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Online Stellenanzeigen – Chancen und Kosten

Ob nun eine Fachkraft, eine Teilzeitkraft oder ein Praktikant gesucht wird, per Online-Stellenanzeige wird zügig das passende Personal gefunden. Doch wo soll das Gesuch aufgegeben werden und welche Kosten entstehen dabei?

Ob nun eine Fachkraft, eine Teilzeitkraft oder ein Praktikant gesucht wird, per Online-Stellenanzeige wird zügig das passende Personal gefunden. Doch wo soll das Gesuch aufgegeben werden und welche Kosten entstehen dabei?

Die Suche nach gutem Personal findet vermehrt im Internet statt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit einer Zeitungsannonce nach neuen Mitarbeitern suchte. Per Online-Stellenanzeige erreicht man mehr Leser und somit auch mehr qualifizierte Arbeitskräfte. Grund genug also, um zukünftig per Monster, Jobscout & Co. nach einem Arbeitnehmer zu suchen. Stellt sich nur die Frage nach den Kosten. Und muss unbedingt eine Stellenanzeige aufgegeben werden oder können potenzielle Mitarbeiter auch per Suchverfahren ausfindig gemacht werden?


Klassiker: das Portal der Arbeitsagentur

Alle im Artikel genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 Prozent.

Monster
Monster steht keineswegs grundlos an erster Stelle unserer Auflistung. Nicht zuletzt aufgrund der massiven Werbemaßnahmen hat Monster.com praktisch die ganze Welt erobert, zählt laut comScore Media Metrics zu den zwanzig meistbesuchten Webseiten der Welt und ist die weltweit größte Suchmaschine für Arbeitsplätze (Quelle). Nichts liegt also näher, als per Monster nach einem neuen Mitarbeiter zu suchen. Wären da nicht die Kosten. Eine einzige Anzeige mit 30tägiger Laufzeit kostet 795 Euro. Wer die Stellenanzeige auch auf den Netzwerkseiten von Monster.de veröffentlichen möchte, muss noch 395 Euro draufzahlen. Möchte man eine individuelle Vorlage haben, sind allein für diese Leistung 595 Euro fällig. Anderenfalls steht lediglich das Standardlayout zur Verfügung. Immerhin darf dabei das Firmenlogo eingefügt werden. So oder so wird die Anzeige innerhalb einer Stunde online sein. Wer mehrere Anzeigen im Jahr aufgibt, kann Sonderkonditionen in Anspruch nehmen. Das ändert leider aber nur wenig daran, dass die Preise für Kleinunternehmer zu hoch sind.

Die Alternative zu der Stellenanzeige stellt die Nutzung der Lebenslaufdatenbank dar. Der Nutzer kann sich durch die Lebensläufe der Benutzer klicken und so eigenständig nach einem geeigneten Arbeitnehmer suchen. Leider ist auch diese Variante kostspielig. Die einmonatige Nutzung mit nur 50 Ansichten kostet bereits 249 Euro.


Monster (Ausschnitt)

Jobscout24
Die Online-Jobbörse der Scout24 Holding GmbH, die unter anderem auch für Immobilienscout24 und Friendscout24 verantwortlich ist, weist monatlich rund 3,7 Millionen Besucher und 250.000 Stellenanzeigen auf. Im Vergleich zu Monster.de sind die Anzeigenpreise bei Jobscout erheblich geringer. Die Kosten für eine Stellenanzeige fangen bei 295 Euro an; je nach Laufzeit, Präsenz und Reichweite. Ein Servicepaket mit professioneller Eingabe, Layout und Check der Anzeige hat einen Aufpreis von 100 Euro. Einen gravierenden Preisnachlass gibt es bei der Suche nach Auszubildenden, Praktikanten, Diplomanden und Werksstudenten, denn in diesen Fällen fangen die Preise schon bei 99 Euro an. Für mittelständische Unternehmen gibt es Sonderkonditionen, wie zum Beispiel immer wiederkehrende Jahresanzeigen für 795 Euro. Positiv ist, dass bei der Erstellung drei sehr unterschiedliche Layouts zur Verfügung stehen.

Ähnlich wie bei Monster.de kann man sich auch bei Jobscout durch die Profile klicken und selber nach einem Kandidaten suchen. Die Nutzung dieses so genannten Kandidaten-Pool ist jedoch sehr teuer. Eine einzige Kontaktdaten-Abfrage kostet bereits 24,95 Euro. Die Alternative wären teure Flatrates mit einer Monatsgebühr zwischen 795 und 945 Euro. Immerhin: Neue User dürfen nach ihrer Registrierung zur Probe drei Kontaktdaten-Abfragen kostenlos durchführen.


Auf Jobscout24 stehen drei Vorlagen zur Auswahl

Stepstone
Die Jobbörse Stepstone ist speziell für Fach- und Führungskräfte angedacht. Wer hier eine Anzeige veröffentlichen möchte und diese selber erstellt, wobei erfreulicherweise zehn Standardlayouts zur Auswahl stehen, zahlt für eine Laufzeit von 30 Tagen 590 Euro. Eine Besonderheit bei Stepstone ist, dass eine Stellenanzeige auch anonym mit dem Chiffre-Prinzip aufgegeben werden kann. Der Preis für die 30tägige Anzeige steigt so allerdings auf 875 Euro an. Erfreulich ist, dass die Ausschreibung von einem Praktikumsplatz, einem Ausbildungsplatz sowie einem Studentenjob kostenlos ist.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, für die Anzeige ein individuelles Layout in Auftrag zu geben. Ob das den Gesamtpreis von 995 Euro rechtfertigt, muss jeder Unternehmer für sich selbst entscheiden.

