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E-Business Freelance

Teilzeit-Freiberufler neben einem Vollzeit-Job: kein Zuckerschlecken

Viele Menschen würden gerne neben Ihrem Vollzeit-Job auch freiberuflich tätig sein. Mehr Geld spielt dabei zwar häufig eine Rolle, aber meist nicht die entscheidende. Die Arbeit an freien Projekten kann Spaß machen und wirklich befriedigend sein. Doch auch Hektik und Stress können sich sehr leicht einstellen, wenn man gewisse Dinge nicht beachtet. Eine hauptberufliche Tätigkeit als Freelancer können sich nur die wenigsten unter uns vorstellen, denn es existiert keinerlei Arbeitsplatzsicherheit. Vereinen Sie doch das Beste beider Welten. Denn neben einem Vollzeit-Job noch freiberuflich tätig zu sein, hat viele Vorteile. Rechnungen bezahlen sich deutlich leichter und Sie bekommen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung dazu. Die Frage ist nur: Wie kann man eine freiberufliche Tätigkeit mit einem Vollzeit-Job verbinden? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach und geben Ihnen wertvolle Tipps dafür.

Teilzeit-Freiberufler

Die Problemstellung

Eine nebenberufliche Tätigkeit als Freiberufler kann durchaus eine Menge Probleme verursachen, wenn zuvor nicht einige Dinge gut durchdacht worden sind. Ohne eine gute Planung entstehen Probleme, die Sie letztendlich Ihre neue Tätigkeit kosten kann. Denn wenn eine schlechte Planung vorliegt, verschafft die neue Arbeit nur Stress. Dieser Stress schlägt sich in den Projekten nieder, die dann schlecht(er) umgesetzt werden oder vor sich hindümpeln und nicht rechtzeitig erledigt werden. Das wiederum führt zu Auseinandersetzungen mit den Kunden, die natürlich meistens nicht bereit sind, suboptimale Arbeiten zu akzeptieren. Auf jeden Fall hinterlassen Sie jedoch einen negativen Gesamteindruck und werden vom Klienten nicht weiter empfohlen werden. Um dieses Szenario komplett zu umgehen, gebe ich Ihnen heute einen konkreten Plan an die Hand, damit Sie Ihre Arbeit effizienter und entspannter erledigen können.

Die Lösung: perfektes Zeitmanagement

zeitmanagement

Freiberuflich tätig zu sein ist generell eine gute Idee. Man hat eine Beschäftigung, verdient mehr Geld und der nächste Urlaub scheint gesichert. Doch eine freiberufliche Tätigkeit ist kein Geschenk. Sie ist vor allem viel Arbeit und auch Stress, der kanalisiert werden will. Welchen Freiberufler Sie auch immer nach seinen Erfahrungen fragen, er wird Ihnen sagen, dass es fast unmöglich ist, effektiv zu arbeiten ohne ein striktes Zeitmanagement. Wenn Sie schon daran scheitern, ist Ihre neue Tätigkeit in echter Gefahr.

Ohne ein gutes Zeitmanagement verzetteln Sie sich leicht. Zum Beispiel verbringen Sie dann Ihren gesamten Feierabend (nach dem Vollzeitjob), der dem Arbeiten dienen sollte, mit Sozialen Netzwerken, Gaming oder anderen nicht direkt nützlichen Tätigkeiten. Glückwunsch, das verschafft Ihnen dann die doppelte Arbeit am nächsten Tag. Ein korrektes Zeitmanagement jedoch schützt Sie vor solcher Zeitverschwendung. Sie werden genau wissen, was jeden Tag wann anliegt und in welcher Zeit dies erledigt sein sollte. Sie werden sich ebenfalls notiert haben, welche Aufgaben zuerst angepackt werden müssen und was als letztes abgearbeitet werden kann. Kurzum: Sie werden stressfreier leben und produktiver arbeiten können.

So planen Sie richtig – gutes Zeitmanagement

Die Todoist ToDo-Liste und Aufgabenverwaltung
todoist

Any.do – ToDo-List and Task-Manager
any.do

Vorteilhaft für gutes Zeitmanagement ist eine gute Aufgabenverwaltung, beziehungsweise eine gute Todoliste. Es gibt sehr gute und vor allem plattformübergreifende Software für diesen Job, zum Beispiel Todoist oder Any.do. Beide Apps gibt es für Android, iOS, Web, als Erweiterung für Chrome und Mac. Todoist existiert noch als spezielle Tablet-App und für Windows.

Jetzt gilt es, einen realistischen Zeitplan aufzustellen, an den Sie sich auch tunlichst halten sollten. Planen Sie direkt nach Ihrem Vollzeit-Job erst einmal eine kleine Pause ein, damit Sie wieder neue Kraft schöpfen können. Zwischen dreißig Minuten und einer Stunde wären okay. Im Schnitt bleiben Ihnen dann pro Arbeitstag 3 Stunden für Ihre freiberufliche Tätigkeit. In den Zeitplan gehört also die erste Pause nach der Arbeit und dann die zeitliche Planung des Arbeitsabends. Halten Sie sich an einen sogenannten ABC-Plan. A steht für die wichtigsten Aufgaben, B für die weniger wichtigen und C für die zu vernachlässigenden Aufgaben.

Ihr Zeitplan sollte stets mit der A-Aufgabe anfangen, so haben Sie das Wichtigste bereits zuerst erledigt. Danach erfassen Sie die weniger wichtigen B-Aufgaben und im Anschluss die C-Aufgaben, bei denen es nicht schlimm ist, wenn sie liegen bleiben.

Eine kleine Pause zwischendurch sollten Sie ebenfalls berücksichtigen. Hierfür bietet sich das Abendessen an. Wenn Sie diesem Plan genau folgen, werden Sie keinerlei Probleme haben. Sie werden produktiv sein und Ihre Arbeiten stets entspannt erledigen können. Und Ihr Vollzeit-Job wird nicht unter Ihrer zweiten Tätigkeit leiden müssen.

Gehen Sie Offline

Das Internet ist Fluch und Segen zugleich. Eine Menge Menschen verbringen viel Zeit täglich im Internet, hauptsächlich in den Sozialen Netzwerken. Wenn Sie von Zuhause aus arbeiten, können Sie tun und lassen, was Sie wollen. Doch im Gegensatz zu Ihrem Vollzeit-Job existieren keinerlei Einschränkungen und auch keine so strikten Deadlines. Das ist der Grund, warum Menschen dazu neigen, daheim zu viel Zeit auf den Sozialen Netzwerken zu verbringen, anstatt Ihrem zweiten Job nachzugehen. Man neigt dazu, wichtige Zeit zu verschenken, anstatt sie effektiv zu nutzen.

Setzen Sie sich eine enge Grenze für solche Aktivitäten. Planen Sie solcherlei Aktivitäten in Ihren Zeitplan mit ein. Ich empfehle Ihnen jedoch dringend, Social-Media-Aktivitäten als C-Aufgabe zu planen und sich strikt an die Planung zu halten. Bedenken Sie eines: Sie haben sich entschlossen, mit einer freiberuflichen Tätigkeit neben Ihrem Job zusätzliches Geld zu verdienen. Ihre Zeit ist also kostbar und Sie sollten Sie nicht verschwenden.

Die Problemlösung:

Recherchieren Sie alle für Ihre derzeitige Arbeit nötigen Informationen. Speichern Sie alle relevanten Informationen ab.

Gehen Sie nun Offline. Sicherlich dürfte das nicht einfach sein, Ihrer Produktivität jedoch ist es sehr zuträglich. Wichtig ist, so ablenkungsfrei wie nur möglich zu arbeiten. So können Sie sich wesentlich besser auf Ihre Arbeit konzentrieren und können in der gleichen Zeit mehr erledigen.

Ein weiterer Tipps aus der Praxis:

countdown

Arbeiten Sie gegen die Uhr. Besorgen Sie sich eine Countdown-App und stellen eine realistische Zeit ein. Starten Sie den Countdown und versuchen Sie, zumindest kurz vor Ablauf der Zeit mit der Arbeit fertig zu sein. Mit etwas Übung können Sie Ihren Aufgaben sehr viel schneller erledigen und die gewonnene Zeit entweder für weitere Arbeit oder zur Freizeit nutzen. Manchmal ist ein wenig zusätzlicher „Druck“ genau das, was wir zur produktiven Arbeit benötigen.

Versuchen Sie nicht, mehr erledigen zu wollen, als Sie bewältigen können

Sicherlich brauchen Sie vielleicht das zusätzliche Geld. Aber versuchen Sie keinesfalls, mehr arbeiten zu wollen, als in einem guten Rahmen möglich ist. Zu viel Arbeit wird Sie erschöpfen und die Chance steigt, dass Sie ausbrennen. Sie werden sich nur noch erschöpft fühlen und weniger arbeiten können. Nehmen Sie sich daher nicht mehr vor, als Sie auch bewältigen können. Realistische Zielvorgaben können eingehalten werden und stimmen bei Erledigung positiv.

Die Lösung:

Denken Sie stets an die geistigen und körperlichen Anstrengungen, die eine zusätzliche Arbeit nach Feierabend hervorrufen kann. Wenn Sie nach Feierabend nur drei Stunden für Ihre freiberufliche Tätigkeit zur Verfügung haben, sollten Sie das stets bedenken, bevor Sie einen weiteren Auftrag annehmen. Es ist nicht schlimmes daran, einem Kunden entweder eine Absage zu erteilen oder aber eine realistische Deadline zu nennen.

Kommunizieren Sie über E-Mail

Auch wenn Telefongespräche bereits effektiv sind, so ist es doch manchmal besser, mit Ihren Klienten über E-Mail zu kommunizieren. Sie werden dadurch viel Zeit einsparen. Kommunikation über E-Mail oder Instant-Messaging ist zwar nicht so schnell und direkt wie ein Telefonat, aber immer hin ebenfalls eine schnelle und effektive Art der Kommunikation. Der größte Vorteil: Sie können auf die gesamte Kommunikations-Historie zurückgreifen, wenn es einmal zu Unklarheiten mit dem Klienten kommen sollte. Ein weiterer, großer Vorteil ist, dass Sie selbst entscheiden können, wann Sie die E-Mails lesen und auf sie reagieren (C-Aufgabe).

Die Lösung

Besorgen Sie sich von jedem Kunden zuerst die E-Mail-Adresse und weisen Sie daraufhin, dass Sie mit ihm über E-Mail kommunizieren werden. Immer wenn Sie eine Frage an den Kunden haben, oder er einen Draft, einen Sketch oder eine Idee bestätigen muss, senden Sie Ihm eine E-Mail. So kann auch der Klient entscheiden, wann er die E-Mail öffnet und darauf reagiert.

Kunden-Kommunikation per E-Mail setzt gut organisierte E-Mail-Postfächer voraus. Investieren Sie also etwas Zeit in die Organisation Ihrer Postfächer.

Arbeiten Sie über das Wochenende

Ihr Vollzeit-Job wird die meisten Arbeitsstunden innerhalb der Woche einnehmen. Daher kann man das Wochenende fast immer als Geschenk ansehen, um dann die schwierigsten Projekte und Aufgaben in aller Ruhe erledigen zu können. Das Wochenende gibt Ihnen genügend Zeit, um Ihre freiberuflichen Verpflichtungen zu erfüllen.

So funktioniert es

Heben Sie Ihre anspruchsvollsten und hochkarätigsten Projekte für das Wochenende auf. Nach einem erholsamem Schlaf und einem guten Frühstück werden Sie wesentlich mehr Kraft haben und sich frischer fühlen. Die Arbeit wird Ihnen dann leichter von der Hand gehen. Falls Sie sich über die dann fehlende soziale Komponente Ihres Lebens Gedanken machen, fragen Sie sich stets, was Ihnen wichtiger ist – das zusätzliche Geld oder die soziale Komponente.

Fazit

Eine freiberufliche Tätigkeit – und sei sie auch „nur“ nebenberuflich – kann sehr befriedigend sein. Allerdings kann sie bei einer falschen oder nicht vorhandenen Planung auch die Hölle auf Erden bedeuten. Mit unseren Tipps können Sie sich jedoch so disziplinieren und einrichten, dass Sie den Spaß an der Arbeit nicht verlieren und auch auf Dauer mit der Doppelbelastung gut zu Recht kommen. Der nicht unwichtige Faktor Geld kommt hinzu. Es macht natürlich Freude, sich auch mal etwas außerhalb der Reihe leisten zu können.

Links zum Beitrag

(dpe)

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E-Business Freelance IMHO

Fifty Shades of Freelancing: Ist Sex mit Kunden eine gute Idee? (IMHO)

Ich gebe es nicht gern zu, aber ich hatte schon oft Sex mit Kundinnen. Ich kann nicht einmal sagen, warum – vielleicht war ich einfach nur jung; vielleicht lag es auch an dieser Stadt, denn New York ist ein seltsames Pflaster zum Daten; oder aber es war die hemmungslose Moral der Design- und Werbewelt. Ich war bei weitem nicht der Einzige, dem es so erging. Meine Kollegen knallten auch eine nach der anderen. Natürlich stellten wir uns bald die Frage nach möglichen negativen Konsequenzen, wenn man mit der Geschäftspartnerin ins Bett steigt. Schließlich überlegt man sich ja auch genau, ob man eine Affäre mit seiner Bürokollegin anfängt. Ist Sex mit Kunden eine gute Idee? Um es kurz zu machen: Nein, aber…

Sex mit Kunden

Wenn man beim Kommen das Gehen vergisst

Es war schon Freitagabend als noch ein kurzfristiger Auftrag reinkam und ich versuchte einen meiner Designer, mit dem ich zuvor noch auf einem Branchentreff war, zu erreichen. Da er nicht ans Telefon ging, hinterließ ich ihm eine Nachricht. Ich brauchte die Entwürfe schon am Montag, da der Auftrag am Dienstag fertig sein musste. Ich wartete vergebens auf den Rückruf. Am Samstag versuchte ich es wieder, und wieder, und wieder… Langsam fing ich an, mir Sorgen zu machen, da es so gar nicht zu ihm passte, sich nicht zu melden. Ich machte mir auch um den Auftrag Sorgen.

Ich versuchte es Sonntag noch mal – mehrmals. Es kam nichts. Er muss tot sein, dachte ich mir. Schließlich war das hier New York und da konnte sowas schon mal passieren. Doch dann klingelte plötzlich das Telefon. Es war die Art-Direktorin von Freitagabend, mit der wir nett geplaudert hatten. Sie erzählte mir, sie hätte meinen Designer entführt und würde ihn nun als Sexsklaven halten.

Dann gab sie ihm das Telefon. Er hatte meine Nachrichten abgehört und entschuldigte sich, nicht geantwortet zu haben, weil er in den letzten 72 Stunden als Sexspielzeug benutzt wurde. Er versicherte mir jedoch, dass die Entwürfe bis Montagmorgen fertig sein würden.

Das eigentlich Interessante an dieser kleinen schmutzigen Geschichte war, dass uns die Dame anschließend mit Aufträgen versorgte – zumindest solange sie alles von ihrem Sklaven bekam, was sie wollte. Für sie waren das Dates. Für ihn war sie nur ein „Notnagel“, falls auf dem nächsten Branchentreff nichts Besseres zu bekommen war.

Da sie meine Kontaktdaten hatte, musste ich immer öfter für meinen Angestellten einspringen. Nichtsdestotrotz erhielten wir von ihr Aufträge. Wann immer sie einen Designer brauchte, stand er seinen Mann.

Hoch mit dem … Zeigefinger: Ist es unmoralisch, Sex mit Kunden zu haben?

Ich war in dieser Hinsicht immer etwas vorsichtiger. Es gab aber Angebote, denen konnte ich einfach nicht widerstehen. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich bin ein Gentleman und habe Geschäftsbeziehungen nie im Bett begonnen. Teil meines Jobs war es, Kunden an die Agentur zu binden. Oft aßen wir gemeinsam zu Mittag – mit Bestandskunden, um mich bei ihnen zu bedanken; mit neuen Kunden, um sie für die Agentur zu gewinnen. Unzählige Male erhielt ich dabei sehr offensichtliche Auftrag-gegen-Sex-Angebote: „Wollen Sie weitere Aufträge? Dann kommen Sie rein!“ Es gab aber auch durchaus subtilere Aufforderungen wie: „Hose runter!“

Sensuous Secretary Seducing Boss At Desk

Eine Stammkundin, mit der ich ab und zu Mittagessen war, erzählte einer gemeinsamen Freundin, dass sie nicht wisse, „wie sich unsere Beziehung entwickelt“.

Ich hatte ja keine Ahnung, dass sie uns in einer Beziehung sah, denn es gab keinerlei körperliche Annäherung. Es war alles rein professionell – dachte ich zumindest. Die Aufmerksamkeit, die ich ihr schenkte, löste bei ihr anscheinend ein Gefühlschaos aus. Schließlich suchte sie sich einen neuen Job und zog weg. Weit weg. Ich musste mich der Sache nie stellen. Eine unerwiderte Liebe kann eine Geschäftsbeziehung genauso schnell ruinieren wie eine verschmähte.

Egal, was Sie alle jetzt von mir halten – ich kann auch charmant sein. In einer Stadt, in der ein Großteil der Menschen mit emotionalen Problemen zu kämpfen hat und in der es kaum möglich ist, andere kennenzulernen, war ich derjenige, der nach den Mittagessen oft gegen eine Taxitür gedrückt wurde und eine fremde Zunge im Hals hatte. Die Message war klar, aber ich bestand stets auf mindestens einem romantischen Abendessen (da bin ich noch sehr traditionell), bevor wir bumsten.

Abgesehen vom Sex und den immer etwas peinlichen Situationen auf den Branchentreffs, wenn mehr als eine Geliebte auftauchte, gab es noch einen erheblichen Vorteil: Wir bekamen eine Fülle an neuen Aufträgen zu höchstmöglichen Preisen. Immer wieder musste ich meinen gut zwölf Designern und Grafikern auf Events den Rücken freihalten. Manchmal kam ich mir vor wie ein Zuhälter, der Reporterfragen nach den neuesten Politikergeliebten ausweicht.

Es dreht sich jedoch nicht nur um Sex. Wenn Mann und Frau sich treffen, kann Liebe entstehen, vor allem, wenn sie zusammen an einem großen Projekt arbeiten. In meiner ehemaligen Firma habe ich mit Kolleginnen an vielen großen Projekten gearbeitet. Die vielen Stunden, die wir gemeinsam verbrachten, führten zu zwanglosen Gesprächen und man fand einiges über den anderen heraus. Anziehung kann zu Bewunderung und sogar Liebe führen.

Das passiert sogar recht häufig. Oft verlieben sich Chef(in) und Assistent(in). Manche gehen sogar so weit zu heiraten. In den meisten Unternehmen müssen Angestellte, die untereinander eine Beziehung führen, eine Vereinbarung unterschreiben, damit es später – sollte die Beziehung doch scheitern – keine Anzeige wegen sexueller Belästigung gibt. Unternehmensinterne Liebschaften werden zwar geduldet. Oft werden die Kollegen jedoch voneinander getrennt, sofern sie in derselben Abteilung arbeiten.

Einige Berufsgruppen, wie Anwälte oder Therapeuten, verbieten per Gesetz Beziehungen mit Klienten. Wer sich nicht daran hält, kann seine Lizenz verlieren und muss im schlimmsten Fall sein Dasein hinter schwedischen Gardinen fristen. Designer gehören glücklicherweise nicht dazu. Wir können alles vögeln, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, vorausgesetzt natürlich, es geschieht einvernehmlich. Ich kannte einige Designer (meistens waren es Grafiker, denn das sind die eigentlichen Perversen), die hätten es sogar mit Tieren getrieben, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten. In einigen Staaten der USA ist das ja verboten. In den Südstaaten wird es sogar unterstützt.

Die Vorteile

Intimate couple in office

1. Es ist SEX!

2. Sie haben regelmäßig Sex. Ihr Körper und das Tier in Ihnen schütten „Ich bin ein paarungsbereites Alphatier“-Pheromone aus, die das andere Geschlecht anlocken und heiß machen. Die Folge: NOCH MEHR SEX!

3. Sex hält jung und fit – was wiederum zu mehr und besserem Sex führt!

4. Sie bekommen Aufträge von Ihrem Lover und verdienen jede Menge Geld.

5. Ihr Sexpartner wird tratschen und ihre/seine Kollegen werden auch Sex mit Ihnen haben wollen – sie bekommen also noch mehr Aufträge. In einer großen Werbeagentur kann man sich jahrelang durchschlafen, eine Karriere aufbauen und früh in Rente gehen… was dann auch nötig sein wird, um sich von dem ganzen Sex zu erholen.

Die Nachteile

1. Manche Menschen sehen angezogen einfach besser aus. Sich vor einem nackten Kunden übergeben zu müssen, kann extrem teuer sein, wenn man bedenkt, wie viele Aufträge einem durch die Lappen gehen.

2. Ist es vorbei, betrifft das auch die regelmäßigen Einnahmen.

3. In einer kleinen Branche hat man sich schnell einen gewissen Ruf erarbeitet, hoffentlich nicht in Verbindung mit einem Spitznamen wie z. B. „Herpinator“ oder „der Kurze“.

4. Kunden können von ihren Arbeitgebern wegen einer solchen Beziehung gefeuert werden. Ihnen brechen die Einnahmen weg, aber dafür haben Sie einen Lover, der bei Ihnen einziehen will, da er/sie keinen Job mehr hat und sich keine eigene Wohnung leisten kann.

5. Wenn es vorbei ist, werden Branchentreffs zu wahren Spießrutenläufen mit ehemaligen Liebschaften und einer Vielzahl handlicher und sehr gefährlicher Käsemesser, sowie brennbarer Trockenspiritusbehälter.

Wägen Sie ab, bevor Sie handeln

Weder die positiven noch die negativen Aspekte überwiegen ganz eindeutig. Deshalb sollten Sie die Folgen einer Beziehung zu einem Kunden oder Mitarbeiter genau abwägen.

1. Die meisten bleiben 1–3 Jahre in ihrem Job. Wenn Ihr Sexpartner aufhört, können Sie also nahtlos mit dem Ersatz weitermachen.

2. 1–3 Jahre sichere Einnahmen durch Ihren Sexpartner halten Sie in schlechten Zeiten ohne regelmäßige Einnahmen etwa 3–6 Jahre über Wasser, vorausgesetzt, Sie haben das Geld klug investiert.

3. Wenn Ihr Sexpartner einen neuen, besseren Job beginnt, können Sie dadurch weitere Erfahrung sammeln und Ihr Portfolio aufbessern.

4. Sie können für den Sexpartner-Ersatz UND die neue Firma Ihres Sexpartners arbeiten und damit doppelt so viel wie zuvor verdienen. Allerdings halbieren sich dann Ihre Schlafzeiten.

5. Möglicherweise finden Sie DEN EINEN besonderen Menschen und heiraten – muahahaha.

Fazit

Diese Geschichte habe ich natürlich mit einem Augenzwinkern geschrieben, und doch steckt ein Fünkchen Wahrheit drin, das für Selbständige gefährlich werden kann. Unglücklicherweise ist sexuelles Verlangen unter Männern und Frauen in Führungspositionen eher die Regel als die Ausnahme. Es gibt keine einfachen Ratschläge oder Regeln, die man befolgen kann, außer: „Lass ihn in der Hose, wenn möglich!“

Sex ist das Natürlichste und Schönste auf der Welt. Doch Männer sind Schweine und verhalten sich meist auch so. Frauen hingegen, auch wenn sie der Aggressor in einer Sexbeziehung sind, bauen eine emotionale Bindung zu ihrem Lover auf. Oft finden solche Beziehungen ein schmutziges und böses Ende. Es sind immer verletzte Gefühle im Spiel. Ist es das wirklich Wert, für Sex einen Kunden zu verlieren? Die Therapeutin Lisa Shield sagt, dass Männer beim Thema Sex anders gestrickt sind als Frauen. Was für Sie nur Sex ist, ist für Ihr Gegenüber vielleicht mehr und das bedeutet immer Ärger:

Für Männer kann Sex einfach nur ein körperlicher Akt sein. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass Männer nicht auch das Körperliche und Emotionale verbinden können, aber anders als Frauen, können sie beides voneinander trennen und „hobbymäßig“ Sex haben, ohne sich binden zu wollen.

Was die Sache weiter verkompliziert, ist, dass Männer und Frauen sich untereinander scheinbar nicht verständigen können. Frauen werden sauer, wenn Männer emotionslos bleiben und sich nicht binden wollen. Männer werden sauer, wenn Frauen Gefühle für sie entwickeln, wo sie ihnen doch von Anfang an gesagt haben, dass daraus nichts ernstes wird.

Viele Frauen machen den Fehler zu glauben, dass nur weil sie über die Zeit Gefühle für einen Mann entwickeln können, es ihnen die Männer irgendwann gleichtun werden. Meiner Erfahrung nach wissen die meisten Männer sofort, ob sie tiefere Gefühle für eine Frau haben und sich mehr als nur Sex vorstellen können. Kaum einer meiner männlichen Klienten hat sich langsam verliebt. Sie wissen gleich, ob Interesse für mehr vorhanden ist.

Junge Menschen sind herrlich unbedarft und machen Fehler, wenn ihr Gehirn mal wieder in die Hose rutscht. Selbst die unschuldigsten, nett gemeinten Gesten oder Handlungen können missverstanden werden. Ich habe mal einer neuen Kundin Blumen zu ihrem Geburtstag geschickt, um mich gleichzeitig für ein Geschäft zu bedanken. Sie schrie mich an, ich hätte sie vor ihren Kollegen in Verlegenheit gebracht. Hey, es waren nur Blumen und keine Dildokollektion! Das Ergebnis war jedoch das gleiche: Ich habe eine Kundin mit viel Potential und internationaler Vernetzung verloren. Vielleicht hätte ich ihr besser einen Obstkorb oder Dauerwurst schicken sollen!

Women eating banana

Eine andere Kundin schrieb mir mal einen sehr persönlichen Dankesbrief, den ich komplett missverstanden habe. Als ich sie daraufhin ausfragte, war sie schockiert und erklärte mir, dass sie einen Freund hätte. Wir waren beide peinlich berührt, was schließlich zum Ende unserer Geschäftsbeziehung führte. Sicher, Kunden kommen (das ist jetzt nicht zweideutig gemeint!) und gehen , aber warum tun uns das unsere animalischen Instinkte nur an? Heutzutage ist es ziemlich hart (auch das ist nicht zweideutig gemeint!) an Aufträge zu kommen und wesentlich einfacher einen Sexpartner zu finden. Seien Sie professionell und üben Sie sich in Askese, wenn Sie das nächste mal mit Kunden zu tun haben… auch wenn es manchmal schwerfällt! Und verstehen Sie um Himmels Willen bitte das Wort „Freelancer“ nicht falsch!

