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SEO & Online-Marketing

SEO: Brücken nach Babylon

Den Begriff Brückenseite haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Brückenseiten helfen, wenn man mehr Besucher über Suchmaschinen bekommen will. Stimmt das überhaupt? Und wenn ja, wie legt man eine solche Brücke an?

Brückenseiten haben viele Namen, man kennt sie auch unter Begriffen wie Bridge Page, Trichterseite oder Gateway Page. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Seite, die vor eine andere geschaltet wird. Einen direkten Nutzen für den Besucher hat die Seite deshalb auch nur selten. Aber das ist auch nicht ihr Zweck …

Suchmaschinen sehen in etwa das, was ein ziemlich alter Browser sieht, und das ist nach heutigen Maßstäben nicht sehr viel. All die Errungenschaften moderner Web-Technik stören die Befindlichkeit der Suchmaschinen-Spider. Damit hätten wir schon einen Grund, um eine Brückenseite einzusetzen. Sie wird sehr einfach gestaltet, enthält echten Text, wenig Grafik und vor allem kein DHTML, keine Frames, kein Flash und so weiter. Statt die eigentliche Seite anzumelden, tut man das mit der Brückenseite und bekommt, wenn man dazu noch ein wenig Glück hat, eine bessere Position in der Suchmaschine.

Eine andere Anwendung ist problematischer: Wenn eine Brückenseite gut funktioniert, so sagt sich mancher Webmaster, warum dann nicht gleich 5 davon oder eine ganze Flotte? Da käme dann ganz schön was zusammen an Besuchern.

Tatsächlich wird das auch gemacht. Dutzende von an sich wenig nützlichen Seiten werden für jede andere Seite gestaltet, manchmal sogar für jedes (vermeintlich) wichtige Schlüsselwort oder für jede Suchmaschine extra. Für die Suchmaschinen und deren Benutzer ist das kein Vorteil, es gibt immer mehr Seiten mit immer weniger Inhalt. Das Finden wird schwieriger und gute Seiten werden in den Hintergrund gedrängt.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Hin und wieder kann eine Brückenseite eine sinnvolle Angelegenheit sein, die bessere Methode jedoch ist es, eine prima Website zu haben, die man auch ohne Tricks gern besucht.

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Impulskauf – Das schnelle Geld

Wer kennt sie nicht die Stände mit diversen Süßigkeiten an der Kasse jedes Supermarkts. Schnell wird hier noch der ein oder andere schwach und erwirbt einen leckeren Schokoriegel. Impulskauf nennt sich diese unüberlegte Anschaffung kurz vor Verlassen des Ladens, die jedes Jahr Millionen in die Kassen der cleveren Geschäftleute spült. Natürlich funktioniert dieses Konzept auch im Web. Aber Vorsicht: Sie müssen die besonderen Eigenschaften des Internets beachten.

Ganz so einfach, wie es zunächst aussieht, ist es natürlich nicht. Glaubt man ein mittlerweile großen Anzahl von Studien, werden anders als in der Offline Welt über 50% aller Käufe kurz vor Abschluss des Bestellvorgangs abgebrochen. Den Bestellprozess Ihrerseits zu stören, um Ihren potenziellen Kunden noch schnell ein super Angebot zu machen, dürfte deshalb nicht den Effekt haben, einen Impulskauf auszulösen. Eher werden noch mehr Kunden die Bestellung abbrechen als zuvor.

Um einen unüberlegten Kauf auszulösen muss man geschickter vorgehen. Und vor allem weit vorm eigentlichen Bestellprozess mit Warenkorb etc. ansetzen.

Knappheit
Ist ein Regal fast leer, hat dies eine interessante Wirkung auf die Einschätzung der Wertigkeit des entsprechenden Produktes. „Stark nachgefragt“ verbinden wir häufig mit einer positiven Beurteilung: Wenn so viele Menschen das Produkt gekauft haben, dann kann es doch gar nicht schlecht sein.

