Kategorien
E-Business SEO & Online-Marketing

Online-Marketing Basics #3: Einführung ins Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing ist schon längst zu einem der vielen geflügelten Worte im Online-Marketing geworden. Glaubt man manchen Marketern, flattern damit Bestellungen, Aufträge und mehr nur so herein. Nachmachen wollten es schon viele. Aber irgendwie reicht es dann doch nicht so einfach, eine Facebook-Seite anzulegen, mit der Erwartung, die Kunden werden schon kommen. Wie das Prinzip hinter möglichen Social-Media-Marketing-Erfolgen funktionieren kann, soll hier in Grundzügen vermittelt werden.

tree-200795_640

Um Social Media Marketing zu betreiben, muss man erst einmal wissen, was das eigentlich genau ist. Grundsätzlich beschreibt Social Media eine Entwicklung, die das Internet genommen hat. Anfangs verstand man es als reine Ansammlung von Information, die – so wie vor dem Internet üblich – von wenigen erstellt, aber von vielen konsumiert wurde. Heute werden die Inhalte im Internet nicht mehr von ein paar wenigen für viele erstellt. Viele (jeder, der dazu Lust hat) erstellen Inhalte für viele (jeden, der sich dafür interessiert). Die sozialen Tools (deutsch: Werkzeuge), Plattformen oder Kanäle, die das ermöglichen, sind im Wesentlichen:

  • Blogs
  • soziale Netzwerke (Facebook, Google+, Xing, Twitter etc.)
  • Foto- und Videoplattformen (Youtube, Vimeo, Flickr, Instagram etc.)
  • Foren und Bewertungsplattformen
  • Open-Source-Projekte (Wikipedia, etc.)
  • Social Bookmarking (Delicious, Mister Wong, etc.)

Über diese grobe Einteilung lässt sich unter Experten vermutlich streiten. Für den Umgang damit macht das aber keinen Unterschied.

Was kann man mit Social-Media-Marketing erreichen?

Wer Social-Media-Marketing betreibt, sollte sich Ziele stecken. Denn ohne Zielsetzung sind es meist vergebene Mühen. Und zwar große Mühen – erfolgreiches Social-Media-Marketing erfordert nämlich viel Zeitaufwand. Daher sollte man sich ganz genau überlegen, ob man sich diesen nachhaltigen Marketing-Aufwand antun will und, ob er sich für die eigene Branche lohnen wird.

Einsatzmöglichkeiten von Social Media:

  • Markenbekanntheit im Internet steigern
  • Kundenakquise und Umsatzsteigerung
  • Mehr Besucher für Ihre Website
  • Markenloyalität steigern
  • Fürsprecher finden, die als Multiplikatoren dienen
  • Interaktion mit der Zielgruppe/Community steigern
  • Reichweite ihrer Werbeaktivitäten erhöhen
  • Ihre Marke, Inhalte und Kampagnen viral verbreiten
  • Online-Reputation positiv beeinflussen
  • Online für das Unternehmen relevante Beziehungen knüpfen (Journalisten, Blogger, neue Partner,…)
  • Marktforschung I und Produktentwicklung: Fragen Sie die Zielgruppe, was sie sich wünscht
  • Marktforschung II: Beobachten Sie die Konkurrenz
  • Verbessern Sie Ihren Kundenservice, bieten Sie via Internet Support und Hilfe an, erhöhen Sie damit die Kundenzufriedenheit
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Crowdfunding

Gibt es Branchen für die sich Social-Media-Marketing nicht lohnt? Jein – aber für die einen taugt es mehr zur unternehmerischen Gewinnoptimierung, für andere weniger. Und schließlich ist es das Geld, woran ein Unternehmenserfolg am Ende gemessen wird. Ist Ihr Ziel die Kundengewinnung, bringt es Ihnen nichts, wenn Sie es zwar geschafft haben, 10.000 Facebook-Fans aufzubauen, aber keiner davon bei Ihnen jemals gekauft hat. In manchen Branchen ist es sinnvoller, im Online-Marketing-Mix zuerst auf andere Bausteine die Schwerpunkte zu setzen.

Beispiele:

Sie sind Bergführer und bieten einzigartige Naturausflüge an. Eine große und begeisterte Facebook-Community kann für Sie nachhaltig Kunden einbringen. Fotos, Videos von den einzigartigen Ausflügen werden geteilt und verbreitet. Sie schaffen Nachfrage nach dem, was sie bieten. Über Facebook können Sie zudem direkt Anfragen annehmen und Ihre Community immer auf neue Ausflüge hinweisen, sodass diese immer wieder an Sie erinnert wird.

