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Mein Onlinerechner macht deine Website schlau

Es gibt ja kaum etwas, das sich nicht berechnen lässt. So finden sich immer wieder genügend Anlässe und Gründe, Dinge in Zahlen zu fassen, um sie vergleichen oder anderweitig verwenden zu können. Ob Body-Mass-Index, Bruttoinlandsprodukt oder durchschnittlicher Papierverbrauch im Büro – (fast) alles lässt sich in eine Formel bringen und errechnen. Der Dienst Mein Onlinerechner hilft dir, individuelle Berechnungen und Formeln anzulegen und aus diesen einen praktischen Rechner für deine Website zu erstellen.

Mein Onlinerechner

Mein Onlinerechner: Projekt und Variablen anlegen und bearbeiten

Mein Onlinerechner ist ein Tool, welches dir auf schnelle und einfache Weise ermöglicht, ganz individuelle Berechnungen anzustellen. Nachdem du dich kostenlos bei dem Dienst angemeldet hast, legst du zunächst ein neues Projekt an. Jedes Projekt entspricht hier einem eigenen Rechner. Du kannst diese Rechner öffentlich machen, so dass sie auf der Website des Dienstes für alle zugänglich sind, oder sie ausschließlich für deine eigene Website verwenden.

Mein Onlinerechner
Jedes Projekt steht für einen Rechner

Anschließend legst du beliebig viele Variablen an, die du einem Projekt zuordnest und hernach in einer Formel verarbeitest. Grundsätzlich kommen Variablen zum Einsatz, die eine Benutzereingabe erwarten, jene mit vorgegebenen Werten und solche, denen das Ergebnis der Berechnung zugewiesen wird.

Beim Anlegen von Variablen stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Vergabe eines Namens kannst du optional eine Kurzinformation hinterlegen. Das ist für die Benutzer deines Rechners später ganz hilfreich, da du genaue Angaben über den Zweck der Variable machen kannst. Ob die Variable leer bleibt und ausschließlich durch eine Benutzereingabe gefüllt wird oder ob du einen Wert vorgibst, der gegebenenfalls überschrieben werden kann, entscheidest du ganz individuell.

Mein Onlinerechner
Variablen erstellen und bearbeiten

Auch Auswahlfelder in Form von Radio-Buttons oder Dropdown-Listen realisierst du über eine Variable. Dazu wird als Wert für die Variable eine Zeichenkette übergeben, welche die Wertbezeichnung, sowie die zur Berechnung verwendete Zahl beinhaltet.

Optional vergibst du noch eine Einheit. Die Einheit wird im Formular später neben dem Eingabefeld dargestellt. Gerade bei Formeln, in denen unterschiedliche Einheiten verrechnet werden, ist es sinnvoll, die unterschiedlichen Einheiten entsprechend auszuzeichnen.

Berechnung per Formel definieren

Sind alle Variablen, die zu deiner Berechnung benötigt werden, definiert, geht es an die Formel. Hierbei stellt dir Mein Onlinerechner zwei Varianten zur Erstellung zur Verfügung. Beim textbasierten Formelgenerator schreibst du Variablen und Operatoren einfach in ein entsprechendes Eingabefeld. Wer mit JavaScript oder einer anderen Programmiersprache schon einmal Berechnungen angestellt hat, wird die Auszeichnungspraxis kennen.

Mein Onlinerechner
Formeln per einfachem Textfeld erstellen

Alternativ dazu gibt es eine visuelle Formelbearbeitung, bei der du per Drag-&-Drop deine Variablen sowie die Operatoren in ein Feld ziehst. Die visuelle Formelbearbeitung ist deutlich einfacher und übersichtlicher. Denn dort werden Variablen nicht nur mit der systeminternen Bezeichnung versehen, sondern auch mit den von dir vergebenen Namen.

Im textbasierten Editor musst du die intern vergebenen Bezeichnungen für de Variablen verwenden, was die ganze Sache etwas verkompliziert. Denn diese beginnen alle mit „var“, gefolgt von einer automatisch vergebenen mehrstelligen Zahl.

Mein Onlinerechner
Visuelle Bearbeitung von Formeln

Als Operatoren stehen dir die vier Grundrechenarten, sowie Wurzel- und Potenzrechnung zur Verfügung. Außerdem setzt du Berechnungen in Klammern, um die Punkt-vor-Strich-Regel zu umgehen. Das Ergebnis wird anschließend an deine Ausgabe-Variable übergeben, indem du diese nach dem Gleich-Zeichen ans Ende der Formel setzt.

Formel testen und einbinden

Ob deine Formel korrekt funktioniert, kannst du jederzeit testen. Dazu wird dir das generierte HTML-Formular angezeigt. Jetzt hast du die Möglichkeit, die erforderlichen Eingabefelder auszufüllen und das Ergebnis berechnen lassen.

Mein Onlinerechner
Darstellung des fertigen Rechners

Funktioniert die Formel so, wie sie soll, wird es Zeit, sie in deine Website einzubinden. Dazu stellt dir Mein Onlinerechner ein HTML-Snippet zur Verfügung, bei dem du nur die Projekt-ID deines Rechners einzugeben hast. Anschließend fügst du das Snippet an entsprechender Stelle in dein HTML-Dokument ein. Der Online-Rechner wird dann per Iframe in deiner Website dargestellt.

Die Breite und Höhe des Rechners definierst du über die Größe des Iframes. Der Rechner selbst ist so gestaltet, dass er immer die gesamte Breite des Iframes ausfüllt. Das erlaubt dir, den Rechner passend in dein HTML-Dokument einzubinden.

Mein Onlinerechner: Individuelles Design und geschützte Formel

Der kostenlose Tarif von Mein Onlinerechner erlaubt leider keine individuelle Gestaltung deines Rechners. Auch ist die Formel nicht geschützt. Das heißt, je nach Formel lässt sich sich die Berechnung gegebenenfalls im Quelltext nachvollziehen. Wer einen Online-Rechner ohne Iframe, dafür mit individuellem Design und mit geschützter Formel möchte, sollte sich für das Premium-Paket für einmalig 69 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer entscheiden.

Mein Onlinerechner
Drei Pakete – ein kostenloses und zwei kostenpflichtige

Für 179 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer gibt es das Pro-Paket mit zusätzlichen Features. Damit kannst du zum Beispiel die Benutzereingaben als PDF-Dokument herunterladen. Außerdem verschwindet hierbei die Verpflichtung, einen Copyright-Hinweis zu Mein Onlinerechner zu hinterlegen. Gegen Aufpreis ist es zudem möglich, Formeln aus Excel- und OpenOffice-Tabellen zu importieren und in einen Online-Rechner verwandeln zu lassen.

Die Preise verstehen sich jeweils für einen Online-Rechner und sind jeweils einmalig dafür zu entrichten. Auf Wunsch unterstützt dich Mein Onlinerechner bei der Erstellung ganz individueller Lösungen, die beispielsweise als WordPress-Plugin oder TYPO3-Erweiterung programmiert werden. Diese fügst du dann ganz bequem in dein Content-Management-System ein.

Bei dem Pro-Paket gibt es seit Ende letzten Jahres übrigens die Möglichkeit, deinen Online-Rechner in eine mobile App für iOS- und Android-Geräte umzuwandeln. Gegen Aufpreis kümmert sich Mein Onlinerechner auch darum, dass deine App im Apple Store sowie bei Google Play erhältlich ist.

Mein Onlinerechner

Für wen ist ein Online-Rechner sinnvoll?

Einfache Rechner, die zum Beispiel nur Einheiten oder Währungen umrechnen, lassen sich natürlich auch mit Mein Onlinerechner erstellen. Solche Rechner findest du im Internet jedoch im Überfluss. Vielmehr ist Mein Onlinerechner interessant für ganz spezielle Berechnungen.

Du bist Heizungsinstallateur? Dann biete einen Rechner an, der deinen Kunden den Wärmebedarf für eine neue Heizung berechnet. Du betreibst einen Online-Shop für Hundefutter? Dann lass deine Kunden berechnen, wie viel Futter sie für ihre Haustiere einplanen sollten. Sobald du individuelle Berechnungen anbietest, die den Kunden beziehungsweise Besuchern deiner Website einen Mehrwert bieten, ist Mein Onlinerechner eine interessante Erweiterung deines Internet- und Serviceangebotes.

Mein Onlinerechner
Rangliste mit den beliebtesten Rechnern

Eine Auswahl aktueller Online-Rechner sowie eine Rangliste mit den meist genutzten Rechnern, die mit Mein Onlinerechner erstellt wurden, findest du auf der Website des Dienstes. So kannst du dir einen sehr schönen Überblick über die Möglichkeiten verschaffen, die Mein Onlinerechner dir bietet. Du wirst feststellen, dass es kaum etwas gibt, das sich nicht irgendwie in eine Formel bringen lässt.

Fazit

Gerade wer sich mit JavaScript oder anderen Programmiersprachen nicht auskennt, findet mit Mein Onlinerechner“ ein einfach zu bedienendes Tool, das im Handumdrehen individuelle Online-Rechner erstellt. Grundkenntnisse in Mathematik sollten selbstredend vorhanden sein. Denn wie die Formel für deine Berechnung aussehen soll, musst du schon selbst wissen. Aber gerade komplexe Berechnungen sind nicht jedermanns Sache. Hier helfen dir die Experten des Dienstes auch gerne weiter.

Die Umsetzung in eine Programmiersprache und das Zusammenspiel mit HTML einschließlich der Auszeichnung des Quelltextes übernimmt Mein Onlinerechner komplett für dich.

Mein Onlinerechner bietet im Übrigen auch ganz individuelle Leistungen an. Wer beispielsweise komplexe Berechnungen mit Datenbankanbindung benötigt oder eine aussagekräftige Auswertung von Berechnungen, kann sich einfach an den Dienst wenden und sich ein individuelles Angebot einholen.

(dpe)

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HTTP Security-Header: So machst du deine Website sicher

Vor kurzem haben wir das Online-Tool Securityheaders.io vorgestellt, mit dem sich die Sicherheit eines Webservers prüfen lässt. Leicht und einfach lassen sich mit diesem Tool die Schwächen des eigenen Servers herausfinden. Zudem bekommt man noch etliche, gute Fachartikel zum Thema geliefert. So gerüstet ist es recht einfach, die wichtigsten Schwächen auszumerzen und ein weiteres Stück Sicherheit zu implementieren. Damit auch du deinen Server sicherer machen kannst, erkläre ich im heutigen Beitrag die Umsetzung der wichtigsten HTTP Security-Header.

HTTP Security-Header: So machst du deine Website sicher

Vorab: Server scannen und Ausgangszustand feststellen

Nutze zum Scannen das Online-Tool securityheaders.io. Wahrscheinlich wirst du rot sehen, denn diese Farbe bekommst du präsentiert, wenn dein Server potenziell unsicher ist. Das ist nicht weiter schlimm, denn geschätzte 80 Prozent der Webserver sind nicht sicher.

Scanresultat mit securityheaders.io

Der Scan hat nun genau die Ergebnisse produziert, die am weitesten verbreitet sein dürften. Bei Websites mit HTTPS-Zertifikat kommen noch zwei weitere Punkte hinzu, wovon wir einen umsetzen werden.

Die bei diesem Scan ausgeworfenen Sicherheitslecks wollen wir in diesem Beitrag abdichten. Des Weiteren wollen wir analysieren, ob wirklich alle Punkte Sinn ergeben und umgesetzt werden sollten.

Diese HTTP Security-Header werden wir in diesem Beitrag umsetzen

  • X-Frame-Options
  • X-XSS-Protection
  • X-Content-Type-Options
  • Strict-Transport-Security (Nur HTTPS-Websites)

Was sind HTTP Security-Header?

Jedes Mal, wenn ein Browser eine Seite von einem Webserver anfordert, antwortet der Server mit der Auslieferung der Seite und sendet einen HTTP-Response-Header mit dem Inhalt. Diese Header können Metadaten wie Zeichensätze, Cache-Steuerung und Fehlercodes haben. Jedoch kann man auch sicherheitsrelevante Einstellungen mit den Response-Headern senden, welche die Browser anweisen, wie sie sich zu verhalten haben. Zum Beispiel würde ein Strict-Transport-Security-Header dem Browser die Anweisung erteilen, nur über HTTPS zu kommunizieren. Insgesamt existieren sechs verschiedene HTTP Security-Header. Wir empfehlen dir in diesem Artikel, welche Header du einsetzen solltest und von welchen du besser die Finger lässt.

Wichtig: Alle angesprochenen HTTP Security-Header kommen in die .htaccess Datei im Rootverzeichnis der Website.

Grundsätzlich gibt es drei Methoden, die Header zu setzen. Einmal über die Konfigurationsdatei des Apache-Webservers (httpd.conf), dann über PHP direkt innerhalb der zu schützenden Website und über die Server-Steuerungsdatei .htaccess. Ich werde alle drei Methoden behandeln. Wie immer, sorgt ein Klick auf die Grafik zum Öffnen des Gists bei GitHub, wo der Code dann heruntergeladen werden kann.

1 – Der X-Frame-Options Header

Der X-Frame-Options Header soll deine Website davor bewahren, in einem Frame ausgeführt zu werden. Professionelle Content-Diebe erstellen gerne Websites, die sich die Inhalte von anderen Websites holen. Diese Inhalte werden dann zumeist in einem Frame ausgeführt. Die fertige Website des Diebes sieht im Anschluss so aus, als ob die Inhalte von der eigenen Seite stammen. Um diese Praxis zu verhindern, setzt man einen X-Frame-Options Header. Dieser verhindert sehr effektiv die Ausführung in einem Frame.

Browser-Support: IE 8+, Chrome 4.1+, Firefox 3.6.9+, Opera 10.5+, Safari 4+

x-frame-options

Nachteil dieses Headers: Die Website kann nicht mehr als Frame ausgeführt werden. Dies schliesst auch die »Responsive Layouts« der Webdeveloper Toolbars von Google Chrome und Firefox, sowie die Website »Am I Responsive« mit ein. Der Header sollte also erst gesetzt werden, wenn sich die Website nicht mehr im Entwicklungsmodus befindet.

2 – Der X-XSS-Protection Header

Der X-XSS-Protection Header wurde entwickelt, um die Cross-Site-Scripting (XSS) Schutzfilter in den modernen Browsern anzusprechen und zu aktivieren. Grundsätzlich sollte der Filter bereits aktiviert sein. Mit diesem Header wird die Nutzung jedoch erzwungen, daher sollte er genutzt werden.

Es existieren drei verschiedene Einstellmöglichkeiten: 0 um den Filter zu deaktivieren, 1 zum Aktivieren (der Browser versucht die schadhafte Seite zu bereinigen und anzuzeigen) und 1; mode=block aktiviert den Filter (die schadhafte Seite wird geblockt).

Browser-Support: Internet Explorer 8+, Chrome und Safari

x-xss-protection

3 – Der X-Content-Type-Options Header

Dieser Header schützt vor Angriffen mit falschen MIME-Typen. Wenn der MIME-Typ als nicht korrekt erkannt wird, lehnt der Browser das Laden von Styles und Scripten ab. Die Einstellung kann in diesem Header nur NOSNIFF heißen. Ist der Header gesetzt, werden nur Styles und Scripte mit korrektem MIME-Typ geladen. Folgende MIME-Typen werden als korrekt anerkannt:

Styles

  • text/css

Scripte

  • application/ecmascript
  • application/javascript
  • application/x-javascript
  • text/ecmascript
  • text/javascript
  • text/jscript
  • text/x-javascript
  • text/vbs
  • text/vbscript

Browser-Support: Internet Explorer und Google Chrome

x-content-type-options

4 – Der Strict-Transport-Security-Header (nur für HTTPS-Websites)

Der Strict-Transport-Security-Header weist den Browser an, nur über eine sichere HTTPS-Verbindung auf die Website zuzugreifen. Dies gewährleistet, dass keine unsichere Verbindung hergestellt werden kann, die potenziell angreifbar wäre. Ebenfalls verhindert dieser HTTP-Response-Header, dass User auf die Seite zugreifen können, falls das TLS-Zertifikat des Servers nicht vertrauenswürdig sein sollte.

Einstellungsmöglichkeiten:

  • max-age – Die Anzahl der Sekunden, innerhalb die der Browser die sichere Verbindung erzwingen soll.
  • includeSubDomains – Sagt dem Browser, dass die sichere Verbindung auch für Subdomains erzwungen werden soll.

