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Social Media Strategie: Die besten Wochentage für reichweitenstarke Facebook-Posts sind … [Infografik]

Betreibt man eine Facebook-Seite als Unternehmen im Rahmen der eigenen Social Media-Strategie, so kann man damit verschiedene Ziele verfolgen. Welches konkrete Ziel Sie mit Ihrer Unternehmensseite im Hause des blauen Netzwerkriesens auch verfolgen mögen, im kleinsten gemeinsamen Nenner werden Sie jedenfalls Wert auf Reichweite legen. Wenn Sie etwas auf Ihrer Facebook-Fanpage veröffentlichen, dann wollen Sie mindestens, dass es so viele Leserinnen und Leser wie möglich findet. Wenn die dann noch kommentieren, liken oder teilen; umso besser! Eine neue Infografik stellt nach Branchen sortiert zusammen, wann die Chance, zur Kenntnis genommen zu werden, am größten ist…

Facebook, die Wochenend-Beschäftigung der allermeisten Nutzer

Buddy Media, Teil der Salesforce Marketing Cloud, und als solche Anbieter von Lösungen zur Verbesserung und Umsetzung von Marketing-Strategien in sozialen Netzwerken, ging her und sammelte im Zeitraum 1. April bis 31. Mai 2012 Daten zum Nutzerverhalten auf den 1.800 wichtigsten Facebook-Fanpages. Dabei wurden 15 verschiedene Branchen untersucht. Das Ergebnis waren empirische Erkenntnisse zur Frage, wann es sich in welcher Branche als besonders lohnenswert darstellt, etwas zu posten.

Eben diese Untersuchung nahmen die Grafiker der SEO-Agentur LinchpinSEO als Grundlage einer aussagekräftigen Infografik, mit deren Hilfe dieselbe Fragestellung weit schneller und quasi auf einen Blick beantwortet werden kann.

Schaut man sich die Einzelgrafiken der 15 untersuchten Branchen an, bestätigt sich schnell das Vorurteil, dass Facebook hauptsächlich eine Freizeitbeschäftigung ist. In allen untersuchten Branchen, mit Ausnahme der Technologie-Branche, erreicht man die besten Interaktionswerte mit Postings am Wochenende. In den meisten Fällen ist der Sonntag nochmal ein bisschen stärker als der Samstag, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Da werden sich die Mitarbeiter in den Marketingabteilungen größerer Unternehmen wohl nicht gerade freuen. So mag man es aus Mitarbeitersicht als positiv interpretieren, dass die Grafik nicht auch noch die optimale Uhrzeit berücksichtigt ;-)

Wir bei Dr. Web können ganz entspannt sein, bestätigt die Untersuchung doch eine Tatsache, die wir auch selbst schon ermittelt haben. In der Technologie-Branche erreicht man die höchsten Aufmerksamkeitswerte am Montag, Dienstag und am Donnerstag. Besonders der Montag zeigt direkt um 30% über dem Durchschnitt liegende Aufmerksamkeitswerte. Das passt prima in die übliche Vorstellung einer normalen Beschäftigung…

Natürlich gibt es noch Abstufungen zwischen den Branchen. So ist es nicht etwa Wochenende oder gar nicht. Schauen Sie sich die Grafik, die zu Ihrer Branche passt, am besten selbst an. Sie ist selbsterklärend.

Ein Klick auf die folgende Infografik öffnet das Original bei Visual.ly:

Links zum Beitrag:

  • [Infographic] Facebook: Best Days To Post, Segmented By Industry – LinchpinSEO Blog
  • Best Days To Post on Facebook, by Industry – Visual.ly
  • Profil von LinchpinSEO – Visual.ly
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Social Media Paradies: Twitter wesentlich effektiver nutzen mit Twtrland

Twtrland entstand am Strand. Beteiligt war ein Stück Papier und ein Stift, sowie eine nicht quantifizierte Menge Kaffee. Drei Brüder aus Israel stecken hinter dem Service, der ursprünglich erdacht wurde, um bei der Entscheidung behilflich zu sein, wem man nun auf Twitter folgen sollte und wem eben nicht. Auch heute noch ist diese Zweckbestimmung der wesentliche Nutzen, den man von Twtrland erwarten darf.

Twtrland bietet Informationen, die Twitter selber nicht bereit stellt

Seit einem guten Jahr existiert Twtrland bereits, konnte sich aber nie so recht eines Bekanntheitsgrades erfreuen, der dem Wert des Produkts gerecht werden würde. Das Jahr nutzten die Betreiber, um die optische Präsentation und die Informationstiefe so stark zu verbessern, dass ich heute so weit gehe, zu behaupten, dass Twitrland für die ernsthafte Twitternutzung unabdingbar ist. Sicherlich, man kann auch ohne den Dienst, aber mit ist es leichter und effektiver.

Stellen wir uns vor, wir wären eine Marke, eine neue noch dazu und würden eine Social Media Strategie entwickeln. Twitter käme garantiert darin vor. Nun wollen wir möglichst schnell eine möglichst große Reichweite aufbauen. Wem sollten wir dann bevorzugt folgen? Das hängt von der Zielgruppe ab. Richten wir unser Produkt an Frauen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Region?

Dann wäre es sinnvoll, relativ punktgenau Twitterern aus der Zielgruppe zu folgen. Dabei sollte es sich möglichst noch um solche handeln, die selber viele Follower, möglichst wieder aus der Zielgruppe haben und eine hohe Kommunikationsdichte erreichen, also viel twittern. Noch interessanter wäre es, wenn man gezielt solche Personen verfolgte, die bekannt dafür sind, sehr viel zu retweeten. So steigt die Chance, dass die eigenen Botschaften auch verteilt werden.

Gibt es nicht, denken Sie jetzt vielleicht. Wenn Sie in Richtung Twitter selbst schauen, haben Sie vollkommen Recht. Twtrland jedoch leistet genau das und noch ein bisschen mehr.

Viele Informationen können seitens des Dienstes natürlich nur algorithmisch unter bestimmten Annahmen ermittelt werden. Darunter fällt vor allem die Alterseinstufung der Twitternutzer. Insgesamt ist der Algorithmus bei allen Einstufungen beteiligt. Immerhin ist schon bei etlichen Twitter-Accounts die Frage, ob ein Mann oder eine Frau dahinter steckt, nicht einfach zu beantworten und die Ortsangaben, die Twitterer sich selbst ins Profil schreiben, stimmen bekanntlich auch nicht immer, so sie es denn überhaupt tun.

Laut Twitrland handelt es sich um selbstlernende Filter, die für die demografische und geografische Eingruppierung verwendet werden. In meinem kleinen Test am heutigen Morgen, durchgeführt an Accounts mir persönlich bekannter Twitterer, konnte ich verifizieren, dass die Filter tatsächlich in der Regel stimmige Ergebnisse auswerfen.

Natürlich ist der Service nicht perfekt, bedingt durch Limitierungen der Twitter API werden auch stets nur eine begrenzte Zahl von ungefähr 1.500 Tweets der untersuchten Profile in die Analyse einbezogen. Denoch ist es beeindruckend, um wieviel einfacher Twtrland die Suche nach – aus Marketingsicht – lohnenswerten Twitterprofilen macht.

Twtrland hilft, das eigene Profil besser kennen zu lernen

Auch bezogen auf das eigene Profil lassen sich wertvolle Informationen aggregieren, die man zwar teilweise theoretisch als Accountinhaber selber ermitteln könnte, auf Twtrland jedoch wesentlich übersichtlicher und tiefergehend ablesen kann.

