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Linux Mint 14, Codename Nadia, als RC ab sofort verfügbar

Linux Mint ist die Distribution der Wahl für alle Nutzer, denen Ubuntus Unity-Konzept nicht zusagt. Seit etwas mehr als einem Jahr gewinnt Mint im Vergleich zu Ubuntu an Boden. Seither zählt Mint zu den am häufigsten aufgesuchten Distributionen auf DistroWatch. Den für Ende November angekündigten Releasetermin der Version 14 scheint das Team locker einhalten zu können. Seit einer guten Stunde steht der erste Release-Candidate sowohl der MATE-, wie auch der Cinnamon-Variante zum Download bereit.

Linux Mint und die Gnome-Debatte

Linux Mint, für diejenigen, die eben zum ersten Mal davon lesen, basiert auf Ubuntu. Deshalb richten sich die Releasezyklen von Mint auch nach denjenigen des Ubuntu-Projekts. Ubuntu veröffentlicht immer im April und Oktober eines Jahres eine neue Version, Mint entsprechend ein bis zwei Monate später.

Der Hauptunterschied zwischen Ubuntu und Mint ist die Wahl des Fenstermanagers, auch Desktop-Umgebung genannt. Das klingt nur auf den ersten Blick unspektakulär. Die Desktop-Umgebung ist immerhin die direkte Schnittstelle zwischen dem Nutzer und dem System. Während Ubuntu mit Unity seit etwa zwei Jahren die eigene Vorstellung eines Desktops verfolgt und ihn mittlerweile zum Standard der Distribution erhoben hat, bleiben die Macher von Mint bei Gnome, wenn auch in der Version zweier verschiedener Forks.

Die Fortführung des Gnome-Konzepts darf wohl als Erfolgsfaktor der Distribution gewertet werden, die es darüber hinaus, allerdings weniger erfolgreich in weiteren Varianten, etwa auf der Basis von Debian gibt. Gnome ist neben KDE die bekannteste und beliebteste Desktop-Umgebung in der Linux-Welt, wobei Gnome wiederum als Antwort auf KDE entstanden ist.

Linux Mint in seiner Ubuntu-basierenden Variante wird seit etwas mehr als einem Jahr wiederum in zwei Versionen angeboten. Es gibt eine MATE- und eine Cinnamon-Variante. Beide basieren auf Gnome. MATE entwickelt Gnome in der Version 2 weiter, Cinnamon versucht, das zu Beginn weniger beliebte Gnome 3 fortzuführen.

Linux Mint 14 Nadia: starker Fokus auf Cinnamon 1.6

In Version 14 wird deutlich, dass das Team den Fokus schrittweise auf die Cinnamon-Variante verlegt. Hier wurden für die aktuelle Version mehr als 800 Veränderungen vorgenommen. MATE wird mit Mint Nadia auf 1.4, Cinnamon auf 1.6 gehoben. Speziell an der Stabilität will man gearbeitet haben.

Interessant: In Cinnamon 1.6 können Workspaces benannt werden. Die Namensgebung übersteht auch Neustarts und kann so den Organisationsgrad der eigenen Arbeit erhöhen. Weitere schicke Helferlein, wie eine kleine Fensterleiste und ein neues Notification Applet, sowie ein aufgehübschtes Sound-Applets und ein eigener File-Browser namens Nemo entwickeln das System fort.

Freunde des Eye-Candy werden sich über die neue Version des Display-Managers MDM freuen. Die Auswahl an einsatzfähigen Themes für das eigene Mint ist noch einmal gravierend erweitert worden.

Wer sich selbst einen Eindruck von Nadia verschaffen will, kann das ab sofort tun…

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Von Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Eine Antwort auf „Linux Mint 14, Codename Nadia, als RC ab sofort verfügbar“

Habe meine Ubuntu-Installation (11.04 mit Gnome2) kürzlich auf 12.10 aktualisiert und Xfce installiert. Eine Neu-Installation würde ich vermutlich mit Xubuntu oder Mint wagen. Ein Grund für die Neu-Installation war, dass u.a. GIMP 2.8 auf 11.04 und älter nicht läuft.

Für Web-Entwickler mit Linux-Ambitionen evtl. interessant: Mein bevorzugter Editor für HTML, CSS, Javascript, etc. ist Komodo. Von UltraEdit für Linux (gekauft) war ich schwer enttäuscht. Weitere tolle Programme (auch) für Linux sind: XnView MP (Bilder-Verwaltung), FileZilla (FTP), Diffuse (Vergleich), Bildschirmlineal, …

Mein „Server“ läuft mit Ubuntu 10.04 und virtualisiert div. Windows-Versionen zum Testen.

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