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Social Media Paradies: Twitter wesentlich effektiver nutzen mit Twtrland

Twtrland entstand am Strand. Beteiligt war ein Stück Papier und ein Stift, sowie eine nicht quantifizierte Menge Kaffee. Drei Brüder aus Israel stecken hinter dem Service, der ursprünglich erdacht wurde, um bei der Entscheidung behilflich zu sein, wem man nun auf Twitter folgen sollte und wem eben nicht. Auch heute noch ist diese Zweckbestimmung der wesentliche Nutzen, den man von Twtrland erwarten darf.

Twtrland bietet Informationen, die Twitter selber nicht bereit stellt

Seit einem guten Jahr existiert Twtrland bereits, konnte sich aber nie so recht eines Bekanntheitsgrades erfreuen, der dem Wert des Produkts gerecht werden würde. Das Jahr nutzten die Betreiber, um die optische Präsentation und die Informationstiefe so stark zu verbessern, dass ich heute so weit gehe, zu behaupten, dass Twitrland für die ernsthafte Twitternutzung unabdingbar ist. Sicherlich, man kann auch ohne den Dienst, aber mit ist es leichter und effektiver.

Stellen wir uns vor, wir wären eine Marke, eine neue noch dazu und würden eine Social Media Strategie entwickeln. Twitter käme garantiert darin vor. Nun wollen wir möglichst schnell eine möglichst große Reichweite aufbauen. Wem sollten wir dann bevorzugt folgen? Das hängt von der Zielgruppe ab. Richten wir unser Produkt an Frauen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Region?

Dann wäre es sinnvoll, relativ punktgenau Twitterern aus der Zielgruppe zu folgen. Dabei sollte es sich möglichst noch um solche handeln, die selber viele Follower, möglichst wieder aus der Zielgruppe haben und eine hohe Kommunikationsdichte erreichen, also viel twittern. Noch interessanter wäre es, wenn man gezielt solche Personen verfolgte, die bekannt dafür sind, sehr viel zu retweeten. So steigt die Chance, dass die eigenen Botschaften auch verteilt werden.

Gibt es nicht, denken Sie jetzt vielleicht. Wenn Sie in Richtung Twitter selbst schauen, haben Sie vollkommen Recht. Twtrland jedoch leistet genau das und noch ein bisschen mehr.

Viele Informationen können seitens des Dienstes natürlich nur algorithmisch unter bestimmten Annahmen ermittelt werden. Darunter fällt vor allem die Alterseinstufung der Twitternutzer. Insgesamt ist der Algorithmus bei allen Einstufungen beteiligt. Immerhin ist schon bei etlichen Twitter-Accounts die Frage, ob ein Mann oder eine Frau dahinter steckt, nicht einfach zu beantworten und die Ortsangaben, die Twitterer sich selbst ins Profil schreiben, stimmen bekanntlich auch nicht immer, so sie es denn überhaupt tun.

Laut Twitrland handelt es sich um selbstlernende Filter, die für die demografische und geografische Eingruppierung verwendet werden. In meinem kleinen Test am heutigen Morgen, durchgeführt an Accounts mir persönlich bekannter Twitterer, konnte ich verifizieren, dass die Filter tatsächlich in der Regel stimmige Ergebnisse auswerfen.

Natürlich ist der Service nicht perfekt, bedingt durch Limitierungen der Twitter API werden auch stets nur eine begrenzte Zahl von ungefähr 1.500 Tweets der untersuchten Profile in die Analyse einbezogen. Denoch ist es beeindruckend, um wieviel einfacher Twtrland die Suche nach – aus Marketingsicht – lohnenswerten Twitterprofilen macht.

Twtrland hilft, das eigene Profil besser kennen zu lernen

Auch bezogen auf das eigene Profil lassen sich wertvolle Informationen aggregieren, die man zwar teilweise theoretisch als Accountinhaber selber ermitteln könnte, auf Twtrland jedoch wesentlich übersichtlicher und tiefergehend ablesen kann.

Was ich nicht ohne weiteres hätte feststellen können:

  • Dr. Webs 5.877 Follower sind zu 74% Männer und zu 74% aus Deutschland.
  • 19 % der Follower sind Twitter-Neulinge, 75% regelmäßige, dabei durchschnittlich aktive Nutzer, bei 5% handelt es sich um sogenannte Power-User
  • Von 100 Dr. Web Tweets werden 68 retweetet

Bezogen auf die Demografie und regionale Verteilung der Follower kann ich jetzt noch tiefer einsteigen. So erfahre ich:

  • Die 74% der männlichen Nutzer entsprechen nicht den 74% der Nutzer aus Deutschland. Der Anteil deutscher Männer liegt bei 68%.
  • Die deutschen Follower kommen zu 30% aus NRW, zu 25% aus Bayern und zu 18% aus Baden-Württemberg. Die restlichen Bundesländer sind höchstens einstellig vertreten.
  • 35% der deutschen Follower sind zwischen 20 und 40 Jahre alt.

Das sind mal Insights, oder nicht? Marketeers bekommen feuchte Hände angesichts dieser Informationsfülle.

Ergänzt wird das Portfolio um Basisdaten, etwa die Zahl der durchschnittlichen Tweets pro Tag, sowie eine Auflistung der erfolgreichsten Tweets des Profils.

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