Bilder ©GL Stock Images

Der Autor:

Speider Schneider is a former member of The Usual Gang of Idiots at MAD Magazine, “among other professional embarrassments and failures.” He currently writes for local newspapers, blogs and other web content and has designed products for Disney/Pixar, Warner Bros., Harley-Davidson, ESPN, Mattel, DC and Marvel Comics, Cartoon Network and Nickelodeon among other notable companies. Speider is a former member of the board for the Graphic Artists Guild, co-chair of the GAG Professional Practices Committee and a former board member of the Society of Illustrators. He also continues to speak at art schools across the United States on business and professional practices. Follow him on Twitter @speider.

(dpe)

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E-Business Freelance Inspiration Showcases

Nützlich: 14 Android- und iOS-Apps (nicht nur) für WordPress-Nutzer

Unsere mobilen Geräte werden immer ausgefeilter und leider damit auch unsere Abhängigkeit von ihnen. Ich persönlich sehe mehr positive als negative Aspekte. Denken Sie an all die wunderbaren Anwendungen, die entwickelt wurden, um unser Leben zu erleichtern. Eine Webseite am Laufen zu halten, ist eine ernsthafte Arbeit, selbst beim Einsatz eines so benutzerfreundlichen CMS wie WordPress. MIttlerweile lassen sich viele Routineaufgaben im WordPress-Alltag auch mobil erledigen. 14 nützliche Apps stellt der folgende Beitrag vor.

Apps für WordPress-Nutzer

Es gibt viele Apps, von denen WordPress Nutzer profitieren können. Leider gibt es nicht alle vorgestellten Apps für beide wichtigen Plattformen (Android und iOS), daher werde ich das Betriebssystem explizit dazuschreiben. Soweit eine eigene Homepage für die App existiert, habe ich sie ebenfalls verlinkt.

1. WordPress

wordpress-mobile-app

Womit sollten wir auch sonst beginnen? Natürlich starten wir diesen Überblick mit der offiziellen WordPress-App, die von Automattic (der Firma hinter WordPress) entwickelt wurde, um WordPress-Websites auch mobil verwalten zu können. Die intuitive Benutzeroberfläche erlaubt es Ihnen, Beiträge und Seiten hinzuzufügen, Statistiken anzuzeigen, Kommentare zu genehmigen und alles andere zu erledigen, was ein WordPress-Webmaster erledigen muss. Die App funktioniert mit WordPress.com und selbstgehosteten WordPress.org Versionen. Sie ist kostenfrei erhältlich.

Download: WordPress App für Android | für iOS | Homepage

2. Writer

writer-app-android

Writer verspricht eine bequeme Möglichkeit zum Entwerfen von Beiträgen auf mobilen Geräten zu sein. Es handelt sich um eine minimalistische Textverarbeitungs-App, die so einfach wie möglich gehalten wurde, um ablenkungsfreies Schreiben zu ermöglichen. Mittels Markdown lassen sich Texte in ausreichendem Maße formatieren. Die App ist ideal, um schnell Ideen festzuhalten oder sogar einen Roman zu verfassen (was jedoch auf einem Computer einfacher gehen dürfte).

Die App ist kostenlos, jedoch nur für Android erhältlich.

Download: Writer App für Android

3. Byword

Byword iOS App

Apple-Verwender können zwar die Writer-App nicht nutzen, aber für sie existiert eine eigene, minimalistische Textverarbeitungs-App, nämlich Byword. Byword bietet eine einfache und ablenkungsfreie Oberfläche, Texte können ebenfalls mittels Markdown formatiert werden – einschließlich Fett, Kursiv, Überschriften, Fußnoten, Tabellen und Querverweisen. Um Ihre Augen zu schonen, existiert auch ein dunkles Theme. Byword kostet zur Zeit 5,99 € und unterstützt eine Reihe von Premium-Features, wie zum Beispiel Synchronisation über verschiedene Geräte hinweg und direkte Veröffentlichung der Texte auf Ihrem WordPress-Blog. Titel, Kategorien und Tags können bei der Veröffentlichung über WordPress hinzugefügt werden.

Byword ist für iOS erhältlich, eine Version für Mac existiert ebenfalls.

Download: (iOS) Byword App für 5,99 € kaufen | Homepage

4. Pocket

Pocket App

Als jemand, der für sein Leben gern schreibt, ist es wichtig, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das bedeutet, dass ich extrem viel lese. Manchmal stolpere ich über richtig gute Artikel, die ich jedoch mangels Zeit nicht sofort lesen kann. Daher ist es wichtig, sie zu speichern, damit ich diese Beiträge zu einer späteren Zeit vollständig lesen kann. Die Pocket-App bietet eine einfache Art, Artikel zu speichern. Pocket synchronisiert die gespeicherten Artikel auf alle Geräte und lässt Sie die Beiträge auch hervorragend formatiert offline lesen.

Die App ist kostenlos und für iOS, Android, Kobo und als Browser-Erweiterung erhältlich. Es existiert ebenso eine App für Mac OS X.

Download: Pocket App für Android | für iOS | Homepage

5. Evernote

Evernote App

Inspirationen kommen zu den interessantesten Zeiten und dann ist es gut, wenn man sie schnell notieren kann. WordPress-Benutzer können die Anwendung für neue Projektideen verwenden, für das Brainstorming über potenzielle Beiträge oder für die Erstellung von detaillierten Aufgabenlisten. Mit der Evernote-App können Sie Artikel aus dem Web abspeichern, Notizen erfassen (auch handschriftlich, wenn die Möglichkeit gegeben ist) und sogar Skizzen erstellen. Die App synchronisiert ebenfalls auf allen eingesetzten Geräten einschliesslich dem heimischen Desktop-Rechner.

Die App ist kostenlos erhältlich für Mac, Windows, Android, iOS und Windows-Phone und lässt sich per In-App-Kauf erweitern.

Download: Evernote App für Android | für iOS | Homepage

6. Google Drive

Google Drive App

Google Drive bietet einen einfachen Weg, wichtige Dateien wie zum Beispiel Dokumente, Bilder und Tabellen zu speichern. Das Abspeichern von Dateien in der Cloud hat den Vorteil, dass Sie von überall auf die gespeicherten Daten zugreifen und sie sehr leicht auch mit anderen Menschen teilen können. Über Ihr Google-Konto synchronisiert die App die Dateien auf alle Geräte.  Sie müssen sich keine Sorgen mehr darüber machen, Dateien zu verlieren. Die Vorteile einer Cloud werden allerdings mit dem Nachteil erkauft, dass auch der Anbieter der Cloud Zugriff auf die Dateien hat. Das kann durch Verschlüsselung verhindert werden.

Google Drive ist kostenlos und für Android, iOS, Windows und Mac erhältlich.

Download: Google Drive App für Android | für iOS | Homepage

7. Dropbox

Dropbox-App

Wenn Google Drive nicht Ihr Ding ist, dann ist die Dropbox eine hervorragende Alternative, die im Wesentlichen die gleiche Funktionalität bietet. Sie können all Ihre Dokumente, Bilder und Dateien in die Cloud hochladen, die Sie dann von einem beliebigen Gerät abrufen. Dateien oder ganze Ordner mit anderen zu teilen geht schnell und einfach. E-Mail-Anhänge lassen sich direkt in der Dropbox speichern. Mit Hilfe des „Post via Dropbox„-Plugin für WordPress lassen sich durch Text-Dokumente in der Dropbox Blog-Beiträge verfassen oder abändern. Auch die Dropbox lässt sich für mehr Sicherheit verschlüsseln.

Dropbox ist kostenlos erhältlich für Android, iOS, Windows Phone, Blackberry, Kindle Fire, Mac OS X, Windows und Linux.

Download: Dropbox App für Android | für iOS | Homepage

8. Any.Do

Any.do App

Vielleicht gehören ja auch Sie zu den Menschen, die am produktivsten sind, wenn alles richtig durchorganisiert ist. Ein guter Weg, sich zu organisieren, ist das Notieren von Aufgaben anhand von Prioritäten. Alles Wichtige zuerst, danach die weniger wichtigen Aufgaben. Am Ende des Tages stellt sich dann eine gewisse Befriedigung ein, wenn man seine Aufgaben erledigt hat. Für die Erstellung solcher prioritätsbasierter ToDo-Listen gibt es viele Apps, wovon ich in diesem Beitrag zwei vorstellen möchte. Any.Do kann mehrere Aufgabenlisten verwalten, einschliesslich wiederkehrender, regelmäßiger Aufgaben. Die App kann auf verschiedenen Geräten synchronisiert werden, so dass Sie von überall Zugriff auf Ihre Aufgaben haben. Die App ist auch nützlich für die Zusammenarbeit im Team, denn Sie können Ihre To Do-Listen mit anderen Menschen teilen und gemeinsam verwalten.

Die App ist in der Grundversion kostenlos erhältlich für Android, iOS, als Google Chrome Erweiterung und als Web-Anwendung.

Any.Do im Video

Download: Any.Do App für Android | für iOS | Homepage

9. Clear

Clear-App

Wenn Sie ein iPhone-Nutzer und auf der Suche nach einer „stylischeren“ Aufgabenverwaltung sind, dann ist die Clear-App genau das richtige für Sie. Aufgabenlisten lassen sich mit mehreren „Skins“ visuell ändern und das Abhaken einzelnen Aufgaben geschieht einfach mit einem Fingertipp. Clear bietet Ihnen verschiedene Ansichten, das Designen der Aufgaben mit Themes, die Synchronisation auf allen genutzten Geräten via Apple-Cloud und das Erstellen multipler Listen. Erinnerungen können ebenfalls eingestellt werden. Alle Dinge, die mit Any.Do erledigt werden können, beherrscht Clear ebenfalls.

Die App ist kostenpflichtig als iOS Version für 4,99 € und als Mac OS X Version für 9,99 € erhältlich.

Video zu Clear:

https://vimeo.com/35693267

Download: Clear App (iOS) für 4,99 € kaufen | Homepage

10. Buffer

Buffer App

Wir alle wissen um die Bedeutung der Sozialen Medien, aber diese zu pflegen, ist harte Arbeit. Mit Buffer haben Sie ein Werkzeug an der Hand, mit dem die Pflege und die Verwaltung Ihrer Inhalte auf Twitter, Facebook, Google+ und LinkedIn bedeutend einfacher und zeitsparender wird. Mit Buffer können Sie nicht nur sofort auf allen verlinkten Kanälen veröffentlichen, sondern auch Beiträge zeitlich planen. Ihre Profile werden immer auf dem neuesten Stand gehalten. Ein einfaches Analyse-System wird ebenfalls geboten. So können Sie nachverfolgen, welche Beiträge am erfolgreichsten waren.

Die App ist in der Grundversion kostenlos erhältlich für Android, iOS und als Web-Anwendung.

Download: Buffer App für Android | für iOS | Homepage

11. Google Analytics

Google Analytics App

Dank der Google-Analytics-App haben Sie nun alle wichtigen Kennzahlen zu Ihrer Website jederzeit zugänglich in der Tasche. Prüfen Sie einfach Metriken wie Traffic und Konversion und sehen, welches die Seiten mit dem meisten Traffic sind. Diese App kann Ihnen helfen, bei eventuellen Problemen schneller zu reagieren – zum Beispiel bei Traffic-Rückgang wegen einer nicht erreichbaren Seite oder ähnlichem.

Die App ist kostenlos für Android, iOS und als Web-Anwendung erhältlich.

Download: Google Analytics App für Android | für iOS | Homepage

12. SEO Manager

SEO Manager App

Die SEO-Manager App ist ein hübsches, kleines Hilfsmittel, um den Erfolg Ihrer SEO-Strategie zu überprüfen. In der kostenlosen Version der App lassen sich drei Keywords einstellen. Die App wird dann Ihr Google-Ranking in Echtzeit verfolgen. Die App stellt zudem eine grafische Rangliste auf, die Ihnen aufzeigt, wie sich Ihre SERPs im Laufe der Zeit entwickeln. Es existieren auch zusätzliche, per In-App-Kauf freischaltbare Funktionen, in denen Sie mehr Schlagworte eingeben, sowie zudem noch eine Wettbewerbsanalyse erstellen und den aktuellen Pagerank überprüfen können. Interessante Funktionen können als In-App-Kauf zusätzlich erworben werden. Es gibt keine reine Pro-Version.

Den SEO-Manager gibt es nur für iOS.

Download: SEO Manager App für iOS | Homepage

13. Udemy

Udemy App

Laut eigener Aussage ist Udemy ist die weltweit größte Plattform für Online-Kurse, Training und Tutorials. Egal, ob Sie befördert werden, in eine neue Branche wechseln, ein Unternehmen gründen oder sich aus Neugier weiterbilden wollen, Udemy hat einen Kurs für Sie, damit Sie die Chance haben, Ihr Ziel schneller zu erreichen. Udemy ermöglicht Ihnen, Text, Audio und Video-Lektionen in Ihrem eigenen Tempo aufzunehmen. Tausende Kurse sind vorhanden, hier einige Beispiele:

✔ Programmierung (Java, Python, PHP, Ruby, und mehr)
✔ Entrepreneurship
✔ Fotografie
✔ Yoga
✔ Marketing
✔ Salsa
✔ Kuchenbacken
✔ Design

Auch für WordPress gibt es etliche Kurse. Laut User-Bewertungen sind die Kurse von hoher Qualität. Die meisten kosten allerdings Geld. In Angebots-Phasen kann man jedoch ansonsten teure Kurse für einen schmalen Taler bekommen. Deutschsprachige Kurse sind noch in der Minderheit. Der Großteil ist aber auf Englisch verfügbar.

Udemy ist kostenlos erhältlich für Android, iOS und als Web-Anwendung.

Download: Udemy App für Android | für iOS | Homepage

14. Todoist

Todoist App

Todoist ist nicht ohne Grund eine der erfolgreichsten To-Do-Listen Apps überhaupt. Bereits die kostenlose Version der App bietet ausreichend Funktionen, um den Tag zu organisieren und zu planen. Es ist eine klar und einfach gehaltene Anwendung, die mit vielen Funktionen aufwartet. Die kostenlose Version der App kann folgendes für Sie tun:

  • Synchronisieren Sie Ihre Aufgabenliste automatisch auf allen Ihren Geräten
  • Speichern Sie Ihre To-Do Liste in der Cloud auf Todoist.com
  • Organisieren Sie sich mit Fälligkeiten, wiederkehrenden Daten, Unteraufgaben, Prioritäten, Unterprojekten und Farbcodierungen für Projekte
  • Greifen Sie selbst ohne Internetverbindung auf Ihre Aufgaben zu
  • Teilen Sie Projekte, vergeben Sie Aufgaben und arbeiten Sie im Team
  • Erhalten Sie sofortige Benachrichtigungen zu Updates und Kommentaren
  • Sehen Sie die anstehenden Aufgaben durch eine visuelle Zeitplanung
  • Integration von Dropbox und Google Drive um Dokumente zu Ihren Aufgaben hinzuzufügen
  • Vorschau von Links und Dateianhänge durch Vorschaubilder und Dateisymbole
  • Bilder ansehen, Videos und Audio abspielen – direkt in der App
  • Profitieren Sie von erstaunlichen Widgets, sofortigen Benachrichtigungen, Google Now und DashClock Integrierung und erweiterten Einstellungen
  • Fügen Sie von jeder App aus Aufgaben hinzu, indem Sie diese mit Todoist teilen

Die App ist kostenlos erhältlich für Android Handy, Android Tablet, iPhone, iPad, Windows, Mac OS X, Outlook, Thunderbird, Gmail, Postbox, Chrome, Firefox und als Web-Anwendung.

Video zur Todoist App:

Download: Todoist App für Android | für iOS | Homepage

Fazit

Viele der vorgestellten Apps sind (nicht nur) für WordPress-Website-Besitzer sehr nützlich und sollten keinesfalls auf dem Smartphone fehlen. Doch auch für Menschen ohne einen WordPress-Blog können viele der vorgestellten Apps die erste Wahl sein, wenn es um eine Grundausstattung von Apps für verschiedenen Zwecke geht. Ich persönlich wäre ohne meine ToDo-App längst nicht so produktiv und ohne Buffer wäre die Pflege meiner sozialen Netzwerke schwieriger als sie es ohnehin schon ist.

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(dpe)

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Mehr Besucher: 17 kreative Wege zur Traffic-Steigerung

Einen Mangel an Traffic auf dem eigenen Blog zu beheben, ist eine der größten Herausforderungen, denen man sich stellen kann. Immer wieder hört man, dass „Content King ist“ und mit guten Inhalten der Erfolg schon von selbst kommt. Doch leider ist dem nicht so. Denn was nutzt der beste Inhalt, wenn er nicht gelesen wird? Daher beschäftigen wir uns in diesem Beitrag einmal näher mit kreativen Methoden, mehr Besucherverkehr zu generieren und zu halten. Wir stellen Ihnen eine ganze Batterie an Lösungsansätzen zur Verfügung, die allesamt relativ leicht umsetzbar sind. Während einige dieser Strategien nicht die schnelle Lösung darstellen, werden andere Tipps schnellere Ergebnisse bringen. Wir können Ihnen mit allen Tipps nicht den heiligen Gral versprechen, doch wenn Sie sich gewissenhaft an die Arbeit machen, wird sich der Erfolg früher oder später einstellen. Sie wissen ja, „Content ist King“ ;-)

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1. Promoten Sie Ihre Artikel auf mehr Plattformen

Viele Blogger promoten Ihre Artikel nur auf den allseits bekannten Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Google Plus. Doch es gibt noch wesentlich mehr interessante Social Media-Plattformen, die man dringend ausprobieren sollte. Bedenken Sie eines: Mit jedem zusätzlichen Sozialen Medium steigen Ihre Erfolgschancen. Das muss nicht so sein, doch statistisch gesehen ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie auf diese Art mehr Traffic bekommen. Neben den oben erwähnten Plattformen gibt es zum Beispiel noch diese interessanten Netzwerke: LinkedIn, Pinterest und Instagram.

2. Starten Sie einen E-Mail-Newsletter

E-Mail-Newsletter mit MailChimp starten

E-Mail-Marketing ist interessant und auf lange Sicht nutzbringend. Jede Website, die etwas auf sich hält, hat mittlerweile einen Newsletter. Einige Blogs in Deutschland leben bereits von dieser Art des Marketing. Wir können Ihnen den Start eines E-Mail-Newsletters nur empfehlen. In diesem Beitrag lesen Sie alles Wissenswerte über E-Mail-Marketing.

3. Arbeiten Sie an Ihren Überschriften

Überschriften sind das Salz in der Suppe eines Artikels. Ihre Besucher entscheiden bereits beim Lesen der Überschrift, ob der Beitrag für sie von Interesse ist. Auch im Such-Index von Google funktioniert das so. Ein hervorragender Inhalt nutzt bei einer schlechten Überschrift leider gar nichts. Deshalb sollte die Überschrift stets so formuliert werden, dass sie das Interesse – den Hunger – nach dem eigentlichen Inhalt des Artikels weckt. Dann lesen die Besucher Ihres Blogs mehr Artikel und die Suchenden von Google kommen öfter auf Ihre Website.

4. Schreiben Sie Gastartikel

Bieten Sie bekannteren Blogs an, Gastartikel für sie zu verfassen. Viele Blogger oder hochbekannte Newssites wie die Huffington Post Deutschland lieben Gastartikel von anderen Bloggern. Denn Sie haben relativ wenig Arbeit mit einem Gastartikel. Er muss nur lektoriert und korrigiert werden. Das geht bedeutend schneller als einen Beitrag selbst verfassen zu müssen. Von einem veröffentlichten Gastbeitrag kann mitunter sehr viel Besucherverkehr auf den eigenen Blog kommen. Je öfter Sie einen Gastbeitrag veröffentlichen, desto besser für Ihren Bekanntheitsgrad.

5. Posten Sie Ihre Artikel auf Social-News Websites

Auch wenn Sie gehört haben sollten, dass Social-News-Sites auf dem absteigenden Ast sind, tot sind sie mit Sicherheit noch längst nicht. Eine gute Platzierung auf den für Deutschland in Frage kommenden Seiten sollte einiges an Traffic auf den Blog bringen. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, diese Möglichkeit einfach auszuprobieren. Je mehr Möglichkeiten ausprobiert werden, desto mehr Chancen hat man.

6. Tweeten Sie Ihre Artikel nicht nur einmal

Artikel nicht nur einmal twittern

Ein Tweet hat nur eine Lebensdauer von einigen Minuten, es macht daher keinen Sinn, einen Artikel nur ein einziges Mal zu tweeten. Besser ist es, wenn Ihre Beiträge abwechselnd immer wieder getwittert werden. Sollten Sie WordPress als Ihre Blogsoftware nutzen, dann gibt es ein gutes Plugin für diesen Zweck: Revive Old Post. Einmal richtig eingestellt, müssen sie sich um nichts mehr kümmern, Ihre Artikel werden dann automatisch nach Ihren Vorgaben getweetet. Aber auch Dienste wie Buffer, Hootsuite oder das relativ neue Edgar können in diesem Bereich Wunder wirken.

7. Interviewen Sie die „dicken Fische“

Suchen Sie sich die bekanntesten Blogger aus Ihrem Bereich oder Ihrer Nische heraus und bitten Sie diese um ein Interview. Viele Blogger werden sich auf ein Interview einlassen, denn es steigert letztendlich ja auch deren Popularität. Wichtig ist nur eine gute Vorbereitung mit wirklich guten Fragen. Versuchen Sie Dinge in Erfahrung zu bringen, die in anderen Interviews noch nicht abgefragt worden sind. Googeln Sie vielleicht bereits erfolgte Interviews mit der Person Ihrer Wahl, damit Sie nicht dieselben Fragen stellen, wie Ihr Vorgänger. Sollte ein Interview erfolgt sein, so stehen die Chancen gut, dass auch der Interviewte einen Backlink zu Ihrem veröffentlichten Interview mit ihm setzt.

8. Schreiben Sie einen Wochenrückblick

Verfassen sie jedes Wochenende ein Rückblick auf die wichtigsten Neuigkeiten oder Artikel von anderen Blogs. Erstens ist dieses ein guter Service für Ihre Leser und zweitens bekommen Sie einen Trackback (wenn Sie WordPress verwenden). Auch dieser Tipp kann Ihnen mit der Zeit sehr viel Besucherstrom bringen, denn Ihre Leser werden zu ihren liebsten Themen vollständiger informiert und haben stets einen Grund, Ihren Blog zu besuchen. Durch die gesetzten Trackbacks auf den von Ihnen verlinkten Artikeln anderer Blogs kann wiederum mehr Traffic auf Ihren Blog kommen.

9. Nutzen Sie ergänzende Medien in Ihren Blogposts

Ergänzende Medien in Blogposts nutzen

Nur Text allein geht heute nicht mehr. Eine reine Textwüste mag sich niemand ansehen, geschweige denn, sich dort durchkämpfen. Nutzen Sie daher möglichst viel ergänzende Medien wie Fotos, Grafiken und Videos. Fotos und gerade auch Videos lockern einen Blogpost ungemein auf. Die Menschen schauen auch lieber ein Video, als längere Texte zu lesen. Wenn diese jedoch zumindest mit guten Bildern aufgelockert sind, ist es auch schon okay. Hier finden Sie eine Liste von frei und kostenlos zu nutzenden Bildquellen. Warum es so wichtig ist, visuellen Content in Ihre Artikel zu bringen, können Sie hier noch mal genau nachlesen.

10. Nutzen Sie LinkedIn Gruppen

Falls Sie noch kein LinkedIn-Profil besitzen, legen Sie sich eines an. Suchen Sie sich alle Gruppen heraus, die thematisch zu Ihrem Blogthema passen und werden Sie Mitglied. Nun haben Sie mitunter Zugang zu Tausenden von Mitgliedern, welche sich alle für Ihr Thema interessieren. Seien Sie aktiv in diesen Gruppen und posten Sie regelmäßig Ihre Beiträge darin. Das verspricht mittel- und langfristig einiges an Besucherstrom auf Ihren Blog zu lenken. Probieren Sie es ruhig aus, verlieren können Sie dabei nicht.

11. Erstellen Sie SlideShare Präsentationen von Ihren Blogposts

SlideShare ist eine Plattform für Präsentationen ähnlich einer Powerpoint-Präsentation. Diese Möglichkeit zur Generierung von Traffic zu nutzen, ist – vorsichtig ausgedrückt – ungewöhnlich. Doch gerade das könnte zum Erfolg führen. Denn, wenn Sie etwas anderes als die Masse der Blogger tun, haben Sie auch die Chance darauf, mehr zurück zu bekommen als die Masse. Ein Versuch ist es allemal wert, denn die Seite hat Potential. Im letzten Quartal 2013 hatte SlideShare 60 Millionen Besucher pro Monat und gehört damit zu den 120 meistbesuchten Websites der Welt.

Erstellen Sie also eine Präsentation Ihres Blogartikels (das können Sie online auf SlideShare machen) und fügen Sie auch einen Backlink zu Ihrer Webseite ein. Binden Sie die erstellte Präsentation am Ende Ihres Blogposts ein, setzen Sie einen Link zum SlideShare-Account und zu der Präsentation. Eine Präsentation der Marketing-Spezialistin Pam Moore zeigt die Wechselwirkungen zwischen Ihrem Blog und SlideShare auf.

16 Content Marketing Golden Rules for Real Results from Pam Moore

12. Gestalten Sie Ihren Blog und die Artikel SEO-freundlich

Suchmaschinenoptimierung wird immer wichtiger. Eine schnelle und gute Optimierung ist das Hinzufügen von Schema.org Markup. Als nächstes sollten Ihre Artikel SEO-freundlich gestaltet sein. Wählen Sie hierzu eine gute Überschrift, die bereits wichtige Schlüsselwörter enthält, unter denen der Beitrag gefunden werden soll. Diese Keywords sollten sich auch im Inhalt des Artikels wiederfinden – allerdings nicht zu oft. Denn das könnte Google als Spam interpretieren. Setzen Sie auch Zwischen-Überschriften mit einem Keyword.

Eine Überschrift sollte übrigens im Quellcode Ihres Blogs mit <h1> ausgezeichnet sein, danach folgt eine Zwischen-Überschrift mit <h2>, nach Relevanz. Wichtig ist auch eine Verlinkung Ihrer relevanten Quellen für einen Beitrag. Hier auf Dr. Web können Sie am Ende eines jeden Artikels die „Links zum Beitrag“ als unsere Quellen – oder als weitere, ergänzende Ressourcen sehen.