Was ich nicht ohne weiteres hätte feststellen können:

  • Dr. Webs 5.877 Follower sind zu 74% Männer und zu 74% aus Deutschland.
  • 19 % der Follower sind Twitter-Neulinge, 75% regelmäßige, dabei durchschnittlich aktive Nutzer, bei 5% handelt es sich um sogenannte Power-User
  • Von 100 Dr. Web Tweets werden 68 retweetet

Bezogen auf die Demografie und regionale Verteilung der Follower kann ich jetzt noch tiefer einsteigen. So erfahre ich:

  • Die 74% der männlichen Nutzer entsprechen nicht den 74% der Nutzer aus Deutschland. Der Anteil deutscher Männer liegt bei 68%.
  • Die deutschen Follower kommen zu 30% aus NRW, zu 25% aus Bayern und zu 18% aus Baden-Württemberg. Die restlichen Bundesländer sind höchstens einstellig vertreten.
  • 35% der deutschen Follower sind zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Das sind mal Insights, oder nicht? Marketeers bekommen feuchte Hände angesichts dieser Informationsfülle.

Ergänzt wird das Portfolio um Basisdaten, etwa die Zahl der durchschnittlichen Tweets pro Tag, sowie eine Auflistung der erfolgreichsten Tweets des Profils.

Links zum Beitrag:

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Google+: Android-Apps und Musiktitel jetzt direkt über den Stream teilbar, komplett mit Store-Integration

Das ist mal eine schöne Funktion für den technik-begeisterten Android-Fan und den Hobby-DJ. Offenbar mit den jüngsten Updates rund um den Google Play Store wurde sowohl für Musik-Titel, wie auch für Apps die Möglichkeit integriert, diese direkt über das eigene Profil im Rahmen eines Beitrags mit der Followerschaft, wahlweise der Öffentlichkeit, zu teilen. Die Vorgehensweise ist noch (?) unterschiedlich.

Google+: Apps im Stream teilen

Das Teilen von Apps im eigenen Stream funktioniert so, wie das Teilen externen Contents auf G+ immer funktioniert. Abgesehen von der paar speziellen Buttons, über die man Videos, Links etc. teilen könnte, funktioniert stets auch das Einkopieren der URL in das Beitragsfenster mit dem Text „Was gibt’s Neues?“.

Auf die gleiche Weise teilen wir Apps. Also, zunächst suchen wir uns im Play Store die entsprechende App, kopieren aus der Adressleisten deren URL aus und kopieren sie per Strg + V unter Windows oder Cmd + V auf Macs in das Beitragsfenster. Nach kurzer Bedenkzeit präsentiert G+ die App so:

Je nachdem, ob es sich um eine Kauf- oder Gratis-App handelt, werden die korrekten Buttons eingebunden.

Google+: Musik im Stream teilen

Die Vorgehensweise in Google Play Musik ist einfacher. Ausgehend vom Store sucht man einen Künstler oder direkt ein konkretes Album oder Stück. Komfortabel teilen lassen sich derzeit nur einzelne Titel, die beim Hovern auch den Button „Teilen“ zeigen. Ein Klick darauf öffnet ein Popup mit dem bekannten Beitragsfenster aus Google+, der Titel ist bereits vorgetragen, alle erforderlichen Buttons, nebst Hörprobe sind gesetzt. Hier ergänzen wir lediglich noch einen kleinen, möglichst geistreichen Text und klicken auf „Teilen“.

Ganze Alben lassen sich zwar über den +1-Button auch teilen. Dann wird jedoch lediglich ein Link zum Store gesetzt, etwaige Hörprobe-Funktionen oder Kaufmöglichkeiten sind nicht direkt in den Beitrag integriert.

Beide Funktionen bringen mich wieder ein Stück weiter von Facebook weg.

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Endlich: Instagram jetzt auch mit Web-Profilen

Instagram, die Filterzigarette unter den Bilderdiensten, hat mich bislang nicht begeistern können. Das lag im Wesentlichen daran, dass ich den Inhalt der Seite nicht sinnvoll konsumieren konnte. Die mobilen Apps waren mir zu hakelig, eventuell war ich auch nicht offen genug. Wie dem auch sei, die heutige Ankündigung Instagrams könnte für eine Wende sorgen. Denn beginnend mit dem heutigen Tage rollt der Fotoservice über das Web aufrufbare Profile für jeden Nutzer aus. Etwas Geduld ist angezeigt, der Rollout soll bis etwa Ende nächster Woche dauern.

Instagram mit Vanity-URLs im Web

Der Aufruf des eigenen Profils ist einfach über instagram.com/nutzername möglich. Verschiedene Netzprominente, wie MG Siegler und bekannte Marken, wie Nike, sind bereits mit ihren Webprofilen vertreten. Fotos lassen sich über das Web nach wie vor nicht hochladen, dazu bleiben die mobilen Apps für iOS und Android erforderlich.

Was allerdings geht, und das ist ja auch nicht ohne, ist das Folgen, Liken und Kommentieren anderer Nutzer samt deren Bilder, sowie die Bearbeitung des eigenen Profils über den Browser. Sichtbar sind alle Bilder mit entsprechender Kennzeichnung für die korrespondierenden Personenkreise. Öffentlich frei gegebene Bilder sind dementsprechend öffentlich abrufbar.

Als „Privat“ gekennzeichnete Fotos sind nur von eingeloggten Nutzern einsehbar, die zudem vom Accountinhaber die entsprechende Berechtigung zugewiesen bekommen haben müssen. Insofern unterscheidet sich die Ansicht im Webprofil nicht von derjenigen über mobile Apps.

Instagram hat einen guten Job gemacht. Die Webprofile sehen ansprechend aus. Leichte Reminiszenzen an Facebook sind zwar unverkennbar, aber letztlich muss auch nicht stets das Rad neu erfunden werden. Vermutlich ist es eine Frage der Zeit, bis auch der Upload der Fotos über das Webinterface möglich werden wird.

Die unterentwickelte Webfunktionalität ist bereits seit Jahren der größte Kritikpunkt am Service. Im Grunde ist die Situation nicht nachvollziehbar, immerhin ist die komplette Instagram-Erfahrung kostenlos. Es ergibt demnach keinen Sinn, Nutzer bestimmter Plattformen auszusperren. Warum wurde das dennoch über zwei Jahre praktiziert?

Ich vermute, die Aussperrung der Webnutzer war Teil einer nicht ausgereiften Monetarisierungsstrategie. Man wollte eventuell doch noch irgendwann Geld mit den mobilen Clients verdienen. Glücklicherweise wurde Instagram dann im Frühjahr diesen Jahres von Facebook für eine Milliarde Dollar übernommen. Glücklicherweise aus Sicht Instagrams natürlich…

Zum Zeitpunkt der Übernahme für diesen horrenden Betrag hatte Instagram 12 Mitarbeiter, aber kein Geschäftsmodell. Möglicherweise fühlte sich Zuckerberg zu diesem Seelenverwandten hingezogen?

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Twitter hält Tweets zurück, die angeblich das Urheberrecht Dritter verletzen

Am gestrigen Tage teilte Twitter lapidar mittels eines Tweets eines leitenden Mitarbeiters der hauseigenen Rechtsabteilung mit, dass es den Umgang mit potentiell urheberrechtsverletzenden Tweets ab sofort ändert. Jetzt werden Tweets nicht mehr unsichtbar gemacht, sondern sichtbar ausgeblendet. Anstelle des beanstandeten Kurztexts zeigt der Kurznachrichtendienst eine eindeutige Meldung dergestalt an, dass transparent wird, hier wurde ein Tweet heruntergenommen. Das bringt Twitter erneut Kritik ein, sollte es aber eigentlich nicht.

Das DMCA-Verfahren: sofortiger Rechtsschutz online

Grundlage der neuen Kritik ist wohl die Unwissenheit über den amerikanischen Digital Millenium Copyright Act (DMCA). Der DMCA verpflichtet amerikanische Unternehmen dazu, Inhalte unzugänglich zu machen, von denen jemand behauptet, sie wären seine. Die Behauptung reicht völlig, ein Beweis ist nicht erforderlich. Wird ein Verstoß gegen den DMCA eingereicht, alle Dienste haben dafür einschlägige Formulare, muss innerhalb kürzester Zeit der Inhalt offline genommen werden. WordPress.com beispielsweise nimmt Beiträge auf Beitragsbasis offline. Will heißen, nur der beanstandete Beitrag wird unsichtbar, der Rest der Präsenz bleibt online.

