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Icons, Tools, Plugins – die Inflation der langen Listen

33 brandneue Wallpaper fürs iPad, 50 rockende jQuery-Plugins, 66 super coole Illustrator-Tutorials, 100 kostenlose Icon Sets zum Download und so weiter und so weiter. Ohne inflationäre Sammlungen von Tipps, Tools, Fotos und Tutorials kann heute offenbar kein Designblog mehr bestehen. Zählt nur noch die Masse und wer braucht das alles eigentlich alles? Vor allem aber: Was erwarten Sie von einem guten Blog?

33 brandneue Wallpaper fürs iPad, 50 rockende jQuery-Plugins, 66 super coole Illustrator-Tutorials, 100 kostenlose Icon Sets zum Download, 1000+ Pinselspitzen für Photoshop und so weiter und so weiter. Ohne inflationäre Sammlungen von Tipps, Tools, Fotos und Tutorials kann heute offenbar kein Designblog mehr bestehen. Zählt wirklich nur noch Masse und wer liest das eigentlich alles? Vor allem aber: Was brauchen und was wollen Sie im Blog Ihres Vertrauens gerne lesen. Und: Nach welchen Kriterien bewerten Sie, ob ein Beitrag gut ist oder schlecht?

Wir wüssten gern, worauf es Ihnen ankommt

Schaut man sich an, wonach am häufigsten gesucht wird und was in den Kommentaren über entsprechende Beiträge gesagt wird, entsteht ein ziemlich zwiespältiges Bild: Über Listenbeiträge wird zwar kräftig gemeckert, abgerufen werden Sie jedoch äußerst gerne. Zwei bis dreimal so oft wie die per Kommentar immer wieder als „fehlend“ angemahnten Fachbeiträge.

Kleines Beispiel: Obwohl Fotosammlungen nominell verpönt sind, führen Dr.-Web-Listen mit Graffiti-Art, Action- oder Forced-Fotografie die Hitliste gleich nach Icon- und Photoshop-Tutorial-Sammlungen die Besucherstatistik an. Dagegen dümpeln Fachbeiträge über CSS3 oder mobile Webentwicklung, selbst ausführliche Photoshop- oder Gimp-Tutorials weit abgeschlagen auf den unteren Rängen. Da drängt sich die Frage auf, ob letztendlich eher Masse als Klasse – sprich megalange Listen mit Icons, Plugins, Tools und Tutorials – das Objekt der Begierde sind.

Nicht mehr trendy oder allgemeine Kommentier-Unlust?

Außerdem: Anlässlich des Relaunchs von Dr. Web und bei einigen anderen Beiträgen taucht in den Kommentaren der Vergleich zum Smashing Magazine auf. Tenor: Dort erschienen interessantere Beiträge, es sei auch viel mehr los, weil dort rege diskutiert wird. Der konkrete Vergleich bringt Interessantes zu Tage. So erschienen im Smashing Magazine und auf Dr. Web am selben Tag jeweils der Originalbeitrag und dessen deutsche Übersetzung, „HTML 5 und Flash – Koexistenz, statt Krieg“. Auf Dr. Web bekam dieser Beitrag bislang 14 Kommentare, im Smashing Magazin 267.

Bei anderen vergleichbaren Beiträgen beziehungsweise Themen fällt die Kommentarbilanz auf Dr. Web noch schlechter aus. Gibt es im deutschen Sprachraum eine andere Kommentar-Kultur oder ist es momentan einfach nicht mehr in, ein deutsches Blog zu lesen?

Jede Menge Fragen, die wir uns ohne eine Reaktion von Ihnen nicht beantworten können. Wer gerne diskutieren und uns seine Meinung sagen mag, kann das entweder hier in den Kommentaren tun oder völlig anonym an einer Online-Befragung teilnehmen.

Buchverlosung als Danke-Schön

Unter denjenigen, die hier in den Kommentaren eine Antwort auf unsere Fragen geben, verlosen wir ein Buch. Es ist Modernes Webdesign von Manuela Hoffmann aus der Edition PAGE vom Galileo Verlag, im Wert von 39,80 Euro, Hardcover, farbig illustriert und selbstverständlich originalverpackt.

Wir freuen uns auf konstruktive Kritik und Eure Meinung – entweder hier in den Kommentaren oder anonym via Online-Formular bei PollDaddy.

Von Manuela Müller

Manuela Müller studierte Anglistik und Journalistik mit Schwerpunkt Multimedia und europäischer Berichterstattung an der Universität Dortmund. Nach einem Volontariat bei euronews in Lyon/Frankreich sowie diversen Stationen bei Tageszeitungen, Fachverlagen und Online-Magazinen war sie mehrere Jahre als Freelancer tätig.

48 Antworten auf „Icons, Tools, Plugins – die Inflation der langen Listen“

Hmm, ich kann nur von mir ausgehen und mein Kommentier-Verhalten sieht wie folgt aus:

Wenn ich etwas zu einem Artikel beitragen kann, also Anmerkungen oder Fragen zum Text habe, dann hinterlasse ich einen Kommentar. Wenn ich zudem noch etwas gewinnen kann, dann steigert das meine Bereitschaft natürlich zusätzlich.
Aber wenn ich nichts zu sagen habe, schreibe ich nichts…

Nicht alle machen das so, aber vielleicht gibt es anteilsmäßig mehr Leser von DrWeb als beim SmashingMagazin, die es ähnlich halten?!
Und das mehr Benutzer beim SmashMag rumsurfen als hier glaube ich auch…

Das finde ich gut denn:
Ich finde die Kommentare gehören zum Artikel dazu, denn nicht selten fand ich die entscheidenden Problemlösungen oder Anregungen nicht im Artikel sondern in den Kommentaren. Und wenn ich schon sehe, dass hunderte Kommentare geschrieben wurden, von denen schon unter den ersten nur Beiträge wie „Erster“, „Sehr guter Artikel *daumenhoch*“ (dafür sind meist die Bewertungs-Sterne gedacht) oder Ähnliche stehen, dann unterlasse ich es meist, die inhaltlich wertvollen Kommentare aus dem Kommentar-Pool zu fischen, da mich das meist zu viel Zeit kostet. Und die Zeit nutze ich lieber für anderes!
Insofern finde ich es positiv, wenn es eher wenige und dafür gute Kommentare gibt, als viele, bei denen die Guten untergehen.

Um schließlich auf den eigentlichen Artikel, „die Inflation der langen Listen“, zu kommen: Ich bin absolut kein Fan von diesen Listen.

Sie stellen für mich keinen Artikel dar, sondern einfach nur eine Zusammenstellung von Dingen. Ohne Zweifel auch eine gewisse Leistung, aber keine, die ich als Artikel bezeichnen würde.
Wenn ich z.B. eine Liste für Designideen brauche, dann fertige ich sie mir lieber selber an, denn das Erstellen fordert von mir schon im Voraus Denkarbeit, die Liste selbst wird konkreter und ich bin quasi „unterwegs“ schon viele Designansätze im Kopf durchgegangen und habe manche davon wieder verworfen.
Andere Listen wie interessante Tools / PlugIns, also Listen die in keinen größeren Prozess eingebunden sind, finde ich schon etwas besser, aber meist brauche ich diese Info nur ein Mal und ab dann nerven ähnliche Listen. Außerdem suche ich dann eh aktiv danach und würde es auch abseits der Artikel finden. Solche Listen würden sich auch besser in Wiki-Mentalität erstellen lassen, dass also mehrere Benutzer ihre Tools zusammentragen, denn oft entscheidet der Geschmack des „Autors“, was in der Liste auftaucht und was nicht.

Also entweder weg mit den Listen oder verschiebt sie in eine eigene Rubrik, wo sie Leute wie mich, die „echte“ Artikel wollen (also solche mit selbst geschriebenem Content), nicht stören.

