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Serie: Markdown-Editoren für das iPad – WriteUp und Daedalus (3/3)

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Daedalus Touch: Außer Konkurrenz durch alternativen Ansatz

Daedalus Touch aus dem Hause der deutschen Soulmen GbR, bekannt durch die Mac-App Ulysses, bietet im Editor einige Funktionen, die den Wettbewerbern ebenfalls gut zu Gesicht stehen würden. Allerdings muss man es erst einmal bis dahin schaffen. Das Konzept der Stapel, in dem mehrere Dokumente zu einem Thema zusammengefasst werden, erschwert den Umgang mit einzelnen Dokumenten, wie man das etwa bei Markdown gewohnt ist. Daedalus kann mit Dropbox, Box.net und einem WebDAV-Server synchronisieren.

Ähnlich wie iA Writer bietet auch Daedalus eine Zusatzleiste oberhalb der Onscreen-Tastatur, die allerdings bei Daedalus per Konfiguration abschaltbar ist. Speichervorgänge können per Tapp initiiert werden, das führt zu einem Uploadvorgang, der einige Zeit in Anspruch nimmt.

Daedalus bietet einige durchdachte Funktionen, die man bei anderen Editoren vergeblich suchen würde, wenn man sie denn suchte. Wo gerade von Suche die Rede ist, über ein großes, oben angeordnetes Texteingabefeld kann nach beliebigen Textfragmenten im Stapel gesucht werden. Eine mit einem Auge symbolisierte Nachschlagefunktion erlaubt den direkten Zugriff auf Google, die Wikipedia, den Übersetzungsdienst dict.cc und den Markdown-Syntaxguide.

Der Editorbereich zeigt blasse Linien und vermittelt so den Charme eines alten Schulhefts. Da man mit der Tastatur ohnehin nicht schräg arbeiten kann, ist das zwar recht sinnlos, aber schick aussehen tut es allemal.

In Sachen Formatunterstützung ist die App zwar breit aufgestellt. Neben PDF, RTF und TXT unterstützt Daedalus auch ePub. Aber, und das ist schon in gewisser Weise ein Dealbreaker, HTML kann nicht exportiert werden. So benötigt man für den Bedarf an HTML einen weiteren Editor, der eben die Exportfunktionalität mitbringt. Das ergibt natürlich nicht so recht einen Sinn. So fantastisch sind die Zusatzfunktionen, mit denen Daedalus sich von der Konkurrenz absetzt, dann auch nicht…

Daedalus Touch aus deutschen Landen steht für 4,49 Euro ausschließlich (!) für das iPad im App Store (iTunes-Link) bereit. Alle anderen Vertreter des Testfelds funktionieren auch auf dem iPhone.

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Von Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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