Anders sieht es beispielsweise für Schlüsseldienste aus: Sie können vermutlich 100.000 Facebook-Fans haben. Dennoch: wenn sich jemand aus der Wohnung aussperrt, wird er wahrscheinlich per „Ok, Google“ nach dem erstbesten Schlüsseldienst suchen und sich nicht in eines seiner sozialen Netzwerke einloggen.

Social-Media-Marketing-Basics: Wie fange ich an?

chess-195742_640

Wie beim Online-Marketing im Allgemeinen sollten Sie beim Social-Media-Marketing Ihre Strategie genau planen und nicht einfach so drauf los posten und sich möglichst viele Facebook-Fans zulegen. Dass das einfach geht, ist unbestritten. Machen Sie ein Gewinnspiel, bei dem Sie das neueste I-Pad-Air verlosen oder kaufen Sie einfach Fans auf ebay. Beides wird Ihnen jedoch nicht Ihre Wunschzielgruppe an Fans bringen.

Vier Überlegungen haben sich für die Planung bewährt:

1. Zielgruppe: Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe. Welches Alter, welches Einkommen, welches Interesse, welche sozialen Medien nutzt die Zielgruppe, welche Informationen sind gewünscht, welche Contentform (Texte, Bilder, Videos, Audiodateien) werden bevorzugt etc.

2. Ziele: Ihre Ziele definieren Sie auf Basis Ihrer Unternehmensziele und Ihrer Zielgruppenanalyse. Ziele und Zielgruppe geben Ihnen das Tool vor, mit dem Sie mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Denn auch, wenn jede Zielgruppe mit Sicherheit auf Facebook zu finden ist, ist es nicht automatisch immer das beste Mittel. Wollen Sie beispielsweise Spritzguss-Bauteile für KfZ-Amaturen verkaufen, ist Facebook nicht unbedingt der richtige Rahmen, um den Manager eines Automobilkonzerns darauf anzusprechen.

Natürlich brauchen Sie auch quantitative Ziele, die Sie an Zahlen messen können: Diese können Sie an einer Menge an komplizierten Schlüsselwerten mit gewissen Formeln messen (z. B.: Markenerähnungen/Gesamterwähnungen = Share of Voice, Zielgruppenengagement = [Kommentare+Likes+Shares]/Views, Diskussionsreichweite = Summe tatsächliche Diskussionsteilnehmer/erwartete Diskussionsteilnehmer, Einfluss der Markenfans = einmaliger Einfluss von Fans/Summe aller Einflüsse etc.).

Überlegen Sie sich aber, welche Kennzahlen es wirklich zu messen lohnt und mit welchen Sie wirklich arbeiten können. Wenn Sie als Ziel definiert haben, mehr Seitenbesucher für Ihre Website zu generieren, sollte das die wichtigste Kennzahl sein. Der Schlüsselwert aus irgendeiner komplizierten Formel bringt Ihnen dann wenig.

3. Strategie/Redaktionsplan: Im Wesentlichen gibt es drei Formen, wie Sie im Social Web vorgehen können: 1. Sie können aktiv sein. Sie bemühen sich von Anfang an um den Dialog mit Ihrer Zielgruppe, 2. Sie können nur reagieren, wenn über Sie „gesprochen“ wird, 3. Sie können nur beobachten.

Mit den Varianten 2 und 3 werden Sie maximal „Feuerwehr“ spielen, wenn etwas schief läuft. Nur mit einer aktiven Social-Media-Strategie können Sie sowohl von sich aus Zeichen setzen als auch reagieren. Um sicherzugehen, dass Sie auch kontinuierlich Interessantes liefern können, sollte ein Redaktionsplan das Herz Ihrer Social-Media-Strategie sein. Bestimmen Sie Themen, die Ihre Zielgruppe interessieren und planen Sie regelmäßige Veröffentlichungen. So bleiben Sie dazu in der Lage, kontinuierlich Informationen mit echtem Mehrwert zu liefern.

4. Technologie, Kanäle, Plattformen: Welche Tools Sie für Ihre Strategie verwenden, hängt von Ihrer Zielgruppe (Wo ist diese zu finden?) und von Ihren Zielen (Welches Tool ist für Ihre Themen geeignet?) ab.

Die vermutlich wichtigsten Social-Media-Marketing-Kanäle im deutschsprachigen Raum

twitter-292988_640

1. Das eigene Blog: So wie die Website der Dreh- & Angelpunkt Ihrer Online-Marketing-Strategie sein sollte, sollte das Blog die Zentrale Ihres Social-Media-Marketings sein. Da es am besten in Ihre Website integriert ist, sind die Gründe dafür die gleichen (siehe dazu auch Online-Marketing-Basics #2). Posten Sie regelmäßig Aktuelles und Wissenswertes für Ihre Zielgruppe. Ein Blog passt grundsätzlich zu jeder Branche und kann jede Zielgruppe ansprechen.