Vorweg ist es doch interessant, dass gerade zu diesem Artikel eine Reihe von Kommentaren in relativ kurzer Zeit hinterlassen wurden. Ob es am Buch gibt, das verlost wird? :-)

Zum Thema. Ich kann nicht beurteilen, ob die Kommentare zu SmashingMag-Artikeln qualitativ hochwertiger sind als die bei DrWeb oder anders herum. Ich denke aber, dass die Anzahl der Kommentare kein Wert ist, über den man auf die Beliebtheit der Artikel oder gar deren Qualität schließen kann.
Ich lese bei SmashingMagazine.com gerne Artikel, allerdings muss ich einigen Vorrednern zustimmen, dass Listen bzgl. Inspirationen auf Basis von Photografie und Konsorten mittlerweile LEICHT ausgelutscht sind. So jedenfalls mein persönliches Empfinden.
Darstellungen von Webdesigns etc. ist für mich immer noch etwas anderes, da ich dort nicht nur unbedingt das Layout anschauen und mich dadurch inspirieren lassen kann, sondern unter Umständen auch neue Quellen finde, die ich für Informationen anzapfe.

Letztlich sind die Ausgangsfragen für mich folgendermaßen kurz und knapp zu beantworten
„Gibt es im deutschen Sprachraum eine andere Kommentar-Kultur?“
-> das glaube ich nicht und wenn es so ist, wäre es auch kein Beinbruch. Mehr muss ja nicht immer besser sein

„oder ist es momentan einfach nicht mehr in, ein deutsches Blog zu lesen?“
-> sehe ich auf keinen Fall so. Ich lese lieber auf deutsch, als auf englisch. Nicht weil ich mit dem Englischen Probleme hätte, sondern weil mir der Zwang alles auf Englisch „machen“ zu müssen eher auf den Nerv geht, als dass ich es „cool“ fände.

Fazit:
Locker bleiben … und weniger „Fotolisten“ veröffentlichen. ;)

Zum Thema Listen:

Da gibt es meistens einen Author, der sich die Mühe macht und tatsächlich unique Content zusammenstellt. Dann kommen die ganzen Linkcrawler vorbei und zocken sich das beste für ihre eigenen Listen. Den ersten Beitrag erachte ich noch als sinnvoll und informativ, den Rest kann man sich schenken.

Über das Kommentieren:

Ich glaube, das gerade eine Starke Übersättigung an Inhalten im Netz stattfindet. Die Blogkultur ist explodiert, Facebook zählt unfassbar viele Mitglieder, Google scheint kaum noch in der Lage zu sein zu gewissen Themen sinnvolle Ergebnisse zu liefern. Allgemeinhin verschiebt sich die Kommunikation in soziale Netze wo man wenigstens weiß, wer mitliest und den Mehrwert der eigenen Information anders einschätzen kann. Blogs gibts eh viel zu viele und entweder etabliert es einen eigenen sozialen Kreis von Usern die hochfrequentiert kommentieren oder es stagniert. Ich denke, das man als Betreiber von was auch immer ein starkes Alleinstellungsmerkmal benötigt, um in diesen Tagen eine florierende Usergruppe zu bekommen.

Ihr seid mit euren Themen und der Aufbereitung stets gut und informativ – aber reicht das aus? Ok, ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was es im deutschsprachigen Raum noch groß an Alternativen gibt. Aber der Themenbereich scheint mir dennoch etwas zu trocken und zu informationsgetrieben zu sein – mal verglichen mit sowas emotionalem wie zB Autos – um in diesen Tagen noch wirklich Kommentarfluten zu erzeugen. Ich denke, die Leute verwenden ihre Energie eher darauf, sich bei Facebook etc zu produzieren.

Spätestens mittelfristig werden viele Seiten umdenken müssen, die ihren Traffic hauptsächlich über Community am Content generieren. Von einigen wie Heise mal abgesehen. Hurra Wandel im Internet.

Ich sehe das Problem mit dem Kommentaren nicht ganz so ernst.
Erstens sollte man festhalten, dass deutlich mehr Leute der englischen Sprache mächtig sind und daher automatisch mehr Besucher Kommentare posten. Außerdem wird das Smashing Magazine sicherlich mehr Visitors als Dr. Web aufweisen.

Zweitens ist nicht die Anzahl der Kommentare wichtig, sondern der Inhalt. Dabei finde ich Dr. Web auf jeden Fall informationsreicher. Beim Smashing Magazine werden viele unwichtige und sinnlose Kommentare gepostet.

Drittens könntet ihr ebenfalls zu mehr Kommentaren beitragen. Ich habe bisher einige Male eine Frage oder Anregung in den Kommentaren entdeckt, auf die der Post des Beitrags nicht eingegangen ist. Wenn sich der Artikelschreiber etwas mehr auf die jeweiligen Kommentare beziehen würde, wäre hier meiner Meinung nach auch mehr los.

Es kommt mir mehr auf den Inhalt an. Einen weiteren unkommentierten Fotoblog braucht kein Mensch mehr.

Ich glaube eine Mischung aus Fachlichen Texten und eine gute Auswahl an tools auf einer Seite ist mir lieber als wenn ich mich durch ein dutzend Webseiten quälen muss.
Gegen Hochqualitative Wallpaper habe ich nichts auch nicht gegen WordPress-Themes zum downloaden.

Vielleicht brauch ich pers. nicht 1000 kleine Pinselspitzen für Photoshop, aber ich denke gerade so eine Plattform wie drweb.de sollte sich nicht zu schade sein sowas zu veröffentlichen. Gerade wenn man in eine neue Materie einsteigen oder seine Mittel finden will ist eine großzügige Auswahl an tools die man ausprobieren kann wichtig. 100 tools probiert man, 5 behält man und arbeitet damit pers. am effektivsten. Wenn man nicht 100 Ausprobiert hätte hätte ich vielleicht nur 2 tools die mir die Arbeit erleichtern.

Ich bin in erster Linie Hobbyfotograf und privater Webseitenschrauber (allerdings ohne echtes Backgroundwissen, eher gestalterisch, und auch da noch sehr am Anfang). Mich interessieren Fachartikel über CSS oder Flash gar nicht. Sondern eben diese Listenartikel.

Dazu muss ich mal ganz generell sagen, dass mir 10 ausgesuchte WordPress-Themes viel lieber sind als 50 – wenn diese 10 dann richtig gut und auch neu sind. Neu im Sinne von „ist nicht schon überall sonst erschienen“. Gibt ja mehrere Blogs, die so Listen führen.

Plus dass ich immer wieder das Gefühl hab, dass drweb.de die Zweitverwertung vom SM ist. Da ich beide lese und vieles dort zuerst online geht (so zumindest mein Empfinden), kommentiere ich dann auch dort und nicht mehr bei euch.

Ich persönlich finde Dr. Web abwechslungsreicher als Smashing Magazine, hier sind mehr ganze Artikel zu einem bestimmten Thema als Link-Listen zu finden.
Im englischsprachigen Raum ist es in letzter Zeit mehr oder weniger üblich lange Listen zu erstellen, wenn ich z.B. an Speckyboy oder 1Webdesigner denke, die meisten Leser erwarten auch dies, kurz und prägnant und ich picke mir heraus was mich interessiert, wo möglich was besser aussieht.
In Deutschland ist man schon genauer und ausführlicher. Wer Blogs aus beiden Welten verfolgt, der fährt gut damit. Schwierig sich auf einer Seite zu schlagen.
Genauso ist wohl das Verhältnis zu den Kommentaren. Bei Listen kann man ohne lang zu überlegen ein „great job“ oder „good work“ dazu schreiben, bei einem ausführlichen Material muss man sich mehr Gedanken dazu machen.

Einen schönen guten Tag!

Nun mir stellt sich die Frage, welche Kommentare sind qualitativ besser, eventuell für den Website Betreiber ein Hilfsmittel oder Aussagekräftiger.
Wenn ich mir die Kommentare von Smashingmagazine anschaue, sind zu einen hohen Prozentanteil Kommentare wie „Wow Great Thank you“, „Absolutely Amazing“ oder „I´ve never seen that bevor“ vertreten. Dagegen findet hier in diesen Kommentarbereich ein deutlich bessere Konversation oder Informationsaustauch statt.
Und hier ist doch eine klare Kommentar-Kultur (Verrückt, wie mit der exponential ansteigenen Zeit immer neue Wörter erfunden werden) anschaubar. Facebook, Twitter oder die anderen englischsprachigen sozialen Netzwerken basieren doch größtenteils damit, der Welt und deren Bewohner mitzuteilen wo man heute einkaufen war, welches Bild man von welchen Freund als „Gefällt Mir“ markiert.
Ich will jetzt nicht abstreiten das es in Deutschland anders ist, jedoch nicht so stark verbreitet wie im Englischen. Wenn man mal betrachtet wieviele englisch sprachige User es auf der Welt gibt und wieviele der deutschen Sprache mächtig sind, zeigt doch ein klares Muster dafür, wieviele Kommentar im deutschen oder englischen Bereich gibt.

