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Public Domain Archive: Hochauflösende Fotos zum Nulltarif

So langsam wird es unübersichtlich auf dem Markt der Bild-Provider. Nachdem jahrelang die kostenpflichtigen Dienstleister dominierten, schießen in den letzten Monaten immer mehr freie Anbieter ins Kraut. Anbieter, die für die Nutzung ihrer vielfach hochwertigen Fotos, nichts, nicht einmal ein Dankeschön verlangen. Eines dieser hochwertigen Angebote kommt aus dem amerikanischen Bundesstaat Georgia und wird vom Fotografen und Designer Matt Hobbs nebst Frau Shayna, ebenfalls Fotografin, gehegt und gepflegt. Noch ist es klein, aber schon lohnenswert.

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Public Domain Images: die sicherste Variante der Bildlizenz

Bekanntlich ist die Verwendung von Bildern im Weltennetz nicht ganz ohne Risiken. Wir hatten vor kurzem hier bei Dr. Web erst einen Grundlagenartikel dazu. Die sicherste Variante einer Bildlizenz stellt stets die Freigabe des Bildes in die Public Domain, also das Gemeineigentum, dar. Auch wenn Gemeineigentum in Deutschland, anders als in den USA und anderen Ländern in Reinkultur nicht möglich ist, weil man in Deutschland nicht wirklich auf alle Rechte am Bild verzichten kann, stellt die Public Domain dennoch die am wenigsten mit Risiken belastete Alternative dar.

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So wie ich es für Lebensmittelfotos handhabe, so handhabt es Matt Hobbs für sämtliche Bilder, die er bereitstellt. Auf dem Public Domain Archive gibt es lediglich Bilder, die völlig frei von rechtlichen Belastungen sind. Sie können sie frei herunterladen und damit anstellen, was immer Sie wollen. Sie können sie bearbeiten bis zur Unkenntlichkeit. Sie können sie in jeder Hinsicht frei, also insbesondere auch in kommerziellen Projekten, verwenden. Und Sie brauchen keine Urheberangabe, Verlinkung oder sonstige Nennung der Herkunft anzubringen.

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Public Domain Archive: ein paar Dutzend Bilder erst, aber auf Wachstum gepolt

Die meisten der Bilder im Public Domain Archive stammen aus Hobbs Kamera. Lediglich ein kleiner Bereich namens Vintage beherbergt einige Werke der photografischen Altväter. Grundsätzlich kann sich jeder beteiligen. Matt akzeptiert Einsendungen ab fünf Bildern. Die Fotos dürfen nicht mit Smartphones geschossen sein und die Fotografen müssen bereit sein, all ihre Bildrechte abzugeben.

Bislang scheint sich an dieser Front nichts zu tun. Matt verweist stattdessen immer mal auf weitere Seiten, etwa Gratisography, das treue Dr. Web-Leser ja auch bereits kennen und bestückt selber fleißig die aktivste Sektion des Archive, nämlich die Daily Images.

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Das Public Domain Archive startete Anfang Februar 2014 mit einer Grundausstattung an Bildern und dem Versprechen, dem Bestand wöchentlich neues Material zuzufügen. Bislang hat Matt Wort gehalten. Zu berücksichtigen ist, dass auch Hobbs Public Domain Archive, ähnlich wie Death to the Stock Photo oder Picjumbo nicht nach den Prinzipien eines Service vom Kaliber etwa Shutterstocks arbeitet. Es wird gar nicht erst versucht, alle möglichen Themenbereiche abzudecken. Stattdessen wird gegeben, was eben da ist. Das kann perfekt zu Ihrem Projekt passen, oder eben überhaupt nicht.

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Wer also schnell ein bestimmtes Bild benötigt, hat anderswo größere Chancen. Wer aber zeitlich flexibel ist und das Stöbern liebt, wird über kurz oder lang auch Nützliches im Public Domain Archive finden. Nehmen Sie die Seite auf jeden Fall in Ihre Bookmark-Sammlung auf.

Übrigens: Naheliegenderweise stammen alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder aus dem Public Domain Archive.

