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Optimizely: Das kann der schnelle A/B-Test wirklich

Ideen gibt es wie Sand am Meer. Tolle Ansätze, wie eine Webseite noch viel erfolgreicher sein könnte aber von denen niemand weiß, ob sie wirklich funktionieren. Einfach ausprobieren ist meist eine gute Idee. Durch die Beteiligung möglichst vieler Nutzer sollte schnell klar werden, welche Lösung die wirklich passende ist. Die sogenannten A/B-Tests sind mit dem Internet fest verwurzelt und der Web-Dienst optimizely verspricht, alles rund um diese Tests ganz einfach zu machen.

Stundenlange Diskussionen sind bei Online-Marketern in lustiger Runde mit Webentwicklern normal. Schließlich gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten, die betreuten Webseiten zu verändern. So können schon kleine Änderungen bei einem Online-Shop zu einer drastischen Erhöhung der tatsächlichen Verkäufe führen. Umgekehrt passiert es, dass die besten Ideen, in schlüssige Konzepte gegossen, überhaupt nicht funktionieren. Eine Sicherheit gibt es nicht. Zum Schluss entscheidet immer der Nutzer. Ob eine Manipulation letztlich eine Optimierung war, zeigt sich so erst im Nachhinein.

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Probieren geht über Studieren

Um vom Nachhinein ins Vorhinein zu wechseln, muss lediglich die Phase des Ausprobierens ebenfalls ins Vorhinein verlegt werden. Ideen werden zusammengefasst, umgesetzt und direkt den Kunden ausgeliefert. Die Idee mit den besten Ergebnissen gewinnt. Eine einfache Idee, die technisch nicht einfach umzusetzen ist. Erst müssen verschiedene Versionen der jeweils angedachten Lösungen erstellt werden, im Anschluss liefert eine technische Anwendung für jeden Benutzer eine bestimmte Version aus. Die ausgelieferte Version muss mit dem Benutzer verbunden werden und zum Schluss soll noch die endgültige Aussage herausfallen, welche Version nun besser funktioniert hat: Schritte, die ein großes Unternehmen ohne jegliche Probleme mit der notwendigen Personalstruktur umsetzen kann. Für ein kleineres Projekt sind die Hürden immens und kaum wirtschaftlich umzusetzen.

Tests in der Cloud

Es gibt viele Ziele: Verkäufe steigern, höhere Warenkörbe erzielen, die Verweildauer auf der Webseite maximieren oder prozentual mehr Newsletter-Abonennten gewinnen – zentrale Fragen für jeden Betreiber einer Webseite. Der Dienst optimizely hat es den Großen im Markt nachgemacht und mit einer großen Portion Leichtigkeit die Welt des A/B-Testings in die Wolke gepackt. Einmal die URL eingegeben, wird die zu testende Webseite automatisch geladen. Per Klick wird eine neue Version der Webseite angelegt und das Herumspielen kann beginnen. In einem Online-Editor lässt sich jeder kleinste Punkt der Webseite komplett umstrukturieren. Texte werden geändert, Bilder eingefügt oder ein Klick-Tracking platziert. Alles funktioniert wie in bekannten Office-Programmen und in einer atemberaubenden Geschwindigkeit bei zeitgleicher exakter Ausführung. Eine Stärke, die andere Online-Editoren gerne einmal optimizely abschauen sollten.

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Kompliziertere Änderungen lassen sich unkompliziert per direkter Änderung des Quelltextes erledigen, ohne die schöne Oberfläche verlassen zu müssen. Die Hürde der Erstellung vieler Test-Versionen wäre damit schon einmal überwunden. Nur muss auch alles zum Benutzer transportiert werden. Dazu liefert optimizely einen Javascript-Code, der einfach nur in den Header-Bereich der zu testenden Webseite eingefügt wird. Vom Server kommt also weiterhin das Original, aber immer wenn ein Test läuft, wird noch vor der Darstellung der Quelltext automatisch geändert. Eine Vorgehensweise, die auch beim SEO hilft: In den Suchmaschinen landet nur die vom Server ausgelieferte Original-Version. Die kleinen, mehr oder weniger guten Tests sind absolut transparent und verwässern das Suchergebnis nicht.

