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Grav CMS: Blitzschnell, einfach und modern

Grav CMS ist eines der interessantesten neuen Content Management Systeme am Markt. Es geht einen völlig anderen Weg als bisher bekannte Ansätze und kommt sehr leichtgewichtig daher. Die Voraussetzungen für die Installation sind so gering, dass ein günstiges Webhosting-Paket bereits ausreicht, um mit Grav zu experimentieren. Das Grav CMS benötigt keinerlei Datenbanken und kann in der Tat innerhalb von 30 Sekunden installiert werden. Grav ist so interessant, dass wir dir das CMS heute etwas näher vorstellen möchten.

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CMS Essentials Exklusiv bei drweb.de Programmierung

Diese CMS nutzen die Leser(innen) des Dr.Web-Magazins im Alltag

Das Thema „CMS“ ist beliebt, dabei aber in der Anwendung weit weniger kontrovers, als es bisweilen in Diskussionen den Anschein hat. Heute erfahrt ihr, welche Content Management Systeme unsere Leserinnen und Leser tatsächlich in ihrem Projektalltag verwenden.

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CMS Essentials Exklusiv bei drweb.de Programmierung

Welches CMS verwendest du für deine Web-Projekte?

Welches Content Management System (CMS) ist unter den Leserinnen und Lesern des Dr. Web Magazins am populärsten? Wir wollen es wissen, denn wie schon Winston Churchill sagte: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ Die Ergebnisse werden wir nach dem 31. Januar 2018 veröffentlichen.

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Surreal CMS macht Websites flott

Content-Management-Systeme sind aus der modernen Webentwicklung nicht mehr wegzudenken. Dabei sind Installation und Konfiguration je nach System mal mehr, mal weniger umfangreich und zeitintensiv. Gerade bei kleinen Projekten steht der Aufwand häufig in keinem Verhältnis zum Nutzen, weshalb dann am Ende doch eine statische Website entsteht. Mit Surreal CMS fügst du jeder statischen Website nachträglich (fast) alle Funktionen eines Content-Management-Systems hinzu – ohne großen Aufwand, dafür einfach zu bedienen.

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Per FTP zum CMS-Glück

Das Prinzip von Surreal CMS ist denkbar einfach: Nachdem du dich bei dem Dienst angemeldet hast, fügst du eine bestehende statische Website hinzu, indem du die FTP-Daten eingibst und das Verzeichnis auswählst, in dem die Dateien für die Website liegen.

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Eingabe der FTP-Zugangsdaten

Neben dem normalen FTP-Protokoll werden auch SFTP und FTPS unterstützt. Zusätzlich ist auch der Zugriff auf Amazon S3 möglich. Das ist nützlich für alle, die Websites über Amazons Cloud-Speicher hosten. Anschließend hast du über Surreal CMS Zugriff auf alle Dateien. Über eine Liste wählst du aus, welche der HTML-Dokumente du bearbeitbar machen möchtest.

Editierbare Bereiche definieren

Um zu verhindern, dass sämtliche Inhalte eines HTML-Dokumentes verändert werden können, musst du editierbare Bereiche festlegen. Dazu wird allen Elementen, die editierbar sein sollen, die Klasse „editable“ hinzugefügt. Im Rich-Text-Editor von Surreal CMS hast du anschließend die Möglichkeit, diese Bereiche zu bearbeiten. Machst du ein Container-Element wie „<article>“ editierbar, fügst du beispielsweise Überschriften, Listen und Fließtexte sowie Bilder hinzu.

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Verwaltung deiner Website in Surreal CMS

Du kannst aber auch Blockelemente wie „<h1>“ oder „<p>“ editierbar machen. In diesem Fall kannst du lediglich den Inhalt dieser Elemente bearbeiten, aber keine zusätzlichen Blockelemente hinzufügen.

In jedem Fall wird die Formatierung der Inhalte aus deiner Website übernommen. Überschriften und andere Inhalte werden also im Editor so angezeigt, wie sie auch auf der Website dargestellt werden.

Mit der zusätzlichen Klasse „uneditable“ definierst du innerhalb eines editierbaren Bereiches jene Elemente, die nicht bearbeitbar sein sollen. Außerdem hast du mit der Klasse „editable-text“ die Möglichkeit, das Bearbeiten von Inhalten auf reinen Text zu beschränken. Statt des Rich-Text-Editors wird dir dann ein einfaches Eingabefeld dargestellt.

Inhalte bearbeiten, Medien hinzufügen

Wie bereits erwähnt, steht ein umfangreicher Rich-Text-Editor, mit dem du Texte ähnlich wie in anderen Content-Management-Systemen bearbeitest, zur Verfügung. Es werden Überschriften, Listen, Tabellen sowie Fett- und Kursiv-Formatierungen unterstützt.

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Rich-Text-Editor

Natürlich kannst du auch Links und Bilder hinzufügen. Surreal CMS stellt eine Dateiverwaltung zur Verfügung, über die du Bilder, Dokumente und andere Medien wie Videos hochlädst und in Seiten einbindest. Dabei kannst du Standardordner festlegen, in denen zum Beispiel automatisch alle Bilder abgelegt werden.

Um Bilder in eine Seite einzubinden, kannst du du diese frei skalieren. Surreal CMS wird dann entsprechend skalierte Dateien anlegen. Über die Klasse „editable-gallery“ definierst du einen Bereich für eine Bildergalerie. Hier fügst du beliebig viele Bilder hinzu, die per Klick ein Bild in der Großansicht öffnen. Mit zusätzlichen Data-Attributen legst du die Größe für die Thumbnails fest.

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Einfaches Hochladen und Einbinden von Bildern

Das Ganze funktioniert auch in Kombination mit populären JavaScript-Galerien wie Lightbox oder Fancybox.

Auch HTML5-Videos werden unterstützt. Hierbei wählst du bis zu zwei verschiedene Formate sowie ein Vorschaubild aus. Um die Auszeichnung des entsprechendes Quelltextes kümmert sich Surreal CMS.

Templates erstellen

Wie es sich für ein ordentliches Content-Management-System gehört, ermöglicht Surreal CMS nicht nur das Bearbeiten von bestehenden Seiten, sondern auch das Anlegen neuer Seiten. Um bestehende Layouts auf neue Seiten zu übernehmen, kannst du Templates erstellen.

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Template-Erstellung

Hierbei handelt es sich um einfache HTML-Dokumente, in denen das Layout der Seite mit editierbaren Bereichen definiert sind. Du kannst mehrere Templates hinterlegen und bei jeder neuen Seite aus einer Liste der vorhandenen Templates eines auswählen.

Werden Templates nachträglich verändert, wirkt sich diese Veränderung jedoch nicht auf Seiten aus, in denen diese Templates bereits angewendet wurden. Denn Surreal CMS generiert aus dem Template ein statisches HTML-Dokument, welches anschließend losgelöst vom Template existiert.

Dateien inkludieren

Anders als andere Content-Management-Systeme erstellt Surreal CMS kein automatisches Menü. Aber wenn dein Server beziehungsweise Provider PHP unterstützt, kannst du feste Inhalte wie Navigation, Header und Footer per PHP oder SSI einbinden.

Falls deine HTML-Dateien durch den PHP-Parser laufen – per „.htaccess“ einstellbar –, bindest du per „include()“ ganz einfach PHP-Dateien ein. Das vereinfacht die Handhabung von Templates, da du in diesen nur die PHP-Inkludierungen definieren musst und das Design auf allen Seiten immer identisch ist – auch bei späterer Veränderung der inkludierten Dateien.

Benutzer- und Rechteverwaltung

So einfach wie das Bearbeiten von Inhalten ist das Anlegen von Benutzern und die Vergabe von Rechten. Um einen Nutzer anzulegen, vergibst du einen Namen und hinterlegst eine E-Mail-Adresse. Anschließend wählst du eine Website aus und legst fest, auf welche Seiten der Nutzer Zugriff bekommen soll.

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Benutzer- und Rechteverwaltung

Zusätzlich kannst du für jeden Nutzer individuell festlegen, welche Rechte er bekommen soll. So wählst du aus einer Liste, ob ein Benutzer Seiten anlegen, bearbeiten und löschen darf und ob Seiten von ihm veröffentlicht werden sollen.

Auch das Hochladen von Dateien und Einfügen von eigenem Quelltext kannst du erlauben beziehungsweise verbieten. Wenn du einen Benutzer angelegt und alle Rechte vergeben hast, schickt Surreal CMS ihm automatisch eine Willkommens-Mail mit seinen Zugangsdaten.

Den Inhalt der Willkommens-Mail legst du über eine Vorlage selbst fest. So kannst du beispielsweise deinen Kunden eine individuelle E-Mail mit den Zugangsdaten zukommen lassen.

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Einfaches Wiederherstellen dank Revisionen

Serverseitig werden von Surreal CMS Revisionen von veränderten Inhalten angelegt. Auf diese Weise stellst du ursprüngliche Inhalte schnell wieder her.

Eigenes Branding und Kosten

Surreal CMS ist vor allem für alle Webdesigner und -entwickler gedacht, die ihren Kunden ein einfaches CMS anbieten wollen. Daher kannst du das Aussehen des Backends auch individualisieren. So ersetzt du auf Wunsch das Logo durch dein eigenes und passt auch die Farbe des Backends an. Sogar eine eigene Hilfe-URL kannst du hinterlegen.

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Individuelle Branding möglich

Da Surreal CMS über die Domain „edit-content.com“ läuft, deutet dann nichts mehr darauf hin, dass hier ein Fremdsystem verwendet wird. Hier kannst du also im Sinne der Kundenbindung alles auf dich beziehungsweise dein Unternehmen zuschneiden.

Um Surreal CMS zu testen, gibt es einen zweiwöchigen Trial-Zugang. Anschließend zahlst du 10 US-Dollar im Monat für bis zu fünf Websites, die du verwalten kannst. Insgesamt gibt es sieben Tarife. Für 100 Dollar im Monat sind dann beliebig viele Webprojekte möglich.

Fazit

Surreal CMS verbindet die Vorteile klassischer Content-Management-Systeme mit denen von statischen Websites. Gestalterisch und technisch hast du sämtliche Freiheiten. Du bist nicht an irgendwelche Einschränkungen gebunden, die das ein oder andere CMS mit sich bringt und musst dich ebenfalls nicht mit der Template-Erstellung in WordPress oder der Typoscript-Konfiguration von TYPO3 herumplagen.

Aber die beiden größten Vorteile von Surreal CMS sind zum einen, dass du im Handumdrehen einer statischen Website ein Content-Management-System unterbaust. Gerade bei bestehende Seiten, die beispielsweise auf Kundenwunsch bearbeitbar gemacht werden sollen, geht das schnell und unkompliziert.

Der zweite Vorteil besteht darin, dass die Website auch ohne Surreal CMS läuft. Entscheidest du dich irgendwann, auf Surreal CMS zu verzichten, läuft deine Website nach wir vor weiter. Bei anderen Content-Management-System oder etwa Homepage-Baukästen funktioniert das nicht.

Apropos Homepage-Baukasten: Surreal CMS richtet sich nicht an den ambitionierten Laien, der kein Budget für die Fremdvergabe seines Website-Designs hat. Surreal CMS ist klar an Designer gerichtet, die die Seiten ihrer Kunden teilweise dynamisieren wollen oder müssen.

(dpe)

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Codester: Neuer Marktplatz für Entwickler und Designer bietet faire Bedingungen und mehr

Heute möchte ich dir Codester vorstellen. Codester ist ein brandneuer Marktplatz für Entwickler und Designer. Hier kannst du Code Schnipsel, Skripte, Themes, Plugins und vieles mehr kaufen, um dein nächstes großes oder kleines Projekt aufzupolieren. Fertige Komponenten zu benutzen, spart Zeit und Zeit ist – wie wir alle wissen – Geld. Also nimm dir fünf Minuten und lies den folgenden Artikel.

Codester: Marktplatz für Designer und Entwickler

Codester: Ein kurzer Rundgang

Skript-Verzeichnisse waren eine große Sache Ende der Neunziger und noch zu Beginn des neuen Jahrtausends. Ich kann mich noch gut an das bekannteste von ihnen, HotScripts.com, erinnern. HotScripts war die Lösung für jede Aufgabe, dieirgendwas mit Programmierung zu tun hatte. Später wurde HotScripts dann von einem bekannten Websiteaufkäufer aufgekauft. Danach passierte leider nicht mehr viel. Und auch, wenn sie heute noch existieren, befinden sie sich seitdem in einem Stillstand. Besuch die Seite besser nicht, wenn du sie noch von früher kennst. Das würde nur deine nostalgischen Erinnerungen an vergangene Tage zerstören.

Ich bin im letzten Jahrzehnt keinem ähnlichen Service begegnet. Obwohl es keinen Mangel an Marktplätzen für Designer gibt, müssen Entwickler sich mit einer anderen Wahrheit auseinandersetzen. Aber: im Sommer diesen Jahres hat eine kleine Gruppe motivierter Entwickler eine Lösung für dieses Problem ersonnen. Willkommen, Codester.com, ein schnell wachsender, würdiger Nachfolger des vorher erwähnten Dinosauriers.

Codester spricht sowohl Designer als auch Entwickler an. Dabei haben jedoch alle angebotenen Elemente, zumindest zur Zeit, einen entwicklungsorientierten Touch. Nehmen wir die Grafikabteilung als Beispiel. Hier stellt Codester Benutzeroberflächen, Spiele-Code und Mockups neben Icons und Logos zur Verfügung. Das ist keine Spielzeugkiste für selbstverliebte Designer. Hier will keiner eine freundliche Bestätigung seines guten Geschmacks erheischen. Hier geht es darum, Arbeit zu erledigen. Dass Codester im Moment nicht allzu viele Dinge im Angebot hat, solltest du nicht als allzu großen Nachteil empfinden. Sie haben immerhin gerade erst angefangen.

Codester: Marktplatz für Designer und Entwickler

Wenn du dir die Hände wirklich schmutzig machen möchtest, wühl dich durch die Skript & Code-Abteilung, in der du Lösungen in PHP, JavaScript, Ruby, Python, Java, C, C++, C# und VB.Net finden wirst. Aktuell hat zwar nur die PHP-Kategorie eine nennenswerte Sammlung an Skripten anzubieten, aber die Leute hinter Codester arbeiten aktiv daran, das Portfolio schnell zu erweitern.

Wenn du ein App-Entwickler bist, solltest du den Bereich Mobile Apps besuchen, wo du vielleicht genau den einen Code-Schnipsel für iOS, Android, Unity, Corona oder Titanium findest, nach dem du die letzten fünf Nächte gesucht hast.

Heutzutage sind zwar einzelne Skripte immer noch nützlich und gefragt, aber die größere Nachfrage kommt von Entwicklern aus der CMS-Branche. Es ist sicherlich möglich, jedes gegebene Skript so zu verändern, dass es mit jedem CMS funktioniert. Das kann ich für WordPress fast uneingeschränkt bestätigen. Allerdings ist es effizienter, sich direkt für ein Skript-Modul, Plugin, Erweiterung, oder wie auch immer die Namenskonventionen deines CMS sein mögen, zu entscheiden und es in dem Umfeld, für das es gemacht wurde, zu benutzen.

Codester ist derselben Meinung und bietet eine Vielfalt an Plugins für WordPress, Joomla, Drupal, Magento, Prestashop, osCommerce, X-Cart und Opencart an. Themes, auch wenn sie sich mehr auf das Design beziehen, kombinieren Form und Funktion, um letztendlich die gewünschte Nutzererfahrung zu erreichen. Daher ist es konsequent, dass Codester einen separaten Abschnitt mit Themes, verfügbar für WordPress, Magento, Joomla, Drupal, Prestashop, Opencart, Muse, Tumblr und Ghost unterhält. Arbeitest du ganz ohne CMS, ist vielleicht die Sammlung von HTML-Templates am gleichen Ort interessant.

Codester: Vom Suchen und Finden

Codester ist auf Wachstum ausgerichtet und direkt so gebaut worden, dass es auch mit großen Beständen virtuos umgehen kann. Zurzeit kannst du einfach durch die Hauptabschnitte und Kategorien browsen. Darunter ist keine einzige, die man nicht innerhalb von ein paar Minuten durchscrollen kann. Sollte das Wachstum aber mit konstantem Tempo voranschreiten, wird sich das in wenigen Monaten deutlich verändert haben. Das Team hat vorgesorgt und den Service so strukturiert, dass es auch dann noch leicht sein wird, das benötigte Werkzeug zu finden, wenn es tausende Skripte, Themes oder was auch immer zu filtern gibt.

