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WP Job Manager: Kostenloses WordPress-Plugin für Ihre eigene Stellenbörse

Stellenbörsen erfreuen sich einer hohen Popularität. Die stetig steigende Beliebtheit der Online-Jobbörsen hat sicherlich damit zu tun, dass eine stetig steigende Zahl von Menschen nicht mehr in festen Vollbeschäftigungen arbeitet, sondern sich von Projekt zu Projekt neu orientieren muss. So wird die Jobsuche zu einer Dauertätigkeit für viele von uns. Gerade für dieses Szenario eigenen sich die "offiziellen" Stellenbörsen, wie das Portal der Arbeitsagentur allerdings nur eingeschränkt bis gar nicht. Spezialisierte Jobbörsen können da viel bessere Dienste leisten. So könnten Sie, wenn einen Onlinedienst für eine bestimmte Zielgruppe bieten, schnell auf die Idee kommen, für diese Zielgruppe auch eine entsprechende Stellenbörse zu etablieren. In der Smashing Familie sind wir schon vor einiger Zeit auf genau diese Idee gekommen ;-) Wenn Ihnen nicht die gleiche Investitionskraft zur Verfügung steht, könnte das neue, kostenlose Stellenbörsen-Plugin für WordPress namens WP Job Manager genau das richtige für Sie sein…

WP Job Manager's Brand-New Landing Page
WP Job Manager: ganz frisch mit eigener Website

WP Job Manager: Modern, schlank, kostenlos

WP Job Manager von Mike Jolley ist ein modernes und schlankes Plugin für selbstgehostete WordPress-Sites. Das Plugin fügt die volle Funktionalität einer Stellenbörse hinzu und integriert sich in das gewohnte Backend. Von hier aus managen Sie die Inhalte der Stellenbörse so, wie Sie alle anderen Inhalte auch managen. WP Job Manager arbeitet Shortcode-basiert und und unterstützt Custom Post Types.

Mike Jolley ist kein Unbekannter in der WordPress-Szene. Er ist der führende Entwickler von WooCommerce und rege aktiv in allen Belangen rund um WooThemes. Es ist keine Übertreibung, zu sagen, dass Jolley kenntnismäßig in der Top-Liga spielt und in der Lage ist, Produkte auf höchstem Niveau zu liefern.

WP Job Manager ist ein ausgezeichneter Nachweis für diese Feststellung. Dem Trend zum Flat Design folgend, legt sein minimalistisch designtes, auf Shortcodes basierendes und die neuesten Features von WordPress unterstützendes Plugin ein solides und zukunftsorientiertes Fundament für Ihre Jobboard-Ambitionen. Die Börse lässt sich sehr einfach in jedes moderne Theme integrieren, sofern Sie über Kenntnisse in CSS verfügen.

WP Job Manager: Frontend
WP Job Manager: Frontend

WP Job Manager gibt es bereits seit ein paar, wenigen Monaten, erhielt aber erst in der letzten Woche eine eigene Homepage. Bis dato hatte Jolley das Plugin kostenlos per Gumroad vertrieben. Jolley erklärt das Kern-Plugin zu Open Source, liefert aber bislang keine konkretisierende Lizenz mit. Von daher kann ich Ihnen nichts über eventuelle Restriktionen im Einsatz verraten.

Das Plugin bringt bereits fertige Übersetzungen in 18 Sprachen mit, darunter deutsche und russische Sprachdateien. Im Paket findet sich allerdings auch die *.pot, so dass Sie selber unproblematisch jede beliebige Sprache unter Verwendung von Poedit an den Start bringen können.

WP Job Manager setzt WordPress 3.8 und neuer voraus. Eine Demo vermittelt Ihnen aussagefähige Eindrücke des Leistungsumfangs.

WP Job Manager: Backend

WP Job Manager: Backend

WP Job Managers Freemium-Geschäftsmodell

Mike Jolley entschied sich für das populärer werdende Freemium-Preismodell. Während das eigentliche Kern-Plugin völlig kostenfrei erhältlich ist, müssen Sie für die sogenannten Add-ons mehr oder weniger tief in die Tasche greifen. Schon mehr als zwanzig dieser Add-ons stehen zur Verfügung.