13. Optimieren Sie Ihre Blogbeiträge nicht nur auf ein Keyword

Die Zeiten der Optimierung auf ein einziges Keyword sind vorbei. Google durchsucht schon länger Artikel nach weiteren, für den Inhalt relevanten Schlüsselwörtern. Beiträge sollten heutzutage also nach der sogenannten LSO (Latent Semantic Optimization) optimiert worden. Hierbei geht es um nicht anderes als verwandte Schlüsselwörter. Wenn Ihr Haupt-Keyword zum Beispiel Rezept lautet, dann wären verwandte Keywords Schüssel, Pfanne, Messer, Zutaten und Mixer. Versuchen Sie also stets zu Ihrem Hauptkeyword auch verwandte Begriffe zu finden und interessant im Beitrag zu verpacken. Zwei unterstützende Artikel zum Thema:

How to Find LSI (Long-Tail) Keywords Once You’ve Identified Your Primary Keywords

The Definitive Guide to Using Google’s Keyword Planner Tool for Keyword Research

14. Fügen Sie unter jedem Beitrag noch einige verwandte Artikel ein

Eine wirklich einfache Methode, um die Leser eines Artikel auf weitere Beiträge aufmerksam zu machen. Sie werden nicht jeden Besucher dazu bekommen, weitere Artikel von Ihnen zu lesen. Einige Leser jedoch werden diesen Service dankend annehmen und dementsprechend auch gerne wiederkehren. Probieren Sie es ruhig aus, mit Hilfe eines Analysewerkzeugs, wie zum Beispiel Google Analytics können Sie den Erfolg schnell messen. Richtig optimal umgesetzt sehen verwandte Artikel so aus:

verwandte-beitraege

Wenn Sie WordPress nutzen, gibt es sehr viele Plugins zur Realisierung von verwandten Beiträgen. Die hier oben im Screenshot wurden vom Jetpack Plugin erstellt.

15. Eine höhere Post-Frequenz wählen

Eine Studie von Neil Patel von QuickSprout hat ergeben, dass eine Postfrequenz von mindestens 5 Artikeln wöchentlich (besser 6) den Besucherstrom um bis zu 18,6% erhöhen kann. Finden Sie Ihre optimale Post-Frequenz und halten Sie diese anschließend durch. Bedenken Sie, dass Besucherzahlen durchaus in vielen Fällen skalierbar sind. Logisch ist es zudem: Je öfter sie einen Beitrag veröffentlichen, desto öfter schaut auch der Google-Bot bei Ihnen vorbei und indexiert den neuen Inhalt. Lesen sie hierzu bitte auch den folgenden Artikel:

How to Grow Your Blog to 100,000 Visits a Month Within 1.5 Years

16. Erstellen Sie Infografiken

Gute Infografiken können durchaus zu einem Traffic-Magneten werden. Alle relevanten Informationen zu einem Thema finden sich auf einer einzigen Infografik visuell gut aufbereitet wieder. Wenn die erstellte Grafik zudem noch so angeboten wird, dass jedermann sie mittels eines kleinen Code-Schnipsels in die eigene Webseite einbetten kann, dann bekommen Sie noch eine Menge kostenloser Backlinks. Diese Methode ist recht erfolgversprechend, wenn die angefertigten Infografiken visuell wirklich gut aufbereitet sind. Es existieren einige kostenlose Tools zur Erstellung von Infografiken im Netz.

Infografiken: Why Content Marketing is the New SEO

Infografiken: Infografiken selbst erstellen: 10 Tools, die dabei helfen

17. Erwähnen Sie wichtige Blogger in Ihren Tweets

Sollten Sie wirklich wichtige Blogger in Ihrer Themennische einmal in einem Ihrer Artikel zitieren oder erwähnen, sorgen Sie stets dafür, dass diese auch in Ihrem Promotion-Tweet erwähnt werden (@mention). Damit steigen die Chancen, dass diese Person Ihren Tweet retweetet und vielleicht auch Ihren Artikel liest und einen Kommentar hinterlässt. Weniger Mühe kann eine vielversprechende Werbeform schon gar nicht mehr machen.

Fazit

Siebzehn Punkte und siebzehn Quellen haben wir für Sie aufgelistet. Es sollte schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich daraus nicht mehr Traffic für Ihren Blog generieren ließe. Ich empfehle Ihnen, sämtliche Punkte stetig abzuarbeiten und vor allem auch konsequent beizubehalten. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn etwas nicht sofort passiert, bloggen ist immer eine eher langfristige Angelegenheit. Das absolut wichtigste ist demnach: Bleiben Sie stetig am Ball, dann stellt sich der Erfolg auch ein.

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design E-Business Freelance

(M)eine Auswahl der 20+ besten Apps für freiberufliche Designer

Eine der besten Methoden, um ihre Arbeitseffizienz und ihr Zeitmanagement als freiberuflicher Designer zu verbessern ist es, entsprechende Apps zu verwenden. Dies können jedoch nicht einfach beliebige Apps sein. Es muss sich vielmehr um solche handeln, die nicht durch Abstürze Ihre Zeit verschwenden oder Katastrophen der Benutzerführung sind. Im besten Falle helfen Ihnen gute Apps sowohl unterwegs als auch auf Ihrem Computer in Büro oder Homeoffice. Meine Sammlung der besten Apps für freiberufliche Designer unterteilt sich in Design-Apps, Apps zur Fotobearbeitung und Apps für Buch- und Geschäftsführung, sowie allgemeinen Workflow. Als Designer können Sie nie wissen, wann sich eine Inspiration bei Ihnen einstellen wird, weshalb Sie etwas zur Hand haben sollten, um ihre Idee festzuhalten, bevor Sie sie wieder verlieren. Und hassen wir nicht alle die nervtötenden Geschäftsaufgaben, insbesondere wenn sie die Zeit für die eigentliche gestalterische Arbeit einschränken? Die Apps aus dem heutigen Beitrag sollten dabei helfen, die typischen Probleme, die bei freiberuflichen Designern auftreten können, zu lösen.

20bestenappsfreiberuflichedesigner

Die folgende Liste beinhaltet vornehmlich iOS-, Android- und Web-Apps. Einige dieser Anwendungen sind erstaunlicherweise kostenlos, während andere eine kleine Einmalzahlung erfordern, und wieder andere monatlich oder jährlich zu zahlende Abonnements voraussetzen. Ich habe versucht, eine große Breite an verschiedenen Apps zusammenzustellen, so dass Sie die für Ihr Budget und Ihre Bedürfnisse perfekte Variante finden können. Viel Spaß! Übrigens: sollten Sie sich fragen, wie diese Auswahl zustandegekommen ist, es handelt sich um die Apps, die ich selber verwende und die deshalb natürllich für mich die besten ihrer Art sind ;-)

Design- und Foto-Apps

FX Photo Studio von MacPhun LLC

2.99€ für iPhone, iPad, iPod Touch

Diese Bildbearbeitungs-App enthält über 190 Filter, welche wirklich jedem ermöglichen, atemberaubend stilvolle Bilder zu erstellen. Dazu gibt es die üblichen Bearbeitungswerkzeuge, Textfelder, Texturen und Mittel zum Weitergeben und Veröffentlichen, um Ihre Werke einfach ausstellbar zu machen.

Layers von Gotow.net

4.99€ für iPhone, iPad, iPod Touch

Diese Zeichen-App ist kompatibel zu Photoshop, so dass Sie Ihre Designs an Ihrem Computer fertig stellen und verbessern können. Beinhaltet sind eine Vielzahl von Werkzeugen, so zum Beispiel Pinsel, die Farbfüll-, ebenso wie die Radierfunktion, Wisch-Werkzeuge und vieles mehr. Bis zu fünf Ebenen sind möglich.

Filmic Pro von Cinegenix, LLC

7.99€ für iPhone, iPad, iPod Touch

Diese mobile HD-Video-Kamera ermöglicht es Ihnen, Fokus und Belichtung selbst einzustellen, eine Funktion, die Apples Standard-Kamera-App bekanntlich nicht besitzt. Diese können Sie nutzen, um spontan beeindruckende Videos zu drehen. Sie stellen dabei den Fokus, die Belichtung und den Weißabgleich individuell ein – wenn Sie mögen. Mit verschiedenen Bildfrequenzen, Spezialeffekten für Bewegung, Audio-Unterstützung und professionellen Bildqualitäten bei beispielsweise 50 mbps bietet Filmic Pro eine große Menge an Funktionen für eine so preiswerte App!

Adobe Color CC (früher: Adobe Kuler) von Adobe

Gratis für iPhone, iPad, iPod Touch, Web

Adobe Color CC repräsentiert tatsächlich eine freie App für iPhone, iPad und iPod Touch. Haben sie irgendwo unterwegs eine Farbe entdeckt, die Sie mögen? Fotografieren Sie diese und nutzen Sie die Kuler App, um Farben zu extrahieren und Ihre Farbschemata für eine spätere Verwendung ab zu speichern.

Adobe Ideas von Adobe

Gratis für iPhone, iPad, iPod Touch

Ideas ist das stark abgespeckte iPhone-Gegenstück zum Illustrator und eine weitere kostenfreie App von Adobe. Wenn Sie die Creative Cloud von Adobe abonniert haben, können Sie mit Ideas erarbeitete Ideen mit Ihrem Illustrator-Programm synchronisieren und dort weiter verfeinern. Sie können selbst mit Kuler (Color CC) synchronisieren und die gespeicherten Farbschemen abrufen. Diese App umfasst mehrere Pinsel, Farbregler und bis zu zehn Ebenen, sowie dabei die Fähigkeit, jede Ebene zu bewegen und ihre Größe zu verändern.

Design Duet von Forging Destiny Studios LLC

1.99€ für iPhone, iPad, iPod Touch

Mithilfe der Photoshop-Remoteverbindung ermöglicht Ihnen diese App, Ihre Designs so darzustellen, wie sie auf einem iPhone angezeigt werden. Sobald Sie die Fernverbindung bei Photoshop frei geschaltet haben, geben Sie einfach Ihr Passwort ein und schon werden Veränderungen, welche Sie innerhalb der Software machen, in der App automatisch aktualisiert. Sie können die Vorschau direkt in Ihren Alben speichern oder eine exportierte Version des Bildes weitergeben.

Adobe Photoshop Touch von Adobe

9,99€ für iPhone und iPod Touch | 7,99€ für Android

Endlich ist die Photoshop-App für mobile Geräte erhältlich und beinhaltet Kernfunktionen der Desktopversion, so zum Beispiel Ebenen, Anpassungen, Auswahlwerkzeuge, Filter, graphischen Text, und sogar kleine zusätzliche Features, wie die Fähigkeit zur Bildkombination und die Verwendung von Refine Edge. Darüber hinaus funktioniert Camera Fill mit Ihrer eingebauten Kamera. Eine freie Mitgliedshaft in der Creative Cloud ermöglicht das Speichern von bis zu 2 GB an Daten, besitzt eine automatische Synchronisation zwischen Ihren Geräten und gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kreationen weiter zu verteilen und zu veröffentlichen. Die meisten Funktionen sind sowohl für iPhone und iPad als auch für Android erhältlich.

Marksta von Marksta

1.99€ for iPhone, iPad, iPod Touch

Marksta ist eine nützliche kleine App, die Ihnen die Möglichkeit bietet, Wasserzeichen in Bilder einzufügen, bevor Sie diese veröffentlichen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Funktionen, um beispielsweise mehrere Textzeilen oder Ihr Logo hinzuzufügen, die Ränder individuell einzurichten, Effekte zu Bildebenen oder GPS Geo-Tags hinzuzufügen oder zu entfernen und vieles mehr. Selbst Schriftarten sind in größerer Menge verfügbar.

Cinamatic von Hipstamatic

Gratis für iPhone, iPad, iPod Touch

Diese App ermöglicht Ihnen, eine Anzahl von Clips aufzunehmen, um einen kurzen Film von 3 bis 15 Sekunden Länge zu erstellen. Sie können sogar Effektfilter hinzufügen und Ihren Film über Instagram, Vine oder Facebook mit anderen teilen. Und wenn Sie sich nach mehr Funktionen sehnen, können Sie die App auf die professionelle Variante erweitern, um Soundtracks, Clip-Zusammenfügung, Segmentneusortierung und andere fortgeschrittene Funktionen zur Verfügung zu haben.

Eine weitere App, die sie ausprobieren sollten, ist Classic Hipstamatic für 1,99€, eine Kamera-App für iOS, welche Ihnen die Möglichkeit zum Austausch von Linsen, Blitzfunktionen und Filmen gibt, um ihren Photos einen analogen Look zu geben.

Photo Editor von Aviary

Gratis für Android (und iOS)

Damit Android-Nutzer nicht denken, dass wir Sie vergessen haben, gibt es hier jetzt Aviary. Dieser Editor beinhaltet alle primären Bildbearbeitungs-Werkzeuge zum Schärfen, Weichzeichnen und um Helligkeit, Sättigung, Kontrast und Farbtemperatur anzupassen. Darüber hinaus verfügt es über sog. Sticker und die Möglichkeit zu zeichnen oder Text, Bildeffekte und Ränder hinzuzufügen. Wollen Sie mehr, schauen Sie sich die diversen zusätzlich erhältlichen Erweiterungspakete an. Diese sind allerdings in der Regel kostenpflichtig. Den Aviary Photo Editor gibt es auch als Universal-App für iPhone und iPad und ist auch dort kostenlos.

Vector Snap von Andreas Borg

Gratis für iPhone, iPad, iPod Touch

Diese App kann Designern eine Menge Zeit bei der Vektorarbeit einsparen. Benötigen Sie eine spezifische Vektorform, wie beispielsweise die Pflanze in der Ecke Ihres Büros? Schießen Sie einfach ein Foto und verwenden Sie Vector Snap, um das Foto schnell in eine gute Vektorgrafik zu konvertieren. Diese App funktioniert über das Durchzeichnen von Bildern zu SVG; danach kann das jeweilige Bild als SVG oder PNG gespeichert werden. Sie können das Design mittels der Pixel- und Vektorfilter, den Textwerkzeugen oder des fortgeschrittenen Farblabors verändern oder es auf Ihrem Desktop speichern und verbessern.

Typecast von Monotype Limited

Freie Testversion: Pläne beginnen bei 10€ pro Monat

Mithilfe dieser App können Sie Designs mit schönen und stimmigen Fonts erzeugen, da Sie mit ihr Zugriff auf über 23.000 Internetfonts von Quellen wie fonts.com, Google, MyFonts, Adobe TypeKit und anderen erhalten. Testen sie geräteübergreifend, um zu sehen, wie der Font unabhängig von der Zugriffsmethode des Anwenders wirken wird. Sichtkontrollen helfen bei den Zeilenabständen, den Buchstabenabständen und der Zeilenhöhe. Sie können einen Stilleitfaden und noch vieles mehr erstellen. Diese App ist für mich unverzichtbar.

Apps für Buch- und Geschäftsführung

My Price von MD Interaktiv

1.99€  für iPhone, iPad

Diese App eignet sich hervorragend für Freiberufler, da sie Prognosen für ihre Projekte erstellt. My Price kalkuliert, wie viel Sie Ihrem Kunden in Rechnung stellen sollten, basierend auf einer Anzahl von Parametern: ob Sie pro Stunde oder für das Projekt bezahlt werden, welche berufliche Erfahrung und Ausbildung Sie besitzen, die Art des Kunden, die Gesamtkosten des Projekts, die üblichen Normen der Branche usw.

Harvest von Harvest

Gratis: Pläne beginnen bei 12$ pro Monat

Harvest ist im Kern eine Zeiterfassung-Lösung für Einzelkämpfer und Teams, die als Web-App vertreieben wird. Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Aufgaben, die sie mit Hilfe von Harvest erledigen können: Zeiterfassung, Berichte, Rechnungsstellung, Zahlungsannahme, Nachverfolgung von Ausgaben, sowie, dank vieler Add-ons auch Buchhaltung, Projektmanagement und vieles mehr. Die App ist als Schnittstelle für die Zeiterfassung gedacht.

Invoice von Wave Accounting Inc.

Gratis für iPhone, iPad, iPod Touch

Den Reviews bei iTunes zufolge, funktioniert diese App hervorragend. Sie sorgt dafür, das die Buchführung Ihres Geschäfts schnell und einfach abläuft. Erstellen Sie Rechnungen, nehmen Sie (für eine kleine Pauschalgebühr) Kreditkartenzahlungen entgegen, erfassen Sie Eingangsrechnungen und erledigen deren Bezahlung.

Wunderlist von Wunderlist

Gratis für iPhone, Android, Windows Phone, Mac, Web, Windows 8 und weitere

Wunderlist ist meine Organisationszentrale. Damit erledige ich meine komplette Aufgabenplanung. Besonders interessant: die App verfügt über eine Echtzeit-Synchronisation zur Aktualisierung der Listen über mehrere Geräte.

Easy Books von Geode Software

Gratis bei eingeschränkter Nutzbarkeit für iPhone, iPad, iPod Touch, Mac

Mittels dieser App zur Buchführung können Sie über die Kernfunktionen hinaus auch Rechnungsstellung betreiben und Arbeitszeit nachweisen. Bei der kostenfreien Anwendung können sie bis zu 120 Transaktionen einsehen, was mittels eines Bezahlplanes auf eine unbegrenzte Anzahl erweitert wird. Möglich ist es zudem, Funktionen einzeln hinzuzufügen, so dass Sie nur für die Funktionen bezahlen müssen, welche Sie auch benötigen. Die App ist einfach anzuwenden. So können beispielsweise Bank- und Kreditkartendaten, Kunden, Lieferanten, Ausgaben und Einnahmen bearbeitet werden. Transaktionen sind leicht hinzuzufügen, und Sie können wiederkehrende Transaktionen, beispielsweise für monatliche Ausgaben, einrichten. Enthalten sind Backup, Onlinesynchronisation und viele weitere Möglichkeiten.

OmniFocus von The Omni Group

iPad 29.99€; iPhone 19.99€; Mac – 39.99€ Standard

Die OmniFocus App ist ein weiterer Aufgabenplaner, aber wesentlich umfangreicher als die meisten seiner Kollegen.

Asana von Asana

Gratis-Erweiterung des kostenpflichtigen Webservice (für iOS und Android)

Asana ermöglicht Projektmanagement für Teams, in dem es Ihrem Designteam die Möglichkeit gibt, Aufgaben anstelle von E-Mails zu versenden und damit einfacher bei Projekten zusammenzuarbeiten. Legen Sie die Ziele des Teams fest und verfolgen sie die verschiedenen Funktionen, so zum Beispiel Benachrichtigungen, um Sie bei der fristgerechten Fertigstellung Ihrer Aufgaben zu unterstützen. Kostenfrei für eine unbegrenzte Anzahl von Teams von bis zu 15 Mitgliedern und einer unbegrenzten Anzahl von Projekten und Aufgaben.

Mailstrom von 410Labs

Gratis bei eingeschränkter Nutzbarkeit: für Gmail, Google Apps Email, Apple, AOL, Exchange IMAP, Outlook und jede andere E-Mail-Plattform, die IMAP unterstützt

E-Mails gehören für mich zu den unbeliebtesten Aufgaben im Verlaufe der Arbeitswoche, doch Mailstrom ist die perfekte App, um mit Tausenden von Mails auf einmal fertig zu werden. Ich habe beinahe ein Rad geschlagen, als ich diese App gefunden habe. Sie bündelt ähnliche E-Mails zusammen, so dass Sie sie einfacher organisieren oder löschen können und hilft Ihnen beim Abmelden von E-Mail-Newslettern. Bei der kostenfreien Testversion bearbeitet Mailstrom ihre letzten 5.000 eMails und ermöglicht Ihnen, bis zu 25% davon zu entfernen. Wenn Sie dann feststellen, dass Sie auf diese App nicht mehr verzichten wollen, können Sie das für 4.95$ pro Monat oder 49.95$ pro Jahr tun.

Bidsketch von Bidsketch

Gratis Testversion für 14 Tage; Pläne beginnen bei $29 pro Monat

Mit Bidsketch können sie sehr schnell Kundenangebote zusammenstellen, die hervorragend aussehen und professionell wirken. Darüber hinaus ist die Möglichkeit zur Annahme von elektronischen Unterschriften, zur Einbindung von Bildern und Videos, und die Option des Kunden auf den Kauf von weiteren Dienstleistungen während der Einsicht Ihres Angebots vorhanden. Sie können diese App 14 Tage lang kostenlos nutzen. Der Preis für Freiberufler liegt bei $29 im Monat. Es gibt zusätzliche Funktionen zur Nutzer- und Teamzusammenarbeit für höhere Preise.

Dashlane

Gratis für iOS, Android

Mit diesem Passwortmanager, der auch als digitale Brieftasche fungiert, müssen Sie sich nur noch Ihr Passwort für Dashlane merken. Die kostenfreie Version ermöglicht nur das Nutzen von Dashlane auf einem einzigen Gerät. Wenn Sie eine unbegrenzte Anzahl von Geräten verwenden wollen und das automatische Datenbackup benötigen, müssen Sie sich für 39,99 $ im Jahr registrieren. Teams zahlen je nach benötigter Teamgröße.

Und was bevorzugen Sie?

Es gibt schlichtweg zu viele Apps, um diese in einem einzigen Beitrag festzuhalten. So kann unsere Liste nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Gesamtangebot darstellen. Im Grunde enthält sie nur meine persönlichen Favoriten. Daher wäre es schön, von Ihnen ihre bevorzugten Apps zu erfahren. Was nutzen Sie, um ihren Arbeitsfluss  zu verbessern? Welche Apps benutzen sie sogar privat? Sie können gern die Kommentarfunktion dieser Seite benutzen.

(dpe)

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E-Business Freelance Workflow

Ich, Digitalnomade No. 1: Andreas Hecht und sein Androide

Smartphones, Phablets, Tablets – die Bandbreite moderner digitaler Mobilgeräte ist beachtlich. Für die meisten Menschen sind die Geräte ganz nette Alltagsbegleiter oder profunde Konsumgüter, wirklich brauchen oder ausreizen tun die meisten sowas eigentlich nicht. Dann gibt es die Spezies, die wir als Digitalnomaden bezeichnen. Personen, die Mobilgeräte nicht bloß als ganz nützliches, aber streng genommen trotzdem überflüssiges Stück Technik betrachten, sondern tatsächlich damit arbeiten, teil sogar ausschließlich. Bei Dr. Web und Noupe Magazine gibt es eine ganze Reihe dieser Personen. In einer kleinen Beitragsserie wollen wir Ihnen näher bringen, wie eben diese Leute mobile Digitaltechnik zur Erreichung Ihrer beruflichen (und eventuell auch der privaten) Ziele einsetzen. Den Anfang macht Galaxy Note3-Enthusiast Andreas Hecht:

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Heute stelle ich Ihnen mein Produktivitäts-Konzept vor und erläutere genau, warum ich welche App nutze und wofür. Auch gebe ich Ihnen einen Überblick über die Apps, die ich getestet, jedoch nicht für ausreichend gut für mich befunden habe. Meine komplette Planung, die über ToDo Aufgaben für einen 7-Tage-Zeitraum geht bis hin zu meiner 10-Jahreplanung, erfordert die benutzerfreundlichsten Apps, die man finden kann. Ich plane sozusagen einen Großteil meines Lebens mit meinem Smartphone – nur mit meinem Smartphone. Daher bin ich auf die benutzerfreundlichsten Apps angewiesen, die ich finden kann. Gleichzeitig teste ich alle Produktivitäts-Apps, deren ich habhaft werden kann. Denn vielleicht gibt es ja noch bessere Apps, als ich zur Zeit nutze.

Produktivität mit Android

Todoist – mein Aufgabenmanager für die täglichen Aufgaben

Todoist - Todo-Liste und Aufgabenverwaltung

Todoist ist die beste Aufgabenverwaltung, die mir bisher untergekommen ist. Es sieht gut aus, was mir ziemlich wichtig ist, ist absolut einfach zu bedienen und sehr übersichtlich. Ich plane und verwalte mit Todoist meine Aufgaben der nächsten 7 Tage. Sehr gut ist an Todoist, dass Aufgaben auch bereits in der kostenlosen Version nicht nur mit Datum, sondern auch mit Uhrzeit geplant werden können. So ist es mir ohne Probleme möglich, meinen Tag genau nach Uhrzeit durch zu planen. Ich weiss dann exakt, zu welcher Zeit was zu machen ist und kann mich nicht mehr verzetteln.

Auch Prioritäten lassen sich den einzelnen Aufgaben zuweisen. Der linke Rand der betreffenden Aufgabe wird dann unterschiedlich eingefärbt. So kann man auf einem Blick erfassen, was wirklich wichtig ist. Todoist bietet zudem für jede denkbare Plattform eine native App an, mittlerweile sind es 13 an der Zahl. Ich nutze Todoist auf meinem Android Smartphone und auf meinem Macbook. Mein Tag wird am Handy geplant und die einzelnen Aufgaben am Macbook abgehakt. Was kann Todoist eigentlich alles? Werfen wir mal einen näheren Blick auf die einzelnen Funktionen:

  • Unteraufgaben – Erreichen Sie mehr, indem Sie große Aufgaben in kleinere Unteraufgaben zerteilen (mehrere Stufen)
  • Benachrichtigungen – Lassen Sie sich über E-Mail oder Push-Benachrichtigungen informieren, sobald etwas wichtiges passiert.
  • Synchronisation von Daten in Echtzeit – Denken Sie nie mehr an Synchronisieren, Todoist macht dies für Sie: in Echtzeit zwischen allen Plattformen und Geräte.
  • Unterprojekte – Werden Sie mit Komplexität fertig, indem Sie größere Projekte in kleinere Unterprojekte aufteilen (mehrere Stufen)
  • Menschliche Fälligkeitsangaben – Geben Sie schnell Fälligkeiten in einer normalen Sprache ein, z.B. „Montag um 10“.
  • Verschiedene Prioritäten – Konzentrieren Sie sich mit Hilfe von Todoist’s farbigen Prioritäten auf die wichtigen Dinge.
  • Wiederkehrende Termine – Geben Sie schnelle Fälligkeitsdaten in einer normalen Sprache ein, so wie „jeden Tag um 10“.
  • Arbeit an gemeinsamen Projekten
  • Erinnerungen (Premium) – Erhalten Sie Erinnerungen per E-Mail, Push-Benachrichtigung oder SMS. Und Erinnerungen, die auf Ihrem Standort basieren, wenn Sie unterwegs sind.
  • Notizen (Premium) – Fügen Sie über die Aufgabennotizen so viele Details hinzu, wie Sie mögen. Oder hängen Sie PDFs, Tabellen oder Fotos an.
  • Etiketten und Filter (Premium) – Stellen Sie mit Hilfe von Etiketten Zusammenhänge zwischen Aufgaben her, um sich sogar noch besser zu organisieren. Erstellen Sie individuelle Filter für Ihre Arbeitsabläufe.

