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Natives Lazy-Loading kommt in Chrome

Ab der Version 75 wird Chrome das sogenannte “Lazy-Loading” nativ unterstützen. Das kündigt Addy Osmani, einer der führenden Entwickler hinter dem Browser in seinem Blog an. Aktuell ist allerdings noch die Version 73.

Damit wird Chrome voraussichtlich ab Juni 2019 das nachrangige Laden von Bildern und iFrames unterstützen, die einen bestimmten HTML-Tag zugeordnet bekommen haben, nämlich:

<img src="mein-suesser-spatzfratz.jpg" loading="lazy" alt="..." />

Dabei zeigt loading="lazy" dem Browser an, dass dieses Bild nachrangig geladen werden kann. Es lohnt sich also, fortan diesen Wert für alle Bilder auf einer Seite hinzuzufügen.

Es wird sich sicher auch eine Entwicklerin finden, welche dafür eine WordPress-Plugin erstellt, so dass dieser Vorgang rückwirkend und für alle bereits bestehenden Bilder per einmaligem Knopfdruck vorgenommen werden kann. Sobald wir da fündig werden, werden wir den Namen dieses Plugins nachliefern. Falls ihr schon fündig geworden sein solltet, könnt ihr das auch gerne in den Kommentaren bekunden!

Dasselbe Prinzip des loading="lazy" wird auch für die iFrames dieser Welt gelten, sodass die HTML-Tags wie folgt aussehen sollten:

<iframe src="https://www.youtube.com/embed/einhuebschesvideo" loading="lazy"></iframe>

Nun, wozu das Ganze eigentlich?

Eine Vielzahl von Webseiten enthalten oft eine hohe Anzahl von Bildern, welche oftmals noch nicht einmal für die Darstellung am Bildschirm optimiert sind. Das führt dazu, dass alle Bilder zusammengenommen meist mehr Ladevolumen und -zeit beanspruchen als die eigentlichen textbasierten Inhalte. Wir schrieben unter anderem diesen Beitrag dazu.

Die Crux des Ganzen ist dabei, dass viele dieser Bilder sich nicht im sichtbaren Bereich des Bildschirms befinden, sondern oft erst im weiteren Bildlauf zu sehen sind, sobald man also nach unten scrollt.

Von daher müssten diese zunächst nicht sichtbaren Bilder anfangs gar nicht erst geladen werden, solange sie nicht zu sehen sind. Die Bilder zu laden, kurz bevor sie in den sichtbaren Bildschirmbereich kommen, würde völlig genügen.

Diese Problem soll nun mit der Einführung des Tags und Attributs loading="lazy" behoben werden.

Bisher ist es gängige Praxis, extra ein JavaScript zu laden, nur um die Auswirkungen von Offscreen-Bildern auf die Seitenladezeiten zu begrenzen, und um den Abruf dieser Bilder solange zu verzögern, bis die Nutzer in die Nähe der zu ladenden Bilder kommen.

Addy Osmani zeigt in seiner Ankündigung sehr gut auf, welchen Effekt die Benutzung des Lazy-Loadings auf die Seitenladezeit haben kann.

Eine Visualisierung von der Ladezeit einer Seite mit 211 Bildern.
Eine Visualisierung von der Ladezeit einer Seite mit 211 Bildern. Die Lazy-Loading-Version lädt nur 250 KB beim initialen Ladevorgang. Andere Bilder werden erst dann abgerufen, wenn die Benutzer weiter nach unten scrollen.

Folglich kann das nativ-verzögerte Laden dazu beitragen, dass alle Inhalte, welche sich oben im sichtbaren Bereich befinden, deutlich schneller angezeigt werden. Sowohl die Gesamtladezeit als auch das Ladevolumen einer Website werden dadurch erheblich reduziert.

Damit die Bilder (und Videos) aber nicht erst geladen werden, wenn sie sich bereits im sichtbaren Bereich befinden, eine Sache die eher als störend empfunden wird, werden die mit dem loading="lazy" Tag versehenen Bilder bereits im Hintergrund geladen, bevor sie in den sichtbaren Bereich kommen. Somit bleibt der Gesamteindruck einer Seite auch in dieser Hinsicht ungetrübt.

Welche Bild-Tags werden unterstützt?

Für Entwickler ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur die ordinären <img> und <iframe> Tags unterstützt werden, sondern auch die responsiven Bildformate à la <srcset> und <picture>.

