So optimieren Sie den Double-Opt-In-Prozess

Das Double-Opt-In-Verfahren ist unter rechtlichen Gesichtspunkten die sicherste Variante, um E-Mail-Adressen zu generieren: Das Newsletter-Abo wird bei diesem Verfahren erst dann aktiviert, wenn der Interessent den Bestätigungslink in der an ihn geschickten Mail anklickt. Nur auf diesem Weg kann wirkungsvoll verhindert werden, dass Dritte fremde E-Mail-Adressen in den Verteiler eintragen. Wie lässt sich der Anteil der fehlenden Rückbestätigungen möglichst gering halten?

Rechtlich sind Sie also mit Double Opt-In auf der sicheren Seite. Allerdings hat dieses Verfahren auch einen Nachteil. Sie verlieren einen Teil der Interessenten, weil nicht jeder User die Anmeldung rückbestätigen wird, zum Beispiel, weil er die entsprechende Mail übersieht.

Ein wichtiger Punkt ist die Bestätigungsseite, die nach dem Ausfüllen des Anmeldeformulars geladen wird. Nutzen Sie diese Seite, um prominent und eindeutig auf die benötigte Rückbestätigung hinzuweisen, am besten direkt in der Überschrift („Bitte bestätigen Sie Ihre Newsletter-Anmeldung“) und darüber hinaus in einem kurzen erklärenden Text („Vielen Dank für Ihre Newsletter-Anmeldung. Um Missbrauch zu verhindern, wird Ihr Abo erst nach Ihrer Bestätigung aktiviert. Hierzu haben wir Ihnen gerade eine E-Mail geschickt. Bitte klicken Sie auf den Bestätigungslink in dieser E-Mail „).

Betreff und Inhalt der Bestätigungsmail sollten ebenfalls klar und eindeutig formuliert sein. Schreiben Sie also nicht „Ihre Anmeldung zum XY-Newsletter“ in den Betreff, sondern stattdessen zum Beispiel „XY-Newsletter: Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung“. In der Mail sollten Sie den Vorgang noch einmal in ein oder zwei Sätzen erläutern („Bitte bestätigen Sie Ihre Newsletter-Anmeldung mit einem Klick auf den nachfolgenden Link – erst dann ist die Anmeldung abgeschlossen“). Den eigentlichen Bestätigungslink sollten Sie möglichst kurz halten, damit er vom E-Mail-Programm nicht umgebrochen wird und damit nicht mehr angeklickt werden kann.

Wie immer im E-Mail-Marketing sollten Sie die Spamfilter genau im Auge behalten. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Bestätigungsnachricht bei den wichtigsten Providern zugestellt wird und nicht fälschlicherweise im Junk-Ordner landet. Sofern es diesbezüglich Probleme gibt, sollten Sie die Interessenten auf der Bestätigungsseite darauf hinweisen, dass sich die Nachricht mit dem Aktivierungslink unter Umständen im Spam-Ordner befindet.

Schlussendlich sollten Sie von Zeit zu Zeit auswerten, wie viel Prozent der Interessenten die Anmeldung nicht bestätigen. Ein deutlich steigender Wert kann häufig auf die Spamfilterproblematik zurückgeführt werden. Tipps zur Reduzierung der Spamgefahr habe ich in einem weiteren Fachartikel zusammengestellt. ™

Erstveröffentlichung 19.06.2006

Von Nico Zorn

Nico Zorn ist Mitgründer der Saphiron GmbH und Autor von zahlreichen Fachartikeln zum Thema Online-Marketing. Darüber hinaus veröffentlicht er das Weblog E-Mail Marketing Blog. Er absolvierte an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation (WAK) in Köln den Studiengang zum Kommunikationswirt und ist als Gastdozent und Referent für Online-Marketing-Themen tätig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.