Die missbräuchliche Verwendung der DMCA-Notices ist indes auch mittlerweile bekannt. Allein, die amerikanische Gesetzgebung bietet keine Alternativen. Wenn die Behauptung im Raum steht, muss gehandelt werden. Allerdings stellt eine missbräuchliche Verwendung einen Straftatbestand dar.

Sobald ein amerikanischer Betreiber den folgenden Text mit der Angabe entsprechender URLs liest, wird er tätig:

I have good faith belief that the use of the copyrighted materials described above and contained on the service is not authorized by the copyright owner, its agent, or by protection of law. I swear, under penalty of perjury, that the information in the notification is accurate and that I am the copyright owner or am authorized to act on behalf of the owner of an exclusive right that is allegedly infringed.

Die Aussage ist nicht ohne. Immerhin stellt man sich der Verfolgung anheim, sollte man unberechtigt eine Copyright-Verletzung mit den entsprechenden Folgen behaupten. Der angegriffene Seitenbetreiber kann nun mit einem ähnlichen Text eine Gegenanzeige einlegen und muss dabei erklären, sich auf einen Rechtsstreit einlassen zu wollen.

Beide Parteien müssen sich gegenüber dem Dienstbetreiber eindeutig als berechtigt identifizieren. Etwa 10 bis 14 Tage nach Einreichung der Gegenanzeige werden die angegriffenen Inhalte wieder sichtbar gemacht, sofern nicht zwischenzeitlich eine einstweilige Verfügung eines Gerichts die Sachlage regelt. Die Gegenparteien haben jetzt einen eindeutigen gegenseitigen Angriffspunkt, der zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung geeignet ist.

Twitters Reaktion ist eigentlich ein Musterbeispiel verantwortlicher Handhabung

So also könnte Twitter rechtskonform vorgehen, tut es aber nicht. Stattdessen werden ab sofort angegriffene Tweets sichtbar unsichtbar gemacht.

Das sieht dann so aus:

Bei angegriffenen Medieninhalten erscheint diese Mitteilung:

Es ist sofort klar, warum diese Vorgehensweise die bessere ist. Zunächst ist so dokumentiert, dass es einen entsprechenden Tweet überhaupt gegeben hat. Dieser lässt sich weiterhin verlinken, sogar diskutieren und sorgt auf diese Weise für Transparenz im Verfahren.

Anstatt Twitter zu kritisieren, sollte man ihnen zu der gefundenen Lösung gratulieren.

Links zum Beitrag:

  • Digital Millennium Copyright Act – Wikipedia
  • Copyright and DMCA Policy – Twitter
  • Ankündigung der neuen Vorgehensweise – Tweet
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E-Business Social Media

TwitrCovers.com liefert kostenlose, schicke Header für die neuen Twitter-Profilseiten

Vor knapp zwei Wochen führte Twitter eine Funktionalität ein, die Nutzer von Facebook und Google+ schon länger kennen. Mit sofortiger Wirkung ist es möglich, im eigenen Profil eine Kopfzeilengrafik, den Twitter Header, einzufügen. Diese Grafik wird fortan stets angezeigt, wenn jemand das Twitter-Profil des entsprechenden Nutzers aufruft, egal ob mit dem Desktop-Browser oder auf mobilen Geräten mit konformen Clients. Man kann sich über den Sinn der Aktion streiten, aber nachdem wir alle im tiefsten Inneren Spielkinder sind, werden wir vermutlich in immer mehr Profilen eben diese Header zu Gesicht bekommen. Was tun? Entfesseln wir jetzt unsere Kreativität und bauen einen fantastischen Header selber oder laden wir uns einen herunter? Denken Sie über die letztgenannte Alternative nach, kann ich Ihnen behilflich sein. Der neue Dienst TwitrCovers.com hat so einiges im Portfolio.

TwitrCovers.com: Header für jeden Geschmack, komplett kostenlos

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags zählt TwitrCovers.com rund 300 verschiedene Headergrafiken unterschiedlicher Qualität. Ich fand jedenfalls spontan einige Dutzend brauchbare Vorschläge. Haben Sie den passenden Header gefunden, laden Sie ihn auf die lokale Festplatte herunter.

Dann surfen Sie zu Twitter, loggen sich ein, klicken auf das Zahnrad-Icon oben rechts und wählen “Profil bearbeiten”. Auf dem nun sichtbaren, linksseitigen Menü wählen Sie “Design”. Rechts erscheinen die Design-Optionen. Wir interessieren uns für die zweite Sektion namens “Erstelle deinen eigenen Hintergrund”. Hier klicken Sie auf “Kopfzeile ändern”, woraufhin sich das Dateisystem öffnet. Nun wählen Sie den zuvor herunter geladenen Header aus und bestätigen mit “Öffnen”.

Der gewählte Header wird jetzt in einem Overlay angezeigt. Hier können Sie die Darstellung anpassen, indem Sie mittels eines Sliders in das Bild einzoomen und per Drag den Bildausschnitt verändern, der letztlich innerhalb des Headers angezeigt werden soll. Ist alles wie gewünscht, klicken Sie auf “Speichern”. Sie verlassen das Overlay und müssen nun auf der Seite mit den Design-Optionen erneut “Änderungen speichern” klicken, damit die neue Headergrafik tatsächlich in Effekt tritt. Fortan sieht die Welt Ihr Twitter-Profil in zeitgemäßer Optik.

Folgend zeige ich Ihnen einige Beispiele aus dem breiten Portfolio des Dienstes TwitrCovers.com. Die Auswahl erfolgte unter dem völlig objektiven Kriterium meines persönlichen Geschmacks ;-)

Links zum Beitrag:

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Hootsuite übernimmt Seesmic: Hat der Bessere gewonnen?

Es war absehbar. Es war absehbar, dass nicht beide Unternehmen im neuen Twitter-Ökosystem ihren Platz finden würden. Und im Grunde war es auch absehbar, betrachtet man Seesmic und Hootsuite nebeneinander, dass es wahrscheinlicher sein würde, Hootsuite machte das Rennen. Denn während Hootsuite proaktiv auf Twitter zuging und sich frühzeitig und als einer der ersten Drittanbieter den Status eines „Twitter Certified Products“ sicherte, befand sich Seesmic seit Monaten auf dem Rückzug. Den vorläufigen Höhepunkt fand der Niedergang (schön, oder?) Seesmics mit der Übernahme und nachfolgenden Verstümmelung des bis dahin extrem populären Dienstes Ping.FM. Jetzt ist Seesmic insgesamt Geschichte…

Seesmic: Glanzvoller Start mit großen Erfolgen

Es begann alles vielversprechend. Loic Le Meur, polarisierender Firmenchef Seesmics, schien klare Visionen von der Zukunft sozialer Netzwerke zu haben und war als Redner auf den diversen Konferenzen dieser Welt omnipräsent. Vielleicht hätte ihm damals zur Verbesserung der Bodenhaftung mal jemand Helmut Schmidts Einstellung mitteilen sollen. Der sagte bekanntlich: „Ein Mensch, der Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen.“

Dabei stellte Seesmic vor einigen Jahren, zunächst als AIR-Tool, dann auch als Web-App und auf den diversen mobilen Plattformen, weitgehend die Funktionalität bereit, die heutzutage von Hootsuite dominierend ausgeliefert wird. Sogar eine native App, etwas das Hootsuite bis zum heutigen Tage fehlt, stellte man zur Verfügung.

Auch das Prinzip, weitere Funktionen via Plugin zuzufügen, hatte Seesmic schon früh realisiert. So konnten auch Enterprise-Dienste, wie Yammer und Chatter frühzeitig mit Seesmic verwendet werden. Das invisibli-Plugin sorgte für Auswertemöglichkeiten, wie man sie jetzt in Hootsuite kennt. Wann also kam der Bruch?