Zum Abschluss noch eine Liste mit Beispielen:

<!-- Hier das Standard-Schnipsel, welches das Bild erst dann lädt, wenn die Nutzer in die Nähe des Bildes scrollen: -->

<img src="mein-suesser-spatzfratz.jpg" loading="lazy" alt="Eine süße Katz hat eine süße Fratz und zeigt dem Spatz ihre Tatz"/>

<!-- Hier das responsive <picture> Bildformat, dass meist nur von versierten Entwicklern eingesetzt wird. Der <img> im Beispiel wird dabei nur für ältere Browser, die mit den neuen responsiven Bildformaten nichts anfangen können, beibehalten. -->
<picture>
  <source media="(min-width: 40em)" srcset="ein-grosses-bild.jpg 1x, ein-grosses-bild-in-hd.jpg 2x">
  <source srcset="ein-kleines-bild.jpg 1x, ein-kleines-bild-in-hd.jpg 2x">
  <img src="das-bild-für-alte-browser.jpg" loading="lazy">
</picture>

<!-- Hier das Beispiel mit dem srcset Format, bei welchem nur die Bildgröße spezifiziert wird -->
<img src="small.jpg"
     srcset="ein-grosses-bild.jpg 1024w, ein-mittelgrosses-bild.jpg 640w, ein-kleines-bild.jpg 320w"
     sizes="(min-width: 36em) 33.3vw, 100vw"
     alt="Mein süsser Spatzfratz" loading="lazy">

<!-- Hier ein Beispiel für ein iFrame. Das kann z.B. eine Karte von Google Maps oder ein eingebettetes Video sein -->
<iframe src="video-player.html" loading="lazy"></iframe>

Zu guter Letzt sei noch gesagt, dass Browser, die den loading="lazy" Tag nicht unterstützen, diesen einfach ignorieren. Das ist das Schöne an HTML: Nicht unterstützte Attribute werden einfach ignoriert und tun keinem weh.

Probieren geht über Studieren

Wer das neue Feature schon heute probieren möchte, kann dies tun, indem er/sie chrome://flags in die URL-Leiste eingibt, und dann “Enable lazy frame loading” sowie “Enable lazy image loading” aktiviert. Danach gilt es noch, den Chrome-Browser neu zu starten und los geht es.

Als weiterführenden Artikel und für mehr Details dazu, wie die Implementierung im Detail erfolgt, lohnt es sich, Addy Osmanis Beitrag zu lesen.

Beitragsbild: Depositphotos

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Ein Home Office hat viele Vorteile. Du kannst dir deine Arbeit frei einteilen, sparst lästige Anfahrtswege, bist näher bei deiner Familie und vieles mehr. Die möglichen Nachteile sind aber ebenso wenig von der Hand zu weisen. Da stehen stetige Unterbrechungen durch besagte Freunde und Familie, planlose Verzettelung, potenzielle Vereinsamung und einiges mehr zu Buche. Wie du dennoch erfolgreich im Heimbüro arbeitest, zeigen dir die folgenden Praxistipps.

1. Schaffe dir einen „echten” Arbeitsplatz

Du brauchst einen separaten Arbeitsplatz, der deutlich getrennt vom Rest der Wohnung und deren Bewohnern ist. Ideal ist natürlich ein eigener Raum, in dem du in Ruhe arbeiten kannst, mit einem eigenen Telefonanschluss, Computer und so weiter. Sollte das nicht möglich sein und du dich zum Beispiel mit einer Ecke im Schlafzimmer begnügen müsstest, dann mache zumindest allen klar, dass diese Ecke tabu und nur für dich und deine Arbeit reserviert ist. Schließe im Zweifelsfall die Tür, um ungestört arbeiten zu können.

Beachte die zusätzliche Erschwernis, dass du nicht nur deine eigentliche produktive Arbeit erledigen musst, sondern darüber hinaus sämtliche anderen betrieblichen Aufgaben, angefangen bei der Akquisition neuer Kunden über die Buchführung bis hin zum Einkauf des Büromaterials ebenfalls Aufmerksamkeit fordern. Das lässt sich nur schwer mit dem gelegentlichen Nutzen des Küchentisches als Arbeitsplatz vereinbaren.

Nicht nur die Mitbewohner brauchen eine psychologische Markierung. Auch du selbst benötigst in deiner eigenen Wohnung klare Hinweise darauf, dass du an einem Ort bist, an dem es nicht ums Chillen geht. Deshalb richte deinen Arbeitsplatz insgesamt so her, dass auch für dich klar ist: „Hier wird gearbeitet. Das hier ist wichtig.“ Mit anderen Worten, stelle nicht gerade den Korb mit der ungewaschenen Wäsche oder die Sportschuhe, die du noch putzen wolltest, in Griffweite. Wenn du dir selbst die Ablenkung so prägnant präsentierst, ist es klar, dass du Probleme damit hast, dich mental auf Büroarbeit einzustellen.

