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E-Mail vs. Direkt-Mailing

Wer heute viele Konsumenten erreichen will, kann auf zwei erprobte Direkt Marketing Methoden zurückgreifen: e-Mail Marketing und Direkt Mailings. Doch welche ist die richtige? Nachdem Spam die Postfächer verstopft und es mit der Reputation des klassischen…

Wer heute viele Konsumenten erreichen will, kann auf zwei erprobte Direkt Marketing Methoden zurückgreifen: e-Mail Marketing und Direkt Mailings. Doch welche ist die richtige? Nachdem Spam die Postfächer verstopft und es mit der Reputation des klassischen Werbebriefs auch nicht weit her ist, ist eine Entscheidung für das ein oder andere Medium nicht gerade einfach.

Welches die effektivere Werbeform ist, hängt dabei nicht zuletzt von den selbstgesteckten Zielen und vom eigenen Werbebudget ab. Ob der klassische Werbebrief oder die e-Mail die bessere Wahl ist, lässt sich am besten ergründen, indem man einfach mal alle Vor- und Nachteile gegeneinander aufwiegt.

Die Vorteile des e-Mail Marketings

1. e-Mail Marketing ist günstig
e-Mail Marketing ist eine der kosteneffizientesten Arten Direktmarketing zu betreiben. Kostete vor 5 Jahren ein einfacher Werbebrief allein Tausende Mark an Porto, kann heute fast jeder mit wenig Geld Online-Marketing betreiben. Dies ist wohl der größte Vorteil der elektronischen Post. Deshalb wird sie von Spammern ja auch so geliebt.

Da es quasi kostenlos ist, Millionen von e-Mails zu versenden, muss sich ein Versender noch nicht einmal besonders um die Responserate kümmern. Selbst bei einer Klickrate von nur 0,001%, sind es immerhin noch 1.000 Nutzer, die auf das Schreiben reagieren. Wer eine Millionen Briefe versendet, kommt ziemlich schnell an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit.

2. e-Mail Marketing ist schnell
Und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen braucht eine e-Mail nur Sekunden bis zum Empfänger, zum anderen ist die Erstellung eines elektronischen Werbeschreiben sowie das Tracking sehr zeitnah zu bewerkstelligen. Hat man erst einmal eine interessante Werbeidee gefunden, so ist sie innerhalb kurzer Zeit ausformuliert und per e-Mail abgesandt. Wer die entsprechenden Trackingmöglichkeiten besitzt, kann zudem schon nach einer Stunde, einen Überblick über den Erfolg der Aktion bekommen. Kaum ein anderes Werbemedium bietet soviel Agilität.

3. Testen ist einfach
Jede Form der Werbung muss vorher ausgiebig getestet werden. Auch dies fällt mit e-Mail Marketing viel leichter als bei klassischen Medien. Muss man sich beispielsweise zwischen zwei Betreffzeilen entscheiden, so kann man die jeweilige Effektivität anhand eines kleinen Teils des Verteilers messen. Fast jedes zentrale e-Mail-Element kann auf diese Weise im Vorfeld getestet werden. Und das in einer atemberaubenden Geschwindigkeit.

4. e-Mails erleichtern Impulsentscheidungen
Anders als bei einem Werbebrief, wo der Empfänger viel Zeit zum Überlegen hat, können Werbemails einen Impuls auslösen. Bietet ein Online-Discounter beispielsweise ein befristetes Sonderangebot, so kann der Nutzer innerhalb von Sekunden die Website des Händlers aufrufen, den Artikel in den Warenkorb legen und die Transaktion abschließen. Zwar offerieren auch klassische Werbeschreiben die Möglichkeit eine Bestellung umgehend online vorzunehmen. Ein behindernder Medienbruch kann bei e-Mails jedoch verhindert werden.

