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Das sind die Bildtrends des Jahres 2016

Scott Braut muss es wissen. Er ist Head of Content bei Adobe Stock und Fotolia und steckt damit tiefer in Bildtrends als die meisten anderen Menschen, die den Planeten bevölkern. Scott nahm sich nun die Daten des Jahres 2015 vor und analysierte Keyword-Suchanfragen, Downloads und Uploads aller Nutzer weltweit. Auf der Basis dieser Erkenntnisse stellte er die sieben Bildtrends des Jahres 2016 zusammen. Bis du also auf der Suche nach Stockmaterial, das frisch und modern wirkt, ist dieser Beitrag definitiv lesepflichtig.

Das sind die Bildtrends des Jahres 2016

Trend 1: Technik ist nicht länger nur für Nerds

Wer hat nicht das Bild vom dicken, pickeligen Pizzakonsumenten vor Augen, wenn er an Technik, zumindest ans Programmieren, denkt? Technik war früher was für die Nerds, die keine Mädels abbekommen haben und zu keiner Party eingeladen wurden. Heutzutage ist Technik cool. Jobs in Tech-Unternehmen sind begehrt, und die Attraktivität des Themas sollen aktuelle Fotos auch zum Ausdruck bringen.

Color shot of a young woman looking through a cardboard, a device with which one can experience virtual reality on a mobile phone.

Trend 2: Vintage ist wieder modern

Der Hipster-Look ist wohl das beste Beispiel für einen Trend, mit dem niemand gerechnet hatte. Bärte, Retrolook, monochrome Darstellungen – das ist alles wieder im Kommen. Hätte man noch vor zehn Jahren Bildmaterial mit diesem Fokus für total veraltet erklärt, kannst du dieser Tage damit wieder richtig Staat machen.

Teamwork. Three young architects working on a project

Trend 3: Komplexe Porträts

Der Selfie-Boom ist in vollem Gange. Nichts scheint der heutige Netzbewohner lieber zu sehen als Gesichter. Dabei ist das reine Selfie allerdings für Illustrationszwecke etwas zu eindimensional. Der Trend geht hin zu Porträtaufnahmen, die ganze Szenerien einfangen. Der Betrachter fühlt sich wie in einem Kurzfilm ohne Film.

Young Black Man with Digital Tablet in a Cafe

Trend 4: Starke Farben, flächige Darstellung

Glaubt man den Farbexperten von Pantone sind die Trendfarben des Jahres 2016 die eher sanften “Serenity” und “Rose Quartz”. Andere bezeichnen klar Weiß als Trendfarbe 2016. Egal welche konkrete Farbe nun tatsächlich die Trendfarbe des Jahres ist, deutlich wird, dass starke Farben in flächiger Darstellung auf Stockmotiven bevorzugt gewählt werden. Als Marke kann man das sehr gut nutzen, um entsprechend seinem Markenauftritt farblich aktiv zu werden. Unabhängig von der Bildbotschaft sieht das schon mal sehr gut aus.

Marienplatz underground station in Munich, Germany

Trend 5: Luftaufnahmen auf Steroiden

Luftaufnahmen waren in der Vergangenheit relativ selten und vor allem kostspielig. Heutzutage kann sich jeder eine Drohne leisten und diese auf Erkundungsflug schicken. So entstehen potenziell großartige Bilder in weitaus höherer Zahl als je zuvor. Dabei werden wir Regionen zu Gesicht bekommen, die zuvor keiner fotografiert hat. Nachdem Landschaftsaufnahmen schon immer zu den beliebteren Illustrationsmotiven gehörten, ist das sicher eine gute Nachricht.

Aerial-view highway junction at night in Tokyo, Japan

Trend 6: Tagesaktuelle Motivik

Im Zeitalter von Social Media ist jede neue Nachricht im nächsten Augenblick schon wieder passé. Der Puls der Welt rast. Wer hier mithalten will, verlässt sich auf Motive, die in dieser Sekunde das Zeitgeschehen widerspiegeln. Das funktionierte etwa im letzten Jahr besonders gut, als die gleichgeschlechtliche Ehe in den USA legalisiert wurde und das Regenbogenmotiv die sozialen Kanäle flutete.

LGBT rainbow lock

Trend 7: Low-Poly-Minimalismus

Designern ist der Low-Poly-Stil natürlich nicht neu. Wir erfreuen uns schon seit Jahren an diesen kleinen geometrischen Kunstwerken. Mit der steigenden Bedeutung des Minimalismus als allgemeinem Trend greift Low Poly jetzt auch in den Mainstream. Das ist durchaus zu begrüßen und in Verbindung mit Trend 4 sicher eine großartige Sache.

Grey cat with orange eyes - polygonal style.

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(Kostenlose) Services Essentials Fotografie Inspiration

Foodshot: Kostenlose Lebensmittelfotos

Ein neuer Dienst für kostenlose Lebensmittelfotos namens Foodshot ist dieser Tage an den Start gegangen. Die Auswahl ist noch überschaubar, aber bereits qualitativ hochwertig. Lass uns mal gemeinsam reinschauen…

Foodshot - Kostenlose Lebensmittelfotos

Viele Foto-Plattformen, wenig Food-Bilder

Das hat ja vielleicht gedauert. Nachdem ich 2008 als Reaktion auf die Abmahnwelle rund um Marions Kochbuch eine Plattform für kostenlose Lebensmittelfotos ins Leben gerufen hatte, setzte ich damit keinen Trend. Und auch als es immer mehr Anbieter kostenloser Fotos ins Netz schafften, war darunter kein dedizierter Anbieter von Food-Bildern.

Jetzt endlich kommt mit Foodshot eine Website im Tumblr-Look, ganz nach Unsplash-Vorbild. Die Site sammelt qualitativ hochwertige Fotos, deren Gemeinsamkeit lediglich darin besteht, dass sie Lebensmittel abbilden.

Foodshot - Kostenlose Lebensmittelfotos

Foodshot: Kostenlose Bilder unter Creative Commons Zero

Alle Bilder stehen unter der Lizenz Creative Commons Zero, was in etwa der Public Domain entspricht. Im Ergebnis dürfen diese Fotos zu jedem legalen Zweck und in jeglicher Art und Weise ohne Beschränkungen genutzt werden. Nicht einmal eine Nennung des Fotografen oder ein Backlink ist erforderlich.

Foodshot ist derzeit noch sehr basic. Es gibt keinerlei Ordnungssystem. Weder Kategorien, noch Tags, noch eine Suchfunktion ist vorhanden. Fotos werden in einer Timeline als Zweier-Grid dargestellt. Anders als bei anderen Anbietern gibt es keine Detailansicht zum jeweiligen Bild. Vielmehr bewirkt ein Klick auf eine Preview im Grid den sofortigen Download des Bildes. Beim Hovern wird lediglich in einem Overlay angezeigt, seit wann das Bild im Angebot verfügbar ist. Angaben zur Fotografin sucht man genauso vergebens wie Kamera- oder Geo-Daten.

Zwei Beispiele für die Qualität der Foodshots

Foodshot - Kostenlose Lebensmittelfotos Foodshot - Kostenlose Lebensmittelfotos

Foodshot ist also sehr geradlinig und schnörkellos. Im jetzigen, sehr überschaubaren Angebot kann das so funktionieren, wenn Foodshot das versprochene Wachstum beibehält, wird das Angebot sehr schnell unübersichtlich werden. Perspetivisch kannst du den Überblick eigentlich nur über ein Abonnement des Foodshot Newsletters behalten.

Wenn du ein übersichtlicheres Angebot an Lebensmittelfotos bevorzugst, kann ich dir guten Gewissens mein eigenes Projekt empfehlen ;-) Auch da stehen die Bilder unter Creative Commons Zero und können zu jedem legalen Zweck ohne Einschränkungen genutzt werden.

Foodscene, die Macher hinter Foodshot

Foodshot wird dir präsentiert von den Machern von Foodscene. Foodscene will eine Art Medium für Lebensmittelthemen sein. Ich kann nicht erklären, wozu das gut sein soll, aber ich wünsche auf jeden Fall mal viel Erfolg dabei. Danke schon mal für Foodshot…

Foodshot - Kostenlose Lebensmittelfotos

Foodshot ist für Mitmacher offen

Wenn du willst, kannst du deine eigenen Bilder übrigens ebenfalls bei Foodshot einreichen. Wenn die Redaktion dein Material für gut genug befindet, findest du es demnächst auf der Plattform wieder. Du musst allerdings damit leben können, dass du nicht nur keine Attribution von den Verwendern deiner Bilder erhältst, sondern auch keine von der Plattform, auf der sie präsentiert werden. Das wäre für mich eher weniger ein Anreiz.

Woher beziehst du Lebensmittelfotos, wenn du sie benötigst?

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Design Fotografie Inspiration Showcases

Täglich neu: Enjoy Inspiration sammelt Design Best Practices

Kreative brauchen einen Mix aus verschiedenen Treibstoffen. Dabei ist einer mit der höchsten Beimischung auf jeden Fall Inspiration. Und Inspiration ist bekanntlich überall, theoretisch. Wenn man aber die meiste Zeit seiner Wachphase weggeschlossen im Büro verbringt und von natürlichen Inspirationsquellen so weit entfernt ist, wie der Papst vom Atheismus, dann muss man sich digitale Ersatzstoffe beschaffen. Wenn es Ihnen so geht wie mir, sind Sie froh über jeden neuen Quell, der sich am Horizont vage abzeichnet und aus den Bürozellen dieser Welt dennoch erreicht werden kann. Wenn diese Inspirationsquelle dann auch noch eine kuratierte Sammlung von Design Best Practices ist. Na, umso besser …

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Enjoy Inspiration, Mazedoniens kreative Kuratoren

Enjoy Inspiration ist kein neues Projekt. Es hat schon einiges an Inkarnation und Reinkarnation gesehen in den letzten Jahren.  Sollten Sie also glauben, das kennen Sie schon, besuchen Sie es trotzdem. Iko Kostadinov und sein Team von 32 Seconds Media haben eben erst einen komplttes Redesign hingelegt und sie auf diese Weise irgendwie selbst zu einer Art Inspiration gemacht.  Die Jungs und Mädels von 32 Seconds Media wissen auf jeden Fall, wovon sie reden. Seit nunmehr sechs Jahren bauen sie vom Örtchen Skopje in Mazedonien aus digitale Projekte. Bislang durften sich mehr als 600 Kunden aus aller Welt von den Fähigkeiten des kleinen, aber schlagkräftigen Teams überzeugen. Mit dieser Erfahrung im Nacken wird man ihnen kaum absprechen wollen, Best Design Practices erkennen zu können, wo sie sie sehen.