Todoist ist bereits in der kostenlosen Version gut, jedoch in der kostenpflichtigen Version für mich unschlagbar.

Ich, der Digitalnomade, nutze:

Die Android App und die Mac OS X App

Wunderlist, mein Schweizer Taschenmesser für langfristige Produktivität

Wunderlist App

Wunderlist benutze ich schon seit dem Betastadium und es wird immer besser. Ich verwende Wunderlist für ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen, hauptsächlich jedoch für die Planung meiner Ziele für die nächsten 10 Jahre. Diesen recht langen Zeitraum kann ich dank Wunderlist perfekt mit leicht erreichbaren Zwischenzielen durchplanen. Jedesmal, wenn ich eines dieser Ziele erreicht habe, kann ich es abhaken. Es lassen sich Erinnerungen einstellen, ein Datum eingeben, bis wann die Aufgabe erledigt sein muss, Notizen zu der Aufgabe hinzufügen und Teilaufgaben erstellen.

Wunderlist - Ein Überblick

Eine weitere wichtige Aufgabe, die Wunderlist bei mir übernimmt, ist die „Später lesen“ Funktion. In Verbindung mit der Google Chrome Erweiterung kann ich so alle Artikel abspeichern, die ich nicht sofort lesen kann, aber in allernächster Zeit lesen möchte.

Zu Wunderlist hinzu fügen

Auch speichere ich alle Dinge in der Wunderlist, die ich nicht vergessen darf, die jedoch nicht von sofortiger Wichtigkeit für mich sind. Unter anderem auch die noch nicht in Rechnung gestellten Artikel für DrWeb.de :-) Ich mag die Wunderlist sehr, jedoch wäre sie kein adäquater Ersatz für Todoist, um meine täglichen Aufgaben durchzuplanen.

Ich nutze:

Die Android App, die Mac OS X App und die Google Chrome Erweiterung

Pocket – für alles, was später wichtig werden könnte

Die Pocket App

Pocket ist für mich der durchdachte und hübsche Ersatz für Delicious.com. Alles, was ich früher dort gespeichert hätte, speichere ich nun in Pocket. Es sind Artikel, die ich später noch einmal lesen möchte, die aber keine absolute Priorität besitzen. Ein praktischer und wirklich schöner Dienst, sehr gut auch durch die Erweiterung für Google Chrome. Für Mac OS X gibt es auch eine native App, für Windows User leider nicht, die müssen sich mit der Erweiterung für Google Chrome oder Firefox begnügen.

Die Mac OS X App von Pocket
Die Mac OS X App von Pocket

Ich nutze:

Die Android App, die Google Chrome Erweiterung und die Mac OS X App

Mein E-Mail Client – die wichtigste App

Der Mailwise E-Mail Client für Android

Ich habe so ziemlich jede Mail-App im Google Play Store ausprobiert, so richtig gut ist nur eine einzige – Mailwise. Erstens sieht diese App unverschämt gut aus und zweitens werden die E-Mails sehr übersichtlich dargestellt. Konversationen stellt Mailwise übersichtlich untereinander dar. Es unterstützt Gesten, die konfigurierbare Aktionen wie zum Beispiel löschen oder archivieren der betreffenden E-Mail bedeuten können. Sehr gut an dieser App ist, dass man alle nur erdenklichen Mail-Konten sehr leicht und benutzerfreundlich konfigurieren kann. Das schliesst auch Konten ein, die einen von der E-Mail-Adresse abweichenden Benutzernamen haben müssen, wie es bei den meisten professionellen (Firmen-) E-Mail Konten der Fall ist. Wer auf der Suche nach einem wirklich guten E-Mail Client ist, der sollte sich Mailwise dringend anschauen.

Mailwise E-Mail Client für Android

Download von Google Play

Mein Kalender – Sunrise

Der Sunrise Calendar für Android

Der Sunrise Kalender ist plattformübergreifend, der mit dem Google Kalender, Exchange und iCloud funktioniert. Neuerdings bietet er Unterstützung für Todoist und Trello mit Abgleichungen in Echtzeit. Er funktioniert perfekt mit dem Apple Kalender, einmal in Sunrise innerhalb von Sekunden konfiguriert, können Termine im Apple Kalender eingetragen werden und pushen sich in Echtzeit auf das Smartphone. Windows User bleibt die wirklich gute Web App, um Termine am heimischen Rechner hinzu zu fügen. Ich nutze Sunrise, der leider nur in Englisch verfügbar ist, um entweder sich täglich wiederholende Termine einzutragen oder aber Termine, die halt keine Aufgaben sind.

Der Sunrise Kalender

Besonders interessant an Sunrise sind die vielen durchdachten Features. Eingegebene Telefonnummern können mit einem Fingertipp angerufen werden, Adressen werden mit Google Maps verlinkt und angezeigt, einige Terminarten bieten spezielle Icons, die bestimmte Termine bereits visualisieren. Personen können zu einzelnen Terminen eingeladen werden und auch das Wetter für den jeweiligen Tag wird angezeigt. Ich möchte diesen Kalender nicht mehr missen und kann ihn nur jederman wärmstens empfehlen.

Ich nutze:

Die Android App

Google Notizen

Google Notizen (Google Keep)

Klasse App, die ich nutze, um mir mal eben Ideen aufzuschreiben und alles zu notieren, was nicht in die anderen Bereiche passt.

Google schreibt zu den Funktionen folgendes:

Notieren Sie schnell Ihre Gedanken und lassen Sie sich am richtigen Ort oder zur richtigen Uhrzeit erinnern. Zeichnen Sie unterwegs eine Sprachnachricht auf und lassen Sie sie automatisch in Text umwandeln. Nehmen Sie ein Foto von einem Plakat, Beleg oder Dokument auf und finden Sie es später bequem über die integrierte Suchfunktion wieder.

Mehr als nur ein Merkzettel
• Fügen Sie Notizen, Listen und Fotos zu Google Notizen hinzu. Keine Zeit zum Tippen? Sprechen Sie einfach eine Erinnerung ins Mikrofon und Google Notizen schreibt sie für Sie auf.

Notizen schnell wiederfinden
• Kennzeichnen Sie Ihre Notizen mit verschiedenen Farben, um sie zu organisieren und schnell wiederzufinden. Oder nutzen Sie einfach die integrierte Suchfunktion.

Alles immer verfügbar
• Google Notizen funktioniert auf Ihrem Telefon, Tablet und Computer. Hinzugefügte Inhalte werden auf all Ihren Geräten synchronisiert, sodass Ihre Ideen immer griffbereit sind.

Die richtige Notiz zur richtigen Zeit
• Müssen Sie noch unbedingt ein paar Lebensmittel besorgen? Richten Sie eine standortbasierte Erinnerung ein, die Ihre Einkaufsliste aufruft, sobald Sie im Laden sind.

Ich nutze:

Die Android App und die Chrome App Launcher App für Mac OS X

Getestet und für nicht ausreichend gut befunden

Any.do – ToDo und Aufgabenliste

Any.do ToDo Liste / Aufgabenplaner

Any.do landet immer mal wieder auf meinem Galaxy Note 3, weil ich das grundsätzliche Konzept schon ziemlich gut finde. Das erste Mal, als ich Any.do testete, flog es bereits keine Stunde nach der Installation wieder von meinem Phone. Die App hängte sich auf und es war nicht mehr möglich, Aufgaben hinzu zu fügen. Das Problem ist mittlerweile behoben worden. Mir fehlt auch eine spezielle Mac OS X App, ich wäre am Macbook gezwungen, die Web-App zu nutzen, was mir mehr als wiederstrebt, denn ich habe im Schnitt mindestens 10 Tabs in Chrome offen. Das geht auf die Übersichtlichkeit und die Anzahl der noch offenen Aufgaben wird im Dock meines Macbooks auch nicht angezeigt.

Die Darstellung der einzelnen Aufgaben in der Android-App ist eine weiterer Punkt, der mir nicht gefällt, denn es werden nur die Aufgaben, nicht jedoch aber die Uhrzeiten dargestellt, zu denen die Aufgaben erledigt sein sollten. Das wird erst angezeigt, wenn man auf den einzelnen Eintrag tippt. Da nützen auch die tollen anderen Features wie Sprachsteuerung und Autovervollständigung nicht mehr viel. Auch von der neuesten Version bin ich immer noch nicht begeistert und mit dieser Einschätzung nicht alleine. Dr. Web-Kollege Dieter Petereit kam zu einer ähnlichen Einschätzung.

Any.do Aufgabenliste für Android

Cal: Any.do Kalender

Cal: Der Any.do Kalender

Schicker Spielkram, der leider Google Kalender oder Exchange voraussetzt. Mir zu verspielt und er arbeitet nicht out-of-the-box mit dem Apple Kalender zusammen. Deinstalliert.

Today Kalender

Today Kalender

Schicker Kalender im Material Design. Erstens jedoch kostenpflichtig (die kostenfreie Version läuft nach 30 Tagen ab), zweitens stürzt mir der Kalender andauernd ab. Deinstalliert.

Fazit:

Mit etwas Mühe und viel Sucherei findet man die perfekten Produktivitäts-Apps für sich. Nicht jeder legt an eine Anwendung die selben Maßstäbe an, zu unterschiedlich sind die Einsatzgebiete. Doch für mich scheine ich die perfekten App herausgefunden zu haben und ich möchte keine davon mehr missen, denn jede der von mir vorgestellten Apps leistet einen wirklich guten Job für mich. Ich empfehle sie also vorbehaltlos weiter. Welche Produktivitäts-Apps sind Ihre Favoriten?

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E-Business Freelance Workflow

Arbeitsorganisation: Noch erfolgreicher als Freiberufler mit Tages- / Wochenplan

Endlich freiberuflich tätig! Kein Chef bestimmt mehr den Arbeitsablauf und das beruftägliche Leben. Niemand meckert mehr, wenn man mal eine halbe Stunde zu spät am Arbeitsplatz erscheint. Herrlich! Endlich kann man machen, was man will! Morgens als erstes die sozialen Netzwerke checken, dann noch mal schnell auf Spiegel online oder Welt.de die neuesten Schlagzeilen lesen – man muss ja up-to-date bleiben. Jetzt noch eine schöne Tasse Kaffee ganz in Ruhe und dabei entspannt die E-Mails bearbeiten. Das kommt Ihnen bekannt vor? Mir auch, denn ich habe auch einmal so gearbeitet und mich immer gewundert, warum ich trotz guter Auftragslage zu wenig geschafft und verdient habe. Dieser Artikel verrät Ihnen, wie Sie eine optimale Arbeitswoche gestalten können.

Noch erfolgreicher als Freiberufler mit Tages / Wochenplan

Selbstständig kommt von selbst und ständig

Diese unglaublich einfache Weisheit kennt nun wirklich jeder, nur beherzigt wird sie nicht. Als Freiberufler oder Selbstständiger kann ich mir nicht erlauben, einfach mal eine halbe Stunde zu spät am Arbeitsplatz zu erscheinen oder gar mich entspannt ins Café zu setzen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Warum? Weil es richtig Geld kostet! Wenn wir mal beispielhaft von einen Stundensatz von 50.- € ausgehen, erwirtschaftet man bei einer halben Stunde zu spät kommen 25.- € Verlust. Macht man dies nur zwei Mal im Monat, so wären das bereits 600.- € im Jahr. Eine Menge Geld! Können Sie sich diesen Verlust wirklich leisten?

Auch die Beschäftigung mit sozialen Netzwerken zur falschen Zeit kostet mehr Geld, als sie einbringt. Ich wage sogar zu behaupten, dass soziale Netzwerke den wenigsten Menschen / Firmen Geld einbringen, statt nur Arbeitszeit zu kosten. Ich empfehle Ihnen, sich nur in der Mittagspause und in der Freizeit mit ihnen zu beschäftigen. Sollten Ihre Einkünfte allerdings von einem von Ihnen betriebenen Weblog generiert werden, sieht die Sache selbstverständlich anders aus. Dann bringen soziale Netzwerke Geld, statt nur welches zu kosten. Fragen Sie sich stets, ob eine bestimmte Tätigkeit Ihnen Geld einbringt oder kostet.

Warum ein strikter Tages- / Wochenplan sehr sinnvoll ist

Ein strikter Tages- und Wochenplan gibt Ihrem Tag und der Arbeitswoche Sicherheit und Struktur. Die ständige präsente Möglichkeit des „Verdaddelns“ von wertvoller Zeit reduziert sich auf null, schließlich wissen Sie immer, was genau zu welcher Tageszeit anliegt. Sie folgen einem genauen Plan. Das gibt Ihnen eine wohltuende Sicherheit und reduziert auch Ihren Stresslevel ungemein. Sie wissen genau, wann der Arbeitstag los geht, wann Mittagspause ist (und damit Zeit für soziale Netzwerke) und ab wann Sie in den wohlverdienten Feierabend starten können. Ein guter und wohldurchdachter Tagesplan holt das Optimum aus Ihrem Tag heraus.

Wie könnte ein guter Tages- und Wochenplan aussehen

Vorab: Ich empfehle als Werkzeug zur Erstellung des Plans entweder Microsoft Excel oder zum Beispiel das Pendant von Open Office. Je genauer Sie bei der Erstellung Ihres persönlichen Tages- und Wochenplans arbeiten, desto besser wird er. Am Anfang wird man ihn noch ein paar Mal korrigieren müssen, aber die fertige Version steht recht bald fest.

Ich rate Ihnen dazu, den Tag vom Aufstehen bis zum Zubettgehen strikt durch zu planen. Was nun nicht heißen soll, dass Sie auch Ihre Freizeit planen sollen, sondern nur, wann Sie Zubettgehen. Schließlich haben Sie harte Tage durchzustehen und brauchen Ihren Schlaf.

Planen Sie Ihren Tag und die Woche

Fangen Sie also an mit der Zeit des morgendlichen Aufstehens, machen Sie weiter mit dem allmorgendlichen Sport, mit der Morgentoilette, dem Frühstück und dann dem Arbeitsbeginn. Jetzt kommt der wichtigste Teil: die Planung Ihres Arbeitstages. Wichtige Dinge sollten Sie stets zuerst erledigen (Dinge die Ihnen primär Geld einbringen) und sich durch nichts und niemanden ablenken lassen, nicht durch das Telefon, nicht durch soziale Netzwerke und auch nicht durch E-Mails. Danach stufen Sie die Tätigkeiten nach Wichtigkeit herunter, sodass Sie am Ende des Tages nur noch weniger wichtige Dinge zu erledigen haben (zum Beispiel E-Mails bearbeiten). So haben Sie stets das gute Gefühl, die wirklich wichtigen Dinge bereits erledigt zu haben und haben so auch noch etwas Zeit gewonnen für Dinge, die eventuell dazwischen kommen können. Zeit für Flexibilität schadet nie. Denken Sie auch daran, eine halbe Stunde Mittagspause einzuplanen, in der Sie bitte auch nicht arbeiten. Gönnen Sie sich ein leckeres Essen und beschäftigen Sie sich mit sozialen Netzwerken. In der Mittagspause ist die richtige Zeit dafür.

Einige Tage in der Woche unterscheiden sich geringfügig oder stark von anderen, gleichbleibenden Tagen? Planen Sie auch diese Tage durch. Das Wochenende gehört jedoch ganz Ihnen und Ihrer Familie. Das hat nichts auf einem Wochenplan zu suchen.

Fazit

Auch wenn es mitunter eine knifflige Sache ist, einen passenden Tages und Wochenplan zu erstellen, so lohnt sich die Erstellung jedoch ungemein. Die Möglichkeit, Zeit zu „verschwenden“, reduziert sich fast auf null, immer vorausgesetzt, man hält sich an seinen Plan. Da man wichtige Dinge jeden Tag immer zuerst erledigt, reduziert sich der Stress durch Ablenkung ungemein. Ihre Produktivität im Allgemeinen steigt an, der Stresslevel sinkt und Sie werden höchstwahrscheinlich auch noch mehr Geld verdienen, da Sie sich jeden Tag zuerst einmal mit den Einkommenseinbringenden Tätigkeiten beschäftigen.

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Download Open Office

(dpe)

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E-Business Freelance

Auf Jobsuche? Bewerbungshelfer Lebenslauf.com ab sofort kostenlos

Wie heute bekannt wurde, hat das soziale Netzwerk den Bewerbungshelfer Lebenslauf.com übernommen. Der Dienst, für den bislang eine Nutzungsgebühr von knapp 6 Euro erhoben wurde, steht ab sofort allen XING-Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. Frau Merkel wird sich freuen, der nächste Schritt zur Vollbeschäftigung ist getan…

lebenslauf_com

Lebenslauf.com: Schicker Lebenslauf schnell gemacht

Auch Lebenslauf.com-Entwickler Thomas Bachem freut sich, künftig unter XING-Flagge maßgebliche Verbesserungen und Erweiterungen an seinem seit Jahren populären Lebenslauf-Editor vornehmen zu können. Auf die Idee, den Editor zu erstellen, kam er nach eigenen Angaben angesichts der Vielzahl der langweiligen und schlecht gestalteten Bewerbungen, die er in seiner Funktion als Arbeitgeber zu oft zu Gesicht bekommen hatte.

Kurzerhand erstellte er in nächtelanger Kleinarbeit das Hobbyprojekt Lebenslauf.com, das sich schnell zu einem beliebten Werkzeug unter Jobsuchenden entwickelte. Der endgültige Durchbruch kam mit der Einführung der XING-Api. Bachem zapfte als einer der ersten den Datenbestand des sozialen Netzwerks auf diese Weise an. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Wer ernsthaft auf XING unterwegs ist, pflegt sein Profil akribisch und hält es fast schon minutiös aktuell. Will sich ein solches XING-Mitglied nun bewerben, wäre es doch schön, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Daten aus dem ohnehin durchgepflegten Profil per Klick in einen schick gestalteten Lebenslauf zu übernehmen. Genau diese Möglichkeit schuf Bachem.

Die Lebensläufe aus Lebenslauf.com können als PDF oder als Website, sinnvollerweise auf Werbung verzichtend, ausgegeben werden. Die Bearbeitung ist sehr einfach und funktioniert intuitiv. Eine kleine Einführung per Tooltipp reicht völlig aus, um mit Lebenslauf.com schnell zu ansprechenden Ergebnissen zu kommen. Der reduzierte Funktionsumfang macht es ohnehin schwer, sich völlig zu verzetteln. Wer mehr Hintergrundwissen zu benötigen glaubt, kann jederzeit auf einen Button namens "Ratgeber & Tipps" klicken und sich umfassend zu den einzelnen Features unterrichten lassen.

Künftig sollen über Lebenslauf.com nicht nur Lebensläufe mit Anlagen erstellt werden können. Auch Unterstützung für professionelle Bewerbungsanschreiben ist laut Bachem in der Planung.

Hat von Ihnen schon mal jemand einen Lebenslauf mit dem Editor erstellt? Gab es Rückmeldungen dazu?

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Betriebliches E-Business Freelance

Knackpunkt Preis: Anhaltspunkte zur Preisgestaltung im Webdesign

Thursday Bram

Den Preis für das Design einer Website festzulegen, grenzt manchmal ans Unmögliche. Eine gut gestaltete Website kann alles zwischen mehreren tausend Dollar und weniger als fünfzig Dollar kosten, je nach Art und Aufbau der Präsenz und hundert anderen Aspekten. Und genau die können es so schwer machen festzulegen, wie viel die eigene Arbeit kosten soll: Woher weiß ich zum Beispiel, was meine Konkurrenz für einen vergleichbaren Internetauftritt verlangt?

Die Preisgestaltung kann nicht einheitlich ausfallen: Während für den Laien die meisten Websites gleich aussehen, gibt es bei der Wahl des Frameworks und der Verarbeitungsprozesse große Unterschiede, die für die stark voneinander abweichenden Preise verantwortlich sind. Die Kosten für eine Website, für deren Gestaltung Sie einfach nur ein neues WordPress-Theme entwerfen müssen, sollten anders ausfallen als für eine E-Commerce-Website, auf der mit sehr viel mehr Besucherverkehr zu rechnen ist. Wir kommen also wieder auf die Frage zurück: wie setzt sich mein Preis zusammen. In diesem Artikel betrachten wir vier Webdesigner, wie sie ihre Preise kalkulieren – und was Sie aus ihrem
Erfahrungsschatz lernen können.

Grundlagen der Preisgestaltung

Ihre Preise sollten mindestens so kalkuliert sein, dass Ihre Ausgaben gedeckt werden, und dann hoffentlich ein bisschen übrig bleibt, außer Sie haben noch eine andere Einnahmequelle. Eine Faustregel für die Preisgestaltung lautet: wie viel Geld benötigen Sie jeden Monat – und rechnen Sie das in einen Stundenlohn um. Dabei gilt es zu beachten: kaum ein Webdesigner hat 40 bezahlte Wochenarbeitsstunden. Selbständige Webdesigner kommen sogar häufig nur auf 20 bezahlte Wochenstunden, ganz besonders als Einsteiger. Die restliche Zeit verbringen Sie damit, neue Kunden an Land zu ziehen, den Papierkram zu bearbeiten und andere wichtige Dinge zu erledigen.

Bauen Sie Puffer in Ihre Kalkulation ein

Wenn Sie Ihre Preise festlegen, dürfen Sie Ihre Ausgaben nicht unterschätzen. Ganz leicht werden ein oder zwei Posten übersehen, beispielsweise die Kranken- oder Rentenversicherung, und Ihre Kalkulation stimmt hinten und vorne nicht mehr. Wenn Sie Ihren Bedarf abschätzen, sollten Sie auf jeden Fall noch einen Puffer einbauen: Von Ihrem Einkommen sollten Sie auch Rücklagen bilden, Notfälle überbrücken und Steigerungen bei Ihren Ausgaben bestreiten können.

Dies alles zusammengenommen bedeutet, dass der Betrag, den Sie zur Deckung Ihrer Ausgaben benötigen, auch nur die Untergrenze für Ihre Preiskalkulation sein sollte. Ihre persönlichen Ausgaben machen nur einen kleinen Teil des Honorars aus, das Sie für Ihre Webdesign-Tätigkeit verlangen. Eine konkrete Anleitung, wie Sie ermitteln können, ob Ihre Preise nicht nur kostendeckend, sondern wirtschaftlich sind, finden Sie im Dr.-Web-Beitrag Betriebswirtschaft für Webworker & Co – Controlling und Kostenrechnung.

1. Die Entscheidung: Projektpauschale oder Stundensatz

Mit eine der wichtigsten Entscheidungen für Sie als Webdesigner ist die Frage: rechne ich je Projekt oder auf Stundenbasis ab? Die meisten Webdesigner kalkulieren die Anzahl der Stunden, die sie für das Projekt aufbringen müssen, was sich über einen Stundensatz leicht abrechnen lässt. Das bringt auch noch andere Vorteile mit sich: nimmt der Kunde Veränderungen am Projekt vor oder fallen Extraarbeiten an, lässt sich ein Kostenvoranschlag auf Stundenbasis bequem überarbeiten.
Soll ich pro Stunde abrechnen?

Mary-Frances Main aus Colorado (USA) ist Webdesignerin. Sie arbeitet ausschließlich auf Stundenbasis. Dazu sagt Main: „Wir berechnen unser Honorar nur nach Stundensatz. Nur sehr sehr selten lassen wir uns auf eine Kostenschätzung für ein ganzes Projekt ein. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir bei Projektangeboten kaum jemals auf unsere Kosten kommen. Es ist dann nicht leicht, für problematische Designs, Änderungen am Projekt oder mangelnde Organisation seitens des Kunden zu kompensieren. Im Gegenzug dafür, dass wir keine Projektgesamtpakete anbieten, machen wir ein günstiges Angebot für Aktualisierungsarbeiten. Da rechnen wir je 15 Minuten ab.“

Die Sorte Kunde, für die Main üblicherweise arbeitet, beeinflusst auch ganz gewaltig ihre Entscheidung, auf Stundenbasis abzurechnen. Die liebsten Kunden sind ihr Dauerkunden – sie benötigen die Dienste des Webdesigners für Aktualisierung, Wartung und Änderungen an der Website. Die Abrechnung auf Stundenbasis ermöglicht es Main, diese Überarbeitungsmaßnahmen zu übernehmen und damit trotzdem genügend zu verdienen.

Abrechnung nach Stundensatz ist sinnvoll, wenn: Sich die Anforderungen an das Projekt ändern können, nachdem Sie bereits mit der Arbeit begonnen haben, Es sich nicht genau abschätzen lässt, wie lange ein Projekt dauert, Sie viele kleine Aufgaben oder Projekte, die sich gerade anbieten, übernehmen, Ihr Kunde mehr verlangt, als Sie gewöhnlich bieten.

Während es für einige Webdesigner sinnvoll ist, ihre Abrechnung auf Stundenbasis durchzuführen, gilt das nicht für alle. Stundensätze bringen auch Nachteile mit sich. Kunden, denen nicht klar ist, wie viel Arbeit tatsächlich in der Erstellung einer Webpräsenz steckt, sehen nur den Stundensatz und bekommen je nach Höhe kalte Füße.

Soll ich je Projekt abrechnen?

Sieht ein Kunde einen Stundensatz von 100 Dollar und denkt in 40-Wochenstundenkategorien, wird ihn das abschrecken. Wenn Sie nun sagen, es dauert 3 Wochen das Projekt umzusetzen, haben Sie am Ende einen Kunden dessen innere Excel-Tabelle mehreren zehntausend Dollar kalkuliert, unabhängig von der Größe des Projekts. Diese Missverständnisse treten gar nicht erst auf, wenn Sie Projektpauschalen anbieten.

Noel Green, ein Webdesigner aus New Mexico, rechnet bei seinen Projekten stets Pauschalhonorare ab: „Wir bieten auch einen Stundensatz, aber lieber ist es uns, für ein Projekt eine Pauschale unterbreiten zu können. Wir haben 8 Jahre Erfahrung darin und wissen inzwischen ziemlich genau, wie viel Zeit wir für ein Projekt veranschlagen müssen. Die Kunden fühlen sich besser, wenn sie für den ganzen Vorgang gewissermaßen eine ‚Flatrate‘ erhalten.“

Für Green stecken in einer Projektpauschale auch noch andere Vorteile. Seiner Erfahrung nach nehmen Kunden weniger Änderungen am ursprünglichen Projekt vor, wenn sie wissen, dass Überarbeitungen über einen Stundensatz abgerechnet werden.

