenntnis der Faktoren, die letztlich bei ausreichender Berücksichtigung den gewünschten Erfolg wenn nicht garantieren, so doch wenigstens wahrscheinlicher machen. Wer sich mit dieser Thematik auseinandersetzt – wie etwa das E-Commerce-Center Köln in seiner Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Deutschlands Top-Online-Shops Vol. 4“ –, wird sehr schnell feststellen, dass die Kundenansprüche in jeder Hinsicht recht hoch sind.

Um am Ende eines Einkaufsvorgangs einen zufriedenen Kunden gewonnen zu haben, ist ein umfangreiches Sortiment nicht der alleinige Erfolgsgarant und auch eine perfekt gestaltete Landing-Page ist nichts, worauf sich ein Online-Shop-Betreiber ausruhen kann. Beide sind Teilaspekte, zu denen aber weitere hinzutreten – müssen. Denn nur durch das schlüssige, reibungslose Ineinandergreifen der Einzelkomponenten funktioniert der Shop letztlich als Ganzes. Teile des Puzzles, aus dem am Ende die Kundenzufriedenheit entstehen soll, sind:

  • das Design der Website
  • das Sortiment
  • das Preis-Leistungs-Verhältnis
  • der Versand und die Lieferung
  • die Bezahlung und der Check-Out
  • die Usability
  • der Service

Tatsächlich ist die Verfügbarkeit verschiedener Zahlungsmethoden einer der häufigsten Gründe für ein vorzeitiges Beenden einer virtuellen Einkaufstour. Selbst wenn das nicht der Fall ist, führt das zu paradoxen Erscheinungen: Da wird dann per Vorauskasse gezahlt, obwohl eigentlich andere Zahlungsarten bevorzugt würden (was in einem Großteil der Fälle das Zahlen per Rechnung nach dem Eingang der Ware ist). Das alles lässt sich grob unter dem Begriff des Komforts summieren, der ja nun einmal ein ganz maßgeblicher Grund ist, das Shoppen überhaupt über digitale Kanäle zu erledigen.

Der Weg zum autonomen Kunden. Trends und Aufgaben des Kundenservice.

Daneben ist Vertrauen ein Erfolgsfaktor, einfach weil er in vielen der genannten Punkte eine eminent wichtige Rolle spielt. Bei der Bezahlung, den Kosten und der Lieferung ist ebenso Zuverlässigkeit verlangt, wie auch bei allem, was mit der Seiten-Navigation zu tun hat. Kunden, die online einkaufen, wollen sich darauf verlassen können, mit den korrekten Informationen zu den gesuchten Produkten versorgt zu werden bzw. diese überhaupt vorzufinden.

Das sind allerdings soweit bekannte Faktoren, die inzwischen als Standard definiert sind. Die Bedeutung eines guten, möglichst professionell gestalteten ersten Eindrucks wird wohl niemand bestreiten, ebenso wenig die Tatsache, dass es nicht allein dabei bleiben sollte. Was hilft der überzeugende erste Eindruck, wenn er nicht im Nachfolgenden gefestigt wird? Bleibt trotz allem die Frage, wie denn nun der Weg von der Kundenzufriedenheit zur Kundenbindung vollzogen werden kann.

Der selbstbestimmte Kunde

Der ECC Köln kommt in seiner Untersuchung unter anderem zu dem Ergebnis, dass dem Verbraucher immer das Recht zugestanden bleiben muss, über die Art und Weise und über die Wege, wie er Informationen einholt und wo er letztlich tatsächlich Kunde wird, frei entscheiden zu können. Was im Umkehrschluss bedeutet, den Onlineshop auf eine Vielzahl unterschiedlicher Kundenwünsche einzustellen und somit eine – soweit umsetzbar – möglichst große Palette an Optionen zu bieten. Und das meint nicht allein die hier bereits angesprochenen Bereiche wie etwa Lieferoptionen oder die Zusammenstellung von Themenwelten mit entsprechenden Outfit-Vorschlägen.

Hier geht es in erster Linie um den Kundenservice – und zwar nicht nur im Sinne eines erleichterten, angenehmen Einkaufserlebnisses, sondern auch im Sinne einer Betreuung, die darüber hinausgeht. Auch hier gibt es inzwischen Features, die gerade in größeren Shops zum guten Ton gehören. Die Kunden über die reinen Produktinformationen hinaus mit Inhalten zu versorgen, ist gleichermaßen ein Grund, beim ersten Besuch länger zu verweilen und – was noch wichtiger ist – überhaupt zu einem weiteren Besuch zurückzukommen.

Jenseits von Inhalten ist der Kundensupport im Allgemeinen immer ein wichtiges Thema. Das ist unter Umständen ein weites Feld, denn die Arbeit hier fängt schon mit einer Optimierung der Shop-Seiten für Mobil-Nutzer an, erstreckt sich aber außerdem auf die Gesamtheit der Möglichkeiten an Hilfestellungen, die den Kunden geboten werden können – und auch sollten.

Selbst ist der Kunde – und sozial vernetzt

Denn, das haben Befragungen von Detecon International in Zusammenarbeit mit der Munich Business School ergeben, ein schlechter Kundenservice ist durchaus ein Grund für den Abbruch einer geschäftlichen Beziehung. Schon deshalb ist der Support nicht von der Kundenzufriedenheit zu trennen und aus demselben Grund kommt dem Service eine so große Bedeutung zu.

Der Weg zum autonomen Kunden. Trends und Aufgaben des Kundenservice.

Mehr noch, in einem Marktumfeld, in dem alle sich zum Zwecke des „Kundenfangs“ mit der Optimierung ihrer Online-Auftritte auseinandersetzen, braucht es einen wirklich guten Service sogar noch dringender, da er als Differenzierungsfaktor gegenüber Mitbewerbern fungieren kann. Von der „Visitenkarte“ des Unternehmens ist dann meist die Rede und so klar das Prinzip ist, so herausfordernd ist seine zufriedenstellende Umsetzung.

Das Spannungsfeld zwischen dem Zufriedenstellen des Kunden und dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist allerdings nur eine Herausforderung, der sich die Unternehmen stellen müssen. Dazu kommen weitere Entwicklungen, die es zu beachten gilt:

Self Services fördern die Automatisierung

Vor der Automatisierung steht allerdings ein anderer Trend, der inzwischen fast schon nicht mehr so genannt werden kann, weil er zur Regel geworden ist: Kunden agieren autonomer, eine Konsequenz der fortschreitenden Digitalisierung. Mit dem steigenden Grad der Vernetzung und der mobilen Kommunikation steigt zugleich das Bedürfnis, freier darüber entscheiden zu können, wann Serviceleistungen in Anspruch genommen werden. Dabei spielt einerseits der Faktor Zeit eine Rolle, andererseits aber genauso das Wie.

Kundenservice goes Social Media

Als Kommunikationskanal sind die sozialen Medien ohnehin nicht mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken, wahrscheinlich gibt es überhaupt kein anderes Medium, dass das alltägliche Leben derart umfassend und gleichzeitig detailliert abbilden kann. Was folgerichtig bedeutet, dass der Kundenservice ebenfalls nicht um diesen Kanal herumkommen wird. Immerhin bietet sich hier eine äußerst lebendige, weil interaktive Möglichkeit der direkten Pflege des Kundenkontakts.

Die Weiterentwicklung des Kundenservice

Wie sehen die Formen des Kundenkontakts bislang aus? Ausgangspunkt für das automatisierte Bereitstellen von Informationen, die den Kunden gewissermaßen schon vor der konkreten Kontaktaufnahme abholen, sind die schon angesprochenen Self Services. Die sind von beiderseitigem Vorteil, denn sie sparen den Unternehmen Kosten, weil kein Personal für die Beantwortung auftretender Fragen abgestellt werden muss und den Kunden die Frustrationen, weil niemand für eben jene Antworten zur Verfügung steht.

Aus diesen Gründen sind nach wie vor FAQ ein branchenübergreifender Klassiker, weil sie eben viele Fragen schon vorab aufklären können, ohne dass der Kunde auf fremde Hilfe angewiesen wäre. Allerdings sind die Möglichkeiten dieser Hilfestellung limitiert, „häufige Fragen“ bedeutet eben offenkundig nicht „alle Fragen“ und zur Gewährleistung der Kundenzufriedenheit ist die Bereitstellung weiterführender Hilfsangebote als Ergänzung der FAQ geradezu verpflichtend. Das gilt übrigens auch hinsichtlich der allgemeinen Gestaltung und der Erreichbarkeit.

