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Adobe Photoshop: Dramatische Fotos im Handumdrehen

Wir alle haben hunderte Fotos auf dem Rechner liegen und wissen nichts damit anzufangen. Dabei reichen oft wenige Schritte in Photoshop, um aus einer guten Aufnahme ein außergewöhnliches Foto zu zaubern. Wir geben drei Beispiele und regen zum Ausprobieren an. So kommst du in wenigen Schritten zu interessanten Varianten deiner schönsten Bilder.

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Photoshop-Tutorial: Alte Fotos restaurieren – schnell und einfach

Wischen Sie den Staub der alten Fotobücher ab und holen Sie Ihre Familienschätze hervor. Hier werden alte Aufnahmen wieder auf Hochglanz gebracht. Dazu stellt uns Photoshop einige spezialisierte Werkzeuge bereit. So werden rote Augen und kleine Bildfehler mit nur einem Klick repariert, Kratzer und Falten entfernt und Farbstiche korrigiert. In Kombination erhalten Sie fehlerfreie Fotos mit frischen Farben, die neu gedruckt weitere Jahrzehnte überstehen.

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Restaurationstipp #1: Bildfehler per Klick ausradieren

Oftmals zeigen alte Fotos kleine Macken oder Flecken. Zur Optimierung aktivieren Sie in der Optionsleiste den Bereichsreparatur-Pinsel. Über einen Rechtsklick stellen Sie die Größe der Werkzeugspitze ein. Drücken Sie Strg+J zum Kopieren der Ebene. Malen Sie über alle Flecken, wobei Sie immer etwas größer einzeichnen, um den Fleck herum, damit Photoshop die Umgebung analysieren kann. Sie sehen den Fehler mit einem Grauton überlagert. Sobald Sie die Maustaste lösen, berechnet Photoshop die Umgebung passend an die überdeckten Stellen ein.

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Restaurationstipp #2: Rote Augen entfernen

Genau so einfach lassen sich auch rote Augen heraus rechnen. Rufen Sie mit dem Zoom-Werkzeug den Bildausschnitt groß auf und aktivieren Sie dann das Rote-Augen-Werkzeug. Ziehen Sie eine rechteckige Auswahl um das erste Auge auf, dann um das zweite Auge. Photoshop berechnet automatisch den Bildfehler heraus. Übrigens muss die Bildbearbeitung nicht wissen, um welche Augenfarbe es sich handelt, da der Effekt der roten Augen nur in der Pupille erscheint, die hier mit schwarzer Farbe ersetzt wird.

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Restaurationstipp #3: Risse ausbessern

Im Prinzip können Sie auch bei einem Riss mit dem Bereichsreparatur-Pinsel arbeiten, allerdings kommt es dabei gerade an Rändern mit harten Kontrastsprüngen zu unschönen Effekten. Arbeiten Sie daher mit dem Reparatur-Pinsel weiter. Dieser benötigt allerdings zunächst eine Quelle, aus der er Material kopieren und einfügen darf. Definieren Sie diese Quelle bei gedrückter Alt-Taste und einem Klick mit der Maustaste.

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Malen Sie dann über den Riss, bis dieser ausgeglichen ist. Bei Bedarf können Sie auch immer wieder neue Quellen definieren. Ist der Riss eher ein ausgewachsenes Loch, so nutzen Sie das Ausbessern-Werkzeug. Wie vom Lasso gewohnt erzeugen Sie damit zunächst eine Auswahl um den Riss. Klicken Sie dann in die Mitte, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Auswahl auf einen Bereich, der eine passende Struktur zeigt. Eine Alternative wäre Bearbeiten > Fläche füllen > Inhaltsbasiert.

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Restaurationstipp #4: Bildrauschen reduzieren

Über Strg+J wird die Ebene kopiert. Gehen Sie auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen und nutzen Sie den Radius, um die Stärke der Weichzeichnung zu bestimmen (relativ hoch). Es folgt der Schwellenwert, mit dem Sie langsam höher gehen, bis ein ausgewogenes Ergebnis aus weichgezeichneten Flächen, aber doch klaren Kanten entstanden ist. Nach dem Bestätigen wird die Füllmethode im Ebenenbedienfeld von Normal auf Farbe umgestellt, wodurch das farbige Rauschen erledigt ist.

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Jetzt geht es an das weitere Rauschen im Bild. Nach Strg+J gehen Sie im Menü auf Filter > Rauschfilter > Staub und Kratzer und stellen den Radius so ein, dass alle Flächen ohne Rauschen sind. Die Füllmethode stellen Sie wieder auf Normal zurück. Die Ebenendeckkraft wird langsam reduziert, bis das Rauschen wieder leicht sichtbar wird.

Es gibt nun Bereiche, die müssen einfach klarer zu sehen sein, wie etwa das Gesicht (und da besonders die Augen). Gehen Sie deshalb auf Ebene > Ebenenmaske > Alle einblenden und malen Sie mit dem Pinsel, einer weichen Werkzeugspitze und schwarzer Farbe über die Bereiche, die sehr klare Strukturen zeigen müssen. Auch wenn da wieder etwas mehr Rauschen zu sehen ist, tut es dem Bild im Ganzen doch gut.