Codester: Marktplatz für Designer und Entwickler

Der offensichtlichste Weg, eine Lösung auf Codester zu suchen, ist es, die obere Suchleiste auf der Startseite zu verwenden. Gib deinen Suchbegriff ein und schau, was Codester dazu findet. Das ist nicht sehr effizient, sobald du bereits in der Lage bist, deine Parameter etwas einzuschränken, was bei einem typischen Entwicklungsprojekt höchstwahrscheinlich der Fall sein wird. Codester arbeitet nicht mit zusätzlichen Tags, um bestimmte zusammengehörende Inhalte zu gruppieren – zumindest nicht von der Suchleiste aus.

Daher ist der empfehlenswertere Weg an die Inhalte zu komme,n das Browsen durch die Kategorien. Sobald du eine beliebige Kategorie auswählst, wird dir ihr Inhalt in einer Rasterübersicht präsentiert. Von diesem Raster aus, kannst du die Detailseite eines jeden Elementes öffnen, um zu weiteren INformationen zu gelangen. Die wichtigsten Informationen findest du aber bereits direkt im Übersichtsgrid. Dort kannst du den Preis, ein Vorschaubild, eine kurze Beschreibung und die Zielplattform sehen. Videos und Live-Previews sind auch über das Raster zugänglich. Also kannst du deine Wahl schnell auf ein oder zwei Angebote einschränken, die dich wirklich interessieren.

Codester: Marktplatz für Designer und Entwickler

Mit einem Klick auf die Vorschau des Elements öffnet sich die Detail-Seite. Diese erfüllt das, was ihr Name verspricht. Hier findest du sämtliche wichtigen Information zum Produkt. Die Beschreibungen sind ausführlich, Screenshots gibt es wie Sand am Meer. Hier befindet sich auch eine Box mit zusätzlichen Tags, die das jeweilige Tool zusätzich kategorisieren. Ein Klick auf einen der Tags, öffnet ein weiteres Grid, das alle Produkte aus Codesters Portfolio zeigt, denen dasselbe Tag zugeordnet wurde.

Die Detail-Seite ist in vier Segmente eingeteilt, bei denen die Übersicht die Standardansicht nach dem Öffnen der Seite ist. Es gibt Tabs für Bewertungen, Support und FAQ. Der Support-Tab bietet eine direkte Support-Möglichkeit, ähnlich eines Kommentarbereiches in einem CMS. Jeder mit einem Account kann Fragen stellen, während nur tatsächliche Käufer eines Produktes Bewertungen zu diesem Produkt veröffentlichen können. Ein FAQ-Bereich beantwortet schon mal die häufigsten Fragen, um den Support-Bereich zu entlasten.

Codester: Marktplatz für Designer und Entwickler

Share-Buttons erlauben es dir, Codester-Inhalte auf Facebook, Twitter, Google+, Pinterest, LinkedIn oder per E-Mail zu teilen. Ein Partnerprogramm ist jedem zugänglich und bietet 10 Prozent Kommission für jeden Käufer, der auf deine Empfehlung hin gekauft hat.

Codesters Lizensen

Die Kosten der einzelnen Elemente variieren stark, die Lizensen aber nicht. Zur Wahl steht jeweils die reguläre und die erweiterte Lizenz. Die (günstigere) reguläre Lizenz erlaubt, das gekaufte Produkt in einem deiner Projekte, ob privat, kommerziell oder für einen Kunden, zu verwenden. Die erweiterte Lizenz bietet dasselbe, mit der Ausnahme, dass das Produkt bei dieser Lizenz für eine unbegrenzte Anzahl von Projekten benutzt werden kann. Du darfst lediglich die Produkte nicht als solche verkaufen, aber das sollte ohnehin selbstverständlich sein.

Codester: Verkaufe Deine Arbeit

Wie man es von einem Marktplatz erwartet, bietet Codester keine eigenen Produkte an, sondern arbeitet als eine Art Mittelsmann für talentierte Entwickler und Designer, die daran interessiert sind, ihre Skripte, Plugins, Themes, Quellcodes an die Welt zu verkaufen. Hier mitzumachen ist ganz einfach.

Codester hat sehr wenige, dabei sehr gerechte Bedingungen für Verkäufer. Verkäufer verdienen 70 Prozent von jedem Kauf. Es gibt keine Mindestanzahl an Verkäufen, ebenso keine Mindestmenge an aufgelaufenen Beträgen, bevor man eine Auszahlung anfordern kann, nichts. Die Bezahlung erfolgt über PayPal oder Wire am Ende jeden Monats. Es gibt keine zusätzlichen Gebühren oder andere Haken und Ösen.

Codester: Bild dir deine Eigene Meinung

Mir gefällt das Projekt. Codester ist eine gut gestaltete, sorgfältig geschriebene Marktplatzumgebung mit Fokus auf Entwickler und das ist eine gute Sache an sich. Codester braucht viel mehr Beteiligung durch die Community, sei es durch mehr Angebote in den verschiedenen Kategorien oder mehr Interaktion mit den bereits existierenden Angeboten. Hier kommst du ins Spiel. Schau dir Codester an und mach dir ein eigenes Bild. Unterstütz es, wenn es dir gefällt.

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CMS

Von wegen Blog: diese 35 Weltmarken nutzen WordPress als CMS

WordPress ist mittlerweile viel mehr als nur eine Blogsoftware. Selbst große und hochkomplexe Webseiten mit Millionen von Besuchern im Monat zu realisieren, stellt kein Problem dar für die flexible Lösung aus dem Hause Automattic. Der weltweite Siegeszug des kostenlosen Content-Management-Systems ist nicht aufzuhalten. Über 60% aller Webseiten mit CMS laufen bereits mit WordPress. Die Tendenz ist nach wie vor steigend. Dabei ist WordPress das einzige CMS mit einer nennenswerten Zunahme an Verbreitung. Alle anderen Systeme stagnieren mindestens oder verlieren sogar Marktanteile. Ein Wunder ist das nicht, denn WordPress zu bedienen ist einfach und Entwicklern sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Mit der richtigen Konfiguration kann WordPress Millionen an Besuchern pro Monat locker wegstecken, was einer der Gründe ist, warum auch große und bekannte Marken immer mehr auf WordPress setzen. Heute stellen wir ihnen eine Auswahl derjenigen Weltmarken vor, die bereits heute auf WordPress als ihr CMS setzen.

Diese Weltmarken nutzen WordPress

Vorurteile gegenüber WordPress

Oftmals wird immer noch behauptet, dass WordPress hauptsächlich eine Blogsoftware und für große Projekte überhaupt nicht geeignet sei, weil es nunmal kein richtiges CMS darstelle. Dass diese Aussage falsch ist, zeigen die folgenden Beispiele. Jede dieser genannten Webseite hat Millionen an Besuchern im Monat. Der Grad der Komplexität schwankt, es sind aber auch hochkomplexe Aufbauten dabei.

1. Reuters

Der Nachrichten-Gigant Reuters

Der Nachrichten-Gigant Reuters | Link zur Webseite: Reuters.com

2. Vogue USA

Die US-Vogue

Vogue USA setzt auf WordPress | Link zur Webseite: Vogue USA

3. Time Magazine Online

TIME - Time Magazine Online

TIME – Time Magazine Online | Link zur Webseite: TIME

4. Die offizielle Webseite von Schweden

Schwedens offizielle Webseite

Schwedens offizielle Webseite | Link zur Webseite: Schweden

5. Usain Bolt

Auch der schnellste Mann der Welt setzt auf WordPress

Auch der schnellste Mann der Welt setzt auf WordPress | Link zur Webseite: Usain Bolt

6. open.NASA

Auch die NASA wählte WordPress

Auch die NASA wählte WordPress | Link zur Webseite: open.NASA

7. Google Ventures

Der Risikokapital-Arm von Google

Der Risikokapital-Arm von Google | Link zur Webseite: Google Ventures

8. The New York Times Company

Die Firmenseite der New York Times Company

Die Firmenseite der New York Times Company, Herausgeber von 2 US-Nationalen und 16 US-Regionalen Zeitungen | Link zur Webseite: New York Times Company

9. General Motors – Fastlane Blog

Fastlane Blog von General Motors - hier werden derzeitige und zukünftige Projekte gezeigt

Fastlane Blog von General Motors – hier werden derzeitige und zukünftige Projekte gezeigt. | Link zur Webseite: General Motors Fastlane

10. Sony Playstation

Der offizielle US Sony Playstation Blog

Der offizielle US Sony Playstation Blog | Link zur Webseite: Der Sony Playstation Blog

11. Katy Perry

Katy Perrys offizielle Webseite - powered by WordPress

Katy Perrys offizielle Webseite | Link zur Webseite: Katy Perry

12. TechCrunch

Eines der weltweit führenden Technik Online-Magazine überhaupt.

Eines der weltweit führenden Technik Online-Magazine überhaupt | Link zur Webseite: TechCrunch

13. BBC America

Auch die BBC America nutzt WordPress.

Auch die BBC America nutzt WordPress. | Link zur Webseite: BBC America

14. Star Wars News

Auf WordPress setzen du musst.

Auf WordPress setzen du musst. | Link zur Webseite: Star Wars News

15. Coca-Cola Frankreich

Coca-Cola Frankreich setzt auf WordPress.

Coca-Cola Frankreich setzt auf WordPress. | Link zur Webseite: Coca-Cola Frankreich

16. Beyoncé

Die offizielle Webseite von Beyoncé.

Die offizielle Webseite von Beyoncé | Link zur Webseite: Beyoncé

17. Das Harvard Business Review Netzwerk

Das Harvard Business Review Netzwerk.

Das Harvard Business Review Netzwerk | Link zur Webseite: Harvard Business Review

18. Der LinkedIn Blog

Der offizielle Blog von LinkedIn.

Der offizielle Blog von LinkedIn | Link zur Webseite: LinkedIn Blog

19. Die Xerox Blogs

Die Xerox Blogs

Die Xerox Blogs | Link zur Webseite: Xerox Blogs

20. Die Rolling Stones

Auch die Rolling Stones rocken mit WordPress.

Auch die Rolling Stones rocken mit WordPress. | Link zur Webseite: The Rolling Stones

21. Sylvester Stallone

Auch der bekannte US Schaupieler Sylvester Stallone setzt auf WordPress.

Rambo Sylvester Stallone rock(y)t mit WordPress. | Link zur Webseite: Sylvester Stallone

22. 9to5Mac

Die bekannteste Apple-News-Seite der Welt mag WordPress sehr.

Die bekannteste Apple-News-Seite der Welt mag WordPress sehr. | Link zur Webseite: 9to5Mac

23. Upside Blog von UPS

Der offizielle UPS-Blog

Der offizielle UPS-Blog | Link zur Webseite: Upside Blog

24. MTV News

Der offizielle MTV Blog

Der offizielle MTV Blog | Link zur Webseite: MTV News

25. Matt Mullenweg

Matt Mullenweg - der Kopf hinter WordPress

Wenig überraschend: Matt Mullenweg – der Kopf hinter WordPress | Link zur Webseite: Matt Mullenweg

26. Forbes

Die offiziellen Forbes Blogs

Die offiziellen Forbes-Blogs | Link zur Webseite: Forbes

27. Sony Music

Die offizielle Sony Music Seite.

Die offizielle Sony Music-Seite | Link zur Webseite: Sony Music

28. Facebook Newsroom

Facebook Newsroom - offizielle Ankündigungen von Facebook lesen Sie hier.

Facebook Newsroom – offizielle Ankündigungen von Facebook lesen Sie hier. | Link zur Webseite: Facebook Newsroom

29. Der eBay Blog

Der offizielle Blog von eBay Inc.

Der offizielle Blog der eBay Inc | Link zur Webseite: eBay Blog

30. Nokia Conversations

Der Nokia Conversations Blog, nun Teil von Microsoft

Der Nokia Conversations Blog, nun Teil von Microsoft | Link zur Webseite: Nokia Conversations

31. PHILIPS DirectLife

Der PHILIPS DirectLife Blog.

Der PHILIPS DirectLife Blog | Link zur Webseite: PHILIPS DirectLife

32. Der Mozilla Blog

Der offizielle Blog von Mozilla.

Der offizielle Blog von Mozilla | Link zur Webseite: The Mozilla Blog

33. Wall Street Journal Law Blog

Der Law-Blog des Wall Street Journal

Der Law-Blog des Wall Street Journal | Link zur Webseite: Wall Street Journal Law Blog

34. SAP News Center

SAP News Center

SAP News Center | Link zur Webseite: SAP News Center

35. Smashing Magazine

Die größte und bekannteste Webworker / Webdesign Webseite der Welt.

Die größte und bekannteste Webworker/Webdesign-Site der Welt | Link zur Webseite: Smashing Magazine

Und jetzt Sie…

Große Weltmarken nutzen WordPress als CMS, meistens als Blog bzw. als Magazin, weil diese wesentlich umfangreicher und komplexer sind, als die reinen Unternehmens-Präsenzen. Smashings Chefredakteur Vitaly Friedman hat einen umfassenden Einblick in die Arbeiten am Smashing Magazine gegeben. Dem Beitrag kann man entnehmen, wie komplex und umfangreich das Smashing Magazine mittlerweile ist. Kollege Vladimir Simović interviewte die Köpfe hinter der Technik vom Smashing Magazine und gibt Ihnen einen weiteren Einblick in die Komplexität dieser Website.

Nebenbei erwähnt läuft auch die älteste deutsche Webseite für Webworker und Seitenbetreiber – DrWeb.de – seit fast zehn Jahren schon auf WordPress. Glauben Sie immer noch, Ihr Projekt ließe sich damit nicht realisieren? Schauen Sie unsere Beispiele noch mal aufmerksam durch…

(dpe)

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CMS Programmierung

Und sie bewegt sich doch: Homepage-Baukasten Wix.com kann jetzt beliebige Seitenelemente animieren

Sie, als treues Mitglied der Dr. Web-Leserschaft, kennen Wix.com natürlich schon seit langem. Ich würde zudem behaupten, dass kein Bewohner des deutschen Sprachraums diesen Namen je wieder vergisst, wenn er ihn einmal gehört hat. Aber, das ist ein anderes Thema. Heute soll es in aller Kürze um das jüngste Feature gehen, dass Wix.com für seine Kunden verfügbar gemacht hat, das Animieren von Seitenelementen.

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Wix.com: Codekenntnisse werden immer überflüssiger

Dr. Web ist kein Magazin, das sich nur auf Frontend-Entwickler konzentriert, sondern den Fokus breiter ausrichtet. Wir wollen mit unseren Beiträgen für all jene hilfreich sein, die sich im weitesten Sinne als Seitenbetreiber verstehen. So ist unser Motto seit 1997. Und ein Seitenbetreiber ist nicht notwendigerweise ein Webdesign-Profi. Und da er das nicht ist, wird er sich sicher für Lösungen interessieren, die es ihm, mindestens bis zu einem gewissen Grad, erlauben, seine Seiten selber zu erstellen und zu pflegen. Die modernen Homepage-Baukästen verschieben die Grenzen des Machbaren kontinuierlich weiter nach hinten. Der Seitenbetreiber wird schrittweise in die Lage versetzt, immer mehr selbst zu machen.

Mit Wix.com können Sie als Nicht-Coder oder Hobby-Designer, aber auch Sie, als gelernter Printdesigner ohne Codekenntnisse, jetzt sogar Animationen auf Ihre Seiten bringen. Das Feature ist nicht so funktionsreich, wie der von Webydo angekündigte "Code-Free Parallax Scrolling Animator", aber das ist auch nicht erforderlich, da Wix.com eine andere Zielgruppe bedienen will.

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Das Animations-Feature von Wix.com setzt ausdrücklich nicht darauf, an möglichst vielen Stellen des eigenen Auftritts eingesetzt zu werden. Vielmehr weist Wix.com im Blog-Beitrag zur Vorstellung der Funktion ausdrücklich darauf hin, dass der Nutzer sich über das alte Prinzip "weniger ist mehr" im Klaren sein sollte. So kann der gezielt Einsatz einer Animation auf einem sonst statischen "Kauf mich"-Button Konversionswunder wirken. Wenn sich aber alles bewegt, dann wird der Effekt eher nicht eintreten.

Das folgende Video zeigt die Funktion im Einsatz:

Die Verwendung des Features ist sehr einfach. Sie wurde nämlich schlicht dem Kontextmenü zugefügt. Markieren Sie ein Element und klicken Sie im entsprechenden Popup-Fenster auf "Add Animation". Ein paar Parameter und Effekte später wirkt Ihre Site gleich lebendiger.

Was halten Sie von Wix.coms Animations-Feature? Lange erwartet oder überflüssiger Schnick-Schnack?

