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CMS Programmierung

Das ist neu in Contao 3

Heute ist Contao 3.0 offiziell erschienen und bringt viele neue Features mit. In diesem Artikel möchte ich alte und neue Highlights kurz vorstellen, auch wenn eine solche Feature-Beschreibung nur einen unzureichenden Einblick in den Charme des Systems gibt. Im Werkzeugkasten eines Webworkers ist Contao als CMS übrigens in vielerlei Hinsicht eine fast perfekte Ergänzung zu WordPress.

Contao 3.0 - Backend - Startseite
Contao 3.0 – Backend – Startseite

Klassische Features: Der Kern von Contao

Contao ist ein seitenbasiertes CMS und Kern einer Contao-Installation ist ein Seitenbaum, mit dem sich auch mehrere hundert Seiten leicht verwalten lassen. Erweiterungen wie Nachrichten und Kalender ergänzen diese Seitenstruktur.

Der Inhalt einer Seite wird auf Artikel und Inhaltselemente verteilt. Mit Hilfe der Inhaltselemente fällt es auch nicht webaffinen Redakteuren leicht, komplexe Layouts mit neben dem Text positionierten Bildern, gut aussehenden Bildergalerien oder per Mausklick ein- und ausklappbaren Abschnitten („Akkordeon“) zu erstellen.

Ein leistungsfähiger Formulargenerator gehört ebenso zum Core von Contao wie eine detaillierte Rechte- und Benutzerverwaltung und die Möglichkeit, eine mehrsprachige Website zu erstellen. Über die im Backend integrierte Erweiterungsverwaltung kann man die Funktionalität fast beliebig erweitern.

Und das ist neu in Contao 3.0

In der neuen Version 3.0 gibt es einige sehr gelungene neue Features, von denen ich hier einige kurz vorstellen möchte:

  • Datenbank-gestütztes Dateisystem: Ordner und Dateien in der Dateiverwaltung können nachträglich umbenannt oder verschoben werden und Verknüpfungen in Inhaltselementen und Modulen bleiben erhalten.
  • Inhaltselemente auch für Nachrichten und Kalender: Dadurch sind Bildergalerien, Akkordeons, Code-Beispiele und vieles mehr in News-Beiträgen und Terminen kein Problem mehr.
  • Versionsvergleich mit DIFF-Ansicht: Eine Versionierung, mit der man zu älteren Versionen von Inhaltselementen, Modulen und Stylesheets zurückkehren kann, hatte Contao schon, aber jetzt kann man sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen direkt im Backend anzeigen lassen.
  • Mobile Websites: Die mobile Version einer Website hat meist nicht nur ein anderes Layout, sondern benötigt auch andere Funktionen zum Beispiel zur Navigation. Contao 3 vereinfacht das, indem es ein separates Seitenlayout für mobile Webseiten ermöglicht.
  • Neues CSS-Framework: Das integrierte CSS-Framework ist jetzt responsive und basiert auf dem Holy-Grail-Prinzip, sodass der Inhalt im Quelltext vor den Seitenspalten steht. Besonders auf Mobilgeräten und für Suchmaschinen ist das von Vorteil.
  • jQuery für das Frontend: Mit MooTools und jQuery unterstützt Contao die beiden beliebtesten JavaScript-Frameworks.

Außerdem gibt es hierarchische URLs („Folder-URL“), eine einfachere Einbindung externer Stylesheets und zahlreiche kleine Usability-Verbesserungen, die das Arbeiten im Backend noch angenehmer machen. Und last but not least ist Contao 3 aufgrund einiger Optmierungen im Core noch schneller als die sowieso schon ziemlich flotte 2er-Version.

Weitere Informationen und Downloads zu Contao gibt es auf contao.org (oder auf der Projektseite bei Github).

Ende November 2012 erscheint übrigens auch die dritte Auflage von „Websites erstellen mit Contao“. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website zum Buch.