Kategorien
Advertorial Hardware Inspiration

Mit Liebe zum Detail

Die neuen Samsung High Resolution Business Monitore begeistern Anwender aus dem technischen und grafischen Bereich mit ultrahoher Auflösung und Detailstärke.

UHD-Auflösung für digitale Maßarbeit

Für Details in unglaublich realistischer UHD-Qualität: Mit 8 Millionen Pixeln und einer viermal so hohen Auflösung wie FHD eignet sich der U32H850 für Berufsgruppen, die analytisch oder kreativ arbeiten und extrem scharfe Bilder mit absoluter Detailtreue benötigen. Dank Quantum Dot Technologie bietet er zudem ein unglaublich breites Farbspektrum mit 1 Mrd. fein abgestufter Farben. Zusammen mit leistungsstarken Multitasking-Funktionen und umfassender Konnektivität sind das ideale Voraussetzungen für produktives Arbeiten auf hohem Niveau.

Komfortables Seherlebnis in WQHD-Auflösung

Die Highend Business Monitore der SH850 Serie mit 24 oder 27 Zoll bieten eine hervorragende Bildqualität aus fast jedem Blickwinkel. Ihr an drei Seiten randloses PLS-Panel mit fortschrittlicher WQHD-Auflösung überzeugt mit gestochen scharfen Details und konsistenten Farben in einem breiten Betrachtungswinkel. Das komfortable Format bietet ausreichend Platz, um zwei Fenster nebeneinander zu betrachten. Ein USB Typ C Port sorgt für einfache Konnektivität, während ergonomische Verstellbarkeit und Daisy Chain zur Verbindung mehrerer Monitore das Paket abrunden.

Ideal für das kreative und analytische Arbeitsumfeld

Medien- und Grafikdesigner, Videoproduzenten oder Architekten haben extrem hohe Ansprüche an ihre Hardware am Arbeitsplatz: Scharfe Bilder, Detailgenauigkeit und eine hohe Farbtreue sind Grundvoraussetzung für die tägliche Arbeit. Die neuen Business Monitor erfüllen diese Anforderungen hervorragend. Der UHD-Monitor U32H850 bringt nahezu jedes Detail gestochen scharf auf den Schirm. Gleichzeitig schafft die Kombination mit Quantum Dot eine realitätsnahe Farbwiedergabe, die insbesondere für die professionelle Bildbearbeitung notwendig ist. Statistische Arbeiten können derweil am WQHD-Monitor SH850 erledigt werden. Dank Daisy-Chain-Funktion sind sogar Multi-Monitorszenarien möglich – ideal etwa für die Darstellung von komplexen und detaillierten Grafiken.

Kategorien
Hardware Inspiration

Designermonitor: Samsung überzeugt mit riesigem UHD-Display U32E850R

Der Webentwickler weiß, dass es im Prinzip keinen zu großen Monitor geben kann. Wenn allerdings die Auflösung nicht zur Diagonale passt, gerät das eben noch als richtig erkannte Prinzip ins Wanken. Bildschirme über 30 Zoll mit Full HD anzusteuern, reicht zwar fürs Fernsehen, aber nicht für ernsthafte Design- und Entwicklungsaufgaben in 50 Zentimetern Entfernung zwischen Auge und Screen. Dennoch werden einem genau solche Bildschirme fast schon nachgeschmissen. Für wirklich gute Monitore, bei denen das Verhältnis zwischen Auflösung und Diagonale passt, muss man durchaus ein paar Taler mehr auf die Theke zählen. Samsungs U32E850R ist ein Vertreter dieser Gattung.

samsung-u32e850r-teaser_DE

Samsung U32E850R: 80 Zentimeter Diagonale bei 3.840 x 2.160 Pixeln

Fangen wir doch gleich beim Preis an. Vielleicht kennen Sie das auch. Man liest einen langen Beitrag zu einem Stück Hardware. Während der Lektüre läuft einem immer mehr Wasser im Mund zusammen und wenn dann am Ende der Preis genannt wird, fühlt sich die Kehle doch an, als hätte man einen tagelangen Fußmarsch durch die Sahara hinter sich gebracht. Damit Ihnen das Gefühl erspart bleibt, kläre ich Sie im Vorfeld auf.

Der 31,5 Zoll große Breitbildschirm von Samsung, der mit der sperrigen Bezeichnung U32E850R ausgestattet ist, kostet nach unverbindlicher Preisempfehlung 1.209 Euro. Der Straßenpreis liegt aktuell ein kleines Stück darunter. Beim weltgrößten Onlinekaufhaus ist er zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags mit 1.101,99 Euro gelistet und liegt damit in einer Linie mit dem Wettbewerb in ähnlicher Ausstattung. Wenn Sie also bereit sind, um die 1.000 Euro für einen Monitor auf den Tisch des Hauses zu legen, lesen Sie weiter.

Falls es Sie interessiert, ich arbeite während meines Standardarbeitstages an einem 27 Zöller mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Das kam mir bis zum Eintreffen des Samsung U32E850R großzügig vor. Jetzt aber erscheint mir mein Arbeitsgerät geradezu lächerlich klein. Auf dem Samsung halte ich Entwicklungsumgebung, Grafiksoftware, Browser und Kommunikationstools gleichzeitig nebeneinander offen, ohne dass ich den Eindruck hätte, eines der diversen Fenster käme dabei zu kurz. Das fühlt sich gut und sehr produktiv an.

Das Bild ist absolut knackig, was man bei Ultra High Definition mit fast 8,3 Megapixeln sicherlich auch erwarten muss. Lautsprecher sind bei dem Gerät nicht integriert. Ich benutze allerdings ohnehin eine separate Audioabteilung, weshalb mich das nicht stört. Wenn Sie im System bleiben wollen, wird es Sie freuen, dass die Samsung Soundbar SPU10 optimal zum Monitor passt und rückseitig verdeckt montiert werden kann.

LU32E85KRS-EN-54-0

Wäre ich ein Printdesigner, hätte ich meine Probleme mit dem Gerät, denn der U32E850R unterstützt „nur” 97 Prozent des sRGB-Spektrums. Da gibt es Alternativen, die über 99 Prozent kommen. Da ich aber Gebrauchskunst für das Internet erstelle, stört mich auch diese kleine Einschränkung nicht. Gleiches wird auch etwa für Soundbastler oder Videoschneider und andere Kreativtätige gelten.

Samsungs U32E850R überzeugt mit durchdachter Ausstattung

Der Bildschirm des Samsung ist konventionell in matter Oberfläche ausgeführt, was für mich, der mit dem Rücken zum Fenster arbeiten muss, unabdingbar ist. Die Höhe des Geräts ist einstellbar. Der Bildschirm kann um 90 Grad gedreht werden und Neigungen von 20 Grad nach vorne und fünf Grad nach hinten sind ebenfalls möglich. So sollte der Samsung auch Ihren Vorlieben und Erfordernissen gerecht werden.

LU32E85KRS-EN-19-0

Ich benötige im Grunde nur den Mini-Displayport (Thunderbolt). Es finden sich aber auch ein Displayport und zwei HDMI-Eingänge, sollten Sie darauf Wert legen. Zwei USB-Ports in Version 3.0 sorgen für ein schnelleres Laden etwa Ihres tauglichen Mobilgeräts, insgesamt vier USB-Ports 3.0 fungieren als Hub.

LU32E85KRS-EN-137638-0

Soweit zu meinem Anwendungsszenario, das vom Samsung perfekt unterstützt wird. Wenn ich wollte, könnte ich ihn dank VESA auch noch an die Wand hängen.

Der Samsung U32E850R ist sogar für Gamer und Couch Potatoes die richtige Wahl

Na gut, eines verrate ich Ihnen noch. Aber erzählen Sie es nicht meinem Chef. Mit dem U32E850R können Sie mehrere Quellen gleichzeitig auf dem Bildschirm anzeigen lassen, wobei die Auflösung der Originalquelle erhalten bleibt. Sie ahnen, worauf ich hinaus will? Ich sage nur soviel. Wenn ein Fußballspiel in HD übertragen wird und sie einen Empfänger und ein HDMI-Kabel zur Hand haben… Das fällt kaum auf ;-)

LU32E85KRS-EN-379293-0

Sollten Sie neben der Ausübung eines ernsthaften Kreativberufs auch einer der vielen Gamer sein, die sich des Nachts „Blindelf” oder „Hulk83” nennen, ist der U32E850R ebenfalls eine gelungene Ergänzung Ihrer technischen Möglichkeiten, denn mit einer Funktionaltität namens AMD FreeSync sorgt der Monitor dafür, dass sich Bildwiederholfrequenz des Bildschirms und Bildrate des Inhalts automatisch synchronisieren. So werden Verzögerungen in der Darstellung, die einen schnell mal das (virtuelle) Leben kosten können, weitgehend vermieden. Hier hilft zusätzlich die geringe Ansprechzeit von einer Millisekunde.

Für das reine Ansehen digitaler Inhalte verfügt der Samsung über aktuelles HDMI, mit dem es möglich ist, 4k-Inhalte selbst dann in hoher Auflösung zu schauen, wenn sie über eine AV-Quelle eingespeist werden.

Am Rande sei noch erwähnt, dass eine „Eye Saver” genannte Technologie auf Wunsch zugeschaltet werden kann. Diese reduziert die Emission von blauem Licht, welches bekanntlich durch Überstimulation der Netzhaut zu einer schnelleren Ermüdung der Augen führt. Blaues Licht steht auch in dem Ruf, Technikjunkies wie mich vom Einschlafen abzuhalten. Für Smartphones gibt es deshalb eigens Apps, die man so konfigurieren kann, dass ab einer bestimmten Uhrzeit der Anteil roten Lichts an der Darstellung hochgefahren wird.

Übrigens konnte ich bei meinem – zugegebenermaßen recht kurzen – Test kein Bleeding, also das Auftreten von Lichthöfen an den Ecken des Displays, feststellen. Erst bei völliger Dunkelheit lässt sich erahnen, dass das Bild an den Ecken minimal heller wirkt.

Samsung U32E850R: Zusammenfassung für Eilige

Der neue 80 Zentimeter große Breitbildschirm aus dem Hause Samsung bietet eine ausgezeichnete Auflösung, ein ausgezeichnetes Bild, vielfältige Schnittstellen, sowie nützliche Technologien, die die Mensch-Maschine-Schnittstelle komfortabler und humaner gestalten. Der Bildschirmplatz von 3.840 x 2.160 Pixeln reicht selbst für anspruchsvolle Kreativathleten. Wer auf der Suche nach einem veritablen Pixelmonster-Display ist, sollte den U32E850R in die engere Auswahl einbeziehen.

Sämtliche Details finden Sie auf der Produktseite zum U32E850R direkt bei Samsung.

