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Geschenke für Kunden

Kundengeschenke können das Verhältnis zum Kunden intensivieren und so zum unternehmerischen Erfolg beitragen. Doch welche Geschenke sind wirklich geeignet? Und inwiefern gelten die finanziellen Aufwendungen als Betriebsausgabe? Noch immer sind viele Unternehmer nicht über dieses Thema informiert.

Kundengeschenke können das Verhältnis zum Kunden intensivieren und so zum unternehmerischen Erfolg beitragen. Doch welche Geschenke sind wirklich geeignet? Und inwiefern gelten die finanziellen Aufwendungen als Betriebsausgabe? Noch immer sind viele Unternehmer nicht über dieses Thema informiert.

Hat der Ehepartner, der Freund oder das eigene Kind Geburtstag, sucht man oft über mehrere Wochen nach dem idealen Geschenk. Wird aber ein Präsent für einen Kunde gesucht, macht man es sich häufig zu einfach und greift zu den üblichen Kugelschreibern oder Kalendern. Schließlich kommt es nicht auf den Wert des Geschenkes, sondern auf die Geste an; so wird es jedenfalls behauptet. Doch genau dieser Gedanke führt dazu, dass der eigentliche Zweck der Schenkung verfehlt wird.

Kundengeschenke sollen nämlich nicht nur eine kleine Freude machen. Vielmehr geht es darum, die Bindung zum Kunden zu intensivieren, sodass der Unternehmer in guter Erinnerung bleibt und bei Neuaufträgen wieder kontaktiert wird. Verschenkte Kugelschreiber oder Tischkalender können dies zumeist nicht bewirken. Wer sich auf seinem Schreibtisch umschaut, wird vermutlich eine Vielzahl von Kugelschreibern mit Firmenaufdruck finden, die zwar noch immer genutzt, aber nicht mehr bewusst beachtet werden. Dem Beschenkten wird es in dieser Hinsicht nicht anders ergehen, womit der Zweck eines Kundengeschenks verfehlt ist. Wer bei der Schenkung jedoch ein wenig kreativer ist und sich von der Masse absetzt, bleibt für lange Zeit in bester Erinnerung.

Ein Zusammenhang zwischen dem Präsent und dem eigenen Unternehmen muss nicht unbedingt vorhanden sein. So gesehen, kann ein Schlachter auch Tischuhren und ein Bäcker Weinflaschen verschenken. Vorteilhaft wäre aber der Aufdruck des Firmenlogos oder der Firmenaufschrift. Zum einen wird der Empfänger dadurch immer wieder an die Firma erinnert, zum anderen käme durch den Werbezweck auch noch ein steuerlicher Vorteil hinzu (später dazu mehr).

Die Anbieter und die Geschenke

Aufgrund des steigenden Bedarfs haben sich manche Online-Versandhändler auf den Verkauf von Werbe- beziehungsweise Kundengeschenken spezialisiert. Mit einer besonderen Angebotsvielfalt besticht die Edel & Fein Handels GmbH, die Vipgift GmbH und die Agentur Winkler e.K. Vorteil dieser Anbieter: Fast alle Produkte werden auf Wunsch mit dem Firmenlogo beziehungsweise der Firmenaufschrift versehen.

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Unterschiede gibt es bei der Bestellmenge. Während bei Edel & Fein auch Einzelbestellungen möglich sind, gibt es bei der Agentur Winkler eine Mindestbestellmenge von (je nach Artikel) 200 oder 250 Stück. Somit richtet sich dieser Anbieter mehr an Großfirmen und ist für den gewöhnlichen Selbstständigen, mit einem kleinen Kundenkreis und geringem Bedarf an Geschenken, eher ungeeignet. Selbiges ist von der Vipgift GmbH zu behaupten. Einzelbestellungen sind nur bei Artikeln mit höherem Wert möglich. Entscheidet man sich hingegen für ein kleines Präsent, wie zum Beispiel einem USB Stick mit Firmenlogo, müssen (je nach Artikel) mindestens 25 oder 50 Stück bestellt werden.

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Möchte man also nur vereinzelte Geschenkartikel erwerben, ist Edel & Fein der optimale Ansprechpartner. Die Angebotsvielfalt mag zwar nicht ganz so umfangreich ausfallen wie bei der Agentur Winkler, aber dennoch dürfte jeder Interessent ein passendes Geschenk finden; und zwar völlig unabhängig vom Budget. Wer zum Beispiel nach einem sehr günstigen Geschenk sucht, ist mit einer Schoko-Box im eleganten Design bestens bedient. Noch eine Tafel Schokolade dazu gepackt und fertig ist ein stilvolles und gern gesehenes Geschenk. Nur unwesentlich teurer wäre ein Wellness-Set, womit speziell Frauen zu erfreuen sind.