Der Weg zum autonomen Kunden. Trends und Aufgaben des Kundenservice.

Heißt, die Hilfe muss für die Kunden überhaupt zu finden sein und selbst wenn das garantiert ist, können hinsichtlich der Übersichtlichkeit (genereller Umfang, verwendete Schriftarten, grundlegender Aufbau) Störfaktoren auftreten. Ganz zu schweigen von der Richtigkeit und Aktualität der gebotenen Informationen. Hier kommt es also umso mehr darauf an, die Kundenperspektive einzunehmen. Das ist allerdings im Bereich der Service-Angebote ohnehin die einzig wirklich relevante Handlungsanweisung.

Auf dieser Ebene – selbst wenn sie um audiovisuelle Elemente wie Videos, Podcasts oder Sprachportale erweitert und noch interaktiver (und vor allem interessanter) ausgestaltet wird – bleibt die Kommunikation ein One-to-One, also beschränkt auf den Austausch zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden. Das ist auch immer noch legitim, in Zukunft wird sich der Schwerpunkt allerdings doch verschieben, hin zu einer Many-to-Many-Kommunikation.

Das hat den Vorteil, dass der Informationsaustausch in den sozialen Medien ohnehin in dieser Form abläuft. Gerade für den Kontakt zu jüngeren Zielgruppen liegt hierin also ein großes Potenzial. Als interaktive Serviceplattform können nicht nur überhaupt sehr viel mehr Menschen erreicht werden, sondern gleichzeitig auch deren Wissen für das Sammeln von Informationen genutzt werden. Die Aufgabe der Unternehmen besteht dann wiederum darin, die bereitgestellten Plattformen hinlänglich bekannt zu machen, sie ihrerseits mit Informationen und verfügbaren Service-Anwendungen (Podcasts wurden ja schon genannt, eine weitere Möglichkeit wären spezielle Wikis etc.) zu füttern und sie vor allen Dingen auf dem aktuellen Stand zu halten.

Ziele und Zielgruppen

So fruchtbar diese Maßnahmen für die Kundenzufriedenheit auch sein mögen, um diesen Zustand langfristig zu erhalten, müssen sie in ihrer Wirksamkeit und Angemessenheit ständig hinterfragt werden. In erster Linie bedeutet das, die Kundenwünsche noch genauer zu erfassen und noch präziser in entsprechende Services umzusetzen. Nur auf diese Weise lässt sich aus dem Bemühen um die Kundenzufriedenheit der wirtschaftliche Erfolg – Kosteneinsparungen durch zielgerichteteren Kundenservice, mehr Umsätze durch eine verbesserte Wiederkaufrate – langfristig generieren.

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Google Analytics für Einsteiger, Teil 2

Nachdem wir uns im ersten Teil um das Basis-Tracking gekümmert haben, steigen wir im zweiten Teil der Artikelserie “Google Analytics für Einsteiger“ tiefer in die Datenansichten und Filter ein. Wir werfen zunächst einen Blick auf die Grundeinstellungen einer Datenansicht. Dann erfahrt ihr, warum ihr in Google Analytics immer mindestens drei Datenansichten verwenden solltet. Zum Abschluss zeige ich euch, wie ihr internen Traffic und Spam herausfiltern könnt.

Google Analytics für Einsteiger, Titelbild
Google Analytics für Einsteiger, Teil 2

Datenansichten & Filter einrichten

1. Grundeinstellungen einer Google Analytics Datenansicht

Eine neue Google Analytics Property enthält zunächst nur eine Datenansicht mit dem Namen „Alle Websitedaten“. Über den Menüpunkt Verwaltung könnt ihr auf diese Datensicht zugreifen und einige Grundeinstellungen vornehmen. Klickt auf Verwaltung und wählt in der Spalte Datenansicht den Punkt Einstellungen der Datenansicht aus. Falls ihr schon mehrere Datenansichten angelegt habt, ist an dieser Stelle zunächst die Datenansicht auszuwählen, die ihr bearbeiten möchtet.

Google Analytics: Einstellungen der Datenansicht
Google Analytics: Einstellungen der Datenansicht
  1. Name der Datensicht: Ihr könnt der Datenansicht einen beliebigen Namen geben. Er sollte selbsterklärend sein, damit ihr später die Funktion verschiedener Datenansichten schon anhand des Namens erkennen könnt.
  2. URL der Website: Hier tragt ihr die URL der überwachten Website ein. Diese Information wird später in den Content-Berichten und der Inpage-Analyse verwendet.
  3. Zeitzone: Die Zeitzone sollte unbedingt korrekt eingestellt werden, damit die in den Berichten angezeigten Daten der richtigen Uhrzeit bzw. dem richtigen Datum zugeordnet werden. Dies ist insbesondere wichtig, um später die zeitliche Aussteuerung von Online-Werbung optimieren zu können.
  4. URL-Suchparameter ausschließen: Falls die Suche auf eurer Website URL-Parameter verwendet, ist es empfehlenswert, diese Parameter hier einzutragen. Anderenfalls könnte die Zahl der in den Contentberichten angezeigten URIs stark ansteigen, weil die Suchparameter mit ausgewiesen werden. Der Inhalt der Suchparameter lässt sich über das Site-Search-Tracking analysieren. Wie das geht, zeige ich im nächsten Artikel.
    Wenn ihr auf eurer Website URL-Parameter nutzt, die keinen Einfluss auf den Inhalt der Seite haben, wie z.B. Tracking-Parameter, solltet ihr die Parameter hier ebenfalls eintragen. Sie werden dann ignoriert und tauchen nicht in den Contentberichten auf.
  5. Währung: Nutzt ihr E-Commerce-Tracking oder Zielvorhaben mit Werten? Dann könnt ihr an dieser Stelle festlegen, welche Währung den Conversion-Werten zugeordnet werden soll.
  6. Bots herausfiltern: Mit dieser Option lassen sich die Seitenaufrufe, die durch bekannte Bots und Spider verursacht werden, aus der Datenansicht herausfiltern. Wichtig: Dies betrifft nur bekannte Bots & Spider. Um Spam in Google Analytics wirkungsvoll einzudämmen, ist diese Einstellung zwar obligatorisch aber leider bei weitem nicht ausreichend. Doch dazu am Ende dieses Artikels mehr.

Weitere detaillierte Informationen zu den einzelnen Einstellungen der Datenansichten findet ihr in der Google Analytics Hilfe: https://support.google.com/analytics/answer/1010249?hl=de

 

2. Zusätzliche Datenansichten anlegen

Vielleicht fragt ihr euch, wofür ihr zusätzliche Datenansichten in Google Analytics benötigt?

Ein klassischer Anwendungsfall wäre das Cross-Domain-Tracking, bei dem mehrere Domains unter einer Analytics Property getrackt werden. Dann nutzt man neben einer Datenansicht, die den gesamten Traffic enthält, gerne auch weitere Datenansichten für die einzelnen überwachten Domains. So könntet ihr Analysen mit dem Fokus auf nur eine der überwachten Domains durchführen.

Dieser Ansatz bietet sich auch an, falls ihr nur eine Domain überwacht, die jedoch mehrere Subdomains enthält.

Treffen beide Fälle nicht auf euch zu? Macht nichts, ihr solltet trotzdem weitere Datenansichten in eurer Property anlegen und zwar aus einem ganz einfachen Grund:

Bei der Arbeit mit Google Analytics wird man in der Regel auch Filter benutzen, z.B. um internen Traffic oder Spam herauszufiltern. Die Filter sind in Google Analytics ein mächtiges und vielseitiges Instrument, denn mit ihnen lassen sich sogar die Inhalte einzelner Datenfelder überschreiben!
Wichtig: Beim Einsatz von Filtern müsst ihr beachten, dass die Filter wirken, bevor die Daten in eurer Datenansicht gespeichert werden. Das bedeutet, dass herausgefilterte Zugriffe nicht wiederhergestellt werden können, denn sie sind nie in eurer Property gespeichert worden!