(Bildquelle: Samsung)

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Hardware Inspiration Webdesign

31,5 Zoll in UHD: Samsung UD970, der perfekte Monitor für Designer

Samsung führt dieser Tage einen Monitor in Deutschland ein, der in der Zielgruppe der professionellen Designer einige Aufmerksamkeit wecken wird und hinsichtlich seiner technischen Merkmale seinesgleichen sucht. Klar, der neue Samsung-Schirm ist mit 31,5 Zoll ein echter Riese. Aber, dass ist es nicht, was ihn so begehrenswert macht. Auch die UHD-Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln ist zwar beachtlich, aber nicht das Alleinstellungsmerkmal. Der Samsung UD970 ist vielmehr der erste LED-Monitor am Markt, der 99,5 Prozent des Adobe RGB-Farbspektrums abdeckt. Sie können sich denken, wen das freut…

ud970_perfectmatch

>> Hardware für den Webwoker

Samsung UD970: Freund aller professionellen Designer

Eine derart gute Farbwiedergabe ist bislang einzigartig. Um diese Wiedergabe vom Start weg zu bieten, wird der UD970 werksseitig exakt vorkalibriert. Auch das ist eine Seltenheit im Mitbewerberfeld. Um sicherzustellen, dass der Samsung auch im laufenden Betrieb stetig seine fantastischen Farbwerte hält, bauten ihm die Ingenieure einen Kalibrierungschip ein, der auf die jeweils angezeigten Inhalte direkt reagiert und für eine absolut natürlich Farbwiedergabe sorgt.

Der Chip sorgt zusätzlich für eine automatische Feinkorrektur der Farbtemperatur auf der Basis des optimalen Weißabgleichs in Schritten von 100K in der Range von 4.000 bis 10.000K.

ud970_being_calibrated

Das Ergebnis ist beeindruckend. Sie sehen im Grunde am Bildschirm das künftige Print-Ergebnis. Ich persönlich habe bislang keine größere Übereinstimmung zwischen Bildschirm und Print-Ergebnis gesehen. Als ich dem Monitor zum ersten Mal gegenüber stand, dachte ich sogar, man habe einen Ausdruck über die Anzeigefläche gehängt, quasi eine Attrappe ausgestellt. Falsch gedacht. Der UD970 zeigt Bilder tatsächlich so, dass sie aussehen, wie auf Leinwand gedruckt. Dabei spielen die über eine Milliarde erreichbaren Einzelfarben eine ebenso wichtige Rolle.

ud970_temperature

Sie brauchen das übrigens nicht zu glauben. Der UD970 bringt Zertifikate der höchsten professionellen Standards mit und kann seine Fähigkeiten sogar beweisen. Insbesondere das Fogra PSD- und das TÜV-Bildqualitäts-Master-Zertifikat belegen die Tauglichkeit für Anwendungen im industriellen Profibereich.

Samsung UD970: ein Monitor nach Maß

Dass Samsung bei diesem Modell besonders die Kreativen dieser Erde im Fokus hatte, zeigt sich aber nicht nur an der Bildqualität im engeren Sinne. Das Unternehmen setzt hier auf ein PLS-Panel, das einen großen Betrachtungswinkel ermöglicht. So kann das Gerät auch zur Abstimmung von Designs in kleinen Teams seine Stärken ausspielen. Man muss nicht direkt davor stehen, um einen unverfälschten Eindruck des Gezeigten zu erhalten.

3_samsung_b2b_uhd_monitor_ud970

Kreative haben zudem bestimmt Vorstellungen, und zwar jeder seine eigenen, davon, wie der Bildschirm zu positionieren ist, wie man ihn schwenken können muss, wie die Blickposition ausgehend von der eigenen Sichtlinie ist. Der UD970 macht hier keine Vorgaben. Er lässt sich um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen, lässt sich um 30 Grad seitlich und von –5 bis 20 Grad über die horizontale Achse schwenken. Wer mag, befestigt das Gerät nach VESA-Standard an der Wand. Der integrierte Blendschutz sorgt für reflexionsarme Darstellung.

Zur Arbeit an Printformaten unterstützt der UD970 den sogenannten Pivot-Modus, in welchem der Bildschirm um 90 Grad hochkant gekippt wird, so dass gängige Formate, etwa Druckseiten eines Magazins formatgerecht angezeigt werden können.

4_samsung_b2b_uhd_monitor_ud970

Die vielen Gesichter des UD970

Der UD970 kommt mit einem DVI, zwei Display-Ports (mit einem Mini-DP-Adapter) und einem HDMI-Anschluss. Alle vier Quellen können unterschiedlich bestückt und im Split Screen gleichzeitig auf dem Monitor angezeigt werden. Insgesamt fünf USB-Ports erweitern die Kapazitäten des angeschlossenen Rechners. Die erzielbare Auflösung hängt natürlich einerseits von dem jeweils verwendeten Anschluss einerseits und der speisenden Grafikkarte andererseits ab. Zudem können Sie logischerweise bei vier Bildschirm-Segmenten in jedem Segment maximal Full HD erreichen.

1_samsung_b2b_uhd_monitor_ud970

Neben dem Adobe RGM-Farbmodus bietet der UD970 sieben weitere Modi für unterschiedliche Anwendungen, darunter sRGB für die Brot- und Butter-Verwendung, aber auch die Standards EDU, BT.709, SMPTE-C und DCI, die in der Produktion von Bewegtbildern eine bedeutende Rolle spielen. Abgerundet wird das Spektrum von High-Brightness für Gaming-Anwendungen und DICOM, dem Standard für medizinische Bildverfahren. Es ist also keine Übertreibung zu sagen, dass der UD970 auf alle professionellen Bereiche, die in irgendeiner Weise mit Designs und Bildern arbeiten, optimal zugeschnitten ist.

Samsung UD970: preislich dennoch im Rahmen

Die diversen funktionalen Superlative dieses Monitors lassen Befürchtungen hinsichtlich des Preises aufkommen. Die erweisen sich allerdings als vollkommen unbegründet. Samsung ruft eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.999 Euro auf, was zwar nicht eben als billig, aber auf jeden Fall als äußerst preiswert bezeichnet werden muss.

2_samsung_b2b_uhd_monitor_ud970

Persönlich hätte mir noch ein Curved als Zusatz gefallen. Das hätte mich quasi vom Stand weg in den Laden getrieben. Aber, und das ist ja völlig verständlich, ein gebogener Bildschirm, noch dazu eventuell im Pivotmodus, wäre für den professionellen Printdesigner jetzt nicht so der Knaller.

Was halten Sie von dem Gerät? Weihnachtsgeld müsste ja schon auf dem Konto sein…

Übrigens: Drüben bei Samsung gibt es alle technischen Details im Einzelnen.

Kategorien
Hardware

Bleiben Sie uns gebogen: LGs neuer 34 Zoll-Monitor ist des Designers Traum

Ich habe ja bislang gedacht, was soll ich mit einem gebogenen Bildschirm? Das ist doch Unsinn. Jetzt hatte ich Gelegenheit, ein paar Stunden mit dem neuen LG 34UC97 (das mit den Namen lernen die nicht mehr) zu verbringen. Und seither bin ich sicher, dass ich sogar ganz unbedingt ein gebogenes Display benötige. Jetzt erst, nach dieser Erfahrung, fällt mir auf, wie sehr sich die Perspektive an "normalen" Monitoren zu den Rändern hin verzerrt. Vorher ist mir das nie aufgefallen. Danke sehr, LG…

34 Zoll und Schnittstellen ohne Ende

Der Neue von LG ist ein echter Knaller für Designer. LG hat jedoch ganz eigene Vorstellungen, wofür man sich das 34 Zoll messende Bildschirmgerät anschaffen sollte. Wenn Sie also ein Filmemacher sind und einen driftenden Mustang, ach, was sag ich. Schauen Sie selbst:

Konnte das Video Sie überzeugen? Nein? ich dachte es mir schon ;-) So stellen sich Koreaner anscheinend verkaufsfördernde Videos vor. Keine Nutzenargumentation, bloß hübsche Menschen, quietschende Reifen. Tja.

Der LG mit dem sperrigen Namen 34UC97 hat aber nichtsdestotrotz ihre Aufmerksamkeit verdient. Denn für Designer und andere Pixelschubser und Vektorbieger, egal ob Print oder Web ist er das perfekte Arbeitsgerät. Seine Diagonale von 34 Zoll, runden 86 Zentimetern, macht einen zweiten Bildschirm obsolet.

Den MacBook Pro kann man natürlich wunderbar per Thunderbolt2 anschließen, andere Geräte via DisplayPort funktionieren ebenfalls. Thunderbolt sollte überdies mit Mini DisplayPorts kompatibel sein, so dass Sie auch entsprechende Windows-Geräte wie die Samsung-Chronos-Reihe damit nutzen können sollten. Das konnte ich aber nicht ausprobieren. Zwei HDMI und zwei USB 3.0 Ports nebst Up-Link ergänzen das Schnittstellenspektrum.

Das Backlight-IPS-Panel in 21:9 löst gigantische 3.440 x 1.440 Pixel auf. Diese Auflösung kann natürlich nur über Thunderbolt und DisplayPort erreicht werden, wenn der Bildgeber zudem die Auflösung zu bringen im Stande ist. Dann aber ist der Bildeindruck grandios.

Zusätzlich kann der gebogene LG aus mehreren Quellen, etwa HDMI und DisplayPort gleichzeitig angesteuert werden und ist sodann in der Lage, den unterschiedlichen Quellen unterschiedliche Bildschirmsegmente zuzuordnen, so dass der Monitor quasi als Monitorwand zu nutzen ist. Die Farbtreue ist erneut beispiellos und liegt bei 99% des SRGB-Farbraums.

Auch die Entertainment-Fraktion kommt nicht zu kurz. Das eingebaute Soundsystem wummst für einen professionellen Monitor schon ganz ordentlich. Da macht das Filme schauen oder Spiele zocken sicherlich ebenfalls einigen Spaß.

Alles schön und gut, aber …

LG versucht mit dem 34UC97 erneut, was Hersteller von Unterhaltungselektronik und IT leider ständig versuchen, nämlich alles abzudecken, es allen recht zu machen. Da kommen dann Bass-Systeme und HDMI-Schnittstellen ins Spiel. Kann ja sein, dass einer Fernsehen gucken will mit dem Ding.

Alles schön und gut, aber eigentlich ist das Gerät prädestiniert für den Designer, den Fotografen, den Bildbearbeiter, den Zeichner, den Setzer. Die Biegung des Monitors ist der Verzerrung des menschlichen Auges angepasst und sorgt so für ein durchgängig klares Bild ohne perspektivische Verzerrungen. Es entsteht der Eindruck, man befinde sich in seinem eigenen Design. Das motiviert zumindest mich nochmal zusätzlich.