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Enjoy Inspiration als Projekt fokussiert sich auf Design, aber innerhalb dieser Sparte nicht weiter. Das bedeutet, dass Sie auf Enjoy Inspiration zwar auch Websites, Logos und Grafikdesign im Allgemeinen zu sehen bekommen, aber eben nicht nur. Vielmehr taugt Enjoy Inspiration auch als Showcase für Fotografie, Verpackungsdesign und sogar die Innenarchitektur von Hotels und Restaurants. Im Grunde ist das Projekt ganz klar fokussiert – und zwar auf alles, was schön ist.

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Enjoy Books: Inspiration in Form von kostenlosen E-Books

Seit Anfang diesen Jahres werden zusätzlich E-Books zu den großen Designthemen herausgegeben. Den Anfang macht Enjoy Logo Vol.1. Das E-Book ist bereits verfügbar und  kostet erfreulicherweise nichts. Alles, was Sie tun müssen, ist, diese Seite aufzurufen und das PDF zu laden. Wenn Sie mögen, können Sie den Newsletter abonnieren, worum Sie natürlich auch gebeten werden. Tun Sie das, wird der Download-Link in Ihr E-Mail-POstfach geliefert. Die eben genannte Seite erlaubt Ihnen den Download ohne diesen Umweg.

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Enjoy Logo Vol. 1 beinhaltet Dutzende verschiedener Logos auf insgesamt 30 Seiten. Es wird erklärt, welche Überlegung hinter dem jeweiligen Logo steckt und wie es letztlich realisiert wurde. Die Macher werden kurz vorgestellt. Alles in allem ist Enjoy Logo Vol. 1 ein willkommener Zugang zum Werkzeugkasten eines jeden Kreativen. Da es noch dazu kostenlos ist, gibt es keinen Grund, es sich nicht zu  sichern.

Das nächste, ebenso kostenfreie E-Book in der Serie wird auf den Namen Enjoy Web Vol. 1 hören und dem gleichen Konzept folgen. Ob Sie Enjoy Inspiration nun wegen der Bücher oder der Seite selbst besuchen, ist einerlei. Inspiration wird Ihnen in beiden Fällen zuteil.

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Photoshop-Tutorial: Alte Fotos restaurieren – schnell und einfach

Wischen Sie den Staub der alten Fotobücher ab und holen Sie Ihre Familienschätze hervor. Hier werden alte Aufnahmen wieder auf Hochglanz gebracht. Dazu stellt uns Photoshop einige spezialisierte Werkzeuge bereit. So werden rote Augen und kleine Bildfehler mit nur einem Klick repariert, Kratzer und Falten entfernt und Farbstiche korrigiert. In Kombination erhalten Sie fehlerfreie Fotos mit frischen Farben, die neu gedruckt weitere Jahrzehnte überstehen.

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Restaurationstipp #1: Bildfehler per Klick ausradieren

Oftmals zeigen alte Fotos kleine Macken oder Flecken. Zur Optimierung aktivieren Sie in der Optionsleiste den Bereichsreparatur-Pinsel. Über einen Rechtsklick stellen Sie die Größe der Werkzeugspitze ein. Drücken Sie Strg+J zum Kopieren der Ebene. Malen Sie über alle Flecken, wobei Sie immer etwas größer einzeichnen, um den Fleck herum, damit Photoshop die Umgebung analysieren kann. Sie sehen den Fehler mit einem Grauton überlagert. Sobald Sie die Maustaste lösen, berechnet Photoshop die Umgebung passend an die überdeckten Stellen ein.

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Restaurationstipp #2: Rote Augen entfernen

Genau so einfach lassen sich auch rote Augen heraus rechnen. Rufen Sie mit dem Zoom-Werkzeug den Bildausschnitt groß auf und aktivieren Sie dann das Rote-Augen-Werkzeug. Ziehen Sie eine rechteckige Auswahl um das erste Auge auf, dann um das zweite Auge. Photoshop berechnet automatisch den Bildfehler heraus. Übrigens muss die Bildbearbeitung nicht wissen, um welche Augenfarbe es sich handelt, da der Effekt der roten Augen nur in der Pupille erscheint, die hier mit schwarzer Farbe ersetzt wird.

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Restaurationstipp #3: Risse ausbessern

Im Prinzip können Sie auch bei einem Riss mit dem Bereichsreparatur-Pinsel arbeiten, allerdings kommt es dabei gerade an Rändern mit harten Kontrastsprüngen zu unschönen Effekten. Arbeiten Sie daher mit dem Reparatur-Pinsel weiter. Dieser benötigt allerdings zunächst eine Quelle, aus der er Material kopieren und einfügen darf. Definieren Sie diese Quelle bei gedrückter Alt-Taste und einem Klick mit der Maustaste.

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Malen Sie dann über den Riss, bis dieser ausgeglichen ist. Bei Bedarf können Sie auch immer wieder neue Quellen definieren. Ist der Riss eher ein ausgewachsenes Loch, so nutzen Sie das Ausbessern-Werkzeug. Wie vom Lasso gewohnt erzeugen Sie damit zunächst eine Auswahl um den Riss. Klicken Sie dann in die Mitte, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Auswahl auf einen Bereich, der eine passende Struktur zeigt. Eine Alternative wäre Bearbeiten > Fläche füllen > Inhaltsbasiert.

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Restaurationstipp #4: Bildrauschen reduzieren

Über Strg+J wird die Ebene kopiert. Gehen Sie auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen und nutzen Sie den Radius, um die Stärke der Weichzeichnung zu bestimmen (relativ hoch). Es folgt der Schwellenwert, mit dem Sie langsam höher gehen, bis ein ausgewogenes Ergebnis aus weichgezeichneten Flächen, aber doch klaren Kanten entstanden ist. Nach dem Bestätigen wird die Füllmethode im Ebenenbedienfeld von Normal auf Farbe umgestellt, wodurch das farbige Rauschen erledigt ist.

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Jetzt geht es an das weitere Rauschen im Bild. Nach Strg+J gehen Sie im Menü auf Filter > Rauschfilter > Staub und Kratzer und stellen den Radius so ein, dass alle Flächen ohne Rauschen sind. Die Füllmethode stellen Sie wieder auf Normal zurück. Die Ebenendeckkraft wird langsam reduziert, bis das Rauschen wieder leicht sichtbar wird.

Es gibt nun Bereiche, die müssen einfach klarer zu sehen sein, wie etwa das Gesicht (und da besonders die Augen). Gehen Sie deshalb auf Ebene > Ebenenmaske > Alle einblenden und malen Sie mit dem Pinsel, einer weichen Werkzeugspitze und schwarzer Farbe über die Bereiche, die sehr klare Strukturen zeigen müssen. Auch wenn da wieder etwas mehr Rauschen zu sehen ist, tut es dem Bild im Ganzen doch gut.

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Drücken Sie Umschalt+Strg+Alt+E, um alle Ebenen zu kopieren und auch gleich auf einer neuen Ebene abzulegen. Es folgt Filter > Rauschfilter > Rauschen reduzieren. Stellen Sie die Stärke auf 6 bis 8 und reduzieren Sie Details erhalten, bis es zu einer guten Mischung aus einem reduzierten Rauschen und klaren Details kommt.

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Restaurationstipp #5: Farbstiche ausgleichen

Je nach Fotopapier und Entwicklungsart kommt es bei manchen Fotos zu sehr harten Farbstichen, besonders im Rotbereich. Die Lösung ist recht einfach, wenn auch das Ergebnis noch Nachbearbeitung erfordert. Drücken Sie Strg+J zum Kopieren der Ebene. Gehen Sie dann im Hauptmenü auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Durchschnitt berechnen.

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Wir sehen praktisch den enthaltenen Farbstich. Um nun mit der Komplementärfarbe zu arbeiten, drücken Sie Strg+I zum Invertieren (das entspricht Bild > Korrekturen > Umkehren). Ändern Sie im Ebenenbedienfeld die Füllmethode von Normal auf Farbe ab und reduzieren Sie die Ebenendeckkraft auf etwa 33%. Der krasse Farbstich wird so heraus gerechnet, wenn auch die Farben allgemein noch zu schwach sind.

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Restaurationstipp #6: Allgemeine Optimierungen

Auch wenn alle Bildfehler und Farbstiche nach oben vorgestellten Techniken entfernt wurden, kann das Ergebnis noch verbessert werden. Legen Sie zunächst das Ergebnis per Umschalt+Strg+Alt+E auf einer Ebene ab. Gehen Sie dann auf Bild > Auto-Farbton, Bild > Auto-Kontrast und Bild > Auto-Farbe. Das Ergebnis ist vermutlich zu dunkel. Es folgt deshalb Bild > Korrekturen > Helligkeit/Kontrast, um da die Helligkeit etwas heraufzusetzen. Auch die Korrektur > Tiefen/Lichter kann helfen. Gehen Sie dann auf Bild > Korrekturen > Dynamik und erhöhen Sie da die Dynamik.

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Natürlich könnten Sie an einem Foto noch weitaus länger arbeiten, doch meine ich, dass dieser Workflow ausreicht, um Fotos aufzuwerten und trotzdem ein gut ausgewogenes Verhältnis der eingesetzten Zeit zum Ergebnis zu erhalten, wenn man haufenweise Aufnahmen retten will.

(dpe)

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Profitipps aus dem Fotolabor: Schnell und einfach Farben ändern in Photoshop

Der Herbst kommt. Als Photoshopper brauchen Sie das nicht zu akzeptieren, zumindest virtuell können Sie ihn aufhalten. Wenn die Blätter sich gelb und rot verfärben, wird es langsam wieder kälter und wir haben mehr Zeit für Photoshop, beim heißen Tee oder Kaffee vor dem Rechner. Und wer da die Zeit noch etwas zurückdrehen möchte, nutzt Photoshops Optionen zur schnellen Farbänderung, um aus gelben wieder grüne Blätter zu machen. Damit zeigen wir Ihnen eine Technik, die sich auf zahlreiche Bildelemente anwenden lässt und bei weitem nicht auf herbstliches Reverse Engineering beschränkt ist. So könnten Sie etwa Augen umfärben, aus einem roten ein blaues T-Shirt machen oder auch verschiedenste Produktvarianten testen, bevor diese in den neuen Farben erscheinen. Zahlreiche Optionen also, die mit der hier vorgestellten Vorgehensweise erklärt werden.