Dabei kann auch ein Home-Office so ausgestattet sein, dass es optisch einem Büro im Konzern-Teppichbodenland in nichts nachsteht. Im Gegenteil, moderne Möbelprogramme bekommst du heutzutage für relativ kleines Geld schon im Versandhandel. Damit erreichst du eine Authentizitätsanmutung, die höchstens noch dadurch geschmälert werden kann, dass du durchs Schlafzimmer ins Home-Office musst.

Im letztgenannten Fall, also dem Schlafzimmerzugang zum Home Office, wird es schwierig, solltest du doch einmal Kunden in deinem Büro empfangen müssen. Hier ist es sicherlich besser, erforderliche Treffen nach außerhalb zu verlagern. Verkaufe deine Hausbesuche beim Auftraggeber als Komfortservice oder arrangiere Verabredungen auf neutralem Gebiet.

Das kann das Geschäftsessen in einem Restaurant oder das Meeting in einem externen Besprechungsraum sein. Der lässt sich vielerorts bei Büro-Dienstleistern, Coworking-Spaces oder kostengünstig in Gründerzentren anmieten. Manchmal bietet sich im Rahmen von Kooperationen auch die Mitnutzung repräsentativer Räume von Kollegen an.

Ein Home-Office muss nicht aussehen wie ein Hobbykeller. (Foto: Pixabay)

Und noch ein Tipp, den ich vor einigen Jahren im Existenzgründer-Seminar aufschnappte. Wenn es dir schwer fällt, dich im Home Office als vollwertigen Berufstätigen zu sehen, dann ziehe deine Büro-Klamotten an, laufe einmal um den (Häuser-) Block und mach dich anschließend an die Arbeit. Wenn Schlips und Anzug der Katalysator dafür sind, dich selbst professionell ernst zu nehmen, dann gib deiner Psyche diesen Trigger.

Dieses und ähnliche Rituale helfen dir, das Gefühl zu bekommen, wirklich zu arbeiten. Wenn du das nicht brauchst, weil du dich auch in Morgenmantel und Co. ernsthaft aufs Arbeiten einlassen kannst, dann ist das umso besser für dich. Tue es einfach, denn für diese Art von Freiheit ist ein Home Office ja da.

2. Trenne Arbeit und Privates

Wenn du alleine lebst, ist dieser Tipp noch nicht so essenziell, als wenn Partner oder Kinder ständig an deinen Rechner wollen oder auf andere Weise deine volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Spätestens dann aber wird überlebensnotwendig, was für dich als Single noch ein Luxus ist.

Lass dir den Blick nicht von der verlockenden Aussicht auf eine bequeme Verbindung von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung trüben. Den allerwenigsten Menschen gelingt es, ständig mit dem quengelnden Kleinkind auf dem Schoß Kundengespräche zu führen, drängende Deadlines einzuhalten und dabei ordentliche Arbeitsergebnisse abzuliefern. Familien- und Arbeitszeit lassen sich im Heimbüro zweifellos besser miteinander verbinden – überlappen dürfen sie sich dennoch nur in Ausnahmefällen.

Lass dich nicht nur nicht durch Wäschekörbe optisch irritieren oder von spielenden Kindern ablenken. Trenne auch selbst Arbeit und Privates. Das heißt, gehe in deiner Arbeitszeit möglichst keinen privaten Dingen wie Telefonaten mit Freunden, der 15-Uhr-Comedy im Fernsehen oder dem Posten in deinen sozialen Medien nach.

Den Begriff „Office“ definierst du selbst. (Foto: Pixabay)

Wenn du die Grenzen zwischen Arbeit und Privat zu sehr aufweichst, wird es schwer werden, dich noch konzentriert an deine eigentliche Arbeit zu machen. Und aus der kurzen Ablenkung kann schnell eine stundenlange Beschäftigung werden. Wenn du nicht am Stück arbeiten und deine Freizeit hinten anschließen willst, dann unterteile deine Arbeit in zeitliche oder inhaltliche Blöcke und nutze die natürlichen Pausen dazwischen für alles Private.

So hast du beides, nämlich die flexible Arbeitszeit-Gestaltung eines Home Office und die Konzentration auf deinen Beruf.