Relevante Ergebnisse

Die wichtigste Funktion fehlt noch: das Tracking. Da können die vielen ausgelieferten Test-Versionen noch so schön sein. Ohne die folgende Auswertung bleiben sie nur eine Spielerei. Der virtuelle Baukasten beinhaltet eine ausgereifte Experimente-Funktion. Hat man einmal ein Ziel festgelegt, funktioniert alles automatisch. Ob Newsletteranmelderate, Warenkorbwert oder Abbruchrate – alles kann meist ohne eine Zeile Programmieraufwand in die Cloud-Lösung geschoben werden und wird sogleich mit der ausgelieferten Test-Version kombiniert. Heraus kommt eine übersichtliche und absolut aussagekräftige Statistik. So lässt sich ganz einfach der Gewinner aller konkurrierenden Versionen feststellen und entsprechend die Webseite umgestalten. In höheren Tarifen ist auch eine Tunnel-Analyse möglich, die einen Prozess über mehrere Schritte abbildet und zum Schluss eine Aussage darüber trifft, an welchem Punkt die meisten Nutzer scheitern.

Nicht nur Vorteile

Ohne einen Dienst wie optimizely würden viele Potentiale nicht entdeckt. Gerade in der Einfachheit und hinsichtlich der schnellen Testergebnisse ist die Cloud-Anwendung kaum zu schlagen. Schade nur, dass wirklich interessante Funktionen, wie der nach Browsern aufgeteilte Tests oder die Analyse von Besuchersegmenten nur in höheren Tarifen zugänglich ist. Zahlt ein Nutzer für die Standard-Funktionen schon 17 Dollar pro Monat, sind es mehrere hundert Dollar in den Tarifen mit einem höheren Funktionsumfang – natürlich auch mit mehr erlaubten Test-Besuchern auf der Seite.

Doch gerade viele Funktionen der höheren Tarife wären für Anwender mit einer kleineren Zielgruppe von Interesse. Die Einschränkung wird in Hinblick auf vorhandene Software und keinen relevanten Mehraufwand einfach nur beliebig.  Auch mit dem Datenschutz dürften gerade die deutschen Nutzer Probleme haben. Schließlich speichert optimizely zur Auswertung der Nutzung entsprechende Daten und geht in der Erhebung noch über bekannte Analyse-Dienste wie Google Analystics hinaus.

Neben der Identifizierung des jeweiligen Nutzers können noch personenbezogene Daten mit einem Mausklick in die Datenwolke in den USA geschickt werden. Eine Aufklärung über die Nutzung in den Datenschutzbedingungen und eine Abrede mit optimizely selbst wäre bei der Komplexität nicht ganz abwegig.

(dpe)

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JPEGmini: Bilder drastisch verkleinern im Web, auf dem Mac und unter Windows

Vor gut anderthalb Jahren brachte das israelische Startup ICVT einen Onlinedienst an den Start, der hochgeladene JPEG-Files auf bis zu ein Fünftel ihrer Ausgangsgröße verkleinern kann. Das Beachtliche dabei: Die Verkleinerung erfolgt ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Der Effekt ist einfach. Je größer die Ausgangsdatei, desto größer das Reduktionspotenzial. Nachdem der Service lange nur als Web App und seit einigen Monaten auch für Mac OS X verfügbar war, erschien vor zwei Tagen die lang erwartete Windows-Version.

JPEGmini – Überzeugende Technologie für die unkomplizierte Bildgrößenreduktion

ICVT hat eine beachtliche Leistung erbracht. Die auf der Produkt-Website zu sehenden Beispiele überzeugen. Trotz drastischer Größenreduzierung sehen die mit JPEGmini behandelten Bilder exakt so aus wie die Unbehandelten. Einschränkung: So lange man nicht mit mehreren hundert Prozent Vergrößerung einzoomt.

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JPEGmini: Extrem reduzierte Dateigröße, aber sichtbar kein Unterschied

Die Vorgehensweise des Algorithmus orientiert sich nach Aussagen der Macher an der visuellen Wahrnehmung des menschlichen Auges. Die Dateien sind auch nach der Behandlung noch Standard-JPEGs. Spezielle Viewer sind demnach nicht erforderlich. Damit lässt JPEGmini qualitativ ähnlich taugliche Versuche, etwa JPEG2000 oder Googles WebP hinter sich.