Verfolgt man Seesmics Entwicklung zurück, stellt man fest, dass eine ganze Weile der Enduser im Fokus des Produkts stand. In dieser Zeit wurden Desktop- und mobile Apps entwickelt und kostenlos verfügbar gemacht. Die Entwicklung ging rasant vonstatten. Auch hier bei Dr. Web sprachen wir mehrfach Empfehlungen für Seesmic aus. Nach der Integration von Salesforce Chatter, einer Alternative zu Yammer, schien das Unternehmen den Enterprisemarkt als Geldquelle für sich nicht zu entdecken, eher zu vermuten. Seesmic CRM wurde ins Leben gerufen, Salesforce-Kunden waren die Zielgruppe. Salesforce betreibt das weltweit erfolgreichste Customer Relationship Managementsystem (CRM), das als Software-as-a-Service (SaaS) betrieben wird.

Parallel dazu versuchte das Unternehmen, das Endkundenpotenzial zu monetarisieren, indem Pro-Versionen der Seesmic-Mobilapps angeboten wurden. Welcher der beiden Wege letztlich nicht funktioniert hat, kann nur vermutet werden. Ich schätze, der eine ist gescheitert, während der andere auch nicht erfolgreich war.

Seesmic: Keine Fantasie zur Fortentwicklung

Zuletzt wollte Seesmic nach der Übernahme von Ping.FM nochmal richtig durchstarten. Allerdings ging gerade dieser Schuss komplett nach hinten los. Auch wir bei Dr. Web schrieben Anfang Juli 2012 „Seesmic Ping: So tötet man einen populären Service“ und bezeichneten es rundheraus als Frechheit, das Seesmic von einer Fortentwicklung des Ping.FM-Dienstes sprach, wo es sich eigentlich um eine Verstümmelung handelte, von ehemals 32 Diensten, die man automatisiert ansprechen konnte, blieben ganze vier übrig. Für den neuen Dienst rief man zudem Preise auf, die sich mit allen wassern gewaschen hatten.

Zur Wettbewerbssituation mit Hootsuite meinten wir:

An dieser Stelle konkurriert Seesmic Ping – kommerziell betrachtet – in erster Linie mit Hootsuite, deren Angebot allerdings funktional über Seesmic Ping hinaus geht. Auch Hootsuite bietet einen kostenlosen Account. Dieser ist dann auf fünf Social Media Konten beschränkt, statt der drei bei Ping. Jedoch gibt es keinerlei Begrenzung bei der Zahl der täglichen Postings. Und selbst wenn man die Pro-Version von Hootsuite zu benötigen glaubt, weil man umfangreiche Berichte rund um die Statistik der eigenen Aktivitäten haben möchte, liegt man mit $ 9,99 monatlich deutlich unter den Werten, die Seesmic Ping aufruft. Zudem ist Hootsuite ein vollwertiger Client im Stile von Tweetdeck und anderen und nicht eine reine Statusmeldungsabschussrampe wie Seesmic Ping. Den vier Services von Ping setzt Hootsuite immerhin sieben entgegen. Neben Twitter, Facebook und LinkedIn stehen noch Foursquare, WordPress, MySpace und mixi zur Verfügung. Versenden nach Zeitplan kann Hootsuite ebenfalls.

Man musste also kein Prophet sein, um zu erkennen, dass Seesmic Ping ein Angebot ohne nennenswerte Marktchancen war.

Jetzt also ist Schluss mit Seesmic insgesamt. Hootsuite kaufte das Unternehmen. Es ist nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der sich verschärfenden Konkurrenz und unter dem Licht der aktuellen Twitter-API-Änderungen ein logischer Schritt. Hootsuite kann verschiedene Assets des Unternehmens gut gebrauchen. Da wäre die CRM-Erweiterung zu nennen, aber auch die nativen Desktop-Apps, sowie die breitere Palette an mobilen Apps. Hootsuite verfügt bis jetzt auch nicht über eine Windows Phone App, Seesmic hingegen schon.

Die offiziellen Äußerungen, auch aus dem Hause Seesmic sind jubelig wie immer. Seesmic verspricht, den Übergang so geschmeidig wie möglich für die bestehenden Nutzer zu gestalten. Das dürfte schwierig werden…

Links zum Beitrag:

  • HootSuite Acquires Seesmic – Hootsuite-Blog
  • SEESMIC HAS BEEN ACQUIRED BY HOOTSUITE – Seesmic-Blog
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Schlagbaum: Twitter API v1.1 offiziell vorgestellt, bringt weitere Änderungen

Das ging schnell. Gestern stellte Twitter die im August vage für den Herbst angekündigte Version 1.1 ihrer API (Application Programming Interface) offiziell vor. Wie zu erwarten war, wurden alle angekündigten Beschränkungen umgesetzt. Dr. Web berichtete darüber. Die neu hinzugekommenen Klarstellungen im Detail dürften dennoch viele Entwickler überraschen. Denn, wie immer, steckt der Teufel genau darin, im Detail.

Twitter: Strenge Kontrolle des eigenen Markenzeichens

Beginnen wir mit einer Klarstellung aus dem Hause des Zwitscherdienstes, die Entwickler eher besänftigen denn aufregen wird. Viel diskutiert wurde nämlich die Beschränkung der API-Verwendung auf maximal 100.000 Token (lies: Kunden) pro Client, die einmalig um maximal das Doppelte dessen überschritten werden dürfe, basierend auf den tatsächlichen aktuellen Zahlen. Instapaper-Erfinder Marco Arment sah hierin eine Einschränkung, die zwar harmlos wirke, aber tatsächlich einen massiven Impact auf viele Twitter verwendende Apps haben werde. Schon das kleine Teilfeature „Liked By Friends“ seines eigenen Dienstes benötige nämlich mehr als 100.000 Token, wie solle es dann erst bei Apps aussehen, die Twitter stärker im Kern ihrer Anwendung hätten?

Twitter stellt hierzu klar, dass sich die Beschränkung auf 100.000 Token ausschließlich auf solche Apps beziehe, die die Kernfunktionalität Twitters replizieren, mithin also Nachbauten der Twitter-Clients ohne weiteren Mehrwert darstellen. Alle anderen Applikationen seien von der Einschränkung nicht betroffen. Arment und andere können sich entsprechend beruhigen. Ebenfalls nicht betroffen sind Applikationen, die unter dem Programm „Twitter Certified Product“ laufen, darunter beispielsweise Hootsuite. Letztgenannte App ist insofern besonders interessant, weil sie zumindest zu großen Teilen exakt die Twitter-Kernfunktionalität repliziert. Es scheint auch hier zu sein, wie es überall ist: Alle sind gleich, nur manche sind gleicher.

Ebenfalls wie erwartet umgesetzt wurde die exakte Definition, wie ein Tweet anzuzeigen ist. Hierfür sind entsprechende Anforderungen gleichsam erlassen worden. Unterteilt nach der Darstellung in Desktop-Anwendungen und Mobil-Apps legt Twitter genauestens die Anzeige des Tweets fest. So sieht das auf einem Desktop künftig durchgängig aus:

Hinsichtlich der möglichen Aktionen Follow, Reply, Retweet und Favorite wird klar gestellt, dass diesen keine weiteren Aktionen Dritter hinzugefügt werden dürfen, die den Kernfunktionen ähneln. Damit dürften auf den ersten Blick Befürchtungen, man könne keine weiteren sozialen Netze per Button integrieren, nicht einmal mehr Tweets zu Späterlesediensten senden, ausgeräumt sein. Schaut man allerdings in das neue „Rules of the Road Summary„, so findet man dort die unmissverständliche Anweisung:

Wenn Ihre Anwendung mit Twitter-Daten arbeitet, nehmen Sie diese Daten nicht und machen sie über eine API verfügbar, senden Sie sie nicht an andere Cloud-Dienste und so weiter.