Preis und Verfügbarkeit

Der gebogene LG befindet sich gerade in der Phase der weltweiten Markteinführung. Verschiedene Onlineshops haben ihn bereits gelistet. Amazon Deutschland etwa führt in mit einer Lieferbarkeit ab dem 14. November zu einem (stattlichen) Preis von 1.099 Euro. Mit diesem Preis indes ist der ungebogene Vorgänger des 34UC97 auch gestartet. Der Straßenpreis passte sich recht schnell in den Bereich zwischen 700 und 800 Euro an. So würde ich den neuen LG mittelfristig auch verorten.

Ich befürchte nur, dass ich nicht lange genug werde warten können. Was solls?! Man sitzt immerhin mindestens 8, meistens 12 und mehr Stunden vor dem Teil. Da darf er ruhig was kosten…

Sämtliche Informationen nebst technischen Spezifikationen und Dokumentation gibt es bei LG Deutschland direkt.

Kategorien
Hardware Inspiration

Weltneuheit LG 34UM95: 86 Zentimeter Bildschirmdiagonale für Kreativprofis

LG schickt ab sofort eine Weltneuheit in das Rennen um die Käufergunst. Der 34 Zoller LG 34UM95 kommt mit satten 86 Zentimetern Bildschirmadiagonale daher und bietet eine QHD-Auflösung von 3.440 mal 1.440 Pixeln. Damit will er sich klar als Monitor der Wahl für Kreativprofis positionieren und die gängigen Zwei-Monitor-Konfigurationen verdrängen. Gerade Kreative, für die die Arbeit mit Software wie Photoshop, Illustrator oder Indesign, oder das Bearbeiten von Video oder Audio alltäglich ist, können von der um rund 1.000 Pixel in der Breite gestiegenen Darstellungsfläche profitieren.

um95_content_01

LGs Ultra-Wide IPS 34 Zoller: Gewinner der TIPA 2014 Awards

Ich kenne keinen Kreativprofi, der nicht mit zwei Monitoren arbeitet. Auch ich sitze gerade vor einem 27 Zoller, dem ein 24 Zoller zur Seite steht. Angeschlossen ist der eine mittels Displayport, der andere via HDMI. Mein 27 Zoller bietet ebenfalls eine Auflösung von 1.440 Pixeln in der Höhe, aber "nur" 2.560 Pixel in der Breite. Wenn ich so drauf schaue, könnte ich mir die zusätzlichen 880 Pixel, die der brandneue LG in der Breite addieren würde, sehr gut vorstellen.

So ging es offenbar auch den Juroren, die für die Vergabe der Technical Image Press Association Awards 2014, kurz TIPA 2014, zuständig waren. Sie zeichneten das Gerät mit dem Sieg in der Kategorie "Best Photo Monitor" aus. Und das beschreibt auch schon ziemlich gut, für was der breiteste Vertreter seiner Zunft am besten geeignet ist.

um95_content_01_01

Gerade in der professionellen Fotobearbeitung ist die Arbeit mit mehreren Monitoren, besonders aufgrund der Farbabweichungen, die schon auf zwei identischen Geräten des gleichen Herstellers nicht ausgeschlossen werden können, nicht unproblematisch. Hinzu kommen potenziell abweichende Auflösungen, Schwierigkeiten bei der homogenen Ansteuerung und einiges mehr. Mich persönlich stören auch der Übergang des Blicks von einem Monitor zum anderen, die Ränder und die Abstände. Meine derzeitige Desktoplösung ist nicht optimal.

Soviel hat mir der neue LG schon einmal verdeutlicht. Das folgende Video kann Ihnen sicherlich einen ähnlichen Eindruck vermitteln:

Apropos Farbabweichungen. Der neue LG unterstützt den sRGB-Farbraum zu 99% und damit fast vollständig. Mit LGs True Color Finder erhalten Sie zusätzlich eine Software, mit der Sie Ihren Monitor perfekt kalibrieren können.

um95_content_02

LG 21:9 Ultra-Wide (nicht nur) am Mac Pro

Richtig viel Spaß macht der Einsatz des neuen LG 34UM95, wenn man ihn per Thunderbolt 2 an einen Mac Pro anschließt. Dass der LG besonders mit diesem Bildgeber im Hinterkopf konzipiert wurde, zeigt sich auch daran, dass der Monitor via Thunderbolt 2 sogar in der Lage ist, Bilder von angeschlossenen Datenträgern direkt anzuzeigen. Über Thunderbolt 2 ist es sogar möglich, den Mac Pro mit zweien dieser 34 Zoller auszustatten, die beide in der vollen Auflösung arbeiten. So können Sie eine Arbeitsfläche von 6.880 mal 1.440 Pixeln erreichen.

Die TÜV-zertifizierte Flicker-Safe-Funktion sorgt dafür, dass Ihre Augen keinerlei Zeilenflimmern wahrnehmen können, egal auf welche Helligkeits- und Kontrastwerte Sie den Monitor einstellen.

lg_flicker_safe

Wenn Sie ein Retina MacBook Pro ab Late 2013 besitzen, können Sie sich übrigens auch über die volle Auflösung von 3.440 x 1.440 freuen. Verschiedene Anwender bestätigen die einwandfreie Funktion, auch wenn LG in seinem Produktdatenblatt die Verwendbarkeit unter Mac OS ausdrücklich auf den neuen Mac Pro beschränkt.

Windows-Verwender sind weniger eingeschränkt, LG nennt eine ganze Reihe unterstützter Grafikchips, empfiehlt aber Treiberupdates. Anders als vielfach behauptet, kann der 34UM95, dank des VESA-Standards, auch an der Wand befestigt werden.

LG 34UM95: Preis und Verfügbarkeit

Der neue 34 Zoller aus Korea befindet sich derzeit in der Phase der Markteinführung in Deutschland. Alle Spezifikationen und sonstigen Details finden Sie auf den Produktseiten bei LG. Das Gerät kann bereits bei verschiedenen (Online-)Händlern erworben werden. Der aktuelle Straßenpreis liegt zwischen 940 und 1.000 Euro. Anders als bei anderen Monitoren wird neben einem HDMI-Kabel auch ein Displayport-Kabel mitgeliefert. Ein Thunderbolt-Kabel indes gehört nicht zum Lieferumfang.

Was halten Sie von Diagonale und Auflösung? Ist der LG 34UM95 Ihr nächster Spontankauf?

Kategorien
Hardware Inspiration

LTE-Gerüchte vom Tisch: Nexus 4 laut LG eigentlich ein anderes Smartphone

Flugs waren einige Nexus 4 von kundiger Hand auseinander gepflückt. Die technischen Innereien wurden genauer als in einem Obduktionsbericht gelistet. Spekulationen über die Gründe verschiedener Komponenten schossen ins Kraut. Jüngst befasste sich die internationale Gerüchteküche mit dem im Nexus 4 vorhandenen LTE-Modul. Die Tech-Website Techradar erhielt nun nach eigenen Angaben offizielle Aussagen aus dem Hause LG.

Wie vermutet: Nexus 4 ist ein umgebautes LG Optimus G

Die Informationen sind knapp gehalten, aber aussagekräftig. Wie ein Sprecher LGs gegenüber Techradar äußerte, handelt es sich bei den im Nexus 4 verbauten Komponenten in weiten Teilen um die identischen Komponenten, die auch im 2013 nach Deutschland kommenden LG-Flaggschiff Optimus G verbaut werden. Nun sei es mit Blick auf den eingesetzten Snapdragon-Chipsatz von Qualcomm so, dass dieser ausschließlich in Kombination mit einem entsprechenden Prozessor und Modem erhältlich ist. Dieses Modem bringe zwar LTE-Funktionalität mit, sei aber nur dann wirklich nutzbar, wenn weitere wichtige Hardware-Bauteile implementiert werden. Und an genau diesen Teilen, etwa einem Signalverstärker und -filter fehle es im Nexus 4. Ein Funktionsupgrade auf LTE per Firmware ist damit nach Aussage LGs ausgeschlossen. Grund für den Verzicht auf die zusätzlichen Komponenten sollen die preislichen Vorgaben gewesen sein. LG sieht die Platzierung klar: Immerhin sei durch die Verwendung des Snapdragon mit dem Nexus 4 ein Smartphone mit erstaunlicher Performance auf den Markt gebracht worden, nur eben bezogen auf den für 3G, nicht den für 4G.

Diese Aussagen aus dem Hause LG scheinen indes nur zum Teil der Wahrheit zu entsprechen, wie korrespondierende Tests der Tech-Site AnandTech beweisen. Reich bebildert und mit vielen Messwerten unterlegt, zeigt Autor Brian Klug, dass die von LG als nicht vorhanden behaupteten Verstärkereinheiten sehr wohl im Nexus 4 vorhanden sind, allerdings nur solche, die das Band 4, das beispielsweise in Kanada für den Betrieb des LTE-Netzes, verwendet wird, unterstützen. Damit ist es in entsprechenden Regionen der Erde möglich, durch die einfache Aktivierung einer bereits vorhandenen Einstellungsoption in den Genuss der LTE-Verbindung zu gelangen. Deutschland indes gehört aufgrund der Verwendung anderer Frequenzen nicht zu diesen Ländern. Da im Gerät tatsächlich die, für die in Deutschland genutzten, Bänder benötigte Hardware nicht verbaut ist, kann auch mittels Firmware-Update hierzulande keine Veränderung der Situation erwartet werden.

Links zum Beitrag:

  • LG admits reason behind dropping 4G in Nexus 4 – Techradar
  • Nexus 4 Includes Support for LTE on Band 4 (AWS) – Anandtech
  • Nexus 4: Googles neues Smartphone-Flaggschiff definiert den Standard nicht neu – Dr. Web Magazin
  • Google verpatzt Verkaufsstart des Nexus 4 in Deutschland – Dr. Web Magazin
Kategorien
Hardware Inspiration

Windows Phone 8: Für den Alltag zu gebrauchen, wenn…

Um meine kleine Reihe zu den neuen Produkten aus dem Hause Microsoft zu beschließen, will ich im Folgenden ein paar Worte zu Windows Phone 8 verlieren. Bereits Ende letzten Jahres testete ich einige Wochen Windows Phone Mango. Dieser Tage trifft man mich erneut mit einem Windows Phone, jetzt in der Version 8, an. Mag sein, dass technisch einiges zwischen den Generationen liegt, im Alltag merke ich davon zu wenig.

Windows trieb schon eines meiner ersten Smartphones an

Vor einigen Jahren, nachdem ich von Palm und Psion weg war, kaufte ich mir ein Smartphone namens iPaq. Man beachte die Namensfindung. Das Gerät war von Compaq, trug die Modellbezeichnung H3970 und konnte via Bluetooth mit externen Geräten, etwa GPS-Empfänger gekoppelt werden. Als Betriebssystem kam Pocket PC 2003 zum Einsatz, also Windows. Relativ zuverlääsig navigierte mich der iPaq runde 700 Kilometer nach Regensburg. Ich war begeistert, alle, denen ich das Gerät zeigte auch. Zwei Tausendsassa, der Besitzer und sein Smartphone.