Links zum Beitrag:

  • New Wix Feature: Animations! | WixBlog
  • Wix.com: Hat der Homepage-Baukasten aus Israel das Potenzial, das Webdesign zu revolutionieren? | Dr. Web Magazin
  • Pixelgenaues, parallaxes Scrolling mit dem neuen Animator: Webydo lädt Dr. Web-Leser zur geschlossenen Beta ein | Dr. Web Magazin
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CMS Programmierung

Einfach bloggen: Die besten Ressourcen für die neue Ghost-Plattform

Endlich! Es gibt eine neue Blog-Platform, die mal wirklich mit WordPress konkurrieren kann. Sie hört auf den angegruselten Namen Ghost und wurde erst vor wenigen Wochen, genauer am 14. Oktober, veröffentlicht. Bislang beweist Ghost, dass es genau das ist, was sich ihr Erfinder, John O’Nolan, vorgestellt hatte – eine einfache, klar strukturierte, übersichtliche Publikationsplattform für Blogger und andere Schreiberlinge. Überflüssigen Overhead gibt es nicht und soll es auch künftig nicht geben. Schon haben sich auch andere Anwendungsfälle neben der reinen Schreiberei gefunden. Einige der jüngst veröffentlichten Themes machen sich ganz großartig als Portfolio-Website für Fotografen oder andere Freiberufler. Dabei ist Ghost nicht nur schlank und einfach zu verwenden, sondern auch noch frei. Ghost wird als Open Source entwickelt und so sind auch die meisten erhältlichen Themes und übrige Ressourcen derzeit noch frei.

Brauchen wir noch eine Plattform?

John O’Nolan muss es wissen. Ihn machte die Arbeit an und mit WordPress immerhin stetig unzufriedener. Nach seiner Auffassung wollte WordPress zu viel und wurde so zum Gegenteil dessen, was es einst sein wollte, eine unkomplizierte, schlanke Blogging-Lösung. O’Nolan beschloss schlussendlich, selbst Abhilfe zu schaffen und ein System zu erschaffen, das die Bezeichnung "schlank" wieder verdienen würde.

Nolan hatte von Beginn an große Ambitionen und so launchte er ein Kickstarter-Projekt, um Geld für die Entwicklung einzuwerben. Das Projekt lief überaus erfolgreich und brachte mehr Kapital ein, als ursprünglich kalkuliert. Mit Hannah Wolfe akquirierte Nolan eine fähige Lead-Developerin und das Projekt Ghost, das nichts geringeres als die Lösung des weltweiten Blogging-Problems sein sollte, kam ins Rollen.

Ist Ghost vollständig oder bloß ein Gerippe?

Man mag es kaum glauben, aber Ghost ist tatsächlich eine vollständige Lösung. Es verhält sich vollständig responsiv und bietet mit Ghost.org bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine Plattform, auf der man Plugins, Themes und andere Extras finden und anbieten kann.

Das integrierte Dashboard ist eines, das wirklich mal den Namen verdient. Denn es bietet in der Tat sämtliche blog-relevanten Informationen auf einen Blick. Egal ob Traffic, Social Media, News Feeds oder die Performance einzelner Inhalte – alles ist vorhanden, nichts muss nachgebucht werden. Dabei lässt sich das Dashboard per Drag & Drop arrangieren und so anpassen, wie es Ihren Bedürfnissen am ehesten entspricht..

Im Stile von Dreamweaver zeigt Ghost das Markup links und eine Preview rechts in einem geteilten Fenster an. Allein dies bringt so manchen Produzenten von Texten für das Web zum Tanzen. In der Tat schreiben nicht wenige Online-Redakteure, speziell solche, die sich mit Themen der Web-Entwicklung befassen, mit Dreamweaver, nur um sich dann über die schlechte Vorschau-Funktionalität von WordPress schwarz zu ärgern. Gern verschluckt der visuelle Editor Formatierung und sogar Codeblöcke, ein Krampf. Ghost macht diesbezüglich einen weitaus besseren Eindruck.

Ebenfalls sehr gut löst Ghost das Thema Theming. Während es unter WordPress immer häufiger so ist, dass der Wechsel eines Themes auch zum Verlust des Contents, zumindest dessen korrekter Anzeige, führt, trennt Ghost Inhalte und Code so stark voneinander, dass ein solcher Effekt gar nicht denkbar, weil technisch nicht vorgesehen ist. Theoretisch können Sie auf diese Weise Ihre Ghost-Themes munter durchwechseln und sollten dabei keinerlei Probleme mit falsch oder nicht dargestellten Inhalten haben.

Und? Klingt das soweit interessant?

Ich denke, ich habe zumindest ein Stück weit Ihre Aufmerksamkeit, wenn Sie an dieser Stelle noch mitlesen. Und wenn das so ist, wollen Sie sich vielleicht einige der Ressourcen näher ansehen, die wir im folgenden für Sie zusammengestellt haben.

Wollen Sie einfach so schnell wie möglich mit Ghost bloggen, bleiben Sie dran. Wir haben einige schicke Themes für Sie. Wollen Sie tiefer einsteigen? Dann haben wir die besten Tipps und Tutorials für Sie. Damit können Sie Ihr Beratungsportfolio um Ghost erweitern und Ihren Kunden gegebenenfalls mal eine interessante Alternative vorschlagen. Egal, wie Ihre Motivation beschaffen ist, Sie werden feststellen, dass Ghost keine Enttäuschung ist.

Themes

Der Marketplace auf Ghosts Website ist derzeit noch der beste Ort, um nach Themes zu schauen. Hier gibt es sowohl kostenlose, wie auch Premium-Themes. Suchen Sie nicht, sondern bieten Sie schon, dann reichen Sie Ihr Theme hier ein. ThemeForests Ghost Themes können Sie sich auch mal zu Gemüte führen. Bleiben Sie hier aber vorerst bei den Exemplaren, für die Bewertungen vorliegen.

Sogar dedizierte Ghost Themes Websites gibt es schon. ThemeSpectre ist eine der beiden Sites, die sich voll auf Ghost konzentrieren. Das Angebot ist nicht sonderlich groß. Aber eine gute Handvoll schöner Themes finden Sie dort doch schon. Die andere Website im Bunde, Polygonix, bietet voll-responsive Themes mit lebenslangen Updates. Lassen Sie sich im folgenden von einigen der nach unserer Meinung besten Themes inspirieren.

Ghostrayder – kostenlos

Ghost Stories – kostenlos

Vapor – kostenlos

Swayze – kostenlos

Ghostwriter – kostenlos

The Ranger

Wudan

Cameraman

Kapow

Ghost Cat

Helios

Writr

StoryLane

Getting Started: Wie legt man los, wechselt Themes durch und so weiter

The Ghost Guide bringt Ihnen alles bei, was Sie wissen müssen, um einen Blog auf Basis von Ghost zu starten. Egal, ob es um Fragen der Installation, der Nutzung, der Konfiguration oder um Themes und Multilingualität geht. Alle diese Themen werden im Guide ausführlich behandelt. Eine weitere ausgezeichnete Anlaufstelle ist die Beitragskombo aus dem Hause DigitalOcean, die sich mit Content-Management und den Themen Wechsel von Themes und Einstellungsoptionen in Ghost befasst.

Wenn Sie Mac-Anwender sind, werden Sie sich möglicherweise für den Beitrag "Installing Ghost on Your Mac" von Thoriq Firdaus interessieren. Jeff Matson liefert ebenfalls eine sehr ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation des Systems. Linux-Nutzer sollten sich diesen Artikel von Dan Nanni auf jeden Fall ansehen. Wer schon weiter ist, und Informationen sucht, mit deren Hilfe sich der Einstieg in das Theme-Design finden lässt, schaut am besten bei "Understanding Ghost: Stages of Design“ vorbei.

Das eigene Ghost Theme erstellen

Den Start in das Design des eigenen Ghost-Theme finden Sie wiederum am besten direkt im Ghost Guide. Einen guten Startpunkt bietet auch die Serie "Building a Ghost Theme from Scratch" drüben bei Tuts+. Und unsere Freunde vom WebDesignerDepot steuern einen sehr verständlich geschriebenen Artikel unter dem Titel "How to create a theme for Ghost" bei.

Zvonko Biskup von CodeForest beschreibt seine ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Themedesign für Ghost. Er nahm dafür WordPress Twenty Thirteen Theme her und baute es auf Ghost um. So schwierig war es nach seinen Worten nicht…

Die letzten Worte…

Ghost ist natürlich noch in einem ganz frühen Stadium und deshalb einem ständigen und schnellen, teils radikalen Wandel unterlegen. Wenn Sie allerdings auf der Suche nach einem möglichst einfachen System mit CMS-Ansätzen suchen, dann ist Ghost auch jetzt schon hinreichend leistungsfähig. Haben wir wichtige Ressourcen, Tipps, Tutorials vergessen? Dann ergänzen Sie unsere kleine Sammlung gern in den Kommentaren. Ich hänge schon ein bisschen an Ghost und hoffe, dass es sich etablieren kann. Tun wir, was wir können, um ihm dabei zu helfen!

(Der Beitrag wurde im englischen Original geschrieben von Tara Hornor und erschien zuerst in unserem Schwestermagazin Noupe Design Magazine.)

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CMS Programmierung

Nichts für Amateure: Webydo, der Homepage-Baukasten für professionelle Webdesigner

Lassen Sie uns noch einmal das Thema „Homepage-Baukästen“ aufgreifen. Erst vor ein paar Tagen stellten wir an dieser Stelle ausführlich den jüngst an die Börse gegangenen Website-Builder Wix vor und dazu die Frage, ob Baukasten-Systeme die Zukunft des Webdesign darstellen könnten. Immerhin lässt sich wohl nicht leugnen, dass mit steigender Qualität der Werkzeuge und sinkender Komplexität der Bedienung die Attraktivität der Lösungen für all jene, die zwar gute Ideen, aber keine Coding-Skills haben, steigt. Heute stellen wir Ihnen einen weiteren Vertreter der neuen Spezies von Hochleistungsbaukästen vor. Es handelt sich um das ebenfalls aus Israel stammende Webydo. Am Ende des Beitrags finden Sie übrigens ein besonderes Angebot für Dr. Web Leserinnen und Leser.

Webydo: Website-Builder mit Designer-Fokus

Webydo, wie Wix in Tel Aviv gegründet und ansässig, hat ein kritisches Auge auf den Wettbewerber aus der gleichen Stadt gerichtet und legt viel Wert darauf, zu kommunizieren, inwieweit sich Webydo von Wix unterscheidet. Das wirkt zwar auf den ersten Blick etwas bemüht, ist aber auf den zweiten und alle weiteren Blicke durchaus als stimmig anzuerkennen. Anders als Wix richtet sich Webydo strikt auf Designer als Zielgruppe aus, wie Sie noch sehen werden. Entsprechend hört man im Hause Webydo die Begriffe Homepage-Baukasten oder Website-Builder gar nicht gern. In der Tat leitet die Verwendung dieser gängigen Terminologie etwas in die Irre, denn Webydo ist mehr als nur ein Baukasten, es ist eine vollständige Lösung für den Betrieb einer Designagentur, in jedem Falle eine vollwertige Website-Design-Software.

Wirtschaftlich orientierte Designer haben zumeist klare Bedürfnisse. Sie suchen ständig nach Wegen, die Kundenschar zu vergrößern. Sie wollen Design schneller und kostengünstiger, aber nicht qualitativ schlechter umsetzen. Viele wollen ihre Kenntnisse aus dem Print-Design auf Webseiten sinnvoll anwenden können. Und sie wollen oder können nicht coden. Die Zusammenarbeit mit Entwicklern zahlt sich für sie häufig nicht aus, da die Entwicklerkosten bis zu 70% des Gesamtbudgets verschlingen können. Haben Sie sich jetzt an einer oder mehreren Stellen schon erkannt? Dann sollten Sie auf jeden Fall weiterlesen…

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Webydo: Offiziell erst zur TechCrunch Disrupt 2013 gestartet

Webydo gibt es schon seit gut zwei Jahren, hat aber sehr lange nur mit handverlesenen Designern gearbeitet. Erst zur TechCrunch Disrupt New York 2013 wagte man sich ans Licht der Öffentlichkeit. Dabei waren zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 70.000 Webseiten von mehr als 13.000 Designern gestaltet worden. Der erfolgreichste Kunde der ersten Stunde erstellte innerhalb nur eines Jahres mehr als 1.000 Webseiten mit Webydo und einem Team von lediglich 15 angestellten Designern.

Webydo: der etwas andere Homepage-Baukasten

Gestartet im israelischen Tel Aviv, aber mittlerweile auch mit einem Büro in New Jersey, USA, vertreten, führt Webydo ein hochqualifiziertes Team von Mathematikern mit dem Ziel, Mathematik aus dem Webdesign zu eliminieren. Nach Recherchen von Webydo wird immerhin bis zu 70% des Budgets eines handelsüblichen Webauftritts von denen beansprucht, die Code mit der Hand schreiben. Für den reinen Designer bleibt da natürlich nicht mehr so viel.

Dass es eine Vielzahl von Wettbewerbern im Segment der Website-Builder gibt, ist den Machern von Webydo vollkommen klar. Sie sehen diese jedoch eher als Angebote für den Endkunden. In der Tat ist das zumindest ein Teil der Wahrheit. Schaut man sich etwa auf Wix.com um, so fallen einem sofort die extrem sorgfältig ausgearbeiteten Anleitungstexte und die leicht verständlichen Videos ins Auge, die Basiswissen, aber späterhin auch fortgeschrittene Kenntnisse vermitteln. Klar ist dabei, hier will man Menschen heranführen, die nicht über umfassende Grundkenntnisse verfügen. Auch die Hunderte von verfügbaren Templates sprechen eher dafür, dass man den design-affinen Endkunden zumindest sehr deutlich im Auge hat. Das ist bei Webydo definitiv nicht so.

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Webydo: Die Zahl vorgefertigter Layouts ist ausgesprochen gering

Stattdessen sieht sich Webydo eher in der Tradition der Adobe-Produkte Photoshop oder Indesign. Hier erhält man professionelle Werkzeuge zur Erstellung professioneller Websites in die Hand, aber so gut wie keine fertigen Designs und Einsteiger-Tutorials. 24 fertige Layouts dienen eher zur Inspiration oder als Kickstarter, denn zum ernsthaften Einsatz als Live-Website…

So grenzt sich Webydo als Angebot für Designer gezielt vom Endkundenmarkt ab. Eine weitere Abgrenzung erfolgt mit Blick auf Developer. Hier möchte Webydo für Designer werden, was etwa WordPress für Entwickler ist. Es soll eine anpassbare Plattform entstehen, die von Designern für Designer fortentwickelt wird. Webydo-CEO Shmulik konstatiert hier eine Lücke, die klafft zwischen den Endkunden-orientierten Website-Baukästen und den an Entwickler gerichteten programmierbaren Content Management Systemen, die den Designprozess nach seinen Worten "marginalisieren".

Einen ersten aussagefähigen Eindruck vermittelt dieses kurze Video:

Webydo: die ersten Schritte

Probieren geht über Studieren. Die beste Methode, herauszufinden, inwieweit ein Dienst Ihren Bedürfnissen entspricht, ist es, diesen zu testen. Das gilt natürlich auch und insbesondere für Homepage-Baukästen. Leider macht es einem nicht jeder Anbieter so leicht wie Webydo. Webydo verzichtet auf vermeidbare Hürden, indem schon der Prozess des Einrichtens eines Nutzeraccounts auf das Nötigste reduziert ist. Sie teilen lediglich Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse mit dem Anbieter, suchen sich zu guter Letzt noch ein Passwort aus und werden direkt in den eigentlichen Editor weitergeleitet. Keine Zahldaten, nicht die Schuhgröße, nichts…

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Einmal dort angekommen, entscheiden Sie sich für eine von drei Möglichkeiten. Sie können entweder mit einem vorbelegten Layout starten. Oder Sie entscheiden sich für eine vorgegebene Grid-Struktur. Oder Sie machen es, wie Sie es sonst auch machen und starten mit einem leeren Screen.

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Wenn Sie in etwa so ticken wie ich, dann suchen Sie sich eines der vorstrukturierten Layouts aus. Hier haben Sie die Wahl zwischen Corporate, Portfolio, Graphic und Wide Box.

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Einmal ausgewählt, legt Ihnen Webydo ans Herz, ein Einführungsvideo anzuschauen, in welchem Ihnen die grundlegenden Funktionen des visuellen Editors erläutert werden. Im Verlaufe des Designprozesses werden Sie auf weitere dieser Videos stoßen. Nehmen Sie sich die Zeit, sie anzuschauen. Sie sind es wirklich wert und führen dazu, dass Sie deutlich schneller auf Betriebstemperatur kommen, als wenn Sie sich allein durch das Featureset frickeln. Nehmen Sie an Webydos Forum teil und helfen Sie so bei der Verbesserung des Produkts. Hier berichten Sie Fehler oder schlagen weitere Features vor. Die Fortentwicklung des Website-Baukastens basiert ganz wesentlich auf dem Feedback der bisher mehr als 30.000 teilnehmenden Designer, die so praktisch die Roadmap selber schreiben und sich ein perfektes System schaffen können.

