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Email Adressen mit Javascript schützen

Eine codierte Adresse bietet Schutz vor automatischen Email-Sammlern. Das sind Software Programme, die den Spidern von Suchmaschinen gleich, das Web durchstreifen und sich alle Adressen einverleiben derer sie habhaft werden.


Ihren Namen und die passende Domain müssen Sie innerhalb der fett gedruckten Passagen verändern. Platzieren können Sie den Code überall dort, wo Sie ihn benötigen. Im Browser wird eine ganz gewöhnliche Email-Adresse dargestellt, die jedoch für die Spider unsichtbar ist. Das reduziert langfristig das Aufkommen unerwünschter Post.

 <script language="JavaScript"><!--
var name = "protected";
var domain = "domain.de";
document.write('<a href=\"mailto:' + name + '@' + domain + '\">');
document.write(name + '@' + domain + '</a>');
// --></script>

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Emails beflügeln mit Pegasus Mail

von Matthias Reuter

Kein trojanisches Pferd, sondern ein geflügeltes Ross hat bei der Namensgebung Pate gestanden. Pegasus Mail ist ein komfortabler Email-Client mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und Features. Intelligente Filterfunktionen und die Möglichkeit Mailinglisten zu erstellen machen dieses Programm zum professionellen Helfer für die Kommunikation per Email.

Auf den ersten Blick erinnert die Oberfläche von Pegasus Mail etwas an Windows 3.1. Die Masse an Funktionen wird zu komprimiert und unübersichtlich dargeboten. Manche Menüpunkte findet man unter anderem Namen an anderer Stelle noch einmal. Doch der Wert dieses Programms ist gerade für Benutzer, die häufig Emails schreiben oder im Netzwerk mit anderen Benutzern Nachrichten austauschen, extrem hoch. Insgesamt ist durch die aktuelle 4-er Version die komplette Benutzerführung übersichtlicher geworden.

Sicherheit und Kontrolle wird ohnehin groß geschrieben, denn man kann genau festlegen, was mit welcher Dateiendung in Anhängen geschehen soll. HTML wird sehr gut interpretiert, nur bei extravaganten Elementen – wie Imagemaps – hat Pmail Probleme. Ebenso wird JavaScript nicht ausgeführt. Bei einem Javascript-Banner wurde aber immerhin die URL angezeigt. Möchte man Javascript ausführen, muss dieses in einer externen *.js-Datei angehängt werden, entsprechend sind die Rechte für diesen Dateianhang in den Optionen zu ändern, so dass JavaScript ausgeführt wird. Digitale Signaturen, PGP sind auch auf Pegasus Mail anwendbar. Einen integrierten Virenschutz gibt es bei Pmail nicht.

Screenshot
Ein Blick auf die Programmoberfläche

Bei Pegasus Mail ist es möglich, mehrere User anzulegen. Die Einstellungen werden in den gleichnamigen Ordnern in dem zuvor festgelegten Verzeichnis abgespeichert. So kann man beispielsweise einfach den jeweiligen Ordner des Users kopieren, von dem man eine Sicherheitskopie anlegen möchte und diesen später nach einer Neuinstallation wieder hineinkopieren. Jeder User kann für sich beliebig viele Ordner anlegen, um die Mails zu verwalten, ganz unabhängig von anderen Benutzern.

Gerade im Netzwerk zeigt Pegasus Mail bei der Verwendung durch mehrere Benutzer seine Stärken. So kann man über ein Notizbuch Nachrichten schreiben, die dann über das Netzwerk von anderen gelesen werden können. Man kann dann entweder diesem User im Netzwerk per Nachricht antworten oder direkt im Notizbuch eine Nachricht hinterlassen. Die Filterfunktionen sind sehr komfortabel und lassen sich nahezu überall anwenden. Man kann unzählige Inhalte einer Mail filtern und entsprechend eine darauf folgende Aktion wählen. Hierbei steht eine Palette zur Verfügung, mit der man sogar – wie weiter unten beschrieben – eine Mailingliste realisieren kann.