2. Twitter: Twitter ist Mikroblogging in Echtzeit. Dafür hat man nur 140 Zeichen Platz. Sie müssen lernen, sich kurz zu fassen. Auf Twitter ist erfolgreich, wer Aussagen sofort auf den Punkt trifft. Nutzen Sie daher Twitter, um mit einer aussagekräftigen Headline Ihre Follower auf Ihr Blog zu leiten. Gelingt es, haben Sie ihr erstes Ziel erreicht. Nun muss die Website für die Conversion sorgen.

Zugegeben, im Gegensatz zu Facebook ist Twitter im deutschsprachigen Raum noch nicht verbreitet. Als Online-Marketing-Tool ist es dennoch nicht zu vernachlässigen. Der größte Vorteil von Twitter ist aber die Geschwindigkeit. Deshalb nutzen es viele Journalisten. Posten Sie etwas besonders Interessantes, könnte es vielleicht von einem aufgegriffen werden. Dann landen Sie mit Glück sogar in den klassischen Medien.

3. Facebook: Facebook vorzustellen, ist wahrscheinlich gar nicht nötig. Weltweit hat Facebook mehr als 1 Milliarde User. So gut wie jeder kennt es. Der Statistik zufolge haben wahrscheinlich auch Sie einen Facebook-Account. Ob es sich für Sie lohnt, auf Facebook Marketing zu betreiben, hängt stark von Ihrem Ziel ab. Facebook ist ganz eindeutig eher eine Freizeit-Plattform als eine Geschäftsplattform. Auch, wenn die Gruppenfunktionen und andere Features von Facebook gerne abseits reiner Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Was heißt das aber für Sie? Schließlich gibt es genügend Firmen, die auf Facebook-Werbung setzen. Diese Vorgehensweise an sich macht auch Sinn. Die Werbung betrifft aber kaum den B2B-Sektor, sondern eher Endkundenprodukte. Zudem ist Vorsicht geboten, was und wie man wirbt. Würden Sie eine Aktie kaufen, die über Facebook beworben wird? Irgendwie findet sich jede Zielgruppe dort, aber nicht bei jedem Thema ist die Ansprache via Facebook die erfolgversprechendste.

Um via Facebook Besucher auf Ihre Seite zu locken, sollten Sie interessante Beiträge Ihres Blogs auf Ihrer Facebook-Seite anpreisen. Am besten machen Sie das mit ein paar Sätzen, die das Bedürfnis der Zielgruppe genau ansprechen. Content ist auch im Social-Media-Marketing der regierende König! Am Ende versehen Sie den Post mit einem entsprechenden Link. Wichtig: Sie brauchen eine Facebook-Unternehmensseite und diese Unternehmensseite braucht nach deutschem Recht ein rechtsgültiges Impressum!

4. Google+: Google Plus ist im deutschsprachigen Raum weitaus weniger bekannt als Facebook und Twitter. Insgesamt gibt es aber immerhin mehr als 500 Millionen Nutzer von Google+-Funktionen. Wie viele in einzelnen Länder und was diese genau nutzen, das will Google nicht verraten. Fakt ist: Es ist die Antwort des Suchmaschinenriesen auf Facebook und ähnelt dem Vorbild. Wollen Sie darüber Besucher generieren, gehen Sie auf Google+ wie auf Facebook vor.

Wer treibt sich auf Google+ herum? Durch die beeindruckenden Steigerungszahlen im Nutzerbereich lockert es sich zwar gerade ein bisschen auf, aber auf Google+ tummeln sich vor allem Internet-Profis. Es hat aber auch einen Grund, warum die Online-Marketer und ihre Kollegen dort sofort vertreten waren. Und der liegt nicht darin, weil sie sofort alles im Internet ausprobieren, sondern weil Google+ für die Profis einen großen Nutzen im Online-Marketing bringt: Nur mit Google+ können Sie z. B. Autorenfotos in die Suchergebnisse (kurz SERPs) bringen, nur mit Google+ können Sie in den Universal-SERPs (Stichwort: Google-Places-Verbindung und Maps-SERPs) ranken…

5. Xing: Xing ist kein soziales Netzwerk im Sinne von Facebook und Co. Es ist vorwiegend eine Möglichkeit sich auf beruflicher Ebene im Internet stärker zu vernetzen. Dafür stehen Ihnen mehr als 11 Millionen weitere User (mehr als 4 Mio. im deutschsprachigen Raum) zur Verfügung.