Deshalb ist beim Einsatz von Filtern besondere Vorsicht geboten, um keine benötigten Daten zu verlieren oder Daten zu verfälschen.

Ich empfehle euch, dass ihr von Anfang an noch mindestens zwei weitere Datenansichten anlegt:

  1. Eine Backup-Datenansicht, die keinerlei Anpassungen wie etwa Filter enthält. Mit ihr könnt ihr prüfen, welche Daten in einer anderen Ansicht herausgefiltert wurden. Falls euch durch den Einsatz eines Filters in einer anderen Datenansicht doch einmal Daten verloren gegangen sind, könnt ihr immer noch in die Backup-Datenansicht schauen.
  2. Eine Test-Datenansicht, in der ihr neue Filter oder andere Anpassungen zunächst testet und ihre Wirkung auf eure Daten überprüft. Wenn sich die neuen Filter wie erwartet verhalten, könnt ihr sie anschließend auch in eurer Arbeitdatenansicht („Alle Websitedaten“) aktivieren.

 

So legt ihr weitere Datenansichten in eurer Property an

Entweder erstellt ihr unter dem Menüpunkt Verwaltung eine neue Datenansicht:

Google Analytics: Neue Datenansicht erstellen
Google Analytics: Neue Datenansicht erstellen

 

Oder ihr kopiert eine bereits bestehende Datenansicht:

Google Analytics: Datenansicht kopieren
Google Analytics: Datenansicht kopieren

 

Wichtig: Beim Kopieren einer Datenansicht werden auch die Filter in die neue Datenansicht übertragen. Eine Backup-Datenansicht sollte auf diesem Weg nur erzeugt werden, wenn ihr sicher seid, dass die kopierte Ansicht keinerlei Filter enthält.

Weitere Informationen zum Anlegen neuer Datenansichten und dem Kopieren bestehender Datenansichten findet Ihr in der Google Analytics Hilfe:
https://support.google.com/analytics/answer/1009714?hl=de
https://support.google.com/analytics/answer/3256366?hl=de

 

3. Internen Traffic herausfiltern

In Google Analytics wird auch der sogenannte interne Traffic erfasst. Das sind Zugriffe auf die Website, die von dir selber oder Kollegen und Mitarbeitern deines Unternehmens stammen. Der interne Traffic verfälscht die Daten in Google Analytics, weil sich hinter ihm keine potenziellen Kunden bzw. „echten Nutzer“ verbergen und sollte deshalb herausgefiltert werden.

Die Schwierigkeit: Interner Traffic lässt sich nicht immer leicht identifizieren. Besonders, wenn ihr nicht mit einer festen IP ins Internet geht (z.B. durch Mitarbeiter im Home-Office), viele Zugriffe über Mobiltelefone oder WiFis erfolgen (z.B. durch Außendienstmitarbeiter) muss man zum Teil erheblichen Aufwand treiben, um den internen Traffic überhaupt zu erkennen.

Doch damit wollen wir uns an dieser Stelle nicht aufhalten. Wir gehen vom einfachsten Fall aus: Ihr habt von eurem ISP (Internet Service Provider) eine feste IP-Adresse zugewiesen bekommen. In wenigen Schritten lässt sich für diese IP ein Filter definieren, der Zugriffe von dieser IP herausfiltert.

So filtert ihr internen Traffic aus eurer Datenansicht heraus

Beispiel: Angenommen, Eure IP-Adresse ist  111.22.33.44, und ihr habt in eurem Google Analytics Tracking-Code die IP-Anonymisierung (siehe Teil 1 dieser Artikelserie) aktiviert.

Wählt in der Verwaltung von Google Analytics die gewünschte Datenansicht aus, klickt auf Filter und dann auf +Filter hinzufügen.

Google Analytics: Filter hinzufügen
Google Analytics: Filter hinzufügen

Nun wird der Filter zum Ausschluss des internen Traffics definiert:

Google Analytics: Internen Traffic ausschließen
Google Analytics: Internen Traffic ausschließen
  1. Gebt dem Filter einen eindeutigen Namen, damit schon anhand des Namens die Funktion des Filters erkennbar ist.
  2. Der Filtertyp ist Benutzerdefiniert.
  3. Wählt die Option Ausschließen
  4. Das Filterfeld lautet IP-Adresse.
  5. In das Feld Filtermuster wird nun die IP-Adresse eingetragen, von der die Zugriffe herausgefiltert werden sollen. Hier geben wir ^111.22.33 ein.
    Warum tragen wir hier nicht einfach die vollständige IP 111.222.33.44 ein?
    Der Grund liegt in der aktivierten IP-Anonymisierung: Sie bewirkt, dass das letzte Segment der IP-Adresse nicht zu den Google Analytics Servern übertragen wird. Wir können also nur einen Filter für IPs definieren, die mit 111.22.33. anfangen. Das letzte Segment bleibt offen. Genau dies bedeutet der reguläre Ausdruck ^111.22.33.
    Daraus folgt, dass wir mit diesem Filter nicht nur unsere eigene IP 111.22.33.44 ausschließen, sondern auch noch die 255 anderen möglichen Varianten wie zum Beispiel 111.22.33.143.
    Der Filter ist also unscharf und ein genaueres Herausfiltern wäre nur bei deaktivierter IP-Anonymisierung möglich. Dem stehen jedoch die deutschen Datenschutzbestimmungen gegenüber, die die IP-Anonymisierung erfordern.
  6. Speichern und der Filter ist aktiviert.

Größeren Unternehmen kann auch die Analyse des internen Traffics wichtige Erkenntnisse liefern. Für einen solchen Fall würde man eine weitere Datenansicht ausschließlich für den internen Traffic anlegen und in ihr einen Filter definieren, der die oben ausgeschlossene IP nun explizit einschließt. Damit ließe sich die interne Nutzung der Website analysieren.

 

4. Google Spam herausfiltern

Leider kommt Spam auch in Google Analytics vor. Technisch funktioniert Spamming in Google Analytics anders als etwa Email-Spam. Die Ziele der Spammer sind jedoch ähnlich: Eure Aufmerksamkeit erregen und euch dazu verleiten bestimmte Websites zu besuchen. Mehr zum Thema Google Analytics Spam findet ihr hier. Doch selbst wenn ihr nicht auf den Spam hereinfallt, verursacht er doch ein Problem: Spam verfälscht eure Statistiken und damit erschwert die Webanalyse.

Wie erkennt ihr Spam in Google Analytics?

Spam tritt in Google Analytics an verschiedenen Stellen auf. Ihr findet ihn in den Verweisberichten als sog. Referrer-Spam:

Google Analytics: Referrer-Spam
Google Analytics: Referrer-Spam

 

Spam kann auch in den Berichten zu den Spracheinstellungen eurer Besucher auftauchen:

Google Analytics: Spam in den Sprachangaben
Google Analytics: Spam in den Sprachangaben

 

Häufig könnt ihr Spam auch in den Contentberichten von Google Analytics finden. Dort wurden dann scheinbar Seiten auf eurer Website aufgerufen, die jedoch gar nicht existieren.

Google hat in den vergangenen Monaten große Fortschritte beim automatischen Herausfiltern dieses Spams gemacht, dennoch taucht immer wieder Spam in Google Analytics auf. Deshalb empfehle ich euch, regelmäßig die Daten in Google Analytics zu überprüfen und Gegenmaßnahmen zu treffen.

 

Wie lässt sich Spam in Google Analytics bekämpfen?

Google Analytics Spam wird in erster Linie über spezielle Filter in euren Datenansichten bekämpft. Bis vor Kurzem konnte man mit Verweisfiltern gute Ergebnisse erzielen. Mittlerweile gelingt es Spammern jedoch, glaubwürdige Verweisquellen wie reddit.com oder twitter.com vorzutäuschen, so dass der Spam nur schwer über die Verweisberichte erkennbar ist.

Deshalb ist es sinnvoller nach dem Hostnamen zu filtern. Angenommen, eure Website ist unter www.euredomain.tld erreichbar. Für alle gültigen Zugriffe muss der Hostname auf www.euredomain.tld lauten. Lautet er anders oder fehlt er, handelt es sich potenziell um Spam.