Auf das Branding, die Wahrung des eigenen Markenzeichens indes, legt Twitter allergrößten Wert. So muss auch in Drittanwendungen stets sichergestellt bleiben, dass dem Nutzer deutlich ist, er schaut gerade auf einen Tweet und dieser Inhalt stammt von Twitter. Das Twitter-Logo muss stets angezeigt werden und auch auf den Dienst verlinkt sein. Übrigens: Die Display-Richtlinien treten, anders als die API 1.1 bereits am 5. Oktober 2012, also in einem knappen Monat, in Kraft.

Twitter wirft XML, RSS und Atom aus dem Programm

Twitter-Content konnte bislang in mehreren Formaten aus dem Dienst gezogen werden. Klar war, dass Twitter JSON aufgrund vielfältiger Vorteile bevorzugt. XML wurde bereits vor einiger Zeit fallen gelassen. Jetzt aber beendet der Dienst den Support für alle übrigen Protokolle und beschränkt sich komplett auf JSON. Damit stehen keine Twitter-RSS- oder Atom-Feeds mehr zur Verfügung. So wird die einfachste Möglichkeit der Inhalteverarbeitung gekappt.

Wer also in API 1.1 Inhalte aus dem Twitter-Stream beziehen will, muss das mittels JSON und unter entsprechender Einzelauthentifizierung via OAuth tun. Das ist in etwa vergleichbar mit der Schließung der Grenzen zwischen Frankreich und Deutschland und der Ermöglichung des Übertritts vom einen ins andere Land nur noch durch eine Schranke unter Vorzeigen des Personalausweises.

Technisch ist JSON die bessere Lösung, das soll gar nicht in Frage stehen. In dem aktuellen Blogbeitrag „More Tweets across the Web“ zeigt Produktmanager Brian Elin die Benefits der Lösung auf. Ein zugehöriges Beispielwidget in der rechten Sidebar des Twitter-Blogs lässt die Vorteile erkennen.

Auch nach der weitgehenden Klarstellung der kommenden Änderungen in verschiedenen Dokumenten bleibt der schlussendliche Impact der Änderungen auf das Ökosystem unklar. Am 5. März 2013, wenn die API 1.1 endgültig in Kraft tritt, werden wir sehen, was von den lieb gewonnenen Diensten der vergangenen Jahre noch übrig geblieben sein wird.

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E-Business JavaScript & jQuery Programmierung Social Media

jQuery Socialist: Alle Social Media Streams an einem Platz

Das Leben kann so einfach sein. Das sehr komfortabel zu bedienende jQuery-Plugin Socialist aggregiert nahezu beliebig viele Social Media Streams in einer grid-basierten, sehr modernen Übersicht. Dazu bedient es sich einer an Pinterest erinnernden Optik, liefert andere Theme-Vorlagen mit und verhält sich zudem responsiv. Wer’s lieber mag, kann den Stream auch in langweiliger Listenoptik generieren lassen.

Socialist: Streams als Array hinterlegen, der Rest geht automagisch

Socialist aggregiert die Streams aus Facebook, Twitter, LinkedIn, Flickr, YouTube, Tumblr, Pinterest, Craigslist und Google+. Da es aber grundsätzlich jeden RSS-Feed verarbeiten kann, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Socialist ist in der Lage, die genannten Streams einzeln darzustellen, aber auch in beliebiger Kombination zu kumulieren.

Das funktioniert sehr einfach über die Definition eines Arrays, welches die zu aggregierenden Streams definiert und auf einen beliebigen DIV-Container angewendet wird. Das sieht zum Beispiel so aus:

    $('#mydiv').socialist({ 
        networks: [ 
            {name:'facebook',id:'in1dotcom'}, 
            {name:'tumblr',id:'in1blog'}, 
            {name:'twitter',id:'in1_'}, 
            {name:'pinterest',id:'potterybarn/Fall-Weddings-by-Pottery-Barn'}, 
            {name:'youtube',id:'potterybarn'}, 
            {name:'googleplus',id:'105588557807820541973/posts'}, 
            {name:'rss',id:' http://feeds.feedburner.com/good/lbvp'} 
        ], 
        maxResults:4 
    }); 
 
    

In diesem Falle würden Streams aus Facebook, Tumblr, Twitter, Pinterest, YouTube und Google+ zusammengeführt und von einem RSS-Feed aus Feedburner ergänzt. Das Array networks, dessen Codeaufbau sicherlich auf den ersten Blick verständlich ist, macht es möglich.

Pro Zeile wird ein Stream definiert. Unter name gibt man die Herkunft, etwa Facebook an und unter id legt man den entsprechenden Account ab, Im Falle von Facebook also den Namen des eigenen (oder fremden) Profils. In Sachen Google+ wird die kryptische Zahlenkombination hinterlegt, die uns Google momentan noch als Account-Bezeichnung aufbürdet. Bei RSS-feeds ist unter id die Feed-URL zu hinterlegen. Mit dem Parameter maxResults kann die Zahl der abzurufenden Inhalte pro Stream begrenzt werden. Im obigen Beispiel werden aus jedem Stream maximal vier Inhalte angezeigt.

Weitere mögliche Parameter legen fest, welche Inhaltsteile aus den Streams zur Anzeige gelangen sollen, so könnte man das Grid etwa nur mit Bildern bestücken, wenn man so wollte. Ebenso ist einstellbar, in welcher Größe die einzelnen Kacheln erscheinen, respektive, ob die Streams überhaupt gekachelt dargestellt werden sollen. Zur Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes können maximale Längen für Überschriften und Texte definiert werden.

Socialist setzt jQuery ab Version 1.6 voraus und integriert die Plugins Isotope und Cross Domain Ajax, die somit nicht separat eingebunden werden müssen. Mithin reicht der folgende Aufruf an geeigneter Stelle:

  
     

Socialist steht unter der MIT-Lizenz kostenlos zur privaten und kommerziellen Anwendung bereit. Wie so oft, ist es auch hier das integrierte Isotope-Plugin, das den Einsatz auf den privaten Bereich beschränkt, da es für kommerzielle Nutzung eine kostenpflichtige Lizenz voraussetzt. So kann Socialist kommerziell kostenlos nur genutzt werden, wenn man auf die Grid-Ansicht verzichtet und die Streams in Listenoptik darstellen lässt.

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Ruhe jetzt! Google+ nun auch mit Stummschaltung

Das Team von Google+ scheint fast schon ein bisschen hyperaktiv. In schneller Folge werden neue Funktionen realisiert. Jetzt glänzt das Netzwerk mit verbesserten Möglichkeiten, die Sichtbarkeit eigener, wie fremder Beiträge im Newsstream zu konfigurieren.


Einstellmöglichkeiten am einzelnen User

Alles oder nichts! Jetzt möglich bei Google+…

Es sind drei Änderungen, die Googler Austin Chang am heutigen Abend ganz stilecht via Google+ verkündet. Bereits im letzten Jahr führte der Suchmaschinenriese ein Facebook-ähnliches Feature ein. So konnte man via Slider einstellen, welche Beiträge welcher Kreise man im Stream “Alle Kreise” immer vollständig oder eben weniger intensiv angezeigt bekommen möchte.

Diese Konfigurationsmöglichkeit bricht Google+ nun auf einzelne Nutzer herunter. Ich kann also künftig bei jedem meiner Eingekreisten entscheiden, wie viele der Beiträge dieser Person ich im Hauptstream sehen will.

Bei meinen eigenen Beiträgen kann ich künftig entscheiden, ob ich die Mitglieder des Kreises, mit dem ich einen bestimmten Beitrag teile, zusätzlich per E-Mail über meine soeben geposteten Ergüsse informieren möchte. Das Feature dürfte mindestens in Deutschland allerdings auf weniger Gegenliebe stoßen. Wer will schon aus seinen Kreisen zusätzlich mit Mails bombardiert werden?