Browser-Support: IE 11+, Chrome 4+, Firefox 4+, Opera 12+, Safari 7+.

strict-transport-security

Alle bisher behandelten HTTP Security-Header sollten verwendet werden. Wenn deine Website nur über HTTP ausgeliefert wird, dann benötigst du den letzten Header nicht. Die drei oberen hingegen empfehle ich dringend zu setzen.

Wenn alle angesprochenen Header korrekt gesetzt wurden, wird der nächste Scan mit securityheaders ein solides B ergeben. Das ist ein praxisgerechter Wert.

Der Content-Security-Policy-Header

Der Content-Security-Policy Header ist mit Vorsicht zu genießen, da er deine Website direkt beeinflussen und auch lahmlegen kann, wenn er nicht akribisch notiert wird. WordPress-User werden zudem ziemliche Probleme im Adminbereich der Website bekommen, da sich dieser Header auch dort auswirkt. Daher kann nicht allgemein empfohlen werden, ihn umzusetzen.

Die Content Security Policy ist als Schutz vor Cross-Site-Scripting (XSS) und anderen Code-Injection-Angriffen entwickelt worden. Die Idee hinter diesem Header ist, dass eine sogenannte Whitelist erstellt wird, in der alle erlaubten Ressourcen aufgeführt sind. Content-Quellen oder Arten, die nicht explizit erlaubt sind, werden nicht vom Browser geladen und verarbeitet. Ist die CSP nicht aktiv, lädt der Browser alle Daten und gibt sie aus, ohne Rücksicht darauf, ob die Quelle schädlich sein könnte. Mit aktiver CSP werden nur die erlaubten Dateien geladen, alle anderen hingegen nicht.

Alle modernen Browser unterstützen die Content-Security-Policy.

content-security-header

Die Möglichkeiten dieses Response-Headers sind sehr umfangreich; zu umfangreich für diesen Artikel. Wer sich jedoch näher mit dem Content-Security-Policy-Header beschäftigen möchte, dem empfehle ich folgende Artikelserie und die CSP-Referenz:

Content-Security-Policy-Generator

Um die zum Teil sehr langen Code-Snippets für die korrekte Funktion einer Website mit CSP komfortabel erstellen zu können, gibt es einen guten Online-Generator. Dieser führt dich über Tabs durch die Einstellungsmöglichkeiten und lässt dich die Policy immer wieder anpassen, bis sie letztendlich funktioniert.

content-security-policy-generator

Erwähnt werden sollte der Vollständigkeit halber noch, dass es noch den Public-Key-Pins-Header gibt. Dieser kann ebenfalls unbedenklich gesetzt werden, erscheint mir jedoch nur für Server-Profis machbar.

Fazit

Die wichtigsten HTTP Security-Header haben wir angesprochen und können sie leicht umsetzen, indem wir die betreffenden Code-Snippets in die Server-Steuerungsdatei .htaccess kopieren. Ein B im securityheaders.io Scan kann auch ein Nicht-Fachmann erreichen und damit viel für die Sicherheit seiner Website tun. Ein A oder A+ hingegen ist nur für die wirklichen Fachleute zu erreichen. Wenn man WordPress einsetzt, ist es äußerst mühsam, die CSP umzusetzen, denn der Adminbereich muss ebenfalls mit einer eigenen CSP versehen werden, wenn nicht alles freigegeben wird. Im letzteren Falle kann man sich das Setzen der CSP allerdings auch gleich sparen.

(dpe)

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Design E-Business Technik UI/UX

Kollaboration: Design-Diskussionen direkt im Browser führen

Statt Entwürfe und fertige Layouts vor Ort beim Kunden zu präsentieren, wird immer häufiger der Weg über das Internet genutzt. Wurden Layouts früher gern per E-Mail verschickt, gibt es mittlerweile zahlreiche Tools, die das Präsentieren und Einholen von Feedback, Kollaboration ganz allgemein, vereinfachen. Neben rein grafischen Layouts und Mockups gibt es auch Dienste, die Screenshots von Websites erstellen oder direkt das Kommentieren an realen Websites erlauben. Wir zeigen dir heute vier verschiedene Werkzeuge, mit denen du auf unterschiedliche Art und Weise zum Ziel gelangst.

Kollaboration: Design-Diskussionen direkt im Browser führen

„Live Capture“ von InVision: Screenshots per Erweiterung anfertigen

Die Prototyping-Plattform InVision stellt mit „Live Capture“ eine Erweiterung für Chrome zur Verfügung, mit der du spielend einfach Screenshots von Websites anfertigst, die du verteilen und kommentieren lassen kannst.

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Screenshot einer Website per Erweiterung erstellen

„Live Capture“ nimmt dazu nicht nur vom sichtbaren Bereich einer Seite einen Screenshot, sondern von der kompletten Seite – und das jeweils in der aktuell im Browser dargestellten Auflösung. Anschließend steht dir der Screenshot in InVision zur Verfügung und du kannst ihn teilen, um ihn in einem Team oder bei Kunden präsentieren zu können.

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Screenshot mit Kommentar versehen

„Live Capture“ erlaubt dir, einen Link zu generieren und diesen zu verschicken. Anschließend können alle, die über diesen Link verfügen und sich kostenlos bei InVision registriert haben, im Screenshot Kommentare hinterlassen. Diese werden dazu einfach an einer beliebigen Stelle im Screenshot platziert.

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Per „LiveShare“ gemeinsam im Screenshot zeichnen

Neben der einfachen Kommentarfunktion gibt es noch die Möglichkeit des „LiveShare“. Hierbei arbeiten mehrere Benutzer gleichzeitig an einem Entwurf und kommentieren und diskutieren ihn gemeinsam. Dazu kannst du beispielsweise mit einem Stift im Layout frei zeichnen und Texte hinzufügen.

Für Mac-User gibt es ein „LiveShare“-Plug-in für Photoshop. Hiermit teilst du deine Arbeitsfläche in Photoshop mit anderen Nutzern.

Die Nutzung von InVision und somit von „Live Capture“ ist für bis zu drei Projekte kostenlos. Mehr Projekte sind für 13 bis 89 US-Dollar im Monat möglich.

Diigo: Feedback für Live-Websites einholen

Wer statt Screenshots lieber an einer „lebenden“ Website arbeitet, sollte sich Diigo einmal ansehen. Dieses Tool erlaubt es dir, direkt an einer Website Kommentare zu hinterlassen – ohne dass zuvor ein Screenshot erstellt wird. Dazu muss ebenfalls eine Browser-Erweiterung installiert werden, die es – zumindest derzeit – nur für Chrome gibt.

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Per Erweiterung Screenshot und Kommentare erstellen

Nach der Installation erstellst du über diese Erweiterung an einer beliebigen Stelle einer Website einen Kommentar. Hierzu wählst du auf der Website einen Punkt aus, an dem der Kommentar als Notiz hinterlegt werden soll. Alternativ kannst du einen Text auf einer Website markieren und dazu einen Kommentar hinterlassen.

Wie es sich für ein Tool dieser Art gehört, gibt es die Möglichkeit, andere Benutzer einzuladen. So kannst du Projekte für Gruppen freigeben, denen du beliebige Teilnehmer hinzufügst. Alle Teilnehmer einer Gruppe können kommentieren und andere Kommentare einsehen und darauf reagieren.

diigo_kommentar
Kommentare frei auf der Website platzieren und farblich unterscheidbar machen

Natürlich sind die Kommentare nicht öffentlich, sondern nur für bestimmte Teilnehmer sichtbar. Normale Besucher der Website sehen diese nicht.

Einen Nachteil hat das Kommentieren an einer Live-Website. Die Kommentare werden absolut platziert. Bei responsiv gestalteten Websites verschieben sich je nach Auflösung jedoch die Elemente einer Seite. Die Kommentare sind aber immer absolut positioniert und stehen daher häufig nur bei einer bestimmten Auflösung an der richtigen Stelle.

Neben einem kostenfreien Plan gibt es mehrere kostenpflichtige Pläne zwischen 7 und 59 Dollar im Jahr. Die kostenpflichtigen Pläne verzichten auf Werbung und haben zusätzliche Funktionen wie das Durchsuchen der hinterlegten Kommentare.

Marqueed: Umfangreiches Teilen und Kommentieren von Layouts

Marqueed ist nicht spezialisiert auf Websites, sondern erlaubt das Teilen und Kommentieren beliebiger grafischer Layouts. Hierbei lädst du Mockups in gängigen Dateiformaten hoch. Unterstützt werden unter anderem PDF- sowie Photoshop-Dateien. Diese werden nach dem Hochladen in „einfache“ Grafiken umgewandelt. Bei PDF-Dateien werden mehrseitige Dokumente unterstützt. Die einzelnen Seiten sind dabei als einzelne Grafiken dargestellt.

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Layouts in gängigen Formaten hochladen oder Screenhot per URL erstellen lassen

Marqueed kann ebenso genutzt werden, um Websites zu kommentieren. Dazu wird einfach eine URL angegeben, aus der der Dienst automatisch einen Screenshot erstellt. Dieser kann dann wie andere hochgeladene Dateien behandelt werden. Außerdem erlaubt das Tool den Zugriff auf Dateien in deiner Dropbox.


Kommentare erstellen

Maqrueed läuft allerdings nur in zwei Browsern – im Chrome und im Safari. Mit anderen Browsern kannst du den Dienst nicht nutzen.

Bounce: Hochladen und Kommentieren ohne Registrierung

Ganz ähnlich wie Marqueed funktioniert der Dienst Bounce. Auch dieses Tool erlaubt dir, Grafiken hochzuladen oder Screenshots von Seiten zu erstellen. Beim Kommentieren wählst du nicht einen bestimmten Punkt aus, sondern markierst einen rechteckigen Bereich, welchen du mit einem Kommentar versiehst.

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Screenshot einer beliebigen Website erstellen

Innerhalb dieser Bereiche kannst du neben einfachem Text Rechtecke, Kreise und Pfeile platzieren.

Im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Diensten funktioniert Bounce ganz ohne Registrierung. Ohne Anmeldung lädst du Dateien hoch und erstellst Screenshots. Über einen generierten Link teilst du ein Layout mit anderen. Dabei kann jeder Teilnehmer ganz einfach einen Namen angeben, mit dem er sich „ausweist“.

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Kommentarbereich definieren und mit Text und grafischen Eleneten füllen

Die Nutzung von Bounce ist kostenlos.

Fazit

Alle vorgestellten Dienste haben ihre Vor- und Nachteile. Die einen funktionieren nur mit Erweiterung oder in bestimmten Browsern. Andere setzen ihren Fokus auf automatisch generierte Screenshots oder auf das Hochladen von Layouts.

Eines haben alle Tools gemeinsam: Sie vereinfachen das Präsentieren und Kommentieren beziehungsweise Diskutieren von Entwürfen in Teams beziehungsweise Gruppen.

(dpe)

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E-Business Technik

Wer macht das Rennen? Traditioneller Webspace, Server oder Cloud

Eine Website ins Internet zu stellen, ist heutzutage gar nicht leicht. Nicht, weil die Sache an sich schwer wäre – man hat schlicht zuviel Auswahl. So gibt es das klassische Webhosting-Paket und Server von virtuell bis dediziert. Dann hätten wir noch das Cloud-Hosting, eine relativ junge Alternative des klassischen Web-Hostings, oder den Cluster, der sich besonders für Hochverfügbarkeitsanforderungen eignet. Den Durchblick im Dschungel der Hosting-Möglichkeiten zu behalten, um das perfekte Hosting-System für die eigene Website zu finden, ist nicht einfach und zudem auch unter Kostengesichtspunkten keine leichte Entscheidung. Wir werden daher heute etwas Licht in das Dunkel der vielen Möglichkeiten bringen und zeigen, welche Variante für wen geeignet ist.

Webspace, Server, Cloud

Das klassische Webhosting-Paket

Mittwald: klassisches Webhosting

Bereits für schmales Geld bekommt man ein Webhosting-Paket, mit dem man seine Website entspannt ins Web bringen kann. Schon für kleine 5 Euro monatlich (zuzüglich Mehrwertsteuer) bekommst du ein mehr als anständiges Webhosting-Paket, das auch Content Management Systeme wie WordPress, Drupal, Joomla! oder Contao ohne Probleme betreiben kann. Alles, was das Herz begehrt, ist in diesen Paketen bereits inklusive.

Was kostet es im Schnitt?

Durchschnittlich musst du für ein brauchbares Webhosting-Paket zwischen fünf und 25 Euro monatlich zahlen, je nach Anbieter und Vertragslaufzeit. Als Beispiel nehme ich das XL-Paket von Mittwald zur Hand. Es bietet sehr viel Ausstattung für kleines Geld.

Die Preise: 9,99 € netto monatlich bei 12 Monaten Vertragslaufdauer. Abgerechnet wird die gesamte Vertragslaufdauer, es wären also bei einem 12-Monatsvertrag rund 150 € einmalig fällig.

Was bekommt man für sein Geld?

Ein kurzer Auszug aus den Leistungen:

  • 60 GB Online-Speicherplatz
  • Traffic-Flat
  • 1 Domain inklusive, möglich sind .de/.com/.at/.ch/.eu/.net/.org/.biz/.info
  • 10 MySQL-Datenbanken
  • 256 MB memory_limit und 360 Sekunden max_execution_time
  • Eigene PHP-Einstellungen
  • Eigene DNS-Einstellungen
  • 10 GB E-Mail Speicherplatz
  • 250 Subdomains

Für wen ist es geeignet?

Webhosting-Pakete sind gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Hier kommt es ganz stark auf den zu erwartenden Traffic an. In Spitzenzeiten mit sehr hohem Besucheraufkommen sind solche Pakete allerdings tendenziell überfordert und im schlimmsten Falle eventuell nicht mehr erreichbar. Man sollte also abschätzen, wie viel Besucherverkehr zu erwarten ist und wie schnell sich dieser eventuell steigern wird. Denn einmal abgeschlossen, heisst bei vielen Providern, dass man an den Vertrag gebunden ist. Für normale Webseiten mit einem „normalen“ Besucherverkehr von 10.000 bis 30.000 (unique Visits) Besuchern monatlich, reicht ein Webhosting-Paket meiner Erfahrung nach völlig aus.

Das Cloud-Hosting

Das Cloud Hosting

Cloud Hosting ist eine relativ neue Variante des Webhostings und ganz stark im Kommen. Webhosting-Pakete stoßen schnell an Ihre Grenzen, wenn plötzlich sehr viele Besucher auf der Website surfen. Sicherlich ist traditionelles Webhosting eine berechenbare Sache, was die Kosten angeht. Man wählt ein Leistungspaket, welches den Anforderungen entspricht und zahlt einen feststehenden Preis dafür. Doch es ist oftmals schwierig einzuschätzen, welche Anforderungen man wirklich an ein Hosting hat, da sich das Profil der Anforderungen zumeist erst in der Praxis ergibt. Und dann ändert es sich oftmals stetig.

Klassisches Webhosting kann daher unberechenbar werden. Abhilfe schafft hier so genanntes Cloud- oder Grid-Hosting für einen Bruchteil der Kosten dedizierter Server. Cloud-Hosting ist darauf ausgelegt, in Zeiten geringen Besucherverkehrs auch geringe Kosten zu verursachen. Bei steigenden Besucheraufkommen jedoch versprechen die Anbieter eine Erhöhung der Ressourcen in Echtzeit, was zumeist mit Hilfe sogenannter Cluster geschieht. Hier werden mehrere Web- und Datenbankserver zusammengeschaltet, die bei steigender Nachfrage die Anfragen gemeinsam abarbeiten. Wenn du mehr Geschwindigkeit und Puffer für Spitzenzeiten erwartest, ist Cloud-Hosting die richtige Wahl für dich.

Was kostet es im Schnitt?

Die angegebenen Kosten können immer nur ungefähre Werte sein, da dass Grundprinzip des Cloud-Hostings ja die Flexibilität ist,
was natürlich auch den zu zahlenden Preis einschließt. Sehr brauchbare Angebote bekommt man bereits ab einer Summe von ungefähr 15 € monatlich. Hier nehmen wir uns das Managed-Root Cloud Server Angebot von hostNET als Beispiel. Der Tarif kostet in Standard-Konfiguration € 0,02 pro Stunde, was monatlich circa € 14,88 entspricht. Ich zitiere das Kleingedruckte von hostNET zu diesem Paket:

Die Abrechnung der Managed-Root Cloud Server erfolgt am Ende eines Kalendermonats sekundengenau.Eine Leistungsauswahl, die z.B. mit 0,02€/h angegeben ist, wird bei dauerhafter Nutzung also mit maximal 14,88€*/monatlich (744h x 0,02€) berechnet. Der Preis pro Stunde der jeweiligen Leistungsauswahl aus RAM, CPU und HDD wird bei der Bestellung/Änderung eines Cloud Servers exakt angegeben.