Der Business-Bezug bestimmt auch, dass Sie auf Xing nicht losgehen und Botschaften über Ihr Produkt für den privaten Endverbraucher an Ihre gesamten Kontakte herausschreien. Direktes Kundenanwerben ist auf Xing eher dem B2B-Bereich vorbehalten. Unter der erweiterten Suche können Sie zum Beispiel direkt nach Personen suchen, die genau das benötigen, was Sie anbieten. Wessen Portfolio nicht auf diesen B2B-Bereich abzielt, kann dennoch Nutzen daraus ziehen:

  • Xing dient als virtuelle Visitenkarte und digitaler Lebenslauf
  • auf Xing können Sie neue Mitarbeiter finden
  • auf Xing können Sie Aufträge oder Jobs finden
  • auf Xing können Sie eine Veranstaltung promoten
  • auf Xing können Sie Kontakte zu neuen Geschäftspartnern (Lieferanten etc.) knüpfen
  • auf Xing können Sie sich in den Gruppen als Experte Ihrer Branche profilieren. Gelingt das, können Sie auch über Xing Besucher für Ihre Website generieren. (Vorsicht: Im Gegensatz zu den anderen sozialen Netzwerken, sollten Sie Informationen nicht nur mit ein paar guten Sätzen „anteasen“, sondern direkt preisgeben.)

6. Foren: Foren sind Plattformen, wo sich Interessierte zu einem bestimmten Thema austauschen und Fragen stellen bzw. beantworten. Daher sollten Sie über die Google-Suche nach Foren zu Ihrer Branche Ausschau halten. Wenn Sie ein aktives Forum mit vielen Mitgliedern gefunden haben, haben Sie wahrscheinlich eine sehr gute Tür direkt zu Ihrer Zielgruppe entdeckt. Melden Sie sich im Forum an und beobachten Sie anfangs nur. Melden Sie sich auch lieber nicht als Firma an, sondern unter ihrem realen Namen. Sie sollten im Forum auch nicht als Unternehmen auftreten, das platt seine Werbebotschaften hinaus schreit. Achten Sie lieber auf passende Fragen für Ihr Spezialgebiet. Dann können Sie in der Form antworten, die in dem Forum üblich ist.

Verweisen Sie aber nicht sofort auf Ihre Website. Versuchen Sie sich, im Forum erst einen Namen zu machen. Wenn Sie einige Posts getätigt haben, können Sie einmal einen Link auf Ihre Website setzen. Aber tun Sie das nur, wenn es absolut passend ist (z. B.: weil Sie in einem Blogbeitrag genau Problem X besprochen haben) und der Link wirklich Mehrwert bietet. Wenn Sie dabei Gespür beweisen, haben Sie vielleicht neue, treue Seitenbesucher und Kunden gewonnen. Zudem bringt es im richtigen Forum auch etwas für die Suchmaschinenoptimierung. Aber dazu in einem eigenen Teil der Serie mehr…

Wie geht es weiter in der Online-Marketing-Serie?

Der nächste Teil der Serie beschäftigt sich mit einer Einführung in einen Teilaspekt des Suchmaschinenmarketings, der Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO). Vorgestellt werden Grundkenntnisse von Onsite- und Offsite-Optimierungsmaßnahmen.

Nützliche Links zum Beitrag

Tipps zur Conent-Erstellung

Online-Marketing-Basics #2: Gute Gründe, warum die Website Dreh- und Angelpunkt Ihrer Online-Marketing-Strategie sein sollte

Online-Marketing-Basics #1: Ein Überblick über die Werkzeuge des Online-Marketings

Buchtipp zum Social-Media-Marketing: „Follow me“ von Anne Grabs, Karim-Patrick Bannour

(dpe)

Kategorien
E-Business Essentials Freebies, Tools und Templates Social Media

Opinion Stage: Umfragen mit sozialer Komponente

Meinungsumfragen sind keine Erfindungen aus jüngster Vergangenheit. Aber, bevor Sie sich nun gähnend dem nächsten Beitrag zuwenden, geben Sie mir bitte die üblichen 20 Sekunden, Sie davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, dran zu bleiben. Denn Opinion Stage, der Dienst, den wir Ihnen heute vorstellen wollen, hat nichts mit den altbackenen, starren Umfragemöglichkeiten vergangener Tage zu tun. Vielmehr integriert Opinion Stage das soziale Element bis hin zur direkten Einbindung von Social Media. Die Erkenntnisse, die Sie auf diese Weise gewinnen können, sind unvergleichlich. 