3. Strukturiere deinen Arbeitsablauf

Das heimische Büro bietet viele Freiheiten und die lässt du dir bitte von niemandem schlecht reden. Dennoch kannst du dich ohne eine Struktur und einigermaßen geregelte Abläufe schnell verzetteln, kann sich der Tag seinem Ende nähern und die Arbeit immer noch auf dich warten.

Keine Sorge, du musst dich nicht „sklavisch“ an die Vorgaben der Arbeitswelt halten. Wenn du zum Beispiel eher ein Nachtmensch bist und für gewöhnlich morgens um 8 Uhr mit verquollenen Augen im Büro sitzt, gibt es keinen Grund, dich in deinem Home Office zu einem gleichen Verhalten zu zwingen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, weil du erst ab 20 Uhr munter wirst.

Wann du arbeitest, ist egal. Wichtig ist nur, wie du arbeitest und dass du arbeitest. Dabei gelten die gleichen Regeln wie bei jedem guten Zeitmanagement, vor allem folgende:

  • Finde deine Hochphasen heraus und nutze sie für schwierige Aufgaben, die ein Maximum deiner Konzentration erfordern. Baue Routinetätigkeiten in vorausgehende oder anschließende Zeiten ein. Horche in dich hinein und stimme deine Arbeit auf deine persönliche Leistungsfähigkeit ab. Dass du das tun kannst, ist ja gerade einer der unschlagbaren Vorteile deines Home Office.
  • Arbeite mit Kernarbeitszeiten, in denen du ausschließlich deinem Beruf nachgehst. Das können auch ruhig mehrere Blöcke sein, also etwa drei Stunden am Vormittag, zwei am späten Nachmittag und wieder drei in den Abendstunden. Wichtig ist nur, dass du solche Kernzeiten pflegst, um Arbeit und Privates zu trennen.
  • Gibt es auch unter der Woche Tage, in denen du mehr oder weniger Zeit zur Verfügung hast, eine Tätigkeit dir leichter von der Hand geht als andere oder dir sonstige „Schwankungen“ auffallen? Dann nimm solche Muster ebenfalls in deinen Arbeitsablauf auf. Falls du diesbezüglich noch unsicher bist, führe einfach mal über ein paar Wochen hin Tagebuch über Vorlieben, Stärken und Schwächen und passe deinen Zeitplan entsprechend an.
  • Gewöhne dir eine gewisse Regelmäßigkeit an. Wenn du erst einmal deinen optimalen Rhythmus gefunden hast, wäre es doch schade, diesen wieder zu verlieren. Steigere deine Produktivität durch Routinen und gönn dir hin und wieder eine kreative Abwechslung. So haben wieder beide Seiten etwas davon.
  • Vor allem: Arbeite nicht durch, auch wenn die Wege zum Arbeitsplatz kurz sind und es keinen geregelten Feierabend gibt. Mach Pausen. Gönn dir zwischendurch die eine oder andere Belohnung. Lade deinen Akku wieder auf. Sicherlich ist es ein Vorteil deines Heimbüros, nicht verkrampft nach Stechuhr arbeiten zu müssen, aber es besteht auch die Gefahr, nicht abschalten zu können und die Arbeit sogar mit ins Bett zu nehmen. Greif auch hier wieder zu Tagesplan und Arbeitsablauf – und mache rechtzeitig Schluss.
  • Selbstausbeutung, sowie Abgrenzungsprobleme zwischen Beruf und Familie führen schnell dazu, dass dich das Gefühl beschleicht, niemals „richtig Feierabend“ zu haben und „allzeit bereit“ sein zu müssen. Dagegen hilft nur konsequentes Selbst- und Zeitmanagement

4. Gehe diszipliniert ans Werk

Vergiss bei deiner Tagesplanung auch deine eigentlichen Ziele nicht. Da die Fremdkontrolle in einem Home Office – egal, ob selbstständig tätig oder nicht – deutlich geringer ist, als unter den Augen deines Chefs, liegt es an dir, deine Aufgaben rechtzeitig und gut zu erledigen oder deine Zeit mit Nebensächlichem zu verlieren.

Skype solltest du nicht zum Prokrastinieren einsetzen. (Foto: Pixabay)

Teile deshalb deine Aufgaben nach Prioritäten ein, arbeite sie planvoll ab und behalte vor allem immer deine Ziele vor Augen. Nur so kannst du die gezielt verfolgen. Dabei ist es keine schlechte Idee, deine Ziele auch ganz wortwörtlich irgendwo aufzuschreiben und dir so immer wieder vor Augen zu führen. Am besten fügst du eine zweite Spalte zu, für alles, was du bislang erledigt und womit du deinen Zielen schon näher gekommen bist. Dann fällt dir auch sofort auf, wo du aus dem Takt gekommen bist und wo Handlungsbedarf bestehen sollte.