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Drücken Sie Umschalt+Strg+Alt+E, um alle Ebenen zu kopieren und auch gleich auf einer neuen Ebene abzulegen. Es folgt Filter > Rauschfilter > Rauschen reduzieren. Stellen Sie die Stärke auf 6 bis 8 und reduzieren Sie Details erhalten, bis es zu einer guten Mischung aus einem reduzierten Rauschen und klaren Details kommt.

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Restaurationstipp #5: Farbstiche ausgleichen

Je nach Fotopapier und Entwicklungsart kommt es bei manchen Fotos zu sehr harten Farbstichen, besonders im Rotbereich. Die Lösung ist recht einfach, wenn auch das Ergebnis noch Nachbearbeitung erfordert. Drücken Sie Strg+J zum Kopieren der Ebene. Gehen Sie dann im Hauptmenü auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Durchschnitt berechnen.

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Wir sehen praktisch den enthaltenen Farbstich. Um nun mit der Komplementärfarbe zu arbeiten, drücken Sie Strg+I zum Invertieren (das entspricht Bild > Korrekturen > Umkehren). Ändern Sie im Ebenenbedienfeld die Füllmethode von Normal auf Farbe ab und reduzieren Sie die Ebenendeckkraft auf etwa 33%. Der krasse Farbstich wird so heraus gerechnet, wenn auch die Farben allgemein noch zu schwach sind.

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Restaurationstipp #6: Allgemeine Optimierungen

Auch wenn alle Bildfehler und Farbstiche nach oben vorgestellten Techniken entfernt wurden, kann das Ergebnis noch verbessert werden. Legen Sie zunächst das Ergebnis per Umschalt+Strg+Alt+E auf einer Ebene ab. Gehen Sie dann auf Bild > Auto-Farbton, Bild > Auto-Kontrast und Bild > Auto-Farbe. Das Ergebnis ist vermutlich zu dunkel. Es folgt deshalb Bild > Korrekturen > Helligkeit/Kontrast, um da die Helligkeit etwas heraufzusetzen. Auch die Korrektur > Tiefen/Lichter kann helfen. Gehen Sie dann auf Bild > Korrekturen > Dynamik und erhöhen Sie da die Dynamik.

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Natürlich könnten Sie an einem Foto noch weitaus länger arbeiten, doch meine ich, dass dieser Workflow ausreicht, um Fotos aufzuwerten und trotzdem ein gut ausgewogenes Verhältnis der eingesetzten Zeit zum Ergebnis zu erhalten, wenn man haufenweise Aufnahmen retten will.

(dpe)

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Erinnerungen tunen: So optimieren Sie Ihre Urlaubsfotos in Camera RAW

Im Urlaub fotografieren wir eine unglaubliche Anzahl an Motiven, doch nicht immer wirkt die traumhafte Landschaftsaufnahme später wie in unserer Erinnerung. Da ist das Foto unterbelichtet, die Farben zu schwach und der Kontrast eher flau. Immer könnte das Bild auch noch etwas Schärfe vertragen. Camera RAW bietet uns alle Optimierungsoptionen an, um RAW- oder JPEG-Bilder zu korrigieren und wirklich das Beste aus den Fotos herauszuholen. Wenige Schritte in der Bildbearbeitung sind dazu nötig.

Urlaubstipp #1: Ausrichten des Horizonts

RAW-Fotos werden direkt, JPEGS über die Bridge und einem Rechtsklick in Camera RAW geöffnet. Ab Photoshop CC kann zwar Camera RAW als Filter eingesetzt werden, doch sind dabei nicht alle Funktionalitäten verfügbar. In diesem ersten Schritt soll das Bild gerade ausgerichtet werden. Am Meer etwa ist sehr gut erkennbar, wenn der Horizont schräg verläuft. Dazu könnte das Freistellungswerkzeug zum Einsatz kommen. Stellen Sie da eine Überlagerung ein, um die weiteren Linien zum Abgleich einsetzen zu können.

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Mit dem Werkzeug wird nun in das Bild geklickt und eine „Bildauswahl“ aufgezogen. Diese lässt sich am Rand drehen, wodurch das Bild recht leicht neu ausgerichtet werden kann. Camera RAW bietet uns aber auch ein spezielles Werkzeug an: das Gerade-Ausrichten-Werkzeug, das über den Shortcut A aufgerufen werden kann. Damit wird eine Linie entlang des noch schrägen Horizonts aufgezogen. Nach dem Loslassen der Maustaste erscheint ebenso die „Bildauswahl“, die wir schon vom Freistellungswerkzeug kennen, doch müssen wir hier nicht mehr über die richtige Drehung nachdenken, da diese schon automatisch umgesetzt wurde.

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Urlaubstipp #2: Kontraste gezielt optimieren

Ganz allgemein können die Kontraste in der Palette Grundeinstellungen korrigiert werden. Ist das Bild über- oder unterbelichtet, so nutzen Sie den Regler Belichtung. Änderungen sollten dabei dezent umgesetzt werden, um Bildfehler zu vermeiden. Die Regler Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz können oben im Histogramm direkt angefasst werden. Gehen Sie dazu über das Histogramm, so sehen Sie hellgrau hinterlegte Bereiche, die sich durch Anklicken zur linken und rechten Seite verschieben lassen. Dabei verschiebt sich der jeweils zuständige Regler mit. In der Mitte liegt da übrigens die schon angesprochene Belichtung.