Kategorien
(Kostenlose) Services Design Essentials UI/UX

uiFaces: Neuer Platzhalterdienst für Avatare in Design-Mockups

Platzhalterdienste stellten wir in der Vergangenheit schon einige vor. Der heutige Service mit dem sprechenden Namen uiFaces reiht sich dabei nicht ein, denn er nimmt sich eines ziemlich speziellen, aber an Bedeutung in Zeiten von Social Media steigenden Themas an. Er bietet Avatare als Platzhalter für den Einbau in Design-Mockups an, in denen eben solche Avatare erforderlich sind. Dabei kann uiFaces flexibel angepasst werden.

uifaces-start

uiFaces: Von 10 bis 120 Pixel und von kantig bis rund

Caleb Ogden, Freelancer aus Silicon Valley, steckte nach eigenen Angaben neben der Idee nur etwas mehr als einen halben Tag Arbeit in die initiale Ausgabe des Dienstes uiFaces. Aber wie stets, sind es die einfachen Ideen, die am schwierigsten zu finden sind. Insofern darf man uiFaces nicht rein nach dem Aufwand seiner Erstellung beurteilen.

uiFaces besteht aus einer einzelnen Seite. Links sind manuell von Ogden ausgewählte Twitter-Avatare zu sehen, rechts befinden sich die Regler für die Anpassung der Optik selbiger. Wer übrigens glaubt, sein Avatar müsse unbedingt Ogdens App bereichern, kann den Entwickler per Tweet darauf hinweisen. Ich nehme an, dass umgekehrt auch Personen, die sich in der Übersicht nicht finden lassen wollen, dies ebenfalls auf friedlichem Wege werden durchsetzen können.

Per Schieberegler können die Avatare in Schritten von einem Pixel von 10 bis rauf zu 120 Pixeln skaliert werden. Der Abstand zwischen den Avataren kann ebenso von 0 bis 100 Pixeln eingestellt werden. Zudem ist es möglich, die User-Bildchen hinsichtlich ihrer Form anzupassen. Wiederum in Schritten von einem Pixel lassen sich die Bilder von komplett eckig bis rund verformen. Und das ist es auch schon gewesen, was uiFaces an Funktionsumfang anbietet.

uifaces-controls
Die übersichtlichen Anpassungs-Slider von uiFaces

Ist die Avatarübersicht so hinkonfiguriert, wie sie für das eigene Projekt benötigt wird, kann sie mittels eines herkömmlichen Screenshots als Grafik übernommen werden. Nutzern mit einem Mac bietet Ogden zwei Fadenkreuze oberhalb der Übersicht an. Diese entsprechen optisch exakt dem Fadenkreuz, das auf dem Bildschirm angezeigt wird, wenn man auf dem Mac mit Bordmitteln (Cmd + Shift + 4) einen Screenshot initiiert.

Alles in allem ist uiFaces ein kleines, aber sehr nützliches Tool, das in der Bookmarksammlung von Interface-Designern sicherlich einen Stammplatz erhalten wird. uiFaces ist einen knappen Monat alt und kann kostenlos verwendet werden.

Links zum Beitrag:

Kategorien
Bilder & Vektorgrafiken bearbeiten Design E-Business Social Media Sonstige Programme

Social Media Image Maker: Bildbearbeitung für soziale Netzwerker

Facebook, Twitter, Google+, dazu noch Pinterest, Tumblr, Xing oder LinkedIn und was weiß ich, wo Sie sich noch alles angemeldet haben und rumnetzwerken. All diese Dienste wollen, wenn man sie schon meint im Dutzend nutzen zu müssen, mit ordentlichen Profilen der eigenen Person ausgestattet werden. Dazu gehört in erster Linie vernünftiges Bildmaterial. Natürlich schreibt jedes soziale Netzwerk andere Bildgrößen vor. Häufige Änderungen dieser Spezifikationen, besonders gern bei Facebook und Google+, führen zu weiterer Verwirrung. Der Social Media Image Maker will Abhilfe schaffen.

socialmediaimagemaker
Social Media Image Maker: Homepage

Social Media Profile: Viele Köche und eine Menge Brei

Mal Hand auf’s Herz. Kennen Sie die aktuelle Größe für das große Profilbild auf der Chronik-Übersicht von Facebook? Nein? Ich auch nicht und ich will mir das auch gar nicht merken. Google+ hat vor einigen Tagen neue Größen ausgerufen, bei anderen Diensten sieht es ebenso aus.

Nun könnte man sich natürlich alle relevanten Größen irgendwo notieren und im Bedarfsfalle rauskramen. Bliebe noch das Problem, dass es eines tauglichen Grafikprogramms bedürfte, um die schieren Abmessungen auch mit brauchbarem Inhalt zu füllen. Da könnte man, so man es denn hat oder zu kaufen bereit ist, Photoshop oder als alter Pfennigfuchser meinetwegen auch Gimp verwenden.