Einzelne Fotos können über den Onlinedienst JPEGmini ohne Registrierung kostenfrei komprimiert werden. Bilderstapel lassen sich ebenso kostenfrei bearbeiten, dann jedoch nur nach Registrierung.

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Nach erfolgter Registrierung bietet JPEGmini völlig kostenlos einen beachtlichen Leistungsumfang. Sie können Ihre Bilder in Alben hochladen, wobei jedes Album bis zu 1000 Fotos und insgesamt 200 MB stark sein darf. Die Zahl der Alben ist nicht begrenzt.

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Zu beachten ist hierbei allerdings, dass JPEGmini nicht etwa als Bilderarchiv angelegt ist. Die hochgeladenen Fotos werden komprimiert, aber nur für sieben Tage auf der Plattform gehalten. Das Ablaufdatum wird unter dem jeweiligen Album angezeigt. Es empfiehlt sich die rechtzeitige Wahl einer der drei unter dem Album angebotenen Möglichkeiten, nämlich der Download des komprimierten Albums als Zip-Datei, der Upload zu Flickr oder die Übergabe an Picasa Web Albums. Innerhalb von JPEGmini ist kein Zugriff auf einzelne Bilder möglich.

JPEGmini: Produktreihe wächst

Zum Start im Jahre 2011 lag der Fokus der Technologie auf der Lizenzierung des Algorithmus an andere Unternehmen. Der Onlinedienst war lediglich eine gelungene Referenz. Zumindest diese Planung scheint sich nicht realisiert zu haben. ICVT entschied sich dann glücklicherweise dafür, eigene Produkte auf der Basis des Algorithmus zu entwickeln.

Als erste Desktop-Verwender der Technologie durften sich Mac-Anwender freuen. Eine kostenfreie Version unter der Bezeichnung JPEGmini Lite erlaubt, täglich bis zu 20 Fotos zu komprimieren. Die Vollversion schlägt mit knapp 20 USD (17,99 EUR) zu Buche und hebt das Limit auf.

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JPEGmini für den Mac hat sich in meinem redaktionellen Workflow fest verwurzelt. Jedes JPG wird ohne Gnade durch den Optimierer gejagt, hunderte von Megabytes habe ich den geneigten Leserinnen und Lesern unserer Magazine so schon erspart.

Da ich zwischen MAC und Windows hin und her wechsele, vermisste ich eine Windows-Version naheliegenderweise seit langem schon schmerzlich. Anstelle der Nutzung der Web App versuchte ich stets, Artikel so zeitlich zu planen, dass mir noch Gelegenheit blieb, an einem Mac die JPG-Optimierung durchzuführen.

Seit zwei Tagen bleibt mir dieser zusätzliche Aufwand erspart, denn ICVT veröffentlichte die entsprechende Version für das Betriebssystem aus Redmond.

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Anders als für den Mac gibt es vorerst keine Lite-Version, Windows-Anwender werden direkt mit knapp 20 USD zur Kasse gebeten. Der Betrag rechnet sich für deutsche Anwender relativ genau 1:1 in Euro um, da der eingesetzte Shop-Anbieter Kagi die Mehrwertsteuer nach der Währungsumrechnung oben drauf rechnet. Natürlich ist die Software den Preis dennoch wert.

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Optisch und funktional unterscheidet die Versionen für Mac und Windows fast nichts, wenn man davon absieht, dass das Menü der Windows-Version am linken oberen Fensterrand hinter einem Zahnrad verborgen ist, während die Mac-Version etabliert am oberen Desktop-Rand die Navigation anordnet. Zudem erscheint die UI der Windows-Version ein klein wenig weniger elegant, Windows hat halt noch immer nichts adäquates zu Apples Core Animation zu bieten.

Ein weiterer, wenn auch wenig relevanter Unterschied soll nicht ungenannt bleiben. So dauert der Start der Windows-Version deutlich länger als der Aufruf der Version für Apples OS. Auffallen wird dies naheliegenderweise nur Nutzern beider Versionen. In der Verarbeitung ist die Windows-Version dann der Mac-Variante ebenbürtig, auch was die Ergebnisse betrifft. Beide Desktop-Softwares arbeiten mit JPGs, die eine maximale Auflösung von 28 Megapixel haben dürfen.