WP Job Manager: Plethora of Add-ons Available

WP Job Manager: eine Vielzahl verfügbarer Add-ons

So benötigen Sie ein Add-on, wenn Sie kostenpflichtige Einträge anbieten oder Verbindung zu verschiedenen Formularmanagern herstellen wollen. Ebenso ein Add-on wird erforderlich zur Integration der Inhalte anderer Stellenbörsen oder das Hinzufügen von Tags, Ablaufdaten oder Lebensläufen. Während manche Add-ons für ein leistungsfähiges Jobboard mehr oder weniger unabdingbar sind, dienen andere lediglich der Vereinfachung oder Verschönerung. So erlaubt beispielsweise der Job Board Designer die Anpassung der Optik der Stellenbörse aus dem Backend heraus. Designer kennen da andere Wege. Das kostenpflichtige Jobify-Theme liefert eine fertig eingerichtete Optik für all jene mit, die nicht in der Lage sind oder nicht die Zeit haben, selber für einen anständigen Look zu sorgen.

Ich würde sicherlich auch das ein oder andere Add-on kaufen wollen, käme aber immer noch für etwas mehr als 100 Euro an eine Top-Lösung. Definitiv würde ich aber WP Job Manager wählen, wenn ich jetzt eine Stellenbörse implementieren müsste. Was meinen Sie?

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Photoshop

Webdesign mit Photoshop: diese 5 Plugins machen den Alltag angenehmer

Viele Weblayouts entstehen in Photoshop und werden anschließend auf unterschiedliche Weise in HTML und CSS umgesetzt. Dank zahlreicher Plugins kann man sich die Arbeit mit Photoshop etwas erleichtern. Fünf Plugins, die sich speziell an Webdesigner richten, habe ich für Sie ausgesucht.

Schnelle Rastererstellung mit GuideGuide

Der erste Schritt zum Weblayout ist ein Raster, welches in der Regel aus mehreren Spalten und gegebenenfalls auch Zeilen besteht und mit Hilfslinien in Photoshop realisiert wird. GuideGuide erstellt Raster auf der Grundlage bestimmter Werte. Dank des Plugins müssen die Hilfslinien für ein Raster also nicht manuell erstellt werden.

photoshop_plugins_guideguide

Stattdessen werden nur die Anzahl der Spalten sowie die Breite der Spalten oder alternativ die Breite des Zwischenraums angegeben. Auch Hilfslinien für die Begrenzung des Rasters lassen sich einstellen. Wer immer wieder mit denselben Rastern arbeitet, kann die Rastereinstellungen auch abspeichern.

Die aktuelle Version von GuideGuide unterstützt Photoshop ab CS5.

Schneller Export von Grafikelementen mit Cut&Slice me

Wenn es darum geht, die Grafiken eines fertigen Layouts zu exportieren, ist meist viel Handarbeit gefragt. Die Slice-Option von Photoshop ermöglicht zwar das Exportieren vordefinierter Bereiche als einzelne Grafiken, berücksichtigt aber nicht, dass es beispielsweise für ein Menü mehrere Grafiken für einzelne Menüzustände gibt.

photoshop_plugins_cutandsliceme

Cut&Slice me hilft beim Exportieren von Grafiken, indem es Ebenen aufgrund ihrer Bezeichnung exportiert und auf Wunsch Weißraum dabei automatisch entfernt. Enthält der Name einer Gruppe beispielsweise die Zeichenkette _BTN, weiß das Plugin, dass die darin enthaltenen Gruppen einzelne Zustände für den Button enthalten. Diese Untergruppen müssen dann mit normal, hover, clicked etc. gekennzeichnet sein und werden als separate Grafiken exportiert.

Cut&Slice me gibt es nur für die aktuelle Version CS6 von Photoshop.

Favicons erstellen mit Plugins von Telegraphics und Sibcode

photoshop_plugins_ico

Favicons sind ja mittlerweile fester Bestandteil einer Website geworden. Auch hierfür gibt es entsprechende Plugins, um Dateien in diesem Format mit Photoshop erstellen zu können. Während das ICO-Plugin von Sibcode das Speichern mehrerer Icons in einer Datei ermöglicht, ist das Plugin von Telegraphics auch für 64-bit-Versionen von Photoshop erhältlich. Es speichert aber lediglich ein Icon in einer Datei ab.