Später kaufte ich die diversen MDA-Geräte, wobei zwar der Name des Betriebssystems stetig wechselte, große Fortentwicklungen hinsichtlich der Features indes nicht zu verzeichnen waren. Bei einem der letzten MDA wurde es dann wenigstens geschafft, etwa bis zur zweiten Ebene des Systems eine Touchoberfläche aufzupfropfen. Danach kam wieder die mobil-untaugliche Windows-UI zum Vorschein.

Ich war im Großen und Ganzen zufrieden, wenn ich auch nie so recht erkannte, was mir die teuren Spielzeuge nun konkret im Alltag bringen. Apps, die damals noch nicht so hießen, gab es zwar, aber nur wenige, zudem über zersplitterte Marktplätze und mit teils haarsträubendem Installationsaufwand. Windows eben…

Das iPhone kommt

2007 kam Apple dann mit seinem iPhone an den Markt. Auf den ersten Blick sah ich für Smartphone-Veteranen keinen großen Vorteil in dem Device, wobei man bedenken muss, dass die erste Generation deutliche, dabei unnötige Limitationen, die zumeist durch den Exklusiv-Vertrieb über nationale Provider bedingt waren, aufwiesen. Apple hatte nach meiner damaligen Einschätzung lediglich ein weiteres mobiles Betriebssystem auf den Markt geworfen. Kein Grund zur Aufregung…

Allerdings adressierte das Unternehmen aus Cupertino zwei grundlegende Probleme bisheriger OS direkt vom Start weg. Zum einen war das iOS durchgängig auf Touch-Bedienung ausgelegt, so dass es keinerlei Inkonsistenzen in der Handhabung gab. Das war angenehm, aber als langjährigen Windows-Stift-Frickler haute mich diese Innovation nicht aus den Socken. Gewohnheit ist ein starkes Gift…

Was schnell zu einem handfesten Marktvorteil heranwuchs, war jedoch der App Store, nebst seiner einfachen Handhabung. Sehr gut war auch die Handhabung über iTunes, die indes nicht jedem so gut gefiel wie mir. Apple liess sich da allerdings nicht beirren. Schnell standen zigtausende Apps, großteils kostenlos zur Verfügung. Das Wörtchen „Produktivität“ begann, sich auch mit Smartphones freudig assoziieren zu lassen.

Ich stieg nicht um. Stattdessen kauft ich das erste Android-Phone, das G1. Nachdem ich einen vernichtenden Beitrag auf Dr. Web veröffentlich hatte, stieg ich doch um, so schnell ich konnte…

Evolution eines Smartphone-Nutzers: Back To Windows!

Mittlerweile bin ich nachhaltig bei Android gelandet, stieg beim iPhone 4 aus und verwende ganz aktuell ein HTC One X+. Auf Tablet-Seite allerdings bin ich dem iOS treu geblieben und verwende hier ein iPad der dritten Generation. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch ein Nexus 7 zu meinem Werkzeugkasten gehört.

Nun also kommt diesem Typen ein Windows Phone in die Finger. Ängstlicher Schnellcheck: Puh, nein, es ist nirgendwo Windows CE zu finden. Das System ist wirklich von Grund auf neu entwickelt. Erste Pluspunkte…

Trotz spärlicher Hardware-Specs läuft das OS extrem flüssig. Erstaunlich nur, dass die Windows Phones trotz relativ schlapper Spezifikationen preislich recht anspruchsvoll sind. Was einem so durch den Kopf geht…

Ich versuche, mit der jahrelangen Erfahrung aus Windows CE, Symbian, iOS und Android das System zu konfigurieren. Und gerate schnell ins Stocken. Ja, Windows Phone ist neu, so neu, dass es eine völlig separate Einarbeitung erfordert. Verflixt, das hatte ich doch eben erst bei Windows 8 schon bemängelt

Dabei setzt Windows Phone nirgends an. Ich hatte mir vorgenommen, zu schreiben, dass Sie, wenn Sie Erfahrung mit XYZ haben, schnell in die Bedienung eines Windows Phone rein kommen. Gibt es nicht, dieses XYZ. Am ehesten noch kommen Leute klar, die auch mit Windows 8 klar kommen. Hehe, gibt es da welche?

Sei’s drum. Das OS und das Phone fühlen sich gut an. Ich bin erst einmal nicht unzufrieden. Und Einarbeitungszeit, gut, die hat es in der Vergangenheit auch gebraucht. Denke ich so…

Windows Phone 8: Systemweite Integration nicht mit Android vergleichbar

Natürlich ist jeder Nutzer irgendwie anders. Insofern finde ich die aktuelle Marketingstrategie der Redmonder auch recht smart. Mit verschiedenen Testimonials versucht man zu suggerieren, das Windows Phone passe sich perfekt auf seinen Benutzer an. Das muss Geld gekostet haben. Im Wesentlichen passt sich wohl die Farbe des Start-Screens an, am Ende werden die installierten Apps über die breite Basis doch recht ähnlich sein, egal ob man Jessica Albas oder Gwen Stefanis Windows Phone anschaut. Auch dieser deutsche Koch, den ich gestern im Werbeblock eines TV-Senders mit seinem Windows Phone hantieren sah, wird vermutlich nicht stark aus dem Rahmen fallen.

Insofern dürfte es keine wilde Behauptung sein, wenn ich vermute, dass viele der Apps, die ich täglich auf einem Smartphone nutze, auch von vielen anderen Smartphonisten nicht völlig verschmäht werden dürften.

Vorweg schicken will ich noch, dass ich ein paar zentrale Bedienkonzepte völlig unabdingbar finde, die ich derzeit nur bei Android realisiert sehe.

  • Ich verwende eine alternative Tastatur mit Wort- und Satzvorhersage, die selbstlernend immer besser wird. Dabei sind Deutsch und Englisch als Sprachen eingestellt. Die Tastatur erkennt spätestens mit dem zweiten Wort, in welcher Sprache ich schreibe und passt die Vorhersagen entsprechend an. Wenn ich mit dem iPad schreibe, weiß ich, wie wenig ich inzwischen bereit bin, auf die alternative Tastatur zu verzichten.
  • Ich lese viel auf dem Smartphone und teile ebenso viel. Zumeist wandert Lesestoff in eine der diversen Read-It-Later Apps. Da ist es perfekt, dass Android das systemweite Teilen eingebaut hat. Jede App kann mit jeder installierten anderen App Inhalte teilen. Unter iOS können Apps, etwa RSS-Reader nur Inhalte an diejenigen Dienste weitergeben, für die der Entwickler der App das vorgesehen hat. Nerviges Detail: Die Zugangsdaten zu den immer gleichen Diensten müssen in jeder befähigten App manuell eingegeben werden. Unter Android steht das global zur Verfügung.
  • Ich diktiere viel. Trotz alternativer Tastatur setzt sich diese Anwendung mehr und mehr in meinem Alltag durch. Hier kann iOS voll mithalten. Das will ich gar nicht unterschlagen.
  • Widgets auf meinen Start-Screens halten mich über die wichtigsten Inhalte, etwa Mails, Social Media Kanäle, aber auch SMS auf dem Laufenden. Da ist der Notification-Screen von iOS kein Ersatz, sondern aus meiner Sicht sogar gänzlich nutzlos.

Unter Windows Phone 8 gibt es zwar ebenfalls die Möglichkeit, mehrere Sprachen für die integrierte Tastatur zu hinterlegen. Auch Wortvorhersagen bietet das System. Jedoch hat in meinen Tests kein automatischer Wechsel der Sprache stattgefunden. Vorhersagen kamen stets nur in deutscher Sprache. Zudem ist das Tastaturlayout nicht durchdacht. Gängige Sonderzeichen, etwa Fragezeichen oder das @ müssen umständlich über den Wechsel des angezeigten Tastaturbereichs ans Licht geholt werden. Unter Android reicht es, Tasten länger gedrückt zu halten, um die zusätzlich hinterlegten weiteren Zeichen wählen zu können. So ist die Windows Phone Tastatur für mich unter Produktivitätsaspekten keine Alternative.

Diktieren lässt sich mit dem Windows Phone ebenfalls recht gut. Mittlerweile funktioniert das sogar im E-Mail-Client. Wenn ich mich nicht völlig täusche, ging das unter Mango damals nicht. Dennoch muss ich konstatieren, dass die Geschwindigkeit und Erkennungsgenauigkeit unter Android deutlich besser ist.

Systemweite Apps-Integration hat Windows Phone nur für die eigenen Apps zu bieten und auch da nicht durchgängig. Wie bei iOS ist unter Windows Phone ein vorausdenkender Entwickler erforderlich. Wenn ich mir die verfügbaren Apps so anschaue, scheint es von dieser Sorte im Windows-Bereich noch nicht sehr viele zu geben…

Widgets gibt es nicht. Braucht man ja auch nicht, sagen Windows-Enthusiasten jetzt, wir haben ja Live Tiles. Diese gleichförmigen Farbblöcke, die entweder in ebenfalls gleichförmiger Typografie wenige Brocken eines Inhaltes anfragmentieren oder mit überbunter Hyperaktivität etwa die Bilder von Kontakten unter Strom setzen, um sie in einer Diashow nie geahnter Geschwindigkeit durch das Live Tile zu wirbeln. Mir ist unklar, worin der Nutzen ist. Selbst die nützlicheren dieser Kacheln können mich vom Konzept insgesamt nicht überzeugen. Ähnlich, wie schon zu Windows 8 bemerkt, fehlt es an einer akzeptablen Informationsdichte. Windows Phone verschenkt schlicht zu viel Platz an zu wenige Informationen. Das ist nur akzeptabel, wenn man jemand ist, der eben nur über ganz wenige Informationen verfügt…

Windows Phone 8: Apps sind gerade aus, kommen Sie nächstes Jahr wieder

Sie merken schon. Bereits bis hierhin bin ich von Microsofts Ansatz eines Smartphones nicht überzeugt. Meine siebenjährige Tochter nahm am Wochenende das HTC 8X in die Hand und fragte mich mit ernstem Blick, erst auf den Startscreen, dann auf mich: „Papa, ist das etwa eines dieser Senioren-Handys?“ Ich wollte erst spontan bejahen, bin dann aber meinem Bildungsauftrag treu geblieben…

Kommen wir nun zu dem größten Schwachpunkt überhaupt, dem Zustand des Stores. Sicherlich, es wird fast schon gebetsmühlenartig wiederholt, der schwache Bestand an Apps sei nur ein temporäres Problem. Das würde sich alles noch ganz großartig entwickeln. Rome wasn’t built in a day.