Es hängt auch davon aber zu was für einen Beitrag oder Bericht man kommentiert. Ein Beitrag in dem nur 48 Bilder von Fotografen vorhanden sind, wird sicherlich auf einer anderen Ebene diskutiert als ein Bericht über Spalten-Layouts in CSS3.

Qualität vor Quantität, das sollte man nie vergessen. So wie es momentan ist, ist es gut!
Weiter so Jungs ihr macht gute Arbeit.

Wünsche euch noch einen schönen warmen sowie sonnigen Tag.
Es grüßt euch Tommy

Mich interessieren Fachartikel oder Tutorials in einem ebenso hohen Maße wie ich über Listen dankbar bin. Wenn ein Blog die Balance halten kann – und ich denke, dass DrWeb und SM das tun – hat der Leser eigentlich keinen Anlass, sich zu beschweren, Ignorieren hilft.

Und: ich betrachte DrWeb und SM als „Instanzen“ für Webdesign im Internet, sodass ich deren Beiträgen inkl. Listen mehr Vertrauen schenke.

Dass ich täglich eher SM aufsuche, ist wohl deren größeren Output geschuldet, auf jedem Fall aber nicht der Sprache des Blogs. Im Deutschen dürften sich deutsche Muttersprachler ja noch ein bisschen heimischer fühlen …

Und das mit den positiven Kommentaren ist wirklich eine vertrackte Sache. Ich bin einerseits sehr dankbar über den einen oder anderen Artikel, möchte aber auf keinen Fall die Reihe an nervigen „Nice Articel“-Posts verlängern.

Aber wenn ihr mich so drum bittet … keep going!

PS: Immer wieder gern bei mir gesehen sind Artikel über neue Entwicklungen bei HTML5 und CSS3.

Also fassen wir zusammen: Die deutschen ITler labern halt nicht rum sondern sagen halt nur dann was wenn es auch wirklich was dazu zusagen gibt. Was soll also das rumgeheule? Wenn ihr schon wissen wollt wie gut ein Artikel bei den Lesern ankommt dann messt doch einfach die Verweildauer auf der Seite. Das wäre doch viel aussagekräftiger als „hmpf. schöner artikel“ oder ein rumnörgelndes „Das hab ich aber schon mal besser und woanders gelesen“.
Viele haben bestimmt auch nicht die Zeit (bzw. wollen sie sich nicht nehmen). Hier bei uns im Office zählt sprichtwörtlich jede Minute. Da will auch die Pause gut genutzt sein und lieber lese ich noch einen anderen Artikel, als mich, so wie jetzt, mit einem Kommentar aufzuhalten.
Also liebes Dr. Web-Team: Weiter so, besser werden, aber ned rumheulen…

Die Frage nach den Listen läßt sich nicht eindeutig beantworten. Bei der Übersicht von Schriftensammlungen, Iconsets, Photoshopkram oder Javascriptframeworks kommt es sehr auf eine gute Auswahl, auf fundierte Beschreibung der Vor- und Nachteile an. Weniger ist da mehr. Ich habe einige ausgewählte Listen in meinen Lesezeichen gespeichert, auf die ich gerne zurückgreife, als Quelle oder zur Inspiration. Es handelt sich um Beispiele zu Javascript, um Icons, Schriften und um Pinsel. Bildschirmhintergründe oder surrealistische Fotos finde ich unterhaltsam, aber eher unwichtig.

Was ich gerne lese, sind fundierte Informationen zu einzelnen Themen – gerne auch technische Feinheiten – die nicht so in die Breite gehen, aber ein Problem genau unter die Lupe nehmen und Lösungen präsentieren. Idealerweise mit Beispielen garniert. Diese finde ich sowohl bei Dr. Web wie auch im Smashing Magazine, lese aber lieber auf Deutsch. Sicher, Englisch ist in unserer Branche üblich, aber die Zeit ist häufig knapp und Deutsch läßt sich notfalls besser querlesen.

Ist die Anzahl der Kommentare proportional zur Qualität des Beitrages? Das würde ich so nicht sehen. Meistens entzünden sich die Diskussionen an Beiträgen irgendwelcher Leser. Warum sollte man einen guten Beitrag kommentieren, bei dem man nichts hinzuzufügen hat? Klar, „Danke“ und „Super geschrieben“ sind ein schönes Lob, aber doch irgendwie zweckfrei. Letztendlich geht es doch nur um die substantiellen Kommentare.

Da muss ich mich meinen Vorrednern definitiv anschließen. Es kommt nicht darauf an, wie viele Kommentare abgegeben werden, sondern was drin steht. Dinge wie „Schön. Das hat mich inspiriert“ oder „Netter Beitrag“ sind ebenso inhaltslos wie diskussionsuntauglich. Das braucht nun wirklich niemand.

Zu meinen Lieblingsblogs zählen sowohl Dr. Web als auch das Smashing Magazin oder Abduzeedo, wobei letzteres an Qualität deutlich zu wünschen übrig lässt, was sowohl die Beiträge als auch die Kommentare anbelangt.
Diese ewig langen Listen mit Round-ups nerven manchmal einfach nur.

Da lese ich doch lieber den Dr. Web-Blog. Ausgewählte Artikel und konstruktive Kommentare. Weniger ist manchmal mehr.

Ich habe mir die selbe Frage auch schon gestellt. Ich habe allerdings ebenfalls, wie ihr, keine Antwort darauf gefunden. Ich selbst bevorzuge Fachbeiträge über bestimmte Themen auch lieber als lange Listen, nur kommt eben selten einfach Beitrag zu genau dem Thema, was mich auch interessiert. Themen mit denen ich mich bereits auskenne lese ich nicht und über eine Liste mit schönen Fotos scrollt man früh morgens schon mal gerne drüber. Ich würde diese Statisktiken nicht zu ernst nehmen und bewährtes Konzept einfach weiter fahren.

Ausserdem fällt mir auf, dass gerade die Amerikaner auch einfach mal „Danke“ für einen Beitrag sagen und nicht wie wir immer nur mit Kritik oder Rechtschreibfehlern auffahren.

Es kommt drauf an ob man seine Besucher auch etwas dazu anspornt zu kommentieren, passiert aber häufig nicht, ich weiß nicht in wie weit Smashing Magazine im Vergleich zu Dr. Web verbreitet ist, denke aber, dass diese eine viel größere Fangemeinde hat, weil es eben englisch ist und Personen aus aller Welt die Sprache verstehen..

Ich kommentiere selbst selten etwas, wenn dann nur wenns mich wirklich interessiert, toll aussieht bzw. mir weiterhilft.
Ich glaube dass die Kommentare in den Blogs allgemein nachgelassen habe, jedoch aber wegen der ganzen Web 2.0 – Geschichte..per RSS werden die Blogs ja in viele Soziale Netzwerke eingelesen, und dort werden sie dann wahrscheinlich sogar noch öfter kommentiert…

Würde es außerdem nicht schlecht finden, wenn Dr. Web auch zu Facebook kommt, würde Fan werden :)

Das beobachtete man zur Zeit überall das die Kommentare im deutschem Raum ausbleiben, wir sind alle zu kleinen Egoisten verkommen und wenn man uns nicht direkt anspricht sagen wir nichts mehr zu Beiträgen, egal wie gut sie sind.

Zu den Listen die sind einfach praktischen und werden gern mal getwittert oder per MSN und ICQ verschickt, nach dem Motto kennst du die Liste schon? Das Gegenüber schickt dann meist auch paar gute Listen. Bei Artikel weiß man immer nicht so ist das jetzt für andere intressant, aber bei Listen denkt man da wird schon etwas dabei sein.

Ich persönlich benutzt Listen auch gern, wenn ich schreibe, als digitales Gedächtnis auf das ich halt von überall zugreifen kann und was durch viele Schlagworte den Blog nach vorne bringt.