Die Stellenanzeige kann nach eigenen Wünschen mit Zusatzprodukten erweitert werden. So zum Beispiel mit einer Video-Einbindung oder einer Schnittstelle zwischen Stepstone und der eigenen Webseite. Die Kosten dafür können sehr verschieden ausfallen und müssen erfragt werden. Weiterhin kann die Online-Anzeige mit einer Print-Anzeige ergänzt werden. Soll die Stellenanzeige zum Beispiel auch in der “Welt” sowie in der “Welt Kompakt” erscheinen, liegen die Zusatzkosten bei mindestens 100 Euro.

Die Nutzung einer Lebenslauf-Datenbank ist bei Stepstone ebenso möglich wie bei Monster und Jobscout24. Der Preis für einen Monat und 50 Profil-Aufrufe liegt zum Beispiel bei 195 Euro. Einen ordentlichen Mengenrabatt gibt es bei den sogenannten Powerpackages. 2.000 Profilaufrufe in einem Monat kosten zum Beispiel “nur” 995 Euro.

Jobware
Jobware gehört zwar nicht unbedingt zu den bekanntesten, wohl aber zu den ältesten Jobbörsen in Deutschland. Bereits im Jahre 1996 ging der Online-Stellenmarkt online; passend am 1. Mai, dem Tag der Arbeit. Die Jobanzeigen richten sich vorwiegend an Fach- und Führungskräfte, sind aus Sicht des Arbeitgebers aber teuer. Wer hier ein Stellenangebot schalten möchte, zahlt dafür 995 Euro. Die Laufzeit einer solchen Anzeige beträgt grundsätzlich vier Wochen. Bei mehreren Jobangeboten kann ein Mengenrabatt frei ausgehandelt werden.

Eine Besonderheit bei Jobware ist, dass die Anzeigen auf bis zu 300 fach- und regionsspezifischen Partnerplattformen erscheinen. Dazu zählt zum Beispiel die Internetseite von der Wirtschaftswoche, der Zeit, der Stuttgarter Zeitung und der Südwest Presse. Die Mitarbeiter von Jobware berücksichtigen dabei, welche Webseite von den potentiellen Arbeitnehmern vorwiegend besucht werden könnte.

Die Anzeigenschaltung kann entweder per Selbsteingabe oder per E-Mail vonstatten gehen. Letzteres hat den Vorteil, dass man die Anzeige selber gestalten kann und diese so veröffentlicht wird. Die Kosten ändern sich dadurch nicht.
Die Bewerbergalerie, wobei man sich durch die Lebensläufe klicken kann, befand sich bei Veröffentlichung dieses Artikels noch im Aufbau. Bis diese Lebenslauf-Datenbank vollständig genutzt werden kann, darf man sich telefonisch an Jobware wenden und sich (für eine ausgehandelte Pauschale) bei der Personalsuche helfen lassen.


Die Bewerbergalerie von Jobware befindet sich aktuell noch im Aufbau (Stand: Jan. 2010)

Journalismusjobs
Sofern nach einem Publizisten (Texter, Journalist) oder einem Pressesprecher gesucht wird, kann die Mitarbeitersuche auch per Journalismusjobs vonstatten gehen. Der Vorteil: Für die Arbeitgeber ist das Veröffentlichen eines Stellenangebotes gratis. Sogar durch die Lebensläufe der Redakteure und Journalisten darf man sich kostenlos klicken und gegebenenfalls Kontakt aufnehmen. Die Sache hat jedoch einen kleinen Harken: Nur zahlende Mitglieder, und davon gibt es nur rund 7.500, können die Stellenanzeige vollständig einsehen und somit eine Bewerbung einreichen. Kurz gesagt: Der Arbeitgeber zahlt nichts, erreicht aber nur eine sehr kleine Zielgruppe.



Bundesagentur für Arbeit

Die Jobbörse der Arbeitsagentur mag nicht unbedingt die prachtvollste sein, dafür aber ist sie für den Arbeitgeber völlig kostenlos. Sowohl das Erstellen einer Anzeige, was mit einer Vorlage sehr einfach vonstatten geht, als auch das Durchsuchen von Lebensläufen ist gratis. Dabei ist es irrelevant, ob eine Vollzeitkraft, eine Teilzeitkraft, ein Azubi, eine Aushilfe oder ein Praktikant gesucht wird.

Bevor Arbeitgeber aktiv werden können, erfolgt eine Prüfung. Neben der Registrierung muss per Post ein Nachweis der Gewerbetätigkeit übersandt werden. Erst dann erfolgt die Freischaltung. Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen der Bundesagentur ist, dass es in der Vergangenheit massiven Datenmissbrauch gegeben hat (Quelle). Die Bearbeitung erfolgt relativ zügig, etwa innerhalb einer Woche.

(tm), (sl)

Von Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

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