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Ein weiterer Tipp ist das Verschieben der Regler bei gehaltener Alt-Taste. An der Farbüberlagerung können Sie sehr genau ablesen, wo etwa die Tiefen oder die hellsten Bereiche (Weiß) im Bild liegen. Zuletzt kann noch der Regler Klarheit für eine Kontrasterhöhung der Mikrokontraste sorgen.

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Urlaubstipp #3: Leuchtend blauer Himmel

Sehr gezielt können Sie Farben in der Palette HSL/Graustufen steuern. Über den Reiter Luminanz steuern Sie zunächst die Helligkeit einzelner Farbbereiche, dann die Sättigung und bei Bedarf noch den Farbton. Um nun etwa die Farben des Himmels zu verändern, habe ich hier die Luminanz der Blautöne verringert, dann die Sättigung der Blau- und Aquamarintöne erhöht.

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Zum Himmel gehören hier auch die Wolken, deren Farben ebenso gezielt angepasst werden können. Hier sind das Magenta- und Lilatöne, die leicht verstärkt werden.

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Urlaubstipp #4: Selektive Korrekturen

Statt der Optimierung des ganzen Bildes, erlaubt Camera RAW auch das gezielte Anpassen, dank den Verlaufsfiltern. Aktivieren Sie oben, links das Werkzeug Verlaufsfilter und ziehen Sie den Verlauf durch Klicken und Ziehen im Bild auf. Oft wird damit noch etwas extra optimiert, wie etwa nur der Himmel, der vielleicht zu überstrahlt ist, während der Rest des Fotos schon eine passende Bearbeitung zeigt. Ist der Filter aktiv, so zeigt die rechte Seite die passende Palette dazu an. Einige der wichtigsten Features zur Kontrast- und Farbregelung, sowie zur Bildschärfe sind vorhanden.

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Urlaubstipp #5: Radial-Filter

Auch das Werkzeug Radial-Filter ermöglicht eine selektive Korrektur, ist aber erst ab Photoshop CC (und Lightroom 5) verfügbar, so dass ich diesen kurz einzeln vorstellen möchte. Damit werden statt Verläufe Kreise aufgezogen, bei denen die Bearbeitung außen oder innen erfolgt. In der zugehörigen Palette Radial-Filter kann ganz unten (scrollen!) definiert werden, ob der Effekt außen oder innen erfolgt und wie weich die Kante umgesetzt wird. Jederzeit kann die Größe oder Position des Kreises neu definiert werden. So haben Sie die Möglichkeit, auch in Camera RAW punktgenau zu arbeiten.

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Urlaubstipp #6: Chromatische Aberrationen

Sehr unangenehm sind Chromatische Aberrationen. Das sind grün-rote oder blau- gelbe Farbsäume, die an den Ränder harter Kanten zu sehen sind. Die Lichtbrechung der optischen Linse sorgt für diesen unschönen Effekt. Zum Glück bietet Camera RAW die passende Lösung an, in der Palette Objektivkorrekturen unter dem Reiter Farbe. Aktivieren Sie da Chromatische Aberration entfernen und nutzen Sie die angebotenen Regler Lila- und Grün-Farbton zur Feinjustierung.

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Urlaubstipp #7: Foto schärfen

Zuletzt wird das Foto geschärft. Wechseln Sie dazu in die Palette Details und stellen Sie die Regler wie folgt ein: Betrag: 60, Radius: 0,8, Detail: 50. Überprüfen Sie die Schärfung unbedingt in der 100%-Ansicht und passen Sie die Werte bei Bedarf an. Nutzen Sie den Regler Maskieren bei gedrückter Alt-Taste um ganz genau verfolgen zu können, welche Bereiche maskiert werden. Kommt es nach der Schärfung zu einer Verstärkung des Rauschens, so nutzen Sie die weiter unten angebotenen Regler der Rauschreduzierung, von Luminanz bis Farbglättung.

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(dpe)

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Bildbearbeitung besser und schneller: 10 einfache Composing-Techniken für Photoshop

Professionelle Composings sehen einfach gut aus. Natürlich leben diese von der besonderen Idee, aber auch von den zahlreichen kleinen Tricks und großen Kniffen, die der Profi beherrscht. Da werden Schatten kontrolliert, die Lichtstimmung beeinflusst und Kontraste mehrfach geschärft. Hier findet wohl jeder Photoshop-Fan einen Trick, den er noch nicht kannte und wird so zum besseren Bildbearbeiter.

Photoshop-Composing-Trick #1: Idee skizzieren

Die Idee ist schnell gefunden, doch wie geht es weiter? Damit das weiße Dokument nicht so lange leer bleibt, empfehle ich das Anlegen einer einfachen Skizze. Erstellen Sie dazu ein neues Dokument und darin eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N. Malen Sie darauf mit dem Linienzeichner-Werkzeug und schwarzer Vordergrundfarbe Ihre Skizze ein. In der Optionsleiste sollte dazu Pixel statt Form ausgewählt sein. Sie können so die grundsätzlichen Positionen festlegen, so wie hier zu sehen, analysieren, ob die Idee wirkt und herausfinden, ob vielleicht noch passende Fotos gekauft oder fotografiert werden müssen.