Werfen wir noch einmal einen Blick auf den Verweisbericht und fügen als sekundäre Dimension den Hostnamen hinzu:

Google Analytics: Verweisbericht mit Hostnamen
Google Analytics: Verweisbericht mit Hostnamen

 

Nur für die Verweisquelle images.google.de wird als Hostname www.euredomain.tld angegeben. Damit handelt es sich bei dem Traffic aus dieser Quelle höchstwahrscheinlich nicht um Spam. Bei allen übrigen Verweisquellen sehen wir jedoch abweichende Hostnamen. Auch der Traffic aus Quellen wie reddit.com, der auf den ersten Blick sauber aussah, stellt sich nun als Spam heraus.

Um den Spam zu bekämpfen, lassen wir in Google Analytics nur noch Zugriffe zu, die als Hostnamen www.euredomain.tld gesetzt haben.

So richtet ihr einen Hostnamen-Filter ein:

In der Verwaltung von Google Analytics wählt ihr die gewünschte Datenansicht aus, klickt auf Filter und dann auf +Filter hinzufügen. Nun wird der Hostnamen-Filter zum Ausschluss des Spams definiert:

Google Analytics: Hostname-Filter
Google Analytics: Hostname-Filter
  1. Legt zunächst den Filternamen fest, z.B. „Nur Host www.euredomain.tld zulassen“.
  2. Wählt als Filtertyp Vordefiniert
  3. Die Bedingung für den Filter lautet: Nur einschließen Hostname-Traffic sind gleich.
  4. Tragt den gültigen Hostnamen ein.
  5. Überprüft den Filter, ob er sich so verhält, wie von euch wie erwartet.
  6. Speichern.

Wichtig: Ermittelt genau die zulässigen Hostnamen. Falls ihr verschiedene Subdomains verwendet, müsse diese in der Filterdefinition berücksichtigt werden. Ebenso können Drittanbieterlösungen, die ihr auf eurer Website integriert habt (zum Beispiel für die Zahlungsabwicklung, den Download kostenpflichtiger Inhalte, usw.) zu weiteren Hostnamen führen, die im Filter explizit erlaubt werden müssen. Auch beim Cross-Domain-Tracking treten verschiedene Hostnamen auf, die ihr bei der Definition des Filters berücksichtigen müsst.

Die Profi-Methode gegen Spam: Der Analytics Key

Der oben vorgestellte Hostnamen-Filter wirkt zurzeit noch effizient gegen Spam. Allerdings habe ich in manchen Google Analytics Properties bereits Spam-Zugriffe mit gültigen Hostnamen gefunden. Es scheint so, als ob einzelne Spammer bereits eine Methode gefunden hätten, um gültige Hostnamen vorzutäuschen.  Das könnte bedeuten, dass der Hostname-Filter zukünftig an Wirksamkeit verliert. Eine Profi-Methode gegen Spam in Google Analytics ist der sogenannten Analytics Key. Mit ihm werden alle Daten, die an Google Analytics gesendet werden, zusätzlich authentifiziert. Diese Methode erfordert einige tiefere Kenntnisse in Google Analytics und dem Google Tag Manager, deshalb stelle ich sie nicht im Detail vor. Wer sich für diese Methode interessiert, findet hier weitere Informationen.

 

Zusammenfassung

Im zweiten Teil der Artikelserie habe ich euch die wichtigsten Einstellungen der Datenansichten gezeigt und erklärt, warum ihr in jeder Property mindestens drei Datenansichten haben solltet. Internen Traffic könnt ihr jetzt mit einem einfachen Filter ausschließen. Zur Bekämpfung von Spam in Google Analytics habt ihr den Hostnamen-Filter kenngelernt, der gute Ergebnisse liefert.

In Teil 3 steigen wir tiefer in die Konfigurationsmöglichkeiten von Google Analytics ein.  Wir schauen uns die Kontoverknüpfungen, Site Search & Werbefunktionen an.

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Google Analytics für Einsteiger, Teil 1

Google Analytics ist das am meisten verbreitete Werkzeug für Webanalysen. Es ist kostenlos verfügbar, hat einen enormen Funktionsumfang und ist sehr flexibel einsetzbar.

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Gedankenspiel: Life in a Box. Musst du deine Wohnung überhaupt noch verlassen?

Arbeiten, Einkaufen, Freunde treffen, Ablenkung finden: All das geht im Internet und findet vermehrt auch dort statt. Die Einkäufe kommen nach Hause, das Konto wird vom Rechner aus bedient. Für einen Großteil des Alltags musst du die eigene Wohnung also nicht mehr verlassen, so viel steht fest.
Um das ganze mal auszureizen, frage ich mich: Was geht eigentlich alles von zu Hause aus? Und wo kommt der Punkt, an dem ich vor die Tür muss? Was wäre gesünder? Und – nicht zuletzt – wäre das überhaupt schön? Ein Gedankenspiel, damit du es nicht ausprobieren musst.

Die Arbeit

Dass online Geld verdienen möglich ist, steht außer Frage. Ob nun mit einem Produkt oder mit einer rein online stattfindenden Dienstleistung bleibt Geschmackssache und Frage des Talents. Aber wie sieht es mit dem Weg dahin aus? Lässt sich das Gewerbe alleine von zu Hause aus einrichten, aufbauen, vermarkten und führen?

Step 1:

Der Gewerbeschein. Wer sich selbstständig machen möchte – der Einfachheit halber ohne Startkapital – braucht einen Gewerbeschein. Dieser wird beim Ordnungsamt beantragt, ausgefüllt und ausgegeben. Aber es gibt auch solch große Städte, die sich den Ansturm der Gewerbeanmelder entgehen lassen möchten – und sie somit über eine Online-Plattform leiten. Beispiel: Berlin. Hier wird online ein Antrag ausgefüllt und automatisch weitergeleitet, anschließend wird die Bestätigung auch für den heimischen Drucker ausgegeben. Die ausgefüllte Identitätserklärung kann mithilfe einer digitalen Signatur versehen werden, die zwar gewissen Anforderungen standhalten muss, aber dann ohne weiteres eine gültige Unterschrift sein kann. Dann wird die Gebühr von 15 € per Online-Überweisung gezahlt und das eigene Gewerbe ist auf digitalem Wege eingetragen, ohne das Haus verlassen zu haben.

Step 2:

Ein Geschäftskonto soll es sein. Online sind viele Anbieter zu finden, die ein kostenloses Girokonto mit oder ohne gewisse Prämien anbieten. Das lässt sich dann online beantragen, die Identifizierung erfolgt via Postident im Videochat, die anderen Dokumente kommen per Post frei Haus – ein persönlicher Kontakt ist absolut nicht nötig und erfüllt so auch Schritt Nummer zwei rein digital.

Step 3:

Produkte herstellen? Nun, wenn es sich bei dem eigenen kleinen Online-Business um die Herstellung und/oder den Verkauf eines Produkts handelt, lässt sich auch das zu Hause bewerkstelligen. Dieser Ansatz ist ohnehin recht intelligent, da sich ohne große Kosten im Sinne von „Produktionsstätten-Miete“ und Mitarbeiter-Bezahlung ein eigenes Standbein aufbauen lässt.

Die Rohstoffe lassen sich vor allem für textile Erzeugnisse wie Taschen oder selbstgenähte Kleidung nach Hause ordern – Online-Stoffshops gibt es en masse. Auch wenn es sich um Food-Erzeugnisse handelt und das eigene Produktsortiment aus hausgemachten Pralinen, Sößchen und Chutneys besteht: Lebensmitteleinkäufe lassen sich über bekannte Supermarktketten auch online bestellen. Diese kommen zeitnah mit der Post frei Haus und können zum gewünschten Endprodukt verarbeitet werden. Das Gleiche gilt für Flaschen, Gläser, Etiketten oder Pappschachteln. Beinahe alles, was sich online bestellen lässt, kann auch nach Hause geliefert werden. Knackpunkt: Wer Lebensmittel verkaufen möchte, muss seine Wohnung entsprechend einrichten und sauber halten – das prüft das Ordnungsamt. Die Abnahme erfolgt durch einen Lebensmittelkontrolleur. Passt das, steht auch dieser Produktion nichts mehr im Weg.