Um es nochmal zu verdeutlichen: Du zahlst nur für das, was du auch wirklich nutzt.

Was bekommt man für sein Geld?

Ein kurzer Auszug aus den Leistungen:

  • 200 bis 1000 GB RAID6 Storage
  • 2 bis 32 GB DDR3 RAM
  • kostenloser Trafficverbrauch
  • sekundengenaue Abrechnung
  • keine Mindestlaufzeit
  • keine Einrichtungskosten
  • Alles andere unbegrenzt, je nach Anforderung

Für wen ist es geeignet?

Ganz klar für aufstrebende Websites, die sprunghaft populärer werden. Sobald du mit einem Webhosting-Paket an die Grenzen stößt und dein Webhoster dir nahelegt, eine größere Lösung in Betracht zu ziehen, bist du etwa mit einem günstigen Cloud-Hosting-Angebot gut bedient. Da es jedoch auch sehr umfangreiche Cloud-Lösungen wie Amazon EC2 gibt, wäre sogar eine sehr populäre Website mit extrem hohen Besucherzahlen in der Cloud gut aufgehoben. Als Alternative zu dem obigen Angebot könntest du eine JiffyBox wählen, allerdings muss dort das Betriebssystem erst noch selbst aufgespielt werden. Das Angebot richtet sich daher nur an fortgeschrittene Nutzer.

Alternative: Managed Cluster

Wer die Unsicherheiten in der Kalkulation eines Cloud-Hostings nicht tragen möchte, sondern lieber mit festen Werten rechnet, muss dennoch nicht auf redundante Systeme als Garant für maximale Verfügbarkeit verzichten. Viele Anbieter haben hier parallele Systeme in eigenen Rechenzentren im Angebot, die zumeist aus zwei separat angebundenen Servern bestehen, die sich gegenseitig bei Ausfall komplett ersetzen können.

Mittwald: Managed Cluster

Der Provider Mittwald bietet sein entsprechendes Produkt unter dem Namen „Managed Cluster“ in verschiedenen Ausbaustufen an. Ab rund 380 € netto monatlich ist man dabei. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich maßgeblich in Leistung und Ausstattung der eingesetzten Hardware. Bis zu 20 Prozessorkerne und bis zu 128 GB Arbeitsspeicher sind buchbar. Das Angebot eignet sich insbesondere für Seitenbetreiber, deren Site die Lebensgrundlage bildet. Insbesondere Shops sind hier zu nennen, aber auch Magazin-Angebote mit hohem Besucheraufkommen mögen Bedarf daran haben.

Der klassische, dedizierte Server

Mittwald: Dedicated Rootserver

Wir gehen hier von einem dedizierten Server (also einem echten Server) aus, nicht von einem virtuellen Server. Ein eigener Server ist wichtig für Websites mit extrem hohen Besucheraufkommen, da er auch in absoluten Spitzenzeiten des Besucherstroms die Webseite immer noch rasant ausliefert. Wenn du wirklich extrem viel Traffic auf der Website hast, dir Sicherheit wichtig ist und Performance an erster Stelle steht, dann ist ein eigener Server genau das Richtige. Allerdings: Es gibt zwar sogenannte Managed-Server-Angebote, doch diese sind zur Zeit noch recht teuer und bieten oftmals vergleichsweise wenig Hardware-Ausstattung für das Geld.

Ein dedizierter, eigener Server bringt allerdings viel Verantwortung mit sich und erfordert sehr viel Wissen, denn er muss von dir selbst gesichert und administriert werden. Das fängt mit der Installation des Betriebssystems an, geht weiter über die nachträgliche Installation von Erweiterungen und hört mit der Sicherheit auf. Gerade die Sicherheit ist jedoch der Teil, an dem leider sehr viele Server-Besitzer scheitern. Bedingt durch unzureichende Sicherheitsmaßnahmen findet man sehr viele Server, die als Spam-Mail-Schleuder dienen. Ohne ausreichendes Hintergrundwissen und Können ist ein eigener Server auf Dauer nicht sinnvoll realisierbar.

Was kostet es im Schnitt?

Das kommt ganz darauf an, welche Hardware-Ausstattung du erwartest. Man bekommt einen eigenen Server bereits für ungefähr € 80 im Monat, doch wenn man sich für einen echten Server entscheidet, will man auch Performance und Puffer für Spitzenzeiten und ein eventuell noch höheres Besucheraufkommen in der Zukunft haben. Daher schauen wir uns mal eine brauchbarere Variante an. Diese liegt dann bei € 129,99 netto monatlich bei zwölfmonatiger Vertragslaufzeit. Als Beispiel dient uns der Dedicated Root-Server XL von Mittwald.

Was bekommt man für sein Geld?

Ein kurzer Auszug aus den Leistungen:

  • CPU-Leistung: 1 x 4 Kerne 3,5 Ghz; 8 Kerne Hyperthreading
  • Arbeitsspeicher: 32 GB
  • Festplattenspeicher: 2 x 240 GB SSD
  • RAID: Software
  • Root Zugang: Ja
  • Eigene IP-Adresse

Für wen ist es geeignet?

Für Performance-Freaks mit Hintergrundwissen und Können im Bereich Serververwaltung. Ein eigener Server ist wichtig für Websites, die bereits richtig groß sind und enormen Traffic haben. Ein dedizierter Server steckt auch etliche Millionen Seitenaufrufe im Monat locker weg und liefert die angeforderten Webseiten selbst in Spitzenzeiten des Besucherstroms immer noch rasant aus. Genau das ist bei einer großen Website wichtig, weil sie zumeist die Einkommensgrundlage Ihrer Betreiber ist. Solltest du jedoch keine Millionen von Seitenaufrufen im Monat auf deiner Website verzeichnen können, ist ein eigener Server (noch) nicht das Richtige. Dann passt eine klassische Webhosting-Lösung vielleicht viel besser in dein Anforderungsprofil.

Fazit

Wir haben dir verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, deine Website hosten zu lassen. Damit sollte es dir jetzt möglich sein, zu einer qualifizierten Entscheidung zu gelangen, was die Wahl einer Hosting-Möglichkeit angeht. Vielleicht reicht dir bereits ein relativ günstiges Webhosting-Paket, was im allgemeinen für die Mehrheit der Website-Besitzer die richtige Wahl darstellt. Betreiber mit sehr hohem Besucheraufkommen und entsprechenden Anforderungen an eine stabile Struktur sollten sich die Varianten des Cluster-Hostings ansehen. Für den technisch versierten Web-Developer kommt selten etwas anderes als ein Rootserver in Betracht ;-)

(dpe)

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Ratgeber: Druckoptimierung der eigenen Website

Das Drucken ist auch im digitalen Zeitalter immer noch von immenser Bedeutung und Papier genießt weiterhin einen hohen Stellenwert wegen seiner Langlebigkeit und Bequemlichkeit. So wird das elektronische Handling von einem Wust an Dokumenten von zahlreichen Nutzern als umständlich angesehen und die spezielle Haptik von Papier kann für eine gewisse Sicherheit sorgen. Lange Dokumente, die womöglich auch noch kommentiert werden müssen, lassen sich für viele auch leichter off- als online bearbeiten. Außerdem können Daten verloren gehen oder beschädigt werden, sodass ein nicht-elektronisches Backup in einigen Fällen sinnvoll ist. Nicht zuletzt ist teilweise der Ausdruck von Dokumenten auch noch obligatorisch, vor allem, wenn sie offiziell sind.


Auch wenn sich heutzutage vieles in Beruf und Alltag online abspielt, hat das bedruckte Papier immer noch einen hohen Stellenwert.

1. Das Drucken von Websites und Inhalten

a. Der Vorteil von druckbaren Inhalten für Seiteninhaber

Der Mehraufwand, den eigenen Lesern und/oder Kunden passfertige und hochwertige Formate zu liefern, die diese bequem ausdrucken können, hat einige Vorteile. Besonders gutes Material vergrößert seine Reichweite, indem es sich von der Welt des Internets auch auf den Bereich offline ausweitet. So können letztendlich mehr Nutzer als zuvor in Kontakt mit den eigenen Informationen kommen und auch die Qualität des Kontakts kann sich unter Umständen verbessern. Hierzu muss aber ein möglichst gutes Druckergebnis realisierbar sein.


Eine professionelle Webpräsenz ist heutzutage Standard. Allerdings ist es für viele Seitenbetreiber nützlich, ihre Inhalte druckbar zu machen.

Das gedruckte Wort hat auch neuronal eine bessere Wirkung als Informationen, die elektronisch empfangen werden. Auch wenn sich die Monitordarstellungen, vor allem bei portablen Geräten, in den letzten Jahren deutlich verbessert haben, wirken elektronische Texte immer noch ermüdender auf das Auge als solche, die auf Papier gedruckt wurden. So weisen zumindest einige Studien darauf hin, dass Informationen beim analogen Lesen besser verarbeitet werden. Teilweise tendieren Leser intuitiv dazu, sich Texte auszudrucken, um diese genauer lesen zu können. Laut diesem Beitrag ist auch die Haptik des Papiers wichtig zum Lernen beispielsweise, was wohl daran zu liegen scheint, dass Menschen besser lernen, wenn diese etwas zum Anfassen haben. Wer also sichergehen will, dass die eigenen weitergegebenen Informationen bestmöglich bei Nutzern ankommen, sollte die Möglichkeiten des Drucks der eigenen Website optimieren.

Das möglichst kostenfreie Bereitstellen guter Ergebnisse, beziehungsweise der Aufwand, diese Ergebnisse zu begünstigen, wirken sich außerdem positiv auf die Bindung der Nutzer zur Website aus. Wer einen sehr guten Text, zum Beispiel ein ausführliches Tutorial zu einem bestimmten Problem oder eine Checkliste für einen Vorgang, online stellt, hat bereits einen ersten Schritt in diese Richtung getätigt. Wenn sich dieser Text nun auch noch ausdrucken lässt, werden sich die Nutzer dankbar zeigen.

b. Viele Nutzer bevorzugen immer noch Papier

Nutzer sind aber auch aus anderen Gründen dafür dankbar, wenn sie Inhalte einfach drucken können. So ist Papier nicht nur geduldig, sondern teilweise auch bequemer beziehungsweise einfacher in der Handhabung als elektronische Geräte. Beim Vergleich mehrerer Dokumente miteinander bevorzugen viele Menschen immer noch Ausdrucke, die sie schnell vor- oder nebeneinander anordnen und miteinander vergleichen können. Außerdem ist es einfacher und schneller, Texte zu kommentieren oder Anmerkungen darin zu verzeichnen. Auch hier ist die Nachhaltigkeit der Information größer, da von Hand geschriebene Dinge eher vom Hirn gespeichert werden, als Informationen, die in einen Computer eingegeben wurden.


Zum Vergleich mehrerer Dokumente ist die gedruckte Version von Texten immer noch besonders beliebt.

In den schnelllebigen Zeiten des Internets hat der Ausdruck einer Website außerdem für Leser den Vorteil einer gewissen Langlebigkeit. Ein Ausdruck, der auf dem Schreibtisch liegt ist immer sichtbar, unabhängig davon, ob der Computer eingeschaltet ist oder nicht, und erinnert stets an die Informationen, die mit dem Ausdruck zusammenhängen. Nicht zuletzt ist das Lesen auf Papier für die Augen immer noch etwas bequemer als bei der noch so gut entwickelten Software, die versucht das Aussehen des Papiers zu imitieren.

2. Was bei der Gestaltung der Seite beachtet werden muss

a. Auflösung, Farbraum und Schriften – Wie Formate druckerfreundlich gestaltet werden

Bei der Programmierung der Website können bestimmte Parameter schon im Vorfeld so eingestellt werden, dass sie einen qualitativ hochwertigen Druck begünstigen. Letztendlich sind zwei Dinge entscheidend bei der Programmierung: die Seite selbst sowie die Inhalte der Seite.

Zur Erleichterung des Drucks ist es sinnvoll, die Website nach einer Formatvorlage zu gestalten, die folgende Parameter festlegt:

  • Die Größe der Seite (Auflösung)
  • Das Format der Seite (hoch oder quer)
  • Die Rahmeneigenschaften der Seite (näheres weiter unten)
  • Den Farbraum der Seite

Während es sich bei den ersten drei Punkten um einigermaßen klare Standardbegriffe aus der Programmierung und dem Layout handelt, betrifft der Farbraum auch die Druckersprache. Dieser entstammt dem Bereich des Mehrfarbendrucks und bezeichnet eine oft dreidimensionale Darstellung von unterschiedlichen Farben. Es gibt unterschiedliche Farbräume wie HSV, RGB oder CMYK. Für den korrekten und detailgetreuen Ausdruck einer Seite ist der Farbmodus CMYK unerlässlich, da er technische Grundlage für den Vierfarbendruck ist. Wenn eine Website beispielsweise in RGB programmiert ist, aber spezielle Farben enthält, die im CMYK-Farbmodus nicht dargestellt werden können, können sich durch die Konvertierungen Monitorfarben deutlich sichtbar von den gedruckten Farben unterscheiden. Dieser Beitrag erläutert dies genauer und nennt hier auch ein Beispiel. Um weitere Abweichungen zu vermeiden, sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, den Passer so einzustellen, dass die Farben im korrekten Abstand zueinander stehen. So wird die Gefahr eines Fehldrucks verringert.

Für die Inhalte der Seite müssen hinsichtlich des Layouts einige Dinge beachtet werden:

  • Seitenumbrüche
  • Witwen (ehemals Hurenkinder)
  • Waisen (ehemals Schusterjungen)

Die Bezeichnungen Witwe und Waise mögen für Menschen, die nicht aus dem Bereich des Druckens kommen, etwas befremdlich klingen, bezeichnen aber lediglich stilistische „Fehler“ auf Seiten. Das erste Phänomen bezeichnet den Fall, wenn der Abschluss eines Absatzes (also die letzte Zeile) ganz oben auf einer Seite gedruckt wird. Beim zweiten Fehler befindet sich der Anfang eines Absatzes (also die erste Zeile) ganz unten auf einer Seite. Beide „Fehler“ sind vor allem stilistisch-ästhetischer Natur und eher ärgerlich, als dass sie ein Dokument ganz zunichtemachen würden.

b. Die Website auf das Silbertablett programmieren – Welche Möglichkeiten bietet CSS?

Die Vermeidung dieser unerwünschten Ergebnisse sowie die Definierung der allgemeinen Eigenschaften einer Website geschehen im CSS durch die @page-Regeln. So werden linke und rechte Seiten durch die Befehle @page:left {/* properties declared here */} und @page:right {/* properties declared here */} bestimmt.

i. Rahmeneigenschaften

Die Rahmeneigenschaften einer Website legen oben, unten, links und rechts den Druckbereich fest. Zur Eingabe des Wertes sind einige Optionen verfügbar: eine Angabe in Prozent, eine genaue Längenangabe oder ein Keyword. Auch negative Werte sind hierbei möglich. Falls der Nutzer den Wert nicht bestimmt, wird dieser auf 0 festgelegt.

ii. Umbrüche

Zur Vermeidung von Witwen und Waisen eignen sich Seitenumbrüche. Mögliche Keyword-Werte für Seitenumbrüche sind:

  • auto | ein Seitenumbruch wird weder erzwungen noch unterbunden
  • always | ein Seitenumbruch vor einem Element wird immer erzwungen
  • avoid | ein Seitenumbruch vor einem Element wird immer unterbunden
  • left | erzwingt Seitenumbruch, damit Folgeseite links ist
  • right | erzwingt Seitenumbruch, damit Folgeseite rechts ist

Ohne einen spezifisch angegebenen Wert werden Seitenumbrüche automatisch definiert. Umbrüche können auch nach Elementen auftreten. In diesen Fällen gelten die gleichen Keywords. Innerhalb eines Elements ist ein Seitenumbruch sinnvoll, um zu verhindern (avoid), dass ein Element unterbrochen wird. Die höchstmögliche Größe von unterbundenen Witwen und Waisen kann auch definiert werden. Geschieht dies nicht, ist der Wert automatisch auf 2 (Anzahl der Zeilen) festgelegt.

iii. Farbeinstellungen

Den Farben kommt bei einer Website eine große Rolle zu. Durch ein innovatives Design und stimmige Farbgestaltung lässt sich die eigene Seite gut von der Konkurrenz abgrenzen. Generell können Webdesigner aus mehreren Möglichkeiten wählen, die Farben einer Website zu bestimmen. Seit CSS 3 ist neben dem RGB-Farbraum und dem HSV-Farbraum auch der oben angesprochene CMYK-Farbraum eine Option. Dieses Modell setzt sich aus den Farbbestandteilen Cyan, Magenta und Yellow sowie dem schwarzen Key zusammen. Letztgenannter Anteil ist für die Tiefe einer Farbe verantwortlich. Ein Befehl für die Definierung einer Farbe lautet wie folgt: p { color: rgb (194, 39, 45); } im RGB-Modell, p { color: hsl (253, 100%, 80%); } im HSV-Farbraum oder p { color: device-cmyk (0, 205, 196, 61); } für den Farbraum CMYK.