Schriften per Plugin einbinden und ausprobieren

Nicht immer hat man eine Schrift, die man verwenden möchte, auf dem Rechner installiert. Mittlerweile stellen Anbieter von Desktop- und Webfonts Plugins zur Verfügung, die die Verwendung nicht installierter beziehungsweise nicht erworbener Schriften ermöglicht.

photoshop_plugins_fonts

Entsprechende Plugins gibt es vom Webfont-Anbieter WebINK, der neben seinen Schriften auch Googles Webfonts bereitstellt. Der Anbieter Fontshop bietet für seine Schriften ebenfalls ein solches Plugin an. Mit dem Fontshop-Plugin kann man Schriften zudem bequem kaufen, wenn man sie über einen Entwurf hinaus verwenden will.

Kleinere PNGs mit SuperPNG

photoshop_plugins_superpng

PNGs haben gegenüber GIFs einige Vorteile – mehr Farben und einen 8-bit-Alphakanal für Transparenz. Der Nachteil ist, dass PNGs deutlich größer sind als GIFs. SuperPNG generiert jedoch kleinere Dateien, als es Photoshop von Hause aus macht. Der Unterschied ist optisch nicht erkennbar.

SuperPNG setzt Photoshop ab Version CS5 voraus.

Links zum Beitrag

(dpe)

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Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design Illustrator JavaScript & jQuery Programmierung

AI -> Canvas: HTML5 Canvas direkt aus Adobe Illustrator bestücken

Mike Swanson war über 11 Jahre bei Microsoft beschäftigt und hat dort neben vielen anderen Produkten ein Plugin für Adobe Illustrator erschaffen, das wie guter Wein ist. Je älter es wird, desto besser wird es. Vor knapp zwei Jahren, als Swanson die erste Version von AI -> Canvas noch für seinen damaligen Arbeitgeber veröffentlichte, war Canvas zwar schon ein Thema, aber wer nutzte das Element bereits produktiv? Heutzutage sieht die Sache anders aus. In jeder Hinsicht…

AI -> Canvas jetzt auch für CS6 verfügbar

Was hat sich geändert? Swanson ist nicht mehr bei Microsoft, sondern stolzer Besitzer eines eigenen Startup. Microsoft hat das Plugin zwar weiterhin im Angebot, pflegt es aber naheliegenderweise (?) nicht mehr. Mit Version CS6 kann AI -> Canvas nicht mehr genutzt werden. Jedenfalls gilt das für die Version, die auf den offiziellen Microsoft-Seiten zum Download bereit steht.

Swanson sah sich persönlich in der Verantwortung, seinem Plugin ein Leben nach Microsoft und auch nach CS5 zu ermöglichen. Sprachs, ging hin und beschäftigte sich mit den neuen Erfordernissen des SDK zu CS6. Auf seinem privaten Blog stellt er seither die aktuelle Version 1.1 des Plugins zur freien Verfügung. Das kann nicht mehr und nicht weniger als die Version 1, die weiterhin über Microsoft kostenlos bezogen werden kann. Aber, und das ist der entscheidende Unterschied. Es läuft auf den Plattformen Windows 7 und Windows 8, Mac OS X v10.7 (Lion) und v10.8 (Mountain Lion) und bedient sowohl die 32-, wie auch die 64-bit Ausgabe des of Illustrator CS6.

Die Installation ist simpel. Aus dem einzelnen Zip-File, welches alle Versionen enthält, sucht man sich die passende heraus und speichert sie je nach Plattform hier:

  • Ai2Canvas64.aip (\Program Files\Adobe\ Adobe Illustrator CS6 (64 Bit) Plug-ins)
  • Ai2Canvas32.aip (\Program Files (x86)\Adobe\Adobe Illustrator CS6\Plug-ins)
  • Ai2CanvasMac.aip (/Applications/Adobe Illustrator CS6/Plug-ins)

Zu beachten ist, dass Version 1.1 die CS6 voraussetzt. Alle Creative Suites darunter, namentlich CS3, 4 und 5, können mit der bisherigen Version des Plugin kooperieren.

Was kann AI -> Canvas?

Das Canvas-Element ist nicht viel mehr als ein Container für komplexere grafische Anwendungen und Abläufe. Programmiert werden Abläufe und Darstellungen unter Verwendung von JavaScript. Damit dürfte schon deutlich werden, dass Grafiker, Illustratoren und Zeichner eher nicht die Beschicker dieses Elements sind, zumindest nicht ohne programmierende Mittelsmänner.