Step 4:

Produkte verschicken. Ist die Herstellung in den eigenen Vierwänden also abgeschlossen, muss das Produkt nur noch in Umlauf gebracht werden. Das geht beispielsweise über Drittanbieter, die dein Erzeugnis mit in ihr Sortiment aufnehmen. Kontakt: Rein digital, zumindest wenn die Geschäftsbriefe stimmen. Wenn es lieber der eigene Online-Shop sein soll, kostet das Geld, aber auch hier kann die Abwicklung ablaufen, ohne dass ein Fuß vor die Wohnungstür gesetzt wird – passt.

Was ist nun mit der Verschickung?

Für einen Aufpreis von 3 € holt DHL bis zu 20 Sendungen ab, bei Hermes sind es Pauschalen für Abholung und Zustellung an der Haustür und auch DPD nimmt Pakete zur Zustellung an der Haustür entgegen. Also auch hier: Erledigt, ohne die Wohnung zu verlassen.

Damit ist das Online-Business mit Produktion abgedeckt, im Web geleistete Dienstleistungen funktionieren – selbsterklärend – ohnehin alleine von zu Hause aus und somit lässt sich der Punkt „Geld mit dem eigenen Business verdienen“ abhaken, ohne vor die Tür zu gehen.

Check!

Das Privatleben

Berufsleben online? Kein Problem. Aber wie sieht es aus mit dem Social Life, deinen Freunden, der Familie und den sozialen Kontakten, die ein Mensch im Laufe seines Lebens prinzipiell ganz gerne hat? Und was ist, wenn du mal unfit bist? Hier der Realitätscheck zum Privatleben in the Box.

Step 1:

Körperliche Bedürfnisse. Der Mensch braucht Essen, Trinken, Schlaf und manchmal auch Liebe. Wie ausgeprägt die jeweiligen Bedürfnisse bei jedem Einzelnen sind, hängt ganz von der Person ab. Ebenfalls ist es wichtig, ab und an ein wenig Bewegung mit einfließen zu lassen, damit der Körper nicht nach und nach wichtige Muskeln abbaut und stattdessen unnötige Fettreserven aufbaut. All das geht – prinzipiell – auch zu Hause:
Die Fitness-Industrie für „Zuhause-Menschen“ macht einen ganzen lukrativen Zweig dieses Geschäfts aus. Workouts auf Youtube gibt es ohne Ende, Sportklamotten lassen sich ohne weiteres bestellen und Sportgeräte wie Laufband oder Ergometer kommen ebenfalls per Lieferdienst. Fitness – kein Problem.

Essen lässt sich, wie oben zur Beschaffung der Produktions-Rohstoffe erklärt, auch online bestellen, so dass sich neben dem Pizza-Lieferanten auch unzubereitete Lebensmittel (inklusive Obst und Gemüse) nach Hause bestellen lassen. Das gleiche gilt für Getränke. Das beste – Leitungswasser – kommt ohnehin frei Haus in deine Küche.

Das Sozialleben und die körperliche Nähe von Mitmenschen ist Verhandlungssache. Entweder du hast gute Freunde, die dich in deinem „Life in a Box“ unterstützen und ihre Gesellschaft frei Haus liefern, oder darauf beharren, mit dir beim Lieblingsitaliener vor Ort eine Pizza zu essen. Beides ist möglich und lässt somit diesen Punkt stehen oder fallen. Aber hey, wer (der ernsthaft darüber nachdenkt, sein Leben ganz und gar im Zuhause stattfinden zu lassen) braucht schon körperlich anwesende Freunde?

Step 2:

Sozialleben. Facebook, Whatsapp, Email, Pinterest, Twitter, ICQ…die Anzahl der digitalen Kanäle zum Austausch mit Freunden und Familien ist endlos. Vernetztes Leben ohne die Wohnung zu verlassen? Funktioniert ganz ohne Zweifel.

Step 3:

Zerstreuung und Inspiration. Wer das Internet auf seiner Seite hat, kann unendliche Stunden damit verbringen zu lesen, Filme und Katzenvideos zu schauen, sich über Nachrichten und Geschehnisse aus aller Welt zu informieren, zu spielen, zu kaufen…letztlich alles Mögliche zu tun. Kurzum: Auch Zerstreuung und Inspiration gibt es im Internet genug.

Step 4:

Krankheit. Wenn mal nicht alles rund läuft und der Postbote mit den Bestellungen aus dem Internet auch Viren frei Haus liefert, was ist dann? Nun – Online-Apotheken liefern rezeptfreie Medikamente und wenn es schlimm genug ist kommt auch der Arzt zum Hausbesuch vorbei. Aber: Sobald es etwas Ernstes ist und mehr Diagnosegeräte als Fieberthermometer, Stethoskop oder ähnliches gebraucht werden, hilft wohl nichts und der Gang ins Krankenhaus oder zumindest in die Arztpraxis ist unvermeidbar. Hier endet das Life in a Box also.

Ist es das wert?

Das Fazit

Nun, so lange du gesund bist und mit Einsamkeit gut klar kommst, dir digitale Kontakte ausreichen oder deine Lieblingsfreunde auch damit zurechtkommen, sich nur bei dir zu Hause zu treffen, stellt das abgeriegelte Leben in der eigenen Wohnung zumindest in Gebieten, die gut vernetzt sind, kein Problem dar: Die Post wird geliefert und abgeholt, das Geld wird Online verdient, die Lebensmittel kommen frei Haus und auch Sport ist zu Hause ohne weiteres möglich. Knackpunkt: Es ist alles etwas teurer – denn gelieferte Lebensmittel kosten Versand und auch der Postbote, der die Pakete abholt um sie zu deinen Kunden zu bringen, möchte entlohnt werden.
Die grundsätzliche Möglichkeit besteht also bis zu einem gewissen Grad, die meisten alltäglichen Besorgungen und Erledigungen können online und mit Lieferdiensten abgewickelt werden. Wie lebenswert ein solches Dasein letztendlich ist, muss jeder für sich entscheiden, denn am Ende sind es ja vor allem die Orte außerhalb der Wohnung mit anderen Menschen, die besondere Erinnerungen kreieren. Es heißt nicht umsonst: „Besuche einmal im Jahr einen Ort, an dem du noch nie warst“ – und das sollte nach Möglichkeit nicht die Besenkammer der heimischen Wohnung sein.

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Codepen: 20 Codeschnipsel für überzeugende Preisübersichten

Eine Preisübersicht ist stets das gestalterische Mittel der Wahl, wenn du ein Produkt mit unterschiedlichen Features zu unterschiedlichen Preisen darstellen willst. Preisübersichten sparen sowohl dir, wie auch deinen potenziellen Kunden Zeit, denn sie erlauben eine kompakte Darstellung der wichtigsten Aspekte auf engem Raum.

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Landing Pages: Beachte diese 6 Best Practices

Online-Anzeigen sind ein fester Bestandteil einer jeden Online-Marketing-Kampagne. Allerdings sollte eine Anzeige nicht einfach auf die Homepage deiner Website führen, da Besucher sonst unsicher sind, was als nächstes zu tun ist. Ein unsicherer Kunde kauft aber nicht. Deshalb ist es nützlich, einige der Best Practices für die Erstellung von Landing Pages zu kennen.

Eine Landing Page, zu deutsch: Einstiegsseite, führt einen Interessenten von der Werbung zum nächsten Schritt, mithilfe des Call-to-Action. Aber nicht alle Landing Pages sind gleich. Als Designer ist es deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Landing Page die Besucher reibungslos durch die nötigen Schritte vom Anklicken der Anzeige bis zum Abschluss führt. Dieser Abschluss kann alles mögliche sein. Es hängt davon ab, was du mit der Kampagne erreichen willst. Das könnte zum Beispiel das Abonnieren eines E-Mail-Newsletters, die Erstellung eines neuen Accounts, oder der Kauf eines reduzierten Angebotes auf der Seite sein.

Dein Design muss demnach das Angebot, die Vorteile und den Call-to-Action klar machen. Das Design sollte außerdem Vertrauen erwecken und es dem Besucher leicht machen, den nächsten Schritt zu gehen.

Der folgende Beitrag richtet sich einerseits an Neulinge auf dem Gebiet des Landing-Page-Designs und andererseits an jene, denen bislang der große Erfolg auf diesem Gebiet verwehrt blieb. Unsere sechs 6 Best Practices und Landing-Page-Inspirationen werden dir helfen, zu erkennen wo deine Designs verbesserungbedürftig sind.