Abrechnung nach Projekten ist sinnvoll, wenn: Sie Projekte dieser Art oft genug bearbeitet haben um zu wissen, wie viel Zeit Sie dafür benötigen,
Das Budget ihres Kunden begrenzt ist und Sie nicht unendlich viele Stunden auf die Rechnung setzen können,
Sie ein Gesamtpaket anbieten wollen, zum Beispiel einen Fixpreis für eine Website samt Hosting,
Das Projekt überschaubar und klar umrissen ist.

Projektpauschale und Stundensatz

Dixie Vogel ist Webdesignerin mit 10 Jahren Berufserfahrung und greift auf noch ein anderes System zurück. Sie rechnet je nach Umständen über eine Projektpauschale oder den Stundensatz ab: „Bei größeren Projekten wähle ich die Pauschale (nachdem ich die erforderliche Zeit geschätzt und mit meinem Stundensatz multipliziert habe). Ich arbeite nicht gerne mit der Stoppuhr in der Hand und dem Gefühl, mit Hochgeschwindigkeit arbeiten zu müssen, um meinen Kunden nicht zu übervorteilen. Außerdem werde ich häufig unterbrochen, das macht einen durchgängigen Zeitnachweis ziemlich schwer.

Für kleinere und begrenzte Projekte greife ich gerne auf einen Stundensatz zurück, da ich leider häufig unterschätze, wie viel Zeit einfache Aufgaben in Anspruch nehmen, und dabei schon öfter draufgezahlt habe. Egal wofür ich mich entscheide, ich nenne meinen Kunden vorab eine gewisse Summe und von der weiche ich nie sehr weit ab.“

Wie weit soll ich mit dem Preis nach unten gehen?

Sich weit unter dem Preis der Konkurrenz zu verkaufen kann verführerisch sein, vor allem, wenn Sie von diesem Einkommen Ihre Ausgaben auch decken können. Es hat den Anschein, als bedeutet billig auch mehr Aufträge und mehr Kunden. Aber von dieser Versuchung sollten Sie die Finger lassen: nicht alle Kunden halten ein niedriges Honorar bei einem Webdesigner für ein Plus. Viele Interessenten kommen zu dem Schluss, dass es einen Grund dafür geben muss, warum Ihr Honorar so viel niedriger ist als das von Kollegen mit ähnlichen Angeboten und Qualifikationen. Vielleicht sind Ihre Resultate nicht einwandfrei, oder Sie arbeiten besonders langsam – ein niedriger Preis wird eher mit einem Problem in Verbindung gebracht als mit dem Versuch des Designers, die Konkurrenz zu unterbieten.

Berechnen Sie Ihren gesamten Zeitaufwand mit ein

Wenn Sie alles betrachten, was Sie bei Ihren Berechnungen bedenken müssen, werden Sie noch eine weitere Facette entdecken. Viele Berufsanfänger stellen nämlich nur die Zeit in Rechung, die sie für Design und Erstellung der Website benötigen. In ihren Anfängen als Webdesigner vor etwa neun Jahren ist auch Main in diese Falle gegangen. Jetzt fließen noch weitere Faktoren in ihr Honorar mit ein:

„Damals haben wir den Zeitbedarf für die E-Mail-Korrespondenz und die gesamten Gestaltungsprozesse nicht berechnet. Heute stoppen wir auch diese Zeiten und rechnen sie entsprechend mit ab.“

Außer Ihrer eigentlichen Arbeitszeit am Design einer Website sollten Ihre Kunden auch noch für weitere Arbeitseinsätze aufkommen:

  • Überarbeitung: Nur ganz selten sind Ihre Kunden mit Ihrer Lösung auf Anhieb zufrieden, aber Sie können Ihnen den Zeitaufwand für Änderungsarbeiten gesondert in Rechnung stellen.
  • Erläuterungen: Es gibt Kunden, mit denen verbringen Sie Stunden, um ihnen immer wieder zu erklären, was alles zum Design einer Website gehört. Dies ist Arbeitszeit am Projekt, die der Kunde zu bezahlen hat.
  • Hosting: Einige Webdesigner vermitteln auch das Einstellen der Website, wenn sie es nicht gleich ganz mit übernehmen. Auch die dafür anfallenden Kosten können Sie auf den Kunden übertragen.

Ihre Preise rechtfertigen

Es wird immer wieder Kunden geben, die wissen wollen, wie sich Ihre Preise zusammensetzen. Dies geschieht häufiger bei Kunden, die mit der Erstellung von Websites und der damit verbundenen Arbeit nicht vertraut sind, es gibt aber keinen festen Kundentyp dafür. Solange Sie erläutern können, wie sich Ihre Preise zusammensetzen – und dabei nicht mit sich handeln lassen – sind die meisten Kunden aber gerne bereit, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Green hat Kunden erlebt, die mit ihm um sein Honorar gefeilscht und gehandelt haben:
„Wir sind hart geblieben, also haben sie sich jemand anderen gesucht…der Kunde, der uns erst nicht wollte, weil wir im Preis nicht heruntergegangen sind, ist schließlich doch wiedergekommen, nachdem er von der Konkurrenz nicht DAS bekommen hat, was er wollte.“

Wenn ein Interessent anfängt, mit Ihnen über den Preis zu verhandeln, kann es schwer werden, hart zu bleiben – und sei es nur, weil Sie das Projekt haben wollen, selbst wenn Sie mit Ihren Preisvorstellungen nach unten gehen müssten. Aber es gibt viele Gründe für einen Webdesigner, einen hohen Preis zu verlangen und auch zu bekommen:
Sie können ein Projekt erheblich schneller umsetzen als ein Amateur. Es ist günstiger, Ihren Stundensatz zu zahlen und das Ergebnis schnell zu erhalten, als einen Laien damit zu beauftragen, der Wochen oder gar Monate dafür braucht.

Sie liefern mehr als nur ein Design – Sie kümmern sich um das gesamte Projekt, vom Designkonzept bis zum fertigen Inhalt. Sie sind ein Geschäftsmann. Ihre Kunden feilschen im Laden auch nicht um den Preis.

Für einen Neuling im Webdesigngeschäft kann es schwer sein, die Kosten für ein Projekt ausreichend hoch anzusetzen, weil ihm ganz einfach das Selbstvertrauen fehlt. Je mehr Erfahrung und Selbstvertrauen Sie gewinnen, umso leichter wird es für Sie, höhere Preise von Ihren Kunden zu verlangen, ohne zu befürchten, den Kunden zu übervorteilen.

Die Preise wachsen mit der Erfahrung und Expertise

Stephanie Hobbs ist Webdesignerin aus South Carolina. Ihre Preise sind mit ihrem Selbstvertrauen gestiegen:

„Als ich 2003 ins Geschäft eingestiegen bin, habe ich für meine erste Website 450 US Dollar für 5 Seiten verlangt. Sobald ich meinen Zeitbedarf besser einschätzen konnte, habe ich für vier Seiten 600 Dollar verlangt. Je besser ich wurde, umso höher habe ich auch meinen Stundensatz angesetzt, und ein solcher Auftrag kostete erst 800 Dollar, dann 1.000 Dollar und nun 1.200 Dollar. Zu Beginn habe ich einen Stundensatz von 40 Dollar berechnet (na ja, vielleicht waren es auch 50 Dollar), jetzt liegt er bei 75 Dollar. Ich konnte meine Preise anheben, da sie aufgrund meines mangelnden Selbstbewusstseins zu Beginn einfach sehr niedrig waren.“

Wann soll ich meine Preise erhöhen?

Ihre Preise von heute müssen nicht notgedrungen in einem Jahr noch gültig sein. Je mehr Erfahrung Sie sammeln und je bekannter und renommierter Sie werden, desto wertvoller werden Sie für Ihre Kunden. Die Zahl Ihrer abgeschlossenen Projekte belegt, welchen Wert Ihre Arbeit hat. Das ermöglicht Ihnen, Ihre Preise anzuheben – und das sollten Sie auch tun.

Zu Beginn ihrer selbstständigen Tätigkeit lag Vogels Stundensatz bei 25 Dollar. Sie ist der Ansicht, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn sich Kunden nicht über den Preis beschweren: „Wenn sich Neukunden nicht beschweren, sind Ihre Preise zu niedrig.“

Bei jeder Preiserhöhung hat Vogel parallel neue Angebote nach ihrer neuen Preisliste erstellt und ihre Stammkunden benachrichtigt.

Jedes Mal, wenn ich meine Preise erhöht habe, habe ich meine Kunden darüber informiert und ihnen erläutert, wie es dazu kommt. Sie haben immer genug Zeit bekommen, sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit mir zu entscheiden. Aber trotz meiner Preiserhöhungen habe ich nicht einen einzigen Kunden verloren.

Der richtige Zeitpunkt für eine Preiserhöhung

Es ist manchmal ganz schön schwierig, den richtigen Zeitpunkt für eine Preiserhöhung zu finden, besonders bei Stammkunden oder wenn Sie gerade ein Angebot für ein neues Projekt abgegeben haben. Bei Neukunden geht das viel einfacher: Wenn Sie ein neues Projekt besprechen, müssen Sie nur die neuen Preise nennen. Bei Stammkunden kann es Ihnen passieren, dass die sich so sehr an Ihre Preisangebote gewöhnt haben, dass sie für Ihre Dienste nicht mehr ausgeben wollen. Es gibt ein paar einschneidende Momente, wo es leichter ist, Ihre neue Preisliste an den Mann zu bringen:

Der Jahresanfang: Gegen Jahresende können Sie ganz einfach Ihre Kunden benachrichtigen, dass Sie zum 1.1. Ihre Preise erhöhen. Wenn Sie nicht so lange warten wollen, geht dies auch zu Beginn eines neuen Monats.

Neue Projekte: Wenn Ihr Kunde mit einem neuen Projekt zu Ihnen kommt, ist dies der ideale Zeitpunkt, über Ihre neuen Preise zu sprechen. Sie können erläutern, dass Sie in Zukunft für jedes Projekt ein höheres Honorar verlangen. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, mit dem Kunden in Ruhe darüber zu reden.
Verträge: Bei Dienstleistungsverträgen, zum Beispiel über kontinuierliche Wartungsarbeiten, sollte stets eine Laufzeit vereinbart werden. Läuft dieser Vertrag aus und soll verlängert werden, ist das für Sie der ideale Zeitpunkt, Ihre Preiserhöhung aufs Tapet zu bringen.

Eine Preiserhöhung bedeutet nicht automatisch, dass Sie auch mehr verdienen: Wenn Sie, wie Hobbs, auch Rabatte geben wollen, sind höhere Sätze unumgänglich:
„Mitglieder meiner Netzwerkgruppen erhalten einen Preisnachlass von 20%, gemeinnützige Organisationen 30% (das ist teilweise der Grund dafür, warum ich mein Honorar auf $1000 angehoben habe… Ich komme meinem selbstgesetzen Umsatzziel sogar näher als erwartet, da viele meiner Kunden Mitglieder in meinem Netzwerk sind).“

Die Preise da draußen – ein paar Beispiele als Anhaltspunkt

All diese Informationen zur Preisgestaltung reichen Ihnen nun vielleicht immer noch nicht aus, um entscheiden zu können, wie viel Ihre Arbeit als Webdesigner wert sein soll. Ein Vergleich mit Kollegen ist wichtig, um einschätzen zu können, ob Ihre Preisvorstellungen angemessen sind.

Mary-Frances Main verlangt für gewöhnlich einen Stundensatz von 60 Dollar für Webdesignarbeiten. Für Programmierungsarbeiten berechnet sie 72 Dollar pro Stunde, für Flash sind es 65 Dollar.

Noel Green verlangt zwischen 2.500 und 5.000 Dollar für eine komplette Website und gibt eine Liefergarantie von 4 Wochen für die Projekte. Projekte, deren Kosten sich am oberen Ende der Preisspanne bewegen, umfassen normalerweise noch komplexere Funktionen, wie zum Beispiel einen Warenkorb.

Dixie Vogel verlangt für gewöhnlich einen Stundensatz zwischen 60 und 80 Dollar für Webdesignarbeiten.

Stephanie Hobbs verlangt ab 1.200 Dollar für eine vierseitige Website, dazu kommen die Aufschläge für größere Projekte und Extrafunktionen wie Flash.

Die Preisunterschiede bei diesen Webdesignern hängen von ihrem Wohnort, aber auch ihrer Berufserfahrung und dem Kundentyp ab, mit dem sie am liebsten zusammenarbeiten. Aber jeder Einzelne von ihnen hat sich genau überlegt, wie viel er verdienen muss, wie weit die Preise von der Konkurrenz abweichen und wo und wie eine Preiserhöhung möglich ist.

(mm),

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E-Business Freelance

Einkaufsleitfaden für Freelancer

Wer für seinen Betrieb einkaufen geht, sollte sich hüten, die Spendierhosen anzuziehen: Aufgrund des Vorsteuerabzugs sind die Preise zwar tatsächlich etwas niedriger als die für Privatleute. Doch jeder Euro, der von der Steuer abgesetzt werden soll, muss vorher verdient worden sein! Umgekehrt lohnt sich Cent-Fuchserei angesichts überschaubarer Abnahmemengen auch nur bedingt. Vornehme Zurückhaltung hat sich auf betrieblichen Einkaufstouren in jeder Hinsicht bewährt. Dieser Artikel wurde überarbeitet und an die aktuellen Steuersätze und Grenzwerte angepasst.

Unter dem Motto „Heißa, was lacostet die Welt – Geld spielt keine Rolex!“ greifen manche Selbstständige in der Beschaffungsphase vor und während der Geschäftseröffnung in die Vollen: Vernünftige Zeitgenossen, die beim Wocheneinkauf für die Familie jeden Euro zweimal umdrehen, geben plötzlich jede Zurückhaltung auf: Schließlich muss der eigene Laden, das Büro oder die Werkstatt ja „was hermachen“. Und überhaupt: Das kann ja alles von der Steuer abgesetzt werden. Die Vorsteuer kriege ich sogar komplett vom Finanzamt erstattet.

Wie nett: alles netto!

Letzteres stimmt tatsächlich: Selbst wenn die Umsatzerlöse und damit die eigenen Umsatzsteuereinnahmen von Kunden gleich Null sind, ist eine Umsatzsteuervoranmeldung Pflicht: Die in Ihren Einkäufen enthaltene „Mehrwertsteuer“ (=“Umsatzsteuer“) wird Ihnen dann in voller Höhe als sogenannte Vorsteuer erstattet.

Wenn Ihr neues Notebook laut Computer- oder Zeitschriftenwerbung 1.299 Euro kostet, dann bezahlen Sie als Gewerbetreibender oder Freiberufler tatsächlich nur rund 1.090 Euro. Die durchaus spürbare Differenz von rund 210 Euro entspricht dem Umsatzsteueranteil.

Das ist einer der Gründe, warum die Preise in den Katalogen und an den Regalen der Großhändler auf den ersten Blick so attraktiv wirken: Da sie sich nur an Selbstständige richten, greifen die Verbraucherschutz-Vorschriften bei der Preisauszeichnungspflicht nicht. Die Preisangaben von Großhändlern stellen in aller Regel Netto-Werte dar. Der Umsatzsteueranteil wird an der Kasse oder auf dem Bestellschein als zusammengefasster durchlaufender Posten ausgewiesen.

Viel hilft viel?

Mindestens ebenso große „Einkaufsvorteile“ wie durch das Fehlen des Umsatzsteueranteils ergeben sich durch die Mengenrabatte: Wenn Ihnen in Einkaufskatalogen „für den gewerblichen Kunden“ Super-Schnäppchenpreise ins Auge fallen, dann handelt es sich unter Garantie um den Preis bei Abnahme von 100 oder 1.000 Stück, ganzen Kartons, Paletten oder sonstigen Groß-„Gebinden“.

Dass der Handel die Abnahme von großen Stückzahlen mit Preiszugeständnissen honoriert, ist zweifellos eine feine Sache: Firmenkunden haben nun einmal einen wesentlich größeren Bedarf als Endverbraucher. Riesige Vorräte legen erfahrene Profieinkäufer trotzdem nur selten an. Denn sie wissen, dass niedrigere Artikelpreise und Bestellkosten sowie geringerer Beschaffungsaufwand mit …

  • höheren Lagerhaltungskosten,
  • Lagerschäden und Schwund,
  • technischer Veralterung und nicht zuletzt:
  • mit Zinsen (!)

… bezahlt werden. Schließlich bekommen Sie für das in Vorräten gebundene Kapital keine Habenzinsen. Und wenn Sie im Moment (oder in ein paar Wochen) knapp bei Kasse sind, müssen Sie sogar teure Kontokorrentzinsen (= Dispozinsen) zahlen. Bei Überschreiten des Dispositionsrahmens sind sogar happige Überziehungszinsen von 15 % und mehr fällig!

Falls Sie wieder einmal das Sonderangebot „Druck- und Kopierpapier“ Ihres Großhändlers („ab 2,99 Euro / Paket“) mit dem qualitativ gleichwertigen Angebot Ihres local dealers vergleichen („3,99 Euro / Paket“ = netto 3,35 Euro), sollten Sie nicht nur die Mehrwertsteuer-Wirkung im Hinterkopf haben, sondern auch die Tatsache, dass Sie die vom Großhändler gelieferten 100 Packungen Druckerpapier über die nächsten zwei Jahre lang lagern und ggf. finanzieren müssen. Spätestens wenn dann im Laufe der Zeit zu allem Überfluss auch noch das eine oder andere Papierpaket Schaden nimmt und nur noch als Schmierpapier taugt, ist aus dem vermeintlichen Einkaufsvorteil unterm Strich letztlich ein Zuschussgeschäft geworden.

Wie gesagt: Wer große Stückzahlen braucht, ist gut beraten, die Mengenrabatte des Großhandels mitzunehmen. Auch gegen eine Vorratshaltung mit Augenmaß ist nichts einzuwenden: Schließlich senken seltenere Bestellvorgänge nicht nur die Preise, sondern verringern auch den oft nervigen Bestellaufwand. Für „Hamsterkäufe“ gibt es bei nüchterner Betrachtung jedoch nur sehr selten Anlass.

Was macht das denn für einen Eindruck?

Insbesondere zu Beginn eines neuen Unternehmens geht es aber nicht (nur) um den Einkauf von Büromaterial und ähnliche „Peanuts“, sondern zunächst einmal um die Grundausstattung mit Technik, Dienstleistungen, Mobiliar und ähnlichen Einrichtungsgegenständen.

Auch und gerade weil IT-Freelancer und ähnliche „neue“ Selbstständige selten richtig großen Investitionsbedarf haben, tappt so mancher Existenzgründer in die Repräsentationsfalle: Wenn schon, denn schon! Was sollen die Kunden denn denken, wenn ich mit meinem alten Golf vorfahre? Oder hinter einem alten Schreibtisch aus Studententagen sitze, wenn sie mein Büro betreten? Schließlich kann man den schicken Mittelklassewagen doch günstig leasen und das coole Designermobiliar habe ich mir immer schon gewünscht. Das gönn‘ ich mir – schließlich verbringe ich den lieben, langen Arbeitstag darin.

Gegen die Anschaffung eines zuverlässigen Geschäftswagens oder die Investition in gesunde und ergonomische Büromöbel ist natürlich nichts einzuwenden. Auch der pure Spaßfaktor hat seine Berechtigung, wenn er denn unterm Strich tatsächlich das Wohlbefinden steigert. Erfahrungsgemäß dämpfen auftretende Liquiditätsengpässe die anfängliche ästhetische Freude an einer perfekt eingerichteten Geschäftsumgebung jedoch schnell und nachhaltig.

Reine Repräsentationsüberlegungen sind in den allermeisten Fällen ohnehin fehl am Platz: Während eine spartanische Ausstattung für Kunden eines jungen, aufstrebenden Unternehmens überhaupt kein Problem darstellt, kann die Nobelkarosse oder das nagelneue Luxus-Ambiente schon eher für Irritationen sorgen. Und das nicht nur, weil die noch aus allen Poren nach Fabrik riechende Edelausstattung überdeutlich signalisiert, dass sie es mit einem Greenhorn zu tun haben: Schließlich wissen erfahrene Geschäftsleute ganz genau, dass letztlich sie selbst „die Zeche“ für die Protzerei zu zahlen haben – sei es über höhere Preise oder das für sie mit zusätzlichem Aufwand verbundene allzu schnelle Verschwinden ihres großspurigen Dienstleisters vom Markt.

Auf Schnäppchenjagd

Wer sagt eigentlich, dass Läden, Büros und Werkstätten neu möbliert, Geschäftswagen neu angeschafft werden müssen? Auf der Suche nach den wichtigsten noch fehlenden Ausrüstungs- und Einrichtungsgegenstände sind Secondhand-Läden, regionale Anzeigenblätter sowie Online-Plattformen bei Ihren betrieblichen Beschaffungstouren gute und bewährte Anlaufstellen für Existenzgründer.

Bei Ebay gibt es zum Beispiel separate Büro-, Computer- und Business-Kategorien, in denen Gewerbetreibende von „A“ wie „Arbeitsschutzkleidung“ über „N“ wie „Netzwerkkarte“ bis „Z“ wie „Zementmischer“ so ziemlich jeden betrieblichen Bedarf aus zweiter Hand decken können:

In der Kategorien-Übersicht schöpfen Sie vollends aus dem Vollen. Über spezielle „eBay-Suchbegriffe“ wie „Konkurs“ oder „Insolvenz“ haben Sie dabei bei Bedarf sogar zielgerichtet Zugriff auf die Hinterlassenschaften gescheiterter Vorgänger (Marke: „Alt, aber noch nicht bezahlt…“).

So viel Zeit muss sein: Preisvergleich nicht vergessen!

Damit Sie Auktions- und Secondhand-Angebote nicht aus Versehen teurer als Neuware bezahlen, sollten Sie die Ergebnisse Ihrer Recherchen zur Sicherheit immer bei Preisvergleichs-Diensten wie …

… überprüfen.

Apropos Geizhals

So sinnvoll sparsames Wirtschaften ist: Wenn sich die sprichwörtliche „Geiz ist geil“-Mentalität verselbstständigt, verliert man auf der Einkaufstour unter Umständen ebenfalls leicht die Orientierung: So zum Beispiel, wenn…

  • … der Anschaffungspreis sich zum alles überlagernden Entscheidungskriterium entwickelt und dabei hohe Folgekosten sowie Qualitäts- und Funktionsunterschiede vernachlässigt werden. Denken Sie nur an das Beispiel Tintenstrahldrucker.
  • … die Qualität der eigenen Angebote unter der sinkenden Qualität eingekaufter Waren und Dienstleistungen leiden (und ihre Kunden das merken) oder auch
  • … der Prozess der Kosten-Nutzen-Optimierung unwirtschaftliche Formen annimmt (Stichwort: ABC-Analyse bei der Bleistift-Beschaffung).

Die große Absetz-Bewegung

Wer in kurzer Zeit viele und noch dazu teure Beschaffungsentscheidungen treffen muss, verliert leicht die bei privaten Einkäufen bewährten Maßstäbe. Man will sich nicht lumpen lassen, die Kosten können ja von der Steuer abgesetzt werden und überhaupt: „Darauf kommt’s jetzt auch nicht mehr an …“

Kommt es aber sehr wohl: Denn während Sie beim Vorsteuer-Anteil eine echte Erstattung erwarten dürfen, setzen die viel zitierten „Absetzungen“ von der Einkommensteuer voraus, dass überhaupt Gewinn erzielt wird, von dem dann etwas „abgesetzt“ (= abgezogen) werden kann. Diese zwar triviale, aber allzu oft vernachlässigte Grundüberlegung hat noch drei zusätzliche wichtige Aspekte:

Erstens ist Umsatz nicht gleich Gewinn: Um einen Euro zusätzlicher Kosten zu erwirtschaften, müssen Sie – je nach Branche – ein Mehrfaches an Umsatz erzeugen. Umgekehrt erhöht jeder Cent Kostensenkung Ihren Gewinn in voller Höhe.

Trotzdem kann von einer echten Steuerfinanzierung nicht im Entferntesten die Rede sein: Angenommen Sie leisten sich einen bequemen Schreibtischstuhl für 350 Euro, dann senken Sie zwar Ihren Gewinn und damit Ihr zu versteuerndes Einkommen in eben dieser Höhe. Um welchen Betrag sich Ihre Steuerlast reduziert, hängt hingegen ganz von Ihrer persönlichen Situation ab (zum Beispiel Höhe des verbliebenen Gewinns, andere Einkünfte, Familienstand etc.): Wenn Sie gar keine Steuern zahlen müssen (was bei Existenzgründern in Kleinbetrieben nicht selten vorkommt), ist auch die erhoffte Steuerersparnis gleich Null.

Wer es genauer wissen will, muss seinen Grenzsteuersatz kennen, der zurzeit zwischen 14 und 45 Prozent liegt. Von den 350 Euro für den Schreibtischstuhl übernimmt das Finanzamt im „besten“ Fall (des höchsten Steuertarifs) gerade mal 157 Euro. Zwischen 193 Euro und 350 Euro des Kaufpreises gehen in jeden Fall auf Ihre eigene Kappe.

Schlimmer noch: Ausgerechnet die besonders teuren Anschaffungen dürfen nicht auf einen Schlag Steuer mindernd geltend machen. Denn die Kosten für dauerhaft genutzte betriebliche Investitionsgüter (im Wert von über 410 Euro) müssen anteilig über die „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer“ von drei bis fünf – in manchen Fällen sogar 25 Jahren verteilt werden. Da die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer eines Computers aus Sicht des Finanzamts drei Jahre beträgt, mindert die Anschaffung eines Notebooks im Nettowert von 1.200 Euro Ihr zu versteuerndes Einkommen im ersten Jahr demnach um maximal 400 Euro. Haben Sie es erst im Oktober gekauft und daher auch nur ein Vierteljahr genutzt, beträgt die Jahres-AfA aufgrund der vorgeschriebenen monatsgenauen Ermittlung gerade mal 100 Euro. Die übrigen 1.100 Euro müssen in voller Höhe aus den laufenden Gewinnen und zuvor gebildeten (privaten oder betrieblichen) Rücklagen aufgebracht – oder halt kreditfinanziert werden!

Merke: Bis der schnittige Geschäftswagen erwirtschaftet und komplett „abgeschrieben“ ist, fließt viel Sprit den Tank hinunter. Dabei können Sie es drehen und wenden, wie Sie wollen: Auch wenn Sie ihn noch so lange „von der Steuer absetzen“, beteiligt sich der Fiskus nur zu einem Bruchteil an den Anschaffungskosten.