Kommen Sie wie ich von älteren Mac-Versionen, werden Sie sich wohl stehenden Fußes in Webydos Editor verlieben:

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Der Editor ist klar, einfach, fast schon intuitiv zu bedienen. Wie Sie es von Photoshop, eigentlich noch eher von Indesign gewohnt sind, platzieren und bearbeiten Sie Elemente per Drag and Drop mit der Maus und verfeinern die Genauigkeit durch die Eingabe von Pixelwerten und exakten Koordinaten. Gerade das Setzen von Pixelwerten und Koordinaten ist im Homepage-Baukasten-Business nicht gang und gäbe und stellt einen echten Vorteil von Webydo dar.

Gestandenen Design-Kämpen wird nicht nur die UI vertraut vorkommen. Auch die Wortwahl im Featureset entspricht dem bekannten Duktus der Designwelt.

Webydos Editor verfügt über drei verschiedene Modi. Im Modus "Design" erarbeiten Sie das Layout. Der Modus "Content" zeigt alle vom Endnutzer bearbeitbaren Bereiche und der Modus "Preview" blendet alle Tools aus und zeigt die Website, wie sie öffentlich zu sehen wäre.

Design mit Webydo: Stärken und Schwächen

Wir wissen es doch alle. Webdesign ist letztlich niemals ohne Code zu bewältigen. Insofern muss man Webydos Versprechen eines code-free Webdesign auch relativieren. Webydo hält den Designer lediglich von allem fern, was mit Code zu tun hat. Im Hintergrund erzeugt das System standard-konformes HTML, das auf Desktops und mobilen Geräten gleichermaßen gut funktioniert. Wer nun ganz versessen darauf ist, diesen Code in stundenlanger Kleinarbeit ohne sichtbaren Nutzen, aber top-compliant zu optimieren, der kann auch das tun. Ich habe ja ohnehin den Eindruck, dass es eine ganze Riege von Webworkern gibt, für die die zeitaufwändige manuelle Nachfrickelei eine geradezu ideologische Grundvoraussetzung ist, um etwas überhaupt als Arbeitsergebnis bezeichnen zu können.

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Webydo: So kann eine Website aussehen

Dennoch, machen wir uns nichts vor. Mit Webydo lassen sich zweifellos grafisch ansprechende, aufwändige Websites bauen, die ihre Besucher zu beeindrucken verstehen werden. Es ist also das perfekte System für die Erstellung einer Portfolio-Site für Fotografen oder Architekten, sowie für die Erstellung einer Unternehmenspräsentation. Sobald indes Anwendungslogik ins Spiel kommt, wird es finster und wir kommen um den Entwickler vielfach doch nicht herum..

Das ist Webydo ein Dorn im Auge und so versucht man diesem Problem mit sogenannten Widgets zu begegnen. In Kooperation mit Drittanbietern bemüht sich der Baukasten-Dienst darum, gängige Bedarfe innerhalb des Systems abzudecken. So erarbeitete man etwa mit dem E-Commerce-Provider Ecwid eine Möglichkeit, Webydo-Sites mit Onlineshops aufzurüsten, und zwar direkt aus dem Editor heraus. Die Widget-Funktionalität ist relativ neu und bedarf noch der Unterstützung durch weit mehr Drittanbieter, woran auch fleißig gearbeitet wird.

Eine besondere Stärke von Webydo soll hier ausdrücklich nicht unerwähnt bleiben. Das integrierte CMS ist einer der am leichtesten verständlichen Vertreter seiner Art. Davon können sich Wettbewerber eine ganz große Scheibe abschneiden. Sogar Ihre Kunden werden das System in weniger als 30 Minuten so weit verstanden haben, dass sie damit werden arbeiten können.

Webydos Preismodell

Webydos Preismodell ist sehr klar und bedarf keiner langen Liste. Können Sie damit leben, dass Ihre Site als Subdomain von Webydo gehostet wird, besteht sie zudem aus nicht mehr als 15 Seiten und wiegt nicht schwerer als ein Gigabyte, dann zahlen Sie gar nichts. Erstaunlich: es gibt kein Limit der Bandbreite. Sie können zudem unbegrenzt viele Websites mit diesen Einschränkungen bauen.

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Ein weiteres Beispiel einer Website aus dem Webydo-Baukasten

Sobald Sie Ihre eigene Domain verwenden wollen oder mehr als 15 Seiten oder mehr Speicherplatz als ein Gigabyte benötigen, müssen Sie zum Premium-Angebot greifen. Dieser Plan schlägt mit 7,90 USD monatlich bei jährlicher Zahlweise oder 9 USD bei monatlicher Zahlweise zu Buche. Das Domainhosting ist im Preis inbegriffen und kann auch nicht auf andere Weise geregelt werden. In Sachen Hosting arbeitet Webydo mit Akamai zusammen. An deren Zuverlässigkeit wird wohl niemand ernsthaft Zweifel äußern wollen…

Nachdem die Entscheidung für eine Domain nebst Hosting im Regelfalle nicht alle paar Monate revidiert werden wird, sollte man sich entsprechend für den Jahresplan entscheiden und ein paar Dollar sparen. Haben Sie oder Ihr Kunde einen Igel in der Tasche, können Sie natürlich auch erst einmal mit dem kostenlosen Angebot starten und dann im Bedarfsfalle aufrüsten. Upgrades sind stets möglich.

Größere Design-Agenturen oder Freiberufler mit außergewöhnlich großem Kundenstamm sollten sich direkt mit Webydo in Verbindung setzen, um ein maßgeschneidertes Angebot zu erhalten.

Webydo als Zentrale Ihrer Design-Agentur

Um sich weiter von eher an Konsumenten gerichteten Angeboten abzugrenzen, führte Webydo im Sommer diesen Jahres verschiedene Möglichkeiten ein, die es ermöglichen, seine Designagentur komplett mit Webydo als Motor zu betreiben. Folgende Features stechen heraus:

  • Build Your Brand erlaubt es Designern, das System komplett unter eigenem Logo zu betreiben. Webydo verschwindet vollständig und wird den Kunden als Dienstleister überhaupt nicht bekannt.
  • Bill Your Client bringt Faktura in das Backend. Sie können somit direkt Leistungen und Dienste gegenüber Ihren Kunden abrechnen. Sie benötigen dementsprechend keine separate Rechnungslösung mehr.
  • Share Your Site Design teilt das Design in Bereiche auf. Sie legen so auf einfache Art und Weise Bereiche an, die von Ihren Kunden bearbeitet werden dürfen, während Sie andere Bereiche ausdrücklich für den Zugriff sperren. So bleiben Ihre Designs trotz Kunden-Content stabil.

Webydos CEO Shmulik Grizim ist enthusiastisch:

Das ist eine echte Revolution in der professionellen Erstellung von Websites. Erstmalig wird Designern die komplette Kontrolle über den Prozess der Website-Erstellung gegeben. Sie benötigen weder Code-Kenntnisse, noch müssen sie Entwicklerleistungen zukaufen, sondern können sich voll auf den kreativen Aspekt des Webdesign konzentrieren. Der starken Nachfrage unserer Kunden folgend, haben wir nun ein extrem sicheres, effizientes und automatisches Zahlungssystem direkt in das Webydo-Backend integriert. So deckt Webydo nicht nur die technischen, sondern auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte einer Designagentur ab. Damit können sich Designer tatsächlich darauf konzentrieren, Websites bis zu zehn Mal schneller und kosteneffizienter zu bauen.

Dem ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Inwieweit sich der Enthusiasmus im Realitätscheck bewahrheitet, muss jeder für sich selbst evaluieren. Der Ansatz ist erstmal plausibel und hat Charme. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich wirklich selbst ein Bild machen müssen. Bauen Sie Ihre responsive Website mit Webydo.

Spezielle Promotion für Dr. Web Leser

Im Zuge unserer Gespräche mit Webydo-Vertretern erhielten wir einen allgemein gültigen Promocode für unsere Leserinnen und Leser. Unter Verwendung des Gutschein-Codes LimitedVIPdrweb75%off erhalten Sie den Webydo Professional Premium Yearly Plan, also die Bezahlvariante des Dienstes für die Dauer eines kompletten Jahres anstatt für 94,80 USD für 23,70 USD, also ein bloßes Viertel des Normalpreises. Das Angebot beginnt mit der Veröffentlichung dieses Artikels und wird 10 Tage lang aufrecht erhalten. Somit sollten Sie den Deal bis zum 21. Dezember 2013 nutzen können.

Melden Sie sich bitte bei uns, wenn der Code schon vor Ablauf dieses Zeitrahmens nicht mehr funktionieren sollte. Wir sorgen dann für eine funktionierende Lösung. Zeitzonen-Unterschiede sind gern mal der Auslöser solcher Irritationen…

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CMS Programmierung

Wix.com: Hat der Homepage-Baukasten aus Israel das Potenzial, das Webdesign zu revolutionieren?

Wix.com, 40 Millionen Nutzer stark, hat sich in den letzten Jahren stark zum eigenen Vorteil gewandelt. Vor einigen Wochen gelang der größte Börsengang eines israelischen Unternehmens überhaupt. Kann Wix für das Webdesign sein, was Apple für die Computerbranche ist? Ein disruptiver Dienst, der neu definiert, wie auf breiter Front Webseiten gestaltet werden. Einiges spricht dafür…

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Homepage-Baukästen, Website-Builder: Das ist doch alles Mist!

Gerade, wenn man als deutsches Magazin nur den Begriff “Homepage-Baukasten” aus der Feder fließen lässt, kann man sich hochkritischer Kommentare selbsternannter und tatsächlicher Experten sicher sein. So etwas sei nichts für Profis, was haben solche Beiträge überhaupt in einem Fachmagazin verloren? Seid ihr jetzt die Computer-Bild? Und so weiter…

Homepage-Baukasten: Zielgruppe “Kleine bis mittlere Seitenbetreiber”

Lassen Sie mich dementsprechend prophylaktisch folgende Aussagen treffen. Zunächst ist das Dr. Web Magazin gegründet worden als Magazin für Seitenbetreiber. Seitenbetreiber ist erst einmal jeder, der eine Seite betreibt, ob Designprofi oder nicht – in der Regel sogar eher nicht. Wir wollen nicht auf Profis als Zielgruppe reduziert werden, obschon natürlich vielfach Beiträge erscheinen, die ganz klar nur von Profis überhaupt verstanden werden können.

Viele Seitenbetreiber, etwa der Gassi-Geh-Service von nebenan oder der Pizzabäcker um die Ecke, können sich schlicht den klassischen, professionellen Webdesigner nicht leisten oder, und auch das ist Freiheitsrecht in Deutschland, wollen das einfach nicht. Diesen Markt wird es immer geben, ob man das nun goutiert oder nicht. Und dieser Markt wird immer größer sein als der Markt für professionelles Webdesign aus gelernter Stube.

Ich hatte damit noch nie ein Problem. Im Gegenteil sagte ich schon etlichen potenziellen Kunden unverblümt, dass sie für ihre definierten Kommunikationsziele keinen relativ teuren Auftragnehmer wie mich benötigen. Ich empfahl geradezu den Einsatz von Baukästen, die im übrigen in Deutschland von den gängigen Hosting-Platzhirschen 1&1 und Strato nicht eben unauffällig promotet werden.

Homepage-Baukasten: Zielgruppe “Professionelle Webdesigner”

Dann gibt es durchaus eine große Zahl an Designern, dazu zähle ich mich als Ersteller dieses Artikels ganz besonders, die noch nie, in meinem Falle seit den Neunzigern nicht, der Auffassung waren, Quellcode müsste zwingend mit der Hand geschrieben werden. Wann immer es ging, griff ich zu Werkzeugen, die mich im Designprozess so weit wie möglich unterstützen konnten.

Einschränkend will ich einräumen, dass NetObjects Fusion und Frontpage für mich auch damals nicht in Frage gekommen sind. Aber seit der Version 1 des damaligen Macromedia Dreamweaver bin ich dem Produkt treu geblieben. Hunderte, teils sehr komplexe Web-Projekte habe ich seither damit erstellt. Wichtig war für mich stets nur die Offenheit des Systems, also die Möglichkeit, zu können, wenn man denn wollte. Was ich sagen will: will ich Quelltext von Hand schreiben, hindert mich Dreamweaver nicht daran, sondern unterstützt mich auch dabei ganz ordentlich.

Ich bin demnach seit jeher Arbeitserleichterungen nicht abgeneigt. Website-Builder schaue ich mir daher schon seit gut 10 Jahren immer mal wieder an. Bislang konnte mich noch keiner so richtig überzeugen. Projekte gehe ich bis heute stets auf die konventionelle Art, also mit Dreamweaver an Bord, an. Allerdings spüre ich schon, dass die Entwicklung der Homepage-Baukästen mich, obwohl seit 20 Jahren im Webdesign tätig, eher über kurz als über lang dazu bringen wird, meinen bisherigen Workflow, zumindest für einige Projekte und/oder Auftragstypen über Bord zu werfen.

Im Sommer schaute ich mir Webydo an und war schon fast überzeugt. Im folgenden Beitrag befasse ich mich mit Wix.com und kann schon jetzt sagen, dass ich von den ersten Gehversuche mit dem neuen Wix-Editor durchaus sehr angetan bin. Schauen Sie sich auch einmal die Beispiele von mit Wix erstellten Websites an.

Homepage-Baukasten: Zielgruppe “Designer generell”

Aber, sprechen wir nicht ausschließlich von mir. Sprechen wir auch von den langgedienten Designern, die vielleicht noch länger im Geschäft sind als ich. Oder sprechen wir von den jungen Designern, die zwar großartige, kreative Ideen haben, aber Quelltext nicht schreiben können. Industrie-Designer, die etwa tolle Autokarosserien entwerfen, könnten immerhin auch nicht den Motor konstruieren.

Sprechen wir von denen, die hauptsächlich Print kreieren, aber auch ein Stück des Webdesign-Kuchens abhaben wollen – was übrigens vollkommen legitim ist.

Häufig genug sind Designaufträge eher klein, im Sinne von mit wenig Budget ausgestattet. Auch in diesem Segment kann der Einsatz eines Website-Builders lohnen. Zu diesem Argument höre ich immer wieder, man habe ja als Designer ohnehin einen ganzen Sack voller Snippets und Design-Elemente, die man in solchen Fällen zum Einsatz bringen könnte, da bräuchte man keinen Homepage-Baukasten dafür. Ich antworte dann gern: Worin besteht denn dann da noch der Unterschied zum kritisierten Baukasten-System außerhalb der Tatsache, dass man sich den Baukasten selber zusammengeschnipselt hat?

Abschließend lassen Sie mich das gern gehörte Argument bringen, dass Website-Builder dazu führen würden, dass Websites tendenziell identisch aussehen. Dieses Argument ist in etwa so valide wie zu behaupten, die Einführung von Microsoft Word habe dazu geführt, dass sich Texte tendenziell gleichen. Werkzeuge können nur dann einen solchen Effekt haben, wenn sie in dieser Weise genutzt werden. Kreativschaffende nutzen schon seit jeher immer gleiche Werkzeuge und erschaffen damit doch nicht stets identische Werke.

Wir werden auch hier und heute diesen Glaubenskrieg nicht beenden. Wir sollten uns aber wenigstens über die verschiedenen Standpunkte und Argumente verständigen. Sollte ich hier etwas vergessen haben, sind Sie herzlich eingeladen, es in den Kommentaren zu ergänzen!

Wix: From Zero to Hero?

Vor zwei Jahren schrieb ich einen längeren Test zu Homepage-Baukästen, der recht viel Beachtung fand und, ursprünglich für die Print-Ausgabe des t3n Magazin geschrieben, schnell auch den Weg in deren Onlinemagazin schaffte und in gekürzter Fassung von Spiegel Online gecovert wurde. Für den Artikel hatte ich mir 17 Website-Builder angesehen und zehn davon ausführlich vorgestellt. Wix war seinerzeit zwar unter den 17 auserwählten Teilnehmern, schaffte es jedoch nicht in die Runde der letzten 10. Mein Fazit damals:

Wix : Komplett Flash-basiert, kostenloser Tarif, sinnvoll nutzbar erst ab 15 € monatlich, deutsche Version verfügbar, aber gewöhnungsbedürftig lokalisiert

Wix: Kein Flash mehr, deutsche Sprachversion jetzt konsistent

Seitdem hat sich bei Wix enorm viel getan. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass sich Wix innerhalb der letzten zwei Jahre unter die besten Drei, wenn nicht gar an die Spitze der Branche vorgearbeitet hat. Insbesondere die Abkehr von Flash hin zu HTML5 hat hier sicherlich die Wende gebracht.