Lust auf Spammen? Geht jetzt…

Die dritte Änderung verfolgt die umgekehrte Zielrichtung. Immer wieder gibt es Leute in den eigenen Kreisen, die plötzlich hyperaktiv kommunizieren, möglicherweise ihre Begeisterung entdecken für Themen, über die man nun wirklich nicht informiert werden möchte. Jetzt muss ich solche Menschen, die ansonsten möglicherweise ganz nett sind, nicht mehr entweder auskreisen oder deren Beitragsstakkato erdulden. Ich kann sie schlicht auf “Stumm” schalten. So bleiben sie in meiner Nähe. Ist das zum Exzess getriebene Häkelhobby ausgelebt und durckommuniziert, was meist eine Frage der Zeit ist, hebe ich die Stummschaltung wieder auf.


Stummschaltung

Google rollt die Änderungen über die nächsten zwei Wochen aus. Also nicht frustriert sein, wenn es derzeit bei Ihnen noch aussieht wie zuvor.

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Google+ Ripples: Analysetool für öffentliche Google+ Beiträge und beliebige URLs

Ich bin durch Zufall beim entspannten sonntäglichen Surfgang darauf gestoßen. Um einen meiner Beiträge in Googles alternativem sozialen Netzwerk zu bearbeiten, klickte ich den kleinen Pfeil rechts oben am Beitrag an. Im dann abklappenden Menü fiel mir am Ende ein Menüpunkt auf, den ich dort noch nie zuvor gesehen hatte. Dort stand: “Verbreitung anzeigen”. Ein Klick darauf führte mich zu Google+ Ripples. Nanu?

Welche Aktivität öffentliche Beiträge auf G+ erzielen, kann mit Ripples nachvollzogen werden

Ripples, kleine Wellen im sozialen Meer, erzeugt ein Beitrag auf Google+ erst durch mehrfaches Teilen. Dieses mehrfache Teilen, welches sich durch das kleine Pfeilsymbol rechts unten am Beitrag, gepaart mit einer Zahlenangabe, visualisiert, kann man auch genauer unter die Lupe nehmen. In Form von Kreisen, die wohl die wellenförmige Ausbreitung der kleinen Beitragstropfen symbolisieren sollen, stellt Google+ Ripples den Impact im sozialen Netzwerk dar.

Interessant dabei: Die Visualisierung kann nicht nur für die eigenen öffentlichen Beiträge gestartet werden. Vielmehr lassen sich so alle öffentlichen Beiträge beliebiger User mit Ripples visualisieren. Social Media Strategen werden ihre helle Freude daran haben.

So kommt man in Google+ Ripples: Zunächst sucht man sich einen mehrfach geteilten Beitrag. Naheliegenderweise lässt sich Ripples nur aufrufen, wenn ein Beitrag mindestens ein weiteres Mal geteilt wurde. Dann klickt man auf den kleinen Pfeil oben rechts und wählt aus dem Menü “Verbreitung anzeigen”:

Nun öffnet sich umstandlos die Oberfläche von Google+ Ripples, die einerseits grafisch in Form von Kreisen, andererseits schlicht in Listenform die Verbindung eines Beitrags zu den geteilten Varianten zeigt. Das kann bei dem zwei Mal geteilten Beitrag meiner Wenigkeit so aussehen:

Oder etwas vielfältiger strukturiert sein, wie bei diesem Beitrag aus der digitalen Feder des Falk Hedemann, der sich unter den “Angesagten Beiträgen” auf Google+ befindet und bis jetzt über 40 Mal geteilt wurde:

Sind die Ripples alle voneinander unabhängig positioniert, wie bei Falk Hedemanns Beitrag, so bedeutet das, dass stets der Ursprungsbeitrag erneut geteilt wurde. Befinden sich Kreise in einem anderen Kreis, bedeutet das, dass der Beitrag quasi in einer Kette weitergeteilt wurde. A schreibt, B teilt As Beitrag, C teilt Bs Beitrag und so weiter.

Ripples stehen seit dem Frühling in Deutschland zur Verfügung. Ich behaupte aber mal, dass es immer noch einen großen Teil der Nutzerschaft gibt, die deren Existenz bislang nicht bemerkt haben. Ich jedenfalls gehöre zu dieser Gruppe.

Zusätzlich zur Analyse öffentlich geteilter Beiträge auf die eben beschriebene Art, können Ripple-Analysen auch per URL-Aufruf initiiert werden. Möchte man etwa den Verteilungsgrad einer bestimmten URL auf Google+ ermitteln, so tippt man in die Adresszeile seines Browsers:

https://plus.google.com/ripple/details?url=Name_der_URL

Das Ergebnis wird direkt visualisiert. Nehmen wir als Beispiel mal eine URL aus Techmemes aktuellen Top News und tippen den obigen Adress-String ein. Wir erhalten folgendes Ergebnis:

Übrigens findet sich rechts oben in der UI von Google+ Ripples ein Eingabefeld, in das man ebenfalls eine zu visualisierende URL tippen oder einkopieren kann. So erspart man sich den langen Adress-String.

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Twitters neue API: ganz schlechte Nachrichten für Entwickler

Twitter-Entwickler Michael Sippey lässt die Katze aus dem Sack, wenigstens ein Stück weit. Bereits vor einigen Wochen hatte der Kurznachrichtendienst angekündigt, man werde in Kürze striktere Richtlinien zum Umgang mit der Twitter-API definieren, um den Usern die Garantie einer konsistenten Nutzererfahrung geben zu können. Dr. Web berichtete darüber. Wie bereits erwartet werden durfte, stellen die nun angekündigten Änderungen schlussendlich das Aus derjenigen Geschäftsmodelle dar, die auf Entwicklung und Vertrieb alternativer Twitter-Clients aufgebaut sind.


Die Darstellung von Tweets wird künftig verpflichtend definiert.

Schluss mit Sonderfunktionen und guten Ideen: Tweets müssen immer dargestellt werden, wie Twitter es vorgibt

Twitter-Cards und Twitter-Ads haben im Grunde schon länger erahnen lassen, wo der Dienst hin will, respektive muss. Die Erkenntnis ist simpel: Um ein maximales Level an Monetarisierung erreichen zu können, muss Twitter die Hoheit über die Anzeige ihres Content auf allen Plattformen zurück erobern. So ist es für Twitter als Unternehmen nicht akzeptabel, Clients zuzulassen, die in der Lage sind, Twitter-Content anders darzustellen, als dies auf Twitter oder in den offiziellen Clients der Fall wäre, etwa Anzeigen direkt auszufiltern. Die beste Lösung für den Dienst wäre eine komplette Entfernung aller alternativen Clients. Die neue API geht in diese Richtung.

Folgende Änderungen in Twitters API-Richtlinie, die ganz harmlos als Version 1.1 bezeichnet wird, zerstören direkt Dritt-Clients:

  • Tweets müssen künftig in einer von Twitter definierten Optik und Funktionalität durch Dritt-Clients angezeigt werden, im Grunde exakt so, wie in der Twitter Web-App. Zusätzliche Funktionen, etwa Filter, sind nicht mehr zugelassen. Folge: Alle Clients werden sehr ähnlich aussehen, Alleinstellungsmerkmale, die dafür sprächen, einen alternativen Client den offiziellen Varianten vorzuziehen, entfallen nahezu vollständig.
  • Die Zahl der stündlich verfügbaren API-Calls wird von 350 auf 60 reduziert. Zusätzlich muss jeder API-Call authentifiziert erfolgen.
  • Die Zahl der maximalen Kunden pro Client wird mit Einführung der API 1.1 auf 100.000 limitiert. Clients, die jetzt bereits 100.000 Kunden oder mehr bedienen, dürfen maximal noch einmal um das Doppelte wachsen, dann ist Schluss. 100T Kunden klingt zunächst viel, reicht aber bereits für ein kleines Teilfeature (Liked By Friends) Instapapers, dem Späterlese-Dienst, der allein von Marco Arment betrieben wird, schon nicht aus, wie er selber aktuell in seinem Blog erläutert.