Fazit
Wenn Existenzgründer und Jungunternehmer einkaufen gehen, dann werfen sie oft jede Zurückhaltung über Bord. Dabei predigen erfahrene Kaufleute seit Jahrhunderten: „Der Gewinn liegt im Einkauf!“ Grund genug, bei betrieblichen Beschaffungen mindestens die gleiche Vor- und Weitsicht walten zu lassen wie beim privaten Einkauf.

Erstveröffentlichung: 09.11.2006

Aktualisiert am: 09.09.2010

(mm),

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Kalkulation für Einsteiger (Teil 1): Auskommen mit dem Einkommen

Was muss ich als Selbstständiger verdienen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können? Welche Ausgaben und Steuern sind privat, welche kann ich als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen? Teil 1 unseres Kalkulationsartikels erklärt die wichtigsten Kalkulationsschritte vom privaten Lebensunterhalt bis zum Gewinn vor Steuern. Dieser Artikel wurde überarbeitet und auf den aktuellen, derzeitig gültigen, Stand gebracht.

Den 2. Teil der Kalkulation finden Sie hier.

Die Frage „Werde ich auskommen mit meinem Einkommen?“ ist für angehende Selbstständige aus vielerlei Gründen schwer zu beantworten:

  • Die bisherige verlässliche monatliche Berechnungsbasis fehlt: An die Stelle des mehr oder weniger gleich bleibenden Monatseinkommens als Angestellter treten Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb oder einer freiberuflichen Tätigkeit. In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt die auf dem Konto landen, ist naturgemäß ungewiss.
  • Der private Finanzbedarf ist vielfach nicht genau bekannt.
  • Obendrein ist er keine feste Größe: und zwar weder auf der Ausgabenseite (zum Beispiel durch schwankende Sozialversicherungsbeiträge, Konsumverzicht oder -steigerung) noch auf der Einnahmenseite (z. B. durch mitverdienende Ehepartner, eigene Nebenjobs oder auch öffentliche und private Gründungszuschüsse).
  • Manche Kalkulationsgrößen lassen sich bei Licht betrachtet erst im Nachhinein ermitteln: Das gilt zum Beispiel für wichtige Steuerarten (insbesondere die Gewerbesteuer und die Einkommensteuer).
  • Es gibt verschiedene Stellschrauben, über die der Unternehmerlohn beeinflusst werden kann: Angefangen bei den Betriebsausgaben über den Absatz (die Anzahl der verkauften Produkte oder Dienstleistungen) bis hin zu den Angebotspreisen oder auch die Zusammensetzung des Dienstleistungs- oder Warenangebots.
  • Nicht zu vergessen: Kein noch so genau kalkulierter Preis bietet die Gewähr dafür, dass er sich am Markt realisieren lässt. Und keineswegs jeder Marktteilnehmer kann den üblichen Marktpreis in Verhandlungen mit seinen Kunden auch tatsächlich durchsetzen. Wer ausgehend von seinen privaten Lebenshaltungskosten (plus Steuern und Abgaben) zu bestimmten Gewinn-, Kosten-, Umsatz-, Absatz- und letztlich Preisvorstellungen gekommen ist, hat also unter Umständen die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Trotzdem sollte sich niemand vom Motto „Wer plant, irrt genauer!“ davon abhalten lassen, Klarheit über seinen privaten und betrieblichen Kostenapparat herzustellen. Nur so verschaffen Sie sich einen realistischen Anhaltspunkt für die Größenordnung von Preisen und Umsätzen. Erst dann wissen Sie, ob Sie wirtschaftlich arbeiten und wo bei Preisverhandlungen notfalls Ihre Schmerzgrenze liegt.

Monats- oder Jahresperspektive?

Die meisten Privatleute haben einen mehr oder weniger guten Überblick über ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Aufgrund der Ungleichverteilung von Einnahmen und Ausgaben rechnen Selbstständige jedoch grundsätzlich mit Jahresangaben. Da viele Ausgabenpositionen quartalsweise oder jährlich anfallen, müssen sie zunächst auf den Monat umgelegt werden, um die Berechnungsbasis zu vereinheitlichen. Anschließend multiplizieren Sie den kalkulierten Monatsbedarf mit 12, um das Jahreseinkommen zu ermitteln. Sie können selbstverständlich auch umgekehrt gleich die einzelnen monatlichen Ausgaben aufs Jahr hochrechnen: So oder so kommen Sie zum benötigten Netto-Jahreseinkommen, das mindestens aus der selbstständigen Tätigkeit erwirtschaftet werden soll.

Brutto- und Netto-Perspektive

Damit bei den folgenden Kalkulationsschritten keine Missverständnisse entstehen, muss die Bedeutung der Begriffe Brutto- und Nettoeinkommen vereinheitlicht werden: Denn in den Ohren von Angestellten klingen die Begriffe „Brutto“ und „Netto“ vielfach etwas anders als für Selbstständige:

Angestellte verstehen unter dem Netto-Einkommen üblicherweise den Betrag, den ihr Arbeitgeber monatlich auf ihr Konto überweist. Der hat zuvor auf Basis des vereinbarten monatlichen Bruttogehalts bereits die Lohnsteuer (= Einkommensteuervorauszahlung) abgezogen und ans Finanzamt weitergeleitet. Außerdem hat er die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen und zusammen mit seinem Arbeitgeberanteil an die Krankenkasse überwiesen (die wiederum die anteiligen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung an die Arbeitsagentur und den Rentenversicherungsträger weiterleitet). Das monatliche Netto-Einkommen haben Angestellte also mehr oder weniger zur freien Verfügung: Die wichtigsten Steuern- und Pflichtabgaben sind in aller Regel bereits weitgehend bezahlt.

Selbstständige sind einerseits Geschäftsleute und andererseits Privatleute: Sie müssen denn auch mit zwei verschiedenen Brutto-/Nettorechnungen operieren. Innerhalb ihres Betriebes bekommen Sie von ihren Kunden grundsätzlich Brutto-Überweisungen: Darin enthalten sind die Umsatzsteuer (= Mehrwertsteuer) und der betriebliche Netto-Erlös (= Umsatz):

  • Von der eingenommenen Umsatzsteuer zieht der (umsatzsteuerpflichtige) Unternehmer den Umsatzsteueranteil ab, den er selbst bei seinen Einkäufen für den Betrieb bezahlt hat (=Vorsteuer). Die Differenz (=Zahllast) überweist er ans Finanzamt. Ist die gezahlte Vorsteuer im Einzelfall höher als die eingenommene Umsatzsteuer, gibt es eine Erstattung vom Finanzamt.
  • Von der Summe ihres jährlichen Umsatzes dürfen Selbstständige sämtliche (Netto-!)Betriebsausgaben abziehen. So kommen sie zum Unternehmerlohn, dem „Gewinn vor Steuern“. Da von dem zuvor weder Einkommensteuern noch Sozialabgaben bezahlt worden sind, handelt es sich dabei aus Sicht des Privatmenschen also erneut um einen „Bruttobetrag“.
  • Der Gewinn vor Steuern ist erstens einkommensteuerpflichtig und zweitens gehen noch die kompletten Sozialversicherungs-Ausgaben ab, die ja direkt vom privaten Bankkonto abgebucht werden.

Die Rückwärtsrechnung im Überblick

Wenn es nun darum geht, vom gewünschten Jahres-Nettoeinkommen zunächst auf den erforderlichen Gewinn vor Steuern, anschließend auf den dafür benötigten Jahresumsatz und schließlich auf die passenden Preise für einzelne Produkte oder Dienstleistungen zu schließen, rechnen Sie ausgehend von den Lebenshaltungskosten grob gesagt wie folgt:

  • Lebenshaltungskosten
    plus

  • Ausgaben für die Sozialversicherungen insbesondere (Kranken-, Pflege-, Unfall-, Arbeitslosenversicherung und Altersvorsorge)
    minus
  • sonstige private Einnahmen (Nebenjobs, Partnereinkommen, Kindergeld, Zuschüsse, Beihilfen)
    plus
  • Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag
    gleich
  • Gewinn vor Steuern (quasi der „Brutto-Unternehmerlohn“)
    plus

  • Betriebsausgaben
    gleich

  • Plan-Umsatz
    dividiert durch
  • Absatz (z. B. Stück- oder Stundenzahl)
    gleich
  • Stückpreis oder Stundensatz.

Die Umsatzsteuer können Sie an dieser Stelle vernachlässigen: Die stellt in den allermeisten Fällen einen „durchlaufenden Posten“ dar. Soweit der Schnelldurchgang – nun zu den einzelnen Rechenschritten:

Kalkulationsschritt 1: Die Lebenshaltungskosten

Wer aus einer abhängigen Beschäftigung in die Selbstständigkeit wechselt, um seine Arbeitskraft künftig als Freelancer zu vermarkten, orientiert sich sinnvollerweise zunächst einmal am privaten Einkommensbedarf.

Sie haben also zunächst einmal die private Kappe auf. Sie sitzen bildlich gesprochen an Ihrem Wohnzimmertisch und machen eine Aufstellung über Ihre laufenden privaten Lebenshaltungskosten, insbesondere …

  • Miete (bzw. Zinsen und Tilgung der Eigenheim-Hypothek)
  • Wohn-Nebenkosten (Heizung, Wasser, Strom, laufende Reparaturen, ggf. Grundsteuern)
  • private Mobilitätskosten (Auto, öffentliche Verkehrsmittel)
  • Versicherungen aller Art (inklusive (!) soziale Sicherung, = Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung sowie Altersvorsorge),
  • Lebens-, Genuss- und Pflegemittel, Haushaltszubehör,
  • laufende Anschaffungen (Mobiliar, technische Geräte, Kleidung)
  • private Dienstleistungen (Friseur, Handwerker)
  • Aufwendungen für Kinder (Taschengeld, Schulbücher, Klassenfahrten)
  • Telefon-, Online- und Mediengebühren
  • Reisen und Freizeit-Ausgaben (Kino, Theater, Restaurant- und Kneipenbesuch)
  • Reserven für Unvorhergesehenes (z. B. Zahnersatz, neue Heizung …)

Am besten übernehmen Sie die Zahlen möglichst genau aus den Bank-Kontoauszügen des vergangenen Jahres. Auf diese Weise sinkt zudem die Gefahr, dass Sie wichtige Ausgabenposition übersehen.

Kalkulationsschritt 2: Sonstige Einnahmequellen

Von der Gesamtsumme Ihrer privaten Lebenshaltungskosten ziehen Sie das übrige laufende Familieneinkommen ab, das Ihnen neben dem zu erwirtschaftenden Gewinn aus Ihrer Selbstständigkeit zur Verfügung steht, darunter …

  • Einkommen des Lebenspartners (oder anderer Familienangehöriger),
  • eigene Nebeneinkünfte,
  • Kindergeld und
  • Kapitalerträge (Zinsen aus Geldanlagen, Aktiendividenden etc.).

Und wohin gehört der Gründungszuschuss?

Wichtig: Sofern Sie den Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur bekommen (oder einplanen), gehört der ebenfalls zu Ihren privaten Einkünften! Er dient während der ersten 9 bis 15 Monate Ihrer Selbstständigkeit der Sicherung Ihres Lebensunterhaltes (und dem Ihrer Familie). Es handelt sich also keinesfalls um eine betriebliche Einnahme. Die Beihilfe ist außerdem vollständig steuerfrei: Sie unterliegt weder der Gewerbe- noch der Einkommensteuer und auch nicht der Steuerprogression.

Kalkulationsschritt 3: Die (private) Steuerbelastung

Nachdem Sie das Mindest-Jahreseinkommen ermittelt haben, das Sie aus der selbstständigen Tätigkeit erwirtschaften wollen, können Sie leider noch nicht gleich die Unternehmer-Kappe aufsetzen: Denn Sie dürfen das Finanzamt nicht vergessen. Ihre angestrebten Gewinne aus selbstständiger Tätigkeit sind schließlich einkommensteuerpflichtig.

Die anfallende Einkommensteuer entrichten Sie jedoch nicht als Unternehmer, sondern als Privatperson: Einkommensteuerzahlungen haben in der betrieblichen Kalkulation eines Selbstständigen (im Normalfall) also ebenso wenig verloren wie die Beiträge zu Sozialversicherung!

Sonderfall: Angestellte Unternehmer

Die (private) „Lohnsteuer“ und die Sozialversicherungsbeiträge eines Unternehmers tauchen nur dann in der betrieblichen Buchführung auf, wenn er zugleich Angestellter seines eigenen Unternehmens ist. Das ist zum Beispiel bei vielen GmbHs der Fall, in denen ein Anteilseigner (= Gesellschafter) zugleich Angestellter (zum Beispiel Geschäftsführer) ist. Freiberufler und ähnliche Solo-Unternehmer sind hingegen üblicherweise nicht bei sich selbst angestellt.

Bei der Rückrechnung vom benötigten privaten Jahreseinkommen auf den betrieblichen „Gewinn vor Steuern“ müssen Sie also noch die zu zahlende Einkommensteuer vorwegnehmen. Da die endgültige Steuerlast nicht nur vom Familienstand und der Kinderzahl abhängig ist (sondern auch von weiteren Einkünften, Sonderausgaben und steuerlich anerkannten „außergewöhnlichen Belastungen“), kann es sich naturgemäß nur um eine grobe Schätzung handeln. Als Anhaltspunkt für die anschließende betriebliche Kalkulation genügt die aber vollauf.

Hintenrum, durch die Brust …

Schwerer wiegt da schon das Problem, dass Sie eine „In-sich-Rechnung“ (= „Rekursion“) vornehmen müssen: Angenommen, Sie haben inklusive sozialer Sicherung einen privaten Einkommensbedarf von 45.000 Euro ermittelt. Dann können Sie in den Steuertabellen ja nicht einfach die auf 45.000 Euro anfallenden Steuern ablesen. Vielmehr müssen Sie die Antwort auf die Frage finden:

„Wie hoch muss mein zu versteuerndes Einkommen sein, damit nach Abzug von Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag unterm Strich 45.000 Euro übrig bleiben?“

Aus der folgenden Tabelle können Sie überschlägig ablesen, wie hoch der Gewinn vor Steuern in Abhängigkeit vom Familienstand in etwa sein muss, um ein bestimmtes gewünschtes Einkommen zu erzielen (Steuertarif-Stand: 2010):

Wenn ein lediger Selbstständiger ein Nettoeinkommen von 45.000 Euro benötigt, muss er demnach einen Gewinn vor Steuern von gut 65.000 Euro erwirtschaften. Seinem verheirateten Kollegen genügt dafür unter ansonsten gleichen Bedingungen bereits ein Gewinn von knapp 56.000 Euro.

Tool-Tipp: Abgabenrechner

Wenn Sie Ihre Steuerbelastung genauer ermitteln wollen, nutzen Sie das Einkommensteuermodul des Online-Abgabenrechners, den das Bundesfinanzministerium bereitstellt. Mit der Rechenhilfe können Sie jederzeit „Was-wäre-wenn“-Szenarios durchspielen.

Schnell und schmutzig: Der Gehalts-Multiplikator

Waren die bisherigen drei Schritte Ihnen zu kleinkariert? Sie wollen Ihre bisherige Angestelltentätigkeit künftig als Selbstständiger ausüben und wären zunächst einmal mit dem Erhalt des bisherigen Lebensstandards ganz zufrieden? Dann können Sie es sich auch ganz einfach machen und einfach Ihr bisheriges Angestellten-Honorar zugrunde legen. Um keine Milchmädchenrechnung anzustellen, sollten Sie dabei jedoch mindestens dreierlei beachten:

  • Multiplizieren Sie Ihr bisherige Jahres-Bruttogehalt mindestens mit dem Faktor 1,5: Immerhin müssen Sie künftig ja für alle Sozialversicherungskosten alleine aufkommen – inklusive Arbeitgeberanteil, versteht sich!
  • Denken Sie daran, dass Sie als Angestellter auch dann Ihr Gehalt bekommen haben, wenn Sie in Urlaub, krank, bei Fortbildungen und auf Betriebsausflügen waren – oder Sie in Ermangelung von Kundenaufträgen Ihrem Chef einen Bildschirmschoner programmiert haben.
  • Selbstständige hingegen bekommen in aller Regel nur die Zeit bezahlt, in der sie tatsächlich produktiv für ihre Kunden gearbeitet haben.
  • Vergessen Sie nicht, dass Sie als Freelancer alleine sind und somit zusätzliche Verwaltungsaufgaben auf Sie zukommen (zum Beispiel die Buchhaltung oder Kundenakquise). Entweder verlängert sich dadurch Ihre Arbeitszeit oder Sie erledigen in der gleichen Zeit weniger Aufträge, für die Sie Rechnungen schreiben können. Umgekehrt kann es phasenweise passieren, dass Sie zwar eigentlich Zeit hätten, es aber gerade Auftragsflaute herrscht.

Genau genommen dürfen Sie auch das unternehmerische Risiko (das Sie als Angestellter ja nicht tragen mussten) und die Verzinsung des eingesetzten Kapitels nicht vergessen: Wenn Sie die Büroausstattung oder den Geschäftswagen aus Ihrem Privatvermögen vorfinanzieren, dann bekommen Sie auf diese finanziellen Mittel ja keine Zinsen. Selbst wenn die Habenzinsen aus risikolosen Geldanlagen heutzutage kaum der Rede Wert sind: Wer mit spitzem Bleistift rechnet, muss deren Gegenwert ebenfalls in seinen Unternehmerlohn einrechnen.

Ausblick

Nachdem Sie Ihren gewünschten Gewinn vor Steuern differenziert anhand Ihrer privaten Lebenshaltungskosten (oder schnell und schmutzig per Gehalts-Multiplikator) ermittelt haben, können Sie bildlich gesprochen endlich vom Wohnzimmertisch an den Büroschreibtisch wechseln. Ab sofort befinden Sie sich in der „betrieblichen Sphäre“. Im zweiten Teil des Kalkulationsartikels erläutern wir die Kalkulationsschritte „Vom Gewinn über die Kosten zum Umsatz – und wieder zurück„.

Update: 05.08.2010
Erstveröffentlichung 29.01.2007

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Stütze (Arbeitslosengeld) für Selbstständige hat Zukunft!

Auch Selbstständige und Unternehmer dürfen sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern. Mit Beiträgen von weniger als 18 Euro pro Monat kann ein Arbeitslosengeld-Anspruch von bis zu 1.400 Euro erworben werden. Ab 2011 werden die Beiträge allerdings nach und nach auf über 70 Euro steigen. Wir erläutern die geänderte Rechtslage.

Dieser Beitrag ersetzt einen älteren Artikel an gleicher Stelle

Wer innerhalb eines Monats nach dem Start in die Selbstständigkeit (ab Januar 2011: drei Monate!) ein „Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag“ in der Arbeitslosenversicherung eingeht, kann bei Auftragsmangel oder bei Aufgabe der Selbstständigkeit einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen. Angesichts vergleichsweise niedriger Beitragssätze waren die Konditionen bislang ausgesprochen interessant:

  • Mit 17,89 Euro in den alten Bundesländern und 15,19 Euro in den neuen Ländern (Stand: 2010) sind die monatlichen Beiträge erschwinglich.
  • Wer arbeitslos wird, hat dadurch im günstigsten Fall Anspruch auf bis zu 1.400 Euro Arbeitslosengeld I sowie alle übrigen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III (zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen oder auch Förderung einer neuen Selbstständigkeit).

Antragsberechtigt sind hauptberuflich Selbstständige, deren Wochenarbeitszeit mindestens 15 Stunden beträgt und die innerhalb der letzten zwei Jahre vor Aufnahme ihrer selbstständigen Tätigkeit mindestens zwölf Monate lang pflichtversichert waren, bis unmittelbar vor Beginn der Selbstständigkeit Arbeitslosengeld I bezogen haben oder im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) beschäftigt waren. Alt-Selbstständige kommen nicht in den Genuss der Versicherung.

Neuregelung ab 2011

Das in § 28a SGB III geregelte „Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag“ war ursprünglich bis Ende 2010 befristet. Im Rahmen des „Gesetzes für bessere Beschäftigungschancen am Arbeitsmarkt“ (PDF, 470 KB) wurde das Pilotprojekt im Juli 2010 endlich zur Dauerlösung. Verlängerung und Entfristung gehen allerdings mit einigen bitteren Wermutstropfen einher: Bis 2012 steigen die Monatsbeiträge auf das Vierfache:

  • In den neuen Ländern von derzeit 15,19 Euro auf 60,76 Euro und
  • in den alten Ländern von 17,89 Euro auf 71,56 Euro im Jahr 2012.

  • Für Existenzgründer gilt eine Sonderregelung: Sie bezahlen künftig in den beiden ersten Geschäftsjahren 30,38 Euro (Ost) bzw. 35,78 Euro (West).

Da die Berechnungsgrundlage für die Beiträge (die sogenannte monatliche Bezugsgröße) regelmäßig steigt, werden die tatsächlichen Beiträge voraussichtlich noch höher liegen. Dafür spricht auch, dass der allgemeine Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung zurzeit mit 2,8 % ungewöhnlich niedrig ist und bei schwieriger Kassenlage der Bundesagentur nach oben angepasst werden kann.

Jede(r) hat zwei Versuche

Und gleich noch eine bittere Pille hinterher: Durch Arbeitslosigkeit endet das Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag automatisch. Anschließend muss die freiwillige Versicherung wieder neu beantragt werden. Ab 2011 gilt nun: Wer seine freiwillige Mitgliedschaft in der Arbeitslosenversicherung bereits zweimal unterbrochen und während dieser Unterbrechungen Arbeitslosengeld bezogen hat, kann in Zukunft keinen Antrag auf Versicherungspflichtverhältnis mehr stellen! Wer hingegen zwischenzeitlich als Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, darf sich anschließend ohne Weiteres auch wieder als Selbstständiger versichern.

Von einer echten „Flautenversicherung“ kann trotzdem keine Rede mehr sein: Die Versicherung deckt ab 2011 nur noch höchstens ein Auftragsloch und dann noch die endgültige Aufgabe der Selbstständigkeit ab. Anschließend ist eine Weiterversicherung ausgeschlossen. Erst wenn Sie sich später mit einem ganz neuen Gewerbe oder in einem anderen freien Beruf wieder selbstständig machen, ist die erneute Aufnahme in die Arbeitslosenversicherung möglich. Wie rigide diese Bestimmung in der Praxis ausgelegt wird, muss abgewartet werden.

Bitte beachten Sie: Falls Sie sich bereits freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichert haben und mit den neuen Konditionen nicht einverstanden sind, steht Ihnen bis zum 31. März 2011 ein Sonderkündigungsrecht zu.

Beitragszahler werden ist nicht schwer …

Sieht man einmal davon ab, dass „Alt-Selbstständige“ auch in Zukunft aus der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind, stellt die Aufnahme in die Arbeitslosenversicherung für Jungunternehmer grundsätzlich keine große Hürde dar. Die Antragsbearbeitung dauert zwar manchmal Monate. Nachzahlungen sind in der Regel jedoch nicht zu befürchten.

Ein echtes Risiko birgt die Mitgliedschaft in der Arbeitslosenversicherung ebenfalls nicht: Eine ordentliche Kündigung ist ab 2011 zwar erst frühestens fünf Jahre nach Versicherungsbeginn vorgesehen. Wer jedoch mehr als drei Monate lang keine Beiträge mehr zahlt, fällt automatisch aus der Versicherung heraus. Falls Sie also feststellen, dass Sie den Versicherungsschutz nicht mehr brauchen, stellen Sie die Beitragszahlung einfach ein. Bereits erworbene Ansprüche gehen dadurch grundsätzlich nicht verloren. Sofern keine Restansprüche aus vorhergehenden Versicherungszeiten mehr vorhanden sind, entstehen Ansprüche aufgrund der Arbeitslosigkeit für Selbstständige allerdings frühestens nach 12 Monaten.

Bitte beachten Sie: Anders als bei Arbeitnehmern wird der spätere Arbeitslosengeld-Anspruch nicht aufgrund des Einkommens ermittelt, sondern auf Basis von vier verschiedenen Qualifikationsgruppen. Die Berechnungsgrundlagen der „fiktiven Bemessung“ gemäß § 132 SGB III betragen im Jahr 2010:

Wie hoch das Arbeitslosengeld letztlich ausfällt, hängt in jedem Einzelfall vom Wohnort, dem Familienstand, von der Steuerklasse und der Kinderzahl ab.

Praxistipp: Wenn Sie Ihren möglichen Anspruch auf Arbeitslosengeld abschätzen wollen, sollten Sie einen Blick auf das amtliche „Selbstberechnungsprogramm zur Ermittlung der Höhe Ihres Arbeitslosengeldes werfen. Dort wählen Sie das Kalenderjahr, geben im Feld „monatliches Bruttoarbeitsentgelt“ die Bemessungsgrundlage Ihrer persönlichen Qualifikationsgruppe (aus der Tabelle weiter oben) ein, machen die übrigen Angaben zu Ihrer Person und klicken auf „Berechnen“:

… Leistungsempfänger schon eher!

Schwierig wird es erfahrungsgemäß erst dann, wenn tatsächlich der Versicherungsfall eintritt. Wer als Selbstständiger einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellt, muss sich darauf gefasst machen, dass die Arbeitsagentur ganz besonders genau hinschaut. Anders als Arbeitnehmer haben Freiberufler und Gewerbetreibende bekanntlich recht große Gestaltungsspielräume und zwar sowohl in Bezug auf ihre Arbeitszeit als auch auf den Zeitpunkt und die Höhe ihrer Einkünfte.

Grundsätzlich gibt es jedoch zwischen Angestellten und Selbstständigen keinen Unterschied bei den Anspruchsvoraussetzungen. Im Prinzip ist die Sache ganz einfach: Sie müssen arbeitslos sein. Als arbeitslos gelten Sie, wenn …

  • … Ihre persönliche Arbeitszeit unterhalb der Kurzzeitigkeits-Grenze von 15 Wochenstunden bleibt (einschließlich aller vor- und nachgelagerten Tätigkeiten, wie Warte-, Fahr- und Betriebsöffnungszeiten, sowie der Arbeitszeiten für Werbung, Buchführung, Weiterbildung und so weiter).
  • … Sie keinen anderen selbstständigen Tätigkeiten oder abhängigen Beschäftigungen nachgehen (oder insgesamt unterhalb der Kurzzeitigkeits-Grenze bleiben),
  • … Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen,
  • … Termine bei der Arbeitsagentur wahrnehmen und
  • … sich nachweislich bemühen, Ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden.

Außerdem müssen Sie sich rechtzeitig arbeitslos gemeldet haben (normalerweise innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis der drohenden Arbeitslosigkeit) und die sogenannte Anwartschaftszeit erfüllen. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn Sie in den letzten beiden Jahren vor Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate (= 360 Kalendertage) in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben. Dazu gehören sowohl die Versicherungszeiten als Selbstständiger als auch davorliegende Zeiten der Beschäftigung.