Mich interessieren Listen sehr. Ich finde immer wieder Dinge die ich einsetzen kann oder als Gedankestütze für etwas neues einsetze.
Ich persönlich finde die die Artikel auf Dr. Web sehr hilfreich und vor allem sehr gut beschrieben.
Vor allem lese ich lieber Deutsche Texte als Englische.

Dass die Roundups so beliebt sind könnte auch an der schnellen Konsumierbarkeit, der Kostenlos-Faktor und letztendlich auch einfache Twitterbarkeit liegen.

Artikel auf SM und Dr.Web kommentiere ich fast nie. Sie sind immer gut geschrieben und eine grosse Bereicherung.
Eigentlich kommentiere ich nur Leserkommentare, aber auch die sind hier bei Dr.Web sehr selten zu beanstanden.
Wenn es nach mir ginge, sollte Dr.Web die deutschsprachige Ausgabe von SM werden, ich lese lieber deutsche Texte.

Also, um ehrlich zu sein lese ich viel lieber die „liebevollen“ Beiträge, bei denen neue CSS3-Techniken und HTML5 erklärt wird, als „Social Icons Mega Collection“. Meiner Meinung nach sind diese Roundups einfach nur lieblos zusammengewürfelt. Es gibt sogar (durchaus etablierte) Blogs, in denen nur Screenshots als Liste gelten, ohne dass der Autor kommentiert, WARUM dieses Beispiel jetzt auftaucht. Die Listen haben natürlich auch rein SEO-technisch einen hohen Wert. Und wo ich jetzt mit meinem Gemecker über Roundups voll in Fahrt bin: Angesichts der Tatsache, dass ich glaube dass diese Listen Überhand nehmen, stellt sich zwangsläufig die Frage, wann die Sache nach hinten losgeht: Wenn jeder mehr und mehr Roundups anstatt „gute Tutorials und konstruktive Blogbeiträge“ zu schreiben – dann geht den Roundups ja irgendwann der Saft aus, weil es schlicht und einfach keine neuen Quellen mehr gibt. Klingt vielleicht etwas überzogen, aber ich sehe es ja jetzt schon – da sehe ich in meinem RSS-Ticker neue Blogeinträge wie „10 recommened Social Media Icons Collections“, die , wie der Name schon sagt, auf 10 weitere Roundups verlinken.
Wenn ich meine Lieblings-Blogs besuche, führt mein erster Weg immer (noch) zu Smashing Magazine, danach zu net.tutsplus.com und erst an dritter Stelle zu Dr. Web. Das liegt zum einen daran, dass Dr. Web einfach nicht sooo häufig neue Artikel bietet – das kann net.tutsplus natürlich dank der vielen Autoren besser. Auch hat net.tutsplus bisher auf diese Roundups verzichtet, weshalb ich diese Seite gern besuche.
Smashing Magazin, so meine Meinung, droht einer dieser vielen Blogs zu werden, die nur diese blöden Roundups bieten (mit Links, die jedem Twitter- und Designfloat-User längst bekannt sind) und vielleicht einmal im Monat was konstruktives bieten. Trotzdem liebe ich Smashing Magazine, durch dieses Blog bin ich in die PHP MVC-Welt eingetaucht und -das klingt jetzt unglaublich pathetisch- werde SM dafür ewig dankbar sein.

Was die Frage zwischen deutschen und englischen Blogs betrifft: Ich denke nicht, dass englische Blogs besseren Inhalt bieten als deutsche – aber englischsprachige Blogs sind einfach aktueller. Da ich der englischen Sprache mächtig bin, lese ich die genauso gerne wie deutschsprachige. Ich ziehe deshalb englische Artikel den deutschen vor (ich habe hier einfach ein „aktuelleres“ Gefühl) – es sei denn, es wird wirklich tiefgründig und vielleicht sogar philosophisch – so weit reicht mein Englisch dann doch nicht und lese Blogbeiträge dann lieber auf Deutsch.

Die Sache mit den vielen Kommentaren:
Das liegt meines Erachtens daran, wie ein Vorredner schon sagte, dass englische Blogbeiträge einfach ein viel breiteres Publikum ansprechen als deutsche. Zum anderen: Ich glaube viele Kommentare auf englischsprachigen Blogs werden geschrieben, um seine eigene Webseite „zu vermarkten“ – offenbar vergessen hier einige das oft genutzte nofollow-Attribut. Diese Kommentare sind schnell zu erkennen: Meist lauten sie „Very useful article, thanks!“ oder „Interesting opinion. Visit my Blog XXX to see the other argumentation…“

Man darf auch nicht generell das Kommentarverhalten pauschalisieren á la: „Je mehr Kommentare ein Blogbeitrag hat, desto mehr Anklag findet er / desto beliebter ist er. Viele Blogbeiträge sind nunmal nicht zum diskutieren gedacht. Schaut euch doch mal andere Blogbeiträge an – die meisten Kommentare haben einfach die Beiträge, wo es am meisten Zündstoff gibt (etwa „10 Reasons to stop your Support for IE6“ oder „Should Designers learn CSS and PHP?“. Bei einem Gimp-Tutorial gibt es einfach nichts zum diskutieren – ein „danke fürs tutorial“ kann ich mir sparen – dann lieber bei facebook weiterempfehlen).

Ich kann mir wirklich nicht erklären, warum lustlose Roundups so viel mehr Klicks bekommen als konstruktive Blogbeiträge – war schon etwas erstaunt als ich das gelesen habe.

Zitat: „Gibt es im deutschen Sprachraum eine andere Kommentar-Kultur oder ist es momentan einfach nicht mehr in, ein deutsches Blog zu lesen?“

Ich halte diese Art der Fragestellung für überzogen. Der deutsche Sprachraum umfasst nunmal ganz einfach weniger potentielle Leser als der englische.
Auch glaube ich nicht, dass es nicht „in“ ist, ein deutsches Blog zu lesen. Im Gegenteil. Ich persönlich bevorzuge deutsche Blogs, Fachmagazine, etc., obwohl ich der englischen Sprache durchaus mächtig bin.

Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Lesen und Kommentieren. Ich lese für mich interessante Fachartikel bei Dr. Web gerne und ausführlich. Wenn der Artikel gut ist, gibt es für mich keinen Kommentar, denn das typische „danke für den Bericht“ oder „finde ich auch“ hilft keinem weiter. Und wenn er schlecht ist (was leider in letzter Zeit öfter vorgekommen ist), dann ist es mir häufig keinen Kommentar wert. Kommentieren ist für mich nur interessant, wenn ich hoffe, eine Antwort auf eine für mich aus dem Bericht resultierende Fragestellung zu bekommen.

An Stelle von Dr. Web würde ich wenige Kommentare eher positiv sehen, falls die Besucherzahlen auf der entsprechenden Seite passen. Der größte Lob im Web ist, keinen Tadel zu bekommen…

Viele Grüße
Jan B. Otte

Mal ein ganz anderer und meiner Meinung nach zu oft vernachlässigter Aspekt:

So langsam entwickelt sich unter vielen „Netzbürgern“ das Bewusstsein zur Onlinesucht, ob nun selbst betroffen, durch Hörensagen, durch (wenige) Artikel oder auch einfach durch Nachdenken. Wir Deutschen scheinen bei neuen Entwicklungen auch oft recht skeptisch zu sein bzw. reagieren da nicht ganz so impulsiv wie z. B. die Amis, welche ja als innovationsfreudig und risikobereit gelten.

Die Kommentare zeigen hier evtl. besser was ich eigentlich sagen will. Ein „Find ich toll“-Kommentar wird hier größtenteils als überflüssig, Spam und Zeitverschwendung angesehen. Ob das jetzt deutsche Skepsis ist, am Alter oder gar an einer unterschiedlichen Leserschaft liegt kann ich natürlich nicht sagen. Ich denke alles spielt da mit.

Okay, das mit der Onlinesucht oder besser Onlineabhängigkeit sollte ich noch näher erläutern. Die ist ja eigentlich auch nur ein neuer Oberbegriff für andere alte bekannte persönliche Fehlentwicklungen, die in unserer neuen Online-Welt deutlich stärker zum Vorschein kommen als es früher der Fall bzw. möglich war.