Oder, man tut weder das eine, noch das andere und wendet sich den neuen Online-Service der Pariser Design-Agentur Autre Planéte zu. Dieser trägt den überaus sprechenden Namen Social Media Image Maker, der exakt beschreibt, was der Dienst leistet.

Social Media Image Maker bereitet Bilder für soziale Medien auf

Der Social Media Image Maker aus der französischen Hauptstadt kennt sämtliche Bildspezifikationen der Netzdienste Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Flickr, Vimeo, Pinterest, Skype, Tumblr, Linkedin, Gravatar, Xing, Viadeo, Slideshares, Foursquare und About.me. Da dürfte das Herz herkömmlicher Sozialnetzwerker beim Lesen mehrfach gehüpft sein.

smim-facebook-skizze
Beispiel Facebook: Welches Bild, wo, mit welcher Auflösung?

Das wäre nun an sich schon ganz nützlich. Immerhin könnte man so stets Zugriff auf die neuesten Auflösungsvorgaben nehmen, um sich dann seinem Photoshop zuzuwenden. Der Social Media Image Maker beschränkt sich jedoch nicht auf den informativen Teil, sondern liefert Werkzeuge mit, die es Ihnen erlauben, das Bildmaterial für die unterschiedlichen Dienste auch gleich an Ort und Stelle zu bearbeiten.

Unterhalb einer jeden Skizze mit Auflösungswerten findet sich das unscheinbare Knöpfchen Create >. Dahinter versteckt sich eine hinreichend umfangreiche Bildbearbeitung. Ich mache den Selbsttest.

Ein neuer Facebook-Chronik-Header muss her

Das Profilbild meines Facebook-Accounts zeigt einen schicken Sonnenuntergang, der allerdings während meines Urlaubs auf Ibiza entstand. Und der ist nun schon fast zwei Jahre her. Urlaubsbilder finde ich ja immer schick auf privaten Profilen. Das hat was positives, Sonne, blauer Himmel. Ich könnt schon wieder…. Der letzte Urlaub führte mich an die Costa Blanca und so entschließe ich mich, eines der dort entstandenen Bilder als neuen Profilheader zu verwenden.

Ich klicke also auf Create > und finde einen leeren Canvas vor, der oben mit folgender Werkzeugleiste ausgestattet ist, die aber zu diesem Zeitpunkt noch abgeblendet erscheint:

smim-toolbar
Werkzeugleiste am oberen Rand des Browserfensters

Dezent werde ich aufgefordert, entweder ein Bild per Drag & Drop auf die Leinwand zu werfen oder per Add Your File und Zugriff auf das Dateisystem auszuwählen. Ich entscheide mich für ein sonniges Bild aus meinem Garten auf Zeit. Unmittelbar nach dem Upload sieht die Leinwand so aus:

smim-facebook-profil
Social Media Image Maker: Die Abmessungen werden direkt gesetzt

Der Social Media Image Maker hat das Bild direkt so angepasst, dass es von der Breite her in das Facebook-Format passt. Den Bildausschnitt kann ich nun mit der Maus in der Höhe noch verschieben oder entsprechend unter Verwendung der angezeigten Eckpunkte auch komplett verändern. Zusätzlich könnte ich das Bild rotieren oder vertikal oder horizontal spiegeln. Ich entscheide mich lediglich für eine Verschiebung des Bildausschnitts weiter nach unten und klicke auf Apply.

Im zweiten Bearbeitungsschritt, der mit dem dritten frei kombinierbar ist, bietet der Social Media Image Maker die Verwendung einer ganzen Reihe von Filtern an, die Instagram-Freunden die Freudentränen in die Augen treiben werden. Dabei sind die Effekte durchweg nicht nur schnell appliziert, sondern auch von ordentlicher Qualität und Varianz.

smim-editor-step-2
Instagram lässt grüßen. Filtereffekte en masse

Ich entscheide mich dafür, das Bild so zu lassen, wie es geschossen wurde und klicke auf das dritte Symbol der Werkzeugleiste. An dieser Stelle geht es nicht mehr um benannte Effekte, sondern um die Anwendung grundlegender Filter für das Schärfen oder Verwischen der Kontraste, die Verwendung von Rauschen oder die Herausnahme der Sättigung. Auch hier zeigt sich die App schnell und beeindruckend hinsichtlich der zu erzielenden Ergebnisse. Filter können kombiniert und/oder mehrfach hintereinander angewendet werden.

smim-editor-step-3
Schärfen, verwischen, Farbwerte ändern: alles möglich

Das letzte, wie das vorletzte Symbol der Werkzeugleiste kümmern sich um den Download der erzeugten Werke. Während man unter Verwendung des Zahnrad-Symbols festlegt, unter welchem Namen und in welchem Format (PNG/JPG/Auto) die Datei bereitgestellt werden soll, initiiert der blaue Pfeil, der aus dem gekippten Rechteck zeigt ;-) , den Download der Kreation.