Nimm besonders ungeliebte Aufgaben diszipliniert in Angriff. Dadurch, dass die Fremdkontrolle in deinem Heimbüro fast vollständig entfällt, steigen die Anforderungen an deine Selbstdisziplin. Wenn du jetzt nur noch tust, was dir Spaß macht, wirst du dir einen Bärendienst erweisen. Stattdessen bleibe dran, nimm dir die schwierigen Aufgaben vor und freu dich, wenn du sie erledigt hast.

Lobe dich ruhig oft und enthusiastisch. Denn neben der fehlenden Fremdkontrolle machen sich auch Aufmunterung und positives Feedback rar. Ohne Lob neigen wir aber dazu, uns gering zu schätzen, Zweifeln nachzugeben oder gar gleich ganz die Flinte ins Korn zu werfen. Deshalb klopfe dir ruhig auf die Schulter und feiere dich selbst. Danach läuft es mit der Arbeit gleich doppelt so gut.

5. Schmore nicht im eigenen Saft

Wenn dir bereits der Gedanke an häufigere und längere Phasen des Alleinseins beim Arbeiten als bedrohliche Einsamkeit erscheint, dann bist du mit dem geschäftlichen Single-Dasein vermutlich wirklich nicht gut bedient. Einsamkeit, im Sinne einer sozialen Isolation, ist jedoch kein typisches, quasi zwangsläufiges Merkmal der „Heimarbeit“.

Denn erstens sind Freiberufler ungeachtet ihres Hauptsitzes oft unter Menschen – zum Beispiel bei Kunden oder anderen Geschäftspartnern. Und zweitens setzt gerade dieser Personenkreis ganz selbstverständlich die breite Palette moderner Kommunikationsmedien ein. Das fängt an bei bei Telefon, E-Mails und Online-Foren und geht über Projekt-, Social-Networking- und Instant-Messaging-Plattformen bis hin zu Audio-, Video- und Datenkonferenzen.

Auf Dauer ist sie dennoch nicht zu unterschätzen, die Gefahr zu vereinsamen und ausschließlich im eigenen Saft zu schmoren. Dagegen kannst du ganz gezielt mit dem Methoden des Real Life (kennst du noch?) angehen.

Auch Freelancer sollten sich gelegentlich untereinander treffen. (Foto: Pixabay)

Treibe Sport, laufe um den See, gehe ins Cafè, triff dich mit Freunden oder Nachbarn oder wer dir sonst eine gute Zeit bescheren kann. Hauptsache, du kommst raus und unter Leute. Nutze dafür auch die Zeit zwischen deinen Arbeitsblöcken. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe, kannst auftanken und frisch gestärkt an die Arbeit gehen.

Früher oder später kann es dennoch dazu kommen, dass du das Fehlen von Kollegen und der informellen Unternehmens-Kommunikation schmerzlich spürst. Um dem vorzubeugen, tust du gut daran, den persönlichen Austausch mit Geschäftsfreunden und Berufskollegen ganz gezielt zu suchen und aufrecht zu erhalten – sei es in Form gelegentlicher Verabredungen, regelmäßiger Stammtische oder auch durch aktive Teilnahme an Informationsveranstaltungen, Messen oder Konferenzen.

Damit das unverbindliche „Networking“ nicht zum Selbstzweck wird, solltest du von Beginn an die richtige Richtung einschlagen. Wenn du dich mit weiteren Personen deines Fachs triffst, dann versuche, diese Treffen zur gegenseitigen Beratung zu nutzen. Voraussetzung ist, dass du gleichgesinnte Fachleute findest, von denen du etwas lernen kannst und die wiederum von dir etwas lernen können.

In solchen Treffen, die generell nach Bedarf, mindestens aber einmal im Quartal stattfinden sollten, steht dann jedem Teilnehmer die geballte Gruppenkompetenz zur Verfügung. Das kommt einer Teambesprechung im Konzern-Teppichbodenland schon ziemlich nahe und hat noch den Vorteil, dass es kein hierarchisch erzwungenes Meeting von zweifelhafter Priorität ist.

Bei Bedarf kannst du solche Kontakte zwischendurch auch immer mal telefonisch auffrischen, etwa um dir einen gezielten Rat zu suchen oder einen ebensolchen zu erteilen. So solltest du einigermaßen gut vor der Vereinsamung geschützt sein.

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