Das Netz und besonders der Mitmachfaktor befriedigt nämlich viele Bedürfnisse eines Menschen und je mehr so ein Mensch „vernetzt“ ist, desto wichtiger werden diese Möglichkeiten. Der Mensch ist ein Kommunikationswesen und ohne Kommunikation fühlt man sich nicht lange wohl. Gerade Fleißigkommentierer sind oft im realen Leben sozial eher schwach gebunden oder wählen gar bewusst die konfliktfreiere Online-Kommunikation und müssen sich zu realen Sozialkontakten eher zwingen. Dahinter steckt oft schwaches Selbstvertrauen und mangelnde Selbstliebe. Letzteres scheint sich meiner Ansicht nach auch immer weiter zu verstärken. Aber ich kann mich auch täuschen, da sich Religionen ja eigentlich auch schon immer damit beschäftigen.

Mir scheint, ich komme nicht so recht auf den Punkt. Meine Beobachtungen zeigen zumindest ein Verhalten, welches sich mit meiner persönlichen Situation deckt. Da ist z. B. eine gewisse Bekenntnis zur Prokrastination, welche sich bei vielen auch in Kommentar- und Foren-Orgien manifestiert. Diese Erkenntnis nutzen viele, um an sich selbst zu arbeiten. Irgendwann steht man dann vor dem Schritt sich bei Foren und Blogs abzumelden oder alles auf Realnamen umzustellen, um die Hemmschwelle für sinnlose und zeitverschwendende Kommentare zu erhöhen. Oder man gelangt in die glückliche Situation mit Verstand jedes Kommentiergelüst zu hinterfragen und dann zu unterbinden. Gerade Webworker leiden ja darunter, wenn sie sich ständig mit Kommentaren, Blogs, Twitter, Facebook und Foren von der Arbeit ablenken.

Ich kenne viele, die sich der Gefahr schon im Vornherein bewusst waren und es erst gar nicht so weit haben kommen lassen. So eine Haltung wie „In den Kommentaren steht meist nur Müll“ oder gar das gezielte Unverständnis, warum Menschen überhaupt Kommentare schreiben wird nicht selten aus Selbstschutz eingenommen.

Aus meiner Perspektive kann ich Kommentararmut also eher begrüßen. Wenn ich Youtube oder Yahoo Clever so betrachte, schaue ich bei den vor Geltungsbedarf nur so triefenden Kommentaren quasi in einen Spiegel und es kommt viel Mitleid in mir hoch, welches mich selbst bislang auch immer mit einschließt.

Noch konkret zum Thema. Ich finde die Listenbeiträge nur nervig, wenn sie sich häufen und man den Eindruck hat mit den tiefergehenden Themen ist es irgendwie vorbei. An sich sind die Listen oft eine schöne Inspirationsquelle. Dass da mehr Kommentare abgesetzt werden als bei Themen zu HTML5 ist irgendwie klar. Zu Fotos oder anderen einfach konsumierbaren Dingen kann fast jeder was sagen. Vor allem über Geschmack wird ja bekanntlich gerne gestritten.

Und hier dann noch die unsortierte Selbstdiagnose, was mir dieser Kommentar gibt und warum ich es in Kauf nehme noch nicht im Bett zu liegen:
– Ich gebe mir eine Vorabbelohnung, weil mein Kommentar so noch nicht gefallen ist. Ich male mir damit eine gewisse Bewunderung (=Anerkennung) aus. Schon dieses Ausmalen ist eine gewisse Befriedigung, welche natürlich abgeschwächt wird, wenn es Kritik hagelt.
– Mein Kommentar war lang, was einen gewissen Stolz weckt.
– Ich bin stolz auf meine Selbsterkenntnis und dass ich mich traue, dass öffentlich zu äußern, was vor einigen Monaten noch nicht drin war. Okay, noch mache ich das recht anonym, aber zumindest entspringt es tatsächlich meinen Gedanken.
– Eine gewisse Vorabgenugtuung breitet sich aus, weil ich mir ausmale, andere könnten ebenfalls durch diesen Kommentar zum nachdenken kommen und evtl. aus ihrer Zwickmühle ausbrechen.
– Evtl. bringt die Erwähnung dieses Aspekts die Idee hervor, dass jemand einen für mich sehr wertvollen Artikel darüber verfasst.
– Im Bett bin ich meinen Gedanken ausgeliefert und könnte unangenehm in Selbstmitleid suhlen, beim Tippen besteht die Gefahr nicht. Wenn ich bis zur Erschöpfung wach bleibe, schlafe ich wahrscheinlicher schneller ein.
– Etwas „erschaffen“ zu haben erweckt den Eindruck eines gesteigerten Selbstwertgefühls. Allerdings ist das ein trügerischer Eindruck, da das Gefühl stark von (gedachten) äußeren Einflüssen abhängig ist (z. B. Anerkennung von anderen).

In diesem Sinne, Gute Nacht.

also…:)
mir persönlich geht es so, das ich zwar (viele) Blogs lese, jedoch meist nur lese, ohne zu kommentieren. Auch bei sehr guten Artikeln folgt oft ’nur‘ ein Bookmark bzw sharen auf twitter/facebook etc aber direkt im Blog eine Meinung/Dankeschön auszusprechen fehlt meistens.
Ich finde den Artikel wirklich interessant hier, weil er mich zum Nachdenken darüber gebracht hat warum das so ist. Und ich habe noch keine passende, umfassende Antwort dafür gefunden.
Aber in Zukunft werde ich mir vornehmen, hin und wieder zu kommentieren, da es ja eigentlich dazugehören sollte, das man als Dank an den Autor, wenn der Artikel gut gemacht worden ist, sein Feedback etc abgibt. :)

Wegen Fachartikeln & ‚Linklisten‘
Gute Fachartikel können echt gut sein, genauso wie ausführliche Tutorials & Informative News. ;)
Linklisten haben imho den ‚Seo-Vorteil‘ das sie einfach besser & vermehrt gefunden werden, da man über Google selbst mit unscharfen Suchen wie z.B. nach „best Sans-Serif Fonts“ etc sehr schnell auf diese Art von Seiten kommt, die Seiten mit Inhaltlichem Mehrwert sind meist nur über genauere Suchbegriffe auffindbar.
Aber man braucht, denke ich, beide Typen von Posts. Nur Fachbeiträge bzw nur Listen finde ich ein wenig einseitig. Die Mischung macht’s. ;)

&nochwas. ich denke, es geht nicht um die Menge der Kommentare, sondern eher um die inhaltliche Qualität ;) Gewinnspiele, bei denen mehrere 1000 Personen ein „bin dabei&wünsche mir viel Glück“ Posten kann man nicht als echte Anregung seitens der Leser bezeichnen. Dies Betrifft aber nicht direkt den drweb Blog, bzw ist es mir hier noch nicht so stark aufgefallen.

&nochwas-die2. Mir ist doch ein Grund noch eingefallen, warum ich selten Kommentiere…ich lese Blogs zum Großteil im Feedreader, da gibt es nur eingeschränkte Kommentarmöglichkeiten. ;)

&nochwas-alleGutenDingeSind3 ;) Sehr geschickt. Eine Kommentarrunde mit „es gibt was zu gewinnen“, da mich sogar ich mit.

Ich kommentiere eher selten, teils nach dem schwäbischen Motto (auf hochdeutsch) „nicht gemeckert ist genug gelobt“, meist aber, weil ich einfach keinen konstruktiven Beitrag habe. Aber ich gebe zu, dass positive Rückmeldung oft sicher schön wäre.
Diskussionen zu Blog-Einträgen fange ich eigentlich nicht an, da ich es zu schwierig finde, die Reaktionen darauf später wiederzufinden. Die ganzen @xyz herauszufinden die sich auf meinen Beitrag beziehen ist mir zu mühsam. Diskussionen sind m. E. in Foren besser aufgehoben.

Was den Unterschied zwischen Listen und Fachbeiträgen angeht: je nach Thema interessiert mich was oder nicht, aber die Form ist eher nebensächlich. Allerdings stimmt es auch was Beeny-man gesagt hat: bei langen Listen schalte ich irgendwann weg, weil ich mir das alles gar nicht mehr merken bzw. organisieren kann. Außerdem hat man doch einiges dann woanders gesehen (z. B. auf Smashing Magazine :-).

