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Public Cloud von OVH: Sicheres, schnelles und europäisches Cloud-Computing

Egal ob Google, Microsoft oder Adobe: Die Cloud ist allgegenwärtig. Immer häufiger werden Dienste nicht als klassische Anwendungen, sondern als „Software as a Service“ über eine Cloud angeboten. Um einen eigenen „SaaS“ zu betreiben, sind besondere Anforderungen an einen (oder mehrere) Server erforderlich. Der internationale Hoster OVH bietet mit seiner „Public Cloud“ ein äußerst anpassbares Hosting speziell für Cloud-Computing an. OVH besitzt Rechenzentren unter anderem in Europa und bietet einen besonderen Schutz vor Datenverlust. Zudem werden in besonderem Maße Datenschutz und -sicherheit gewährleistet.

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Public Cloud: individuelles Hosting für speicher- und rechenintensive Prozesse

Statt fertig geschnürter Tarife stellst du dir bei OVH deine „Public Cloud“ ganz individuell zusammen. Das fängt bei der Auswahl des Servertyps an. Hier entscheidest du, ob dieser für speicher- oder rechenintensive Prozesse optimiert sein soll. Bei „SaaS“- und großen Datenbank-Anwendungen bietet sich eine RAM-Instanz an, die besonders viel Arbeitsspeicher bereithält. Für rechenintensive Anwendungen, die beispielsweise große Datenmengen analysieren oder komplexe Aufgaben erledigen sollen, bietet sich hingegen eine CPU-Instanz an, die eine höhere Frequenz sowie eine größere Anzahl an Prozessoren bietet.

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Individuelles Zusammenstellen des Cloud-Servers

Auch bei der Preisgestaltung ist OVH sehr flexibel. So entscheidest du dich zwischen einer monatlichen oder einer stündlichen Abrechnung der Serverleistung. So zahlst du für eine CPU-Instanz mit 2 virtuellen CPUs, 7 Gigabyte RAM und 200 Gigabyte Festplattenspeicher entweder 0,083 Euro pro Stunde oder 30 Euro im Monat (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).

Eine RAM-Instanz, die 30 Gigabyte Arbeitsspeicher besitzt, kostet 0,097 Euro beziehungsweise 35 Euro. Für beide Instanzen gibt es mehrere Tarifstufen, bei denen die Anzahl der CPUs sowie die Größe des Arbeits- und Festplattenspeichers variieren. Ob du eine stündlich genaue oder pauschale monatliche Abrechnung wünschst, kannst du jederzeit ändern.

Betriebssystem und Serverstandort wählen

Doch es bleibt nicht bei der Auswahl einer CPU- oder RAM-Instanz. Auch bei der Auswahl des Betriebssystems entscheidest du dich zwischen einer von mehreren Linux-Distributionen – Centos, Debian, Fedora und Ubuntu in verschiedenen Versionen – und Windows Server 2012. Bei der Gelegenheit ist es erwähnenswert, dass der Cloud-Dienst von OVH auf dem freien Softwareprojekt OpenStack basiert. Damit steht dir die OpenStack-API mit ihrem Featureset zur Verfügung.

Serverstandorte gibt es in Kanada und in Frankreich. Auch hier entscheidest du selbst, welchen Standort du für deine „Public Cloud“ verwendest. Servertyp und Betriebssystem sind nachträglich übrigens änderbar.

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Erstellung eines SSH-Schlüssels mit PuTTY

Außerdem muss ein öffentlicher SSH-Schlüssel hinterlegt werden, damit der Zugriff auf den Server über eine Terminalanwendung erfolgen kann. Über ein Programm wie PuTTY kannst du SSH-Schlüssel erstellen. Der Vorteil der Variante mit Schlüsseln ist der, dass du dir kein Kennwort merken musst. Ein umfangreicher Hilfebereich unterstützt dich beispielsweise bei der Frage, wie du SSH-Schlüsselpaare anlegst – sowohl unter Windows als auch unter Linux und Mac.

Server per Terminal oder VNC-Konsole bedienen

Dank der SSH-Schlüssel ist der Zugriff auf deinen Server bei OVH denkbar einfach. Mit der Terminalanwendung PuTTY gibst du den öffentlichen SSH-Schlüssel an und erhältst anschließend Zugriff auf den Server. Alternativ stellt dir OVH auch eine VNC-Konsole bereit. Hierzu ist es allerdings nötig, vorher per SSH ein Kennwort zu vergeben.

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Serverzugriff per Terminal

Im Hilfebereich erfährst du auch, wie du per SSH ein Kennwort vergibst, um anschließend über die VNC-Konsole auf deinen Server zugreifen zu können.

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Serverzugriff per Konsole

Wer die „Public Cloud“ nutzen will, um beispielsweise einen eigenen Webserver zu betreiben, muss sich diesen sowie PHP und MySQL selbst installieren. Auch hier gibt es im Hilfebereich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die bis zur Installation von WordPress genau erläutert, wie vorzugehen ist.

Am Ende steht ein eigener Webserver mit frischer WordPress-Installation bereit. Diese ist über die IP deines Servers erreichbar. Natürlich hast du auch die Möglichkeit, bei OVH deine eigene Domain für eine „Public Cloud“ hosten zu lassen.

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Server-Verwaltung über die OVH-Oberfläche

Über die Bedienoberfläche von OVH erledigst du einen Neustart oder die Reinstallation des Servers mit einem Mausklick. Aber auch wenn Vieles sehr einfach und einiges sehr anschaulich dokumentiert ist, sollte grundsätzliches Wissen bezüglich Serverkonfiguration und -handhabung natürlich vorhanden sein. OVH macht es dabei schon recht einfach, sich zurechtzufinden.