Auch in Sachen Sprachlokalisierung hat sich Wix nur noch sehr wenig vorzuwerfen. Die deutsche Sprachversion ist natürlich nicht vollständig. Das wäre bei einem so schnell wachsenden Dienst wohl auch zu viel erwartet. Immerhin finden sich keine maschinenübersetzten Katastrophen mehr, der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch erscheint zumindest nachvollziehbar.

Aber, und das dürfte man wohl als wichtigste Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung ansehen, der Editor, das Herzstück des Homepage-Baukastens, ist komplett in deutscher Sprache verfügbar. Sogar viele Helferlein-Videos, wie dieses hier, sind eingedeutscht:

http://www.youtube.com/watch?v=uCo6qubKiFU#t=12

Hatte Wix zunächst nur HTML5 als Ausgabeformat hinzugefügt, während der Editor noch eine ganze Weile auf Flash basierte, so ist heutzutage Flash Geschichte. Der Wix-Editor gefällt mir persönlich deutlich besser als die Editoren verschiedener Desktop-Anwendungen, allen voran Dreamweaver. Die Bearbeitungsmöglichkeit in der Cloud, also von jedem Gerät mit Browser und sei es in Timbuktu, aus, hätte ich mir in der Vergangenheit schon dutzende, wenn nicht hunderte Male gewünscht.

Wix.com: Seit November an der NASDAQ gelistet

Mittlerweile zählt der Website-Builder aus Israel über 40 Millionen Kunden, von denen fast 700.000 zahlende Kunden sind. Damit hat sich die Gesamtzahl seit meiner letzten Recherche mehr als verdoppelt.

Wix ist dermaßen rasant gewachsen, dass das Unternehmen sich zum IPO entschloss und seit Anfang November an der New Yorker NASDAQ gelistet ist. Im Zuge des Going Public wurden erstaunliche 127 Millionen Dollar eingenommen. Damit gelang Wix der bisher größte Börsenstart eines israelischen Unternehmens überhaupt. Das Unternehmen mit seinen insgesamt um 400 Beschäftigten in den USA und in Israel wird nun mit rund 750 Millionen Dollar bewertet.

CEO Avishai Abraham ist überzeugt, über nahezu unbegrenztes Wachstumspotenzial zu verfügen, denn nach seinen Berechnungen repräsentieren die bereits akquirierten 40 Millionen Kunden weniger als ein Prozent des Gesamtmarkts.

Wix: Kostenloser Editor mit kostenpflichtigen Zusätzen

Bevor wir uns das Featureset des Baukastens aus Tel Aviv ansehen, lassen Sie uns kurz einen Blick auf die Preisgestaltung werfen. Das ist für mich immer ein ganz wichtiger Punkt, denn was nutzt mir beispielsweise das beste Auto, wenn ich es mir schlicht nicht leisten kann. In diesem Falle interessieren mich dann die Leistungsdaten auch nicht…

Schon im kostenlosen Plan bietet Wix den vollen Leistungsumfang. Sie bauen völlig kostenfrei Ihre Website ohne Einschränkungen seitens der Editor-Software. Auch der App-Markt, ein Marktplatz zusätzlicher Add-Ons, darunter Newsletter-Anbindungen, Kontaktformulare, Kommentarsysteme, Social Media Integrationen und vieles mehr, kann voll genutzt werden, sofern die Add-Ons an sich wiederum kostenfrei sind, was auf die allermeisten auch zutrifft, zumindest, soweit es deren Basisfeatures betrifft.

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Im Grunde der einzige Haken an der kostenfreien Variante der Website aus dem Wix-Builder ist die Tatsache, dass Sie nicht Ihre eigene Domain verwenden können und gegebenenfalls mit von Wix eingeblendeter Werbung leben müssen. Im geschäftlichen, aber auch schon im semi-professionellen oder gemeinnützigen Bereich wird dieser Nachteil schwer genug wiegen, um direkt das Nachdenken über einen der kostenpflichtigen Pläne anzustoßen.

Bevor Sie das jedoch entscheiden, können Sie, anders als bei vielen anderen, zunächst einmal alle Möglichkeiten des Wix-Editors auf Herz und Nieren testen. Erst, wenn Sie vollkommen überzeugt davon sind, dass es Ihrer Site an nichts mangeln wird, buchen Sie einen Premium-Tarif.

Hier kommt im Grunde nur der Tarif “Unlimited” sinnvoll in Frage. Für 15,95 Euro im Monat bei monatlicher oder 12,42 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung erhalten Sie eine Domain, gehostet bei Wix, 10 GB Speicherplatz und vor allem unbegrenzte Bandbreite. Auch Anzeigen werden in diesem Tarif nur eingeblendet, wenn Sie sie selber einbauen.

Private Nutzer könnten sich eventuell noch für den Tarif “Combo” interessieren. Auch hier gibt es eine Domain dazu, auch dieser Tarif ist werbefrei. Die Beschränkungen betreffen hier den auf 3GB reduzierten Speicherplatz und die auf 2GB reduzierte Bandbreite. Für den Combo-Tarif fallen 10,95 Euro im Monat bei monatlicher und 8,25 Euro bei jährlicher Zahlung an.

Da Upgrades jederzeit möglich sind, könnte man sich zunächst mit dem kleineren Plan begnügen und im Bedarfsfalle erweitern. Andererseits ist der Preisunterschied dermaßen klein…

Wollen Sie einen Online-Shop mit Hilfe von Wix betreiben, steht Ihnen nur das Paket “eCommerce” für 19,90 Euro im Monat bei monatlicher und 16,17 Euro bei jährlicher Zahlung zur Verfügung. Hier erhalten Sie dann sogar 20GB Speicherplatz, werden aber erstaunlicherweise auf 10GB Bandbreite limitiert.

Sie sehen, Wix ist kein Preisbrecher, aber auch nicht ausgesprochen teuer. Die Leistungsfähigkeit ist höher als der Preis. Insofern würde ich insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren.

Wix.com: Erste Schritte

Nachdem Sie nun mutmaßlich davon überzeugt sind, dass Wix Sie auch in den kostenpflichtigen Plänen nicht verarmen lassen wird, sollten wir gemeinsam einen Blick auf das übrige Featureset werfen. Das Wix stark erweiterbar ist, haben Sie bereits zur Kenntnis genommen. Der angegliederte, sehr große App-Market lässt in der Tat kaum eine Anforderung unberücksichtigt. Damit wir einer der konzeptionell größten Nachteile üblicher Baukastensysteme effektiv beseitigt. Mit Wix ist prinzipiell jede Art von Website realisierbar.

Haben Sie sich für den Dienst registriert, was sehr unkompliziert und ohne Preisgabe intimer Daten erfolgt, fordert Wix Sie auf, Ihre erste Website zu erstellen. Das erfolgt grundsätzlich auf der Basis eines Templates. Von diesen Templates bietet Wix Hunderte. Ich habe sicherlich nicht alle gesichtet, aber diejenigen, die ich mir näher ansah, genügen problemlos auch gehobenen Ansprüchen an das Design der eigenen Website.

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Übersichtlich sortiert nach Branchen findet hier jeder mindestens eine Vorlage, auf deren Basis man gerne arbeiten wird. Ich verfiel direkt dem Problem der Qual der Wahl. Wer zwar mit dem Wix-Editor, aber dennoch frei arbeiten will, der wählt eines der leeren Templates, in denen lediglich grob Strukturen vorgegeben sind, vergleichbar mit einem Wireframe. Mittlerweile sind fast alle angebotenen Templates auch für mobile Geräte optimiert, was aber nicht heißt, dass Ihre Site automatisch mobil funktioniert. Vielmehr gibt es im Wix-Editor einen separaten Designbereich, der sich ausschließlich mit dem Aussehen Ihrer Seite auf mobilen Clients beschäftigt. Im Klartext: Sie designen die mobile Seite separat, aber auf der Basis desselben Templates.

Haben Sie sich nun für ein Template entschieden, klicken Sie an dessen Thumbnail auf “Bearbeiten” und werden ohne weitere Umschweife in den HTML-Editor von Wix geleitet. Dieser bestand noch vor recht kurzer Zeit aus einem Flash-Boliden. Davon ist nichts mehr zu sehen. Der Wix-Editor wirkt sauber, aufgeräumt und steht hinsichtlich seiner Performance einer Desktop-App in nichts nach.

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Die Werkzeuge des Editors stehen einmal in der linksseitig angeordneten Werkzeugleiste und oben rechts horizontal zur Verfügung. Ihr Hauptaugenmerk wird zunächst auf dem linksseitigen Werkzeugkasten liegen, denn darin verbergen sich die allermeisten Design-Funktionalitäten.

Die fünf mächtigen Icons des Wix-Baukastens

Fünf Icons reichen, um alle benötigten Layout-Features abzubilden. Zuoberst finden Sie das Icon namens “Seiten”. Hierüber erstellen Sie neue Seiten, ordnen bestehende neu an, ändern die Hierarchie, legen die Startseite fest und hinterlegen wichtige SEO-Informationen. Wenn Sie wollen, definieren Sie an dieser Stelle auch Seitenübergänge, wie Überblenden oder vertikales/horizontales Gleiten.

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Unter dem Icon “Design” finden Sie die Möglichkeit, den Seitenhintergrund aus einer Vielzahl vorhandener Varianten zu wählen oder einen eigenen hochzuladen. Weiterhin können Sie hier ein vorgefertigtes oder eigenes Farbschema auf das Design anwenden. Nicht zuletzt findet sich an dieser Stelle die Auswahl einsetzbarer Webfonts, ebenfalls in Form diverser Vorschläge, aber auch mit der Option zur individuellen Anpassung. Wollen Sie Websites etwa in kyrillischer Schrift erstellen, so können Sie das problemlos tun, indem Sie die entsprechende Sprachunterstützung in Wix aktivieren. Alle Änderungen, die Sie vornehmen, werden sofort im Editor umgesetzt. Ein Klick auf “Änderungen verwerfen” genügt, um schauderliche Auswirkungen ungeschehen zu machen.

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Das Icon “Hinzufügen” beinhaltet alle Elemente, die man herkömmlicherweise zu einer Website hinzufügen können wollen könnte. Angefangen von Text und Bild, über Buttons, Menüs, ganze Galerien, bis hin zu Blogs und sozialen Netzwerken bleibt kaum ein Wunsch offen.

Hinzugefügt werden stets frei bewegliche Container, wie Sie es etwa aus Adobes Indesign kennen könnten. Container lassen sich mit der Maus nicht nur verschieben, sondern auch in ihrer Größe verändern und um beliebige Winkel drehen.

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Je nachdem, was Sie mit einem Container anstellen, erlaubt sich Wix kontextsensitive Hinweise als modale Fenster einzublenden, darunter etwa der Hinweis, dass Sie einen Container nicht außerhalb der im Template vorgegebenen Gitterlinien platzieren sollten, wenn Ihnen an der ordnungsgemäßen mobilen Darstellung Ihrer Site gelegen ist. Per Rechtsklick öffnet man kontextsensitive Menüs, deren Inhalt je nach Element variiert, dabei aber jeweils die sinnvollsten Optionen schnell zugänglich macht.

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Das Icon “Einstellungen” erlaubt die Festlegung grundlegender Parameter, darunter etwa die Site-Adresse oder die Anbindung an soziale Netzwerke, aber auch die Integration von Google Analytics, sowie die Sicherstellung einer EU-konformen Cookie-Regelung.

Der bereits genannte App-Markt findet sich als letztes Icon und damit direkt und ohne Umschweife aus dem Editor zugänglich. Achten Sie hier auf die Kennzeichnung der einzelnen Apps. Zumeist werden Sie Gratis/Premium angezeigt bekommen, was bedeutet, dass die entsprechende App mit Basisfeatures kostenlos verwendet werden kann, während für den gehobenen Anspruch eine kostenpflichtige Premium-Version gebucht werden muss.

Haben Sie sich für eines der Templates erschienen, erhalten Sie eine entsprechend vorbelegte Optik. Sie können jedes Element einzeln bearbeiten, verschieben oder löschen. Das Kontextmenü werden Sie schnell zu schätzen lernen.

Wix: die zweite Toolbar oben rechts

Unterhalb des oberen Randes des Browserfensters finden Sie von rechts startend eine zweite Werkzeugleiste. Darin finden sich nützliche Features wie “Rückgängig” und “Wiederholen” oder “Kopieren” und “Einfügen”. Letztere funktionieren in Browserumgebungen nicht immer zuverlässig in gewohnter Manier, weshalb Wix sie hier als Feature dezidiert einbaut.

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Die folgenden drei Icons steuern die optischen Hilfen für das Design der gewünschten Layouts. Sie können Gitterlinien konfigurieren und anzeigen lassen und dafür sorgen, dass sich Ihre Elemente an diesen Gitterlinien ausrichten. Zusätzlich können Sie frei weitere Linien positionieren, um etwa mehrspaltige Designs sauber zu positionieren. Wie bereits gesagt, das erinnert alles sehr stark an Indesign. Grafikdesigner werden sich hier sehr wohl fühlen. Leute ohne Designkenntnisse freuen sich über die weitgehend intuitive Herangehensweise. Nur der Coder, der wird meckern ;-)

Wix: die entscheidenden Schritte

Obschon sich der Editor komplett im Stile von WYSIWYG verhält, finden Sie in der oberen Toolbar eine separate Vorschau. Ein Klick darauf führt dazu, dass sämtliche Tool-Bereiche, Gitterlinien und sonstige Hilfen ausgeblendet werden. Per Klick wechseln Sie zwischen der Vorschau für Desktop-Browser und jener für mobile Geräte.

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Zuletzt sorgen Sie unter Verwendung des Buttons “Publizieren” für die Live-Schaltung Ihrer Website. An dieser Stelle können Sie noch einmal kompakt darüber befinden, ob Sie die Seite von Suchmaschinen indexieren lassen wollen und ob die mobile Version ebenfalls publiziert werden soll. Am Ende dieses Vorgangs findet sich die soeben designte Website öffentlich sichtbar im Netz der Netze wieder. Wenn Sie nun eine aussagekräftigere Domain damit verknüpfen wollen, so wissen Sie ja, was zu tun ist. Die Möglichkeit zum “Upgrade” hält Wix für Sie im Editor oben rechts stets zur Verfügung.

Wix Support: das ausgezeichnete Hilfe-Center

Aufgrund seiner außerordentlichen Qualität will ich noch das Hilfe-Center erwähnen. Dieses erreichen Sie aus dem Editorfenster heraus ganz rechts oben per Klick auf das Fragezeichen-Icon. Das Hilfe-Center bietet unterschiedliche Inhalte, ja nachdem, ob Sie sich gerade im Editor für die mobile oder im Editor für die Desktop-Variante befinden.

Das Hilfe-Center spiegelt das Design des Editor-Fensters wider und bietet so sehr leichten Zugang zu den Inhalten. Wollen Sie etwa die Handhabung des Icons “Design” erklärt bekommen, so führt Sie das Hilfe-Center nach dem gleichen Bedienmuster wie die Funktion selbst in deren Nutzung ein, wie Sie am folgenden Screenshot sehen können:

wix-hilfe-center

Viele Features werden nicht nur textlich, sondern zusätzlich mit Video-Kurzanleitungen verständlich gemacht. Die Videos stehen ebenfalls in deutscher Sprache zur Verfügung, so dass auch unter diesem Aspekt die schnelle Einarbeitung nicht gefährdet ist.

Fazit: Wix ist gut, günstig und eine echte Alternative zu WordPress-Themes

Wieso kommt er jetzt mit WordPress-Themes, fragen Sie sich vielleicht. Die Antwort ist näherliegend als Sie denken. Aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich behaupten, dass vielfach Personen ohne große Designerfahrungen auf Seiten setzen, die WordPress zum Unterbau haben. Das aber nicht etwa, weil Sie zwingend ein CMS benötigen würden, sondern lediglich, weil es für WordPress einen Riesenhaufen fertiger Templates gibt. So ist eine Site schnell geschustert und sieht noch dazu ordentlich aus. Gehören Sie zu dieser Zielgruppe, so können Sie es sich getrost einfacher machen und gewinnen sogar noch Flexibilität hinzu.

Sind Sie Designer alter Schule, werden auch Sie an Wix Ihre Freude haben. Denn, wie Sie im Text an vielen Stellen lesen konnten, lehnt sich das Bedienkonzept sehr stark an dasjenige von Grafikanwendungen wie Indesign, Photoshop oder Illustrator an.