Mit AI -> Canvas kann jeder Illustrator-Aficionado funktionierende grafische Anwendungen für das Canvas-Element schreiben, ohne auch nur eine Zeile JavaScript schreiben zu müssen; was im Übrigen in der Regel schon an den entsprechenden Fähigkeiten scheitern dürfte. AI -> Canvas kümmert sich über einen simplen Export aus Adobe Illustrator heraus um die Erstellung des gesamten erforderlichen Codes nebst sämtlicher, etwa erforderlicher zusätzlicher Dateien. Vektordarstellungen, die das Canvas-Element nicht korrekt umsetzen könnte, wandelt das Plugin automatisch in Rastergrafik um und verlinkt die entsprechenden Bilddateien an den korrekten Stellen. Sogar Animationen, wie Übergänge, Bewegungen, Easings, Verläufe und einiges mehr können direkt aus der vertrauten Illustrator-Umgebung heraus erzeugt werden.


Beispiele für unmodifizierte Export-Ergebnisse

Wie bereits eingangs erwähnt, ist AI -> Canvas, völlig software-atypisch, wie guter Wein. Zum Zeitpunkt seiner Entstehung war die Funktionalität schon beeindruckend, wenn auch von geringem praktischen Nutzwert. Die zunehmenden HTML5-Fähigkeiten gängiger Browser machen das zwei Jahre alte Plugin immer wertvoller. Und Swansons Update für die aktuelle Illustrator-Version könnte AI -> Canvas zu einem späten Durchbruch verhelfen.

Nein, für Inkscape steht das Plugin nicht zur Verfügung…

Links zum Beitrag:

  • Illustrator to HTML5 Canvas Plug-In Updated for CS6 – Mike Swanson’s Blog
  • AI -> Canvas V1 – Mix-Labs
  • Kurze Video-Einführung zum Plugin – Mix-Labs
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Tipps, Tricks & Tutorials WordPress

WP Recycle: Neues Leben für alte WordPress-Plugins

Wenn Sie ein WordPress-Entwickler sind, haben Sie vermutlich an irgendeinem Punkt Ihrer Laufbahn bereits eines oder mehrere WordPress-Plugins erstellt. Vielleicht sind Sie auch nach wie vor aktiv in diesem Bereich? Wie auch immer Ihre persönliche Geschichte aussieht, ein Trend ist klar erkennbar. WordPress-Plugins neigen dazu, im Laufe der Zeit der Vernachlässigung anheim zu fallen oder gänzlich überflüssig zu werden. Häufig genug verlieren Entwickler schlicht die Lust an der Fortentwicklung oder können sie zeitlich nicht mehr leisten.

Generell ist die Halbwertzeit eines Plugin relativ niedrig, mit abnehmender Tendenz. Leider sind es nicht nur diejenigen Erweiterungen, die ohnehin durch WordPress-Core-Änderungen unnütz werden, die geringe Lebensdauern aufweisen. Auch an sich wertvolle Erweiterungen dümpeln teilweise vor sich hin. Heute stellen wir Ihnen daher einen neuen Service vor, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, „schützenswerte“ Plugins zu retten und zu neuem Leben zu verhelfen: WP Recycle von PluginChief

Was WP Recycle verspricht

Das WordPress Plugin-Verzeichnis ist voller als voll. Plugins über Plugins tummeln sich in nahezu unüberschaubarer Vielfalt. Leider sind darunter sehr viele, die keiner aktiven Entwicklung mehr unterliegen. Sie werden weder fortentwickelt, noch gepflegt, noch unterstützt. Es ist Sache des Nutzers, diese Plugins zu erkennen und zu ignorieren. Fachlich versierte Anwender werden damit keine Probleme haben. Weniger versierte Anwender zerschießen sich im Zweifel ihren Blog, zudem belegen die verlassenen Plugins dennoch Platz im Repository, machen den Marktplatz unübersichtlich und ziehen das Ansehen insgesamt herunter.

WP Recycle tritt an, das zu ändern und will alten, verlassenen, nicht mehr funktionierenden oder aus sonstigen Gründen vernachlässigten Plugins neue Perspektiven eröffnen. Alles, was Sie tun müssen, ist das Plugin an WP Recycle zu übermitteln.

Wie man das Plugin in die Obhut von WP Recycle übergibt

Die Übergabe ist einfach: Sie wechseln auf die Website des Programms, wo Sie ein simples Einreichungsformular vorfinden. Hier tragen Sie die wesentlichen Informationen zum Plugin ein, etwa die letzte als kompatibel bekannte WP-Version oder ob es sich um ein kostenloses oder kostenpflichtiges Tool handelt. Plugin-Ersteller können angeblich bei Bezahl-Plugins auf Umsatzbeteiligung hoffen. Einreichen kann übrigens jedermann, dazu muss man nicht der Autor des Plugins sein.

