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Jenseits von Flash

Wenn es darum geht, Panorama-Bilder wiederzugeben oder Objekte durch den Besucher von allen Seiten begutachten zu lassen, denken die meisten sofort an Flash. Quicktime VR jedoch kann mehr. Das Quicktime Plugin mit Quicktime VR hält genau die hier benötigte…

Wenn es darum geht, Panorama-Bilder wiederzugeben oder Objekte durch den Besucher von allen Seiten begutachten zu lassen, denken die meisten sofort an Flash. Quicktime VR jedoch kann mehr.

Das Quicktime Plugin mit Quicktime VR hält genau die hier benötigte leistungsfähige Alternative parat. Damit lassen sich jene hochwertigen 3D-Animationen erstellen, die der DMMV erst kürzlich auf vielen deutschen Business-Seiten vermisst hat. Hier geht es eben nicht um Spielereien, sondern um praktischen Nutzen. Mercedes nutzt das Format zur Präsentation seiner Fahrzeuge genauso wie der Louvre oder die Apple Hardware-Gallery.

Man unterscheidet zwischen Panorama- und Objekt-Modus.

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Mercedes nutzt Quicktime VR für Produktpräsentationen

Im Panorama-Modus dreht sich die Kamera und zeigt zum Beispiel eine Landschaft. Der Besucher kann mit Maus oder Tastatur das Panorama drehen, hinein- oder hinauszoomen.

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Alle Arten möglich mit VR Worx

Im Objekt-Modus dreht sich ein Objekt um eine feste Kamera. Auch hier kann der Besucher das Objekt drehen oder zoomen. Hyperlinks sind ebenfalls möglich und lassen sich auf beliebige Elemente in dem QTVR Clip legen.

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Alle Arten möglich mit VR Worx

Die Produktion von Bildern für das Panorama-Format ist recht einfach, viele moderne Digital-Kameras kennen eine entsprechende Funktion, oft „Stitch-Assistent“ genannt, um aus mehreren Einzelbildern Panoramen zu erstellen.

Um daraus Quicktime VR Dateien zu erstellen, braucht es Zusatzsoftware. Das Apple Quicktime Authering Studio oder auch Corel Photopaint ab Version 8 können QTVR Clips erstellen. Eines der bekanntesten Programme für die Erstellung von Quicktime VR Dateien ist seit langem VR Worx. Auf der Webseite des Herstellers lassen sich Testversionen für Windows- und Apple-Computer herunterladen.

Auch für drehbare Objekte ist die VR Toolbox geeignet. Die Produktion entsprechender Fotos als Ausgangsmaterial ist hier aber schwieriger. Im besten Fall befindet sich das Objekt auf einer drehbaren Bühne, die sich pro Foto um 10 Grad dreht – so erhält man eine Rundum Ansicht aus 36 Einzelbildern. Daraus kann die Software dann einen komplett drehbaren Clip generieren, dem nicht mehr anzusehen ist, dass er aus Einzelbildern aufgenommen wurde.

Ist dieser Aufwand zu groß, reichen auch weniger Einzelbilder. Auch wenn etwa die Gradzahlen nicht exakt eingehalten werden, kann die Software noch ausgleichen. Mehrere Fotografen und Foto-Agenturen haben sich speziell auf diese Anforderungen eingerichtet und liefern auf Wunsch sogar freigestellte Einzelbilder, die sich dann für jeden Hintergrund anpassen lassen.

Von Nicolas Rotermund

Nicolas war Mitarbeiter im Dr. Web Team in unserer Ahrensburger und frühen Lübecker Zeit.

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