5. Website und e-Mail sind ein eingespieltes Team
Werbemails lassen sich hervorragend mit den Vorteilen einer Website verknüpfen. Wird beispielsweise ein Dokument angepriesen, so kann es der Nutzer ohne viel Aufwand von der angegebenen Website abrufen. Bei kostenpflichtigen Angeboten ist es zudem möglich, die Zahlungsfähigkeit des potenziellen Kunden gleich online verifizieren zu lassen. Wer über das technische Know-how verfügt, kann des weiteren alle nachfolgenden finanziellen Transaktionen automatisieren. Die aufwendige Auswertung der Response wie beispielsweise Bestellschreiben von klassischen Werbebriefen entfällt.

Nachteile von e-Mail Marketing

1. e-Mail hat starke Probleme derzeit
Genauso groß wie die Vorteile wiegen derzeit leider auch die Nachteile des e-Mail Marketings. Die Zeichen stehen denkbar schlecht. Nachdem SPAM erschreckend zugenommen hat, sind die Nutzer viel rigoroser im Umgang mit e-Mails geworden. Was wie Werbung aussieht, landet im Papierkorb. Dabei löschen die Empfänger teilweise lieber eine Nachricht mehr als zu wenig. Ganz hoch im Kurs stehen derzeit nur e-Mails von Bekannten, Freunden, Kollegen und der Familie. Alle anderen Mails – außer ein paar bekannte Newsletter – landen im elektronischen Abseits.


Spam macht e-Mail Marketing das Leben schwer

2. e-Mail Adressen sind schwer zu bekommen
Wer e-Mail Marketing betreiben will, braucht hierfür natürlich einen hinreichend großen Verteiler. Wer bis jetzt keine Mailingliste aufbauen konnte, hat es heute ziemlich schwer. Verlässliche Vermarkter von e-Mail-Adressen gibt es anders als im klassischen Direktmarketing nur wenige. Dies liegt zum einen daran, dass der durchschnittliche Internetnutzer heute mehrere e-Mail-Adressen hat.

Ob die jeweilige Adresse noch abgerufen wird, ist schwer zu überprüfen, zumal Adresshändler pro e-Mail-Adresse bezahlt werden und somit kein wirkliches Interesse daran haben, die Anzahl ihrer Einträge zu senken.

Zum anderen dürfen nur Mails an Nutzer versandt werden, die sich klar dazu bereiterklärt haben, Werbung zu erhalten. Das dies nicht gerade viele sind und das die Zahl dieser Nutzer zudem noch sinken wird, liegt auf der Hand.

Es bleibt also nur die Möglichkeit selbst Adressen zu sammeln. Doch das ist alles andere als einfach. Gaben die Nutzer vor ein paar Jahren noch relativ bereitwillig ihre e-Mail-Adresse an, so ist die Bereitschaft heutzutage weitaus geringer. In einer Zeit mit überquellenden Postfächern überlegt es sich jeder Nutzer zweimal, ob er die e-Mail-Flut aus eigenen Stücken noch erhöhen will. Wer heute einen neuen Newsletter-Abonnenten umwirbt, muss ihn zunächst einmal überzeugen, dass die Vorteile eines Abonnement größer sind als die vom Nutzer wahrgenommenen Nachteile. Und das kann ziemlich aufwändig sein.

4. e-Mails schränken die Kreativität ein
Mal abgesehen von der derzeitigen SPAM-Problematik hat das e-Mail Marketing noch mit weiteren Nachteilen zu kämpfen. Eine e-Mail ist und bleibt ein sehr bescheidenes Medium. Reine Textnachrichten sind ziemlich langweilig. Und selbst HTML-Mails bieten trotz der grafischen Darstellung nur ein sehr eingeschränktes Spektrum an Möglichkeiten im Vergleich zu klassischen Werbeschreiben.

5. e-Mails müssen kurz sein
Hand aufs Herz: Wer von Ihnen würde freiwillig einen langen Werbetext in Outlook lesen. Mit Sicherheit nur eine Minderheit. Um den ständigen Aufmerksamkeitswettkampf im Posteingang zu gewinnen, muss eine e-Mail heute relativ kurz sein. Zur Vermarktung von komplexen Produkten und Dienstleistungen eignet sich das Medium deshalb immer weniger.