Gesetzt dem Fall, das Plugin wird in das Recycling übernommen, so stellt PluginChief neben der Revitalisierung auch den zukünftigen Support sicher.

Wo die Grenzen des Angebots liegen

Natürlich wird nicht jedes eingereichte Plugin auch in das Programm übernommen. PluginChief sagt dazu:

We will look over every plugin submitted and do whatever we can to address it, but we can not guarantee we can get into every plugin and offer it on PluginChief.

Sicherlich ist es verständlich, dass nicht jedes Plugin revitalisiert werden kann. So ergibt es etwa keinen Sinn, ein Plugin für – sagen wir – Post-Formate wieder gangbar zu machen, wo diese Funktionalität heutzutage zum Kern des WordPress-Featuresets gehört. Auch schlecht programmierte oder durch weit bessere Plugins repräsentierte Funktionalität wird kaum Chancen haben, sich über WP Recycle neu zu etablieren. Vereinfacht ausgedrückt, wird WP Recycle sich auf die Rettung „lohnenswerter“ Plugins konzentrieren. Das sind etwa solche, die über eine außergewöhnliche Code-Basis verfügen oder Funktionen anbieten, die immer noch stark nachgefragt sind. Auf den Punkt gebracht wird es sich dabei in allererster Linie um Plugins handeln, die von ihren jeweiligen Autoren aus Lust- und/oder Zeitgründen abgegeben werden.

Wird WP Recycle zum Erretter des WordPress Plugin-Verzeichnisses?

In der Redaktion sind wir geteilter Ansicht. Die einen halten WP Recycle für das Beste seit Bier in Dosen und glauben, auf diese Weise bestünde eine realistische Chance, das Plugin Directory zu entrümpeln und wieder in Gänze attraktiv zu gestalten. In der Tat ist es derzeit wohl so, dass man als versierter Anwender eher nicht direkt im Repository nach Plugins sucht, sondern über die Community, Blogs, Magazine und Empfehlungen kommt.

Die anderen halten WP Recycle für einen müden Versuch des PluginChief, Aufmerksamkeit auf das eigene Portfolio zu lenken. Nachdem die Zugangsbeschränkungen bei WP Recycle eher dem Gusto des Betreibers unterliegen und keineswegs objektiv nachvollziehbar offen liegen, ist der Willkür Tür und Tor eröffnet. Das ist auch nachvollziehbar, denn die allermeisten Plugins sind nicht etwa Perlen, die es zu erretten gilt, weil der Autor keine Zeit mehr hat, die Entwicklung selber sicher zu stellen. Die allermeisten nicht mehr in zu erwartender Weise funktionalen Plugins sind zu Recht in diesem Zustand. Da bräuchte es nicht ein Programm wie WP Recycle. Da bedürfte es lediglich eines beherzten Löschers, der bereit und berechtigt ist, das Repository auszumisten. Denn auch gute, aktuelle Plugins gibt es in ausreichender Zahl. Ebenfalls nicht unkritisch erscheint die Tatsache, dass Plugins durch jedermann eingereicht werden können. Was, wenn ich das als Ersteller gar nicht will? Wie ist der Rückkanal? Da ist Klärungsbedarf…

Was sagen Sie dazu? Ist WP Recycle ein Projekt mit Potenzial oder wird es in Kürze ebenso vor sich hindümpeln wie eine Vielzahl der Plugins im WordPress Directory? Wie empfinden Sie das WordPress Plugin-Verzeichnis? Angestaubt und voller Ladenhüter oder erste Anlaufstelle für jeden Bedarf?

Link zum Beitrag:

(sbu/dpe)

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Ideas: Neues WordPress-Plugin speichert die grandiosen Ideen für neue Beiträge

Engagierte Blogger, aber auch alle anderen Vertreter der schreibenden Zunft kennen das. Wenn man seine Ideen für neue Beiträge nicht sofort aufschreibt, sind sie weg. Mit viel Glück kommen sie wieder, spätestens wenn man sie beim Wettbewerb liest. Ärgerlich. Ich kenne das seit Jahren und habe deshalb Werkzeuge gegen diesen Effekt im Einsatz. Seit ein paar Wochen gibt es ein kleines WordPress-Plugin zur Ideenverwaltung, das ich kurzerhand auf meinem privaten WordPress-Blog installierte.