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Photoshop-Farbänderungstipp #1: Farbton gezielt korrigieren

Wir werden in diesem ersten Schritt das komplette Dokument farblich anpassen. Später folgt dann die gezielte Umsetzung aller Details. Gehen Sie im Hauptmenü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung. Im Dialog der Eigenschaften zur Korrektur aktivieren Sie das Hand-Werkzeug, gleich unter Vorgabe. Wenn Sie damit in das Bild klicken und die Maus zur rechten oder linken Seite bewegen, so ändern Sie die Sättigung. Halten Sie vor dem Klick die Strg-Taste gedrückt, so verändern Sie den Farbton.

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Rufen Sie einen Bildbereich mit dem Zoom-Werkzeug größer auf, um dann mit dem Hand-Werkzeug der Korrektur Farbton/Sättigung die Gelbtöne der Blätter in Grüntöne zu verwandeln. Der geänderte Farbbereich wird unten in den Verläufen abgebildet, durch einen hellgrauen Bereich. Diesen können Sie zur rechten und linken Seite erweitern, wodurch sich die Farbänderung auf ein immer größer werdendes Spektrum auswirkt. Sie können an gleicher Stelle auch noch die dunkelgrauen Flächen vergrößern, wodurch der Übergang fließender/weicher wird.

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Farbänderungstipp #2: Maske anlegen

Natürlich wirkt die Farbänderung noch viel zu extrem, da die Gelbtöne weitaus strahlender waren, als es die Grüntöne sein sollten. Auch wirkt sich die Änderung noch auf das ganze Dokument aus. Das werden wir nun ändern. Gehen Sie dazu im Eigenschaften-Dialog auf den Button Masken (gleich neben dem Schriftzug Farbton/Sättigung).

Aktivieren Sie die Maske im Ebenenbedienfeld (falls diese nicht automatisch ausgewählt wurde) und klicken Sie auf den Button Farbbereich. Lokalisierte Farbgruppen sollte da deaktiviert sein. Halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt und klicken Sie gezielt die Farben an, die den Grünton annehmen sollen. Über den Regler der Toleranz steuern Sie die Stärke der Auswahl. Farben, die so gar nicht enthalten sein sollen, klicken Sie mit gedrückter Alt-Taste an.

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Farbänderungstipp #3: Maske verfeinern

Sind Sie zufrieden, so bestätigen Sie über OK und klicken dann den Button Maskenkante an, der ebenso im Eigenschaften-Bedienfeld zu sehen ist (gleich oberhalb des Buttons Farbbereich). Wählen Sie den Ansichtsmodus Auswahl und Masken an. Über Strg+H können Sie die „Laufenden Ameisen“ ausblenden. Nutzen Sie den Regler Weiche Kante unter Kante anpassen, um den Übergang der Maske fließen zu gestalten.

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Farbänderungstipp #4: Sättigung anpassen

Ist das Grün noch zu grell, so rufen Sie das Eigenschaften-Bedienfeld erneut auf, um bei den Rottönen den Regler der Sättigung weiter herabzusetzen. Nutzen Sie auch den Regler der Helligkeit. Eine Änderung der Gelbtöne kann hier ebenso helfen. Die Helligkeitswerte werden wir im nächsten Schritt noch gezielt bearbeiten.

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Farbänderungstipp #5: Lichtstimmung steuern

Nach Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurven gehen Sie im Eigenschaften-Bedienfeld in der untersten Leiste auf den Button an der linken Seite, um eine Schnittmaske zu erzeugen. So wirkt sich die Bearbeitung nur auf die darunter liegende Ebene aus. Aktivieren Sie wieder das Hand-Werkzeug der Korrektur Gradationskurven im Eigenschaften-Dialog und klicken Sie in das Bild auf einen Bereich, der heller oder dunkler werden soll. Ziehen Sie den Mauszeiger nach oben oder nach unten.

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Um die Helligkeit im Bild punktgenau zu verändern, drücken Sie Umschalt+Strg+N für eine neue Ebene. Im Dialog stellen Sie den Modus von Normal auf Ineinanderkopieren um. Aktivieren Sie Mit neutraler Farbe füllen (50 % Grau) und bestätigen Sie über OK. Arbeiten Sie nun mit dem Abwedler-Werkzeug, um Licht einzeichnen und mit dem Nachbelichter-Werkzeug, um Schattenbereiche zu verstärken.

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Sehr leicht können Sie die Maske der Einstellungsebene Farbton/Sättigung auch noch von Hand optimieren. Klicken Sie die Maske dazu an, aktivieren Sie den Pinsel, eine schwarze Vordergrundfarbe und eine weiche Werkzeugspitze, um Bereiche von der Bearbeitung auszusparen.

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So wollte ich hier die roten Blumen unterhalb der Baumkrone wieder erblühen lassen, für einen schönen Farbkontrast. Für weiche Übergänge reduzieren Sie in der Optionsleiste die Deckkraft.

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Bitte setzen Sie sich hier keine Grenzen: Photoshop ist es egal, was mit dieser Technik bearbeitet wird. Farbänderungen jeglicher Bildelemente sind so möglich und – wie hier zu sehen – selbst dann, wenn diese in kleinste Flächen aufgeteilt vorliegen.

(dpe)

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SkitterPhoto: Täglich ein neues kostenloses Foto für den kommerziellen Gebrauch

SkitterPhoto bietet kommerziell nutzbare Fotos hoher Qualität und Auflösung. Die Betreiber geben auf Nachfrage sogar die RAW-Formate raus. SkitterPhoto ist ein Projekt aus den Niederlanden. Drei Groninger bieten bereits rund 250 Bilder an und versprechen, jeden Tag ein weiteres kostenloses Foto hinzuzufügen. Skitter ist ein englisches Verb, dass auf Deutsch soviel wie "dahinjagen" bedeutet. Und so jagen die Fotos dahin, durch die Tiefen und Weiten des Netzes, angetrieben von der CC0-Lizenz, die es Ihnen erlaubt, jedes Bild ohne Urhebernennung zu jedem legalen Zweck kostenfrei zu verwenden.

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Kostenloses Foto – SkitterPhoto: Public Domain vom Feinsten

Die Betreiber von SkitterPhoto haben alle angebotenen Fotos selber geschossen und bieten sie auf der Plattform kostenlos zum Download an. Sie stellen sie sogar als Public Domain, also Gemeineigentum, zur Verfügung und treten damit sämtliche Rechte an ihren Werken, soweit das je nach nationaler Gesetzeslage möglich ist, ab.

Für Deutschland, wo man natürlich nicht einfach nach freiem Willen sämtliche Rechte abgeben kann, ist die CC0-Lizenz hilfsweise relevant. Auch diese erlaubt den freien Umgang mit den Werken ohne Nennung des eigentlichen Urhebers, Linksetzung oder sonstige Attribution. SkitterPhotos können demnach ohne jedes Abmahnrisiko verwendet werden. Wer den Betreibern etwas spenden möchte, wird indes nicht abgelehnt. Voraussetzung für die Nutzung ist das aber nicht…

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Die Bilder selber sind durchgängig von hoher Qualität und liegen ausschließlich in hohen Auflösungen vor, wodurch sie natürlich ein gewisses Dateigewicht erhalten. Zehn bis zwanzig MB wiegt das einzelne Bild, Auflösungen bis 24 Megapixel sind geboten. In Zeiten hoher Bandbreite ist das natürlich kein Problem mehr.

Das Themenspektrum der Fotos spiegelt die Interessen und die Reiselust der
Fotografen wieder. So findet man natürlich nicht das breite Spektrum gängiger Stockfoto-Provider, dafür aber Originale, die durchaus in weiten Teile generisch zu Illustrationszwecken genutzt werden können.

SkitterPhoto: Mäßig übersichtlich, aber noch handhabbar

Die Website, die all diese schönen Bilder beherbergt, ist weniger lobenswert. Sicherlich, die Galerien sind übersichtlich und modern gestaltet. Per Lazy Load wird dafür gesorgt, dass nicht alle fünf Dutzend Bilder einer Galerie geladen werden, wenn die Kategorie angeklickt wird. On Hover werden die Bildtitel eingeblendet und per Klick auf ein Übersichtsbild gelangen Sie zur Detailansicht des einzelnen Fotos.

In der Detailansicht sehen eine größere Darstellung des gewählten Fotos nebst Informationen zum Titel und zum Fotografen. Sie können das Bild von hier ohne Umschweife herunterladen oder twittern. Zwei große Vor- und Zurück-Buttons am linken und rechten Rand des Browserfenster erlauben die direkte Navigation zum vorherigen und zum nächsten Bild der Galerie. So weit, so gut.

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Leider bietet die Detailansicht neben Titel und Dateigewicht keine weiteren Informationen zum Foto. Andere binden in solche Detailansichten die EXIF-Daten mit ein, mindestens aber nennen sie Kamera und Auflösung. Bei SkitterPhoto erfährt man das nicht, wobei mindestens die Auflösung nach meiner Auffassung schon eine Pflichtinformation darstellt. Zur Ehrenrettung will ich nicht verschweigen, dass die EXIF-Daten zumindest in allen von mir herunter geladenen Bildern tatsächlich noch vorhanden waren. Natürlich ist es nicht praktikabel, erst einmal alle Fotos auf Verdacht zu laden, um dann zu selektieren. Ein gutes Plugin wäre hier nützlich.

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Die Betreiber von SkitterPhoto entschieden sich für neun Kategorien, darunter Flora, Fauna, Landscapes, People und Transportation, aber auch Low Light, HDR und Miscellaneous. Verschiedene Fotos gehören mehreren Kategorien an, weshalb ich bei der Zählung von 250 Bildern nicht sehr genau bin. Mit zusätzlichen Schlagwörtern (Tags) arbeiten die Betreiber nicht, weshalb das Ordnungssystem reichlich starr bleibt.

Neben den klassischen dreispaltigen Galerien mit Lazy Load gibt es noch den Bereich "Popular Photos", der zeigt, wie man die Fotos auch hätte präsentieren können, nämlich in einem unregelmäßigen Masonry Grid mit unterschiedlichen Anzeigegrößen. Schade, dass SkitterPhoto nicht überall so aussieht.

