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Versteckten Text sicher nutzen

Versteckter Text in der Farbe des Hintergrunds gilt als Steinzeit-Methode der Suchmaschinenoptimierung. Schade, denn damit können bildlastige Seiten mehr für Spider tun, ohne den Leser durch doppelte Inhalte zu verwirren. Mit etwas Feingefühl lässt sich ein…

Versteckter Text in der Farbe des Hintergrunds gilt als Steinzeit-Methode der Suchmaschinenoptimierung. Schade, denn damit können bildlastige Seiten mehr für Spider tun, ohne den Leser durch doppelte Inhalte zu verwirren. Mit etwas Feingefühl lässt sich ein Text dennoch passabel verstecken.

Zunächst eine Warnung: Das Benutzen von unsichtbarem Text, der die gleiche Farbe wie der Hintergrund hat, ist von Suchmaschinen nicht gut gelitten. In den Googles Richtlinien für Webmaster heißt es deutlich: „Versuchen Sie nicht, Ihre Benutzer zu täuschen, und bieten Sie Suchmaschinen keine Inhalte an, die Sie nicht auch für die Benutzer verwenden„.

Enthält Ihre Seite aber mehr Bilder oder Flash-Animationen als reinen Text, kann die Praxis helfen, trotzdem wichtige Schlüsselwörter für Suchmaschinen lesbar unterzubringen. Sparsam dosiert haben auch „strenge“ Suchmaschinen kein Problem.

Eine vorsichtige Verwendung von verstecktem Text lässt sich von Suchmaschinen kaum entdecken, im Gegensatz zu versteckten oder ausgeblendeten DIV-Containern. Allerdings kann der Text trotzdem gelesen werden, sobald er vom Besucher durch Zufall markiert wird. Ein solcher Besucher könnte Ihre Website bei Google melden.

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Ein zu großer Farb-Unterschied

Ein Text in gleicher Farbe wird allerdings sofort erkannt und nicht berücksichtigt. Das menschliche Auge lässt sich leichter täuschen, so dass mit leicht abgewandelten Farb-Werten ein Text immer noch nicht zu entdecken ist. Den Hexadezimalwert für die Farbe aber nur an einer Stelle abzuwandeln, ist nicht sicher genug. Um den richtigen Farbwert zu finden, hilft zum Beispiel Photoshop. Im Farbwähler wird unten die ursprüngliche Farbe angezeigt, das Feld darüber zeigt die aktuell gewählte Farbe an. Das unterste Textfeld zeigt den hexadezimalen Wert der aktuellen Farbe (oberes Feld) an.

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Fast die gleiche Farbe bei anderem Wert

Mit etwas Geschick lassen sich Farben auswählen, die zwar einen deutlich anderen Farbwert haben, aber der Ursprungsfarbe zum Verwechseln ähnlich sehen. Wie im Beispiel gezeigt, können diese beträchtlich vom dem Originalwert abweichen, ohne dass das Auge einen Unterschied erkennt.

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Drei fast gleiche Farben mit verschiedenen Farbcodes

So formatierter Text fällt dem Leser auf dem Hintergrund nicht mehr auf, die Suchmaschine erkennt ihn aber nicht als versteckt. Um ganz sicher zu gehen, kann statt einer Hintergrundfarbe eine Farbfläche als Bild gewählt werden, von der sich der Text ebenso unsichtbar abhebt.

Zu bedenken ist, dass verschiedene Monitore Farben unterschiedlich wiedergeben. Hier gilt es aufzupassen und zu testen.

Von Nicolas Rotermund

Nicolas war Mitarbeiter im Dr. Web Team in unserer Ahrensburger und frühen Lübecker Zeit.

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