Ideas speichert Ideen außerhalb der Artikel-Hierarchie

Hey, It’s George. So nennt sich der Entwickler des recht neuen Plugins Ideas, das er in der initialen Version 1.0 in das WordPress-Repository stellte. Ideas nimmt sich des Problems der Ideenverwaltung an.

Wenn es Ihnen so geht wie mir, dann haben Sie mehr Ideen für Beiträge als korrespondierende Zeit für die Umsetzung. Dabei sind manche Ideen gar nicht so schlecht haltbar. Man müsste sie nur irgendwo hinterlegen, um sie nicht zu vergessen.

Ideal wäre natürlich, das innerhalb des eigentlichen Blogsystems zu tun. Man könnte immer wieder mal daran arbeiten, die Quellensammlung erweitern.

Natürlich kann man unter WordPress etwa das Format “Draft/Entwurf” zu diesem Zweck verwenden. Dann liegen aber im Zweifel unendlich viele Entwürfe zwischen den sonstigen Artikeln. Mich persönlich würde das stören. Ganz abgesehen davon, dass man recht schnell mal versehentlich einen solchen Draft veröffentlichen könnte.

Ideas geht einen anderen Weg. Das Plugin schafft das neue Post-Format Ideas und legt es in den Zugriff außerhalb der Artikel-Hierarchie. Der folgende Screenshot aus dem Backend zeigt, dass es neben dem Hauptmenüpunkt Artikel nach der Plugin-Installation und -Aktivierung nun einen weiteren Punkt namens Ideas gibt. Dieser wiederum beherbergt die Navigationselemente Ideas und Add Idea:

In der initialen Ansicht nach Aufruf des Bereichs werden alle bereits erfasst Ideen in einer Ansicht angezeigt, die aus dem Bereich Artikel bekannt ist. Neue Ideen erfasst man auf die gleiche Weise wie einen neuen Artikel. Dabei hat Hey George die Logik so angelegt, dass man über zwei Textfelder einmal die Idee an sich und zum anderen die Links oder sonstigen erforderlichen Ressourcen zur Umsetzung der Idee erfasst:

Der Editor ist keiner von der visuellen Sorte, Formatierungen müsste man selbst mit Markup herbeiführen. Letztlich ist aber eine ausgefeilte Vorbereitung zu publizierender Artikel an dieser Stelle noch gar nicht vorgesehen. Ideas ist für die Rohfassungen gedacht. Und als solches finde ich die Lösung ausgesprochen gelungen.

Vor allem der Umstand, dass sich die Ideenverwaltung völlig vom Rest löst, kommt meinem Workflow sehr entgegen. Ideas installierte ich problemlos direkt aus dem Backend heraus. Es läuft einwandfrei unter der aktuellen WordPress-Version und verträgt sich augenscheinlich auch mit meinen sonstigen Plugins.

Fazit: Beide Daumen hoch für Ideas. Ideas sind schließlich immer gut!

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WordPress-Themes im Live-Betrieb auf Herz und Nieren prüfen mit Theme Test Drive

Ein neues WordPress-Theme ist gefunden und will aktiviert werden. Viele Blogger betreiben das Suchen und Finden als regelrechten Sport. Ist man aber über das Niveau eines Blogs, den man nur selber und der engste Freundeskreis liest, hinaus, so steht man zwar dem häufigen Theme-Wechsel möglicherweise noch immer positiv gegenüber, vollzieht ihn jedoch nicht so spontan wie zuvor. Was ist, wenn doch nicht alles läuft wie erwartet? Sehen wirklich alle Bereiche des Blogs mit dem neuen Theme so aus wie man sich das vorstellt? Gibt es Übersetzungslücken oder sonstige Probleme? Vladimir Prelovac hilft…

(Bildquelle: Katharina Scherer / pixelio.de)

Theme Test Drive: Theme aktiviert, aber nur für Admins sichtbar

Vladimir Prelovac ist einer der erfolgreichsten WordPress-Plugin-Entwickler die ich kenne. Mittlerweile 26 Plugins mit sechsstelligen Downloadzahlen hat er vorzuweisen. Eines der weniger bekannten ist Theme Test Drive, obschon es im Grunde für jeden WordPress-Selbsthoster ein Must-Have ist.