Einen Nachteil gibt es, den man allerdings nur dann so bezeichnen kann, wenn es einem nicht ohnehin egal ist. Mit Wix erstellte Seiten geben nur über Umwege Zugriff auf den Quellcode. Im Wix-Supportcenter findet sich eine entsprechende Anleitung, die aber im Wesentlichen besagt: Rufen Sie Ihre Seite mit einem entsprechenden URL-Parameter auf, klicken Sie auf “Quellcode anzeigen” im Browser Ihrer Wahl und kopieren Sie den Quellcode Seite für Seite aus. Das ist natürlich keine komfortable Sache und eher geeignet, um Code-Stichproben zu ermöglichen. So können Sie als Code-Kundiger zumindest beurteilen, ob der generierte Quelltext professionellen Ansprüchen genügt. Optimieren können Sie nicht.

Am Ende also ist Wix eine valide Alternative für Endkunden, aber auch Designer, die entweder nicht coden können oder eben nicht coden wollen. In der Tat wird auch letzteres mehr und mehr zur Alternative, jedenfalls, wenn es um handelsübliche Websites für handelsübliche Zwecke, allen voran das Zeigen von Präsenz und das Marketing in eigener Sache geht.

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CMS Programmierung

Idiotensicher: CouchCMS, das Redaktionssystem für jedermann?

Immer, wenn ich mit Kollegen ins Plaudern komme, schweifen wir nach steigendem Bierkonsum irgendwann vom Level, auf dem wir natürlich alle nur gigantische Großprojekte zu bearbeiten haben, ab und kommen in die Wirklichkeit zurück. Da stellt sich regelmäßig die Frage: Wie kann ich dieses Kundenprojekt so rationell wie möglich abwickeln, weil der Kunde einen Igel in der Tisch hat und welches CMS setze ich dafür am sinnvollsten ein? In den vergangenen Jahren haben wir hier bei Dr. Web immer wieder CMS für Kleinprojekte vorgestellt, unser heutiger Vertreter war jedoch bislang nicht dabei. Begrüßen Sie CouchCMS.

CouchCMS: CMS unkompliziert!

CouchCMS ist ein CMS unter Open Source-Lizenz, das sich ausdrücklich an Designer richtet, die nur über wenig Codeerfahrung in Sprachen wie PHP verfügen. Ebenso ausdrücklich richtet es sich indes an Designer, die über Code-Kenntnisse verfügen. Sie benötigen mithin keine PHP-Kenntnisse, aber, wenn Sie sie haben, dann ist das auch nicht schlecht. CouchCMS unterstützt Sie so oder so. Im Standard nutzt das System XHTML-Tags, um statische HTML-Templates in dynamische Websites zu konvertieren.

couchcms-main

Ein erster Überblick

Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf die wesentlichen Features werfen, die CouchCMS in den Ring wirft. Da sich dieses CMS auch an Non-Coder richtet und bestens für Endkunden geeignet ist, erwarten Sie an dieser Stelle keine großen Worte zu APIs oder Extensions oder Plugins.

  • Wie bereits erwähnt, arbeitet CouchCMS mit gewöhnlichen Templates auf Basis von HTML und CSS. Dann verwendet man XHTML, um bestimmte Bereiche dieser Templates bearbeitbar zu machen. Außerdem verwendet CouchCMS die sogenannten Cloned Pages, um spezielle Features, wie einen Blog, ein Portfolio oder eine Galerie zu ermöglichen.
  • Um den Einstieg zu erleichtern und die essentiellen Bedarfe schnell zu befriedigen, kommt CouchCMS mit einem kleinen Satz fertiger Tools, wie etwa der Google Maps Integration, einem Kalender, einer Kommentarmoderation, SEO, Rss-Feeds und einigen anderen Basics für die zeitgemäße Homepage.
  • CouchCMS erlaubt eine gute Zusammenarbeit mit PayPal.
  • Es gibt weder ein Repository für Plugins, noch eines für Themes. Als Theme können Sie jedes HTML/CSS-Tenmplate nehmen und diesem via XHTML Beine machen. Und Plugins gibt es über die Basis-Tools hinaus auch nicht. Kommt man mit dem gegebenen Featureset nicht aus, sollte man ohnehin eine andere Lösung in Betracht ziehen, denn in diesem Falle wird CouchCMS eher unterdimensioniert sein.

couchcms-main
Cunningham’s Pharmacy: eine real existierende, nicht mal kleine Website auf Basis von CouchCMS

CouchCMS: ein etwas tieferer Blick

CouchCMS verfügt über eine ausgesprochen gute und ausführliche Dokumentation, die man sogar komplett herunterladen und offline konsumieren und/oder seinen Kunden an die Hand geben kann. Der Einstieg wird erleichtert durch einen separaten Dokumentationsteil, der "Core Concepts" benannt ist und die Grundlagen abdeckt.

Die Foren sind nicht unbedingt hyperaktiv, aber nicht so ruhig, wie man aus dem Umstand schließen könnte, dass CouchCMS nur etwas mehr als 200 Twitter-Follower hat. Es gibt zwar keine vollwertige Online-Demo, aber eine kleine präpopulierte Demo-Website mit Beispielinhalten. Wer mehr auf Learning by Doing steht, kann die Demoseite gut als lebendiges Tutorial verwenden.

CouchCMS gibt es in zwei Varianten, nämlich einer kostenlosen Version als Open Source und einer kostenpflichtigen Lizenz. Die Unterschiede sind für den Profi durchaus namhaft, der Gelegenheitsnutzer wird das anders sehen.

Die Open Source-Version von CouchCMS steht unter der Common Public Attribution License 1.0. Diese erlaubt sowohl die Verwendung, die Veränderung und die Distribution, als auch den Einsatz in kommerziellen Projekten. Das ist schon mal ein Pfund. Der Haken an der Sache ist, die kleine Bedingung:

You must keep a legible and unobscured hyperlink back to www.couchcms.com on all pages rendered by the CMS.

Sie müssen also von jeder Seite aus, die das System verwaltet, einen gut lesbaren, nicht versteckten Link zu CouchCMS implementieren, der im Standard als “Powered by CouchCMS” erscheint. Daran führt kein Weg vorbei, will man die Lösung legal einsetzen. Bestenfalls kann man noch die Darstellung des Links etwas anhübschen, aber anbringen muss man ihn.

Die kostenpflichtige Lizenz hingegen, erlaubt Ihnen nicht nur das Entfernen dieses Links, sondern sogar die komepltte Anpassung des Systems als White-Label-Version, sogar mit Ihrem eigenen Branding. Diese Erlaubnis lässt sich der Entwickler mit überschaubaren 39 Dollar versüßen, für die er dann auch noch drei Monate kostenlosen Support per Forum, E-Mail und sogar Instant Messaging leistet.

couch-commercial

CouchCMS und der Backlink

Die Backlink-Pflicht der Open Source-Version wird teilweise kritisch gesehen. Unser eigener Autor Sufyan Bin Uzayr ging in seinem Review des Systems sogar so weit, zu empfehlen, bei Concrete5 oder WordPress zu bleiben, wenn man kein Geld für sein CMS ausgeben wolle. Für Bin Uzayr sei CouchCMS Open Source "nicht verwendbar". Ein erzwungener Backlink käme für ihn nicht in Frage, sowas müsse schon freiwillig bleiben. Insofern sei die freie Version von CouchCMs eher so etwas wie eine Demo. Bei positivem Eindruck solle man die kommerzielle Version kaufen. Hier regte sich Bin Uzar dann darüber auf, dass CouchCMS keine Entwicklerlizenzen anbietet, die einem etwa erlauben, es einmal zu kaufen und beliebig oft zu implementieren. Stattdessen müsse man umständlicherweise jede Domain für 39 Dollar neu lizenzieren.

In den Kommentaren zu diesem Beitrag erntete Bin Uzayr eher mäßige Zustimmung. Die große Mehrzahl der regen Kommentatoren schilderte ausführlich, was für ein großartiges System CouchCMS sei und dass man ohnehin quasi verpflichtet sei, den Entwickler mit dem geringen Betrag von knapp 40 Dollar bei der Fortentwicklung zu unterstützen.

Der Betrag wurde durchweg als zu vernachlässigen, insbesondere im Gesamtkontext eines Webprojektes angesehen. Manch Kommentator ging so weit, CouchCMS geradezu als seine wirtschaftliche Basis zu bezeichnen, die ihm eine erfolgreiche Existenz als Webdesigner überhaupt erst ermöglicht. Dabei wurde der Support, der in weiten Teilen vom Entwickler selbst geleistet wird, in den höchsten Tönen gelobt. CouchCMS hat auf jeden Fall eine loyale Kundenbasis.

Auch hinsichtlich des Featureset und der Einfachheit der Verwendung erhielt CouchCMS durchweg Bestnoten. Dabei wurde am häufigsten darauf abgestellt, dass das System auch dem Endkunden, der letztlich etwa seinen Blog damit betreibt, nicht die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Zudem seien die bearbeitbaren Bereiche so gut beschränkbar, dass der Endkunde nicht einmal aus Versehen den Hammer der Zerstörung schwingen könnte.

CouchCMS: Pro und Kontra im Überblick

Pro

  • Leicht zu erlernen
  • Sehr gute Dokumentation
  • Überaus engagierter Support
  • Keine Code-Kenntnisse erforderlich
  • Die kommerzielle Variante kann man de-branden, also als White Label-Version benutzen.

Kontra

  • Nicht wirklich ein Kontra, aber man sollte es schon im Auge behalten: Die Open Source-Version erfordert einen Backlink von jeder Seite der erstellten Website aus
  • Es gibt keine Mehrfach-Lizenzen, jede Domain muss einzeln gekauft werden
  • Die Nutzerbasis ist vergleichsweise kleiner, Gleichgesinnte, die einem helfen können, sind entsprechend schwerer zu finden. Dafür ist dem Vernehmen nach die Qualität der Antworten sehr hoch.
  • Über den Werkszustand hinaus gewünschte Erweiterungen müssen entweder selbst programmiert werden oder führen dazu, dass ein alternatives System ausgewählt wird.

Was halten Sie von CouchCMS? Kommt es für Ihre Projekte in Frage? Der Kommentarbereich wartet auf Sie!

(Der Text ist in anderer Form zuerst erschienen im Noupe Design Magazine und wurde in seiner ursprünglichen Fassung geschrieben von Sufyan Bin Uzayr. Textliche Ergänzungen und Veränderungen von Dieter Petereit)

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CMS Programmierung

Pico: Freies, dateibasiertes Content Management System für PHP-Entwickler

Pico ist der Name eines recht neuen CMS, welches komplett ohne Datenbank daherkommt. Der Entwickler Gilbert Pellegrom bezeichnet es zwar als “stupidly simple”. Das gilt aber nur für die Zielgruppe der Entwickler. Wer also mit PHP keine Probleme hat und seine Texte gern mit Markdown schreibt, der sollte sich Pico in jedem Fall mal ansehen.

filebased-folder

Pico: keine Datenbank, Seiten als einzelne Dateien

Pico ist ein CMS, das wie kaum ein anderes für Personen geeignet ist, für die hierarchische Ordnerstrukturen die beste Ordnungsform darstellen, sich mit PHP gut auskennen und Markdown für die beste Form der Textauszeichnung überhaupt halten. Alle anderen, insbesondere der durchschnittliche Kleinseitenbetreiber, sollte eher auf eine der etablierteren Plattformen, allen voran WordPress setzen.

pico-website

Dabei ist Pico keine schlechte Idee; nicht, dass das so rüberkommt. Pico setzt PHP 5.2.4 und einen Apache-Server mit mod_rewrite voraus. Das Anlegen einer Website mit Pico ist in der Tat sehr simpel. Installiert werden muss gar nichts. Lediglich der Download des CMS mit nachfolgendem Entpacken und Uploaden der entstandenen Ordnerstrukturen auf den eigenen Webserver ist erforderlich. Das System ist bereit.

Die eigenen Inhalte werden nun als Markdown-Dateien mit der Endung .md in den dafür vorgesehenen Ordner namens content abgelegt. Eine Datei mit der Bezeichnung index.md funktioniert wie das entsprechende HTML-Pendant und bietet den Standardeinsprungpunkt, wenn die Website mit dem Browser aufgerufen wird. Ebenso lassen sich Unterordner mit entsprechenden Index-Dateien ausstatten, um die URL, etwa www.testseite.de/content/unterordner/index.md als www.testseite.de/unterordner/ aufrufen zu können.

Wie in Markdown üblich, können die entsprechenden Dateien auch HTML-Befehle enthalten. Diese werden beim Parsing so übernommen und entsprechend als solche angezeigt. Eine kleine Besonderheit ist die als Option empfohlene, aber im Grunde zwingend sinnvolle Erweiterung des Kopfes einer jeden Markdown-Datei um Meta-Informationen, die man später im Theme wieder auslesen kann. Das sieht beispielsweise so aus:

/*
Title: Welcome
Description: This description will go in the meta description tag
Author: Joe Bloggs
Date: 2013/01/01
Robots: noindex,nofollow
*/

Hat man seine Website nun aus einzelnen MD-Dateien und eventuellen Unterverzeichnissen per FTP-Upload verfügbar gemacht, stehen sämtliche Seiten per Einzelaufruf der entsprechenden URL zur Ansicht bereit. Vernetzungen untereinander oder gar eine Navigation beinhalten sie indes nur, wenn man das in jeder einzelnen Datei manuell so vorgesehen hat. An dieser Stelle kommt Picos Theming ins Spiel.

Pico: Themes auf Basis der Twig-Engine

Theming-Engines für PHP gibt es etliche. Der Pico-Entwickler entschied sich für den recht frischen Ansatz aus der Feder von Fabien Potencier, seines Zeichens Entwickler des Symfony-Frameworks, mit dem interessanten Namen Twig. Symfony setzt seit Version 2 ebenfalls auf Twig.

twig

Twig wird in ähnlicher Weise an den Start gebracht wie Pico selbst: Download, Entpacken, Upload. Im Falle von Twig kommt noch die Einbindung hinzu. Themes auf Twig-Basis können in Dateien mit HTML-Endung geschrieben werden, auch XML ist gut. Grundsätzlich ist ein Twig-Template eine reine Textdatei.

WordPress-Theme-Anpassern wird Twig nicht völlig unbekannt vorkommen. Ähnlich wie in Automattics Marktführer werden auch in Twig innerhalb des eigentlichen HTML-Codes Funktionslogik untergebracht. Twig kennt Variablen, Expressions und Tags. Ein minimaler Ansatz für ein Twig-Theme wäre folgender:



    
        My Webpage
    
    
        

        

My Webpage

{{ a_variable }}

Verschiedene beliebte IDEs, etwa Sublime Text, Notepad++, Coda, Eclipse und etliche mehr unterstützen das Syntax-Highlighting und die Autovervollständigung der Twig-Syntax. Theming mit Twig wird PHP-Kenner nicht vor Probleme stellen, ist aber für Otto Durchschnittsseitenbetreiber keine schmerzfreie Alternative.

Sowohl Pico, wie auch Twig sind kostenfrei verwendbar. Pico steht unter MIT-, Twig unter BSD-Lizenz

Fazit: Ist das Templating erledigt, kann Pico auch von weniger erfahrenen Usern verwendet werden, sofern diese Markdown schreiben und einen FTP-Client bedienen können. Das wird allerdings eher eine Minderheit ansprechen. Richtig gut geeignet ist Pico für die Dokumentation von Projekten. Überall da, wo ohnehin mit Markdown gearbeitet wird, ist Pico eine valide Option, diese Dateien strukturiert per Web zugänglich zu machen. Insofern würde ich den Einsatzzweck eher von dieser Seite her betrachten. Haben Sie einen Sack voll Markdown, den Sie per Website präsentieren wollen, dann schauen Sie Pico näher an. Ansonsten müsste man schon expliziter Fan sein…

Übrigens: Pico ist nicht zu verwechseln mit picoCMS.

Links zum Beitrag

  • Pico | Projekt-Website
  • Pico | Github Repository
  • The flexible, fast, and secure template engine for PHP | Twig
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CMS Programmierung

CMS Made Simple: Das beste CMS für Entwickler?

Heute werde ich einen tieferen Blick auf CMS Made Simple werfen. Dieses Content Management System hat bereits ein erkleckliche Zahl an Jährchen auf dem Buckel, gehört dabei aber nicht zu den Großen der Branche. CMS Made Simple legt nach eigenem Bekunden den Fokus auf Simplicity, am ehesten zu übersetzen mit Einfachheit. Einfachheit ist dabei nicht im Sinne von geringem Funktionsumfang zu verstehen, sondern im Sinne von Benutzerfreundlichkeit und positiver Schlichtheit. Schauen wir mal, inwieweit das CMS diesem selbst gestecktem Claim gerecht wird.