Seit CSS3 kann der Farbraum CMYK als Grundlage in der Farbgestaltung der Website gewählt werden. Eine Definierung der Farben nach diesem Modell ist besonders druckerfreundlich.

Durch die @media-Regel (media=“print“) lässt sich eine Druckversion der Website erstellen, um Nutzern ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erleichtern. Die Vorteile hierbei sind eine schnellere Möglichkeit zu drucken (da keine druckerfreundlich Seite aufgerufen oder gar erstellt werden muss) und dass sogar offline gedruckt werden kann, wenn das Format im Cachespeicher aufgenommen wird. Die Möglichkeit, eine Seite zu drucken hat außerdem den Vorteil, dass sich User noch Wochen nach dem Druck an den Fundort von Informationen erinnern und so die oben beschriebene positive Beziehung zur Ursprungseite entwickeln. Der Nachteil der Druckversion ist, dass der Druck sich optisch von der Web-Form unterscheidet und so die Erwartungen des Nutzers nicht erfüllt werden.

Eine potentielle Unterstützung ist der Button „Diese Seite drucken“. So sparen Nutzer Zeit bei der Suche einer Druckversion, aber auch hier werden die Erwartungen gebrochen. Um dies zu vermeiden, bietet sich an, eine Druckvorschau zu erstellen, sodass noch auf dem Bildschirm auf die Unterschiede in der Darstellung hingewiesen wird. Für die Druckversion lohnt sich außerdem die Integration von vereinfachten Grafiken, da viele Nutzer zu Hause nicht über so professionelles Material verfügen, um Bilder von höchster Qualität zu drucken.

3. Die Wahl des richtigen Materials

a. Der Standard für daheim – Kopierpapier

Kopierpapier besteht zu höchstens 5 Prozent aus Holzstoff, was nicht heißt, dass nur wenig Holz bei der Produktion verarbeitet wird. In der Tat ist der Hauptbestandteil der aus Holz gewonnene Zellstoff oder der Textilstoff Hadern. Zudem gibt es auch Papiere mit einem hohen Gehalt an recycelten Materialien. Die Oberfläche von Kopierpapier ist in der Regel nicht mit mineralhaltigen Stoffen bestrichen.


Kopierpapier ist der Allrounder für das Drucken. Sollen aber grafisch hochwertige Bilder gedruckt werden, stößt es schnell an seine Grenzen.

Meistens ist es auf die Größe DIN A4 oder DIN A3 zugeschnitten. In erster Linie soll das Kopierpapier die Farbe des Toners gut aufnehmen können. Daher ist es in der Regel auf Ergebnisse in Schwarz-Weiß optimiert. Bei günstig produziertem Kopierpapier kann es vorkommen, dass die Farbe ungleichmäßig aufgenommen wird. Im Zusammenspiel mit der relativ hohen Saugkraft des Papiers kann dies zur Folge haben, dass Druckergebnisse enttäuschend wirken, weil sie blass oder verschwommen sind. Qualitativ hochwertigere Papiere erzielen einigermaßen gute Ergebnisse und bei der Nutzung eines Laserdruckers besteht auch nicht das Risiko, dass ein Druck verschwimmt.

b. Der Umwelt zuliebe – Recyclingpapier

Das Recyclingpapier besteht bis zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Materialien. Grundstoffe hier sind Altpapier, Kartonage sowie Pappe. Oft hat das Papier einen gräulichen Ton, weshalb bestimmte Recyclingpapiersorten gebleicht werden. Das führt zwar zu optisch verbesserten Ergebnissen, andererseits rückt das ursprüngliche Ziel der Umweltverträglichkeit in Ferne und diese Papiere werden in der Regel nicht zertifiziert.


Vor allem die Tagespresse greift auf wiederverwertetes Papier zurück. Mittlerweile gibt es auch qualitativ hervorragende Papiere, die sich zum Drucken von diversen Materialien eignen.

Oft leiden Recyclingpapiere, egal zu welchem Nutzen sie gebraucht werden, unter einem schlechteren Ruf als Produkte aus sogenannten Primärfasern – also jene, die aus „frischem“ Holz- oder Zellstoff bestehen. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Qualität in Entwicklung und Produktion deutlich gesteigert und laut Umweltbundesamt sind es vor allem die mit dem „Blauen Engel“ zertifizierten Produkte, die besonders hochwertig sind. Generell lässt sich Recyclingpapier im Alltagsbedarf eines Büros benutzen, doch auch Flyer und Broschüren können mittlerweile aus wiederverwertetem Material beschaffen sein.

c. Für hervorragende Ergebnisse – Kunstdruckpapier

Kunstdruckpapiere sind per se gestrichen, in vielen Fällen sogar mehrfach. Das bedeutet, dass sie durch Bindemittel veredelt werden und so zu einem besseren Druckergebnis führen, egal ob das Papier matt, seidenmatt oder glänzend gestrichen ist. Durch die bearbeitete, weniger poröse Oberfläche saugt es die Farbe eines Druckverfahrens nicht auf und kann so Kontraste, Farbnuancen und Umrisse besser darstellen. Beim Nutzen des gleichen Druckers werden Kopierpapiere und Kunstdruckpapiere immer zu unterschiedlichen Resultaten führen.


Inkjet-Papier ist speziell für Tintenstrahldrucker entwickelt worden. Durch seine behandelte Oberfläche saugt es weniger Farbe auf als Kopierpapier und stellt Bilder besser dar.

Für Tintenstrahldrucker wurde speziell das Inkjet-Papier entwickelt, welches über eine höhere Leuchtkraft verfügt und sich farblich von den beiden zuvor beschriebenen Papieren deutlich abhebt. Es ist matt und glänzend verfügbar und zeichnet sich dadurch aus, dass es für die Darstellung unterschiedlichster grafischer Elemente geeignet ist. So werden Bilder, Grafiken und auch Schrift gut verarbeitet. Bei einem Druck, der hauptsächlich Bilder zeigt, ist ein spezielles Fotopapier allerdings besser geeignet.

4. Tipps für den Nutzer

a. IE, Firefox, Chrome und Co. – Welche Einstellungen das Drucken beeinflussen  können

Verschiedene Browser bedürfen unterschiedlicher Befehle, um Webseiten zu drucken. Zudem gibt es AddOns, die das Ergebnis verbessern können. Beim Internet Explorer 11 gibt es neben der regulären Druckeinstellung die Option des Schnelldrucks. Wenn die gesamte Seite gedruckt werden soll, reicht ein Mausklick mit rechts auf die Seite. Im Kontextmenü erscheinen dann die Punkte Drucken und Druckvorschau. Bevor also Tinte und Papier verschwendet werden, besteht die Möglichkeit, das zu erwartende Ergebnis bereits vorab zu überprüfen. Dasselbe Ergebnis lässt sich über einen Klick auf das Zahnrad rechts oben im Browser erreichen.


Beim Internet Explorer 11 öffnet sich vor dem Druck automatisch eine Vorschau, durch die sich das zu erwartende Ergebnis kontrollieren lässt.

Der selektive Schnelldruck geschieht dadurch, dass der Teil einer Website, der gedruckt werden soll, mit der Maus markiert wird. Nach einen Klick auf das gleiche Zahnrad wird die Option Drucken mit rechts angeklickt. Im nun geöffneten Fenster lässt sich unter dem Reiter allgemein in der Sektion Seitenbereich die Option Markierung anwählen und schließlich durch einen Klick auf Übernehmen bestätigen. Ein Klick auf Einstellungen lässt noch weitere Optionen hinsichtlich Papier zu.

Unter Google Chrome ist das schnelle Drucken einer Seite noch einfacher. Die  gesamte Seite lässt sich durch ein Anklicken des Menüs oben rechts drucken. Im Reiter befindet sich der Menüpunkt Drucken, der automatisch eine Vorschau gibt und gleichzeitig noch Änderungen des Formats beispielsweise zulässt. Der Druck eines Teilbereichs geschieht, nach der Markierung des gewünschten Bereiches. Durch einen Rechtsklick auf diesen Bereich lässt sich im Kontextmenü Drucken wählen und es wird automatisch eine Vorschau geöffnet, die den zu druckenden Bereich anzeigt.


Wie auch für Chrome sind für Firefox zahlreiche AddOns erhältlich, die das Drucken vereinfachen.

Bei Firefox 44.0.2 lässt sich eine komplette Seite ausdrucken, wenn unter dem Reiter Datei oben links der Menüpunkt Drucken gewählt wird. Auch hier ist eine Voransicht möglich. Für den Druck eines Teilbereichs der Seite bedarf es auch hier der Markierung des Druckbereichs. Danach wird unter dem Reiter Datei der Punkt Drucken gewählt. Im geöffneten Fenster kann nun der Druckbereich eingestellt werden. Hier muss dann Markierung angewählt werden. Durch einen Klick auf Eigenschaften lassen sich zudem noch Einstellungen zum Druckbereich, dem Format oder dem Papier machen. Zur Optimierung der Druckeinstellungen lohnt sich die Installation des AddOns „Capture & Print“. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich bestimmte Ausschnitte einer Website drucken. Mit dem Ziehen eines Rahmens um den gewünschten Inhalt öffnet sich automatisch eine Voransicht, die dann direkt zum Druck bereit ist. Ein weiteres AddOn nennt sich „iWeb2x“ und konvertiert den Inhalt von Websites in das PDF-Format. Auch mit Screenshot-Programmen lassen sich gute Druckergebnisse erzielen.

b. Drucken auch vom Smartphone aus

Das Drucken von einem mobilen Endgerät wie etwa einem Tablet oder gar einem Smartphone ist nicht unbedingt der typischste Fall. Doch sowohl privat als auch im Berufsleben werden die Geräte auch dazu genutzt, um Dokumente – seien es spontane Schnappschüsse oder wichtige Arbeitsmaterialien – zu drucken. Dies ist beispielsweise mit einem WLAN-Drucker möglich.


Druckerspezifische Apps für das Smartphone können sich als sehr nützlich erweisen. So kann der Umweg über den Computer bei Bedarf umgangen werden, um ein Dokument zu drucken.

Da die Betriebssysteme von Smartphones und Tablets aber oft nicht gerade druckerfreundlich konzipiert sind, haben Hersteller von Druckgeräten die Initiative ergriffen und diverse Apps entwickelt. Mobile Print Applikationen gibt es beispielsweise von Samsung, HP, Oki, Epson, Canon, Brother oder Kyocera, und zusätzlich sind geräteunabhängige Apps verfügbar – je nach Drucker oder zu druckendem Format kann also aus einer Vielzahl von Möglichkeiten gewählt werden.

5. Fazit

Es lohnt sich, die eigene Website so zu programmieren, dass sie sich möglichst gut drucken lässt. Viele Nutzer lesen vor allem längere Dokumente gerne noch auf Papier, freuen sich aber auch, wenn sie hilfreiche Checklisten oder ähnliches ausdrucken können. Die Grundlage hierfür sind die korrekten Vorgaben im Quelltext der Seite. Teilweise kann auch ein „Diese Seite drucken“-Button eine userfreundliche Lösung sein. Wer selbst aus dem Netz heraus drucken möchte, sollte das am besten geeignete Papier wählen oder professionell drucken lassen, wenn das Ergebnis hervorragend sein soll. Für Vieldrucker lohnt es sich, die AddOns der gängigen Browser im Auge zu behalten. Hier lassen sich oft Lösungswege für bestehende Probleme finden.

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Varvy.com: Das All-in-One Website-Optimierungs-Tool

Bei meinen Streifzügen durch die Weite des Internets stoße ich ab und an auf richtige Perlen. Auf Tools, die mir als Webmaster das Leben erleichtern. Die heutigen Websites müssen vielen Anforderungen gerecht werden. Sie müssen schnell laden, die neuesten Richtlinien der Google Webmaster-Guidelines erfüllen und auch auf die Suchmaschine Google optimiert sein. Zudem kommt in vielen Fällen noch eine Optimierung für die Ansicht auf Smartphones und Tablets dazu. Bisher waren zum Testen viele verschiedene Tools nötig. Doch das neue Online-Tool varvy.com verspricht alle Bereiche abzudecken. Zusätzlich bietet es noch viele nützliche Informationen, daher stelle ich dir heute dieses Tool einmal genauer vor.

Varvy.com. All-in-One Website-Optimierung

Varvy.com Website Optimierung

varvy.com

Varvy.com bietet eine Menge Tools zum Testen und Optimieren von Websites. Gleich nachdem das Tool aufgerufen wurde, kann ein Check auf Einhaltung der Google Webmaster-Guidelines durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieses Checks sind grafisch sehr gut aufbereitet und nachvollziehbar erklärt. Zudem wird jeder einzelne Punkt der Guidelines mit verlinkten Bereichen illustriert, hinter denen sich fundierte Fachartikel zur Erklärung verbergen.

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Was varvy.com Einzigartig macht

Das Online-Tool dient nicht nur der Optimierung auf Speed und die Google-Guidelines, sondern will vor allem auch ein profundes Grundwissen zu den einzelnen Bereichen der Website-Optimierung vermitteln. Zu jedem Bereich der Optimierungsmöglichkeiten ist ein Fachartikel verlinkt, der anhand von Grafiken erläutert, worum es in diesem Punkt geht. Somit ist Varvy das richtige Tool für Einsteiger und Fortgeschrittene. Doch auch Profis finden noch Features, die das Tool für sie interessant machen. Für professionelle Optimierungen ist es eher nicht gedacht, doch für einen ersten Überblick hingegen ist es optimal. Einen schnellen Überblick über alle Fachartikel erhält man auf der Sitemap des Dienstes.

Die einzelnen Bereiche des Tools

Varvy teilt sich auf in die Sektionen SEO, Speed, Performance, Mobile und Tools. Die Website-Tests geschehen anhand der bereits einschlägig bekannten Google-Tools. Der große Vorteil des Tools ist hierbei, dass man nur noch ein Tool für die verschiedenen Tests nutzen braucht.

Sektion SEO

In diesem Bereich wird die Einhaltung der Google Webmaster-Guidelines getestet. Alle wichtigen Bereiche finden sich hier wieder. Nach dem Test kann man genau sehen, welche Bereiche noch einer Verbesserung bedürfen und welche bereits optimal umgesetzt worden sind. Allerdings wurde mir hier ein Fehler angezeigt, der keiner ist. Das Tool bemängelte eine fehlende HTML-Sitemap für die Besucher der Website. Diese ist durchaus vorhanden, heißt allerdings bei mir nicht „Sitemap“. Das wird der Grund sein, warum sie nicht gefunden wurde.

Sektion Pagespeed Optimization

Der Test einer Website geht sehr schnell und ist genauso aussagekräftig wie ein Test mit dem Google Page Speed Insights Tool. Hier wird die Google API zur Durchführung der Tests genutzt. Die Ergebnisse und die einzelnen Punkte, auf die getestet wird, sind absolut gleich. Ein Test meiner Website hat gezeigt, dass Varvy und Google Page Speed übereinstimmend zwei Punkte meiner Website bemängelten. Eine CSS-Datei, die im sichtbaren Bereich geladen wird (und die Website schneller macht als das empfohlene Inline-CSS) und das Optimieren der Bilder, genauer gesagt eines Bildes. Hier empfehlen beide Tools eine bessere Komprimierung, damit bei diesem einen Bild 552 Byte gespart werden könnten.