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Death To The Stock Photo und Good Free Photos: noch mehr kostenlose Bilder für Ihre Projekte

Bilder. Wir behandeln das Thema oft. Jeder Designer braucht sie, eine ganze Menge entsprechender Dienste gibt es bereits. Dabei können die Kosten eines professionellen Stockfotoanbieters recht schnell Größenordnungen erreichen, die kleine Budgets überstrapazieren. Da ist es gut, kostenlose Dienste zu kennen. Bei Dr. Web haben wir schon eine ganze Reihe entsprechender Anbieter vorgestellt, dennoch gibt es immer noch ungehobene Schätze in den Tiefen des Web. Heute stellen wir Ihnen “Death To The Stock Photo” und “Good Free Photos” vor. Beide sind eher nicht von der konventionellen Sorte…

Death To The Stock Photo – kostenlose Fotopakete per E-Mail

Death To The Stock Photo ist ein Dienst der beiden Designer Allison Lehman und David Sherry aus Columbus im amerikanischen Bundesstaat Ohio. Beide sind Amateurfotografen, die ihre Laufbahn auf ungewöhnliche Weise begonnen haben. Wie andere beginnen, zu bloggen und darüber irgendwann ins Profilager wechseln, starteten Lehman und Sherry damit, Produkte für Unternehmen zu fotografieren. Im Gegenzug durften sie die Produkte behalten. Das genügte ihnen zunächst.

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Während sie so vor sich hinfotografierten, bemerkten sie, dass es Marken, Blogger und Freelancer in großer Zahl gab, die es sich nicht leisten konnten, gute Fotografie in professioneller Qualität zu kaufen. Auch aus ihrem Freundeskreis wurde ihnen das Problem hoher Kosten und heikler Lizenzierung immer wie zugetragen, berichten sie.

Also begannen Lehman und Shelby damit, ihre Fotos an ihren Bekanntkreis zu verschicken. Der Kreis weitete sich kontinuierlich aus und heute betreiben die beiden einen Dienst, der für jedermann zugänglich ist, aber mit einem konventionellen Foto-Provider nicht viel zu tun hat.

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Auf ihrer Website gibt es absolut nichts zum Herunterladen. Alles, was Sie tun können, ist, sich zu einem Newsletter anzumelden. Dieser Newsletter wird einmal monatlich verschickt und enthält einen Download-Link, der auf ein Zip-Archiv gerichtet ist. Dieses Archiv beinhaltet eine Kollektion an thematisch zusammenhängenden Fotos und wiegt regelmäßig um die 100 MB.

Wie gesagt, das Archiv ist stets auf ein Thema limitiert. In einem Monat könnten Sie einen ganzen Haufen Hochzeitsfotos erhalten, in einem anderen füllt sich Ihr Fotobestand mit Landschaftsaufnahmen oder Autos oder. Dabei sind alle Bilder stets von professioneller Qualität. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Wenn Sie also die Zeit haben, auf das perfekte Foto zu warten, dann wird Death To The Stock Photo für Sie auf jeden Fall funktionieren. Ich bin schon seit Monaten dort eingeschrieben und habe es bislang nicht bereut. Von daher geht mir die Empfehlung, es mir nachzumachen, leicht von der Hand. Wenn Sie aber dringen ein bestimmtes Thema bebildern müssen, dann suchen Sie lieber woanders.

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Alle Bilder können völlig frei verwendet werden – nicht nur kommerziell, sondern auch in Social Media, Mockups oder wo auch immer Sie sie nutzen wollen. Das bedeutet aber nicht, dass Lehman und Shelby auf irgendwelche ihrer Recht verzichten. Die Fotos sind nicht Public Domain. Lesen Sie die Lizenz-PDF. Kurz für Eilige: Gefährlich ist der Einsatz nicht. Wenn Marken abgebildet sind (zB MacBooks), müssen Sie zusätzlich den Markeninhaber benennen. Das gilt jedoch immer und bei jedem Dienst.

Death To The Stock Photo | Homepage

Good Free Photos – Public Domain, aber von durchwachsener Qualität

Yinan Chen aus Madison im amerikanischen Wisconsin, hat die letzten beiden Jahre seines Lebens damit zugebracht, einen Haufen Fotos zu schießen und zusammen zu stellen, um sie in die Public Domain zu entlassen. Seine Seite goodfreephotos.com kann man im Wesentlichen als Fotodokumentation von öffentlichen Grünanlagen, Nationalparks, Städten, Tieren, Pflanzen und Lebensmitteln bezeichnen, die nach Art und Örtlichkeit kategorisiert sind. Nicht wenige der Fotos sind HDR-Bilder.