Noch interessanter wird es, wenn das knappe Gut etwas ist, was wir sowieso schon immer kaufen wollten. Auch wenn das Produkt in vielen anderen Läden vielleicht in großen Mengen verfügbar ist, kommt der Zwang auf, den Artikel gleich mitzunehmen. Vielleicht bekommt man ja sonst keinen mehr ab.

Dieses Phänomen lässt sich auch im Internet nutzen. Der Online-Shop Discount24 hat beispielsweise bei all seinen Angeboten eine unübersehbare Lagerstandsanzeige eingefügt. Ist ein Produkt knapp, blinkt diese Anzeige so auffordernd auf, dass man fast gar nicht anders kann, als sich das Angebot einmal genauer anzuschauen.

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Angebot bei discount24.de

Auch Amazon bedient sich mittlerweile dieser Taktik. Ist ein Buch knapp, so listet das Online-Kaufhaus die Anzahl der noch im Lager befindlichen Stückzahl auf.

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Knappes Lager bei Amazon.de

Begrenzte Angebotsdauer
Eine andere Form einen Impulskauf auszulösen, ist die begrenzte Gültigkeit eines Angebots. Der Reiseveranstalter Thomas Cook bot vor kurzem Flüge in der Hauptsaison nach Vancouver (Hin und Zurück) für nur 444,00 Euro pro Flug an. Das Angebot galt jedoch nur für einen Tag. Wer nicht schnell ohne lange nachzudenken anrief, um eines der nur in begrenzter Zahl verfügbaren Tickets zu ergattern, hatte das Nachsehen.

Wenn Sie Preise senken oder ein aktuelles Schnäppchen hereinbekommen, verknüpfen Sie doch das Angebot mit einer Zeitfrist: „Dieses Angebot gilt bis zum 13.06.03 und wird nicht verlängert“.

Besonders für Ihr e-Mail Marketing bietet sich dieses Taktik an. Wenn einer Ihrer Kunden per Mail ein aktuelles Angebot von Ihnen erhält, dann lassen Sie ihn nicht lange überlegen. Wenn der Konsument glaubt, dass er auf Ihre Offerte auch noch in einer Woche zurückgreifen kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ihre Nachricht einfach löscht.

Anders verhält es sich, wenn Sie schreiben, dass das vorliegende Sonderangebot nur für drei Tage gilt, nur eine begrenzte Stückzahl vorhanden und vielleicht nur mit einem in der Nachricht angegebenen Code günstiger zu erhalten ist. Wer jetzt eines der begehrten Produkte erstehen will, muss folglich sofort handeln und kann nicht gleich die e-Mail löschen.

Auch Amazon.com hat diese Taktik aufgegriffen. Das Instrument: die Goldbox:

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Amazons Gold Box

Bei der Goldbox handelt es sich um eine Schatzkiste, die jeden Tag 10 einmalige, besonders günstige Angebote bereithält. Jedes Angebot ist nur 60 Minuten gültig und danach für immer verloren.

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E-Business E-Commerce

Der optimale Preis steht im Internet

Preise sind codierte Informationen. Sie sagen den Konsumenten, was sich zu kaufen lohnt und was nicht. Doch wie findet man heute den richtigen Preis für sein Produkt? Dank Internet haben heute kleine Unternehmen die gleichen Möglichkeiten wie Konzerne – und können dabei sogar Geld verdienen.

Früher wurde der Preis anhand der Kosten gebildet. Man nahm die Kosten der Herstellung, addierte eine gewünschte Gewinnspanne – und schon hatte man einen Verkaufspreis. Noch heute bilden viele kleine Unternehmen Preise nach diesem simplen Modell. Ob diese Art der Preisfindung der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten entspricht, wird nicht geprüft und ist daher oft fraglich.

Große Unternehmen bilden ihre Preise in der Regel anhand repräsentativer Umfragen. Die Verbraucher werden gefragt, was Sie für ein bestimmtes Produkt maximal auszugeben bereit wären. Mit dieser Methode werden nicht nur präzise Preise abgeleitet, sondern auch unterschiedliche Kundensegmente bestimmt. Produktumfang und Preis der Premium- und Basisvariante können so gezielt festgelegt werden. Dass diese Art der Informationsgewinnung aufwändig und manchmal sehr kostspielig ist, liegt auf der Hand.