Sektion Web Performance

In diesem Bereich gibt es keinen Test durchzuführen, hier wird über die einzelnen Bereiche aufgeklärt, die einen Performance-Schub für die Website bieten können. Viele Fachartikel warten darauf, gelesen zu werden. Auch Profis können in diesem Bereich durchaus noch dazulernen. Denn wer von euch hat schon mal was von »Brotli« gehört? Das ist übrigens ein von Google veröffentlichtes Datenkompressionsformat, welches signifikante Vorteile gegenüber GZIP bieten soll.

Sektion Mobile SEO

Diese Sektion bietet den bei Google Page Speed Insights bereits eingeschlossenen Test auf Qualität und Geschwindigkeit einer Website, die auf einem mobilen Gerät angezeigt wird. Auch bei diesem Test erhält man die Ergebnisse, die man bei Google direkt ebenso erhält. Allerdings bekommt man bei Varvy noch viele Hintergrundinformationen dazu, wenn man auf der Seite mit dem Testergebnis nach unten scrollt.

Mobile-SEO-varvy

Sektion Tools

Breadcrumb-structured-data-tool

Bis vor kurzem war die Sektion Tools noch über die Hauptnavigation zugänglich, ist aber zurzeit nur über den Umweg der Sitemap zu finden. Alle Tools funktionieren noch und sind von der Sitemap aus aufrufbar. Folgende Tools bietet die Website an:

Fazit

Man spürt in jedem Bereich, wie viel Mühe sich der Entwickler Patrick Sexton gegeben hat. Als ehemals sehr erfolgreicher Internet-Entrepreneur verwendet Patrick nun seine gesamte Zeit auf die Entwicklung von Varvy.com, was man der Website und den Tools durchaus anmerkt. Die Konzentration der Tools verbunden mit dem vermittelten Hintergrundwissen machen seine Website einzigartig. Varvy hat seinen Weg in meine Bookmarks gefunden.

(dpe)

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Securityheaders.io: Wie sicher ist dein Server wirklich?

Die Sicherheit ist ein bei Website-Betreibern gern vernachlässigtes Thema. Um alles wird sich gekümmert, neue Funktionen implementiert und für ein schickes Design gesorgt. Doch eines Tages ist es vielleicht zu spät und deine Website ist gehackt worden. Um dieses wirklich unschöne Gefühl niemals Realität werden zu lassen, bedarf es einer Strategie und etwas Einsatz. Wenn du zudem noch einen eigenen Server hast, solltest du dich erst recht um seine Sicherheit kümmern. Diese umzusetzen ist oftmals recht einfach. Um dich dabei zu unterstützen, stelle ich dir heute das Online-Tool securityheaders.io vor, das dir die Schwächen deines Servers zeigt und dir Ratschläge gibt, wie du sie abstellst.

Securityheaders: Wie sicher ist dein Server wirklich?

Securityheaders.io – Analyse der HTTP-Header

securityheaders.io

Securityheaders.io heißt der Online-Dienst, der anhand der gesendeten HTTP-Response-Header feststellen kann, wie sicher dein Server ist. Natürlich existieren mittlerweile viele Dienste, welche die HTTP-Response-Header analysieren können. Doch das Besondere an securityheaders ist das Rating-System, in dem die Ergebnisse einsortiert werden. Dieses Rating-System sortiert die Ergebnisse in einen Bereich von A bis F ein. Das A steht hierbei für einen hervorragend abgesicherten Server, das F hingegen steht für einen sehr schlechten Sicherheitszustand.

Der Online-Dienst mit seinem Betreiber Scott Helme möchte zu mehr Sicherheit im Internet beitragen. Denn es werden nicht nur die Response-Header analysiert, sondern auch handfeste Tipps gegeben, wie die Sicherheitsprobleme zu beheben sind. Denn das Senden der richtigen HTTP-Response-Header verspricht ein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit, und sollte daher umgesetzt werden. Der zeitliche Aufwand hierfür ist vergleichsweise gering, der Zuwachs an potenzieller Sicherheit jedoch groß.

Sehr viele Server sind potenziell unsicher

Wer mit dem Online-Tool etwas herum experimentiert, wird schnell feststellen, dass der überwiegende Teil der geprüften Server potenziell unsicher ist. Egal, welche Domain ich eingab und testete, jedes Mal bekam ich ein F zu sehen. Auch bei meinen eigenen Websites. Bisher ging ich davon aus, dass ein Managed-Server oder ein Managed-WordPress-Hosting sicher sei und man sich um diesen Bereich nicht kümmern müsse. Nun weiß ich, dass Managed nicht gleich sicher bedeutet. Auch Shared-Hosting-Systeme sind nicht sicherer, denn auch dort bekam ich ein F zu sehen.

Ein schlechtes Scan-Resultat bei securityheaders

Eine potenziell schlechte Sicherheit wird nicht nur mit einem F im Rating-System versehen, sondern auch noch farblich rot unterlegt, um die Unsicherheit zu visualisieren. Sehr sichere Server hingegen bekommen demzufolge eine grüne Farbe, wie ein Scan der securityheaders-Website zeigte.

Ein gutes Scan-Resultat bei securityheaders

Gute Erklärungen der Ergebnisse und Tipps zum Umsetzen

Jedes (schlechte) Scan-Resultat zeigt genau auf, welche HTTP-Response-Header fehlen. Eine kurze Erklärung erläutert dir, warum diese Header wichtig sind und welche Auswirkungen die fehlenden Header haben können.

Die fehlenden Response-Header meiner Website
Die Erklärungen zu den fehlenden Response-Headern

Die einzelnen Ergebnisse sind mit Links versehen, hinter denen sich gute und fundierte Fachartikel zu den einzelnen Bereichen verbergen. Auf diese Weise lernst du viel über die jeweiligen Header. Und du weißt im Anschluss genau, was du umsetzen solltest und vor allem auch warum. Hinter dem fehlenden Header »Content-Security-Police« verbirgt sich der Artikel „Content Security Policy – An Introduction„. Zudem existieren gute Erklärungen in deutscher Sprache zu diesem Bereich.

Wie HTTP-Response-Header Server sicherer machen

Der »Content-Security-Police-Header« ist ein guter Schutz gegen das Problem des Cross-Site-Scripting. Sogenannte XSS- oder Cross-Site-Scripting-Angriffe gehören zu den größten Sicherheitsproblemen bei Webanwendungen. Hierbei geht es um einen Schutz gegen von außen in die Website eingebrachten Code. Mittels des »Content-Security-Police«-Headers kann genau festgelegt werden, auf welche Scripte von außen zugegriffen werden kann. Die Grundeinstellung soll nur die Ausführung von Scripten erlauben, die auf dem eigenen Server liegen. Zusätzlich definiert man alle externen Scripte, auf die zugegriffen werden muss. Zum Beispiel Google Adsense und Google Analytics Code. Jeder andere – externe – Code wird ignoriert und demzufolge nicht ausgeführt.

Dies gilt auch für Bilder, Frames und Videos. Also für alle Dinge, die nicht auf dem eigenen Server liegen. Diese Ausnahmen festzulegen ist eine mühsame Angelegenheit. Jedoch wird man mit einem erheblichen Zuwachs an Sicherheit belohnt.

Weitere Response-Header

Vier fehlende HTTP-Response-Header ergab der Scan meiner persönlichen Website. Unter anderem der bereits angesprochene »Content-Security-Header«, der »X-Frame-Options-Header«, der »X-XSS-Protection-Header« und der »X-Content-Type-Options-Header«.

Der »X-Frame-Options-Header« schützt deine Website davor, in einem Frame ausgeführt zu werden. Es existieren durchaus Menschen, die sich im Web mit fremden Federn schmücken wollen. Diese Menschen entwickeln einen Rahmen, in dem deine Website dann mittels eines iFrames integriert wird. So kommt man an gute Inhalte, ohne sie selbst verfassen zu müssen.

Der »X-XSS-Protection-Header« konfiguriert den internen „Cross-Site-Scripting-Filter“, der in den meisten Browsern bereits integriert ist. Mit der empfohlenen Konfiguration „X-XSS-Protection: 1; mode=block“ schützt du deine Besucher vor dem Angriff auf ihren Computer. Folgende Browser unterstützen den Filter: Internet Explorer, Chrome und Safari (Webkit).

Der »X-Content-Type-Options-Header« kann nur den Wert „nosniff“ setzen. Dieser Wert verhindert, dass Internet Explorer und Google Chrome nach anderen MIME-Typen suchen, als durch den deklarierten Content-Type (zum Beispiel text/html) vorgegeben wurde. Google Chrome wird dadurch auch am Herunterladen von Erweiterungen gehindert. Somit sind sogenannte Drive-by-Download-Attacken nicht mehr möglich. Euer Rechner kann somit nicht mehr mit Schadcode infiziert werden. Das gilt natürlich nur für die Website, die diesen Response-Header gesetzt hat.

Fazit

Der Online-Dienst securityheaders kann für erheblich mehr Sicherheit sorgen. Wir können durch den Einsatz der richtigen HTTP-Response-Header nicht nur den eigenen Server absichern, sondern auch die Sicherheit unserer Besucher verbessern. Das Online-Tool zeigt dir genau auf, wo Sicherheitslücken bestehen und wie diese geschlossen werden können.

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(dpe)

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Statt Instant Articles: Googles AMP beschleunigt mobilen Content

Seit Oktober existiert nun Googles neues Projekt AMP (Accelerated Mobile Pages – schnellere mobile Seiten). Das Open-Source Projekt AMP hat sich zum Ziel gesetzt, die Ladezeiten der Websites auf mobilen Geräten erheblich zu reduzieren. Die heutigen Websites sind immer aufgeblähter und schleppen Ballast mit sich rum, der den Seitenaufbau auf einem Smartphone zum Geduldsspiel werden läßt. Daher setzte man sich das Ziel, den Seitenaufbau auf Millisekunden zu reduzieren. Damit es wieder Spaß macht, mit einem Smartphone zu surfen.

Googles AMP Projekt: Für ein schnelleres mobiles Internet

Erstmals ist AMP von Google im Oktober letzten Jahres vorgestellt worden. Google zielte eigentlich mit AMP auf die großen Verlagshäuser mit eigenständigen Mobilauftritten ab, jedoch kann jeder Website-Betreiber die neue, quelloffene Technik einsetzen. Amp wird vor allem mit Facebooks Instant Article konkurrieren müssen, die sich im April allen Websites öffnen sollen. Allerdings kommt das Facebook-Projekt nur den Usern der Facebook-App zugute. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von ZEIT Online, der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Twitter, Pinterest und natürlich auch von Automattic, der Firma hinter WordPress.

Surfen auf Smartphones ist quälend langsam

Googles Initiative will mit einem weit verbreiteten Problem aufräumen, der mobilen Internet-Nutzung. Denn gerade auf den relativ schwach ausgestatteten Smartphones und Tablets dauert das Laden komplexer Websites wesentlich länger, als auf potenten Desktop-Geräten. Entscheidend für die mobile Geschwindigkeit sind vor allem auch die Werbeformen, die auf anderen Servern gehostet werden, und zum Teil erhebliche Mengen an JavaScript nachladen. Eine einzige Adsense-Anzeige zu laden, dauert wesentlich länger als den eigentlichen Inhalt darzustellen. Dazu hat die New York Times vor kurzem einen eindrucksvollen Artikel verfasst.

Auch WordPress unterstützt AMP

Das WordPress-Team war einer der ersten Unterstützer des Projektes und stellte schnell eine eigene Implementierung für AMP bereit. WordPress.com unterstützt AMP automatisch, es sind keinerlei Eingriffe nötig. Auch für selbstgehostete WordPress-Websites existiert nun eine Möglichkeit, an den Vorteilen des High-Speed-Frameworks für mobile Ansichten zu partizipieren. Es muss einfach nur ein Plugin installiert werden, danach unterstützt auch eine selbstgehostete WordPress-Website den mobilen Turbo automatisch. Einstellungen sind nicht nötig.

AMP Plugin für WordPress

  • Entwickler: Automattic
  • Wird ständig weiter entwickelt: Ja
  • Letzte Version vom: 24.02.2016
  • Kosten: kostenfrei über WordPress.org
  • Lizenz: GNU GENERAL PUBLIC LICENSE
  • Wechselwirkungen mit anderen Plugins: nicht bekannt
  • Entwickler-Homepage: Nicht bekannt
  • Download von WordPress.org

AMP-Test nach der Aktivierung des Plugins

Nachdem das Plugin installiert und aktiviert wurde, kann man die Funktion sehr einfach überprüfen, indem man ein /amp/ hinter die URL eines Artikels anhängt. Hier die Demo einer AMP-Seite ohne Optimierung, eine weitere Demo mit etwas Optimierung. Nur die eigentlichen Artikelseiten werden transformiert, Seiten, Startseite, Kategorien und ähnliches funktionieren noch nicht. Das liegt auch an der Grundidee hinter AMP, News-Artikel schneller aufrufen zu können.

Google hebt AMP-Websites hervor

Websites, die bereits das neue Format unterstützen, erfahren eine bevorzugte Behandlung innerhalb der mobilen Suche von Google. Mit aller Macht wird das neue Format gepusht. Denn Google hebt auf den Mobilgeräten die Suchergebnisse, die im AMP-Format ausgeliefert werden, in den »Top-Stories« hervor. Beim Suchen mit dem Browser eines mobilen Geräts funktioniert das bereits sehr gut.

AMP in der Google-Suche

Googles AMP ist für WordPress-User gut anpassbar

AMP unterstützt eine breite Palette von Funktionen, unter anderem auch Werbeformen wie Doubleclick und AdSense. Auch Analyse-Tools können integriert werden. Zudem gibt es für selbstgehostete WordPress-Websites eine Menge Hooks, mit denen man ein eigenes AMP-Template erstellen und anpassen kann. In Zukunft wird noch eine spezielle Customizing-Schnittstelle kommen. Zuerst für WordPress.com, danach als Plugin für Selbsthoster.

Hier die Übersicht der Anpassungsmöglichkeiten für WordPress.

Das Video zum Thema:

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Moderne SEO: Der Google-Rankingfaktor HTTPS und Let’s Encrypt

Google implementiert von Zeit zu Zeit immer mal wieder neue Rankingfaktoren. Im Jahr 2014 kündigte Google die Verschlüsselung von Websites mit einem HTTPS-Zertifikat als Rankingfaktor an. Viele Websites sind bereits auf HTTPS umgestiegen und können erste Vorteile im Ranking verzeichnen. Ja, es lassen sich durchaus bereits Vorteile im Ranking messen. Sicherlich ist der Umstieg auf das neue Protokoll in vielen Fällen recht aufwändig, doch der Schritt sollte in Angriff genommen werden, um nicht gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen zugeraten. Das Projekt Let’s Encrypt erleichtert den Umstieg mit kostenlosen Zertifikaten.

Rankingfaktor https://

Ranking-Faktor HTTPS

Google möchte schnelle Websites sehen, die zudem noch sicher sind. Daher hat sich das Unternehmen entschlossen, die Verschlüsselung von Websites über HTTPS in das Ranking aufzunehmen. Sicher wird es noch etwas dauern, bis Webmaster größere Vorteile durch die Umstellung messen können. Noch möchte Google den Webmastern etwas Zeit für die Umstellung geben, deshalb hat Google nach eigener Aussage die Verschlüsselung zunächst nur als leichtes Ranking-Signal implementiert. Vorteile sind jedoch bereits messbar, besonders starke Marken und Online-Shops können profitieren. Mittlerweile ist der Unterschied in der SEO Visibility von HTTPS-Webseiten gegenüber unverschlüsselten Seiten statistisch signifikant. Bis zu 5 Prozent mehr Sichtbarkeit in den Suchergebnissen sind zur Zeit möglich.

Was ist HTTPS?

HTTPS ist ein Kommunikationsprotokoll zur Datenübertragung im Internet. Der Unterschied zu HTTP besteht in der verschlüsselten und abhörsicheren Übertragung der Daten durch SSL/TLS, ein Verschlüsselungsprotokoll. HTTPS bietet deinen Usern also einen sicheren Kommunikationsweg zwischen ihnen und deiner Website.