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Chen konnte schon einige seiner Werke in die Editorial Picks von Sites wie Unsplash und Pixabay bringen, schaffte es aber bislang nicht, namhafte Aufmerksamkeit auf seine eigene Website zu lenken. Das ändert sich möglicherweise ab jetzt ;-)

Dabei kann ich es allerdings niemandem verdenken, der goodfreephotos.com zu meiden sucht. Denn die Site ist wahrlich kein Augenschmaus. Da habe ich schon in den Neunzigern besseres gesehen. Yinan, bitte, such dir irgendein Template, das nicht älter als 10 Jahre ist und bau es auf deiner Site ein. Das wird sicher Wunder wirken…

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Chen bietet immerhin rund 1.000 Fotos, darunter sind wirklich außerordentlich gute. Alles in allem muss man die Qualität aber doch als durchwachsen bezeichnen. Die Bandbreite der Bilder kann nicht mit herkömmlichen Stock-Anbietern mithalten. Ähnlich wie bei Death To The Stock Photo finden Sie bei goodfreephotos.com hauptsächlich die Fotos, die Chen eben machen wollte.

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Das soll letztlich keine Kritik sein, nur muss man das eben wissen. Die Chancen, das Bild zu finden, dass Sie sich vorgestellt haben, sind weniger hoch, als die Chancen, das Bild nicht zu finden. Dennoch verdient sich auch goodfreephotos.com die Empfehlung, zumindest in Ihren Werkzeugkasten aufgenommen zu werden. Immerhin sind alle Fotos komplett frei von Rechten, soweit das nach den jeweiligen Landesgesetzen möglich ist und können deshalb ohne Beschränkungen für jeden Zweck, der nicht an sich illegal ist, eingesetzt werden.

Good Free Photos | Homepage

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(Kostenlose) Services Essentials

DesignerCandies: Brandneuer Dienst liefert kostenlose Design-Ressourcen gemeinfrei

DesignerCandies ist ein gut fünf Wochen altes Projekt des Designers Adam McIntyre. Auf DesignerCandies stellt McIntyre bislang 25 Freebies bereit, die sich gleichermaßen für das Web-, wie auch das Print-Design eignen. Die Sammlung wächst um rund 5 Freebies pro Woche. DesignerCandies bietet zur Zeit im Schwerpunkt freigestellte 3D-Renders an, aber auch Texturen und Pinsel finden sich. Besonders interessant: Alle Ressourcen stehen als Public Domain komplett gemeinfrei zur Verfügung.

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Adam McIntyre gibt sich bescheiden. Er habe ein gutes Auskommen mit seinen übrigen Projekten, schreibt er. Insofern könne er es sich leisten, DesignerCandies als Spaß-Projekt für noppes zu betreiben, Geld müsse er daraus nicht generieren. Den gemeinen Designer wird’s freuen, denn schlussendlich geht McIntyre sogar so weit, seine Werke auf DesignerCandies als Public Domain, also bar jeglicher Urheberrechte verfügbar zu machen. Die Verwendung ist somit in keiner Weise eingeschränkt.

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Weder müssen Sie bei Verwendung etwas bezahlen, noch einen Backlink oder sonstigen Quellennachweis anbringen. Sie dürfen die Dateien verändern und sogar selbst zum Download bereit stellen. Natürlich ist von daher nicht einmal die kommerzielle Nutzung irgendwie beschränkt. DesignerCandies bietet damit Freebies, wie man sie sich wünscht, ohne Haken, Ösen, Fußangeln oder sonstige Risiken, wie sie gerade der in Deutschland tätige Designer schon fast als täglich Brot empfindet.

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McIntyre konzentriert sich aktuell stark auf die Bereitstellung von freigestellten 3D-Renderings, jüngstes Werk sind etwa verschiedene Pflanzen. Auch eher ungewöhnliche und wohl aus seinem eigenen Projekt-Kreis oder Hobby entstandene Ressourcen, wie Kampfjets oder Patronenhülsen finden sich im Portfolio. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, obschon auch diese Elemente ausgesprochen exakt ausgearbeitet sind. Sein Qualitätsversprechen hält McIntyre in allen Bereichen.

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Neben 3D-Grafiken, die durchaus auch zivilere Elemente, etwa Herzen oder Ampelanlagen oder barocke Ornamente, enthalten, stehen auf DesignerCandies ebenso Texturen, Patterns und Pinsel für Photoshop bereit. Mit einer Visitenkartenvorlage für DJs kündigt McIntyre an, sich auch in diesem Bereich künftig mehr zu zeigen.