Ich denke, dass es einfach davon abhängt, wie man auf einen der Beiträge stößt. Hat man den Feed abonniert, so liest man sich sicher die interessanten (Fach-)Artikel durch. Sucht man jedoch nach einem passenden Fachartikel, so gibt es natürlich i.d.R. eine Vielzahl an Suchtreffern, wobei eben nur ein Teil der potentiellen Besucher tatsächlich auf Dr. Web landet.
Listenbeiträge passen vermutlich aufgrund vielfältiger Varianten von Formulierungen zum selben Thema eben einfach auf wesentlich mehr Suchbegriffe und führen so zu mehr potentiellen Besuchern. Aber dies sind dann nicht automatisch auch mehr Besucher, die die entsprechende Seite tatsächlich auch anschauen, weil man oft schon auf den ersten Blick abschätzt, ob es dem entspricht, was man sucht. Fachartikel laden da eher ein, länger auf der Seite zu bleiben und sich diesen in Ruhe durchzulesen.
Daher denke ich, dass es in Bezug auf die Wünsche und Erwartungen der Leser nicht entscheidend ist, womit mehr Besucher gewonnen werden können. Zudem regt ein guter und interessanter Fachartikel sicher eher dazu an, den Feed zu abonnieren und so auch weitere Artikel zu lesen.

Ich persönlich liebe Listen. Sie können, wenn sie gut recherchiert sind, viel Zeit ersparen. Deshalb freue ich mich über jede Liste und scoll sie gerne durch.

Die Kommentargeschichte sehe ich tatsählich skeptisch. Oft fehlt schlicht der Mehrwert eines Kommentars. Sind Themen kontrovers, machen Kommentare sicherlich Sinn. Oftmals sind sie das aber absolut nicht. Ich bin deshalb auch eher sparsam mit Kommentaren…

Dr.Web oder Smashing Magazin, spielt für mich keine Rolle. Es gibt auch noch andere. Ab und an hinterlasse ich hier mal meine „Spur“. Einige Beiträge sind schon lesenswert. Wenn es zu sehr ins technische geht, lese ich es nicht und kommentiere es auch nicht. Da hat jeder so seine Vorlieben. Für meinen Geschmack wird hier viel zu wenig auf die deutsche Webgemeinde eingegangen. Ich habe ellen lange Listen über die Präsentation weltweiter Design-Companies, deutsche sind eher Mangelware.

Hebt euch ab vom Smashing Magazin – dann gibt es bestimmt wieder mehr Kommentare.

Die Anzahl der Kommentare zu Beiträgen in deutschsprachigen Blogs sind doch nicht das Ausschlaggebende. Bei anspruchvollen Blogs sind es die wenigen und guten Kommentare die zählen, nicht die Spamkommentare im Stile „find ich gut“ und „find ich auch“. Damit geht der Zähler zwar hoch – braucht aber kein Mensch.

Ich finde diesen Blog gut und kommentiere trotzdem nicht immer – warum auch? Seid froh über die Besucher die deutschsprachige Beiträge favorisieren. Natürlich sind englischsprachige Blogs auch lesenswert, aber meine Muttersprache ist Deutsch, mit viel mehr Wörtern und Begriffen, als es die englische Sprache bietet und sicherlich für viele in diesem Lande leichter zu verstehen. Eine Diskussion über die neue E-Mail-Endung: „de-mail.de“ wird wohl hauptsächlich in Deutsch geführt werden.

Zu den Listen und Downloadmöglichkeiten fällt mir noch etwas ein: In Deutschland ist anscheinend alles Toll was kostenlos ist und mitgenommen werden kann. Nach dem Motto: „Da gibt es etwas, das man herunterladen kann“ wird gezogen was geht. Vielleicht für Zeiten in denen man es irgendwann einmal brauchen kann :-) ?

Manche brauchen eben alles.

Schöne Grüße

Bernd

Das einzige, in denen mir Listen effizient erscheinen, sind Tutorial Listen oder auch Auflistungen zu PlugIns in der Gegenüberstellung oder als Linkliste zu einem bestimmten Thema. Beispielsweise wenn es um den Verweis auf javascript snippets geht für Slider o. ä. Bei diesen Dingen wird sich sicher auch der eine oder andere Kommentar einstellen, weil es eine andere Art von Leserschaft ist.
WallpaperLinkListen z. B. finde ich ermüdend, sie sind sehr schön, aber sie rauben einem die Zeit, weil man mit dem Anschauen beschäftigt ist. Leider wird so etwas von der breiten Leserschaft im Allgemeinen geliebt, bringt aber meistens keine Kommentare. Wer diese Klientel bedienen möchte oder muss, der muss auch leider Ressourcen verschwenden beim Erstellen solcher Posts.

Das Kreuz mit blogs wie Dr. Web ist, dass sie möglichst eine breite Leserschaft binden wollen und so vielen Herren dienen müssen. Die Laufkundschaft wird eh nie kommentieren; das ist auf jedem Blog so. Der zweite Aspekt sind die Posts selber. Solange der Leser das Gefühl hat, das irgendwo schon mal gelesen zu haben (sh. Smashing) ist es problematisch.

@txs und liqui.do: Natürlich muss man berücksichtigen, dass ein weltweit rezipierbares Medium wie Smashing Magazin wesentlich mehr Publikum hat als das deutschsprachige Dr. Web und dass die relativen Zahlen zählen.
Von daher war das zitierte Beispiel (HTML5 und Flash – Koexistenz, statt Krieg) etwas unglücklich gewählt, da es a) relativ mehr Kommentare hat und b) die deutsche Version auf Dr. Web im Verhältnis zu anderen in den vergangenen Monaten veröffentlichten Beiträgen eine recht ausführliche und fundierte Diskussion ausgelöst hat. Das ist der Redaktion im Interesse der Leser auch viel wichtiger als 100 Kommentare à la „Awesome“, „Great stuff – thanks for sharing“. Keine Frage ;-).

@Manuel: Artikel, die sowohl auf Dr. Web als auch im Smashing Magazine erscheinen, sind in dem Sinne nicht reproduziert. Normalerweise (das gleichzeitige Veröffentlichen war mangelnde Absprache …) erscheinen übersetzte Artikel ein bis zwei Wochen vor dem Veröffentlichen im Smashing Magazine. Das tun wir einerseits deshalb, weil es zahlreiche Dr.-Web-Nutzer gibt, die lieber Deutsch als Englisch lesen. Zum anderen haben wir wesentlich weniger Autoren, die ausführliche Fachbeiträge in deutscher Sprache liefern und damit einen Mangel an solchen Postings für Dr. Web.

Neue Autorinnen und Autoren sind uns hochwillkommen :-).

Hallo
Dieser Beitrag wird bestimmt die Kommentarstatistik verzerren. :-)
Ich finde lange Listen zu allen möglichen, irgendwie zusammenhängenden Themen nicht schön. Wenn man dann einen Punkt aus der Liste gut findet und markiert/bookmarked, findet man den später schlecht in der Liste wieder und kann sich das Markieren direkt sparen.
Den Kommentar-Anzahl-Vergleich zwischen DrW und SM anhand von der Anzahl der Kommentare finde ich nicht aussagekräftig. Interessanter wird es wie viele Leute lesen den einen und den anderen Beitrag. Und wie viele von denen lesen in ihrer Muttersprache. Einige können vielleicht die Fremdsprache lesen, aber trauen sich nicht in ihr zu kommentieren.
Mich interessieren sicher nicht alle Beiträge von DrW oder SM, trotzdem habe ich die im RSS-Reader abonniert. Was ich als nicht lesenswert erachte, wird halt übersprungen.

Listenbeiträge können interessant sein, wenn das Thema stimmt und es noch nicht der hundertste Beitrag zum Thema ist.
Ich brauche bspw. nicht jede Woche eine neue Icon-Sammlung.

Ich bin auch zeiwgespalten das was Thema Listenbeiträge angeht. Ich lese gerne Fachbeiträge, um mich zum Beispiel über CSS3 auf dem Laufenden zu halten, Fachbeiträge zu Photoshop finde ich hingegen langweilig und irgendwie fad. Listenbeiträge dienen mir oft als Inspirationsquelle für eigene Arbeiten. Der Vorteil liegt ja auf der Hand: Man kann die Listen schnell mit dem Auge scannen und bleibt hängen, wenn einem etwas gefällt.