Déjà vu. Schon zu Mango-Zeiten, also vor einem Jahr, stand diese Aussage. Passiert ist seither wenig, jedenfalls nach meinem Eindruck und in Anbetracht dessen, was im Store tatsächlich zu sehen ist.

Aber wir haben Office, tjahaa

Man sei ja auch mehr an ernsthaften Inhalten für echte Office-Worker interessiert, hört man bisweilen von WP-Aficionados. Erstaunlicherweise feiern die offiziellen und inoffiziellen WP-Blogs dennoch jedes Angry Birds und Draw Something. Weißer Mann sprechen mit gespaltener Zunge…

Bei der Gelegenheit mal was zum Thema Office-Einbindung. Ich bin selber seit den späten Achtzigern Nutzer von Bürosoftware aus dem Hause Microsoft. Meine Diplomarbeit schrieb ich mit MS Word 5.0. Die ESC-Taste führte ins Menü. Wer erinnert sich noch daran?

Heutzutage bin ich täglich mehrere Stunden mit Excel beschäftigt. Dennoch, auf dem Smartphone habe ich Office noch nie, ich buchstabiere N-I-E, benötigt. Und auch in Zukunft wird sich das nicht ändern. Wenn ich Office unterwegs benötige, dann nehme ich ein Notebook mit. Die werden schließlich auch immer mobiler. Unerwarteter akuter Office-Bedarf? Kann ich mir nicht vorstellen, war in über 20 Jahren noch nicht der Fall. Insofern will ich die systemseitige Office-Integration bei Windows Phones gern der Vollständigkeit halber erwähnen, ich benötige sie nicht…

Neu & Angesagt: Hackfleisch-Rezepte

Dass der Store suboptimal bestückt ist, zeigen schnelle Blicke in nahezu beliebige Sektionen desselben. Unter Neu & Angesagt, ich wiederhole „angesagt“, finden sich Spitzen-Apps, wie „Unnütze Fakten“, „Axels Vokabeltrainer“, „How To Draw Animes“, etliche Rezepte-Apps, „Russian Tales Free“ und die weltberühmten „Muslim Inventions“.

Schaut man sich die Top Bezahl-Apps an, darf man sich durchaus wundern, das offenbar eine App, mit der man YouTube-Videos downloaden kann, die Spitze der Liste inne hat. Das spricht ja auch nochmal für die große Ernsthaftigkeit der Verwender der WP-Plattform.

Zwar ist eine Fülle von Apps auffindbar, die mit großen Namen spielen, Facebook kommt auffällig oft in App-Namen vor, jedoch sind diese Apps in aller Regel nicht von den Marken-Inhabern selbst erstellt. Ich hätte da Bedenken, vor allem, aber nicht nur, wenn es sich auch noch um Bezahl-Apps handelt. Wer weiß, wem man da a) Geld und b) Zugriff auf das Smartphone und dessen Daten gibt?!

Es gibt gute Apps, aber dann häufig außerhalb des Design-Standards

Es gibt sie natürlich, die guten Apps. Es stehen beispielsweise eine ganze Reihe der populären Games, die man von anderen Plattformen bereits kennt, bereit. Diese folgen nicht den Designprinzipien des Windows Phones. Auch wenn das naheliegend und erklärlich ist, es irritiert dann doch irgendwie, jedenfalls mich.

Andere Apps, etwa das unverzichtbare Evernote, halten sich zwar an das WP-Design, gewinnen dadurch jedoch nicht eben an Usability.

Wieder andere Apps werden unter Windows Phone nicht benötigt, so etwa Shazam oder Soundhound. Die Funktionalität der akustischen Song-Erkennung liefert die integrierte Bing-Suche gleich mit. Wo ich gerade bei Musik bin. Eine App für Spotify gibt es zwar, allerdings nicht über den deutschen Store…

Strich- und QR-Codes scannt übrigens die integrierte Bing-Funktion. Auch hierfür ist keine separate App erforderlich.

Die als wichtig identifizierten Apps, etwa Facebook, hat Microsoft gleich selbst realisiert. Das klingt erst einmal gut, bedeutet jedoch auch, dass die App nichts mit der offiziellen App zu tun hat. Wie, wann, welche Updates erfolgen, man weiß es nicht. Googles Dienste sind nicht vertreten, wenn man von Apps absieht, die von Entwicklern erstellt wurden, deren Zuordnung zu Mountain View mehr als fragwürdig erscheint…

Fazit: Windows Phone 8 ist alltagstauglich, wenn…

Das OS aus Redmond ist nicht schlecht. Ich hoffe, das ist in diesem Beitrag durchaus deutlich geworden. Und gäbe es nur Feature-Phones und keine konkurrierenden Systeme wie iOS und Android, dann wäre WP 8 sicherlich ein Riesen-Knüller. So können wir aber nicht an die Sache ran gehen. Die Konkurrenz steht Gewehr bei Fuß, ist teilweise günstiger und hat ein wesentlich besser gefülltes App-Arsenal zu bieten.

Es spricht wenig dafür, WP 8 einem der beiden anderen mobilen OS vorzuziehen. Man könnte sich höchstens auf den Standpunkt stellen, man möge WP 8 eben so gern, dass einem alles andere egal sei.

In diesem Sinne ist Windows Phone 8 für den Alltag zu gebrauchen, wenn

  • man eigentlich nur telefonieren und simsen möchte.
  • man die Zeiten der guten alten Feature-Phones wenigstens ein kleines Bisschen vermisst.
  • man tatsächlich unterwegs auf Office-Dokumente zugreifen will und kein Notebook besitzt.
  • man als Chef seinen Mitarbeitern das Phone bezahlt und froh ist, wenn die kaum Apps zur Ablenkung vorfinden.
  • man gern nach dem Prinzip Hoffnung lebt und sich mit der Erwartung auf bald mehr Apps sogar noch motivieren kann.
  • man gar kein Smartphone benötigt.
Kategorien
Hardware Inspiration

Google verpatzt Verkaufsstart des Nexus 4 in Deutschland

Es war 9:12 Uhr am Morgen des 13.11.2012, als das mit großem Interesse erwartete Nexus 4 im deutschen Play-Store verfügbar wurde. Ab 9:16 Uhr wurde wieder „Bald verfügbar“ angezeigt und seither schwankt der Status zwischen „In den Einkaufswagen“ und „Bald verfügbar“ munter hin und her. Einer großen Zahl Kaufwilliger ist es bislang nicht gelungen, das begehrte Smartphone käuflich zu erwerben, auch ich konnte keines ergattern.

Vorschlag für Pressemitteilung: „Unerwartet großer Andrang, tut uns leid“

Die Fehlermeldungen sind mannigfaltig. Mir und vielen anderen Nexus-Interessenten sind sie bald alle begegnet. Dabei fing es ganz harmlos an. Zunächst nämlich schien der Kauf ordnungsgemäß abgewickelt zu werden. Nach dem Hinzufügen des Nexus 4 zum Einkaufskorb klickte ich auf „Fortfahren“, das bereits bekannte Popup des Google Wallet öffnete sich. Normalerweise erscheint dort nach einer Weile der Gesamtbetrag, man bestätigt die Zahlung und die Sache ist durch. In meinem Falle blieb das Fenster schlicht leer. Nach einer Weile brach der Vorgang ab.

Ich versuchte es mit verschiedenen Geräten aus verschiedenen Netzen, meldete mich komplett ab und wieder an. Ein Haufen von Fehlermeldungen begegnete mir. Hier eine kleine Auswahl:

Mittlerweile steht der Status des Nexus 4 16 GB stabil auf „Bald verfügbar“. Die 8GB Variante ist angeblich noch erhältlich. Na ja, besser als nichts. Ich klicke auf „Kaufen“, dann auf „Fortfahren“ und… „Hoppla! Bei Ihrer Anfrage ist ein Problem aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.“

Kurze Zeit später sehe ich dieses Fensterchen:

Als ich, um diesen Beitrag abzuschließen, den Shop-Link zum Nexus 4 kopieren will, stelle ich fest, dass die Sektion „Geräte kaufen“ im Play-Store mittlerweile gar nicht mehr aufrufbar ist.

Sorry Google. Aber so darf einem das eigene System nicht aus dem Ruder laufen…

P.S.: Kleines Detail am Rande. Ich hatte, wie vermutlich die meisten anderen, meine E-Mail-Adresse im Play-Store hinterlassen. Man versprach, mich zu informieren, sobald das Gerät verfügbar würde. Ich jedenfalls habe bislang keine solche Mail erhalten. Erstaunlich, oder eigentlich doch nicht?

Kategorien
Hardware Inspiration

Googles Offensive geht weiter: Acer Chromebook für 199 Dollar

Ganz oder gar nicht. Zu dieser Überlegung scheinen die Mannen aus Mountain View gelangt zu sein. Seit dem Nexus 7 hört man nur noch Preise aus dem kalifornischen Hause, die nach Kampfansagen klingen. Die ab dem morgigen Tage auch bei uns erhältlichen Nexus 4 und Nexus 10 gehören dazu. Heute Abend kündigte Google auch auf anderem Terrain den nächsten Kampfpreis an, nämlich das Acer C7 Chromebook für 199 Dollar.

Acer C7 Chromebook: Der Knüller ist vor allem der Preis!

Seien wir mal ehrlich. Ein Chromebook für 199 Dollar, in Deutschland vermutlich 199 Euro, ist ein Knüller. Das gilt auch dann noch, wenn man sich die Specs des neuen Acer ansieht, die nicht sofort für Begeisterung sorgen dürften.

Das Acer C7 kommt mit einem 11,6 Zoll Display, das gängige 1.366 x 768 Pixel auflöst. Mit einer Dicke von 2,5 Zentimetern gehört es nicht zu den schlanken Vertretern seiner Zunft. Der Akku soll 3,5 Stunden durchhalten, was eher Hausmannskost ist. Zudem gibt es drei USB-Ports, einen HDMI-, sowie einen Ethernet- und einen VGA-Port. Eine HD-Webcam und WLAN in den gängigen Standards befinden sich ebenfalls an Bord. Der Prozessor ist als Intel Core ohne nähere Bezeichnung annonciert, die verbaute Festplatte fasst ein, für ein Chromebook im Grunde unnötig opulentes, Volumen von 320 GB. Zusätzlich spendiert Google 100 GB Cloudspeicher für zwei Jahre.

In den USA und dem Vereinigten Königreich steht das Gerät ab dem 13. November, also dem morgigen Tag, offenbar irgendwie ein magisches Datum für Google, zur Verfügung. Andere Länder werden kommen, wann ist unklar.

Links zum Beitrag:

Kategorien
Hardware Inspiration

Microsoft Surface: What happened to my disk space?