Halte die Landing Page kurz und knapp

Wie oben erwähnt, ist es der Sinn einer Landing Page, eine bestimmte Zielsetzung zu unterstützen und Besucher zu den Aktionen zu führen, die sie ausführen sollen. Daher sollte die Landing Page erkennbar die Fortsetzung der Werbung sein, durch deren Anklicken deine Besucher auf ihr gelandet sind. So wissen sie, dass sie an der richtigen Adresse sind.

Besucher wollen natürlich keinen Roman lesen, um zum nächsten Schritt zu gelangen, also fass dich kurz und komm auf den Punkt. Der Titel sollte der Teil sein, der dieselben Wörter nutzt, die die Besucher auf die Seite geführt haben. Du solltest auch den Wert des Angebotes und inwiefern es ihnen zugute kommt erwähnen. Aber am wichtigsten ist es, einen unübersehbaren Call-to-Action zu platzieren, der dem Besucher klar und deutlich vermittelt, was als nächstes zu tun ist.

Vermeide lange Texblöcke, nutze stattdessen Zwischenüberschriften, Stichpunkte und Design-Strategien wie fett gesetzten Text, oder auffällige Farben, um das Auge auf die wichtigen Abschnitte zu ziehen.

Googles Landing Page zu ihrer Anzeige für Adwords ist simpel und führt den Besucher deutlich zum nächsten Schritt – die Eingabe einer E-Mail-Adresse, um einen Angebotscode zu erhalten. Desweiteren nutzt die Anzeige dieselben Wörter, wie der Titel der Landing Page.

Genau wie die Google-Anzeige verwendet auch die Verizon-Anzeige, die zu dieser Landing Page führt, dieselben Worte in der Überschrift: „$150 bill credit“. Hier wird im Anschluss Verizons Slogan und eine kurze Erklärung, wie das Angebot funktioniert gegeben. Es gibt zwei Call-to-Action Buttons, was manchmal, wie in diesem Beispiel, nötig ist, aber jeder Call-to-Action ist auf die zwei Typen von Besuchern, die die Anzeige anklicken würden, zugeschnitten.

Die Anzeige, die auf diese Landing Page von BigStock führt, erwähnt Video-Projekte. Also werden sich Besucher, die auf dieser Seite landen, ganz und gar nicht verloren fühlen. Der Inhalt ist klar, kurz und auf den Punkt. Besser noch, es gibt sogar eine Fortschrittsleiste am Boden, so dass Besucher wissen, wie viele Schritte noch zu machen sind und wie weit fortgeschritten sie in jedem Schritt des Prozesses sind.

Konzentriere Dich auf Deine Botschaft

So wie das Design deiner Landing Page mit dem der Werbeanzeige übereinstimmt, so sollte auch der Rest des Inhalts eine gemeinsame Botschaft vermitteln. Das heißt, dass jeder Bestandteil des Designs den Besucher direkt zum nächsten Schritt führt: dem Call-to-Action, dem Handlungsaufruf.

Ohne Kongruenz könnten deine Besucher unterwegs ihr Interesse verlieren, oder abgelenkt werden, was die Konversionsrate deutlich beeinflussen würde. Stelle sicher, dass alle Inhalte sich auf eine Botschaft konzentrieren, um die Nutzer mit Leichtigkeit durch die Schritte zu führen.

Diese Landing Page für das Pittsburgh Kunstinstitut hat eine sehr klare Aussage, die wenig Erklärung bedarf. Außerdem macht die Seite den Call-to-Action durch einen beweglichen roten Pfeil, der auf den ersten Schritt zeigt, sehr deutlich.

Sowohl die Anzeige, die zu dieser Seite geführt hat, als auch die Seite selbst, haben ein Ziel: trete NRA bei, um eine Reisetasche zu erhalten. Klugerweise enthält die Landing Page das gesamte Formular, so dass Besucher schnell alle Schritte sehen können und wissen, wie schnell der Prozess ist.

Vielleicht hast du bereits erkannt, dass einige Landing Pages richtige Seiten einer Website sind. Es wird manchmal behauptet, dass es verwirrend für Besucher sein könnte, die womöglich das Navigationsmenü anklicken und abgelenkt werden könnten. Discover zeigt hier wie es geht und leitet alle Leser direkt zum Call-to-Action, weil jedes Bild und jeder Text auf der Seite den Leser zum wichtigsten und deutlich erkennbaren Call-to-Action-Button führt.

Verwende ein klares, unmissverständliches Design

Klares Design bedeutet, dass jeder Aspekt dabei hilft, die Botschaft deiner Landing Page zu unterstützen. Wenn deine Information kurz und knapp ist, wie oben beschrieben, dann ist es leicht, ein klares Design zu erstellen. Nutze viel Leerraum, da zu viel Wirrwarr die Aussagen eher verstecken, nicht verstärken.

Vergiss auch nicht, dass zu viele Bilder die Ladezeit der Landing Page verlängern. Also schränke den Gebrauch von grafischen Elementen ein und stelle sicher, dass du nur jene mit einbeziehst, die deine Aussage unterstützen. Bedenke, dass jeder Teil des Designs den Besucher zum nächsten Schritt führen soll.

In diesem Beispiel zieht das einzelne, die volle Bildschirmbreite nutzende, Foto die Aufmerksamkeit direkt auf sich. Der Designer hat die Frage in großer Schrift auf das Bild gesetzt, zusammen mit der ersten Frage des Formulars und Anleitungen, die den Besuchern sagen, wie leicht es ist die Antwort zu finden.

Diese Landing Page für Hootsuite ist extrem stromlinienförmig. Sie beginnt mit der Kopfzeile, einem Subheader, Stichpunkten, um die Vorteile zu erklären und, abschließend, einem prominenten Button für den Call-to-Action. Beachte auch den Text auf dem Button: „Kostenlose Anmeldung“. Einen weiteren Vorteil direkt auf dem Button zu platzieren, spart Platz und hilft, den Besucher zu überzeugen.

Baue Vertrauen auf

Sowohl große als auch kleine Firmen müssen Vertrauen erwecken, um Besucher zu gewinnen. Alle Landing Pages sollten das Marken- oder Firmenlogo beinhalten. Große, bekannte Firmen brauchen womöglich nicht mehr als ein Logo und vielleicht eine Garantie für das spezifische Angebot.

Kleinere Firmen müssen deutlich mehr Aufwand treiben, um ihre Vertrauenswürdigkeit zu beweisen. Neben dem Logo, Referenzen oder sogar Testimonials, sollten für den E-Commerce auch einige der gängigen Trust-Siegel erworben werden.

Auf diesem Landing-Page-Design befinden sich die Trust-Siegel direkt unter dem Call-to-Action Button, um sicherzugehen, dass Besucher nicht aufgrund von Zweifeln zögern werden. Zudem wird prominent darauf hingewiesen, dass es das Unternehmen schon etliche Jahre am Markt gibt. Auch das schafft Vertrauen.

NPR braucht seine Vertrauenswürdigkeit nicht mehr zu beweisen, da es sich als Nachrichtenquelle bereits etabliert hat. Trotzdem platzieren sie ihr Logo und die Social-Media-Buttons in die Kopfzeile. Außerdem arbeiten alle Elemente auf exzellente Weise zusammen. Die Vollbildschirm-Ansicht demonstriert, wie „persönlich“ die öffentliche Radio-App ist. Die Call-to-Action-Buttons setzen sich recht deutlich vom Bild ab und lassen die Besucher den richtigen Download für ihr Smartphone wählen.

Nutze das richtige Farbschema

Wie bei jedem Design-Projekt ist es ein Muss, ein Farbschema zu nutzen, das Hand in Hand mit der Botschaft geht. Wie bei jedem anderen Web-Design, sollten Landing Pages Farben nutzen, die das Auge von den unwichtigsten zu den wichtigsten Elementen der Seite führen.

Starke Kontraste in deinem Farbschema helfen dir, wichtige Informationen hervorzuheben. Wenn zum Beispiel der Rest deines Schemas Pastellfarben nutzt, denk mal darüber nach, den Call-to-Action in einer kräftigen Farbe zu setzen.