Ich denke ein ausgewogenes Verhältnis sollte das anzustrebende Optimum sein. Dabei sollten die Fachbeiträge überwiegen, denn wenn sich Listen wiederholen (und nicht nur Listen sondern auch Inhalte), dann macht das Scannen dieser auch keine Freude mehr.

Ich bin bei den „Listenbeiträgen“ etwas zwiegespalten, da ich sie einerseits extrem nervig finde, andererseits aber die eine oder andere Perle darin versteckt sein kann. Ich tendiere dazu, diese „Listen“ nicht mehr durchzusehen. Darüberhinaus finde ich die typischen Titel wie „250 Icons you just can’t allow yourself to miss out!1!“ einfach unsagbar. Tausendfach gelesen, Linkbait halt.

Ich möchte lieber Fachartikel zu CSS, HTML5 und Javascript lesen. Kommentare interessieren mich bei diesen Listenbeiträgen nicht die Bohne, bei Fachbeiträgen hingegen schon.

Hallo,
ich verfolge drweb.de auch schon seit einiger Zeit. Kommentiert habe ich auch schon lange nicht mehr, weil die Beiträge für mich keine Grundlage für eine Diskussion baten und ein Kommentar à la „Schöner Artikel“ ist in meinen Augen Zeitverschwendung und liegt denke ich auch nicht im Interesse von drweb.
Wenn ich mir die letzten Artikel auf drweb anschaue, ist für mich schon klar, warum wenig kommentiert wird:
1. Smashing Magazine Reproduktion
Wieso sollte ich einen Artikel kommentieren der ebenfalls auf dem Smashing Magazine veröffentlicht wird und dort eine wesentlich breiteres Publikum zur Diskussion bietet. Außerdem empfinde ich für drweb reproduzierte Artikel als Lückenfüller. Eine Entscheidung ob ein Artikel auf drweb oder auf Smashing Magazine publiziert wird, fände ich für die Ausrichtung eines Blogs sinnvoll. Ansonsten kann ich drweb auch abbestellen und nurnoch smashing magazine lesen.
2. Informationsbeiträge
Informationen über neue Techniken wie z.B. CSS3 sind zwar gut zu wissen, bringen aber auch keinen zündenen Diskussionsstoff. Es sind halt nur Informationen, die man dann weiß.
3. Inspirationslisten
Inspirationslisten sind vieleicht der Renner in Views und sehr beliebt, aber auch diese Beiträge bieten relativ wenig Platz zur Diskussion. Hier kann man lediglich die Einträge mit einigen weiterführenden Links ergänzen, aber nicht wirklich diskutieren.

Doch wann besteht das Bedürfniss zu diskutieren?
Meiner Meinung entstehen Bedürfnisse, wenn man weggeht von etabliertem Fachwissen und sich auch mal etwas auf Glatteis begibt und neue Theorien aufstellt oder vorhandene Heuristiken in Frage stellt (alles natürlich mit einer ordentlichen Begründung).
Und diese Art von Beiträgen habe ich schon lange nicht mehr bei drweb gelesen und vermisse sie auch.

Hallo,

ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht, dass Blogartikel, die eine Anzahl Punkte anpreisen („Die besten 10 XYZ“ oder „Die Top 5 des …“) bei den Lesern immer gerne angenommen werden.
Für mcih persönlich ist allerdings wichtig, dass die Punkte nciht einfach nur gesammelt wurden, sondern auch einen recherchierten Hintergrund erkennen lassen. Bei meinem eigenen Blog unter http://www.garanbo.de/blog wo ich über alles rund um Garantie und Produktrückrufe und Servicequalität blogge, merke ich auch, dass im dt.-sprachigen Raum wohl eher nur konsumiert wird und mit Kommentaren gegeizt wird.
Ich gebe es ehrlich zu, wenn es nicht um das Buch ginge, würde ich nun hier auch nicht schreiben, obwohl ich mich ja gerade selbst beklage…
Zur Zeit versuchen wir über FaceBook und Twitter den Lesern es etwas einfacher zu machen und die Artikel einfach zu tweeten/liken, das sind nur wenige Klicks. Facebook wird da schon ganz gut angenommen, könnte aber noch besser sein.

Viele Grüße vom Bodensee,

Stephan

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Wie viele Leser hat wohl Smashing Magazine und wie viele Dr. Web? Der Vergleich von absoluten Kommentarzahlen ist wohl nicht ganz sinnvoll, da ein englischer Blog potentiell wesentlich mehr Leser hat …
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Viele Listen scrolle ich schnell mal durch (ruck-zuck), wenige Fachbeiträge lese ich dann aber richtig

Hallo,

auch ich lese beides. Dr. Web kenne ich seit den 90ern, damals noch ideenreich.com und ich bin dann durch die Einführung von Bezahl-Content eine Weile abgeschreckt gewesen und habe auch andere gute Quellen entdeckt und genutzt. Auf das smashingmag kam ich ohne anfangs vom Zusammenhang zu wissen auf einem dieser Streifzüge im Internet.

Während ich früher ausschließlich anhand konkreter Aufgabenstellungen / Herausforderungen recherchierte, nutze ich mittlerweile RSS, um mit einem Auge auf dem steten News-Strom mitzuschwimmen. Die 1000 schönsten Klowerbungen und ähnliche Listen haben sich dabei recht schnell abgenutzt – gleichzeitig gestehe ich ihnen einen hohen Unterhaltungswert zu: lieber so eine Liste mit Design-Kontext durchgescrollt als ein tapsiges Kätzchen auf youtube vom Tisch fallen zu sehen – was mich auf anderen Kanälen erreicht.

Tendenziell sind solche News-Aggregationen mit Listen und Fotos für mich verzichtbar, weil sie austauschbar sind mit bored panda und ähnlichen Seiten. Für mich ist es schnell generierter Content, wie die Seite „Aus aller Welt“ der Tageszeitung, die aus Agenturmeldungen zusammengestellt wird. Es ist ein netter Service, mehr nicht. (Für mich).

Was ich an Dr. Web und smashingmag seit jeher schätze, sind die fundierten Artikel, die Know-How und den persönlichen Tonfall der Schreibenden zusammenbringen. Auf meiner all-time-Favourite-Bookmarkliste ist ein mittlerweile schon etwas älterer Dr. Web-Artikel über die regelmäßigen Eskalationen im web 2.0 und warum sie nicht geschähen, würden die Menschen am selben Tisch sitzen. Quasi ein soziologisch-psychologischer Kommentar auf das soziale Internet. Originäre Gedanken, die ich mal teilen oder auch mal diskutieren kann. Davon 1-2 pro Woche finde ich auch hervorragend, wie z.B. im designtagebuch. Klar präferiere ich Qualität vor Quantität. Auch weil ich meine RSS-Ströme nach einem langen Wochenende meist ungelesen lassen muss. ;-) Ich hab ja auch eine eigene, „originäre“ Aufgabe am Rechner…

Den Volumenunterschied in der Kommunikation zwischen englischsprachigem und deutschsprachigem Web nehme ich ähnlich wahr. Dafür ziehe ich unterschiedliche Gründe in Erwägung (die – das sei vorab ergänzt – nicht alle gleichzeitig auf alle Besuchenden oder Seiten zutreffen dürften):

– im englischsprachigen Raum herrscht eine andere Kommunikationskultur, gefördert von Debattierclubs u.ä. Einrichtungen, unterstützt von den Möglichkeiten, eine Einladung zur Diskussion auszusprechen, die nicht nach Lernkontrolle oder Master-Mind-Herausforderung klingt. z.B. „What are you thinking about that? Join our conversation…“ – ich erlebe hierzulande eher eine Gesprächskultur, die ihren Schwerpunkt auf „ich habe *das hier* zu sagen“ setzt und weniger auf „ich will von Dir was Neues hören“. Okay, ich bin kulturpessimistisch, weil ich ein paar mal zu oft politische „Talk“(Brüll)Runden geschaut habe.