What happened to my disk space? So ist ein Kapitel in Microsofts Supportbereich zum neuen Surface-Tablet benannt. Neugierde brachte mich dazu, den kleinen Text zu lesen. Danach fühlte ich mich spontan in die Zeiten von Windows CE zurückversetzt und konnte mich des Gedankens nicht erwehren, dass eben Microsoft wohl doch auf ewig Microsoft bleiben wird. Innovationen dringen nie bis in den Kern der Produkte vor…

Auf den ersten Blick scheint das Surface mit einem Mindestspeicher von 32 GB dem iPad den Rang abzulaufen. Microsoft erhielt einiges Lob für die Entscheidung, einen größeren Gerätespeicher vorzusehen. Wenn man jedoch genauer hinschaut, wird deutlich, dass die Platzangabe – sagen wir – irreführend ist. Denn rund die Hälfte des Speichers wird durch interne Tools und Programme bereits in Anspruch genommen. Für den Benutzer bleiben von einem 32 GB Surface nur 16 GB zur freien Nutzung übrig.

Allein 5 GB beanspruchen die Windows Recovery Tools, erforderlich für die Wiederherstellung des Tablets im Störungsfall, weitere 8 GB genehmigt sich Windows RT nebst Office und den übrigen vorinstallierten Apps.

Zur Einordnung in den Tablet-Markt ist es natürlich erforderlich zu erwähnen, dass das Surface sowohl einen SD-Slot, wie auch eine vollwertige USB-Schnittstelle mitbringt. Insbesondere das letztgenannte Feature ist nicht üblich am Markt, wenn auch teilweise über zusätzliche Adapter nachrüstbar. Zusätzlich erhält der Surface-Kunde 7 GB freien Speicher in der Redmonder Cloud.

Unmittelbar wirkt sich die Beschränkung daher nur aus, wenn man sehr viele Apps installieren will, was allerdings bei einem Gerät, das antritt, um den Laptop zu beerben, tatsächlich einigen Umfang annehmen kann. So man in der Tat beabsichtigt, mit einem Surface seinen Laptop zu ersetzen, sollte man in jedem Falle das größere Modell mit 64 GB wählen. Davon bleiben immerhin 46 GB zur individuellen Nutzung frei.

Ich persönlich werde mir kein Surface kaufen. Wenn ich mir den Screenshot des Explorers ansehe, weiss ich, was auf mich zukäme…

Links zum Beitrag:

Kategorien
Hardware Inspiration

Nexus 4: Googles neues Smartphone-Flaggschiff definiert den Standard nicht neu

Ich persönlich freue mich wie Bolle auf das neue Nexus 4 aus dem Hause Google. Es kann nichts Neues. Alle technischen Spezifikationen sind bekannt und auch in anderen Smartphones so vorhanden. Der Formfaktor von 4,7 Zoll, die übliche 8MP Kamera und sonstige Features sind fast schon als etabliert in der Androidwelt zu bezeichnen. Das Nexus 4 setzt an keinem Punkt an, um die Grenzen zu erweitern. Insofern ist es erstaunlich, dass das Gerät dennoch eine so hohe Aufmerksamkeit generiert. Meines Erachtens liegt das an zwei Aspekten: dem puren Android ohne Herstelleranpassungen und dem – verflixt niedrigen – Preis von 349 Euro für die 16 GB Variante.

Googles veränderte Nexus-Strategie

Bislang waren die Nexus-Modelle eher als Geräte für Entwickler gedacht. Zwar hatten sie schon immer auch optisch keinen Hässliche Entlein Status, aber die aufregenden Devices kamen von anderen Herstellern. Das neue Nexus 4 hingegen ist ein echter Hingucker und geizt auch nicht mit der Ausstattung. Wo das Vorjahresmodell Galaxy Nexus noch schwächelte, bietet das Nexus 4 keine Blößen mehr. Mit einer Front und einer Rückseite aus Gorilla Glas wirkt es elegant und – Zufall oder nicht – stark an iPhone-Prinzipien angelehnt. Zudem hängt ein Preisschild an dem Device, das als geradezu revolutionär bezeichnet werden muss. Ein tolles, voll ausgestattetes Smartphone fast geschenkt – wieso der Sinneswandel?

Google hatte vermutlich die Faxen dicke. Da nehmen profitable Unternehmen wie Samsung, HTC und andere das kostenfreie Android-Betriebssystem her und bauen auf dieser Basis schicke Geräte. In Anlehnung an Apples überzogene Preispolitik fühlten sich die Wettbewerber mutmaßlich ermutigt, ebenfalls im Premiumsegment zu wildern. So ging dort, wo die Leistungsfähigkeit der Androiden diejenige des iPhones erreichte oder überstieg, der Preisvorteil, den sich Google durch seine Donation eines kostenfreien OS erhofft hatte, ganz oder teilweise baden.

Jetzt zeigen die Kalifornier den Herstellern, wo der Hammer hängt. Pures Android ist, seit Android Honeycomb und der Definition der Holo-Guidelines für das App-Design, kein hässliches Entlein mehr und kann in vielen Bereichen Apples iOS mindestens das Wasser reichen. Was die Käufer von Android-Hardware teils schmerzlich erfahren haben, ist, dass es stark unterschiedliche Update-Policies bei den verschiedenen Herstellern gibt. Manch einer, wie Sony, stellt sich auf den Standpunkt: „Gekauft wie gesehen.“ Andere bringen zwar Updates, aber sechs bis zwölf Monate nach der Verfügbarkeit seitens Google.

Google hatte versucht, ein Agreement zu erreichen, eine Allianz zu schmieden. Hersteller sollten sich bereit erklären, mindestens für 18 Monate nach Auslieferung zeitnahe Updates zu gewährleisten. Die Allianz hielt keinen Sommer lang. Der Verbreitung kann es perspektivisch nicht nutzen, wenn mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten wird. Insbesondere im Wettbewerb mit Apple ist es wichtig, die Technologie auf dem Stand der Technik in die Haushalte zu tragen.

An dieser Stelle unterscheiden sich die Ziele Googles stark von denen der Gerätehersteller. Während Google wesentlich auf die Verbreitung schaut, schauen die Hersteller auf den nächsten Quartalsbericht. Mittlerweile ist das auch den Käufern der Hardware aufgefallen. Pures Android wird stets wesentlich, dramatisch schneller mit Updates versorgt als herstellerspezifische Iterationen. Der teuer kaufende Premiumkunde guckt zu oft in die Röhre. Eine Google-eigene Alternative erscheint hochattraktiv.

Fazit: Google, aber auch die User wollen mehr Cutting Edge Android im Markt!

Nexus 4: Der Preis und die Kompromisse

Um das zu erreichen, ist es erforderlich, die grundsätzlich vorhandenen Preisvorteile durch das kostenlose OS auch im Endverbrauchermarkt umzusetzen. Dass auch das funktioniert, zeigt Google in Kooperation mit LG nun mit dem neuen Nexus 4. Das Nexus 4 bietet alle aktuellen technischen Spezifikationen aus dem Android-Bilderbuch und kostet trotzdem in der 16 GB Variante nur 349 Euro, die 8 GB Variante schlägt mit 299 Euro zu Buche.

Natürlich wird vielerorts nun gemault, 16 GB ohne SD-Slot seien ja völlig unterdimensioniert und ein Phone ohne SD-Slot käme ihnen schon mal gar nicht ins Haus. Als Smartphone-Nutzer der ersten Stunde sage ich: Bullshit!

Als die ersten Smartphones auf den Markt kamen, zumeist Windows CE Geräte, hatten diese kaum Speicher. SD-Speicher und andere Varianten waren unverzichtbar. Das erste iPhone kam im Standard mit 8 GB. Meine iPhones hatten stets nur 16 GB. Klar, da muss man haushalten. Aber, das ist auch gut. Man lernt Disziplin und hält nur noch den Content auf dem Phone, den man tagesaktuell benötigt.

Mit dem Wachstum der Cloud wurde der lokale Speicher immer unwichtiger. Speziell der Platzfresser Musik kann heutzutage prima ausgelagert werden. Auch Google wird ab dem 13. November in Deutschland sein Play Music am Start haben. Bilder werden auf Google+ ohne Platzbegrenzung ausgelagert. Picasa befriedigt den gehobeneren Bedarf.

Ich will keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen, halte es aber für gesicherte Erkenntnis, behaupten zu dürfen, dass der lokale Speicher heutzutage weit weniger Bedeutung hat, als das noch vor wenigen Jahren der Fall war.

Zuguterletzt will ich noch erwähnen, dass es doch tatsächlich ein neues Feature gibt, das hardwaretechnisch neu ist. Das Nexus 4 ist nämlich in der Lage induktiv aufgeladen zu werden. Das funktioniert ähnlich wie bei elektrischen Zahnbürsten, so dass es im Grunde merkwürdig ist, das bislang niemand auf die Idee gekommen ist. Update: Verschiedene Kommentatoren weisen darauf hin, dass Palm bereits 1999 induktives Laden in den Markt mobiler Geräte gebracht hat. Auch aktuell sind Nokia und Samsung mit diesem Konzept auffällig geworden. Das Nexus 4 bietet also in diesem Sinne kein neues Feature, sondern lediglich eines, das sich bislang nicht durchsetzen konnte. Wenn ich mir die Ladezeiten bei meiner elektrischen Zahnbürste so ansehe, kann ich sogar verstehen wieso…

Vom iPhone 4 entlieh sich LG die Idee, die Vorderseite und Rückseite des Phones mit Glas auszustatten. Anders als bei iPhone verwendete man wenigstens Gorilla Glas, dennoch wird auch diese Entscheidung kritisiert. Vielleicht kann man sich auf folgende Vorgehensweise einigen: Wer das Nexus 4 für fehlkonstruiert hält, der kauft es einfach nicht. Ich kann es kaum erwarten, das Dingen in den Händen zu halten…

Kategorien
Hardware Inspiration

Samsung Galaxy Note 2: Interessant…

Seit kurzem kann das Samsung Galaxy Note 2, Nachfolger des ersten sehr großen Smartphones aus Südkorea, käuflich erworben werden. Der prominente Filmemacher Wim Wenders wird als Testimonial eingesetzt. Samsung versucht, das Gerät als ideal für kreative Berufe zu positionieren. Ich fühlte mich angesprochen und sah mir das Gerät näher an.

Mal vorweg: Wenn ich ein Gerät teste, dann nicht anhand der technischen Spezifikationen und Benchmarks, sondern im Alltag. Das Galaxy Note 2 unterstützt mich entsprechend seit zwei Wochen in meinen täglichen Abläufen und begleitete mich bereits auf ein recht rauhes Rock-Festival, auf eine Groß-Baustelle, beim Joggen und auf eine sehr nette Dienstreise nach Freiburg im Breisgau, der sonnigsten Stadt Deutschlands. Die wesentlichen Funktionen, jedenfalls nach meinem Anforderungsprofil, konnte ich so aussagefähig testen.