Die Signatur selbst hebt sich auch von dem Üblichen ab. Man hat 10 Signatur-Sets vor dem Versenden einer Mail aus einer Liste zur Auswahl. In jedem Signatur-Set kann man außerdem für Mails im Netzwerk und im Internet, für formatierte und unformatierte Mails unterschiedliche Texte benutzen.

Die gängigen Grafik-Formate (*.jpg, *.gif, *.bmp, *.wmf) stellt der interne Viewer dar, man kann aber auch für jeden Anhang ein Programm auswählen, das den jeweiligen Dateityp öffnen soll.

Mailheader können vom Server ausgelesen werden, man kann die Mails löschen, ohne sie herunterladen zu müssen.

Zum Schutz vor Spamming setzen manche Email-Provider auf SMTP after POP, beziehungsweise Authentifizierung. Bei Pegasus Mail kann man anwählen, ob man nur Mails vom Server herunterladen, senden oder beides nacheinander tun möchte. Hier werden zuerst die Emails empfangen und dann erst gesendet. Dies kann man allerdings auch ändern. Authentifizierung ist auch möglich.

Das wohl interessanteste Feature ist aber die Möglichkeit, eine komplette Mailingliste zu verwalten. Wenn man wegen Zwangswerbung oder Kosten selbst eine Mailingliste verwalten möchte, sind die komfortablen Filterfunktionen in Pegasus Mail unschlagbar. So kann man etwa bestimmen, was mit einer Mail mit einem bestimmten Eintrag im Header(etwa: subject) geschehen soll. Oder man kann alle Mails mit dem Betreff anmelden zu zuvor angelegten Mailingliste automatisch hinzufügen lassen. Genauso leicht erfolgt die Abmeldung aus der Liste. Nach wenigen Einstellungen haben Sie dann Ihre eigene Mailingliste, die Sie mit allen möglichen Parametern und Filtern an die persönlichen Bedürfnisse anpassen können. Nützlich ist hier auch die Mail-Merge Funktion, mit der man Massenmails personalisieren kann. Textbausteine können leider nur per Text-Datei importiert werden.

Wer ein professionelles Emailprogramm haben möchte, der ist mit Pegasus Mail auf der richtigen Seite. Gerade im Netzwerk und vor allem als Mailingliste zeigt Pmail seine Stärken. Wer nur ab und zu ein paar Emails schreibt, wird kaum bereit sein, sich mit Pegasus Mail und dessen komplexen Funktionen auseinander zu setzen.

Pegasus Mail gibt es für Microsoft Windows 9x, Me, NT, 2000 und XP, sowie für MS DOS. Die neueste Version 4.01 ist nur in Englisch erhältlich, für die alte 3.12-er Version liegt allerdings ein Patch für die deutsche Sprache vor.

Das Schönste: Man investiert – vom Onlinezugang einmal abgesehen – nur etwas Zeit, denn Pmail ist als Freeware kostenlos. Unter http://www.pmail.com steht das kleine Wunder zum Download bereit. Und bei http://kbase.pmail.gen.nz findet man Anleitungen zum Konvertieren anderer Adressbücher in Pegasus Mail.

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Im Auge des Betrachters

von Anneke Wolf

Die Wahrnehmung unserer Umwelt unterliegt bestimmten Prinzipien. Wer diese kennt, kann dem Besucher den Zugang zu seiner Website erheblich erleichtern.

1. Form und Grund

Ein erstes Prinzip menschlicher Wahrnehmung besteht darin, dass der jeweils wahrgenommene Ausschnitt einer Umwelt in einzelne Objekte und einen Hintergrund unterteilt wird. Man kann diesem Prinzip beim Erstellen von Webseiten entgegen kommen, indem man Objekt und Hintergrund durch Kontraste deutlich voneinander trennt. Möglich ist zum Beispiel der Einsatz von Farben.

Während sich in der oberen Grafik das Objekt deutlich vom Hintergrund abhebt, weist die untere Grafik einen Mangel an Farb- und Helligkeitskontrast auf.