Info: HTTPS = HTTP + SSL/TLS

Ohne Verschlüsselung wären alle übertragenden Daten im Internet im Klartext einsehbar und durch Dritte auch manipulierbar, mittels einer Man-in-the-Middle-Attacke. Wird hingegen ein HTTPS-Zertifikat zur Verschlüsselung der Datenübertragung genutzt, ist jede Kommunikation mit der Website sicher und nicht mehr angreifbar. Natürlich stellt sich die Frage, warum man als Eigner eines einfachen Blogs nun faktisch von Google dazu gezwungen werden soll, auf HTTPS umzusteigen. Der Zwang wird kommen, keine Frage. Noch ist HTTPS nur ein leichter Rankingfaktor, doch irgendwann in naher Zukunft wird Google diesen Faktor neu gewichten.

Trotz allem ist natürlich nicht ersichtlich, warum Blogs und News-Websites umstellen sollten. Es ergibt nur dort wirklich Sinn, wo viele sensible Kundendaten übertragen werden müssen. Hier wäre ein Online-Shop das treffende Beispiel. Und doch wird Google eine Umstellung für alle Websites durchsetzen, denn jede Seite möchte gut ranken. Keine Website möchte den direkten Konkurrenten vor sich in den Suchergebnissen sehen, nur weil dieser bereits auf HTTPS umgestellt hat.

Die Kennzeichnung einer HTTPS verschlüsselten Verbindung im Webbrowser

Eine mittels HTTPS verschlüsselte Website lässt sich recht leicht im Browser erkennen. Merkmale sind das Schlosssymbol und das ausgeschriebene HTTPS-Protokoll.

Eine mittels HTTPS verschlüsselte URL

Kostenlos auf HTTPS umsteigen mit Let’s Encrypt

Lets-Encrypt

Let’s Encrypt verspricht Zertifikate für alle und das noch vollkommen kostenlos. Das Projekt wird unter anderem von Mozilla, Facebook und Cisco gesponsert. Der sich in der offenen Beta-Phase befindliche Dienst möchte HTTPS-Zertifikate für jedermann kostenfrei zur Verfügung stellen. Jeder Webmaster kann sich eigene Zertifikate für seine Domain erstellen, wenn der Server die technischen Voraussetzungen erfüllt.

Let’s Encrypt gibt sich nicht damit zufrieden, nur kostenfreie Zertifikate auszustellen, sondern möchte den Prozess zudem automatisieren, damit die zur Zeit nur für 90 Tage gültigen Zertifikate sich automatisch selbst erneuern. Derzeit hingegen muss der Prozess manuell angeschoben werden. Das erldigts du am besten per Cronjob oder Kommandozeilenbefehl. Geplant ist die Herabsetzung der Gültigkeit auf nur noch 30 Tage. Dafür sollen sich die Zertifikate dann jedoch automatisch erneuern. Damit möchte das Projekt dann schneller auf kompromittierte oder missbräuchliche Zertifikate reagieren können.

Wer gerne eins der kostenfreien Zertifikate haben möchte, muss hierzu Vorbereitungen auf seinem Server treffen. Es muss der Let’s Encrypt Client aus dem Github-Repo installiert werden. Der Client erfordert Python 2.6 oder 2.7, eine Unterstützung für 3.0 soll noch nachgeliefert werden. Der Let’s Encrypt Client läuft derzeit nur auf Servern mit Debian Version 8.0 und neuer, inklusive aller Debian-Derivate und Ubuntu ab Version 12.04. Andere Betriebssysteme werden zurzeit noch nicht unterstützt.

Es existieren mittlerweile auch erste Erfahrungen mit dem HTTPS für jedermann.

Fazit

Über kurz oder lang wird man nicht um ein HTTPS-Zertifikat herumkommen. Google wird diesen Rankingfaktor mit Sicherheit bald stärker gewichten. Wer sich jedoch in der Server-Administration etwas auskennt, wird sich schnell und einfach ein Zertifikat kostenlos von Let’s Encrypt sichern können. Damit muss man für das Zertifikat keine größeren Ausgaben mehr tätigen, wie es etwa früher der Fall war. Die Zukunft heißt ganz klar HTTPS. Webmaster sollten die Umstellung ruhig wagen. WordPress-User haben sogar Vorteile, denn das CMS sorgt selbst für die Weiterleitungen der alten HTTP-URLs auf die neuen mit HTTPS-Zertifikat.

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(dpe)

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Mehr Speed, mehr Sicherheit: die optimale .htaccess

Die Webserver-Konfigurationsdatei .htaccess ist eine der wichtigsten Dateien deiner Website-Installation. Viel kann diese oftmals noch unterschätzte Datei leisten. Sie kann zu einem wahren Performance-Schub einer Website ebenso beitragen, wie zu erhöhter Sicherheit. Beides ist in der heutigen Zeit wichtig. Die Ladegeschwindigkeit ist bereits seit längerem ein Rankingfaktor für die Position der eigenen Website in den Google-Suchergebnissen. Zudem werden immer wieder WordPress-Websites gehackt, weil kein Augenmerk auf die Sicherheit der Website gelegt wird. In diesem Artikel stelle ich meine eigene .htaccess-Datei vor, die ich im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert und optimiert habe.

Die optimale .htaccess Datei für mehr Speed und Sicherheit

Eine optimale .htaccess Datei

Eine optimale .htaccess-Datei wird es niemals fertig konfiguriert geben können, da sich viele Punkte individuell auf die eigene Website beziehen werden. Auch die von mir vorgestellte Datei ist nur ein großer Teil dessen, was bei mir aktiv ist. Einiges muss noch auf persönliche Bedürfnisse angepasst werden, doch mit dem folgenden Code hat man bereits sehr viel erreicht. Vor allem ist eine optimale Grundlage für eine wirklich schnelle Website geschaffen worden. Nicht vergessen habe ich dabei den Bereich Sicherheit, der sich zum Teil auf WordPress bezieht.

Die komplette Datei kann bei GitHub heruntergeladen werden.

Teil 1: Browser-Caching

Im Abschnitt Caching wurde an alles gedacht, auch an das Zwischenspeichern der beliebten Webfonts, die dann allerdings auf dem eigenen Server liegen sollten. In der Sektion für die Bildformate findet das neue Grafik-Format WebP Berücksichtigung. Dateien, die sich im Allgemeinen eher selten ändern, zum Beispiel JavaScripts, bekommen einen weit in der Zukunft definierten Cache-Header. Feeds hingegen werden nur eine Stunde gecached, fast alle anderen Dateien hingegen einen Monat. Zu beachten ist, dass in der Datei statische HTML-Seiten für eine schnellere Auslieferung für eine Stunde (3.600 Sekunden) in den Speicher befördert werden. Wer das nicht möchte, setzt stattdessen ein access plus 0 seconds ein.

Der ETag-Header wird durch die .htaccess deaktiviert, da ein Last-Modified-Header gesendet wird. Zudem ist die ETag-Technologie bekannt als langsam, daher nutzen wir sie nicht. Wichtig zu erwähnen ist, dass ein keep-alive-Header gesendet wird. Das erlaubt dem Browser das gleichzeitige Laden mehrerer Dateien und sorgt für einen weiteren Performance-Schub.

Bitte beachten: Da auch das CSS zwischengespeichert wird, sollte man, wenn man öfter etwas daran ändert, entweder die Datei nach einer Änderung umbenennen, oder eine Versionierung implementieren. Ich bevorzuge die zweite Lösung, die ein Teil eines zukünftigen Artikels sein wird.

Ein Klick öffnet die komplette Datei bei GitHub
htaccess-caching

Teil 2: Die komprimierte Auslieferung der Dateien

Viele Vorschläge für .htaccess Dateien, die im Netz zu finden sind, sind nur rudimentär und unvollständig. Alle denkbaren und wichtigen Datei-Formate werden durch meine .htaccess komprimiert ausgeliefert, damit ein wirklicher Geschwindigkeitsvorteil entsteht.

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Kompression

Teil 3: Allgemeine Sicherheitseinstellungen

Der Grand­sei­g­neur des Webdesigns – Jeff Starr von Perishable Press – feilt bereits seit Jahren an seiner Blockliste für die .htaccess. Die neueste Version seiner Firewall, die 6G, ist ein Manifest der Sicherheit und wird gerne durch einige WordPress-Security-Plugins kopiert, weil sie so effektiv ist. Sie schützt unter anderem vor Cross-Site-Scripting und Schadcode-Implementierung über die Erweiterungen von URLs. Hackversuche werden trotz des minimalen Codes wirkungsvoll unterbunden und der Code arbeitet sehr effektiv.

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6G-Firewall-Blacklist

Teil 4: Wichtige Sicherheitseinstellungen für WordPress

Die allgemeine Beliebtheit des Content-Management-Systems WordPress ist leider der Grund dafür, dass es sich immer öfter den Hackversuchen böswilliger Mitmenschen ausgesetzt sieht. Mit einigen Zeilen Code in der .htaccess kann man dem vorbeugen. Kommt dann noch eine Absicherung des Administrator-Zugangs der Website hinzu, kann man die Site als sicher ansehen, wenn man die Basics wie das rechtzeitige Update von WordPress, Theme und Plugins beherrscht.

Wie man den Admin-Zugang einer WordPress-Website per .htaccess und .htpasswd wirkungsvoll absichert, haben wir bereits beschrieben. Ebenfalls wird die potenziell unsichere XML-RPC-Schnittstelle von WordPress mit diesem Code völlig abgeschaltet. Wer die Schnittstelle nutzen möchte, weil er zum Beispiel mit der neuen WordPress-Desktop-App arbeitet, muss den Bereich des Codes auskommentieren. Das geschieht mit einer vorgesetzten Raute (#) pro Code-Zeile. Die Absicherung des Adminbereichs ist bereits vorbereitet, wenn du diese Form der Sicherheit nicht nutzen möchtest, dann kommentiere diesen Bereich aus.

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Einstellungen in der htaccess für die Sicherheit von WordPress

Download der kompletten .htaccess Datei

Die komplette .htaccess Datei kann bei GitHub heruntergeladen werden.

Fazit

Mit dieser .htaccess Datei sind wir schon ziemlich nahe am Optimum. Die Datei ist eine hervorragende Grundlage, in der nur noch einige kleine, seitenspezifische Details ergänzt werden müssen (vermutlich). Mir und meiner Website leistet diese Datei sehr gute Dienste, und, ich hoffe stark, dir auch. Die Datei ist zudem so aufgebaut, dass es keine nervigen Probleme mehr bei Google Page Speed Insights gibt. Falls jemand von euch der Meinung ist, es gäbe da noch Verbesserungsbedarf, dann schreibe er/sie bitte einen Kommentar. Auch ich lerne gerne noch dazu :-)

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(dpe)

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Agenturgeschäft: Websites um eine Online-Terminvereinbarung erweitern

Die Themen, mit denen sich Designer und Webentwickler im Berufsalltag auseinandersetzen, sind häufig von technischer Natur. Doch gerade für die technischen Aspekte einer Website interessieren sich die meisten Kunden nicht sonderlich. Für sie ist letztlich entscheidend, dass die eigenen Wünsche und Vorstellungen zuverlässig umgesetzt werden. Sowohl für Freelancer als auch Agenturen bedeutet dies, stets den Kundennutzen im Auge zu behalten. Wer Neugeschäft generieren möchte, sollte die aktuellen Trends kennen und sowohl bestehende Kunden als auch potentielle Neukunden darauf aufmerksam machen. So ist es möglich, sich Aufträge zu sichern und Umsätze zu generieren.

Websites um eine Online-Terminvereinbarung erweitern

Online-Terminvereinbarung

Einer dieser Trends ist die Online-Terminvereinbarung. Für den einen oder anderen Entwickler mag sie nach einem alten Hut klingen, schließlich ist die Kernidee nicht neu – entsprechende Plugins gibt es schon lange. Allerdings ist der heutige Nutzen für den Seitenbetreiber ein vollkommen anderer. Längst hat sich die Terminvereinbarung über das Web zu einem bedeutsamen Instrument entwickelt.

Die Bereitschaft der Verbraucher, Termine online zu vereinbaren, ist viel größer als noch vor einigen Jahren. Vorbei sind die Zeiten, in denen Terminabsprachen nur persönlich vor Ort oder am Telefon getroffen wurden. Dies gilt auch für viele andere Dinge: Anstatt sie persönlich zu regeln, erfolgt kurzerhand der Griff zum Smartphone.

Websites um eine Online-Terminvereinbarung erweitern
Kundenfreundlich: Besucher können direkt über die Website einen Termin vereinbaren. Freie Slots werden angezeigt. (Screenshot: Appointmind)

Ein Feature, das zahlreichen Seitenbetreibern hilft

Das Spektrum an Seitenbetreibern, die von der Integration einer Online-Terminvereinbarung profitieren, ist größer als von den meisten Account-Managern zunächst vermutet wird. Besonders aus Sicht von Unternehmen, die ihre Dienstleistungen auf regionaler Ebene anbieten, ist das Potenzial enorm groß. Ein gutes Beispiel sind Reifen-Werkstätten: Sie können ihren Kunden direkt auf der Website zeigen, welche Zeitfenster für einen Reifenwechsel zur Verfügung stehen und welche Termine augenblicklich noch frei sind. Der Kunde bucht seinen Termin daraufhin kurzerhand online.

Nicht nur die Betreiber von Werkstätten, sondern beispielsweise auch Ärzte oder Ernährungsberater sind von den Vorzügen der Terminvereinbarung über das Web leicht zu überzeugen. Grund ist die bereits erwähnte Bereitschaft der Kunden, Termine auf diesem Weg auszuwählen und verbindlich zu vereinbaren, zumal die meisten Unternehmen sofort das Potenzial in der Umsatzsteigerung erkennen. Die Online-Terminvereinbarung ist ein echtes Conversion-Instrument. Kunden besuchen die Website und buchen sofort ihren Termin. Das Risiko, dass sie sich noch bei einem Wettbewerber informieren und dort gegebenenfalls eine Anfrage stellen, verringert sich.

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Seitenbetreiberfreundlich: Sie als Website-Inhaber können direkt über das Administrations-Backend Termine verwalten. (Screenshot: Appointmind)

Ein Blick auf die Integration

Selbstverständlich wäre die Entwicklung einer eigenständigen Lösung viel zu aufwendig und somit für die Mehrheit der Kunden zu teuer. Für Entwickler und Designer ist es daher sinnvoller, auf etablierte Lösungen zurückzugreifen, wie zum Beispiel auf Appointmind. Somit übernehmen sie die Funktion eines Dienstleisters, indem sie sich um Integration, Anpassung und Wartung der Online-Terminvereinbarung kümmern. Zugleich ist gewiss, dass der Kunde eine professionelle Lösung geliefert bekommt, die sich ganz auf seine Wünsche anpassen lässt.

Die eigentliche Integration gestaltet sich daher vergleichsweise leicht. Gute Lösungen sind beispielsweise als WordPress-Plugin verfügbar und somit besonders einfach und schnell in Webprojekte zu integrieren. Anstatt lange zu konzipieren und programmieren, ist die Integration innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen. Dasselbe gilt für die anschließende Einrichtung, in deren Rahmen beispielsweise das Design angepasst wird. Ob die Konfiguration der Zeitfenster ebenfalls vorgenommen wird oder ob sich der Kunde hierum selbst kümmert, bedarf einer gesonderten Absprache.

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Administratorfreundlich: Online-Terminverwaltungen sollten über umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten direkt über eigene Settings-Dialoge verfügen, damit der Einbau kein Buch mit sieben Siegeln ist. (Screenshot: Appointmind)

Im Übrigen können die leistungsstarken Lösungen noch deutlich mehr, weil sie beispielsweise über Schnittstellen zu Google Analytics verfügen und somit ein genaues Tracking ermöglichen. Ein weiteres Beispiel ist die Verknüpfung zu Mailchimp oder anderen Mailversendern, um Kunden aus der Terminvereinbarung direkt ins Newsletter-Marketing zu portieren – wobei es in diesem Zusammenhang natürlich erforderlich ist, geltende Datenschutzbestimmungen zu berücksichtigen.

Plugins und Schnittstellen der professionellen Tools erleichtern die technische Integration enorm. Gerade für Entwickler bedeutet dies, Projekte schnell und außerdem sicher umsetzen zu können. Der zeitliche Aufwand ist in den meisten Fällen überschaubar, wodurch es umso leichter fällt, die Website-Erweiterung den eigenen Kunden preiswert anzubieten oder alternativ mit einer gesunden Marge zu arbeiten.