Ein bildschirmfüllendes Bild belebt die Landing Page. Dieses hier gibt Bench einen persönlichen, menschlichen Touch durch die Verwendung des Bildes eines Buchhalters. Das helle Orange setzt sich gut vom Hintergrund-Foto ab und lenkt die Besucher zum nächsten Schritt.

Formulare heben sich gut von Hintergrundbildern ab, wenn sie in einer Box platziert sind, wie auf dieser Landing Page. Während der „Search“-Button durch seine Farbe heraussticht, gehen die blauen Anleitungsboxen durch den blauen Himmel im Foto etwas unter. Eine bessere Farbwahl wäre entweder ein Wechsel des Hintergrundbildes, oder grüne Anleitungsboxen und ein Call-to-Action Button in kräftigem Orange.

Perfektioniere das Layout

Organisiere die Informationen so, dass das Auge des Lesers von den weniger wichtigen, zu den wichtigsten Informationen fließt. Platziere die Kopfzeile, sämtliche Formulare, Call-to-Action-Buttons und sogar den Teil des Textes, der den Wert des Angebotes erklärt, soweit oben wie möglich. Hintergrundinfos und vertrauensbildende Maßnahmen, wie Trust-Siegel, kannst du ans Ende der Seite setzen.

Landing Pages müssen sich auch nicht zwingend von oben nach unten lesen lassen. Deine sieht vielleicht besser aus, wenn du das Formular und den Call-to-Action-Button in der linken Spalte und das Angebot in der rechten platzierst, oder umgekehrt.

Diese Landing Page beinhaltet jede Menge Bilder, um zu demonstrieren, wie das Drag-and-Drop-Frontend-Entwicklungs-Tool funktioniert. Dabei finden sich Titel und Call-to-Action klugerweise auf der linken Seite des Hauptbildes. Direkt darunter befinden sich die Vorteile, präsentiert in einem klaren Raster-Layout.

Das hier ist ebenfalls ein ansprechendes Landing-Page-Design mit sehr gutem Layout. Das Logo und die Kopfzeile sind oben. Das Formular ist klar sichtbar, direkt neben dem zugehörigen Foto. Während die Wörter auf dem Bild etwas schwer zu lesen sind, werden die Vorteile unten mit sympathischen Icons und Text in einem Raster wiederholt.

Hast du eine Landing Page erschaffen, die deinem Kunden hohe Konversionsraten eingebracht hat? Oder hat es überhaupt nicht funktioniert? Teile deine Erfahrungen nebst Tipps für die Erstellung von Landing Pages unten in den Kommentaren.

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E-Business E-Commerce Technik

Backup-Strategien auf Hosterseite: Die sicherere Variante?

Backups sind für Website-Besitzer extrem wichtig, doch leider merkt man das erst, wenn es zu spät ist. Erst wenn die Katastrophe eingetreten ist, wird dir schlagartig klar, wie wichtig Backups wirklich sind. Dennoch vernachlässigt mindestens jeder Zweite diese Tatsache sträflich. Provider bieten inzwischen vielfach serverseitige Backups an, mal in mehr, mal in weniger guten Ausführungen. Ist das die bessere Alternative? Oder sollte man doch zu einem professionellen Backup-Dienst, unabhängig vom gewählten Hoster, greifen? Wir zeigen Backupstrategien wie sie sind und sein sollten…

Backup-Strategien auf Hosterseite: Die sicherere Variante?

Backup-Strategien auf Webhoster-Seite

Fast jeder Webhoster bietet heute zusätzlich zu seinen Kernkompetenzen Webhosting / Serverhosting auch eine Backup-Strategie an. Meistens jedoch sieht diese Backup-Strategie sehr rudimentär aus. Es wird einfach nur der komplette Inhalt des Servers oder aber des Webhosting-Pakets gesichert. Etwas bessere Implementierungen sehen vor, dass zwischen den Dateien und den MySql-Datenbanken gewählt werden kann. So können im Fall eines Falles entweder alle Dateien, die auf dem Server liegen, wieder hergestellt werden, oder aber alle Datenbanken.

Einige wenige Webhoster allerdings machen ihren Job hervorragend und bieten ein wesentlich besseres Tool zur Wiederherstellung von verlorenen Daten an. Daher werfen wir einmal einen genaueren Blick auf die Backup-Strategien der Webhoster und klären die Frage, ob diese einen professionellen Spezialisten überflüssig machen.

Die Backup-Strategie von Alfahosting

Alfahosting.de

Alfahosting bietet gleich zwei Methoden zur Sicherung an, eine sehr rudimentäre in den einfachen Startertarifen und eine sehr gute ab den Multi-Tarifen.

Die einfache Alfahosting-Variante

In der confixx-Verwaltungsoberfläche kann unter dem Menüpunkt „Tools“ ein Backup angestoßen werden. Wohl gemerkt, das Backup muss manuell angestoßen werden.

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Die einfache Restore-Funktion sieht dann so aus:

alfa-restore

Eine solche Backup-Funktion ist im Grunde völlig unbrauchbar, weil man sie zuerst einmal finden und dann noch manuell anstoßen muss. Wer mag schon alle paar Tage selbsttätig für ein Backup sorgen müssen? Eine Backup-Funktion kann daher nur gut sein, wenn sie automatisch abläuft.

Die professionelle Alfahosting Backup-Variante

Ab den Multi-Webhosting-Tarifen ist der Alfahosting-Backup-Manager inklusive. Alfahosting erstellt dann automatisch und regelmäßig Backups deiner Webdaten, Datenbanken und E-Mails. Diese kannst du bei Bedarf über den Alfahosting-Backup-Manager wieder einspielen. Die genaue Anzahl der verfügbaren Backup-Generationen richtet sich nach dem gewählten Tarif und geht bei drei Generationen los. Im hochwertigsten Business-Tarif bekommt man 15 Generationen des Backups zur Wiederherstellung angeboten. Die Verwaltungsoberfläche ist dabei einfach und selbsterklärend gehalten; ein großer Vorteil ist hier die Möglichkeit der Wiederherstellung der E-Mail-Postfächer samt Inhalt.

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Für eine hostseitige Backup-Lösung ist die Umsetzung von Alfahosting schon sehr gut. Man muss sich um nichts selbst kümmern und kann auswählen, was genau wiederhergestellt werden soll. Der einzige Wermutstropfen ist die Funktion der Wiederherstellung der Webdaten, denn dies meint alles, was im Ordner für die Webdaten gespeichert ist. Hast du dort mehr als eine einzige Webseite angelegt, so werden die Dateien aller Webseiten gegen die des Backups ausgetauscht. Unter Umständen gehen auf diese Weise bei einer zweiten Webseite Daten verloren, wenn diese nach dem jüngsten Backup aktualisiert wurde. Eine Restore-Funktion nach Ordnern auf dem Webspace wäre also wesentlich optimaler als ein Restore aller sich auf dem Webspace befindenden Ordner.

Link zum Anbieter: Alfahosting GmbH

Die Backup-Strategie von WebhostOne

WebhostOne geht in allen Webhostingtarifen leider nur den Weg des manuellen Backups über ihre Verwaltungsoberfläche. Zusätzlich zu den Datenbanken und dem Homeverzeichnis auf dem Server kann man noch die E-Mail-Daten sichern. Wenn man nur alle paar Tage daran denkt, die Sicherung durchzuführen, mag das für nicht so oft aktualisierte Webseiten ausreichend sein. Für stark frequentierte Blogs und Magazine hingegen ist das mit Sicherheit nicht die richtige Wahl. Hier sollte auf professionelle Drittanbieter zurückgegriffen werden.

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Die Backup-Verwaltung / Restore-Funktion

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Auch hier ist die Backup-Funktion nur ungenügend, da Backups jedesmal manuell angestoßen werden müssen. Allerdings sollte man die Funktion doch alle paar Tage für die Sicherung der E-Mails nutzen, denn diese Funktion bieten professionelle Backup-Provider nicht.