Einstieg in CMS-MS

CMS Made Simple ist sicher nicht das populärste CMS der Welt. Es kann sich allerdings auf eine loyale Nutzerbasis verlassen und findet stets Entwickler, die bevorzugt CMS-MS verwenden, wo immer es sinnvoll ist. Es muss also etwas dran sein, an dieser Software…

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Bildquelle: Flickr | Wishy

CMS Made Simple positioniert sich nicht als alleiniges CMS im Leben eines Entwicklers, als eierlegende Wollmilchsau, sondern will eher eine Alternative für bestimmte Anforderungsprofile sein. Es behauptet von sich, wesentlich einfacher und agiler als die meisten der anderen verfügbaren Systeme zu sein. So will CMS-MS zwar nicht WordPress vom Thron stoßen, erklärt sich jedoch klar zur (besseren) Alternative zu schwereren Wettbewerbern, wenn das Projekt passt.

Die Vorteile

CMS Made Simple ist vor allem flexibel und verflixt schnell im Alltagsbetrieb. Wie die meisten anderen CMS ist auch CMS-MS Open Source.

Um die Vorteile des Systems zu verstehen, muss man unter die Haube schauen. Was hier als erstes auffällt, ist, dass nicht nur der Claim der Simplicity stimmt, sondern dass die Herangehensweise an die Inhaltserstellung sehr geradlinig ist. Das Templating gestaltet sich zwar nicht gerade einfach, dafür aber flexibel. Der Code ist sauber und für regelmäßige Updates ist Sorge getragen.

Schauen wir auf das Template-System. CMS Made Simple nutzt hierfür die Smarty-Bibliothek. Smarty verfügt über einige, ganz eigene Vorteile, die sich natürlich nahtlos an CMS-MS vererben:

  1. Es findet kein Template-Parsing bei jedem Website-Besuch statt. Smarty kompiliert die Templates einmalig und liefert fortan nur noch die so erzeugten PHP-Scripte aus.
  2. So kann ein Design auf Basis von Smarty voll von PHP Compiler-Caches, etwa Zend, profitieren.
  3. Da Smarty eine eigene Template-Sprache mitbringt, können die Vorlagen einfach angepasst werden.

Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmal auf das Wörtchen „Simple“ in CMS Made Simple zurück kommen.

cms-ms-preview

CMS-MS verwendet Custom Tags, Funktionserweiterungen in Smarty, um die eigene Leistungsfähigkeit zu gewährleisten und zu entwickeln. Das führt nicht nur zu einem schnellen Einstieg, da die Spracherweiterungen einfach zu erlernen sind. Es entbindet auch von der Notwendigkeit, in den Templates mit Inline-PHP Funktionalitäten steuern zu müssen. All das wird den Endnutzer nicht interessieren. Der will zumeist bloß schnell eine Website an den Start bringen. Das Template holt er sich von irgendwo, eventuell von einem professionellen Entwickler.

Und für genau diesen professionellen Entwickler kann die Herangehensweise des CMS-MS an das Templating zeitsparend wirken, denn es ist wirklich „simpel“…

Wie ist es um die Struktur der Templates bestellt?

In CMS Made Simple können jedem Template viele verschiedene Stylesheets zugeordnet sein. Hier kommt das Smarty Tag-System ins Spiel, mit dessen Hilfe Unter-Templates möglich sind. Jedes Template beinhaltet Platzhalter oder – in einfacheren Worten ausgedrückt – bearbeitbare Bereiche und ist in der Lage, externe Module einzubinden, die fehlende Funktionalität nachliefern. Ist das Template fertig, kann es sofort an die Bearbeitung der Seiten gehen.

Zudem ist CMS Made Simple eher leichtfüßig und läuft sehr genügsam. Es wird Ihrem Server nicht vor Leistungshunger die Haare vom Kopf fressen.

Die Nachteile

Es ist nicht einfach, Nachteile an einem System aufzudecken, das gar nicht viel verspricht. Nachdem es sich aber offenbar vornehmlich an Entwickler wendet, sollte man schon einige entwicklerfreundliche Aspekte finden können. Und genau hier finden sich meiner Meinung nach einige Bereiche, an denen etwas Arbeit von Seiten des Core-Teams dem System gut tun könnte.

Wie bereits erwähnt, will CMS-MS dankenswerterweise die Erstellung eines Website-Design vereinfachen – was eine gute Sache ist. Custom Tags und Module erlauben die Anpassung und/oder Erweiterung des Systems in jede gewünschte Richtung.

custom-tags-in-cmsms
Custom Tags in CMS-MS

Aber: ausgerechnet hier leistet sich CMS-MS Schwächen. Denn in verschiedenen Bereichen scheint mir das Konzept der Modularität überzogen worden zu sein. Nehmen wir als Beispiel den Einbau eines Blogs in die Website. Das ist keine weltfremde Anforderung und dürfte bei so ziemlich jeder aktuellen Website im Pflichtenheft stehen.

Natürlich ist es möglich, in CMS-MS auch einen Blog zu integrieren, allerdings muss man bereits für diese Kernanforderung auf externe Module zurück greifen, es sei denn, man wollte sich mit einer simplen chronologischen Auflistung von Beiträgen begnügen.

Hier führt sich das Konzept teils ad absurdum. Anstatt Entwickler in ihrer Arbeit zu beschleunigen, zwingt man sie, zu externen Modulen nur deshalb zu greifen, weil wichtige, stets benötigte Features nicht im Core integriert sind. Event-Kalender oder Bildergalerien sind ebensolche Themen, für die es externer Hilfe bedarf, die aber in Zeiten von HTML5 und entsprechend moderner Websites in den Core eines Systems gehören – jedenfalls nach meiner Auffassung…

Nun könnte man ja sagen, solange es die erforderlichen Module gibt, sei das ja alles halb so wild. Aber, natürlich darf man nicht vergessen, dass jedes Modul, vergleichbar mit den Plugins in WordPress potenzielle Integrationsprobleme, eventuell sogar Sicherheitsrisiken in sich trägt. Da ist es nur auf den ersten Blick ein Vorteil, dass das Kernsystem flink und agil arbeitet. Wenn man auf den zweiten Blick erkennen muss, dass das Kernsystem den Anforderungen schon einfacher moderner Websites nicht genügt, währt die Freude kurz. Da die Entwickler des Kerns nur in Ausnahmefällen mit den Entwicklern der Module personenidentisch sind, darf man sich überdies nicht wundern, wenn es zu Schwierigkeiten im Zusammenspiel von Modul und Kern kommt. Solche Probleme gibt es und führen in Extremfällen zur Unbrauchbarkeit der Lösung insgesamt.

Dabei macht CMS Made Simple eigentlich den Eindruck eines guten Gesamtpakets. Die Dokumentation ist wirklich gut. Schauen Sie sich beispielsweise mal diese Anleitung zum Caching an. Es gibt eine interessante Auswahl an Templates, Modulen und Plugins, ebenso wie eine Dokumentation zur API oder zur Datenbankabstraktionsschicht.

Für wen ist CMS-MS nun empfehlenswert und wofür?

Bevor ich meinen Senf zu dieser Frage abgebe, lasse ich mal die Entwickler selbst zu Wort kommen:

If you’re an experienced web developer. If you have found that sometimes creating a simple corporate or organization website is difficult in some of the other content management systems. If you have found that other CMS’s are sometimes „overkill“ for what you need. If you want to be able to hand off the content management to editors. If you want complete control over the layout and appearance of the site, and you know how to do it… If you want a simple, easy to use, yet expandable tool – then CMS Made Simple is probably for you.

Kern dieses Zitats ist zum einen “If you’re an experienced web developer” und zum anderen “you know how to do it…”.

CMS Made Simple richtet sich damit definitiv nicht an Nichtentwickler und bei den Entwicklern auch nicht an solche, die gerade erst den Einstieg gewagt haben. Viel mehr sieht es sich selbst als Tool für professionelle Webentwickler. In der Tat kann man die Erwartung berechtigt hegen, dass Custom Tags, Module und Plugins die Arbeit mit CMS-MS beschleunigen, möglicherweise sogar so deutlich, dass andere Systeme nicht Schritt halten können.

Es gibt zwar einen Tutorial-Bereich für End-Nutzer, der allerdings nicht wirklich End-Nutzer adressiert, sondern sich eher an neue Nutzer auf Developer-Level wendet.

Alles in allem würde ich CMS Made Simple damit am ehesten als Bare-Bones CMS beschreiben wollen. Ich zögere etwas, sogar das Wort Framework zu verwenden. Dennoch ist CMS-MS eher ein Starterkit, auf dessen Basis man ein Webprojekt aufsetzen kann. Ein ausgewachsenes, full-featured Web Management-Paket ist es jedenfalls nicht.

Sie sollten CMS Made Simple demnach nutzen, wenn:

  • Sie auf der Suche nach einem leichtgewichtigen, flinken System sind, das sich einfach erweitern lässt.
  • Sie die Features der Boliden vom Schlage eines Drupal nicht benötigen.
  • Sie sich nicht zu schade sind, dem CMS eigenhändig neue Funktionalität beizubiegen oder von anderen in der Form von Modulen beibiegen zu lassen.

Sie sollten CMS Made Simple hingegen nicht nutzen, wenn Sie eine schwergewichtige Website, gepackt mit den modernsten Super-Features und Funktionen bauen wollen. Lassen Sie in diesem Falle bloß die Finger davon. Denn, wenn Sie auch die ausreichende Zahl an Modulen finden mögen, Sie bremsen damit das System aus und verlieren die Agilität, die einen der Vorteile des Systems ausmacht. Programmieren Sie hingegen die fehlenden Funktionen selber, könnten Sie schnell in die Situation gelangen, dass Sie dadurch eher Zeit verlieren, als welche zu sparen.

Ich will es noch einmal betonen: wenn Sie eine große, vielfältig funktionale Website planen, lassen Sie die Finger von CMS-MS. Ich will nicht bestreiten, dass man auch diese Projekte mit CMS-MS an den Start bringen könnte. Allerdings gibt es dafür deutlich geeignetere Tools. Schließlich schlägt man den Nagel ja auch nicht mit dem Bohrer in die Wand…

Was halten Sie von CMS Made Simple? Haben Sie damit bereits gearbeitet? Nutzen Sie den Kommentarbereich für Ihren Erfahrungsbericht!

Links zum Beitrag

Der Beitrag erschien zuerst in unserem englischsprachigen Schwestermagazin Noupe und wurde im Original geschrieben von Sufyan Bin Uzayr.

(sbu/dpe)

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CMS Programmierung

Habari: Leichtgewichtiges CMS, nicht nur für Blogger

Der Markt der Content Management Systeme ist über die Jahre etwas unübersichtlich geworden. Dabei haben wir bei Dr. Web und in jüngerer Zeit auch im Noupe Magazine stets versucht, den Überblick zu gewährleisten. Beitrag um Beitrag ist so entstanden. Habari, das schlanke Blog-System, um das es im folgenden Beitrag gehen soll, haben wir bei Dr. Web zuletzt im Jahre 2008 behandelt. Zeit für eine aktuelle Einschätzung…

Habari ist Suaheli und heißt zu deutsch: Was gibt es Neues? Schon die Namensgebung verdeutlicht den Fokus. Habari ist ein reines Bloggertool. Sicherlich kann man prinzipiell mit jedem CMS verschiedene Arten von Websites bauen, dennoch darf es durchaus als sinnvoll betrachtet werden, CMS als Werkzeuge zu betrachten und in diesem Sinne je nach Projekt qualifiziert auszuwählen. Um ein Loch für einen Dübel in die Wand zu bekommen, greift man schließlich auch vertrauensvoll zur Bohrmaschine und versucht nicht, den Erfolg mittels Schraubenzieher, Hammer und beherztem Zuschlagen zu erreichen.

Verwendet man den Begriff Blog im Zusammenhang mit einem CMS, drängt sich unmittelbar der Vergleich zu WordPress auf. Wir werden daher diesen Aspekt im Laufe des Artikels ebenfalls aufgreifen.


Bildquelle: Flickr

Im Rahmen des Beitrags werden wir uns nicht mit Fragen der Installation und Anpassung befassen. Diese Themen sind in der Habari Dokumentation nachvollziehbar beschrieben. Was wir versuchen wollen, zu erarbeiten, ist, inwieweit sich Habari als CMS eignet. Idealerweise sind Sie mit den Informationen aus diesem Beitrag in der Lage, qualifiziert zu entscheiden, ob Habari für das nächste Projekt in Frage kommen kann oder nicht.

Habari: Ein Blogger-CMS

Anhand verschiedener Hauptpunkte schauen wir nachfolgend auf das Featureset des schlanken Herausforderers.

1. Usability (Einfachheit der Verwendung)

Tipp: Wenn Sie sich einen schnellen Überblick zu Habaris Look and Feel verschaffen wollen, schauen Sie in diese Demo-Installation.

Sollte ich das Nutzer-Interface von Habari in einem Wort beschreiben, so würde ich wahrscheinlich das Wörtchen „benutzerfreundlich“ verwenden. Tatsächlich ist Habari eines der benutzerfreundlichsten CM-Systeme, das ich bislang kennenlernen durfte. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass das Wort „Benutzerfreundlichkeit“ subjektiv ist und von der individuellen Einschätzung geprägt ist. Was ich benutzerfreundlich finde, können Sie eventuell beim besten Willen nicht leiden.

Deshalb will ich klar stellen, dass ich mit dieser Charakterisierung nicht die ganzen subjektiven Aspekte meine, die letztlich, mindestens teilweise, Geschmacksfragen sind. Schauen Sie sich ganz unvoreingenommen das Benutzer-Interface selber an, unabhängig von verfügbaren Themes, Plugins und so weiter. Ich bin sicher, Sie werden mir zustimmen: Das Interface ist extrem einfach zu bedienen.

Der Schlüssel zu Habaris Einfachheit liegt in seiner minimalistischen Grundausrichtung. Alles, was man nach dem Login vorfindet, ist ein simples Menü mit Tastatur-Shortcuts. Wer sich in Habari verläuft, der verläuft sich auch auf dem Fußballplatz.


Der Artikel-Editor in Habari

Wollen Sie zum Beispiel einen neuen Beitrag schreiben, was unstreitig zu den Hauptanwendungsfällen eines CMS gehören dürfte, stellt Habari Sie nicht vor Rätsel. Direkt vor Ihrer Nase findet sich eine Schaltfläche mit der Aufschrift Create a New Article. Damit kommt auch Oppa Horst, der mit 83 noch einen Ornithologen-Blog pflegen will, klar. Wo ich gerade von Oppa Horst spreche: Eine deutsche Übersetzung des Systems kann über Launchpad heruntergeladen werden. Weitere Übersetzungen stehen allerdings nicht bereit.

Auf der anderen Seite, einmal das komplexe Umfeld des TinyMCE aus WordPress gewohnt, wird einem der Artikel-Editor aus Habari geradezu ärmlich vorkommen. Mancher wird sich daran gewöhnen können, mancher nicht.

  • Pros: Sehr schlankes, schickes, minimalistisches Interface
  • Cons: Ungeeignet, wenn man Minimalismus für das falsche Konzept hält

2. Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten

Habari ist flexibel und kann relativ leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Allerdings müssen die eigenen Bedürfnisse schon ein bisschen den Möglichkeiten angepasst werden. Sind Sie auf der Suche nach Anpassungsmöglichkeiten im Stile eines MODx, dann werden Sie Enttäuschung finden. Sind Sie allerdings bereit, tief einzusteigen und lieben es, die Grenzen von Systemen zu erweitern, wenn Sie daran stoßen, dann könnte Habari genau das sein, was Sie suchen.

So, wie ich die Sache sehe, hat es Habari bislang lediglich nicht vernünftig geschafft, die durchaus vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten so zu kommunizieren, dass sie auch geglaubt werden. Systeme wie Drupal oder MODx können sich locker damit brüsten, extrem flexibel zu sein – man glaubt es unbesehen. Eine große Community bestätigt die Behauptung und schon werden Legenden zu Fakten. Da kann das kleine Habari mit seiner kleinen Community nicht ordentlich mithalten, ganz abgesehen davon, dass natürlich eine kleinere Community auch weniger Beispiele für großartige Anpassungen hervorbringt als eine große. Das ist im Grunde ein rein quantitatives Problem.


Dashboard in Habaris Admin Panel

Daraus ergibt sich auch ein rein tatsächlicher Nachteil. Natürlich ist Habari sehr flexibel und kann so angepasst werden, dass es nahezu wunschlos glücklich zu machen im Stande ist. Sie können Fotoblogs, Videoblogs, New-Magazine und sogar eCommerce-Websites damit erstellen. Theoretisch.