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Übrigens: eine Suchfunktion existiert überhaupt nicht. Das ist im Augenblick noch zu verkraften, da man das Gesamtangebot recht schnell in Gänze durchscrollt hat. Wenn man sich aber nun 1.000 und mehr Fotos auf der Plattform vorstellt, wird es selbst bei neun Kategorien schnell unübersichtlich.

Natürlich kann man sagen, man schaue einem geschenkten Gaul nicht ins Maul und jede Forderung gegen eine Open Source-Plattform oder einen kostenlosen Dienst wie Skitterphoto sei im Grunde eine Unverschämtheit. Das allerdings habe ich noch nie so gesehen, denn Open Source beansprucht meine Zeit, möchte Aufmerksamkeit. Aber: meine Zeit ist das teuerste, endlichste, knappste, das ich habe. Ich gehe daher davon aus, dass der Anbieter einer wenn auch kostenfreien Lösung genauso respektvoll mit meiner Zeit umgeht, wie ich mit seinem Projekt.

TLDR: SkitterPhoto ist ein neues Projekt ambitionierter Fotografen aus den Niederlanden, das durchweg mit Qualität und hohen Auflösungen überzeugt. Da alle Fotos völlig kostenfrei und bar jeglicher sonstiger Verpflichtungen privat und kommerziell genutzt werden können, ist SkitterPhoto auf jeden Fall wert, in die Bookmarks des Designers/Developers aufgenommen zu werden. Sämtliche Daumen hoch…

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Low-Poly-Trend: Sechs freie Generatoren für Hintergründe und Bilder

Immer mehr Websites folgen dem Low-Poly-Trend und setzen ihn ein, um Hintergründe und Bilder verfremdet darzustellen. Im Prinzip ist der Trend schnell geklärt: Er ähnelt dem klassischen Mosaikeffekt mit dem Unterschied, dass statt quadratisch angeordneter farbiger Flächen Polygone unterschiedlicher Form platziert werden. Da meist dreieckige Formen verwendet werden, ist auch von Triangulation die Rede. Im Folgenden stellen wir einige Generatoren und Werkzeuge vor, mit denen sowohl abstrakte Low-Poly-Hintergründe als auch aus Bildern erstellte Low-Poly-Grafiken erzeugt werden können.

„Trianglify“: Ein einfacher Hintergrundgenerator

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Mit „Trianglify“ lassen sich einfache Low-Poly-Hintergründe per Knopfdruck erstellen und als SVG-Datei herunterladen. Die Farbe wird bei jeder Generierung zufällig ausgewählt. Über eine Steuerung gibt es die Möglichkeit, die Größe der Dreiecke sowie deren Verteilung einstellen. Außerdem steht ein Rauscheffekt zur Verfügung, der über das Bild gelegt werden kann. Für das eilige Erstellen schneller Hintergründe ist „Trianglify“ die richtige Wahl.

„triangulate images“: Bilder in Low-Polys umwandeln

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Mit „triangulate images“ werden hochgeladene Bilder mit dem Low-Poly-Effekt versehen. Über mehrere Schieberegler lassen sich die Anzahl der Polygone sowie die Detailtreue einstellen. Ein „randomise“-Button sorgt dafür, dass die Einstellungen zufällig ausgewählt und angewendet werden. Das Ergebnis steht anschließend zum Download als PNG- oder SVG-Datei bereit. Bei letzterer hat man entsprechend noch die Möglichkeit, die Grafik in einem Vektorprogramm zu bearbeiten.

„I ♥ ∆“: Offline-Tool für Low-Poly-Grafiken

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Unter dem Namen „I ♥ ∆“ verbirgt sich ebenfalls ein Werkzeug, welches Bilder in Low-Poly-Grafiken umwandelt. Hier muss man allerdings selbst Hand anlegen. Nachdem ein Bild importiert wurde, klickt man mit der Maus für jeden Punkt, der für ein Dreieck gesetzt werden soll, ins Bild. Auf diese Weise entsteht ein sehr individuelles Low-Poly-Bild, bei dem man selbst entscheidet, wie groß die Dreiecke jeweils sein und wie sie angeordnet sein sollen. Auch nachträglich lassen sich einmal gesetzte Punkte einzeln verschieben.

Wem das doch zu viel Aufwand ist, kann sich auf einen Schlag 25 Punkte zufällig im Bild verteilen lassen. So ist der Weg zum Ergebnis nicht ganz so aufwändig. Die Grafiken stehen auch hierbei als SVG-Datei zur Verfügung.

Obwohl „I ♥ ∆“ per HTML und JavaScript realisiert ist, steht das Tools als Download bereit und wird offline im Browser betrieben.

„DMesh“: Teils kostenpflichtige klassische Anwendung

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Ebenfalls für den Offlinebetrieb ist „DMesh“ gedacht. Hierbei handelt es sich jedoch um eine klassische Desktopanwendung für Windows und Mac. Neben einer kostenlosen Variante, die einen eingeschränkten Funktionsumfang bietet, gibt es eine Pro-Version für 10 US-Dollar. In der freien Version gibt es leider keine Möglichkeit, die Dichte der Punkte und die Anzahl der Dreiecke zu steuern. Allerdings steht ein Radiergummi bereit, mit dem nachträglich die Anzahl der Dreiecke für bestimmte Bereiche reduziert werden kann.

Exportiert werden die Low-Poly-Bilder als Bitmap, PDF- oder als Wavefront-OBJ-Datei. Wer Low-Poly-Bilder unterwegs generieren möchte, kann sich „DMesh“ auch als App fürs iPhone herunterladen. Ich wüsste nicht wozu, aber – gut – jedem das seine…

„Image Triangulator App“: Java-App für den Desktop

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Die letzte Desktopanwendung im Bunde ist die „Image Triangulator App“, die auf Java basiert und ebenfalls für Windows und Mac erhältlich ist. Sie ist kostenlos und erstellt Low-Poly-Bilder mit einer variablen Anzahl an Punkten und Dreiecken. Exportiert werden die Bilder als PDF-Dateien.

Für optimale Ergebnisse besteht die Möglichkeit, Punkte manuell zu setzen. Die gesetzten Koordinaten der Punkte können exportiert und für andere Grafiken wieder importiert werden.

„Delauny Triangulation“: Tool mit vielen Einstellungsmöglichkeiten

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Mit diesem Online-Generator lassen sich ebenfalls aus hochgeladenen Bildern Low-Polys erstellen. Der Generator bietet eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten. Das Besondere hierbei ist, dass ein kreisförmiger Bereich im Bild definierbar ist, dem Punkte für die Polygone hinzugefügt werden können. So sind Low-Poly-Bilder möglich, in denen bestimmte Bereiche mehr und andere weniger Dreiecke besitzen.

Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, die Füll- und Rahmenfarbe der Dreiecke individuell anzugeben. So sind beispielsweise Bilder denkbar, bei denen nur die Rahmen der Dreiecke die Farbigkeit des Originalbildes übernehmen.

Auch bei „Delauny Triangulation“ werden die erstellten Grafiken als PNG- oder SVG-Datei exportiert.

Weitere Tools

Neben den vorgestellten Generatoren stellen auch andere Tools die Möglichkeit dar, Low-Poly-Bilder zu erstellen. Dazu gehören die hier bereits vorgestellten JavaScript-Bibliotheken „Snap.svg“ und „seen.js“, die Polygone als Basis zur Erstellung von für 2D- und 3D-Objekten nutzen.

Links zum Beitrag

(dpe)

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Pexels und Travel Coffee Book: Zwei neue Quellen für komplett kostenlose Fotos

Und wieder haben wir zwei neue Quellen komplett kostenloser Fotos für Sie ausgegraben. Komplett kostenlos deswegen, weil beide Services auf Creative Commons Zero als Lizenz setzen. So lizenzierte Bilder dürfen Sie für jeden legalen Zweck einsetzen, nicht einmal eine Nennung des eigentlichen Urhebers ist erforderlich. Während Pexels eher ein Aggregator frei verfügbarer Bilder ist, konzentriert sich das Travel Coffee Book auf das Sammeln von Reisefotos aus aller Welt und ähnelt vom gesamten Erscheinungsbild sehr stark dem Tumblr-Projekt Unsplash. Einen Bookmark sind beide Dienste wert…

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Travel Coffee Book: Lake Titicaca, Bolivien

Pexels: Aggregator für freie Fotos aus zuverlässigen Quellen

Pexels aus dem hessischen Fuldabrück ist ein auf WordPress basierender Dienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die besten Fotos aus den verlässlichen freien Angeboten wie Gratisography oder Unsplash zu sammeln und zentral zugänglich zu machen. Die Aufnahme neuer Fotos erfolgt nach redaktioneller Auswahl durch die Betreiber.

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Pexels vereint bislang etwas über 1.000 Fotos unter seiner Haube. Der Zugang zu den Bildern erfolgt entweder über das Endlos-Grid der Startseite oder die Freitextsuche. Das Finden der Fotos erfolgt tag-basiert, vergebene Tags am jeweiligen Bild rufen ein Suchergebnis auf, das die jeweils mit demselben Tag versehenen Bilder anzeigt. Zudem gibt es noch die beiden Hauptkategorien "New Photos" und "Popular Photos", weitergehende Kategorisierungen bestehen nicht.

Sie fragen sich vermutlich, worin der Sinn besteht, bereits im Web auf spezialisierten Seiten verfügbare kostenlose Fotos erneut auf einer separaten Domain zu redundieren. Zumal, wenn es sich um Seiten handelt, die ebenfalls sämtliches Material unter CC0 anbieten. Klingt wie die Neuerfindung des Rades…

Die Frage ist natürlich völlig berechtigt, kann aber sinnvoll beantwortet werden. Der Mehrwert, den Pexels gegenüber Diensten wie etwa Unsplash bietet, ist die übersichtliche Darstellung der bildrelevanten Informationen direkt auf der Detailseite und natürlich die direkte Auffindbarkeit einzelner Bilder per Suchfunktion. Gerade Tumblr-basierte Projekte sind diesbezüglich etwas bis sehr unübersichtlich. Inwieweit man mit den redaktionellen Entscheidungen der Betreiber konform geht, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Hier ein paar Beispiele aus Pexels Portfolio:

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Die Detailseiten zum jeweiligen Bild lesen offenbar dessen EXIF-Daten aus und zeigen sie an. Das setzt natürlich deren Vorhandensein voraus. Im Verfügbarkeitsfalle erhält man so neben den Infos zur Auflösung und Dateigröße auch solche zu Verschlusszeiten und weitere technische Details.