Vorteile von Direkt-Mailings

1. Direkt Mailings sind nicht mehr out
Einer der größten Vorteile von klassischen Mailings ist, dass sie heute viel weniger Verwendung finden als noch vor 10 Jahren. Vertrieb und Marketing haben sich umorientiert und dabei mehr und mehr den Postweg vernachlässigt. Das dadurch entstandene ungenutzte „Aufmerksamkeitsloch“ beim Konsumenten, beginnen clevere Marketingstrategen heute wieder zu ihren Gunsten zu nutzen. Zudem stehen klassische Werbebriefe derzeit weit besser im Kurs als SPAM, der wo immer man fragt, zu wahren Hasstiraden führt.

2. Direkt Mailings wecken andere Erwartungen
Von einer e-Mail erwarten Konsumenten etwas anderes als von einem Brief. Will der Nutzer über eine e-Mail kurz und knapp über die Fakten informiert werden, so ist er beim Lesen eines Briefs schon viel entspannter und weniger zielorientiert. Ein Brief kann deshalb viel besser unterhalten, überzeugen und zu Handlungen motivieren.

3. Direkt Mailings benötigen kein Einverständnis
Anders als im e-Mail Marketing, brauchen Sie kein Einverständnis des Nutzers, wenn Sie ihn anschreiben wollen. Dadurch ist es auch viel einfacher an verlässliche und zielgruppengenaue Adresslisten zu kommen.

4. Direkt Mailings sprechen fast alle menschlichen Sinne an
Bei einem Direkt Mailing können Sie das ganze Wahrnehmungsspektrum des Konsumenten ausnutzen. Bietet e-Mail Marketing nur optische Reize, so spricht ein klassischer Werbebriefe fast alle Sinne des menschlichen Körpers an. Das Individuum kann den Brief sehen, in die Hand nehmen – zum Beispiel zusätzlich ein Rubbelfeld freirubbeln, oder ähnliches – und auch die Druckschwärze riechen. Die Möglichkeiten auf die menschliche Psyche einzuwirken, sind bei klassischen Werbebriefen per se größer als bei rein elektronischer Werbung.


Die Möglichkeiten von Direkt Mailings sind enorm (Quelle: stach.de)

Nachteile von Direkt Mailings

1. Direkt Mailings sind teuer
Machen wir’s kurz: Direkt Mailings sind sehr kostenintensiv. Wer wirklich Erfolg haben will, braucht eine hervorragende Adressliste, ein ansprechendes Design, eine verlässliche Druckerei und zu guter letzt einen guten Auslieferservice.

Auch wenn sich manch Kreativer die Kosten für das Design sparen mag, bleiben immer noch die Ausgaben für Druck, Adressen und Porto. Und diesen können sich selbst bei einem kleinen Mailing an nur 10.000 potenzielle Kunden leicht auf 7.000 EURO belaufen.

Die Entscheidung für oder wider Direktmailings ist nicht einfach. Wer über einen hinreichend großen e-Mail Verteiler verfügt, sollte diesen natürlich auch konsequent nutzen. Wer an dieser Stelle passen muss, dem bieten klassische Werbeschreiben heute wieder eine echte Alternative.

Durch das derzeitige „Aufmerksamkeitsloch“ beim Konsumenten eröffnen sich hervorragende Chancen, seine Produkte mit überschaubarem Aufwand wieder über den Postweg zu vermarkten. Aber Vorsicht! Durch die hohen Kosten sollte man sich beim ersten Mailing nicht nur auf seinen eigenen Sachverstand verlassen, sondern zusätzlich die Hilfe eines Experten suchen. Sind die wichtigsten Stolpersteine erkannt, geht’s beim zweiten Mal oft auch ohne.

Eine Antwort auf „E-Mail vs. Direkt-Mailing“

Weil E-Mail-Marketing unpersönlich erscheint, ist eigentlich Direktmailing noch einmal auf dem Vormarsch. Die Unternehmen gestalten viele unterschiedliche und kreative Werbemails, die die Augen erfreuen und die Neugierde wecken. Es gibt ein von vielen Direktmailings Typen, die mir besonders gefällt. Es heißt Selfmailer und es sieht praktisch und schön aus. Selfmailer werden ohne Briefhülle versendet und ich finde es einzigartig.

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