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Photoshop-Composing-Trick #2: Ausgangsbilder festlegen

Sie werden für Ihre Komposition so einige Aufnahmen öffnen, um die passenden Fotos auszuwählen. Da wird Photoshop recht schnell unübersichtlich. Um schnell durch die geöffneten Bilder zu hüpfen, drücken Sie Strg+Tabulator. So geht es von der linken zur rechten Seite. Mit Umschalt+Strg+Tabulator geht es wieder in die entgegengesetzte Richtung zurück.

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Photoshop-Composing-Trick #3: Ebenen schnell entdecken

Liegen in der Komposition zahlreiche Ebenen übereinander, so sind diese schwer im Ebenenbedienfeld zu entdecken (besonders, wenn im kreativen Prozess die eindeutige Benennung vergessen wurde). Soll nun eine von hundert Ebenen verschoben oder bearbeitet werden, so könnten Sie in der Optionsleiste des Verschieben-Werkzeuges Automatisch auswählen aktivieren. Liegen jedoch an gleicher Stelle einige Ebenen übereinander, so hilft dieser Trick recht wenig. Die Lösung ist da: Der Windows-Anwender klickt die rechte Maus-Taste (der Mac-User mit gedrückter CTRL-Taste), um dann aus dem Drop-Down-Menü eine der sichtbaren Ebenen auszuwählen.

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Photoshop-Composing-Trick #4: Kurzer Werkzeugwechsel

Dank einem schnellen Wechsel zwischen Werkzeugen in Photoshop können Sie in Zukunft so einiges an Mauskilometer sparen und müssen nicht jedes Mal die Werkzeugleiste bemühen. Sie haben etwa gerade den Pinsel aktiv und möchten nur kurz mit dem Lasso-Werkzeug eine Auswahl erzeugen, so halten Sie einfach das Tastenkürzel L für dieses Werkzeug (dementsprechend die jeweiligen Tastenkürzel für die anderen Werkzeuge) gedrückt, solange Sie es benötigen. Nach dem Loslassen der Taste ist wieder das erste Werkzeug aktiv, hier also wieder der Pinsel.

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Photoshop-Composing-Trick #5: Freigestelltes optimieren

Kopieren Sie die Ebene des freigestellten Bildelementes über Strg+J und aktivieren im Menü über Ebene eine Schnittmaske. Ist noch eine Maske aktiv, so wenden Sie diese an. Gehen Sie dazu über die Maske, klicken Sie die rechte Maustaste und wählen Sie Ebenenmaske anwenden aus. Mit dem Wischfinger-Werkzeug, und einem Schwellenwert von um die 30% in der Optionsleiste, ziehen Sie vorsichtig die Farben aus dem Element heraus. Natürlich nur am Rand, um keine Unschärfe einzuarbeiten. Auch sollten Sie eher eine kleine Werkzeugspitze einsetzen. So verschwinden unschöne Blitzer des alten Hintergrundes recht schnell.

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Photoshop-Composing-Trick #6: Nebel

Nebel ist praktisch eine aufliegende Bewölkung und so ist der Wolkenfilter unsere erste Wahl. Erstellen Sie eine neue Ebene über Ebene > Neu > Ebene und nennen Sie diese „Nebel“. Drücken Sie den Buchstaben D auf der Tastatur für die Standardfarben Schwarz und Weiß. Klicken Sie im Menü auf Filter > Renderfilter > Wolken. Ebene > Ebenenmaske > Alle einblenden sorgt für eine Maske.

Auch die Maske erhält über Renderfilter > Wolken eine natürliche Struktur. Ein rechter Mausklick auf die Maske und Ebenenmaske anwenden folgt. Dieser Schritt wird wiederholt, wobei zunächst die Maske erzeugt wird. Erstellen Sie ein letztes Mal eine Maske, allerdings mit „Alle ausblenden“. Mit dem Pinsel und weißer Vordergrundfarbe zeichnen Sie den Nebel ein. Die Füllmethode stellen Sie auf Negativ multiplizieren um.

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Photoshop-Composing-Trick #7: Schatten werfen

Klicken Sie die Ebenenminiatur des gewünschten Bildelementes mit gedrückter Strg-Taste an, um den Ebeneninhalt auszuwählen. Die „Ameisen“ laufen. Aktivieren Sie die Ebene unterhalb der aktuellen Ebene. Nach Ebene > Neu > Ebene füllen Sie die Auswahl mit schwarzer Farbe und heben sie auf, etwa über Strg+D. Drücken Sie Strg+T zum Transformieren und ziehen Sie den Schatten in Position. Der Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner sorgt nun für einen weichen Schatten, dessen Deckkraft Sie noch reduzieren.

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Photoshop-Composing-Trick #8: Licht kontrollieren

Drücken Sie Umschalt+Strg+N und geben Sie der Ebene vielleicht den Namen „Licht“. Stellen Sie den Modus auf Ineinanderkopieren um und aktivieren Sie „Mit neutraler Farbe für den Modus Ineinanderkopieren füllen“, damit die Ebene gleich mit 50% Grau aufgefüllt wird. Mit dem Abwedler-Werkzeug malen Sie nun gezielt hellere Stellen in die Komposition ein, um Bereiche zu betonen. Mit dem Nachbelichter können Sie Schatten einzeichnen. So kontrollieren Sie die komplette Lichtsituation im Dokument.