Wie testen Sie WordPress Themes? Live schalten und schauen was passiert? Oder ganz akribisch in einer eigenen, eigens für Plugin- und Theme-Tests geschaffenen Testumgebung? Gehören Sie zur Gruppe der akribischen Tester in separaten Umgebungen gebührt Ihnen auf jeden Fall schon einmal Respekt. Das ist natürlich genau der richtige Weg. Und so machen wir das hier beim Dr. Web Magazin und seiner großen Schwester, dem Noupe Magazine, ebenfalls.

Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man damit zu einer Minderheit gehört. Die allermeisten Blogger machen sich diese Mühe nicht und, je nach Reichweite, finde ich das auch verständlich. Für die vielen Blogger, die ohne Testumgebung auch ganz gut leben, gehört Theme Test Drive auf jeden Fall zu den Essentialia. Fühlen Sie sich jetzt angesprochen und verwenden Theme Test Drive bislang noch nicht, dann ändern Sie das bitte.

Theme Test Drive ist im Grunde ein ganz simples Tool. Es beschränkt die Sichtbarkeit eines beliebigen installierten Themes auf Administratoren. Haben Sie über den Options-Dialog ein zu testendes Theme aktiviert, so erscheint Ihr Blog in der neuen Optik nur dann, wenn Sie als eingeloggter Administrator darauf surfen. Alle anderen Benutzer sehen weiterhin das ansonsten aktive Theme.

Zur Aktivierung eines Themes begibt man sich nach Installation und Aktivierung des Plugins in das Backend, wo der Optionsdialog unter Design > Theme Test Drive zu finden ist und so aussieht:

Hier wählt man nun unter Usage eines der installierten Themes aus. Das Formularfeld Access Level erlaubt die Eingabe eines Zahlenwertes, der dem Zugriffslevel entspricht, ab dem das gewählte Theme angezeigt werden soll. Standard ist hier 10, was bedeutet, dass lediglich Administratoren das neue Theme angezeigt bekommen. Will man seinen Autoren ebenfalls den Test des neuen Themes ermöglichen, würde man hier etwa den Wert 4 eintragen. In der Regel dürfte die Standardeinstellung ausreichend sein. Mit einem Klick auf Enable Theme Drive wird die alternative Optik mit den genannten Beschränkungen in Kraft gesetzt.

Über URL-Parameter kann man ebenfalls zwischen den installierten Themes wechseln. Lediglich der Name des Theme wird als Parameter übergeben, zum Beispiel so:

http://www.blogmanufaktur.de/?theme=Yoko

So können schnell viele verschiedene Themes im Echtzeitbetrieb durchgezappt werden. Zu beachten ist, dass hierbei keinerlei Zugriffslevel berücksichtigt werden.

Ist man am Ende von der ordnungsgemäßen Funktion des neuen Themes überzeugt, aktiviert man es wie gewohnt über Design > Themes. Innerhalb der Plugin-Options gibt es hierfür keine Funktion.

Fazit: Theme Test Drive von Vladimir Prelovac sollte zum Werkzeugkasten eines jeden WordPress-Selbsthosters gehören. Das gilt sogar für die akribisch in Testumgebungen arbeitenden, denn auch hier kann man mal eben schnell ein Theme antesten wollen, ohne gleich die Testumgebung anwerfen zu müssen.

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Kollaboratives Schreiben für Teams mit dem brandneuen WordPress-Plugin Post Forking

Ein brandneues Plugin für WordPress bohrt das beliebte CMS zu einer Art GitHub auf. Es erlaubt nämlich das gleichzeitige Arbeiten mehrerer Autoren an einem Beitrag. Auch Personen ohne weitergehende Rechte können über Post Forking in den Workflow einbezogen werden. Das könnte eine Lösung für mehrere recht verbreitete Probleme derer sein, die in einem Redaktions-Workflow tätig sind.

Wired und das GitHub-Experiment

Es begann mit einer Idee der Wired-Redaktion. Dort schreiben mehrere Personen an ein und demselben Beitrag. Zum Alltag gehört, sich gegenseitig zuzurufen: „Geh du mal bitte aus dem Beitrag raus. Ich muss noch was ändern!“ Jeder, der WordPress im Team verwendet, kennt das. Bei Wired entschloss man sich zu einem interessanten Versuch. Man stellte einen Beitrag auf GitHub zum kollaborativen Bearbeiten ein. Der Versuch sollte zeigen, ob GitHubs Konzept des Forking und Merging geeignet ist, den starren WordPress-Editor abzulösen.