Fazit

Die Online-Terminvereinbarung ist ein attraktives Feature, um das sich Webseiten leicht erweitern lassen. Das Spektrum an Seitenbetreibern, die von einer Integration profitieren, ist wiederum groß. Zumal es nicht schwer fällt, sie vom Nutzen der Terminvereinbarung zu überzeugen. Aus deren Sicht stellt die Möglichkeit, Termine direkt online zu vereinbaren, einen erheblichen Mehrwert dar. Sie können bestehende Kunden noch besser an sich binden und haben zugleich die Chance, neue Kunden zu gewinnen und somit den Umsatz zu steigern.

Für Entwickler und Designer tut sich damit eine große Gelegenheit auf. Sie können ihren Kunden eine praktische Leistung anbieten, die gerne angenommen wird. Zumal die Online-Terminvereinbarung einen hervorragenden Türöffner verkörpert, um mit älteren Bestandskunden wieder in das Gespräch zu kommen und sich in Erinnerung zu rufen. Die Gewinnung von Folgeaufträgen wird somit stark vereinfacht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Online-Terminvereinbarung enorme Chancen bietet. Es lohnt sich, tiefer in die Thematik einzutauchen und sich mit den angebotenen Lösungen näher zu beschäftigen, um darüber zu entscheiden, ob das eigene Leistungsportfolio entsprechend erweitert werden kann.

(dpe)

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Mobiles Internet: Wichtiges zum Mobile Web

Seit 2011 steigt die Zahl der Internetnutzer kaum noch an. Dies mag verständlicherweise weniger auf die rückgängige Begeisterung für das World Wide Web, denn auf den einfachen Umstand zurückzuführen sein, dass von jung bis alt, egal ob Mann oder Frau mittlerweile fast jeder täglichen Zugang zum Internet hat. Zahlen belegen allerdings: Die Nutzung des mobilen Internets steigt weiterhin rasant. Mehr als die Hälfte aller deutschen Internetnutzer geht mobil online. Für viele läutet das mobile Web einen Strukturwandel ein. Andere fürchten Risiken, vor allem auf der Kostenseite, manche kommen bei der rasanten Entwicklung der Technik nicht mehr hinterher. Wichtiges rund um das Thema mobiles Internet erläutert dieser Artikel.

Mann mit Smartphone in der Hand.
Bild: 46 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein Smartphone und greifen von unterwegs auf das mobile Internet zu. Bildquelle: sdecoret – 315486122 / Shutterstock.com

Zugangstechnologien – von 1G bis 5G

Aus semantischer Sicht ist die Begrifflichkeit des mobilen Internets eigentlich eine Irreführung. Selbstverständlich führt nicht jeder Mensch das gesamte World Wide Web in seinem Telefon mit. Viel mehr bezeichnet das mobile Web lediglich die Bereitstellung einer Internetverbindung über unterschiedliche mitführbare, also mobile Endgeräte.

Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Laptop, ein Smartphone oder ein Tablet handeln. Die Geschichte des mobilen Internets reicht übrigens bis in die achtziger Jahre zurück, denn bereits vor 30 Jahren war es – zumindest theoretisch – denkbar, sich über damals noch analoge Mobilfunknetze ins Internet einzuwählen.

Im Zuge der zügigen Weiterentwicklung der Mobilfunktechnik gab es Ende der achtziger Jahre erstmalig die Möglichkeit, Signale digital senden und empfangen zu können. Mobitex hieß der erste Datenservice, der diese bahnbrechende Neuerung zugänglich machte. Den größten Entwicklungsschritt machte das mobile Internet aber erst 2002. Mit Einführung von UMTS und HSDPA konnten Internetnutzer von nun an deutlich schneller im Internet surfen. Das mobile Web wurde massentauglich.

Voraussetzung für den Erfolg des mobilen Internets war die Weiterentwicklung von Mobiltelefonen. Erst mit modernen Smartphones ließen sich die zahlreichen Nutzungsvarianten des Internets adäquat auf dem mobilen Telefon umsetzen. Mittlerweile wird der permanente Zugang zum World Wide Web, unabhängig von Zeit und Ort, als Selbstverständlichkeit betrachtet.

2013 haben sich 1,91 Milliarden Mobilfunknutzer ins mobile Internet eingewählt. Laut datentarife.info seien hierzulande Anbieter wie O2, Vodafone und Telekom die besten Datentarif-Provider für modernes LTE. Mobilfunkanbieter haben das Vermarktungspotential unlängst erkannt und arbeiten eifrig an der Bereitstellung von immer schnelleren Technologien und höheren Bandbreiten.

Zugangstechnologien zum mobilen Internet

Generation

Technik

Übertragung

Bandbreite

1G (1991)

AMPS

analog

2G (1991)

GSM

digital

9,6 kBit/s

2.5G

HSCSD / GPRS

digital

57,6 – 115 kBit/s

2.75G

EDGE

digital

236 kBit/s

3G (2001)

UMTS

digital

384 kBit/s

3.5G

HSPA

digital

14,4 MBit/s

3.9G

LTE

digital

150 Mbit/s

4G (2010)

LTE Advanced

digital

300 bis 600

4.5G

LTS Advanced Pro

digital

1 GBit/s

5G (geplant ab 2020)

Next Generation Mobile Networks

noch unbekannt

Mobiles Internet: Vorteile und Nutzungsverhalten

Logisch, wenn das Internet jederzeit und überall zugänglich ist, dann wird es auch häufiger verwendet. Allerdings ist dieser Dienst natürlich nicht kostenfrei nutzbar. In Deutschland ist die Zahlungsbereitschaft für mobiles Internet an sich und vor allem für den schnellen Internetzugang in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen.

Laut einer Studie der Initiative D21 sind deutsche Internetnutzer bereit, durchschnittlich 17,90 Euro im Monat für die Bereitstellung des mobilen Internetzugangs zu zahlen. Lediglich fünf Prozent aller Befragten würden für den mobilen Dienst keinen Cent ausgeben. Dies mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass sich viele Menschen der Vorteile und Möglichkeiten des permanenten Internetzugriffs nicht bewusst sind bzw. in ihrem Alltag keinen praktischen Nutzen daraus ziehen.

Nach Ansicht von sparhandy.de hat das mobile Internet für die meisten Deutschen aber durchaus praktische Reize: „Flexibilität, eine unkomplizierte Kommunikation und der schnellere Zugang zu Informationen sind die drei zentralen Gründe, weswegen der Großteil der deutschen Internetnutzer auf das mobile Web nicht verzichten möchte. Ob nun in der Schule, im Beruf oder beim Hobby. Wer mit dem Smartphone oder Tablet online ist, verpasst nichts mehr.“ Und tatsächlich: Kommunikationsdienste werden hierzulande tatsächlich am häufigsten mobil genutzt.

Statistik zur Nutzung des mobilen Internets
Statistik: Das mobile Internet wird hauptsächlich für Kommunikationsdienste genutzt. (Klick auf die Statistik öffnet größere Version)

Abseits der augenscheinlichen praktischen Vorteile, die ein steter Zugriff auf das World Wide Web mitbringt, dient es vielen Menschen als Freizeitbeschäftigung. Jeder dritte Deutsche gibt an, das Internet unterwegs als Instrument zur Zeitüberbrückung zu nutzen. Beim Warten auf den Bus, die Fahrt im Zug, beim Anstehen an der Kasse oder zwischen den Vorlesungen an der Universität – Smartphones und das Internet sind allgegenwärtig. Dies ruft selbstverständlich auch Kritiker auf den Plan. Das Internet sei ein Hort ständiger Ablenkung, Vereinfachung und führe zur Verweichlichung des Menschen und seines Verstandes. Gewiss lässt sich das Wesen des World Wide Web kontrovers diskutieren, Fakt bleibt jedoch, dass die Gesellschaft ihren Nutzen daraus zieht und mobiles Internet nachfragt, folglich auch die Weiterentwicklung in den kommenden Jahren zügig voranschreiten wird.

Infografik über mobiles Internet

Mobiles Internet: Kostenfalle Roaming?

Hierzulande werden Mobilfunktarife zum Teil zu Spottpreisen angeboten. Wer mobil surfen möchte, kann dies zumindest in Deutschland sehr günstig tun, auch wenn die Tarifkosten je nach Leistung sehr unterschiedlich ausfallen können. Vor allem bereitet aber die Nutzung des Internets im Ausland erhebliches Kopfzerbrechen.

Roaming nennt es sich, wenn man außerhalb des Heimnetzes im Ausland auf Fremdnetze zugreift, um beispielsweise im Internet die Adresse eines Restaurants zu googlen oder Freunden hochauflösende Urlaubsfotos zu schicken. Groß ist die Verwunderung im Nachhinein, wenn am Monatsende die Handyrechnung ins Haus flattert und mehrere hundert Euro zu begleichen sind.

Teilweise wundern sich Smartphone-Besitzer, wie diese Kosten überhaupt zustande gekommen sind. Haben sie im Urlaub doch kaum auf das Internet zugegriffen. Neben den teils horrenden Gebühren für die Nutzung des mobilen Internets im Ausland, sind es vor allem die versteckten Funktionen und Einstellungen des Telefons, die permanent Datenverbindungen zum World Wide Web aufrechterhalten. Geht es in den Urlaub, stellen Reisende das Roaming am besten vor der Anreise aus. Wer nicht weiß, wie das versteckte Datenroaming deaktiviert wird, der findet in der folgenden Tabelle Anleitungen für gängige Smartphones.

Apple iPhone

Einstellungen > Allgemein > Netzwerk > Daten-Roaming An/Aus

Android-Smartphones

Einstellungen > Drahtlos und Netzwerke > Mobile Netzwerke > Daten-Roaming aktivieren/deaktivieren

Nokia-Smartphones

Einstellungen und Netzwerke > Daten-Roaming aktivieren/deaktivieren

Blackberry

Verbindungen verwalten > Mobilfunkoptionen > Datendienste > Aus im Roaming-Modus

Windows-Smartphones

Einstellungen > Mobilfunk > Datenroamingoptionen > Kein Roaming

Zukünftig wird von der Europäischen Union Sorge dafür getragen, dass Internetnutzer in keine Kostenfalle mehr tappen werden. Ab dem 15. Juni 2017 dürfen Mobilfunkbetreiber keine Extrakosten für die Nutzung des Handys im europäischen Ausland mehr erheben. Ab diesem Zeitpunkt gelten in EU-Ländern folglich dieselben Gebühren wie in Deutschland. Allerdings befürchten inländische Behörden durch diesen Beschluss einen starken Anstieg der Grundgebühren für Handytarife, damit Mobilfunkanbieter die durch Roaming entstandenen Kosten decken können.

(dpe)

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Performance Budget: Kostenloses Onlinetool zur Seitenoptimierung

Das kostenlose Onlinetool Performance Budget des Londoner Webentwicklers Jonathan Fielding zeigt dir im Handumdrehen, wie groß deine Seiten sein dürfen, damit sie unter verschiedenen Netzbedingungen schnell geladen werden können. Das ist keine akkurate Wissenschaft, aber ein sehr guter Anhaltspunkt für deine Designüberlegungen. Und das Tool ist tatsächlich so unkompliziert zu verwenden, dass es praktisch keine zusätzliche Zeit kostet.

Performance Budget: Kostenloses Onlinetool zur Seitenoptimierung

Website-Performance ist ein Erfolgsfaktor

Ich kann gar nicht zählen, wie oft wir hier bei Dr. Web schon auf die Notwendigkeit hingewiesen haben, eine Website so zu gestalten, dass sie möglichst schnell auch unter widrigen Bedingungen geladen wird. Unten an diesem Beitrag habe ich die aktuellsten dieser Beiträge nochmal verlinkt.

pagespeed-rocket

Leider gibt es immer noch zu viele Webworker, die dem Faktor Geschwindigkeit keine oder nur mäßige Bedeutung beimessen. Klar, ansehen kann man einer fertig geladenen Seite die Performance nicht. Eher umgekehrt ist es so, dass eine Seite potenziell beeindruckender wirkt, je schwerer sie ist. Denn natürlich geht mit einer Optimierung auf Ladegeschwindigkeit immer auch ein Verzicht auf bestimmte belastende Elemente, zumeist Medien, einher. So kann man wohl unstrittig sagen, dass nur ein wirklich guter Designer in der Lage ist, eine Website so zu gestalten, dass sie trotz gezielten Verzichts stets durch ihr Design zu überzeugen weiß.

Suchmaschinenriese Google machte vor einiger Zeit Ernst und erklärte die Geschwindigkeit einer Site zum Rankingfaktor. Das ist nachvollziehbar. Wer wartet schon gern? Mannigfache Studien weisen entsprechend nach, dass Besucher eine Website verlassen oder den Besuch bereits im Vorfeld abbrechen, wenn die entsprechende Seite nicht schnell genug lädt. Geduld darf man im Internet von seinen Besuchern nicht erwarten.

Auch Shopbetreiber wissen inzwischen sehr genau um den Einfluss schwerer Produktseiten auf die Konversionsrate. Nicht nur der Shopping-Prozess selber muss so stromlinienförmig wie möglich gebaut sein. Es kommt auch darauf an, wie lange der potenzielle Kunde auf die Darstellung des wohlmöglich gesuchten Produkts warten muss.

Im Ergebnis ist Performance-Optimierung eine Pflichtaufgabe für jeden Seitenersteller im Weltennetz.

Performance Budget: Wie schnell solls denn sein, bitte schön?

Für erste Designüberlegungen stehen zumeist noch keine konkreten Entwürfe fest. Es ergibt daher durchaus Sinn, an dieser Stelle mit dem potenziellen Kunden über Zielgruppen und daraus resultierend ebenso über Geschwindigkeit zu sprechen. So kannst du auf der Basis dieser Vorgaben gezielter an die Entwürfe gehen.

Performance Budget: Kostenloses Onlinetool zur Seitenoptimierung

Das kostenlose Onlinetool Performance Budget von Jonathan Fielding dient dir hier als erste und zweite Anlaufstelle. Die Verwendung könnte wesentlich einfacher nicht sein. Zunächst legst du fest, wie schnell deine Seite laden soll und unter welchen Bedingungen, also welcher Netzanbindungsgeschwindigkeit. Hier steht neben moderneren Zugangstechnologien, wie Kabel oder 3G, auch das gute alte 56k-Modem zur Auswahl bereit.

Ich persönlich empfehle heutzutage niemandem mehr auf 56k hin zu optimieren, aber Edge ist durchaus noch eine häufig anzutreffende Variante. Und so verrät dir Performance Budget, dass du bei einer Ladegeschwindigkeit von zwei Sekunden und einer Edge-Anbindung ein Budget von 60kb für deine Seite hast. Ebenfalls verrät dir der Kalkulator, wie er diesen Wert ermittelt hat, mit anderen Worten, was du alles zum Einsatz bringen kannst, um diesen Wert nicht zu überschreiten.

Performance Budget: Kostenloses Onlinetool zur Seitenoptimierung

Auf der Ergebnisseite findest du eine Reihe Elemente nebst Schiebereglern, mit denen du die Anzahl dieser Elemente in deinem Design anpassen kannst. Das Budget errechnet sich automatisch mit.

Ich habe übrigens “zwei Sekunden” nicht zufällig gewählt. Vielmehr hat Google-Mitarbeiter John Mueller diesen Wert im Google Webmaster Hilfe-Forum selber genannt. Mueller sprach zwar nicht davon, dass Google Seiten abwertet, die länger als zwei Sekunden für das initiale Laden im Crawler benötigen. Er sprach aber davon, dass der Crawler in diesen Fällen seine Aktivität auf der betroffenen Website drastisch einschränkt, also nicht alle Seiten indexiert. Es dürfte unwahrscheinlich sein, dass dieser massive Impact auf das Crawling letztlich keinen Einfluss auch auf das Ranking haben soll.

Im Ergebnis kann ich dir Performance Budget nur ans Herz legen. Nutz den Dienst und halte dich wenigstens in etwa daran. Er kostet nichts, weder Zeit noch Geld und kann schon im Vorfeld deine Designvorschläge mit guten Argumenten hinterlegen.

Weitere Informationen:

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Wie dir deine langsame Website ein Loch in die Tasche brennt (Infografik)

Häufig höre ich von Website-Betreibern, dass ihnen die Geschwindigkeit ihres Angebots nicht von primärer Wichtigkeit ist. Sicherlich, es muss schon alles akzeptabel reagieren, aber dass man jetzt direkt auf Speed optimieren würde, hält man nicht für nötig. Wenn ich dann die Auswirkungen auf die Bounce-Rate oder – noch beeindruckender – die Zahl der verwaisten Warenkörbe ins Feld führe, ändert sich diese Einstellung meist fundamental. Man kann ziemlich sauber einen Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit einer Website und rückläufigen Umsätzen aus Konversionen und Werbung erkennen.