Mein neuer Facebook-Header liegt damit auf meiner lokalen Festplatte und wartet auf den Einbau beim blauen Riesen aus Palo Alto. Ich hatte die Exporteinstellung auf Auto gelassen. Das Tool entschied sich korrekterweise für JPG und optimierte ordentlich auf 29kb herunter. Der Social Media Image Maker speichert übrigens die Dateien nicht. Weg ist demnach weg und bedeutet, dass man von vorn beginnen muss, was man übrigens jederzeit kann.

Mein Fazit: Der Social Media Image Maker macht Spaß, liefert schnell Ergebnisse und verfügt über Effekte und Filter, die für den angedachten Zweck professionell genug sind. Wer also in einem Rutsch seine Social Media Präsenz renovieren oder wenigstens homogenisieren will, sollte das Tool auf jeden Fall mal ausprobieren. Wann, wenn nicht am Wochenende?

Links zum Beitrag

Kategorien
(Kostenlose) Services Essentials

Pinstamatic bohrt Pinterest auf: Teilt neben Bildern Websites, Texte und Orte

Das soziale Netzwerk Pinterest beschränkt sich bekanntlich auf das Teilen von visuellen Medien, allen voran Bilder, was letztlich den Erfolg dieses Netzwerkes ausmacht. Aber nicht immer lässt sich alles in Bildern ausdrücken. Hier hilft der Dienst Pinstamatic weiter, der unter anderem das Teilen von Texten, Websites und Orten auf Pinterest ermöglicht.

pinstamatic1
Pinstamatic

Pinstamatic: Dienst erstellt Bilder für unterschiedliche Inhalte

Die Nutzung von Pinstamatic ist einfach: Zunächst wählt man die Art des Inhaltes, den man auf Pinterest teilen möchte. Je nach Inhaltsart erhält man eine Maske mit unterschiedlichen Eingabe- und Auswahlfeldern. Beim Teilen einer Website muss nur die Adresse eingegeben werden. Pinstamatic generiert daraus einen Screenshot der Seite, welcher auf der eigenen Pinterest-Pinnwand veröffentlicht werden kann.

Auch das Teilen von Texten ist möglich. Der Dienst stellt unterschiedliche Designs für das Aussehen des Textes zur Verfügung. Die Designs unterscheiden sich in Hintergrund, Schriftart und Farbe. Alternativ gibt es die Möglichkeit, einen Text als klassische Haftnotiz darzustellen.

pinstamatic2
Ort als Kartenausschnitt

Pinstamatic teilt auch Landkarten, Musik und Tweets

Pinstamatic kombiniert zudem weitere Webdienste mit Pinterest. So können Orte per OpenStreetMap als Kartenausschnitt mit angedeuteter Falz nebst angeheftetem Zettel mit Ortsnamen ausgegeben werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Cover von Musikalben per Spotify und Tweets eines beliebigen Twitter-Accounts in grafischer Form auszugeben.

pinstamatic3
Tweet aus einem Twitter-Account

Die erstellten Bilder können sich allesamt sehen lassen. Die Bedienung des Dienstes ist sehr einfach. Vor allem die Kombination mit anderen Webdiensten macht Pinstamatic zu einer schönen Spielerei. Selbst wer einfach nur ein Foto teilen möchte, wird bei Pinstamatic fündig. Der Dienst ermöglicht die Auswahl von Fotos aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken oder Webdiensten wie Google Drive und Dropbox und gibt sie nach Wunsch mit einer Bildüberschrift aus.

Fazit: Auch wer bislang nichts mit Pinterest am Hut hatte, kann durchaus Freude an Pinstamatic finden. Die Aufmachung der Seite und die Funktionen sind gut und das Ganze macht auch noch Spaß.

(dpe)

Kategorien
E-Business Social Media

Social Media Paradies: Twitter wesentlich effektiver nutzen mit Twtrland

Twtrland entstand am Strand. Beteiligt war ein Stück Papier und ein Stift, sowie eine nicht quantifizierte Menge Kaffee. Drei Brüder aus Israel stecken hinter dem Service, der ursprünglich erdacht wurde, um bei der Entscheidung behilflich zu sein, wem man nun auf Twitter folgen sollte und wem eben nicht. Auch heute noch ist diese Zweckbestimmung der wesentliche Nutzen, den man von Twtrland erwarten darf.