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Immer wieder wird die Frage gestellt, ob es JPEGmini als Photoshop-Plugin gibt. Diese Frage ist derzeit noch mit einem klaren Nein zu beantworten. Die Entwickler bekennen sich nicht eindeutig für oder wider, sondern orakeln, man werde auf der Basis des Nutzer-Feedbacks über weitere Einsatzarten der Technologie entscheiden.

Seit Anfang April 2013 steht neben den bereits genannten Möglichkeiten zusätzlich der JPEGmini Server zum Selberhosten oder als Cloud-Dienst über Amazon Web Services zur Verfügung. Unternehmen und Organisationen mit dramatisch hohem Bildervolumen sollten sich das Produkt auf jeden Fall einmal ansehen. Wie die Web-App akzeptiert der Server JPGs in einer maximalen Auflösung von 50 MP.

Fazit: Wer ohnehin ständig Photoshop offen hat, kann ähnliche Ergebnisse auch durch die clevere Wahl entsprechender Parameter in Adobes Platzhirsch-Software erzielen. Wer schnell viele Bilder schrumpfen will, ist mit einer der JPEGmini-Apps zügiger am Ziel. Wer Photoshop gar nicht erst besitzt, ist mit den 20 Euro für JPEGmini sehr gut bedient. In meinem Workflow spielt JPEGmini jedenfalls eine zentrale Rolle, obwohl ich Photoshop CS6 besitze…

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Google PageSpeed: Webseitenoptimierung out of the Box

Unzählige Faktoren fließen in das Ranking von Google ein. Neben dem Inhalt der Seite und möglichen Verlinkungen wirft die Suchmaschine einen besonderen Blick auf das Ladeverhalten der Webseite. Lange Ladezeiten nerven. Das weiß auch Google und verhilft optimierten Webseiten im Ranking zu einem besseren Platz, ein echter Vorteil im SEO. Die Optimierungen benötigen jedoch viel Wissen und schlucken nicht unerheblich Zeit. Google versucht gleich mit zwei eigenen PageSpeed-Anwendungen für Abhilfe zu sorgen.

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PageSpeed ist sicherlich vielen Webmastern ein Begriff. Schon lange konnte jeder mit den PageSpeed Insights durch kurze Eingabe der URL herausfinden, ob die Webseite ein echtes Desaster oder rasend schnell ist. Je weiter der berechnete Score in Richtung 100 geht, desto besser das zukünftige Ranking. Zusätzlich liefert Google ein ganzes Arsenal von Optimierungsmöglichkeiten. Lange konnte der Webmaster nur in zeitaufwändiger Kleinarbeit alle Optimierungen umsetzen – seit geraumer Zeit bietet Google mit Clouddienst und Webserver-Plugin auch eigene Software-Lösungen, die ganz automatisch die Optimierungsmöglichkeiten umsetzen.

PageSpeed Service

Wer es einfach mag, greift zur cloudbasierten Lösung PageSpeed Service. Einmal angemeldet kann die URL zur Webseite einfach angegeben werden. Nach einer Aktualisierung des Nameservers werden in Zukunft alle Anfragen direkt an Google geleitet. Der PageSpeed Service ruft dann die hinterlegte URL der eigentlichen Webseite auf, lädt alle Daten und liefert direkt eine nach aktuellsten Standards optimierte Seite aus. Mehr als 10 Minuten dauert die gesamte Einrichtung nicht. Dafür werden direkt CSS- und Javascript-Dateien komprimiert, Bilder im hauseigenen Google-CDN optimiert und gespeichert, unnötige HTML-Inhalte entfernt und richtige Cache-Header gesendet. Wahlweise alles im Standard-Modus oder fein über eine Weboberfläche zu justieren.

Google präsentiert das schnelle Wunderwerk in einem eigenen Video:

Hört sich alles himmlisch an. Ist es auf den zweiten Blick leider nicht. Das erste Manko ist auch schon das nervigste: Der Dienst ist google-typisch im Beta-Stadium und eine reguläre Anmeldung ist nicht möglich. Über ein Google-Spreadsheat kann sich jeder Webmaster für den Dienst vormerken lassen. Ob es Auswahlkriterien für den Dienst gibt und wie hoch die Wartezeiten sind – darüber schweigt sich Google aus. Bei mir hat es lediglich einige Tage gedauert.