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Photoshop-Composing-Trick #9: Ebenengruppen anlegen

Je nach Komplexität Ihrer Komposition sammeln sich recht schnell mehr und mehr Ebenen an. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu bewahren. Photoshop bietet uns mit den Ebenengruppen eine gute Lösung an. Zusammengehörende Ebenen können so leicht in „Ordner“ gesammelt werden. Markieren Sie dazu die gewünschten Ebenen mit der Strg-Taste und nutzen Sie das Tastenkürzel Strg+G zum Gruppieren. Nach einem Doppelklick auf den Namen der Gruppe erhält diese eine aussagekräftige Beschreibung, was auch den einzelnen Ebenen generell gut tut.

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Photoshop-Composing-Trick #10: Mehrstufiges Schärfen

Oft ist eine Schärfung der Komposition im Ganzen nicht empfehlenswert. Vielmehr benötigen einige Bereiche eine stärkere Schärfung, als andere. Um zunächst das Ergebnis komplett zu schärfen, drücken Sie Umschalt+Strg+Alt+E. So werden alle Ebenen (wie reduziert) kopiert und auf eine neue Ebene abgelegt. Gehen Sie dann im Hauptmenü auf Filter > Sonstige Filter > Hochpass und steuern Sie über den Regler Radius die Stärke der Schärfung. Dabei gilt: je stärker das Bild nachgezeichnet wird, desto stärker auch die Schärfung. Sind Sie zufrieden, so bestätigen Sie den Dialog und ändern die Füllmethode der Ebene von Normal auf Weiches Licht (oder Ineinanderkopieren) ab.

Bereiche, die jetzt schon zu stark geschärft wurden, schwächen Sie in einer Maske ab. Nutzen Sie darin den Pinsel mit schwarzer Vordergrundfarbe und einer Deckkraft von 50%. Müssen Bereiche jetzt noch weiter geschärft werden, so nutzen Sie nach Umschalt+Strg+Alt+E den Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren. Spendieren Sie der Ebene eine Maske, etwa über Ebene > Ebenenmaske > Alle ausblenden und malen Sie dann mit dem Pinsel und weißer Farbe die Schärfe punktgenau ein.

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(dpe)

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Photoshop-Tutorial: Top-Model-Figur, Muskeln wie Arnie und mehr – so geht’s!

Der Photoshop-Filter Verflüssigen ermöglicht das kreative Zusammenziehen, Aufblasen und Verschieben von Pixelmaterial. Beim Einsatz in der Beauty-Retusche werden Körper wunschgemäß geformt. Auch mehr Muskeln sind leicht möglich. Mit etwas mehr Einsatz sind Karikaturen ein Kinderspiel. Ein besonderer Filter also, den wir Ihnen in diesem Photoshop-Tutorial ausführlich vorstellen möchten.

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Verflüssigen-Tipp #1: Kurven formen

01 „Fehler“ markieren

In diesem ersten Schritt werden alle „Fehler“ markiert, die mit dem Filter Verflüssigen optimiert werden sollen. Das Wort „Fehler“ steht hier in Anführungszeichen, da Schönheit natürlich im Auge des Betrachters entsteht und es mir hier hauptsächlich um die beschriebenen Techniken geht.

Erstellen Sie eine neue Ebene, etwa über Ebene > Neu > Ebene oder Umschalt+Strg+N, und zeichnen Sie die Hilfslinien mit roter Vordergrundfarbe und dem Pinsel ein. Achten Sie bei diesem auf eine kleine, harte Werkzeugspitze. In diesem Beispiel könnte der Po etwas abgerundet und der Rücken in der Form gleichmäßiger gestaltet werden.

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Beautiful back of young woman | #123765721 | Belovodchenko Anton

02 Vorbereitungen

Aktivieren Sie die Hintergrundebene durch Anklicken und gehen Sie im Menü auf Ebene > Neu > Ebene durch Kopieren oder drücken Sie Strg+J auf der Tastatur. Wählen Sie mit dem Auswahlrechteck den Bereich aus, der zunächst optimiert werden soll. Gehen Sie dann auf Filter > Verflüssigen.

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03 Erste Optimierung

Mit der Lupe können Sie den Bereich noch weiter eingrenzen, den Sie nun bearbeiten werden. Arbeiten Sie mit dem Mitziehen-Werkzeug und dem Nach-links-ziehen-Werkzeug, je mit einer mittleren Pinselgröße und einem niedrigen Pinseldruck.

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04 Schritt für Schritt

Nach dem Bestätigen über OK drücken Sie Strg+D und wählen den nächsten Bereich aus. So arbeiten Sie sich Schritt für Schritt weiter hin zum perfekten Ergebnis. Übrigens kann mit dem Rekonstruktionswerkzeug eine unerwünschte Verzerrung rückgängig gemacht werden. Die Änderungen in diesem ersten Beispiel sind natürlich recht subtil.