Schluss mit web-typischem Teilen und Aggregieren: All Your Tweets Belongs To Us

Auch Entwickler, die sich nicht mit reinen Clients beschäftigen, sondern für sich in Anspruch nehmen, auf der Wertschöpfungskette weiter nach oben gewandert bzu sein, wie es Ex-Twitter-Chef Dick Costolo vor ein paar Jahren einforderte, müssen sich Sorgen machen. Denn es gibt weitere Einschränkungen:

  • So dürfen Dienste den Twitter-Feed nicht abgreifen, um ihn in Zusammenhang mit anderen Dienste-Inhalten zu stellen. Das stellt etwa Flipboards Twitter-Integration in Frage. Auch Bilder aus Pic.twitter.com dürfen künftig nur noch im Zusammenhang mit dem Tweet, an dem sie hängen, dargestellt werden, nicht mehr in einem separaten Fenster oder gar als Galerie.
  • Die neue API wirft für Dienste, die sich um Eingliederung von Content bemühen, viele Fragen auf. Insbesondere die Regelung, die besagt, dass ein Tweet neben den üblichen Funktionalitäten, wie Retweet etc., nicht mit zusätzlichen Aktionen ausgestattet werden darf, kann weitreichende Folgen haben. So wäre es bei strenger Auslegung nicht mehr ohne manuelles Aus- und Einkopieren möglich, Tweets auf anderen Diensten als Twitter selber zu teilen oder sie in einen Readlater-Dienst zu schreiben.

Soweit die wichtiigsten Einschränkungen. Generell empfiehlt Twitter Entwicklern, „direkt“ mit Twitter zu kooperieren. So könne man sie besser in die richtige Richtung „leiten“ und Probleme vermeiden. Die neue API ist im Frühherbst zu erwarten und wird dann einen Migrationszeitraum bis März 2013 erlauben. Danach wird die Twitter-Welt ihre Vielfalt eingebüßt haben…

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Update: Google+ Apps für Android und iOS rüsten Hangouts On Air nach

Das ging schnell. Eben erst wurden Hangouts On Air auch für Deutschland verfügbar, schon schieben die Kalifornier ein Update der Apps zu Google+ für Android und iOS nach. Damit ist die Teilnahme an Hangouts On Air auch von unterwegs aus möglich. Zudem wurde die Altersbeschränkung bei mobilen Hangouts insgesamt gelockert.

Google+: Das hohe Update-Tempo bleibt erhalten

Seit etwas über einem Jahr ist das alternative soziale Netzwerk aus Mountain View nun am Markt und kann nach eigenen Angaben bereits mehr als 170 Millionen Nutzer zählen. Ich selbst gehöre seit dem Start des Dienstes zu den aktiven Verwendern der Plattform. Von Beginn an brachte Google in schneller Folge neue, interessante und stabile Features und hörte sehr genau auf das Feedback der Early Adopters. Bislang konnte Google+ zwar nicht erfolgreich in Facebooks Gefilden wildern. Allerdings wird das von vielen G+ Nutzern eher als Vorteil gesehen. Auf G+ stehen fachliche Informationen, sowie politischer Diskurs stark im Vordergrund, während viele in Facebook eher die private Lol-Cats-Kommunikation repräsentiert sehen.

Auch die mobilen Apps entwickelte das G+ Team rasant weiter, wenn es auch eine erhebliche Verzögerung in der Verfügbarkeit der tablet-optimierten Versionen gab. Erst anlässlich der letzten Google I/O vor wenigen Wochen rang sich der Suchmaschinenriese endlich dazu durch, die seit Monaten lang ersehnten Apps an den Start zu bringen. Insgesamt scheint die Google I/O neuen Schwung in die Entwickler geblasen zu haben, denn seither glänzt Google mit regelrechten Innovationsschüben in vielen Bereichen ihrer Tätigkeit.

Nun also bringt man die ebenfalls lang ersehnten Hangouts On Air auf die mobile Plattform. Allerdings kann man derzeit vom Smartphone oder Tablet aus nur an Hangouts On Air teilnehmen, nicht aber solche selber starten. Ich wüsste ohnehin nicht, wieso man einen Livebroadcast über Mobilfunknetze beginnen wollen sollte, aber sicherlich lassen sich dazu plausible Anwendungsfälle ersinnen. Die Erlaubnis, mobil an Hangouts teilnehmen zu können, erweitert Google mit dem neuen Update auch auf Teenager ab 13 Jahren, womit sie nur konsequent auf die mobile Plattform bringen, was bereits seit einiger Zeit über die Web-App möglich ist.

Kleiner Seitenhieb der iOS-Version: Sofern Chrome für iOS installiert ist, öffnen sich Weblinks aus G+ heraus jetzt in Googles Browser, nicht mehr im Mobile Safari. Die G+ App steht für iOS als Universal-App hier und ebenfalls als Universal-App für Android hier bereit.

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Facebook: Hamburg nimmt Verfahren wegen automatischer Gesichtserkennung wieder auf

Johannes Casper, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, ist sauer, dienstlich sauer. Er steht auf dem Standpunkt, Facebooks automatische Gesichtserkennung, die ohne vorherige Zustimmung des Nutzers eine biometrische Datenbank speist, sei rechtswidrig. Facebook verwendet das Feature schon seit geraumer Zeit nicht mehr, was Herrn Casper jedoch nicht reicht. Er besteht darauf, dass auch die bis zu diesem Zeitpunkt erstellte Foto-Datenbank gelöscht wird. Das allerdings verweigert der blaue Netzwerk-Riese aus Palo Alto.

Automatische Gesichtserkennung: Opt-Out ist in Europa nicht rechtmäßig

Der Streit zwischen Casper und Facebook ist rein verwaltungsrechtlicher Natur. Facebook verwendet ein Verfahren namens Opt-Out. Das bedeutet, wer an der automatischen Gesichtserkennung nicht teilnehmen möchte, muss das ausdrücklich erklären, also aus dem Verfahren austreten. In den USA ist dieses Verfahren üblich, die Datenschutzgesetze lascher. In Europa gilt stets das sogenannte Opt-In. Hier müssen Nutzer audrücklich ihren Willen erklären, an einem elektronischen Verfahren teilnehmen zu wollen. Tun sie das nicht, gilt das als Ablehnung.

Wie der Spiegel berichtet, steht Casper auf dem Standpunkt, dass die gesammelten Daten bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Praxis nicht Opt-In-konform sind und dementsprechend gelöscht werden müssen. Alternativ dazu könne Facebook auch eine nachträgliche Genehmigung eines jeden betroffenen Nutzers vorlegen, um die Löschungsverfügung zu vermeiden.

Facebook behauptet, die Verfahrensweise sei nicht nur den europäischen Datenschutzgesetzen voll entsprechend, sondern sogar mit dem irischen Datenschutzbeauftragten, den Facebook für die verbindliche Autorität auf diesem Gebiet hält, abgestimmt.

Der sieht das allerdings nach Informationen der New York Times nicht so. Vielmehr befände sich auch seine Behörde weiterhin in Diskussionen mit Facebook, nachdem ihm seitens der zuständigen EU-Parlamentsarbeitsgruppe der unmissverständliche Auftrag zur Fortführung der Verhandlungen erteilt wurde. Nach Auffassung der Arbeitsgruppe ist Facebooks Vorgehensweise eindeutig rechtswidrig und eine klare Verletzung europäischen Rechts.