Angesichts der immer näher rückenden Weihnachtszeit hat natürlich auch die hierfür eingerichtete Kategorie vollste Aufmerksamkeit verdient, wo zum Beispiel eine Holzkassette mit Lebkuchen-Buchstaben oder eine Flasche 1 Merlot Corte del Doge IGT gefällt. Vielleicht ist der beschenkte Kunde aber auch gerade Vater beziehungsweise Mutter geworden und würde sich viel mehr über ein Geschenk aus der Babykategorie freuen.

Sucht man nach etwas Außergewöhnlichem, ist wiederum das Angebot von Mydays interessant. Bei diesem Anbieter sind Wertgutscheine zu bestellen, die der Empfänger dann gegen ein beliebiges Erlebnis eintauschen kann. Aufgrund der Vielzahl an Angeboten, von Sport-Workshops über Testfahrten mit Luxus-Autos bis hin zu einem Erotik-Fotoshooting, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Hat man für den Beschenkten bereits ein ganz spezielles Erlebnis ausgesucht, kann der Gutschein auch direkt hierfür ausgestellt werden. Im Regelfall wäre es jedoch besser, dem Beschenkten freie Wahl zu lassen.

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Die richtige Zeit für ein Geschenk

Kundengeschenke werden oft nach Ausführung eines Großauftrags überreicht, um beim Kunden in bester Erinnerung zu bleiben. Besser wäre jedoch eine Schenkung aus einem persönlichen Anlass heraus, wobei sich speziell der Geburtstag empfiehlt. Großfirmen und sogar professionelle Sportvereine haben dies längst erkannt und übersenden ihren Kunden beziehungsweise Anhängern am Geburtstag zumindest eine Grußkarte. Nun ist nicht jeder Unternehmer über die Geburtstage seiner Kunden informiert, doch dies lässt sich leicht ändern. Wenn ein neuer Kunde (zum Beispiel bei der Bestellung) nach seinem Namen, der Adresse und der Telefonnummer gefragt wird, kann auch das Geburtsdatum in Erfahrung gebracht werden. Bei vielen Firmen ist dies eine übliche Prozedur. So wird der Überraschungseffekt am Geburtstag keineswegs ruiniert.

Kundengeschenke als Betriebsausgabe geltend machen

Kundengeschenke gelten nur im sehr begrenzten Maße als Betriebsausgabe. In voller Höhe absetzbar sind sie lediglich im Falle eines Werbezwecks. Das heißt. sollte das Geschenk mit der Firmenaufschrift oder dem Firmenlogo versehen sein, gilt der finanzielle Aufwand als Betriebsausgabe. Liegt jedoch kein Werbezweck vor, gelten die Geschenke als „nicht abzugsfähiger Repräsentationsaufwand“. Eine Ausnahme stellen Geschenke mit geringem Wert dar, wobei sich die Grenze auf 35 Euro je Empfänger und je Kalenderjahr beläuft. Die Geschenke unterliegen dabei grundsätzlich der Umsatzsteuer. Für umsatzsteuerpflichtige Unternehmer gilt die Grenze also netto, für alle anderen wiederum brutto. Wird die Grenze überschritten, ist nicht einmal mehr ein Teilbetrag abzusetzen. Selbiges gilt im Falle von Bargeldgeschenken oder Präsenten, die gegen Bargeld umzutauschen sind. Dies ist beispielsweise bei der Schenkung von Gutscheinen zu beachten: Beträgt der Einkaufswert des Gutscheins maximal 35 Euro und ist nicht gegen Bargeld umzutauschen, kann es als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Wäre der Gutschein jedoch gegen Bargeld eintauschbar, ist die Ausgabe nicht steuerlich absetzbar.

Achtung: Im Falle einer Betriebsprüfung müssen die Ausgaben für Kundengeschenke nachvollziehbar sein. Neben der Kaufquittung des Artikels muss also auch das Datum der Übersendung beziehungsweise Überreichung und die Anschrift des Empfängers aufgezeichnet sein.

Die Alternative: Eine Einladung zum Essen

Neben den Kundengeschenken können auch Einladungen zum Essen einen positiven Effekt auslösen. Schließlich lässt sich bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch das persönliche Verhältnis intensivieren, was sich vorteilhaft auf die Geschäftsbeziehung auswirkt. Allerdings ist nicht jeder Kunde hierfür geeignet. Sollte man schon am Telefon merken, dass die Gespräche eher schleppend und unpersönlich verlaufen, wäre von einem gemeinsamen Essen abzuraten. Pflegt man mit einem Kunden jedoch einen lockeren und freundlichen Umgangston, wäre eine Einladung zum Essen sowohl gern gesehen als auch erfolgsversprechend.

Aus steuerlicher Sicht liegt ein Geschäftsessen vor, wenn man mit zumindest einer der eingeladenen Personen in einer Geschäftsbeziehung steht oder eine solche in Planung hat. In diesem Fall muss die Restaurantrechnung gut aufgehoben werden, denn 70 Prozent der Gesamtausgaben (inklusive Nebenkosten für Garderobe, Parkplatz, Zigaretten etc.) sind steuerlich absetzbar. ™

Von Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

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