Erst einmal im Dienst angekommen, macht er absolut alles, was er auch soll. Selbst bei relativ gut optimierten Webseiten sorgt die Software noch für einen Zeitvorteil von ungefähr 20%. Bei schlecht optimierten Seiten sollen es laut Google dann bis zu 65% sein. Fanatiker einer guten Response Time wird das Ergebnis jedoch nicht freuen. Der Dienst läuft nach meinen Erfahrungen ausschließlich über US-Server. Auch das Konzept hat die Schwäche des doppelten Weges: Die Google-Server müssen erst den Inhalt vom eigentlichen Webserver aufrufen und das dauert seine Zeit, selbst wenn schon alle Grafiken gecacht sind und nur der HTML-Code angefordert wird. Das ist weit weg von der optimalen Lösung. Eine große Portion Vertrauen in Google müssen Dienstnutzer überdies bereit sein aufzubringen.

mod_pagespeed für Apache

Eleganter ist die Erweiterung mod_pagespeed für den Apache Webserver. Die Google-Software hakt sich fest in den Webserver ein und optimiert im Stil des PageSpeed Service gleich vor Ort.

Die Installation ist absolut simpel. Für CentOS/Fedora und Debian/Ubuntu gibt es fertige Pakete, die mit Root-Rechten auf dem Webserver binnen Minuten installiert werden können. Ich gehe einmal davon aus, dass fast alle Webserver aktuell auf 64bit basieren und entsprechend ist die Anleitung gestaltet. Es gibt jedoch auch 32bit-Pakete, die direkt auf der Webseite von mod_pagespeed heruntergeladen werden können.

Wir laden uns erst einmal die aktuellsten Pakete mit wget herunter:

Debian/Ubuntu
wget https://dl-ssl.google.com/dl/linux/direct/mod-pagespeed-stable_current_amd64.deb


CentOS/Fedora
wget https://dl-ssl.google.com/dl/linux/direct/mod-pagespeed-stable_current_x86_64.rpm

Danach kann das Paket einfach automatisch installiert werden:

Debian/Ubuntu
dpkg -i mod-pagespeed-*.deb
apt-get -f install


CentOS/Fedora
yum install at #falls "at" noch nicht installiert ist
rpm -U mod-pagespeed-*.rpm

Das war es schon. Einmal den Apache neustarten und schon ist die Erweiterung vollständig installiert. Händische Konfigurationen sind auch noch in der Konfigurationsdatei möglich. So können noch einzelne Parameter verändert oder ein CDN angeschlossen werden. Die Grundkonfiguration ist jedoch absolut ausreichend. Mit der Paketinstallation wird auch automatisch das Repository von Google installiert und so kann die Software ganz einfach in der Paketverwaltung mit allen anderen Paketen aktualisiert werden. Während des Aufrufes einer Webseite läuft dann der gleiche Prozess wie beim PageSpeed Service ab – bloß alles lokal. Die volle Kontrolle bleibt im Server. Auch ist der Aufruf ohne Umweg über einen US-Server von Google erheblich schneller. Möglicherweise entscheidende Millisekunden, wenn es um die beste Platzierung bei Google oder das ultimative Nutzungserlebnis geht.

Bloß aufgepasst: Sowohl der PageSpeed Service als auch mod_pagespeed cachen sehr aggressiv jegliche JS-, CSS und Bilddateien. Ändert sich etwas auf dem Server, wird diese Änderung womöglich erst deutlich später öffentlich, wenn der Dateiname gleich geblieben ist. Überprüfungen auf Änderungen existieren nicht.

Die Wahl des richtigen Systems ist Geschmacksache. Ich würde immer mod_pagespeed empfehlen, wenn die Installation von Programmen auf dem Server möglich ist. Ansonsten ist auch der PageSpeed Service eine solide Alternative mit kleinen Schwächen in der B-Note. In jedem Falle lohnt es sich, Webseiten mit den Google-Programmen automatisch optimieren zu lassen. Schließlich will ich auch selbst nicht ewig auf meine Webpräsenz warten.

(dpe)