Wie kann man also diese kostspielige Methode mit dem Internet umgehen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich den Prozess einer Meinungsumfrage genauer anschauen. Eigentlich geschieht nichts anderes, als dass viele Konsumenten eine Aussage über Ihr individuelles Preislimit für das Produkt machen. Genau dies passiert derzeit bei jeder Online-Auktion. Konsumenten geben Gebote darüber ab, was Ihnen das Produkt wert ist. Der endgültige Auktionspreis ist derjenige, den die Konsumenten maximal auszugeben bereit waren.

In Amerika haben deshalb viele Unternehmen damit begonnen, Ihre Produkte über eBay zu verkaufen, um den Auktionspreis zu erhalten. Da eBay auch in Deutschland sehr stark genutzt wird, bietet sich dies auch für deutsche Unternehmen an.

Nehmen Sie also Ihr Produkt und starten Sie eine Auktion bei eBay (vorzugsweise nicht unter Ihrem Firmennamen). Führen Sie gleich mehrere Auktionen nacheinander durch. So erhalten Sie einen guten Preisdurchschnitt. Wenn Sie viel Zeit haben, sollten Sie dabei auch unterschiedliche Produktbeschreibungen und Bilder verwenden. So erfahren Sie nicht nur den Preis – sondern auch, wie der Markt auf unterschiedliche Marketingmaterialien reagiert.

Sinnvoll ist es, einen erfahrenen eBay Verkäufer für den Verkauf zu beauftragen. Diese Experten wissen, wann die beste Zeit und welches die beste Kategorie ist, um die Zielgruppe Ihres Produktes zu erreichen.

Vergessen Sie nicht, Ihre Preise regelmäßig zu überprüfen. Die Märkte unterliegen einem ständigen, dynamischen Wandel. Wenn Sie Ihre Preise kontinuierlich anpassen, sichern Sie sich so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

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E-Business E-Commerce

Cross-Selling – Auch im Internet erfolgreich

Cross Selling bedeutet, dem Kunden nach dem Kauf eines Produktes, gleich ein weiteres Produkt mitzuverkaufen. Diese Technik ist schon sehr alt und wird im herkömmlichen Einzelhandel mit großem Erfolg eingesetzt. Das klappt auch im Web.

Schuhverkäufer bieten bei jedem Schuhkauf ein passendes Lederpflegemittel oder einen Schuhspanner gleich mit an. Im Internet ist diese Technik ebenso erfolgreich.
Amazon.de empfiehlt unter der Überschrift „Kunden, die diese Buch gekauft haben, haben auch dieses Buch gekauft …“ weitere Bücher zum gleichen Thema.

Fast jede Website kann von Cross-Selling profitieren.
Hier ein paar Tipps:

Finden Sie zu jedem Produkt, dass Sie anbieten ein oder zwei Produkte, für die sich Ihr Kunde ebenfalls interessieren könnte. Dieses kann z.B. Zubehör, wie das Headset fürs Handy oder die 3D-Brille zur neuen Grafikkarte sein.

Nennen Sie diese Produkte am besten auf der Dankes-Seite nach der Bestellung.

Bedanken Sie sich für die Bestellung und teilen Sie Ihrem Kunden mit, welches außergewöhliche Zubehör es zu seinem jüngst erworbenen Produkt gibt. Es gibt nur wenige, die der Versuchung weiterzuklicken widerstehen können.

Falls Sie nur ein paar Produkte oder vielleicht nur ein einziges anbieten, dann versuchen Sie ein passendes Produkt von einer anderen Firma mitzuverkaufen. Oft ist der andere Unternehmer ebenfalls bereit, Ihr Produkt in sein Sortiment mit aufzunehmen.

Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht mit einem potentiellen Wettbewerber zusammenarbeiten. Machen Sie nur Partnerschaften mit Unternehmen, die komplementäre nicht ähnliche Produkt anbieten.

Ein Hersteller von Software für die Erstellung von Steuererklärungen könnte gleichzeitig das Handbuch „Wie erstelle ich schnell und effektiv meine Steuererklärung“ mitverkaufen.