Obwohl Pexels auf WordPress als CMS setzt, ist das Kommentieren der einzelnen Bilder nicht vorgesehen. Social Sharing ist limitiert auf Twitter und Facebook. Denen unter Ihnen, die Zusatzdienste wie Buffer oder Hootsuite einsetzen dürfte das wohl egal sein ;-)

Im Ergebnis ist Pexels ein nicht überflüssiger Dienst, der den Zugriff auf eine breite Palette kostenloser Bilder standardisiert und vereinfacht. Damit macht er jedoch ebenso wenig die Services überflüssig, von denen er sich bedient. Einen Platz in der Bookmark-Sammlung kann man Pexels bedenkenlos zugestehen…

Travel Coffee Book: Unsplash lässt grüßen

Travel Coffee Book orientiert sich sehr nah an Unsplash, wie dieser Vergleich der Landing Pages schnell zeigt:

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Ebenso wie das offensichtliche Vorbild basiert es auf Tumblr und ebenso wie das Vorbild verspricht es 10 neue Bilder alle 10 Tage. Die optische Nähe liegt daran, dass beide Projekte das High Res Theme verwenden, das gezielt für die Publikation großer Bild- und Videodaten ersonnen wurde.

Genau wie Unsplash verlässt sich das Travel Coffee Book auf externe Dienstleister, bei denen die Bilddateien letztlich gehostet sind, darunter Dropbox, OneDrive, Google Drive und andere. Beide Dienste erlauben es, eigene Bilder einzureichen, die dann im Rahmen eines redaktionellen Prozesses möglicherweise ebenfalls den Weg auf die Plattform finden können. Die Verwendung der Lizenz CC0 ist dabei zwingende Voraussetzung.

Kommen wir zu den Unterschieden: Noch bietet das Travel Coffee Book eine Option an, alle Bilder in einem Rutsch herunter zu laden. Ich habe es nicht versucht, gehe jedoch von einem abendfüllenden Programm aus, da alle Bilder in voller Auflösung vorliegen.

Das Travel Coffee Book hat im Gegensatz zu Unsplash einen klaren thematischen Fokus. Es sammelt ausschließlich Reisefotos, also Landschaften, Städte, ferne Länder und was man sonst darunter subsumieren könnte. Dabei verfügt es bereits jetzt über eine gute internationale Abdeckung. Neben Bildern aus Europa fand ich auch solche aus Asien und Südamerika.

Alle Fotos sind klar mit Informationen zum Aufnahmeort versehen. Den Urheber aka Fotografen sucht man indes – anders als bei Unsplash – vergeblich. Zu den einzelnen Bildern vergebene Tags lassen sich zur Suche verwenden, weitergehende Suchfunktionen gibt es nicht. Kommentare sind, wie bei Pexels auch, nicht vorgesehen.

Das Travel Coffee Book bietet wirklich schöne Reisefotos, die auch zu anderen Zwecken als dem Schreiben von Reiseliteratur zu gebrauchen sind. Viele Bilder sind generisch genug für allgemeine Illustrationsbedarfe.

Alle Bilder sind komplett kostenlos und ohne Attribution verwendbar. Mir fällt kein Grund ein, der Sie daran hindern könnte, das Travel Coffee Book in Ihre Bookmark-Sammlung aufzunehmen.

Das erwartet Sie auf Travel Coffee Book:

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travelcoffeebook-berlin
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Fotografie Inspiration

Magdeleine: Freie handverlesene Fotos zur kommerziellen Nutzung

Magdeleine ist ein neuer, vor allem aber besonderer Dienst. Er bietet handverlesene Fotos zur freien, auch kommerziellen Nutzung. Was ist daran besonders, mögen Sie sich jetzt fragen, immerhin tun das inzwischen durchaus einige. Besonders an Magdeleine jedoch, ist das klassische, schöne, dabei zeitlose Design, in das sich die handverlesenen Fotos perfekt einfügen. So ist Magdeleine nicht nur ein weiterer Dienst für kostenlose Bilder, sondern eine Inspiration in sich. Jeder Designer wird das Projekt spontan ins Herz schließen.

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Magdeleine: So schön kann WordPress sein

Magdeleine.co basiert auf WordPress. Und straft diejenigen, die sich über die Gleichförmigkeit des WordPress-Designs kritisch entäußern, Lügen. Das Design ist eben doch nur eine Frage der Skills des Designers.

Als ich über diverse verräterische interne URLs hinter dieses kaum gehütete Geheimnis kam, war ich schlichtweg überrascht. Magdeleine gehört eindeutig zu den hübschesten WordPress-Sites, die ich bislang sehen durfte.

Magdeleine ist (noch) klein, aber sehr fein

Im Kern ist das natürlich wurscht, denn im Kern ist Magdeleine ein Bilderprovider – ein extrem kleiner noch dazu. Denn aktuell finden sich kaum drei Dutzend Bilder von etwa einem Dutzend Fotografen auf der Site. Das kann man mit Fug und Recht als wenig bezeichnen.

Dafür passen die wenigen Bilder perfekt zum Site-Design, welches man übrigens als Besucher von hellem auf dunklen Hintergrund und umgekehrt anpassen kann – ein deutlicher optischer Unterschied beim Betrachten der Bilder ist die Folge. Die Fotos werden Instagram-Fans geradezu begeistern, folgen sie doch alle dem Vintage-Style, mit dem der inzwischen zu Facebook gehörende Smartphone-Filter-Fotosammler bekannt und beliebt wurde.

Auf Magdeleine lernt man diesen Stil wieder zu schätzen. Denn hier findet man keine automatisiert verfilterten Pseudokunstwerke, sondern echtes Handwerk. Einige von anderen Plattformen bekannte Fotografen findet man auf Magdeleine wieder, allerdings reduziert auf entsprechend zur Plattform passende Fotos.

Magdeleine: Suche nach Farben, hat nicht jeder

Schon auf der Landing Page wuchert Magdeleine mit einem Pfund, das kaum ein Provider bietet, nämlich der Suche nach Farben. Das beeindruckt zunächst. Dahinter steckt allerdings nichts anderes als die Suche nach einem Farb-Tag, den man entsprechend für das jeweilige Bild vorgedacht und anschließend vergeben hat.

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Ebenso funktioniert die interessante Angabe der Farbpalette des jeweiligen Bildes auf dessen Detailseite. Entsprechende Tags wurden offenbar visuell vergeben. Das ist nie falsch gemacht worden, von daher gibt es da keine Kritik von meiner Seite. Allerdings versteht man spätestens hier, wie ernst es den Betreibern mit der Aussage “handverlesen” tatsächlich ist. Magdeleine macht fast alles in Handarbeit, rasantes Wachstum ist so nicht zu erwarten.

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Sämtliche Suchfunktionen, mit Ausnahme der Freitext- und der Kategoriensuche basieren auf Tags. So lässt sich der Bestand etwa auch nach Auflösung filtern. Tags wie X-Large und andere machen es möglich. Auch die Angaben zur verwendeten Kamera und zur Örtlichkeit des Shootings funktionieren als Tags.

Downloads werden übrigens in Originalgröße direkt von Magdeleine ausgeliefert. Vielfach wird allerdings die auf etwa 1.000 Pixel Breite reduzierten Lightbox-Preview schon reichen, so dass man sich das Herunterladen der 10MB-Boliden häufig wird sparen können.

Magdeleine: Liberale Lizenzen erlauben die vielfältige Nutzung

Sämtliche Werke auf Magdeleine stehen unter einer CC-Lizenz. Viele erfordern eine Attribution des Fotografen, etwa nach CC BY 2, 3 oder 4, viele stehen aber auch unter CC0, was von der Wirkung her der Public Domain (zu deutsch: Gemeinfreiheit) entspricht und jedenfalls bedeutet, dass die so ausgestatteten Fotos ohne Urhebernennung für jeden legalen Zweck verwendet werden dürfen.

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Welche Lizenz auch immer das von Ihnen favorisierte Foto ziert, Sie können es kommerziell nutzen. Schauen Sie einfach, ob Urhebernennung erforderlich ist oder nicht. Diese Information finden Sie stets rechts oben ins Bild eingeblendet – im Download natürlich nicht mehr.

Der jeweilige Fotograf der aufgenommenen Bilder – Submissions sind übrigens über die Website möglich – erhält die Möglichkeit, seine sämtlichen digitalen Kanäle zu promoten. Zusätzlich können die Besucher der Seite Bilder per Klick auf “Love” favorisieren und so einen anonymen Feedbackkanal füllen. Jedes Bild kann per Social Media geteilt werden. Der Viralität ist von der Basis her Tür und Tor geöffnet. Kommentare, WordPress eigentliches Herzstück, sind allerdings nicht vorgesehen.

Fazit

Magdeleine hat derzeit nur ein einziges Problem. Es ist mit etwas über 30 Fotos einfach viel zu gering bestückt. Dafür sieht das Projekt wirklich hübsch aus und die dazu passenden handverlesenen Bilder machen Lust auf mehr. Magdeleine ist jedenfalls ein Dienst, der auf die Beobachtungsliste gehört. Da kann noch einiges draus werden…

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Raumrot und KaboomPics: Über 700 kostenlose, kommerziell nutzbare Stockfotos

Ich bin immer wieder überrascht, wie stark sich die wachsende Szene von Anbietern kostenloser Stockfotos in den vergangenen Jahren professionalisiert hat. Wenn ich nach Fotos für meine Designs und/oder Artikel suche, schaue ich mittlerweile zuerst bei den verschiedenen freien Services meiner Bookmark-Sammlung. Und das nicht nur, weil mich die Bilder dort nichts kosten, sondern vor allem, weil ich dort inzwischen häufig die besseren Arbeiten finde. Unsere heutigen Neuvorstellungen Raumrot und KaboomPics sind weitere Beispiele für qualitativ hochwertige Sammlungen professioneller Fotos zu verschiedenen Themen des täglichen Lebens.