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Verflüssigen-Werkzeuge erklärt: Mitziehen-Werkzeug und Nach-links-ziehen-Werkzeug

Das Mitziehen-Werkzeug (oder auch Vorwärts-krümmen-Werkzeug) nimmt die Pixel beim Ziehen mit und verschiebt das Pixelmaterial in die entsprechende Richtung, wie Sie hier gut an dem Gitternetz ablesen können.

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Mit dem Nach-links-ziehen-Werkzeug können Sie das Pixelmaterial nicht nur nach links, sondern in alle Richtungen verschieben, je nach Bewegung der Werkzeugspitze. Ziehen Sie das Werkzeug im Uhrzeigersinn um einen Bereich, so wird dieser vergrößert, entgegen dem Uhrzeigersinn verkleinert.

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Verflüssigen-Tipp #2: Muskelmasse aufbauen

01 Idee skizzieren

Photoshop kann mit dem Verflüssigen-Filter beliebiges Pixelmaterial verschieben oder aufblasen. Bei diesem Foto sollte das Training praktisch sofort Wirkung zeigen. Auf einer eigenen Ebene wurde mit dem Pinsel in roter Farbe die spätere Form der Muskeln eingezeichnet.

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02 Muskeln vergrößern

Der Bereich des Armes wurde grob mit dem Auswahlrechteck selektiert, um dann nach Filter > Verflüssigen mit dem Mitziehen-Werkzeug den Muskel größer heraus zu ziehen. Mit dem Zusammenziehen-Werkzeug habe ich als Kontrast den rechten Arm noch etwas dünner gemacht.

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03 Lichtstimmung anpassen

Ein größerer Muskel hätte zur Folge, dass sich das Licht etwas anders bricht und Schatten anders fallen. Um diese Änderung zu simulieren, drücken Sie Umschalt+Strg+N auf der Tastatur, geben als Namen „Licht und Schatten“ ein, ändern den Modus auf Ineinanderkopieren ab und aktivieren Mit neutraler Farbe füllen. Jetzt können Sie mit dem Abwedler-Werkzeug Licht einzeichnen und mit dem Nachbelichter-Werkzeug Schatten.

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Naked nerd guy | #122908450 | ollyy

Verflüssigen-Werkzeuge erklärt: Zusammenziehen-Werkzeug

Das Zusammenziehen-Werkzeug saugt praktisch das Pixelmaterial zur Mitte hin. Das Gegenteil macht übrigens das Aufblasen-Werkzeug.

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Verflüssigen-Tipp #3: Karikatur

01 Oberflächen weicher gestalten

Für den nötigen Comic-Charakter kopieren Sie das Porträt über Strg+J und malen mit dem Wischfinger über alle Flächen, wobei in der Optionsleiste eine Stärke von 30% eingestellt wurde. Wackeln Sie über den Texturen hin und her, um diese ganz weiche zu gestalten.

Sie könnten auch einmal den Filter > Ölfarbe testen, um Comic-hafte Ergebnisse zu erreichen. Ist der Effekt zu stark, so gehen Sie auf Bearbeiten > Verblassen: Ölfarbe. Auch über die Ebenendeckkraft können Sie noch die Stärke steuern.

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Portrait of happy young man | #103418381 | tommaso lizzul

02 Kopf vergrößern und Porträt verzerren

Nach Strg+E zum Reduzieren der Ebenen könnten Sie den Kopf freistellen, um diesen per Strg+T etwas größer aufzuziehen. Nach dem Reduzieren kommt es aber zur eigentlich Umsetzung der Karikatur im Filter > Verflüssigen.

Mit dem Mitziehen-Werkzeug etwa können Sie leicht die Nase an der Spitze packen und heraus ziehen. Stellen Sie die Pinselgröße größer als die Nasenspitze ein. Auch das Kinn können Sie so leicht heraus ziehen. Möchten Sie die Augen vergrößern, setzen Sie dezent das Aufblasen-Werkzeug ein. Hier wurde noch der Körper etwas schmaler umgesetzt, dank dem Zusammenziehen-Werkzeug.

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Social Media Image Maker: Bildbearbeitung für soziale Netzwerker

Facebook, Twitter, Google+, dazu noch Pinterest, Tumblr, Xing oder LinkedIn und was weiß ich, wo Sie sich noch alles angemeldet haben und rumnetzwerken. All diese Dienste wollen, wenn man sie schon meint im Dutzend nutzen zu müssen, mit ordentlichen Profilen der eigenen Person ausgestattet werden. Dazu gehört in erster Linie vernünftiges Bildmaterial. Natürlich schreibt jedes soziale Netzwerk andere Bildgrößen vor. Häufige Änderungen dieser Spezifikationen, besonders gern bei Facebook und Google+, führen zu weiterer Verwirrung. Der Social Media Image Maker will Abhilfe schaffen.

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Social Media Image Maker: Homepage

Social Media Profile: Viele Köche und eine Menge Brei

Mal Hand auf’s Herz. Kennen Sie die aktuelle Größe für das große Profilbild auf der Chronik-Übersicht von Facebook? Nein? Ich auch nicht und ich will mir das auch gar nicht merken. Google+ hat vor einigen Tagen neue Größen ausgerufen, bei anderen Diensten sieht es ebenso aus.