Mein Fazit: Interessant…

“Interessant”. So umschrieb mein Musiklehrer stets eine Leistung, die ihn nicht überzeugen konnte. Und so will ich das Wort auch erstmalig in diesen Kontext stellen. Ich erkläre natürlich gern warum.

Samsung Galaxy Note 2: Intelligent vermarktet

Samsung bewirbt das Note 2 mit diesem Video:

http://www.youtube.com/watch?v=EHS2_W_k5cI

Man zeige mir eine Person, die ob der dort gezeigten Möglichkeiten nicht in den sofortigen Kaufmodus wechselt und nur noch nach dem Bestell-Button sucht. Und in der Tat bietet das Gerät derlei Möglichkeiten auch an. Allein, sehr praxistauglich sind sie nicht…

Das Galaxy Note 2 ist im Wesentlichen eine größere Variante des Galaxy S3. Das betrifft die Optik und auch die sonstigen Leistungsmerkmale, mit Ausnahme der Displaygröße und des S-Pen.

Der S-Pen ist ein Stift, der wesentlich ist für alle Kreativfunktionen, die das bereits erwähnte Video visualisiert. Anders als andere nachkaufbare Stifte für kapazitive Displays ist der S-Pen deutlich leistungsfähiger, denn das Display reagiert bereits, wenn das Note den Stift nur in der Nähe wahrnimmt. Die Spitze des S-Pen wird bereits ohne Berührung des Displays als kleiner Kreis auf dem Screen angezeigt. Auf diese Weise sind Hover-Effekte möglich. Beim Websurfen funktionieren unter Verwendung des S-Pen Hover-Effekte, die eigentlich auf Mausbedienung ausgelegt waren. In den eigenen Apps macht Samsung extensiv, aber nicht vollumfänglich Gebrauch davon. Das ist eine neue Dimension der Tabletnutzung, allerdings in der Form eines Proof Of Concept.

Samsung Galaxy Note 2: im Alltag kein Knüller

Der Haken an der Sache ist nämlich, dass der S-Pen ansonsten nur da funktioniert, wo die entsprechende App gezielt auf Pen-Nutzung abgestimmt ist. Das ist naheliegenderweise nur bei Samsungs eigenen Apps auf dem Note der Fall. Entsprechend startet das Note 2 beim Entfernen des S-Pen aus dem Gerät ein Widget mit den kreativen Angeboten des Hauses.


Evolution der Smartphones? Von links nach rechts: HTC Sensation, HTC One X, Note 2, Nexus 7

Abseits der Spezial-Apps für den S-Pen, auf die ich später noch zurück kommen werde, bleibt das Note 2 ein übergroßes Galaxy S3. Und in diesem Modus arbeitet man die meiste Zeit des Tages. An dieser Stelle reduziert sich die Faszination der Neuerfindung des Smartphones, wie es Samsung gern bezeichnet, auf Normalmaß.

Denn, so verwendet, ist das Note 2 vor allem eines, klobig und unhandlich. Ich bin fast 1,90 Meter groß, verfüge über entsprechende Dimensionen und kann dennoch das Note 2 nicht bequem in einer Hand halten, geschweige denn, es mit einer Hand bedienen. Sicherlich, ich kann es in der hinteren Hosentasche transportieren. Es passt dort hinein. Auch eine Hemdtasche ist logistisch in Ordnung. Ein relativ geringes Gewicht tut sein übriges.


Note 2 links, Nexus 7 rechts: Größenvergleich

Ohne Hemdtasche beginnt das Problem dann, wenn man sitzen möchte. In der Tasche lassen wäre zu gefährlich, so verwindungssteif wird das Gerät nicht sein. Am Ende sucht man permanent nach Plätzen, an denen man das Note 2 deponieren kann. Ständig schweift der Blick auf diesen Platz, um sicher zu stellen, dass es nicht zwischenzeitlich entwendet wurde. Auf Dauer nervt das.

Die Handlichkeit, speziell wenn es um Einhandbedienung oder die Fotografie geht, ist nicht als solche zu bezeichnen. Man kommt sich vor, als würde man einen Ziegelstein auf Augenniveau heben; nicht vom Gewicht, aber von der Ausdehnung her.

Im Auto wiederum ist die Größe des Geräts ein Vorteil. Während der Fahrt ist ein Smartphone umso besser bedienbar, je größer es ist. Während der Fahrt zittert der Finger, kleine Displays erschweren das Treffen. Andererseits, welche Nutzung überwiegt? In meinem Fall ist es jedenfalls nicht die Fahrzeugnutzung…


HTC One X links mit “echteren” Farben, Note 2 blaustichig, flau

Ein generelles Problem der Samsung-Modelle nervt mich zudem. Das Weiß ist stets hellblau, mindestens flau, jedenfalls nicht weiß. So verfälscht das Note 2 die Darstellung und kann keinesfalls als Highend-Display bezeichnet werden. Besonders auffällig ist der Unterschied, wenn ich es mit meinem HTC One X oder Nexus 7 vergleiche, die beide wirklich ein sauberes Weiß dort zeigen, wo es vorgesehen ist.


HTC One X links, Note 2 rechts: Deutliche Unterschiede in der Farbdarstellung, beide Displays auf 100%

S-Pen und die Apps: Inseln ohne Anschluss ans Weltnetz

Kommen wir zurück auf die speziell angepassten Apps. Neben den S-Pen-Apps baute Samsung einige Widgets mit den bevorzugten Anwendungen, den bevorzugten Einstellungen und so weiter und platziert sie prominent auf einem der Homescreens. Diese Widgets wirken – vorsichtig ausgedrückt – konservativ. Man könnte das Design auch als altbacken, als Neunziger bezeichnen. Dieses Layout dominiert ebenso die speziellen S-Pen-Apps.


Homescreen-Widget Marke Samsung

Hier können Notizen, Memos und andere Formulare handschriftlich bestückt werden. Ich habe im letzten Jahrhundert schon modernere Formulare verwendet. Wer sich der Mühe unterzieht, die Vordrucke zu benutzen, deren Ergebnisse speichert, hat sie auf dem Gerät gespeichert. Eine Cloudintegration müsste man selber entwerfen, ein Zugriff auf die Daten über andere Anwendungen als die S-Pen-Apps ist nicht vorgestaltet.


Homescreen-Widget bei Entfernung des S-Pen aus dem Slot

S-Pen ist im Ergebnis eine – schon recht imposante, aber dennoch – Insellösung, die auf dem Note 2 funktioniert, aber eben nur dort und ohne Interaktion mit anderen Herstellern. Die Geschwindigkeit des Android-Gerätemarkts lässt nicht den Schluss zu, dass sich daran etwas ändern wird. Jeder kocht sein eigenes Süppchen.


Nicht so richtig nützlich: S-Pen Memovorlage

Note 2 und die Rechneranbindung

Android-Smartphones sind an sich bekannt dafür, in Sachen Rechneranbindung völlig problemlos zu sein. In aller Regel reicht es, das Gerät per USB anzustöpseln und schon stehen ein oder mehrere Laufwerksbuchstaben bereit, über die der Zugriff auf die Smartphoe-Inhalte erfolgen kann.

Das Note 2 arbeitet so nicht. Samsung empfiehlt die Installation der Verwaltungssoftware Kies, die für PC und Mac verfügbar ist. Ich lehne ab. Kies habe ich schon im Zusammenspiel mit meinem S2 nur zähneknirschend akzeptiert. Ich brauchte es aber, um Firmwareupdates machen zu können.

Alternativ kann das Note 2 als Mediengerät unter Windows eingebunden werden. Hier erscheint es dann im Arbeitsplatz zwar nicht mit Laufwerksbuchstaben, aber dennoch im Vollzugriff auf die Inhalte. Leider, und das scheint bei Samsung irgendwie ein generelles Problem zu sein, funktioniert dieser Modus nicht zuverlässig. In den unpassendsten Momenten verabschiedet sich das Note 2 aus meinem Windows Explorer und lässt sich nur mittels Neustart zur erneuten Zusammenarbeit bewegen. Das ist nervig und letztlich unnötig.

Unter Mac ist die Installation des Aufsatzes Android File Transfer erforderlich. Dieses Tool gewährleistet unter Mac einen Zugriff wie unter Windows. Das Note 2 erhält keinen Laufwerksbuchstaben, steht aber ansonsten voll zur Verfügung.

Möchte man lediglich Fotos importieren, steht ein expliziter Kamera-Modus auf dem Note 2 zur Verfügung. So erkennt mein iPhoto auf dem Mac das Note 2 in diesem Modus und erlaubt den Import der Camera Roll. Allerdings erweist sich dieser Modus zumindest bei mir als ebenso unzuverlässig wie die Einbindung als Mediengerät, funktioniert mithin mal und mal nicht.

Da lobe ich mir mein ansonsten verwendetes HTC One X, bei dem ich diese Probleme noch nie hatte, was sicherlich nicht zuletzt an der konventionellen Einbindung mittels Laufwerkzuordnung liegen mag.

Samsungs Kamera im Note 2

Smartphoneography ist der Renner. Deshalb will ich noch ein paar Worte zur verbauten Optik verlieren:

Ich habe die Kamera im Samsung Galaxy S2 geliebt. Man sollte meinen, dass nachfolgende Modelle entweder identisch, mindestens aber nicht schlechter sein würden. Die Kamera des Note 2 ist in Ordnung, die Qualität ist nicht erbarmungswürdig. Ein Knüller ist sie indes auch nicht. Jedenfalls ist die Bildqualität des Note 2 kein schlagendes Kaufargument.

Ein paar Beispiele gefällig?

Note 2: Weißes Zubehör für schwarzes Phablet

Ich staunte nicht schlecht, als ich das mitgelieferte Zubehör, ein USB-Kabel, einen Ladestecker und ein In-Ear-Headset, auspackte. In reinstem Weiß werden diese Teile mit dem schwarzen Note geliefert, was zumindest unpassend wirkt.

Nicht bloß Geschmackssache ist die Tatsache, dass der Micro-USB-Stecker zu kurz ausgeführt ist. So sitzt er nicht fest genug im Note, wackelt und hat Luft. Das wiederum führte in meinen Tests dazu, dass das Gerät teilweise nicht geladen wurde, obschon rein optisch der Stecker im Gerät zu sitzen schien und Rechnerverbindungen aus dem gleichen Grunde abbrachen. Eine ähnlich schlechte Ausführung einer Steckverbindung fand ich nur noch bei einer externen USB-Festplatte von Western Digital vor. Da löste ich das Problem, indem ich den Stecker mittels Gewebeband an das Laufwerk klebte. Leider ist das keine probate Lösung für ein Smartphone…

Samsung Galaxy Note 2: Sonstige Auffälligkeiten, Schutzhüllen erforderlich

Optisch macht das Note 2 was her. Es wirkt deutlich eleganter als das Vorgängermodell und täuscht so gekonnt über den Umstand hinweg, dass es – wie bei Samsung üblich – ein Plastikbomber ist. Insofern können alle Kritikpunkte, die schon für S2 und S3 Geltung hatten auch hier angebracht werden.