Mindestdauer der Arbeitslosigkeit?

Eine bestimmte Mindestdauer gibt es in Sachen Arbeitslosigkeit nicht. Eine mehrwöchige Auftragsflaute kann also durchaus Anlass sein, einen Antrag auf Arbeitslosengeld zu stellen – selbst dann, wenn sich am Horizont bereits ein Silberstreif in Form eines attraktiven Auftrags abzeichnet. Im Prinzip ist sogar ein tageweiser Wechsel zwischen Arbeitslosigkeit und Selbstständigkeit möglich. Die Möglichkeit ist künftig jedoch theoretischer Natur, da die freiwillige Versicherung ab 2011 nur noch höchstens zweimal beantragt werden kann.

Misstrauische Arbeitsagenturen

Bei Selbstständigen wird das Vorliegen einer Arbeitslosigkeit naturgemäß ziemlich misstrauisch beäugt. Der Einfachheit halber verlangen viele Arbeitsagenturen ohne weitere Prüfung des Einzelfalls, dass die Selbstständigkeit ganz und gar beendet wird. In der Regel soll das durch eine offizielle Gewerbeabmeldung bewiesen werden.

Die gute Nachricht: Grundsätzlich kann Sie niemand zwingen, Ihre Selbstständigkeit aufzugeben, nur um in den Genuss von Arbeitslosengeld zu kommen. Arbeitslose haben grundsätzlich das Recht, bis zum Umfang von 15 Wochenstunden selbstständige Nebentätigkeiten auszuüben. Diese Möglichkeit ist in §141 SGB III ausdrücklich vorgesehen:

Schwierig wird es jedoch in folgenden Fällen:

  • Der arbeitslose Selbstständige ist zugleich Arbeitgeber. Während die Mitarbeit von Familienangehörigen, Aushilfen oder geringfügig Beschäftigten tolerierbar ist, gilt die Beschäftigung von (Vollzeit-)Arbeitnehmern als sicherer Hinweis dafür, dass der Selbstständige durch seine eigene Tätigkeit mindestens 15 Stunden wöchentlich gebunden ist. Diese Vermutung kann zwar widerlegt werden. In der Praxis gelingt das aber nur mit Mühe.
  • Die jeweilige Tätigkeit oder Branche erfordert üblicherweise bestimmte Anwesenheits- oder Betriebsöffnungszeiten, die von vornherein über der Kurzzeitigkeitsgrenze liegen (zum Beispiel Lebensmittel-Einzelhandel oder Schlüssel-Notdienst).

Unter solchen Bedingungen kann die Arbeitsagentur die Bewilligung von Arbeitslosengeld durchaus von einer Betriebsschließung abhängig machen. Falls Sie jedoch tatsächlich arbeitslos sind und die Arbeitsagentur kein Arbeitslosengeld gewährt, sollten Sie unbedingt Widerspruch einlegen. Die Behörde muss sich im Zweifel bei der zuständigen IHK, Handwerks- oder Freiberuflerkammer darüber informieren, ob in Ihrer Branche eine nebenberufliche Selbstständigkeit grundsätzlich möglich ist.

Schwankende Arbeitszeiten

Die Kurzzeitigkeitsgrenze von 15 Wochenstunden muss normalerweise in jeder einzelnen Woche unterschritten werden. „Unter Berücksichtigung der Gesamtumstände“ kann jedoch ein „wöchentlicher Durchschnittswert für die voraussichtliche Gesamtdauer der Beschäftigungslosigkeit zugrunde gelegt“ werden. Das hat die Bundesagentur unter der Überschrift „Arbeitslosigkeit bei selbständiger Tätigkeit“ in den Durchführungsanweisungen zum § 119 SGB III (PDF, 252KB) festgelegt.

Vor allem klassische Freiberufler und moderne Freelancer (wie zum Beispiel Webdesigner, Programmierer oder Texter) haben demnach gute Aussichten, eine – auch vorübergehende – Arbeitslosigkeit glaubhaft zu machen, ohne dafür ihren Betrieb komplett dichtmachen zu müssen. In den Geschäftsanweisungen zum Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag (§ 28 a SGB III) (PDF, 654 KB) heißt es dazu ausdrücklich:

„Bei bestimmten Tätigkeiten (insbes. Freiberufler) ist tageweises Arbeiten üblich. In den dazwischen liegenden Zeiten kann, ggf. tageweise, Arbeitslosengeld bezogen werden. „

Abbildung

Gilt nicht für Hartz-IV-Empfänger

In diesem Artikel geht es um die Ansprüche auf Arbeitslosengeld I. Wer keinen Anspruch auf ALG I (mehr) hat, kann ALG II beantragen – auch als Selbstständiger. Allerdings gelten hier ganz andere Bedingungen. Erstens fällt die Beihilfe deutlich geringer aus als das ALG I. Anders als bei der vermögensunabhängigen Versicherungsleistung gibt es zudem keinen Rechtsanspruch auf ALG II. Die Fürsorgeleistung wird nur bei nachgewiesener Hilfebedürftigkeit bewilligt.

Um die Bedürftigkeit zu belegen, müssen die Vermögensverhältnisse offengelegt und vorhandenes Vermögen bis auf einen geringen Sockelbetrag aufgezehrt werden. Die Fallmanager dürfen die Bewilligung von ALG II darüber hinaus auch von der Aufgabe einer nicht tragfähigen Selbstständigkeit abhängig machen und stattdessen zum Beispiel die Aufnahme eines 1-Euro-Jobs anordnen. Andererseits ist aber auch Hartz-IV-Empfängern die Fortführung einer Selbstständigkeit grundsätzlich erlaubt. Sie müssen noch nicht einmal die 15-Wochenstundengrenze beachten. Die erzielten Gewinne werden aber auf das ALG II angerechnet.

Fazit

Dass sich Selbstständige weiterhin gegen Arbeitslosigkeit versichern können, ist zweifellos erfreulich. Durch die Vervierfachung der Beiträge und den Ausschluss aus der Versicherung bei wiederholter Arbeitslosigkeit hat die Vorschrift aber viel von ihrer Attraktivität verloren. Konnte die Versicherung bislang unbesehen empfohlen werden, sollten Gründer künftig genau überlegen, ob ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis, ihre familiäre Situation und die Höhe möglicher Versicherungsleistungen die Investition von gut 800 Euro pro Jahr rechtfertigen.

(mm), (sl)

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Selbstständig oder Freiberuflich?

Menschen, die ihre Arbeitskraft, ihre Produkte und Dienstleistungen auf eigene Rechnung vermarkten, tragen viele verschiedene Bezeichnungen. Nur: Was sind die Unterschiede zwischen Selbstständigen, Freiberuflern, Freien Mitarbeitern, Gewerbetreibenden, Unternehmern oder Kaufleuten? Und vor allem: Wofür ist das wichtig?

Wer sich – allein oder mit anderen – selbstständig macht, führt ein „Doppelleben“: eines als Privatmensch und eines als Unternehmer. Oder Selbstständiger? Kleinunternehmer? Einzelunternehmer? Freier Mitarbeiter? Freiberufler? Gewerbetreibender? Kaufmann? Firma? Wenn es um den Status von Geschäftsleuten geht, geraten häufig viele verschiedene Ebenen durcheinander, insbesondere die des …

  • Sozialversicherungsrechts,
  • Steuerrechts,
  • des Gewerberechts und
  • Handelsrechts.

Manche Begriffe haben zu allem Überfluss je nach Kontext auch noch unterschiedliche Bedeutungen – manche wiederum sind rechtlich gar nicht von Belang.

Und wofür ist das wichtig?

Zunächst einmal stellt sich natürlich die Frage: Warum soll ich mich überhaupt mit diesem langweiligen Formalkram beschäftigen? Was hat das mit meinem Alltag im Geschäftsleben zu tun? Einmal abgesehen davon, ob ich mir einen Gewerbeschein besorgen muss oder einfach ohne loslegen kann? Ob ich einmalig zum Gericht gehen und mich ins Handelsregister eintragen lassen muss?

Ganz einfach: Je nachdem, in welcher Schublade Sie stecken, unterscheiden sich zum Beispiel …

  • das Haftungsrisiko: Als Einzelunternehmer ist das Privatvermögen stärker gefährdet als das eines GmbH-Gesellschafters.
  • das Ansehen und die Kreditwürdigkeit: Je nach gewählter Rechtsform kann sich das Vertrauen von Geschäftspartnern in Professionalität und Bonität unterscheiden.
  • das erwartete kaufmännische Know-how: Ein Kleingewerbetreibender muss sich im Streitfall nicht ganz so gut mit den Business-Gepflogenheiten auskennen wie ein geschäftsführender GmbH-Gesellschafter.
  • die Steuerpflichten und Buchführungsauflagen: Ein Rechtsanwalt muss weniger Buchhaltungsaufwand betreiben und weniger Steuern zahlen als der befreundete Bauunternehmer – auch wenn beide haargenau den gleichen Gewinn erzielen.
  • die Veröffentlichungspflichten: Ein Einzelunternehmer oder eine Personengesellschaft muss weniger Interna preisgeben als eine GmbH.
  • die Pflichtmitgliedschaft in Kammern: Betreibt der Webdesigner ein Gewerbe, muss er zahlendes IHK-Mitglied werden – als Freiberufler darf er außen vor bleiben.

Kurz gesagt: Als wer oder was Sie im Geschäftsleben auftreten, kann erhebliche Auswirkungen auf Ihren Geldbeutel haben. Das heißt nicht, dass ein bestimmter Status oder eine bestimmte Rechtsform grundsätzlich besser oder schlechter ist. Wie so oft gilt: Es kommt ganz darauf an …

Das trifft sogar für den im Prinzip höchst attraktiven Freiberufler-Status zu: So gibt es gar nicht wenige Selbstständige, die sich sehenden Auges für den Kaufmanns-Status entscheiden – und sei es „nur“, um Haftungsrisiken zu verringern. Zunächst jedoch die Frage: Was macht einen Menschen überhaupt zum „Selbstständigen“?

„Selbstständig“ = Unabhängig

Wenn Menschen davon sprechen, sich „selbstständig zu machen“, dann kommt darin genau genommen eine Unterscheidung aus dem Sozialversicherungsrecht zum Ausdruck. Das kennt nämlich grob gesagt zwei Arten, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen: die nicht-selbstständige (= abhängige) Beschäftigung einerseits und die Selbstständigkeit andererseits. Wer nicht als Angestellter arbeitet, sondern Dienstleistungen und Produkte auf eigene Rechnung vermarktet, ganz gleich ob als Freiberufler, Handwerker, Händler oder Industrieller ist in diesem Sinne ein Selbstständiger.

Der manchmal sehr schmale Grat zwischen Selbstständigkeit und Beschäftigung ist immer dann von Bedeutung, wenn es um die Sozialversicherungspflicht geht, also vor allem um die Zwangsbeiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Ob und in welcher Form Selbstständige für den Krankheitsfall, das Alter oder Auftragslöcher vorsorgen, wird vom Staat – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht kontrolliert.

Wichtig ist die Unterscheidung aber auch dafür, ob ein Mitarbeiter in den Genuss der besonderen Arbeitnehmerrechte kommt oder nicht. Ob der oder die Betreffende persönlich Wert auf den Schutz und die Privilegien eines abhängig Beschäftigten legt, ist dabei völlig unwichtig. Es kommt auch nicht auf die Absichtserklärungen oder Vertragsformulierungen an. Entscheidend ist die betriebliche Praxis.

Eine eventuelle Scheinselbstständigkeit wird bei Zufalls- oder Verdachtsstichproben von Außenprüfern der Krankenkassen festgestellt. In Zweifelsfällen können Sie sich im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahrens bei der „Deutschen Rentenversicherung“ (vormals BfA) Rechtssicherheit darüber verschaffen, ob Sie selbstständig tätig oder abhängig beschäftigt sind.

Die Jagd der Sozialkassen nach vermeintlichen oder tatsächlichen Scheinselbstständigen ist in den letzten Jahren zwar etwas ruhiger geworden. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie als Selbstständiger aber darauf achten, dass Sie …

  • auf Dauer nicht nur für einen einzigen Auftraggeber tätig sind – noch dazu, wenn das Ihr ehemaliger Arbeitgeber ist,
  • bei dem die gleichen Tätigkeiten in Vergangenheit oder Gegenwart durch Arbeitnehmer erledigt wurden oder werden.
  • erkennbar unternehmerisch am Markt auftreten (z. B. Werbung machen, eigene Geschäftsräume unterhalten, eigene Büro- und Geschäftsausstattung nutzen).

Einen besonders glaubwürdigen Eindruck machen Sie als Selbstständiger übrigens immer dann, wenn Sie eigene Mitarbeiter beschäftigen.

Andererseits hält sich das Scheinselbstständigkeitsrisiko für Sie als Auftragnehmer in Grenzen: Schlimmstenfalls kommen Sie unverhofft zu einem Arbeitsvertrag, werden also zum Angestellten wider Willen. Für das Abführen der Sozialabgaben ist dann aber Ihr Arbeitgeber zuständig – und zwar auch für den Arbeitnehmeranteil. Und Sie kommen unter Umständen in den Genuss von bezahltem Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und allen anderen Annehmlichkeiten des Angestelltendaseins.

Das Phantom des „Freien Mitarbeiters“

Besonders zahlreich findet sich in der Grauzone zur Scheinselbstständigkeit die Spezies der „Freien Mitarbeiter“. Auch wenn zwecks Abgrenzung zu den Arbeitsverträgen mit Angestellten noch so viele Dienstverträge mit externem Personal unter der Überschrift „Vertrag über freie Mitarbeit“ laufen, rechtlich haben die „Freien“ oder „Freien Mitarbeiter“ keinen besonderen Status. Abgesehen von einigen Sonderfällen (wie der unqualifizierten „Heimarbeit“) gibt es grundsätzlich nur die Unterscheidung zwischen „(abhängiger) Beschäftigung“ sowie freiberuflicher oder gewerblicher „Selbstständigkeit“. Alles andere ist Augenwischerei.

Freier Beruf oder Gewerbe?

Während also im Sozialversicherungsrecht selbstständig Tätige aller Art in einen Topf gesteckt werden, unterteilt der Gesetzgeber diese Schublade im Einkommensteuergesetz in solche mit …

  • Einkünften aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG),
  • Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG) und
  • Einkünften aus selbstständiger Arbeit (§ 18 EStG).

Selbstständige Tätigkeiten im engeren Sinne des Einkommensteuerrechts üben demzufolge die Angehörigen der klassischen freien Berufe aus (wie zum Beispiel Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater oder Journalisten), aber auch viele nicht angestellte Künstler, Lehrende und Angehörige „ähnlicher Berufe“. Die vollständige Aufzählung der Selbstständigen-Katalogberufe findet sich im Paragraf 18 des Einkommensteuergesetzes.

Die Liste der Selbstständigen ist aber keineswegs abgeschlossen, wie der Streit um den Freiberufler-Status in vielen IT-Berufen zeigt. Wie fragwürdig, zweifelhaft und unzeitgemäß die wachsweichen Kriterien für die Anerkennung der Freiberuflichkeit sind, kann man dem Paragraf 1 des Gesetzes über die „Partnerschaftsgesellschaft“ entnehmen. Demnach haben die „Freien Berufe im Allgemeinen …

  • auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung
  • die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art
  • im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt.“

Dabei ist die Unterstützung durch Mitarbeiter in gewissem Umfang zulässig, im Mittelpunkt muss aber die Arbeitskraft des Chefs stehen, wie das etwa bei Ärzten und Arzthelferinnen der Fall ist.

Im Zweifel muss der besondere wissenschaftliche, künstlerische, publizistische oder lehrende Charakter der Tätigkeit unter Beweis gestellt werden. Vielen „neuen Selbstständigen“ aus der IT-Branche, namentlich Programmierern, Web- und Screen-Designern, Beratern oder Trainern ist das inzwischen gelungen.

Extrawurst Gewerberecht

Zusätzlich kompliziert wird die ganze Sache obendrein dadurch, dass die Grenzlinie zwischen Gewerbetreibenden und Freiberuflern in Paragraf 6 der Gewerbeordnung ein wenig anders als im Einkommen- und Gewerbesteuerrecht verläuft. Es ist im Prinzip also der Fall möglich, dass ein Freiberufler im Sinne des Einkommen- und Gewerbesteuergesetzes der Gewerbeaufsicht unterliegt und einen Gewerbeschein benötigt. Gewerbesteuerpflicht muss er oder sie dann aber trotzdem nicht befürchten.

Ganz wichtig: Wenn Sie in den Genuss der Freiberuflerprivilegien kommen oder sie behalten wollen, müssen Sie darauf achten, sie nicht durch Handels-, Vermittlungs- oder Produktions-Tätigkeiten zu unterlaufen. Vor allem der Fiskus ist da pingelig. Bereits geringe gewerbliche Anteile können auf die Freiberuflichkeit „abfärben“ und zur Einstufung als Gewerbe führen.

Im Zweifel kann man sich für die Durchsetzung und Sicherung des Freiberuflerstatus gegenüber dem Finanz- oder Gewerbeamt Hilfe beim Berufsverband oder Steuerberater holen.

Einzelunternehmer oder Kaufmann?

Als Gewerbetreibender wiederum lassen sich Geschäfte in sehr unterschiedlichen Rechtsformen ausüben. Im einfachsten (und häufigsten) Fall ist man Einzelunternehmer. Das heißt, es gibt keine weiteren Inhaber, die in dem Unternehmen mitarbeiten oder die Anteile am Betriebsvermögen halten. Einzelunternehmer haften für alle eingegangenen Verpflichtungen und angerichteten Schäden unbeschränkt mit ihrem Geschäfts- und Privatvermögen. Kunden, Lieferanten oder auch Mitarbeiter können sich also notfalls an ihnen schadlos halten. Schlimmstenfalls gehört dazu sogar das Wohneigentum.

Zum Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs (HGB) wird man darüber hinaus erst, sobald das Unternehmen „nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert“. Wann genau das der Fall ist, wird im Gesetz nicht eindeutig festgelegt, als Anhaltspunkte im Dienstleistungssektor gelten jedoch die folgenden Kriterien:

  • Umsatz von mehr als 175.000 Euro,
  • Betriebsvermögen von mehr als 100.000 Euro,
  • Darlehen von mehr als 50.000 Euro,
  • mehr als ein Betriebsstandort und
  • mehr als 5 Mitarbeiter.

Entscheidend ist im Zweifelsfall das Gesamtbild. Die Größenordnungen machen aber deutlich, dass nur wenige „neue Selbstständige“ und Gewerbetreibende in der IT- und Multimediabranche verpflichtet sind, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen. Da sie keine Kaufleute sind, müssen sie auch nicht die besonderen Pflichten des HGB erfüllen. So sind sie zum Beispiel nicht von vornherein zur doppelten Buchführung verpflichtet und müssen auch nicht die Feinheiten der im Handelsverkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuche kennen.

Beispiel: Wenn ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen dem „kaufmännischen Bestätigungsschreiben“ eines Geschäftspartners nicht widerspricht, erkennt es die darin formulierten Konditionen an. Ein Nichtkaufmann ist hier auf der relativ sicheren Seite. Es gelten im Zweifel nur die Bedingungen, denen er ausdrücklich und nachweislich zugestimmt hat. Sofern keine Regelungen getroffen worden sind, gelten im Streitfall die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und nicht die des HGB. Ungeachtet dessen ist es Nichtkaufleuten unbenommen, sich freiwillig ins Handelsregister eintragen zu lassen. Der Einzelunternehmer wird in dem Fall zum „eingetragenen Kaufmann“ („e.K.“) oder zur „eingetragenen Kauffrau“ („e.Kfr.“).

Und was macht mich zum Kleinunternehmer?

Bleibt noch der schillernde Begriff des „Kleinunternehmers“ zu klären, der vielfach als Synonym für nicht ins Handelsregister eingetragene (Klein-)Gewerbetreibende verwendet wird. Rechtlich hat er genau genommen nur eine, zur Abwechslung einmal recht eindeutige Bedeutung. Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz regelt die „Besteuerung der Kleinunternehmer“: Wer im Vorjahr oder im Jahr der Gründung nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz gemacht hat und im laufenden voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz machen wird, braucht seinen Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. Wer Geschäfte mit Endkunden macht, kann dadurch verglichen mit einem umsatzsteuerpflichtigen Wettbewerber etwas günstigere Preise anbieten.

Umgekehrt darf er dafür aber auch nicht die selbst bezahlte Umsatzsteuer, die sogenannte Vorsteuer, vom Finanzamt zurück verlangen. Vor allem bei hohen Investitionen kann das von Nachteil sein. Aus diesem Grund – und weil sie sich gegenüber Geschäftspartnern nicht als Minibetriebe zu erkennen geben wollen – verzichten manche Kleinunternehmer auf den Kleinunternehmerstatus. Sie „optieren“ dann freiwillig für die Umsatzsteuer – sind an diese Entscheidung dann aber fünf Jahre lang gebunden.

Bin oder habe ich eine Firma?

Die Firma ist weder das Gebäude, in dem ein Unternehmen untergebracht ist. Noch muss es sich um einen besonders großen, alteingesessenen Betrieb mit einer Mindestanzahl von Geschäftsinhabern oder Mitarbeitern handeln. Der Begriff „Firma“ ist in Paragraf 17 des Handelsgesetzbuchs sehr kurz und bündig definiert:

„Die Firma eines Kaufmanns ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.“

Eine Firma kann demnach nur ein Unternehmen sein oder haben, das ins Handelsregister eingetragen ist. Da das mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand, größeren Risiken und unter Umständen höheren Steuern einhergeht, sollte man also wahrhaftig nicht traurig sein, wenn man keine „richtige“ Firma hat.

Firmenartige Namenszusätze

Ein ausdrückliches Namensrecht für nicht ins Handelsregister eingetragene Unternehmen gibt es seit der Abschaffung des Paragrafen 15b der Gewerbeordnung im Jahr 2009 derzeit nicht. Freiberufler und Einzelunternehmer arbeiten jedoch grundsätzlich unter ihrem bürgerlichen Namen. Darüber hinaus dürfen sie sogenannte Geschäfts- oder Etablissementbezeichnungen führen. Inzwischen sind sogar Fantasie- und Branchenbezeichnungen erlaubt, wie zum Beispiel …

  • „Webdesign Martha Mustermann“,
  • „Web, Design & more Martha Mustermann“ oder
  • „WebDaisy Martha Mustermann“

Wichtig ist, dass dadurch kein falscher Eindruck von Unternehmensart und -größe vermittelt wird. Außerdem dürfen die Namensrechte Dritter nicht verletzt werden. Bevor Sie ein Logo entwickeln (lassen) oder bereits Briefbögen und Visitenkarten in Druck geben wird, sollten Sie zum Beispiel durch Ihren Berufsverband oder die Handelskammer prüfen lassen, ob sich die Namenswahl mit den rechtlichen Vorschriften verträgt.

Links zumThema

  • Beschäftigung oder Selbstständigkeit? § 7 SGB IV
  • Beschäftigt oder selbstständig? DR-Statusfeststellungsverfahren
  • Gewerbebetrieb oder Selbstständige Tätigkeit? § 15 EStG und §18 EStG
  • Freiberufler-Definition: § 1 PartG
  • Bundessozialgericht zur Frage Künstlereigenschaft von Webdesignern (Az.: B 3 KR 37/04 R, Urteil v. 7.7.2005)
  • Nicht-Gewerbetreibende laut Gewerbeordnung: § 6 GewO
  • Umsatzsteuerliche Kleinunternehmer: §19 UStG
  • Kaufmann im Sinne des Handelsrechts: § 1 HGB
  • Firma des Kaufmanns: § 17 HGB

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Steuern für Selbstständige: Die Einkommensteuer

Das deutsche Steuerrecht ist zweifellos kompliziert – selbst für Angestellte, die nur Lohnsteuer zahlen. Ein Wechsel in die Selbstständigkeit stellt Steuerpflichtige aber nicht unbedingt vor unüberwindliche Probleme: Oft ändert sich gar nicht so viel. Wir erläutern Schritt für Schritt, mit welchen Steuern Selbstständige rechnen müssen. Den Anfang macht die Einkommensteuer.

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Der Lohnsteuerjahresausgleich ist ein rotes Tuch für Sie? Allein der Gedanke an zusätzliche Folterinstrumente wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder gar Körperschaftsteuer verdirbt Ihnen die Vorfreude auf eine mögliche Selbstständigkeit? Lassen Sie sich bloß nicht ins Bockshorn jagen: Der Steuerdschungel ist zwar tatsächlich ein unwirtliches Gelände. Als Freiberufler oder Kleingewerbetreibender müssen Sie sich aber zum Glück nicht durch jede Ecke hindurchkämpfen. Schlagen wir also ein paar Schneisen ins Unterholz.

Bitte beachten Sie: Durch die folgenden Informationen werden Sie nicht zum Steuerexperten. Sie ersetzen auch nicht die fachkundige Unterstützung im konkreten Einzelfall. Andererseits: Auch wenn Sie sich aus guten Gründen für einen Steuerberater entscheiden, brauchen Sie Grundlagen- und Orientierungswissen im Steuerrecht – und sei es nur, um die Auswertungen Ihres Beraters verstehen und auf Basis seiner Empfehlungen die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Die Einkommensteuer

Grundsätzlich wird bei der Einkommensteuer zwischen Angestellten und Selbstständigen überhaupt kein Unterschied gemacht. Die „Lohnsteuer“ der Angestellten ist keine besondere Steuerart, sondern schlicht die monatliche Abschlagzahlung auf die jährliche Einkommensteuerschuld. Selbstständige und Unternehmer führen für sich selbst zwar keine Lohnsteuer ab – müssen dafür aber vierteljährliche Einkommensteuer-Vorauszahlungen leisten.

Da Gewinne im Vergleich zu Gehältern wesentlich größeren Schwankungen unterliegen, kann es bei Selbstständigen leichter zu Steuernachzahlungen kommen. Oder um es positiv zu formulieren: Sie geben dem Staat weniger zinslose Darlehen und haben insgesamt einen viel größeren Gestaltungsspielraum.

Einkunftsarten: Kein Buch mit 7 Siegeln!

Im System der deutschen Einkommensteuer finden sich genau sieben verschiedene Einkunftsarten. Neben den Einnahmen aus „Nichtselbstständiger Arbeit“ (also den Löhnen und Gehältern von Arbeitern und Angestellten) erwähnt das Einkommensteuergesetz Einkünfte aus …

  • Land- und Fortwirtschaft,
  • Gewerbebetrieb (= Unternehmen, für die ein Gewerbeschein erforderlich ist, zum Beispiel Händler, Handwerker und manche Dienstleister),
  • selbstständiger Arbeit (= klassische Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Architekten aber auch viele „neue“ Selbstständige aus der IT-Branche),
  • Kapitalvermögen,
  • Vermietung und Verpachtung sowie
  • Sonstige Einkünfte (z. B. Renten).