Nun könnte man sich natürlich alle relevanten Größen irgendwo notieren und im Bedarfsfalle rauskramen. Bliebe noch das Problem, dass es eines tauglichen Grafikprogramms bedürfte, um die schieren Abmessungen auch mit brauchbarem Inhalt zu füllen. Da könnte man, so man es denn hat oder zu kaufen bereit ist, Photoshop oder als alter Pfennigfuchser meinetwegen auch Gimp verwenden.

Oder, man tut weder das eine, noch das andere und wendet sich den neuen Online-Service der Pariser Design-Agentur Autre Planéte zu. Dieser trägt den überaus sprechenden Namen Social Media Image Maker, der exakt beschreibt, was der Dienst leistet.

Social Media Image Maker bereitet Bilder für soziale Medien auf

Der Social Media Image Maker aus der französischen Hauptstadt kennt sämtliche Bildspezifikationen der Netzdienste Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Flickr, Vimeo, Pinterest, Skype, Tumblr, Linkedin, Gravatar, Xing, Viadeo, Slideshares, Foursquare und About.me. Da dürfte das Herz herkömmlicher Sozialnetzwerker beim Lesen mehrfach gehüpft sein.

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Beispiel Facebook: Welches Bild, wo, mit welcher Auflösung?

Das wäre nun an sich schon ganz nützlich. Immerhin könnte man so stets Zugriff auf die neuesten Auflösungsvorgaben nehmen, um sich dann seinem Photoshop zuzuwenden. Der Social Media Image Maker beschränkt sich jedoch nicht auf den informativen Teil, sondern liefert Werkzeuge mit, die es Ihnen erlauben, das Bildmaterial für die unterschiedlichen Dienste auch gleich an Ort und Stelle zu bearbeiten.

Unterhalb einer jeden Skizze mit Auflösungswerten findet sich das unscheinbare Knöpfchen Create >. Dahinter versteckt sich eine hinreichend umfangreiche Bildbearbeitung. Ich mache den Selbsttest.

Ein neuer Facebook-Chronik-Header muss her

Das Profilbild meines Facebook-Accounts zeigt einen schicken Sonnenuntergang, der allerdings während meines Urlaubs auf Ibiza entstand. Und der ist nun schon fast zwei Jahre her. Urlaubsbilder finde ich ja immer schick auf privaten Profilen. Das hat was positives, Sonne, blauer Himmel. Ich könnt schon wieder…. Der letzte Urlaub führte mich an die Costa Blanca und so entschließe ich mich, eines der dort entstandenen Bilder als neuen Profilheader zu verwenden.

Ich klicke also auf Create > und finde einen leeren Canvas vor, der oben mit folgender Werkzeugleiste ausgestattet ist, die aber zu diesem Zeitpunkt noch abgeblendet erscheint:

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Werkzeugleiste am oberen Rand des Browserfensters

Dezent werde ich aufgefordert, entweder ein Bild per Drag & Drop auf die Leinwand zu werfen oder per Add Your File und Zugriff auf das Dateisystem auszuwählen. Ich entscheide mich für ein sonniges Bild aus meinem Garten auf Zeit. Unmittelbar nach dem Upload sieht die Leinwand so aus:

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Social Media Image Maker: Die Abmessungen werden direkt gesetzt

Der Social Media Image Maker hat das Bild direkt so angepasst, dass es von der Breite her in das Facebook-Format passt. Den Bildausschnitt kann ich nun mit der Maus in der Höhe noch verschieben oder entsprechend unter Verwendung der angezeigten Eckpunkte auch komplett verändern. Zusätzlich könnte ich das Bild rotieren oder vertikal oder horizontal spiegeln. Ich entscheide mich lediglich für eine Verschiebung des Bildausschnitts weiter nach unten und klicke auf Apply.

Im zweiten Bearbeitungsschritt, der mit dem dritten frei kombinierbar ist, bietet der Social Media Image Maker die Verwendung einer ganzen Reihe von Filtern an, die Instagram-Freunden die Freudentränen in die Augen treiben werden. Dabei sind die Effekte durchweg nicht nur schnell appliziert, sondern auch von ordentlicher Qualität und Varianz.

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Instagram lässt grüßen. Filtereffekte en masse

Ich entscheide mich dafür, das Bild so zu lassen, wie es geschossen wurde und klicke auf das dritte Symbol der Werkzeugleiste. An dieser Stelle geht es nicht mehr um benannte Effekte, sondern um die Anwendung grundlegender Filter für das Schärfen oder Verwischen der Kontraste, die Verwendung von Rauschen oder die Herausnahme der Sättigung. Auch hier zeigt sich die App schnell und beeindruckend hinsichtlich der zu erzielenden Ergebnisse. Filter können kombiniert und/oder mehrfach hintereinander angewendet werden.

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Schärfen, verwischen, Farbwerte ändern: alles möglich

Das letzte, wie das vorletzte Symbol der Werkzeugleiste kümmern sich um den Download der erzeugten Werke. Während man unter Verwendung des Zahnrad-Symbols festlegt, unter welchem Namen und in welchem Format (PNG/JPG/Auto) die Datei bereitgestellt werden soll, initiiert der blaue Pfeil, der aus dem gekippten Rechteck zeigt ;-) , den Download der Kreation.