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Raumrot bietet derzeit 216 Fotos in hoher Auflösung

Raumrot ist ein Service des deutschen Fotografen und Mediendesigners Markus Spiske aus der Nähe des fränkischen Erlangen. Auf Raumrot versammelt er derzeit insgesamt 216 hochauflösende Fotos zu verschiedenen Themenbereichen, darunter Business, Transport und Urban, aber auch Food & Drink oder Nature. Allen Bildern gemeinsam ist eine hohe fotografische Kreativität, simple Schnappschüsse findet man hier gar nicht.

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Raumrot ist lediglich ein Schaufenster. Die Fotos selber werden bei Flickr gehostet, was den Vorteil hat, dass sich der Yahoo-Dienst um die Bereitstellung der verschiedenen downloadbaren Auflösungen, sowie der relevanten Bilddaten kümmert. Auf Raumrot findet sich eine Darstellung aller Fotografien als Grid, das sich thematisch einschränken lässt. Hovert man über ein Foto, erhalt man die Titelinfo, sowie zwei kleine Icons, von denen das linke das Bild in einer Lightbox-Preview mit einer Breite von 1.024 Pixeln zeigt. Das rechte Icon führt zur Flickr-Detailseite des jeweiligen Fotos. Wer möchte, kann sich die Bilder direkt thematisch vorsortiert als Sets laden. Dazu verwenden Sie am besten diese Seite direkt bei Flickr.

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Alle Fotos können in allen verfügbaren Auflösungen für private und kommerzielle Zwecke frei genutzt werden, solange der Urheber genannt wird. Die Bilder stehen unter der Lizenz CC-BY 2.0. Als korrekte Attribution gilt etwa ein Backlink dergestalt:

Photo(s): Markus Spiske / www.temporausch.com / CC-BY

Hier ein paar Beispiele der zu erwartenden Qualität:

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KaboomPics: Rund 500 hochauflösende Fotos zur freien Verwendung

KaboomPics ist ein Service der polnischen Designerin Karolina Grabowska, die unter dem Namen Staffage eine kleine Designagentur betreibt. Sämtliche der rund 500 Fotos stammen aus ihrer Kamera, ihr Freund Bartek Chmiello kümmert sich um die technische Bereitstellung des Dienstes. Insgesamt wird eine breite thematische Abdeckung erreicht, wenn auch die verschiedenen Bereiche, darunter Abstract, Food und Fashion, unterschiedlich gut bestückt sind. Das liegt sicherlich daran, dass auftragsorientiert geschossene Serien ebenfalls ihren Weg ins Archiv gefunden haben, darunter eine Strecke mit durchaus sehenswerten Hochzeitsbildern.

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Der Download erfolgt direkt über die Website und ist sehr straight-forward. Man klickt einfach den unübersehbaren Button "Free Download", der sich unter jedem Foto findet. Ohne weitere Umschweife wird das gewählte Werk auf die lokale Festplatte gezogen.

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Die Fotos, zumindest das gute halbe Dutzend, das ich geladen habe, liegen in 20MP-Auflösung vor, was schon mal eine gewisse Wartezeit beim Download bedingt. Um die 10 MB groß waren die Dateien, die auf meiner Festplatte landeten. Erfreulicherweise belässt die Fotografin die EXIF-Daten komplett in der Datei, so dass Sie sich jederzeit auch über die technischen Rahmendaten der einzelnen Fotografien informieren können.

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Neben der Möglichkeit, die Fotos anhand der bereits genannten Kategorien durch zu blättern, steht eine Freitextsuchfunktion zur Verfügung. Diese arbeitet anhand der von den Dienstbetreibern vergebenen Tags, die durchweg aussagekräftig und nicht zu sparsam vorhanden sind. Eine weitere Alternative stellen Klicks auf die unter den Fotos sichtbaren Tags selber dar. Das Gesamtangebot wird dann nach dem geklickten Tag sortiert und gelistet.

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Die über KaboomPics zu beziehenden Werke sind frei verwendbar. Egal ob privat oder kommerziell, alles ist möglich. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass Sie die Fotos nicht verkaufen oder behaupten dürfen, sie stammten von Ihnen. Die Nutzung in Premium-Themes etwa oder innerhalb von Werken, die Sie selber dann wiederum verkaufen, ist ausdrücklich zugelassen.

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Karolina Grabowska bittet um einen Backlink, besteht aber nicht darauf. Die Werke können auch ohne Urheberkennzeichnung verwendet werden. Wollen Sie stets auf dem Laufenden sein, wenn es um Neuzugänge zu KaboomPics geht, empfiehlt sich ein Newsletter-Abonnement, ein RSS-Feed wird nicht ausgeliefert.

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Sie dachten es sich sicherlich schon: die innerhalb des Textes zu KaboomPics gezeigten Fotos stammen sämtlich von der Plattform selbst.

Auf den Punkt gebracht

Mit Raumrot und KaboomPics erweitern Sie Ihren Designer-Werkzeugkasten ganz ohne weitere Kosten um über 700 professionelle Fotos in hoher Auflösung und kreativer Qualität. Bezogen auf die kreative Umsetzung sind Markus Spiskes Fotografien konsistenter hochwertig, bei KaboomPics steht häufig die rein realistische Darstellung im Vordergrund. Empfehlenswert sind jedenfalls beide Dienste.

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Titania Foto: Kostenlose Bildersammlung aus Deutschland

Wir berichten regelmäßig und natürlich auch gerne über freie, kostenlos nutzbare Bilddatenbanken. Dabei stammen diese Angebote zumeist aus dem Ausland, wenn man einmal von der wirklich großartigen Ressource Pixabay absieht. Unsere heutige Neuvorstellung, Titania Foto, hingegen, ist einer dieser raren Vertreter aus deutschen Landen, wenn auch der Name der Betreiberin, Tania Timpone, italienischen Ursprung vermuten lässt.

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Titania Foto: Derzeit rund 400 Fotos zur freien Nutzung

Tania Timpone aus dem malerischen Kirchlengern in Nordrhein-Westfalen, unweit der Legende Bielefeld gelegen, fotografiert gern und viel. Die meisten Bilder entstehen auf ihren Reisen innerhalb von Deutschland und ins europäische Ausland. Besonders Italien hat es Tania angetan. So sind mehr als die Hälfte der knapp 400 Fotos auf Titania Foto Landschafts- und andere Naturaufnahmen.

Auf der Basis eines WordPress-Themes von Sell Media legt Tania Timpone eine leicht bedienbare Bilddatenbank vor, die zwar nicht den Eindruck eines State of the Art Fotografenportfolios macht, aber jedenfalls tut, was man von ihr erwartet.

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Mittels einer Freitextsuchfunktion, die sich auf bestimmte Kategorien, Auflösungen oder Ausrichtungen begrenzen lässt, sind die gut verschlagworteten Fotos schnell und zielsicher zu finden. Wer nicht genau weiß, wonach er sucht, klickt sich durch die sechs Kategorien oder stöbert via Tagcloud im Angebot. Auch die chronologische Anzeige aller Bilder-Previews ist vorgesehen.

Gefällt Ihnen eine Foto-Preview, so klicken Sie auf das entsprechende Bild. Hierdurch gelangen Sie zur Detailansicht des jeweiligen Fotos. An dieser Stelle erhalten Sie sämtliche Informationen zur verwendeten Kamera und ihrer Parameter. Von hier aus laden Sie das Foto herunter oder fügen es einer Lightbox hinzu, die Sie am Ende des Surfgangs Stück für Stück herunterladen können. Wollen Sie nicht auf die Detailseite wechseln, so können Sie den Download auf den meisten Übersichtsseiten auch via Hover über das Bild erreichen. Der entsprechende Button wird dann rechts oben am Foto sichtbar.

Titania Foto: Backlink gern genommen, aber nicht erforderlich

Beachten Sie, dass der Button "Download" missverständlich beschriftet ist. Anstelle des sofortigen Herunterladens wird nach Ihrer E-Mail-Adresse gefragt, an die dann der Download-Link versendet wird. Frau Timpone verspricht, kein Schindluder mit den Adressen zu treiben.

Die Bilder dürfen völlig frei zu jedem legalen Zweck verwendet. Über Backlinks und die Nennung der Urheberschaft freut sich Tania natürlich, macht das aber nicht zur Voraussetzung für die Nutzung. Sie können die Fotos also auch ungenannt verwenden. Was Sie nicht dürfen, ist, die Bilder als solche zu verkaufen oder sie in andere Bilddatenbanken einstellen.

Die Fotos sind in der Regel nicht, zumindest nur unwesentlich, nachbearbeitet. Von daher gibt es die großen Whoa-Momente nicht, dafür aber natürliche Schnappschüsse dessen, was die Welt tatsächlich zur Abbildung freiwillig zur Verfügung stellt. Wie schon in den anderen, von uns vorgestellten Bildersammlungen gibt es auch bei Titania Foto nicht den Anspruch, möglichst eine breite Motivabdeckung zu erreichen, um den Stockfotoanbietern Konkurrenz zu machen. Vielmehr finden sich eben die Bilder, die Tania Timpone machen wollte. Hier ein paar Beispiele:

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Fazit: Stöbern lohnt sich, bookmarken auch…

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Public Domain Archive: Hochauflösende Fotos zum Nulltarif

So langsam wird es unübersichtlich auf dem Markt der Bild-Provider. Nachdem jahrelang die kostenpflichtigen Dienstleister dominierten, schießen in den letzten Monaten immer mehr freie Anbieter ins Kraut. Anbieter, die für die Nutzung ihrer vielfach hochwertigen Fotos, nichts, nicht einmal ein Dankeschön verlangen. Eines dieser hochwertigen Angebote kommt aus dem amerikanischen Bundesstaat Georgia und wird vom Fotografen und Designer Matt Hobbs nebst Frau Shayna, ebenfalls Fotografin, gehegt und gepflegt. Noch ist es klein, aber schon lohnenswert.

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Public Domain Images: die sicherste Variante der Bildlizenz

Bekanntlich ist die Verwendung von Bildern im Weltennetz nicht ganz ohne Risiken. Wir hatten vor kurzem hier bei Dr. Web erst einen Grundlagenartikel dazu. Die sicherste Variante einer Bildlizenz stellt stets die Freigabe des Bildes in die Public Domain, also das Gemeineigentum, dar. Auch wenn Gemeineigentum in Deutschland, anders als in den USA und anderen Ländern in Reinkultur nicht möglich ist, weil man in Deutschland nicht wirklich auf alle Rechte am Bild verzichten kann, stellt die Public Domain dennoch die am wenigsten mit Risiken belastete Alternative dar.