Selbstverständlich darf ein und derselbe Steuerpflichtige Einkommen aus unterschiedlichen Einnahmequellen haben. So könnte zum Beispiel der angestellte Webdesigner zusätzlich einen schwunghaften Ebay-Handel betreiben (= Gewerbe), als Buchautor Geld verdienen (= selbstständige Arbeit) und Zinserträge aus einer Erbschaft erwirtschaften (Einkünfte aus Kapitalvermögen). Lebt er zudem auf einem Bauernhof, wo er etwas Feierabend-Landwirtschaft betreibt und die eine oder andere Ferienwohnung vermietet, dann vereinigt er sogar gleich alle Einkunftsarten in einer Person.

Die Kombi-Steuererklärung

All diese Einnahmen teilt er dem Fiskus in einer einzigen jährlichen Steuererklärung mit. Am bekannten Mantelbogen ändert sich nichts – zusätzlich zur „Anlage N“ (in dem das Arbeitnehmer-Gehalt und die dazugehörigen „Werbungskosten“ eingetragen werden) muss er lediglich weitere Anlagen einreichen, also zum Beispiel …

  • die „Anlage G“ für gewerbliche Einkünfte,
  • die „Anlage S“ für Einkünfte aus selbstständigen (= freiberuflichen) Tätigkeiten,
  • die „Anlage L“ für Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft,
  • die „Anlage KAP“ für Kapitalerträge und / oder
  • die „Anlage V“ für Miet- und Pachteinkünfte.

Aber gleich so kompliziert ist es im Normalfall ja nicht. Nehmen wir also an, ein angestellter Webdesigner arbeitet nicht mehr für seinen Arbeitgeber, sondern auf eigene Rechnung als Freelancer. Was ändert sich steuerlich?

Lektüretipp: Was es mit der schwierigen Abgrenzung zwischen gewerblichen und freiberuflichen Tätigkeiten auf sich hat, erfahren Sie im Beitrag Was bin ich‘ im Geschäftsleben?

Vom Angestellten zum Selbstständigen

An den Angaben über die persönlichen Verhältnisse auf dem Mantelbogen, an Familienstand, Zahl der Kinder, den Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen ändert sich beim Wechsel in die Selbstständigkeit grundsätzlich nichts. Sofern Sie nicht mehr Mitglied in der gesetzlichen Sozialversicherung sind, tragen Sie Ihre Vorsorge-Aufwendungen lediglich in anderen Zeilen ein.

Statt der „Anlage N“ füllen Sie die „Anlage S“ aus. Das ist meistens im Handumdrehen erledigt: Sie tragen darin nämlich nur die Höhe Ihres Gewinnes ein. „Werbungskosten“ wie bei Angestellten müssen Sie an dieser Stelle nicht angeben: Ihre berufsbezogenen Ausgaben, zum Beispiel für Miete, Büroausstattung, Werbung oder Fahrtkosten, ziehen Sie als Selbstständiger nämlich bereits im Zuge der Gewinnermittlung ab. Dafür gibt es mit der „Anlage EÜR“ (=Einnahmenüberschussrechnung) inzwischen ein spezielles Formular. Solange die Summe der Betriebseinnahmen 17.500 Euro nicht überschreitet, kann die Gewinnermittlung aber auch formlos erledigt werden.

Ausblick: Welche steuerlichen Vorschriften Sie bei der „vereinfachten Buchführung“ beachten müssen, wie Sie den Überblick in Ihrer betrieblichen Belegsammlung behalten, erläutern wir in einer der nächsten Ausgaben unter der Überschrift Einnahmeüberschussrechnung: Buchhaltung für jedermann. Dort wird auch erklärt, wo Sie die erforderlichen Steuerformulare bekommen und wie Sie die „Anlage EÜR“ ausfüllen.

Die leichtere Steuererklärung

Ob Sie es glauben oder nicht: Die meisten Steuererklärungen von Selbstständigen sind im wahrsten Sinne des Wortes einfacher und schneller erledigt als die von abhängig Beschäftigten: Während Angestellte bekanntlich sämtliche Nachweise über ihre Werbungskosten beim Finanzamt einreichen müssen, genügt dem Fiskus bei Selbstständigen die Unterschrift unter der Steuererklärung. Sie liefern lediglich ab:

  • den Mantelbogen,
  • die „Anlage G“ oder die „Anlage S“ und
  • die „Anlage EÜR“ (inklusive der dort verlangten summarischen Übersicht über das Betriebsvermögen).

Unternehmer und Freiberufler sind dafür aber auch verpflichtet, die Belege über betriebliche Einnahmen und Ausgaben zehn Jahre über das Ende des jeweiligen Geschäftsjahrs hinaus aufzubewahren. Sie müssen nur bei Zweifelsfragen oder im Rahmen von Betriebsprüfungen vorgelegt werden. Routinemäßige Steuer-„Außenprüfungen“ finden in Klein- und Kleinstunternehmen im Schnitt seltener als alle 20 Jahre statt. Viele Selbstständige erleben sie nie.

Anlass für „Tricksereien“ oder Luftbuchungen sollte das für viele Gründer überraschende Finanzamtsvertrauen natürlich nicht sein: Steuernachzahlungen, Verzugszinsen oder Geldstrafen machen leichtfertige Steuerverkürzungen und erst recht Steuerhinterziehungen zu einem teuren Vergnügen. Unbestritten ist jedoch, dass der steuerliche Gestaltungsspielraum von Selbstständigen erheblich höher ist als der von Angestellten.

Fristen und Vorauszahlungen

Die Steuervorauszahlungen von Selbstständigen basieren grundsätzlich auf der Steuerschuld des jeweiligen Vorjahres. Sofern sich die Ertragslage im laufenden Jahr verschlechtert, können sie die Herabsetzung der Abschlagzahlungen beantragen. Liegen zu Beginn der Geschäftstätigkeit noch keine Ist-Werte aus der Vergangenheit vor, vertraut der Fiskus auf Ihre Selbsteinschätzung. Ihre Gewinnerwartung geben Sie im Zuge der Anmeldung Ihres Vorhabens auf einem Fragebogen des Finanzamtes an. Liegt die voraussichtliche jährliche Steuerschuld über 400 Euro und über 100 Euro in einem Quartal, sind vierteljährliche Vorauszahlungen fällig. Die müssen am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember überwiesen werden.

Deadline für die Jahres-Steuererklärung ist der 31. Mai des Folgejahres. Verlängerungs-Anträge bis Ende September werden vom Fiskus in aller Regel problemlos durchgewunken. Mit Unterstützung eines Steuerberaters lässt sich der Abgabetermin sogar problemlos zum Jahresende verschieben. Weitere Informationen finden Sie im Dr.-Web-Beitrag Steuererklärung: Jetzt abgeben, bitte!

Vorsicht Nachzahlungs-Falle!

So willkommen das im Einzelfall sein mag: Die zeitliche Verzögerung kann zu einer gefährlichen Liquiditätslücke führen. Angenommen, Sie geben zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit im Jahr 2010 eine eher vorsichtige Gewinnschätzung ab und müssen daraufhin zunächst noch keine oder nur sehr geringe Steuervorauszahlungen leisten. Wenn Sie den ersten Jahresabschluss und die dazu gehörige Steuererklärung bis Ende 2011 hinauszögern, dann ergeht der erste Steuerbescheid womöglich erst Mitte 2012. Falls Sie wider Erwarten gut verdient haben, ist zu diesem Zeitpunkt nicht nur die Steuerschuld für 2009 fällig: Sie müssen dann auf einen Schlag auch die auf dieser Grundlage errechneten Steuervorauszahlungen für die Jahre 2011 und 2012 entrichten! Solche unerwarteten Steuernachzahlungen haben schon viele Freelancer finanziell in die Knie gezwungen.

Auf Geduld und Nachsicht beim Finanzamt dürfen Sie in diesem und ähnlichen Fällen nicht spekulieren. Steuerschulden sind sofort und in voller Höhe fällig – und können unmittelbar per Gerichtsvollzieher eingetrieben werden. Der Staat ist nämlich ein ganz bevorrechtigter Gläubiger. Ein gerichtliches Mahnverfahren benötigt er zur Durchsetzung seiner Forderungen nicht. Besonders bedrohlich: Ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid setzt dessen Vollstreckung nicht außer Kraft – ganz gleich wie gut Ihre Erfolgsaussichten sind.

Steuerplanung

Sie tun also gut daran, die ungefähre Höhe Ihrer voraussichtlichen Steuerschuld im Auge zu behalten. Da die Steuerbelastung von Ihren sonstigen persönlichen Verhältnissen abhängig ist (insbesondere dem Familienstand, der Kinderzahl, Ihren sonstigen Einkunftsarten und denen Ihres Partners etc.), lassen sich über die Höhe der „Unternehmer-Besteuerung“ keine allgemeinen Aussagen treffen.

Sofern sich, abgesehen von Ihrem Wechsel aus dem Angestelltendasein in die Selbstständigkeit, nichts Gravierendes geändert hat, nehmen Sie Ihren letzten Steuerbescheid, ziehen Ihr damaliges Bruttogehalt vom zu versteuernden Einkommen (!) ab und addieren den erwarteten Jahreseinnahmeüberschuss Ihres neuen Betriebs hinzu.

Diesen Wert geben Sie zusammen mit Ihrem Familienstand in Ihr Steuerberechnungs-Programm des Vorjahres (oder den interaktiven Steuerrechner des Bundesfinanzministeriums) ein. Nachdem Sie von der Summe der Steuerschuld Ihre bereits geleisteten Vorauszahlungen abgezogen haben, wissen Sie in etwa, was noch auf Sie zukommt.

Bei diesem Ergebnis kann es sich naturgemäß nur um eine grobe Annäherung handeln. Da Sie als Selbstständiger in Ermangelung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung in aller Regel jedoch höhere Vorsorgeaufwendungen tragen müssen, können Sie unter ansonsten gleichen Bedingungen normalerweise auch höhere Sonderausgaben geltend machen. Die tatsächliche Steuerschuld fällt dann letztlich oft niedriger als die Grobschätzung aus.

Ausblick

Die persönliche Einkommensteuer ist für die meisten Unternehmer zwar der größte Steuerbrocken – um eine Unternehmenssteuer handelt es sich aber nicht. Das gilt bei Licht betrachtet auch für die Umsatzsteuer, obwohl sie von den Unternehmen erhoben und abgeführt wird. Ausführlichere Informationen zu dieser Steuerart finden Sie im Dr.-Web-Beitrag Die Umsatzsteuer und ihre Pflichten.

(mm),

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Vorsicht Falle: Kein Verbraucherschutz für Freelancer

Wer als Selbstständiger für seinen Betrieb Waren bestellt oder Dienstleistungen in Auftrag gibt, kann sich nicht auf Verbraucherschutz berufen: Das beruhigende 14-tägige Widerrufsrecht dürfen nur Privatpersonen in Anspruch nehmen. Existenzgründer gelten schon dann als Unternehmer, wenn sie vor Aufnahme ihrer Tätigkeit Verträge schließen.

Damit Verbraucher nicht von windigen Geschäftsleuten über den Tisch gezogen werden, hat der Gesetzgeber zahlreiche Schutzbestimmungen ins Bürgerliche Gesetzbuch und einige Spezialgesetze aufgenommen. Ganz besonders weitreichend ist das zweiwöchige Widerrufsrecht beim Abschluss bestimmter Vertragsarten, zum Beispiel von …

  • Haustürgeschäften aller Art,
  • Versicherungsverträgen,
  • Fernabsatzverträgen,
  • Darlehensverträgen oder auch
  • Ratenverträgen.

Grundsätzlich geregelt ist das Widerspruchsrecht in § 355 BGB: Demnach ist ein Vertrag null und nichtig, wenn ein Verbraucher …

  • seine ursprüngliche Willenserklärung innerhalb von 14 Tagen widerruft,
  • die gekaufte Ware zurückschickt oder
  • auf andere Weise deutlich macht, dass er sich nicht mehr an seine Willenserklärung gebunden fühlt.

Eine Begründung ist nicht erforderlich. Bestimmte Formvorschriften gibt es ebenfalls nicht. Und nicht nur das: Hat der Unternehmer beim Vertragsschluss keine gesetzeskonforme Widerrufsbelehrung gegeben, ist im Prinzip sogar ein unbefristeter Widerruf möglich.

Nur Verbraucher sind geschützt

Dass der Verbraucherschutz nur für Privatleute gilt, ist eigentlich selbstverständlich. Die wenigsten Gründer und kaufmännisch unerfahrenen Selbstständigen wissen jedoch, dass sie rechtlich als „Unternehmer“ gelten, sobald sie für ihren Betrieb Verpflichtungen eingehen. Unternehmer sind laut § 14 GBG alle natürlichen oder juristischen Personen, „die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit“ handeln. Und wer unternehmerisch handelt, muss geschlossene Verträge ohne Wenn und Aber einhalten – ganz gleich, ob Großkonzern oder freiberuflicher Einzelkämpfer.

Schutzlos schon in der Gründungsphase

Wichtig: Ob Sie Ihre Selbstständigkeit erst planen oder bereits ausüben, ist im Zweifel unerheblich. Dass bereits die geschäftlichen Aktivitäten in der Vorgründungsphase zur Ausübung Ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zählt, hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2005 entschieden: Rechtsgeschäfte im Zuge einer Existenzgründung, z. B. der Kauf von Büromöbeln, das Anmieten von Geschäftsräumen, der Abschluss eines Franchisevertrags oder der Kauf eines Anteils an einer freiberuflichen Gemeinschaftspraxis sind laut BGH „nach den objektiven Umständen klar auf unternehmerisches Handeln ausgerichtet.“

Für die Richter besteht kein Anlass, jemandem Verbraucherschutz zu gewähren, der sich für die Selbstständigkeit entschieden hat und „vorbereitende oder unmittelbar eröffnende Geschäfte abschließt.“ Ein Existenzgründer agiert demnach nicht mehr von seiner Rolle als Verbraucher her. Vielmehr gibt dem Rechtsverkehr zu erkennen, dass er sich dem „Recht für Unternehmer unterwerfen und dieses seinerseits auch in Anspruch nehmen will.“

Doppelrolle als Verbraucher und Unternehmer

Im Privatleben bleiben Freelancer dessen ungeachtet trotzdem Verbraucher: Wer sich an der Haustür einen Versicherungsvertrag aufschwatzen lässt oder sich per Internet einen Fernseher bestellt, darf Sie die Verträge auch dann binnen zwei Wochen widerrufen, wenn er sein Geld als Selbstständiger verdient! Achten Sie daher darauf, private Anschaffungen nicht ohne Not als Unternehmer zu bestellen – auch wenn Ihnen als Geschäftskunde unter Umständen eine Vorzugsbehandlung versprochen wird.

Umgekehrt: Falls Sie als Freelancer im Homeoffice arbeiten, können Sie unter Umständen sogar betriebliche Beschaffungen (etwa die Online-Bestellung eines neuen Computers) als Privatperson bestellen: In dem Fall sind Name und Anschrift des Verbrauchers und Unternehmers ja identisch.

Vorsicht ist besser als böses Erwachen

Am besten lassen Sie es erst gar nicht soweit kommen, dass der Widerruf eines Vertrages erforderlich wird – egal, ob Sie in Ihrer Eigenschaft als Verbraucher oder Selbstständiger handeln:

  • Lassen Sie sich nicht ohne Not hetzen: Mit Verweis auf angeblich begrenzte Lagerbestände, befristete Schnäppchen oder Extra-Rabatten für Kurzentschlossene erzeugen professionelle Verkäufer ganz gezielt einen künstlichen Entscheidungsdruck.
  • Je verlockender ein Angebot erscheint, desto wichtiger ist eine ausreichende Bedenkzeit in Abwesenheit des Verkäufers. Am besten schlafen Sie eine Nacht darüber. Ab welcher Wertgrenze Sie sich diese bewährte Konsumbremse auferlegen, entscheiden Sie je nach Geldbeutel selbst.
  • Lassen Sie besonders kostspielige Angebote nach Möglichkeit von einem neutralen Dritten überprüfen, bevor Sie folgenreiche Verpflichtungen eingehen. Unterstützung bekommen Sie zum Beispiel bei Ihrem Gründungs- oder Steuerberater, der für Sie zuständigen Kammer oder Ihrem Berufs- bzw. Branchenverband.

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GbR – Die Gesellschaftsform für Freiberufler

Freiberufler müssen nicht unbedingt als Solo-Unternehmer tätig sein. Die GbR stellt die ideale Gesellschaftsform dar und ist problemlos zu gründen. Bevor es aber soweit kommt, sollte man über die Besonderheiten informiert sein. Denn manchen Unternehmern wurde die GbR auch schon zum Verhängnis.

Speziell in der Anfangszeit sind Freiberufler zumeist Einzelkämpfer. Dies beweisen die Statistiken des Statistischen Bundesamtes, wonach acht von zehn Gründern Solo-Unternehmer sind. Doch ist das Einzelkämpfertum wirklich ideal? Immer mehr Experten bezweifeln dies. Die Unabhängigkeit mag zwar ihre Vorteile haben, doch nach einer gewissen Zeit bekommt man auch die Nachteile zu spüren. Die empfundene Einsamkeit – kein Austausch mit Kollegen und kein Feedback – ist dabei noch das kleinste Problem.

Die Organisation Gründen im Team behauptet auf ihrer Webseite, nach einer gewissen Zeit würden sich Einzelkämpfer im Kreis drehen. Es fehlen neue Ideen, zusätzliche Kompetenzen und weitere Sichtweisen. Diese Ansicht wird unter anderem von Svenja Hofert unterstützt, die in ihrem Werk „Praxisbuch für Freiberufler“ auf die Vor- und Nachteile einer Kooperation eingeht. Die angesehene Autorin von Karriere-Ratgebern prophezeit bei einer engen Zusammenarbeit mehr Erfolg, mehr Wachstum, eine höhere Kundenzufriedenheit, geringere Kosten und nicht zuletzt auch weniger Einsamkeit. Und tatsächlich klingt dies plausibel:

  • Aufträge können bei mangelnden Kapazitäten an den Partner weitergegeben werden, sodass einem der Kunde erhalten bleibt.
  • Durch die Kooperation sind größere Aufträge zu bewältigen, die die Kapazität eines Solo-Unternehmers übersteigen würden.
  • Die Mundpropaganda funktioniert besser.
  • Die Kundenzufriedenheit und der eigene Mehrwert steigt, wenn man auch komplett andere Dienstleister empfehlen kann. (Beispiel: Webdesigner empfiehlt einen Journalisten für die Texterstellung)
  • Fehlende Kompetenzen können eventuell durch den Partner ausgeglichen werden.
  • Durch das gegenseitige Feedback wird man auf eigene Fehler aufmerksam und kann diese schneller ausgleichen.
  • Die entstehenden Kosten (Büroraum, Werbematerial, Internetseite et cetera) können geteilt werden.

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (kurz: GbR) ist die verbreitetste Gesellschaftsform unter Freiberuflern. Der Grund dürfte die Erhaltung des Freiberuflerstatus sein, wodurch man weiterhin keine Gewerbesteuer zahlen muss und nicht der Bilanzpflicht unterliegt. Kurz gesagt, trotz der Gesellschaftsform wird man nicht automatisch ein Gewerbetreibender.

Aber Achtung: Der Status des Freiberuflers kann verloren gehen und zwar ganz ohne eigenes Verschulden. Sollte einer der Partner auch nur zu einem kleinen Teil gewerblich aktiv sein, macht er damit die ganze Gesellschaft zu einem Gewerbe und auch die übrigen Freiberufler müssen von nun an Gewerbesteuer abführen.

Nun mag der Gedanke aufkommen, man könne auch formlos miteinander kooperieren, ohne gleich eine Gesellschaft zu gründen. Dies ist aber nicht ganz richtig. Eine GbR entsteht nämlich nicht nur durch einen Vertrag, sondern ebenso durch eine mündliche oder sogar stillschweigende Einigung. Ganz ohne Beabsichtigung werden Jahr für Jahr viele Menschen zum Mitglied einer GbR und wissen überhaupt nichts davon. Ein gemeinsames Auftreten reicht völlig aus, um vom Finanzamt als Gesellschaft bürgerlichen Rechts identifiziert zu werden. Selbst wenn man örtlich getrennt voneinander arbeitet. Wer diese Falle umgehen möchte, sollte verschiedene Firmennamen nutzen, verschiedene Webseiten und Corporate Designs verwenden und keinesfalls eine gemeinsame Rechnung ausstellen.

Die Gründung einer GbR

Die Gründung einer GbR verlangt offiziell nach mindestens zwei Gesellschaftern, die völlig formfrei einen Gesellschaftsvertrag abschließen. Dennoch sollte man grundsätzlich einen schriftlichen Vertrag bevorzugen. Darin kann zum Beispiel genau festgelegt werden, auf welche Tätigkeiten sich der gemeinsame Geschäftszweck bezieht.

Ein Beispiel: Unternehmer A und Unternehmer B arbeiten beide als freie Werbetexter und gelten somit eigentlich als Freiberufler. Unternehmer B bietet zusätzlich aber das Programmieren und Hosten von Webseiten an, was in den gewerblichen Bereich fällt. Ohne vertragliche Klausel würden dadurch beide Unternehmer zu Gewerbetreibenden werden. Wird im Vertrag aber festgehalten, dass sich der gemeinsame Geschäftszweck lediglich auf das Texter-Büro bezieht, bleibt dem Unternehmer A die Freiberuflichkeit erhalten.

Darüber hinaus kann im Vertrag die Geschäftsführung bestimmt oder eine mehrheitliche Beschlussfassung festgelegt werden. Sollte ein entsprechender Vermerk fehlen, wird die Geschäftsführung gemeinsam von allen Mitgliedern übernommen.

Die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Vertrages stellen quasi die einzigen Gründungskosten einer GbR dar. Eine Eintragung in das Handelsregister findet nicht statt, da dieses lediglich für Kaufleute bestimmt ist und der Geschäftszweck einer GbR nicht kaufmännisch sein darf. Wäre das Kaufmännische mit eingeschlossen, würde es sich nicht um eine GbR sondern um eine OHG (offene Handelsgesellschaft) handeln.

Bei der Namensgebung darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Vermutlich ist dies auch einer der Gründe, weshalb die GbR besonders in den Medien- und Kulturberufen sehr beliebt ist. Sach- und Fantasienamen dürfen nur nicht auf ein anderes Geschäftsmodell hinweisen und dadurch für Verwirrung sorgen; sonst gibt es keine Einschränkungen. Rechtlich gesehen gilt der Titel nicht einmal als Firmenname sondern lediglich als Geschäfts- und Etablissmentbezeichnung. Häufig wird behauptet, der Name eines Gesellschafters müsse in der Bezeichnung enthalten sein. Falsch: Der Name eines Gesellschafters oder mehrerer Gesellschafter darf zwar enthalten sein, muss aber nicht. Pflicht ist dafür aber die Abgrenzung von anderen Rechtsformen durch den Zusatz „GbR“.

Einer für alle und alle für einen

Das Lebensmotto der Musketiere ist in gewisser Weise auf die Mitglieder einer GbR übertragbar. Denn grundsätzlich gilt: Die Unternehmer sitzen im selben Boot. Eine Tatsache, die nicht nur von Vorteil ist. Die Haftung gilt nämlich gesamtschuldnerisch und unbegrenzt. Über viele Jahre gab es noch die Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit beschränkter Haftung (GbRmbH), doch diese war sehr umstritten und wurde im Jahre 1999 endgültig abgeschafft. Möchte man trotz der Gesetze nur beschränkt haften, müsste dies mit dem jeweiligen Vertragspartner individuell ausgehandelt werden. In der Praxis findet diese Möglichkeit jedoch kaum Verwendung. Daher ist grundsätzlich davon auszugehen, dass man als Mitglied einer GbR für die übrigen Gesellschafter mithaften muss.

Auch vor Gericht kann die Gesellschaft gemeinsam auftreten und zusammen Anklage erheben. Ebenso gut könnten die Gesellschafter gemeinsam verklagt werden. Trotzdem verliert man vor Gericht nicht gänzlich die Unabhängigkeit. Wer also klagen möchte, nur eben nicht gemeinsam mit den übrigen Gesellschaftern, kann dies ebenfalls tun.

Die Besonderheiten der Gewinnermittlung

Die Gewinnermittlung geht ganz normal per Einnahmeüberschussrechnung vonstatten. Diese muss von nun an jedoch zweimal erstellt werden. Neben der eigenen Gewinnermittlung wird von der GbR auch eine einheitliche Gewinnermittlung verlangt, damit das Finanzamt feststellen kann, ob sich die Gewinnanteile der GbR in den einzelnen Einkommensteuererklärungen der Gesellschafter wiederfinden. Da die Einnahmeüberschussrechnung einer GbR identisch mit der eines Unternehmers ist, stellt diese zusätzliche Anforderung kein Problem dar. Beigefügt werden muss nur noch eine kurze Erklärung über die Gewinnverteilung auf die einzelnen Unternehmer.

Eine Besonderheit liegt im Falle eines höheren Einkommens vor. Sollte der Jahresumsatz mehr als 500.000 Euro bzw. der Gewinn mehr als 50.000 Euro betragen, unterliegt man der Bilanzierungspflicht (§ 141 Abs. 1).

Die Auflösung einer GbR

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist festgelegt, dass eine GbR durch den gemeinsamen Beschluss aller Gesellschafter aufgelöst wird. Weitere Auflösungsgründe sind die schriftliche Kündigung eines Gesellschafters oder Privatgläubigers, der Ablauf des Vertrages oder die Insolvenz eines Mitgliedes. Sollte einer der Gesellschafter sterben, löst sich die GbR nur auf, wenn keine Fortsetzungsklausel vereinbart wurde.

Fachbücher zur GbR

In vielen Fachbüchern zur Freiberuflichkeit wird die GbR kurz angesprochen. Zumeist wird das Thema jedoch nur oberflächlich behandelt und die verschiedenen Besonderheiten finden kaum Erwähnung. Wer sich also ausgiebig mit der Gesellschaft bügerlichen Rechts befassen möchte, wäre mit einem speziellen Fachbuch besser bedient. So zum Beispiel „Die GbR von A-Z“ , „So gründen Sie eine GbR“ (beide aus dem Verlag: Interna Aktuell) und „Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ (erscheint im Januar 09 im Schäffer-Poeschel-Verlag). ™