Natürlich wirkt eine Kunststoffausführung umso negativer, je größer das Device ist. Ich kann nicht beurteilen, wie es nach einem Jahr Dauergebrauch um die Verwindungssteifigkeit des Note bestellt sein wird.

Die hintere Abdeckung ist, ebenfalls üblich, dermaßen dünn ausgeführt, dass man stets in Sorge ist, wenn man sie mal abnehmen oder wieder anbringen muss. Zum Schutz der Rückseite habe ich deshalb ein Hardcase gekauft, nämlich das LuvTab Cover Case, das es hier bei Amazon (kein Affiliate-Link) für günstige 5,99 EUR gibt. Und so sieht es aus:

Würde ich das Note 2 indes dauerhaft zu meinem Begleiter machen, entschiede ich mich für die Ultra Slim Leder Tasche von Supremery, die ebenfalls bei Amazon (kein Affiliate-Link) für schon weniger schlanke 24,95 EUR erhältlich ist. Die Tasche ist preislich zwar überzogen, vor allem in Anbetracht offensichtlicher Verarbeitungsmängel, wie Kleberückstände auf dem Leder. Zudem muss das Case erst einige Tage an der frischen Luft gelagert werden, um den beißenden Geruch los zu werden, der einem entgegen schlägt, wenn man es aus der Verpackung nimmt. Allen Widrigkeiten und kleineren Mängeln zum Trotz ist die Hülle auf Dauer jedoch ein äußerst stabiler Rundumschutz für das teure Note 2. Und so sieht es aus:

Für wen ist das Note 2 das perfekte Smartphone?

Gehen wir einmal davon aus, dass es für das Note 2 eine echte Zielgruppe gäbe. Wer könnte das sein? In jedem Fall ist das Gerät für Personen besonders geeignet, die schlechte Augen haben. Die schiere Größe des Displays, unterstützt durch entsprechende Konfigurationseinstellungen, erleichtert es sehbeeinträchtigten Personen, die Inhalte leichter zu konsumieren.

Die werblich avisierte Zielgruppe der Kreativen ist eher nicht die real existierende Käufergruppe. Zu limitiert sind die Möglichkeiten des Note 2. Zu wenig offen und zu altbacken sind die Lösungen. Und dann kommt noch hinzu, dass die Displaygröße für kreative Anwendungen, das beginnt schon mit den Memo-Templates, doch wieder zu klein ist. Handschrift braucht Platz. 5,5 Zoll reichen nur kleinen Händen mit mikroskopisch präziser Kalligrafie.

Für mich reicht es nicht…

P.S.: Samsungs unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699 Euro, der Straßenpreis liegt zwischen 550 und 600 Euro. Auch der ist noch mutig. Glücklicherweise gibt es das iPhone, so braucht man sich für nahezu keine Preisauszeichnung mehr zu schämen. Danke Apple…

Alle Bilder im Galerieüberblick:

Kategorien
Hardware Inspiration

Windows 8: Ich kaufe mir (k)ein Ultrabook…

Microsoft ist kein Hardware-Hersteller. Leider, möchte ich fast schon sagen, wenn ich mir ansehe, was die Hardware-Partner der Redmonder zum Launch des neuen Windows 8 eben nicht aufgeboten haben. Nur Hausmannskost wird geliefert, die Spezifikationen sind alte Bekannte. Was soll man damit? Lesen Sie die Erfahrungen eines wechselwilligen Mac-Nutzers…

Ein neues Notebook muss her

Ich brauche ein neues Notebook. Mein Macbook Pro 15 Zoll ist fast fünf Jahre alt und verhält sich, trotz einiger Aufrüstungsmaßnahmen, wie mehr Ram und schnellerer Festplatte, nicht mehr zeitgemäß. Greif zum nächsten Macbook Pro möchte man da rufen. Und tatsächlich war ich bereits kurz davor, den Bestellvorgang für die kleinere Variante des Retina Macbook auszulösen. Der Preis ließ mich noch einmal nachdenken. Wenn Windows 8 auf den Markt kommt, so dachte ich, dann kommen zeitgleich sicherlich auch neue Ultrabooks. Und die sind vermutlich weniger hochpreisig als die Edelrechner aus Cupertino.

Ich bin kein Ideologe. Natürlich arbeite ich gern am Mac, komme aber ebenfalls mit Windows-Geräten zurecht. An einem meiner Büroarbeitsplätze steht ein Acer Predator mit einem i5 und Windows 7 Ultimate. Ich kann nicht schlecht über das Gerät und das OS reden.

Insofern ist der Erwerb eines Ultrabook mit Windows 8 für mich absolut nicht ausgeschlossen. Ich staunte allerdings nicht schlecht, als ich mich heute über das existierende Angebot aktueller Hardware informierte. Dabei gehe ich stets gleich vor.

Zunächst stöbere ich frei in Amazons Angebot. Wenn es dort verfügbar ist, kaufe ich es auch dort, egal, um was es sich handelt. Ich bin Kunde des Prime-Angebots und das schon seit Jahren. Der Service im Störungsfall ist bei Amazon nach meiner Erfahrung völlig unschlagbar, Probleme mit Rückgabe und Umtausch hatte ich noch nie.

Ich finde dann auch schnell das Portfolio an Ultrabooks. Allerdings handelt es sich durchweg um stinknormale Standardgeräte, die seit Monaten verfügbar sind. Ich schränke die Suche weiter ein und verlange die Anzeige lediglich solcher Geräte, die mindestens 8 GB Ram in sich tragen. Das ist zwar im Grunde keine valide Vorgehensweise, jedoch assoziiere ich viel Ram mit relativ neuen Produkten. Es stellt sich heraus, dass ich in der Tat auf den ersten vier Plätzen der Suchergebnisübersicht Ultrabooks mit Windows 8 zu Gesicht bekomme.


Samsung Ultratouch: Gibt es noch nicht…

Es handelt sich um das Lenovo Ideapad Yoga 13, lieferbar ab dem 8.11., das Samsung Serie 5 Ultratouch, voraussichtlich lieferbar in vier bis sechs Wochen, das Asus Zenbook UX51VZ, lieferbar ab dem 8.11. und eine weitere Variante des Zenbook, lieferbar, sobald es verfügbar ist. Interessanter Zeitrahmen… Preislich bewegen sich die Geräte durchweg in der Range von 1.000 bis 2.000 Euro, können also einem Macbook in dieser Richtung das Wasser reichen.

Ich bin in doppelter Hinsicht erstaunt. Wann wird die PC-Industrie eigentlich die wichtigste Lektion, die man stets neu bei Apple lernen kann, verinnerlichen? Geräte müssen zum Startzeitpunkt verfügbar sein. Vor jeder neuen Macbook-Inkarnation geht der Store offline, um dann direkt nach der Keynote die neuen Geräte bestellbar, in aller Regel auch lieferbar zu präsentieren.

Ebenso erstaunlich finde ich die Preise. Gern wird Apple gebasht für seine Hochpreis-Strategie, jedenfalls wird sie gern so genannt. Viel zu teuer würde man Produkte verkaufen, die diese Preise überhaupt nicht rechtfertigen würden. Wie gesagt, die neuen Ultrabooks stehen Apple preislich in nichts nach…

Welches Notebook empfiehlt mir Microsoft?

Vielleicht hast du einfach nicht vernünftig gesucht, denke ich dann und komme auf die glorreiche Idee, doch einfach mal bei Microsoft selbst zu schauen, welche Geräte man mir eventuell empfehlen würde. Und tatsächlich findet sich auf Microsofts Website ein PC-Selektor, ein Assistent, der mit einigen Fragen arbeitet und aus den Antworten das ultimative Arbeitsgerät für den Suchenden ermitteln will.

Ich beantworte alle Fragen in die Extreme “besonders mobil” und “besonders leistungsstark” hinein. Am Ende erhalte ich die Empfehlung: “HP Spectre XT Ultrabook” Nanu…

Erhältlich sei das Gerät bei Idealo. Nochmal nanu…


Microsoft empfiehlt mir dieses Ultrabook. Danke, aber nein danke.

Man empfiehlt mir also ein Gerät, das nicht nur schon länger am Markt ist, sondern auch mit einer Auflösung von 1.366 mal 768 Pixeln, getrieben von einer Grafikkarte mit Shared Memory und einer Zwergen-SSD von 128 GB, gerade nicht die Gewähr für Top-Leistung bietet. Dann behauptet man, ich könne dieses Gerät bei Idealo beziehen, dabei ist Idealo bekanntlich kein Shop, sondern ein Preisvergleichs-Portal. Zudem führt Idealo das empfohlene Produkt zwar in seiner Datenbank, kann jedoch keinen einzigen Shop anzeigen, der das Gerät letztlich wirklich verkaufen würde.

Der gesamte PC-Selektor erweist sich damit als völig wertlos.

Ich reibe mir verwundert die Augen. Wollte Microsoft mit Windows 8 nicht durchstarten? Sollten die Verkaufszahlen nicht durch die Decke gehen? Wollen sie das erreichen durch falsche Empfehlungen, die es letztlich an der ausgewiesenen Stelle dann doch nicht gibt?

Ich treffe eine Entscheidung…

Und was ist mit den Herstellern los? Windows 8 ist doch nicht überraschend gekommen. Previews kursieren seit Monaten. Da sollte Zeit genug gewesen sein, dediziert schicke Geräte auf das kommende Windows abzustimmen und rechtzeitig zum OS-Launch auch in die Läden zu bringen.

Aber: Sie tun es nicht. Sie haben es im Grunde noch nie getan und beabsichtigen offensichtlich keine Änderung. Damit erweisen sie sich selbst und Microsoft einen Bärendienst. Denn Verkäufe werden durch die Kombination aus Hard- und Software getrieben. Das ist die wahre Errungenschaft eines Steve Jobs. Die Menschen achten auf Design, auf Usability und fordern funktionierende Gesamtpakete mit sinnvoll aufeinander abgestimmten Komponenten.

Microsoft und seine Partner wollen diesen Markt offenbar weiterhin ignorieren. Ich habe mir ein Macbook bestellt…

Links zum Beitrag:

  • Finden Sie Ihren neuen PC – Microsofts PC-Selektor
  • Startseite der Promo-Website zu Windows 8 – Microsoft