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Typo3: Der CMS-Riese

Typo3 gehört zu den wohl umfangreichsten und mächtigsten Content Management Systemen und ist dennoch vollkommen kostenlos. Wer sich durch Installation und Einrichtung gekämpft hat, erhält zahlreiche praktische Funktionen wie das automatische Erzeugen von Grafiken…

Typo3 gehört zu den wohl umfangreichsten und mächtigsten Content Management Systemen und ist dennoch vollkommen kostenlos. Wer sich durch Installation und Einrichtung gekämpft hat, erhält zahlreiche praktische Funktionen wie das automatische Erzeugen von Grafiken und Menübuttons oder das Cachen von Datenbank-Inhalten, um Prozessorlast zu sparen.

Typo3 ist nämlich richtig hungrig. So wird ein Server mit mindestens 1 GHz Prozessor und 512MB RAM empfohlen. Die verschiedenen Server-Erweiterungen ImageMagick, Freetype und GDLib müssen in der Regel ebenfalls installiert werden, da sie nur selten gleich zu Beginn auf dem Webserver vorhanden sind.

Hierfür braucht es dann schon einen eigenen Webserver mit Root-Rechten, wenn der Webhoster keine Software-Installationen anbietet. Zahlreiche Dienstleister haben sich aber bereits auf Typo3 spezialisiert und bieten entsprechend vorbereitete Server an oder nehmen die Installation vor.

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Backend: Hier kommt neuer Text hin

Das System ist in die Bereiche „Frontend“ und „Backend“ aufgeteilt. Im Backend können Sie den Text editieren, Bilder und Formatierungen hinzufügen oder wieder löschen und das Menü bearbeiten. Im Menü lassen sich neue Punkte erstellen oder vorhandene Löschen sowie einzelne Rubriken verschieben.

Dabei haben Sie die Wahl, ob Typo3 Text-Buttons oder Bilder, auch mit Schrift, erzeugen soll. Auch andere Bilder und Fotos lassen sich bequem einpflegen und von Typo3 in der Größe anpassen. Die Skalierung erfolgt dabei in der wirklichen Datei, nicht nur über die HTML-Attribute width und height. Das CMS nutzt den WYSIWIG-Editor des Internet Explorers, der zwar leicht verständlich ist, aber nicht gerade den saubersten Quellcode liefert. Über Umwege lässt sich das ausgleichen, indem man den Code über ein Modul übersetzen und bereinigen lässt.

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Praktisches Menü: Link einfügen leicht gemacht

Das Frontend ist der Anzeigebereich, den jeder Besucher der Webseite sehen kann, die eigentliche, fertige Webseite also. Alle Änderungen im Backend werden später hier sichtbar. Bei großen Seiten mit vielen Besuchern sieht man aber, dass trotz des Zwischenspeicherns von Datenbank-Inhalten, Typo3 Server ein wenig behäbig mit der Darstellung von Webseiten sind.

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Frontend: So sieht man eine Seite

Mit mehreren Redakteuren hat das System keine Probleme. Pro Benutzer lassen sich verschiedene Rechte zum Editieren und Schreiben vergeben, auf Wunsch kann ein Administrator die Inhalte erst nach einer Moderation veröffentlichen.

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Sicherheit: Nicht jeder darf ändern

Die generierten URLs sind zunächst einmal dynamisch und mit vielen PHP-Variablen gespickt. Über das Rewrite-Modul des Apache-Servers lassen sie sich aber suchmaschinenfreundlich gestalten, was den Besucherzahlen zu gute kommt. Praktisch ist die gleich eingebaut Suchfunktion, die später alle Inhalte der Typo3-Webseite durchsuchen kann. Hier muss dann nicht noch eine extra Software installiert werden, die vielleicht nicht immer ganz optimal mit dem CMS zusammen arbeiten könnte.

Typo 3 ist ein großes und mächtiges Content Management System, das vor Funktionen fast überquillt und durch zahlreiche Module noch erweitert werden kann. Open Source spart Anschaffungskosten und sorgt für eine stete Weiterentwicklung. 36000 Installationen soll es schon geben. Dennoch taugt das System nicht für jeden.

Typo3 ist von Programmierern für Programmierer entwickelt, eine schnelle, einfach Installation und Benutzung ist vor Lektüre verschiedener HTML- oder PDF-Handbücher, die oft über 100 Seiten füllen, kaum möglich. Läuft es aber einmal, ist es an Funktionen und Möglichkeiten kaum zu übertreffen.

Von Nicolas Rotermund

Nicolas war Mitarbeiter im Dr. Web Team in unserer Ahrensburger und frühen Lübecker Zeit.

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