Mehr Sicherheit dank Firewall, Backups und Datenreplikation

Um dich vor ungewollten Zugriffen zu schützen, aktivierst und konfigurierst du im Handumdrehen eine Firewall für deinen Cloud-Server. So hast du die Möglichkeit, bestimmte Protokolle und IP-Adressen explizit zu erlauben oder zu verbieten.

Gerade bei größeren Veränderungen am Server ist es sinnvoll, vorab ein Backup herzustellen. Über die Benutzeroberfläche von OVH erstellst du Backups in wenigen Sekunden. Aus den Backups kannst du im Ernstfall neue Server-Instanzen erstellen und mit ihnen weiterarbeiten.

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Backups erstellen und in eine neue Server-Instanz einspielen

Aber auch ohne manuelle Backups sind deine Daten in guten Händen. So sorgt eine dreifache Datenreplikation dafür, dass deine Daten im Falle technischen Versagens wieder hergestellt werden können.

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Zusätzliche Festplatten hinzubuchen

Wem der Speicherplatz seines Servers nicht ausreicht, kann zusätzliche Festplatten dazubuchen. Hier hast du die Wahl zwischen klassischen Festplatten und solchen mit einer hohen Performance – wenn es besonders schnell gehen soll. Den Standort jeder einzelnen Festplatte wählst du frei. Somit kann beispielsweise eine Festplatte in Kanada und eine in Frankreich gebucht werden.

Beinahe 100-prozentige Verfügbarkeit

Neben einem möglichst großen Schutz deiner Daten vor Verlust und Diebstahl garantiert OVH eine größtmögliche Verfügbarkeit. Mit 99,999 Prozent wird eine nahezu ausfallfreie Bereitstellung des Servers garantiert. Dieser Wert erlaubt eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur deines Cloud-Servers.

Privater, öffentlicher und statischer Webspeicher

Zusätzlich zum Betreiben eigener Server-Instanzen bietet OVH spezielle Datenspeicher an – „Object Storage“ genannt –, über welche du Dateien für unterschiedliche Zwecke hosten kannst.

Über sogenannte Container legst du einen solchen Speicher an. Dabei wählst du einen Standort, auf dem deine Dateien hinterlegt werden sollen – einen der drei Standorte in Kanada und Frankreich – sowie eine Speicherart. Bei privatem Speicher hast du ausschließlich über deinen Server Zugriff auf die Daten. Von außen – also per HTTP – ist kein Zugriff möglich.

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Serverunabhängigen Storage nutzen

Öffentlicher Speicher hingegen ist per HTTP erreichbar. Zu jedem Container, den du erstellst, wird eine XML-Datei angelegt, die alle Informationen zu allen im Container abgelegten Dateien beinhaltet. Über diese XML-Datei erfährst du beispielsweise Dateiname, -größe und Zeitpunkt der letzten Änderung.

Außerdem gibt es da noch die Möglichkeit, statische Websites zu hosten. Hierbei wird ein Container mit exemplarischen Inhalten einer Website angelegt. Gerade wenn es mal schnell gehen muss, bietet sich ein solcher Container für eine einfache statische Website an. Denn du musst dabei nicht aufwändig einen eigenen Server konfigurieren.

Transparente Verbrauchsübersicht

Neben der flexiblen Abrechnungsmöglichkeiten – stündliche oder monatliche – punktet OVH mit einer sehr anschaulichen und nachvollziehbaren Verbrauchsübersicht. So wird dir auf den Cent genau dargestellt, wie hoch dein derzeitiger Verbrauch ist. Dabei wird unterschieden zwischen „Object Storage“, Server, Backups und zusätzliche Festplatten. Für jeden einzelnen Bereich wird festgehalten, was zu zahlen ist.

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Übersichtiche Verbrauchsübersicht

Außerdem errechnet dir OVH auf Grundlage der zurückliegenden Verbräuche, wie hoch der zu zahlende Betrag zum Ende des Abrechnungszeitraumes sein wird. Auf Wunsch stellst du eine Verbrauchswarnung ein, die dich informiert, sobald eine bestimmte Summe überschritten wurde. Die Verbrauchswarnung wird dir dann per E-Mail zugestellt.

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Quota nach Standort sortiert

Auch der verbrauchte und noch zur Verfügung stehende Speicherplatz ist übersichtlich dargestellt. Dabei wird zwischen den einzelnen Serverstandorten unterschieden. Hast du Server beziehungsweise Festplatten an mehreren Standorten, siehst du sofort, wo du noch wie viel Platz zur Verfügung stehen hast.

Fazit

Die „Public Cloud“ von OVH besticht durch sehr flexible Tarife mit ebenso flexibler Abrechnung. Du kannst dir deinen Server sehr individuell zusammenstellen und dabei Betriebssystem, Serverstandort, Festplatten- und Arbeitsspeicher sowie Prozessorgeschwindigkeit nach eigenen Wünschen kombinieren.

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Übersicht der Cloud-Tarife

Der „Object Storage“ rundet das Angebot ab und ermöglicht jenseits des eigenen Servers die Möglichkeit, Dateien in einer Cloud abzulegen. Ein hohes Maß an Datensicherheit und Verfügbarkeit kommen dazu. All das bekommst du für einen vergleichsweise niedrigen Preis. Dabei entscheidest du auch noch selbst, ob du dich für eine pauschale monatliche Abrechnung oder eine stündliche und somit sehr aufwandsgenaue Abrechnung entscheidest.

Besonders beachtenswert: Da der Cloud-Dienst von OVH auf dem freien Softwareprojekt OpenStack basiert, steht dir die OpenStack-API zur Verfügung, um darüber Server-Instanzen anzulegen und zu verwalten.

(dpe)

Von Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

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