Die Schwerter der Behörden indes scheinen stumpf. Casper könnte ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Euro verhängen, dessen Rechtmäßigkeit dann vor dem Verwaltungsgericht geklärt werden könnte. Erstens dürfte Facebook die Höhe des Bußgeldes kaum in Alarmbereitschaft versetzen, zweitens ist man bekanntlich vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand. Direkte Verbote, im Sinne von Dienstbeschränkungen, dürfte der Hamburger gegen ein in den USA beheimatetes Unternehmen nur schwerlich durchsetzen können. Casper lässt verlauten, er prüfe diese Möglichkeit jedenfalls.

Der irische Datenschutzbeauftragte schwimmt in heißerem Wasser. Die Feststellung der Illegalität der Verfahrensweise Facebooks durch die EU-Arbeitsgruppe steht in krassem Gegensatz zu seiner Empfehlung an Facebook aus dem letzten Jahr. Darin hielt er es für ausreichend, wenn Facebook seine europäischen Nutzer über die Datenerfassung prominent unterrichten würde.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Fall entwickelt…

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Medium: Neue Plattform der Twitter-Gründer will Onlinepublikation revolutionieren

Obvious, das Unternehmen der Twitter-Gründer Biz Stone und Evan Williams, geht mit der Preview eines neuen Publikationssystems an den Start. Optisch ist Medium, so der Name des neuen Dienstes, eine Mischung aus Pinterest und Blogger. Medium soll das Online-Publizieren auf ein zeitgemäßes Niveau heben. Immer noch stecke die Bereitstellung von Content online in den Kinderschuhen, so Evan Williams im offiziellen Blogpost zum Start der Preview. Ich habe mir Medium näher angesehen, konnte das Revolutionäre daran jedoch bislang nicht finden.

Medium – Der Name ist Gold wert

Eins vorweg: Glückwunsch zu diesem Domainnamen. Medium, besser könnte man einen Dienst, der eine Reinkarnation eines Mediums sein soll, kaum benennen. MIt Medium gehen Williams und Stone zurück zu ihren Wurzeln. Immerhin sind das die beiden Entwickler, die Ende der Neunziger die Plattform Blogger erfanden und im Nachgang an Google verkaufen konnten. Blogger existiert bekanntlich nach wie vor und ist die beliebteste Publikations-Plattform der Welt, allerdings inzwischen stark von WordPress bedrängt.

Wer Blogger kennt, dem wird Medium seltsam vertraut vorkommen. Leider stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Testmöglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere Einblicke in das Publishing-Backend sind nicht möglich. Das Frontend präsentiert sich übersichtlich und aufgeräumt. Beiträge werden in Medium in sogenannten Collections organisiert. Das Konzept erinnert stark an die Boards auf Pinterest. In den Collections finden sich Beiträge zu Themen, die sich im besten Falle aus der Benennung der Collection ergeben. Wie das Rechtemenagement aussehen soll, also wie gesteuert werden soll, wer zu welcher Collection Beiträge schreiben darf, ist derzeit noch unklar.


Medium: Collection

Innerhalb einer Collection werden die Beiträge auf einem Grid angeordnet, das ebenfalls sehr stark an Pinterest erinnert. Ein Klick auf einen Beitrag öffnet selbigen im Vollbild mit einer verschwenderischen Menge Whitespace. Beiträge können aus reinem Text bestehen, aber auch andere Medien, etwa Fotos darstellen. Die Interaktion am Beitrag ist auf einen Button namens „This is good“ beschränkt. Ein Klick darauf teilt dem Beitragsersteller mit, dass man seinen Beitrag gern gelesen hat. Weitere soziale Netzwerke sind derzeit nicht integriert. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Twitter-Account.


Medium: Ansicht eines einzelnen Beitrags

Williams verlinkt in seinem ersten offiziellen Post verschiedene Collections, die einen Eindruck der Publikationsplattform vermitteln sollen:

Been There. Loved That.

Look What I Made

The Writer’s Room

The Obvious Collection

Wer allerdings glaubt, er könne über die Startseite des Dienstes zu den Collections gelangen, irrt. Diese sind ausschließlich über ihre eigenen, direkten, derzeit noch kryptischen URLs zu erreichen. Williams weist darauf hin, dass man Medium zu einem extrem frühen Zeitpunkt verfügbar mache. Das kann ich nur bestätigen. Für mich stellt sich die Frage, ob das nicht sogar viel zu früh geschah. Denn einen nutzwertigen Eindruck macht der Dienst in diesem Stadium auf mich in keiner Weise. Es stellt sich zudem die Frage, ob die Welt eine weitere Publikationsplattform benötigt…

P.S.: Wer sich mit seiner E-Mail-Adresse registriert, wird auf die Warteliste gesetzt und kann mit einem gelegentlichen Invite rechnen.

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Google+: Hangouts On Air jetzt auch in Deutschland verfügbar

Die sog. Hangouts, Gruppen-Videochats mit bis zu zehn Personen gleichzeitig, gehören zu den Stärken des neuen sozialen Netzwerks aus Mountain View. Zusätzlich zur reinen Chatmöglichkeit eröffnet Googe ab sofort auch in Deutschland die Möglichkeit, einen Hangout als Hangout On Air zu definieren. Diese spezielle Form des Hangout kann vereinfacht wie eine Livesendung ins Internet verstanden werden. Zwar bleibt die Beschränkung auf wenige (direkte) Teilnehmer bestehen, jedoch kann die Öffentlichkeit die Übertragung sehen. Die YouTube-Anbindung sorgt dafür, dass das Werk jederzeit erneut angeschaut werden kann.

Hangouts On Air: Das Beste seit Bier in Dosen?

Meine Erfahrungen mit Hangouts sind, selbst bei schneller Internetverbindung eher durchwachsen. In Gruppenchats erschien häufig das Bild des Gesprächspartners nicht, die Umschaltung auf andere Sprecher funktionierte eher zufällig. Ich persönlich bin, man merkt es schon, kein großer Fan der Hangouts. Zwar sind alle Gruppen-Videochats nicht unproblematisch, mein Eindruck ist jedoch, dass Skype hier einen besseren Job macht, den sie sich allerdings auch in klingender Münze vergüten lassen.

Sei es drum. Das Feature Hangouts On Air, das Google jetzt auch für Deutschland ausrollte, dürfte je nach Verwendung von der eben beschriebenen Problematik weniger betroffen sein. Denn wenn ich vornehmlich eine Liveübertragung aus meiner Kemenate vornehmen will, kann mir die Anbindung weiterer Teilnehmer relativ wurscht sein. So verwendet sind Hangouts On Air eine moderne Form des Live-Video-Podcast. Möglich indes ist auch die klassische Verwendung als Gruppen-Videochat, was etwa dann nützlich sein kann, wenn man ein virtuelles Meeting protokollieren will.

Die Liveübertragung findet auf Google+ und zusätzlich auf YouTube unter dem Konto des assoziierten Google+ Nutzers statt. Auf YouTube wird das resultierende Video dauerhaft gespeichert. Der Start eines Hangouts On Air funktioniert genau wie der Start eines normalen Gruppenchat. Es ist lediglich ein Häkchen bei „Hangout On Air aktivieren“ zu setzen. In einem Konfigurationspopup kann dann noch festgelegt werden, ob die Inhalte des aufzuzeichnenden Hangouts besser vor den Augen Minderjähriger verborgen werden sollten. Google ist jedenfalls nichts menschliches fremd…

Zusätzlich zu den bisherigen Funktionen kann in einem Hangout On Air der Zutritt weiterer Teilnehmer auf den Hauptschirm gesteuert werden. Hierzu verwendet man den sog. Cameraman. Mit Hilfe des Cameraman zeigt man weitere Teilnehmer in voller Pracht erst dann an, wenn die eigene Regie und Dramaturgie das vorsehen. Auch wenn der Name „On Air“ es suggeriert, können mobile Teilnehmer derzeit nicht an dieser Form des Hangouts partizipieren.

Nun dürfen wir gespannt sein, was deutsche Nutzer in vermutlich schneller Folge zu YouTube pumpen werden. Wird es unseren Alltag bereichern oder werden wir uns bald bessere Filter für YouTube wünschen?