Mein neuer Facebook-Header liegt damit auf meiner lokalen Festplatte und wartet auf den Einbau beim blauen Riesen aus Palo Alto. Ich hatte die Exporteinstellung auf Auto gelassen. Das Tool entschied sich korrekterweise für JPG und optimierte ordentlich auf 29kb herunter. Der Social Media Image Maker speichert übrigens die Dateien nicht. Weg ist demnach weg und bedeutet, dass man von vorn beginnen muss, was man übrigens jederzeit kann.

Mein Fazit: Der Social Media Image Maker macht Spaß, liefert schnell Ergebnisse und verfügt über Effekte und Filter, die für den angedachten Zweck professionell genug sind. Wer also in einem Rutsch seine Social Media Präsenz renovieren oder wenigstens homogenisieren will, sollte das Tool auf jeden Fall mal ausprobieren. Wann, wenn nicht am Wochenende?

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Photocat: Online-Fotobearbeitung nicht nur für Weihnachtsbilder

Photocat ist eine sehr leistungsfähige und leicht zu bedienende, dabei kostenfreie Fotobearbeitungslösung in der Form einer Web App. Speziell zu Weihnachten ergänzten die Betreiber den ohnehin schon sehr ansehnlichen Leistungsumfang um spezielle Festtagsfunktionalität. Wer auf der Suche nach einem Tool ist, mit dem sich kurz vor knapp noch schnell eine schicke Weihnachtskarte zusammenstöpseln lässt, sollte sich Photocat jetzt ansehen. Alle anderen Bildbearbeitungsinteressenten können sich etwas mehr Zeit lassen, sollten Photocat aber ebenfalls einen längeren Blick gönnen.

Photocat schlägt Instagram und sonstige Filter-Apps um Längen

Photocat steht als Website und als Facebook-App zur Verfügung. Nutzt man die Facebook App stehen direkt sämtlich auf Facebook hochgeladene Fotos zur Bearbeitung bereit. In der Website-Variante startet man mit einem Upload. Ansonsten unterscheiden sich Facebook App und Website nur unwesentlich. Die Website wird lediglich in Facebook innerhalb eines iFrames eingebunden, der Bearbeitungskomfort geht schnell verloren, wenn man nicht ein WQHD-Display sein eigen nennt.

Photocat basiert auf Flash in einer sehr performanten Umsetzung. In meinem Test lief die Anwendung absolut flüssig und nahezu verzögerungsfrei. Neben der fotografischen Weihnachtsbäckerei, die mich erst auf den Dienst aufmerksam werden ließ, hat Photocat ein Rund-um-sorglos-Paket für die Verschönerung der eigenen Fotos zu bieten, sofern man nicht professionelle Ansprüche stellt.

Grundlegende Bearbeitungswerkzeuge, wie das Begradigen, Zuschneiden, Anpassen der Farbwerte, Größenänderungen und so weiter, hat Photocat ebenso im Repertoire, wie diverse Effekte, die die Möglichkeiten von Instagram deutlich übersteigen. Darunter sind auch etliche, die sich explizit um Porträts kümmern wollen.


Foto vor dem Effekt

Ein ganzer Reigen von Retusche-Tools lässt die Bearbeitung von Hauttönen, das digitale Bräunen, die Pickelentfernung und sogar die Verschlankung dicklich erscheinender Zeitgenossen, sowie die gezielte Vergrößerung der Augen zu. Eine Vielzahl von Rahmen, aber auch Texturen erlauben Kunstwerke wie vom Fotografen ersonnen. Das nächste Internet-Meme startet man mit den Textwerkzeugen des Dienstes.


Foto nach dem Effekt

Lokal begrenzte Retusche ist mit Photocat ebenfalls möglich. So steht etwa die beliebte Funktion Color Splash, mit der man einzelnen Bildbereichen selektiv die Farbe zurück gibt, zur Verfügung. Alle Werkzeuge lassen sich zusätzlich konfigurieren.

Photocat ist nicht nur für Hobbyanwender eine Empfehlung wert. Auch Webdesigner, die auf die Schnelle ein Bild bearbeiten müssen, kommen mit Photocat zu ansehnlichen und nutzwertigen Ergebnissen, die sich zwar mit Photoshop ebenso hätten erzielen lassen, jedoch nicht so schnell und unkompliziert.

Photocat und die schnelle Weihnachtskarte

Speziell zum Fest der Feste bauten die Entwickler eine Weihnachtssektion in den Dienst ein. Besondere Effekte, wie etwa das Versehen eines Fotos mit einem Schnee-Overlay oder Kerzenschein, sowie diverse Rahmen und Verzierungen sorgen schnell für eine unmissverständlich weihnachtliche Optik.

Unter Scenes befinden sich einige kartentaugliche Templates, die im Nachgang wie jedes andere Bild bearbeitet werden können. Mit formenbasierten Pinseln verleiht man der eigenen Kreation den letzten festlichen Feinschliff.

Photocat ist komplett kostenlos verwendbar. Nach der Bearbeitung besteht die Möglichkeit, das erstellte Bild in den Formaten PNG oder JPG auf dem eigenen Computer zu speichern. Eine Speicherung im Dienst selber findet nicht statt. Insofern stellen sich Fragen hinsichtlich der Nutzung der Bilder durch den Betreiber selber, so wie es dieser Tage bei Instagram der Fall war, gar nicht erst.

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