Nachdem nun Form und Grund voneinander getrennt sind, stellt sich die Frage, wie sich mehrere wahrgenommene Objekte zueinander verhalten. Dieser Frage widmen sich die nun folgenden Prinzipien.

2. Das Prinzip der Nähe

Dinge, die nah beieinander liegen, werden als zusammengehörig wahrgenommen. So macht es in der Praxis Sinn, Inhaltliches auch optisch zu gruppieren. Man tut dies, indem man Gleiches zusammensetzt und Ungleiches trennt. Am besten lässt sich dies anhand von Linklisten verdeutlichen.

Die eingefügte Leerzeile trennt den Bereich Kultur vom Bereich Sport und ermöglicht somit ein schnelles Erfassen der beiden Themenbereiche.

3. Das Prinzip der Ähnlichkeit

Ebenfalls als zusammengehörig werden Dinge wahrgenommen, die einander ähneln. Dies kann sich sowohl auf die Farbgebung als auch auf die Form beziehen. So könnte obige Linkliste auch so unterteilt werden:

Die Ähnlichkeit der Farben ermöglicht hier die Zuordnung zu den unterschiedlichen Rubriken.

4. Das Prinzip der Geschlossenheit

Optische Gruppierungen lassen sich auch erzielen, indem man Objekte mit einem geschlossenen Umriss oder einer Umrahmung versieht. So sind die Grafiken in diesem Artikel mit einer dünnen, schwarzen Linie umrandet. Sie bildet einen geschlossenen Bereich, der sich vom textlichen Inhalt des Artikels abhebt. Optische Trennungen hingegen werden durch den Einsatz offener Trennlinien erzielt. Die einzelnen Postings in der Dr. Web-Community beispielsweise werden durch schwarze Balken getrennt.

5. Das Prinzip der guten Fortsetzung

Nicht zuletzt lassen sich Objekte gruppieren, indem man ihnen einen fortlaufenden Charakter verleiht. Dies geschieht durch Anordnung auf vertikalen oder horizontalen Linien oder auch auf Kurven. Ein gut sichtbares Beispiel hierfür findet sich in den weiterführenden Links am Ende dieses Artikels. Die einzelnen Wörter (Objekte) werden nicht nur durch ihre sinngemäße Abfolge, sondern auch durch die Unterstreichung (horizontale Linie) zu einer Einheit verbunden.

Wichtig hierbei ist, dass die Linien nicht – wie im obigen Beispiel – tatsächlich sichtbar sein müssen. Es reicht, die Elemente auf einer gedachten Linie oder Kurve anzuordnen.

Neben diesen „Gruppierungsgesetzen“ gibt es noch zwei weitere Gesetze, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen.

6. Das Prinzip der Prägnanz oder der guten Gestalt

Dieses Prinzip besagt, dass einfache, symetrische Formen besser wahrgenommen und erinnert werden können als komplizierte Gebilde. Dies kommt vor allem bei der Erstellung von Logos zum Tragen, da diese sich schnell einprägen und möglichst lange im Gedächtnis gespeichert werden sollen.

7. Erkennen und Einordnen

Neben den optischen Eigenschaften eines Objekts spielt auch dessen Einordnung in einen sinngemäßen Zusammenhang bei der Wahrnehmung eine Rolle. Hierbei ist die Erfahrung des Betrachters und seine Erwartungshaltung ausschlaggebend.

Ein Beispiel: Fügt man die Abbildung eines Automobils in eine Straßenabbildung ein, so kann dies vom Betrachter schnell wahrgenommen und eingeordnet werden. Das Objekt befindet sich in seinem „natürlichen“ Zusammenhang. Ebenso wäre es aber auch möglich, das Automobil „sinnentfremdet“ auf einer Sofaecke zu platzieren. Solche Brüche können im Einzelfall als zusätzliche Anregung eingesetzt werden, hemmen aber zunächst die Einordnungskompetenz des Betrachters.