– wenn eine Diskussion bereits rege im Gang ist, fällt es mir leichter, mich zu beteiligen. Lieber bin ich Kommentar #36, als #3 – vielleicht auch ein Kulturproblem oder ein Resultat aus These 1. Nach 30 Kommentaren hab ich schon ein Gefühl für die Atmosphäre im Thread. Duftmarken zu setzen birgt stärker die Gefahr, in den folgenden 27 Antworten verrissen zu werden. Natürlich lässt sich auch mit einem provokanten Beitrag #61 eine Lunte anzünden ;-) Vor allem aber sind vielfach kommentierte Beiträge auch eine Gewissheit „da liest mich jemand“…

– pure Masse: sehr viel mehr Menschen lesen und schreiben englisch, als deutsch.

– vielleicht die Kultur des „schau mal hier“-Spammings unter Freunden: Fotolisten werden eher rumgeschickt und schweigend konsumiert, als andere Beiträge… „Danke“ zu sagen, fällt uns Deutschen (imho) schwerer, umgekehrt aber auch das Annehmen eines so kurzen Feedbacks. „Was genau hat Dir denn gefallen?“ (womit wir wieder bei der Lernkontrolle wären ;o) ) Ich jedenfalls schicke gerne mal einen Link zu einer netten Fotoliste weiter und spüre leichten Frust bei einem nicht näher erläuterten „Nice!“

Ich hoffe, das hilft Euch weiter…

Viele Grüße nach Freiburg
liqui

Naja, ich persönlich lese mir Fachbeiträge einmal komplett durch, lange Listen von Tutorials o.Ä. arbeite ich aber stückchenweise ab. Und die Listen rufe ich demnach viel öfter ab als Fachbeiträge. Vielleicht lässt sich so auch ein Teil des Phänomens erklären.
Aber wie gesagt, ich sehe sowohl lange Listen als auch Fachartikel gerne, wobei ich mir bei den Listen immer nur die besten Dinge herauspicke. Fotosammlungen hingegen scrolle ich, wenn überhaupt, nur kurz durch oder schaue mir die ersten 2-3 Bilder an.

Hallo,

zu den Listen:
Ich mag sie, wenn die einzelnen Punkte noch kurz erläutert/erklärt werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man sich in ein neues Thema einarbeitet – eine Liste kann dann schon eine gute Hilfe darüber sein, welche Alternativen für einen in Frage kommen und welche nicht.
Außerdem glaube ich auch, dass man oft ohne solche Listen nur die „großen“, bekannten Vertreter wahrnehmen würde.

In den Grund, warum bei solchen Beiträgen mehr Kommentare zu finden sind, hängt dann damit zusammen. Bei den Kommentierenden handelt es sich dann wohl eher um „Anfänger“ auf dem entsprechenden Gebiet, die dann eher mal vorschnell was hinterlassen, die dann auch entsprechend oft auch nicht so hochwertig sind.
Außerdem sind unter solchen Beiträgen immer wieder Kommentare zu finden, in denen der eigenen Favorit verteidigt wird.

Soweit meine subjektive Meinung…

Man muss sich auch hier die Frage nach der Zielgruppe stellen.

Während lange Listen mit schönen Bildchen, etc. prinzipiell für jeden interessant sind, aber eben auch nur ein bisschen,

haben Fachbeiträge in der Regel eine spezielle Zielgruppe, die sich sehr deutlich für das Thema interessiert und es gibt viele andere, die das Thema überhaupt nicht interessiert.

Nochmal: Daraus ist nicht zu schließen, dass lange Listen einfach besser sind, als Fachbeiträge, sondern es ist eindeutig so, dass Fachbeiträge sinnvoller sind

„Auf Dr. Web bekam dieser Beitrag bislang 14 Kommentare, im Smashing Magazin 267.“
Hmm, das könnte unter anderem daran liegen, dass mehr Menschen Englisch sprechen und lesen als Deutsch. Was zählt, sind doch die relativen Zahlen. Im Verhältnis zur Abonnentenzahl ist die Kommentarquote für Dr. Web wahrscheinlich besser.
Google Reader weist 4.073 Abonnenten für das Dr. Web Weblog und 140.147 für Smashing Magazine aus (Stand: 12.07.2010). Das entspräche beim betreffenden Beitrag einer Kommentarquote von 0,34% (Dr. Web) bzw. 0,19% (Smashing Magazine).

Ich kann mich euch nur anschließen. Listenbeiträge, insbesondere diese „n WebDesign Inspirationen“ oder ähnlich gelagerte Bildersammlungen mit Links auf diverse Seiten sind einfach irgendwann überreizt, da nur sehr sehr wenige wirklich gute Perlen der Inspiration enthalten. Trotzdem haben sie ihre Daseins-Berechtigung.

Fachbeiträge sind die von mir bevorzugten Beiträge, jedoch lese ich hier sehr selektiv. D.h. ist das ein Thema von generellem Interesse oder wird mir hier sogar eine Lösung zu einem bei meinen Projekten bestehenden Problem aufgezeigt. Manche versprechen schon im Titel mehr als die Demo halten kann. Das xte jQuery Slider, Gallery oder sonst was interessiert nur noch die wenigsten.

Zum Thema Kommentieren, denke ich, dass das Internet nun mal im Großen und Ganzen englisch-sprachig ist und somit sicherlich bei den angeführten Beispielen auch deutlich mehr Besucher anzieht als das dt. Pendant. Im Umkehrschluss entstehen so auch mehr Ansatzpunkte für Diskussionen bzw. Reaktionen.

Da ich selbst fast nie Kommentare schreibe, kann ich zur Kommentar-Kultur nichts sagen.

Ich verfolge sowohl Dr. Web als auch Smashing Magazine, würde aber keinem qualitativ bessere Beiträge als dem anderen attestieren. Hier wie dort gibt es welche, die ich mit großem Interesse lese, und welche, die ich höchstens überfliege.

Ich bin kein Fan der langen Listen, da ich mit der Menge an Information dann überfordert bin und lange brauche, das für mich relevante herauszusuchen. Beiträge über neue Entwicklungen sowie Tutorials u.ä. zu CSS3, Gimp etc. favorisiere ich dagegen eindeutig.

Viele Grüße

Mir stellt sich hier die Frage nach der Diskussionskultur. Hat man jetzt absichtlich diesen Artikel gewählt, weil bei SM die ersten 10+ Kommentare tatsächlich eine Diskussion darstellen? Ansonsten ist es das altbekannte Muster internationaler „Listenseiten“. Ein Auszug:
„Nice to read a well balanced, fair and intelligent article on this debacle.“
„Great article, i totally agree with u ;)“
„Finally, a sensible article.“

Darauf kann man getrost verzichten.
Auch hinkt der Vergleich der Listen vs. Fachbeiträge. Möchte man ein SEO Google Monster sein, dann sind Listen durchaus lohnend – wie beschrieben. Dann muss man sich auch mit der Kommentarlosigkeit der Fach- und Stammbesucher nicht wundern, die ziehen weiter.

Ich mag Dr. Web und hoffe auf eine weitere schöne Zeit mit euch.

Mich persönlich interessieren Listen meist nie, ich bin kein Designer sondern Entwickler eines eigenen CMS und solche Listen haben für mich eher wenig Anreiz zumal sie oft nur Duplikate von anderen sind – so habe ich jedenfalls das Gefühl.

Da mein zweites zu Hause allerdings das Web ist, komme ich nicht drum herum, mich über neue Technologien zu informieren und diese dann auch früh auszuprobieren.

Ich sehe das Problem – für mich persönlich – meist eher in den Themen, denn diese sprechen mich meist nicht an, oder ich kenne sie schon. Ist der Artikel innovativ oder berichtet er von etwas gänzlich neuem, lese ich ihn gerne und verbreite ihn dann gerne weiter.

Zitat: „Gibt es im deutschen Sprachraum eine andere Kommentar-Kultur oder ist es momentan einfach nicht mehr in, ein deutsches Blog zu lesen?“

Gegenfrage: Wieviele englische Muttersprachler sprechen Deutsch und wieviele deutsche Muttersprachler sprechen Englisch?
Ein englischsprachiges Blog erreicht wesentlich mehr potenzielle Kommentargeber und das weltweit. Die Sprache Deutsch grenzt die Zielgruppe ein, zumal Englisch als „Amtssprache“ im IT-Bereich gilt.
Die Anzahl der Kommentare in Relation zur Besucherzahl der beiden Seiten wäre interressant…

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