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So wie ich es für Lebensmittelfotos handhabe, so handhabt es Matt Hobbs für sämtliche Bilder, die er bereitstellt. Auf dem Public Domain Archive gibt es lediglich Bilder, die völlig frei von rechtlichen Belastungen sind. Sie können sie frei herunterladen und damit anstellen, was immer Sie wollen. Sie können sie bearbeiten bis zur Unkenntlichkeit. Sie können sie in jeder Hinsicht frei, also insbesondere auch in kommerziellen Projekten, verwenden. Und Sie brauchen keine Urheberangabe, Verlinkung oder sonstige Nennung der Herkunft anzubringen.

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Public Domain Archive: ein paar Dutzend Bilder erst, aber auf Wachstum gepolt

Die meisten der Bilder im Public Domain Archive stammen aus Hobbs Kamera. Lediglich ein kleiner Bereich namens Vintage beherbergt einige Werke der photografischen Altväter. Grundsätzlich kann sich jeder beteiligen. Matt akzeptiert Einsendungen ab fünf Bildern. Die Fotos dürfen nicht mit Smartphones geschossen sein und die Fotografen müssen bereit sein, all ihre Bildrechte abzugeben.

Bislang scheint sich an dieser Front nichts zu tun. Matt verweist stattdessen immer mal auf weitere Seiten, etwa Gratisography, das treue Dr. Web-Leser ja auch bereits kennen und bestückt selber fleißig die aktivste Sektion des Archive, nämlich die Daily Images.

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Das Public Domain Archive startete Anfang Februar 2014 mit einer Grundausstattung an Bildern und dem Versprechen, dem Bestand wöchentlich neues Material zuzufügen. Bislang hat Matt Wort gehalten. Zu berücksichtigen ist, dass auch Hobbs Public Domain Archive, ähnlich wie Death to the Stock Photo oder Picjumbo nicht nach den Prinzipien eines Service vom Kaliber etwa Shutterstocks arbeitet. Es wird gar nicht erst versucht, alle möglichen Themenbereiche abzudecken. Stattdessen wird gegeben, was eben da ist. Das kann perfekt zu Ihrem Projekt passen, oder eben überhaupt nicht.

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Wer also schnell ein bestimmtes Bild benötigt, hat anderswo größere Chancen. Wer aber zeitlich flexibel ist und das Stöbern liebt, wird über kurz oder lang auch Nützliches im Public Domain Archive finden. Nehmen Sie die Seite auf jeden Fall in Ihre Bookmark-Sammlung auf.

Übrigens: Naheliegenderweise stammen alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder aus dem Public Domain Archive.

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Death To The Stock Photo und Good Free Photos: noch mehr kostenlose Bilder für Ihre Projekte

Bilder. Wir behandeln das Thema oft. Jeder Designer braucht sie, eine ganze Menge entsprechender Dienste gibt es bereits. Dabei können die Kosten eines professionellen Stockfotoanbieters recht schnell Größenordnungen erreichen, die kleine Budgets überstrapazieren. Da ist es gut, kostenlose Dienste zu kennen. Bei Dr. Web haben wir schon eine ganze Reihe entsprechender Anbieter vorgestellt, dennoch gibt es immer noch ungehobene Schätze in den Tiefen des Web. Heute stellen wir Ihnen “Death To The Stock Photo” und “Good Free Photos” vor. Beide sind eher nicht von der konventionellen Sorte…

Death To The Stock Photo – kostenlose Fotopakete per E-Mail

Death To The Stock Photo ist ein Dienst der beiden Designer Allison Lehman und David Sherry aus Columbus im amerikanischen Bundesstaat Ohio. Beide sind Amateurfotografen, die ihre Laufbahn auf ungewöhnliche Weise begonnen haben. Wie andere beginnen, zu bloggen und darüber irgendwann ins Profilager wechseln, starteten Lehman und Sherry damit, Produkte für Unternehmen zu fotografieren. Im Gegenzug durften sie die Produkte behalten. Das genügte ihnen zunächst.

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Während sie so vor sich hinfotografierten, bemerkten sie, dass es Marken, Blogger und Freelancer in großer Zahl gab, die es sich nicht leisten konnten, gute Fotografie in professioneller Qualität zu kaufen. Auch aus ihrem Freundeskreis wurde ihnen das Problem hoher Kosten und heikler Lizenzierung immer wie zugetragen, berichten sie.

Also begannen Lehman und Shelby damit, ihre Fotos an ihren Bekanntkreis zu verschicken. Der Kreis weitete sich kontinuierlich aus und heute betreiben die beiden einen Dienst, der für jedermann zugänglich ist, aber mit einem konventionellen Foto-Provider nicht viel zu tun hat.

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Auf ihrer Website gibt es absolut nichts zum Herunterladen. Alles, was Sie tun können, ist, sich zu einem Newsletter anzumelden. Dieser Newsletter wird einmal monatlich verschickt und enthält einen Download-Link, der auf ein Zip-Archiv gerichtet ist. Dieses Archiv beinhaltet eine Kollektion an thematisch zusammenhängenden Fotos und wiegt regelmäßig um die 100 MB.

Wie gesagt, das Archiv ist stets auf ein Thema limitiert. In einem Monat könnten Sie einen ganzen Haufen Hochzeitsfotos erhalten, in einem anderen füllt sich Ihr Fotobestand mit Landschaftsaufnahmen oder Autos oder. Dabei sind alle Bilder stets von professioneller Qualität. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Wenn Sie also die Zeit haben, auf das perfekte Foto zu warten, dann wird Death To The Stock Photo für Sie auf jeden Fall funktionieren. Ich bin schon seit Monaten dort eingeschrieben und habe es bislang nicht bereut. Von daher geht mir die Empfehlung, es mir nachzumachen, leicht von der Hand. Wenn Sie aber dringen ein bestimmtes Thema bebildern müssen, dann suchen Sie lieber woanders.

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Alle Bilder können völlig frei verwendet werden – nicht nur kommerziell, sondern auch in Social Media, Mockups oder wo auch immer Sie sie nutzen wollen. Das bedeutet aber nicht, dass Lehman und Shelby auf irgendwelche ihrer Recht verzichten. Die Fotos sind nicht Public Domain. Lesen Sie die Lizenz-PDF. Kurz für Eilige: Gefährlich ist der Einsatz nicht. Wenn Marken abgebildet sind (zB MacBooks), müssen Sie zusätzlich den Markeninhaber benennen. Das gilt jedoch immer und bei jedem Dienst.

Death To The Stock Photo | Homepage

Good Free Photos – Public Domain, aber von durchwachsener Qualität

Yinan Chen aus Madison im amerikanischen Wisconsin, hat die letzten beiden Jahre seines Lebens damit zugebracht, einen Haufen Fotos zu schießen und zusammen zu stellen, um sie in die Public Domain zu entlassen. Seine Seite goodfreephotos.com kann man im Wesentlichen als Fotodokumentation von öffentlichen Grünanlagen, Nationalparks, Städten, Tieren, Pflanzen und Lebensmitteln bezeichnen, die nach Art und Örtlichkeit kategorisiert sind. Nicht wenige der Fotos sind HDR-Bilder.

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Chen konnte schon einige seiner Werke in die Editorial Picks von Sites wie Unsplash und Pixabay bringen, schaffte es aber bislang nicht, namhafte Aufmerksamkeit auf seine eigene Website zu lenken. Das ändert sich möglicherweise ab jetzt ;-)

Dabei kann ich es allerdings niemandem verdenken, der goodfreephotos.com zu meiden sucht. Denn die Site ist wahrlich kein Augenschmaus. Da habe ich schon in den Neunzigern besseres gesehen. Yinan, bitte, such dir irgendein Template, das nicht älter als 10 Jahre ist und bau es auf deiner Site ein. Das wird sicher Wunder wirken…

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Chen bietet immerhin rund 1.000 Fotos, darunter sind wirklich außerordentlich gute. Alles in allem muss man die Qualität aber doch als durchwachsen bezeichnen. Die Bandbreite der Bilder kann nicht mit herkömmlichen Stock-Anbietern mithalten. Ähnlich wie bei Death To The Stock Photo finden Sie bei goodfreephotos.com hauptsächlich die Fotos, die Chen eben machen wollte.

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Das soll letztlich keine Kritik sein, nur muss man das eben wissen. Die Chancen, das Bild zu finden, dass Sie sich vorgestellt haben, sind weniger hoch, als die Chancen, das Bild nicht zu finden. Dennoch verdient sich auch goodfreephotos.com die Empfehlung, zumindest in Ihren Werkzeugkasten aufgenommen zu werden. Immerhin sind alle Fotos komplett frei von Rechten, soweit das nach den jeweiligen Landesgesetzen möglich ist und können deshalb ohne Beschränkungen für jeden Zweck, der nicht an sich illegal ist, eingesetzt werden.

Good Free Photos | Homepage

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Zum freien Download: die 500 besten Fotos von Trey Ratcliff in voller Auflösung

Das ist mir einen Beitrag wert. Trey Ratcliff, Weltenbummler und Profi-Fotograf, unterzog sich in der vergangenen Nacht der Mühe, seine 500 Favoriten zu einem Album zusammenzustellen und exklusiv auf Google+ zu veröffentlichen. Er entschied sich für Google+, weil er dort zum einen ohnehin sehr aktiv ist und er zum anderen keine Kompromisse hinsichtlich der Auflösung eingehen musste. Alle Bilder liegen in ihrer vollen Ursprungsauflösung vor.

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Trey Ratcliff: Stuck in Customs

Wer sich für HDR- oder Landschafts-Fotografie interessiert, ist mit Sicherheit in mehr als einer Liste zum jeweiligen Thema über den Namen Trey Ratcliff gestolpert. Treys zentrale Anlaufstelle im Weltennetz finden Sie unter "Stuck in Customs", was zu deutsch soviel bedeutet wie "Im Zollbereich festsitzen". Trey reist extrem viel und die Zollformalitäten scheinen ihn bereits nachhaltig Lebenszeit gekostet zu haben. So würde ich die Namenswahl nachvollziehbar begründen…

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Trey Ratcliff verdient seine Brötchen auf vielfältige Art und Weise. Natürlich fotografiert er im Auftrag, er schreibt aber auch Bücher, Tutorials und Reviews und hält Workshops oder nimmt Engagements als Sprecher auf Konferenzen weltweit wahr. Sogar Software und Apps für Mobilgeräte entwickelt er. Ich übertreibe sicherlich nicht, wenn ich Trey Ratcliff in die Top 20 der weltweiten Fotografen-Charts einordne.