Praktisch werden Sie so vorgehen, dass Sie in Abhängigkeit der Anforderungen des Kunden-Projekts das spezialisiertere, besser vorkonfigurierte System wählen. Selbst wenn Sie wissen, dass Habari ebenfalls in der Lage wäre, den Anforderungen zu genügen, wenn man es nur hinreichend stark anpasste, werden Sie aus wirtschaftlichen Gründen doch eher auf andere Werkzeuge zurück greifen. Das ist völlig verständlich. Immerhin sparen Sie so Zeit, die Sie im anderen Falle vermutlich nicht einmal bezahlt bekommen hätten. Natürlich darf man dann auch nicht überrascht sein, dass es nur wenige Beispiele für Habari-Websites, die mehr als reine Blogs sind, gibt.

  • Pros: Flexibles CMS mit der theoretischen Fähigkeit, viele Arten von Websites anzutreiben
  • Cons: Beispiele dafür, was das CMS wirklich kann, sind rar gesät

3. Community und Dokumentation (Hilfe und Unterstützung)

Habari erfreut sich einer überaus aktiven, geradezu enthusiastischen Community. In welchem Punkt auch immer Sie Hilfe benötigen sollten, die Habari-Community wird mit an einhundert Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit genau diejenige Unterstützung anbieten, die Ihnen weiterhilft. Ich persönlich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass die Community kleiner CMS wesentlich freundlicher und hilfsbereiter zu Werke geht als man das von größeren Systemen gewohnt ist. Antworten wie „Nutz die Suchfunktion“ oder „Wieso befasst du dich mit so einem System, wenn du zu blöd dafür bist?“ sind mir in Habari-Foren bislang nicht untergekommen.

Wo ich gerade bei der Dokumentation ankomme, nun, die könnte wohl verbessert werden. Die Bedieneranleitung und das Wiki sind aktuell und bieten eine solide Unterstützung. Aber alles, was darüber hinausgeht, etwa Screencasts und andere moderne Support-Tools, könnte etwas Aufwand gebrauchen. Damit meine ich nicht die qualitative, sondern lediglich die quantitative Seite. Habari könnte vermutlich größere Verbreitung erfahren, gäbe es deutlich mehr Screencasts. Auch Zahlen zur Nutzung und Verbreitung, möglichst noch grafisch unterstützt sucht man vergebens. Das ist eine ungünstige Situation, bedenkt man, dass das Internet ein Ort extremer Reizüberflutung ist, in dem nur derjenige wahrgenommen wird, der am lautesten trommelt.

  • Pros: Aktive, hilfsbereite Community
  • Cons: Ausführliche Materialien sind extrem textlastig; mehr Screencasts wären sinnvoll

4. Verschiedenes

Habari unterstützt verschiedene Datenbank-Backends, unbegrenzt viele Nutzer, statische Inhalte, Tags und verfügt über automatische Importfunktionen für WordPress und Serendipity. Cool, oder? Gut, schon cool. Aber, da bedarf es weiterer Argumente, wenn man Menschen vom Systemwechsel überzeugen will. Immerhin sind die eben genannten Features keine große, neue, gar sensationelle Sache. Im Gegenteil bietet das jedes halbwegs aktuelle CMS heutzutage.

Was Habari unmittelbar helfen könnte, wäre eine größere Zahl verfügbarer Themes und möglichst sogar die Entwicklung eines Frameworks, wie beispielsweise Twitters Bootstrap oder Hybrid Core für WordPress. Responsive Child Themes wären ein Knüller. Und genau dieser Knüller wird mit der aktuellen Version eingeführt. Ein erstes responsives Theme mit Unterstützung für Child Themes steht bereits bereit.

Es stimmt schon. Die Habari Community ist von genügend Leidenschaft erfasst, den steinigen Weg zu gehen und ihre Plattform, auch bezogen auf den Look der damit erstellten Websites manuell anzupassen. Koste es, was es wolle. Aber, so gewinnt man keine Konvertiten. Und genau dieses Ziel muss Habari verfolgen. Ohne frisches Blut, ohne weitere Verbreitung wird Habari niemals ein wie auch immer gearteter Durchbruch gelingen. Verbreitung erreicht man am ehesten über die Ansprache der End-Nutzer, also der eigentlichen Blogger, der Verwender des Systems. End-Nutzer legen Wert auf vorkonfigurierte Box-Lösungen. Da braucht man sich nichts vorzumachen.

Habaris Plugin-Repository zum Beispiel ist bereits großartig. Nahezu alles, was man für einen Blog benötigen können würde, lässt sich dort finden, sei es Feedburner-Integration, Anti-Spam, Flickr- und Twitter-Integration, Kommentare via Disqus und mehr. Das beweist, dass es Habari nicht an Talent mangelt.

  • Pros: Gutes Plugin-Verzeichnis
  • Cons: Etliches Themes, aber insgesamt zu wenig und häufig mit altbackener Optik

5. Habari im Vergleich mit anderen CMS

Widmen wir uns nun dem direkten Vergleich zwischen Habari und Alternativen. Suchen wir nach einer vergleichbaren Lösung, so kommen natürlich Boliden, wie Concrete5 oder Drupal nicht in Betracht. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich in Wolf CMS entdecken. Obwohl Wolf CMS sich nicht so sehr als Blogger-CMS positioniert, erinnert mich der schlanke Aufbau des Systems doch stark an Habari.

WordPress bewegt sich mit großen Schritten hin zu einem ausgewachsenen CMS und lässt die Vergangenheit als reines Blogging Tool schneller werdend hinter sich. Insofern ist es kaum sinnvoll, WordPress und Habari miteinander direkt zu vergleichen. Was man gefahrlos sagen kann, ist, dass Habari als reines Blogging Tool wesentlich nutzerfreundlicher als WordPress ist.

Obschon relativ betagt, befindet sich Habari noch im Kleinkind-Alter. Bis zu einer Version 1.0 hat es auch nach fünf Jahren noch nicht gereicht, aktuell ist Version 0.9. Natürlich hat das einerseits was mit der Namenskonvention zu tun, andererseits wird niemand ernsthaft behaupten wollen, dass sich Habari aktuell auch nur im Ansatz mit einem WordPress 3.5 messen könnte, selbst wenn man ihm eine ähnliche Versionsnummer aufgepfropft hätte. Dabei ist WordPress nicht einmal wesentlich älter.

Anfangs war WordPress dem jetzigen Habari nicht unähnlich – schlank und flink. Über die Jahre wurde WordPress dann immer größer, aufgeblasener. Nicht ohne Grund dürfte es gewesen sein, dass es ausgerechnet ehemalige WordPress-Entwickler waren, die Habari aus der Taufe hoben. Auch aktuell ist lang nicht jeder mit der Richtung einverstanden, in die WordPress steuert. Gerade das letzte Update stieß auf ein hohes Maß an Ablehnung. Vornehmlich der komplexer, aber auch komplizierter gewordene Media Manager und der Verzicht auf den von Beginn an etablierten Links Manager teilte die Community. Wenn das etwas zeigt, dann doch, dass es eine nicht unerhebliche Zahl von WordPress-Nutzern gibt, die nach Alternativen suchen. Dabei müsste die passende Alternative zurück zu den Wurzeln, schlank und flink sein.


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Wenn Habari doch so toll ist, wieso ist WordPress weit populärer?

Wie ich bereits erwähnte, benötigt Habari deutlich mehr Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Mehr und bessere Themes, bessere Marketing-Materialien, mehr Screencasts und so weiter. Ebenfalls nicht schaden könnte mehr Berichterstattung. Machen Sie sich mal den Spaß und googlen Habari. Google News wirft nichts, Google Web ganz wenig aus. Von all diesen Dingen scheinen die Entwickler unbeeindruckt. Anders kann ich mir den falschen Fokus nicht erklären. Anstatt auf die Steigerung der Bekanntheit zu setzen und alle Arbeit dort hinein zu investieren, stellt man Importer für Serendipity und WordPress bereit. Abgesehen davon, dass ein Importer für Serendipity eher in homöopathischen Dosen nachgefragt werden dürfte, stellt sich aber auch hinsichtlich des vom Ansatz her populäreren Importers aus WordPress die grundsätzliche Frage, warum den überhaupt jemand benutzen wollen sollte. Bevor ich auf Migration setze und diese unterstütze, sollte ich doch zunächst einmal Gründe für den Wunsch nach Migration schaffen. Davon gibt es momentan noch zu wenige…

Grundsätzlich sollte Habari sich auf die Gruppe der Nutzer fokussieren, denen Tumblr oder Blogger zu eng sind, WordPress aber zu groß ist. Habari eignet sich hervorragend für den Betrieb eines Tumblog und kann natürlich auch alles, was Googles Blogger kann. Bei letzterem kommt noch hinzu, dass Blogger-Nutzer in letzter Zeit eher mehr Vertrauen als weniger verlieren. Googles Umgang mit dem Blogging-Service ist hinsichtlich der Zukunftsperspektiven nicht sehr vertrauenerweckend.

Blogger und Tumblr sind gehostete Plattformen. Sollte Habari zum WordPress.com für Arme werden?

Auf keinen Fall! Habari sollte bleiben, was es ist: Ein CMS für Blogger, nicht ein gehosteter Blogger-Service. Allerdings sollte Habari durchaus versuchen, in die Lücke zwischen WordPress und anderen Blogger-Tools, gehostet oder lokal installiert, vorzustoßen. Wie ich die Dinge sehe, wird Habari niemals wirklich in das Unternehmensumfeld vorstoßen können. Es sollte sich daher auf die Zielgruppe derer konzentrieren, die derzeit bei Tumblr oder Blogger oder ähnlichen Diensten residieren, weil ihnen WordPress zu aufgeblasen ist. Das würde natürlich leichter fallen, hätte man eine schöne Stange schicker und moderner Themes am Start…

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Der Artikel entstand als Kooperation zwischen Sufyan Bin Uzayr und Dieter Petereit.

(dpe)

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CMS JavaScript & jQuery Programmierung

Create.js – InPage-Editing für Content Management Systeme mit HTML5

Wenn man über Strategien zur Bearbeitung von Web-Inhalten nachdenkt, wird man zumindest schnell darüber Einigkeit erzielen, dass das sog. Inline- oder InPage-Editing, also die direkte Bearbeitung der Inhalte im Original-Layout, die verständlichste und eleganteste Lösung wäre. Dennoch bieten nur wenige CM-Systeme eine solche Herangehensweise. Das Projekt Create.js will ein Modul sein, mit dem beliebige CMS relativ einfach genau eine solche Möglichkeit implementieren könnten.

Create.js – Schon für etliche CMS verfügbar

Create.js entkoppelt Editing, Framework und Content voneinander, zieht mithin eine weitere Ebene in den bisher schon etablierten Mehrklang ein. Die Vorteile eines solchen Bausteinsystems liegen auf der Hand. Solange sich die Bausteine an etablierte Standards halten, sind sie untereinander austauschbar. Innovationen werden so zumindest potenziell beschleunigt, da sich kein Teilnehmer auf einer Vormachtstellung ausruhen kann.

Create.js arbeitet mit RDFa-Annotationen zur Definition der editierbaren Elemente und verwendet ein RESTful API zur Speicherung der editierten Inhalte auf dem Server. Damit ist der gesamte Ablauf transparent und standardkonform.

Drupal 8, TYPO3 Neos, Symfony CMF und OpenCMS haben sich bereits für die Integration von Create.js entschieden. Das Core-Team von WordPress hat sich, zumindest nach meinen Recherchen, bislang noch nicht zu diesem Thema positioniert. Scheut man den technischen Anpassungsaufwand oder scheut man die Öffnung mit Blick auf die gerade stärker werdende Vormachtstellung? Man weiß es nicht…

An lizenzrechtlichen Problemen zumindest kann es nicht liegen. Create.js verwendet im Standard den Hallo-Editor, kann jedoch auch zur Zusammenarbeit mit dem Aloha-Editor verpflichtet werden. Create.js wird unter MIT-Lizenz abgegeben, ebenso Hallo.

Serverseitig setzt Create.js Backbone voraus, dessen Models und Collections den änderbaren Inhalt aufnehmen, daraus Views erzeugen und auf diese Weise für Synchronizität zwischen Front- und Backend sorgen. Neben Backbone setzt Create.js noch jQuery, die jQuery UI, Underscore und VIE voraus.

Create.js wurde maßgeblich von Henri Bergius entwickelt. Die Finanzierung wird teilweise über die Europäische Union im Rahmen des IKS-Projekts sicher gestellt. Das IKS-Projekt soll semantische Technologien für gängige CMS-Systeme verfügbar machen.

Das folgende Video von der Codesprint 2012 in Kopenhagen befasst sich mit TYPO3 Neos und der Integration von Create.js in das CMS. Auch Henri Bergius kommt darin zu Wort:

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CMS Programmierung

Das ist neu in Contao 3

Heute ist Contao 3.0 offiziell erschienen und bringt viele neue Features mit. In diesem Artikel möchte ich alte und neue Highlights kurz vorstellen, auch wenn eine solche Feature-Beschreibung nur einen unzureichenden Einblick in den Charme des Systems gibt. Im Werkzeugkasten eines Webworkers ist Contao als CMS übrigens in vielerlei Hinsicht eine fast perfekte Ergänzung zu WordPress.

Contao 3.0 - Backend - Startseite
Contao 3.0 – Backend – Startseite

Klassische Features: Der Kern von Contao

Contao ist ein seitenbasiertes CMS und Kern einer Contao-Installation ist ein Seitenbaum, mit dem sich auch mehrere hundert Seiten leicht verwalten lassen. Erweiterungen wie Nachrichten und Kalender ergänzen diese Seitenstruktur.

Der Inhalt einer Seite wird auf Artikel und Inhaltselemente verteilt. Mit Hilfe der Inhaltselemente fällt es auch nicht webaffinen Redakteuren leicht, komplexe Layouts mit neben dem Text positionierten Bildern, gut aussehenden Bildergalerien oder per Mausklick ein- und ausklappbaren Abschnitten („Akkordeon“) zu erstellen.

Ein leistungsfähiger Formulargenerator gehört ebenso zum Core von Contao wie eine detaillierte Rechte- und Benutzerverwaltung und die Möglichkeit, eine mehrsprachige Website zu erstellen. Über die im Backend integrierte Erweiterungsverwaltung kann man die Funktionalität fast beliebig erweitern.

Und das ist neu in Contao 3.0

In der neuen Version 3.0 gibt es einige sehr gelungene neue Features, von denen ich hier einige kurz vorstellen möchte:

  • Datenbank-gestütztes Dateisystem: Ordner und Dateien in der Dateiverwaltung können nachträglich umbenannt oder verschoben werden und Verknüpfungen in Inhaltselementen und Modulen bleiben erhalten.
  • Inhaltselemente auch für Nachrichten und Kalender: Dadurch sind Bildergalerien, Akkordeons, Code-Beispiele und vieles mehr in News-Beiträgen und Terminen kein Problem mehr.
  • Versionsvergleich mit DIFF-Ansicht: Eine Versionierung, mit der man zu älteren Versionen von Inhaltselementen, Modulen und Stylesheets zurückkehren kann, hatte Contao schon, aber jetzt kann man sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen direkt im Backend anzeigen lassen.
  • Mobile Websites: Die mobile Version einer Website hat meist nicht nur ein anderes Layout, sondern benötigt auch andere Funktionen zum Beispiel zur Navigation. Contao 3 vereinfacht das, indem es ein separates Seitenlayout für mobile Webseiten ermöglicht.
  • Neues CSS-Framework: Das integrierte CSS-Framework ist jetzt responsive und basiert auf dem Holy-Grail-Prinzip, sodass der Inhalt im Quelltext vor den Seitenspalten steht. Besonders auf Mobilgeräten und für Suchmaschinen ist das von Vorteil.
  • jQuery für das Frontend: Mit MooTools und jQuery unterstützt Contao die beiden beliebtesten JavaScript-Frameworks.

Außerdem gibt es hierarchische URLs („Folder-URL“), eine einfachere Einbindung externer Stylesheets und zahlreiche kleine Usability-Verbesserungen, die das Arbeiten im Backend noch angenehmer machen. Und last but not least ist Contao 3 aufgrund einiger Optmierungen im Core noch schneller als die sowieso schon ziemlich flotte 2er-Version.

Weitere Informationen und Downloads zu Contao gibt es auf contao.org (oder auf der Projektseite bei Github).

Ende November 2012 erscheint übrigens auch die dritte Auflage von „Websites erstellen mit Contao“. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website zum Buch.