Twtrland bietet Informationen, die Twitter selber nicht bereit stellt

Seit einem guten Jahr existiert Twtrland bereits, konnte sich aber nie so recht eines Bekanntheitsgrades erfreuen, der dem Wert des Produkts gerecht werden würde. Das Jahr nutzten die Betreiber, um die optische Präsentation und die Informationstiefe so stark zu verbessern, dass ich heute so weit gehe, zu behaupten, dass Twitrland für die ernsthafte Twitternutzung unabdingbar ist. Sicherlich, man kann auch ohne den Dienst, aber mit ist es leichter und effektiver.

Stellen wir uns vor, wir wären eine Marke, eine neue noch dazu und würden eine Social Media Strategie entwickeln. Twitter käme garantiert darin vor. Nun wollen wir möglichst schnell eine möglichst große Reichweite aufbauen. Wem sollten wir dann bevorzugt folgen? Das hängt von der Zielgruppe ab. Richten wir unser Produkt an Frauen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Region?

Dann wäre es sinnvoll, relativ punktgenau Twitterern aus der Zielgruppe zu folgen. Dabei sollte es sich möglichst noch um solche handeln, die selber viele Follower, möglichst wieder aus der Zielgruppe haben und eine hohe Kommunikationsdichte erreichen, also viel twittern. Noch interessanter wäre es, wenn man gezielt solche Personen verfolgte, die bekannt dafür sind, sehr viel zu retweeten. So steigt die Chance, dass die eigenen Botschaften auch verteilt werden.

Gibt es nicht, denken Sie jetzt vielleicht. Wenn Sie in Richtung Twitter selbst schauen, haben Sie vollkommen Recht. Twtrland jedoch leistet genau das und noch ein bisschen mehr.

Viele Informationen können seitens des Dienstes natürlich nur algorithmisch unter bestimmten Annahmen ermittelt werden. Darunter fällt vor allem die Alterseinstufung der Twitternutzer. Insgesamt ist der Algorithmus bei allen Einstufungen beteiligt. Immerhin ist schon bei etlichen Twitter-Accounts die Frage, ob ein Mann oder eine Frau dahinter steckt, nicht einfach zu beantworten und die Ortsangaben, die Twitterer sich selbst ins Profil schreiben, stimmen bekanntlich auch nicht immer, so sie es denn überhaupt tun.

Laut Twitrland handelt es sich um selbstlernende Filter, die für die demografische und geografische Eingruppierung verwendet werden. In meinem kleinen Test am heutigen Morgen, durchgeführt an Accounts mir persönlich bekannter Twitterer, konnte ich verifizieren, dass die Filter tatsächlich in der Regel stimmige Ergebnisse auswerfen.

Natürlich ist der Service nicht perfekt, bedingt durch Limitierungen der Twitter API werden auch stets nur eine begrenzte Zahl von ungefähr 1.500 Tweets der untersuchten Profile in die Analyse einbezogen. Denoch ist es beeindruckend, um wieviel einfacher Twtrland die Suche nach – aus Marketingsicht – lohnenswerten Twitterprofilen macht.

Twtrland hilft, das eigene Profil besser kennen zu lernen

Auch bezogen auf das eigene Profil lassen sich wertvolle Informationen aggregieren, die man zwar teilweise theoretisch als Accountinhaber selber ermitteln könnte, auf Twtrland jedoch wesentlich übersichtlicher und tiefergehend ablesen kann.

Was ich nicht ohne weiteres hätte feststellen können:

  • Dr. Webs 5.877 Follower sind zu 74% Männer und zu 74% aus Deutschland.
  • 19 % der Follower sind Twitter-Neulinge, 75% regelmäßige, dabei durchschnittlich aktive Nutzer, bei 5% handelt es sich um sogenannte Power-User
  • Von 100 Dr. Web Tweets werden 68 retweetet

Bezogen auf die Demografie und regionale Verteilung der Follower kann ich jetzt noch tiefer einsteigen. So erfahre ich:

  • Die 74% der männlichen Nutzer entsprechen nicht den 74% der Nutzer aus Deutschland. Der Anteil deutscher Männer liegt bei 68%.
  • Die deutschen Follower kommen zu 30% aus NRW, zu 25% aus Bayern und zu 18% aus Baden-Württemberg. Die restlichen Bundesländer sind höchstens einstellig vertreten.
  • 35% der deutschen Follower sind zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Das sind mal Insights, oder nicht? Marketeers bekommen feuchte Hände angesichts dieser Informationsfülle.

Ergänzt wird das Portfolio um Basisdaten, etwa die Zahl der durchschnittlichen Tweets pro Tag, sowie eine Auflistung der erfolgreichsten Tweets des Profils.

Links zum Beitrag: