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QR-Codes als digitale Überweisungsträger mit dem BezahlCode

Das Einsatzgebiet von QR-Codes weitet sich immer mehr aus. So lassen sich Kontaktdaten und Termine speichern und direkt ins Adressbuch beziehungsweise in den Kalender übertragen. Mit dem BezahlCode kann der QR-Code nun auch als digitaler Überweisungsvordruck verwendet werden.


Überweisungsvordruck, wie man ihn mit dem BezahlCode nicht mehr braucht

Wer Rechnungen online überweisen oder Geld spenden will, muss die entsprechenden Kontodaten und Beträge manuell in die eigene Homebanking-Oberfläche eingeben. Mit dem BezahlCode werden alle nötigen Informationen für eine Überweisung als QR-Code bereitgestellt. Der BezahlCode kann auf Rechnungen, Zahlungsaufforderungen oder Spendenaufrufen eingebunden werden.

Was ist der BezahlCode?

Der BezahlCode ist ein QR-Code, der alle Informationen für eine Überweisung beinhaltet – also Kontonummer, Bankleitzahl, Empfängername, Verwendungszweck und Betrag. Die Daten werden in einem speziellen Format hinterlegt, sodass diese von entsprechenden Anwendungen ausgelesen werden können:

bank://singlepayment?name=MAX+MUSTERMANN&account=12345&BNC=12345678&amount=5%2C99&reason=FIKTIV+SAGT+DANKE

Ist eine Anwendung auf dem Smartphone oder Tablet installiert, die das Format unterstützt, wird beim Aufruf des QR-Codes eine Überweisung mit den im BezahlCode hinterlegten Kontoinformationen vorbereitet, die nur noch ausgeführt werden muss.

Wer unterstützt den BezahlCode?

Erste Anwendungen, die das Bezahlen mit dem BezahlCode unterstützen, sind die Banking-App iOutBank für iPhone und iPad sowie die Apps iFinance Mobile und MoneyMoney. Die Entwickler der App iOutBank haben auch den BezahlCode entwickelt.

Wer einen BezahlCode selbst auf seine Rechnungen einsetzen möchte, kann diesen über einen Online-Generator erzeugen und den erzeugten QR-Code herunterladen. Der Online-Dienst Billomat ist in der Lage, BezahlCodes automatisiert auf ausgehende Rechnungen zu drucken. Der Generator steht zusätzlich als WordPress-Plugin für die eigene Website zur Verfügung.

Was kann der BezahlCode noch?

Neben einfachen Überweisungen können auch komplexe Überweisungsvorlagen erzeugt werden. So wäre es etwa möglich, Daueraufträge anzulegen, in denen sich unter anderem das Überweisungsintervall, sowie der Tag der ersten und letzten Überweisung festlegen lässt.

Fazit: Derzeit gibt es noch wenige Anwendungen, die den BezahlCode unterstützen. Es bleibt abzuwarten, ob die prominenteren Banking-Apps der Banken und Sparkassen das Einlesen und Verarbeiten der BezahlCodes zukünftig unterstützen werden.

(dpe)

Von Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010 im Kreativkonsulat in Iserlohn, einem Büro für Gestaltung und Kommunikation. Dort betreut er kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie kommunale Körperschaften und Organisationen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet.

Als Webdesigner und -entwickler gehören HTML5 und CSS3 zu seinen Kernthemen, weshalb er dazu 2013 ein Buch geschrieben hat. „Pure HTML5 und CSS3“ richtet sich an alle, die Vorkenntnisse haben, sich aber bisher mit HTML5 und CSS3 nicht oder nur am Rande beschäftigt haben.

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