Die 500 besten Bilder unter CC Non-Commercial

Exklusiv auf Google+ veröffentlichte Trey letzte Nacht seine 500 persönlichen Favoriten in ihrer jeweiligen Originalauflösung. Alle Bilder stehen unter der Lizenz Creative Commons und dürfen unter Namensnennung des Urhebers für nicht-kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.

Ich persönlich nutze Treys Bilder stets gern als Hintergrund für meine diversen Gerätschaften. Vom Windows- über den Mac-Desktop hin zu iPad und Galaxy S4 sorgen Werke aus Treys Maschinenpark für das angenehme Sehempfinden.

Machen Sie sich selbst ein Bild. Hier finden Sie eine Galerie mit allen Bildern und hier lesen Sie den Originalbeitrag aus Treys Feder. Das komplette Album lässt sich in einem Rutsch als Zip-Archiv herunterladen. Ich lade noch und bin inzwischen bei 800 MB angekommen.

Hier ein paar Beispiele dessen, was Sie erwarten dürfen:

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pic2-epiciceland
pic3-farewellindonesia
pic4-moriningwithcoffeeinyellowstone
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Eine sehr schöne Galerie mit Ratcliff-Werken finden Sie auch bei Smugmug. Viel Spaß damit!

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IM FREE: Rund 3.000 kostenlose Bilder zur freien (auch kommerziellen) Verwendung

Gut. Dieser Dienst aus dem Hause IM-Creator ist relativ neu. So entschuldige ich jetzt mal vor mir selber, dass ich bisher noch nicht darüber gestolpert bin. IM-Creator ist im Kern ein Homepage-Baukasten, der sich an Designer wendet und dessen Templates nahezu sämtlich von freiberuflichen Designern beigesteuert wurden. Genau dieser Homepage-Baukasten führte nun heimlich, still und leise eine Erweiterung seines Angebots unter dem Namen IM FREE ein. IM FREE beherbergt kuratierte Themensammlungen mit freien Fotografien, die auch kommerziell nutzbar sind. Und da sind wirklich etliche Juwelen dabei…

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IM FREE: 3.000 Fotos und wachsend

Über den IM-Creator schrieb ich vor einigen Monaten für unsere große Schwester Noupe Design Magazine einen recht ausführlichen Review. Wer sich dafür interessiert, schaue unter diesem Artikel in die “Links zum Beitrag”. Ebenfalls wenige Monate ist es her, dass wir einen Showcase mit ansprechenden Designs veröffentlichten. Allen war gemein, dass sie mit Homepage-Baukästen entstanden waren. Auch IM-Creator konnte einige Beispiele beisteuern.

Denkt man darüber nach, ist es nur konsequent, was IM-Creator nun tat. Es kuratierte nämlich Themensammlungen mit frei nutzbaren Fotografien aus den unterschiedlichsten, gleichzeitig aber häufigsten im Webdesign benötigten Bereichen. Mittlerweile ist so eine stattliche Zahl von rund 3.000 Bildern zusammengekommen.

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Dabei hostet IM FREE die Bilder nicht selbst, sondern bildet lediglich eine Schnittstelle zu Flickr. Das hat den Vorteil, dass die Fotos direkt über die Accounts des jeweiligen Fotografen bezogen werden. Etwaige Lizenzänderungen fallen so sofort auf. Zudem stehen auf diese Weise sämtliche von Flickr gewohnten Auflösungen zur Verfügung.

IM FREE: So nutzen Sie das Angebot

Aber beginnen wir von vorn. Nach dem Aufruf von IM FREE sehen Sie sich mit einem Suchfeld und einer Übersicht der verfügbaren Sammlungen konfrontiert. Die Sammlungen sind quantitativ unterschiedlich stark bestückt und können Ihrerseits wieder aus etlichen Untersammlungen bestehen. Innerhalb der Sammlungen werden die verfügbaren Fotos in einem an Pinterest erinnernden Grid angezeigt. Ein Klick auf eine Vorschau öffnet die Detailansicht.

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An dieser Stelle finden Sie neben den wichtigen Angaben zum Fotografen und zur Lizenz auch den Übergang zu Flickr. Unterhalb des gewählten Bildes werden weitere Fotografien im Grid angezeigt, die thematisch ähnlich sind.

Ein Klick auf das Bild der Detailansicht oder den Button führt Sie dann zu Flickr, wo Ihnen multiple Auflösungen zum Download zugänglich sind. An dieser Stelle empfiehlt sich ein Check der Richtigkeit der auf IM FREE genannten Nutzungsbedingungen.

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Neben der Möglichkeit, sich thematisch im Angebot zu bewegen, also von Sammlung zu hangeln, können Sie über die Startseite und jede weitere Übersichtsseite ebenso frei suchen. Wie aus Googles Bildersuche bekannt, erhalten Sie alle zu einem bestimmten Suchbegriff im Angebot befindlichen Fotos angezeigt. Die Suche arbeitet auf der Basis der redaktionell vergebenen Schlüsselwörter, die sich in meinem Test als durchaus sinnvoll gewählt erwiesen haben. Aus dem Such-Grid heraus, begeben Sie sich dann wiederum in die Detailansicht und von dort aus zu Flickr.

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IM FREE: Ein Zwangs-Bookmark für jeden Designer

Wir haben in den letzten Jahren ja schon einige kostenlose Bildersammlungen vorgestellt, aber kaum eine (abgesehen von Pixabay) hat mich persönlich so beeindruckt wie IM FREE. Das liegt ganz einfach daran, dass sich hier leicht Bilder und Themensammlungen finden lassen, die man in der täglichen Designpraxis tatsächlich benötigt. Hier dominieren nicht die Nahaufnahmen von Insektenaugen, sondern hier gibt es dann auch beispielsweise eine Nahaufnahme von Menschen, die mit der Hand einen Zettel beschriften oder Gruppen von Notebook-nutzenden Studenten oder Schlipsträger auf dem Weg ins Büro oder oder – kurz, all das, was ansonsten nur Bezahlangebote, allen voran Shutterstock bieten. (Die man bei vielen freien Angeboten ja gern als oberste Ergebnisreihe angezeigt bekommt…)

Mich persönlich wird IM FREE in Zukunft ganz eng begleiten. Auch, wenn ich bei jedem Foto nochmals die Lizenz checken muss. Sei’s drum, das ist es mir wert. Machen Sie mit?

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New Old Stock: Kostenlose Fotografien aus den öffentlichen Archiven

Viele öffentliche Einrichtungen weltweit stellen ihre Bildbestände unter Public Domain, also gemeinfrei oder unter Lizenzen, die der PD so nahe wie im jeweiligen Land rechtlich möglich ist, zur Verfügung. Wie das so ist mit öffentlichen Kollektionen, sind diese in der Regel nicht nur unkomfortabel zu handhaben, sondern auch stark durchwachsen hinsichtlich ihrer Qualität. Cole Townsend aus Buffalo im Staate New York tritt an, uns allen zu helfen. Sein Tumblr-Projekt “New Old Stock” kuratiert die besten kostenlosen Fotos aus den öffentlichen Archiven. Und das macht es ziemlich gut…

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New Old Stock: Gemeinfreie Sammlung teils großartiger Bilder

New Old Stock ist eine besondere Fundgrube für Vintage-Fans. Denn, Sie werden es nicht anders erwarten, die Bilder haben sämtlich ein gewisses Alter. Würde man es nicht zumeist auch den Motiven ansehen, könnte man New Old Stock für eine Sammlung eines Instagram-Fanatikers halten. Der typische Look ist nicht zu übersehen.

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Cole Townsend bedient sich zur Bestückung seiner Sammlung ausschließlich solchen Materials, das vom jeweiligen Bildarchiv als gemeinfrei eingestuft wurde. Unter den internationalen Archiven finden sich viele Nationalmuseen, aber auch die NASA und das Getty Institute. Jedes teilnehmende Institut hat eine entsprechende Rechtserklärung abgegeben. Wesentlich sicherer wird man sich der tatsächlichen Korrektheit der Einstufung selten sein dürfen.

Townsend bietet auf seiner Seite zwar eine Suchfunktion an. Es ist allerdings unklar, worauf diese ihre Funktion stützt. Ergebnisse sind nach meinen Tests eher zufällig korrekt. Möglicherweise arbeitet Townsend mit internen Keywords, die aber nicht sehr stringent vergeben sind. Ich kann es nicht sicher diagnostizieren.

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Weitere Ordnungsmöglichkeiten sucht man vergeblich. Kategorien, Tag-Clouds oder auch nur ausführlichere Beschreibungen zu den einzelnen Bildern, deren Inhalte dann ja wieder zu Suchzwecken taugen würden, gibt es nicht. So ist die einzige Methode, sich einen Überblick über den Bestand zu verschaffen, diesen akribisch zu durchforsten und zwar manuell.

Ansonsten erfreuen Sie sich der Tumblr-typischen Interaktionsmöglichkeiten. So ist etwa ein weiteres Teilen hin zu Facebook, Twitter oder per Mail, sowie liken oder rebloggen möglich.

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Ist man erst einmal ein Fan der Kollektion geworden, bietet es sich an, dieser entweder auf Tumblr zu folgen, wenn man dort ohnehin einen Account unterhält. Alternativ folgen Sie dem Twitter-Account des Projekts. Hier wird stets nicht nur gepostet, dass ein neues Bild aufgenommen wurde. Vielmehr wird das Bild selbst zu Twitter gepostet. So können Sie schnell entscheiden, ob ein Besuch des Projekts mit nachfolgendem Download attraktiv erscheint.

Die Qualität der einzelnen Fotografien folgt keinen einheitlichen Standards. Sie müssen entsprechend bei jedem Bild selber prüfen, ob es hinsichtlich der Auflösung und anderen Merkmalen den Anforderungen Ihres Projekts entspricht.

Mit Sicherheit finden Sie jedoch bei New Old Stock immer wieder das ein oder andere Juwel, für dessen Download schon allein das Folgen des Twitter-Accounts lohnt.

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