Man fand heraus, dass dem nicht so ist, was aber im Wesentlichen daran lag, dass GitHub schlicht ein Versionskontrollsystem für Software- und sonstige Entwicklungsprojekte ist und insofern eine gehörige Portion an Wissen aus diesen Bereichen voraussetzt. Wissen, das Redakteure in der Regel nicht haben und das sie neben der GitHub-Nutzung auch nicht präsent zu haben bräuchten. GitHub für Redakteure wäre also im Grunde interessant gewesen, aber nicht in der Inkarnation des real existierenden GitHub.

Octocat, GitHubs Maskottchen (Bildquelle: GitHub)

Post Forking: Benjamin Balter entwickelt den Wired-Ansatz fort

Der Open Source Entwickler Benjamin Balter griff Wireds Experiment auf und warf weitere Anwendungsfälle in den Raum. Er fand insgesamt drei:

  • das kollaborative Editieren mehrerer Autoren am selben Beitrag (also Wireds Fall)
  • das Speichern von Änderungen an bereits publizierten Beiträgen durch den Autor (der in der Regel keine Schreibrechte mehr hat, wenn ein Beitrag endgültig veröffentlicht ist) und die Bearbeitung dieser Änderungen durch berechtigte Personen
  • die Schaffung von Bearbeitungsmöglichkeiten für Personen, die ansonsten keinerlei Rechte im CMS haben, etwa normale Leserinnen und Leser (ähnlich zum Pull Request System auf GitHub). Das könnte immer dann interessant sein, wenn man über jemanden schreibt und ihm im Vorfeld sehr einfach die Möglichkeit geben will, sich zu den Inhalten zu äußern. So eine Vorgehensweise ist etwa bei Interviews oder bezahlten Beiträgen üblich.

WordPress Plugin Post Forking: So arbeitet es

Balter übertrug die GitHub-Vorgehensweise auf WordPress und schuf mit Post Forking ein Plugin für den redaktionellen Workflow. Will demnach ein Autor ohne das Recht edit_post einen Beitrag editieren, so erstellt das Plugin einen Fork, also eine weitere Version dieses Beitrags. Diese Version kann der Autor frei editieren und am Ende wie gewohnt speichern und zur Überprüfung vorzulegen. Auf diese Weise gelangt der Beitrag erneut in die Moderation und liegt unter „Pending Review“ im Backend für die Überprüfung bereit. Hierhin gelangen stets diejenigen Beiträge, die von Autoren ohne das Recht publish_post erstellt werden. Man erkennt bereits, dass Balter sich hier eng an den etablierten Standards orientiert, so dass die Verwendung der neuen Funktionalität im Grunde keinen Einarbeitungsaufwand auf der Seite der Autoren nach sich zieht.

Auch der übergeordnete Redakteur findet sich sofort zurecht, denn die nachträglichen Änderungen führen lediglich dazu, dass er den Beitrag erneut vorgelegt bekommt. Er hat nun zu entscheiden, ob er die Änderungen zulassen will. Ist dem so, führt er die neue Version mit der alten Version endgültig zusammen (Merging), wobei ihm vom System etwa bestehende Konflikte und Lösungsmöglichkeiten unterbreitet werden. Erreicht wird diese intelligente Vorgehensweise unter Verwendung der relativ neuen Custom Post Types in Verbindung mit der Revisionshistorie.

Post Forking Version 0.1: Early Adopters vor

Bei der Realisierung des WordPress-Plugins erhielt Balter tatkräftige Unterstützung von den beiden bekannten Plugin-Entwicklern Aaron Jorbin und Daniel Bachhuber. Der letztgenannte Entwickler arbeitet im Hauptberuf für Automattic. Es könnte also gut sein, dass die Funktionalität des Post Forking in der Zukunft eine Chance auf Core-Integration hat. Das Plugin liegt in Version 0.1 vor, was zwar experimentell wirkt, aber eher eine Form von Understatement ist, bedenkt man die bereits recht fortgeschrittene Funktionalität, die Post Forking bereits jetzt bietet.

Seit dem 30.09.2012, also seit einer knappen Woche kann Post Forking im Repository herunter geladen werden, was bislang erst 128 Personen taten. Werden Sie der Nächste sein? Ich rate dazu!

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