Link zum Anbieter: WebhostOne GmbH

Die Backup-Strategie von hostNET

hostNET

hostNET ist ein reiner Anbieter von Server-Produkten, die in der günstigsten Variante ab 9,99€ monatlich zu haben sind. Je nach Produkt werden unterschiedliche Backup-Strategien gefahren, in der einfachen Variante wird alle zwei Tage ein Backup vom Anbieter ausgeführt, das man auf Nachfrage wieder einspielen lassen kann. hostNET bietet jedoch auch eine professionelle Variante an, die zusätzlich bezahlt werden muss. Im sogenannten Langzeit-Backup sind dann wesentlich mehr Funktionen enthalten.

Die einfache hostNET Variante

Automatische Backups sind laut Auskunft von hostNET leider nur für die Datenbanken möglich. Unter dem Menüpunkt „Datenbankbackup“ im easyTECC-Tool kannst du automatische Datenbankbackups anlegen, ein sofortiges Backup durchführen, Backups herunterladen und einspielen. Das bedeutet zumindest, dass im Fall eines Falles die geschriebenen Artikel immer noch vorhanden sind und in dieser Hinsicht kein Datenverlust eintritt. Alle anderen Dateien können manuell gesichert und wieder neu eingespielt werden.

Business Tarife

In den günstigen „Business-Server“ Tarifen fertigt hostNET ein zweitägiges Backup an, dass bei Bedarf kostenlos wieder eingespielt werden kann. Dieses Backup umfasst allerdings den kompletten Inhalt des Servers, schützt jedoch trotzdem vor Datenverlust.

Managed-Root Cloud Server Tarife

In den hochwertigeren „Managed-Root Cloud Servern“ besteht die Möglichkeit, einen manuellen Snapshot des System zu erstellen. Auch hier wird das komplette System gesichert, bietet jedoch den Vorteil, dass die Snapshots durchsuchbar und in Teilen wiederherstellbar sind. Bis zu fünf Snapshots können erstellt werden. In Verbindung mit der automatischen Datenbanksicherung kann man mit dieser Art der Sicherung leben, allerdings nur, wenn man regelmäßig neue Snapshots erstellt.

hostNET kostenpflichtiges Langzeitbackup

Optional bietet hostNET ein sogenanntes Langzeitbackup an, dass ab dem „Managed-Root Cloud Server“-Tarif dazu bestellt werden kann. Je nach gewähltem Server-Produkt kostet diese Backup-Variante zwischen 9,90€ bis zu 49,90€ im Monat, ist also nicht wirklich preisgünstig. Schauen wir uns genauer an, was dieses Produkt bietet:

Deutlich länger als die meisten kostenpflichtigen Backups der Branche, hält das neue System die Daten in 7-täglichen, 4-wöchentlichen und 6-monatlichen Backups vor. Insgesamt bevorratet hostNET damit bis zu 17 Versionen deiner Daten. Gesichert wird im Übrigen wieder der gesamte Inhalt deines Servers. Auch diese Langzeitbackups sind durchsuchbar und nach Aussage von hostNET in Teilen wiederherstellbar. Der Zugriff auf dieses Backup steht dir jederzeit zur Verfügung.

Da wirklich alle Dateien automatisiert gesichert werden, scheint dieses kostenpflichtige Langzeitbackup eine sehr gute Wahl zu sein.

Link zum Anbieter: hostNET Medien GmbH

DieBackup-Strategie von Strato

strato-hosting

Strato ist einer der „Big-Player“ im Hosting-Geschäft und daher auch in unserem Focus, um zu prüfen, wie es um die Backup-Fähigkeiten des Hosters steht. Durch die neuen TV-Werbespots steht Strato auch im Focus der Menschen, die gerne ein Webhosting-Paket bei einem Provider abschliessen möchten. Prüfen wir also, wie es um die Backup-Fähigkeiten des kreisrunden Internets steht. Was sofort auffällt ist, dass Backups für bis zu 28 Tage angeboten werden. Das ist vorbildlich.

Die Strato BackupControl

Strato nimmt täglich vollautomatisch Backups all deiner Hosting-Daten vor. Die Sicherung deiner Daten erfolgt über mehrstufig redundant arbeitende Festplattensysteme. Du kannst zu jeder Zeit auf deine Sicherungskopien via FTP zugreifen und alte Versionen wiederherstellen oder versehentlich gelöschte Daten wieder retten. Je nach gewähltem Produkt ist es möglich, innerhalb der Strato BackupControl sehr detaillierte Einstellungen zu Backups zu tätigen und diese einfach wieder herzustellen. Auch hier können wir sagen, dass dies eine vernünftige Lösung ist, für die kein Geld extra aufgewendet werden muss.

Link zum Anbieter: Strato AG

Die Backup-Strategie von Hetzner Online

Hetzner-Online-AG

Hetzner Online bietet nicht nur das obligatorische, tägliche Backup des User-Accounts und der Datenbank(en) an, sondern auch die problemlose Wiederherstellung der gesicherten Dateien mit der Backup-Funktion der Verwaltungsoberfläche „konsoleH“. Du musst also zur Wiederherstellung nicht den Kundendienst kontaktieren, sondern kannst deine verlorenen Daten selbsttätig wieder auf den neuesten Stand bringen. Pro Tag wird ein Backup ausgeführt. Sicherlich kann man mit dieser Möglichkeit leben, doch wenn eine bei Hetzner gehostete Webseite Geld verdient und deinen Lebensunterhalt sichert, dann solltest du eine professionellere Möglichkeit in Betracht ziehen.

Link zum Anbieter: Hetzner Online AG

Ein Fazit

Bei den hostseitigen Backups haben wir Licht und Schatten gesehen. Einige Anbieter stellen vorbildliche Funktionen bereits ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Alfahosting zeigt der Konkurrenz eindeutig, wie eine Backup-Inklusivleistung auszusehen hat. Doch auch Strato bietet wirklich gute Inklusiv-Funktionen in den normalen Webhosting-Paketen an. Leider ragen diese beiden Anbieter noch sehr aus der Masse heraus, andere Anbieter lassen sich gute Backuplösungen teuer bezahlen, wie zum Beispiel hostNET. Daher sollte man seinen Hoster sehr genau auswählen, schliesslich muss man dann mit dem, was der Hoster bietet, auch leben können. Ich persönlich favorisiere immer noch externe Backup-Spezialisten, von denen es ja einige gibt.

Beispiele Drittanbieter-Backup-Services: CodeGuard | BackupBuddy | VaultPress

Eine kurze Ergänzung: VaultPress – WordPress Backup

VaultPress

Solltest du  eine WordPress-Webseite betreiben, dann ist dieser externe Backup-Anbieter von Interesse für dich. Wenn du keine WordPress-Webseite hast, sondern ein anderes CMS bevorzugst, schaue dir ruhig mal CodeGuard näher an. Beide Dienste kosten ab 5.- USD monatlich, sind also absolut bezahlbar.

VaultPress ist ein speziell für WordPress-Websites entwickelter Backup-Dienst von Automattic, der Firma hinter WordPress. In der einfachsten Version „Lite“ sorgt der Dienst äußerst zuverlässig für ein tägliches Backup der Themes, Plugins, der Uploads und der Datenbank und damit allem, was wichtig ist. Das Wiederherstellen der Backups ist mit nur wenigen Klicks erledigt. Das Backup-Archiv reicht 30 Tage im günstigen Tarif zurück. Der Tarif „Lite“ kostet 5.- USD monatlich.

Der hochwertigere Tarif „Basic“ bietet Echtzeit-Backups. Das heisst, sobald eine Änderung an der Webseite geschieht, wird sofort ein neues Backup angelegt. Auch gibt es keinerlei Begrenzung in der Anzahl der Backups mehr. Man hat Zugriff auf jedes bisher getätigte Backup. Der „Basic“-Tarif kostet 15.- USD im Monat.

Eine Verbindung der Website mit dem Dienst geht in Minutenschnelle und kann über mehrere Möglichkeiten (FTP, SFTP und SSH) geschehen. Die Verwaltungsoberfläche ist sehr übersichtlich. Man sieht sofort, wenn sich bei einem Backup Daten geändert haben. So findet man schnell das richtige Backup zum Wiederherstellen heraus.

backups-vaultpress

Wenn man im Kalender ein einzelnes Backup auswählt, bekommt man die folgende Ansicht, in der es auch möglich ist, die einzelnen Dateien anzuklicken. Damit lässt sich dann auch erkennen, wann die betreffende Datei zuletzt geändert wurde.

old-backup-vaultpress

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