Wie dir deine langsame Website ein Loch in die Tasche brennt (Infografik)

Unterschätze deshalb niemals diesen Einfluss, der schlussendlich dein Geschäft insgesamt betreffen kann. Denk daran, dass, wenn große Unternehmen schon negative Auswirkungen spüren, kleine Unternehmen im ungünstigsten Falle sogar in der Insolvenz landen könnten.

Während eben jene großen Unternehmen sich des Problems in der Regel durchaus bewusst sind und entsprechende Dienstleister und Services, wie Audits und andere, am Start haben, sind die daraus resultierenden, nicht unerheblichen externen Kosten für kleine Unternehmen häufig nicht zu stemmen.

Wenn man das Geld für externe Prüfungen nicht aufbringen kann oder will, sollte man in jedem Falle für technisch saubere Grundlagen sorgen. Der Wahl des Providers kommt hier entscheidende Bedeutung zu. Nimm das Problem jedenfalls nicht auf die leichte Schulter, denn zu Beginn wirst du die Auswirkungen schlechter Performance nur am Rande bemerken. Die Zahl der Konversionen sinkt langsam. Die Zahl der Besucher stagniert bestenfalls. Du glaubst an eine Menge guter Gründe, dabei kann die Überprüfung der Geschwindigkeit tatsächlich die zündende Idee sein.

Achte darauf, dass der Kontakt zu deinen Besuchern nicht abreißt. Deren Feedback kann dich sehr schnell auf Problemfelder stoßen, die du selber noch nicht erkannt hast. Wir haben einen ganzen Haufen verschiedener Umfragen gesichtet und sind dabei zu immer wieder ähnlichen Ergebnissen gelangt. Ich habe mir dann die Mühe gemacht, sie in in einer Infografik zu kumulieren.

Anhand dieser Infografik siehst du, worin die Probleme liegen. Manche Aspekte hattest du möglicherweise noch gar nicht auf dem Schirm. So erhälst du jedenfalls Ansatzpunkte für positive Veränderungen. Unterschätze den Einfluss schlechter Performance nicht und sorge dafür, dass du einen Provider auswählst, der so angebunden ist, dass von dieser Seite jedenfalls keine Probleme zu erwarten sind. Fehler kannst du selber dennoch noch genügend machen:

Wie dir deine langsame Website ein Loch in die Tasche brennt (Infografik)

Ein Klick auf die Infografik bringt dich zu einer größeren Version drüben bei Hostingfacts.com.

(Quelle: Hostingfacts.com)

Es handelt sich um einen Gastbeitrag von John Stevens. John ist ein Riesenfan von WordPress und Design im allgemeinen. Er baut leidenschaftlich gerne Websites, die nicht nur gut aussehen, sondern auch gut funktionieren.

(dpe)

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Sticker aus Adhäsionsfolie sind eine schöne Alternative zu herkömmlichen Aufklebern

Ich bin ja normalerweise hauptsächlich im Webdesign unterwegs, muss aber bisweilen auch den einen oder anderen Flyer oder sonstige Printmaterialien erstellen. Der jüngste Auftrag war allerdings etwas speziell und ich wollte ihn fast ablehnen. Denn es es ging um ein Printdesign, das mal eben auf eine fünf Meter breite Fensterfläche geklebt werden sollte. Eine kleine zusätzliche Schwierigkeit kam hinzu. Die Aktion sollte nämlich nur für vier Wochen laufen. Sprich, der Aufkleber musste sich rückstandsfrei und relativ leicht wieder entfernen lassen. Wenn ihr mal vor einer solchen Aufgabe steht, erinnert euch an meinen Rat. Und der lautet: Adhäsionsfolie.

Sticker aus Adhäsionsfolie sind eine schöne Alternative zu herkömmlichen Aufklebern

Kreative Ideen für Events und Promotions einfach umzusetzen

Gerade für kurzlebige Werbeeinsätze sind Adhäsionsfolien eine echte Alternative. Im Gegensatz zu fest verklebten Aufklebern, lassen sich Sticker ganz leicht wieder neu positionieren ohne Schaden für das Trägermaterial. Speziell für Glas, Edelstahl, lackierte Oberflächen und weitere glatte Untergründe bietet eine Adhäsionsfolie besten Komfort. Sie haftet ohne Kleber, ausschließlich durch die sogenannte Anhangskraft, die im Fachjargon auch Adhäsionskraft heißt.

Speziell für Werbe- und Eventagenturen, die Veranstaltungen, Partys und Promotiontouren organisieren und ausstatten, bieten diese Aufkleber ganz neue Möglichkeiten. Das Material ist in transparent oder weiß vierfarbig und zusätzlich mit Schmuckfarben zu bedrucken. Selbst die Produktion größerer Aufkleber, wie für große Fensterflächen bis zu zehn Metern benötigt, ist heute in diversen Spezialdruckereien möglich.

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Neben einem brillanten Druckergebnis bieten diese Druckereien auch jede gewünschte Konturstanzung an. So lassen sich kreative Ideen rasch in die Tat umsetzen. Kreative sollten dabei jedoch immer im Auge behalten, dass möglichst weiche Konturen gezogen werden, da sich die Sticker dann leichter von der jeweiligen Trägerfolie lösen lassen. Auch das Ablösen von den glatten Untergründen ist einfacher, wenn die Konturen keine Spitzen und Zacken aufweisen.

Anbringung auf glatten Oberflächen auch durch Laien möglich

Auch die Anbringung von Stickern aus Adhäsionsfolie ist einfach und kann gegebenenfalls sogar durch Laien erledigt werden. Da die Folie nur haftet, jedoch nicht am Untergrund fest verklebt ist, lässt sie sich jederzeit wieder abnehmen und an die optimale Position anbringen. So können auch Promotionteams – die ja keine Experten für Werbeklebungen sind – vor Ort in Supermärkten, Getränkemärkten, Diskotheken oder anderen Standorten, die Aufkleber selbst auf vorhandene, gereinigte, glatte Oberflächen aufbringen.

Nach der Werbeveranstaltung lassen sich die Adhäsionssticker rückstandslos und einfach wieder entfernen. Wer die Folien noch einmal benutzen möchte, bringt sie wieder auf das Trägermaterial auf, rollt dieses vorsichtig zusammen und kann es an einem anderen Ort ganz einfach wieder neu aufbringen. Sticker und Aufkleber von printweb.de bieten kreativen Köpfen faszinierende Möglichkeiten, ihre Gestaltungen und Ideen auf hochwertigen Aufklebern zu verwirklichen.

Adhäsionssticker – Werbefolien für innen und außen

Sticker aus Adhäsionsfolie lassen sich viele Male wieder neu positionieren – dass heißt, sie sind nicht nur für einen Werbeeinsatz geeignet, sondern können unter Umständen zigmal wieder verwendet werden. Ein weiterer Vorteil der fabelhaften Adhäsionsfolien ist auch, dass dieses Material Indoor wie Outdoor zum Einsatz kommen kann. Es macht keinen Unterschied, ob Fensterscheiben von innen oder außen beklebt werden sollen – Adhäsionssticker haften stets zuverlässig.

Einfacher als mit Adhäsionsstickern kann beispielsweise ein Messestand nicht beschriftet werden. Glastüren und glatte Möbeloberflächen sind ideal geeignet, um mit Adhäsionsstickern dekoriert zu werden. Ob Fotos, Grafiken, Schlagworte oder einfach nur Text – das Material bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Empfindliche Oberflächen profitieren von diesen Stickern zusätzlich, denn da kein Klebstoff eingesetzt ist, können sie nicht angegriffen werden. Kindergärten und Indoor-Spielplätze sind weitere Einsatzgebiete für diese Sticker, da für die Anbringung kein schädlicher Kleber benötigt wird.

(dpe)

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E-Business Technik

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Viele Webdesigner haben gerne die volle Kontrolle über ihr Geschäft und ihre Daten. In Zeiten, in denen der Schutz der Privatsphäre immer ungewisser ist, entscheiden sich einige von ihnen, wichtige Daten auf einem eigenen Server zu Hause zu lagern. Auf diese Weise können sie alleine kontrollieren, wer Zugang zu den Daten hat.

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Warum Privatsphäre wichtig ist

Die Opfer eines Einbruchs erzählen häufig, dass die materiellen Schäden nicht ihr Hauptproblem sind. Für sie sind die sekundären Schäden, diejenigen psychischer Natur weitaus schlimmer. Ein Dritter ist in ihre Privatsphäre eingedrungen, wodurch ein Schockzustand ausgelöst wurde. In einigen Situationen hält der Schockzustand im Unterbewusstsein lange Zeit an, sodass Betroffene sich in ihrer eigenen Wohnung nicht länger wohlfühlen. Ihre Lösung: Sie ziehen um.

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Wenn es um den Schutz der Privatsphäre zu Hause geht, scheinen Menschen also sehr empfindlich zu sein. Im Internet ist die Situation hingegen ein krasser Gegensatz. „Ich habe nichts zu verbergen“, heißt es häufig. Auf Facebook wird jeder Schritt dokumentiert, auf Twitter teilt man jeden noch so intimen Gedanken. Vielen scheint nicht bewusst, dass diese Erlebnisse nicht geheim bleiben. Man teilt sie auch nicht nur mit Freunden, sondern einer ungewissen Anzahl von Konzernen – und Geheimdiensten.

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

Benjamin Franklin

Für Betreiber von Webseiten, Designer und ihre Kunden sieht die Situation ähnlich aus. Indem sie einen Server mieten, müssen sie ihr Vertrauen voll und ganz in den Anbieter legen. Was er mit den Daten seiner Kunden anstellt und wie gut er seine Kundschaft gegen Dritte schützt, ist immer ungewiss.

Diese Ungewissheit möchten immer mehr Menschen ausschließen. Sie wünschen sich volle Kontrolle über ihre eigenen und die Daten ihrer Kunden. Das ist mit der Verwendung eines eigenen Servers möglich.

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Eigene Ansprüche: Wofür möchte ich den Server verwenden?

Webdesigner müssen sich zunächst darüber im klaren werden, wofür sie den heimischen Server genau verwenden möchten. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Hosting eigener Webseite
  • als E-Mail-Server
  • zur Installation eines CRM
  • als Speicherplatz für ein Cloud-Filehosting

Theoretisch wäre auch das Hosting von Kundenwebseiten möglich, wovon wir an dieser Stelle aber abraten. Mit einem privaten Internetanschluss können Webdesigner keine definierte Uptime garantieren. Da sind Probleme mit Kunden praktisch vorbestimmt.

Je nachdem, welche der oben genannten Aufgaben erledigt werden sollen, kommen unterschiedliche Lösungen in Betracht.

Preis-Leistungsverhältnis Internet: Cent je Mbit

Bevor es um die benötigte Hardware zur Realisierung eines Servers geht, muss zunächst die Internetanbindung geklärt werden. Eines ist von Anfang an klar, ein langsamer DSL-Anschluss ist nicht ausreichend. Webdesigner, die zu Hause einen Server bereitstellen möchten, benötigen eine namhafte Bandbreite, insbesondere im Upstream.

Beim Upstream sind die meisten Internetanbieter, die private Lösungen anbieten, eher sparsam. Das hat einen simplen Grund: Upstream-Bandbreite ist teuer und soll dem Unternehmen keine übermäßigen Kosten verursachen.

Hohe Kosten möchte aber auch nicht der Webdesigner haben. Aus diesem Grund ist das Preis-Leistungsverhältnis von Bedeutung. Um die diesbezügliche Übersicht zu erleichtern, bieten diverse Portale, darunter zum Beispiel das Vergleichsportal preis.de, auf ihren Seiten Hilfestellung an: So kann man etwa bei preis.de den Preis (in Cent) für jedes Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verschiedener Provider ermitteln.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Preis-Leistungsverhältnis verschiedener Anbieter (jeweils beste Angebot):

Anbieter Download- / Uploadrate Cent je Mbit/s
Unitymedia 120 / 5 17
Vodafone 100 / 40 22
Telekom 100 / 40 42
Tele Columbus 150 / 5 20
primacom 150 / 8 23
o2[1] 100 / 40 36
Kabel Deutschland 100 / 6 24
1&1 100 / 20 32
EWE 50 / 10 78
NetCologne 200 / 40 18
M-net 100 / 10 44

[1] Fair-Use-Mechanik: Internet wird nach 500-GB-Traffic auf 2 Mbit/s gedrosselt

Hinweis: Die Tarife vieler Anbieter unterliegen bestimmten Konditionen. Einige von ihnen richten sich nur an Neu- und Wechselkunden. Bei anderen ist der monatliche Preis für einen festgelegten Zeitraum vergünstigt. Das Preis-Leistungsverhältnis gilt folglich nur für einen bestimmten Zeitraum.

Die Uploadraten der verschiedenen Anbieter sind sehr verschieden. Sie liegen zwischen 5 und 40 Mbit/s. Uploadraten von unter zehn Megabit pro Sekunde sind für Webserver nicht geeignet. Weiterhin gibt es einen Anbieter, der ab einer bestimmten verbrauchten Bandbreite die Geschwindigkeit limitiert, wodurch der Webserver unbrauchbar werden würde. Diese Hinweise sind bei der Wahl eines geeigneten ISP für den eigenen Server zu beachten.

Die Hardware: Von Mac Mini bis Raspberry Pi

Ausgestattet mit einem passenden Internetanschluss mit ausreichendem Upstream können Webdesigner sich um die Akquisition der passenden Hardware kümmern. Die Hardware kann mehr oder weniger umfangreich ausfallen, je nachdem, welche Kriterien sie erfüllen muss. Folgende Kriterien sind in jedem Fall dieselben:

  • möglichst geringer Energieverbrauch
  • geringe Anschaffungskosten
  • niedrige Betriebskosten
  • leiser Betrieb
  • leichte Bedienung
  • gute Upgrademöglichkeiten

Meiner Erfahrung nach, sind es besonders die folgenden drei Geräte, die als Server zu Hause infrage kommen.

Mac Mini

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Apple hat eine Zeit lang den Mac Mini in einer Server-Variante ausgeliefert, die nun leider nicht mehr erhältlich ist. Dennoch zeigt das ehemalige Modell, dass der kleine Computer von Apple durchaus als Server geeignet ist. Zusammen mit dem Betriebssystem OS X Server lässt sich der Mini-Computer in einen praktischen, leicht zu bedienenden Server verwandeln. Zu den Features von OS X gehören unter anderem:

  • Dateifreigabe
  • Backup über Time Machine
  • Profilmanager
  • Wiki-Server
  • Kalender, Kontakte und Mail-Server
  • Nachrichten-Server
  • Website-Service (über Apache; PHP und Python möglich)

Ein Mac Mini lässt sich nicht nur als Server, sondern auch Arbeitsmaschine nutzen. Mit simplen Upgrades (SSD und mehr RAM) kann der Kleine seine Stärken zum Vorschein bringen. Weitere Upgrades sind jedoch nicht möglich.

NAS

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Im privaten Bereich haben sich sogenannte NAS (Network Attached Storage) bereits durchgesetzt. Sie sind private Server, die unter anderem dazu dienen, Musik- und Filmstreaming im heimischen Netzwerk zu ermöglichen. Ein NAS kann aber auch genutzt werden, um eine Webseite oder andere Webanwendungen zu hosten.

Der NAS hat den Vorteil, dass sowohl der Betrieb als auch die Bedienung einfach und kosteneffektiv sind. Dieses Gerät wurde schließlich für genau diesen Einsatzzweck konzipiert. Diese Anleitung (PDF; 2,4 MB) zum Hosten einer Webseite für den Synology NAS zeigt, wie leicht die Bedienung dieses Produktes ist.

Raspberry Pi

Maximale Kontrolle: Server für Webseite und Co. im Eigenheim

Bastler, die keinen hohen Bedienkomfort benötigen, können sich für einen Raspberry Pi entscheiden. Dieser Minirechner ist weitaus kleiner als der Mac Mini. Er richtet sich jedoch an versierte Bastler, die entsprechende Erfahrung und Kenntnisse im Bereich Hardware mitbringen. Sein niedriger Preis und die große Gestaltungsvielfalt machen dieses Produkt aber auch äußerst interessant. Eine Anleitung, wie man einen Raspberry Pi als Webserver nutzen kann, gibt es auf dieser Seite.

(dpe)