DesignerCandies ist aktuell noch mäßig bekannt. Mit insgesamt rund 7.500 Downloads steht McIntyre noch ziemlich weit hinten in seiner Nische. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass der Download-Counter qualmt. Gefällt Ihnen ein Download besonders oder (umgekehrt) überhaupt nicht, dann lassen Sie es McIntyre in den Kommentaren zum jeweiligen Freebie wissen, wie er selbst in diesem Video fordert:

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New Old Stock: Kostenlose Fotografien aus den öffentlichen Archiven

Viele öffentliche Einrichtungen weltweit stellen ihre Bildbestände unter Public Domain, also gemeinfrei oder unter Lizenzen, die der PD so nahe wie im jeweiligen Land rechtlich möglich ist, zur Verfügung. Wie das so ist mit öffentlichen Kollektionen, sind diese in der Regel nicht nur unkomfortabel zu handhaben, sondern auch stark durchwachsen hinsichtlich ihrer Qualität. Cole Townsend aus Buffalo im Staate New York tritt an, uns allen zu helfen. Sein Tumblr-Projekt “New Old Stock” kuratiert die besten kostenlosen Fotos aus den öffentlichen Archiven. Und das macht es ziemlich gut…

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New Old Stock: Gemeinfreie Sammlung teils großartiger Bilder

New Old Stock ist eine besondere Fundgrube für Vintage-Fans. Denn, Sie werden es nicht anders erwarten, die Bilder haben sämtlich ein gewisses Alter. Würde man es nicht zumeist auch den Motiven ansehen, könnte man New Old Stock für eine Sammlung eines Instagram-Fanatikers halten. Der typische Look ist nicht zu übersehen.

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Cole Townsend bedient sich zur Bestückung seiner Sammlung ausschließlich solchen Materials, das vom jeweiligen Bildarchiv als gemeinfrei eingestuft wurde. Unter den internationalen Archiven finden sich viele Nationalmuseen, aber auch die NASA und das Getty Institute. Jedes teilnehmende Institut hat eine entsprechende Rechtserklärung abgegeben. Wesentlich sicherer wird man sich der tatsächlichen Korrektheit der Einstufung selten sein dürfen.

Townsend bietet auf seiner Seite zwar eine Suchfunktion an. Es ist allerdings unklar, worauf diese ihre Funktion stützt. Ergebnisse sind nach meinen Tests eher zufällig korrekt. Möglicherweise arbeitet Townsend mit internen Keywords, die aber nicht sehr stringent vergeben sind. Ich kann es nicht sicher diagnostizieren.

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Weitere Ordnungsmöglichkeiten sucht man vergeblich. Kategorien, Tag-Clouds oder auch nur ausführlichere Beschreibungen zu den einzelnen Bildern, deren Inhalte dann ja wieder zu Suchzwecken taugen würden, gibt es nicht. So ist die einzige Methode, sich einen Überblick über den Bestand zu verschaffen, diesen akribisch zu durchforsten und zwar manuell.

Ansonsten erfreuen Sie sich der Tumblr-typischen Interaktionsmöglichkeiten. So ist etwa ein weiteres Teilen hin zu Facebook, Twitter oder per Mail, sowie liken oder rebloggen möglich.

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Ist man erst einmal ein Fan der Kollektion geworden, bietet es sich an, dieser entweder auf Tumblr zu folgen, wenn man dort ohnehin einen Account unterhält. Alternativ folgen Sie dem Twitter-Account des Projekts. Hier wird stets nicht nur gepostet, dass ein neues Bild aufgenommen wurde. Vielmehr wird das Bild selbst zu Twitter gepostet. So können Sie schnell entscheiden, ob ein Besuch des Projekts mit nachfolgendem Download attraktiv erscheint.

Die Qualität der einzelnen Fotografien folgt keinen einheitlichen Standards. Sie müssen entsprechend bei jedem Bild selber prüfen, ob es hinsichtlich der Auflösung und anderen Merkmalen den Anforderungen Ihres Projekts entspricht.

Mit Sicherheit finden Sie jedoch bei New Old Stock immer wieder das ein oder andere Juwel, für dessen Download schon allein das Folgen des Twitter-Accounts lohnt.

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